Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Zitat von Waterhead
Hmm, jetzt hat mir am Wochenende der Vorstandsvorsitzende(!) der Münchner Stadtsparkasse aber gesagt, dass sie einer der fünftgrößten Vermieter sind und viele Immobilien seit mehr als 20 Jahren im Bestand haben. Und der Vorsitzende der Duisburger Stadtsparkasse (Dr. Bonn) hat in seinem Haus eine ähnliche Situation. Ich bin verwundert....
Das funktioniert bei einem amerikansichen Franchise, aber nicht bei einem Bundesligaverein. Und ich gebe dir Brief und Siegel, bevor eine Bank günstigere Konditionen vereinbart als ihre Refi-Kosten, wird sie eine Komplettabschreibung durchführen und das Tor am Betze zuschließen.
Zitat von pulder
Aber langfristiges Vermietungsgeschäft mit der Sparkasse oder einer Bank als Vermieter doch wohl eher
nicht. Schon gar nicht bei einem Stadion.
Aber langfristiges Vermietungsgeschäft mit der Sparkasse oder einer Bank als Vermieter doch wohl eher
nicht. Schon gar nicht bei einem Stadion.
Hmm, jetzt hat mir am Wochenende der Vorstandsvorsitzende(!) der Münchner Stadtsparkasse aber gesagt, dass sie einer der fünftgrößten Vermieter sind und viele Immobilien seit mehr als 20 Jahren im Bestand haben. Und der Vorsitzende der Duisburger Stadtsparkasse (Dr. Bonn) hat in seinem Haus eine ähnliche Situation. Ich bin verwundert....
Das funktioniert bei einem amerikansichen Franchise, aber nicht bei einem Bundesligaverein. Und ich gebe dir Brief und Siegel, bevor eine Bank günstigere Konditionen vereinbart als ihre Refi-Kosten, wird sie eine Komplettabschreibung durchführen und das Tor am Betze zuschließen.
Da gebe ich Dir recht. Die Bank könnte den Betzenberg schließen. In der Komplettabschreibung macht
den Banken so schnell keiner was vor; das haben wir alle erleben müssen. Die Zeiten, und Gewinne,
ändern sich aber auch bei Banken ( siehe Deutsche Bank ).
Ich kann mir auch vorstellen, dass der FCK vorübergehend in einem anderen Stadion spielen kann, welches
zweitligatauglich ist. Wäre vielleicht gut, dann kommen wir von der hohen Miete runter, können gesunden
und der sportliche Druck ist auch nicht so groß.
Zitat von dieGraetschenFrage
Soweit mir bekannt ist, wurde das Stadion explizit außen vor gelassen. Sicherheit in Form einer Immobilie ist bei Bürgschaften durch die Kommune auch gar nicht nötig.
Zitat von pulder
Damit hat sich der Kreditgeber zweimal abgesichert, nämlich über
die Immobilie ( das Stadion ) und die Bürgschaft der Stadt.
Damit hat sich der Kreditgeber zweimal abgesichert, nämlich über
die Immobilie ( das Stadion ) und die Bürgschaft der Stadt.
Soweit mir bekannt ist, wurde das Stadion explizit außen vor gelassen. Sicherheit in Form einer Immobilie ist bei Bürgschaften durch die Kommune auch gar nicht nötig.
Dann hat sich der Kreditgeber bei der Stadiongesellschaft nur einmal abgesichert, nämlich über die
70 Millionenbürgschaft der Stadt. Da steht die Stadt Kaiserslautern und nicht die Stadiongesellschaft
im Grundbuch.
Soweit alles i.O. für den Kreditgeber.
Eine Insolvenz der Stadiongesellschaft ist ein unrealistisches Szenario. Nicht nur weil, wie einige zu Recht anführen, offenbar eine Bürgschaft für die Finanzierung der Stadt vorliegt (und damit bei einer Insolvenz die Bürgschaft sofort in voller Höhe gezogen würde), sondern auch, weil dies zu einer negativen Abwicklung führen würde. Die Stadt Kaiserslautern wird also stets die Patronatserklärung ausweiten oder Kapital zur Verfügung stellen, um dies zu verhindern.
Wunschträume / Märchengeschichten über ein Herauskaufen des Stadions aus einer Insolvenz oder dergleichen sollte man daher lieber gleich beerdigen. Abgesehen davon, was das für das Image des FCK bedeuten würde.
