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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#10311
06.01.2018 - 12:00 Uhr
Zitat von Helldragon

Sollte das Aubameyang nach China Gerücht stimmen, gehe ich zwangsläufig von einem weitere großen Umbruch im Sommer aus, da ich fest überzeugt bin, dass uns einige Spieler verlassen werden ( Sokrates, Schürze, Durm , Subotic ggf. Rode, Reuß, Castro, Weigl )


Sind das Gags, Kosenamen von dir oder weißt du tatsächlich nicht dass die Spieler Sokratis, Schürrle oder Reus heißen?

Zitat von Helldragon

Spannend wird auch, das unser Kaderplaner Mislintat nicht mehr da ist. Hat man erkannt das der Kader falsch zusammengestellt wurde und ihm deshalb keine Steine in den Weg gelegt? Das wird die erste Sommertransferphase unter seinem Nachfolger. Was wird sich ändern? Wird der BVB endlich wieder spannende kreative Transfers tätigen, für die uns ganz Europa früher beneidet hat?


Ich glaube nicht, dass man Mislintat einen falsch zusammengestellten Kader vorwift, da verwechselst du etwas. Mislintat hat ja absolut keine Entscheidungsgewalt, die haben der Trainer (Tuchel, Bosz) und Zorc und Watzke. Mislintat wird sicher Vorschläge gemacht haben, aber die großen Problemfälle sind mMn eher die Wunschsspieler von Tuchel, die nicht eingeschlagen haben, sondern enttäuscht haben - bspw. Schürrle, Rode, Toprak, (Dahoud?), usw. Eher denke ich, dass Mislintat manches verhindert hätte, aber nicht konnte, ergo Streit oder Meinungsverschiedenheiten mit Tuchel. Ich denke "Kaderplaner" ist zwar Mislintats Jobbezeichnung gewesen, ich denke aber dass die wirkliche Zusammenstellung eben durch die Trainer und die sportliche Leitung erfolgt ist und man dass ihr ankreiden könnte.

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Borussia Dortmund, Everton FC, Atlético Madrid

Dieser Beitrag wurde zuletzt von emgee am 06.01.2018 um 12:02 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10312
06.01.2018 - 12:03 Uhr
Zitat von emgee

Zitat von Helldragon

Sollte das Aubameyang nach China Gerücht stimmen, gehe ich zwangsläufig von einem weitere großen Umbruch im Sommer aus, da ich fest überzeugt bin, dass uns einige Spieler verlassen werden ( Sokrates, Schürze, Durm , Subotic ggf. Rode, Reuß, Castro, Weigl )


Sind das Gags, Kosenamen von dir oder weißt du tatsächlich nicht dass die Spieler Sokratis, Schürrle oder Reus heißen?

Zitat von Helldragon

Spannend wird auch, das unser Kaderplaner Mislintat nicht mehr da ist. Hat man erkannt das der Kader falsch zusammengestellt wurde und ihm deshalb keine Steine in den Weg gelegt? Das wird die erste Sommertransferphase unter seinem Nachfolger. Was wird sich ändern? Wird der BVB endlich wieder spannende kreative Transfers tätigen, für die uns ganz Europa früher beneidet hat?


Ich glaube nicht, dass man Mislintat einen falsch zusammengestellten Kader vorwift, da verwechselst du etwas. Mislintat hat ja absolut keine Entscheidungsgewalt, die haben der Trainer (Tuchel, Bosz) und Zorc und Watzke. Mislintat wird sicher Vorschläge gemacht haben, aber die großen Problemfälle sind mMn eher die Wunschsspieler von Tuchel, die nicht eingeschlagen haben, sondern enttäuscht haben - bspw. Schürrle, Rode, Toprak, (Dahoud?), usw. Eher denke ich, dass Mislintat manches verhindert hätte, aber nicht konnte, ergo Streit oder Meinungsverschiedenheiten mit Tuchel. Ich denke "Kaderplaner" ist zwar Mislintats Jobbezeichnung gewesen, ich denke aber dass die wirkliche Zusammenstellung eben durch die Trainer und die sportliche Leitung erfolgt ist und man dass ihr ankreiden könnte.


Bei den Spielernamen hat die Autokorrektur zugeschlagen, dafür möchte ich mich entschuldigen. Hab das schlicht überlesen.

Bezüglich Mislintat verwechsel ich nichts, weil es eine provokante Frage und keine Feststellung war.
Fakt ist doch, der Kader ist mindestens fragwürdig zusammengestellt und unser Kaderplaner hat den Verein verlassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Helldragon am 06.01.2018 um 12:06 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10313
08.01.2018 - 13:51 Uhr
Zitat von mba123

Wie soll das konkret aussehen?
Bonuszahlungen, wenn Talente unter zwanzig auf eine Mindestanzahl an Spielminuten kommen?
Oder verspricht man dem Trainer eine jahrelange Zusammenarbeit, so dass er die Früchte selber ernten kann?
Für mich ist das vielversprechendste Szenario, dass man dem Trainer die erfahrenen Alternativen nimmt. Spieler wie Schürrle, Castro, Kagawa, Sahin, Toprak, Rode wären zu hinterfragen und könnten bei Abgang den Talenten zu mehr Spielzeit verhelfen.


Ist wohl eher ein Thema für einen anderen Thread, daher zieh ich es mal um, wobei ich es nur mal einen einzigen Grundgedanken dahinter anschneiden will, wie es funktionieren könnte.

Ein klassisches Anreizinstrument stellen bspw. Gewinnbeteiligungen dar, als signifikanten Teil der variablen Entlohnung. Also Beteiligungen an Gewinnen, die man auch bei Spielern hat, in Form von Ablösen oder auch Titeln, die man mit diesen selbst ausgebildeten Spielern erzielt.

D.h. es ginge dann darum, dass ein Trainer für seine langfristigen Verdienste entlohnt wird, die auch dann noch bestehen, wenn er eventuell schon längst nicht mehr im Verein ist - wodurch ein Trainer also auch nach seiner Entlassung noch Zahlungen erhalten könnte. Das Problem daran ist eher, dass man nicht pauschal sagen kann, welcher Trainer welchen Anteil an der Entwicklung eines Spielers hat, falls es bei den Profis mehrere gibt, weil es sich nicht nur an Minuten feststellen lässt, die ein Spieler bekommen hat. Das ist aber eigentlich eher eine Frage der Gewichtung und nicht für den Anreiz per se, da die Boni sowieso umso höher sind, je früher entweder der Fall Titel oder Ablöse greifen, wobei diese Boni eben deswegen auch begrenzt sein müssen und alle Trainer anteilig aus demselben Topf entlohnt werden müssten.

Spielminuten sind dafür dann wohl ein guter Indikator, aber idealerweise vielleicht nicht der einzige und vor allem kein unmittelbarer - anhand der Spielminuten sollte es in meinen Augen jedenfalls keine Zahlungen geben, weil die an sich nichts über das Ergebnis aussagen,das mit dem Spieler erzielt wurde. Ich würde an der Stelle also nicht unbedingt kurzfristig denken - bzw. auszahlen - und nur nach Minuten gehen, die ein Nachwuchsspieler bekommt, sondern auch hier langfristige Überlegungen anstelle und quasi nur darauf schauen, was am Ende aus dem Spieler geworden ist, wenn er den Verein verlässt.

Ziel ist es schließlich, dass es weniger oder nicht nur kurzfristige Motive für einen Trainer bei der Aufstellung der Mannschaft gibt. Allerdings soll dadurch auch nicht das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werden, sondern lediglich eine andere Motivation da sein, dieses umzusetzen. Ist ein Nachwuchsspieler nah dran - also kaum schlechter - oder ein etablierter Spieler liefert seit Wochen nicht, dann muss meines Erachtens jedenfalls ein größerer Anreiz vorhanden sein, um den jüngeren Spieler von der Leine zu lassen. Für mich kommt es jedenfalls nicht nur auf die Kaderhygiene an, indem man transferstrategisch die Alternativen nimmt, sondern ich halte hier eine aktivere Herangehensweise für unausweichlich.
BVB - Transferpolitik |#10314
08.01.2018 - 14:41 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Wie soll das konkret aussehen?
Bonuszahlungen, wenn Talente unter zwanzig auf eine Mindestanzahl an Spielminuten kommen?
Oder verspricht man dem Trainer eine jahrelange Zusammenarbeit, so dass er die Früchte selber ernten kann?
Für mich ist das vielversprechendste Szenario, dass man dem Trainer die erfahrenen Alternativen nimmt. Spieler wie Schürrle, Castro, Kagawa, Sahin, Toprak, Rode wären zu hinterfragen und könnten bei Abgang den Talenten zu mehr Spielzeit verhelfen.


Ist wohl eher ein Thema für einen anderen Thread, daher zieh ich es mal um, wobei ich es nur mal einen einzigen Grundgedanken dahinter anschneiden will, wie es funktionieren könnte.

Ein klassisches Anreizinstrument stellen bspw. Gewinnbeteiligungen dar, als signifikanten Teil der variablen Entlohnung. Also Beteiligungen an Gewinnen, die man auch bei Spielern hat, in Form von Ablösen oder auch Titeln, die man mit diesen selbst ausgebildeten Spielern erzielt.

