BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
12.01.2018 - 19:43 Uhr
Zitat von -adi-
Das ganze wäre schon sehr lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Die Spieler, die der User Durchschnitt nennt, waren genau die Toptransfers, die er jetzt fordert. Die haben halt nicht gezündet und daran hat sich der Verein letztendlich verhoben.
Aber hey, was soll der Geiz? Machen wir den gleichen Blödsinn wieder!
Das ganze wäre schon sehr lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Die Spieler, die der User Durchschnitt nennt, waren genau die Toptransfers, die er jetzt fordert. Die haben halt nicht gezündet und daran hat sich der Verein letztendlich verhoben.
Aber hey, was soll der Geiz? Machen wir den gleichen Blödsinn wieder!
Aber Du hast doch gelesen. Schuld war nur das Stadion und nicht etwas der Versuch mit den Bayern direkt zu konkurrieren. Hoeneß hat es - als sein Ego gekühlt war - vermutlich gelacht, als er gesehen hat, zu welchen Konditionen mit Freund und Reuter verlängert wurde.
Amoroso wird dem User bvb_since_98 noch was sagen. Irgendwie das Symbol für den Herzstillstand. Dass die Finanzpolitik und der sportliche Misserfolg fast das Ende bedeutet haben, durfte aber unstrittig sein.
12.01.2018 - 20:17 Uhr
Kloppo hat das mal schön gesagt: "Es ist als Trainer meine Aufgabe Entscheidungen zu treffen, bevor ich weiß, ob diese richtig oder falsch sind."
Alle Entscheidungen mit dem heutigen Wissen zu bewerten ist somit absoluter Schwachsinn. Es geht gar nicht immer nur richtige Entscheidungen zu treffen und nur Volltreffer auf dem Transfermarkt zu landen. Sich im Nachhinein immer hinstellen und auf die Spieler einzuprügeln, die am Ende nicht gezündet haben ist einfach ein einfaches Mittel. Sich heute hinzustellen und zu sagen, dass man schon beim jeweiligen Transfer wusste, dass ein Rode und Schürrle (die übrigens beide nicht verletzungsanfällig kamen und beide 1,5 Jahre dauerverletzt sind) zu einem Flop werden, ist natürlich auch sehr einfach gedacht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die gleichen Leute dann oft auch bei den Transfers von Gündogan, Lewandowski oder Aubamyang gelacht haben bzw. diese nach ihrem schlechten Start bereits abgeschrieben haben.
Alle Entscheidungen mit dem heutigen Wissen zu bewerten ist somit absoluter Schwachsinn. Es geht gar nicht immer nur richtige Entscheidungen zu treffen und nur Volltreffer auf dem Transfermarkt zu landen. Sich im Nachhinein immer hinstellen und auf die Spieler einzuprügeln, die am Ende nicht gezündet haben ist einfach ein einfaches Mittel. Sich heute hinzustellen und zu sagen, dass man schon beim jeweiligen Transfer wusste, dass ein Rode und Schürrle (die übrigens beide nicht verletzungsanfällig kamen und beide 1,5 Jahre dauerverletzt sind) zu einem Flop werden, ist natürlich auch sehr einfach gedacht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die gleichen Leute dann oft auch bei den Transfers von Gündogan, Lewandowski oder Aubamyang gelacht haben bzw. diese nach ihrem schlechten Start bereits abgeschrieben haben.
13.01.2018 - 11:23 Uhr
Transferpolitik sollte eigentlich ein wesentlicher Baustein sein, um die strategische Zielsetzung - Nr. 2 BL sowie ständige Teilnahme an der CL-Gruppenphase - zu erreichen.
Im Gegensatz zu den Bayern, beim BVB keine klare Linie, den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortzusetzen. In der Klopp-Ära hat man aus „Nix“ – BVB stand sportlich und wirtschaftlich am Abgrund – „Viel“ (u.a. 2x Meister, Pokalsieger, CL-Finale) gemacht.
Im Umkehrschluss kann man heute sagen, dass man aus diesem eigentlich „Viel“ im Prinzip „Nix“ geschaffen hat. Von Fortschritt keine Rede, man tritt noch nicht einmal auf der Stelle.
Wirklich gute Transfers nach den Meisterjahren: Reus, Aubameyang, (Gündogan 2011), Weigl und Dembele; mit Abstrichen Mkhitaryan, Guerreiro und Bartra. Sie wurden jedoch als Reaktion auf Abgänge von Leistungsträgern und nicht vorausschauend als Verstärkung getätigt. Die Rückholaktionen kann man wohl nicht als Erfolgsstory verkaufen…
Angefangen mit den damaligen Spitzenspielern Sahin und Kagawa über Götze und Lewandowski hat man immer wieder Leistungsträger verloren. Geld mag für sie ein Anreiz gewesen sein, vielleicht aber auch die Feststellung, dass es beim BVB nicht voran ging/geht.
Die Verkäufe von Hummels, Gündogan und Mkhitaryan waren zu dem Zeitpunkt aufgrund der Vertragslaufzeiten und der Absicht der Spieler notwendig. Die zunächst getätigten Transfers (Ausnahme Rode) ergaben auf den ersten Blick Sinn. Dembele wurde zur Granate, Bartra und Guerreiro zu Leistungsträgern, aber: fehlende Konstanz, Verletzungsanfälligkeit.
Anstatt an den evidenten Defiziten zu arbeiten und mit den Einnahmen punktuell in Qualität zu investieren, wurden mittelmäßige Spieler verpflichtet, für deren Positionen kein dringender Handlungsbedarf bestand und die qualitativ keine Verstärkung waren (verkauft als Verstärkung in der Breite!!!) . Bereits vor fünf, sechs Jahren hat man eine halbe Jugend-Abteilung (Leitner, Bittencourt, Amini, Flores, Sarr,…) verpflichtet. Was ist aus ihnen geworden? Vor gut einem Jahr ein neuer Einkaufszug…
Die Spitze war der absolut überflüssige Transfer der drei gestandenen BL-Spieler, als man für II. Wahl (Schürrle und Rode) sowie auch Götze 65 Mio. € Transfersumme sowie 16-18 Mio. € Jahresgehälter „verplante“. Für Götze reicht es ja für die Startelf, aber er ist noch meilenweit von seiner Verfassung und damit seinem Wert vor seinem Wechsel gen Süden entfernt. Darf man dafür wirklich 8 Mio./a hinblättern???
Auch vor dieser Saison hat man wieder Qualität - zugegebenermaßen für ordentliches Geld - abgegeben (Dembele, Bender und Ginter). Geholt hat man, weil AK und demzufolge billig, Toprak und Dahoud sowie Philipp, Zagadou, später noch Yarmolenko, Toljan und Sancho: was für ein „Upgrade“!
Anstatt die jeweils stattlichen Erlöse zu nutzen und sich gezielt zu verstärken, hat man, wenn überhaupt, in BL-Durchschnitt investiert und noch mehr Bankdrücker und Tribünenhocker produziert. Der aufgeblähte Kader verschlingt Geld, was auf der anderen Seite für Verstärkungen oder Gehaltserhöhungen für Leistungsträger fehlt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt. Anstatt sich von Mittelmaß zu trennen, um sich zu verstärken, bzw. Leistungsträger halten zu können, verkauft man eben diese, um Auslaufmodelle und Mittelmaß stattlich zu entlohnen und sogar zu verlängern. Spieler, die eigentlich schon längst als ausgemustert galten, sollten auf einmal zu Rettern werden…Der BVB kann es sich wirtschaftlich nicht leisten, jede Position doppelt mit internationaler Klasse zu besetzen; Dreifach-Besetzung mit BL-Schnitt verschlingt viel Geld, ist aber auch keine Lösung.
Hier geht es um JAHRESGEHÄLTER, angefangen bei drei bis zu fünf/sechs Mio. €/anno, also Beträge, die die weit überwiegende Mehrzahl der User in ihrem gesamten Arbeitsleben nicht verdienen wird. Da kann man doch auch erwarten, dass der Verein dafür eine Gegenleistung bekommt- oder?
Bei der Frage, vom wem sich der Verein trennt, darf es keine „heiligen Kühe“ geben. Verdienste aus der Vergangenheit, soziales Engagement oder die Tatsache, dass jemand aus Dortmund stammt, darf nicht ausschlaggebend für Kaderzugehörigkeit/ Stammplatz gelten. Auch von Kampfansagen, wie: „Ich will es noch einmal wissen“ oder „ich stelle mich der Herausforderung“ sollte man sich nicht blenden lassen.
Die einzige „heilige Kuh“ ist der Verein BVB! Es geht hier auch nicht darum, einzelne Spieler niederzumachen; die können NICHTS dafür, dass JEMAND so viel Kohle für sie auf den Tisch legt. Jedoch ist zwingend zu prüfen, ob der (Mehr-)Wert, den ein Spieler für den BVB bringt, tatsächlich derart hohe Ausgaben rechtfertigt…
Glaubt jemand wirklich ernsthaft, dass es bei Schürrle und Rode wirklich noch einmal zu einem Durchbruch kommt und damit Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen? Jetzt scheint sogar der kleine Sonnenkönig begriffen zu haben und hat öffentlich richtigerweise kritisiert, dass Schürrle nirgends konstant gute Leistungen gezeigt hat, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass auch er Mitschuld an diesem Flop trägt. Rode hatte schon bei Frankfurt eine dicke Krankenakte. Wenn er wirklich schon immer zum BVB wollte, warum ist er damals zu den Bayern gewechselt?
