Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner

BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11321
11.06.2018 - 12:54 Uhr
Zitat von Afejah
Kurz zur Erinnerung, Lirola ist RV und wäre so oder so keinen Option für einen Rapha-Nachfolger. Ich persönlich hoffe ja, dass Rapha als LV bleibt und sein Weltklasse-Potential ausschöpft und dass man Toljan eine faire Chance gibt. Dann könnte man für die mMn größeren Baustellen ZM, IV, ST-Konstellation mehr Geld in die Hand nehmen. Es sei denn die handelnden Personen (Favre, Zorc + Watzke, Kehl, Sammer), in die ich aktuell ob ihrer Expertise sehr viel Vertrauen habe, kommen zum Entschluss, dass Rapha kopftechnisch einfach nicht passt und Jeremy leider ein Fail war.


Ich glaube mittlerweile ohnehin, dass wir angesichts des dringenden Handlungsbedarfs für IV, DM, RV und MS bei LV die Lösung mit Guerreiro, Schmelzer und notfalls Akanji gehen - egal, wie gern ich Ricardo Rodriguez hätte! Lieber erst mal die Löcher stopfen und Guerreiro nochmal eine Chance mit guten DMs, ZMs und IVs um sich herum, denn die braucht er unbedingt.
BVB - Transferpolitik |#11322
11.06.2018 - 13:03 Uhr
Zitat von LeFiete
Zitat von mba123

Ich denke, das Hauptaugenmerk sollte bei Transfers auf Spielern liegen, die für unsere direkte Konkurrenz (Leipzig, Leverkusen, Schalke, ...) kaum zu erreichen sind.
Meiner Meinung nach haben wir bezüglich der wirtschaftlichen Möglichkeiten und des Prestiges einen Vorsprung, der uns das ermöglicht. Bei einigen Transfers war das auch der Fall.

Wenn wir hingegen im selben Spielerpool wie unsere Konkurrenz suchen, müssen wir cleverer sein als die anderen Verantwortlichen, um uns dauerhaft einen Vorsprung sichern zu können.
Meiner Meinung nach ist das kaum möglich.

Mir geht es nicht darum, nur teure Spieler oder die aller größten Talente zu verpflichten. Die anderen Spieler, die wir holen, werden auch benötigt und können auch eine wichtige Rolle spielen.
Aber langfristig werden wir unsere Konkurrenz wohl nur hinter uns lassen können, wenn wir unseren Vorsprung auch auf dem Transfermarkt nutzen.
Diesbezüglich bin ich gespannt, ob diesen Sommer noch etwas kommen wird (neuer Stürmer, IV?).

Verstehe deinen Gedanken voll und ganz. 2013 zB haben wir Bayer zwar Auba und Sokratis vor der Nase weggeschnappt, aber wenn wir im ähnlichen Pool fischen müssen wir zwangsläufig schneller, konsequenter oder finanziell deutlich besser sein. Wenn wir versuchen im Pool der Spieler mitzufischen die nicht nach Leipzig und Bayer (und Schalke usw) gehen würden, ist das natürlich theoretisch ein Vorsprung. Miki 2013 wäre ja zB auch sonst nicht in die Buli gekommen, außer Bayern hätte ihn haben wollen. Oder Dembele wollte bestimmt auch nicht nach Leipzig, da wae BVB das „größere Pflaster“ für den nächsten Karriereschritt. Würde deinen Tenor einfach mal an einem Beispiel forcieren wollen; Wenn Bayer Weiser und Leipzig Mukiele holt, müssen wir vielleicht ein Regal höher fischen, egal ob Talent oder gestandener Spieler. Wenn wir ein ähnlich starkes Talent holen holen die beiden uns peau a peau ein. Wäre Lirola das bessere Talent? Kann ihn leider nicht genauer beurteilen. Wäre Meunier IRGENDWIE machbar wenn Tuchel nicht konsequent mit ihm plant? Dann her mit dem!

Denke man kann deinen Ansatz nicht überall verfolgen in jeder Situation, wäre aber schlicht und ergreifend sinnvoll.

Während der Zeit unter Klopp war man bei Transfers häufig einfach cleverer als die anderen. Hummels, Gündogan oder Lewandowski wurden, als sie verpflichtete wurden, sicherlich nicht so extrem hoch eingeschätzt.
Später kamen dann Transfers wie Reus, Mkhitaryan und Dembele dazu, die wohl ansonsten höchstens für Bayern machbar gewesen wären.
Auba ist dann für mich seit Gündogan der einzige Spieler, der bei uns herausragte und zur Zeit seiner Verpflichtung wohl auch für die Konkurrenz erreichbar gewesen wäre.

Aber das ist alles auch kein Geheimnis. Die Topclubs stehen auch nicht dort, wo sie stehen, weil sie die Spieler verpflichten, die niemand auf der Rechnung hatte, sondern weil sie Spieler an Land ziehen, die für andere Clubs nicht erreichbar sind.
BVB - Transferpolitik |#11323
11.06.2018 - 13:33 Uhr
Zitat von LuciferIX
Sehr schade, denn Torreira zeigt doch sehr interessante Anlagen und durch die AK wäre er "günstig" zu haben gewesen. Normalerweise bezahlt man für solche Spieler jetzt schon deutlich mehr, wodurch wir im Normalfall wenig Chancen in diesem Stadium der Karriere haben.

Bei den bisherigen Transfers weiß man meiner Meinung nach ungefähr was man bekommt. Ich halte die Transfers auch allesamt gut. Aber ich hätte gerne einen Torreira bei uns gesehen, wo man nicht genau weiß, wohin die Reise gehen würde und wo ich aber das Potenzial für eine sehr große Karriere durchaus sehe. daumen-hoch


Das Zentrum war in der vergangenen Saison unser größtes Problemfeld. Meiner Meinung nach kann man hier nicht nur mit Delaney reagieren. Was machen wir, wenn sich Delaney am 2.9 das Kreuzband reißt? Dann haben wir niemanden mehr mit körperlicher Robustheit und der notwendigen Mentalität.

Castro war in der Vergangenheit schon nicht mehr als ein Rotationsspieler. Götze ist körperlich hoffnungslos unterlegen gegen eine Vielzahl seiner Gegenspieler, Kagawa fehlt die Körperlichkeit, Weigl ebenso. Ganz davon abgesehen, dass da auch keiner wirklich dynamisch ist.

Naja, mal sehen, was noch alles passiert. Aber ich könnte es nicht verstehen, wenn man wirklich nur mit Delaney planen sollte. Wobei man natürlich auch Castro und Rode so leicht wegschicken kann...

Die Abgänge, die in den letzten Jahre sportlich richtig weh taten, waren für mich Auba, Dembele, Mkhitaryan, Gündogan und Hummels.

Ich verstehe immer noch nicht, wieso viele und anscheinend auch unsere sportliche Führung die Priorität in körperlichen, läuferischen und kämpferischen Aspekten sehen.
Jedenfalls hat man in erster Linie sehr viel Qualität im Ballbesitz verloren und bezüglich Mentalität bezieht man sich dann wohl auch nur auf Hummels.

