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Die Kurve

04.04.2013 - 17:27 Uhr
Die Kurve |#5341
02.02.2024 - 21:33 Uhr
Zitat von Tomminho
Zitat von BennySweden

Zitat von Tomminho

Zitat von plastefuss

Hallo ersteinmal zusammen,

ich lese seit Jahren im Forum mit, habe aber bisher nicht die Neigung verspürt, selbst etwas zu schreiben. Aber manchmal juckt es in den Fingern so wie jetzt.

Kurz zu mir, Ich bin seit 1977 regelmäßig im OS, kann mich demnach also wohl Fan nennen.

Zum Thema:

Ich frage mich ernsthaft, (ich habe tatsächlich dazu bisher nichts gelesen)ob hier schon einmal irgenwer auf die Idee gekommen ist, das es auch an den zum Teil gewalttätigen, homophoben und rechten Fangruppen liegen kann, das Spieler egal von wo, nicht mehr nach Rostock kommen wollen?

Wer dieses Urteil über unsere Fangruppen fällt, darf gern bleiben, wo er ist.


Es gibt doch aber offensichtlich Fangruppen dieser Art, welche dies regelmäßig gern zur Schau stellen. Niemand schrieb, dass alle Hansafans so sind. Wenn das für Spieler ein KO-Kriterium ist, finde ich das völlig legitim und einem Spieler nicht negativ anzulasten. Ob es tatsächlich so ist, kann aber nur gemutmaßt werden.

Jedenfalls herzlich willkommen in unserem Forum smile

Es gibt problematische Tendenzen in Fangruppen jedes Vereins - wenn ein Spieler damit Probleme hat, sollte er sich selbständig machen und ohne Verein spielen.


Als jemand, der vor einem guten Jahr mit einem vollen Bierbecher im Ostseestadion beworfen worden ist (oder eher meine lateinamerikanische Freundin wurde beworfen) und der auch schon in einigen anderen Stadien in Deutschland mit eben jener Freundin war, finde ich deine Aussage ziemlich fragwürdig. Klar, meine Stichmenge ist jetzt auch nicht allumfassend, aber ich finde es schon bezeichnend und leider unterstützt es auch das Bild, was viele Fans anderer Vereine von uns bekommen haben. Die sind nicht alle durch die Medien einer Gehirnwäsche unterzogen worden zu dem Glauben, dass Hansa viele Fans der rechten Szene hat. Ja, auch andere Vereine haben das, aber bei uns scheint das prozentuale Verhältnis schon stark verschoben zu sein, denn meine Erfahrung ist in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige dieser Art.

Da finde ich es schon absonderlich, die Aussage, dass Spieler das in ihrer Entscheidung beeinflussen könnte, abzutun mit den Worten "dann sollen die da bleiben", zeigt aber auch, das es einigen wichtiger ist, Probleme totzuschweigen oder unsere Mitbürger mit dem Raumtemperatur-IQ zu schützen, als offensichtliche Missstände zu akzeptieren und über Möglichkeiten der Verbesserung zu diskutieren.

Nochmal, ich schere nicht den Kamm über alle, aber meine Erfahrungen spiegeln sich nun mal mit einigen anderen Berichten und teilweise leider auch mit politisch-rechtem Gedankengut, welches gerade in den ländlicheren Gebieten noch hier und da vorzufinden ist. Und selbst, wenn dem nicht so wäre: schon die Aktionen aus der Hinrunde (Sonnenblumenhaus mit Pyro und Nebeltöpfen, Spielunterbrechungen bis fast zum Abbruch) werden sicherlich nicht bei allen potenziellen Spielern für Begeisterung sorgen.

