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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#14151
05.07.2019 - 22:17 Uhr
Schaue ich mir heute am 5. Juli 2019 ein paar Tage nach Öffnung des Transferfensters den 36 Spieler umfassenden Kader des BVB an,
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/startseite/verein/16
dann kann ich feststellen:

1. Die von einigen hier prognostizierten schnellen Abgänge direkt nach Öffnung des Transferfensters am 1. Juli haben nicht stattgefunden.
Kommentar: Nervös kann man 24 Stunden vor Schließung des Transferfensters werden, also Ende August. Bis dahin ist Gelassenheit angesagt, denn es kann noch viel passieren. Aktuell z.B. wird gemutmaßt, dass Kagawa und Schürrle gemeinsam zu Besiktas wechseln könnten (Schürrle als Leihspieler).

2. Der Kader ist zwar sehr groß, aber bei näherer Betrachtung nicht so riesig, wie von vielen angenommen wird.
Kommentar: Wenn man die drei aus der U19 des BVB hochgezogenen Spieler (Unbehaun, Raschl, Osterhage) und auch Oelschlägel (3. Torhüter), dessen Vertrag nur um ein Jahr verlängert wurde, nicht oder noch nicht als ernsthafte Alternative für die Spieltagskader betrachtet und davon ausgeht, dass Kagawa, Rode, Schürrle und Toljan den BVB verlassen oder verliehen werden, dann sind bereits - sportlich betrachtet - nur noch 28 Kaderspieler übrig. Unter diesen befinden sich die bis jetzt noch nicht in den Profi-Spielbetrieb integrierten Gomez und Balerdi, der just als AV-Perspektivspieler verpflichtete Morey, der Sonderfall Schmelzer (verdienter, aber kaum noch eingesetzter Spieler), der - je nach Zählweise - 5. oder 6. IV Toprak, der auch kaum noch berücksichtigt wird, und die von der Menge der Spiele her betrachtet relativ häufig eingesetzten, aber mit erheblichen Leistungschwankungen, Qualitäts- und teils auch Einstellungsdefiziten kämpfenden Bruun Larsen, Wolf, Dahoud und Philipp. Sollten sich die nicht abreißenden Gerüchte um einen Abgang einiger Spieler wie Diallo, Zagadou, Weigl oder Guerreiro bewahrheiten, vom möglicherweise doch noch zu erwartenden "unsittlichen Angebot" aus der PL für Sancho ganz zu schweigen, und sollte sich der eine oder andere der weniger berücksichtigten Spieler auch noch zu einem anderen Verein hin orientieren - etwa Toprak oder Philipp -, dann ist der angeblich so riesige Kader gar nicht mehr so groß.

3. Meiner Einschätzung zufolge gehören momentan vom Leistungsniveau und den erfolgten Einsatzzeiten der vergangenen Saison her 19 Spieler des Kaders zu denjenigen, die für die Startelf und die Ersatzbank (also die Spieltagskader) prädestiniert sind - unter der von den BVB-Funktionären kommunizierten Perspektive, in den Meisterschaftskampf eingreifen zu wollen.

Spielername, Einsatzzeit 2018/19 in allen Wettbewerben im Minuten , Anzahl der Spieleinsätze

1. Witsel, 3703, 43
2. Bürki, 3660, 40
3. Brandt, 3337, 43
4. Diallo, 3257, 38
5. Schulz, 3139, 37
6. Hazard, 3058, 35 (keine internationalen Spiele mit BMG)
7. Reus, 3053, 36
8. Sancho, 2967, 43
9. Hummels, 2849, 33
10. Akanji, 2775, 31
11. Delaney, 2760, 38
12. Hakimi, 2349, 28
13. Piszczek, 2329, 26
14. Götze, 2266, 34
15. Weigl, 2073, 25
16. Guerreiro, 2036, 32
17. Zagadou, 1853, 23
18. Alcácer, 1664, 32 (Sonderfall, viele Spiele, relativ wenig Einsatzminuten wegen körperlicher Konstitution)
19. Hitz, 420, 4 (Ersatztorhüter)

Flapsig formuliert: Die im Folgenden aufgeführten Spieler können sich um den 20. Spieltagskaderplatz streiten.

20. Bruun Larsen, 1476, 30
21. Wolf, 1258, 22
22. Dahoud 1234, 22
23. Philipp, 1046, 23
24. Schmelzer, 877, 13
25. Toprak, 770, 14
26. Gomez, 1, 1
27. Balerdi, 0, 0
28. Morey, 0, 0

Deutlich problematischer als die Größe des Kaders, die sportlich gesehen eigentlich schon gar kein Problem mehr ist, ist die Zusammensetzung des Kaders und das verdeutlicht auch, das aus der Gruppe der Spieler von Bruun Larsen bis Morey doch mehr als ein Spieler die Chance hat, häufiger in den Spieltagskader zu kommen und auch hin und wieder eingesetzt oder eingewechselt zu werden.