Gegen den Ball sind wir hingegen vermutlich jetzt schon besser aufgestellt, wenn man bedenkt, wie wenig Dembele und Auba verteidigten, wir mit Philipp und Schürrle lauf- und kampfstarken Ersatz für Mkhitaryan verpflichteten und mit Toprak und Akanji auch zwei gute IV für Hummels holten.
BVB - Transferpolitik |#11324
11.06.2018 - 14:08 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von LuciferIX

Sehr schade, denn Torreira zeigt doch sehr interessante Anlagen und durch die AK wäre er "günstig" zu haben gewesen. Normalerweise bezahlt man für solche Spieler jetzt schon deutlich mehr, wodurch wir im Normalfall wenig Chancen in diesem Stadium der Karriere haben.

Bei den bisherigen Transfers weiß man meiner Meinung nach ungefähr was man bekommt. Ich halte die Transfers auch allesamt gut. Aber ich hätte gerne einen Torreira bei uns gesehen, wo man nicht genau weiß, wohin die Reise gehen würde und wo ich aber das Potenzial für eine sehr große Karriere durchaus sehe. daumen-hoch


Das Zentrum war in der vergangenen Saison unser größtes Problemfeld. Meiner Meinung nach kann man hier nicht nur mit Delaney reagieren. Was machen wir, wenn sich Delaney am 2.9 das Kreuzband reißt? Dann haben wir niemanden mehr mit körperlicher Robustheit und der notwendigen Mentalität.

Castro war in der Vergangenheit schon nicht mehr als ein Rotationsspieler. Götze ist körperlich hoffnungslos unterlegen gegen eine Vielzahl seiner Gegenspieler, Kagawa fehlt die Körperlichkeit, Weigl ebenso. Ganz davon abgesehen, dass da auch keiner wirklich dynamisch ist.

Naja, mal sehen, was noch alles passiert. Aber ich könnte es nicht verstehen, wenn man wirklich nur mit Delaney planen sollte. Wobei man natürlich auch Castro und Rode so leicht wegschicken kann...

Die Abgänge, die in den letzten Jahre sportlich richtig weh taten, waren für mich Auba, Dembele, Mkhitaryan, Gündogan und Hummels.

Ich verstehe immer noch nicht, wieso viele und anscheinend auch unsere sportliche Führung die Priorität in körperlichen, läuferischen und kämpferischen Aspekten sehen.
Jedenfalls hat man in erster Linie sehr viel Qualität im Ballbesitz verloren und bezüglich Mentalität bezieht man sich dann wohl auch nur auf Hummels.

Gegen den Ball sind wir hingegen vermutlich jetzt schon besser aufgestellt, wenn man bedenkt, wie wenig Dembele und Auba verteidigten, wir mit Philipp und Schürrle lauf- und kampfstarken Ersatz für Mkhitaryan verpflichteten und mit Toprak und Akanji auch zwei gute IV für Hummels holten.


Es gibt diesen nicht genau zu fassenden Schwellenwert der Qualität des Ballbesitzspiels, ab dem Du das Spiel dominierst und stärker wirst, je deutlicher Du es förderst. Liegst Du unter diesem Wert, bist Du ein angreifbares Ziel für den Gegner und musst körperlich dagegen halten. Dieser Spagat verlangt paradoxerweise 11 Weltklassespieler (siehe die Diskussion um unseren neuen zentralen Mittelfeldspieler), der nicht gelingen kann. So geht man immer weiter runter in der Ballbesitzqualität hin zur physischen (Umschalt-)mannschaft.
Die von Dir beschriebenen Abgänge haben diesen Fall unter diesen Schwellenwert herbeigeführt. Man wurde angreifbar und wählt den Weg weiter zu weichen, anstatt entgegen zu gehen und wieder über den Schwellenwert zu kommen. Der zweite Weg ist natürlich schwierig, weil mit Unsicherheit verbunden und vom Trainer abhängig. Vielleicht ist man auch nicht in der Lage passende Spieler zu verpflichten.
Die Transferpolitik muss auf jeden Fall eindeutig werden. Schürrle und Yarmolenko sind nicht für dieselbe Spielanlage gedacht, Toljan und Guerreiro auch nicht. Dahoud, Rode und Götze sind auf dem Papier für beides geeignet, brauchen aber alle aus unterschiedlichen Gründen Spielzeit, um zurück auf ihr Niveau zu kommen, bzw. sich entwickeln zu können. In jeden Spiel neu herauszufinden, ob es mit oder gegen den Ball geht, wird nicht zielführend sein.
Wolf und Delaney sprechen eine deutliche Sprache, dass das Gerüst stabiler werden soll, mit vorläufig weniger Freiheitsgraden, kein ultrahohes Gegenpressing, hohe Positionstreue. Ob und wie wer von den aktuellen Spielern da rein passt, hängt auch von Einschätzungen Favres ab. Mkhitaryan und Aubameyang glänzten in anderen Rollen, als in denen, für die sie verpflichtet wurden. Das war Tuchel zu verdanken. Schürrle, Yarmolenko, Kagawa, Götze, Weigl: können, müssen aber auch alle andere Facetten zeigen, als man von ihnen zuletzt kannte, um eine - dann aber auch außerordentliche - gute Rolle spielen zu können. Das kann allerdings nur Favre wirklich einschätzen. Daher kann ich den Trainingsstart kaum abwarten.

P.S. diejenigen, die Namen Schürrle und Rode nicht nachvollziehen können, bitte ich sie zu überlesen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von WalterFroschsErbe am 11.06.2018 um 14:09 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11325
11.06.2018 - 14:53 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von mba123

Zitat von LuciferIX

Sehr schade, denn Torreira zeigt doch sehr interessante Anlagen und durch die AK wäre er "günstig" zu haben gewesen. Normalerweise bezahlt man für solche Spieler jetzt schon deutlich mehr, wodurch wir im Normalfall wenig Chancen in diesem Stadium der Karriere haben.

Bei den bisherigen Transfers weiß man meiner Meinung nach ungefähr was man bekommt. Ich halte die Transfers auch allesamt gut. Aber ich hätte gerne einen Torreira bei uns gesehen, wo man nicht genau weiß, wohin die Reise gehen würde und wo ich aber das Potenzial für eine sehr große Karriere durchaus sehe. daumen-hoch


Das Zentrum war in der vergangenen Saison unser größtes Problemfeld. Meiner Meinung nach kann man hier nicht nur mit Delaney reagieren. Was machen wir, wenn sich Delaney am 2.9 das Kreuzband reißt? Dann haben wir niemanden mehr mit körperlicher Robustheit und der notwendigen Mentalität.

Castro war in der Vergangenheit schon nicht mehr als ein Rotationsspieler. Götze ist körperlich hoffnungslos unterlegen gegen eine Vielzahl seiner Gegenspieler, Kagawa fehlt die Körperlichkeit, Weigl ebenso. Ganz davon abgesehen, dass da auch keiner wirklich dynamisch ist.

Naja, mal sehen, was noch alles passiert. Aber ich könnte es nicht verstehen, wenn man wirklich nur mit Delaney planen sollte. Wobei man natürlich auch Castro und Rode so leicht wegschicken kann...

Die Abgänge, die in den letzten Jahre sportlich richtig weh taten, waren für mich Auba, Dembele, Mkhitaryan, Gündogan und Hummels.

Ich verstehe immer noch nicht, wieso viele und anscheinend auch unsere sportliche Führung die Priorität in körperlichen, läuferischen und kämpferischen Aspekten sehen.
Jedenfalls hat man in erster Linie sehr viel Qualität im Ballbesitz verloren und bezüglich Mentalität bezieht man sich dann wohl auch nur auf Hummels.

