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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#14041
16.06.2019 - 12:57 Uhr
Zitat von Vero-amore
Ein Name kommt mir bei unserer aktuellen Entwicklung und auch bei der Transferpolitik viel zu kurz.
MATTHIAS SAMMER!!!
Seitdem Sammer da ist treten wir ganz anders auf. Oder hätte irgendjemand hier darauf gewettet, das Aki vor den Beginn der neuen Saison, den Bayern den Fehde Handschuh vor die Füße wirft und den ultimativen Meisterkampf ausruft ?

Nach den Entwicklungen der letzten Saison und der Tatsache, dass wir in dierser Sommertransferperiode nicht viele Federn lassen werden und die personelen konsequenzen von 2016/2017 nun abschütteln können, habe ich das durchaus.
Das Auftreten ist ja auch der Ausgangslage geschuldet und die war in den vergangenen zwei Jahren nicht annähernd so günstig wie heute.


Zitat von Vero-amore

Das wäre doch bis vor kurzem Undenkbar gewesen

warum?


Zitat von Vero-amore

, der redetet doch nur vom 2 Leuchtturm und dem regelmäßigen erreichen der CL. Das Wort Meisterschaft war ein No Go und durfte frühestens ab den 30 Spieltag leise in einem Nebensatz versteckt werden.

..... was sich inwiefern widerspricht?
Bei der ausklingenden Dominanzphase der Bayern und den Problemen im eigenen Verein war es von der Ausganglage her in den letzten 2-3 Jahren nicht sinnvoll allzu laut von der Meisterschaft zu schwadronieren. Diese Situation hat sich jetzt geändert, in den nächsten 1-2 Jahren wird man das tun können. Was darauf folgt, wird dann später abzusehen sein.



Zitat von Vero-amore

Sammer hat der Führungsetage die Augen geöffnet und neues Selbstvertrauen impliziert.

Und nebenbei hat er im Vorrübergehen das Rad erfunden!

Mal ganz ernsthaft. Das einige hier in besonderer Weise überrascht sind, überrascht mich keineswegs. Das liegt auch nicht an Sammer, sondern an einer sehr oberflächlich/polulistischen Weise, wie Watzke hier im Forum in den letzten Jahren betrachtet wurde.
Watzke war noch nie ein notorischer Schwarzmaler, auch wenn das einige gern so wollen. Betrachtet man es aber realistisch gab es bei Ergebnissen der Bayern stehts über 80 Punkten, teilweise an derer 90 kratzend und zeitgleicher, nicht unerheblicher Probleme im eigenen Verein keinen Grund den Überflieger zu bekommen, den einige hier gerne sehen wollten.


Zitat von Vero-amore

Nachdem man letzte Saison mit den Neuzugängen Witsel, Delaney, Alcacer und Wolf ein solides Fundament gebaut hat, war man überrascht wie lange man den großen FCB die Stirn bieten konnte. Leider waren die vorhanden Säulen, Reus und Götze nicht ausreichend um den ganzen die nötige Stabilität zu geben. So musste ein Teenie fast alleine unsere Offensive tragen, zumindest wenn es um die Kreativität und den Überraschungsmoment ging.

Auch wenn ich Sancho nicht die Qualitäten absprechen möchte, aber dass ist dann doch ein bisschen viel in schwarz-weiß.

Zitat von Vero-amore

Und genau jetzt passiert was? Genau, man ist dabei weitere qualitativ hochwertige Säulen für die Stabilität zu holen und das ganze Gebäude unerschütterlich zu machen. Man arbeitet daran, aus den bestehenden 4 oder 5 Säulen, 11 zu machen und damit bevorstehende Abgänge wie die von Sancho viel leichter aufzufangen.

Mit anderen Worten man macht genau das , was man seit 2011 kontinuierlich gemacht hat, mit mal größerem, mal weniger großem Erfolg. In den letzten beiden Jahren hatten wir das Problem, dass die Transferperiode 2016 übel schief gegangen ist, dann hatten wir den Anschlag und die Querelen auf dem Trainerposten. Unter solchen vorbedingungen lässt sich nicht mal eben ein gut funktionierendes, solides Fundament herzaubern, geschweigedenn realistsich den Bayern den Kampf ansagen.


Zitat von Vero-amore

Der mögliche Nachfolger von Sancho wird es dann zum Beispiel viel einfacher haben sofort Fuß zu fassen, da das ganze Konstrukt auf viel mehr Säulen verteilt ist.(/quote]
Wird abzuwarten bleiben. reus wird nicht jünger, Witsel auch nicht der Verbleib von Götze ist ungeklärt, darauf, dass Akanji und Diallo hier ihre Karriere beenden wollen, würde ich eher nicht setzen, einen Piszczek, der in diesem Jahr noch eine sichere Bank ar, werden wir ab 2021 wohl auch nicht mehr haben.
Es ist im Fußball, was die personelle Situation angeht müßig Kaderkonstellationen auf mehr als ein oder maxmal anderthalb Jahre hin antizipieren zu wollen. Das ist vollkommene Kaffeesatzleserei.


Zitat von Vero-amore

Lange Rede kurzer Sinn, für mich zieht im Hintergrund ein Sammer die Fäden und gibt die Richtung an, Zorc und Kehl setzen diese dann um.

Deine Meinung in Ehren, ich persönlich halte sie auf dieser Basis für Geschwätz. Wenn dieses Geschwätz dabei hilft, die hier kursierenden Ressentiments gegen Zorc und Watzke einzudämmen soll mir recht sein, wenn es Anklang findet, aber drann ist an der Vorstellung, das Sammer im Hintergund die Fäden zieht und dass es eine vollkommene Neuorientierung gegeben hätte nichts.

Zitat von Vero-amore

Klar, das würde nach außen hin so nie kommuniziert werden, aber es ist dann Augenscheinlich das seit Sammer sein auftreten ein ganz anderer Wind bei uns weht und das macht ja auch Sinn, nur zum Kaffee trinken oder Skat spielen hätte man auch Kloppo holen können.

