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Der BVB-Aktienkurs

23.10.2010 - 12:23 Uhr
Der BVB-Aktienkurs |#2041
24.11.2015 - 16:35 Uhr
Zitat von lilienrama
Zitat von bornius



Die Zinslast mindert jedoch die Steuerlast, da es abziehbar ist. Den Effekt musst du noch gegenrechnen. Zudem ist für gemein hin Fremdkapital günstiger als Eigenkapital, da ist nur um die Zinsen als Kosten sich durschlägt, während man als Eigner einerseits eine Rendite mit dem Unternehmen für sich erwirtschaften will, die über dem FK-Zins anzusiedeln ist oder wie bei uns als KgaA jährliche Eigenkapitalkosten in Form der Dividende tragen muss.


Es war ja auch letztes Jahr schon thematisiert worden, wie man quantitativ einen Vorteil aus der vorzeitigen Ablösung erzielen kann. Da kam ja auch mehr die Signalwirkung als qualitativer Faktor hervor, als ein finanzieller Vorteil.


die Zinslast mindert die Steuerlast völlig richtig....aber nur dann wenn man Gewinn macht und deswegen Steuern bezahlen muß... zudem ist eine Verteilung auf Jahre in Raten oder ein Einmaleffekt steuerlich relativ unrelevant (denke ich).
Wenn dann in den nächsten Jahren die Zins-Ausgaben fehlen um die Steuerlast zu optimieren, kann man diese Ausgaben durch andere kompensieren z.B. Gehaltsetat erhöhen...


Bei Verlusten helfen ja die Verlustvorträge, die man in die nächsten Steuerperioden mitnehmen kann. Bei dem 2. Punkt sehe ich das problematischer. Dieses "Ausgaben kompensieren" würde ja dann dazu führen, dass man unterm Strich mehr ausgibt. Damit hat man auch nichts gewonnen bzw. einen Nutzen drauß gezogen.

Wie gesagt, das nützlichste ist eben, dass du deinen vollen Handlungsspielraum zur Verfügung hast und nicht durch periodische Abgrenzungen "schlechter" gehalten wirst. Daher passt das ganze schon. Nicht immer muss das letzte Wort im reinen bilanziellen Gewinn gesucht werden.
Der BVB-Aktienkurs |#2042
24.11.2015 - 23:15 Uhr
Zitat von halbgott
Ich werde diese Hauptversammlung gründlicher aufbereiten als sonst und daher dafür längere Zeit brauchen. Den Punkt "Schuldenfreiheit" finde ich aus verschiedenen Gründen sehr wesentlich. Zum einen wird es immer wieder in diversen Foren hinterfragt, so auch auf der gestrigen Jahreshauptversammlung. Zum anderen berührt es auch zwei andere sehr wesentliche Punkte:

1. Die Marke Borussia Dortmund
Hierzu hat sich Watzke sehr ausführlich geäußert, nicht nur auf der eigentlichen Rede, sondern auch in der Fragestunde, sowie im Geschäftsbericht, wo das Thema ausführlich behandelt wird. Die Schuldenfreiheit ist ein sehr wesentlicher Teil der Marke Borussia Dortmund, es ist genau das, was Borussia Dortmund von sehr vielen anderen Fussballvereinen unterscheidet.

2. Der zu niedrige Aktienkurs
Als ein sehr wesentlicher Grund wurde von Watzke die Historie der BVB Aktie genannt. Weil so hohe Schulden gemacht wurden, das viele Geld aus dem Börsengang zunächst einfach nur verbrannt wurde und Borussia Dortmund kurz vor der Insolvenz stand, gibt es immer noch einen massiven Vertrauensverlust. Dem begegnet man, in dem man nun schuldenfrei ist, auch wenn das betriebswirtschaftlich nicht unbedingt Sinn macht.

P.S.: Unmittelbare betriebswirtschaftliche Nachteile hat man am langen Ende natürlich nicht, am Anfang ist es, bedingt durch die Vorfälligkeitsentschädigung ein gewisser Nachteil, der sich im weiteren Verlauf aber ausgleicht. Ich denke mal, es ist unterm Strich ein Nullsummeneffekt. Aber der Effekt für die Marke BVB ist enorm, da kann ich Watzke folgen.