Gegen den Ball sind wir hingegen vermutlich jetzt schon besser aufgestellt, wenn man bedenkt, wie wenig Dembele und Auba verteidigten, wir mit Philipp und Schürrle lauf- und kampfstarken Ersatz für Mkhitaryan verpflichteten und mit Toprak und Akanji auch zwei gute IV für Hummels holten.


Es gibt diesen nicht genau zu fassenden Schwellenwert der Qualität des Ballbesitzspiels, ab dem Du das Spiel dominierst und stärker wirst, je deutlicher Du es förderst. Liegst Du unter diesem Wert, bist Du ein angreifbares Ziel für den Gegner und musst körperlich dagegen halten. Dieser Spagat verlangt paradoxerweise 11 Weltklassespieler (siehe die Diskussion um unseren neuen zentralen Mittelfeldspieler), der nicht gelingen kann. So geht man immer weiter runter in der Ballbesitzqualität hin zur physischen (Umschalt-)mannschaft.
Die von Dir beschriebenen Abgänge haben diesen Fall unter diesen Schwellenwert herbeigeführt. Man wurde angreifbar und wählt den Weg weiter zu weichen, anstatt entgegen zu gehen und wieder über den Schwellenwert zu kommen. Der zweite Weg ist natürlich schwierig, weil mit Unsicherheit verbunden und vom Trainer abhängig. Vielleicht ist man auch nicht in der Lage passende Spieler zu verpflichten.
Die Transferpolitik muss auf jeden Fall eindeutig werden. Schürrle und Yarmolenko sind nicht für dieselbe Spielanlage gedacht, Toljan und Guerreiro auch nicht. Dahoud, Rode und Götze sind auf dem Papier für beides geeignet, brauchen aber alle aus unterschiedlichen Gründen Spielzeit, um zurück auf ihr Niveau zu kommen, bzw. sich entwickeln zu können. In jeden Spiel neu herauszufinden, ob es mit oder gegen den Ball geht, wird nicht zielführend sein.
Wolf und Delaney sprechen eine deutliche Sprache, dass das Gerüst stabiler werden soll, mit vorläufig weniger Freiheitsgraden, kein ultrahohes Gegenpressing, hohe Positionstreue. Ob und wie wer von den aktuellen Spielern da rein passt, hängt auch von Einschätzungen Favres ab. Mkhitaryan und Aubameyang glänzten in anderen Rollen, als in denen, für die sie verpflichtet wurden. Das war Tuchel zu verdanken. Schürrle, Yarmolenko, Kagawa, Götze, Weigl: können, müssen aber auch alle andere Facetten zeigen, als man von ihnen zuletzt kannte, um eine - dann aber auch außerordentliche - gute Rolle spielen zu können. Das kann allerdings nur Favre wirklich einschätzen. Daher kann ich den Trainingsstart kaum abwarten.

P.S. diejenigen, die Namen Schürrle und Rode nicht nachvollziehen können, bitte ich sie zu überlesen.

Klar scheint mir zu sein, dass wir nächste Saison nicht zu einer Pressing-/Umschaltmannschaft wie zu besten Kloppzeiten werden. In dem Fall bräuchten wir Spieler, die sehr laufstark sind, exzellent gegen den Ball arbeiten, viele Zweikämpfe führen und Zweite Bälle gewinnen.
Für so einen Fall würden Wolf und Delaney wohl wie die Faust aufs Auge passen.

Unter Tuchel hingegen fiel die spielerische Qualität in der zweiten Saison unter dem von dir genannten "Schwellenwert". Hier hätte es wahrscheinlich einen Spielmacher statt des laufstarken Zweikämpfers im Mittelfeld gebraucht.

Favre wiederum hat einen eigenen Stil. Im Ballbesitz setzt er auch auf viel Kontrolle und achtet, wie Tuchel, akribisch auf Details.
Hier würde mich interessieren, wie sich der Fußball im Ballbesitz von Nizza und Tuchel 2015/16 unterscheidet.
Ich vermute, dass bei Tuchel die Positionen strikter eingehalten wurden und es etwas weniger darum ging, durch abgestimmte Läufe ein Kombinationsspiel aufzuziehen.
Das könnte dazu führen, dass unter Favre das Freilaufverhalten eine höhere Wichtigkeit besitzt und stattdessen Pressingresistenz wiederum etwas weniger Bedeutung hat.
So etwas kann dann schon den Ausschlag geben, ob der Kader jetzt schon passend für Favres Fußball ist oder noch eine pressingresistente Komponente benötigt würde.

In dem Zusammenhang würde mich interessieren, in wieweit bei Nizza Ablagen und Direktspiel im Mittelfeld gespielt wurden oder ob das eher aus den Gladbacher Umschaltfußball-Tagen stammt.
BVB - Transferpolitik |#11326
11.06.2018 - 17:30 Uhr
Ich ziehe das mal hier rüber, weil der Text nicht mehr zentral mit Delaney zu tun hat.
Zitat von BVBBC

(...)
Ich weiß bspw. noch nicht, welch positiven Einfluss Delaney auf Weigl haben kann. Bisher habe ich lediglich Hoffnung, dass er Dahoud oder Gomez ins Spiel bringt und deren Fehler absichert, damit die soweit aufdrehen, dass Weigl wieder mehr Freiraum hat. Dazu kommt wahrscheinlich etwas mehr Torgefahr, wenn der Ball nach vorne gebracht wird. Genau das hängt für mich aber immer noch immer zu sehr von Dahoud und Gomez ab, was dann auch automatisch einen schmalen Grat bedeutet, auf dem man immer noch wandelt ...

Erst mal Lob für deine sachliche Ausführung. Ich kann nachvollziehen, wenn man den Einbau von Delaney in die Stammelf mit Hinblick auf die Folgen für den Spielaufbau zunächst einmal kritisch sieht. Allerdings bin ich der Meinung, dass man den Transfer nicht isoliert, sondern als "Puzzleteil" sehen sollte.
Wenn man als Startelf der Rückrunde von folgender Elf ausgeht:
Bürki - Schmelzer, Akanji, Sokratis, Piszczek - Weigl - Dahoud, Götze - Reus, Batshuayi, Pulisic,
dann hatten wir in meinen Augen eine ganz schlechte Balance in der Mannschaft. Unsere Offensive hat darunter gelitten, dass Schmelle, Piszczek und vor allem Sokratis - aber auch Weigl mit Abstrichen - kaum bzw. nichts Produktives für den Spielaufbau getan haben, weil es ihre Fähigkeiten z. T. auch einfach nicht (mehr) zulassen. Erschwerend kam hinzu, dass sich Batshuayi ebenfalls meist ausgeklinkt hat, wodurch es in der vordersten Reihe auch oft zu statisch zuging. Unsere Defensive hingegen hatte mit dem Problem zu kämpfen, dass der Gegner vor unserer Viererkette zu häufig machen konnte, was er wollte; teils durch große Lücken, teils durch mangelhaftes Zweikampfverhalten. Um es kurz und überspitzt zu formulieren: Wir hatten Defensivspieler, die nur verteidigen, und Offensivspieler, die nur angreifen.
Delaney sehe ich daher (und ich hoffe, dass ich mich nicht irre) als Reparatur an diesem Ungleichgewicht: Stabilität im zentralen Mittelfeld ist absolut vonnöten, außerdem ist er auch charakterlich geeignet, die Spieler um ihn herum zu motivieren, ebenfalls mehr zu geben. Ich denke zwar, dass die Bedeutung des 8ers für den Spielaufbau hier etwas überschätzt wird (wenn z. B. Gündogan mit dem Rücken zum Gegner angespielt wird, kann er meist auch wenig mehr machen, als den Ball prallen zu lassen, aber dazu später mehr). Aber die spielerische Komponente, die verloren geht, wenn Delaney bspw. Dahoud ersetzt, sollte dennoch ausgeglichen werden - allerdings an anderer Stelle. Zum einen meine ich damit natürlich taktische Kniffe des Trainers (Freilaufbewegungen, Spielzüge etc.), zum anderen aber auch entsprechende Änderungen beim Personal:
Das ist insofern schon geschehen, als man wohl mit Akanji/Toprak als IV plant, die beide mit ihren Vertikalpässen deutlich stärker sind als Sokratis. Auch der gehandelte Diallo würde in dieses Schema passen. Die wichtigste Personalie könnte(n) in diesem Zusammenhang die AV sein. Schmelzer und Piszczek stehen zwar defensiv überwiegend sicher, können aber keinerlei offensiven Input geben, weswegen sich der Gegner ja auch ausschließlich auf unsere Zentrale konzentrieren kann. Meiner Meinung nach würde es uns insgesamt deutlich weiterhelfen, hier einen oder sogar zwei Spieler zu verpflichten, die möglicherweise defensiv etwas schwächer, im Spiel nach vorne aber stärker sind, da wir als Team mit viel Ballbesitz diese Stärken nicht nur häufiger brauchen, sie helfen auch dabei, Ballverluste zu vermeiden und haben somit auch einen im ersten Moment nicht gleich erkennbaren defensiven Mehrwert. Um es als Beispiel zu veranschaulichen: Eine Konstellation

