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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#14681
22.11.2019 - 02:44 Uhr
Sollte Can in den Überlegungen von uns eine Rolle spielen, dürfte es das für Weigl gewesen sein.
Der Kader ist sowieso schon überfüllt und ein polyvalenter DM/IV wie Can würde ohne Abgaben nur mehr unzufriedene Gesichter erzeugen.

Ich würde Can als "Typ Goretzka" beschreiben, der den Part des Box-to-Box players bei uns ausfüllen könnte. Wir brauchen Witsel als Spieleröffnungspieler und Weigl ist für mich ein Spieler der nur unter Tuchel als "Passmaschine" funktioniert hat. Ich finde es schade, dass Favre nicht öfter Witsel und Dahoud auflaufen lässt, denn der wäre in Form, der von vielen gewünschte Dynamische 8'er.

Can allein wird unsere Probleme aber nicht lösen können, dafür haben wir aktuell aus meiner Sicht zu viele Baustellen mit der ST Position und einigen Spielern im Leistungstief (Reus, Sancho, Akanji z.b.)

Nur bitte nicht Zagadou gehen lassen oder ihm durch Transfers die Perspektive nehmen, der hat für mich Weltklasse Anlagen.

•     •     •

(╯°□°)╯︵ qɔɟ

BVB (。´ ‿`♡)

( -_・)σ - - - - S04

(-.-(-.(-(-.(-.-).-)-).-)-.-)
Nur der BVB !
BVB - Transferpolitik |#14682
22.11.2019 - 21:19 Uhr
Dann also bis zum Winter wieder ohne Stürmer.

Immerhin hat man einen neuen Puma-Deal, für das Geld findet man bestimmt einen neuen 20 Mio.-Mann für die Regionalliga.

•     •     •

Kobel - Süle, Hummels, Schlotterbeck - Guerreiro, Bellingham, Reyna, Mazraoui - Reus, Adeyemi, Haaland
BVB - Transferpolitik |#14683
23.11.2019 - 00:21 Uhr
Ich wollte den Post eigentlich schon vergangene Woche schreiben, habe aber noch gewartet- heute kam dann nochmals die Bestätigung: Was bei uns seit Jahren läuft, ist echt eine Katastrophe. Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll, denn das Thema geht weit über die Transferpolitik hinaus!

Was unsere Vereinsführung da treibt ist auf sehr vielen Ebenen gelinde gesagt dilettantisch, sorry!

Ich verstehe nicht, wieso alle immer meinen, dass wir so hervorragend einkaufen- vor allem auch junge Talente. Die Fluktuation bei uns im Kader ist der Wahnsinn und das sagt ja schon alles aus. Wir haben seit einigen Jahren jede Saison je +/- 15 Zu- und Abgänge. Das steht in keinem Verhältnis und ist sehr selten. Wie soll da eine echte Mannschaft entstehen? Man stellt den Kader in meinen Augen sinnlos zusammen, ohne jegliches Verständnis. Der Markt gibt XY her? Dann verkaufen wir ihn. Fehlt das Geld dann an anderen Ecken YZ, der vor einer Saison gekommen ist.
Hummels ist sicherlich eine Stütze geworden, aber ich kann es noch immer nicht ganz verstehen. Wieso verkauft man einen Diallo nach einer Saison, der glaube ich 22 war, gegen einen 30-jährigen praktisch +/- 0, obwohl durchaus auch ansprechende Leistungen dabei waren. Wir stehen in kurzer Zeit wieder vor riesigen Problemen in der Innenverteidigung, da Zagadou das höchstwahrscheinlich nicht mehr lange mit macht(zurecht), genauso wie Balerdi. Was sollte sein Transfer? Er scheint wirklich Talent zu haben, aber das muss gefördert werden und das geschieht nicht in der Regionalliga. Zagadou das gleiche. Akanji schien sich ein wenig zu stabilisieren, nachdem man schon wochenlang zu Unrecht an ihm festgehalten hat. Was geschieht? Ein Weigl steht für ihn in der Start-11. Wer soll das verstehen? Würde mich mal interessieren, was man da den Spielern erzählt. Die müssen sich doch verarscht vorkommen.

Zudem wird haufenweise Mittelmaß gekauft, bzw. Flops mit Ansage. Wieso? Man konnte ahnen, dass ein Castro, Toprak, Rode, Philipp, … nicht die Spieler sind, die zu dem passen, wo wir hin wollen.

Zahlreiche fragwürdige Entscheidungen. Wieso holt man keinen Stürmer, wo der Bedarf offensichtlich ist? Wieso gibt man sogar noch einen Isak ab? Wieso hält man an Dahoud fest, obwohl er zwei Jahre einfach zum Großteil eine Katastrophe war, um ihn dann wieder kaum einzusetzen?

Welche nennenswerten Transfers hatten unsere Verantwortlichen denn nach der Klopp-Ära? Dembele und Sancho natürlich und ich glaube diese beiden retten ihnen auch den Allerwertesten. Hinzu kommen natürlich noch Leute wie Witsel, Guerreiro, … aber naja. Etwas weltbewegendes war kaum mehr dabei (im Gesamtpaket).