In diesem Zusammenhang vielleicht ein kleiner Seitenhieb in Richtung „chapi-09“, der eigentlich ordentliche Beiträge postet, sich aber gerne als kleiner „Sittenwächter“ aufspielt. Wenn ein Spieler auf der einen Seite ein dickes Gehalt einstreicht, dafür aber keine Gegenleistung bringt, ist es nicht respektlos, ihn als Lusche oder Flop zu bezeichnen. Respekt erwirbt man sich nicht, wenn man in BVB-Bettwäsche schläft, das Trikot überstreift oder flotte Sprüche ablässt. Respekt zollt man den Spielern, die über Jahre Leistung abliefern, sich immer wieder voll reinhängen und dem Verein trotz z.T. lukrativer Angebote die Treue halten. Mir fallen hier in erster Linie Namen wie Dede, Reus, aber auch Kehl, Bender oder Piszczek ein.
Fußballerischer Sachverstand und wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen müssen Vorrang vor nostalgischen Schwärmereien, Beratungsresistenz und Eitelkeit haben.
Lieber „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Eingeständnis des Flops – Menschen dürfen auch mal Fehler machen – und damit Akzeptanz eines finanziellen Verlustes. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung, d.h. Verkauf auch (weit) unter Preisvorstellung, damit einige Spieler von der Gehaltsliste verschwinden.
Wegbrechende Einnahmen durch „AUS“ in CL und DFB-Pokal, hohe Kosten aufgrund eines überdimensionierten Kaders und nicht zuletzt auch die Trainer-Possen (Verlust insgesamt wohl mehr als 10 Mio.?) schränken die finanziellen Möglichkeiten für mögliche Neuverpflichtungen ein. Daher müssen Prioritäten gesetzt werden.
Torwart und Innenverteidigung gehören nicht dazu. Drei gestandene IV plus ein „großes“ Talent sollten ausreichen, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden (was bei Stöger offensichtlich der Fall sein soll), sie tiefer stehen und nicht zu langen Laufduellen gezwungen werden, ständig auf den Außen helfen müssen und auch mal vom Mittelfeld unterstützt werden. Insofern erachte ich den Rückzieher bei Akanji für sinnvoll.
AV seit Jahren als Schwachstelle identifiziert, jedoch nur halbherzig beackert. Es ist traurig, wenn Piszczek, der vor seiner letzten Verletzung häufig in der Kritik stand und pro Spiel mit mindestens einem Aussetzer glänzte – international wurde das bestraft (Monaco) – jetzt als Retter herbeigesehnt wird, weil der Ersatz die Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigt hat.
Eigentliches Problemfeld das Mittelfeld, sowohl was die Defensivarbeit als auch die Offensive anbelangt. Die kleinen Hüpper und der staksige und langsame Weigl finden defensiv im Prinzip nicht statt. Zweikämpfe/Kopfballduelle werden so gut wie nie gewonnen, teilweise noch nicht einmal geführt; nach vorne kaum Impulse, ideenlos, Abschlussschwäche.
M.E. erforderlich ein kräftiger/zweikampfstarker Spieler (Casemiro bei Real oder früher Bender bei uns) sowie ein Taktgeber/Lenker. Unsere Truppe hat keinen wirklichen Leader, sondern eigentlich nur Mitläufer, die dann funktionieren, wenn das Spiel gut läuft. Wenn man hohe Kosten für den Defensivmann scheut, könnte man es neben Weigl (oder Sahin?) auch mal mit Zagadou oder Bartra (beide vergleichsweise technisch stark) auf dieser Position probieren, eh man sie auf der Bank schmoren lässt.
Sturm eigentlich gut besetzt. Problematisch die auch von der Vereinsführung betonte große Abhängigkeit von Aubameyang. Ja, er ist ein Torgarant, lässt aber auch eine Menge liegen (Höhepunkt Hinspiel Benfica) und nimmt mitunter kaum am Spiel teil. Hinzu kommen seine Mätzchen/Eskapaden, die man bei einem Leistungsträger eher toleriert und die dosiert eingesetzt durchaus Charme haben, mittlerweile die Grenzen aber überschritten haben.
Nicht aus sportlichen, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen und um diesem ständigen Theater ein Ende zu bereiten, würde (kein MUSS!) ich ihn verkaufen, falls es ein entsprechendes Angebot gibt. Dafür entweder einen gestandenen Ersatz holen oder die Qualität der Mannschaft insgesamt durch Transfers auf anderen Positionen erhöhen. Die Mannschaft würde so kompakter, die einseitige Abhängigkeit beendet. Alternativ könnte man auch auf Philipp, Sancho, Yarmolenko und Isak setzen.
Bei Isak droht eine weitere Posse. „BVB har Real ein Riesen-Talent weggeschnappt“ wurde vor einem Jahr posaunt. Nachdem man ihn ein Jahr auf der Tribüne/ Bank verkümmern ließ und somit ein Jahr verschenkt hat, will man ihn nun offenbar verleihen, um evtl. Schürrle doch noch Spielzeiten für die WM zu schenken? Vernünftige Planung sieht anders aus…
Der Beitrag sollte eigentlich nicht so lang werden, wollte jedoch den Buh-Rufern zumindest ein paar Belege für meine kritischen Äußerungen liefern.
Im Gegensatz zu den Bayern, beim BVB keine klare Linie, den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortzusetzen. In der Klopp-Ära hat man aus „Nix“ – BVB stand sportlich und wirtschaftlich am Abgrund – „Viel“ (u.a. 2x Meister, Pokalsieger, CL-Finale) gemacht.
Im Umkehrschluss kann man heute sagen, dass man aus diesem eigentlich „Viel“ im Prinzip „Nix“ geschaffen hat. Von Fortschritt keine Rede, man tritt noch nicht einmal auf der Stelle.
Wirklich gute Transfers nach den Meisterjahren: Reus, Aubameyang, (Gündogan 2011), Weigl und Dembele; mit Abstrichen Mkhitaryan, Guerreiro und Bartra. Sie wurden jedoch als Reaktion auf Abgänge von Leistungsträgern und nicht vorausschauend als Verstärkung getätigt. Die Rückholaktionen kann man wohl nicht als Erfolgsstory verkaufen…
Angefangen mit den damaligen Spitzenspielern Sahin und Kagawa über Götze und Lewandowski hat man immer wieder Leistungsträger verloren. Geld mag für sie ein Anreiz gewesen sein, vielleicht aber auch die Feststellung, dass es beim BVB nicht voran ging/geht.
Die Verkäufe von Hummels, Gündogan und Mkhitaryan waren zu dem Zeitpunkt aufgrund der Vertragslaufzeiten und der Absicht der Spieler notwendig. Die zunächst getätigten Transfers (Ausnahme Rode) ergaben auf den ersten Blick Sinn. Dembele wurde zur Granate, Bartra und Guerreiro zu Leistungsträgern, aber: fehlende Konstanz, Verletzungsanfälligkeit.
Anstatt an den evidenten Defiziten zu arbeiten und mit den Einnahmen punktuell in Qualität zu investieren, wurden mittelmäßige Spieler verpflichtet, für deren Positionen kein dringender Handlungsbedarf bestand und die qualitativ keine Verstärkung waren (verkauft als Verstärkung in der Breite!!!) . Bereits vor fünf, sechs Jahren hat man eine halbe Jugend-Abteilung (Leitner, Bittencourt, Amini, Flores, Sarr,…) verpflichtet. Was ist aus ihnen geworden? Vor gut einem Jahr ein neuer Einkaufszug…
Die Spitze war der absolut überflüssige Transfer der drei gestandenen BL-Spieler, als man für II. Wahl (Schürrle und Rode) sowie auch Götze 65 Mio. € Transfersumme sowie 16-18 Mio. € Jahresgehälter „verplante“. Für Götze reicht es ja für die Startelf, aber er ist noch meilenweit von seiner Verfassung und damit seinem Wert vor seinem Wechsel gen Süden entfernt. Darf man dafür wirklich 8 Mio./a hinblättern???
Auch vor dieser Saison hat man wieder Qualität - zugegebenermaßen für ordentliches Geld - abgegeben (Dembele, Bender und Ginter). Geholt hat man, weil AK und demzufolge billig, Toprak und Dahoud sowie Philipp, Zagadou, später noch Yarmolenko, Toljan und Sancho: was für ein „Upgrade“!
Anstatt die jeweils stattlichen Erlöse zu nutzen und sich gezielt zu verstärken, hat man, wenn überhaupt, in BL-Durchschnitt investiert und noch mehr Bankdrücker und Tribünenhocker produziert. Der aufgeblähte Kader verschlingt Geld, was auf der anderen Seite für Verstärkungen oder Gehaltserhöhungen für Leistungsträger fehlt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt. Anstatt sich von Mittelmaß zu trennen, um sich zu verstärken, bzw. Leistungsträger halten zu können, verkauft man eben diese, um Auslaufmodelle und Mittelmaß stattlich zu entlohnen und sogar zu verlängern. Spieler, die eigentlich schon längst als ausgemustert galten, sollten auf einmal zu Rettern werden…Der BVB kann es sich wirtschaftlich nicht leisten, jede Position doppelt mit internationaler Klasse zu besetzen; Dreifach-Besetzung mit BL-Schnitt verschlingt viel Geld, ist aber auch keine Lösung.
Hier geht es um JAHRESGEHÄLTER, angefangen bei drei bis zu fünf/sechs Mio. €/anno, also Beträge, die die weit überwiegende Mehrzahl der User in ihrem gesamten Arbeitsleben nicht verdienen wird. Da kann man doch auch erwarten, dass der Verein dafür eine Gegenleistung bekommt- oder?
