BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
27.10.2019 - 09:59 Uhr
Zitat von Borusse91
Ich glaube nicht, dass es unter Dortmund-Fans gerade allzu viele Liebhaber oder notorische Verfechter des Ballbesitz-Fußballs gibt. Inwiefern es da in Zukunft auch wieder ein Umdenken bei den Verantwortlichen gibt, bleibt abzuwarten. Kommt natürlich wirklich darauf an, welcher Trainer in naher (oder ferner) Zukunft auf Favre folgt.
Zitat von timpop
Es kommt darauf an, was man spielen möchte, alles was mit viel und kontrolliertem Ballbesitz zu tun hat, wären die 25 Mio so schlecht wie bei Schulz angelegt. Möchte man so spielen wie Leipzig oder Hoffenheim, dann kann man schon mal drüber nachdenken
Zitat von Borusse91
Ist halt auch immer damit verbunden, was die Erwartungen sein sollen? Ob man soviel bessere Rechtsverteidiger als Klostermann bekommt, gerade bei den heutigen Preisen (wo ein Klostermann für ~20-25mio, da nurnoch ein Jahr Rechtsvertrag, ein echter Schnapper wäre)? Piszczek ist eben auch grund_solide_, wüsste jetzt nicht, seit wann Solidität irgendwie negativ behaftet ist. Ich würde das eher positiv hervorheben. Hakimi zB ist defensiv desolat, also das Gegenteil von solide.
Zitat von Fighter13
Davon gehe ich auch aus, hoffentlich wird das aber nichts. Klostermann wird unsere Probleme eher weniger in den Griff bekommen, sehe ihn als soliden RV, nicht mehr, nicht weniger.
Davon gehe ich auch aus, hoffentlich wird das aber nichts. Klostermann wird unsere Probleme eher weniger in den Griff bekommen, sehe ihn als soliden RV, nicht mehr, nicht weniger.
Ist halt auch immer damit verbunden, was die Erwartungen sein sollen? Ob man soviel bessere Rechtsverteidiger als Klostermann bekommt, gerade bei den heutigen Preisen (wo ein Klostermann für ~20-25mio, da nurnoch ein Jahr Rechtsvertrag, ein echter Schnapper wäre)? Piszczek ist eben auch grund_solide_, wüsste jetzt nicht, seit wann Solidität irgendwie negativ behaftet ist. Ich würde das eher positiv hervorheben. Hakimi zB ist defensiv desolat, also das Gegenteil von solide.
Es kommt darauf an, was man spielen möchte, alles was mit viel und kontrolliertem Ballbesitz zu tun hat, wären die 25 Mio so schlecht wie bei Schulz angelegt. Möchte man so spielen wie Leipzig oder Hoffenheim, dann kann man schon mal drüber nachdenken
Ich glaube nicht, dass es unter Dortmund-Fans gerade allzu viele Liebhaber oder notorische Verfechter des Ballbesitz-Fußballs gibt. Inwiefern es da in Zukunft auch wieder ein Umdenken bei den Verantwortlichen gibt, bleibt abzuwarten. Kommt natürlich wirklich darauf an, welcher Trainer in naher (oder ferner) Zukunft auf Favre folgt.
Ich sach mal so, wenn Du Ballbesitz so spielst, dass er auch Sinn ergibt, verbunden mit anderen Elementen, dann kann man sich schon daran erfreuen, passiert aber nur dann, wenn man nicht ewig in der eigenen HZ damit verbringt, sondern je eher desto besser in die gegnerische Box ankommt.
Dazu braucht man aber Spieler, die ein feines Füßchen haben und wenn ich mir das bei uns anschaue, wie dort die Bälle angenommen, weitergleitet werden, in Bereichen, wo es dann doch mal enger wird, dann kommt man zum Schluß, dass das, was wir da spielen, nichts Halbes und nichts Ganzes ist, weil uns dann doch, zu viele Spieler fehlen, die sicher am Ball sind.
Und eins sollte natürlich auch abgestellt werden, wenn man dann doch mal vor oder neben der Box angelangt ist, NICHT den Rückpass zur Mittellinie spielen.
Außerdem bräuchte es dann in der Mitte endlich mal wieder einen Günni-Typ, der Lösungen findet.
Mein Fazit: Um das mal in Vollendung hinzubekommen, ähnlich wie City, ich glaube, da wird uns immer die Quantität an adäquaten Spieler fehlen. KLostermann und Schulz pass-t-en in ihren Klubs, wie die Faust aufs Auge, je mehr Ballbesitz ins Spiel kommt, was bei uns zwangsläufig der Fall ist, weil uns viele Gegner den Ball überlassen, desto unpassender sind sie
Dieser Beitrag wurde zuletzt von timpop am 27.10.2019 um 10:00 Uhr bearbeitet
27.10.2019 - 10:04 Uhr
Zitat von Gunseng
Ich bin mit unserer Transferpolitk der letzten Jahre sehr unzufrieden. Laut TM-Datenbank haben wir insgesamt seit 16/17 448,94 Millionen Euro für Zugänge ausgegeben. Allerdings hat sich der Kader in dieser Zeit nicht spürbar verbessert und außer einem glücklichen Pokalsieg wurden auch keine Titel gewonnen. Hier passen Aufwand und Ertrag für mich nicht zusammen.
Woran liegt das? Für mich liegt das Problem darin, dass wir keine grundsätzliche Spielidee haben bzw. nicht der des Trainers folgen. Daher werden Spiele gekauft, die nicht zum Spielsystem des Trainers passen und dann nicht an ihre alten Leistung anknüpfen können. Beispiele dafür sind Legion, manche Spieler werden sogar gekauft, um dann (fast) nie zu spielen (z.B. Balerdi, Merino). Das ist für mich kein gutes Konzept, besonders da Dortmund eigentlich nicht oft den Trainer austauscht. Leider scheint das Thema bei Zork und Watzke nicht präsent zu sein. Das sieht man z.B. daran, dass mit Bosz, Stöger und Favre drei Trainer mit völlig verschiedenen Fußballvorstellungen für die Tuchelnachfolge im Raum standen.