D.h. es ginge dann darum, dass ein Trainer für seine langfristigen Verdienste entlohnt wird, die auch dann noch bestehen, wenn er eventuell schon längst nicht mehr im Verein ist - wodurch ein Trainer also auch nach seiner Entlassung noch Zahlungen erhalten könnte. Das Problem daran ist eher, dass man nicht pauschal sagen kann, welcher Trainer welchen Anteil an der Entwicklung eines Spielers hat, falls es bei den Profis mehrere gibt, weil es sich nicht nur an Minuten feststellen lässt, die ein Spieler bekommen hat. Das ist aber eigentlich eher eine Frage der Gewichtung und nicht für den Anreiz per se, da die Boni sowieso umso höher sind, je früher entweder der Fall Titel oder Ablöse greifen, wobei diese Boni eben deswegen auch begrenzt sein müssen und alle Trainer anteilig aus demselben Topf entlohnt werden müssten.

Spielminuten sind dafür dann wohl ein guter Indikator, aber idealerweise vielleicht nicht der einzige und vor allem kein unmittelbarer - anhand der Spielminuten sollte es in meinen Augen jedenfalls keine Zahlungen geben, weil die an sich nichts über das Ergebnis aussagen,das mit dem Spieler erzielt wurde. Ich würde an der Stelle also nicht unbedingt kurzfristig denken - bzw. auszahlen - und nur nach Minuten gehen, die ein Nachwuchsspieler bekommt, sondern auch hier langfristige Überlegungen anstelle und quasi nur darauf schauen, was am Ende aus dem Spieler geworden ist, wenn er den Verein verlässt.

Ziel ist es schließlich, dass es weniger oder nicht nur kurzfristige Motive für einen Trainer bei der Aufstellung der Mannschaft gibt. Allerdings soll dadurch auch nicht das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werden, sondern lediglich eine andere Motivation da sein, dieses umzusetzen. Ist ein Nachwuchsspieler nah dran - also kaum schlechter - oder ein etablierter Spieler liefert seit Wochen nicht, dann muss meines Erachtens jedenfalls ein größerer Anreiz vorhanden sein, um den jüngeren Spieler von der Leine zu lassen. Für mich kommt es jedenfalls nicht nur auf die Kaderhygiene an, indem man transferstrategisch die Alternativen nimmt, sondern ich halte hier eine aktivere Herangehensweise für unausweichlich.

Kennst Du irgendein Verein, wo so ein Modell gefahren wird?

Ich sehe auch nicht, wie das gut funktionieren kann, wenn ein Trainer zukunftsträchtige Entscheidungen treffen soll, obwohl er dann vielleicht/wahrscheinlich woanders arbeiten wird.
In meinen Augen können irgendwelche monetären Anreize schnell zu falschen Motivationen führen. Jedenfalls halte ich es für sehr schwierig, auf diese Weise die sportliche Entwicklung in die richtige Bahnen zu lenken.
Hingegen lassen sich Förderungen anhand der Kaderzusammenstellung deutlich besser einschätzen.
Beispielsweise fand ich es berechtigt, dass Castro leistungstechnisch vor Dahoud stand. Allerdings hat Dahoud besondere Fähigkeiten, die ihn zukünftig zu einem Schlüsselspieler des BVBs machen könnten. Hier ist es für mich ganz klar Aufgabe von Zorc zu entscheiden, ob er den sportlichen Mehrwert von Castro behalten (wir gehen an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass Castro diesen hat) oder Dahoud mehr Spielzeit ermöglichen möchte.
Zorc sollte soweit einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler haben und er berücksichtigt bei seinen Entscheidungen sicherlich sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Aspekte.
Für mich erfüllt er damit alle Kriterien, um so eine Entscheidung zu treffen.

Wie würdest Du, in diesem Beispiel, Dahoud zu mehr Spielzeit verhelfen, ohne in die Kaderzusammensetzung einzugreifen?
BVB - Transferpolitik |#10315
08.01.2018 - 14:53 Uhr
Hallo, ich war hier in letzter Zeit nur stiller Mitleser und musste meinen Account erstmal wieder erneut anlegen, um überhaupt zu schreiben. Ich würde mich gerne einmal selbst bezüglich eines möglichen Mkhitaryan-Transfers zitieren, sofern das erlaubt ist. daumen-hoch



Die Transferperiode der Borussia ist geprägt von wiederkehrenden Gerüchten um Henrikh Mkhitaryan. Nicht wenige können sich noch an den eher unschönen Abschied aus Dortmund erinnern. Nach den Rückholaktionen um Nuri Sahin, Shinji Kagawa und Mario Götze schocken die aktuellen Gerüchte aber Niemanden mehr ernsthaft. Aus sportlicher Sicht, so meinen viele, kann man bezüglich einer Rückkehr nur positiv eingestellt sein. Allerdings sei das Signal, welches man an den eigenen Kader senden würde, vermutlich das falsche. Schließlich könne sich so jeder Leistungsträger sicher sein, dass er den Schritt zu einem großen Klub im Ausland wagen kann, im Zweifel holt der BVB ihn zurück. Die selbe Thematik wurde schon bei den vorangegangenen Rückholaktionen diskutiert und scheint auch nicht mehr wirklich entscheidend zu sein.



Entscheidend ist, ob es überhaupt ein Interesse der drei Parteien (Mkhitaryan/Raiola, BVB, Manchester United) an einem solchen Transfer gibt. Jose Mourinho, so heißt es, möchte den Armenier am liebsten auf der Stelle verkaufen. Eine Leihe kommt für die Engländer also nicht in Frage. Aus diesem Grund scheiterten auch die Verhandlungen mit Inter Mailand. Mino Raiola scheint auch kein Interesse zu haben, seinen Schützling weiter auf der Bank der Engländer sitzen zu sehen. Seitens des BVB gab es zur Personalie bislang nur ein einziges offizielles Statement. Hans-Joachim Watzke bezeichnete den Transfer als "Nur mit viel Fantasie vorstellbar".


Sportlich gibt es an Henrikh Mkhitaryan sicherlich wenig auszusetzen. Er ist sowohl als rechter Schienenspieler vor einer Dreierkette, als auch im zentralen Mittelfeld oder im Halbraum einsetzbar. Allerdings würde er selbst bei einem Verzicht auf einen Teil seines Gehalts (aktuell 12,5 Mio/Jahr) wohl direkt zu den Topverdienern gehören und mindestens 9,5 Mio/Jahr verlangen. Schwer vorstellbar ist auch, dass Manchester United den Offensivakteur, der im Sommer 2016 für 42,5 Mio Euro verpflichtet wurde, für weniger als 30 Millionen Euro ziehen lässt. In Anbetracht seines Alters von bald 29 Jahren wäre das zumindest kein klassischer BVB-Transfer. Mkhitaryan ist ein Spieler, der am besten funktioniert, wenn der Trainer ihn so aufstellt, dass er seine Spielintelligenz bestmöglich nutzen kann. Dies konnte wahrscheinlich niemand wirkungsvoller, als Thomas Tuchel. Fraglich, ob Peter Stöger fähig und überhaupt willig ist, Mkhitaryan gewisse Freiheiten in seinem System zu geben. Gerade, weil Stöger kürzlich betonte, dass er mit den vorhandenen Spielern Lösungen finden möchte und nicht zuletzt, weil er gerade dabei ist, seine Vorstellungen im Trainingslager einzustudieren. Ein Transfer würde außerdem bedeuten, dass ein weiterer Kaderplatz für aufstrebende Spieler, die der BVB benötigt, um Einnahmen zu generieren und letztlich zu wachsen, besetzt ist. Schürrle, Yarmolenko, Reus, Pulisic, Götze, Kagawa, Castro, Sancho, Philipp, Bruun Larsen, (Rode, Dahoud, Toljan), sind Spieler, die direkt oder indirekt von einer Verpflichtung betroffen wären. Selbst bei Abgängen im Winter (Schürrle) scheint der BVB auf den offensiven Positionen noch mehr als ausreichend besetzt zu sein. Geht man davon aus, dass die Startformation ab Mitte Februar unter normalen Umständen Marco Reus, Mario Götze, und Christian Pulisic vorsieht, wenn zudem noch ein zuletzt überspielt wirkender Andrey Yarmolenko, der formstarke Shinji Kagawa und der aufstrebende Mo Dahoud (der Spielpraxis benötigt) auf der Bank sitzen, kann man festhalten, dass ein Transfer von Henrikh Mkhitaryan nicht auf alle Spieler einen positiven Effekt hätte. Selbst bei einem großen Abgang im Sommer 2018 oder 2019 (Pulisic, Reus?) würde die Verpflichtung des Armeniers dafür sorgen, dass der BVB nicht die höchstmögliche Ablösesumme generiert. Gerade Christian Pulisic unterliegt noch gewissen Schwankungen und benötigt das Vertrauen des Trainers, um einen ähnlichen Ertrag zu bringen, wie einst Ousmane Dembele. Setzt man ihm jetzt einen Henrikh Mkhitaryan vor die Nase, würde das mangels Spielpraxis wohl dazu führen, dass der BVB ihn bereits im Sommer 2018 für 40-50 Millionen Euro verliert, wenn Mkhitaryan entgegen aller Zweifel tatsächlich sofort funktioniert. Davon ausgehen, kann man bei ihm mit Sicherheit nicht. Wie kein Zweiter ist er vom Vertrauen des Trainers abhängig und selbst bei einer schwachen Vorstellung darf er möglichst nicht ausgewechselt werden, da dies bei ihm in einer mentalen Krise enden kann. Stöger müsste also ein besonderes Augenmerk auf sein Selbstbewusstsein legen und dieses über das Leistungsprinzip stellen. Dies fällt besonders schwer, weil Mkhitaryan gerade in Spitzenspielen meist nicht an sein allgemeines Leistungsniveau herankommt.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BennetReus am 08.01.2018 um 14:55 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10316
08.01.2018 - 16:05 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie soll das konkret aussehen?
Bonuszahlungen, wenn Talente unter zwanzig auf eine Mindestanzahl an Spielminuten kommen?
Oder verspricht man dem Trainer eine jahrelange Zusammenarbeit, so dass er die Früchte selber ernten kann?
Für mich ist das vielversprechendste Szenario, dass man dem Trainer die erfahrenen Alternativen nimmt. Spieler wie Schürrle, Castro, Kagawa, Sahin, Toprak, Rode wären zu hinterfragen und könnten bei Abgang den Talenten zu mehr Spielzeit verhelfen.


