Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
@Blaues-Wunder
du tust ja so als hättest du das eine Allheilmittel für komplexe gesamtgesellschaftliche Probleme.
dabei sollte eins (nach der müßigen Pyrodiskusion) nach gewiss sein:
gewalttätige Hooligans werden nicht einfach aufhören, nur weil deren Verein (bei denen die wenigstens davon Mitglied sind) Strafen zahlen muss.
Wenn der erste Verein pleite geht, wirst auch du erkennen, dass die Leute trotzdem existieren und in anderer Form weiter agieren.
du tust ja so als hättest du das eine Allheilmittel für komplexe gesamtgesellschaftliche Probleme.
dabei sollte eins (nach der müßigen Pyrodiskusion) nach gewiss sein:
gewalttätige Hooligans werden nicht einfach aufhören, nur weil deren Verein (bei denen die wenigstens davon Mitglied sind) Strafen zahlen muss.
Wenn der erste Verein pleite geht, wirst auch du erkennen, dass die Leute trotzdem existieren und in anderer Form weiter agieren.
Zitat von OmarHimself
sehe ich leider anders.
Es gibt den Spruch: "Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist die ganze Straße sauber"
heißt auch, als Veranstalter kann man nur Einfluss nehmen auf den eigentlich Veranstaltungsort und dort Recht und Ordnung durchsetzen.
Öffentliche Bereiche gehören immer in öffentliche Hand!
Zitat von Blaues-Wunder
Es fühlte sich aber ebenso falsch und schamlos aus, dass hier über Jahre wachsende Probleme und Kosten plump ausgelagert und auf den Staat/die Steuerzahler abgewälzt werden, während man sich ausruht und Jahr für Jahr Rekordergebnisse einfährt.
Wie bereits vom Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung angeführt, muss die Allgemeinheit nicht machtlos unverhältnissmäßige Wechselwirkungen eines privatwirtschaftl. Geschäftsfeldes hinnehmen = „für den besonderen Polizeiaufwand aus Anlass einer kommerziellen Hochrisikoveranstaltung kann grundsätzlich eine Gebühr erhoben werden“. Kosten dann dort zu veranschlagen, wo Sie angefallen sind und mit der Veranstaltung Geld verdient wird, ist doch nur folgerichtig.
Wenn bei einem Drittligaspiel wie unserer letzten Auswärtsfahrt zur SGD 700 Polizisten im Einsatz sind, besteht hier keinerlei nach außen vertretbare Verhältnismäßigkeit mehr. Bei einer Größenordnung >50 ähnlich gelagerter Spiele in einer Saison, entstehen hier regelmäßig immense Mehrkosten, wohlgemerkt über die ohnehin schon kostenintensive, reguläre Polizeibegleitung hinausgehend ("Bei normalen Bundesligaspielen in Bremen sind 500 bis 600 Ordnungskräfte im Einsatz, bei Hochrisikospielen 800 bis 1.000, wie bei der Verhandlung erklärt wurde.") Hier sind dann auch die Veranstalter und deren Dachorganisation in der Pflicht, nicht die Allgemeinheit.
Allerdings führt bei der DFL regelmäßig nur der Griff ins Portemonnaie zum Agieren. Allein während der Prozessdauer hatte die DFL Ihrereseits seit 2017 Zeit, sich konzeptionell mit der faktischen Entwicklung und Konzeptionen zu beteiligen.
Zitat von OmarHimself
Ich packs mal in diesen Thread weils ja im weitesten Sinne um Fehlverhalten von Fans geht.
Eigentlich ist es ein komplexes Thema was Politik, Sicherheit und vorallem Finanzen inkludiert.
https://www.kicker.de/dfl-scheitert-mit-beschwerde-gegen-polizeigebuehren-1081797/artikel
Irgendwie fühlt es sich falsch an, wenn Veranstalter für das Drum-Herum (nicht nur auf Vereinsgelände) von Großveranstaltungen aller Art zahlen müssen.
Das gehört zur Inneren Sicherheit der Landespolitk und jeder von uns zahlt auch Steuern, damit er sich sicher fühlen kann
Ich packs mal in diesen Thread weils ja im weitesten Sinne um Fehlverhalten von Fans geht.