Daher sollte man sich meiner Meinung nach erst mal überlegen, was für einen Fußball man überhaupt spielen will. Dann sollte man sich einen passenden Trainer besorgen und dessen Wünsche erfüllen. Ein stimmiges Gesamtkonzept ist wichtiger als die individuelle Qualität. Das haben wir ja 2011 und 2012 schon bewiesen.
Ich bin mit unserer Transferpolitk der letzten Jahre sehr unzufrieden. Laut TM-Datenbank haben wir insgesamt seit 16/17 448,94 Millionen Euro für Zugänge ausgegeben. Allerdings hat sich der Kader in dieser Zeit nicht spürbar verbessert und außer einem glücklichen Pokalsieg wurden auch keine Titel gewonnen. Hier passen Aufwand und Ertrag für mich nicht zusammen.
Woran liegt das? Für mich liegt das Problem darin, dass wir keine grundsätzliche Spielidee haben bzw. nicht der des Trainers folgen. Daher werden Spiele gekauft, die nicht zum Spielsystem des Trainers passen und dann nicht an ihre alten Leistung anknüpfen können. Beispiele dafür sind Legion, manche Spieler werden sogar gekauft, um dann (fast) nie zu spielen (z.B. Balerdi, Merino). Das ist für mich kein gutes Konzept, besonders da Dortmund eigentlich nicht oft den Trainer austauscht. Leider scheint das Thema bei Zork und Watzke nicht präsent zu sein. Das sieht man z.B. daran, dass mit Bosz, Stöger und Favre drei Trainer mit völlig verschiedenen Fußballvorstellungen für die Tuchelnachfolge im Raum standen.
Daher sollte man sich meiner Meinung nach erst mal überlegen, was für einen Fußball man überhaupt spielen will. Dann sollte man sich einen passenden Trainer besorgen und dessen Wünsche erfüllen. Ein stimmiges Gesamtkonzept ist wichtiger als die individuelle Qualität. Das haben wir ja 2011 und 2012 schon bewiesen.
Seit dieser Zeit sind aber auch Spieler für über 550 Mio gegangen. Man muss eben auch die Abgabenseite betrachten. Und da sind eben auch einige Spieler dabei, die man zum jeweiligen Zeitpunkt nicht gerne abgegeben hat. Der Aufwand ist eben immens, sich immer wieder neu erfinden zu müssen. War eben weitestgehend alternativlos und man kann eben nicht immer erwarten, dass es immer funktioniert, die Sanchos und Dembeles rauszufischen.
MMn stimmt der Ertrag auch "noch", da man ihn eben nicht einzig an Titeln ausmachen kann, sondern eher wo der Weg des Vereins an sich hinführt. Titel holen eben immer nur die besten und da ist es vermessen, zu glauben mit unserem Aufwand, wäre man national den Bayern und international den BigPlayern in irgendeiner Weise gewachsen. Da wird nämlich nochmal ein anderer Aufwand betrieben, ohne signifikante Abgänge von Spielern, die sportlich wichtig sind.
Einzug stört mich etwas die Art und Weise, wie der Aufwand aktuell betrieben wird. Ich finde man sieht es an dem Weg den Sancho und Dembele gegangen sind. In gewissem Maße, hat man diesen Weg etwas verlassen, holt statt talentierten Spielern fertige, die weder sportlich, noch monetäres teigerungpotential besitzen. Da fehlen neben Sancho als cashcow, einfach weitere talentierte Leute, die den Verein sportlich in die Zukunft führen und finanziell "goldwert" wären. Man investiert in meinen Augen falsch. Die Investition in junge Leute, ist für uns alternativlos, da der sportliche Erfolg nicht in dem Maße vorhanden ist, einen erfahrenen Kader mit titelambitionen über mehrere Saisons auch ohne Titel durchzufüttern.
Nicht zuletzt deshalb, halte ich auch Favre für den falschen Trainer, er fördert einfach aus seinem vorsichtigen Grundsatz heraus, die jungen Spieler zu wenig und füttert sie nicht mit nötigen Einsatzzeiten.
Ich hoffe Zorc lässt seinen Worten Taten folgen und man wird im Sommer überwiegend im Talentesektor zuschlagen. Hoffentlich sind dann auch Spieler für Positionen dabei, die wie im ZM und Sturm, definitiv fehlen.
27.10.2019 - 18:09 Uhr
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mit dem Abgang von Mislintat (und natürlich Klopp) viel mehr in der Kaderplanung und dem Konzept verloren gegangen ist, als viele denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von emgee am 27.10.2019 um 18:11 Uhr bearbeitet
27.10.2019 - 18:40 Uhr
Zitat von emgee
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mit dem Abgang von Mislintat (und natürlich Klopp) viel mehr in der Kaderplanung und dem Konzept verloren gegangen ist, als viele denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mit dem Abgang von Mislintat (und natürlich Klopp) viel mehr in der Kaderplanung und dem Konzept verloren gegangen ist, als viele denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Also Zorc durch Bobic ersetzen? Kein schlechter Gedanke. Immer nur Favre (Trainer) raus-, mal etwas abseits des Mainstream nach Lösungen suchen, ist nicht verkehrt.
Dass Sammer einen Faible für deutsche (National)Spieler hat ist bekannt, wie man letztes Jahr lesen konnte, beruht wohl auch der Wolf-Transfer auf seiner Empfehlung, er war auch ein Fan von Delaney, leider haben uns diese sogenannten Mentalitätsspieler kein allzu großes Stück nach vorn gebracht, der eine ist wieder weg, weil dann technisch zu limitiert, der andere tut sein Bestes ist auch teilweise mit einer der Besten, einer der wenigen, dem man keinen fehlenden Einsatzwillen unterstellen kann, aber die Mannschaft wachzurütteln, schafft er dann auch nicht, genauso wenig wie Witsel
Dieser Beitrag wurde zuletzt von timpop am 27.10.2019 um 18:42 Uhr bearbeitet
27.10.2019 - 21:52 Uhr
ich möchte gern ebenfalls mal unsere transferpolitik beleuchten und zwar möchte ich das zusammenfassend für die letzten gut fünf jahre tun, also inklusive der letzten klopp-saison 14/15. um das vom umfang her nicht ausarten zu lassen, möchte ich mich auf nur auf einzelne positionen konzentrieren.
fangen wir beim rv an. seit 14/15 kamen dort pische, durm, sokratis, großkreutz, kirch, castro, ginter, passlack, toljan, bartra, hakimi, wolf und akanji zum einsatz. pulisic, der lediglich den rmf in ner 5er-kette gab, zähle ich nicht mit und komme somit auf 14 spieler, was erstmal viel klingt.
jetzt möchte ich weiter unterscheiden: alle trainer haben mal defensive spieler auf rv gestellt, die normalerweise woanders zum einsatz kamen.