•     •     •

Gruß
Blue_Lightning

einzige Liebe: Hansa Rostock

Sympathien: FC Barcelona, FC Liverpool, Werder Bremen

contra: Manchester City, RB Leipzig, Plastik

"Für immer und ewig und auch bei Windstärke 10, wir halten zusammen, wir werden nie untergehen!"
Die Kurve |#5342
02.02.2024 - 22:17 Uhr
Zitat von Blue_Lightning

Als jemand, der vor einem guten Jahr mit einem vollen Bierbecher im Ostseestadion beworfen worden ist (oder eher meine lateinamerikanische Freundin wurde beworfen) und der auch schon in einigen anderen Stadien in Deutschland mit eben jener Freundin war, finde ich deine Aussage ziemlich fragwürdig. Klar, meine Stichmenge ist jetzt auch nicht allumfassend, aber ich finde es schon bezeichnend und leider unterstützt es auch das Bild, was viele Fans anderer Vereine von uns bekommen haben. Die sind nicht alle durch die Medien einer Gehirnwäsche unterzogen worden zu dem Glauben, dass Hansa viele Fans der rechten Szene hat. Ja, auch andere Vereine haben das, aber bei uns scheint das prozentuale Verhältnis schon stark verschoben zu sein, denn meine Erfahrung ist in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige dieser Art.

Da finde ich es schon absonderlich, die Aussage, dass Spieler das in ihrer Entscheidung beeinflussen könnte, abzutun mit den Worten "dann sollen die da bleiben", zeigt aber auch, das es einigen wichtiger ist, Probleme totzuschweigen oder unsere Mitbürger mit dem Raumtemperatur-IQ zu schützen, als offensichtliche Missstände zu akzeptieren und über Möglichkeiten der Verbesserung zu diskutieren.

Nochmal, ich schere nicht den Kamm über alle, aber meine Erfahrungen spiegeln sich nun mal mit einigen anderen Berichten und teilweise leider auch mit politisch-rechtem Gedankengut, welches gerade in den ländlicheren Gebieten noch hier und da vorzufinden ist. Und selbst, wenn dem nicht so wäre: schon die Aktionen aus der Hinrunde (Sonnenblumenhaus mit Pyro und Nebeltöpfen, Spielunterbrechungen bis fast zum Abbruch) werden sicherlich nicht bei allen potenziellen Spielern für Begeisterung sorgen.


Ich muss hier mal etwas off-topic dazwischen grätschen. Du verwechselst hier (vermutlich aufgrund deiner negativen Erfahrungen) politisch rechts mit Rassismus. Das Eine hat aber mit dem Anderen absolut gar nichts zu tun. Was du meinst, sind (Rechts-)Extremismus, Rassismus und schlichte Dummheit. Davon gibt es leider mehr als genug in deutschen Stadien... überall auf seine Weise. Gerade Rassismus und Dummheit erlebe ich in NRW sehr oft. Und davon sind tatsächlich die Wenigsten rechts oder gar rechtsextrem, sondern oft selbst mit Migrationshintergrund. In Essen hast du Lager von Nazis und Lager vom absoluten Gegenteil. Bei einem Gegner, der z.b. schwarz ist, pfeifen beide Lager und grölen Mist sobald der (Gras- oder Alkohol-)Pegel stimmt. Selbiges auch in Dortmund. Einzelfälle, wie du ihn erlebt hast, werden hier von den Gruppierungen idR rigoros bestraft. Da ist die Selbstreinigung besser als bei Hansa. Nur in den "Fan"kurven herrschen eigene Gesetze.

•     •     •

Never underestimate the power of stupid people in large groups.

"Fein, dass wir Musik haben.. jetzt gibts die Ohrfeigen im Takt." - Bud Spencer


Die Kurve |#5343
03.02.2024 - 01:04 Uhr
Zitat von dudley

Zitat von Blue_Lightning

Als jemand, der vor einem guten Jahr mit einem vollen Bierbecher im Ostseestadion beworfen worden ist (oder eher meine lateinamerikanische Freundin wurde beworfen) und der auch schon in einigen anderen Stadien in Deutschland mit eben jener Freundin war, finde ich deine Aussage ziemlich fragwürdig. Klar, meine Stichmenge ist jetzt auch nicht allumfassend, aber ich finde es schon bezeichnend und leider unterstützt es auch das Bild, was viele Fans anderer Vereine von uns bekommen haben. Die sind nicht alle durch die Medien einer Gehirnwäsche unterzogen worden zu dem Glauben, dass Hansa viele Fans der rechten Szene hat. Ja, auch andere Vereine haben das, aber bei uns scheint das prozentuale Verhältnis schon stark verschoben zu sein, denn meine Erfahrung ist in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige dieser Art.