Fakt ist eifach, wir stehen seit dieser Saison personell wieder auf solideren Füßen als in den vergangenen zwei Jahren, was eine Folge der Arbeit der Vereinsspitze, maßgeblich im Frühjahr 2018 und Favres gewesen ist, für die Sammer nichts kann, denn da war er noch gar nicht engagiert.
Für mich ist Sammer einfach ein geschickter Schachzug, was die Medienpolitik des BVB angeht, nicht weil ich meine, dass er da viel mitzueden hätte, sondern weil einige offenbar der Meinung sind, dem wäre so.

Das beruhigt die notorischen Schreihälse und sorgt dafür, dass unsere Verantwortlichen in Ruhe weitermachen können.
Sicherlich wird man ihn hinzugezogen haben, weil der Laden für die herkömmlichen Vereinsstrukturen einfach zu groß wird, so dass man ein neues System entwerfen muss, was die innere Koordinierung angeht. Das werden aber eher konzipierende und keine operativen Aufgaben sein.
BVB - Transferpolitik |#14042
16.06.2019 - 13:08 Uhr
Ich gib dir da grundsätzlich Recht. Man sollte Sammers Anteil sicher nicht unterschätzen, zumindest hat er die Empirie ganz klar auf seiner Seite, da es mit seinem erscheinen im Verein recht plötzlich erstaunlich gut läuft und irgendwie auch die Transfers mit Schulz, Hazard, (Hummels) und Brandt und in der Vorsaison mit Witsel und co. ein ganz anderes Niveau erreicht haben als in den vorherigen 3 Jahren. Sicherlich spielt die Rolle von Zorc, Watzke und Kehl auch eine große Rolle, Sammer scheint jedoch ein passabler Berater zu sein . smile
Macht jedenfalls wieder großen Spaß die Transfers zu verfolgen.

Etwas unrecht geben muss ich dir bei dem Kloppo Kaffe trink Part. Ich denke Kloppos Einfluss auf Vereine sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden und er würde sicher ebenfalls einen sehr kompetenten Berater darstellen (wär er kein Weltklasse Trainer).
Kloppo hat in Liverpool beispielsweise persönlich dafür gesorgt, dass die Köchin und Ernährungswissenschaftlerin des Fc Bayerns zum FC Liverpool wechselt, was definitiv für seine fußballerische Weitsicht der Dinge spricht. ^^
https://www.youtube.com/watch?v=f7ymFyVUzm4 (Ernährungsdoku Bericht Klopp/Liverpool)
BVB - Transferpolitik |#14043
16.06.2019 - 17:01 Uhr
Ich würde in der Transferpolitik gerne mal Watzke und Zorc in einer Hinsicht loben, wo viele seitdem der Erfolg relativ konstant Einzug gehalten hat, arg kritisiert wurden - sie trauen sich auch riskante Transfers, grosse Namen. Oft wird - auch abseits des BVBs wenn kein inhaltsleeres „Konkurrenz leerkaufen“ geblubbert wird - von Fussballfans kritisiert, dass wir nur Talente holen. So kann man den Bayern ja gar keine Paroli bieten.

Watzke und Zorc zeigten aber immer wieder mit recht hochkarätigen Transfers oder Beinahetransfers, dass sie durchaus bemüht sind hochklassige Spieler unter Vertrag zu bekommen. Dabei waren leider einige Flops, aber im Grunde fing es bereits 2013 mit Mkhitaryan an - man wollte Götze möglichst zeitnah hochklassig ersetzen. Ebenso hat man eine recht hohe Summe für damalige Verhältnisse in Immobile investiert - wer sich seine 13/14 Saison nochmal anschaut und Serie A Torschützenkönige anschaut sieht nur wenige Spieler die nicht sehr hohes Niveau verkörper(te)n.

2016 muss man hinsichtlich Schürrle gar nicht grossartig neu interpretieren, die Hoffnung war bei uns Fans nie in relevanter Menge vorhanden und es war leider ein finanziell schlechter Transfer. Beachten würde ich eher das man da auch andere Spieler auf dem Zettel hatte, die absagten oder zu teuer wurden. Bellarabi bspw., der sollte kommen um den Flügel zu bearbeiten und mit Dribblings auszuhelfen, war die Saisons davor der assiststärkste deutsche Spieler in der Bundesliga. Da hat Völlers 38 Mio Forderung den Transfer verhindert. Oder Marek Hamsik, einer der vermutlich unterbewerten Weltklassespieler seiner Zeit. Am Ende hat Hamsik halt doch seinem Napoli die Treue gehalten, hätte aber als Gündogannachfolger gut passen können, auch wenn die Typen natürlich Unterschiede aufweisen. Oder auch der Mut, den gescholtenen Götze zurückzuholen.

Damit komme ich auch schon zur Grundintention des Posts - Hummels. Sportlich war er auch bei Bayern kein grosses Problem, eher einer der Besten in der Defensive - Liverpoolspiele, gegen uns, er zeigte mit seiner Antizipation und Pässen mehr als gute Leistungen. Unsere Abwehr mag individuell vom Talent her nicht schlecht sein, aber wir haben viele unnötige, kopflose Gegentore kassiert, wo ein „Chef“ der alle in Reih und Glied dirigiert bestimmt nicht geschadet hätte. Zudem hat Hummels ohne Probleme 2-3 Jahre mindestens Weltklasseleistungen im Tank. Soviele Weltklassespieler die deutsch sprechen und verfügbar wären fallen mir schonmal nicht ein. Rein sportlich super.

Und das Charakterliche? Keiner von uns kennt die genauen Gründe des Wechsels - ein Boateng wechselte auch wegen seiner Frau nach Italien, das Leben kann sich schnell ändern, also hat er sich einen Kindheitstraum erfüllt und war paar Monate später beim FC Barcelona. Hummels ist vor 3 Jahren gegangen, vielleicht merkt er was er verlassen hat? Vielleicht merkt seine Cathy, dass der kleine Ludwig auch wenn er noch 2-3 Jährchen in Dortmund in den Kindergarten geht trotzdem immer wieder zu Oma und Opa nach München kann? Vielleicht ist sie auch selbst beruflich soviel am Reisen das Mama und Papa des Hummelsehepaars eh einen geringen Faktor spielen können, solange sie noch jung genug zum modeln und Mats Hummels Profifussballer ist?