- klopp brachte sokratis und kirch
- tuchel brachte sokratis und ginter
- peter 1+2 brachten bartra
- favre brachte akanji
ich denke, es kann mal durchaus ein probates mittel sein, auf defensiv starke spieler zurück zu greifen, wenn es verletzungen und gegner erfordern.
- castro ist der einzige spieler mit guten technischen fähigkeiten, der ebenfalls positionsfremd auf rv zum einsatz kam und auch sogleich zeigte, dass er darauf keine große lust hatte (was übrigens eigentlich ein grund wäre, ihn auszusortieren, wenn da nicht der verdacht im raum gestanden hätte, dass es seine bedingung für einen wechsel zu uns gewesen sein könnte, dort eben nicht zum einsatz zu kommen).
- pische ist die einzige konstante auf rv über diese gut fünf jahre
- durm, großkreutz, passlack, toljan und wolf bleiben übrig. alle 5 kommen eher über kampf, geschwindigkeit, kondition und haben nicht die großartigen technischen möglichkeiten. keiner von ihnen hat sich durchgesetzt, so dass man den schluss ziehen darf, dass dieser typ spieler bei uns gescheitert ist. daher hoffe ich, dass man hier weg kommt vom reinen speed und kampf, sondern einsieht, dass fähigkeiten im zweikampf, taktisches verständnis für diese position und fähigkeiten im passspiel ebenso wichtig sind. ob sich dagegen techniker wie morey (oder guerreiro auf der anderen seite) langfristig durchsetzen, bezweifel ich ebenfalls, denn das wäre mir einfach ein umschlagen ins andere extrem. ich denke, für eine gute balance im spiel ist es wichtig, dass diese spieler schon selbst eine gute balance in ihren fähigkeiten haben.
als nächstes möchte ich mir den mittelstürmer angucken, sowie die spieler, die auf dessen position zum einsatz kamen. hier etwas genauer gegliedert, saison für saison:
14/15 unter klopp:
ramos, immobile, auba, kagawa
15/16 unter tuchel:
ramos, auba, reus, hofmann
16/17 unter tuchel:
ramos, auba, reus, isak
bis hierhin ist alles klar, man hatte immer min 2 ms und musste trotzdem damit rechnen, dass auch mal jmd anderes vorne gebraucht wird. in diesem winter tauschten wir den "alternden" ramos und holten uns ein junges, ungeformtes talent, isak. doch isak brauchte zeit, die er nicht bekam und so hatten wir nur noch einen ms, auf den sich die trainer verlassen mochten. daher sah schon die folgende saison so aus:
17/18 unter peter 1+2:
auba, isak, schürrle, philipp, pulisic, batshuayi, reus
bekamen bisher jeweils 4 spieler pro saison einsätze als ms, waren es nun 7 bzw. 6, da auba für bats getauscht wurde. man sieht schon, dass ohne einen relativ verlässlichen 2. spieler, plötzlich vermehrt mehrere andere spieler auf ms eingesetzt wurden. mmn wäre die richtige reaktion gewesen, einen ordentlichen 2. stürmer für die kommende saison zu verpflichten, es passierte aber nahezu das gegenteil. man gab zuerst bekannt, dass man nur mit philipp als stürmer in die saison gehen möchte, der eigentlich nie so richtig ein stürmer war. zum glück konnte man zu saisonbeginn noch paco verpflichten und so sah es dann aus:
18/19 unter favre:
reus, philipp, wolf, paco, götze, brandt, hazard
7 spieler über die ganze saison! philipp erwies sich doch nicht als verlässlich. nach einigem probieren kam dann götze auf der position zum einsatz, auch, da paco noch nicht fit genug war. zwar ist götze kein richtiger ms, aber da es zumindest besser machte als alle anderen nicht-stürmer ist es schon ok. unglücklich jedoch, dass gerade seine vertragssituation zur hängepartie wurde, seine rolle und zukunft bei uns ungeklärt blieb und nicht mit einem 2. ms nachgelegt wurde. daher siehts nun so aus:
19/20 unter favre:
paco, bruun larsen, götze, brandt, hazard
sind bereits 5 spieler und erst ein viertel der saison gespielt. das wird noch mehr werden und zwar hoffentlich, indem man zur winterpause einen weiteren stürmer verpflichtet.
rückblickend kann man sagen, dass es seit dem abgang von ramos eine hohe fluktuation auf der position gab. wenn man so will, sind auch 17 eingesetze spieler auf einer position über gut fünf jahre n bisi viel
die wenigsten haben wir extra dafür verpflichtet, sondern sie kamen eher aus verlegenheit zum einsatz, was aber auch zeigt, dass ein 2. verlässlicher ms schon ne menge ruhe ins team bringen kann. was man nun auch gelernt haben dürfte: kaum ein trainer ist bereit, auf dieser position über längere zeit ein talent heranzuführen, sondern greift dann lieber auf positionsfremde spieler zurück. daher müsste ein ms-talent, damit es sich bei uns entwickeln kann, entweder schon weit genug sein, um einen ordentlichen impact auf unser spiel zu haben, oder auch auf anderen positionen zum einsatz kommen können. so hat lewa auch als hs und auba als ra bei uns angefangen und waren ZUDEM schon deutlich weiter, als ein isak.
am interessantesten finde ich unsere entwicklung im defensiven-zentralen mittelfeld. hierbei handelt es sich um 2 positionen und zwar um die 6 und die 8. in den folgenden aufreihungen finden sich immer alle in einer saison eingesetzten 6er, sowie, falls mit zwei zentralen spielern vor einer alleinigen 6 gespielt wurde, der defensivere von diesen.
