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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#401
13.11.2015 - 11:04 Uhr
Zitat von CortoMaltese

Wenn sich der Verein auf die Prämissen
- Erstligazugehörigkeit und
- Entgegenkommen der Politik
verlässt, kann man an die Seriosität und Sinnhaftigkeit der Strategiepapiere schon ernsthaft anzweifeln.


So negativ? Ohne den "Goodwill" der rheinland-pfälzischen Politik, gäbe es den FCK in seiner derzeitigen Form heute nicht (mehr).

Und die Erstligazugehörigkeit ist nun einmal Grundvoraussetzung. Bedenke die Zeit, in der die Papiere entwickelt wurden. 2008 war die zweite Liga für den FCK noch kein "Dauerzustand".

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meininger am 13.11.2015 um 11:15 Uhr bearbeitet
Finanzen |#402
13.11.2015 - 11:24 Uhr
Zitat von Meininger
Zitat von CortoMaltese

Wenn sich der Verein auf die Prämissen
- Erstligazugehörigkeit und
- Entgegenkommen der Politik
verlässt, kann man an die Seriosität und Sinnhaftigkeit der Strategiepapiere schon ernsthaft anzweifeln.


So negativ? Ohne den "Goodwill" der rheinland-pfälzischen Politik, gäbe es den FCK in seiner derzeitigen Form heute nicht (mehr).

Und die Erstligazugehörigkeit ist nun einmal Grundvoraussetzung. Bedenke die Zeit, in der die Papiere entwickelt wurde. 2008 war die zweite Liga für den FCK noch kein "Dauerzustand".
Was ist daran "negativ"? Realistisch wäre meine Einschätzung. Zur Zeit als Ohlinger kam haben wir das zweite Jahr 2. Liga gespielt, und sind im ersten nicht wirklich knapp am Aufstieg gescheitert. Das in einer Zeit als sich viele Traditionsclubs in die Niederungen der Unterklassigkeit verabschiedet haben.
Nur weil die Politik - vornehmlich eine Person - uns einmal den Poppes gerettet hat, ist das doch nicht wirklich eine Konstante oder eine realisitische Variable die ich in so eine hypothetische Gleichung einsetze und dann warte dass sie aufgeht.

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Finanzen |#403
13.11.2015 - 11:45 Uhr
Zitat von CortoMaltese

Zitat von Meininger


Zitat von CortoMaltese



Wenn sich der Verein auf die Prämissen
- Erstligazugehörigkeit und
- Entgegenkommen der Politik
verlässt, kann man an die Seriosität und Sinnhaftigkeit der Strategiepapiere schon ernsthaft anzweifeln.


So negativ? Ohne den "Goodwill" der rheinland-pfälzischen Politik, gäbe es den FCK in seiner derzeitigen Form heute nicht (mehr).

Und die Erstligazugehörigkeit ist nun einmal Grundvoraussetzung. Bedenke die Zeit, in der die Papiere entwickelt wurde. 2008 war die zweite Liga für den FCK noch kein "Dauerzustand".
Was ist daran "negativ"? Realistisch wäre meine Einschätzung. Zur Zeit als Ohlinger kam haben wir das zweite Jahr 2. Liga gespielt, und sind im ersten nicht wirklich knapp am Aufstieg gescheitert. Das in einer Zeit als sich viele Traditionsclubs in die Niederungen der Unterklassigkeit verabschiedet haben.
Nur weil die Politik - vornehmlich eine Person - uns einmal den Poppes gerettet hat, ist das doch nicht wirklich eine Konstante oder eine realisitische Variable die ich in so eine hypothetische Gleichung einsetze und dann warte dass sie aufgeht.


Es gab nicht nur Beck, sondern auch Kohl, Vondano, Piontek, Deubig und Weichel. Ausserdem viele Landespolitiker jeglicher Couleur. Der FCK als "pfälzisches Symbol" kann (zum Glück) parteiübergreifend auf das Wohlwollen vieler Politker bauen.
In dem Strategiepapier geht es um eben dieses "Entgegenkommen" der Politik. Ich sehe nicht, warum sich in den kommenden Jahren daran etwas grundsätzlich ändern sollte.

2008 war man immer noch gefühlter Erstligist, selbst nach der Horrorsaison '08.
Das Verhältnis Erstligazeit/Zweitligazeit damals spricht ebenfalls Bände.