----------------Delaney---------------------------
--------------------------------Weigl---------------
Guerreiro------------------------------Piszczek
--------------Toprak--------Akanji--------------

wäre für mich wesentlich ausbalancierter als eine Formation

---------------Dahoud----------------------------
--------------------------------Weigl--------------
Schmelzer-----------------------------Piszczek
--------------Toprak--------Akanji--------------

obwohl sich an der reinen Qualität vielleicht gar nicht so viel ändert, aber die Fähigkeiten werden sinnvoller verteilt. Viele scheinen hier von 2015/16 verwöhnt, als wir auch keinen kampfstarken ZM hatten und alles über den Zauberfuß Günni lief. Das ist grundsätzlich auch möglich, wenn die Einzelspieler so stark sind, dass man den Gegner über Ballbesitz so dominiert, dass die gelegentlichen Konterversuche durch gutes Gegenpressing sofort wieder im Keim erstickt werden können. Denn dazwischenspritzen können auch ein Kagawa oder Gündogan. Die Probleme wurden dann allerdings gegen Liverpool deutlich, wenn man eben nicht mehr diese Dominanz ausstrahlen kann.
Das in der BL verbreitete Pressing über das ZM umgehen zu wollen, halte ich für riskant (sei es mit Delaney, Dahoud, Torreira oder wem auch immer), weil die Ballverluste immer in einer sehr gefährlichen Zone entstehen werden. Stattdessen würde ich mehr Augenmerk darauf legen, diese Zone zu überspielen; entweder mit präzisen Diagonalbällen (u. a. deswegen würde übrigens Diallo brutal gut passen) oder aber mit harten, flachen Pässen von der hinteren Reihe in die vorderste. Dort haben wir mit Sancho, Yarmolenko, Kagawa oder Götze Spieler, die solche Bälle verarbeiten können. Falls sie es nicht schaffen, wären die Ballverluste weiter vorne und wir hätten unseren Abräumer Delaney schon in Premiumposition fürs Gegenpressing und den Ballgewinn in der für den Gegner gefährlichen Zone.
Um es zusammenzufassen: Delaney ist für mich (hoffentlich) Teil eines Puzzles, das da heißt:
- besserer Spielaufbau in der Abwehr, um Bälle nach vorne bringen zu können,
- mehr Kampfkraft im ZM, um die dort verlorenen Bälle zurückzuerobern und defensiv weniger Lücken zu haben,
- mehr Ballsicherheit und Beweglichkeit ganz vorne, um die Bälle zu verarbeiten.

Daher sollten noch weitere Spieler kommen, die in dieses Schema passen, vorrangig mindestens ein AV und ein MS. Im Sturm finde ich dabei übrigens sehr interessant, dass viele Gerüchte (z. B. Martinez, Willian José, zuletzt Gonzalez) ebenfalls in diese Richtung gehen, da das Stürmer sind, die weniger reine Abschlussstürmer sind wie Auba oder Batshuayi, sondern eher bewegliche, spielstärkere Typen. Das würde bei unserem Kader jedenfalls gut passen, denn mit Philipp und Reus haben wir zwei äußerst torgefährliche HS, die von so einer Combo extrem profitieren könnten.

Mit der Bewertung des Delaneytransfers warte ich daher erst mal ab, was sich ums ZM herum noch so tut smile
BVB - Transferpolitik |#11327
11.06.2018 - 18:56 Uhr
Mal ein Einwurf bezüglich der kursierenden Gerüchte und Wünsche um Zu- und Abgänge. Schonmal vorweg, nicht, dass mir hier noch einer Unterstellt ich wolle einen BVB nur mit deutschen Spielern oder sonst irgendwas in der Richtung. Es ist nur eine Feststellung, dass wir wenn alles so kommt wie sich das hier gewünscht wird evtl ein kleines Problem mit den DFL Auflagen bekommen:

Da ich nichts gegenteiliges gefunden habe, gehe ich davon aus, dass jedes BuLi Team mindestens 12 Spieler mit deutschem Pass im Profikader haben muss. Local und Vereinsjugend Regelungen mal außen vor. Quelle: Wiki


Wenn ich mir da unseren aktuellen Kader mal anschaue komme ich da auf 15 Spieler mit deutschem Pass:

1. Weide
2. Toprak
3. Schmelle
4. Durm
5. Toljan
6. Weigl
7. Dahoud
8. Castro
9. Sahin
10. Götze
11. Reus
12. Schürrle
13. Reimann
14. Rode
15. Philipp

-Weide +Wolf sind es immernoch 15

Viele wollen jetzt noch einige Spieler loswerden, die uns nicht weiterhelfen:
Rode, Castro, Durm, Toljan, Sahin, Schürrle, Schmelle (Weigl, Götze)

wären mal ganz gediegen 7( 9) Abgänger mit deutschem Pass. Blieben noch genau 8(6) Spieler übrig die dieses Kriterium erfüllen würden.
Gerüchte um Neuzugänge gibt es eigentlich nur um Spieler anderer Nationalität. Also mal davon abgesehen dass ich jetzt nicht davon ausgehe, dass alle oben genannten gehen werden, denke ich man muss sich demnächst mal wieder mit deutschen Talenten oder gestandenen Spielern auseinandersetzen, um da am Ende keine Probleme mit dieser "Quotenregelung" zu bekommen. Aktuell mag das noch kein Problem sein, aber da fast alle der oben genannten bei einigen nicht das Niveau haben beim BVB zu spielen (das sehe ich bei dem Einen oder Anderen auch so, keine Frage), muss man sich mal fragen, welche Spieler mit deutschem Pass haben denn die Qualität uns gegenüber den Genannten zu verbessern und wollen zudem auch noch zu uns?
Hier könnte mittelfristig ein Problem auf uns zukommen. Aktuell muss man fast jeden Abgang mit einem Spieler deutscher Nationalität ersetzen um weiterhin 12 Spieler im Kader zu haben. Man kann natürlich auch anfangen massig Jugendspieler einen Profivertrag zu geben, was aber meiner Meinung nach auch nicht Sinn der Sache sein sollte, zumindest wenn diese nicht auch das erfoderliche Niveau haben in der Liga zu Spielen oder dieses perspektivisch erreichen können.