Der Abschied wirkte bereits reumütig, ebenso wirkte Mats in München selten glücklich - mein Empfinden und viele teilten die Meinung hier. Wenn er sportlich Sinn macht, muss man ihn meiner Meinung nach holen.
Charakter ist eine schwere Frage, gerade bei Promis. Unser geliebter Kapitän fuhr jahrelang ohne Führerschein. Unser ehemaliger Capitano Kehl hat einst Bayern zugesagt und sich dann für uns entschieden a la Malcom in der Saga um Roma und Barca. Ein Sancho postet im Auto oberkörperfreie Videos wie er mitsingt. Ein Akanji redet immer nur von Manchester United. Und wer sich mit Snus auskennt - ein Tabak für unter den Lippen - wird diese Dosen bei gefühlt allen Fussballern die Fotos posten auftauchen. Wo fangen Dinge an, die wir als charakterlos betiteln?
Mats wirkte wenigstens nie zufrieden mit dem Wechsel, brachte eine sehr faire Summe, hatte nachvollziehbare Wechselgründe aufgrund seiner Familienplanung und hat im Endeffekt kein Menschenleben aktiv gefährdet oder sonst was. Er kennt den Verein, bringt Leistung und mit Witsel und Reus könnte er mMn eine Weltklasseachse bilden. Und das zählt. Identifikation mit Spielern ist eh selten geworden, so ist es zumindest bei mir.
BVB - Transferpolitik |#14044
16.06.2019 - 18:10 Uhr
Die Kaderentwicklung und damit die Transferpolitik des BVB (und ähnlich aufgestellter Vereine) müssen folgende Problemstellungen durch Zu- und Abgänge von Spielern Jahr für Jahr lösen (mal einschneidender, mal weniger einschneidend):

1. Wie kann mindestens das Leistungsniveau des Kaders gehalten, günstigenfalls aber verbessert werden?

2. Wie sollte bestenfalls das Mengenverhältnis zwischen jungen und talentierten, aber unerfahrenen Spielern, mittelalten, mit Potenzial ausgestatteten und schon ziemlich erfahrenen Spielern sowie mittelalten bis älteren und deshalb sehr erfahrenen Spielern aussehen?

3. Wie kann aus diesen altersunterschiedlichen Spielern ein leistungsfähiger mit Steigerungspotenzial ausgestatteter Kader zusammengestellt und im Kern auch über längere Zeiträume (= mehr als 3 Jahre, besser mehr als 4 Jahre) zusammengehalten werden?

4. Wie - und das hängt mit 3. engstens zusammen - kann die Kaderzusammenstellung die Spielidee des aktuellen Trainers einerseits deutlich widerspiegeln und dadurch unterstützen, ohne dass andererseits der Verein in allzu extremer Form die Spielerzugänge und -abgänge auf die Spielidee des Trainers zuschneidet, weil dieser Trainer aus den verschiedensten Gründen auch schnell wieder seinen Platz räumen muss oder will (gilt auch für Favre)?

5. Wie sollte die Mischung des Kaders unter Einhaltung der einschlägigen Regelvorgaben aussehen, um einerseits zu gewährleisten, Internationalität im Kader zu haben, aber andererseits auch sicherzustellen, nicht den Eindruck zu erwecken, reine "Söldnertruppen" aus aller Welt auf den Rasen zu schicken, mit denen sich Fans und Anhänger zunehmend schlechter identifizieren können?

6. Wie kann es gelingen - und das hängt engstens mit 5. zusammen - im Kader wenigstens einige Spieler zu binden, die regelmäßig in der deutschen Nationalmannschaft und in Nationalmannschaften anderer Staaten spielen? (Eine Frage, die sich für manche Löw-Basher und nicht wenige NM-Gegner hier im Forum zu erübrigen scheint bzw. als fehlgeleitet gilt, aber in anderen Staaten und auch immer noch bei vielen Fußballanhängern in Deutschland von nicht geringer Bedeutung ist und außerdem auch einen erheblichen Marketing-Vorteil darstellt, wenn sie so beantwortet wird, dass sich einige Nationalspieler im Kader befinden.)

Schaut man sich auf dem Hintergrund dieser Problemstellungen für Kaderentwicklung und Transferpolitik die derzeitige Transferpolitik des BVB an, dann kann man Folgendes einigermaßen sicher feststellen:

1. Durch die Verpflichtung von Brandt und Schulz werden mehrere Problemlösungen gleichzeitig versucht:
- Verbesserung des Kaders im ZM/OM (Brandt) und auf LV und partiell auch LA-Schiene (Schulz)
- Verpflichtung eines mittelalten Spielers (Schulz, 26) mit langjähriger Bundesligaerfahrung (BSC, BMG, HOF), der sich allerdings erst mit 24 J. bei Hoffenheim eindeutig durchsetzen und dort auch etwas internationale Erfahrung sammeln konnte, und eines jungen Spielers (Brandt, 23), der aber über langjährige Erfahrung in der Bundesliga (in 5 Jahren bei Leverkusen sukzessive zum Stammspieler avanciert) und internationalen Wettbewerben (CL und EL) verfügt.
- Verpflichtung zweier regelmäßig in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufener Spieler.
- Fünfjahresverträge (bis 2014) für beide Spieler.

2. Durch die Verpflichtung von Hazard werden ebenfalls mehrere Problemlösungen angestrebt:
- Leistungssicherung und möglicherweise Verbesserung des BVB auf der linken Außenbahn bzw. Verpflichtung eines "echten" Linksaußen, der aber auch über Kombinationspotenzial im linken Halbfeld verfügt.
- Verpflichtung eines mittelalten Spielers (26) mit fünfjähriger Bundesligaerfahrung bei BMG, der dort schrittweise zum Stammspieler heranreifte und in den Spielzeiten 2014/15 bis 2016/17 internationale Erfahrungen sammelte (CL und EL).
- Verpflichtung eines Nationalspielers (Belgien).
- Hazard wurde ebenfalls mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet.

Diese Transfers signalisieren, dass der BVB die beiden typischen Abgangssituationen guter bis sehr guter Spieler zukünftig minimieren möchte. Einerseits wird nämlich die Kaderkontinuität beim BVB durch diejenigen jungen Talente immer wieder gestört, die in sehr jungem Alter den BVB vorwiegend nur als Sprungbrett für einen Abgang v.a. nach England und Spanien betrachten, andererseits durch Spieler, die sich im mittleren Alter beim BVB sehr gut entwickelt haben und "nach Höherem" und mehr Geld (!) streben oder durch ältere gestandene Spieler (je nach Position ca. 28-30-jährig), die ihren "letzten großen Vertrag" bei einem anderen Verein unterschreiben wollen.