Das Ganze ist übrigens keine Gleichung, die sich auflöst, sondern ein Strategiepapier zum Rückerwerb des FWS. Da spielt man eben verschiedene Szenarien durch.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meininger am 13.11.2015 um 11:47 Uhr bearbeitet
Finanzen |#404
13.11.2015 - 12:10 Uhr
@Meininger
Es war ein Politiker der den FCK gerettet hat, möglicherweise auch weil er DER Fürsprecher für diesen unnötigen Ausbau gewesen ist. Nur kann ich doch nicht so blauäugig sein anzunehmen, dass man als Verein ewig dieses Wohlwollen genießt.

Schon zu Ohlinger's Zeiten hat sich doch abgezeichnet, dass mit Mainz das Alleinstellungsmerkmal "Club aus Rheinland-Pfalz" hinfällig geworden ist.

Wir sind auch heute noch gefühlter Erstligist, nur war das mit dem zweiten Abstieg schon Augenwischerei. Wir hatten einfach Riesenmassel; das unterscheidet uns von vielen Traditionsvereinen.

Was anderes als eine Gleichung ist denn das Durchspielen verschiedener Szenarien mit der Auflösung "Stadionerwerb"?

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Finanzen |#405
13.11.2015 - 12:37 Uhr
Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass es eine Notfallstrategie war, die den FCK gerettet hat und das es
ohne diese schnelle politische Umsetzung keinen FCK mehr gäbe.

In einer im Notfall geschaffenen Struktur gibt es natürlich Löcher und kurz- und langfristige Risiken, die
man zum Zeitpunkt des Handelns nicht absieht und nicht absehen kann. Im nachhinein kann man da jetzt
leicht kritisieren und Zusammenhänge infrage stellen. Es war damals sicher sehr schwierig die sportliche
Entwicklung des FCK, die finanzielle Situation des FCK und die politischen Interessen des Landes und der
Stadt so zu koordinieren, dass der FCK am Leben bleibt. Da sind auch die Möglichkeiten bis an die
obere Grenze ausgereizt worden, da oder dort wohl auch drüber, aber im Interesse des FCK.

Der FCK ist aber jetzt an einem Punkt, an dem eine weitere Konsolidierung betriebswirtschaftlich geschafft
werden muss und der ist in der 2. Liga, auch aufgrund der sich ändernden finanziellen Faktoren, nicht
möglich.

Die sportliche Entwicklung unter dem VV Kuntz ist leider seit 4-5 Jahren sehr negativ und das schlägt sich
auch auf die wirtschaftlichen Daten nieder. Meine Einschätzung der letzten 2-3 Jahre; es wurden nur
noch Löcher gestopft und Geld hin- und hergeschoben, um die klamme Situation zu überwinden
( Anleihe, Transferüberschüsse, Fröhnerhof, Mietstundungen deuten daraufhin ).

Diese, in den letzten Jahren negative Entwicklung, war von den handelnden Personen 2008 nicht
abzusehen und lag auch nicht in deren Hand.
Finanzen |#406
13.11.2015 - 13:31 Uhr
Zitat von CortoMaltese
@Meininger
Es war ein Politiker der den FCK gerettet hat, möglicherweise auch weil er DER Fürsprecher für diesen unnötigen Ausbau gewesen ist. Nur kann ich doch nicht so blauäugig sein anzunehmen, dass man als Verein ewig dieses Wohlwollen genießt.


Woran machst du denn fest, ob ein Ausbau "nötig" ist?

Zum Zeitpunkt der Entscheidung war Kaiserslautern die einzig plausible Option für ein WM-Stadion in Rheinland-Pfalz. In der Bundesliga hatten wir 2010/11 eine Auslastung von 96%, und ein Jahr später, während der schlechtesten Bundesliga-Saison des FCK aller Zeiten, waren es immer noch über 80%. Hätte das alte Triumvirat gescheit gewirtschaftet, wäre der Ausbau für den Verein gut zu tragen gewesen. Für die Stadt wiederum war die WM ein voller Erfolg, der dem Image sehr gut tat und Mittel für den überfälligen Ausbau der Infrastruktur in die Kasse brachte. Lediglich das Land hat nur bedingt etwas von der ganzen Chose.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#407
13.11.2015 - 14:00 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von CortoMaltese

@Meininger
Es war ein Politiker der den FCK gerettet hat, möglicherweise auch weil er DER Fürsprecher für diesen unnötigen Ausbau gewesen ist. Nur kann ich doch nicht so blauäugig sein anzunehmen, dass man als Verein ewig dieses Wohlwollen genießt.


Woran machst du denn fest, ob ein Ausbau "nötig" ist?