Ist wohl eher ein Thema für einen anderen Thread, daher zieh ich es mal um, wobei ich es nur mal einen einzigen Grundgedanken dahinter anschneiden will, wie es funktionieren könnte.

Ein klassisches Anreizinstrument stellen bspw. Gewinnbeteiligungen dar, als signifikanten Teil der variablen Entlohnung. Also Beteiligungen an Gewinnen, die man auch bei Spielern hat, in Form von Ablösen oder auch Titeln, die man mit diesen selbst ausgebildeten Spielern erzielt.

D.h. es ginge dann darum, dass ein Trainer für seine langfristigen Verdienste entlohnt wird, die auch dann noch bestehen, wenn er eventuell schon längst nicht mehr im Verein ist - wodurch ein Trainer also auch nach seiner Entlassung noch Zahlungen erhalten könnte. Das Problem daran ist eher, dass man nicht pauschal sagen kann, welcher Trainer welchen Anteil an der Entwicklung eines Spielers hat, falls es bei den Profis mehrere gibt, weil es sich nicht nur an Minuten feststellen lässt, die ein Spieler bekommen hat. Das ist aber eigentlich eher eine Frage der Gewichtung und nicht für den Anreiz per se, da die Boni sowieso umso höher sind, je früher entweder der Fall Titel oder Ablöse greifen, wobei diese Boni eben deswegen auch begrenzt sein müssen und alle Trainer anteilig aus demselben Topf entlohnt werden müssten.

Spielminuten sind dafür dann wohl ein guter Indikator, aber idealerweise vielleicht nicht der einzige und vor allem kein unmittelbarer - anhand der Spielminuten sollte es in meinen Augen jedenfalls keine Zahlungen geben, weil die an sich nichts über das Ergebnis aussagen,das mit dem Spieler erzielt wurde. Ich würde an der Stelle also nicht unbedingt kurzfristig denken - bzw. auszahlen - und nur nach Minuten gehen, die ein Nachwuchsspieler bekommt, sondern auch hier langfristige Überlegungen anstelle und quasi nur darauf schauen, was am Ende aus dem Spieler geworden ist, wenn er den Verein verlässt.

Ziel ist es schließlich, dass es weniger oder nicht nur kurzfristige Motive für einen Trainer bei der Aufstellung der Mannschaft gibt. Allerdings soll dadurch auch nicht das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werden, sondern lediglich eine andere Motivation da sein, dieses umzusetzen. Ist ein Nachwuchsspieler nah dran - also kaum schlechter - oder ein etablierter Spieler liefert seit Wochen nicht, dann muss meines Erachtens jedenfalls ein größerer Anreiz vorhanden sein, um den jüngeren Spieler von der Leine zu lassen. Für mich kommt es jedenfalls nicht nur auf die Kaderhygiene an, indem man transferstrategisch die Alternativen nimmt, sondern ich halte hier eine aktivere Herangehensweise für unausweichlich.

Kennst Du irgendein Verein, wo so ein Modell gefahren wird?



Nein, ein solches Modell ist mir im Profifussball unbekannt. Allerdings sind sie im Managementbereich großer Unternehmen nicht selten, wobei dort teilweise genauso hohe Fluktuation herrscht.



Ich sehe auch nicht, wie das gut funktionieren kann, wenn ein Trainer zukunftsträchtige Entscheidungen treffen soll, obwohl er dann vielleicht/wahrscheinlich woanders arbeiten wird.
In meinen Augen können irgendwelche monetären Anreize schnell zu falschen Motivationen führen. Jedenfalls halte ich es für sehr schwierig, auf diese Weise die sportliche Entwicklung in die richtige Bahnen zu lenken.



Es ist sicher nicht einfach, dass man hier die perfekte Balance schafft, um keine falsche Motivation zu erzeugen, aber die Anreize eines Trainers sind in der Regel aktuell ausschließlich kurzfristig ausgelegt, obwohl dieser nicht nur kurzfristige Aufgaben hat. Das ist für mich daher eine grundsätzlich falsche Ausrichtung des Profifussballs im Allgemeinen und nicht nur BVB-spezifisch. Dabei geht es mir eben auch nicht darum den kurzfristigen Horizont zu elminieren, weil das genauso falsch wäre, sondern den langfristigen Horizont zu ergänzen und diesem auch ein gleichwertiges Gewicht zu verleihen - gerade wenn man eine Mannschaft hat, die nicht um ihre Existenz kämpfen muss, aber auch nicht gerade nach Titeln greifen kann, solange der Zufall nicht nachhilft. Es ist für mich daher gar keine Alternative hier Anreize zu schaffen, dass nicht nur Titel bzw. die kurzfristige Zielerfüllung als Erfolg zu sehen sind. Denn das ist schlicht nicht der Fall und beschränkt meines Erachtens die Definition von Erfolg. Es kann jedenfalls nicht sein, dass ein Trainer immer nur bei Erfolglosigkeit entlassen wird, während Erfolg ausschließlich über die Erfüllung kurzfristiger Ziele definiert ist. Das ist nicht nachhaltig!

Im Jugendfussball besteht dieses Problem weniger - aber auch immer mehr, weswegen ich die Geschichte im Kern für ein fundamentales Problem halte -, da hier die Gewinnung von Profifussballern das große Ziele ist und nicht unbedingt das Erreichen von Titeln. Das ist eher ein Ziel, das damit einhergeht, weil Titel in der Regel aussagen, dass man eine Mannschaft hat, die überdurchschnittlich gut ist. Nur ist die Frage gerade im Jugendfussball auch immer mehr, in welchem Bereich eine Mannschaft überdurchschnittlich gut sein muss, um erfolgreich zu sein, wodurch sich auch hier quasi eine Manipulation ergeben kann, zu Gunsten von Titeln, aber zu Lasten der Nachhaltigkeit. Nicht wenige Trainer haben mittlerweile die Tendenz hier auch immer mehr in Richtung Win-Now geht, um sich zu profilieren, weil sich dadurch immer häufiger die Chance für sie ergibt, dass sie in den Profibereich kommen.

Auch hier gibt es daher immer mehr kurzfristige Motviation, die bereits eine falsche Motivation ist! Wir reden hier also nicht nur darüber, dass es mit neuen Anreizmodellen gilt falsche Motivation zu verhindern, sondern darüber, dass es gilt diese bereits bestehende falsche Motivation zu beseitigen. Barca ist dahingehend immer mehr eines der wenigen Ausnahmemodelle, die ganz bewusst komplett darauf setzen, dass die eine Entwicklung im Sinne der Spieler früher oder später automatisch Erfolg generiert. Allerdings haben auch die Probleme seit Jahren immer mehr Probleme La Masia Spieler bis zu den Profis zu bekommen, was u.a. wieder auf die falsche Motivation auf beinahe ausschließlich kurzfristige Ziele zurückzuführen ist. Der Unterschied zu Barca und dem BVB ist nur: Barca kann es sich finanziell wohl leisten, der BVB nicht ...



Hingegen lassen sich Förderungen anhand der Kaderzusammenstellung deutlich besser einschätzen.
Beispielsweise fand ich es berechtigt, dass Castro leistungstechnisch vor Dahoud stand. Allerdings hat Dahoud besondere Fähigkeiten, die ihn zukünftig zu einem Schlüsselspieler des BVBs machen könnten. Hier ist es für mich ganz klar Aufgabe von Zorc zu entscheiden, ob er den sportlichen Mehrwert von Castro behalten (wir gehen an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass Castro diesen hat) oder Dahoud mehr Spielzeit ermöglichen möchte.



Das Problem lässt sich teils noch viel unmittelbarer sehen. Wenn man Merino holt, darf man bspw. einen Rode nicht auch noch holen. Trotzdem kann das nur ein Aspekt der Geschichte sein, wie man die Ausbildung von Nachwuchsspielern intensiviert, den man sowieso differenzieren sollte. Denn durch kleinere Kader ergeben sich noch mehr positive als auch negative Aspekte.

Positiv ist bspw., dass kleinere Kader mehr Spielraum für Investitionen übrig lassen. Wird dabei naheliegenderweise vor allem in die Spitze investiert, dann erschwert man automatisch die Integration von Nachwuchsspielern, weil die Lücke, die sie schließen müssen, eher größer wird, weil umso mehr auf die Spitze gesetzt wird - siehe bspw. Aubameyang vs. Isak, wo man auch mittlerweile das Gefühl hat, dass Aubameyang sich beinahe alles erlauben kann und Isak kann machen was er will und bekommt trotzdem nicht mal die letzten 10 Minuten eines Spiels, geschweige denn einen Starteinsatz.

