Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner

Der BVB-Aktienkurs

23.10.2010 - 12:23 Uhr
Der BVB-Aktienkurs |#2031
23.11.2015 - 22:22 Uhr
Zitat von gelbschreib


Zitat von CityHai




Weiteres von der HV:

- Auch 2017 wieder Asienreise geplant
- Ablösung der Finanzverbindlichkeiten war trotz Vorfälligkeitszahlungen (belasten das aktuelle Ergebnis) sinnvoll lt Watzke
- Die Bayern haben ein Jahrzehnt lang immer vom "Festgeldkonto" gesprochen, um die Marke zu positionieren. Für den BVB ist dieses Element die völlige Freiheit von langfristigen Verbindlichkeiten (Schuldenfreiheit)
- Das könne man lt Watzke nicht hoch genug bewerten und sei noch viel mehr wert als die Vorfälligkeitszahlungen
- Mit Silke Seidel gibt es nun die erste Frau im Aufsichtsrat
- Björn Gulden (Puma) steuert durch seine norwegischen Wurzeln auch zur Diversity bei
- Peer Steinbrück wurde in den Aufsichtsrat gewählt. Trotz vorangegangener Kontroverse bei der Generaldebatte. Watzke betonte, dass er Steinbrück gefragt habe, da mit Friedrich Merz einst ein CDU-Vertreter ja schon im AR gewesen sei. Das habe er ausgleichen wollen. Und eines sei fernab von jeder Kompetenz des Herrn Steinbrück klar: man bekomme einfach ein wertvolles Netzwerk. Das brauche der BVB auch, so ehrlich müsse man sein.


Punkt 2 und Punkt 4 würde ich ja gerne mal im Detail auseinandergestzt bekommen. Ich nehme an, das wurde nicht vertieft?


Dazu hat Watzke recht viel gesagt. Und auch Treß ist seinerseits bei Vorstellung der Zahlen deutlich darauf eingegangen. Bei mir entstand der Eindruck, dass der Gewinn deutlich durch die vorzeitige Ablösung beeinträchtigt wurde. Natürlich nur als Einmaleffekt mit dauerhafter "Wirkung". Watzkes Anspielung auf die Festgeldkonto-Begrifflichkeit der Bayern im Vergleich zu unserer "Schuldenfreiheit" war ganz interessant. Man nutzte demnach die Ablösung nicht (nur/primär) zur Gewinnung von Handlungsspielraum, sondern zur Markenpositionierung bzw. als Marketinginstrument.

Mir geht es da tatsächlich um belastbare Zahlen, inwiefern sich das sofortige Abschmelzen liquider Mittel aus der KE - verbunden mit Vorfälligkeitsentschädigungen für abzulösende Kredite - in rein monetärer Sicht gegenüber dem weiteren Bedienen dieser Kredite über mehrere Jahre (Zinsen + Tilgung) aus denselben liquiden Mitteln rechnet. d.h. Kurzum: (Wieviel) spart man dadurch?
Aus dem was ich so höre, klingt eher an, dass man's gemacht hat, weil man's kann und weil man so toll von berichten kann, wenn man in der Öffentlichkeit mit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit protzen kann (siehe Punkte 3). Mich interessiert, ob man da lediglich auf nicht direkt bezifferbare PR-Vorteile schielt (die sich indirekt auch in monetären Vorteilen niederschlagen könnten) oder ob man wirklich kalkuliert messbar Gelder eingespart hat. Dazu gab es bisher nämlich kaum Informationen.

Deinem Eindruck "klingt eher an" kann ich mich nach der heutigen HV anschließen. Es hat einfach "eher" den Anschein, ein PR-/Marketinginstrument zu sein, als eine "vorwiegend" kaufmännische Entscheidung. Wie du schon sagst, kann dies natürlich dennoch (mittel- bis langfristig) eine sehr gute kaufmännische Entscheidung sein. Das bleibt wohl abzuwarten.
Ich kann es leider nicht zu 100% sicher sagen, meine jedoch, dass heute auch Zahlen genannt wurden, wie hoch die "Einsparungen" durch die Ablösung sind. Also wie viel weniger zu tilgen ist.