Zum Zeitpunkt der Entscheidung war Kaiserslautern die einzig plausible Option für ein WM-Stadion in Rheinland-Pfalz. In der Bundesliga hatten wir 2010/11 eine Auslastung von 96%, und ein Jahr später, während der schlechtesten Bundesliga-Saison des FCK aller Zeiten, waren es immer noch über 80%. Hätte das alte Triumvirat gescheit gewirtschaftet, wäre der Ausbau für den Verein gut zu tragen gewesen. Für die Stadt wiederum war die WM ein voller Erfolg, der dem Image sehr gut tat und Mittel für den überfälligen Ausbau der Infrastruktur in die Kasse brachte. Lediglich das Land hat nur bedingt etwas von der ganzen Chose.

Beste Grüße
Lullaby


Wenn ich mich richtig erinnere, war damals der Ausbau von Seiten des FCK nicht so groß geplant,
aber die FIFA hat zusätzliche Auflagen gewollt hinsichtlich der Sitzplätze. Dadurch ist es auch teurer
geworden.
Finanzen |#408
13.11.2015 - 15:25 Uhr
Zitat von Lullaby
Woran machst du denn fest, ob ein Ausbau "nötig" ist?

Zum Zeitpunkt der Entscheidung war Kaiserslautern die einzig plausible Option für ein WM-Stadion in Rheinland-Pfalz. In der Bundesliga hatten wir 2010/11 eine Auslastung von 96%, und ein Jahr später, während der schlechtesten Bundesliga-Saison des FCK aller Zeiten, waren es immer noch über 80%. Hätte das alte Triumvirat gescheit gewirtschaftet, wäre der Ausbau für den Verein gut zu tragen gewesen. Für die Stadt wiederum war die WM ein voller Erfolg, der dem Image sehr gut tat und Mittel für den überfälligen Ausbau der Infrastruktur in die Kasse brachte. Lediglich das Land hat nur bedingt etwas von der ganzen Chose.

Beste Grüße
Lullaby

Ein - zumindest aus heutiger Sicht - sehr kurzfristiger Erfolg für die Stadt.

Die Sinnhaftigkeit des Ausbaus oder ob es notwendig war, dass eine der kleinsten Bundesligastädte überhaupt ein WM-Stadion braucht, beantwortet sich Stand 2016 von selbst.

Eine Auslastung von 94% für 2010/11 hört sich toll an, Du unterschlägst aber die Auslastung der Jahre zuvor in Liga 2; die lag deutlich unter diesem Wert.

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Finanzen |#409
20.11.2015 - 17:25 Uhr
Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, der sollte das erst hier tun:
http://www.transfermarkt.de/bewertung-der-vereinsentwicklung/thread/forum/23/thread_id/312859/page/59#anchor_870152

(Dort sieht man anhand von Finanzkennzahlen einen dramatischen Vereinsverfall unter fast 8 Jahren Kuntz, die Auswirkungen im sportlichen Bereich und die unerträglichen Ausreden dazu)


Im ersten Teil stellte sich insbesondere folgende Kernfrage:
--------------------------------------------------------------------------------------------
Wieso kann der FCK finanziell so viel schlechter stehen, wenn er doch ab der Saison 2012/2013 in der 2. Liga bis jetzt so viele Sondereinnahmen hatte?


Schauen wir erst auf die Sondereinnahmen, die bei einer seriösen Saisonplanung (also Planung ohne strukturelles Defizit bzw. ohne einen Verlust) als zusätzliche Liquidität bzw. Gewinn in der Bilanz stehen müssten:
(Die genannten Zahlen im Betzeanleihe-Prospekt gibt es z.B. hier offen einzusehen: http://www.anleihen-finder.de/wp-content/uploads/2013/02/Wertpapierprospekt.pdf )
Die nachfolgende Übersicht ist nur eine faktengestützte Schätzung. Aber zur Abschätzung der Größenordnung reicht das sehr gut. Und die Größenordnung ist das was so schockiert !

2012/2013: ca. 8.5 Mio Sondereinnahmen (ohne Spielertransfers, die kommen weiter unten als Summe der Jahre dazu)
- Pokal 2. Runde inkl. ARD-Livespielzuschlag in Bayern (ausverkauft): ca. 2.0 Mio (siehe: http://fussball-geld.de/einnahmen-der-vereinedfb-pokal/ - 2. Runde Livespiel Bayern vor 70000 zu mehr als 40 Euro pro Karte alleine über ca. 1.7 Mio)
- Fananleihe: ca. 6.0 Mio
- Eine aussergewöhnliche Steuererstattung aus Vorjahren in der GuV: ca. 0.5 Mio (siehe: http://www.der-betze-brennt.de/news/7732-bilanz-erlaeuterungen-zum-geschaeftsjahr-2013-14.php )