Damit würde man also eher Gefahr laufen, dass nicht ausreichend rotiert wird, obwohl es notwendig wäre und insgesamt noch lange keinen Anreiz schaffen, dass die Nachwuchsspieler tatsächlich eingesetzt werden. Denn der Anreiz entsteht nicht zwangsläufig durch die reduzierten Rotationsmöglichkeiten aufgrund des kleinen Kaders, sondern vor allem durch Ausfälle, die durch eine simple, aber einmalige Belastungssteuerung oder durch eine Verletzung - mitunter durch bereits erreichte Überlastung - entstehen können. Bei einer Verletzung kommt dann ein Jungspund schnell in verantwortliche Position, für die er aber gar nicht bereit ist, weil man ihn kaum oder sogar gar nicht darauf vorbereitet hat, wenn bis dato der Abstand zur Spitze zu groß war und kaum Spielzeit rum kann. Das will eigentlich auch wieder niemand, weil es nicht nur für die kurzfristigen Ziele Probleme geben kann, sondern auch für die langfristigen Ziele.

Mag sein, dass ich hier den Extremfall konstruiere, aber dieser Extremfall ist auf alle sehr viel häufiger als der Best-Case, der kurzfristige und langfristige Ziele ausbalanciert.



Zorc sollte soweit einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler haben und er berücksichtigt bei seinen Entscheidungen sicherlich sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Aspekte.
Für mich erfüllt er damit alle Kriterien, um so eine Entscheidung zu treffen.



Nein, das ist eben nicht der Fall, weil jeder Trainer um die Ecke kommen wird und Transferwünsche äußert oder Transfers verhindert, um seine kurzfristigen Zielvorgaben möglichst sicher erfüllen zu können. Dem wird Zorc immer versuchen nachzukommen, so gut es geht, solange auch er seinen Fokus sehr stark auf kurzfristige Ziele lenkt (denn auch bei Zorc ist die Problematik nicht großartig anders als bei Trainern, da Sportdirektoren eben vor allem auch am hier und jetzt gemessen werden), obwohl er vermehrt auch langfristige Ziele im Blick behalten muss - siehe bspw. Stress mit Tuchel. Zorc ist durch die aktuelle Zielsetzungsproblematik somit kaum besser dran - wie die allermeisten seiner Kollegen, wenn das bei denen nicht sogar noch vielmehr der Fall ist (siehe bspw. Schindelmeiser, der wohl u.a. über sein !funktionierendes! Konzept gestolpert ist, weil der Schrei nach Erfahrung groß wurde).



Wie würdest Du, in diesem Beispiel, Dahoud zu mehr Spielzeit verhelfen, ohne in die Kaderzusammensetzung einzugreifen?


Eigentlich gar nicht! Denn der Sinn ist nicht, dass ein konkreter Nachwuchsspieler gefördert wird, sondern möglichst viele. Das kann Dahoud helfen, aber muss nicht notwendigerweise ihn betreffen, sondern kann auch bspw. nur für Zagadou, Isak oder Sancho einen positiven Effekt haben. Ich würde jedenfalls nie einem Trainer vorschreiben, welchen Spieler er in einem bestimmten Spiel einsetzen muss oder ihm vorgeben, wie viele Minuten ein Spieler zu spielen hat, sondern ihm nur vorschreiben, dass er hier eben auch Ziele zu erfüllen hat, die auch für ihn lohnenswert sind und Erfolg bedeuten, wenn er sie schafft. Ich würde den Trainer daher nur dahingehend beraten, warum Dahoud für ihn sportlich mittel- bis langfristig sehr positiv sein wird, selbst wenn er möglicherweise kurzfristig Einbußen in Kauf nehmen muss. Ansonsten habe ich im Prinzip ja schon dargestellt, warum ich monetäre Instrumente in der Anreizsetzung am wirksamsten finde - abgesehen davon, dass es nicht sonderlich viele Mittel darüber hinaus gibt, mit denen man im Fussball steuern kann.
BVB - Transferpolitik |#10317
09.01.2018 - 10:55 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie soll das konkret aussehen?
Bonuszahlungen, wenn Talente unter zwanzig auf eine Mindestanzahl an Spielminuten kommen?
Oder verspricht man dem Trainer eine jahrelange Zusammenarbeit, so dass er die Früchte selber ernten kann?
Für mich ist das vielversprechendste Szenario, dass man dem Trainer die erfahrenen Alternativen nimmt. Spieler wie Schürrle, Castro, Kagawa, Sahin, Toprak, Rode wären zu hinterfragen und könnten bei Abgang den Talenten zu mehr Spielzeit verhelfen.


Ist wohl eher ein Thema für einen anderen Thread, daher zieh ich es mal um, wobei ich es nur mal einen einzigen Grundgedanken dahinter anschneiden will, wie es funktionieren könnte.

Ein klassisches Anreizinstrument stellen bspw. Gewinnbeteiligungen dar, als signifikanten Teil der variablen Entlohnung. Also Beteiligungen an Gewinnen, die man auch bei Spielern hat, in Form von Ablösen oder auch Titeln, die man mit diesen selbst ausgebildeten Spielern erzielt.

D.h. es ginge dann darum, dass ein Trainer für seine langfristigen Verdienste entlohnt wird, die auch dann noch bestehen, wenn er eventuell schon längst nicht mehr im Verein ist - wodurch ein Trainer also auch nach seiner Entlassung noch Zahlungen erhalten könnte. Das Problem daran ist eher, dass man nicht pauschal sagen kann, welcher Trainer welchen Anteil an der Entwicklung eines Spielers hat, falls es bei den Profis mehrere gibt, weil es sich nicht nur an Minuten feststellen lässt, die ein Spieler bekommen hat. Das ist aber eigentlich eher eine Frage der Gewichtung und nicht für den Anreiz per se, da die Boni sowieso umso höher sind, je früher entweder der Fall Titel oder Ablöse greifen, wobei diese Boni eben deswegen auch begrenzt sein müssen und alle Trainer anteilig aus demselben Topf entlohnt werden müssten.

Spielminuten sind dafür dann wohl ein guter Indikator, aber idealerweise vielleicht nicht der einzige und vor allem kein unmittelbarer - anhand der Spielminuten sollte es in meinen Augen jedenfalls keine Zahlungen geben, weil die an sich nichts über das Ergebnis aussagen,das mit dem Spieler erzielt wurde. Ich würde an der Stelle also nicht unbedingt kurzfristig denken - bzw. auszahlen - und nur nach Minuten gehen, die ein Nachwuchsspieler bekommt, sondern auch hier langfristige Überlegungen anstelle und quasi nur darauf schauen, was am Ende aus dem Spieler geworden ist, wenn er den Verein verlässt.

Ziel ist es schließlich, dass es weniger oder nicht nur kurzfristige Motive für einen Trainer bei der Aufstellung der Mannschaft gibt. Allerdings soll dadurch auch nicht das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werden, sondern lediglich eine andere Motivation da sein, dieses umzusetzen. Ist ein Nachwuchsspieler nah dran - also kaum schlechter - oder ein etablierter Spieler liefert seit Wochen nicht, dann muss meines Erachtens jedenfalls ein größerer Anreiz vorhanden sein, um den jüngeren Spieler von der Leine zu lassen. Für mich kommt es jedenfalls nicht nur auf die Kaderhygiene an, indem man transferstrategisch die Alternativen nimmt, sondern ich halte hier eine aktivere Herangehensweise für unausweichlich.

Kennst Du irgendein Verein, wo so ein Modell gefahren wird?



Nein, ein solches Modell ist mir im Profifussball unbekannt. Allerdings sind sie im Managementbereich großer Unternehmen nicht selten, wobei dort teilweise genauso hohe Fluktuation herrscht.


Ich sehe auch nicht, wie das gut funktionieren kann, wenn ein Trainer zukunftsträchtige Entscheidungen treffen soll, obwohl er dann vielleicht/wahrscheinlich woanders arbeiten wird.
In meinen Augen können irgendwelche monetären Anreize schnell zu falschen Motivationen führen. Jedenfalls halte ich es für sehr schwierig, auf diese Weise die sportliche Entwicklung in die richtige Bahnen zu lenken.



Es ist sicher nicht einfach, dass man hier die perfekte Balance schafft, um keine falsche Motivation zu erzeugen, aber die Anreize eines Trainers sind in der Regel aktuell ausschließlich kurzfristig ausgelegt, obwohl dieser nicht nur kurzfristige Aufgaben hat. Das ist für mich daher eine grundsätzlich falsche Ausrichtung des Profifussballs im Allgemeinen und nicht nur BVB-spezifisch. Dabei geht es mir eben auch nicht darum den kurzfristigen Horizont zu elminieren, weil das genauso falsch wäre, sondern den langfristigen Horizont zu ergänzen und diesem auch ein gleichwertiges Gewicht zu verleihen - gerade wenn man eine Mannschaft hat, die nicht um ihre Existenz kämpfen muss, aber auch nicht gerade nach Titeln greifen kann, solange der Zufall nicht nachhilft. Es ist für mich daher gar keine Alternative hier Anreize zu schaffen, dass nicht nur Titel bzw. die kurzfristige Zielerfüllung als Erfolg zu sehen sind. Denn das ist schlicht nicht der Fall und beschränkt meines Erachtens die Definition von Erfolg. Es kann jedenfalls nicht sein, dass ein Trainer immer nur bei Erfolglosigkeit entlassen wird, während Erfolg ausschließlich über die Erfüllung kurzfristiger Ziele definiert ist. Das ist nicht nachhaltig!