14/15 unter klopp:
kirch, jojic, kehl, bender, ginter, hummels, gündogan, sahin
acht spieler sind ne ganze menge für lediglich zwei positionen und man kann schon erkennen, dass klopp und die mannschaft probleme hatten, insbesondere, wenn man sich anschaut, dass bis auf sahin alle schon bis zum 8. spieltag zum einsatz kamen. was noch auffällt: es waren alles spieler, die in der defensiven zentrale zumindest einen teil ihrer stärken ausspielen können. einzig jojic fällt hier etwas ab.
15/16 unter tuchel:
weigl, gündogan, castro, bender, kagawa, ginter, leitner, sahin
wieder acht spieler. kirch, kehl, hummels und jojic kamen hier nicht mehr zum einsatz, dafür weigl, castro, kagawa und leitner. man sieht auch, dass die spielkultur im mittelfeld erhöht wurde und man defensive stabilität dafür geopfert hat.
16/17 unter tuchel:
rode, castro, weigl, guerreiro, ginter, kagawa, sahin, merino
und auch hier wieder acht spieler im einsatz. es gingen bender, gündogan und leitner und es kamen rode, guerreiro und merino. die def-off-ausrichtung wurde in etwa zwar beibehalten, jedoch ging mit gündogan der einzige spieler, der sowohl defensiv weiß, wo es lang geht, als auch offensiv wunderbare akzente setzen kann. zudem war er der einzige stratege, der auch schöne öffnende pässe spielen kann, tempo erhöhen oder rausnehmen, sowie einen überblick über das geschehen hat und nicht einfach nur stur nach vorne geht, auch wenn er dies oft könnte.
17/18 unter peter 1 und 2:
sahin, castro, dahoud, weigl, götze, kagawa
"nur" noch sieben spieler für die beiden positionen. ginter und rode waren raus, götze kam erstmals als "zweitdefensivster" spieler in der zentrale zum einsatz und dahoud neu dazu. damit hatte man nun nochmals deutlich auf die technik erhöht, was stark auf die defensive stabilität ging. die sechser waren weigl und sahin, alle anderen hatten ihre stärken klar in der offensive. castro war zwar defensiv nicht schlecht, hatte aber mmn nie die mentalität, die es für diese position braucht. mit dahoud kam ein jahr später einer, der gündogan mal beerben könnte, hat bisher jedoch alles strategische vermissen lassen und ähnelt damit castro.
18/19 unter favre:
delaney, witsel, dahoud, weigl, götze
was für ein paradigmenwechsel! zum ersten mal seit klopp liegen die fähigkeiten wieder ganz klar auf das defensive können! nach klopps weggang wurde der fokus immer schärfer auf die technischen fähigkeiten gesetzt, so dass es unter bosz und stöger fast im offensiven exodus eskalierte - wobei man aber sehen konnte, wie wenig krisenfest dies ist, wenn man die defensive dabei vernachlässigt. doch: machen wir nun nicht das genaue gegenteil und setzen zu sehr auf defensive? götze wurde hier mal kurz ausprobiert und für zu leicht befunden...
19/20 unter favre:
delaney, witsel, dahoud, weigl, brandt
so wie sich in der vorherigen spielrunde schnell zeigte, dass götze keine option hierfür ist, so zeigte sich nun ebenso schnell, dass dies auch auf brandt zutrifft, was auch kein wunder ist, wenn man sieht, wie relativ ähnlich sie sich sind. stattdessen zeigt sich nun, dass wir tatsächlich nicht nur die personelle ausrichtung der klopp-zeit auf dieser position haben, sondern auch dessen probleme: es ist unglaublich schwer für uns, gegnerische abwehrreihen durch die zentrale zu knacken. wir kommen da einfach nicht durch! wenn man sich ansieht, dass das nun in gut 5 jahren 20 spieler für zwei positionen waren, dann kann ich nicht mehr sagen, dass das nach viel "klingt" und es dann schönrechnen; das IST einfach viel zu viel! wenn ich schon mal bei kritik bin: ich finde es schwach, dass wir aus der misere unter klopp nichts gelernt haben und wieder zu alten fehlern zurück sind. ich weiß, ehrlich gesagt, schon seit jahren nicht, was daran so schwer ist, die fähigkeiten für einen 8er zu definieren. wieso stellt man anscheinend die frage, ob er offensiv oder defensiv sein soll? wieso "oder"? ist das nicht DER spieler, der zentral unsere offensive mit der defensive verbinden soll? braucht er dann auch folglich nicht eben auch sowohl offenive als auch defensive fähigkeiten, sowie die strategische fähigkeit zu beurteilen, wann was zu tun ist?
wofür nun die ganze litanei? zum einen kann man damit zeigen, dass wir bestimmte probleme schon seit jahren mit uns herum schleppen, sie also NICHT exklusiv nun ein problem von favre wären. das wird jetzt alles hier im forum so aufgebauscht, als wäre es was neues, was es einfach nicht ist. denn zum anderen sind es - ganz im gegenteil - probleme, die wir bislang einfach nicht raus bekommen konnten und ich mache mir lange schon sorgen, ob wir unsere probleme überhaupt - zu einem nicht unerheblichen teil - als folge unserer transferpolitik identifizieren. denn probleme ziehen wieder weitere probleme nach sich, z.b. würde ich auch "mentalitätsprobleme" bekommen, wenn ich mich dauernd auf neue "mitarbeiter" einstellen muss und sie teils noch während der einarbeitungszeit durch neue ersetzt werden, so dass man wieder von vorne beginnen kann. und dann wieder und wieder und wieder. das allein ist schon ein stress und natürlich fehlt dann die leichtigkeit, wenn man sich nicht auf eingespieltheit verlassen kann. das scheinen wir aber, zumindest transferpolitisch, langsam als problem erkannt zu haben. ich würde aber auch mentalitätsprobleme bekommen, wenn ich dauernd vor aufgaben gestellt werde, für die ich gar nicht die werkzeuge habe, wie es im falle des bvb die bedeutung der 8 darstellt. ja, natürlich verliere ich dann irgendwann die lust, was ich mir aber nicht erlauben darf und wenn ich dies tue, werde ich auch zurecht in die pflicht genommen!
ganz ehrlich: ich bin froh, dass sich all diese probleme nun dermaßen zeigen, dass sie offensichtlich werden. schon viel zu lange schwelen sie unter der oberfläche und es wird zeit, dass "man" sie angeht. wer "man" ist? alle!