Für mich wurden zudem viele Entscheidungen getroffen, die ich so nicht nachvollziehen kann. Leute, die sich kaum beweisen konnten und uns nach wie vor gut zu Gesicht stehen könnten, wurden verkauft. Ich bin nach wie vor ein großer Fan von Yarmolenko, glaube auch ein Immobile hätte bei uns herausragend funktionieren können, aber bevor die zweite Chance kommt, direkt weg mit ihnen. Gleichzeitig bekommen Lieblinge von Watzke zig Chancen.

Hinzu kommt, dass man sich ganz offensichtlich nicht mit dem Trainer verständigt. Was will ein Favre mit einem Schulz? Das war mit Ansage zum Scheitern verurteilt und Favre wollte ihn ja auch nicht. Hole ich einen Trainer, muss ich mich ihm anpassen- oder ich lasse es. Man holt einen Trainer ja wegen seiner Philosophie und diese kann nur in die Tat umgesetzt werden, wenn die Spieler einigermaßen dazu passen. Aber das war ja nicht nur bei Favre so- kennt man ja schon von seinen Vorgängern, die sich bei uns ja inzwischen beinahe die Klinke in die Hand geben.

Wieso man im Sommer einen Hazard und einen Brandt holt, wenn man für die 10/HS, die Hazard ja auch recht häufig bei BMG gespielt hat und Brandts Paradeposition ist, erklärt sich mir auch nicht. Man hat einen Reus, den man dort als gesetzt sieht. Hinzu kommt Götze, den man nun mal hat. Ich bin ein Fan von allen vieren, aber wieso investiert man das Geld dann nicht in einen echten Flügelspieler, verkauft Götze, oder spricht mit Reus, dass er auf LA muss? Das ist sowieso viel eher seine Position. Eine Reihe an Fehlern und was kommt bei raus? Götze spielt so gut wie gar nicht, Reus wenn fit dann immer auf der 10, Hazard und Brandt teilen sich die Zeiten und zumindest Brandt spielt auf Außen, wo seine richtigen Stärken total verschenkt sind. Wieso? Gleichzeitig fehlt dahinter die Kreativität und im Sturm einer, der mal Bälle festmacht etc. Da fehlen einem echt die Worte.

Und was am aller meisten weh tut: Die Jugendarbeit. Da ist nichts von übrig geblieben. Unsere eigenen Talente kommen bei uns hoch bzw. werden teuer aus dem Ausland zugekauft und finden was vor? Einen völlig überfüllten Kader mit Spielern, die nie das Zeug zum Stammspieler bei uns haben werden. Man hatte einige, die viel Talent haben und hat sie auch derzeit in den eigenen Reihen. Wieso bringt man Zagadou und Balerdi nicht? Wieso wird JBL nicht eingesetzt? Raschl, Burnic, Isak, Merino, Gomez, Kilian und wie sie alle heißen hätten sich bzw. haben ihre Einsatzzeiten sicher verdient. Was die gestandenen Profis da auf den Platz bekommen, würden sie nicht schlechter machen. Für was genießen sie eine Ausbildung auf solch hohem Niveau? Das ist doch das, was uns Dortmunder eigentlich begeistert. Junge Talente, die einfach reingeworfen werden und gute Leistungen bringen, mit Spaß an der Sache glänzen. Stattdessen verlassen sie uns scharenweise um den Durchbruch woanders zu schaffen. Das finde ich das traurigste und ich glaube, so schnell wird sich das auch nicht ändern. Wir machen uns unseren eigenen Beruf in diesem Bereich gerade kaputt obwohl es das ist, was uns groß gemacht hat. Egal ob da Favre oder sonst wer an der Seitenlinie steht am nächsten Spieltag: Was hindert sie daran, mal einen Gio Reyna oder jemanden aus der A-Jugend in die Start-11 für einen Reus zu stellen? Das wäre mal ein Ausrufezeichen und würde die Stars vielleicht wachrütteln.

Für mich müssen langsam Köpfe rollen- und ich meine da nicht in erster Linie Favre(auch wenn der einen gewissen Teil dazu beiträgt). Zorc oder Watzke- einer, vielleicht sogar beide, sollten ihren Hut nehmen. Es ist traurig, aber ihre Zeit scheint gekommen. Sie sind zu sehr in der Vergangenheit gefangen und bevor sie ihre eigene Arbeit einreißen, sollten sie lieber gehen.

Und nein, ich bin nicht in Rage oder sonst was. Das ist eine ganz nüchterne Betrachtungsweise und ich glaube, da sollte es jedem hier relativ ähnlich gehen, wenn er seine Augen nicht vor der Realität verschließt. Freue mich auf eure Meinungen dazu.
BVB - Transferpolitik |#14684
23.11.2019 - 03:00 Uhr
Zitat von BVB-Adler
Ich wollte den Post eigentlich schon vergangene Woche schreiben, habe aber noch gewartet- heute kam dann nochmals die Bestätigung: Was bei uns seit Jahren läuft, ist echt eine Katastrophe. Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll, denn das Thema geht weit über die Transferpolitik hinaus!

Was unsere Vereinsführung da treibt ist auf sehr vielen Ebenen gelinde gesagt dilettantisch, sorry!