Eigentlich ist es ein komplexes Thema was Politik, Sicherheit und vorallem Finanzen inkludiert.
https://www.kicker.de/dfl-scheitert-mit-beschwerde-gegen-polizeigebuehren-1081797/artikel
Irgendwie fühlt es sich falsch an, wenn Veranstalter für das Drum-Herum (nicht nur auf Vereinsgelände) von Großveranstaltungen aller Art zahlen müssen.
Das gehört zur Inneren Sicherheit der Landespolitk und jeder von uns zahlt auch Steuern, damit er sich sicher fühlen kann
Es fühlte sich aber ebenso falsch und schamlos aus, dass hier über Jahre wachsende Probleme und Kosten plump ausgelagert und auf den Staat/die Steuerzahler abgewälzt werden, während man sich ausruht und Jahr für Jahr Rekordergebnisse einfährt.
Wie bereits vom Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung angeführt, muss die Allgemeinheit nicht machtlos unverhältnissmäßige Wechselwirkungen eines privatwirtschaftl. Geschäftsfeldes hinnehmen = „für den besonderen Polizeiaufwand aus Anlass einer kommerziellen Hochrisikoveranstaltung kann grundsätzlich eine Gebühr erhoben werden“. Kosten dann dort zu veranschlagen, wo Sie angefallen sind und mit der Veranstaltung Geld verdient wird, ist doch nur folgerichtig.
Wenn bei einem Drittligaspiel wie unserer letzten Auswärtsfahrt zur SGD 700 Polizisten im Einsatz sind, besteht hier keinerlei nach außen vertretbare Verhältnismäßigkeit mehr. Bei einer Größenordnung >50 ähnlich gelagerter Spiele in einer Saison, entstehen hier regelmäßig immense Mehrkosten, wohlgemerkt über die ohnehin schon kostenintensive, reguläre Polizeibegleitung hinausgehend ("Bei normalen Bundesligaspielen in Bremen sind 500 bis 600 Ordnungskräfte im Einsatz, bei Hochrisikospielen 800 bis 1.000, wie bei der Verhandlung erklärt wurde.") Hier sind dann auch die Veranstalter und deren Dachorganisation in der Pflicht, nicht die Allgemeinheit.
Allerdings führt bei der DFL regelmäßig nur der Griff ins Portemonnaie zum Agieren. Allein während der Prozessdauer hatte die DFL Ihrereseits seit 2017 Zeit, sich konzeptionell mit der faktischen Entwicklung und Konzeptionen zu beteiligen.
sehe ich leider anders.
Es gibt den Spruch: "Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist die ganze Straße sauber"
heißt auch, als Veranstalter kann man nur Einfluss nehmen auf den eigentlich Veranstaltungsort und dort Recht und Ordnung durchsetzen.
Öffentliche Bereiche gehören immer in öffentliche Hand!
Zudem entscheidet die Polizei mit welcher Kraft sie auftreten. Hier schreibt die Polizei sich dann selber die Rechnung.
Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. Es passt aber zu Deutschland das jemand der schon Steuern gezahlt hat jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird und das für Vergehen die nicht in seiner Zuständigkeit liegen....
Ich stelle mir das so vor: ich mache eine große hausparty mit vielen Leuten. Auf der Party ist soweit alles ruhig und im Rahmen. Außerhalb meines Grundstücks hat die Polizei (ich habe darum nicht gebeten) entschieden aufgrund der hohen Personenzahl 2 Streifen zu platzieren. Als die Party vorbei ist machen sich alle auf dem Weg nach Hause. Ein paar der Besucher randalieren dann leider außerhalb von meinem Grundstück und die Polizei muss eingreifen. Dies wird mir dann in Rechnung...
Wie verrückt das einfach ist... private Unternehmen sollen jetzt staatliche Institutionen bezahlen. Die exekutive der Bundesrepublik Deutschland.
Erst die Entscheidungen bezüglich des union:Bochum Spiels und jetzt das.
Zitat von OmarHimself
@Blaues-Wunder
du tust ja so als hättest du das eine Allheilmittel für komplexe gesamtgesellschaftliche Probleme.
@Blaues-Wunder
du tust ja so als hättest du das eine Allheilmittel für komplexe gesamtgesellschaftliche Probleme.
Sag, wann und womit habe ich das suggeriert?