Das Thema Schuldenfreiheit wurde von einem Aktionär hinterfragt, so hat Watzke geantwortet:

"Da haben Sie betriebswirtschaftlich völlig Recht. Schuldenfreiheit an und für sich ist ja kein Wert. Fakt ist, für Borussia Dortmund ist es ein massiver Wert der auch die Vorfälligkeitsentschädigung wert war. Wenn man diese Historie, die Borussia Dortmund hat, mit den 200 Mio Schulden noch vor 10 Jahren, die im Prinzip als einziger börsennotierter Verein dafür gesorgt hat, daß börsennotierte Fussballvereine in Deutschland skeptisch gesehen werden, dann ist genau das, nämlich dieses Etikett „Schuldenfreiheit“ für die Marke Borussia Dortmund mehr wert als jede Vorfälligkeitsentschädigung."

Ich habe es in meinen Blogpost "Borussia Dortmund ist schuldenfrei" eingefügt:
http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/borussia-dortmund-ist-schuldenfrei.html


Mein Blogpost zur Jahreshauptversammlung 2015 ist fertig:

http://bvbaktie.blogspot.de/2015/11/jahreshauptversammlung-der-aktionare-am.html
Der BVB-Aktienkurs |#2043
25.11.2015 - 16:52 Uhr
Nebenwerte Magazin ändert radikal seine Meinung. Ursprünglich hieß es, man könne in der EL selbst zusammen mit der CL Ausfallversicherung nicht ansatzweise so viel verdienen wie in der letztjährigen CL Saison, was grob falsch war (12 Mio CL Ausfall + ca. 30 Mio Achtelfinale EL = nicht weniger als letzte CL Saison)

Darauf hatte ich sie per Twitter aufmerksam gemacht.

Nun schreiben sie im neuen Artikel, daß Watzke bereits im April darauf aufmerksam gemacht hätte, daß man in der EL bei Achtelfinale ca. 30 Mio verdienen könne, und bei einem Weiterkommen mehr verdienen könne als in der letztjährigen CL Saison.

Hier der Artikel:
http://www.nebenwerte-magazin.com/de/index.php/s-dax/item/946-sdax-tuchel-effekt-zuendet-bisher-nur-auf-dem-platz

Habe es hier kommentiert, werde noch einen neuen Blogpost dazu verfassen!

http://bvbaktie.blogspot.de/2015/09/nebenwerte-magazin.html?showComment=1448465552430

30 Mio Einnahmen in der Euro League
http://bvbaktie.blogspot.de/2015/05/euro-league.html
Der BVB-Aktienkurs |#2044
25.11.2015 - 16:59 Uhr
Zitat von halbgott

Mein Blogpost zur Jahreshauptversammlung 2015 ist fertig:

http://bvbaktie.blogspot.de/2015/11/jahreshauptversammlung-der-aktionare-am.html

Sehr cool. Danke!

Für mich eine sehr interessante Aussage:

"Rein betriebswirtschaftlich mache die Schuldenfreiheit keinen Sinn, es gehöre aber zur Kommunikationsstrategie und Markenbildung und würde dazu beitragen, die Vorbehalte gegen die BVB Aktie abzubauen, die durch die damaligen hohen Schulden und der Fastinsolvenz entstanden wären."

•     •     •

"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht." - Nick Hornby (Fever Pitch)

Nur der BVB!
Der BVB-Aktienkurs |#2045
26.11.2015 - 13:47 Uhr
Zitat von halbgott
Nebenwerte Magazin ändert radikal seine Meinung. Ursprünglich hieß es, man könne in der EL selbst zusammen mit der CL Ausfallversicherung nicht ansatzweise so viel verdienen wie in der letztjährigen CL Saison, was grob falsch war (12 Mio CL Ausfall + ca. 30 Mio Achtelfinale EL = nicht weniger als letzte CL Saison)

Darauf hatte ich sie per Twitter aufmerksam gemacht.
....
l


Vielen Dank für den unermüdlichen Einsatz!
Der BVB-Aktienkurs |#2046
26.11.2015 - 14:55 Uhr
Wir wollen eine Aktionärsvereinigung gründen, mit dem Ziel die Kommunikationsstruktur des Unternehmens mit den Märkten zu verbessern, ich möchte nach Möglichkeit ca. 3% aller BVB Aktien dabei bündeln. Wir werden das in einer Nicht öffentlichen Gruppe diskutieren, wer mitmachen will, kann sich da gerne anmelden.