Nur einige Beispiele der problematischen Kaderzusammensetzung:
- Unter den 19 Spieltagsoptionen befinden sich 4 IV und ein Spieler (Weigl), der im DM kaum noch zum Einsatz gekommen ist und häufig als Vertreter verletzter IV gespielt hat. In der Warteschleife (20. bis 28. Spieler) befinden sich mit Toprak und Balerdi zwei weitere IV. D.h. insgesamt IV-Überangebot.
- RAV ist mit einem in der vergangenen Saison noch einmal überraschend starken Piszczek besetzt, der aber 34 Jahre alt ist, und mit Hakimi, der höchstwahrscheinlich als Leihspieler von Real Madrid nach dieser Saison verschwindet und nicht verpflichtet werden kann. Ob das Talent Morey, der eigentlich als Perspektivspieler geholt wurde, bereits ein RAV-BU sein kann, ist ungewiss.
- LAV ist streng genommen nur einfach besetzt: Schulz. Schmelzer wird kaum noch als vollwertiger LAV-Spieler eingeschätzt. Guerreiro, sofern er den BVB nicht verlässt, wird kaum nun plötzlich eine Karriere als LAV beim BVB starten. Diallo, ebenfalls sofern er nicht den Verein verlässt, müsste bei einer Verletzung von Schulz erneut LAV spielen, was Diallo gestern in einem Interview nicht als "seine" Position bezeichnet hat. Er sei ein IV.
- Im DM/ZM fehlt ein Spieler, zumal Weigl, sofern er beim BVB bleibt, von Favre kaum noch im DM oder gar als alleiniger 6er eingesetzt wird. Es fehlt im ZM ein dynamischer Spielentwickler, denn das sind Witsel und Delaney nur temporär und insgesamt begrenzt.
- Welche Offensive Favre aus den teils polyvalenten Brandt, Hazard, Reus, Sancho, Götze, Guerreiro und Alcácer zusammenbasteln wird, ist sicher spannend und könnte auch in Richtung fußballerischer Leckerbissen gehen (u.a. mit überraschenden Positionierungen mancher Spieler), aber solange Reus nicht auf dem linken Flügel eingesetzt wird oder Brandt als Linksaußen betrachtet wird, wie es TM sehr gewagt macht, ist der BVB momentan auf den Flügeln nur einfach besetzt - LA Hazard, RA Sancho. Wolf ist auf RA keine Alternative, Bruun Larsen, es sei denn, er steigert sich noch gewaltig, ist auf LA oder RA ebenfalls nur begrenzt einsetzbar. Außerdem kann man trefflich darüber diskutieren, ob nicht doch noch ein MS verpflichtet werden muss - mMn kein "Brecher", aber ein Spieler mit Strafraumpräsenz und Torinstinkt.

Momentan scheint der Kader insgesamt stärker aufgestellt zu sein als in der letzten Saison, aber nicht in dem Maße, dass von einem Umbruchsabschluss die Rede sein kann. Möglicherweise war deshalb das Ziel, den Umbruch (oder Neustart) innerhalb von zwei Transferperioden zu bewerkstelligen, doch zu optimistisch formuliert.

Das alles berücksichtigend bin ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich keinen Neuzugang mehr geben wird. Sicher, aber das ist wohl Binse, wird es noch Abgänge geben.

•     •     •

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; 
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg
BVB - Transferpolitik |#14152
05.07.2019 - 23:51 Uhr
Zitat von arche
Schaue ich mir heute am 5. Juli 2019 ein paar Tage nach Öffnung des Transferfensters den 36 Spieler umfassenden Kader des BVB an,
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/startseite/verein/16
dann kann ich feststellen:

1. Die von einigen hier prognostizierten schnellen Abgänge direkt nach Öffnung des Transferfensters am 1. Juli haben nicht stattgefunden.
Kommentar: Nervös kann man 24 Stunden vor Schließung des Transferfensters werden, also Ende August. Bis dahin ist Gelassenheit angesagt, denn es kann noch viel passieren. Aktuell z.B. wird gemutmaßt, dass Kagawa und Schürrle gemeinsam zu Besiktas wechseln könnten (Schürrle als Leihspieler).

