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Der BVB-Aktienkurs

23.10.2010 - 12:23 Uhr
Da einige sich ja extra einen BVB-Aktienkurs gewünscht haben, kann man hier darüber disktuieren und alle Fragen rund der Aktien etc hier stellen oder darüber diskutieren, da der Finanzthread sonst an Übersicht verliert und es da eigentlich eher um Sponsoren, Fernsehgelder etc geht.

Hier eine Übersicht über den aktuellen Kurs: http://www.borussia-aktie.de/?Z%1B%E7%F4%9D

Derzeitiger Kurs (10.11.2014): 4,38 EUR

Marktkapital: EUR Mio 402,50
Dieser Beitrag wurde zuletzt von chnollu am 11.11.2014 um 09:13 Uhr bearbeitet
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Der BVB-Aktienkurs |#1
06.05.2011 - 09:00 Uhr
@ Pont du Art

Auschlaggebend für den Kurseinbruch beim BVB waren vier Umstände:
1. "Buy the rumor - sell the fact" oder "sell in good news". Wie oben beschrieben ist kurzfristig geringe Fantasie im Wert.
2. "Sell in may and go away" Viel Kapital wurde in den letzten Tagen von den Märkten abgezogen.
3. Viele Blue-Chips haben Rekordzahlen verlautbart. Hier locken hohe Dividenden und Kursgewinne. Grund genug, sein Vermögen umzuschichten.
4. Es ist jetzt bald Sommerpause und bis auf die Transferaktivitäteb hört man von den Vereinen wenig. Das sorgt dafür, dass bei dem Wert kurzfristig nicht mit Steigerung zu rechnen ist.

Entschieden will ich aber vor allem Aussage zurückweisen, die sportliche Entwicklung beeinflusse den Kurs nicht. Die BVB-Aktie ist ein Wert mit einer immensen Volatilität. Gewinne von 250% und mehr waren in einem halben Jahr möglich, angefeuert vom Erfolg der Mannschaft und auch durch ständiges Laufen von Gesecke, aber letzteres hat wohl eher gestützt als den Kurs getrieben.

Zu deinem Freund:
1. Wenn er dir BVB-Aktien als Anlagetipp verkaufen würde, wäre er kein Freund.
2.Wenn er die BVB-Aktie als Pennystock sieht, sollte er sich eine Putoption sichern, aber nicht weinen, wenn er dann viel Geld verliert.
3. Meine Frau hat auch keine Ahnung von Aktien und es geht ihr trotzdem verdammt gut.

•     •     •

Ad victorem spolias!
Der BVB-Aktienkurs |#2
19.07.2011 - 23:27 Uhr
Also ich denke, dass bei 19,09% schluss sein wird ;)
Der BVB-Aktienkurs |#3
29.06.2012 - 18:10 Uhr
Zitat von halbgott:

Interessanter Ansatz. Nur scheint Herr Hein dabei nicht wirklich Geld zu verdienen. Er liegt mit seinen Aktien Analysen meist falsch.


Man verdient ja prinzipiell auch weniger mit seinen Analysen Geld, sondern vielmehr dadurch, dass man Investoren durch seine Publikationen von seiner "Idee" überzeugt und diese dann ihre Trades über die Bank laufen lassen, wodurch dann Provisionen hängenbleiben. Deswegen ja mein Einwand, dass man ein "Hold" wirklich nur dann auf sein Papier klebt, wenn es keine andere Wahl gibt, da der Newsflow im Moment zu positiv ist um das eigentlich fällige "Sell" zu vergeben (was, wenn es eine breitere Coverage gäbe jedoch sinnvoll sein könnte: da man sich gerne extreme Meinungen anschaut, man denke nur an den Analysten in den USA, der Apple zum Verkauf empfohlen hat, ohne diese Meinung hätte er niemals diese Media Attention bekommen) , für ein "Buy" gibt es m.E. keinen plausiblen Grund.

Zitat von halbgott:

Herr Hein von Bankhaus Lampe ist nicht mehr der einzige Analyst. Silvia Quandt Research GmbH hat in einer Ersteinstufung am 7.2.2012 die Aktie auf "Halten" eingestuft mit einem Kursziel von 2,90. Da sich mittlerweile die Nachrichtenlage signifikant verbessert hat (Barrios und Kagawa Transfer, TV Vertrag, Pokalsieg, und einiges mehr) werden auch sie das Kursziel anheben müssen.


Von diesen unabhängigen Researchhäusern wie Quandt, die alles covern was nicht bei drei auf dem Baum ist, kann man halten was man will, ich kenne wenige Marktteilnehmer, die sich deren Publikationen tatsächlich ansehen, deswegen übersieht man das gerne mal ;)

Bei unserer letzten Diskussion habe ich ja einen längeren Beitrag hinsichtlich der Bewertung verfasst, leider hast du darauf nicht mehr geantwortet. Aber die Grundaussage steht nach wie vor, mir fehlt die Phantasie, dass der BVB jar für jahr mehr als 20 Mio. Euro für seine Eigenkapitalgeber erwirtschaften kann, was die jetzige Marktbewertung ja impliziert.

Zitat von halbgott:
Die Aktie performt nicht nur seit geraumer Zeit sehr ordentlich. In diesem Jahr performt die Aktie 10% besser als der DAX, seit Jürgen Klopp Trainer ist, also seit 1.7.2008 performt die 40% besser als der DAX.


Das lag aber nicht an fundamentalen Daten, sondern vielmehr an einer von Emotionen getriebenen Rally Ende 2010, glättest du diese mal etwas raus, schaut das Ganze schon nicht mehr so rosig aus!