Mir persönlich gibt diese Tatsache etwas zu denken und lässt mich auch etwas anders auf die Verpflichtungen von Götze, Rode, Toljan, Castro, Schürrle bzw das Festhalten an Schmelle und Sahin blicken.
Nicht dass ich die Spieler alle verteidigen und halten will, aber wer sollte sie ersetzen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mallmes am 11.06.2018 um 19:00 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11328
11.06.2018 - 19:01 Uhr
Zitat von banshee
Ich ziehe das mal hier rüber, weil der Text nicht mehr zentral mit Delaney zu tun hat.
Zitat von BVBBC

...)
Ich weiß bspw. noch nicht, welch positiven Einfluss Delaney auf Weigl haben kann. Bisher habe ich lediglich Hoffnung, dass er Dahoud oder Gomez ins Spiel bringt und deren Fehler absichert, damit die soweit aufdrehen, dass Weigl wieder mehr Freiraum hat. Dazu kommt wahrscheinlich etwas mehr Torgefahr, wenn der Ball nach vorne gebracht wird. Genau das hängt für mich aber immer noch immer zu sehr von Dahoud und Gomez ab, was dann auch automatisch einen schmalen Grat bedeutet, auf dem man immer noch wandelt ...

Erst mal Lob für deine sachliche Ausführung. Ich kann nachvollziehen, wenn man den Einbau von Delaney in die Stammelf mit Hinblick auf die Folgen für den Spielaufbau zunächst einmal kritisch sieht. Allerdings bin ich der Meinung, dass man den Transfer nicht isoliert, sondern als "Puzzleteil" sehen sollte.
Wenn man als Startelf der Rückrunde von folgender Elf ausgeht:
Bürki - Schmelzer, Akanji, Sokratis, Piszczek - Weigl - Dahoud, Götze - Reus, Batshuayi, Pulisic,
dann hatten wir in meinen Augen eine ganz schlechte Balance in der Mannschaft. Unsere Offensive hat darunter gelitten, dass Schmelle, Piszczek und vor allem Sokratis - aber auch Weigl mit Abstrichen - kaum bzw. nichts Produktives für den Spielaufbau getan haben, weil es ihre Fähigkeiten z. T. auch einfach nicht (mehr) zulassen. Erschwerend kam hinzu, dass sich Batshuayi ebenfalls meist ausgeklinkt hat, wodurch es in der vordersten Reihe auch oft zu statisch zuging. Unsere Defensive hingegen hatte mit dem Problem zu kämpfen, dass der Gegner vor unserer Viererkette zu häufig machen konnte, was er wollte; teils durch große Lücken, teils durch mangelhaftes Zweikampfverhalten. Um es kurz und überspitzt zu formulieren: Wir hatten Defensivspieler, die nur verteidigen, und Offensivspieler, die nur angreifen.



Im Fazit bin ich bei dir, allerdings sehe ich das nicht nur durch die Spielertypen bedingt - das wäre sonst ja nicht allzu ungewöhnlich, da man diese Spreizung fast überall so findet -, sondern vor allem darin, dass diese Spreizung aus fehlendem Vertrauen - zunächst ins System, dann auch immer mehr in die Mitspieler - resultierte.

Im Ballbesitz wurde das Zentrum weitestgehend aus dem Spiel genommen, was durch verschiedenste Mittel gelang, wie Überzahl, Manndeckung, -orientierung, physischer, dynamischer Überlegenheit oder Kombinationen all dieser Maßnahmen. Dadurch wurden die Distanzen zwischen Abwehr und Angriff bereits größer, weil der Gegner natürlich versuchte nicht nur das Zentrum aus dem Spiel zu nehmen, sondern er wollte auch keinen Ersatzspielmacher aus der Abwehr zulassen, der die Angreifer ins Spiel bringen kann. Indem der Gegner selbst meist tief stand, gelang das dann auch und der Effekt der großen Distanz zwischen Abwehr und Angriff wurde nochmals verstärkt, da Pässe hinter die gegnerische Abwehr, aus der eigenen Abwehr, weitestgehend aus dem Spiel genommen wurden. Dadurch blieben im Grunde nur Bälle auf die Mitspieler, die mit dem Rücken zum gegnerischen Tor agierten. Das ist nicht nur wegen Sokratis möglich gewesen, in meinen Augen, der ja durchaus immer wieder richtig reagierte und den Gegner mit Ball anlief. Aber selbst dann bekam er selten genug Anspielstationen frei, weil der Gegner eben immer noch Überzahl hinter dem Ball hatte, wofür dieser meist nur verschieben musste oder direkt Druck gegen den Ball bekam - auch wenn man auf die AV spielte, die sowieso gerne in Pressingfallen gelockt wurden, was auch mit spielstärkeren AV gefährlich bleibt. Denn weder hat man vorne einen Wandstürmer, der die Bälle festmachen kann, noch hat man allzu viele gute Spieler, die auch einen längeren Pass schnell und sauber verarbeiten können, wenn sie direkt Druck haben. Im Wesentlichen hat nur Sancho konstant viele Situationen lösen können, wenn er sich fallen ließ und den Ball abholte. Beim Rest kam das seltener vor, das Tempo wurde verschleppt oder die Ballannahme war unsauber. Daher sollte man meines Erachtens das Upgrade eines weiteren spielstarken IV aktuell nicht überschätzen: es mangelt an Anspielstationen und nicht nur an besseren Pässen, weswegen das Problem schon über das Zentrum gelöst werden muss.

Gegen den Ball war der Effekt sogar noch größer, weil das Zentrum mit Ball schon so stark auseinandergezogen wurde, relativ langsam ist und dadurch vom Gegner ständig auf verschiedensten Wegen bearbeitet werden konnte. Ging man ins Pressing, wurde (notfalls auch unkontrolliert) der lange Ball geschlagen und sofort nachgesetzt, wodurch sofort Druck auf den Mann und Überzahl gegen den BVB geschaffen werden konnte. Das Zentrum kam somit erst im Pressing zu spät, dann in der Rückwärtsbewegung. Ließ man sich fallen, war kein Druck im Pressing möglich, die Gefahr der langen Bälle immer noch hoch und der Platz im Zentrum war dennoch genug Platz, um sich auch mal kontrolliert durchzukombinieren - insbesondere, wenn die Raumbesetzung des BVB zuvor so war, dass man im Zentrum sich ausweichende Räume suchte, um den Ball überhaupt fordern zu können (was auch häufig genug Ursache des Ballverlustes war). Der Gegner hatte also viele Wege, die nach Rom führten, die der BVB in der Mehrheit in meinen Augen auch gut löste, die aber schlichtweg zu viele waren.