Bei der Frage, vom wem sich der Verein trennt, darf es keine „heiligen Kühe“ geben. Verdienste aus der Vergangenheit, soziales Engagement oder die Tatsache, dass jemand aus Dortmund stammt, darf nicht ausschlaggebend für Kaderzugehörigkeit/ Stammplatz gelten. Auch von Kampfansagen, wie: „Ich will es noch einmal wissen“ oder „ich stelle mich der Herausforderung“ sollte man sich nicht blenden lassen.
Die einzige „heilige Kuh“ ist der Verein BVB! Es geht hier auch nicht darum, einzelne Spieler niederzumachen; die können NICHTS dafür, dass JEMAND so viel Kohle für sie auf den Tisch legt. Jedoch ist zwingend zu prüfen, ob der (Mehr-)Wert, den ein Spieler für den BVB bringt, tatsächlich derart hohe Ausgaben rechtfertigt…
Glaubt jemand wirklich ernsthaft, dass es bei Schürrle und Rode wirklich noch einmal zu einem Durchbruch kommt und damit Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen? Jetzt scheint sogar der kleine Sonnenkönig begriffen zu haben und hat öffentlich richtigerweise kritisiert, dass Schürrle nirgends konstant gute Leistungen gezeigt hat, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass auch er Mitschuld an diesem Flop trägt. Rode hatte schon bei Frankfurt eine dicke Krankenakte. Wenn er wirklich schon immer zum BVB wollte, warum ist er damals zu den Bayern gewechselt?
In diesem Zusammenhang vielleicht ein kleiner Seitenhieb in Richtung „chapi-09“, der eigentlich ordentliche Beiträge postet, sich aber gerne als kleiner „Sittenwächter“ aufspielt. Wenn ein Spieler auf der einen Seite ein dickes Gehalt einstreicht, dafür aber keine Gegenleistung bringt, ist es nicht respektlos, ihn als Lusche oder Flop zu bezeichnen. Respekt erwirbt man sich nicht, wenn man in BVB-Bettwäsche schläft, das Trikot überstreift oder flotte Sprüche ablässt. Respekt zollt man den Spielern, die über Jahre Leistung abliefern, sich immer wieder voll reinhängen und dem Verein trotz z.T. lukrativer Angebote die Treue halten. Mir fallen hier in erster Linie Namen wie Dede, Reus, aber auch Kehl, Bender oder Piszczek ein.
Fußballerischer Sachverstand und wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen müssen Vorrang vor nostalgischen Schwärmereien, Beratungsresistenz und Eitelkeit haben.
Lieber „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Eingeständnis des Flops – Menschen dürfen auch mal Fehler machen – und damit Akzeptanz eines finanziellen Verlustes. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung, d.h. Verkauf auch (weit) unter Preisvorstellung, damit einige Spieler von der Gehaltsliste verschwinden.
Wegbrechende Einnahmen durch „AUS“ in CL und DFB-Pokal, hohe Kosten aufgrund eines überdimensionierten Kaders und nicht zuletzt auch die Trainer-Possen (Verlust insgesamt wohl mehr als 10 Mio.?) schränken die finanziellen Möglichkeiten für mögliche Neuverpflichtungen ein. Daher müssen Prioritäten gesetzt werden.
Torwart und Innenverteidigung gehören nicht dazu. Drei gestandene IV plus ein „großes“ Talent sollten ausreichen, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden (was bei Stöger offensichtlich der Fall sein soll), sie tiefer stehen und nicht zu langen Laufduellen gezwungen werden, ständig auf den Außen helfen müssen und auch mal vom Mittelfeld unterstützt werden. Insofern erachte ich den Rückzieher bei Akanji für sinnvoll.
AV seit Jahren als Schwachstelle identifiziert, jedoch nur halbherzig beackert. Es ist traurig, wenn Piszczek, der vor seiner letzten Verletzung häufig in der Kritik stand und pro Spiel mit mindestens einem Aussetzer glänzte – international wurde das bestraft (Monaco) – jetzt als Retter herbeigesehnt wird, weil der Ersatz die Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigt hat.
Eigentliches Problemfeld das Mittelfeld, sowohl was die Defensivarbeit als auch die Offensive anbelangt. Die kleinen Hüpper und der staksige und langsame Weigl finden defensiv im Prinzip nicht statt. Zweikämpfe/Kopfballduelle werden so gut wie nie gewonnen, teilweise noch nicht einmal geführt; nach vorne kaum Impulse, ideenlos, Abschlussschwäche.
M.E. erforderlich ein kräftiger/zweikampfstarker Spieler (Casemiro bei Real oder früher Bender bei uns) sowie ein Taktgeber/Lenker. Unsere Truppe hat keinen wirklichen Leader, sondern eigentlich nur Mitläufer, die dann funktionieren, wenn das Spiel gut läuft. Wenn man hohe Kosten für den Defensivmann scheut, könnte man es neben Weigl (oder Sahin?) auch mal mit Zagadou oder Bartra (beide vergleichsweise technisch stark) auf dieser Position probieren, eh man sie auf der Bank schmoren lässt.
Sturm eigentlich gut besetzt. Problematisch die auch von der Vereinsführung betonte große Abhängigkeit von Aubameyang. Ja, er ist ein Torgarant, lässt aber auch eine Menge liegen (Höhepunkt Hinspiel Benfica) und nimmt mitunter kaum am Spiel teil. Hinzu kommen seine Mätzchen/Eskapaden, die man bei einem Leistungsträger eher toleriert und die dosiert eingesetzt durchaus Charme haben, mittlerweile die Grenzen aber überschritten haben.
Nicht aus sportlichen, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen und um diesem ständigen Theater ein Ende zu bereiten, würde (kein MUSS!) ich ihn verkaufen, falls es ein entsprechendes Angebot gibt. Dafür entweder einen gestandenen Ersatz holen oder die Qualität der Mannschaft insgesamt durch Transfers auf anderen Positionen erhöhen. Die Mannschaft würde so kompakter, die einseitige Abhängigkeit beendet. Alternativ könnte man auch auf Philipp, Sancho, Yarmolenko und Isak setzen.
Bei Isak droht eine weitere Posse. „BVB har Real ein Riesen-Talent weggeschnappt“ wurde vor einem Jahr posaunt. Nachdem man ihn ein Jahr auf der Tribüne/ Bank verkümmern ließ und somit ein Jahr verschenkt hat, will man ihn nun offenbar verleihen, um evtl. Schürrle doch noch Spielzeiten für die WM zu schenken? Vernünftige Planung sieht anders aus…
Der Beitrag sollte eigentlich nicht so lang werden, wollte jedoch den Buh-Rufern zumindest ein paar Belege für meine kritischen Äußerungen liefern.
13.01.2018 - 13:01 Uhr
Zitat von Kritikus65
Transferpolitik sollte eigentlich ein wesentlicher Baustein sein, um die strategische Zielsetzung - Nr. 2 BL sowie ständige Teilnahme an der CL-Gruppenphase - zu erreichen.
Im Gegensatz zu den Bayern, beim BVB keine klare Linie, den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortzusetzen. In der Klopp-Ära hat man aus „Nix“ – BVB stand sportlich und wirtschaftlich am Abgrund – „Viel“ (u.a. 2x Meister, Pokalsieger, CL-Finale) gemacht.
Im Umkehrschluss kann man heute sagen, dass man aus diesem eigentlich „Viel“ im Prinzip „Nix“ geschaffen hat. Von Fortschritt keine Rede, man tritt noch nicht einmal auf der Stelle.
Wirklich gute Transfers nach den Meisterjahren: Reus, Aubameyang, (Gündogan 2011), Weigl und Dembele; mit Abstrichen Mkhitaryan, Guerreiro und Bartra. Sie wurden jedoch als Reaktion auf Abgänge von Leistungsträgern und nicht vorausschauend als Verstärkung getätigt. Die Rückholaktionen kann man wohl nicht als Erfolgsstory verkaufen…
Angefangen mit den damaligen Spitzenspielern Sahin und Kagawa über Götze und Lewandowski hat man immer wieder Leistungsträger verloren. Geld mag für sie ein Anreiz gewesen sein, vielleicht aber auch die Feststellung, dass es beim BVB nicht voran ging/geht.
Die Verkäufe von Hummels, Gündogan und Mkhitaryan waren zu dem Zeitpunkt aufgrund der Vertragslaufzeiten und der Absicht der Spieler notwendig. Die zunächst getätigten Transfers (Ausnahme Rode) ergaben auf den ersten Blick Sinn. Dembele wurde zur Granate, Bartra und Guerreiro zu Leistungsträgern, aber: fehlende Konstanz, Verletzungsanfälligkeit.
Anstatt an den evidenten Defiziten zu arbeiten und mit den Einnahmen punktuell in Qualität zu investieren, wurden mittelmäßige Spieler verpflichtet, für deren Positionen kein dringender Handlungsbedarf bestand und die qualitativ keine Verstärkung waren (verkauft als Verstärkung in der Breite!!!) . Bereits vor fünf, sechs Jahren hat man eine halbe Jugend-Abteilung (Leitner, Bittencourt, Amini, Flores, Sarr,…) verpflichtet. Was ist aus ihnen geworden? Vor gut einem Jahr ein neuer Einkaufszug…
Die Spitze war der absolut überflüssige Transfer der drei gestandenen BL-Spieler, als man für II. Wahl (Schürrle und Rode) sowie auch Götze 65 Mio. € Transfersumme sowie 16-18 Mio. € Jahresgehälter „verplante“. Für Götze reicht es ja für die Startelf, aber er ist noch meilenweit von seiner Verfassung und damit seinem Wert vor seinem Wechsel gen Süden entfernt. Darf man dafür wirklich 8 Mio./a hinblättern???