Zitat
Zu vermuten hier wäre noch nicht mal ein Kapitalerhalt möglich, halte ich für sehr verwegen.


Im Grunde ist die Aktie - von der 2010er Rally mal abgesehen - ein totaler Rohrkrepierer, wenn ich von Anfang an dabei war, habe ich beachtliche 75% verloren, waws im Grunde ein verheerendes Ergebnis ist. Klar kann man von der hohen Vola hier teilweise kurzfristig große Gewinne einfahren, aber ganz ehrlich auf das Geld kann ich gerne verzichten, da gibt es viele Möglichkeiten, mit deutlich weniger Risiko einen ähnlichen wenn nicht gar höheren Ertrag zu erzielen.
Der BVB-Aktienkurs |#4
28.05.2013 - 13:15 Uhr
Zitat von Killerinstinkt:
hä?

Natürlich war der Ausgabekurs 11 Euro, was denn sonst?
Es gibt dutzende seriöse und öffenliche Quellen


Leute, die das gezeichnet haben, sind 70 % im Minus,
haben sie auch die (günstigeren ) Kapitalerhöhungen gezeichnet, oder aber später verbilligt, ist ihr durchschnittlicher Einstiegskurs niedriger, das meinte wohl auch Watzke in dem Artikel in der Wiwo.

Aber wie du darauf kommst ,der Emissionskurs könnte nicht 11 Euro gewesen sein, ist mir schleierhaft. Ich kann mich da recht gut erinnern...


Bei jeder Kapitalerhöhujng gab es einen Ausgabekurs. Es ist grober Unsinn, nur einen Ausgabekurs zu nennen, die anderen zu verschweigen und dann von DEM Ausgabekurs zu sprechen. Die Aktien wurden bei der Kapitalerhöhung nicht verschenkt, sondern zu einem bestimmten Preis ausgegeben. Im Jahr 2000 wurden Aktien ausgegeben, danach auch.
Also muss man unterscheiden: Erstausgabekurs, Erstemissionskurs oder wie auch immer.

Der durchschnittlliche Ausgabekurs liegt bei 4,98, wenn man das so nicht benennt, ist es extrem mißverständlich. Am Ende wird aus so einer Aussage geschlussfolgert, daß man mit der BVB Aktie kein Geld verdienen könne, was grober Unsinn ist.


Ich gebe Dir dafür mal ein Beispiel:


Am 23.5.2013 hat Roland Berger in einem Börse Stuttgart Video Interview folgendes von sich gegeben: http://www.youtube.com/...p;list=UUiB6I_OMIYRUU6O3aGNxgjw&index=9

- Die Aktie wurde für 11 Euro ausgegeben

- Umsatz über 200 Mio Euro

- Dividendenrendite bei 1,3%

- Bayern München hat 400 Mio Umsatz, fast das doppelte zum BVB

- wenn man alle Spiele in der CL spielt bekommt man ungefähr 60 Mio Euro

- Das Merchandising Geschäft brummt vornehmlich bei Bayern, weil die international aufgestellt sind

- sportlich ist die Lage für den BVB ohne Götze nächste Saison völlig ungewiß

- Fussballaktien sind nur für Fans geeignet



Jetzt nehme ich mir mal alle Argumente vor:

- Aktien wurden für durchschnittlich 4,98 ausgegeben, eine deutliche Mehrheit aller Investierten ist hier im Plus. Zudem wird der Ausgabekurs laut der jüngsten Analyse vom 23.5. innerhalb der nächsten 12 Monate erreicht. Aktie für 11 Euro ausgegeben ist grober Unsinn.

- Umsatz liegt bei über 300 Mio Euro (wenn man sich so derartig krass verschätzt, der ganze BVB kommt auf eine Marktkapitalisierung von 190 Mio und er verschätzt sich um 100 Mio Umsatz, was soll man dazu noch sagen??? Könnte man eigentlich gleich abschalten...)

- Dividendenrendite liegt bei 2% er hat sich ganz grob vertan, er liegt komplett daneben. Die Dividendenrendite kann man nur für den Zeitpunkt errechnen, wo sie ausgezahlt wurde. Die letzte Dividende einfach fortschreiben ist kompletter Bullshit. Es gibt eine Gewinnverdopplung, daß die Dividende um 50% erhöht wird, ist keine Hoffnung, sondern eine furchtbar simple und sehr wahrscheinliche Annahme. Man würde nicht so wie letztes Jahr ein Zehntel des Gewinns dafür verwenden, sondern sogar noch weniger, was ich gut fände.

- Bayern München hat nicht einen fast doppelt so hohen Umsatz, im Gegenteil. Dafür haben sie nur ein Fünftel so hohen Gewinn, wenn überhaupt

- der Verlierer des CL Finales kassiert über 75 Mio Euro, nicht 60 Mio

- Das Merchandising brummt beim BVB ohne Ende. Da man bis vor ganz kurzem ein NIEMAND war, sind die Wachstumsraten vollkommen einzigartig: 150.000 verkaufte Trikots in der Meistersaison 2011, 230.000 verkaufte Trikots in der Meistersaison und in der Saison, in der man womöglich keinen Titel holt, geschätze 350.000 - 400.000 verkaufte Trikots. Ein derartiges Wachstum gibt es in ganz Europa nirgends.