Dass bei diesem Unterfangen (Stichwort: Kaderkontinuität/längere Bindung an den Verein) nicht ins oberste Regal gegriffen wird (und auch aus finanziellen Gründen nicht gegriffen werden kann), passt zu einem Verein wie dem BVB sehr gut. Bereits die Verpflichtungen von Witsel und Delaney gingen in diese Richtung. Aber auch die hier im Forum viel geschmähten Rückholaktionen mittelalter oder älterer ehemaliger BVB-Spieler, die aus verschiedenen Gründen ihre "Ausflüge" zu anderen Vereinen beenden wollen oder müssen, aber für den BVB durchaus noch leistungssichernd oder sogar -steigernd sein können, gehören zu dieser Strategie.

Wie kompliziert sich das gestalten kann, liegt allerdings auch auf der Hand. Götze ist wegen seiner Krankheit ein Sonderfall. Kagawa hätte durchaus unter einem anderen Trainer beim BVB noch einige Jahre eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen können. Über Sahin ist die Entwicklung des Fußballs v.a. bzgl. Schnelligkeit hinweggegangen. Insgesamt haben aber auch die schnellen Trainerwechsel (Tuchel, Bosz, Stöger, Favre) nach der langen Klopp-Phase die Transferpolitik des BVB vor neue Herausforderungen gestellt, die nicht alle zufriedenstellend bewältigt wurden. Die Verpflichtungen von z.B. Toljan, Schürrle, Isak, Merino, Rode, letztlich aber auch z.B. Philipp erwiesen sich als wenig positiv und führten dazu, dass sich der BVB stärker mit Leihen und frühzeitigen Wiederverkäufen auseinandersetzen musste. Schaut man sich an, wie viele Spieler nun im Sommer 2019 hoffentlich verkauft werden können, dann kann man durchaus von einem Problemstau sprechen.

In diesem Zusammenhang wäre ein Hummelstransfer zum BVB besonders interessant, denn damit geriete wieder ein Spieler in den Fokus, der ein Rückkehrer wäre, aber über noch hinreichend Spielstärke verfügt, dass er den BVB teils defensiv, v.a. aber im Spielaufbau verbessern kann.

Es wird spannend sein zu beobachten, ob es dem BVB in den kommenden Jahren gelingt,
- eine stärkere Vereinsbindung von Leistungsträgern herbeizuführen
- damit eine größere Kaderkontinuität aufzubauen
- eine bessere Mischung aus Talenten und "fertigen" Spielern zu finden
- die nationale und internationale Reputation zu stärken
- und sich durch diese Entwicklungen als Meisterschaftsanwärter und als starker CL-Teilnehmer zu etablieren.

Die im Transferpolitik- und Taktikthread diskutierten möglichen Unvereinbarkeiten von Spielerqualitäten (auch der Neuverpflichtungen) auf dem Hintergrund der favreschen Spielidee könnten eine negative Rolle spielen, müssen es aber nicht, weil einige Aspekte nur sehr schwer vorauszusehen sind, v.a., Synergieeffekte und Teambuilding-Effekte.

Meiner Auffassung nach sind die derzeitigen Transferbemühungen des BVB eher intelligent und berücksichtigen zahlreiche wichtige Transferfaktoren. Risiko ist immer vorhanden, aber es scheint niedriger zu sein als bei einigen früheren oben erwähnten Verpflichtungen.

•     •     •

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; 
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg
BVB - Transferpolitik |#14045
16.06.2019 - 20:46 Uhr
Zitat von LeFiete

Ich würde in der Transferpolitik gerne mal Watzke und Zorc in einer Hinsicht loben, wo viele seitdem der Erfolg relativ konstant Einzug gehalten hat, arg kritisiert wurden - sie trauen sich auch riskante Transfers, grosse Namen. Oft wird - auch abseits des BVBs wenn kein inhaltsleeres „Konkurrenz leerkaufen“ geblubbert wird - von Fussballfans kritisiert, dass wir nur Talente holen. So kann man den Bayern ja gar keine Paroli bieten.

Watzke und Zorc zeigten aber immer wieder mit recht hochkarätigen Transfers oder Beinahetransfers, dass sie durchaus bemüht sind hochklassige Spieler unter Vertrag zu bekommen. Dabei waren leider einige Flops, aber im Grunde fing es bereits 2013 mit Mkhitaryan an - man wollte Götze möglichst zeitnah hochklassig ersetzen. Ebenso hat man eine recht hohe Summe für damalige Verhältnisse in Immobile investiert - wer sich seine 13/14 Saison nochmal anschaut und Serie A Torschützenkönige anschaut sieht nur wenige Spieler die nicht sehr hohes Niveau verkörper(te)n.

2016 muss man hinsichtlich Schürrle gar nicht grossartig neu interpretieren, die Hoffnung war bei uns Fans nie in relevanter Menge vorhanden und es war leider ein finanziell schlechter Transfer. Beachten würde ich eher das man da auch andere Spieler auf dem Zettel hatte, die absagten oder zu teuer wurden. Bellarabi bspw., der sollte kommen um den Flügel zu bearbeiten und mit Dribblings auszuhelfen, war die Saisons davor der assiststärkste deutsche Spieler in der Bundesliga. Da hat Völlers 38 Mio Forderung den Transfer verhindert. Oder Marek Hamsik, einer der vermutlich unterbewerten Weltklassespieler seiner Zeit. Am Ende hat Hamsik halt doch seinem Napoli die Treue gehalten, hätte aber als Gündogannachfolger gut passen können, auch wenn die Typen natürlich Unterschiede aufweisen. Oder auch der Mut, den gescholtenen Götze zurückzuholen.