- die spieler müssen zeigen, dass sie jederzeit vollen einsatz zeigen, müssen konzentriert bei der sache sein und die vorgaben des trainers umsetzen.
- der trainer muss die probleme der mannschaft nicht nur sehen und ansprechen, sondern auch dann möglichkeiten finden, wenn die großen personellen lösungen momentan nicht greifbar sind. dann muss er eben kurzfristige lösungen anbieten, die dann nicht immer und überall funktionieren, aber eben jetzt.
- die vereinsführung muss das größere muster hinter den aktuellen problemen erkennen und an lösungen arbeiten, die zum nächstmöglichen zeitpunkt zum einsatz kommen können.
somit müssen einfach mal ALLE anerkennen, welchen teil sie zu der entstehung oder verschärfung bestehender probleme beigetragen haben. mit dem finger dabei auf andere zu zeigen ist absolut nicht angebracht, solange man seinen eigenen beitrag nicht gelöst bekommt. wenn wir es wirklich schaffen, dass jeder einzelne zuerst mal bei sich anfängt - und ich bin überzeugt, dass da jeder was findet - dann fangen wir auch bald endlich an, gemeinsam an einem strang zu ziehen und dann kann man den bock endlich umstoßen und sich dafür auf die schulter klopfen lassen, dass man etwas gelöst hat, was hier schon seit etlichen jahren verknotet war.
sorry dafür, dass der beitrag so lang geworden ist; dachte auch, das geht schneller und war mir dann doch nicht anders möglich...
fangen wir beim rv an. seit 14/15 kamen dort pische, durm, sokratis, großkreutz, kirch, castro, ginter, passlack, toljan, bartra, hakimi, wolf und akanji zum einsatz. pulisic, der lediglich den rmf in ner 5er-kette gab, zähle ich nicht mit und komme somit auf 14 spieler, was erstmal viel klingt.
jetzt möchte ich weiter unterscheiden: alle trainer haben mal defensive spieler auf rv gestellt, die normalerweise woanders zum einsatz kamen.
- klopp brachte sokratis und kirch
- tuchel brachte sokratis und ginter
- peter 1+2 brachten bartra
- favre brachte akanji
ich denke, es kann mal durchaus ein probates mittel sein, auf defensiv starke spieler zurück zu greifen, wenn es verletzungen und gegner erfordern.
- castro ist der einzige spieler mit guten technischen fähigkeiten, der ebenfalls positionsfremd auf rv zum einsatz kam und auch sogleich zeigte, dass er darauf keine große lust hatte (was übrigens eigentlich ein grund wäre, ihn auszusortieren, wenn da nicht der verdacht im raum gestanden hätte, dass es seine bedingung für einen wechsel zu uns gewesen sein könnte, dort eben nicht zum einsatz zu kommen).
- pische ist die einzige konstante auf rv über diese gut fünf jahre
- durm, großkreutz, passlack, toljan und wolf bleiben übrig. alle 5 kommen eher über kampf, geschwindigkeit, kondition und haben nicht die großartigen technischen möglichkeiten. keiner von ihnen hat sich durchgesetzt, so dass man den schluss ziehen darf, dass dieser typ spieler bei uns gescheitert ist. daher hoffe ich, dass man hier weg kommt vom reinen speed und kampf, sondern einsieht, dass fähigkeiten im zweikampf, taktisches verständnis für diese position und fähigkeiten im passspiel ebenso wichtig sind. ob sich dagegen techniker wie morey (oder guerreiro auf der anderen seite) langfristig durchsetzen, bezweifel ich ebenfalls, denn das wäre mir einfach ein umschlagen ins andere extrem. ich denke, für eine gute balance im spiel ist es wichtig, dass diese spieler schon selbst eine gute balance in ihren fähigkeiten haben.
als nächstes möchte ich mir den mittelstürmer angucken, sowie die spieler, die auf dessen position zum einsatz kamen. hier etwas genauer gegliedert, saison für saison:
14/15 unter klopp:
ramos, immobile, auba, kagawa
15/16 unter tuchel:
ramos, auba, reus, hofmann
16/17 unter tuchel:
ramos, auba, reus, isak
bis hierhin ist alles klar, man hatte immer min 2 ms und musste trotzdem damit rechnen, dass auch mal jmd anderes vorne gebraucht wird. in diesem winter tauschten wir den "alternden" ramos und holten uns ein junges, ungeformtes talent, isak. doch isak brauchte zeit, die er nicht bekam und so hatten wir nur noch einen ms, auf den sich die trainer verlassen mochten. daher sah schon die folgende saison so aus:
17/18 unter peter 1+2:
auba, isak, schürrle, philipp, pulisic, batshuayi, reus
bekamen bisher jeweils 4 spieler pro saison einsätze als ms, waren es nun 7 bzw. 6, da auba für bats getauscht wurde. man sieht schon, dass ohne einen relativ verlässlichen 2. spieler, plötzlich vermehrt mehrere andere spieler auf ms eingesetzt wurden. mmn wäre die richtige reaktion gewesen, einen ordentlichen 2. stürmer für die kommende saison zu verpflichten, es passierte aber nahezu das gegenteil. man gab zuerst bekannt, dass man nur mit philipp als stürmer in die saison gehen möchte, der eigentlich nie so richtig ein stürmer war. zum glück konnte man zu saisonbeginn noch paco verpflichten und so sah es dann aus:
18/19 unter favre:
reus, philipp, wolf, paco, götze, brandt, hazard
7 spieler über die ganze saison! philipp erwies sich doch nicht als verlässlich. nach einigem probieren kam dann götze auf der position zum einsatz, auch, da paco noch nicht fit genug war. zwar ist götze kein richtiger ms, aber da es zumindest besser machte als alle anderen nicht-stürmer ist es schon ok. unglücklich jedoch, dass gerade seine vertragssituation zur hängepartie wurde, seine rolle und zukunft bei uns ungeklärt blieb und nicht mit einem 2. ms nachgelegt wurde. daher siehts nun so aus:
19/20 unter favre:
paco, bruun larsen, götze, brandt, hazard
sind bereits 5 spieler und erst ein viertel der saison gespielt. das wird noch mehr werden und zwar hoffentlich, indem man zur winterpause einen weiteren stürmer verpflichtet.