Zitat von OmarHimself
@Blaues-Wunder dabei sollte eins (nach der müßigen Pyrodiskusion) nach gewiss sein: gewalttätige Hooligans werden nicht einfach aufhören, nur weil deren Verein (bei denen die wenigstens davon Mitglied sind) Strafen zahlen muss.
Wenn der erste Verein pleite geht, wirst auch du erkennen, dass die Leute trotzdem existieren und in anderer Form weiter agieren.
@Blaues-Wunder dabei sollte eins (nach der müßigen Pyrodiskusion) nach gewiss sein: gewalttätige Hooligans werden nicht einfach aufhören, nur weil deren Verein (bei denen die wenigstens davon Mitglied sind) Strafen zahlen muss.
Wenn der erste Verein pleite geht, wirst auch du erkennen, dass die Leute trotzdem existieren und in anderer Form weiter agieren.
"komplexe gesamtgesellschaftliche Probleme" und das Gespenst der Vereinspleiten als Argumentation, wohlgemerkt betreffend die Mehrkosten durch Risikospiele. Dies ist nichts anderes als "weiter so" und Aussitzen wie in den zurückliegenden Jahre.
Bin dann doch ganz froh, dass diese ohnehin verbrauchten Nebelkerzen mit dem Urteil hinfällig geworden sind und die Vereine und deren Dach-Orga zur Abwechslung auch mal in ihre Verantwortung gezwungen werden, statt die Probleme wie gehabt nur auf die Allgemeinheit abzuwälzen und sich Jahr für Jahr an neuen Rekordumsätzen, Top-Verdiensten etc. zu ergötzen. Ausgehend vom bisherigen Agieren ist da reichlich Luft nach oben.
btw. Bei Marteria wurde das OS mit 30.000 Leuten, ohne Alk im und mit einer Handvoll Cops vorm Stadion gerockt. Dies ist keine zu adaptierende Vorlage für ein Fußballspiel, zeigt aber schön die Schieflage, weil man beim Fußi ständig Ausreden für Gewalt und ein notwendiges Großaufgebot an Polizei sucht/findet.
Zitat von Balticlight65
Zudem entscheidet die Polizei mit welcher Kraft sie auftreten. Hier schreibt die Polizei sich dann selber die Rechnung.
Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. Es passt aber zu Deutschland das jemand der schon Steuern gezahlt hat jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird und das für Vergehen die nicht in seiner Zuständigkeit liegen....
Ich stelle mir das so vor: ich mache eine große hausparty mit vielen Leuten. Auf der Party ist soweit alles ruhig und im Rahmen. Außerhalb meines Grundstücks hat die Polizei (ich habe darum nicht gebeten) entschieden aufgrund der hohen Personenzahl 2 Streifen zu platzieren. Als die Party vorbei ist machen sich alle auf dem Weg nach Hause. Ein paar der Besucher randalieren dann leider außerhalb von meinem Grundstück und die Polizei muss eingreifen. Dies wird mir dann in Rechnung...
Wie verrückt das einfach ist... private Unternehmen sollen jetzt staatliche Institutionen bezahlen. Die exekutive der Bundesrepublik Deutschland.
Erst die Entscheidungen bezüglich des union:Bochum Spiels und jetzt das.
Zudem entscheidet die Polizei mit welcher Kraft sie auftreten. Hier schreibt die Polizei sich dann selber die Rechnung.
Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. Es passt aber zu Deutschland das jemand der schon Steuern gezahlt hat jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird und das für Vergehen die nicht in seiner Zuständigkeit liegen....
Ich stelle mir das so vor: ich mache eine große hausparty mit vielen Leuten. Auf der Party ist soweit alles ruhig und im Rahmen. Außerhalb meines Grundstücks hat die Polizei (ich habe darum nicht gebeten) entschieden aufgrund der hohen Personenzahl 2 Streifen zu platzieren. Als die Party vorbei ist machen sich alle auf dem Weg nach Hause. Ein paar der Besucher randalieren dann leider außerhalb von meinem Grundstück und die Polizei muss eingreifen. Dies wird mir dann in Rechnung...
Wie verrückt das einfach ist... private Unternehmen sollen jetzt staatliche Institutionen bezahlen. Die exekutive der Bundesrepublik Deutschland.