2013/2014: ca. 6.1 Mio Sondereinnahmen (ohne Spielertransfers, die kommen weiter unten als Summe der Jahre dazu)
- Pokal Halbfinale: ca. 3.5 Mio = ca. 5.0 Mio - ca. 1.5 Mio Spielerprämien (siehe: http://fussball-geld.de/einnahmen-der-vereinedfb-pokal/ - nur ca. 4.4 Mio, da der Zuschauer nur mit 18.05 Euro pro Karte kalkuliert wurde. Das stimmt nicht beim Livespiel in Bayern: das sind mehr als 40 Euro pro Karte im Schnitt der 70000, daher 5.0 Mio)
- Ausverkauftes Spiel in der Winterpause gegen Dortmund: ca. 0.6 Mio = ca. 1.0 Mio brutto bei 50000 Zuschauern plus SWR-Fernsehen minus Kosten
- Sport 5 "Signing Fee" für die Jahre ab 2014/2015 (das Geld gehört zu bzw. fehlt in den Folgejahren): ca. 2.0 Mio (siehe: http://www.der-betze-brennt.de/forum/viewtopic.php?p=898314#p898314 )

2014/2015: ca. 1.6 Mio Sondereinnahmen (ohne Spielertransfers, die kommen weiter unten als Summe der Jahre dazu)
- Pokal Achtelfinale: ca. 1.6 Mio (siehe: http://fussball-geld.de/einnahmen-der-vereinedfb-pokal/ )

2012/2013 bis jetzt an Spielertansferplus: ca. 8.4 Mio Sondereinnahmen
- Spielertransferplus: ca. 8.46 Mio (siehe: http://www.transfermarkt.de/1-fc-kaiserslautern/alletransfers/verein/2 )

Summe der Sondereinnahmen in der 2. Liga seit 2012/2013 ergibt: ca. 24.6 Mio Euro
Der Kassenbestand Ende 2011/2012 bzw. am Beginn 2012/2013 war ca. 5.7 Mio Euro (siehe: Betzeanleihe-Prospekt Seite 101 bzw. F-25 - III. Kassenbestand ). Der Kassenbestand aktuell könnte bei stets seriöser Saisonplanung rechnerisch damit bis über 30 Mio Euro betragen. Laut Sport-Bild Nr. 34/2015 mit dem FCK-Interview zur Fananleihe sind aber nur noch 2.6 Mio da.

Jetzt sollte klar sein: Ob das jetzt die eine oder andere Million mehr oder weniger Sondereinnahmen waren, das spielt wirklich keine große Rolle mehr. Die schockierende Frage bleibt:
Wo sind diese zusätzlichen Sondereinnahmen in einer Größenordnung von schätzungsweise ca. 24.6 Mio Euro geblieben ???


Die Antwort liegt wohl im Niedergang der aktiven Vermarktungserlöse/Sponsorenbeträge/Fanartikelverkauf, der gestiegenen Bezahlung eines üppigen "Hofstaates" und einer finanziell katastrophalen Saisonplanung.


1. Die Vermarktungserträge/Einnahmen
====================================
Im ersten Teil haben wir die Belege gesehen, dass die DVAG als Hauptsponsor 2009/2010 noch 2.5 Mio in der 2.Liga gezahlt hat und der aktuelle Hauptsponsor wohl vermutlich nur noch ca. 1.0 Mio nach Abzug der Sport 5 Provision in der 2. Liga bringt.
Das wäre ein Einnahmerückgang von ca. 1.5 Mio p.a. innerhalb von 6 Jahren. Im ersten Teil konnten wir aber abschätzen, dass es weit über 5 Mio p.a. weniger innnerhalb von 6 Jahren sein müssten. Das geht nur bei dramatischen Veränderungen in vielen Einnahmebereichen. Und genau dafür gibt es deutliche Hinweise.

Was man so in einem Jahr an Einnahmen in verschiedenen Einnahmebereichen wegschaffen kann steht in der Bilanz 2010/2011 im Vergleich zur Bilanz 2011/2012 (siehe: Betzeanleihe-Prospekt Seite 102 bis 105 bzw. F-26 bis F-29 ):
2010/2011: Bei Fanartikel/Merchandising ergibt sich eine Summe von ca. 1.25 Mio Euro
1.5.1 Erlöse (3.3 Mio) + 2. Erhöhung/Verminderung Waren (0.0 Mio) - 5.1 Wareneinkauf (1.9 Mio) - 8.5 Kosten Handel (0.15 Mio) = ca. 1.25 Mio