- sportlich ist die Lage ohne Götze nicht völlig ungewiß. Man hat zwar einen sehr großen Rückstand zu Bayern, durch das krass viele Geld ist aber auch der Vorsprung zur Konkurrenz hinter Dortmund extrem gewachsen und zwar auf Jahre hinaus. Sieht man schön an dem Sokratis Deal. Man bietet mehr Geld, der Spieler will sofort nur zu Dortmund. Das ist im Prinzip genau das gleiche wie bei Bayern, nur eine Etage tiefer. Ändert aber nichts daran, daß die Einnahmen in der CL auch für Dortmund extrem hoch sind, auch wenn man nur ein Drittel so hohe Personalkosten wie Bayern hat. Im Grunde genommen kann man sagen, die Wahrscheinlichkeit, daß der BVB wiederum Platz 2-4 erreicht ist deutlich gewachsen. Das sah zu Beginn der letzten, vorletzten und auch diesjährigen Saison anders aus.

- Daß Fussballaktien auch für seriöse Investoren geeignet sind, sieht man ziemlich simpel an der Performance der Aktie. Die Volalität nimmt ab, gleichzeitig bleibt der grüne Trend bestehen, die Dividende steigt, und immer mehr Analysten und Fachzeitschriften melden sich zu Wort. Zum Beispiel die Wirtschafts Woche, die der Branche insgesamt ein Sonderwachstum zubilligt, die sie zunehmend immun gegen Konjunktur Risiken macht.
Der BVB-Aktienkurs |#5
21.08.2013 - 00:04 Uhr
Zitat von Kuchenmeister:
Zitat von Abrakagawa23:
Meinst du es interessiert hier keinen oder die Medien ?

Bin schon mächtig auf Donnerstag gespannt. :)


sowohl als auch...

Hier interessiert es keine Sau, weil es ein Fußballforum ist. An der Börse interessiert ist keine Sau weil es eine Fußballaktie ist (in sowas investiert niemand).

Das Ergebnis ist, das es in den Medien keine Sau interessiert... Und das führt wiederum zum Kurs den einige seit Jahren nicht verstehen. :p Dabei ist es einfach eine logische Folge.


Nirgendwo Interesse ergo: beschissene Aktie, mickriger Kurs.

Da kann man noch von so tollen Zahlen predigen. Das Ding ist und bleibt eine Fußballaktie und KgaA. Langweiliger, Uninteressanter gehts kaum noch... Es gibt Leute die kleben das Ding an die Wand, und dann gibts noch ein paar die sind im Verein und halten das Ding. Mehr passiert da praktisch nicht. Übernahme geht nicht, Dividende ist im Vergleich lausig und total unberechenbar (im Gegensatz zu Volkswagen oder andere Großkonzerne). Dazu Nebenwert in irgendeinem uninterssanten Index. Der wirtschaftliche Erfolg steht und fehlt unmittelbar mit dem sportlichen in der Vorsaison (Stichwort CL, Bundesliga, DFB-Pokal)

Logisch das das Ding keiner auf dem Schirm hat mit Kohle (Fond, Großanleger usw.) Das sind halt ein paar Hansels die einfach mal mit 3,50€ zocken wollen, oder die das Ding aus Fantreue haben... Und fertig.


Donnerwetter, das ist ja mal ein richtig gelungener Rundumschlag!!

Die Dividendenrendite liegt bei ca. 2,5% und die BVB Aktie performt nun seit der Verpflichtung von Jürgen Klopp am 1.7.2008 besser als der DAX, kurzfristig, mittelfristig und langfristig.

In den ersten beiden Jahren unter Klopp passierte mit der BVB Aktie rein gar nichts, weil die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley aufgrund der Finanzkrise gezwungen war sich von zig Millionen BVB Aktien zu trennen. Diese Verkäufe waren Ende der Saison 2009/10 abgeschlossen.

In der Saison 2010/11 ging der Kurs in läppischen 9 Wochen durch die Decke, einerseits weil der Deckel Morgan Stanley fehlte, andererseits weil man vollkommen überraschende Erfolge in der Bundesliga hatte. Konkret hatte sich der Aktienkurs vervierfacht.

Bei der anschließenden Konsolidierung ging es heftig zur Sache, allerdings ist so eine Fahnenstange mit einer Verviefachung in 9 Wochen immer ein extremes Risiko. Trotzdem war es vollkommen klar, daß der Kurs nie im Leben wieder dahin zurückgehen könnte, wo er hergekommen ist, daß Tief lag bei 1,80, also mehr als 100% über dem bisherigen Tief bei 0,85.

Die Konsolidierung war aber nicht nur der Fahnenstange geschuldet, sondern auch dem letztlich enttäuschenden Sahin Transfer für viel zu wenig Geld, dem sehr durchwachsenen Start in die Bundesliga Saison mit 7 Punkten aus 6 Spielen und vor allen Dingen dem extrem blamablem Abschneiden in der Champions League.

Aber die anschließenden Erfolge in der Rückrunde machten sich auch beim Aktienkurs deutlich bemerkbar, es ging hoch von 1,80 auf 2,80

Die anschließende Konsolidierung folgte fast schon reflexartig dem bekannten Muster, man hatte die Erfahrung, daß es deutliche Konsolidierung geben könnte und der Markt spielte das alte Spiel, aus fundamentalen Gründen allerdings deutlich weniger, es ging runter bis 2,10.

Seitdem geht es nur hoch, d.h. die Konsolidierung der Fahnenstange ist komplett abgearbeitet.