Delaney ist für ich nur eine Lösung für eines dieser Probleme - das zwar das größere ist, aber meines Erachtens trotzdem nicht das ursächliche - und dabei ist noch nicht einmal sicher, ob diese Lösung ausreichend ist. Vieles wird allerdings noch davon abhängen, wie sehr die 4er-Kette und die Angriffsreihe sich aufeinander abstimmt bzw. einlässt und was Favre vorgibt. Tendenziell ist die Mannschaft im Pressing und Gegenpressing mit Delaney (und Wolf) nun jedenfalls nominell stark wie schon lange nicht mehr, weswegen vor allem die Defensive in meinen Augen keine Ausreden mehr hat, um tiefer verteidigen zu wollen, sondern eher höher verteidigen sollte, weil das den Offensiven entgegenkommt. Im Ballbesitz ist in meinen Augen aber noch nichts optimiert, da Delaney hier keine allzu große Gefahrenquelle ist, weil er strategisch und technisch so seine Probleme hat, um Tempo ins Spiel zu bringen. Vor allem, wenn es gilt sichere Bälle anzubringen, da er ja doch häufiger zu etwas mehr Risiko neigt.



Delaney sehe ich daher (und ich hoffe, dass ich mich nicht irre) als Reparatur an diesem Ungleichgewicht: Stabilität im zentralen Mittelfeld ist absolut vonnöten, außerdem ist er auch charakterlich geeignet, die Spieler um ihn herum zu motivieren, ebenfalls mehr zu geben. Ich denke zwar, dass die Bedeutung des 8ers für den Spielaufbau hier etwas überschätzt wird (wenn z. B. Gündogan mit dem Rücken zum Gegner angespielt wird, kann er meist auch wenig mehr machen, als den Ball prallen zu lassen, aber dazu später mehr).



Das sehe ich ganz anders. Gündogan hat auch mit dem Rücken zum Gegner jederzeit neue Spielsituationen schaffen können. Sei es durch Aufdrehen oder Rückpässe auf den 6er, die ja auch in der aktuellen Situation sehr helfen könnten, wenn Weigl das Spiel dann beschleunigen könnte, da der Gegner ihn selten frontal stellt - dafür müsste er aber sehr vieles in sehr kurzer Zeit lernen, was er bislang in meinen Augen verweigerte. Vor allem die Variabilität darin war entscheidend, weil er so dem Gegner immer wieder neue Aufgaben stellte, da er nie wusste, was als nächstes kommt und wie er daher angegangen werden muss (passiv, aktiv oder mit Foul), um keine Lücke in der eigenen Statik zu reißen. Dafür war aber wichtig, dass Gündogan jederzeit kontrolliert an den Ball kommen konnte und dies auch sehr aktiv versuchte, weil er somit auch für Weigl Freiräume schaffen konnte (aber nicht er allein, sondern zusammen mit Hummels und Miki, weswegen es auch oft genug auch ohne Gündogan ging). Der Gegner hatte schlicht keine eineindeutige Maßnahme, wie er es heute hat, weil der BVB variabel im Spielaufbau agieren konnte, während er heute sehr auf die Schnittstelle Weigl angewiesen ist. Mit Gündogan gab es damals noch eine zweite Schnittstelle, falls Weigl ausfiel oder keinen guten Tag hatte, wodurch sich der Matchplan des Gegners deutlich verkomplizierte - was auch noch komplizierter wurde, durch Miki und nicht nur durch Hummels.

Die Zeiten (und Gegner) haben sich verändert und besser auf Weigl eingestellt, indem sie die Abwehr so gut wie möglich ignorieren im Aufbau, weil der BVB die Schnittstelle im Zentrum benötigt, um kontrolliert nach vorne zu kommen. Das heißt für mich daher, dass der zweite Gefahrenherd/Stratege neben Weigl eher noch größer sein muss, als schon mit Gündogan. Zumal Weigls Beitrag zum Spiel erst richtig positiv wird, wenn er seine 100 Ballaktionen pro Partie hat, eben weil ihm die vertikale Komponente in seinem Spiel nahezu komplett fehlt. Dahin wird man ihn wieder bringen müssen, soll es nochmal mit Weigl funktionieren, aber Weigl kann das nicht alleine schaffen, eben weil ihm das vertikale Spiel nicht besonders liegt. Delaney trägt hier in meinen Augen nur über Umwege (Dahoud/Gomez) etwas dazu bei und ich bin mir sehr unsicher, ob das ausreicht, habe aber erhebliche Zweifel!



Aber die spielerische Komponente, die verloren geht, wenn Delaney bspw. Dahoud ersetzt, sollte dennoch ausgeglichen werden - allerdings an anderer Stelle. Zum einen meine ich damit natürlich taktische Kniffe des Trainers (Freilaufbewegungen, Spielzüge etc.), zum anderen aber auch entsprechende Änderungen beim Personal:
Das ist insofern schon geschehen, als man wohl mit Akanji/Toprak als IV plant, die beide mit ihren Vertikalpässen deutlich stärker sind als Sokratis. Auch der gehandelte Diallo würde in dieses Schema passen. Die wichtigste Personalie könnte(n) in diesem Zusammenhang die AV sein. Schmelzer und Piszczek stehen zwar defensiv überwiegend sicher, können aber keinerlei offensiven Input geben, weswegen sich der Gegner ja auch ausschließlich auf unsere Zentrale konzentrieren kann. Meiner Meinung nach würde es uns insgesamt deutlich weiterhelfen, hier einen oder sogar zwei Spieler zu verpflichten, die möglicherweise defensiv etwas schwächer, im Spiel nach vorne aber stärker sind, da wir als Team mit viel Ballbesitz diese Stärken nicht nur häufiger brauchen, sie helfen auch dabei, Ballverluste zu vermeiden und haben somit auch einen im ersten Moment nicht gleich erkennbaren defensiven Mehrwert. Um es als Beispiel zu veranschaulichen: Eine Konstellation

----------------Delaney---------------------------
--------------------------------Weigl---------------
Guerreiro------------------------------Piszczek
--------------Toprak--------Akanji--------------

wäre für mich wesentlich ausbalancierter als eine Formation

---------------Dahoud----------------------------
--------------------------------Weigl--------------
Schmelzer-----------------------------Piszczek
--------------Toprak--------Akanji--------------

obwohl sich an der reinen Qualität vielleicht gar nicht so viel ändert, aber die Fähigkeiten werden sinnvoller verteilt. Viele scheinen hier von 2015/16 verwöhnt, als wir auch keinen kampfstarken ZM hatten und alles über den Zauberfuß Günni lief. Das ist grundsätzlich auch möglich, wenn die Einzelspieler so stark sind, dass man den Gegner über Ballbesitz so dominiert, dass die gelegentlichen Konterversuche durch gutes Gegenpressing sofort wieder im Keim erstickt werden können. Denn dazwischenspritzen können auch ein Kagawa oder Gündogan. Die Probleme wurden dann allerdings gegen Liverpool deutlich, wenn man eben nicht mehr diese Dominanz ausstrahlen kann.



Favre nutzt eher selten offensiv ausgerichtete AV, weswegen ich stark davon ausgehe, dass ein solcher AV nicht kommen würde - und wenn doch kaum spielen würde. Häufig genug nutzt er lieber IV-AV-Hybride, die er dann im Grunde nur für den Aufbau nutzt und ansonsten defensiv stabilisierend sehen will - was ich auch bevorzugen würde, weil das unmittelbar bei einem der oben geschilderten Probleme ansetzen würde (insbesondere bei der Thematik mit den langen Bällen). Selbst ein Linienläufer wie Dalbert, zuletzt bei Nizza, hatte seine Stärken vorwiegend defensiv und im Aufbau klare Aufgaben, die vor allem auf Fehlervermeidung aus waren. Daher würde ich den Plan relativ schnell verwerfen, da er so nicht zu Favres Konzept passt.