Zu glauben, dass eine Sparkasse das Stadion kaufen würde, ist illusorisch. Bisher hat die Kreissparkasse Kaiserslautern Sachanlagen von alles in allem 45 Mio. EURO... dass sie diese Mal spontan verzweieinhalbfacht und davon ausgerechnet den Betze kauft... Öhm. Nun ja. (nur BTW: dass die Sparkasse München der fünfgrößte Vermieter sein soll wage ich zu bezweifeln, deren Sachanlagen betragen keine 300 Mio. EURO, das ist in München gerade einmal eine größere Wohnanlage oder zwei mittlere Gewerbeimmobilien... selbst wenn die Beteiligungen noch hinzukämen über Grundstücksgesellschaften fehlt es daran massiv).
Wunschträume / Märchengeschichten über ein Herauskaufen des Stadions aus einer Insolvenz oder dergleichen sollte man daher lieber gleich beerdigen. Abgesehen davon, was das für das Image des FCK bedeuten würde.
Zu glauben, dass eine Sparkasse das Stadion kaufen würde, ist illusorisch. Bisher hat die Kreissparkasse Kaiserslautern Sachanlagen von alles in allem 45 Mio. EURO... dass sie diese Mal spontan verzweieinhalbfacht und davon ausgerechnet den Betze kauft... Öhm. Nun ja. (nur BTW: dass die Sparkasse München der fünfgrößte Vermieter sein soll wage ich zu bezweifeln, deren Sachanlagen betragen keine 300 Mio. EURO, das ist in München gerade einmal eine größere Wohnanlage oder zwei mittlere Gewerbeimmobilien... selbst wenn die Beteiligungen noch hinzukämen über Grundstücksgesellschaften fehlt es daran massiv).
@BenMic: Letzter kurzer Hinweis in der Sache: Bilanzen enthalten Buchwerte, keine Marktwerte. D.h eine vor 30 Jahren gekaufte Immobilie steht mit ca. 40% ihres _damaligen_ Kaufpreises in den Bücher. Und genau deshalb verkaufen auch Banken im Moment ihre vermieteten Bestandsimmobilien nicht, weil dann die Stillen Reserven aufgelöst und sehr hohe Gewinne ausgewiesen werden. Und das würde insbesondere die Oberbürgermeister der Städte freuen, weil sie zumindest bei den Sparkassen dann "in Kasse greifen können".
Zusätzlich ging es darum, dass das Stadion im Insolvenzfall an den Kreditgeber der Stadiongesellschaft übergeht und nicht um einen Kauf durch die Bank.
Zusätzlich ging es darum, dass das Stadion im Insolvenzfall an den Kreditgeber der Stadiongesellschaft übergeht und nicht um einen Kauf durch die Bank.
Mir sind keine größeren Vermietungstätigkeiten von Sparkassen bekannt.
Wenn so etwas stattfindet, dann soweit ich es weiß und kenne um Investitionen abzusichern. Die Objekte fallen den Banken oft zu, sie zu bewirtschaften gehört nicht zum Geschäftszweck. Gleichlautend hat man mich z.B. in der Lauterer Sparkasse unterrichtet.
Daß die Immobilienbestände allerdings alle mit 1,-€ in der Bilanz stehen nach ein paar Jahren halte ich für so unwahrscheinlich, daß es mir schwer fällt, dem Rest Deiner Ausführungen noch irgendeine Bedeutung beizumessen.
Das Thema an sich finde ich interessant, und der Erfahrungsaustausch macht ja auch Spaß. Für das Geld, das die LBBW schon in stumpfsinnigsten Auslandsinvestitionen versenkt hat, hätte man auch hiesige Immobilienprojekte finanzieren können.
Da winken weniger money und fame, aber die Bevölkerung hätte was von ihrem Wohlstand.
Aber SO weit geht die Macht der Demokratie dann auch wieder nicht...
Kürzlich hat das Stadion über die Commerzbank indirekt sowieso dem Steuerzahler komplett gehört.
Aber wir haben's dann wieder hergeschenkt. Wir wollen den Banken ihre Geschäfte ja nicht vermiesen, sondern sie ja nur absichern.
Um mal die Kurve zu kriegen: was bedeutet das für den FCK? Wenn das Stadion uns aus irgendeinem Grund nicht mehr zu Verfügung steht, evtl. auch nur zeitweise, dann spielen wir in einer anderen, nahegelegenen Sportstätte. Das dürfte kein unlösbares Problem sein, aber auch keine Dauerlösung... Irgendwo in der Schnittmenge der gemeinsamen Interessen wird sich dann eine finanzielle Lösung finden.
Da wir aber im Moment nicht SO viel zahlen für das was wir bekommen, würde ich ganz naiv sagen, eine Eskalation der Situation ist für den Verein nicht erstrebenswert.