Damit komme ich auch schon zur Grundintention des Posts - Hummels. Sportlich war er auch bei Bayern kein grosses Problem, eher einer der Besten in der Defensive - Liverpoolspiele, gegen uns, er zeigte mit seiner Antizipation und Pässen mehr als gute Leistungen. Unsere Abwehr mag individuell vom Talent her nicht schlecht sein, aber wir haben viele unnötige, kopflose Gegentore kassiert, wo ein „Chef“ der alle in Reih und Glied dirigiert bestimmt nicht geschadet hätte. Zudem hat Hummels ohne Probleme 2-3 Jahre mindestens Weltklasseleistungen im Tank. Soviele Weltklassespieler die deutsch sprechen und verfügbar wären fallen mir schonmal nicht ein. Rein sportlich super.

Und das Charakterliche? Keiner von uns kennt die genauen Gründe des Wechsels - ein Boateng wechselte auch wegen seiner Frau nach Italien, das Leben kann sich schnell ändern, also hat er sich einen Kindheitstraum erfüllt und war paar Monate später beim FC Barcelona. Hummels ist vor 3 Jahren gegangen, vielleicht merkt er was er verlassen hat? Vielleicht merkt seine Cathy, dass der kleine Ludwig auch wenn er noch 2-3 Jährchen in Dortmund in den Kindergarten geht trotzdem immer wieder zu Oma und Opa nach München kann? Vielleicht ist sie auch selbst beruflich soviel am Reisen das Mama und Papa des Hummelsehepaars eh einen geringen Faktor spielen können, solange sie noch jung genug zum modeln und Mats Hummels Profifussballer ist?

Der Abschied wirkte bereits reumütig, ebenso wirkte Mats in München selten glücklich - mein Empfinden und viele teilten die Meinung hier. Wenn er sportlich Sinn macht, muss man ihn meiner Meinung nach holen.
Charakter ist eine schwere Frage, gerade bei Promis. Unser geliebter Kapitän fuhr jahrelang ohne Führerschein. Unser ehemaliger Capitano Kehl hat einst Bayern zugesagt und sich dann für uns entschieden a la Malcom in der Saga um Roma und Barca. Ein Sancho postet im Auto oberkörperfreie Videos wie er mitsingt. Ein Akanji redet immer nur von Manchester United. Und wer sich mit Snus auskennt - ein Tabak für unter den Lippen - wird diese Dosen bei gefühlt allen Fussballern die Fotos posten auftauchen. Wo fangen Dinge an, die wir als charakterlos betiteln?
Mats wirkte wenigstens nie zufrieden mit dem Wechsel, brachte eine sehr faire Summe, hatte nachvollziehbare Wechselgründe aufgrund seiner Familienplanung und hat im Endeffekt kein Menschenleben aktiv gefährdet oder sonst was. Er kennt den Verein, bringt Leistung und mit Witsel und Reus könnte er mMn eine Weltklasseachse bilden. Und das zählt. Identifikation mit Spielern ist eh selten geworden, so ist es zumindest bei mir.

Ich denke auch, dass Hummels uns in der Spitze stärker machen kann und das große Ziel Meisterschaft dadurch ein Stückchen realistischer wird.

Für die gesamten Planungen in der Innenverteidigung wäre ein Verpflichtung Hummels aber ein Brett.
Diallo wird sich wohl eigentlich einen Stammplatz in der Innenverteidigung wünschen. Realistischer halte ich aber eine Viererkette mit Hummels und Akanji zentral.
Zagadou wird auch Ansprüche anmelden. Er könnte aber vielleicht nur Verteidiger Nummer 4 sein. Eventuell könnte auch Weigl bleiben und ihm diesen Platz streitig machen. Zufrieden würde aber Weigl damit auch nicht, sofern er nicht im Mittelfeld regelmäßig spielen sollte.
Balerdi hätte kaum Perspektive regelmäßig reinzuschnuppen.
Toprak lass ich an dieser Stelle raus, obwohl es zu ihm bisher auch keine Wechselgerüchte gibt.

Hummels könnte zu einer Menge unzufriedener Verteidiger führen, die zudem auch noch gefördert werden müssen, um sich wie gewünscht zu entwickeln.
Mit einer Verpflichtung Hummels müssten weitere Umbaumaßnahmen folgen, denke ich. Für Toprak sehe ich sowieso keinen Platz mehr. Balerdi sollte dann wohl verliehen werden.
Für die Diallo würde die Situation vermutlich unbefriedigend bleiben. Aber vielleicht wird Akanji nächsten Sommer ein Abgabekandidat. Ich hoffe, Diallo wird nicht mehr als LV eingesetzt. Ein Hummels Verpflichtung macht das aber vielleicht wieder wahrscheinlicher. Vorteil, wenn Diallo auch LV spiele sollte, wäre, dass Zagadou öfters in der Innenverteidigung eingesetzt würde.

Die Zusammenstellung in der Innenverteidigung würde, meiner Meinung nach, nicht gut passen, wenn Hummels kommen sollte.
Hummels wäre eine kurfristig gedachte Entscheidung. Nächste Saison bleibt unser Kader zusammen, was nicht oft der Fall ist und Hummels kann ihn stärker. Meisterschaft ist das Ziel.
Mittelfristig wird es aber schwer, die Verteidiger bei Laune zu halten und zu fördern. Auch wird eine Verpflichtung Hummels einiges kosten.
Das alles wäre es mir wahrscheinlich nicht wert. Zumal Hummels auch erstmal entsprechend liefern muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 16.06.2019 um 20:49 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14046
16.06.2019 - 21:22 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von LeFiete

Ich würde in der Transferpolitik gerne mal Watzke und Zorc in einer Hinsicht loben, wo viele seitdem der Erfolg relativ konstant Einzug gehalten hat, arg kritisiert wurden - sie trauen sich auch riskante Transfers, grosse Namen. Oft wird - auch abseits des BVBs wenn kein inhaltsleeres „Konkurrenz leerkaufen“ geblubbert wird - von Fussballfans kritisiert, dass wir nur Talente holen. So kann man den Bayern ja gar keine Paroli bieten.

Watzke und Zorc zeigten aber immer wieder mit recht hochkarätigen Transfers oder Beinahetransfers, dass sie durchaus bemüht sind hochklassige Spieler unter Vertrag zu bekommen. Dabei waren leider einige Flops, aber im Grunde fing es bereits 2013 mit Mkhitaryan an - man wollte Götze möglichst zeitnah hochklassig ersetzen. Ebenso hat man eine recht hohe Summe für damalige Verhältnisse in Immobile investiert - wer sich seine 13/14 Saison nochmal anschaut und Serie A Torschützenkönige anschaut sieht nur wenige Spieler die nicht sehr hohes Niveau verkörper(te)n.