Wir befinden uns momentan im längsten Aufwärtstrend seit diese Aktie existiert, seit über 14 Monaten geht es hier aufwärts. Wenn man sich fragt, ja wohin denn? Das Kursziel der Analysten lautet 5 Euro, dort wäre die Aktie für mein Empfinden immer noch deutlich unterbewertet, das wäre eine Marktkapitalisierung von 300 Millionen Euro.

Es ist DIE perfekte Turnaround Story. Wie aus dem Bilderbuch. Die Aktie wird sich insgesamt vermutlich verzehnfachen in einem sehr überschaubaren Zeitfenster. Also von 0,85 auf 8,50. Ob das noch 2, 3 oder 4 Jahre dauert, weiß keiner, ist aber auch ziemlich egal.

Denn allein das 60% Kursplus, plus Dividende in der letzten Saison war super, genau das wird vermutlich in dieser Saison wieder passieren.

"Logisch das das Ding keiner auf dem Schirm hat mit Kohle"

Jo richtig. Großinvestoren steigen hier erst ein, wenn die Aktie eine vollkommen andere Bewertung erreicht hat. George Sorros ist ganz massiv bei Manchester United eingestiegen. Natürlich kann keiner Manchester United übernehmen, zumindest über die derzeitigen Aktien ist das vollkommen ausgeschlossen. Und natürlich ist das kein Grund, daß man dort nicht groß einsteigen könnte, George Sorros tut das ja. Der steigt sogar bei Apple ein und oh Wunder, Apple kann er auch nicht übernehmen.

Die Rechtsform KgAA ist ein vollkommen unsinniges Argument, auch das Argument Fußball Aktie. Manchester United ist an der Börse mit 2,85 Milliarden Dollar bewertet, nicht schlecht. Die Aktienperformance übrigens ist auch gar nicht so übel.
Der BVB-Aktienkurs |#6
19.12.2013 - 21:58 Uhr
Hier werden m.E. einige Fehler gerade begangen. Man kann mich aber auch gerne berichtigen.

1) Unternehmenswert ist nicht unbedingt gleich Marktkapitalisierung. Der (gehandelte) Wert der nicht selbst gehaltenen Aktien eines Unternehmens ist die Marktkapitalisierung. Zum Unternehmenswert müsste (sehr grob gesagt) die Nettofinanzverbindlichkeitenl hinzugerechnet werden. Denke mal ihr meint das Richtige, ist nur eine Definitionssache, demnach auch nur als Anmerkung meinerseits.
2) Es wurden zum Börsengang 15 Mio. Aktien ausgegeben (13,5 sind es ohne Mehrzuteilungsoptionen). Außerdem vergessen die, die es behaupten, dass nicht alle Aktien beim Börsengang auf den Markt geworfen wurden. Insgesamt gab es am Tag des Börsengangs 19,5 Mio. Aktien. Der Rest wurde vom Verein gehalten. Daher sind hier einige Rechnung schonmal zu überarbeiten. Wer das nachlesen möchte, sollte sich einmal den Börsenprospekt für den IPO durchlesen.
3) Die Berechnungen sind alle sehr statisch. Die zeitliche Komponente wird völlig vernachlässigt. Genauso wie die derzeitige und damalige Marktsituation. Und außerdem ist die Berechnung auch inhaltlich tatsächlich sehr fragwürdig. Was aber sogar statisch so ist: Bei einem durchschnittlichen Ausgabekurs von 4,xx und dem derzeitigem Aktienkurs sind insgesamt zusammengerechnet alle Aktionäre einfach im Minus. Dass Morgan Stanley oder sonstige Instiutionelle einen großteil davon Tragen ist dann einen andere Geschichte.
Der BVB-Aktienkurs |#7
10.02.2014 - 15:58 Uhr
Zitat von halbgott:
Zitat von DerPB:
Kennst du dich da gut aus?

Hab gerade festgestellt, dass der BVB zu dem genehmigten Kapital ein Bezugsrechtsausschluss verabschiedet hatte. Wusste ich noch gar nicht. Falls man von diesem Gebrauch machen sollte (!), hätte man aus der Natur der Sache heraus Abnehmer. Schließt man das Bezugsrecht nicht aus, wäre mein Verständnis gewesen, dass sich auf jeden Fall Abnehmer finden. Im Zweifel fällt der Bezugsrechtskurs stark, aber selbst damit hat Borussia Dortmund nicht viel zu tun. Kommt ja lediglich auf den Ausgabewert der jungen Aktien an. Habe ich einen Gedankenfehler?


Ein Bezugsrechtsausschluss bedeutet lediglich, daß man sich die Möglichkeit neue Investoren zu gewinnen erhalten will. Also quasi prophylaktisch für den Fall der Fälle.

Ich wurde bei der Jahreshauptversammlung hellhörig als Watzke davon sprach, daß man bei der Vertragsverlängerung mit Evonik internationalen Ansprüchen gerecht werden wolle. Die derzeitigen 12 Millionen sind weit entfernt von internationalen Ansprüchen. Aber ganz eigentlich auch nicht 20 Millionen, je nachdem wie man das sieht. Denkbar wäre ein Einstieg von Evonik über eben genau so eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss. Natürlich zu einem fairen Preis, sonst macht es keinen Sinn.

Evonik ist durchaus finanzstark. 2012 hatte Evonik 429,00 Mio an Dividenden ausgeschüttet.