Zugelassen werden nur Leute, die halbwegs intellektuell und konstruktiv diskutiert haben, die anderen oder neu angemeldete werden nicht zugelassen:

http://www.ariva.de/forum/gruppe.m?nr=1503
Der BVB-Aktienkurs |#2047
27.11.2015 - 14:54 Uhr
Sehr interessant dürfte die Ausgestaltung der TV Gelder Verteilung sein, diese dürfte sich ziemlich sicher verändern. Es soll nicht nur das sportliche Abschneiden berücksichtigt werden, sondern auch die TV Zuschauerquoten, Borussia Dortmund liegt hier auf Platz 2 der Zuschauertabelle.
Die Faktenlage spitzt sich weiter zu, zuletzt gab es den St.Pauli Vorstoss, zwar widersprechen fast alle, nur in der grundsätzlichen Sache eben nicht, nämlich daß sich bei der TV Gelder Verteilung etwas ändern müsse.

So zuletzt der HSV: https://t.co/JRsynXe5vE

Aber auch schon wieder Rummenigge. Bei Eigenvermarktung hätte man 4x so hohe TV Einnahmen, wovon man die Hälfte abgeben könne, dann hätte man aber immer noch doppelt so hohe Einnahmen. Jetzt war er deswegen beim Kartellamt:

"Bayerns Klubboss Karl-Heinz Rummenigge spricht im Kampf um die Bundesliga-Fernsehrechte beim Bundeskartellamt vor.
Er will eine eigenständigere Vermarktung durch die Klubs."

http://www.sueddeutsche.de/sport/tv-rechte-rummenigge-auf-geheimer-mission-1.2755680

Egal was genau passiert, die TV Gelder Verteilung wird sich ziemlich sicher verändern, Dortmund wird davon deutlich profitieren.
Der BVB-Aktienkurs |#2048
27.11.2015 - 15:49 Uhr
Zitat von halbgott
Sehr interessant dürfte die Ausgestaltung der TV Gelder Verteilung sein, diese dürfte sich ziemlich sicher verändern. Es soll nicht nur das sportliche Abschneiden berücksichtigt werden, sondern auch die TV Zuschauerquoten, Borussia Dortmund liegt hier auf Platz 2 der Zuschauertabelle.
Die Faktenlage spitzt sich weiter zu, zuletzt gab es den St.Pauli Vorstoss, zwar widersprechen fast alle, nur in der grundsätzlichen Sache eben nicht, nämlich daß sich bei der TV Gelder Verteilung etwas ändern müsse.

So zuletzt der HSV: https://t.co/JRsynXe5vE

Aber auch schon wieder Rummenigge. Bei Eigenvermarktung hätte man 4x so hohe TV Einnahmen, wovon man die Hälfte abgeben könne, dann hätte man aber immer noch doppelt so hohe Einnahmen. Jetzt war er deswegen beim Kartellamt:

"Bayerns Klubboss Karl-Heinz Rummenigge spricht im Kampf um die Bundesliga-Fernsehrechte beim Bundeskartellamt vor.
Er will eine eigenständigere Vermarktung durch die Klubs."

http://www.sueddeutsche.de/sport/tv-rechte-rummenigge-auf-geheimer-mission-1.2755680

Egal was genau passiert, die TV Gelder Verteilung wird sich ziemlich sicher verändern, Dortmund wird davon deutlich profitieren.


Würde es uns denn finanziell deutlich vor die Werksclubs platzieren? Denke WOB und Bayer tragen eher weniger zu den Zuaschauerzahlen bei
Der BVB-Aktienkurs |#2049
27.11.2015 - 17:34 Uhr
Zitat von Grumpy_Kitten

Zitat von halbgott


Sehr interessant dürfte die Ausgestaltung der TV Gelder Verteilung sein, diese dürfte sich ziemlich sicher verändern. Es soll nicht nur das sportliche Abschneiden berücksichtigt werden, sondern auch die TV Zuschauerquoten, Borussia Dortmund liegt hier auf Platz 2 der Zuschauertabelle.
Die Faktenlage spitzt sich weiter zu, zuletzt gab es den St.Pauli Vorstoss, zwar widersprechen fast alle, nur in der grundsätzlichen Sache eben nicht, nämlich daß sich bei der TV Gelder Verteilung etwas ändern müsse.

So zuletzt der HSV: https://t.co/JRsynXe5vE

Aber auch schon wieder Rummenigge. Bei Eigenvermarktung hätte man 4x so hohe TV Einnahmen, wovon man die Hälfte abgeben könne, dann hätte man aber immer noch doppelt so hohe Einnahmen. Jetzt war er deswegen beim Kartellamt:

"Bayerns Klubboss Karl-Heinz Rummenigge spricht im Kampf um die Bundesliga-Fernsehrechte beim Bundeskartellamt vor.
Er will eine eigenständigere Vermarktung durch die Klubs."

http://www.sueddeutsche.de/sport/tv-rechte-rummenigge-auf-geheimer-mission-1.2755680

Egal was genau passiert, die TV Gelder Verteilung wird sich ziemlich sicher verändern, Dortmund wird davon deutlich profitieren.