Auch vor dieser Saison hat man wieder Qualität - zugegebenermaßen für ordentliches Geld - abgegeben (Dembele, Bender und Ginter). Geholt hat man, weil AK und demzufolge billig, Toprak und Dahoud sowie Philipp, Zagadou, später noch Yarmolenko, Toljan und Sancho: was für ein „Upgrade“!
Anstatt die jeweils stattlichen Erlöse zu nutzen und sich gezielt zu verstärken, hat man, wenn überhaupt, in BL-Durchschnitt investiert und noch mehr Bankdrücker und Tribünenhocker produziert. Der aufgeblähte Kader verschlingt Geld, was auf der anderen Seite für Verstärkungen oder Gehaltserhöhungen für Leistungsträger fehlt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt. Anstatt sich von Mittelmaß zu trennen, um sich zu verstärken, bzw. Leistungsträger halten zu können, verkauft man eben diese, um Auslaufmodelle und Mittelmaß stattlich zu entlohnen und sogar zu verlängern. Spieler, die eigentlich schon längst als ausgemustert galten, sollten auf einmal zu Rettern werden…Der BVB kann es sich wirtschaftlich nicht leisten, jede Position doppelt mit internationaler Klasse zu besetzen; Dreifach-Besetzung mit BL-Schnitt verschlingt viel Geld, ist aber auch keine Lösung.
Hier geht es um JAHRESGEHÄLTER, angefangen bei drei bis zu fünf/sechs Mio. €/anno, also Beträge, die die weit überwiegende Mehrzahl der User in ihrem gesamten Arbeitsleben nicht verdienen wird. Da kann man doch auch erwarten, dass der Verein dafür eine Gegenleistung bekommt- oder?
Bei der Frage, vom wem sich der Verein trennt, darf es keine „heiligen Kühe“ geben. Verdienste aus der Vergangenheit, soziales Engagement oder die Tatsache, dass jemand aus Dortmund stammt, darf nicht ausschlaggebend für Kaderzugehörigkeit/ Stammplatz gelten. Auch von Kampfansagen, wie: „Ich will es noch einmal wissen“ oder „ich stelle mich der Herausforderung“ sollte man sich nicht blenden lassen.
Die einzige „heilige Kuh“ ist der Verein BVB! Es geht hier auch nicht darum, einzelne Spieler niederzumachen; die können NICHTS dafür, dass JEMAND so viel Kohle für sie auf den Tisch legt. Jedoch ist zwingend zu prüfen, ob der (Mehr-)Wert, den ein Spieler für den BVB bringt, tatsächlich derart hohe Ausgaben rechtfertigt…
Glaubt jemand wirklich ernsthaft, dass es bei Schürrle und Rode wirklich noch einmal zu einem Durchbruch kommt und damit Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen? Jetzt scheint sogar der kleine Sonnenkönig begriffen zu haben und hat öffentlich richtigerweise kritisiert, dass Schürrle nirgends konstant gute Leistungen gezeigt hat, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass auch er Mitschuld an diesem Flop trägt. Rode hatte schon bei Frankfurt eine dicke Krankenakte. Wenn er wirklich schon immer zum BVB wollte, warum ist er damals zu den Bayern gewechselt?
In diesem Zusammenhang vielleicht ein kleiner Seitenhieb in Richtung „chapi-09“, der eigentlich ordentliche Beiträge postet, sich aber gerne als kleiner „Sittenwächter“ aufspielt. Wenn ein Spieler auf der einen Seite ein dickes Gehalt einstreicht, dafür aber keine Gegenleistung bringt, ist es nicht respektlos, ihn als Lusche oder Flop zu bezeichnen. Respekt erwirbt man sich nicht, wenn man in BVB-Bettwäsche schläft, das Trikot überstreift oder flotte Sprüche ablässt. Respekt zollt man den Spielern, die über Jahre Leistung abliefern, sich immer wieder voll reinhängen und dem Verein trotz z.T. lukrativer Angebote die Treue halten. Mir fallen hier in erster Linie Namen wie Dede, Reus, aber auch Kehl, Bender oder Piszczek ein.
Fußballerischer Sachverstand und wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen müssen Vorrang vor nostalgischen Schwärmereien, Beratungsresistenz und Eitelkeit haben.
Lieber „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Eingeständnis des Flops – Menschen dürfen auch mal Fehler machen – und damit Akzeptanz eines finanziellen Verlustes. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung, d.h. Verkauf auch (weit) unter Preisvorstellung, damit einige Spieler von der Gehaltsliste verschwinden.
Wegbrechende Einnahmen durch „AUS“ in CL und DFB-Pokal, hohe Kosten aufgrund eines überdimensionierten Kaders und nicht zuletzt auch die Trainer-Possen (Verlust insgesamt wohl mehr als 10 Mio.?) schränken die finanziellen Möglichkeiten für mögliche Neuverpflichtungen ein. Daher müssen Prioritäten gesetzt werden.
Torwart und Innenverteidigung gehören nicht dazu. Drei gestandene IV plus ein „großes“ Talent sollten ausreichen, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden (was bei Stöger offensichtlich der Fall sein soll), sie tiefer stehen und nicht zu langen Laufduellen gezwungen werden, ständig auf den Außen helfen müssen und auch mal vom Mittelfeld unterstützt werden. Insofern erachte ich den Rückzieher bei Akanji für sinnvoll.
AV seit Jahren als Schwachstelle identifiziert, jedoch nur halbherzig beackert. Es ist traurig, wenn Piszczek, der vor seiner letzten Verletzung häufig in der Kritik stand und pro Spiel mit mindestens einem Aussetzer glänzte – international wurde das bestraft (Monaco) – jetzt als Retter herbeigesehnt wird, weil der Ersatz die Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigt hat.
Eigentliches Problemfeld das Mittelfeld, sowohl was die Defensivarbeit als auch die Offensive anbelangt. Die kleinen Hüpper und der staksige und langsame Weigl finden defensiv im Prinzip nicht statt. Zweikämpfe/Kopfballduelle werden so gut wie nie gewonnen, teilweise noch nicht einmal geführt; nach vorne kaum Impulse, ideenlos, Abschlussschwäche.
M.E. erforderlich ein kräftiger/zweikampfstarker Spieler (Casemiro bei Real oder früher Bender bei uns) sowie ein Taktgeber/Lenker. Unsere Truppe hat keinen wirklichen Leader, sondern eigentlich nur Mitläufer, die dann funktionieren, wenn das Spiel gut läuft. Wenn man hohe Kosten für den Defensivmann scheut, könnte man es neben Weigl (oder Sahin?) auch mal mit Zagadou oder Bartra (beide vergleichsweise technisch stark) auf dieser Position probieren, eh man sie auf der Bank schmoren lässt.
Sturm eigentlich gut besetzt. Problematisch die auch von der Vereinsführung betonte große Abhängigkeit von Aubameyang. Ja, er ist ein Torgarant, lässt aber auch eine Menge liegen (Höhepunkt Hinspiel Benfica) und nimmt mitunter kaum am Spiel teil. Hinzu kommen seine Mätzchen/Eskapaden, die man bei einem Leistungsträger eher toleriert und die dosiert eingesetzt durchaus Charme haben, mittlerweile die Grenzen aber überschritten haben.
Nicht aus sportlichen, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen und um diesem ständigen Theater ein Ende zu bereiten, würde (kein MUSS!) ich ihn verkaufen, falls es ein entsprechendes Angebot gibt. Dafür entweder einen gestandenen Ersatz holen oder die Qualität der Mannschaft insgesamt durch Transfers auf anderen Positionen erhöhen. Die Mannschaft würde so kompakter, die einseitige Abhängigkeit beendet. Alternativ könnte man auch auf Philipp, Sancho, Yarmolenko und Isak setzen.
Bei Isak droht eine weitere Posse. „BVB har Real ein Riesen-Talent weggeschnappt“ wurde vor einem Jahr posaunt. Nachdem man ihn ein Jahr auf der Tribüne/ Bank verkümmern ließ und somit ein Jahr verschenkt hat, will man ihn nun offenbar verleihen, um evtl. Schürrle doch noch Spielzeiten für die WM zu schenken? Vernünftige Planung sieht anders aus…
Der Beitrag sollte eigentlich nicht so lang werden, wollte jedoch den Buh-Rufern zumindest ein paar Belege für meine kritischen Äußerungen liefern.
Transferpolitik sollte eigentlich ein wesentlicher Baustein sein, um die strategische Zielsetzung - Nr. 2 BL sowie ständige Teilnahme an der CL-Gruppenphase - zu erreichen.
Im Gegensatz zu den Bayern, beim BVB keine klare Linie, den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortzusetzen. In der Klopp-Ära hat man aus „Nix“ – BVB stand sportlich und wirtschaftlich am Abgrund – „Viel“ (u.a. 2x Meister, Pokalsieger, CL-Finale) gemacht.
Im Umkehrschluss kann man heute sagen, dass man aus diesem eigentlich „Viel“ im Prinzip „Nix“ geschaffen hat. Von Fortschritt keine Rede, man tritt noch nicht einmal auf der Stelle.