Im Jugendfussball besteht dieses Problem weniger - aber auch immer mehr, weswegen ich die Geschichte im Kern für ein fundamentales Problem halte -, da hier die Gewinnung von Profifussballern das große Ziele ist und nicht unbedingt das Erreichen von Titeln. Das ist eher ein Ziel, das damit einhergeht, weil Titel in der Regel aussagen, dass man eine Mannschaft hat, die überdurchschnittlich gut ist. Nur ist die Frage gerade im Jugendfussball auch immer mehr, in welchem Bereich eine Mannschaft überdurchschnittlich gut sein muss, um erfolgreich zu sein, wodurch sich auch hier quasi eine Manipulation ergeben kann, zu Gunsten von Titeln, aber zu Lasten der Nachhaltigkeit. Nicht wenige Trainer haben mittlerweile die Tendenz hier auch immer mehr in Richtung Win-Now geht, um sich zu profilieren, weil sich dadurch immer häufiger die Chance für sie ergibt, dass sie in den Profibereich kommen.

Auch hier gibt es daher immer mehr kurzfristige Motviation, die bereits eine falsche Motivation ist! Wir reden hier also nicht nur darüber, dass es mit neuen Anreizmodellen gilt falsche Motivation zu verhindern, sondern darüber, dass es gilt diese bereits bestehende falsche Motivation zu beseitigen. Barca ist dahingehend immer mehr eines der wenigen Ausnahmemodelle, die ganz bewusst komplett darauf setzen, dass die eine Entwicklung im Sinne der Spieler früher oder später automatisch Erfolg generiert. Allerdings haben auch die Probleme seit Jahren immer mehr Probleme La Masia Spieler bis zu den Profis zu bekommen, was u.a. wieder auf die falsche Motivation auf beinahe ausschließlich kurzfristige Ziele zurückzuführen ist. Der Unterschied zu Barca und dem BVB ist nur: Barca kann es sich finanziell wohl leisten, der BVB nicht ...


Hingegen lassen sich Förderungen anhand der Kaderzusammenstellung deutlich besser einschätzen.
Beispielsweise fand ich es berechtigt, dass Castro leistungstechnisch vor Dahoud stand. Allerdings hat Dahoud besondere Fähigkeiten, die ihn zukünftig zu einem Schlüsselspieler des BVBs machen könnten. Hier ist es für mich ganz klar Aufgabe von Zorc zu entscheiden, ob er den sportlichen Mehrwert von Castro behalten (wir gehen an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass Castro diesen hat) oder Dahoud mehr Spielzeit ermöglichen möchte.



Das Problem lässt sich teils noch viel unmittelbarer sehen. Wenn man Merino holt, darf man bspw. einen Rode nicht auch noch holen. Trotzdem kann das nur ein Aspekt der Geschichte sein, wie man die Ausbildung von Nachwuchsspielern intensiviert, den man sowieso differenzieren sollte. Denn durch kleinere Kader ergeben sich noch mehr positive als auch negative Aspekte.

Positiv ist bspw., dass kleinere Kader mehr Spielraum für Investitionen übrig lassen. Wird dabei naheliegenderweise vor allem in die Spitze investiert, dann erschwert man automatisch die Integration von Nachwuchsspielern, weil die Lücke, die sie schließen müssen, eher größer wird, weil umso mehr auf die Spitze gesetzt wird - siehe bspw. Aubameyang vs. Isak, wo man auch mittlerweile das Gefühl hat, dass Aubameyang sich beinahe alles erlauben kann und Isak kann machen was er will und bekommt trotzdem nicht mal die letzten 10 Minuten eines Spiels, geschweige denn einen Starteinsatz.

Damit würde man also eher Gefahr laufen, dass nicht ausreichend rotiert wird, obwohl es notwendig wäre und insgesamt noch lange keinen Anreiz schaffen, dass die Nachwuchsspieler tatsächlich eingesetzt werden. Denn der Anreiz entsteht nicht zwangsläufig durch die reduzierten Rotationsmöglichkeiten aufgrund des kleinen Kaders, sondern vor allem durch Ausfälle, die durch eine simple, aber einmalige Belastungssteuerung oder durch eine Verletzung - mitunter durch bereits erreichte Überlastung - entstehen können. Bei einer Verletzung kommt dann ein Jungspund schnell in verantwortliche Position, für die er aber gar nicht bereit ist, weil man ihn kaum oder sogar gar nicht darauf vorbereitet hat, wenn bis dato der Abstand zur Spitze zu groß war und kaum Spielzeit rum kann. Das will eigentlich auch wieder niemand, weil es nicht nur für die kurzfristigen Ziele Probleme geben kann, sondern auch für die langfristigen Ziele.

Mag sein, dass ich hier den Extremfall konstruiere, aber dieser Extremfall ist auf alle sehr viel häufiger als der Best-Case, der kurzfristige und langfristige Ziele ausbalanciert.


Zorc sollte soweit einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler haben und er berücksichtigt bei seinen Entscheidungen sicherlich sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Aspekte.
Für mich erfüllt er damit alle Kriterien, um so eine Entscheidung zu treffen.



Nein, das ist eben nicht der Fall, weil jeder Trainer um die Ecke kommen wird und Transferwünsche äußert oder Transfers verhindert, um seine kurzfristigen Zielvorgaben möglichst sicher erfüllen zu können. Dem wird Zorc immer versuchen nachzukommen, so gut es geht, solange auch er seinen Fokus sehr stark auf kurzfristige Ziele lenkt (denn auch bei Zorc ist die Problematik nicht großartig anders als bei Trainern, da Sportdirektoren eben vor allem auch am hier und jetzt gemessen werden), obwohl er vermehrt auch langfristige Ziele im Blick behalten muss - siehe bspw. Stress mit Tuchel. Zorc ist durch die aktuelle Zielsetzungsproblematik somit kaum besser dran - wie die allermeisten seiner Kollegen, wenn das bei denen nicht sogar noch vielmehr der Fall ist (siehe bspw. Schindelmeiser, der wohl u.a. über sein !funktionierendes! Konzept gestolpert ist, weil der Schrei nach Erfahrung groß wurde).


Wie würdest Du, in diesem Beispiel, Dahoud zu mehr Spielzeit verhelfen, ohne in die Kaderzusammensetzung einzugreifen?


Eigentlich gar nicht! Denn der Sinn ist nicht, dass ein konkreter Nachwuchsspieler gefördert wird, sondern möglichst viele. Das kann Dahoud helfen, aber muss nicht notwendigerweise ihn betreffen, sondern kann auch bspw. nur für Zagadou, Isak oder Sancho einen positiven Effekt haben. Ich würde jedenfalls nie einem Trainer vorschreiben, welchen Spieler er in einem bestimmten Spiel einsetzen muss oder ihm vorgeben, wie viele Minuten ein Spieler zu spielen hat, sondern ihm nur vorschreiben, dass er hier eben auch Ziele zu erfüllen hat, die auch für ihn lohnenswert sind und Erfolg bedeuten, wenn er sie schafft. Ich würde den Trainer daher nur dahingehend beraten, warum Dahoud für ihn sportlich mittel- bis langfristig sehr positiv sein wird, selbst wenn er möglicherweise kurzfristig Einbußen in Kauf nehmen muss. Ansonsten habe ich im Prinzip ja schon dargestellt, warum ich monetäre Instrumente in der Anreizsetzung am wirksamsten finde - abgesehen davon, dass es nicht sonderlich viele Mittel darüber hinaus gibt, mit denen man im Fussball steuern kann.

Ich würde weitestgehend davon Abstand nehmen, Talente zu verpflichten, die noch weit von den etablierten Spielern entfernt sind. Ich denke, dass siehst Du ähnlich. Schließlich sind die meisten von dir vorgeschlagenen Talente aus dem Teenager Alter heraus.
Das Problem, dass diese Talente von dem Trainer auch bei einem kleineren Kadern gemieden werden, sehe ich dann weniger. Hier ist für mich die Kommunikation mit dem Trainer sehr wichtig. Die Planung darf nicht nur von Zorc ausgehen. Der Trainer sollte auch eine Abschätzung abgeben, wie er die Talente einplanen möchte.
Der Isak Transfer schien mir quasi komplett losgelöst von Tuchel abgelaufen zu sein. Mag sein, dass zu dem Zeitpunkt schon eine Trennung von Tuchel im Raum stand. Aber wie es unter dem neuen Trainer mit Isak weitergehen würde, konnte man auch nicht wissen. Hier fehlten für mich die Rahmenbedingungen, um von einer optimalen Förderung auszugehen. Schließlich lässt sich nicht erwarten, dass so ein junger Spieler sich allein durch seine Leistung ausreichend Spielzeit erarbeiten wird.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportmanager ist für mich jedenfalls elementar für eine erfolgreiche Transferpolitik!