rückblickend kann man sagen, dass es seit dem abgang von ramos eine hohe fluktuation auf der position gab. wenn man so will, sind auch 17 eingesetze spieler auf einer position über gut fünf jahre n bisi viel
die wenigsten haben wir extra dafür verpflichtet, sondern sie kamen eher aus verlegenheit zum einsatz, was aber auch zeigt, dass ein 2. verlässlicher ms schon ne menge ruhe ins team bringen kann. was man nun auch gelernt haben dürfte: kaum ein trainer ist bereit, auf dieser position über längere zeit ein talent heranzuführen, sondern greift dann lieber auf positionsfremde spieler zurück. daher müsste ein ms-talent, damit es sich bei uns entwickeln kann, entweder schon weit genug sein, um einen ordentlichen impact auf unser spiel zu haben, oder auch auf anderen positionen zum einsatz kommen können. so hat lewa auch als hs und auba als ra bei uns angefangen und waren ZUDEM schon deutlich weiter, als ein isak.
am interessantesten finde ich unsere entwicklung im defensiven-zentralen mittelfeld. hierbei handelt es sich um 2 positionen und zwar um die 6 und die 8. in den folgenden aufreihungen finden sich immer alle in einer saison eingesetzten 6er, sowie, falls mit zwei zentralen spielern vor einer alleinigen 6 gespielt wurde, der defensivere von diesen.
14/15 unter klopp:
kirch, jojic, kehl, bender, ginter, hummels, gündogan, sahin
acht spieler sind ne ganze menge für lediglich zwei positionen und man kann schon erkennen, dass klopp und die mannschaft probleme hatten, insbesondere, wenn man sich anschaut, dass bis auf sahin alle schon bis zum 8. spieltag zum einsatz kamen. was noch auffällt: es waren alles spieler, die in der defensiven zentrale zumindest einen teil ihrer stärken ausspielen können. einzig jojic fällt hier etwas ab.
15/16 unter tuchel:
weigl, gündogan, castro, bender, kagawa, ginter, leitner, sahin
wieder acht spieler. kirch, kehl, hummels und jojic kamen hier nicht mehr zum einsatz, dafür weigl, castro, kagawa und leitner. man sieht auch, dass die spielkultur im mittelfeld erhöht wurde und man defensive stabilität dafür geopfert hat.
16/17 unter tuchel:
rode, castro, weigl, guerreiro, ginter, kagawa, sahin, merino
und auch hier wieder acht spieler im einsatz. es gingen bender, gündogan und leitner und es kamen rode, guerreiro und merino. die def-off-ausrichtung wurde in etwa zwar beibehalten, jedoch ging mit gündogan der einzige spieler, der sowohl defensiv weiß, wo es lang geht, als auch offensiv wunderbare akzente setzen kann. zudem war er der einzige stratege, der auch schöne öffnende pässe spielen kann, tempo erhöhen oder rausnehmen, sowie einen überblick über das geschehen hat und nicht einfach nur stur nach vorne geht, auch wenn er dies oft könnte.
17/18 unter peter 1 und 2:
sahin, castro, dahoud, weigl, götze, kagawa
"nur" noch sieben spieler für die beiden positionen. ginter und rode waren raus, götze kam erstmals als "zweitdefensivster" spieler in der zentrale zum einsatz und dahoud neu dazu. damit hatte man nun nochmals deutlich auf die technik erhöht, was stark auf die defensive stabilität ging. die sechser waren weigl und sahin, alle anderen hatten ihre stärken klar in der offensive. castro war zwar defensiv nicht schlecht, hatte aber mmn nie die mentalität, die es für diese position braucht. mit dahoud kam ein jahr später einer, der gündogan mal beerben könnte, hat bisher jedoch alles strategische vermissen lassen und ähnelt damit castro.
18/19 unter favre:
delaney, witsel, dahoud, weigl, götze
was für ein paradigmenwechsel! zum ersten mal seit klopp liegen die fähigkeiten wieder ganz klar auf das defensive können! nach klopps weggang wurde der fokus immer schärfer auf die technischen fähigkeiten gesetzt, so dass es unter bosz und stöger fast im offensiven exodus eskalierte - wobei man aber sehen konnte, wie wenig krisenfest dies ist, wenn man die defensive dabei vernachlässigt. doch: machen wir nun nicht das genaue gegenteil und setzen zu sehr auf defensive? götze wurde hier mal kurz ausprobiert und für zu leicht befunden...
19/20 unter favre:
delaney, witsel, dahoud, weigl, brandt
so wie sich in der vorherigen spielrunde schnell zeigte, dass götze keine option hierfür ist, so zeigte sich nun ebenso schnell, dass dies auch auf brandt zutrifft, was auch kein wunder ist, wenn man sieht, wie relativ ähnlich sie sich sind. stattdessen zeigt sich nun, dass wir tatsächlich nicht nur die personelle ausrichtung der klopp-zeit auf dieser position haben, sondern auch dessen probleme: es ist unglaublich schwer für uns, gegnerische abwehrreihen durch die zentrale zu knacken. wir kommen da einfach nicht durch! wenn man sich ansieht, dass das nun in gut 5 jahren 20 spieler für zwei positionen waren, dann kann ich nicht mehr sagen, dass das nach viel "klingt" und es dann schönrechnen; das IST einfach viel zu viel! wenn ich schon mal bei kritik bin: ich finde es schwach, dass wir aus der misere unter klopp nichts gelernt haben und wieder zu alten fehlern zurück sind. ich weiß, ehrlich gesagt, schon seit jahren nicht, was daran so schwer ist, die fähigkeiten für einen 8er zu definieren. wieso stellt man anscheinend die frage, ob er offensiv oder defensiv sein soll? wieso "oder"? ist das nicht DER spieler, der zentral unsere offensive mit der defensive verbinden soll? braucht er dann auch folglich nicht eben auch sowohl offenive als auch defensive fähigkeiten, sowie die strategische fähigkeit zu beurteilen, wann was zu tun ist?