Einen solchen Schritt mit diesem "Partner" würde ich äusserst begrüßen. Offen gestanden träume ich von einer Kapitalerhöhung in dieser Form. Würde ja auch passen. In der Regel gibt es zwei Unternehmenssituationen, in denen Kapitalerhöhungen getätigt werden. Die erste Situation ist die Restrukturierung und die zweite ist Unternehmenswachstum. Wir sind in der 'zweiten' Situation. ;)

So würde man sich diesen Zukunftsmodellen nicht verschließen. Ich gehe davon aus, dass man ansonsten zu starke Wettbewerbsnachteile in finanziellen Dingen hätte. Und zuletzt (langfristig) schießt Geld eben doch Tore!
Der BVB-Aktienkurs |#8
24.03.2014 - 09:43 Uhr
Zitat Watzke in der Frankfurter Allgemeinen vom 25.2.2014

"Borussia Dortmund ist völlig unterbewertet... Das Stadion ist über 200 Millionen Euro wert. Wir haben einen Spielerwert von über 300 Millionen. Das sind schon 500 Millionen - von den anderen Dingen gar nicht zu reden. Und der Markt bewertet uns mit 220 Millionen Euro. Eine totale Diskrepanz. Sie haben recht, dass wir darüber nachdenken müssen, wie wir diese Diskrepanz aufheben können."

Ich interessiere mich für

- diese anderen Dinge,
- den Markt,
- die totale Diskrepanz und
- wie Borussia Dortmund diese aufheben will.

Watzke sprach lediglich von den Substanzwerten und den stillen Reserven in Form eines werthaltigen Kaders. Einen ähnlichen Ansatz hat Christoph Schlienkamp von Bankhaus Lampe: Er nennt für sein Kursziel von 5 Euro lediglich den Buchwert der Aktie und stille Reserven (Kaderwert). Sein Kaderwert beläuft sich auf lediglich 160 Mio, da der bilanzierte Kaderwert, sowie Lewandowski und mittlerweile auch Gündogan komplett abgezogen wurden, sowie ein Risikoabschlag von 12 Mio. Das Potential wird nicht berücksichtigt, es besteht eben nicht nur aus steigenden oder sinkenden Spielerwerten.

Um überhaupt eine Rendite zu erwirtschaften braucht man eine starke Marke, die ist bei Borussia Dortmund absolut gegeben, nach der letzten Quelle ist diese 260 Millionen Dollar wert. Und noch wichtiger: eine sehr gute Kostenstruktur um gegen sportliche Risiken gewappnet zu sein! Wichtigster Faktor ist hier die Personalkosten Quote, also Gesamt Personalkosten geteilt durch Gesamtumsatz, in der letzten Saison lag diese bei fantastischen 32,8%, in dieser Saison wird diese Quote ohne größere Transfers mit ca. 40% immer noch europaweit die beste überhaupt sein.

Ein sehr großes Potential besteht im operativen Geschäft durch stark steigende TV Einnahmen. Die Einnahmen aus der TV Auslandsvermarktung werden sich für Borussia Dortmund ab 2015/16 vermutlich ca. vervierfachen, wenn man die Saison 2012/13 als Maßstab nimmt.

Zwar bleibt bei der Auslandsvermarktung der Grundtopf mit 2,5 Mio gleich, selbst wenn man nur Vierter wird. Der wesentliche Ergebnistreiber ist aber der Leistungstopf. Da erwarte ich eine Steigerung im zweistelligen Millionenbereich ab 2015/16

Auch bei der TV Inlandsvermarktung gibt es durch den Staffelvertrag Jahr für Jahr signifikante Steigerungen, für die Bundesliga insgesamt gab es 2013/14: 560 Mio, 2014/15 sind es 615 Mio

Ziemlich wichtig sind die Sponsoren Einnahmen, Watzke erwartet bei der Evonik Vertragsverlängerung daß man internationalen Ansprüchen gerecht werden würde.

Bei der Peergroup geht es natürlich nicht nur um den Substanzwert und die stillen Reserven. Baron Capital hat vor ganz kurzem 25% aller Aktien von Manchester United aufgekauft, ein Mitspracherecht haben sie nicht, werden sie auch nie erreichen können. BVB Analyst Marcus Silbe hält einen Abschlag der BVB Aktie von 90 Prozent zu dem britischen Kontrahenten nicht länger für gerechtfertigt. Völlig absurd wird der Bewertungsvergleich mit Hertha BSC, genau wie Borussia Dortmund eine Gmbh & Co KGaA, keiner kann da übernehmen oder wesentlich mitbestimmen. Aber wieso steigt der Investor KKR da ein, und billigt der Hertha eine gleiche Bewertung wie Borussia Dortmund zu?? Auch beim Vergleich mit Bayern München kann man nur staunen. Die Vergleiche sind durchaus zulässig, jedenfalls für den BVB Analysten Marcus Silbe von Close Brothers Seydler.

So weit so gut. Aber wie kommt es, daß der Markt der BVB Aktie bislang keine angemessene Bewertung zugebilligt?

Ein wichtiger Grund ist, daß der Markt die Erfolgsstory von Borussia Dortmund noch nicht richtig begriffen hat. Man kann es in den zahlreichen Diskussions Threads sehr gut beobachten: Es geht den meisten Marktteilnehmern nur um den schlichten sportlichen Erfolg, weiter nichts. Von den Aussagen Watzkes bei der Jahreshauptversammlung man würde in der Euro League vermutlich lediglich 4-5 Millionen weniger Gewinn haben, wenn man in der Gruppenphase der Champions League ausscheidet, waren einige sehr überrascht, man hatte mit viel mehr gerechnet.
Die These lautet, bleibt der Erfolg aus, würden die Gewinne und die Rendite deutlich stagnieren. Der Aktienkurs würde nur weiter steigen, wenn man Meister wird oder das Champions League Finale erreicht. Gleichzeitig kann man den Status Quo nur so ungefähr halten, wenn man die Personalkosten dramatisch erhöht bei dann ausbleibenden Gewinnen. Das ist natürlich nonsense.