•     •     •

Wir werden sehen, wir werden sehen... (Lucien Favre aka 2Raumwohnung)
Der BVB-Aktienkurs |#2032
23.11.2015 - 22:51 Uhr
Zitat von CityHai
Zitat von gelbschreib

Mir geht es da tatsächlich um belastbare Zahlen, inwiefern sich das sofortige Abschmelzen liquider Mittel aus der KE - verbunden mit Vorfälligkeitsentschädigungen für abzulösende Kredite - in rein monetärer Sicht gegenüber dem weiteren Bedienen dieser Kredite über mehrere Jahre (Zinsen + Tilgung) aus denselben liquiden Mitteln rechnet. d.h. Kurzum: (Wieviel) spart man dadurch?
Aus dem was ich so höre, klingt eher an, dass man's gemacht hat, weil man's kann und weil man so toll von berichten kann, wenn man in der Öffentlichkeit mit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit protzen kann (siehe Punkte 3). Mich interessiert, ob man da lediglich auf nicht direkt bezifferbare PR-Vorteile schielt (die sich indirekt auch in monetären Vorteilen niederschlagen könnten) oder ob man wirklich kalkuliert messbar Gelder eingespart hat. Dazu gab es bisher nämlich kaum Informationen.


Deinem Eindruck "klingt eher an" kann ich mich nach der heutigen HV anschließen. Es hat einfach "eher" den Anschein, ein PR-/Marketinginstrument zu sein, als eine "vorwiegend" kaufmännische Entscheidung. Wie du schon sagst, kann dies natürlich dennoch (mittel- bis langfristig) eine sehr gute kaufmännische Entscheidung sein. Das bleibt wohl abzuwarten.
Ich kann es leider nicht zu 100% sicher sagen, meine jedoch, dass heute auch Zahlen genannt wurden, wie hoch die "Einsparungen" durch die Ablösung sind. Also wie viel weniger zu tilgen ist.


Mal ganz ketzerisch (und unter uns):
Was hätte der BVB auch mit den 140 Millionen aus der KE sonst noch anstellen sollen?!
Angekündigtes Ziel der KE war ja, Wachstumschancen zu befeuern und Investitionen in Wachstumstreiber zu ermöglichen, sodass man in Zukunft die eigenen Handlungsfähigkeit stetig ausbauen könnte.
Also hat man ein bissel was in Steine gesteckt, neue Läden, Asien, Jugendhaus etc. Jedoch: Für Spieler hat man auch ein Drittel "verballert", und mMn war das bestenfalls sehr zwischen den Zeilen (mMn. eigentlich gar nicht) im Vorfeld oder im Zuge der KE so angekündigt worden - also eine PR-technisch nicht ganz ungefährliche Situation (mit merkwürdigerweise wenig befremdeter Resonanz in den Sportmedien. Wobei: Von Finanzen haben die meisten Sportjournalisten ja noch weniger Ahnugn als ich).
Wenn man dann nicht publikumswirksam die Restschulden mit einen ordentlichen Teil vom KE-Rest getilgt hätte, sondern vielleicht noch mehr in Beine gesteckt hätte, wäre eventuell Kritik an der Mittelverwendung lauter geworden. Und irgendwas halbwegs sinnvolles musste man mit dem Geld ja anstellen. Junge kriegte es ja keine, wenn mans auf dem Girokonto herumlungern lässt.
Fakt ist jedenfalls, dass der BVB sich da eine Karte in die Hände gespielt hat und diese Karte jetzt konsequent weiter ausspielt.
Wahrscheinlich macht es finanziell keinen riesigen Unterschied. Vermute ich. Wenn man dabei wirklich billiger weggekommen wäre, hätte der BVB das aber wahrscheinlich wesentlich deutlicher durchblicken lassen.