Ich verstehe nicht, wieso alle immer meinen, dass wir so hervorragend einkaufen- vor allem auch junge Talente. Die Fluktuation bei uns im Kader ist der Wahnsinn und das sagt ja schon alles aus. Wir haben seit einigen Jahren jede Saison je +/- 15 Zu- und Abgänge. Das steht in keinem Verhältnis und ist sehr selten. Wie soll da eine echte Mannschaft entstehen? Man stellt den Kader in meinen Augen sinnlos zusammen, ohne jegliches Verständnis. Der Markt gibt XY her? Dann verkaufen wir ihn. Fehlt das Geld dann an anderen Ecken YZ, der vor einer Saison gekommen ist.
Hummels ist sicherlich eine Stütze geworden, aber ich kann es noch immer nicht ganz verstehen. Wieso verkauft man einen Diallo nach einer Saison, der glaube ich 22 war, gegen einen 30-jährigen praktisch +/- 0, obwohl durchaus auch ansprechende Leistungen dabei waren. Wir stehen in kurzer Zeit wieder vor riesigen Problemen in der Innenverteidigung, da Zagadou das höchstwahrscheinlich nicht mehr lange mit macht(zurecht), genauso wie Balerdi. Was sollte sein Transfer? Er scheint wirklich Talent zu haben, aber das muss gefördert werden und das geschieht nicht in der Regionalliga. Zagadou das gleiche. Akanji schien sich ein wenig zu stabilisieren, nachdem man schon wochenlang zu Unrecht an ihm festgehalten hat. Was geschieht? Ein Weigl steht für ihn in der Start-11. Wer soll das verstehen? Würde mich mal interessieren, was man da den Spielern erzählt. Die müssen sich doch verarscht vorkommen.

Zudem wird haufenweise Mittelmaß gekauft, bzw. Flops mit Ansage. Wieso? Man konnte ahnen, dass ein Castro, Toprak, Rode, Philipp, … nicht die Spieler sind, die zu dem passen, wo wir hin wollen.

Zahlreiche fragwürdige Entscheidungen. Wieso holt man keinen Stürmer, wo der Bedarf offensichtlich ist? Wieso gibt man sogar noch einen Isak ab? Wieso hält man an Dahoud fest, obwohl er zwei Jahre einfach zum Großteil eine Katastrophe war, um ihn dann wieder kaum einzusetzen?

Welche nennenswerten Transfers hatten unsere Verantwortlichen denn nach der Klopp-Ära? Dembele und Sancho natürlich und ich glaube diese beiden retten ihnen auch den Allerwertesten. Hinzu kommen natürlich noch Leute wie Witsel, Guerreiro, … aber naja. Etwas weltbewegendes war kaum mehr dabei (im Gesamtpaket).

Für mich wurden zudem viele Entscheidungen getroffen, die ich so nicht nachvollziehen kann. Leute, die sich kaum beweisen konnten und uns nach wie vor gut zu Gesicht stehen könnten, wurden verkauft. Ich bin nach wie vor ein großer Fan von Yarmolenko, glaube auch ein Immobile hätte bei uns herausragend funktionieren können, aber bevor die zweite Chance kommt, direkt weg mit ihnen. Gleichzeitig bekommen Lieblinge von Watzke zig Chancen.

Hinzu kommt, dass man sich ganz offensichtlich nicht mit dem Trainer verständigt. Was will ein Favre mit einem Schulz? Das war mit Ansage zum Scheitern verurteilt und Favre wollte ihn ja auch nicht. Hole ich einen Trainer, muss ich mich ihm anpassen- oder ich lasse es. Man holt einen Trainer ja wegen seiner Philosophie und diese kann nur in die Tat umgesetzt werden, wenn die Spieler einigermaßen dazu passen. Aber das war ja nicht nur bei Favre so- kennt man ja schon von seinen Vorgängern, die sich bei uns ja inzwischen beinahe die Klinke in die Hand geben.

Wieso man im Sommer einen Hazard und einen Brandt holt, wenn man für die 10/HS, die Hazard ja auch recht häufig bei BMG gespielt hat und Brandts Paradeposition ist, erklärt sich mir auch nicht. Man hat einen Reus, den man dort als gesetzt sieht. Hinzu kommt Götze, den man nun mal hat. Ich bin ein Fan von allen vieren, aber wieso investiert man das Geld dann nicht in einen echten Flügelspieler, verkauft Götze, oder spricht mit Reus, dass er auf LA muss? Das ist sowieso viel eher seine Position. Eine Reihe an Fehlern und was kommt bei raus? Götze spielt so gut wie gar nicht, Reus wenn fit dann immer auf der 10, Hazard und Brandt teilen sich die Zeiten und zumindest Brandt spielt auf Außen, wo seine richtigen Stärken total verschenkt sind. Wieso? Gleichzeitig fehlt dahinter die Kreativität und im Sturm einer, der mal Bälle festmacht etc. Da fehlen einem echt die Worte.