Wenn der Sportdirektor keine mittel- und langfristigen Ziele verfolgt, wer soll das dann tun?


Zum Thema Jugendförderung:
Ich habe mal gelesen, dass es viel mehr im Januar geborene Spieler in den Profifußball schaffen als Spieler, die im Dezember geboren sind. Daran sieht man schon, dass im Jugendfußball teilweise etwas schief läuft. Die Januar Spieler haben eben einen Entwicklungsvorteil von fast einem Jahr gegenüber den Dezember Spielern und werden, da sie dadurch häufig auch besser sind, stärker gefördert.
Auch Guardiola erzählte, dass er in der Jugend körperliche Nachteile hatte und nur die Intervention von Cruyff dazu führte, dass er besser gefördert wurde.
BVB - Transferpolitik |#10318
09.01.2018 - 13:26 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Wie soll das konkret aussehen?
Bonuszahlungen, wenn Talente unter zwanzig auf eine Mindestanzahl an Spielminuten kommen?
Oder verspricht man dem Trainer eine jahrelange Zusammenarbeit, so dass er die Früchte selber ernten kann?
Für mich ist das vielversprechendste Szenario, dass man dem Trainer die erfahrenen Alternativen nimmt. Spieler wie Schürrle, Castro, Kagawa, Sahin, Toprak, Rode wären zu hinterfragen und könnten bei Abgang den Talenten zu mehr Spielzeit verhelfen.


Ist wohl eher ein Thema für einen anderen Thread, daher zieh ich es mal um, wobei ich es nur mal einen einzigen Grundgedanken dahinter anschneiden will, wie es funktionieren könnte.

Ein klassisches Anreizinstrument stellen bspw. Gewinnbeteiligungen dar, als signifikanten Teil der variablen Entlohnung. Also Beteiligungen an Gewinnen, die man auch bei Spielern hat, in Form von Ablösen oder auch Titeln, die man mit diesen selbst ausgebildeten Spielern erzielt.

D.h. es ginge dann darum, dass ein Trainer für seine langfristigen Verdienste entlohnt wird, die auch dann noch bestehen, wenn er eventuell schon längst nicht mehr im Verein ist - wodurch ein Trainer also auch nach seiner Entlassung noch Zahlungen erhalten könnte. Das Problem daran ist eher, dass man nicht pauschal sagen kann, welcher Trainer welchen Anteil an der Entwicklung eines Spielers hat, falls es bei den Profis mehrere gibt, weil es sich nicht nur an Minuten feststellen lässt, die ein Spieler bekommen hat. Das ist aber eigentlich eher eine Frage der Gewichtung und nicht für den Anreiz per se, da die Boni sowieso umso höher sind, je früher entweder der Fall Titel oder Ablöse greifen, wobei diese Boni eben deswegen auch begrenzt sein müssen und alle Trainer anteilig aus demselben Topf entlohnt werden müssten.

Spielminuten sind dafür dann wohl ein guter Indikator, aber idealerweise vielleicht nicht der einzige und vor allem kein unmittelbarer - anhand der Spielminuten sollte es in meinen Augen jedenfalls keine Zahlungen geben, weil die an sich nichts über das Ergebnis aussagen,das mit dem Spieler erzielt wurde. Ich würde an der Stelle also nicht unbedingt kurzfristig denken - bzw. auszahlen - und nur nach Minuten gehen, die ein Nachwuchsspieler bekommt, sondern auch hier langfristige Überlegungen anstelle und quasi nur darauf schauen, was am Ende aus dem Spieler geworden ist, wenn er den Verein verlässt.

Ziel ist es schließlich, dass es weniger oder nicht nur kurzfristige Motive für einen Trainer bei der Aufstellung der Mannschaft gibt. Allerdings soll dadurch auch nicht das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werden, sondern lediglich eine andere Motivation da sein, dieses umzusetzen. Ist ein Nachwuchsspieler nah dran - also kaum schlechter - oder ein etablierter Spieler liefert seit Wochen nicht, dann muss meines Erachtens jedenfalls ein größerer Anreiz vorhanden sein, um den jüngeren Spieler von der Leine zu lassen. Für mich kommt es jedenfalls nicht nur auf die Kaderhygiene an, indem man transferstrategisch die Alternativen nimmt, sondern ich halte hier eine aktivere Herangehensweise für unausweichlich.

Kennst Du irgendein Verein, wo so ein Modell gefahren wird?



Nein, ein solches Modell ist mir im Profifussball unbekannt. Allerdings sind sie im Managementbereich großer Unternehmen nicht selten, wobei dort teilweise genauso hohe Fluktuation herrscht.


Ich sehe auch nicht, wie das gut funktionieren kann, wenn ein Trainer zukunftsträchtige Entscheidungen treffen soll, obwohl er dann vielleicht/wahrscheinlich woanders arbeiten wird.
In meinen Augen können irgendwelche monetären Anreize schnell zu falschen Motivationen führen. Jedenfalls halte ich es für sehr schwierig, auf diese Weise die sportliche Entwicklung in die richtige Bahnen zu lenken.



Es ist sicher nicht einfach, dass man hier die perfekte Balance schafft, um keine falsche Motivation zu erzeugen, aber die Anreize eines Trainers sind in der Regel aktuell ausschließlich kurzfristig ausgelegt, obwohl dieser nicht nur kurzfristige Aufgaben hat. Das ist für mich daher eine grundsätzlich falsche Ausrichtung des Profifussballs im Allgemeinen und nicht nur BVB-spezifisch. Dabei geht es mir eben auch nicht darum den kurzfristigen Horizont zu elminieren, weil das genauso falsch wäre, sondern den langfristigen Horizont zu ergänzen und diesem auch ein gleichwertiges Gewicht zu verleihen - gerade wenn man eine Mannschaft hat, die nicht um ihre Existenz kämpfen muss, aber auch nicht gerade nach Titeln greifen kann, solange der Zufall nicht nachhilft. Es ist für mich daher gar keine Alternative hier Anreize zu schaffen, dass nicht nur Titel bzw. die kurzfristige Zielerfüllung als Erfolg zu sehen sind. Denn das ist schlicht nicht der Fall und beschränkt meines Erachtens die Definition von Erfolg. Es kann jedenfalls nicht sein, dass ein Trainer immer nur bei Erfolglosigkeit entlassen wird, während Erfolg ausschließlich über die Erfüllung kurzfristiger Ziele definiert ist. Das ist nicht nachhaltig!

Im Jugendfussball besteht dieses Problem weniger - aber auch immer mehr, weswegen ich die Geschichte im Kern für ein fundamentales Problem halte -, da hier die Gewinnung von Profifussballern das große Ziele ist und nicht unbedingt das Erreichen von Titeln. Das ist eher ein Ziel, das damit einhergeht, weil Titel in der Regel aussagen, dass man eine Mannschaft hat, die überdurchschnittlich gut ist. Nur ist die Frage gerade im Jugendfussball auch immer mehr, in welchem Bereich eine Mannschaft überdurchschnittlich gut sein muss, um erfolgreich zu sein, wodurch sich auch hier quasi eine Manipulation ergeben kann, zu Gunsten von Titeln, aber zu Lasten der Nachhaltigkeit. Nicht wenige Trainer haben mittlerweile die Tendenz hier auch immer mehr in Richtung Win-Now geht, um sich zu profilieren, weil sich dadurch immer häufiger die Chance für sie ergibt, dass sie in den Profibereich kommen.

Auch hier gibt es daher immer mehr kurzfristige Motviation, die bereits eine falsche Motivation ist! Wir reden hier also nicht nur darüber, dass es mit neuen Anreizmodellen gilt falsche Motivation zu verhindern, sondern darüber, dass es gilt diese bereits bestehende falsche Motivation zu beseitigen. Barca ist dahingehend immer mehr eines der wenigen Ausnahmemodelle, die ganz bewusst komplett darauf setzen, dass die eine Entwicklung im Sinne der Spieler früher oder später automatisch Erfolg generiert. Allerdings haben auch die Probleme seit Jahren immer mehr Probleme La Masia Spieler bis zu den Profis zu bekommen, was u.a. wieder auf die falsche Motivation auf beinahe ausschließlich kurzfristige Ziele zurückzuführen ist. Der Unterschied zu Barca und dem BVB ist nur: Barca kann es sich finanziell wohl leisten, der BVB nicht ...


Hingegen lassen sich Förderungen anhand der Kaderzusammenstellung deutlich besser einschätzen.
Beispielsweise fand ich es berechtigt, dass Castro leistungstechnisch vor Dahoud stand. Allerdings hat Dahoud besondere Fähigkeiten, die ihn zukünftig zu einem Schlüsselspieler des BVBs machen könnten. Hier ist es für mich ganz klar Aufgabe von Zorc zu entscheiden, ob er den sportlichen Mehrwert von Castro behalten (wir gehen an dieser Stelle einfach mal davon aus, dass Castro diesen hat) oder Dahoud mehr Spielzeit ermöglichen möchte.



Das Problem lässt sich teils noch viel unmittelbarer sehen. Wenn man Merino holt, darf man bspw. einen Rode nicht auch noch holen. Trotzdem kann das nur ein Aspekt der Geschichte sein, wie man die Ausbildung von Nachwuchsspielern intensiviert, den man sowieso differenzieren sollte. Denn durch kleinere Kader ergeben sich noch mehr positive als auch negative Aspekte.