Sagen wir es mal so: Diese Totschlag Argumente werden Borussia Dortmund noch ein paar Jahre verfolgen.

Die Kostenstruktur bei Borussia Dortmund ist absolut einzigartig und kann nur von denen begriffen werden, die sich mit der Sache intensiver befassen, selbst Analysten, die noch unzählige andere Aktien begutachten, haben hier im speziellen zu wenig Überblick, von den Medien im Allgemeinen ganz zu schweigen.

Es wurden nicht nur die Sockelbeträge für die Kaderkosten angehoben, sondern eben auch die Bedingungen dafür! Jahrelang hat man im Pokal lediglich die zweite Hauptrunde angenommen, in dieser Saison ist es aber das Viertelfinale. In der Bundesliga hatte man für die Saison 2012/13 60 Punkte angenommen, in dieser Saison sind es aber 70 Punkte(!!!), das ist natürlich ein ganz gewaltiger Unterschied!

Borussia Dortmund hatte für einen Budget von 48,5 Millionen mit 60 Punkten und zweiter Pokalrunde kalkuliert, gleichzeitig hat Watzke aber genau beschrieben, was passieren würde, wenn man stattdessen 70 Punkte und Platz 3 erreicht: In dem Fall läge das Budget bei 54-55 Millionen. Ich vermute, daß das Budget bei mindestens 58 Mio gelegen hätte, wenn man auch ein Viertelfinale im Pokal angenommen hätte. Da man aber mittlerweile mit genau diesen 70 Punkten plant, steigen die Personalkosten Sockelbeträge also nicht von 48,5 Mio auf heute 68 Mio, sondern von 58 Mio auf 68 Mio
Derlei Steigerungen werden durch höhere Einnahmen in allen Bereichen mühelos gedeckt, die Kostendeckung bleibt also gleichermaßen effizient.

Hier mal die Umsätze OHNE Einmaleffekte wie Transfereinnahmen, sowie OHNE CL oder EL Einnahmen:

2009/10 Konzerumsatz 110,14 Mio Euro abzügl. 4,93 Mio Transfererlöse
105,21 Mio Euro

2010/11 Konzernumsatz 151,478 Mio abzügl. 8,294 Mio aus der EL und 12,995 aus Transfers
130,19 Mio Euro

2011/12 Konzernumsatz 215,2 Mio abzügl. 29,951 aus der CL und 26,130 aus Transfers
159,12 Mio Euro

2012/13 Konzernumsatz 305,2 Mio abzügl. 71,6 Mio aus der CL und 51,6 Mio aus Transfers
182 Mio Euro

geschätzt: 2013/14* Konzernumsatz 261* Mio ex Transfers abzüglich 43,5* Mio aus der CL 2013/14
217,5* Mio Euro

Ein weiterer wichtiger Grund ist sehr schlicht: Die Aktie hat sich mit +338,89% in den letzten 5 Jahren ziemlich gut entwickelt, da die Aktie einen sehr hoher Free Float hat, nehmen Kleinanleger immer wieder Gewinne mit. Dem könnte nur Einhalt geboten werden, wenn größere Investoren einsteigen, bzw. Fonds. Für den Einstieg von Investoren, bzw. Fonds gibt es erste Anzeichen, Allianz Global Investors Europe GmbH hält mittlerweile 2,2% der Anteile, offensichtlich sind sie erst in den letzten Monaten eingestiegen.

Ein Großteil aller BVB Anleger sind Fussballfans, die sich die Analysen einfach nicht durchlesen, die denken, oh je, man ist in dieser Saison angetreten, um Bayern herauszufordern, stattdessen ist der Abstand sogar noch größer geworden. Und da man bei dieser Erkenntnis schon 30% seit dem verlorenen CL Finale im Plus ist, dazu die Dividende, nimmt man eben Gewinne mit.

Für den Fall, daß man im Viertelfinale der CL ausscheidet, das Pokal Finale verliert und in der Bundesliga ca. 63 - 65 Punkte holt, wird Borussia Dortmund mehr Gewinn generieren als Bayern München in der Triple Saison!

Dazu ein Vergleich Borussia Dortmund mit Bayern München,

Renditemeister Borussia Dortmund
http://wettengl.info/Blog/?p=4258

Watzke strebt einen Einstieg von Investoren an, so stand es im Focus, Februar 2014

"In den Logen munkelt man, dass im Sommer ein finanzstarker Investor beim BVB einsteigen wird, durchaus vergleichbar dem Allianz-Engagement in München."

In der Sport Bild wurde er wie folgt zitiert:

"Es geht nicht darum, Anteile zu verkaufen. Sondern vielleicht gibt es irgendwann mal einen großen Konzern, der sich für Borussia Dortmund und die Strahlkraft des Klub interessiert, auf dem Markt Aktien dazukauft und sich komplett zum Klub bekennt."