Da finde ich es schon absonderlich, die Aussage, dass Spieler das in ihrer Entscheidung beeinflussen könnte, abzutun mit den Worten "dann sollen die da bleiben", zeigt aber auch, das es einigen wichtiger ist, Probleme totzuschweigen oder unsere Mitbürger mit dem Raumtemperatur-IQ zu schützen, als offensichtliche Missstände zu akzeptieren und über Möglichkeiten der Verbesserung zu diskutieren.

Nochmal, ich schere nicht den Kamm über alle, aber meine Erfahrungen spiegeln sich nun mal mit einigen anderen Berichten und teilweise leider auch mit politisch-rechtem Gedankengut, welches gerade in den ländlicheren Gebieten noch hier und da vorzufinden ist. Und selbst, wenn dem nicht so wäre: schon die Aktionen aus der Hinrunde (Sonnenblumenhaus mit Pyro und Nebeltöpfen, Spielunterbrechungen bis fast zum Abbruch) werden sicherlich nicht bei allen potenziellen Spielern für Begeisterung sorgen.


Ich muss hier mal etwas off-topic dazwischen grätschen. Du verwechselst hier (vermutlich aufgrund deiner negativen Erfahrungen) politisch rechts mit Rassismus. Das Eine hat aber mit dem Anderen absolut gar nichts zu tun. Was du meinst, sind (Rechts-)Extremismus, Rassismus und schlichte Dummheit. Davon gibt es leider mehr als genug in deutschen Stadien... überall auf seine Weise. Gerade Rassismus und Dummheit erlebe ich in NRW sehr oft. Und davon sind tatsächlich die Wenigsten rechts oder gar rechtsextrem, sondern oft selbst mit Migrationshintergrund. In Essen hast du Lager von Nazis und Lager vom absoluten Gegenteil. Bei einem Gegner, der z.b. schwarz ist, pfeifen beide Lager und grölen Mist sobald der (Gras- oder Alkohol-)Pegel stimmt. Selbiges auch in Dortmund. Einzelfälle, wie du ihn erlebt hast, werden hier von den Gruppierungen idR rigoros bestraft. Da ist die Selbstreinigung besser als bei Hansa. Nur in den "Fan"kurven herrschen eigene Gesetze.


Ich war vor ein paar Jahren (3:1 gegen Halle) mit zwei Koreanern (Betreute ich als Buddy während meines Studiums) und einem Pakistani (guter Freund durchs gemeinsame Studium) auf der Süd. Wir hatten keine Probleme. Wir standen relativ weit unten, nach dem Ausgleich waren wir gefühlt die lautesten im Block, obwohl die beiden Koreaner bis dahind kein Deutsch konnten. Danach waren Sie textsicher.

Davor war ich schon zweimal im Stadion(2016 und 2017) mit anderen Koreanern (auf der Nord), keine Vorfälle...

Nur beim Halle-Spiel gab es einen kruden Moment, als wir vor dem Spiel an der Nord von einem Afrikaner im Hansa-Trikot angesprochen wurden, seitwann auch Asiaten zu Hansa Spielen kommen?!

Meine Gedanken, auch wenn ich nicht so oft da sein kann: HRO war/ist nicht Rechts, wie auch als Hafenstadt mit jahrhundertelangen internationaler Beziehungen.
Der Mob kommt nicht aus Rostock, und dafür kann man Hansa nicht Verantwortlich machen.

Was deiner Freundin passiert ist, tut mir allerdings sehr weh!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von zveroboy am 03.02.2024 um 01:27 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#5344
03.02.2024 - 06:55 Uhr
Zitat von Blue_Lightning
Zitat von Tomminho

Zitat von BennySweden

Zitat von Tomminho

Zitat von plastefuss

Hallo ersteinmal zusammen,

ich lese seit Jahren im Forum mit, habe aber bisher nicht die Neigung verspürt, selbst etwas zu schreiben. Aber manchmal juckt es in den Fingern so wie jetzt.