Positiv ist bspw., dass kleinere Kader mehr Spielraum für Investitionen übrig lassen. Wird dabei naheliegenderweise vor allem in die Spitze investiert, dann erschwert man automatisch die Integration von Nachwuchsspielern, weil die Lücke, die sie schließen müssen, eher größer wird, weil umso mehr auf die Spitze gesetzt wird - siehe bspw. Aubameyang vs. Isak, wo man auch mittlerweile das Gefühl hat, dass Aubameyang sich beinahe alles erlauben kann und Isak kann machen was er will und bekommt trotzdem nicht mal die letzten 10 Minuten eines Spiels, geschweige denn einen Starteinsatz.

Damit würde man also eher Gefahr laufen, dass nicht ausreichend rotiert wird, obwohl es notwendig wäre und insgesamt noch lange keinen Anreiz schaffen, dass die Nachwuchsspieler tatsächlich eingesetzt werden. Denn der Anreiz entsteht nicht zwangsläufig durch die reduzierten Rotationsmöglichkeiten aufgrund des kleinen Kaders, sondern vor allem durch Ausfälle, die durch eine simple, aber einmalige Belastungssteuerung oder durch eine Verletzung - mitunter durch bereits erreichte Überlastung - entstehen können. Bei einer Verletzung kommt dann ein Jungspund schnell in verantwortliche Position, für die er aber gar nicht bereit ist, weil man ihn kaum oder sogar gar nicht darauf vorbereitet hat, wenn bis dato der Abstand zur Spitze zu groß war und kaum Spielzeit rum kann. Das will eigentlich auch wieder niemand, weil es nicht nur für die kurzfristigen Ziele Probleme geben kann, sondern auch für die langfristigen Ziele.

Mag sein, dass ich hier den Extremfall konstruiere, aber dieser Extremfall ist auf alle sehr viel häufiger als der Best-Case, der kurzfristige und langfristige Ziele ausbalanciert.


Zorc sollte soweit einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler haben und er berücksichtigt bei seinen Entscheidungen sicherlich sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Aspekte.
Für mich erfüllt er damit alle Kriterien, um so eine Entscheidung zu treffen.



Nein, das ist eben nicht der Fall, weil jeder Trainer um die Ecke kommen wird und Transferwünsche äußert oder Transfers verhindert, um seine kurzfristigen Zielvorgaben möglichst sicher erfüllen zu können. Dem wird Zorc immer versuchen nachzukommen, so gut es geht, solange auch er seinen Fokus sehr stark auf kurzfristige Ziele lenkt (denn auch bei Zorc ist die Problematik nicht großartig anders als bei Trainern, da Sportdirektoren eben vor allem auch am hier und jetzt gemessen werden), obwohl er vermehrt auch langfristige Ziele im Blick behalten muss - siehe bspw. Stress mit Tuchel. Zorc ist durch die aktuelle Zielsetzungsproblematik somit kaum besser dran - wie die allermeisten seiner Kollegen, wenn das bei denen nicht sogar noch vielmehr der Fall ist (siehe bspw. Schindelmeiser, der wohl u.a. über sein !funktionierendes! Konzept gestolpert ist, weil der Schrei nach Erfahrung groß wurde).


Wie würdest Du, in diesem Beispiel, Dahoud zu mehr Spielzeit verhelfen, ohne in die Kaderzusammensetzung einzugreifen?


Eigentlich gar nicht! Denn der Sinn ist nicht, dass ein konkreter Nachwuchsspieler gefördert wird, sondern möglichst viele. Das kann Dahoud helfen, aber muss nicht notwendigerweise ihn betreffen, sondern kann auch bspw. nur für Zagadou, Isak oder Sancho einen positiven Effekt haben. Ich würde jedenfalls nie einem Trainer vorschreiben, welchen Spieler er in einem bestimmten Spiel einsetzen muss oder ihm vorgeben, wie viele Minuten ein Spieler zu spielen hat, sondern ihm nur vorschreiben, dass er hier eben auch Ziele zu erfüllen hat, die auch für ihn lohnenswert sind und Erfolg bedeuten, wenn er sie schafft. Ich würde den Trainer daher nur dahingehend beraten, warum Dahoud für ihn sportlich mittel- bis langfristig sehr positiv sein wird, selbst wenn er möglicherweise kurzfristig Einbußen in Kauf nehmen muss. Ansonsten habe ich im Prinzip ja schon dargestellt, warum ich monetäre Instrumente in der Anreizsetzung am wirksamsten finde - abgesehen davon, dass es nicht sonderlich viele Mittel darüber hinaus gibt, mit denen man im Fussball steuern kann.

Ich würde weitestgehend davon Abstand nehmen, Talente zu verpflichten, die noch weit von den etablierten Spielern entfernt sind. Ich denke, dass siehst Du ähnlich. Schließlich sind die meisten von dir vorgeschlagenen Talente aus dem Teenager Alter heraus.



Das ist so eben nicht immer möglich, da die meisten Talente Anfang 20 abgegrast sind, je talentierter und vielversprechender sie sind. Das heißt zwar nicht, dass man in diesem Alter keine Verstärkungen findet, aber es heißt zumindest, dass man nicht pauschalisieren sollte und weiterhin eben auch U20 Spieler in den Planungen eine Rolle spielen dürfen und müssen. Es darf aber eben ein kritisches Maß nicht überschritten werden, bei dem dann zu viel Erfahrung und vor allem Spielpraxis auf Topniveau fehlt - insbesondere dann, wenn der Worst-Case eintritt und verhältnismäßig viele der jungen Spieler in einer Mannschaft ran und aus dem Stand funktionieren müssen. Das kritische Maß sehe ich aktuell beim BVB erreicht, weswegen die letzten Spielervorschläge meinerseits nicht zufällig sind, aber eben auch nicht zu einer Generalisierung führen sollten. Ich halte das in der aktuellen Situation jeweils für passende Optionen! Denn die meisten Spieler, die ich vorgeschlagen habe, sind ja dennoch kaum mal über 23, haben allerdings schon Profierfahrung sammeln können, sodass sie eben nicht komplett ins kalte Wasser geworfen werden müssen. Das andere Extrem, mit zu vielen erfahrenen - bzw. alten - Spielern funktioniert jedenfalls auch nicht, weswegen es letztendlich um den Mix der gesamten Mannschaft geht, um auch möglichst fließende Übergänge zu schaffen, wenn es mal zu Abgängen kommt.


Das Problem, dass diese Talente von dem Trainer auch bei einem kleineren Kadern gemieden werden, sehe ich dann weniger. Hier ist für mich die Kommunikation mit dem Trainer sehr wichtig. Die Planung darf nicht nur von Zorc ausgehen. Der Trainer sollte auch eine Abschätzung abgeben, wie er die Talente einplanen möchte.
Der Isak Transfer schien mir quasi komplett losgelöst von Tuchel abgelaufen zu sein. Mag sein, dass zu dem Zeitpunkt schon eine Trennung von Tuchel im Raum stand. Aber wie es unter dem neuen Trainer mit Isak weitergehen würde, konnte man auch nicht wissen. Hier fehlten für mich die Rahmenbedingungen, um von einer optimalen Förderung auszugehen. Schließlich lässt sich nicht erwarten, dass so ein junger Spieler sich allein durch seine Leistung ausreichend Spielzeit erarbeiten wird.



Sehe ich anders. Einerseits schaffst du nur Zwang, wenn du den Kader künstlich klein und unausgewogen hältst. Ich habe im vorherigen Beitrag schon dargelegt, warum ich denke, dass dieser Zwang zu Trotz führt und umso größere Hürden für junge Spieler schafft, die im Endeffekt kontraproduktiv sind. Wobei das nicht für jüngere Spieler allein gilt, sondern für Spieler, die allgemein zu weit vom Stamm weg sind. Das muss einem Trainer schon ein persönliches Anliegen bzw. Ziel sein, dass er den Erfolg nicht nur in Titeln misst, sondern auch oder ganz besonders in der Entwicklung von Spielern oder der Kader müsste alternativlos jung sein. Daher liegt für mich darin kein ultimativer Hebel, sondern bestenfalls ein Teilaspekt.

Andererseits denke ich, dass die Rahmenbedingungen mehr oder weniger so geplant waren, wie sie dann auch eintraten. Denn den kleinen Kader gab es meines Erachtens damals schon nicht, weil du in diesem Kontext wohl Schürrle als Option vergisst, obwohl dieser Ramos eigentlich schon zuvor überflüssig gemacht hatte. Ramos wurde von Tuchel häufig genug für Defensivaufgaben auf dem Flügel eingesetzt, wofür Schürrle prädestiniert ist und auch ein klares Upgrade darstellt, das notfalls - falls Aubameyang doch mal ausfällt - im MS spielen konnte. Ramos wurde im MS quasi nie gebraucht, weswegen der reine MS BU unnötig war und es keinen Unterschied für mich macht, ob da nun Ramos so gut wie nicht eingesetzt wird oder eben Isak. Der Unterschied bestand daher nur perspektivisch und monetär, da Isak ein lohnenswertes Geschäft war: für Ramos Ablöse hat man Isak mehr als finanziert und man hat wohl sogar noch einiges an Gehalt eingespart, obwohl man nur einen Spieler abgegeben hat, der in den Planungen des Vereins längst überflüssig war. Quasi ein echter No-Brainer, der in dieser Situation perfekt reinpasste.