•     •     •

// insert random smart statement here //
Der BVB-Aktienkurs |#2033
23.11.2015 - 23:05 Uhr
Zitat von CityHai

PS: Großer Dank an unseren @halbgott für die sehr differenzierten und qualifizierten Fragestellungen


Vielen Dank! Es war meine erste Hauptversammlung überhaupt, ganz eigentlich wollte ich mir das erst mal nur anschauen, um ggf. beim nächsten Mal zu reden. Aber ich hatte mich spontan umentschieden, die Rede hätte ich natürlich vorbereiten müssen, aber dennoch hatte es sich ganz klar gelohnt.

Ich hatte im wesentlichen Fragen oder Kritikpunkte. Zum Beispiel hatte ich moniert, daß sich Watzke überhaupt nicht zum Aktienkurs geäußert hätte, aber auch warum man nicht mit den Kapitalmärkten bezüglich BlackRock kommuniziert hätte.

Die Antworten von Watzke waren sehr interessant, zum Aktienkurs gab er klare Antworten, einige dieser Antworten sind jetzt Schlagzeilen bei dpa oder Kicker, auf andere Dinge wurde nicht geantwortet, wiederum anderes wird von den Medien nicht zitiert.

Ich finde jedenfalls die Kicker Überschrift im Fett Druck nicht so schlecht:

"2005 kurz vor der Insolvenz. 2015 schuldenfrei und kerngesund mit 101,6 Millionen Euro Nettogewinn in den vergangenen fünf Jahren. Das sei "eine der größten Geschichten, die im europäischen Fußball geschrieben wurden", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Montag. Mit dem aktuellen Aktienkurs (4,00 Euro) und einer Marktkapitalisierung von 370 Millionen Euro sei die Borussia aber "krass unterbewertet"

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/639813/artikel_bvb-boss-watzke-erwartet-weiteres-wachstum.html

Ich hatte danach sehr viele interessante und inspirierende Gespräche, eigentlich wollte ich auf der Zugfahrt den Blogpost verfassen, aber dann bin ich auch dort auf die Hauptversammlung angesprochen worden und letztlich wurde da stundenlang weiter geredet.

Eine Gewinnwarnung im herkömmliche Sinne hat es nicht gegeben, ich hatte dies in meiner Rede auch moniert, nämlich daß vom BVB nicht die Bedingungen für ein positives oder negatives Szenario genannt wurden, Watzke gab eine klare Antwort: Ausscheiden schon jetzt im Pokal wäre eingepreist, ein Erreichen des Achtelfinale ist Pflicht. Im heutigen Kicker Interview wurden weiterhin keine Transfereinnahmen genannt.

Bei einem kleinen Verlust wg. sportlichen Abschneidens (Ausscheiden im 16-tel Finale EL, Ausscheiden im Achtelfinale Pokal) hätte man also gleichzeitig Vertragsverlängerungen mit Gündogan, Miki, Hummels und Schmelzer! Das dürfte jedem Fan gefallen!

Insbesondere die Vertragsverlängerungen mit Gündogan und Miki würde ich in jedem Fall sehr gut finden.

Ich werde das alles und einige weitere sehr wesentliche Punkte (BlackRock, Personalkosten, zukünftige Kapitalerhöhung) morgen in einem Blogpost zusammenfassen.

Gute N8
Der BVB-Aktienkurs |#2034
24.11.2015 - 09:26 Uhr
Zitat von halbgott


Bei einem kleinen Verlust wg. sportlichen Abschneidens (Ausscheiden im 16-tel Finale EL, Ausscheiden im Achtelfinale Pokal) hätte man also gleichzeitig Vertragsverlängerungen mit Gündogan, Miki, Hummels und Schmelzer! Das dürfte jedem Fan gefallen!

Insbesondere die Vertragsverlängerungen mit Gündogan und Miki würde ich in jedem Fall sehr gut finden.

Ich werde das alles und einige weitere sehr wesentliche Punkte (BlackRock, Personalkosten, zukünftige Kapitalerhöhung) morgen in einem Blogpost zusammenfassen.