Wenn so etwas stattfindet, dann soweit ich es weiß und kenne um Investitionen abzusichern. Die Objekte fallen den Banken oft zu, sie zu bewirtschaften gehört nicht zum Geschäftszweck. Gleichlautend hat man mich z.B. in der Lauterer Sparkasse unterrichtet.
Daß die Immobilienbestände allerdings alle mit 1,-€ in der Bilanz stehen nach ein paar Jahren halte ich für so unwahrscheinlich, daß es mir schwer fällt, dem Rest Deiner Ausführungen noch irgendeine Bedeutung beizumessen.
Das Thema an sich finde ich interessant, und der Erfahrungsaustausch macht ja auch Spaß. Für das Geld, das die LBBW schon in stumpfsinnigsten Auslandsinvestitionen versenkt hat, hätte man auch hiesige Immobilienprojekte finanzieren können.
Da winken weniger money und fame, aber die Bevölkerung hätte was von ihrem Wohlstand.
Aber SO weit geht die Macht der Demokratie dann auch wieder nicht...
Kürzlich hat das Stadion über die Commerzbank indirekt sowieso dem Steuerzahler komplett gehört.
Aber wir haben's dann wieder hergeschenkt. Wir wollen den Banken ihre Geschäfte ja nicht vermiesen, sondern sie ja nur absichern.
Um mal die Kurve zu kriegen: was bedeutet das für den FCK? Wenn das Stadion uns aus irgendeinem Grund nicht mehr zu Verfügung steht, evtl. auch nur zeitweise, dann spielen wir in einer anderen, nahegelegenen Sportstätte. Das dürfte kein unlösbares Problem sein, aber auch keine Dauerlösung... Irgendwo in der Schnittmenge der gemeinsamen Interessen wird sich dann eine finanzielle Lösung finden.
Da wir aber im Moment nicht SO viel zahlen für das was wir bekommen, würde ich ganz naiv sagen, eine Eskalation der Situation ist für den Verein nicht erstrebenswert.
Die Insolvenz der Stadiongesellschaft setzt vor allem eins voraus: Die Insolvenz des einzigen Mieters. Sind lediglich Zahlungen ausgeblieben ist JEDER Insolvenzverwalter verpflichtet diese einzutreiben und die Rückkehr zum regelmäßigen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen. Und das ist meiner Meinung nach nichts, was eine besondere Chance für den FCK darstellt.
Gruß Berti
Gruß Berti
Zitat von Umgekehrt
Mir sind keine größeren Vermietungstätigkeiten von Sparkassen bekannt.
Wenn so etwas stattfindet, dann soweit ich es weiß und kenne um Investitionen abzusichern.
Daß die Immobilienbestände allerdings alle mit 1,-€ in der Bilanz stehen nach ein paar Jahren halte ich für so unwahrscheinlich,
Mir sind keine größeren Vermietungstätigkeiten von Sparkassen bekannt.
Wenn so etwas stattfindet, dann soweit ich es weiß und kenne um Investitionen abzusichern.
Daß die Immobilienbestände allerdings alle mit 1,-€ in der Bilanz stehen nach ein paar Jahren halte ich für so unwahrscheinlich,
Ich merke, dass sehr unterschiedliche Informations- und Kenntnisniveaus in der Diskussion bestehen. Da beende ich die Diskussion über finanzielle Dinge lieber von meiner Seite.
Wäre für unseren FCK ein Investor wie bei der Hertha eine denkbare Option um das Stadion zurück zu kaufen?
http://www.sueddeutsche.de/sport/investor-einstieg-bei-hertha-bsc-das-ist-keine-uebernahme-1.1880029
Ich bin jedoch unsicher ob überhaupt jemand daran interessiert wäre dem FCK Mezzanine-Kapital zur Verfügung zu stellen.
http://www.sueddeutsche.de/sport/investor-einstieg-bei-hertha-bsc-das-ist-keine-uebernahme-1.1880029
Ich bin jedoch unsicher ob überhaupt jemand daran interessiert wäre dem FCK Mezzanine-Kapital zur Verfügung zu stellen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DustinKL am 12.11.2015 um 10:23 Uhr bearbeitet Zitat von DustinKL
Wäre für unseren FCK ein Investor wie bei der Hertha eine denkbare Option um das Stadion zurück zu kaufen?
Wäre für unseren FCK ein Investor wie bei der Hertha eine denkbare Option um das Stadion zurück zu kaufen?
Ein Investor ist ein Investor ist ein Investor.
Jetzt, hier und heute über einen Stadionrückkauf zu sprechen, ist völlig illusorisch. Grundvoraussetzung für solche Planspiele ist ein mittelfristig dauerhafter Verbleib des FCK in der ersten Liga.
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