2016 muss man hinsichtlich Schürrle gar nicht grossartig neu interpretieren, die Hoffnung war bei uns Fans nie in relevanter Menge vorhanden und es war leider ein finanziell schlechter Transfer. Beachten würde ich eher das man da auch andere Spieler auf dem Zettel hatte, die absagten oder zu teuer wurden. Bellarabi bspw., der sollte kommen um den Flügel zu bearbeiten und mit Dribblings auszuhelfen, war die Saisons davor der assiststärkste deutsche Spieler in der Bundesliga. Da hat Völlers 38 Mio Forderung den Transfer verhindert. Oder Marek Hamsik, einer der vermutlich unterbewerten Weltklassespieler seiner Zeit. Am Ende hat Hamsik halt doch seinem Napoli die Treue gehalten, hätte aber als Gündogannachfolger gut passen können, auch wenn die Typen natürlich Unterschiede aufweisen. Oder auch der Mut, den gescholtenen Götze zurückzuholen.

Damit komme ich auch schon zur Grundintention des Posts - Hummels. Sportlich war er auch bei Bayern kein grosses Problem, eher einer der Besten in der Defensive - Liverpoolspiele, gegen uns, er zeigte mit seiner Antizipation und Pässen mehr als gute Leistungen. Unsere Abwehr mag individuell vom Talent her nicht schlecht sein, aber wir haben viele unnötige, kopflose Gegentore kassiert, wo ein „Chef“ der alle in Reih und Glied dirigiert bestimmt nicht geschadet hätte. Zudem hat Hummels ohne Probleme 2-3 Jahre mindestens Weltklasseleistungen im Tank. Soviele Weltklassespieler die deutsch sprechen und verfügbar wären fallen mir schonmal nicht ein. Rein sportlich super.

Und das Charakterliche? Keiner von uns kennt die genauen Gründe des Wechsels - ein Boateng wechselte auch wegen seiner Frau nach Italien, das Leben kann sich schnell ändern, also hat er sich einen Kindheitstraum erfüllt und war paar Monate später beim FC Barcelona. Hummels ist vor 3 Jahren gegangen, vielleicht merkt er was er verlassen hat? Vielleicht merkt seine Cathy, dass der kleine Ludwig auch wenn er noch 2-3 Jährchen in Dortmund in den Kindergarten geht trotzdem immer wieder zu Oma und Opa nach München kann? Vielleicht ist sie auch selbst beruflich soviel am Reisen das Mama und Papa des Hummelsehepaars eh einen geringen Faktor spielen können, solange sie noch jung genug zum modeln und Mats Hummels Profifussballer ist?

Der Abschied wirkte bereits reumütig, ebenso wirkte Mats in München selten glücklich - mein Empfinden und viele teilten die Meinung hier. Wenn er sportlich Sinn macht, muss man ihn meiner Meinung nach holen.
Charakter ist eine schwere Frage, gerade bei Promis. Unser geliebter Kapitän fuhr jahrelang ohne Führerschein. Unser ehemaliger Capitano Kehl hat einst Bayern zugesagt und sich dann für uns entschieden a la Malcom in der Saga um Roma und Barca. Ein Sancho postet im Auto oberkörperfreie Videos wie er mitsingt. Ein Akanji redet immer nur von Manchester United. Und wer sich mit Snus auskennt - ein Tabak für unter den Lippen - wird diese Dosen bei gefühlt allen Fussballern die Fotos posten auftauchen. Wo fangen Dinge an, die wir als charakterlos betiteln?
Mats wirkte wenigstens nie zufrieden mit dem Wechsel, brachte eine sehr faire Summe, hatte nachvollziehbare Wechselgründe aufgrund seiner Familienplanung und hat im Endeffekt kein Menschenleben aktiv gefährdet oder sonst was. Er kennt den Verein, bringt Leistung und mit Witsel und Reus könnte er mMn eine Weltklasseachse bilden. Und das zählt. Identifikation mit Spielern ist eh selten geworden, so ist es zumindest bei mir.

Ich denke auch, dass Hummels uns in der Spitze stärker machen kann und das große Ziel Meisterschaft dadurch ein Stückchen realistischer wird.

Für die gesamten Planungen in der Innenverteidigung wäre ein Verpflichtung Hummels aber ein Brett.
Diallo wird sich wohl eigentlich einen Stammplatz in der Innenverteidigung wünschen. Realistischer halte ich aber eine Viererkette mit Hummels und Akanji zentral.
Zagadou wird auch Ansprüche anmelden. Er könnte aber vielleicht nur Verteidiger Nummer 4 sein. Eventuell könnte auch Weigl bleiben und ihm diesen Platz streitig machen. Zufrieden würde aber Weigl damit auch nicht, sofern er nicht im Mittelfeld regelmäßig spielen sollte.
Balerdi hätte kaum Perspektive regelmäßig reinzuschnuppen.
Toprak lass ich an dieser Stelle raus, obwohl es zu ihm bisher auch keine Wechselgerüchte gibt.

Hummels könnte zu einer Menge unzufriedener Verteidiger führen, die zudem auch noch gefördert werden müssen, um sich wie gewünscht zu entwickeln.
Mit einer Verpflichtung Hummels müssten weitere Umbaumaßnahmen folgen, denke ich. Für Toprak sehe ich sowieso keinen Platz mehr. Balerdi sollte dann wohl verliehen werden.
Für die Diallo würde die Situation vermutlich unbefriedigend bleiben. Aber vielleicht wird Akanji nächsten Sommer ein Abgabekandidat. Ich hoffe, Diallo wird nicht mehr als LV eingesetzt. Ein Hummels Verpflichtung macht das aber vielleicht wieder wahrscheinlicher. Vorteil, wenn Diallo auch LV spiele sollte, wäre, dass Zagadou öfters in der Innenverteidigung eingesetzt würde.