2. Der Kader ist zwar sehr groß, aber bei näherer Betrachtung nicht so riesig, wie von vielen angenommen wird.
Kommentar: Wenn man die drei aus der U19 des BVB hochgezogenen Spieler (Unbehaun, Raschl, Osterhage) und auch Oelschlägel (3. Torhüter), dessen Vertrag nur um ein Jahr verlängert wurde, nicht oder noch nicht als ernsthafte Alternative für die Spieltagskader betrachtet und davon ausgeht, dass Kagawa, Rode, Schürrle und Toljan den BVB verlassen oder verliehen werden, dann sind bereits - sportlich betrachtet - nur noch 28 Kaderspieler übrig. Unter diesen befinden sich die bis jetzt noch nicht in den Profi-Spielbetrieb integrierten Gomez und Balerdi, der just als AV-Perspektivspieler verpflichtete Morey, der Sonderfall Schmelzer (verdienter, aber kaum noch eingesetzter Spieler), der - je nach Zählweise - 5. oder 6. IV Toprak, der auch kaum noch berücksichtigt wird, und die von der Menge der Spiele her betrachtet relativ häufig eingesetzten, aber mit erheblichen Leistungschwankungen, Qualitäts- und teils auch Einstellungsdefiziten kämpfenden Bruun Larsen, Wolf, Dahoud und Philipp. Sollten sich die nicht abreißenden Gerüchte um einen Abgang einiger Spieler wie Diallo, Zagadou, Weigl oder Guerreiro bewahrheiten, vom möglicherweise doch noch zu erwartenden "unsittlichen Angebot" aus der PL für Sancho ganz zu schweigen, und sollte sich der eine oder andere der weniger berücksichtigten Spieler auch noch zu einem anderen Verein hin orientieren - etwa Toprak oder Philipp -, dann ist der angeblich so riesige Kader gar nicht mehr so groß.

3. Meiner Einschätzung zufolge gehören momentan vom Leistungsniveau und den erfolgten Einsatzzeiten der vergangenen Saison her 19 Spieler des Kaders zu denjenigen, die für die Startelf und die Ersatzbank (also die Spieltagskader) prädestiniert sind - unter der von den BVB-Funktionären kommunizierten Perspektive, in den Meisterschaftskampf eingreifen zu wollen.

Spielername, Einsatzzeit 2018/19 in allen Wettbewerben im Minuten , Anzahl der Spieleinsätze

1. Witsel, 3703, 43
2. Bürki, 3660, 40
3. Brandt, 3337, 43
4. Diallo, 3257, 38
5. Schulz, 3139, 37
6. Hazard, 3058, 35 (keine internationalen Spiele mit BMG)
7. Reus, 3053, 36
8. Sancho, 2967, 43
9. Hummels, 2849, 33
10. Akanji, 2775, 31
11. Delaney, 2760, 38
12. Hakimi, 2349, 28
13. Piszczek, 2329, 26
14. Götze, 2266, 34
15. Weigl, 2073, 25
16. Guerreiro, 2036, 32
17. Zagadou, 1853, 23
18. Alcácer, 1664, 32 (Sonderfall, viele Spiele, relativ wenig Einsatzminuten wegen körperlicher Konstitution)
19. Hitz, 420, 4 (Ersatztorhüter)

Flapsig formuliert: Die im Folgenden aufgeführten Spieler können sich um den 20. Spieltagskaderplatz streiten.

20. Bruun Larsen, 1476, 30
21. Wolf, 1258, 22
22. Dahoud 1234, 22
23. Philipp, 1046, 23
24. Schmelzer, 877, 13
25. Toprak, 770, 14
26. Gomez, 1, 1
27. Balerdi, 0, 0
28. Morey, 0, 0

Deutlich problematischer als die Größe des Kaders, die sportlich gesehen eigentlich schon gar kein Problem mehr ist, ist die Zusammensetzung des Kaders und das verdeutlicht auch, das aus der Gruppe der Spieler von Bruun Larsen bis Morey doch mehr als ein Spieler die Chance hat, häufiger in den Spieltagskader zu kommen und auch hin und wieder eingesetzt oder eingewechselt zu werden.

Nur einige Beispiele der problematischen Kaderzusammensetzung:
- Unter den 19 Spieltagsoptionen befinden sich 4 IV und ein Spieler (Weigl), der im DM kaum noch zum Einsatz gekommen ist und häufig als Vertreter verletzter IV gespielt hat. In der Warteschleife (20. bis 28. Spieler) befinden sich mit Toprak und Balerdi zwei weitere IV. D.h. insgesamt IV-Überangebot.
- RAV ist mit einem in der vergangenen Saison noch einmal überraschend starken Piszczek besetzt, der aber 34 Jahre alt ist, und mit Hakimi, der höchstwahrscheinlich als Leihspieler von Real Madrid nach dieser Saison verschwindet und nicht verpflichtet werden kann. Ob das Talent Morey, der eigentlich als Perspektivspieler geholt wurde, bereits ein RAV-BU sein kann, ist ungewiss.
- LAV ist streng genommen nur einfach besetzt: Schulz. Schmelzer wird kaum noch als vollwertiger LAV-Spieler eingeschätzt. Guerreiro, sofern er den BVB nicht verlässt, wird kaum nun plötzlich eine Karriere als LAV beim BVB starten. Diallo, ebenfalls sofern er nicht den Verein verlässt, müsste bei einer Verletzung von Schulz erneut LAV spielen, was Diallo gestern in einem Interview nicht als "seine" Position bezeichnet hat. Er sei ein IV.
- Im DM/ZM fehlt ein Spieler, zumal Weigl, sofern er beim BVB bleibt, von Favre kaum noch im DM oder gar als alleiniger 6er eingesetzt wird. Es fehlt im ZM ein dynamischer Spielentwickler, denn das sind Witsel und Delaney nur temporär und insgesamt begrenzt.
- Welche Offensive Favre aus den teils polyvalenten Brandt, Hazard, Reus, Sancho, Götze, Guerreiro und Alcácer zusammenbasteln wird, ist sicher spannend und könnte auch in Richtung fußballerischer Leckerbissen gehen (u.a. mit überraschenden Positionierungen mancher Spieler), aber solange Reus nicht auf dem linken Flügel eingesetzt wird oder Brandt als Linksaußen betrachtet wird, wie es TM sehr gewagt macht, ist der BVB momentan auf den Flügeln nur einfach besetzt - LA Hazard, RA Sancho. Wolf ist auf RA keine Alternative, Bruun Larsen, es sei denn, er steigert sich noch gewaltig, ist auf LA oder RA ebenfalls nur begrenzt einsetzbar. Außerdem kann man trefflich darüber diskutieren, ob nicht doch noch ein MS verpflichtet werden muss - mMn kein "Brecher", aber ein Spieler mit Strafraumpräsenz und Torinstinkt.