Kurz zu mir, Ich bin seit 1977 regelmäßig im OS, kann mich demnach also wohl Fan nennen.

Zum Thema:

Ich frage mich ernsthaft, (ich habe tatsächlich dazu bisher nichts gelesen)ob hier schon einmal irgenwer auf die Idee gekommen ist, das es auch an den zum Teil gewalttätigen, homophoben und rechten Fangruppen liegen kann, das Spieler egal von wo, nicht mehr nach Rostock kommen wollen?

Wer dieses Urteil über unsere Fangruppen fällt, darf gern bleiben, wo er ist.


Es gibt doch aber offensichtlich Fangruppen dieser Art, welche dies regelmäßig gern zur Schau stellen. Niemand schrieb, dass alle Hansafans so sind. Wenn das für Spieler ein KO-Kriterium ist, finde ich das völlig legitim und einem Spieler nicht negativ anzulasten. Ob es tatsächlich so ist, kann aber nur gemutmaßt werden.

Jedenfalls herzlich willkommen in unserem Forum smile

Es gibt problematische Tendenzen in Fangruppen jedes Vereins - wenn ein Spieler damit Probleme hat, sollte er sich selbständig machen und ohne Verein spielen.


Als jemand, der vor einem guten Jahr mit einem vollen Bierbecher im Ostseestadion beworfen worden ist (oder eher meine lateinamerikanische Freundin wurde beworfen) und der auch schon in einigen anderen Stadien in Deutschland mit eben jener Freundin war, finde ich deine Aussage ziemlich fragwürdig. Klar, meine Stichmenge ist jetzt auch nicht allumfassend, aber ich finde es schon bezeichnend und leider unterstützt es auch das Bild, was viele Fans anderer Vereine von uns bekommen haben. Die sind nicht alle durch die Medien einer Gehirnwäsche unterzogen worden zu dem Glauben, dass Hansa viele Fans der rechten Szene hat. Ja, auch andere Vereine haben das, aber bei uns scheint das prozentuale Verhältnis schon stark verschoben zu sein, denn meine Erfahrung ist in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige dieser Art.

Da finde ich es schon absonderlich, die Aussage, dass Spieler das in ihrer Entscheidung beeinflussen könnte, abzutun mit den Worten "dann sollen die da bleiben", zeigt aber auch, das es einigen wichtiger ist, Probleme totzuschweigen oder unsere Mitbürger mit dem Raumtemperatur-IQ zu schützen, als offensichtliche Missstände zu akzeptieren und über Möglichkeiten der Verbesserung zu diskutieren.

Nochmal, ich schere nicht den Kamm über alle, aber meine Erfahrungen spiegeln sich nun mal mit einigen anderen Berichten und teilweise leider auch mit politisch-rechtem Gedankengut, welches gerade in den ländlicheren Gebieten noch hier und da vorzufinden ist. Und selbst, wenn dem nicht so wäre: schon die Aktionen aus der Hinrunde (Sonnenblumenhaus mit Pyro und Nebeltöpfen, Spielunterbrechungen bis fast zum Abbruch) werden sicherlich nicht bei allen potenziellen Spielern für Begeisterung sorgen.

Zu der Choreo gab es hier seitenlange Diskussionen - deine Interpretation habe ich da nicht gesehen. Jedem steht seine Interpretation zu, man sollte sie nur nicht verabsolutieren.
Was die Spielabbrüche mit vermeintlich rechtem Gedankengut zu tun haben sollen, weiß ich auch nicht. Das gibt es bei nahezu jedem Verein in regelmäßigen Abständen und hat mit politischer Weltsicht i.d.R. nichts zu tun.
Die Kurve |#5345
03.02.2024 - 08:00 Uhr
Die "Legende", dass es bei unserem FCH stärker ausgeprägten Rassismus oder gar übermäßigen Rechtsextremismus gibt als in anderen Stadien hält sich seit Jahrzehnten. Von Jahr zu Jahr wirkt dies deplatzierter und die Befeuerung durch Einzelbeispiele schadet dem Bild des Vereins. Man muss sich dazu nur mit dem Bild beschäftigen, welches dem Verein von Medien, anderen Vereinsvertretern und im nahezu rechtsfreien Raum der sozialen Medien übergestülpt wird.