Erst die Entscheidungen bezüglich des union:Bochum Spiels und jetzt das.
Wild finde ich eher derlei Herleitungen....
Ansatz 1: Die Krawallos haben ja alle bekanntermaßen so niemals gar nichts mit dem Verein zu tun, ... Das sind Außerirdische ohne jeglichen Bezug zu Hansa, die plötzlich auf der Erde vor dem Stadion landen und dort Randale veranstalten. Die Aufmachung stammt aus dem Theaterfundus oder von Temu. Doof nur, dass unsere Freunde sich ja auch innerhalb des Stadions nicht immer bedeckt gehalten haben.
Ansatz 2: Jemand, der schon Steuern gezahlt hat, hat den Freifahrtschein für wilde Sau und Gewaltexzesse im öffentl. Raum. Auch hier, starke Logik.
Ansatz 3: Generalisieren, um vom Branchenproblem im Fußball abzulenken. "Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. " Mir ist keine gewerbliche Verantstaltungsreihe bekannt, bei welcher es regelmäßig zu einem derartigen zusätzl. Aufwand kommt. Sad but true.
Ansatz 4: Verwunderung über mögliche Kostenbeteiligung. Das Verursacherprinzip scheint der Fußi also nicht zu kennen. Wäre ja auch neu. Ach ne, doch nicht. Dass Private, die in besonderer Weise von staatlichen Sicherheitsmaßnahmen profitieren, an den Kosten dieser Maßnahmen beteiligt werden dürfen, ist nicht neu.
Bleibst Du mit mit dem Auto liegen und die Polizei kommt, um das Fahrzeug abzusichern, muss Du die Kosten für den Einsatz zahlen, auch wenn Du die Gefahrenstelle selbst mit einem Warndreieck abgesichert und die Polizei nicht gerufen habe
Im Bereich der Luftsicherheitsgebühren für Fluggast- und Gepäckkontrollen werden bereits seit Jahrzehnten Kosten weitergegeben, nachdem das BVerfGE dies bereits 1998 als verfassungskonform ansah.
Fazit:
Viel Lärm am Urteil und der Sachlage vorbei.
Nach dem Urteil bleibt öffentliche Sicherheit im Normalfall eine steuerfinanzierte Aufgabe. Auch am Prinzip der Störerverantwortung wird festgehalten = Personen, die durch ihre Handlungen am Rande von Fußballspielen selbst die öffentliche Sicherheit stören, wären vorrangig für die Kosten heranzuziehen.
Per Urteil ist es allerdings legitim, Private, welche Verantsaltungen mit erhöhtem Sicherheitsaufkommen (Risikospiele) organisieren, an den grundsätzlich steuerfinanzierten Kosten für die öffentliche Sicherheit zu beteiligen.
Ergo wurde hier im Sinne der Allgemeinheit und Angemessenheit ein recht logisches Urteil gefällt. Das oft bemühte Modell «Gewinne werden privatisiert, Verluste dagegen sozialisiert» hat in diesem Fall zunächst mal Grenzen aufgezeigt bekommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 14.01.2025 um 15:36 Uhr bearbeitet
MV: Pegel will Urteil "genau prüfen und analysieren"
Neben Spielen der ersten beiden Bundesligen sind auch Begegnungen der Dritten Liga und sogar Partien in den Regionalligen mit mehr als 5.000 Besuchern von dem Urteil betroffen. So könnte das Land Mecklenburg-Vorpommern dem FC Hansa Rostock künftig die Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in Rechnung stellen. Ob dies auch geschehen wird, ließ Christian Pegel (SPD), Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, jedoch offen.
"Wir sehen dieses Urteil nicht als einfache Blaupause für alle zukünftigen Situationen. Wir werden dieses Urteil jetzt sehr genau analysieren und prüfen, welche Konsequenzen wir in Mecklenburg-Vorpommern daraus ziehen werden. Dabei werden sicherlich auch die Verläufe der kommenden Hochrisikospiele bei den künftigen Bewertungen eine Rolle spielen", erklärte der SPD-Politiker.