Momentan scheint der Kader insgesamt stärker aufgestellt zu sein als in der letzten Saison, aber nicht in dem Maße, dass von einem Umbruchsabschluss die Rede sein kann. Möglicherweise war deshalb das Ziel, den Umbruch (oder Neustart) innerhalb von zwei Transferperioden zu bewerkstelligen, doch zu optimistisch formuliert.

Das alles berücksichtigend bin ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich keinen Neuzugang mehr geben wird. Sicher, aber das ist wohl Binse, wird es noch Abgänge geben.


Guter Beitrag, du gibst dir generell viel Mühe die Dinge aufzuzeigen, finde ich super daumen-hoch
Als kleiner Hinweis, ich gehe davon aus, dass Hakimi als Option für LV gesehen wird falls Schulz ausfällt oder Pausen benötigt. Man hat ja noch Wolf, dem man eventuell auch noch zugestehen möchte sich auf RV weiter einzugewöhnen. Wäre zwar nicht die ideale Besetzung, so schlecht hat er sich auf RV aber auch nicht gemacht.
BVB - Transferpolitik |#14153
06.07.2019 - 13:34 Uhr
Zitat von Rocky13
Zitat von arche

...
Nur einige Beispiele der problematischen Kaderzusammensetzung:
- Unter den 19 Spieltagsoptionen befinden sich 4 IV und ein Spieler (Weigl), der im DM kaum noch zum Einsatz gekommen ist und häufig als Vertreter verletzter IV gespielt hat. In der Warteschleife (20. bis 28. Spieler) befinden sich mit Toprak und Balerdi zwei weitere IV. D.h. insgesamt IV-Überangebot.
- RAV ist mit einem in der vergangenen Saison noch einmal überraschend starken Piszczek besetzt, der aber 34 Jahre alt ist, und mit Hakimi, der höchstwahrscheinlich als Leihspieler von Real Madrid nach dieser Saison verschwindet und nicht verpflichtet werden kann. Ob das Talent Morey, der eigentlich als Perspektivspieler geholt wurde, bereits ein RAV-BU sein kann, ist ungewiss.
- LAV ist streng genommen nur einfach besetzt: Schulz. Schmelzer wird kaum noch als vollwertiger LAV-Spieler eingeschätzt. Guerreiro, sofern er den BVB nicht verlässt, wird kaum nun plötzlich eine Karriere als LAV beim BVB starten. Diallo, ebenfalls sofern er nicht den Verein verlässt, müsste bei einer Verletzung von Schulz erneut LAV spielen, was Diallo gestern in einem Interview nicht als "seine" Position bezeichnet hat. Er sei ein IV.
...


Guter Beitrag, du gibst dir generell viel Mühe die Dinge aufzuzeigen, finde ich super daumen-hoch
Als kleiner Hinweis, ich gehe davon aus, dass Hakimi als Option für LV gesehen wird falls Schulz ausfällt oder Pausen benötigt. Man hat ja noch Wolf, dem man eventuell auch noch zugestehen möchte sich auf RV weiter einzugewöhnen. Wäre zwar nicht die ideale Besetzung, so schlecht hat er sich auf RV aber auch nicht gemacht.