Wirklich gute Transfers nach den Meisterjahren: Reus, Aubameyang, (Gündogan 2011), Weigl und Dembele; mit Abstrichen Mkhitaryan, Guerreiro und Bartra. Sie wurden jedoch als Reaktion auf Abgänge von Leistungsträgern und nicht vorausschauend als Verstärkung getätigt. Die Rückholaktionen kann man wohl nicht als Erfolgsstory verkaufen…
Angefangen mit den damaligen Spitzenspielern Sahin und Kagawa über Götze und Lewandowski hat man immer wieder Leistungsträger verloren. Geld mag für sie ein Anreiz gewesen sein, vielleicht aber auch die Feststellung, dass es beim BVB nicht voran ging/geht.
Die Verkäufe von Hummels, Gündogan und Mkhitaryan waren zu dem Zeitpunkt aufgrund der Vertragslaufzeiten und der Absicht der Spieler notwendig. Die zunächst getätigten Transfers (Ausnahme Rode) ergaben auf den ersten Blick Sinn. Dembele wurde zur Granate, Bartra und Guerreiro zu Leistungsträgern, aber: fehlende Konstanz, Verletzungsanfälligkeit.
Anstatt an den evidenten Defiziten zu arbeiten und mit den Einnahmen punktuell in Qualität zu investieren, wurden mittelmäßige Spieler verpflichtet, für deren Positionen kein dringender Handlungsbedarf bestand und die qualitativ keine Verstärkung waren (verkauft als Verstärkung in der Breite!!!) . Bereits vor fünf, sechs Jahren hat man eine halbe Jugend-Abteilung (Leitner, Bittencourt, Amini, Flores, Sarr,…) verpflichtet. Was ist aus ihnen geworden? Vor gut einem Jahr ein neuer Einkaufszug…
Die Spitze war der absolut überflüssige Transfer der drei gestandenen BL-Spieler, als man für II. Wahl (Schürrle und Rode) sowie auch Götze 65 Mio. € Transfersumme sowie 16-18 Mio. € Jahresgehälter „verplante“. Für Götze reicht es ja für die Startelf, aber er ist noch meilenweit von seiner Verfassung und damit seinem Wert vor seinem Wechsel gen Süden entfernt. Darf man dafür wirklich 8 Mio./a hinblättern???
Auch vor dieser Saison hat man wieder Qualität - zugegebenermaßen für ordentliches Geld - abgegeben (Dembele, Bender und Ginter). Geholt hat man, weil AK und demzufolge billig, Toprak und Dahoud sowie Philipp, Zagadou, später noch Yarmolenko, Toljan und Sancho: was für ein „Upgrade“!
Anstatt die jeweils stattlichen Erlöse zu nutzen und sich gezielt zu verstärken, hat man, wenn überhaupt, in BL-Durchschnitt investiert und noch mehr Bankdrücker und Tribünenhocker produziert. Der aufgeblähte Kader verschlingt Geld, was auf der anderen Seite für Verstärkungen oder Gehaltserhöhungen für Leistungsträger fehlt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt. Anstatt sich von Mittelmaß zu trennen, um sich zu verstärken, bzw. Leistungsträger halten zu können, verkauft man eben diese, um Auslaufmodelle und Mittelmaß stattlich zu entlohnen und sogar zu verlängern. Spieler, die eigentlich schon längst als ausgemustert galten, sollten auf einmal zu Rettern werden…Der BVB kann es sich wirtschaftlich nicht leisten, jede Position doppelt mit internationaler Klasse zu besetzen; Dreifach-Besetzung mit BL-Schnitt verschlingt viel Geld, ist aber auch keine Lösung.
Hier geht es um JAHRESGEHÄLTER, angefangen bei drei bis zu fünf/sechs Mio. €/anno, also Beträge, die die weit überwiegende Mehrzahl der User in ihrem gesamten Arbeitsleben nicht verdienen wird. Da kann man doch auch erwarten, dass der Verein dafür eine Gegenleistung bekommt- oder?
Bei der Frage, vom wem sich der Verein trennt, darf es keine „heiligen Kühe“ geben. Verdienste aus der Vergangenheit, soziales Engagement oder die Tatsache, dass jemand aus Dortmund stammt, darf nicht ausschlaggebend für Kaderzugehörigkeit/ Stammplatz gelten. Auch von Kampfansagen, wie: „Ich will es noch einmal wissen“ oder „ich stelle mich der Herausforderung“ sollte man sich nicht blenden lassen.
Die einzige „heilige Kuh“ ist der Verein BVB! Es geht hier auch nicht darum, einzelne Spieler niederzumachen; die können NICHTS dafür, dass JEMAND so viel Kohle für sie auf den Tisch legt. Jedoch ist zwingend zu prüfen, ob der (Mehr-)Wert, den ein Spieler für den BVB bringt, tatsächlich derart hohe Ausgaben rechtfertigt…
Glaubt jemand wirklich ernsthaft, dass es bei Schürrle und Rode wirklich noch einmal zu einem Durchbruch kommt und damit Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen? Jetzt scheint sogar der kleine Sonnenkönig begriffen zu haben und hat öffentlich richtigerweise kritisiert, dass Schürrle nirgends konstant gute Leistungen gezeigt hat, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass auch er Mitschuld an diesem Flop trägt. Rode hatte schon bei Frankfurt eine dicke Krankenakte. Wenn er wirklich schon immer zum BVB wollte, warum ist er damals zu den Bayern gewechselt?
In diesem Zusammenhang vielleicht ein kleiner Seitenhieb in Richtung „chapi-09“, der eigentlich ordentliche Beiträge postet, sich aber gerne als kleiner „Sittenwächter“ aufspielt. Wenn ein Spieler auf der einen Seite ein dickes Gehalt einstreicht, dafür aber keine Gegenleistung bringt, ist es nicht respektlos, ihn als Lusche oder Flop zu bezeichnen. Respekt erwirbt man sich nicht, wenn man in BVB-Bettwäsche schläft, das Trikot überstreift oder flotte Sprüche ablässt. Respekt zollt man den Spielern, die über Jahre Leistung abliefern, sich immer wieder voll reinhängen und dem Verein trotz z.T. lukrativer Angebote die Treue halten. Mir fallen hier in erster Linie Namen wie Dede, Reus, aber auch Kehl, Bender oder Piszczek ein.
Fußballerischer Sachverstand und wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen müssen Vorrang vor nostalgischen Schwärmereien, Beratungsresistenz und Eitelkeit haben.
Lieber „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Eingeständnis des Flops – Menschen dürfen auch mal Fehler machen – und damit Akzeptanz eines finanziellen Verlustes. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung, d.h. Verkauf auch (weit) unter Preisvorstellung, damit einige Spieler von der Gehaltsliste verschwinden.
Wegbrechende Einnahmen durch „AUS“ in CL und DFB-Pokal, hohe Kosten aufgrund eines überdimensionierten Kaders und nicht zuletzt auch die Trainer-Possen (Verlust insgesamt wohl mehr als 10 Mio.?) schränken die finanziellen Möglichkeiten für mögliche Neuverpflichtungen ein. Daher müssen Prioritäten gesetzt werden.
Torwart und Innenverteidigung gehören nicht dazu. Drei gestandene IV plus ein „großes“ Talent sollten ausreichen, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden (was bei Stöger offensichtlich der Fall sein soll), sie tiefer stehen und nicht zu langen Laufduellen gezwungen werden, ständig auf den Außen helfen müssen und auch mal vom Mittelfeld unterstützt werden. Insofern erachte ich den Rückzieher bei Akanji für sinnvoll.
AV seit Jahren als Schwachstelle identifiziert, jedoch nur halbherzig beackert. Es ist traurig, wenn Piszczek, der vor seiner letzten Verletzung häufig in der Kritik stand und pro Spiel mit mindestens einem Aussetzer glänzte – international wurde das bestraft (Monaco) – jetzt als Retter herbeigesehnt wird, weil der Ersatz die Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigt hat.
Eigentliches Problemfeld das Mittelfeld, sowohl was die Defensivarbeit als auch die Offensive anbelangt. Die kleinen Hüpper und der staksige und langsame Weigl finden defensiv im Prinzip nicht statt. Zweikämpfe/Kopfballduelle werden so gut wie nie gewonnen, teilweise noch nicht einmal geführt; nach vorne kaum Impulse, ideenlos, Abschlussschwäche.
M.E. erforderlich ein kräftiger/zweikampfstarker Spieler (Casemiro bei Real oder früher Bender bei uns) sowie ein Taktgeber/Lenker. Unsere Truppe hat keinen wirklichen Leader, sondern eigentlich nur Mitläufer, die dann funktionieren, wenn das Spiel gut läuft. Wenn man hohe Kosten für den Defensivmann scheut, könnte man es neben Weigl (oder Sahin?) auch mal mit Zagadou oder Bartra (beide vergleichsweise technisch stark) auf dieser Position probieren, eh man sie auf der Bank schmoren lässt.
Sturm eigentlich gut besetzt. Problematisch die auch von der Vereinsführung betonte große Abhängigkeit von Aubameyang. Ja, er ist ein Torgarant, lässt aber auch eine Menge liegen (Höhepunkt Hinspiel Benfica) und nimmt mitunter kaum am Spiel teil. Hinzu kommen seine Mätzchen/Eskapaden, die man bei einem Leistungsträger eher toleriert und die dosiert eingesetzt durchaus Charme haben, mittlerweile die Grenzen aber überschritten haben.
Nicht aus sportlichen, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen und um diesem ständigen Theater ein Ende zu bereiten, würde (kein MUSS!) ich ihn verkaufen, falls es ein entsprechendes Angebot gibt. Dafür entweder einen gestandenen Ersatz holen oder die Qualität der Mannschaft insgesamt durch Transfers auf anderen Positionen erhöhen. Die Mannschaft würde so kompakter, die einseitige Abhängigkeit beendet. Alternativ könnte man auch auf Philipp, Sancho, Yarmolenko und Isak setzen.