Wie einige Wenige hier besuche ich seit den frühen 80er Jahren Spiele meines Herzensvereins. Und selbstverständlich gab es gerade in den 90ern eine laute, vermeintliche Mehrheit, die sich mit rassistischem Gehabe in den Vordergrund gespielt hat. Bereits damals war das in Dortmund, Frankfurt, beim HSV, der Hertha, ja selbst in München und bei Werder kein Deut besser.

Die Fanszenen des Fussballs sind und waren stets mehr ein Spiegelbild der Gesellschaft als es bei anderen Sportarten der Fall war. Manche sagen, es ist gar der Sport für die "einfache" Masse, ein "Proletensport". Deswegen mag ich ihn auch lieber. Und der Großteil hier auch. Ich stehe dazu.
In den Stadien waren seit jeher plumpe Beleidigungen des Gegners, des Schieries präsent. Oft gepaart mit homophoben Ausdrücken. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal des FCH. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und wer die Spiele wirklich vor Ort und ab und an auch mal auswärts verfolgt, merkt hier auch den stetigen Prozess, in dem das Thema an Bedeutung verliert.
So ähnlich verhält es sich auch mit dem Rassismus. Du kannst diesen nicht unter mehr als 20.000 Menschen gänzlich verhindern. Dies kann auch nicht Aufgabe des Vereins sein, da selbst die Gesellschaft an sich daran scheitert.
Im Hinblick auf den hier zitierten Rassismus kann ich bestätigen, dass die Szene das unter sich klärt.
Im übrigen... die Süd jemals und gerade jetzt vollumfänglich und pauschal - auch nur in Andeutungen - in eine rechte Ecke zu stellen, finde ich wirklich an den Haaren herbeigezogen. Darüber hinaus spielt sich das Fandasein nicht ausschließlich in der Süd ab.

Da hier wirkliche politische Diskussionen zu Recht nicht gewünscht sind, habe ich mich überwiegend auf den angesprochenen Rassismus bezogen.

Der Begriff des "Rechtsextremen" wird in den letzten Jahren reflexartig zu schnell bemüht und dem Thema nicht gerecht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Theoderich78 am 03.02.2024 um 08:02 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#5346
03.02.2024 - 09:36 Uhr
Wie schnell man pauschalisiert, habe ich gerade erst wieder unterbewusst an mir selbst festgestellt, als ich gerade in der Blöd lass, das der Spieler von Magdeburg gestern im Netz nach seinen verschossenen Elfmeter rassistisch beleidigt worden ist. Und ich mir ganz kurz dachte, krass, das passiert natürlich wieder bei einem Ostverein. Und mein zweiter Gedanken war, jeder hat dieses Problem mit seinen eigenen Fans, nur wir schauen halt bei uns natürlich genauer hin. Ich unterstütze aber die Aussage das es ein Spiegelbild der Gesellschaft ist und man kann dafür nicht dem Verein die Schuld geben, denn der kann sich nur davon distanzieren.