2011/2012: Bei Fanartikel/Merchandising ergibt sich eine Summe von nur noch ca. 0.15 Mio Euro
1.5.1 Erlöse (2.8 Mio) + 2. Erhöhung/Verminderung Waren (0.0 Mio) - 5.1 Wareneinkauf (2.4 Mio) - 8.5 Kosten Handel (0.25 Mio) = ca. 0.15 Mio

Aber diese ca 1.1 Mio Rückgang im Fanartike/Merchandising sind noch lange nicht alles. Schauen wir auf die Unterschiede bei der aktiven Vermarktung innerhalb der beiden Jahre (ohne glückliche Pokaleinnahmen und ohne Hauptsponsor, denn der Hauptsponsorvertag ist noch in 2009/2010 ausgehandelt/abgeschlossen worden und ist nicht aktiv verändert bzw. ist eher liga/tabellenstandsabhängig):
2010/2011: Ergibt eine Summe von ca. 24.448 Mio Euro
1.1.1 Meisterschaft (10.932 Mio) + 1.1.4 Logen/Businessbereich (4.670 Mio) + 1.1.5 Sonstig (0.275 Mio) + 1.2.2 Stadiongeborene Rechte (1.085 Mio) + 1.2.3 Clubgeborene Rechte (5.920 Mio) + 1.2.4 Sonstige Werbung (0.042 Mio) + 1.5.2 Überlassung Nutzungsrechte (0.046 Mio) + 1.5.3 Catering (1.478 Mio)

2011/2012: Ergibt eine Summe von nur noch ca. 23.409 Mio Euro
1.1.1 Meisterschaft (10.749 Mio) + 1.1.4 Logen/Businessbereich (4.971 Mio) + 1.1.5 Sonstig (0.057 Mio) + 1.2.2 Stadiongeborene Rechte (1.491 Mio) + 1.2.3 Clubgeborene Rechte (4.814 Mio) + 1.2.4 Sonstige Werbung (0.002 Mio) + 1.5.2 Überlassung Nutzungsrechte (0.062 Mio) + 1.5.3 Catering (1.263 Mio)

Summe der Ergebnisverschlechterung (Fanartikel/Merchandising ca. 1.1 Mio, aktive Vermarktung ca. 1.0 Mio): ca. 2.1 Mio Euro
Und dieser Einnahmeverschlechterung von 2.1 Mio Euro war in der gleichen Liga und nur binnen eines Jahres - wir reden hier aber von fast 8 Jahren Kuntz !!!

Dazu noch der desaströse Abstieg in die 2.Liga. Solche Vorstände werden normalerweise sofort rausgeschmissen, da die Abfindung fast immer sehr viel billiger ist als der weitere Schaden, den solche Vorstände jedes Jahr im Schnitt weiter anrichten. Bei uns gibt es dafür vom Aufsichtsrat eine vorzeitige Vertragsverlängerung.

Wie kann ein Aufsichtsrat diesen Vorstand jahrelang öffentlich für gute und erfolgreiche Arbeit loben und dann sogar noch eine vorzeitige Vertragsverlängerung bei Kuntz vornehmen ???
Dem Aufsichtsrat gehört die Entlastung verweigert - auch da brauchen wir dringend geeigneteres Personal.


2. Der üppige "Hofstaat"
========================
2009/2010 - 2. Liga Personalkosten Summe: 14.909 Mio - bei 11.1 Mio für Lizenzspieler (siehe: Betzeanleihe-Prospekt Seite 81 bzw. F-5 )
2012/2013 - 2. Liga Personalkosten Summe: 17.197 Mio - bei laut Kuntz in der Presse ca. 10.5 Mio für Lizenzspieler
2013/2014 - 2. Liga Personalkosten Summe: 19.796 Mio - bei laut Kuntz in der Presse ca. 10.5 Mio für Lizenzspieler
(2012/2013 und 2013/2014 siehe: http://www.der-betze-brennt.de/news/7732-bilanz-erlaeuterungen-zum-geschaeftsjahr-2013-14.php )