Hm, der BVB hat nicht erst seit der letzten Saison das Problem zu gering besetzter Außenverteidigerpositionen.
In der letzten Saison gab es keinen direkten Ersatzspieler für Schmelzer als LV und zwei RV-Spieler (Hakimi, Piszczek). Da Guerreiro beim BVB als LV offenbar als im Prinzip zu vermeidende und deshalb letzte Möglichkeit gesehen wird, hat der BVB in der vergangenen Saison eine verletzungsbedingt erstaunliche Besetzung der AV-Positionen auf beiden Seiten aufzuweisen (übrigens mit enormer Auswirkung auf die IV, v.a. für Diallo):

BL-Spiele: LV/RV (Kurzeinwechselungen oder frühe Auswechselungen bleiben unberücksichtigt)

1-4: Schmelzer/Piszczek
5 : Schmelzer/Hakimi
6-7: Diallo/Hakimi
8-9: Hakimi/Piszczek
10: Guerreiro/Hakimi
11-15: Hakimi/Piszczek
16: Schmelzer/Piszczek
17-21: Hakimi/Piszczek
22: Diallo/Wolf
23-24: Diallo/Hakimi
25: Hakimi/Wolf
26: Diallo/Hakimi
27: Diallo/Wolf
28: Diallo/Piszczek
29-31: Diallo/Wolf
32: Guerreiro/Akanji
33-34: Guerreiro/Piszczek

Auf der LV-Position hat sich bis jetzt für die kommende Saison deshalb nicht viel verändert, weil zwar Schulz verpflichtet wurde, aber Schmelzer in der gesamten Rückrunde der vergangenen Saison, obwohl wieder einsatzfähig, nicht mehr berücksichtigt wurde, sondern der IV Diallo, der RV Hakimi und am Ende der Saison sogar Gurreiro auf LV eingesetzt wurden. Schmelzer gilt offenkundig nicht mehr als vollwertiger Kaderspieler. Ob er sich noch mal zum BU für Schulz hochtrainieren kann, ist mehr als fragwürdig.

Auf der RV-Position hat immerhin die Verpflichtung von Morey für perspektivische Entspannung gesorgt. Ob Morey bereits in dieser Saison eine Alternative auf RV sein wird, ist aber auch mit einigen Fragezeichen versehen. Die Einsatzzeiten sehr junger Talente sind in den letzten Jahren kaum nennenswert - siehe z.B. Isak, Gomez, Balerdi - nur Riesentalente wie Sancho oder teils Hakimi (der aber auch wegen Verletzungen anderer Spieler) wurden häufig bzw. regelmäßig eingesetzt. Wolf sehe ich kritischer als du. Offensiv hat er sich ziemlich schwach präsentiert. Defensiv hat er mit großem Kampfgeist und Unterstützung der Mitspieler (u.a. Sancho, der deshalb offensiv aber etwas nachgelassen hat) zumindest keine katastrophalen Leistungen geliefert. Ich halte Wolf aber überhaupt noch nicht für einen guten Ersatz für einen Piszczek in guter Form und einen Hakimi ohne Konzentrationsschwächen. Da aber Piszczek 34 Jahre alt ist und Hakimi aller Voraussicht nach 2020 den Verein Richtung Madrid verlassen wird, ist auch die Lage bzgl. RV mal wieder prekär.

Insgesamt ist die derzeitige Zusammenstellung der Defensivabteilung unausgewogen. Viererkette vorausgesetzt könnte man die Unausgewogenheit so zusammenfassen: Zu viele IV und zu wenige AV. 2020 muss für die RV-Position zumindest ein BU geholt werden und für die LV-Position eigentlich bereits für die Saison 2019/20.

•     •     •

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; 
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg
BVB - Transferpolitik |#14154
10.07.2019 - 17:05 Uhr
Zitat von daredennis7

Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Ich denke man wird höhere Einnahmen anvisieren. Mich würde nicht wundern, wenn am Ende des Sommers auch hier ein 3 stelliger Mio. Betrag stehen soll oder gar muss. Wie viel man vom Festgeldkonto investieren will, wurde schließlich nicht gesagt, wobei man dort immer ungefähr bei 50 Mio. lag, aber eben auch noch überproportionale Transfernebenkosten bedenken muss.

Was die Einsparungen angeht: man hat mit Hummels einen Top 3 Verdiener dazugeholt. Brandt und Hazard sollen auch zwischen 6-8 Mio. verdienen. Schulz wird nicht weit dahinter liegen. Grob überschlagen rechne ich also damit, dass man im Etat derzeit schon wieder 30 Mio. in diese Spieler gebunden hat (ohne Morey und die neuen Profiverträge für den eigenen Nachwuchs), obwohl der Etat letzte Saison eh schon sehr hoch angesetzt war, was die Personalkostenquote angeht - geringer als im Vorjahr, aber im Vergleich zum Rest der Liga auf alle Fälle sehr hoch. Ich glaube nicht, dass Diallo, Schürrle, Guerreiro, Rode, Kagawa, Toljan und Philipp zusammen viel mehr verdienen, falls überhaupt. Einsparungen dürfte es daher erst geben, wenn mehr Spieler verkauft werden und keine neuen Spieler mehr kommen.