Ich denke aber das wir positiv in die Zukunft schauen können, an einem Beispiel der Serie Futurama, in einer nicht all zu weiten Zukunft kannst du sowieso nicht mehr zuordnen woher deine Wurzeln eigentlich sind, denn irgendwann haben alle Menschen auf dieser Welt eh eine einheits Haut und Haarfarbe.
Die Kurve |#5347
03.02.2024 - 10:29 Uhr
https://www.n-tv.de/sport/der_sport_tag/Der-Sport-Tag-am-Samstag-den-3-Februar-2024-article24709948.html

Hier der Link zum Vorfall!
Ich glaube man sollte es nicht an Ostverein festmachen, sondern es als grundsätzliches Problem betrachten.
Im Wunschspieler-Thread wurde über Tendenzen in der Fanszene und deren Auswirkungen auf das Scouting und das Werben und Verpflichten von Spielern gesprochen.
Es muss unabhängig von Ost/West, Fußball/andere Sportart darüber gesprochen werden, was die Aktionen solcher Hohlköpfe für Folgen haben und da muss sich der Verein, der natürlich an dieser speziellen Aktion keine Schuld trägt fragen, ob er dieses Image wirklich will.
Ich denke die Frage ist relativ leicht zu beantworten!
Mir ist dann die Distanzierung und das erleben wir ja bei unseren FCH auch seit Jahren viel zu wenig.
Der Verein hat schon erhebliche Möglichkeiten an der Aufklärung, Ermittlung und Strafverfolgung mitzuwirken.
Distanzierung trägt dazu nicht bei, sondern ist das Mindeste.
Ich bin überzeugt davon, dass das Verhalten dieser ***** en indirekt Einfluss auf den Verein und Folgen für den Verein haben.
Fußballer sind grundsätzlich gut vernetzt und haben eine mediale Reichweite, die man nicht unterschätzen sollte.
Ich persönlich fände es unerträglich, nach einem verschossenen Elfmeter persönlich oder rassistisch beleidigt zu werden. Das würde ich mir nicht antun und ganz schnell das Weite suchen, noch dazu wenn ich spüren würde, dass ich damit alleingelassen werde.
Ich würde des Weiteren mein Umfeld darüber informieren und das, so wie hier geschehen, öffentlich machen.

Wer das, unabhängig von den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, als Tendenz in der Fanszene abtut, die nun mal so ist, hat NICHTS verstanden!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hansafan1004 am 03.02.2024 um 10:32 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#5348
03.02.2024 - 12:38 Uhr
Du hast uns auch nicht verstanden oder - was schwerer wiegt - absichtlich missverstanden.

Niemand begrüßt Rassismus. Jeder hier und im Verein verurteilt diesen.

Das gesellschaftliche Problem des Rassismus kann nicht durch den Einzelnen und nicht durch den FCH beispielsweise behoben werden.

Das wird es immer geben.

Und dem Verein vorzuwerfen, er würde sich ausschließlich distanzieren, ist falsch, unsachlich und leistet nur dem Hass Vorschub.

Da wo dieser bei der Ermittlung Hilfe leisten konnte und musste, ist dieser dieser Pflicht auch nachgekommen. Was willst du noch?

Ich für meinen Teil bin ein entschiedener Gegner davon Sport und Politik zu vermischen. Stehe damit auch nicht allein da.

Und mich ärgert es maßlos, dass diese leider immer wieder vereinzelt auftretenden Fälle mit gespielter Empörung und pauschalen Verurteilungen in den Vordergrund gezerrt werden.

Bei all den Sorgen und Nöten, die es sonst noch persönlich und an sich auf der Welt gibt.
Das ist im übrigen auch ein neues gesellschaftliches Phänomen.
Die Kurve |#5349
03.02.2024 - 13:29 Uhr
Zitat von Theoderich78
Du hast uns auch nicht verstanden oder - was schwerer wiegt - absichtlich missverstanden.

Niemand begrüßt Rassismus. Jeder hier und im Verein verurteilt diesen.

Das gesellschaftliche Problem des Rassismus kann nicht durch den Einzelnen und nicht durch den FCH beispielsweise behoben werden.

Das wird es immer geben.

Und dem Verein vorzuwerfen, er würde sich ausschließlich distanzieren, ist falsch, unsachlich und leistet nur dem Hass Vorschub.

Da wo dieser bei der Ermittlung Hilfe leisten konnte und musste, ist dieser dieser Pflicht auch nachgekommen. Was willst du noch?

Ich für meinen Teil bin ein entschiedener Gegner davon Sport und Politik zu vermischen. Stehe damit auch nicht allein da.