wofür nun die ganze litanei? zum einen kann man damit zeigen, dass wir bestimmte probleme schon seit jahren mit uns herum schleppen, sie also NICHT exklusiv nun ein problem von favre wären. das wird jetzt alles hier im forum so aufgebauscht, als wäre es was neues, was es einfach nicht ist. denn zum anderen sind es - ganz im gegenteil - probleme, die wir bislang einfach nicht raus bekommen konnten und ich mache mir lange schon sorgen, ob wir unsere probleme überhaupt - zu einem nicht unerheblichen teil - als folge unserer transferpolitik identifizieren. denn probleme ziehen wieder weitere probleme nach sich, z.b. würde ich auch "mentalitätsprobleme" bekommen, wenn ich mich dauernd auf neue "mitarbeiter" einstellen muss und sie teils noch während der einarbeitungszeit durch neue ersetzt werden, so dass man wieder von vorne beginnen kann. und dann wieder und wieder und wieder. das allein ist schon ein stress und natürlich fehlt dann die leichtigkeit, wenn man sich nicht auf eingespieltheit verlassen kann. das scheinen wir aber, zumindest transferpolitisch, langsam als problem erkannt zu haben. ich würde aber auch mentalitätsprobleme bekommen, wenn ich dauernd vor aufgaben gestellt werde, für die ich gar nicht die werkzeuge habe, wie es im falle des bvb die bedeutung der 8 darstellt. ja, natürlich verliere ich dann irgendwann die lust, was ich mir aber nicht erlauben darf und wenn ich dies tue, werde ich auch zurecht in die pflicht genommen!
ganz ehrlich: ich bin froh, dass sich all diese probleme nun dermaßen zeigen, dass sie offensichtlich werden. schon viel zu lange schwelen sie unter der oberfläche und es wird zeit, dass "man" sie angeht. wer "man" ist? alle!
- die spieler müssen zeigen, dass sie jederzeit vollen einsatz zeigen, müssen konzentriert bei der sache sein und die vorgaben des trainers umsetzen.
- der trainer muss die probleme der mannschaft nicht nur sehen und ansprechen, sondern auch dann möglichkeiten finden, wenn die großen personellen lösungen momentan nicht greifbar sind. dann muss er eben kurzfristige lösungen anbieten, die dann nicht immer und überall funktionieren, aber eben jetzt.
- die vereinsführung muss das größere muster hinter den aktuellen problemen erkennen und an lösungen arbeiten, die zum nächstmöglichen zeitpunkt zum einsatz kommen können.
somit müssen einfach mal ALLE anerkennen, welchen teil sie zu der entstehung oder verschärfung bestehender probleme beigetragen haben. mit dem finger dabei auf andere zu zeigen ist absolut nicht angebracht, solange man seinen eigenen beitrag nicht gelöst bekommt. wenn wir es wirklich schaffen, dass jeder einzelne zuerst mal bei sich anfängt - und ich bin überzeugt, dass da jeder was findet - dann fangen wir auch bald endlich an, gemeinsam an einem strang zu ziehen und dann kann man den bock endlich umstoßen und sich dafür auf die schulter klopfen lassen, dass man etwas gelöst hat, was hier schon seit etlichen jahren verknotet war.
sorry dafür, dass der beitrag so lang geworden ist; dachte auch, das geht schneller und war mir dann doch nicht anders möglich...
04.11.2019 - 10:04 Uhr
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
04.11.2019 - 10:08 Uhr
Zitat von Truth
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Sancho hat sehr wohl U19, U23 und UEFA Youth League gespielt bevor er bei den Senioren durch die Decke ging.
Gündogan macht in der Aufzählung keinen Sinn, der kam als Stammspieler von einem Erstligisten. Genau wie Lewy und Dembele. Lewy war auch keine 17 mehr, auch wenn er aus einer kleineren Liga kam.
04.11.2019 - 10:18 Uhr
Zitat von DerMoe
Sancho hat sehr wohl U19, U23 und UEFA Youth League gespielt bevor er bei den Senioren durch die Decke ging.
Gündogan macht in der Aufzählung keinen Sinn, der kam als Stammspieler von einem Erstligisten. Genau wie Lewy und Dembele. Lewy war auch keine 17 mehr, auch wenn er aus einer kleineren Liga kam.
Zitat von Truth
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Sancho hat sehr wohl U19, U23 und UEFA Youth League gespielt bevor er bei den Senioren durch die Decke ging.
Gündogan macht in der Aufzählung keinen Sinn, der kam als Stammspieler von einem Erstligisten. Genau wie Lewy und Dembele. Lewy war auch keine 17 mehr, auch wenn er aus einer kleineren Liga kam.
Die 17jährigen wurden aber für Millionenbeträge geholt und als Kaderspieler.
Da sollte man sich dann Mal genauer überlegen, ob man ein so hohes Invest tätigt, obwohl man dieses nicht bereit ist entsprechend zu entwickeln.
Älter werden die Spieler alle, aber nicht automatisch besser.
04.11.2019 - 10:20 Uhr
Zitat von timpop
Also Zorc durch Bobic ersetzen? Kein schlechter Gedanke. Immer nur Favre (Trainer) raus-, mal etwas abseits des Mainstream nach Lösungen suchen, ist nicht verkehrt.
Dass Sammer einen Faible für deutsche (National)Spieler hat ist bekannt, wie man letztes Jahr lesen konnte, beruht wohl auch der Wolf-Transfer auf seiner Empfehlung, er war auch ein Fan von Delaney, leider haben uns diese sogenannten Mentalitätsspieler kein allzu großes Stück nach vorn gebracht, der eine ist wieder weg, weil dann technisch zu limitiert, der andere tut sein Bestes ist auch teilweise mit einer der Besten, einer der wenigen, dem man keinen fehlenden Einsatzwillen unterstellen kann, aber die Mannschaft wachzurütteln, schafft er dann auch nicht, genauso wenig wie Witsel
Zitat von emgee
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mit dem Abgang von Mislintat (und natürlich Klopp) viel mehr in der Kaderplanung und dem Konzept verloren gegangen ist, als viele denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mit dem Abgang von Mislintat (und natürlich Klopp) viel mehr in der Kaderplanung und dem Konzept verloren gegangen ist, als viele denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir kaufen nur noch nach Namen und weniger nach wirklich bis ins Detail ausgearbeiteten Spielerprofilen und Kader-und Taktikplänen. Das kam mir unter Klopp und Mislintat viel, viel durchdachter vor und der Erfolg gab beiden Recht.