Neben Spielen der ersten beiden Bundesligen sind auch Begegnungen der Dritten Liga und sogar Partien in den Regionalligen mit mehr als 5.000 Besuchern von dem Urteil betroffen. So könnte das Land Mecklenburg-Vorpommern dem FC Hansa Rostock künftig die Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in Rechnung stellen. Ob dies auch geschehen wird, ließ Christian Pegel (SPD), Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, jedoch offen.
"Wir sehen dieses Urteil nicht als einfache Blaupause für alle zukünftigen Situationen. Wir werden dieses Urteil jetzt sehr genau analysieren und prüfen, welche Konsequenzen wir in Mecklenburg-Vorpommern daraus ziehen werden. Dabei werden sicherlich auch die Verläufe der kommenden Hochrisikospiele bei den künftigen Bewertungen eine Rolle spielen", erklärte der SPD-Politiker.
@Blaues-Wunder
Wer bezahlt denn bitte die Einsatzkosten des Oktoberfestes (ca. 600 Beamte für 14 Tage)?
Entschädigt und zahlt der Magdeburger Weihnachtsmarkt jetzt auch, weil sie ihre Sicherheit nicht im Griff hatten?
Erhalten die Todesopfer dann die "Opferentschädigung" von bis zu 30.000€ dann auch jeweils vom Magdeburger Weihnachtsmarkt, anstatt aus der Kasse der Steuerzahler?
Es kann und darf kein Argument sein, dass nicht kontrollierbare Situationen willkürlich berechnet und abgerechnet werden, obwohl darüber keinerlei Handhabe herrscht.
Der öffentliche Raum hat von der Gewaltenteilung überwacht, bearbeitet und kontrolliert zu werden.
Für die Spieltagssicherheit nehmen sie ja auch die Steuern der jeweiligen Dienstleistungen, über die sie finanziert werden.
Was willkürliche Personen in der Öffentlichkeit dann gesetzeswidrig machen, liegt alleine in deren Hand.
Wer bezahlt denn bitte die Einsatzkosten des Oktoberfestes (ca. 600 Beamte für 14 Tage)?
Entschädigt und zahlt der Magdeburger Weihnachtsmarkt jetzt auch, weil sie ihre Sicherheit nicht im Griff hatten?
Erhalten die Todesopfer dann die "Opferentschädigung" von bis zu 30.000€ dann auch jeweils vom Magdeburger Weihnachtsmarkt, anstatt aus der Kasse der Steuerzahler?
Es kann und darf kein Argument sein, dass nicht kontrollierbare Situationen willkürlich berechnet und abgerechnet werden, obwohl darüber keinerlei Handhabe herrscht.
Der öffentliche Raum hat von der Gewaltenteilung überwacht, bearbeitet und kontrolliert zu werden.
Für die Spieltagssicherheit nehmen sie ja auch die Steuern der jeweiligen Dienstleistungen, über die sie finanziert werden.
Was willkürliche Personen in der Öffentlichkeit dann gesetzeswidrig machen, liegt alleine in deren Hand.
Grundsätzlich finde ich das Urteil auch nicht so kritisch wie viele andere Leute hier und finde einige Herleitungen wie zum Beispiel die Sache mit der privaten Party usw. von @Balticlight65 wirklich schon arg weit hergeholt und mit wenig Bezug zum eigentlichen Problem, da ja eindeutig bei dem Urteil ja von gewinnorientierten sowie erfahrungsgemäß gewaltgeneigten Veranstaltungen mit > 5000 Leuten die Rede ist.
Interessant wird es trotzdem welche Auswirkungen dieses Urteil hat, denn hier geht es ja erstmal nur um Bremen. Orientieren werden sich aber andere Bundesländer mit Sicherheit daran, allerdings ist ja offen in welcher Form. Fraglich ist es auch, ob es es nur für Bundes - oder 2. Ligisten gilt oder aber auch auf untere Ligen Anwendung findet. Die Definition was eine gewaltgeneigte Veranstaltung ist, ist halt auch spannend, wenn ich beispielsweise an Paderborn gg. Hansa denke, weil man (wenn es demnächst überhaupt zu dieser Begegnung kommt) ja aus der Vergangenheit schlimme Erfahrungen gemacht hat und dann vielleicht ein höheres Polizeiaufgebot stellt. Muss dann Paderborn oder Hansa die Rechnung zahlen? Also es gibt definitiv noch viele offene Fragestellungen, wie die Auswirkungen eines solchen Urteils sind. Sehe es aber wie @Blaues-Wunder was das Kostenverursachungsprinzip angeht. Die Einnahmen möchte man einstreichen, aber bei der Verursachung von Kosten zeigt man mit dem Finger auf andere. Warum ist es denn nicht möglich, bei aller Rivalität zwischen verschiedenen Fanlagern beim Fußball ohne oder mit wenig Polizeipräsenz auszukommen?