Und was am aller meisten weh tut: Die Jugendarbeit. Da ist nichts von übrig geblieben. Unsere eigenen Talente kommen bei uns hoch bzw. werden teuer aus dem Ausland zugekauft und finden was vor? Einen völlig überfüllten Kader mit Spielern, die nie das Zeug zum Stammspieler bei uns haben werden. Man hatte einige, die viel Talent haben und hat sie auch derzeit in den eigenen Reihen. Wieso bringt man Zagadou und Balerdi nicht? Wieso wird JBL nicht eingesetzt? Raschl, Burnic, Isak, Merino, Gomez, Kilian und wie sie alle heißen hätten sich bzw. haben ihre Einsatzzeiten sicher verdient. Was die gestandenen Profis da auf den Platz bekommen, würden sie nicht schlechter machen. Für was genießen sie eine Ausbildung auf solch hohem Niveau? Das ist doch das, was uns Dortmunder eigentlich begeistert. Junge Talente, die einfach reingeworfen werden und gute Leistungen bringen, mit Spaß an der Sache glänzen. Stattdessen verlassen sie uns scharenweise um den Durchbruch woanders zu schaffen. Das finde ich das traurigste und ich glaube, so schnell wird sich das auch nicht ändern. Wir machen uns unseren eigenen Beruf in diesem Bereich gerade kaputt obwohl es das ist, was uns groß gemacht hat. Egal ob da Favre oder sonst wer an der Seitenlinie steht am nächsten Spieltag: Was hindert sie daran, mal einen Gio Reyna oder jemanden aus der A-Jugend in die Start-11 für einen Reus zu stellen? Das wäre mal ein Ausrufezeichen und würde die Stars vielleicht wachrütteln.

Für mich müssen langsam Köpfe rollen- und ich meine da nicht in erster Linie Favre(auch wenn der einen gewissen Teil dazu beiträgt). Zorc oder Watzke- einer, vielleicht sogar beide, sollten ihren Hut nehmen. Es ist traurig, aber ihre Zeit scheint gekommen. Sie sind zu sehr in der Vergangenheit gefangen und bevor sie ihre eigene Arbeit einreißen, sollten sie lieber gehen.

Und nein, ich bin nicht in Rage oder sonst was. Das ist eine ganz nüchterne Betrachtungsweise und ich glaube, da sollte es jedem hier relativ ähnlich gehen, wenn er seine Augen nicht vor der Realität verschließt. Freue mich auf eure Meinungen dazu.


In manchen Punkten wie z.B. unserer Transferpolitik auf der 10er Position muss ich dir Recht geben. Ich denke aber, dass die Transfers momentan noch nicht passen, ein Brandt für 25 Mio. wird sich aber mittelfristig auszahlen.

Bei der Jugendarbeit bin ich anderer Meinung. Hier muss man einfach feststellen, dass die Qualität der ersten Mannschaft über die Jahre stark gestiegen ist, es deshalb ungemein schwieriger ist, guten Jungs Spielpraxis zu geben. Außerdem wurde bereits von einigen anderen Usern aufgezeigt, dass die meisten Talente die den Durchbruch hier nicht geschafft haben, sich auch in anderen, meist schwächeren Vereinen, nicht durchsetzen konnten, daher richtig gehandelt wurde.

Gerade im ersten Teil muss ich dir aber stark widersprechen, da du dir selbst klar widersprichst. Du beschwerst dich, dass Immobile nicht mehr Zeit gegeben wurde, prangerst aber an, dass wir bei Dahoud noch auf den Durchbruch warten. Bei Diallo hat man dann wieder vorschnell gehandelt, bei Philipp war klar, dass er Mittelmaß ist. Das ist mir zu sehr "Im Nachhinein ist man immer schlauer".

Ich habe drei Punkte die mich momentan besonders stören.

1. Außenverteidigung
Wenn man sieht mit welchen Spielern wir hier seit Jahren spielen und mit welchen Spielern teils viel schlechtere Mannschaften spielen, merkt man, dass hier einfach viel zu wenig Fokus und Expertise drauf gesetzt wurden. Piszu ist seit Jahren eine absolute Schwachstelle im Spiel nach vorne und wurde nie in ernsthaften Konkurrenzkampf gesetzt. Auf der anderen Seite mit Schmelzer das Gleiche. Die Alternativen hießen Park, Hakimi, Schulz, Morey, Durm, Großkreutz... . Ich hoffe, dass wir nun auf links kontinuierlich auf Guerreiro setzen und rechts Geld in die Hand nehmen, um langfristig das Niveau des Rv auf das des restlichen Teams anzugleichen. In einer Spitzenmannschaft ist die Av Position von enormer Wichtigkeit, v.a. für die Offensive. Hier Schwächen wir uns seit Jahren selbst massiv.

2. Spielausrichtung
Ich bin wahrlich kein Experte aber mir erschließt sich nicht, wie wir eigentlich spielen wollen. Dinge die ich nicht nachvollziehen kann:
-Anlaufverhalten (nur einzeln, nie gesamtheitlich), vor allem das Anlaufen des Torhüters verstehe ich nicht, wenn man dem Gegner sonst partiell den Ball überlässt? Wo ist da dann auf einmal die große Notwendigkeit?
-zwei 6er anstelle eines 8ers oder dem Umbau auf ein 4-1-4-1. Hier ist mehr Mut gefordert von einer Mannschaft wie dem BVB
-Fallen lassen von beiden 6ern zwischen die IV im Spielaufbau. Bei unseren spielschwachen AV haben wir so 4 brauchbare Leute in der Offensive. Sanchos Probleme sind nicht nur bei ihm selbst zu suchen, er hat einfach viel mehr Gegner, die er ALLEINE umspielen muss.

3. Sturm
Hier wurde einfach der Bedarf verschlafen und es muss und wird nachgebessert werden. Götze sollte man abgeben und den freien Kaderplatz sinnvoll nutzen.