Gute N8

Du meinst demnach, dass die Mittel für diese vier Vertragsverlängerung auch vorhanden wären, wenn wir nun gegen Augsburg rausfliegen und in der EL in der zweiten Runde ausscheiden. Habe ich das richtig verstanden?

•     •     •

"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht." - Nick Hornby (Fever Pitch)

Nur der BVB!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KiwiDenny am 24.11.2015 um 09:27 Uhr bearbeitet
Der BVB-Aktienkurs |#2035
24.11.2015 - 09:56 Uhr
Zitat von KiwiDenny
Zitat von halbgott



Bei einem kleinen Verlust wg. sportlichen Abschneidens (Ausscheiden im 16-tel Finale EL, Ausscheiden im Achtelfinale Pokal) hätte man also gleichzeitig Vertragsverlängerungen mit Gündogan, Miki, Hummels und Schmelzer! Das dürfte jedem Fan gefallen!

Insbesondere die Vertragsverlängerungen mit Gündogan und Miki würde ich in jedem Fall sehr gut finden.

Ich werde das alles und einige weitere sehr wesentliche Punkte (BlackRock, Personalkosten, zukünftige Kapitalerhöhung) morgen in einem Blogpost zusammenfassen.

Gute N8

Du meinst demnach, dass die Mittel für diese vier Vertragsverlängerung auch vorhanden wären, wenn wir nun gegen Augsburg rausfliegen und in der EL in der zweiten Runde ausscheiden. Habe ich das richtig verstanden?


Ja, aber die wichtigste Bedingung wäre die erneute CL Qualifikation. Man hätte in dem Fall einen leichten Verlust nach Steuern, das würde man aber in Kauf nehmen, da man im darauffolgenden Jahr bedingt durch die CL deutlich höhere Einnahmen hätte.
Der BVB-Aktienkurs |#2036
24.11.2015 - 10:16 Uhr
Zitat von halbgott
Zitat von KiwiDenny

Zitat von halbgott




Bei einem kleinen Verlust wg. sportlichen Abschneidens (Ausscheiden im 16-tel Finale EL, Ausscheiden im Achtelfinale Pokal) hätte man also gleichzeitig Vertragsverlängerungen mit Gündogan, Miki, Hummels und Schmelzer! Das dürfte jedem Fan gefallen!

Insbesondere die Vertragsverlängerungen mit Gündogan und Miki würde ich in jedem Fall sehr gut finden.

Ich werde das alles und einige weitere sehr wesentliche Punkte (BlackRock, Personalkosten, zukünftige Kapitalerhöhung) morgen in einem Blogpost zusammenfassen.

Gute N8

Du meinst demnach, dass die Mittel für diese vier Vertragsverlängerung auch vorhanden wären, wenn wir nun gegen Augsburg rausfliegen und in der EL in der zweiten Runde ausscheiden. Habe ich das richtig verstanden?


Ja, aber die wichtigste Bedingung wäre die erneute CL Qualifikation. Man hätte in dem Fall einen leichten Verlust nach Steuern, das würde man aber in Kauf nehmen, da man im darauffolgenden Jahr bedingt durch die CL deutlich höhere Einnahmen hätte.

Unterm Strich kann man also sagen, dass wir derzeit auf einem sehr guten Weg sind Cool

•     •     •

"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht." - Nick Hornby (Fever Pitch)

Nur der BVB!
Der BVB-Aktienkurs |#2037
24.11.2015 - 10:51 Uhr
Zitat von CityHai






Mir geht es da tatsächlich um belastbare Zahlen, inwiefern sich das sofortige Abschmelzen liquider Mittel aus der KE - verbunden mit Vorfälligkeitsentschädigungen für abzulösende Kredite - in rein monetärer Sicht gegenüber dem weiteren Bedienen dieser Kredite über mehrere Jahre (Zinsen + Tilgung) aus denselben liquiden Mitteln rechnet. d.h. Kurzum: (Wieviel) spart man dadurch?
Aus dem was ich so höre, klingt eher an, dass man's gemacht hat, weil man's kann und weil man so toll von berichten kann, wenn man in der Öffentlichkeit mit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit protzen kann (siehe Punkte 3). Mich interessiert, ob man da lediglich auf nicht direkt bezifferbare PR-Vorteile schielt (die sich indirekt auch in monetären Vorteilen niederschlagen könnten) oder ob man wirklich kalkuliert messbar Gelder eingespart hat. Dazu gab es bisher nämlich kaum Informationen.