Die Zusammenstellung in der Innenverteidigung würde, meiner Meinung nach, nicht gut passen, wenn Hummels kommen sollte.
Hummels wäre eine kurfristig gedachte Entscheidung. Nächste Saison bleibt unser Kader zusammen, was nicht oft der Fall ist und Hummels kann ihn stärker. Meisterschaft ist das Ziel.
Mittelfristig wird es aber schwer, die Verteidiger bei Laune zu halten und zu fördern. Auch wird eine Verpflichtung Hummels einiges kosten.
Das alles wäre es mir wahrscheinlich nicht wert. Zumal Hummels auch erstmal entsprechend liefern muss.


Ich stimme dir im Grunde zu nur die Schlussfolgerung daraus ist für mich eine andere. Dortmund wird Hummels nicht einfach holen und ohne Plan Diallo und Zagadou ins zweite und dritte Glied schieben. Die beiden haben ihre Qualitäten und ihren Wert schon gezeigt und Dortmund kann sich einen solchen Luxus auch gar nicht leisten,fast 30 Mio für einen Diallo zu investieren und dann nicht fest mit ihm zu planen.

Für mich bedeutet der Hummels Transfer eindeutig man plant vorrangig mit einer Dreierkette auch Schulz, Hazard und Brandts Transfer passen gut in diese Planung.

Akanji Hummels Diallo
Und dazu als erste Alternative Zagadou, liest sich schon wirklich zum Zunge schnalzen. Sie sind auch spielerisch so stark, dass man sich hinsichtlich der "defensiveren" Ausrichtung meiner Meinung nach keine Sorgen machen muss.

Mit Schulz, Hakimi und Auch Wolf hat man eigentlich die perfekten Schienenspieler die 90min die Linie hoch und runter wetzen können. Dazu kommt noch ein Hazard der in der Nationalmannschaft diese Position ausfüllt, aber natürlich auch noch weiter vorne zum Einsatz kommen kann.

Witsel wird vor der Abwehr gesetzt sein und vor ihm werden Brandt Sancho und Reus für Furore sorgen.

Wie die letzte Position zu besetzen ist, ist für mich noch das größte Fragezeichen. Aber mit Alcacer, Götze, Hazard oder defensier mit Delaney hat man schon jetzt noch einige Hochkaräter zu Verfügung.
Kurz und knapp, ich bin voller Vorfreude und sehe da eine Truppe für die nächste Saison, der ich alles zutraue. Vielleicht kommt ja sogar noch das letzte Puzzlestück.

•     •     •

Mein BVB Legenden
BVB - Transferpolitik |#14047
17.06.2019 - 14:31 Uhr
Der Kader verändert sich im Moment fast wöchentlich, aber alles was bisher geschehen ist und was man sich im Moment erwarten kann ist klingt sehr, sehr sinnvoll.

Ich gehe immernoch nicht von einer Dreierkette aus. Daher kurz die Aufstellung mit Alternativen im klassischen 4-2-3-1. Wie genau das System aussehen wird, wird man noch sehen. kann mir zb. auch vorstellen, dass Brandt manchmal für Delaney aufläuft.



----------------------------Paco----------------------------
----------------------------(Götze)-------------------------
Reus----------------------Brandt----------------Sancho // Gomez, Bruun Larsen
(Hazard)-----------------(Götze)---------------(Hazard)
-----------------Delaney------------Witsel---------------- // Raschl
-----------------(Dahoud)----------(Weigl)---------------
Schulz--------Hummels----------Akanji-----Piszscek // Schmelzer, (Balerdi)
(Hakimi)------(Diallo)----------(Zagadou)-----(Wolf)
-----------------------------Bürki----------------------------
-----------------------------(Hitz)----------------------------

* Man wäre auf jeder Position doppelt besetzt.
* In jedem Mannschaftsteil hat man einen klaren Führungsspieler
* Gleichzeitig gibt es in jedem Bereich noch Entwicklungspotential

Die Altersverteilung des Kaders ist sehr ausgeglichen:
* Mit Witsel, Hummels, Reus hat man drei weltklasse Spieler im besten Alter, die vorangehen können
* Dazu Piszscek, Schmelzer und Hitz, ein paar Haudegen, die sich eher zurückhalten.
* Mit Bürki, Schulz, Delaney, Hazard, Götze gute BL-Spieler, die noch genügend Jahre im Tank haben und dem Kader Struktur geben
* Und eine gute Mischung aus relativ jungen Spielern, mit Entwicklungspotential (Paco, Brandt, Dahoud, Weigl, Wolf, Diallo, Akanji) und super jungen Talenten (Sancho, Gomez, Zagadou, Balerdi, Raschl, Bruun Larsen

In drei Jahren werden Witsel, Hummels und Reus über das Ende ihrer Karriere nachdenken. Wer weiß, wie sich der BVB entwickelt und wer bis dahin noch bei uns unter Vertrag steht, aber mit Brandt, Weigl und Akanji hätte man stand jetzt drei junge Spieler, denen ich den Schritt zutraue die drei zu ersetzen.

Mit dem Kader würde ich in die Zukunft starten. Natürlich wäre eine Stürmeralternative noch interessant, jedoch müsste man wahrscheinlich jemanden finden, der sich hinter Paco einreiht (Talent oder alter Backup). Ein Talent für die Flügel wär auch noch eine idee. Aber die großen Eckpfeiler für die nächsten jahre stehen.

•     •     •



Dieser Beitrag wurde zuletzt von JonasJoffe am 17.06.2019 um 14:36 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14048
17.06.2019 - 17:43 Uhr
Hallo erstmal.
Nach jahrelangem Mitlesen habe ich mich nun auch durchgerungen und möchte hier meinen Senf abgeben. Bitte entschuldigt schon im voraus, wenn mir die Foren Regeln noch nicht zu 100 Prozent geläufig sind, ich werde mir Mühe geben nicht negativ aufzufallen.

Zu der Transferpolitik dieses Jahr:
Es ist natürlich leicht zu sagen, daß sich unsere Transferpolitik bis jetzt hervorragend liest. "Was aber zählt ist auf dem Platz" und da muss ich gestehen bin ich doch sehr gespannt.
Unsere "Problemstellen" wurden diese Transferperiode weiter verstärkt.