Interessant wird es trotzdem welche Auswirkungen dieses Urteil hat, denn hier geht es ja erstmal nur um Bremen. Orientieren werden sich aber andere Bundesländer mit Sicherheit daran, allerdings ist ja offen in welcher Form. Fraglich ist es auch, ob es es nur für Bundes - oder 2. Ligisten gilt oder aber auch auf untere Ligen Anwendung findet. Die Definition was eine gewaltgeneigte Veranstaltung ist, ist halt auch spannend, wenn ich beispielsweise an Paderborn gg. Hansa denke, weil man (wenn es demnächst überhaupt zu dieser Begegnung kommt) ja aus der Vergangenheit schlimme Erfahrungen gemacht hat und dann vielleicht ein höheres Polizeiaufgebot stellt. Muss dann Paderborn oder Hansa die Rechnung zahlen? Also es gibt definitiv noch viele offene Fragestellungen, wie die Auswirkungen eines solchen Urteils sind. Sehe es aber wie @Blaues-Wunder was das Kostenverursachungsprinzip angeht. Die Einnahmen möchte man einstreichen, aber bei der Verursachung von Kosten zeigt man mit dem Finger auf andere. Warum ist es denn nicht möglich, bei aller Rivalität zwischen verschiedenen Fanlagern beim Fußball ohne oder mit wenig Polizeipräsenz auszukommen?
Als Steuerzahler und als normaler Fußballfan finde ich das Urteil und den formulierten Grundsatz auch in Ordnung. Ich finde es auch richtig, dass die Gesellschaft nicht die Extrakosten für die Absicherung von gewinnorientierten Veranstaltungen übernehmen muss, nur weil Gruppe A irgendwann mal entschieden hat, dass sie Gruppe B nicht leiden kann und in diesem Zusammenhang der öffentliche Raum darunter leidet.
Insofern wäre es meiner Meinung nach sinnvoller, man regt sich über die Chaoten und deren Verhalten auf anstatt über dieses Urteil. Erst durch die ganzen bekloppten Fanfeindschaften muss die Polizei doch mit einem extra Aufgebot antanzen.
Insofern wäre es meiner Meinung nach sinnvoller, man regt sich über die Chaoten und deren Verhalten auf anstatt über dieses Urteil. Erst durch die ganzen bekloppten Fanfeindschaften muss die Polizei doch mit einem extra Aufgebot antanzen.
Zitat von Raulinho7
... Warum ist es denn nicht möglich, bei aller Rivalität zwischen verschiedenen Fanlagern beim Fußball ohne oder mit wenig Polizeipräsenz auszukommen?
... Warum ist es denn nicht möglich, bei aller Rivalität zwischen verschiedenen Fanlagern beim Fußball ohne oder mit wenig Polizeipräsenz auszukommen?
Das MUSS sowieso der Grundsatz sein.
ICH brauche persönlich gar keine Security, keine Polizei, keinen Ordner oder auch keinen an der Einlasskontrolle.
Ganz einfach weil ich für das Spiel da bin, evtl. bisschen entspannt mit den Spielern quatschen (siehe Testspiele, Landespokal), vielleicht einen Snack + Getränk zu mir nehmen.
Also eigentlich bräuchte es nur jemanden für Catering und ggf. Sanitärbereich.
Ich würde mir einfach, vor allem bei uns, viel mehr Gastfreundschaft wünschen. Das Support-Gepöbel während des Spiels und auf´s Korn nehmen klammere ich damit dann aus.
Bisher hatte ich wirklich nie Probleme, nicht beim HSV oder Stadtteilverein, bei Hertha, Paderborn., Nürnberg, Fürth, Schalke oder Regensburg als Beispiele.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Keule93 am 14.01.2025 um 16:57 Uhr bearbeitet
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