Jetzt sind es entweder heiß gehandelte Talente oder vermeintliche Buli-Topspieler. Aber selten ist ein Spieler dabei, für den man einen ganz genauen Plan hat und der ganz individuelle Merkmale mitbringt, die in das Puzzle gefügt werden. Das hat Klopp geschaftt und das macht auch Mislintat, abgesehen von seiner Arbeit bei Arsenal, die kann ich nicht bewerten weil ich das nicht verfolgt habe außer den BVB-Transfers.
Schürrle klingt gut, Götze klingt gut, Toprak klingt gut, Philipp klingt gut, Wolf klingt gut, Toprak klingt gut, Schulz klingt gut, Hazard klingt gut, Brandt klingt gut, usw usw. Klar sind da auch gute oder sehr gute Transfers bei - aber haben diese Spieler wirklich auf besondere Profile gepasst? Wie detailliert werden bei uns inzwischen noch Profile ausgearbeitet?
Das gleiche sehe ich bei uns bei der Trainer-Wahl. Ja, Tuchel, Bosz, Stöger, Favre, das waren alles sexy Namen - aber alle so völlig verschieden, dass mir da auch der Glaube fehlt, man habe wirklich eine ganz genaue Vorstellung erarbeitet, was der Trainer konzeptionell, menschlich, medial usw mitbringen muss.
Frankfurt macht es vor, wie man anders arbeiten kann beispielsweise.
Und ich frage mich, was der Einfluss von Sammer da ist - bisher habe ich ganz ehrlich durch seine Beraterfunktion keine entscheidenden Impulse oder strategischen Veränderungen wahrgenommen. Vielleicht das man offensiv das Ziel Meisterschaft ausgegeben hat, ok - aber das ist unterm Strich ein bisschen mau.
Also Zorc durch Bobic ersetzen? Kein schlechter Gedanke. Immer nur Favre (Trainer) raus-, mal etwas abseits des Mainstream nach Lösungen suchen, ist nicht verkehrt.
Dass Sammer einen Faible für deutsche (National)Spieler hat ist bekannt, wie man letztes Jahr lesen konnte, beruht wohl auch der Wolf-Transfer auf seiner Empfehlung, er war auch ein Fan von Delaney, leider haben uns diese sogenannten Mentalitätsspieler kein allzu großes Stück nach vorn gebracht, der eine ist wieder weg, weil dann technisch zu limitiert, der andere tut sein Bestes ist auch teilweise mit einer der Besten, einer der wenigen, dem man keinen fehlenden Einsatzwillen unterstellen kann, aber die Mannschaft wachzurütteln, schafft er dann auch nicht, genauso wenig wie Witsel
Wolf war aber kein schlechter Transfer.
Man hätte ihn sofort konsequent als RV aufbauen müssen.
Auf der Position würde er uns jetzt noch helfen. Pische bringt auch keine besonderen Leistungen mehr, Hakimi ist ein defensive Risiko und Akanji ist doch auch nur Verzweiflung.
Für mich ein riesen Fehler ihn abzugeben.
Nach der Saison fallen dann wahrscheinlich noch Pische und Hakimi weg und dann brennt es auf der Position richtig.
Wäre in meinen Augen schlau gewesen Wolf weiter dort zu testen, so dass man sich dort evtl. eine interne Alternative aufgebaut hätte.
Vor allem ist es nicht nachvollziehbar Wolf wegen angeblicher technischer Unzulänglichkeiten abzugeben und dann Schultz für die linke Seite zu holen. Der kommt ja auch eher über seine Physis.
Das ganze zeigt das es irgendwie keine einheitliche Philosophie zu geben scheint. Favre scheint andere Spieler zu wollen, als andere Personen im Verein. So etwas führt zwangsläufig zu Problemen.
04.11.2019 - 10:25 Uhr
Zitat von Truth
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Ich verschiebe es mal hierhin.
Welche jungen Spieler wurden denn in den letzten Jahren verpflichtet, bei denen das Heranführen über Spiele in der U23 funktioniert hat?
Gar keiner!
Alle jungen Spieler, aus denen was geworden ist, haben regelmäßig Spielzeit bekommen.
Lewandowski, Gündogan, Dembele und Sancho als die Beispiele überhaupt. Dann gibt es noch Spieler wie Perisic, Ginter und Hofmann, die Spielzeiten bekamen, aber sich erst nach ihrem Wechsel voll entwickeln könnten, da sie Spielzeit brauchten. U23 und mit der ersten Mannschaft trainieren bringt nichts!
Häufige Einsätze in der U23 mit anschließendem Durchbruch in der ersten Mannschaft hatten meiner Erinnerung nach zuletzt nur Jonas Hofmann und Erik Durm. Ansonsten können die U23 und Youth League sicher mal ganz nett sein um Spielpraxis zu bekommen, sofern man bei der ersten Mannschaft hinten dran ist oder gerade von einer Verletzung zurückkommt.
Generell bin ich kein großer Freund davon Spieler zu lange bei der U23 zu parken. Bei Spielern wie Unbehaun oder Raschl finde ich es nachvollziehbar, um dort die ersten Schritte im Profifußball zu machen. In Kombination mit Youth League und Training bei der ersten Mannschaft ist das für den Übergang nicht schlecht.
Bei etwas älteren Spielern oder Spielern mit bereits ein wenig Profierfahrung sehe ich aber nicht, dass die U23 längerfristig eine gute Option darstellt. Das galt für Isak, Gomez oder Burnic, nun ebenso für Balerdi. Würde man die U23 als bessere Option für den Umgang zu den Profis haben wollen, so müsste man dringend in die zweite Mannschaft investieren und wieder den Aufstieg in die dritte Liga anstreben. In der Hinsicht machen die Bayern derzeit meines Erachtens vieles richtig. Die Regionalliga kann als Übergangsjahr aus dem Jugendbereich noch funktionieren, darüber hinaus bringt die Liga den Talenten aber wenig.
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