Warum ich die Schnittstelle im Zentrum als essenziell wichtig empfinde, für den BVB, habe ich ansonsten ja schon dargelegt. Das angesprochene Liverpool Spiel passt da im Grunde auch in die Argumentation rein, da man irgendwann Druck aus dem Spiel rausnahm, sich zu sicher fühlte und damit die Spielkontrolle - wortwörtlich verlor. Die hat Gündogan nach seiner späten Einwechslung dann auch nicht mehr herstellen können, da Liverpool das Momentum zu diesem Zeitpunkt schon auf seiner Seite hatte. Das ist im Grunde auch im Derby wieder passiert, als die Blauen mit Goretzka und Harit früh 2 Wechsel machten, die die Kontrolle im Zentrum an sich rissen, die ihnen bis dahin abging. Es ist für mich jedenfalls schon auffällig, wie sehr der BVB in jedem Spiel von seinem Zentrum in der Leistung abhängig ist.

Daher sehe ich die Homogenität der Mannschaft dort auch als entscheidend an und alles andere ist erst mal Bonus - der wichtig wird, wenn man die Homogenität im Zentrum hergestellt hat.



Das in der BL verbreitete Pressing über das ZM umgehen zu wollen, halte ich für riskant (sei es mit Delaney, Dahoud, Torreira oder wem auch immer), weil die Ballverluste immer in einer sehr gefährlichen Zone entstehen werden. Stattdessen würde ich mehr Augenmerk darauf legen, diese Zone zu überspielen; entweder mit präzisen Diagonalbällen (u. a. deswegen würde übrigens Diallo brutal gut passen) oder aber mit harten, flachen Pässen von der hinteren Reihe in die vorderste. Dort haben wir mit Sancho, Yarmolenko, Kagawa oder Götze Spieler, die solche Bälle verarbeiten können. Falls sie es nicht schaffen, wären die Ballverluste weiter vorne und wir hätten unseren Abräumer Delaney schon in Premiumposition fürs Gegenpressing und den Ballgewinn in der für den Gegner gefährlichen Zone.



Ich sehe das wie gesagt anders. Denn die Ballverluste sind selbst tief in der gegnerischen Hälfte ein Problem - wo ich uns nicht so gut besetzt sehe, wie du (Yarmolenko wird mir dahingehend arg überschätzt und Kagawa und Götze nehme ich da bewusst aus der Diskussion, da sie per Diagonalpass physisch nicht in der Lage sind die Duelle zu gewinnen, wenn der Gegner nicht gerade auf eine mannorientierte Deckung bei ihnen verzichtet - und es gibt keinen Grund das gegen diese beiden Spieler nicht zu tun, weil es effektiv ist)) -, da die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen dafür drastisch verkürzt werden müssten, um direkt genug Druck gegen den Ball zu haben. Das ist dummerweise aber nicht in der eigenen Hand, sondern muss sich - aus der obigen Darstellung folgernd - als bessere Wahl für den Gegner erweisen, weswegen der Gegner selbst kompakter agieren wollen müsste. Das passiert aber erst, wenn die Drohkulisse im Zentrum so groß wird, dass sie das mit den aktuellen mannorientierten Maßnahmen nicht mehr sicherstellen können - also die Überzahl/Überlegenheit dort verlieren. Dafür ist Delaney der falsche Mann, wenn er es nicht schafft Dahoud/Gomez zu pushen und damit auch in der Weigl.

Die Umschaltbewegung nach Ballverlust wird mit Delaney zwar verbessert, weil er schneller und geschickter agiert als das bislang vorhandene Personal, aber es ist keineswegs gesagt, dass der Raum, den er abdecken muss, nicht immer noch zu groß ist, um effektiv in die Duelle zu kommen. Im Zweifel ist man offen, wie bisher, anfällig genug bei langen Bällen, die bisher auch schon oft genug ohne Plan geschlagen wurden. Gerade das gewollte Chaos, in Kombination mit der geringen Kompaktheit gegen den Ball, ist für mich dabei auch ein Grund zu Pessimismus, weil die Reaktionszeiten im Pressing und Gegenpressing extrem gering sind und somit die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man weiterhin zu oft zu spät kommt.



Um es zusammenzufassen: Delaney ist für mich (hoffentlich) Teil eines Puzzles, das da heißt:
- besserer Spielaufbau in der Abwehr, um Bälle nach vorne bringen zu können,
- mehr Kampfkraft im ZM, um die dort verlorenen Bälle zurückzuerobern und defensiv weniger Lücken zu haben,
- mehr Ballsicherheit und Beweglichkeit ganz vorne, um die Bälle zu verarbeiten.



Das klingt in der Theorie sehr gut und in sich stimmig, aber die Praxis hat uns leider schon genug Probleme gezeigt, durch die die Theorie von der Realität überholt wird. Vor allem den letzteren Punkt sehe ich allerdings weder in der Theorie noch in der Praxis gewährleistet, so wie die Transferpolitik bisher aussieht. Gegenüber 15/16 - oder auch der letzten Saison - ist der BVB hier schwächer und nicht stärker.



Daher sollten noch weitere Spieler kommen, die in dieses Schema passen, vorrangig mindestens ein AV und ein MS. Im Sturm finde ich dabei übrigens sehr interessant, dass viele Gerüchte (z. B. Martinez, Willian José, zuletzt Gonzalez) ebenfalls in diese Richtung gehen, da das Stürmer sind, die weniger reine Abschlussstürmer sind wie Auba oder Batshuayi, sondern eher bewegliche, spielstärkere Typen. Das würde bei unserem Kader jedenfalls gut passen, denn mit Philipp und Reus haben wir zwei äußerst torgefährliche HS, die von so einer Combo extrem profitieren könnten.

Mit der Bewertung des Delaneytransfers warte ich daher erst mal ab, was sich ums ZM herum noch so tut smile


Ein spielstarker Stürmer ist für mich ebenfalls ein Bonus, wobei die grundsätzliche Idee dahinter dann ja auch eine Überlagerung des Zentrums ist. Sprich: man würde damit unmittelbar die Probleme im Zentrum angreifen, aber wieder indirekt, indem man die unmittelbare Torgefahr reduziert, weil der Stürmer dann schon sehr tief agieren müsste, um den notwendigen Effekt zu gewährleisten.
BVB - Transferpolitik |#11329
11.06.2018 - 19:03 Uhr
Zitat von Mallmes
Mal ein Einwurf bezüglich der kursierenden Gerüchte und Wünsche um Zu- und Abgänge. Schonmal vorweg, nicht, dass mir hier noch einer Unterstellt ich wolle einen BVB nur mit deutschen Spielern oder sonst irgendwas in der Richtung. Es ist nur eine Feststellung, dass wir wenn alles so kommt wie sich das hier gewünscht wird evtl ein kleines Problem mit den DFL Auflagen bekommen:

Da ich nichts gegenteiliges gefunden habe, gehe ich davon aus, dass jedes BuLi Team mindestens 12 Spieler mit deutschem Pass im Profikader haben muss. Local und Vereinsjugend Regelungen mal außen vor. Quelle: Wiki