Würde es uns denn finanziell deutlich vor die Werksclubs platzieren? Denke WOB und Bayer tragen eher weniger zu den Zuaschauerzahlen bei


Das wird wohl davon abhängen, was genau beschlossen wird. Eine Eigenvermarktung würde Werksclubs sehr wahrscheinlich enorm schwächen vgl. mit Bayern, BVB, Schalke. Ist aber etwas wovon ich absolut nichts halte, ausahmsweise bin ich in der Sache Heldts Meinung. Wahrscheinlicher ist, dass weiterhin zentral vermarktet wird, aber man das System grundlegend umkrempelt. Auch dann würde der BVB sicher nicht schlechter abschneiden als bisher. Das dürfte mal al sicher gelten.

Und von Rummenigges generösen vergleichen (4x Erlös, Hälfte abgeben) halte ich erst recht nichts. Damit hängt er sich die Liga schön ans Gängelband und daran sollte niemand interesse haben ... eigentlich nicht mal er, langfristig betrachtet. Tippe daher auch auf eine Maßnahme, die Krallen zu zeigen, um die DFL auf Linie der großen Clubs zu bringen.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von gelbschreib am 27.11.2015 um 17:37 Uhr bearbeitet
Der BVB-Aktienkurs |#2050
27.11.2015 - 18:59 Uhr
Letztlich ist der Abstand von Bayern zum Rest eh schon gigantisch, ob die nun zig Mio mehr bekommen ist dabei völlig egal. Daß ein Bundesliga Aufsteiger wie damals Kaiserslautern einfach Meister wird, ist mittlerweile noch mal wahnsinnig unwahrscheinlicher geworden, schade eigentlich. Aber das Rad kann man nicht mehr zurückdrehen.

Es geht um die internationale Wettbewerbsfähigkeit, daran muss die gesamte Bundesliga ein Interesse haben!!!

Nicht nur die, die direkt profitieren, sondern überhaupt alle. Die Premier League bekommt Unmengen aus der internationalen Vermarktung. Da kommt der gesamten Liga zugute. Momentan ist Deutschland auf Platz 2 der UEFA Platzierung, mindestens Platz 3 sollte gehalten werden, die Erfolge der Top Clubs Bayern und Dortmund sind dabei EXTREM wichtig.

Wenn also 100 Mio für Thomas Müller geboten werden und Bayern nein sagt, bzw. 60 - 80 Mio für Aubameyang und Dortmund nein sagt, eben weil sie international wettbewerbsfähig bleiben wollen, dann nützt es der ganzen Liga.

Ich finde es auch nicht zielführend ständig auf die Bayern zu verweisen. St.Pauli hätte von einer anderen Verteilung Vorteile, der HSV, Frankfurt, Hertha, Stuttgart auch, aber Wolfsburg, Hoffenheim etc. eben nicht.

Die 50+1 Regel ist im Grunde genommen eine Regel, die die Wettbewerbsfähigkeit letztlich einschränkt. Das kann man gut finden oder auch nicht. Im Fall von Dortmund finde ich es auf jeden Fall gut. Nur anderen Klubs da eine Ausnahme gönnen, was diese klar bevorteilt und gleichzeitig auf ein solidarisches gleiches Verteilen zu setzen, ist noch nicht man sozialistische Planwirtschaft, das ist einfach nur daneben, eben weil man mit Wolfsburg überhaupt nicht solidarisch sein muss, das ist komplett unlogisch. Die haben sich von der UEFA bescheinigen lassen, daß sie mit 150 Mio jährlich von VW unterstützt werden dürfen wenn sie CL spielen und sie würden nicht gegen das Financial Fair Play verstossen, das ist der blanke Irrsinn.

Bei St. Pauli o.ä. geht es darum, daß sie vielleicht im Verhältnis 1-2 Mio mehr bekommen, wahrscheinlich eher weniger. St. Pauli hat sich geweigert von Red Bull übernommen zu werden, jetzt kämpfen sie gegen ein System, das alles mögliche ist, nur eben nicht solidarisch. Und das System verteidigt sich mit dem Argument, man müsse solidarisch bleiben, echt jetzt mal, mir ist völlig schleierhaft wie es zu solchen Meinungen kommen kann.
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