Bei Isak droht eine weitere Posse. „BVB har Real ein Riesen-Talent weggeschnappt“ wurde vor einem Jahr posaunt. Nachdem man ihn ein Jahr auf der Tribüne/ Bank verkümmern ließ und somit ein Jahr verschenkt hat, will man ihn nun offenbar verleihen, um evtl. Schürrle doch noch Spielzeiten für die WM zu schenken? Vernünftige Planung sieht anders aus…
Der Beitrag sollte eigentlich nicht so lang werden, wollte jedoch den Buh-Rufern zumindest ein paar Belege für meine kritischen Äußerungen liefern.
Belege für Deine kritischen Äußerungen?
Deine einzigen Belege sind "vielleicht", eventuell und "habe ich gehört". Mehr hat Dein Beitrag nicht zu bieten. Weder Links, noch Lösungsvorschläge, was man besser machen kann. Die 2 DIN A 4 Seiten Text hättest du sparen sollen und stattdessen einfach schreiben: "Man kann das alles besser machen".
Wie man Spieler halten soll, die in die Weltklasse aufsteigen, wie man Weltklassespieler überzeugen soll, zum BVB zu transferieren, wie man Verletzungsanfälligkeit vorhersehen oder sogar verbessern soll, wie man sichergeht, dass 17 jährige Talente einschlagen, all das erwähnst du nicht. Dazu kommt noch eine vollkommene Fehleinschätzung der Spielerleistung. Wie man zB Götze als Fehlkauf abstempeln kann, ist mir schleierhaft.
Es ist ein vollkommen normaler Prozess, dass ein aufstrebender Verein "leer gekauft" wird. Und wie man einen Hummels, Miki, Gündogan, Dembele adäquat ersetzen kann, scheint auch anderen Vereinen ein Rätsel zu sein, warum sonst gibt Barcelona 150 Mio für Dembele aus?
Aber hast dich schön in Rage geredet, das muss man unumwunden zugeben. All deine Themen sind 1000x besprochen worden, zB warum man damals mit Schürrle und Rode erfahrene Bundesligaspieler gekauft hat (wir haben damals viel Klasse abgegeben und braucht ein Sicherheitsnetz) , warum man Götze, Sahin und Kagawa zurück geholt hat (erprobte, starke Spieler für wenig Geld), warum man keine Weltklassespieler verpflichten kann (Gehalt, Standort, Titelsicherheit) und so weiter und so fort.
13.01.2018 - 13:18 Uhr
Und schon bei der Verpflichtung gab es etliche User, die Rode/Schürrle und Co nicht als dieses Sicherheitsnetz gesehen haben, und damit völlig richtig lagen. Natürlich müssen sich die Verantwortlichen bei 45 Mio Ablöse und deutlich über 10 Mio Jahresgehalt irgendetwas gedacht haben. Das heißt aber lange nicht, dass die Entscheidungen richtig waren.
Es ist schon erstaunlich, dass man Kritik an der Führung dadurch entschärfen will, weil sich diese dabei "etwas gedacht hat". Wenn man diesen Anspruch anlegt, dann arbeiten WZ in den letzten Jahren natürlich überaus erfolgreich.
Es ist schon erstaunlich, dass man Kritik an der Führung dadurch entschärfen will, weil sich diese dabei "etwas gedacht hat". Wenn man diesen Anspruch anlegt, dann arbeiten WZ in den letzten Jahren natürlich überaus erfolgreich.
13.01.2018 - 13:40 Uhr
Zitat von Kritikus65
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
Das sind die Veränderungen im Kader von 2015 bis 2017:
TW:
Langerak => Bürki
IV:
Hummels => Bartra
Bender => Toprak
Ginter => Zagadou
LV:
Dudziak => Guerreiro
RV:
Großkreutz => Toljan
DM:
Kehl => Weigl
Kirch => Rode
ZM/OM:
Gündogan => Dahoud
Kampl => Castro
Jojic => Götze
RA:
Mkhitaryan => Yarmolenko
Kuba => Pulisic
LA:
Hofmann => Philipp, Sancho
MS:
Ramos => Schürrle
Immobile => Isak
Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
13.01.2018 - 13:59 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
Das sind die Veränderungen im Kader von 2015 bis 2017:
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IV:
Hummels => Bartra
Bender => Toprak
Ginter => Zagadou
LV:
Dudziak => Guerreiro
RV:
Großkreutz => Toljan
DM:
Kehl => Weigl
Kirch => Rode
ZM/OM:
Gündogan => Dahoud
Kampl => Castro
Jojic => Götze
RA:
Mkhitaryan => Yarmolenko
Kuba => Pulisic
LA:
Hofmann => Philipp, Sancho
MS:
Ramos => Schürrle
Immobile => Isak
Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Zitat von Kritikus65
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
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Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Er hat doch vollkommen recht, dass man sich systematisch verschlechtert hat. Das lässt sich nicht unbedingt individuell bemessen, wobei ich auch da insgesamt eine Verschlechterung sehe, die man auch nicht daran bemessen muss, welchen Spieler man da gerne zurück hätte, sondern welchen Status quo der Spieler hatte, als er ging und inwiefern dieser Status quo wieder erreicht wurde. Genau hierin liegt auch das Problem und letztendlich auch die Begründung, warum man systematisch schwächer wurde - in einem Bundesligaumfeld, das vom BVB erwartet, dass er an Leistung zulegt, weil die Liga selbst zugelegt hat (zumindest was die Maßnahmen gegen den BVB angeht). Denn man hat sich vor allem in der Breite massiv verstärkt, dabei aber verstärkt den Weg vernachlässigt, wie man in der Spitze möglichst stark bleibt, selbst wenn es zu einem Abgang von Leistungsträgern kommt. Genau deswegen ist "systematische Schwächung" komplett richtig!
Stand heute hat der Kader nicht einen Spieler, der die Qualität von Hummels, Miki, Gündogan oder Dembele ansatzweise ersetzt hat. Gleichzeitig haben sich einige Spieler beim BVB in den letzten Jahren auch klar in ihrer Leistungsfähigkeit individuell verschlechtert oder sie haben im Kollektiv größere Probleme, weil die Zusammenstellung der Mannschaft nicht passt und massive Probleme bestehen - auch deswegen ist die Einschätzung der systematischen Schwächung korrekt, da man viele Synergieeffekte verloren hat. Schlimmer aber noch: auf die Spieler, die das Potenzial haben, dieselbe Leistungsspitze zu erreichen, wird nicht primär gesetzt. Denn auch wenn man nicht verlangen kann, dass man Spieler dieser Qualität direkt ersetzt, so kann man zumindest erwarten, dass man seinen Weg geht, wie man diese Spieler stark gemacht hat. Denn diese Spieler waren eben auch kleine Lichter als sie zum BVB gekommen sind und wurden hier erst stark. Weil man auf sie gesetzt hat. Weil man an sie geglaubt hat. Genau das vermisse ich derzeit bei den Spielern mit dem größten Potenzial im Kader enorm.
P.S.: das heißt ansonsten nicht, dass ich mit der Analyse des Users nur konform gehe, aber zusammengefasst trifft es dieser Punkt eben schon.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 13.01.2018 um 14:02 Uhr bearbeitet
13.01.2018 - 14:10 Uhr
Zitat von BVBBC
Er hat doch vollkommen recht, dass man sich systematisch verschlechtert hat. Das lässt sich nicht unbedingt individuell bemessen, wobei ich auch da insgesamt eine Verschlechterung sehe, die man auch nicht daran bemessen muss, welchen Spieler man da gerne zurück hätte, sondern welchen Status quo der Spieler hatte, als er ging und inwiefern dieser Status quo wieder erreicht wurde. Genau hierin liegt auch das Problem und letztendlich auch die Begründung, warum man systematisch schwächer wurde - in einem Bundesligaumfeld, das vom BVB erwartet, dass er an Leistung zulegt, weil die Liga selbst zugelegt hat (zumindest was die Maßnahmen gegen den BVB angeht). Denn man hat sich vor allem in der Breite massiv verstärkt, dabei aber verstärkt den Weg vernachlässigt, wie man in der Spitze möglichst stark bleibt, selbst wenn es zu einem Abgang von Leistungsträgern kommt. Genau deswegen ist "systematische Schwächung" komplett richtig!
Stand heute hat der Kader nicht einen Spieler, der die Qualität von Hummels, Miki, Gündogan oder Dembele ansatzweise ersetzt hat. Gleichzeitig haben sich einige Spieler beim BVB in den letzten Jahren auch klar in ihrer Leistungsfähigkeit individuell verschlechtert oder sie haben im Kollektiv größere Probleme, weil die Zusammenstellung der Mannschaft nicht passt und massive Probleme bestehen - auch deswegen ist die Einschätzung der systematischen Schwächung korrekt, da man viele Synergieeffekte verloren hat. Schlimmer aber noch: auf die Spieler, die das Potenzial haben, dieselbe Leistungsspitze zu erreichen, wird nicht primär gesetzt. Denn auch wenn man nicht verlangen kann, dass man Spieler dieser Qualität direkt ersetzt, so kann man zumindest erwarten, dass man seinen Weg geht, wie man diese Spieler stark gemacht hat. Denn diese Spieler waren eben auch kleine Lichter als sie zum BVB gekommen sind und wurden hier erst stark. Weil man auf sie gesetzt hat. Weil man an sie geglaubt hat. Genau das vermisse ich derzeit bei den Spielern mit dem größten Potenzial im Kader enorm.