Letztes Thema: Mentalität:
Allgemein bin und war ich noch nie ein Freund davon, Gründe zu sehr in der Mentalität zu sehen und diese über die Qualität zu stellen. In meinen Augen ist Mentalität oftmals nur eine einfache aber nicht richtige Erklärung oder eine Folge von fehlender Qualität. Wir spielen diese Saison meiner Meinung nach einfach qualitativ schlecht. Mit Piszu oder Schulz kann man kaum vernünftige Doppelpässe spielen, sie fintieren nie anlaufende Gegner, wir haben keinen 8er der sich mal schnell um die eigene Achse dreht oder den Gegner ins Leere laufen lässt. Akanji trifft falsche Entscheidungen am laufenden Band. Entstehen aus diesen Mängeln heraus negative Ergebnisse wird davon gesprochen, dass die Mannschaft zu wenig Mentalität habe. Vielleicht macht sich bei einigen (oft den qualitativ besseren) tatsächlich eine gewisse Enttäuschung über diese fehlende Qualität breit. Es wäre aber der falsche Weg sich nur auf die Mentalität zu versteifen und in 3 Jahren mit Mentalitätsmonstern dazustehen, die aber Fußballerisch auf dem Niveau eines Vfl Wolfsburgs stehen. So würde man nämlich in den Strudel kommen, nie mit der "Mentalität" (eigentlich Qualität) zufrieden zu sein, diese noch stärker fokussiert einzukaufen und immer weiter abzurutschen.
BVB - Transferpolitik |#14685
23.11.2019 - 14:21 Uhr
Zitat von BVB-Adler
Hinzu kommt, dass man sich ganz offensichtlich nicht mit dem Trainer verständigt. Was will ein Favre mit einem Schulz? Das war mit Ansage zum Scheitern verurteilt und Favre wollte ihn ja auch nicht. Hole ich einen Trainer, muss ich mich ihm anpassen- oder ich lasse es. Man holt einen Trainer ja wegen seiner Philosophie und diese kann nur in die Tat umgesetzt werden, wenn die Spieler einigermaßen dazu passen. Aber das war ja nicht nur bei Favre so- kennt man ja schon von seinen Vorgängern, die sich bei uns ja inzwischen beinahe die Klinke in die Hand geben.


Das verstehe ich auch überhaupt nicht. Ich meine, dass man vorletzten Sommer gesagt hatte, dass man Transfers wieder unabhängiger vom Trainer machen will. Meiner Meinung nach ist man damit teilweise gegen die Wand gefahren. Gleichzeitig muss man aber auch den Trainer kritisieren, der es nicht schafft die Stärken bestimmter Spieler zu fördern und die Schwächen abzufangen.

Nico Schulz ist ein gutes Beispiel, er ist schnell, ausdauernd, aggressiv nach vorne, schlägt gute Flanken und ist sehr laufstark. Seine Schwächen kennt auch jeder, er ist sehr auf den linken Fuß beschränkt, hat eine durchschnittliche Technik und Ballbeherrschung, ist defensiv manchmal unkonzentriert und hat ein schlechtes Stellungsspiel. Generell ist er im Spielaufbau eine Gefahr für das eigene Team. Das alles wusste man. Unter Nagelsmann wurde das abgefangen, indem er vom Spielaufbau weitesgehend ausgenommen wurde, da dieser stark über das zentrum ging. Seine Laufbereitschaft und Schnelligkeit konnte man nutzen, indem er als reiner Linienläufer eingesetzt wurde, der offensiv ein recht geradliniges Spiel durchzieht und bei schnellen Gegenstößen seine Stärken ausspielt. Gleichzeitig hatte er einen zusätzlichen Halbverteidiger als Absicherung. Dass man in Dortmund auf die Idee kommt ihn zu holen, um ihn neben Hummels als AV aufzustellen ist mehr als fragwürdig. Ich kann mir vorstellen, dass man gehofft hat mit ihm einen schnelleren Schmelzer zu bekommen (Ja gehofft, denn Schmelzer war zu seiner Zeit ein Top-LV). Das ist in zweierlei hinsicht problematisch. Erstens, schafft er es bisher nicht annähernd diese Hoffnung zu erfüllen und zweitens ist das Anforderungsprofil unserer AVs massiv gestiegen. Bisher fehlt mir bei diesem Transfer jegliches Verständnis. Ich hoffe trotzdem, dass man eine Lösung findet seine Stärken wieder besser einzubauen oder dass er eine Entwicklung hinlegt wie zum Beispiel Piszscek, der seine Schwächen im Spielaufbau mittlerweile ganz gut kaschiert.

Julian Weigl ist ein weiterer Kandidat. Eventuell war der Hype zu Beginn unter Tuchel zu groß und ich überschätze den Spieler, aber auch hier sehe ich ein sehr speziellen Spielertyp. Er antizipiert super, hat ein sehr gutes Stellungsspiel, spielt intelligente vertikale Verlagerungen, generell sind seine Pässe einfach präzise, zudem ist er gut in der Ballsicherung und relativ Pressingresistent (wenn man Witsel diese Saison beobachtet oder Busquets die letzten zwei Saisons, dann sieht man, dass weltklasse Spieler ähnliche Probleme mit direkter Manndeckung haben). Als absichernder Sechser in einem Ballbesitzsystem, mit dynamischen und ballsicheren AVs und ZMs, kann ich ihn mir immernoch gut vorstellen. Er ist aber recht kopfballschwach und langsam. Auch für ihn hat man keinen Plan, da er aber jung und deutsch ist, will man ihn nicht abgeben, in der Hoffnung, dass er doch irgendwie noch lernt eine fremde Position zu spielen.