Für den Fall, daß ein Investor oder Fond richtig einsteigen wollte, wäre es durchaus denkbar, daß dies einfach über die Börse geschieht. Die BVB Aktie hat einen sehr großen Free Float und wäre auch bei deutlich steigenden Kursen gegenüber der Peergroup massiv unterbewertet. Der Einstieg von Allianz Global Investors Europe GmbH ist ein erster Hinweis, möglicherweise geschah das unter Mithilfe von Bankhaus Lampe, sie sind noch unter der Meldeschwelle von 2,2%

Natürlich hat Borussia Dortmund ein Interesse an steigenden Aktienkursen. Wäre der Aktienkurs einigermaßen fair bewertet, könnte man im Bedarfsfall eine Kapitalerhöhung nur für Investoren durchführen. Wenn also ein großer Sponsor hier einsteigt und sich ähnlich gute und langfristige Sponsorenverträge auch dadurch sichert, daß man BVB Aktien kauft, also ein ähnliches Konstrukt wie bei Bayern München, dann hätte Borussia Dortmund ein gut gefülltes Festgeldkonto. Das dient vorrangig zur Absicherung, man könnte also bei den Personalkosten ähnlich wie Bayern München weniger defensiv denken, um eben internationalen Ansprüchen langfristig gerecht zu werden.
Der BVB-Aktienkurs |#9
28.03.2014 - 13:21 Uhr
Zitat von halbgott:
Zitat von Querpass09:
Zitat von halbgott:
Zitat von halbgott:
Beckham will mit anderen ehemaligen Teamkollegen und unter Mithilfe von Katar Manchester United kaufen.

Der Preis soll bei 2 Milliarden liegen.

Die Glazers seien einem Verkauf nicht abgeneigt.

http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/fussball_international_premierleague/newspage_865851.html

BVB Analyst Marcus Silbe von Close Brothers Seydler hatte sich unlängst zu Manchester United wie folgt geäußert:

"Die BVB-Aktie ist noch immer nur ein Zehntel so viel wert wie die von Manchester United. Angesichts der sportlichen Erfolge und wirtschaftlichen Daten sei ein Abschlag von 90 Prozent zu dem britischen Kontrahenten nicht länger gerechtfertigt."

http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303936904579179443805322488.html


Die Bild nennt einen Kaufpreis von 2,4 Milliarden

http://www.bild.de/sport/fussball/manchester-united/beckham-will-seinen-ex-klub-kaufen-35245506.bild.html

Damit wäre Manchester United exakt 10x wertvoller als Borussia Dortmund, die auf eine Marktkapitalisierung von schlappen 240 Millionen kommen.

Die Manchester United Aktie stieg heute übrigens um 5%

http://www.wallstreet-online.de/aktien/18256670


Sind die 2,4 Mrd. bewertungstechnisch irgendwie seriös herleitbar??Andernfalls erinnern mich solche Zahlen langsam an die Dotcom-Blase.


Mit der Dotcom Blase hat das nichts zu tun. Die Dotcom Blase geht ungefähr so:

Ein neuer Verein wird gegründet, der 1. FC Berlin. Endlich soll mal das Hauptstadtpotential zur Geltung kommen. Völlig neuartige Konzepte wolle man entwickeln, die Bratwürste will man selber nicht nur verkaufen, sondern auch herstellen, die Internetpräsenz soll wahnsinnig viel besser sein als bei der Konkurrenz und auf dem Platz wird man ganz anders Fussball spielen als alle anderen. Dazu hat man ein kompetentes Team, das selbstverständlich nicht nur kostendeckend arbeitet, sondern dem Verein noch einen erklecklichen Gewinn überläßt.

Investoren reagieren begeistert und bewerten das Unternehmen gleich mal mit 5 Millionen Euro, am ersten Börsentag steigt der Kram gleich um 90%, es wäre nur eine Frage von wenigen Stunden, wann eine Marktkapitalisierung von 10 Mio erreicht wird.

Das wäre so in etwa die Dotcom Blase. Kannst das Spielchen auch mit einer Kiste Apfelsinen machen. Bei der Dotcom Blase geht es darum, daß Unternehmen bewertet werden, die eigentlich überhaupt noch nicht existieren, oder irgendwas geleistet haben, geschweige den eine starke Marke aufgebaut haben.

Bei Manchester United ist hingegen alles sehr anders. In diesem Jahr soll Manchester United die Umsatzschwelle von 500 Millionen überschreiten, bei einem Kaufpreis von 2,4 Milliarden wäre Manchester damit mit dem knapp fünffachen des Umsatzes bewertet.

Die Einnahmesituation ist bei Manchester United gelinde gesagt glänzend, von solchen Sponsoren Erträgen können Bundesliga Vereine nur träumen, das gleiche gilt für die TV Inland und Auslandsvermarktung. Der Letzte der Premier League bekommt mehr Geld als der Erste der Bundesliga.

Für den Fall, daß sich Manchester United nicht für die europäischen Wettbewerbe qualifiziert, hat man den Aktionären äußerst lukrative Freundschaftsspiele in Asien versprochen. Klingt nicht schlecht. Dortmund hätte in Asien derzeit kaum eine Chance, dort weiß man gar nicht, daß Dortmund überhaupt existiert, überspitzt formuliert.

Problem bei Manchester ist die Kostenstruktur, der Kader ist viel zu teuer und viel zu schlecht. Aber wenn der Laden von kompetenten Leuten übernommen wird, kann sich sowas schnell ändern, Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft, keiner hätte Borussia Dortmund diesen schnellen Turnaround zugetraut. Grundlage für eine derartige Spekulation, falls sie denn überhaupt aufgeht, ist die starke Marke Manchester United. Durch einen Kauf ausgerechnet durch Beckham und anderen sehr prominenten Spielern wird die ohnehin starke Marke eher gestärkt, als durch den Kauf von unbekannten amerikanischen Milliardären.