Ich versuche das mal allgemeinverständlich zu beantworten:
Gehen wir mal davon aus, das man den Kredit auf jeden Fall zurückzahlen muß (BVB ist ja nicht Griechenland). Besteht so ein Darlehen aus 2 Komponenten nämlich Darlehen + Zinslast. Von daher ist es für die Darlehenkomponente monetär egal ob man 2015 alles, über Jahre verteilt in jährlicher Tilgung oder später mal alles tilgt. Anders schaut es bei der Zinslast aus, hier kalkuliert der BVB einen Aufwand bis Laufzeitende der jährlich den Gewinn bzw. das zur Verfügung stehende Budget schmälert. Wenn wir also mal Zahlen einfüllen und sagen 5 Jahre a 1Millionen Zinslast wäre jeder Euro an Vorfälligkeitsentschädigung unter 5 Mio ein Gewinn für den BVB und genau da liegt der größte Vorteil der leider für mich nicht bezifferbar ist. Nun hatte man halt jetzt die Mittel zur Ablösung Dank KE und man bekommt am Markt für das „Festgedlkonto“ so gut wie nichts an Zinsen… also guter Move

Vorteil:
direkt niedrigerer Aufwand in den Folgejahren also höheres freies Budget.
Nicht soviel „Totes“ Kapital rumliegen
Vermutlich Kostenersparnis gesamt bei Zinslast durch aushandeln der Vorfälligkeitsentschädigung.
Extrem positives Signal durch Schuldenfreiheit

Nachteil:
Hoher Einmalaufwand da Zinslast in einem Jahr komplett zu tragen.
Der BVB-Aktienkurs |#2038
24.11.2015 - 11:28 Uhr
Ich werde diese Hauptversammlung gründlicher aufbereiten als sonst und daher dafür längere Zeit brauchen. Den Punkt "Schuldenfreiheit" finde ich aus verschiedenen Gründen sehr wesentlich. Zum einen wird es immer wieder in diversen Foren hinterfragt, so auch auf der gestrigen Jahreshauptversammlung. Zum anderen berührt es auch zwei andere sehr wesentliche Punkte:

1. Die Marke Borussia Dortmund
Hierzu hat sich Watzke sehr ausführlich geäußert, nicht nur auf der eigentlichen Rede, sondern auch in der Fragestunde, sowie im Geschäftsbericht, wo das Thema ausführlich behandelt wird. Die Schuldenfreiheit ist ein sehr wesentlicher Teil der Marke Borussia Dortmund, es ist genau das, was Borussia Dortmund von sehr vielen anderen Fussballvereinen unterscheidet.

2. Der zu niedrige Aktienkurs
Als ein sehr wesentlicher Grund wurde von Watzke die Historie der BVB Aktie genannt. Weil so hohe Schulden gemacht wurden, das viele Geld aus dem Börsengang zunächst einfach nur verbrannt wurde und Borussia Dortmund kurz vor der Insolvenz stand, gibt es immer noch einen massiven Vertrauensverlust. Dem begegnet man, in dem man nun schuldenfrei ist, auch wenn das betriebswirtschaftlich nicht unbedingt Sinn macht.

P.S.: Unmittelbare betriebswirtschaftliche Nachteile hat man am langen Ende natürlich nicht, am Anfang ist es, bedingt durch die Vorfälligkeitsentschädigung ein gewisser Nachteil, der sich im weiteren Verlauf aber ausgleicht. Ich denke mal, es ist unterm Strich ein Nullsummeneffekt. Aber der Effekt für die Marke BVB ist enorm, da kann ich Watzke folgen.