Das sind nur zwei Beispiele. Hier fehlt die langfristige Idee, was man für Spieler braucht. Bei Schulz wirkt es als hätte man nur nach dem Namen transferiert und hat den Spieler nie wirklich gescoutet. Bei Weigl scheint es so, als gäbe es keine längerfristige Planung was mit dem Spieler geschehen soll. Im Kader gibt es noch ähnliche Fälle (Hazard, Balerdi, Wolf, Delaney bzw. Dahoud, Götze..). In beiden Fällen könnte eine Absprache bzw. Planung mit dem Trainer sinnvoll sein. Die Unsicherheit auf unserem Trainerstuhl macht das natürlich alles nur schwerer.

Daraus resultiert auch eine Unsicherheit für welches System man einkaufen soll. Dennoch entschuldigt das nicht einen weiteren Punkt in unser mangelhaften Transferstrategie: zentrale Positionen sind nicht bzw. schlecht besetzt. Im Sturm kann ich noch darüber hinwegsehen, da Alcacer eigentlich eine hervorragende Besetzung ist, die aber wegen Verletzungen ausfällt. Im Zentrum sind wir aber seit dem Abgang von Gündogan chronisch schlecht besetzt bzw. seit einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr besetzt (wenn man von Dahoud mal absieht). Das ist nicht akzeptabel und erschwert die Bedingungen für jeden Trainer.

Zusätzlich fehlt mir auch bei der Integration unserer Nachwuchsspieler jegliche Perspektive. Das ist verständlich, wenn man sieht, dass Favre um seinen Job spielt, aber auch im weiteren Vereinsumfeld habe ich das Gefühl, dass da ein bisschen das Feingefühl fehlt. Gomez, Zagadou, Isak, Morey, Balerdi etc sind Talente auf Weltklasseniveau. Sancho, Dembele, Hakimi noch viel mehr. Bei niemanden habe ich das Gefühl, dass das Verhältnis besonders gut ist/war. Erstere bekommen gar keine Chance, letztere sind nur halb integriert und wahrscheinlich bald schon weg.

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BVB - Transferpolitik |#14686
25.11.2019 - 11:16 Uhr
Quelle: www.bild.de
M. Hummels (Bayern, 30,5 Mio) ▲
T. Hazard (Gladbach, 25,5 Mio) ▶︎
N. Schulz (Hoffenheim, 25,5 Mio.)▼
J. Brandt (Leverkusen, 25 Mio.) ▶︎
M. Morey (Barça, ablösefrei)▼

FAZIT ▶︎: Nur Hummels, der aus München zurückkehrte, erfüllte bisher voll die Erwartungen. Bei den anderen blitzt ihr Können immer mal wieder auf, aber es fehlt die Konstanz.
Die Bild hat alle Neuzugänge der Buli bewertet.
Morey würde ich da aber noch rausnehmen.

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---WESTFALENSTADION---
BVB - Transferpolitik |#14687
27.11.2019 - 09:23 Uhr
Zitat von chapi-09

Das ist aber auch Teil unseres Problems, dass wir scheinbar mehr auf Wiederverkaufswert achten als auf Sachen wie Qualität, Mentalität usw.!


Im Gegenteil, wie die letzten beiden Sommer beweisen. Man hat gerade mal 3 Talente in den letzten beiden Jahren geholt. Morey diesen Sommer, Diallo im Vorjahr sowie Balerdi im Winter. Hakimi hat man dazu geliehen, weswegen der für die Behauptung, man achte nur auf den Wiederverkaufswert, rausfällt. Demgegenüber stehen Witsel, Hitz und Hummels als Ü30 Spieler und mit Alcacer, Wolf, Delaney, Brandt, Schulz und Hazard zig Spieler, die keine Talente mehr bei ihrer Verpflichtung waren. Die überwiegende Mehrzahl der Transfers, auch in den Jahren davor, waren eben keine Talente. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit deren Verpflichtung den Talenten Steine in den Weg geworfen hat und dadurch eben nicht wirklich auf den Wiederverkaufswert geachtet hat. Man hat bestenfalls darauf gehofft, dass sie ihn trotzdem haben, wenn sie sich durchsetzen können, wozu man ihre Chancen aber verringerte.

Es ist mittlerweile ein ziemlicher Mythos, dass der BVB ein Ausbildungsclub ist. Genährt dadurch, dass man die Sanchos und Dembeles hat, die durch die Decke gehen. Ohne die wäre man vermutlich längst kein CL Kandidat mehr, indem man viel zu sehr auf vermeintliche Qualität, Mentalität und lauter solchen Bullshit achtet, anstatt eine Mannschaft zu formen, die homogen ist und tatsächlich Potenzial nach oben hat. Gerade die von dir aufgezählten Faktoren Qualität und Mentalität darf man dabei ruhig als zentrale Auswahlkriterien der Spieler verstehen, die sich aber so nie bestätigen konnten. DAS Problem ist daher, dass man glaubt, dass es damit getan ist und eine gute Mannschaft aufzustellen ist. Das ist aber nicht so.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 27.11.2019 um 09:26 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14688
27.11.2019 - 09:56 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von chapi-09

Das ist aber auch Teil unseres Problems, dass wir scheinbar mehr auf Wiederverkaufswert achten als auf Sachen wie Qualität, Mentalität usw.!