Das wichtigste Argument ist aber, daß Manchester United überhaupt gekauft werden kann, wenn sich die Glazers zum Verkauf entschließen. So etwas treibt den Preis nicht unmaßgeblich. Bei Dortmund wäre das nicht möglich, jemand der alle Aktien kauft hat nichts zu melden.

Ich selber finde eine Bewertung die dem fünffachen Umsatz entspricht auch ambitioniert und sehe da keine großartigen Kurschancen, aber es ist eben keine Blase, sondern weitgehend marktüblich.

Der BVB Analyst Marcus Silbe hat die Bewertung von Manchester United mit der von Dortmund verglichen, den Vergleich kann man natürlich nicht 1:1 durchführen, tut er auch nicht. Aber vergleichen kann man, sollte man sogar.

Wenn man sich an dem Konstrukt der GmbH&Co KGaA stört, bei Hertha BSC liegt genau dasgleiche Konstrukt vor, Hertha BSC wird mit dem dreifachen Umsatz bewertet, Manchester mit dem fünffachen.

Das einzige was ich hier unterstelle ist, daß Dortmund mindestens mit dem zweifachen Umsatz bewertet werden müsste. Der Umsatz liegt in dieser Saison bei 260 Millionen Euro, 520 Millionen wäre der zweifache Umsatz, das entspricht einem Aktienkurs von 8,20 und wäre alles andere als ambitioniert.


Danke! Stimmt schon: Fünffaches Umsatz-Multiple ist in der Tat üppig, aber nicht völlig aus der Welt. Nehmen wir es also in der Tat als positives Indiz, wie viel Luft noch n der BVB-Aktie steckt.
Der BVB-Aktienkurs |#10
09.02.2015 - 18:31 Uhr
Der Reus Artikel von den Ruhrnachrichten bietet schon einiges: Ausstiegsklausel eher bei 30 Mio statt der von Rummenigge kolportierten 25 Mio

http://www.ruhrnachrichten.de/sport/bvb/Wende-im-Transferpoker-Reus-tendiert-beim-BVB-zur-Vertragsverlaengerung;art11635,2618468

Und der Artikel ist in der Vehemenz schon ein ganz glasklares Signal. Es geht anscheinend eben nicht um die Champions League als oberste Bedingung. Daß die Sponsoren an diesem Deal umfangreich beteiligt sind, ist selbstredend. Dafür gibt es genügend Quellen, siehe hier:

"Natürlich gibt es weiterhin die Variante, daß Reus gehalten werden könnte. Dabei gibt es mehrere Quellen, die darüber spekulieren, daß sich Puma und/oder die anderen Gesellschafter-Sponsoren an diesem Deal beteiligen könnten. Freddie Röckenhaus in der Süddeutschen Print vom 31.10. und 6.11.2014, sowie die Bild Zeitung seien hier genannt. Freddie Röckenhaus spekulierte dabei recht konkret: 9 Mio jährlich, sowie ein Handgeld in ähnlicher Höhe, um die Ausstiegsklausel abzukaufen."

http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/marco-reus.html

Damit kommt die ganze Wahrheit über die Zusammenhänge der Kapitalerhöhung scheibchenweise ans Licht.

1. Ruhrnachrichten nannten ursprünglich rund 18 Mio jährliche Zahlungen durch Evonik, Süddeutsche Zeitung nannte aber später DEUTLICH ÜBER 20 Mio. Ist schon ein ganz gewaltiger Unterschied

2. Daß die Sponsoren Zahlungen auch bei sportlichem Misserfolg steigen würden, ist ein echter Hammer. So wurde es aber von Watzke bei der Jahreshauptversammlung formuliert.

3. Und nun Reus. Puma oder eventuell zuzüglich Evonik und Signal dürften für den Abkauf der Ausstiegsklausel zuständig sein.


Sollte Reus tatsächlich verlängern, wäre dies für den Aktienkurs ein ganz klares Signal. Die Zahlungen der Sponsoren tauchen natürlich in der Bilanz auf. Meine Schätzungen von

260 Millionen Euro

in der nächsten Saison ohne Champions League, ohne Euro League und ohne Transfereinnahmen dürften damit noch wahrscheinlicher werden.

Kernargument der vielen Skeptiker war das

1. Auseinanderbrechen des Kaders.

2. ein deutlicher Abschwung bei den Kaderwerten

Reus könne man nie und nimmer einen Wert von 50 Mio zubilligen, da dieser eine Ausstiegsklausel besitzen würde. Jetzt steigt ganz konkret der Wert von Aubameyang, der Wert von Hummels liegt durch die vielen Quellen seitens Manchester United trotz der sportlichen Misere eher bei an die 50 Mio und Reus wäre bei einer Verlängerung tatsächlich 50 Mio wert.

Die Quelle nennt bereits den Februar für eine mögliche Vertragsverlängerung. Am 27.2. kommen zudem die Quartalszahlen. Diese werden exzellent ausfallen.

Es könnte also einiges zusammenkommen!!

Remember: Im Oktober stand der Aktienkurs bei 3,90 anschließend verlor man 3x hintereinander gegen Köln, Hannover und Bayern und der Kurs stieg in der Spitze um 40 Cent. Nach dem Sieg gegen Gladbach stand der Kurs gar bei 4,65

Weil es eben deutlich mehr gab als 3 Niederlagen und 1 Sieg, z.B. die Hauptversammlung. Jetzt könnte es ähnlich laufen. Eine Reus Verlängerung wäre wirklich ein Kracher
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