2009/2010 war die Positionssumme Verwaltungs- und Sonstige Personalkosten bei 2.143 Mio Euro (siehe: Betzeanleihe-Prospekt Seite 81 bzw. F-5 ). Das sind 2013/2014 ca. 4.887 Mio Euro mehr für Gehälter in der 2. Liga binnen 4 Jahre. Und das sogar bei einer Lizenzspielerkostensenkung, so laut Kuntz in der Presse !
- Wer steckt sich von Jahr zu Jahr so viel mehr Geld in Millionenhöhe in die Taschen?
- Und mit welcher Begründung bei einem abgestiegenen 2. Liga Verein der sportlich und in der Vermarktung immer schlechter wird?
- Treffen die Gerüchte über völlig absurde Vorstandsgehälter von weit oberhalb einer Mio Euro etwa zu?
- Hat Kuntz bei seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung für solch eine schlechte Leistung (Abstieg, Einnahmeausfälle, ...) auch noch eine satte Lohnerhöhung vom Aufsichtsrat bekommen?
Solche Erhöhungssummen lassen normalerweise auf beträchtliche Erhöhungen bei wenigen leitenden Angestellten schließen, da bekommen nicht mal eben 40 Büroangestellte je über 100.000 Euro mehr innerhalb von 4 Jahren.
Kuntz hat immer beteuert, dass der FCK wenig Geld hat und sorgsam mit jeden Euro zur Sicherung eines guten Lizenzspieler-Aufstiegsetats planen muss - welch eine Farce !

Und der Aufsichtsrat spricht immer noch von guter und erfolgreicher Arbeit des Vorstands - das ist einfach nur grotesk !
Finanzen |#410
20.11.2015 - 17:27 Uhr
3. Die finanzielle Saisonplanung seit 2012/2013 in der 2. Liga
==============================================================
Schon die Saison 2012/2013 zeigt, dass solch ein jahrelanges Wirtschaften Spuren hinterlässt und man haarsträubende struktuelle Defizite bzw. Planverluste in kauf nehmen muss um noch einen annehmbaren Lizenzspieleretat ausgeben zu können. Dazu ein Zitat aus der Rheinpfalz vom 12.04.2012:
" ... führe in der Saison 2012/2013 zu einem prognostizierten Verlust von voraussichtlich 5,5 Millionen Euro, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadiongesellschaft, Oberbürgermeister Klaus Weichel, in der Beschlussvorlage. Der FCK sei deshalb nicht in der Lage, zu der Pachtzinszahlung von 3,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/2013 auch noch den gestundeten Pachtzinsbetrag von 1,2 Millionen Euro zurückzuzahlen. ..."
(siehe: http://www.transfermarkt.de/pressethread/thread/forum/23/thread_id/312862/page/14#anchor_595972 )
Dort steht der Beleg, dass der FCK mit einem strukturellen Defizit bzw. Verlust von 5.5 Mio Euro für die Saison 2012/2013 rechnet, d.h. über 50% der anvisierten ca. 10.5 Mio Euro Lizenzspielergehälter sind "auf Pump" geplant. Ohne Schulden/Sondereinnahmen hat man nur 5 Mio erwirtschaftet, das hat fast jeder Aufsteiger mittlerweile an erwirtschaftetem Lizenzspieleretat. Es sind dann nur ca. 1.9 Mio Verlust in 2012/2013 geworden, aber nur weil man Sondereinnahmen z.B. aus Tafelsilber/Spielertransferplus (ca. 2.36 Mio - Beleg siehe oben beim Link zu Transfererlösen) und dem 2. Runde Livepokalspiel in Bayern (ca. 2.0 Mio - Beleg siehe oben) hatte.

Wie wir auch aktuell am Hauptsponsor und den Zuschauerzahlen sehen, sinken die Einnahmen aus Vermarktung/Sponsoren/... auch weiterhin im Schnitt von Jahr zu Jahr kräftig. Dazu wollen wir mal das strukturelle Defizit zur nachfolgenden Saison 2013/2014 abschätzen:
Kuntz zeigt uns einen Gewinn von 0.165 Mio Euro für 2013/2014 und sprach in der Presse immer von ca. 10.5 Mio Lizenzspieleretat. Das klingt erst mal alles ganz gut.
(siehe: http://www.der-betze-brennt.de/news/7732-bilanz-erlaeuterungen-zum-geschaeftsjahr-2013-14.php )

Jetzt rechnen wir die geschätzten Sondereinnahmen heraus um das strukturelle Defizit abzuschätzen zu können:
(siehe insbesondere: http://www.der-betze-brennt.de/forum/viewtopic.php?p=898314#p898314 )
- Zoller Transfer wurde in 2013/2014 bilanziert: ca. 2.2 Mio = 3.0 Mio Verkauf - 0.8 Mio Einkaufspreis
- Pokal Halbfinale: ca. 3.5 Mio = ca. 5.0 Mio - ca. 1.5 Mio Spielerprämien (siehe: http://fussball-geld.de/einnahmen-der-vereinedfb-pokal/ - nur ca. 4.4 Mio, da der Zuschauer nur mit 18.05 Euro pro Karte kalkuliert wurde. Das stimmt nicht beim Livespiel in Bayern: das sind mehr als 40 Euro pro Karte im Schnitt der 70000, daher 5.0 Mio)
- Ausverkauftes Spiel in der Winterpause gegen Dortmund: ca. 0.6 Mio = ca. 1.0 Mio brutto bei 50000 Zuschauern plus SWR-Fernsehen minus Kosten
- Sport 5 "Signing Fee" für die Jahre ab 2014/2015 (das Geld gehört zu bzw. fehlt in den Folgejahren): ca. 2.0 Mio (siehe: http://www.der-betze-brennt.de/forum/viewtopic.php?p=898314#p898314 )