Ich gehe daher davon aus, dass man im Etat nur relativ einsparen wird, was du wahrscheinlich aber auch gemeint hast. Würde man die Spieler halten, warum auch immer, würden die Kosten im Etat explodieren. Kann man sie abgeben, steigen die Kosten nur leicht, was aber eben auch schon eine Aussage für sich ist, durch die nicht anzunehmen ist, dass man aus dem Etat in neue Spieler investieren kann, wenn man es zuletzt scho nicht mehr konnte, als die Personalkostenquote niedriger war. Auch deswegen ist Druck auf der Einnahmenseite und es dürfte nicht mehr so einfach reichen, wenn man einfach nur Gehälter einspart. Dafür hat man zu viel investiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 10.07.2019 um 17:06 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14155
10.07.2019 - 17:23 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von daredennis7

Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Ich denke man wird höhere Einnahmen anvisieren. Mich würde nicht wundern, wenn am Ende des Sommers auch hier ein 3 stelliger Mio. Betrag stehen soll oder gar muss. Wie viel man vom Festgeldkonto investieren will, wurde schließlich nicht gesagt, wobei man dort immer ungefähr bei 50 Mio. lag, aber eben auch noch überproportionale Transfernebenkosten bedenken muss.

Was die Einsparungen angeht: man hat mit Hummels einen Top 3 Verdiener dazugeholt. Brandt und Hazard sollen auch zwischen 6-8 Mio. verdienen. Schulz wird nicht weit dahinter liegen. Grob überschlagen rechne ich also damit, dass man im Etat derzeit schon wieder 30 Mio. in diese Spieler gebunden hat (ohne Morey und die neuen Profiverträge für den eigenen Nachwuchs), obwohl der Etat letzte Saison eh schon sehr hoch angesetzt war, was die Personalkostenquote angeht - geringer als im Vorjahr, aber im Vergleich zum Rest der Liga auf alle Fälle sehr hoch. Ich glaube nicht, dass Diallo, Schürrle, Guerreiro, Rode, Kagawa, Toljan und Philipp zusammen viel mehr verdienen, falls überhaupt. Einsparungen dürfte es daher erst geben, wenn mehr Spieler verkauft werden und keine neuen Spieler mehr kommen.

Ich gehe daher davon aus, dass man im Etat nur relativ einsparen wird, was du wahrscheinlich aber auch gemeint hast. Würde man die Spieler halten, warum auch immer, würden die Kosten im Etat explodieren. Kann man sie abgeben, steigen die Kosten nur leicht, was aber eben auch schon eine Aussage für sich ist, durch die nicht anzunehmen ist, dass man aus dem Etat in neue Spieler investieren kann, wenn man es zuletzt scho nicht mehr konnte, als die Personalkostenquote niedriger war. Auch deswegen ist Druck auf der Einnahmenseite und es dürfte nicht mehr so einfach reichen, wenn man einfach nur Gehälter einspart. Dafür hat man zu viel investiert.


Bei den von Dir aufgeführten Spielern macht es die Masse und so kommst du sicher auf die 30 Millionen an eingesparten Gehältern. Es ist eben die Abkehr vom alten Muster viele Spieler im mittleren Gehaltsbereich zu unterhalten und dafür lieber weniger Spieler im hohen Gehaltsbereich zu unterhalten.
So gehe ich bei Deinem Szenario (aufgeführte Abgänge, keine weiteren Zugänge) von sinkenden Personalkosten aus. Dies in totalen Zahlen.
Beim prozentualem Personalkostenanteil gehe ich von einer deutlicheren Reduzierung zum Vorjahr aus, da der Umsatz transferbereinigt wahrscheinlich steigen wird.

Natürlich wird der Verein versuchen maximale Erlöse bei den Verkäufen zu generieren. Im Extremfall wird man Spieler aber eher für eine symbolische Summe abgeben (Rode, Schürrle), um hier die Lohnkosten zu sparen. Das sind aber Spieler die bei uns im Kader keinen sportlichen Mehrwert darstellen, da sie in der Personalplanung des Trainers kaum eine Rolle spielen.
Sportlich sinnvolle Spieler wie Diallo,Guerreiro oder Weigl werden sicherlich nicht verschenkt, da sie sportlich dem Verein weiterhelfen können.

Ich finde die Abgänge laufen gut an und wir haben schon vier Spieler abgegeben. Wenn es so weitergeht, bin ich optimistisch das wir deutlich unter 30 Mann im Kader haben werden. Und mit der Leihgebühr für Toljan hätte ich in dieser Höhe nicht gerechnet.
BVB - Transferpolitik |#14156
10.07.2019 - 18:15 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von daredennis7

Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Ich denke man wird höhere Einnahmen anvisieren. Mich würde nicht wundern, wenn am Ende des Sommers auch hier ein 3 stelliger Mio. Betrag stehen soll oder gar muss. Wie viel man vom Festgeldkonto investieren will, wurde schließlich nicht gesagt, wobei man dort immer ungefähr bei 50 Mio. lag, aber eben auch noch überproportionale Transfernebenkosten bedenken muss.