Zitat von stanleebuddha
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
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Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Zitat von Kritikus65
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
Das sind die Veränderungen im Kader von 2015 bis 2017:
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Langerak => Bürki
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Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Er hat doch vollkommen recht, dass man sich systematisch verschlechtert hat. Das lässt sich nicht unbedingt individuell bemessen, wobei ich auch da insgesamt eine Verschlechterung sehe, die man auch nicht daran bemessen muss, welchen Spieler man da gerne zurück hätte, sondern welchen Status quo der Spieler hatte, als er ging und inwiefern dieser Status quo wieder erreicht wurde. Genau hierin liegt auch das Problem und letztendlich auch die Begründung, warum man systematisch schwächer wurde - in einem Bundesligaumfeld, das vom BVB erwartet, dass er an Leistung zulegt, weil die Liga selbst zugelegt hat (zumindest was die Maßnahmen gegen den BVB angeht). Denn man hat sich vor allem in der Breite massiv verstärkt, dabei aber verstärkt den Weg vernachlässigt, wie man in der Spitze möglichst stark bleibt, selbst wenn es zu einem Abgang von Leistungsträgern kommt. Genau deswegen ist "systematische Schwächung" komplett richtig!
Stand heute hat der Kader nicht einen Spieler, der die Qualität von Hummels, Miki, Gündogan oder Dembele ansatzweise ersetzt hat. Gleichzeitig haben sich einige Spieler beim BVB in den letzten Jahren auch klar in ihrer Leistungsfähigkeit individuell verschlechtert oder sie haben im Kollektiv größere Probleme, weil die Zusammenstellung der Mannschaft nicht passt und massive Probleme bestehen - auch deswegen ist die Einschätzung der systematischen Schwächung korrekt, da man viele Synergieeffekte verloren hat. Schlimmer aber noch: auf die Spieler, die das Potenzial haben, dieselbe Leistungsspitze zu erreichen, wird nicht primär gesetzt. Denn auch wenn man nicht verlangen kann, dass man Spieler dieser Qualität direkt ersetzt, so kann man zumindest erwarten, dass man seinen Weg geht, wie man diese Spieler stark gemacht hat. Denn diese Spieler waren eben auch kleine Lichter als sie zum BVB gekommen sind und wurden hier erst stark. Weil man auf sie gesetzt hat. Weil man an sie geglaubt hat. Genau das vermisse ich derzeit bei den Spielern mit dem größten Potenzial im Kader enorm.
Beim letzten Punkt gebe ich dir recht. Meine erste Elf sähe im Moment so aus: Bürki - GUERREIRO, BARTRA, Sokratis, TOLJAN - WEIGL, DAHOUD - PULISIC, Götze, Yarmolenko - Aubameyang. Auf die Großgeschriebenen würde ich setzen, was ich unter Bosz und auch unter Stöger noch nicht so unbedingt sehe und vermisse. Aber das ist nicht Sache der Transferpolitik. Die Spieler sind ja da. Und die sind nicht unbedingt schlechter als Gündogan oder Mkhitaryan, als diese zu uns kamen.
13.01.2018 - 15:20 Uhr
Zitat von Sir_Kagawa
Und schon bei der Verpflichtung gab es etliche User, die Rode/Schürrle und Co nicht als dieses Sicherheitsnetz gesehen haben, und damit völlig richtig lagen. Natürlich müssen sich die Verantwortlichen bei 45 Mio Ablöse und deutlich über 10 Mio Jahresgehalt irgendetwas gedacht haben. Das heißt aber lange nicht, dass die Entscheidungen richtig waren.
Es ist schon erstaunlich, dass man Kritik an der Führung dadurch entschärfen will, weil sich diese dabei "etwas gedacht hat". Wenn man diesen Anspruch anlegt, dann arbeiten WZ in den letzten Jahren natürlich überaus erfolgreich.
Und schon bei der Verpflichtung gab es etliche User, die Rode/Schürrle und Co nicht als dieses Sicherheitsnetz gesehen haben, und damit völlig richtig lagen. Natürlich müssen sich die Verantwortlichen bei 45 Mio Ablöse und deutlich über 10 Mio Jahresgehalt irgendetwas gedacht haben. Das heißt aber lange nicht, dass die Entscheidungen richtig waren.
Es ist schon erstaunlich, dass man Kritik an der Führung dadurch entschärfen will, weil sich diese dabei "etwas gedacht hat". Wenn man diesen Anspruch anlegt, dann arbeiten WZ in den letzten Jahren natürlich überaus erfolgreich.
Dieses Denken stammt meistens von Leuten die sagen: "warum kaufen wir nicht kurz ein paar Dembeles und Hummelses (
) und Gündogans, ging doch früher auch?". Fakt ist aber, wir haben damals Hummels + Miki + Gündogan abgegeben. KEINER hätte damals wissen können, wie es weiter geht. Die waren das Rückgrat der Mannschaft. Wenn wir nicht Rode + Schürrle kaufen, was hätten wir denn dann tun sollen?
Welche unfassbar guten Spieler waren denn für uns auf dem Markt und was hätten wir anders machen sollen? Schürrle + Rode haben beide Bundesligatauglichkeit bewiesen. Die waren quasi unsere CL Versicherung.
Also Freunde:
1. Wen hätten wir statt Rode und Schürrle verpflichten sollen?
2. Was hätten wir sonst mit den 90+ Mio machen sollen?
13.01.2018 - 15:25 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Beim letzten Punkt gebe ich dir recht. Meine erste Elf sähe im Moment so aus: Bürki - GUERREIRO, BARTRA, Sokratis, TOLJAN - WEIGL, DAHOUD - PULISIC, Götze, Yarmolenko - Aubameyang. Auf die Großgeschriebenen würde ich setzen, was ich unter Bosz und auch unter Stöger noch nicht so unbedingt sehe und vermisse. Aber das ist nicht Sache der Transferpolitik. Die Spieler sind ja da. Und die sind nicht unbedingt schlechter als Gündogan oder Mkhitaryan, als diese zu uns kamen.
Zitat von BVBBC
Er hat doch vollkommen recht, dass man sich systematisch verschlechtert hat. Das lässt sich nicht unbedingt individuell bemessen, wobei ich auch da insgesamt eine Verschlechterung sehe, die man auch nicht daran bemessen muss, welchen Spieler man da gerne zurück hätte, sondern welchen Status quo der Spieler hatte, als er ging und inwiefern dieser Status quo wieder erreicht wurde. Genau hierin liegt auch das Problem und letztendlich auch die Begründung, warum man systematisch schwächer wurde - in einem Bundesligaumfeld, das vom BVB erwartet, dass er an Leistung zulegt, weil die Liga selbst zugelegt hat (zumindest was die Maßnahmen gegen den BVB angeht). Denn man hat sich vor allem in der Breite massiv verstärkt, dabei aber verstärkt den Weg vernachlässigt, wie man in der Spitze möglichst stark bleibt, selbst wenn es zu einem Abgang von Leistungsträgern kommt. Genau deswegen ist "systematische Schwächung" komplett richtig!
Stand heute hat der Kader nicht einen Spieler, der die Qualität von Hummels, Miki, Gündogan oder Dembele ansatzweise ersetzt hat. Gleichzeitig haben sich einige Spieler beim BVB in den letzten Jahren auch klar in ihrer Leistungsfähigkeit individuell verschlechtert oder sie haben im Kollektiv größere Probleme, weil die Zusammenstellung der Mannschaft nicht passt und massive Probleme bestehen - auch deswegen ist die Einschätzung der systematischen Schwächung korrekt, da man viele Synergieeffekte verloren hat. Schlimmer aber noch: auf die Spieler, die das Potenzial haben, dieselbe Leistungsspitze zu erreichen, wird nicht primär gesetzt. Denn auch wenn man nicht verlangen kann, dass man Spieler dieser Qualität direkt ersetzt, so kann man zumindest erwarten, dass man seinen Weg geht, wie man diese Spieler stark gemacht hat. Denn diese Spieler waren eben auch kleine Lichter als sie zum BVB gekommen sind und wurden hier erst stark. Weil man auf sie gesetzt hat. Weil man an sie geglaubt hat. Genau das vermisse ich derzeit bei den Spielern mit dem größten Potenzial im Kader enorm.
Zitat von stanleebuddha
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
Das sind die Veränderungen im Kader von 2015 bis 2017:
TW:
Langerak => Bürki
IV:
Hummels => Bartra
Bender => Toprak
Ginter => Zagadou
LV:
Dudziak => Guerreiro
RV:
Großkreutz => Toljan
DM:
Kehl => Weigl
Kirch => Rode
ZM/OM:
Gündogan => Dahoud
Kampl => Castro
Jojic => Götze
RA:
Mkhitaryan => Yarmolenko
Kuba => Pulisic
LA:
Hofmann => Philipp, Sancho
MS:
Ramos => Schürrle
Immobile => Isak
Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Zitat von Kritikus65
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
De facto wurde der Kader in den beiden letzten Spielzeiten systematisch geschwächt.
Ich nehme aus dem ganzen - Entschuldigung! - Unsinn hier mal nur den einen Satz heraus.