Das ergibt ca. 8.3 Mio Sondereinnahmen für 2013/2014. Bei 0.165 Mio Gewinn - ca. 8.3 Mio Sondereinnahmen = ca. 8.135 Mio Euro Verlust ohne Sondereinnahmen (= strukturelles Defizit 2013/2014). 2012/2013 war das strukturelle Defizit noch bei 5.5 Mio, also das strukturelle Defizit steigt offensichtlich schnell und auf dramatische Werte.
Die Frage ist jetzt schockierend:
Wie soll der FCK bei einem weiteren Einnahmeabwärtstrend, wie er gerade stattfindet, in Zukunft noch überleben ???
Jetzt dürfte auch klar sein, dass diese vermutlich stark wachsenden strukturellen Defizite/Löcher seit 2012/2013 wohl genau mit den geschätzten ca. 24.6 Mio Sondereinnahmen (siehe oben) gestopft worden sind.

Diese finanziellen Fakten/Zusammenhänge müssten dem Aufsichtsrat schon lange bekannt sein - Warum ist der Aufsichtsrat nicht schon vor Jahren eingeschritten ???


Um weiterhin einen konstant gleichen Lizenzspieleretat ohne Verluste ausgeben zu können müsste der FCK vermutlich in dieser Saison dann über 8 Mio Sondereinnahmen haben. Die wertvollen Spieler sind nun fast alle verkauft und aus dem Pokal sind wir "sehr billig" ausgeschieden. Rücklagen bzw. Eigenkapital haben wir schon seit Jahren nicht mehr und das strukturelle Defizit dürfte dann wohl in der aktuellen Saison weiter stark anwachsen. Kuntz muss mal folgende Frage beantworten:
Kann der FCK diese Saison ohne selbstverschuldete Insolvenz überleben ?
Weitere Fragestellungen wären:
Geht möglicherweise deswegen Grünewalt schon zum 31.03.2016, damit falls im April/Mai/Juni das Geld ausgehen sollte, er bei einer möglichen Insolvenz nicht mehr haftbar sein kann und die Bilanz 2015/2016 vielleicht aus rechtlichen Gründen möglichst nicht mehr unterschreiben will ?
Hat deswegen Schwenken (der mögliche Nachfolgekandidat von Grünewalt) vielleicht schon das Weite gesucht ?
Welcher seriöse Finanzfachmann tut sich das beim FCK überhaupt noch an ?
Gibt es etwa keine dringend nötigen Nachfolger für die NLZ-Leitung (Fünfstück) und den Sportdirektor (Schupp), weil man wegen DFL-Auflagen oder Insolvenzgefahr überhaupt kein Geld mehr ausgeben darf oder kann ?

Denn noch schlimmer ist folgende Betrachtung für die Zukunft:
Der FCK hat nun fast alles Tafelsilber/wertvolle Spieler verkauft und kann auf keine großen Sondereinnahmen mehr hoffen.
Ohne Sondereinnahmen hätte der FCK aber nur noch 10.5 Mio - ca. 8.135 Mio = ca. 2.365 Mio Lizenzspieleretat reell erwirtschaftet. Ziehen wir reelle Beträge für die weiter sinkenden Zuschauerzahlen von minus ca. 6000 (33000 kalkuliert - 27000 vermutlichen Schnitt) und weitere Sponsorenverluste ab, dann erwirtschaftet der FCK diese oder spätestens zur nächsten Saison rechnerisch wohl kaum noch einen Betrag um eine Lizenzmannschaft ohne Sondereinnahmen überhaupt noch schulden/verlustfrei bezahlen zu können !!!

Mich wundert ein Vorschlag zur Satzungsänderung mit Ausgliederung bzw. Vereinsverkauf nicht. Wollen diejenigen, die dies alles angerichtet haben jetzt auch noch den Verein verkaufen um weiter munter mit Geld um sich schmeißen zu können ? - Dem darf man unmöglich zustimmen !!!