Was die Einsparungen angeht: man hat mit Hummels einen Top 3 Verdiener dazugeholt. Brandt und Hazard sollen auch zwischen 6-8 Mio. verdienen. Schulz wird nicht weit dahinter liegen. Grob überschlagen rechne ich also damit, dass man im Etat derzeit schon wieder 30 Mio. in diese Spieler gebunden hat (ohne Morey und die neuen Profiverträge für den eigenen Nachwuchs), obwohl der Etat letzte Saison eh schon sehr hoch angesetzt war, was die Personalkostenquote angeht - geringer als im Vorjahr, aber im Vergleich zum Rest der Liga auf alle Fälle sehr hoch. Ich glaube nicht, dass Diallo, Schürrle, Guerreiro, Rode, Kagawa, Toljan und Philipp zusammen viel mehr verdienen, falls überhaupt. Einsparungen dürfte es daher erst geben, wenn mehr Spieler verkauft werden und keine neuen Spieler mehr kommen.

Ich gehe daher davon aus, dass man im Etat nur relativ einsparen wird, was du wahrscheinlich aber auch gemeint hast. Würde man die Spieler halten, warum auch immer, würden die Kosten im Etat explodieren. Kann man sie abgeben, steigen die Kosten nur leicht, was aber eben auch schon eine Aussage für sich ist, durch die nicht anzunehmen ist, dass man aus dem Etat in neue Spieler investieren kann, wenn man es zuletzt scho nicht mehr konnte, als die Personalkostenquote niedriger war. Auch deswegen ist Druck auf der Einnahmenseite und es dürfte nicht mehr so einfach reichen, wenn man einfach nur Gehälter einspart. Dafür hat man zu viel investiert.


Ja da gehe ich komplett mit. Ich denke auch, man wird Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe generieren wollen. Im Prinzip hat man genug Material, um dass auch umzusetzen. Auf der Zugangsseite wird vermutlich daher nicht mehr allzu viel passieren.
Kann mir da eher noch 1-2 Talente vorstellen, falls man seine gesteckten Einnahmenziele erreicht. Ein Stürmer und ein Flügelspieler (drbbler) täten dem Kader sicherlich noch gut.

Ich glaube falls man die richtigen Spieler loswerden kann, sollten 30 Mio Gehaltsersparnis und ca. 100 Mio Transfereinnahmen drin sein.

Weigl 25 Mio / 4 Mio
Guerreiro 25 Mio / 3 Mio
Toprak 3 Mio / 6,25 Mio
Schürrle 8 Mio / 7 Mio
Isak 6,5 Mio / 1 Mio
Kagawa 1,5 Mio / 5,5 Mio
Philipp 17 Mio / 3 Mio
Rode 4 Mio / 4 Mio
Toljan 3 Mio + 5 Mio / 3,5 Mio

Selbst ohne Diallo, Zagadou, Dahoud, Wolf oder Schmelzer wären das ca. 100 Mio Transfereinnahmen und mindestens 35 Mio Gehälter im Jahr eingespart.

Dafür muss Zorc aber noch sehr sehr gute Arbeit leisten. Ich traue es ihm zu, seit Toljan erst recht. Für mich aber nicht undenkbar, dass Zorc da beim Turn und River nochmal überraschen könnte. Der Kader hätte dann auch direkt die richtige Größe. Die Transfereinnahmen halte ich für realistisch, da es für Guerreiro, Philipp, Weigl und eventuell Zagadou / Diallo einen Markt gibt. Für den Rest und sicherlich nochmal einem ordentlichen Batzen an Gehalt, wird es eine Mamutaufgabe. Lieber auf 5 Mio an Ablöse verzichten und Rode, Toprak, Schürrle und Kagawa loswerden, um den Personaletat in den nächsten beiden Jahren zu entspannen.
BVB - Transferpolitik |#14157
10.07.2019 - 19:12 Uhr
Natürlich ist der Sommer nach lang, aber Kader ist sowas von überfüllt. Darüber, dass wir aktuell 6 AVs im Team haben, darüber spricht ja nicht mal jemand (ohne Toljan!) grins Spielt der Morey ne starke Vorbereitung sind Schmelzer und Wolf auf einmal komplett raus.

Ich sehe es eigentlich so, dass man folgende Spieler durchaus in Frage stellen muss.

Toprak
Balerdi
Diallo oder Zagadou
Schmelzer
Wolf
Rode
Weigl
Dahoud
Larsen
Gomes
Schüü
Kagawa
Phillipp
Toljan

Guerreiro gibt man eigentlich nicht freiwillig ab, den lasse ich jetzt mal raus.

Das sind einfach 14 Spieler, die eigentlich keinen Stammplatz bzw nicht mal ne sichere Back Up Rolle haben. Sowas ist nicht gut...dieses Status sollten vielleicht 4-5 Spieler im Kader haben...


Vielleicht muss man am Ende des Tages auch überlegen, ob es vielleicht Sinn macht Schürrle zu behalten und ihn zu nutzen und dafür Larsen verkauft, oder verleiht.