Kurzfristig spielte es meines Erachtens folglich so gut wie keine Rolle, ob Isak nun verpflichtet wurde oder nicht und ob Ramos nun abgegeben wurde oder nicht. Wenn Tuchel aber noch sagt, dass der Transfer perspektivisch (für den Verein) Sinn ergibt, dann widerspricht er sich entweder selbst - weil Isak ihn kurzfristig gar nicht interessieren musste - schließlich hatte er Alternativen - und langfristig macht er ja nach seinen Worten Sinn, weswegen es keinen Grund zur Beschwerde zu diesem Transfer gibt - oder er entlarvt sich und seine kurzfristigen Motive. Im Prinzip hat er damit aber sowieso nicht gegen den Verein oder Isak geschossen, sondern gegen Schürrle und sich selbst, weil er Schürrle im Sommer zuvor als Bedarf definierte. Selbst wenn der nicht sein Wunschspieler war, hat er ihn im Prinzip gefordert und den Verein dazu veranlasst mehr Geld denn je auszugeben. Somit steht auch - oder besonders - Tuchel in der Verantwortung, dass er ihn eingebunden bekommt, wie er sich das im Ideal vorstellt. Gelingt ihm das nicht, um in er Konsequenz sogar Ramos unbedingt halten zu wollen, dann ist das sein Fehler und nicht der des Vereins.

Abgesehen davon, dass ein Ramos mit mehr Einsatzzeit vielleicht auch kein Interesse an einem Abgang gehabt hätte (was übrigens auch nochmal hinsichtlich des ersten Absatzes einsortieren lässt - Ramos hat gegen Aubameyang keinen Stich gemacht, obwohl er offensichtlich für Tuchel wichtig war, ganz einfach deswegen, weil Aubameyang den kurzfristigen Zielen hilfreicher ist und das langfristige Ziel (Ramos Zufriedenheit und Verbleib, damit er liefert, wenn er gebraucht wird) kaum bis keine Rolle spielt), womit auch damit Tuchel seine kurzfristigen Interessen, über die anderer gestellt hat. Ramos ist zwar kein junger Spieler, aber die Vergleichbarkeit ist meines Erachtens trotzdem mehr als ausreichend da.

Insgesamt verdeutlicht das nochmals das grundlegende Problem, dass ein Trainer absolut keine Anreize hat, um langfristige Ziele zu erfüllen, aber erhebliche Komptenz zur Erfüllung kurzfristiger Ziele einfordert, obwohl er dabei Entscheidungen treffen würde, die auch noch Bestand haben, wenn er höchstwahrscheinlich schon gar nicht mehr da ist und die langfristig enormen Schaden anrichten können - Spielerverträge sind im Schnitt schließlich deutlich länger als die von Trainern und wenn jeder Trainer den Kader komplett so gestalten könnte, wie er wollte, dann gute Nacht. Der Verein muss daher das letzte Wort haben - ohne das jetzt noch auf weitere Bereiche, wie die Scoutingproblematik auszuweiten -, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht, während es beim Trainer nur um Wünsche gehen darf, die umso eher realisiert werden, je besser diese Wünsche begründet werden können - grundsätzliche Machbarkeit sowieso vorausgesetzt.


Eine enge Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportmanager ist für mich jedenfalls elementar für eine erfolgreiche Transferpolitik!



Grundsätzlich sehe ich kein Problem darin, wenn es mal Uneinigkeit gibt, allerdings darf das nicht zur Regel und schon gar nicht zu einem unlösbaren Problem werden, wenn der Trainer nicht einlenkt, da der Verein das letzte Wort haben muss, indem er die finale Verantwortung für Entscheidungen trägt, wenn er auch die Konsequenzen tragen muss. Andernfalls ergibt das einen unabdingbaren Grund zur Trennung.

Umso wichtiger ist es, dass dementsprechend auch Anreize vorhanden sind, die eine enge Zusammenarbeit überhaupt erst ermöglichen. Dafür ist Geld, hinsichtlich Trainer, eben ein wichtiger Parameter, da die meisten Trainer keine Fans, Ehemalige oder sonst wie intrinsisch motivierte Menschen sind, die nur das Beste für den Verein wollen und darin auch zwangsläufig das Beste für sich sehen. Für Titel allein arbeitet jedenfalls kein Trainer bei den Profis, weswegen hier für mich der größte Hebel sitzt. Wobei es dafür auch erst mal wichtig wäre, dass man davon wegkommt, Erfolg allein an Titeln festzumachen ...


Wenn der Sportdirektor keine mittel- und langfristigen Ziele verfolgt, wer soll das dann tun?



Alle im Verein sollten an mittel- und langfristigen Zielen interessiert sein - darum geht es mir doch. Die Welt ist aber nicht perfekt, weswegen es nicht um "sollen" und "können" geht, sondern allzu häufig dann doch um das hier und jetzt. Denn das lässt sich schließlich deutlich besser bewerten als die Zukunft, je ferner diese ist und daher sind eben selbst für den Sportdirektor kurzfristige Ziele relevanter, obwohl das zu Problemen führt.

Naturgemäß haben schließlich immer diejenigen ein erhöhtes Interesse an mittel- bis langfristigen Zielen, deren Job auch noch langfristig besteht (und attraktiv ist). Trainer und - weniger, aber auch - Sportdirektoren sind daher eher Ausnahmen, wenn sie sich für mittel- bis langfristige Ziele und vor allem deren Umsetzung interessieren, weswegen man bei beiden Anreize schaffen muss. Bei Zorc gibt es diese Anreize durch seine Verbundenheit zum BVB und seine - durch langjährige, erfolgreiche Arbeit in seiner Position beim BVB - vergleichsweise hohe Jobsicherheit. Damit ist er aber auch eher eine Ausnahme und einen Hebel auf den Trainer hat er dennoch nicht, um für diesen Anreize zu übertragen, dass mittel- bis langfristige Ziele umgesetzt werden. Vielmehr als einstellen und entlassen kann er nun mal nicht - und selbst dahingehend hat Zorc kaum Handhabe, weil vor allem Watzke in der Trainerentscheidung vorne dran steht und auch darüber hinaus noch Entscheidungsträger vorhanden sind.


Zum Thema Jugendförderung:
Ich habe mal gelesen, dass es viel mehr im Januar geborene Spieler in den Profifußball schaffen als Spieler, die im Dezember geboren sind. Daran sieht man schon, dass im Jugendfußball teilweise etwas schief läuft. Die Januar Spieler haben eben einen Entwicklungsvorteil von fast einem Jahr gegenüber den Dezember Spielern und werden, da sie dadurch häufig auch besser sind, stärker gefördert.
Auch Guardiola erzählte, dass er in der Jugend körperliche Nachteile hatte und nur die Intervention von Cruyff dazu führte, dass er besser gefördert wurde.


Die Geschichten kenne ich auch. Ist auf alle Fälle auch nochmal ein gutes Beispiel, das einen anderen Aspekt nennt. Ich meine Ricken hat dahingehend übrigens etwas gesagt gehabt, als zuletzt die U19 um die DM spielte, wobei ich mich nicht mehr genau an seine Aussagen erinnern kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 09.01.2018 um 13:28 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10319
09.01.2018 - 13:45 Uhr
Ich für meinen Teil bin absolut unzufrieden mit dem Winterfenster.. Kaderfüller werden weiter mitgeschleppt und neuzugänge gibt es auch keine.. Ergo darf man sich auch in der Rückrunde über die selben Probleme ärgern.. Klar der Kader ist gut.. Aber manche brauchen mal dampf unterm Hintern.. Und so langsam frage ich mich echt ob wir unsere gesamten Transfereinnahmen Vaterstaat schenken wollen..

•     •     •

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BVB - Transferpolitik |#10320
09.01.2018 - 13:52 Uhr
Zitat von NEOXGAMEZ

Ich für meinen Teil bin absolut unzufrieden mit dem Winterfenster.. Kaderfüller werden weiter mitgeschleppt und neuzugänge gibt es auch keine.. Ergo darf man sich auch in der Rückrunde über die selben Probleme ärgern.. Klar der Kader ist gut.. Aber manche brauchen mal dampf unterm Hintern.. Und so langsam frage ich mich echt ob wir unsere gesamten Transfereinnahmen Vaterstaat schenken wollen..


Was soll man deiner Meinung nach tun? Spieler verpflichten, egal wie hoch die Forderung des abgebenden Vereins auch sein mag? Spieler verpflichten, ohne Abgänge zu verbuchten, kostet in dem Fall halt sogar doppelt, da die Ausgaben im Bereich Gehalt damit weiter steigen. So wie ich das gelesen habe, ist von dem Dembele Geld (die 105 Mio) eh nicht mehr viel vorhanden? Man ging diese Saison eben ein größeres Risiko (Kadergröße) und muss scheinbar für das Gehalt dieses zu großen Kaders auch etwas vom Dembele Geld hernehmen, um diese Lücke zu stopfen? Ich bin ja deiner Meinung, dass die Kaderzusammenstellung nicht wirklich geglückt ist, aber da muss man jetzt halt durch und kann nicht einfach 3 Spieler in der Winterpause entlassen, nur um Spielraum im Gehaltbudget zu schaffen und 2 neue Spieler zu verpflichten zwinker
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0x1m am 09.01.2018 um 13:57 Uhr bearbeitet
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