Pikant dabei:
Kuntz wettert in der Presse bei jeder Gelegenheit gegen RB Leipzig. Ein Investor der unseren Verein kauft ist doch eigentlich nicht besser als Red-Bull in Leipzig. Wollen wir wie RB Leipzig sein?
Und die diktatorischen Zustände aufgrund der finanziellen Abhängigkeit wie bei Leipzig mit Red-Bull, bei 1860 München mit Ismaik, bei Hoffenheim mit Hopp ... will sicherlich niemand beim FCK erleben.


Deshalb mein Rat an jedes FCK-Mitglied:
=======================================
1. Druckt die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) der 2. Liga Saison 2009/2010 zum 30.06.2010 aus (siehe: öffentlich zugänglicher Betzeanleihe-Prospekt Seite 78 bis 83 bzw. F-2 bis F-7).

2. Schreibt Mails an den FCK bzw. Dringlichkeitsanträge zur Offenlegung bzw. Aushang der Bilanzen auf der Jahreshauptversammlung. So kann jeder in alle Zahlen schauen und zu 2009/2010 vergleichen.

3. Geht damit zur Geschäftsstelle und nehmt Einblick in die Bilanz 2014/2015.

Kontrolliert dringend die genauen Veränderungen der Einnahmen bzw. Verwaltungsgehälter beim FCK. Vergleicht die aktuellen Einnahmepositionen/Zahlen mit dem Ausdruck von 2009/2010. Insbesondere Veränderungem in den Finanz-/Einnahme-/Ausgabepositionen, die der Vorstand voll zu verantworten hat. Einige aussagekräftige Positionen in der Bilanz bzw. GuV sind:
- Bilanz Aktiva/links: Kassenbestand (1.699 Mio - 30.06.2010)
- Bilanz Passiva/rechts: C. Verbindlichkeiten Summe (6.567 Mio - 30.06.2010)
- Bilanz Passiva/rechts: D. Rechnungsabgrenzungsposten Summe (4.269 Mio - 30.06.2010)

- GuV Umsätze 1.1: Spielbetrieb Summe bzw. alle Einzelpositionen (10.318 Mio - 2009/2010)
- GuV Umsätze 1.2: Werbung Summe bzw. alle Einzelpositionen (6.349 Mio - 2009/2010)
- GuV Umsätze 1.3: Fernseh/Hörfunk Summe bzw. Einzelpositionen (7.023 Mio - 2009/2010)
- GuV Umsätze 1.4: Transfer-/Ausbildungsentschädigungen (0.213 Mio - 2009/2010)
- GuV Umsätze 1.5: Handel Summe bzw. Einzelpositionen (3.428 Mio - 2009/2010)
- GuV Umsatz 1.5.1: Waren/Merchandising (2.232 Mio - 2009/2010)
- GuV Ertrag 4.6: Vermietung und Verpachtung (0.353 Mio - 2009/2010)

- GuV Materialaufwand 5.1: Fan-/Merchandisingartikel (1.619 Mio - 2009/2010)
- GuV Personalaufwand 6.1: Lizenzmannschaft Summe (11.134 Mio - 2009/2010)
- GuV Personalaufwand 6.2: Andere Mannschaften Summe (1.630 Mio - 2009/2010)
- GuV Personalaufwand 6.3: Verwaltung und Sonstige Summe (2.143 Mio - 2009/2010)
- GuV Sonstige Aufwändungen 8.5: Handel (0.109 Mio - 2009/2010)

Die Änderungen in der Summe bei Umsatz/Ertrag (natürlich ohne Pokal, Fernseh/Hörfunk und Transfers) bzw. Verwaltungspersonalkosten dürften ein richtiger Schock werden ...

Was man hier sieht hat Kuntz/Rombach innerhalb weniger Jahre angerichtet !!!


Der FCK hat nicht nur fast 8 Jahre Entwicklungszeit verloren, sondern auch noch Rückschritte gemacht, die die Existenz des FCK gefährden können. Nochmals die Frage:
Lügt Kuntz uns schon seit Jahren wissentlich ins Gesicht?

Und der Aufsichtsrat hat das alles zugelassen. Daher sollte man den Aufsichtsrat nicht entlasten: Wir brauchen einen Aufsichtsrat der den Namen auch verdient hat !

Und solange Kuntz/Grünewalt nicht nachweisen können wo die schon mal vorhandenen 9.2 Mio für den Fröhnerhof (siehe im ersten Teil) geblieben sind darf man auch dem Vorstand keine Entlastung erteilen. Schon die zugegebene Zweckentfremdung der Fananleihe kann sonst gegenüber dem Vorstand kaum noch rechtlich geltend gemacht werden!
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