Im Gegenteil, wie die letzten beiden Sommer beweisen. Man hat gerade mal 3 Talente in den letzten beiden Jahren geholt. Morey diesen Sommer, Diallo im Vorjahr sowie Balerdi im Winter. Hakimi hat man dazu geliehen, weswegen der für die Behauptung, man achte nur auf den Wiederverkaufswert, rausfällt. Demgegenüber stehen Witsel, Hitz und Hummels als Ü30 Spieler und mit Alcacer, Wolf, Delaney, Brandt, Schulz und Hazard zig Spieler, die keine Talente mehr bei ihrer Verpflichtung waren. Die überwiegende Mehrzahl der Transfers, auch in den Jahren davor, waren eben keine Talente. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit deren Verpflichtung den Talenten Steine in den Weg geworfen hat und dadurch eben nicht wirklich auf den Wiederverkaufswert geachtet hat. Man hat bestenfalls darauf gehofft, dass sie ihn trotzdem haben, wenn sie sich durchsetzen können, wozu man ihre Chancen aber verringerte.

Es ist mittlerweile ein ziemlicher Mythos, dass der BVB ein Ausbildungsclub ist. Genährt dadurch, dass man die Sanchos und Dembeles hat, die durch die Decke gehen. Ohne die wäre man vermutlich längst kein CL Kandidat mehr, indem man viel zu sehr auf vermeintliche Qualität, Mentalität und lauter solchen Bullshit achtet, anstatt eine Mannschaft zu formen, die homogen ist und tatsächlich Potenzial nach oben hat. Gerade die von dir aufgezählten Faktoren Qualität und Mentalität darf man dabei ruhig als zentrale Auswahlkriterien der Spieler verstehen, die sich aber so nie bestätigen konnten. DAS Problem ist daher, dass man glaubt, dass es damit getan ist und eine gute Mannschaft aufzustellen ist. Das ist aber nicht so.


Die Kritik teile ich im wesentlichen.
Wobei ich das nicht ausschließlich an fehlgeleiteter Strategie festmachen würde, sondern vor allem auch an den sportlichen Problemen, die man seit Tuchel II immer wieder hat.
Mit Blick auf die Entwicklung der letzten 10-12 Jahre, ist natürlich klar, dass man erstmal Wert darauf gelegt hat das zu stabilisieren.
Wenn man stabilisieren will, sind natürlich bekannte Größen, mit denen man meint einigermaßen rechnen zu können ein willkommener Ansatz, problematisch wird es, wenn die so nicht funktionieren, was vor allem 2016/2017 der Fall war.

Dem Ansatz wieder mehr auf das Kollektiv, als auf die Qualitäten einzelner Spieler zu setzen, stimme ich zu.
BVB - Transferpolitik |#14689
27.11.2019 - 10:04 Uhr
Zitat von Pfostenkracher

Zitat von BVBBC

Zitat von chapi-09

Das ist aber auch Teil unseres Problems, dass wir scheinbar mehr auf Wiederverkaufswert achten als auf Sachen wie Qualität, Mentalität usw.!


Im Gegenteil, wie die letzten beiden Sommer beweisen. Man hat gerade mal 3 Talente in den letzten beiden Jahren geholt. Morey diesen Sommer, Diallo im Vorjahr sowie Balerdi im Winter. Hakimi hat man dazu geliehen, weswegen der für die Behauptung, man achte nur auf den Wiederverkaufswert, rausfällt. Demgegenüber stehen Witsel, Hitz und Hummels als Ü30 Spieler und mit Alcacer, Wolf, Delaney, Brandt, Schulz und Hazard zig Spieler, die keine Talente mehr bei ihrer Verpflichtung waren. Die überwiegende Mehrzahl der Transfers, auch in den Jahren davor, waren eben keine Talente. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit deren Verpflichtung den Talenten Steine in den Weg geworfen hat und dadurch eben nicht wirklich auf den Wiederverkaufswert geachtet hat. Man hat bestenfalls darauf gehofft, dass sie ihn trotzdem haben, wenn sie sich durchsetzen können, wozu man ihre Chancen aber verringerte.

Es ist mittlerweile ein ziemlicher Mythos, dass der BVB ein Ausbildungsclub ist. Genährt dadurch, dass man die Sanchos und Dembeles hat, die durch die Decke gehen. Ohne die wäre man vermutlich längst kein CL Kandidat mehr, indem man viel zu sehr auf vermeintliche Qualität, Mentalität und lauter solchen Bullshit achtet, anstatt eine Mannschaft zu formen, die homogen ist und tatsächlich Potenzial nach oben hat. Gerade die von dir aufgezählten Faktoren Qualität und Mentalität darf man dabei ruhig als zentrale Auswahlkriterien der Spieler verstehen, die sich aber so nie bestätigen konnten. DAS Problem ist daher, dass man glaubt, dass es damit getan ist und eine gute Mannschaft aufzustellen ist. Das ist aber nicht so.


Die Kritik teile ich im wesentlichen.
Wobei ich das nicht ausschließlich an fehlgeleiteter Strategie festmachen würde, sondern vor allem auch an den sportlichen Problemen, die man seit Tuchel II immer wieder hat.
Mit Blick auf die Entwicklung der letzten 10-12 Jahre, ist natürlich klar, dass man erstmal Wert darauf gelegt hat das zu stabilisieren.
Wenn man stabilisieren will, sind natürlich bekannte Größen, mit denen man meint einigermaßen rechnen zu können ein willkommener Ansatz, problematisch wird es, wenn die so nicht funktionieren, was vor allem 2016/2017 der Fall war.