Genauso ist Rode ein guter Mann. Weigl zB hat für diesen Kader keinen Mehrwert mehr..das ist Fakt. Rode dagegen ist ein anderer Spielertyp. Man muss auch in solche Richtungen überlegen.

Weil, alle werden wir bestimmt los. Das ist klar
BVB - Transferpolitik |#14158
10.07.2019 - 19:41 Uhr
Zitat von Luis_Figo7

Vielleicht muss man am Ende des Tages auch überlegen, ob es vielleicht Sinn macht Schürrle zu behalten und ihn zu nutzen und dafür Larsen verkauft, oder verleiht.

Genauso ist Rode ein guter Mann. Weigl zB hat für diesen Kader keinen Mehrwert mehr..das ist Fakt. Rode dagegen ist ein anderer Spielertyp. Man muss auch in solche Richtungen überlegen.

Weil, alle werden wir bestimmt los. Das ist klar


Schürrle ist schon längst frei gestellt für die Vereinssuche, da wird mit Sicherheit kein Umdenken mehr erfolgen.

Und mit der abenteurlichen Behauptung Weigl hat für den Kader keinen Mehrwert, Rode hingegen schon, dürftest du ziemlich alleine da stehen. Zumal man in Delaney den besseren Spieler bereits im Kader hat.
BVB - Transferpolitik |#14159
10.07.2019 - 20:05 Uhr
Zitat von Luis_Figo7

Natürlich ist der Sommer nach lang, aber Kader ist sowas von überfüllt. Darüber, dass wir aktuell 6 AVs im Team haben, darüber spricht ja nicht mal jemand (ohne Toljan!) grins Spielt der Morey ne starke Vorbereitung sind Schmelzer und Wolf auf einmal komplett raus.

Ich sehe es eigentlich so, dass man folgende Spieler durchaus in Frage stellen muss.

Toprak
Balerdi
Diallo oder Zagadou
Schmelzer
Wolf
Rode
Weigl
Dahoud
Larsen
Gomes
Schüü
Kagawa
Phillipp
Toljan

Guerreiro gibt man eigentlich nicht freiwillig ab, den lasse ich jetzt mal raus.

Das sind einfach 14 Spieler, die eigentlich keinen Stammplatz bzw nicht mal ne sichere Back Up Rolle haben. Sowas ist nicht gut...dieses Status sollten vielleicht 4-5 Spieler im Kader haben...


Vielleicht muss man am Ende des Tages auch überlegen, ob es vielleicht Sinn macht Schürrle zu behalten und ihn zu nutzen und dafür Larsen verkauft, oder verleiht.

Genauso ist Rode ein guter Mann. Weigl zB hat für diesen Kader keinen Mehrwert mehr..das ist Fakt. Rode dagegen ist ein anderer Spielertyp. Man muss auch in solche Richtungen überlegen.

Weil, alle werden wir bestimmt los. Das ist klar


Man muss allerdings die Namen auch differenziert betrachten. Gomez & Larsen sind noch Entwicklungsfähig, genauso Balerdi, der aber ordentlich an Ablöse gekostet hat, dafür wurde aber klipp und klar kommuniziert, dass er ein zukunftsorientierter Transfer ist.

Weigl ist wie Dahoud, Wolf, Toljan und Philipp zwar über den Talentstatus hinweg, aber auch noch mit Potential. Für solche Spieler gibt es immer einen Markt, oder eben die Option einer Leihe, die sich für den BVB rentieren kann.

Kagawa, Toprak, und die Flops mit Ansage Rode und Schürrle sind halt an ihrem Zenit oder darüber hinaus. Für Schmelle gilt das Selbe, aber er ist halt ein Dortmunder Urgestein.

Susi muss sich einen Schuh anziehen, und zwar das viele der aufgelisteten Spieler einfach viel zu viel beim BVB verdienen. Wenn ich überlege, dass ein Toprak wohl bis zu 7 mio oder ein Wolf 5mio per anno verdient, ist das nicht Marktgerecht für die Qualität dieser Spieler. Schürrle und Rode waren ja in allen Belangen überteuert...
klar erhofft man sich immer, dass diese Transfers zünden, aber vielleicht sollte das Projekt BVB die Spieler mehr überzeugen, als ein Fetter Vertrag. Oder man muss mehr in die Leistungsorientierten Verträge gehen.

So wird es schwer diese Spieler loszubekommen, da man ihnen es ja nicht übel nehmen kann, wenn sie nicht wechseln wollen, weil sie wo anders deutlich weniger verdienen. Diese Kritik müssen sich die Verantwortlichen meiner Meinung nach gefallen lassen

•     •     •

"Der größte Antrieb ist, die Angst davor das alles wieder zu verlieren"

Forza BVB!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von haesel_BVB am 10.07.2019 um 20:16 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14160
11.07.2019 - 13:54 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.
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