Schulz als LV ist offensiv ein Upgrade zu Schmelzer und defensiv ein Upgrade zu Guerreiro. Was bei Ihm extrem heraussticht ist seine Kämpfernatur. Bei Ihm hat man immer das Gefühl es ist Heavy Metal Time.

Brandt ist ein guter 10er, der sich den Platz eventuell mit Reus teilen wird. Beide zusammen als rochierende OM in der Mitte und auf Außen mit Sancho ist schon enorme Qualität.

Hazard sehe ich, wenn er Lust hat, auf einem Level mit einem Pulisic, wenn der Lust hatte. Ein guter Tausch, da man noch den einen oder andern Euro übrig hatte.

Kommen wir nun zu dem möglichen "Königstransfer" bisher.
Zu Hummels kann man menschlich stehen wie man will, aber er ist sportlich ein Weltklasse IV. Da fallen mir auf dem Planeten nicht viele ein, die so souverän, so spielerisch, so ruhig ihre Abwehr dirigieren. Warum die Bayern den loswerden wollen erschliesst sich nicht. Ich würde Ihn mit Kusshand nehmen, denn 3-4 Jahre absolute Klasse würden unserer Abwehr extrem guttun. Das war letztes Jahr unser Genickbruch.
Die Unerfahrenheit und Nervosität unserer Recken dahinten hat man bis auf die Süd gespürt. Dazu waren Akanji und Diallo wohl das torungefährlichste Abwehrduo der BVB Geschichte.
Mich würde nicht wundern, wenn einer der beiden um die Freigabe gebeten hat und daher der BVB erst auf die Hummels Idee kam.

Ansonsten hoffe ich sehr, daß auf der Abgabenseite noch etwas passiert.
Toljan, Schürrle, Rode, Passlack, Toprak, Kagawa, Guerreiro, Burnic, Philipp und Dahoud wären für mich Kandidaten für einen Vereinswechsel.

Wenn man für diese Spieler noch eine Ablösesumme generiert, die einigermaßen im Rahmen ist hat man sicher noch Geld, um noch einmal zu investieren.
Susi wird bestimmt noch ein Außenbahnspieler und eventuell ein Zentraler Mittelfeldspieler einfallen.
Der Wunsch einen neuen Stürmer zu installieren wird wohl an Favres merkwürdigen Brecherphobie scheitern.
Bis jetzt (auf dem Papier) eine gute Transferperiode, die uns (Stand jetzt) näher an die Bayern ranbringt.

Grüße
BVB - Transferpolitik |#14049
18.06.2019 - 00:05 Uhr
Zitat von _Night_
Zitat von TrinkiBVB09

Sportlich ist der Hummels Transfer durchaus sinnvoll, emotional eine Katastrophe. schief


Sehe ich genau so.
Zudem ist es wieder so eine Aktion, bei der ich nur noch lachen kann, wenn ich an Worte wie Umbruch und Übergangssaison denke.
Man hat eine junge, hungrige Truppe, die diese Saison Blut geleckt hat und setzt ihr einen alternden Star vor die Nase.
Sportlich mag das kurzfristig eine Verstärkung sein, auf lange Sicht schafft man sich damit nur Probleme und bremst einen Umbruch aus. Freue mich schon auf die nächste Übergangssaison, wenn Hummels aufhört und unsere talentierten Innenverteidiger sich aus dem Staub gemacht haben, weil sie zu wenig Spielzeit bekommen haben.


Ich hoffe ehrlich gesagt ebenfalls, das sich der Hummels Transfer irgendwie noch zerschlägt. Charakterlich ist der Mann bei mir persönlich unten durch.
Dazu: Wann lernt man beim BvB mal dazu? Nach den Rückholaktionen von Sahin, Kagawa, Götze sollte man doch schlauer sein. Sahin war ein Totalausfall, Kagawa hat auch nur sporadisch überzeugt und Götze brauchte 2 volle Saisons um wieder in Form zu kommen.
Ich weiß nicht ob Watzke sich selbst, aber auch dem Team damit einen Gefallen tut. Dann heißt es wieder: Medien Mats Part 2!

•     •     •

Pro: Torino, Essen, Dortmund, Arminia, Herford, Leeds

BVB - Transferpolitik |#14050
18.06.2019 - 00:15 Uhr
Zitat von AndreaPirlo79
Zitat von _Night_

Zitat von TrinkiBVB09

Sportlich ist der Hummels Transfer durchaus sinnvoll, emotional eine Katastrophe. schief


Sehe ich genau so.
Zudem ist es wieder so eine Aktion, bei der ich nur noch lachen kann, wenn ich an Worte wie Umbruch und Übergangssaison denke.
Man hat eine junge, hungrige Truppe, die diese Saison Blut geleckt hat und setzt ihr einen alternden Star vor die Nase.
Sportlich mag das kurzfristig eine Verstärkung sein, auf lange Sicht schafft man sich damit nur Probleme und bremst einen Umbruch aus. Freue mich schon auf die nächste Übergangssaison, wenn Hummels aufhört und unsere talentierten Innenverteidiger sich aus dem Staub gemacht haben, weil sie zu wenig Spielzeit bekommen haben.


Ich hoffe ehrlich gesagt ebenfalls, das sich der Hummels Transfer irgendwie noch zerschlägt. Charakterlich ist der Mann bei mir persönlich unten durch.
Dazu: Wann lernt man beim BvB mal dazu? Nach den Rückholaktionen von Sahin, Kagawa, Götze sollte man doch schlauer sein. Sahin war ein Totalausfall, Kagawa hat auch nur sporadisch überzeugt und Götze brauchte 2 volle Saisons um wieder in Form zu kommen.
Ich weiß nicht ob Watzke sich selbst, aber auch dem Team damit einen Gefallen tut. Dann heißt es wieder: Medien Mats Part 2!



Du kannst einen Spieler, der gerade zum besten Innenverteidiger der abgelaufenen Saison gekürt worden ist, doch nicht mit einem in sich gebrochenen Sahin, Kagawa oder Götze vergleichen. Die waren psychologisch irgendwo in der tiefsten Krise ihrere Karriere, als sie zu uns zurückstießen.

Wie kommts eig, dass du aufeinmal mit Inter Wappen unterwegs bist? War nicht bis neulich noch der AC dein Favorite? Oder Wette verloren? tung

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
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