Das sind die Veränderungen im Kader von 2015 bis 2017:
TW:
Langerak => Bürki
IV:
Hummels => Bartra
Bender => Toprak
Ginter => Zagadou
LV:
Dudziak => Guerreiro
RV:
Großkreutz => Toljan
DM:
Kehl => Weigl
Kirch => Rode
ZM/OM:
Gündogan => Dahoud
Kampl => Castro
Jojic => Götze
RA:
Mkhitaryan => Yarmolenko
Kuba => Pulisic
LA:
Hofmann => Philipp, Sancho
MS:
Ramos => Schürrle
Immobile => Isak
Und jetzt sage mir, wen du zurückhaben möchtest! Langerak anstelle von Bürki zwischen die Pfosten? Vielleicht Dudziak für Guerreiro? Oder doch lieber wieder Jojic für den Fehleinkauf Götze? Oder dürfte es ein Hofmann anstelle von Philipp sein?
Man kann hier echt nur den Verlust Hummels (rein sportlich) beklagen. Und den mir völlig schleierhaften Schürrle-Transfer. Alle anderen Abgänge waren hier zumindest umstritten (Mikhitaryan) oder hatten eine Dauerkarte für das Lazarett (Gündogan, Bender). Außer Hummels hat man die Qualität durch die Bank misdestens gehalten oder verbessert.
Wie kann man nur so blind sein und diese Veränderungen als "systematische Schwächung" des Kaders verkaufen? Irgendwann muss auch mal gut sein mit diesem Unfug. Meine Güte ...
Er hat doch vollkommen recht, dass man sich systematisch verschlechtert hat. Das lässt sich nicht unbedingt individuell bemessen, wobei ich auch da insgesamt eine Verschlechterung sehe, die man auch nicht daran bemessen muss, welchen Spieler man da gerne zurück hätte, sondern welchen Status quo der Spieler hatte, als er ging und inwiefern dieser Status quo wieder erreicht wurde. Genau hierin liegt auch das Problem und letztendlich auch die Begründung, warum man systematisch schwächer wurde - in einem Bundesligaumfeld, das vom BVB erwartet, dass er an Leistung zulegt, weil die Liga selbst zugelegt hat (zumindest was die Maßnahmen gegen den BVB angeht). Denn man hat sich vor allem in der Breite massiv verstärkt, dabei aber verstärkt den Weg vernachlässigt, wie man in der Spitze möglichst stark bleibt, selbst wenn es zu einem Abgang von Leistungsträgern kommt. Genau deswegen ist "systematische Schwächung" komplett richtig!
Stand heute hat der Kader nicht einen Spieler, der die Qualität von Hummels, Miki, Gündogan oder Dembele ansatzweise ersetzt hat. Gleichzeitig haben sich einige Spieler beim BVB in den letzten Jahren auch klar in ihrer Leistungsfähigkeit individuell verschlechtert oder sie haben im Kollektiv größere Probleme, weil die Zusammenstellung der Mannschaft nicht passt und massive Probleme bestehen - auch deswegen ist die Einschätzung der systematischen Schwächung korrekt, da man viele Synergieeffekte verloren hat. Schlimmer aber noch: auf die Spieler, die das Potenzial haben, dieselbe Leistungsspitze zu erreichen, wird nicht primär gesetzt. Denn auch wenn man nicht verlangen kann, dass man Spieler dieser Qualität direkt ersetzt, so kann man zumindest erwarten, dass man seinen Weg geht, wie man diese Spieler stark gemacht hat. Denn diese Spieler waren eben auch kleine Lichter als sie zum BVB gekommen sind und wurden hier erst stark. Weil man auf sie gesetzt hat. Weil man an sie geglaubt hat. Genau das vermisse ich derzeit bei den Spielern mit dem größten Potenzial im Kader enorm.
Beim letzten Punkt gebe ich dir recht. Meine erste Elf sähe im Moment so aus: Bürki - GUERREIRO, BARTRA, Sokratis, TOLJAN - WEIGL, DAHOUD - PULISIC, Götze, Yarmolenko - Aubameyang. Auf die Großgeschriebenen würde ich setzen, was ich unter Bosz und auch unter Stöger noch nicht so unbedingt sehe und vermisse. Aber das ist nicht Sache der Transferpolitik. Die Spieler sind ja da. Und die sind nicht unbedingt schlechter als Gündogan oder Mkhitaryan, als diese zu uns kamen.
Ich will das gar nicht so sehr an individuellen Spielern festmachen - nur so viel: da hatte man in den letzten Jahren trotzdem deutlich stärkere Mannschaften -, sondern vielmehr daran, wie man dafür gesorgt hat, dass man auf Umbrüche vorbereitet ist, die eben immer drohen, solange der finanzielle Status nicht ausreicht, um ganz oben mitzuschwimmen - also noch mindestens Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, falls es überhaupt gelingt. Vorbereitet war man zuletzt aber immer seltener, was eben auch aussagt, dass man seine Leistungsträger von der Nachfolge abschirmt, wenn grundsätzlich Potenzial im Kader da ist, um die Nachfolge sicherzustellen.
Hummels wurde konsequent eingebaut, als er kam, wie alle jungen Wilden zu dieser Zeit. Das hatte vor allem wirtschaftliche Zwecke. Bei Lewandowski war das schon nicht mehr ganz so ausgeprägt, denn er konnte die Abwesenheit von Barrios nutzen, der bis dahin absoluter Leistungsträger war. Auch Lewandowski hat zuvor aber auch Lehrgeld bezahlen dürfen und auch da schon - teilweise positionsfremd - einigermaßen Spielanteile bekommen. Gleiches gilt für Aubameyang, Gündogan und viele mehr, die hier irgendwann Leistungsträger wurden. Trainer und Verein sind in Vorleistung gegangen und haben mehr zurück bekommen. Heute gibt es das Prinzip zu selten, da man sofort Leistung erwartet und hinterher dann unzufrieden ist, dass man diese nicht bekommt, obwohl das selbstschuldet ist.
Bis heute hat eigentlich nur ein Spieler in den letzten Jahren direkt beim BVB funktioniert, der als halbwegs erfahrener Mann kam: Reus. Ansonsten waren es Glücksgriffe, die - beinahe ohne jede Erwartung - sofort funktionierten (Dembele, Kagawa und Weigl bspw.), aber noch sehr viel häufiger Spieler, deren Potenzial man erst beim BVB aktiviert hat, den man selbst ausgebildet hat und teilweise auch in ungeahnte Höhen führte - wobei man da teilweise aktuell eben auch genau diese Spieler eher durchschleppt, anstatt hier den Umbruch zu vollziehen. Aktuell versucht man aber transferpolitisch immer häufiger den Reus zu finden, anstatt die eigentlich erfolgreiche Strategie konsequent zu verfolgen und dafür die notwendigen Bedingungen zu schaffen, damit diese Strategie auch funktioniert.
Dahingehend darf man die Wahl des Trainers nicht von der Transferpolitik isolieren. Denn der ist letztendlich für die Kapitalisierung der Transferpolitik verantwortlich und muss sowohl zu dieser passen als auch umgekehrt die Transferpolitik zum Trainer. Daher muss er in der Transferpolitik in jeder Hinsicht berücksichtigt werden, sowohl was die Vorgaben an ihn betrifft als auch von den Möglichkeiten, die der Kader zu bieten hat. Da wurde in den letzten Jahren immer mehr Ballbesitz gefordert, aber die Spielertypen, die geholt wurden und spielten waren eben teilweise nicht für diese Systeme geeignet, spielten aber dennoch, sodass die - an sich richtige Forderung - Ballbesitz nicht erfüllt wurde. Wobei das an der Stelle eben ein mehrschneidiges Schwert war und ist, weil teilweise ja doch Spieler geholt wurden, die von ihren Anlagen Ballbesitz genügen und vor allem noch dahingehend aktivierbares Potenzial besitzen. Wenn diese Spieler aber hinten anstehen, dann hat man entweder den falschen Trainer oder doch die falschen Spieler (sprich: nicht ausreichende Qualität oder zumindest höhere Qualität, die aber nicht dem Ballbesitzanspruch genügt) geholt oder sogar beides. Wobei es meines Erachtens eben nicht nur um die Ausrichtung auf ein bestimmtes System geht, sondern auch den Fit der einzelnen Spieler zueinander, die sich in einigen Mannschaftsteilen nicht gut ergänzen - vor allem dynamisch und physisch fehlt dieser Mannschaft mittlerweile einiges, obwohl gerade hier die Bundesliga immer größere Ansprüche stellt. In jedem Fall muss man von transferpolitischen Fehlern reden, da es keine eineindeutige Ausrichtung in den letzten Jahren gab!
In Kombination mit der schlechten Vorbereitung auf Abgänge von Leistungsträger, ist das dann eben schon sehr schwerwiegend, weil man so mindestens zwei negative Effekte hat, die sich gegenseitig auch noch deutlich verstärken. Setzt man weiter mehr oder weniger auf gehobenen Durchschnitt - also die Spieler, die zwar teilweise Leistungsträger sind, aber offensichtlich kein Verein wollte, weil schließlich die Rosinen gepickt werden - und vernachlässigt das Potenzial, das der Verein immer noch hat, dann werden die Probleme umso größer. Für die Transferpolitik gilt es daher Bedingungen zu schaffen, in denen das Potenzial aktiviert werden kann: das betrifft die Auswahl der Spieler, die Größe des Kaders und die Wahl des Trainers. Möglicherweise heißt das auch, dass man mal eine Saison opfert, um dafür später nicht noch mehr Jahre zu verlieren, je länger man hier nicht den Umbruch schafft und dem Nachwuchs Entwicklungsräume gönnt. Ansonsten wird man nicht mehr besser, sondern bekommt schleichend immer mehr Durchschnitt in der Mannschaft, ohne neue Leistungsträger, weil man diese schon im Ansatz ausbremst.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 13.01.2018 um 15:30 Uhr bearbeitet
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