Und mich ärgert es maßlos, dass diese leider immer wieder vereinzelt auftretenden Fälle mit gespielter Empörung und pauschalen Verurteilungen in den Vordergrund gezerrt werden.

Bei all den Sorgen und Nöten, die es sonst noch persönlich und an sich auf der Welt gibt.
Das ist im übrigen auch ein neues gesellschaftliches Phänomen.


Ich gebe dir Recht das es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Denoch kann jeder einzelne und auch der FCH etwas dagegen tun. Um mich herum kann ich Leute im Block bei entsprechenden Kommentaren die Meinung sagen oder im Verwandtenkreis Witze etc. entsprechend einordnen. Der FCH hat sich sich so gut wie nie konkret von seinen Rechtsblinkern abgewandt. Hier wurde unter dem Deckmantel des Unpolitischen stets eine Gesamtdistanzierung zu Extremisten veröffentlicht. Warum gibt es keine SV für stadtbekannte "Extremisten"? Da kann man sich vor der Nord hinstellen und 9A Klientel namentlich abfischen am Eingang. Ist gar nicht gewollt. Wenn der Verein wollen würde, wäre das kein Problem schließlich wäre mit dem Hausrecht kaum in rechtlicher Bedrängnis.
Das rechte Image wird uns immer anhängen sofern sich in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung nichts ändert.
Die Kurve |#5350
03.02.2024 - 14:12 Uhr
Zitat von Leedor
Zitat von Theoderich78

Du hast uns auch nicht verstanden oder - was schwerer wiegt - absichtlich missverstanden.

Niemand begrüßt Rassismus. Jeder hier und im Verein verurteilt diesen.

Das gesellschaftliche Problem des Rassismus kann nicht durch den Einzelnen und nicht durch den FCH beispielsweise behoben werden.

Das wird es immer geben.

Und dem Verein vorzuwerfen, er würde sich ausschließlich distanzieren, ist falsch, unsachlich und leistet nur dem Hass Vorschub.

Da wo dieser bei der Ermittlung Hilfe leisten konnte und musste, ist dieser dieser Pflicht auch nachgekommen. Was willst du noch?

Ich für meinen Teil bin ein entschiedener Gegner davon Sport und Politik zu vermischen. Stehe damit auch nicht allein da.

Und mich ärgert es maßlos, dass diese leider immer wieder vereinzelt auftretenden Fälle mit gespielter Empörung und pauschalen Verurteilungen in den Vordergrund gezerrt werden.

Bei all den Sorgen und Nöten, die es sonst noch persönlich und an sich auf der Welt gibt.
Das ist im übrigen auch ein neues gesellschaftliches Phänomen.


Ich gebe dir Recht das es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Denoch kann jeder einzelne und auch der FCH etwas dagegen tun. Um mich herum kann ich Leute im Block bei entsprechenden Kommentaren die Meinung sagen oder im Verwandtenkreis Witze etc. entsprechend einordnen. Der FCH hat sich sich so gut wie nie konkret von seinen Rechtsblinkern abgewandt. Hier wurde unter dem Deckmantel des Unpolitischen stets eine Gesamtdistanzierung zu Extremisten veröffentlicht. Warum gibt es keine SV für stadtbekannte "Extremisten"? Da kann man sich vor der Nord hinstellen und 9A Klientel namentlich abfischen am Eingang. Ist gar nicht gewollt. Wenn der Verein wollen würde, wäre das kein Problem schließlich wäre mit dem Hausrecht kaum in rechtlicher Bedrängnis.
Das rechte Image wird uns immer anhängen sofern sich in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung nichts ändert.


Dein ernst? Wenn du jemand neben dir im Block deine Meinung sagst wird er bestimmt überlegen seine über Jahren angeeignete meine zu ändern!! So ein Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Und klar der Verein kann die Leute aussortieren? Weil die ja heute alle Sprengerstiefel und Bomberjacke tragen..oh man ey. Du siehst doch niemanden sein rechtes Gedankengut an. Da ist der Verein und jeder einzelne doch machtlos!
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