Das Thema Schuldenfreiheit wurde von einem Aktionär hinterfragt, so hat Watzke geantwortet:

"Da haben Sie betriebswirtschaftlich völlig Recht. Schuldenfreiheit an und für sich ist ja kein Wert. Fakt ist, für Borussia Dortmund ist es ein massiver Wert der auch die Vorfälligkeitsentschädigung wert war. Wenn man diese Historie, die Borussia Dortmund hat, mit den 200 Mio Schulden noch vor 10 Jahren, die im Prinzip als einziger börsennotierter Verein dafür gesorgt hat, daß börsennotierte Fussballvereine in Deutschland skeptisch gesehen werden, dann ist genau das, nämlich dieses Etikett „Schuldenfreiheit“ für die Marke Borussia Dortmund mehr wert als jede Vorfälligkeitsentschädigung."

Ich habe es in meinen Blogpost "Borussia Dortmund ist schuldenfrei" eingefügt:
http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/borussia-dortmund-ist-schuldenfrei.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von halbgott am 24.11.2015 um 11:46 Uhr bearbeitet
Der BVB-Aktienkurs |#2039
24.11.2015 - 13:00 Uhr
Zitat von lilienrama
Vorteil:
direkt niedrigerer Aufwand in den Folgejahren also höheres freies Budget.
Nicht soviel „Totes“ Kapital rumliegen
Vermutlich Kostenersparnis gesamt bei Zinslast durch aushandeln der Vorfälligkeitsentschädigung.
Extrem positives Signal durch Schuldenfreiheit

Nachteil:
Hoher Einmalaufwand da Zinslast in einem Jahr komplett zu tragen.



Die Zinslast mindert jedoch die Steuerlast, da es abziehbar ist. Den Effekt musst du noch gegenrechnen. Zudem ist für gemein hin Fremdkapital günstiger als Eigenkapital, da ist nur um die Zinsen als Kosten sich durschlägt, während man als Eigner einerseits eine Rendite mit dem Unternehmen für sich erwirtschaften will, die über dem FK-Zins anzusiedeln ist oder wie bei uns als KgaA jährliche Eigenkapitalkosten in Form der Dividende tragen muss.

Es war ja auch letztes Jahr schon thematisiert worden, wie man quantitativ einen Vorteil aus der vorzeitigen Ablösung erzielen kann. Da kam ja auch mehr die Signalwirkung als qualitativer Faktor hervor, als ein finanzieller Vorteil.
Der BVB-Aktienkurs |#2040
24.11.2015 - 14:43 Uhr
Zitat von bornius


Die Zinslast mindert jedoch die Steuerlast, da es abziehbar ist. Den Effekt musst du noch gegenrechnen. Zudem ist für gemein hin Fremdkapital günstiger als Eigenkapital, da ist nur um die Zinsen als Kosten sich durschlägt, während man als Eigner einerseits eine Rendite mit dem Unternehmen für sich erwirtschaften will, die über dem FK-Zins anzusiedeln ist oder wie bei uns als KgaA jährliche Eigenkapitalkosten in Form der Dividende tragen muss.


Es war ja auch letztes Jahr schon thematisiert worden, wie man quantitativ einen Vorteil aus der vorzeitigen Ablösung erzielen kann. Da kam ja auch mehr die Signalwirkung als qualitativer Faktor hervor, als ein finanzieller Vorteil.


die Zinslast mindert die Steuerlast völlig richtig....aber nur dann wenn man Gewinn macht und deswegen Steuern bezahlen muß... zudem ist eine Verteilung auf Jahre in Raten oder ein Einmaleffekt steuerlich relativ unrelevant (denke ich).
Wenn dann in den nächsten Jahren die Zins-Ausgaben fehlen um die Steuerlast zu optimieren, kann man diese Ausgaben durch andere kompensieren z.B. Gehaltsetat erhöhen...
Das Thema Fremd/Eigenkapital ist beim BVB bissl eigen.... wenn durch die Kapitalerhöhung, die ja strategisch bedingt war, die Kohle nunmal da ist kann man dann auch tilgen.... grundsätzlich stimmt die Aussage zum Fremdkapital natürlich schon.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.