Dem Ansatz wieder mehr auf das Kollektiv, als auf die Qualitäten einzelner Spieler zu setzen, stimme ich zu.


Stabilisieren ist natürlich auch immer ein wichtiger Hintergedanke, allerdings in meinen Augen im Fussball schwierig, wenn man das nicht aus einer von oben heraus kontrollierten Rolle machen kann. Der BVB hat zwar gegenüber 15-16 Vereinen der Liga mittlerweile eine gewisse Marktmacht, die er auch ausübt - im Vergleich zu den Bayern ist das aber immer noch harmlos -, aber man ist eben nicht oben und das führt dazu, dass die Spieler, die tatsächlich stabilisieren, immer wieder rausgerissen werden - was aber immer noch besser ist, als altersbedingt auszuscheiden, da so zumindest das Geld für Ersatz da ist.

Ansonsten finde ich es schon wichtig, dass man auf individuelle Qualitäten (Mentalität war zuletzt eine, die verstärkt in den Fokus geriet, mit Spielern, wie Delaney, Witsel, Wolf, Hummels, Schulz und mit Abstrichen auch Hazard - Mentalität ist daher für mich auch nicht der Schlüssel zu einem geschlossenen Kollektiv) achtet, wobei wichtig ist, wie die einzelnen Qualitäten am Ende zusammenpassen bzw. ergänzen. Die individuelle (Gesamt-)Qualität eines Spielers bei seiner Verpflichtung halte ich aber nicht für besonders entscheidend, wie gut er hier dann am Ende auch funktioniert und wie gut er sich entwickeln kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 27.11.2019 um 10:05 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14690
27.11.2019 - 10:12 Uhr
Zitat von Pfostenkracher
Zitat von BVBBC

Zitat von chapi-09

Das ist aber auch Teil unseres Problems, dass wir scheinbar mehr auf Wiederverkaufswert achten als auf Sachen wie Qualität, Mentalität usw.!


Im Gegenteil, wie die letzten beiden Sommer beweisen. Man hat gerade mal 3 Talente in den letzten beiden Jahren geholt. Morey diesen Sommer, Diallo im Vorjahr sowie Balerdi im Winter. Hakimi hat man dazu geliehen, weswegen der für die Behauptung, man achte nur auf den Wiederverkaufswert, rausfällt. Demgegenüber stehen Witsel, Hitz und Hummels als Ü30 Spieler und mit Alcacer, Wolf, Delaney, Brandt, Schulz und Hazard zig Spieler, die keine Talente mehr bei ihrer Verpflichtung waren. Die überwiegende Mehrzahl der Transfers, auch in den Jahren davor, waren eben keine Talente. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit deren Verpflichtung den Talenten Steine in den Weg geworfen hat und dadurch eben nicht wirklich auf den Wiederverkaufswert geachtet hat. Man hat bestenfalls darauf gehofft, dass sie ihn trotzdem haben, wenn sie sich durchsetzen können, wozu man ihre Chancen aber verringerte.

Es ist mittlerweile ein ziemlicher Mythos, dass der BVB ein Ausbildungsclub ist. Genährt dadurch, dass man die Sanchos und Dembeles hat, die durch die Decke gehen. Ohne die wäre man vermutlich längst kein CL Kandidat mehr, indem man viel zu sehr auf vermeintliche Qualität, Mentalität und lauter solchen Bullshit achtet, anstatt eine Mannschaft zu formen, die homogen ist und tatsächlich Potenzial nach oben hat. Gerade die von dir aufgezählten Faktoren Qualität und Mentalität darf man dabei ruhig als zentrale Auswahlkriterien der Spieler verstehen, die sich aber so nie bestätigen konnten. DAS Problem ist daher, dass man glaubt, dass es damit getan ist und eine gute Mannschaft aufzustellen ist. Das ist aber nicht so.


Die Kritik teile ich im wesentlichen.
Wobei ich das nicht ausschließlich an fehlgeleiteter Strategie festmachen würde, sondern vor allem auch an den sportlichen Problemen, die man seit Tuchel II immer wieder hat.
Mit Blick auf die Entwicklung der letzten 10-12 Jahre, ist natürlich klar, dass man erstmal Wert darauf gelegt hat das zu stabilisieren.
Wenn man stabilisieren will, sind natürlich bekannte Größen, mit denen man meint einigermaßen rechnen zu können ein willkommener Ansatz, problematisch wird es, wenn die so nicht funktionieren, was vor allem 2016/2017 der Fall war.

Dem Ansatz wieder mehr auf das Kollektiv, als auf die Qualitäten einzelner Spieler zu setzen, stimme ich zu.


Die Probleme liegen für eindeutig im zentralen Mittelfeld und zwar seit Jahren. Aber genau in der Zentrale muss man ansetzten, wenn man wirklich stabilisieren will.

Seit dem Abgang von Gündogan haben wir hier extreme Probleme, die lediglich in der Hinrunde 18/19 überwunden werden konnten.

Mit zunehmend besserer Einstellung der Gegner, dem Formabfall von Witsel und dem Ausfall von das ZM/DM entlastender bzw. unterstützender Spieler wie Hakimi, Pischu oder Akanji war aber auch dieses Zwischenhoch schnell vorbei.
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