Wenn ich mir da unseren aktuellen Kader mal anschaue komme ich da auf 15 Spieler mit deutschem Pass:

1. Weide
2. Toprak
3. Schmelle
4. Durm
5. Toljan
6. Weigl
7. Dahoud
8. Castro
9. Sahin
10. Götze
11. Reus
12. Schürrle
13. Reimann
14. Rode
15. Philipp

-Weide +Wolf sind es immernoch 15

Viele wollen jetzt noch einige Spieler loswerden, die uns nicht weiterhelfen:
Rode, Castro, Durm, Toljan, Sahin, Schürrle, Schmelle (Weigl, Götze)

wären mal ganz gediegen 7( 9) Abgänger mit deutschem Pass. Blieben noch genau 8(6) Spieler übrig die dieses Kriterium erfüllen würden.
Gerüchte um Neuzugänge gibt es eigentlich nur um Spieler anderer Nationalität. Also mal davon abgesehen dass ich jetzt nicht davon ausgehe, dass alle oben genannten gehen werden, denke ich man muss sich demnächst mal wieder mit deutschen Talenten oder gestandenen Spielern auseinandersetzen, um da am Ende keine Probleme mit dieser "Quotenregelung" zu bekommen. Aktuell mag das noch kein Problem sein, aber da fast alle der oben genannten bei einigen nicht das Niveau haben beim BVB zu spielen (das sehe ich bei dem Einen oder Anderen auch so, keine Frage), muss man sich mal fragen, welche Spieler mit deutschem Pass haben denn die Qualität uns gegenüber den Genannten zu verbessern und wollen zudem auch noch zu uns?
Hier könnte mittelfristig ein Problem auf uns zukommen. Aktuell muss man fast jeden Abgang mit einem Spieler deutscher Nationalität ersetzen um weiterhin 12 Spieler im Kader zu haben. Man kann natürlich auch anfangen massig Jugendspieler einen Profivertrag zu geben, was aber meiner Meinung nach auch nicht Sinn der Sache sein sollte, zumindest wenn diese nicht auch das erfoderliche Niveau haben in der Liga zu Spielen oder dieses perspektivisch erreichen können.

Mir persönlich gibt diese Tatsache etwas zu denken und lässt mich auch etwas anders auf die Verpflichtungen von Götze, Rode, Toljan, Castro, Schürrle bzw das Festhalten an Schmelle und Sahin blicken.
Nicht dass ich die Spieler alle verteidigen und halten will, aber wer sollte sie ersetzen?


Was meinst du warum wir und auch Bayern sovielen Jugendspielern relativ früh Profiverträge geben?

Da wären dann nunmal schon wieder Kilian und Kehr, die du dazurechnen musst usw.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ch1991bvbat am 11.06.2018 um 19:03 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11330
11.06.2018 - 19:14 Uhr
Zitat von ch1991bvbat
Zitat von Mallmes

Mal ein Einwurf bezüglich der kursierenden Gerüchte und Wünsche um Zu- und Abgänge. Schonmal vorweg, nicht, dass mir hier noch einer Unterstellt ich wolle einen BVB nur mit deutschen Spielern oder sonst irgendwas in der Richtung. Es ist nur eine Feststellung, dass wir wenn alles so kommt wie sich das hier gewünscht wird evtl ein kleines Problem mit den DFL Auflagen bekommen:

Da ich nichts gegenteiliges gefunden habe, gehe ich davon aus, dass jedes BuLi Team mindestens 12 Spieler mit deutschem Pass im Profikader haben muss. Local und Vereinsjugend Regelungen mal außen vor. Quelle: Wiki


Wenn ich mir da unseren aktuellen Kader mal anschaue komme ich da auf 15 Spieler mit deutschem Pass:

1. Weide
2. Toprak
3. Schmelle
4. Durm
5. Toljan
6. Weigl
7. Dahoud
8. Castro
9. Sahin
10. Götze
11. Reus
12. Schürrle
13. Reimann
14. Rode
15. Philipp

-Weide +Wolf sind es immernoch 15

Viele wollen jetzt noch einige Spieler loswerden, die uns nicht weiterhelfen:
Rode, Castro, Durm, Toljan, Sahin, Schürrle, Schmelle (Weigl, Götze)

wären mal ganz gediegen 7( 9) Abgänger mit deutschem Pass. Blieben noch genau 8(6) Spieler übrig die dieses Kriterium erfüllen würden.
Gerüchte um Neuzugänge gibt es eigentlich nur um Spieler anderer Nationalität. Also mal davon abgesehen dass ich jetzt nicht davon ausgehe, dass alle oben genannten gehen werden, denke ich man muss sich demnächst mal wieder mit deutschen Talenten oder gestandenen Spielern auseinandersetzen, um da am Ende keine Probleme mit dieser "Quotenregelung" zu bekommen. Aktuell mag das noch kein Problem sein, aber da fast alle der oben genannten bei einigen nicht das Niveau haben beim BVB zu spielen (das sehe ich bei dem Einen oder Anderen auch so, keine Frage), muss man sich mal fragen, welche Spieler mit deutschem Pass haben denn die Qualität uns gegenüber den Genannten zu verbessern und wollen zudem auch noch zu uns?
Hier könnte mittelfristig ein Problem auf uns zukommen. Aktuell muss man fast jeden Abgang mit einem Spieler deutscher Nationalität ersetzen um weiterhin 12 Spieler im Kader zu haben. Man kann natürlich auch anfangen massig Jugendspieler einen Profivertrag zu geben, was aber meiner Meinung nach auch nicht Sinn der Sache sein sollte, zumindest wenn diese nicht auch das erfoderliche Niveau haben in der Liga zu Spielen oder dieses perspektivisch erreichen können.

Mir persönlich gibt diese Tatsache etwas zu denken und lässt mich auch etwas anders auf die Verpflichtungen von Götze, Rode, Toljan, Castro, Schürrle bzw das Festhalten an Schmelle und Sahin blicken.
Nicht dass ich die Spieler alle verteidigen und halten will, aber wer sollte sie ersetzen?


Was meinst du warum wir und auch Bayern sovielen Jugendspielern relativ früh Profiverträge geben?

Da wären dann nunmal schon wieder Kilian und Kehr, die du dazurechnen musst usw.


Natürlich machen wir das, wie auch die Bayern. Aber ich höre immer wieder von dem aufgeblähten Kader und am Ende müssen wir nochmal 5 "Jugendspielern" einen Profivertrag geben um die Quote zu erfüllen. Wenn von den von mir genannten Spielern sagen wir mal 5 gehen (+Reimann ist zwar auch schon klar, dass er geht aber wird vermutlich intern ersetzt) sind wir mit den beiden Jungs die du genannt hast auch bei nur 12 mit deutschem Pass.
Deshalb sage ich, kann ich irgendwo verstehen, dass nicht jetzt auf einmal alle unsere "Ladenhüter" verkauft werden (können) und durch internationale Spieler ersetzt werden können.

Wie schon gesagt freue ich mich über jeden Spieler der aus der Jugend kommt und es in den Kader schafft und spielt, aber nur um diese Quote zu erfüllen sehe ich das ganze schon wieder etwas missmütig.

Ich bin gespannt wie sich das ganze in den nächsten Jahren entwickelt. Ich hoffe nicht, dass wir in 4 Jahren 8-12 Jugendspieler als Alibi im Kader haben und keinen der das Potenzial hat auch mal wieder in der N11 zu spielen.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.