BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
05.01.2018 - 11:24 Uhr
Zitat von Lampi09
Die sollen auf jeden Fall "Micki" nicht zurückholen. Ich denke, er ist zwar ein guter Fußballer aber sein Charakter scheint nicht i. O. zu sein. Er wird außerdem kaum unter 30 Mio. zu haben sein und sein Gehalt wird sich auf mind. 10 Mio. belaufen. Außerdem herrscht beim BVB ein Überangebot im Mittelfeld. Die sollten jetzt endlich mal wieder Mittelmaß verkaufen und in 1 - 2 gute Abwehrspieler investieren und Bürki austauschen. Für einen Spitzenklub ist dieser Torhüter einfach zu unbeständig und höchstens mittelmaß, auch wenn er auch ein paar geniale Spiele gahabt hat, kommt es einfach zu selten vor.
Die sollen auf jeden Fall "Micki" nicht zurückholen. Ich denke, er ist zwar ein guter Fußballer aber sein Charakter scheint nicht i. O. zu sein. Er wird außerdem kaum unter 30 Mio. zu haben sein und sein Gehalt wird sich auf mind. 10 Mio. belaufen. Außerdem herrscht beim BVB ein Überangebot im Mittelfeld. Die sollten jetzt endlich mal wieder Mittelmaß verkaufen und in 1 - 2 gute Abwehrspieler investieren und Bürki austauschen. Für einen Spitzenklub ist dieser Torhüter einfach zu unbeständig und höchstens mittelmaß, auch wenn er auch ein paar geniale Spiele gahabt hat, kommt es einfach zu selten vor.
Bürki austauschen und Horn oder Trapp verpflichten? Die beide ebenso ihre Schwächen haben und einen Torhüter wie Neuer können wir uns nicht leisten oder müssten einen solchen Glücksgriff tätigen, bevor dieser eben die Weltklasse erreicht- unwahrscheinlich- von daher gilt es zuerst einmal die anderen Baustellen im Kader zu beheben, bevor man auf der Torhüter Position Geld verbrennt, welches man an anderen Stellen mehr benötigt! Thema Abwehrspieler, dir sind die Preise am Markt schon bewusst? Gute Abwehrspieler? Der Begriff gut ist hier durchaus etwas relativ, weil wirklich gute IV richtig viel Geld kosten... Mit großen Transfers sollte man hier definitiv erst einmal die Rückrunde abwarten und danach sehen wie sich der vorhandene Kader weiter entwickelt und welche Optionen im Sommer auf dem Markt zu haben sind und dies vor allem auch zu erschwinglichen Konditionen, was schwer genug werden dürfte!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0x1m am 05.01.2018 um 11:26 Uhr bearbeitet
05.01.2018 - 11:40 Uhr
Zitat von BVBBC
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
05.01.2018 - 11:41 Uhr
Zitat von Lampi09
Die sollen auf jeden Fall "Micki" nicht zurückholen. Ich denke, er ist zwar ein guter Fußballer aber sein Charakter scheint nicht i. O. zu sein. Er wird außerdem kaum unter 30 Mio. zu haben sein und sein Gehalt wird sich auf mind. 10 Mio. belaufen. Außerdem herrscht beim BVB ein Überangebot im Mittelfeld. Die sollten jetzt endlich mal wieder Mittelmaß verkaufen und in 1 - 2 gute Abwehrspieler investieren und Bürki austauschen. Für einen Spitzenklub ist dieser Torhüter einfach zu unbeständig und höchstens mittelmaß, auch wenn er auch ein paar geniale Spiele gahabt hat, kommt es einfach zu selten vor.
Die sollen auf jeden Fall "Micki" nicht zurückholen. Ich denke, er ist zwar ein guter Fußballer aber sein Charakter scheint nicht i. O. zu sein. Er wird außerdem kaum unter 30 Mio. zu haben sein und sein Gehalt wird sich auf mind. 10 Mio. belaufen. Außerdem herrscht beim BVB ein Überangebot im Mittelfeld. Die sollten jetzt endlich mal wieder Mittelmaß verkaufen und in 1 - 2 gute Abwehrspieler investieren und Bürki austauschen. Für einen Spitzenklub ist dieser Torhüter einfach zu unbeständig und höchstens mittelmaß, auch wenn er auch ein paar geniale Spiele gahabt hat, kommt es einfach zu selten vor.
Ja klar und dann holen wir uns entweder ter Stegen, Neuer, Donnaruma, Courtios, Lloris
Denn das ist die Riege an Torhüter welche über Bürki stehen. Die Horns, Trapps, Bravos,...etc. dieser Welt sind allesamt nicht besser oder mit mehr Potenzial gesegnet.
Bürki war in unserer schwachen Phase eben auch schwach wie der gesamte Rest der Mannschaft.
Warum dann auch immer auf ihn rum gehackt wird.....völlig behämmert in meinen Augen
Und welche Abwehrspieler sollen uns denn besser machen?
Hier wird doch auch wieder nur die zuletzt schwache Phase bewertet.
Sookratis, Bartra, Toprak sind alles sehr gute gestandene Spieler und dann haben wir noch ein top Talent Zagadou hinten dran.
Alle weltklasse Verteidiger die uns besser machen würden, können wir uns ebenso nicht leisten.
05.01.2018 - 11:55 Uhr
Zitat von mba123
Danke für deine Einschätzung.
Mir ging es in erster Linie um den Punkt "wobei die Bundesliga athletisch und dynamisch eben auch bestimmte Mindestanforderungen stellt".
Meiner Meinung nach haben wir immer große Probleme, wenn die Gegner viel läuferischen und kämpferischen Aufwand betreibt, früh Druck machen und das Tempo hochhalten. In solchen Begegnungen kamen unsere Spieler nicht mehr hinterher und die Spielkontrolle ging ebenfalls komplett verloren.
Ich denke, in diesen Partien besteht eigentlich die Möglichkeit, den Gegnern viele Tore einzuschenken. Schließlich stehen diese hinten relativ offen, da die Spieler vorne attackieren.
Das Problem war dann bei uns, dass der Spielaufbau komplett unkontrolliert war und wir dadurch keine sauberen Angriffe starteten. Diesen Aspekt sehe ich bei Dir durch den transferpolitischen Fokus auf die Verteidigung angegangen. Auch die genannten Stürmer sollten im Vergleich zu Auba für Entlastung sorgen können.
Zitat von BVBBC
Das hängt sehr stark davon ab, wen man im Sommer als Abgang verbuchen kann. Nehmen wir mal die Leistungsträger bzw. Stammspieler Sokratis, Weigl, Reus und Aubameyang, die unter gewissen Umständen gehen könnten, dann ergeben sich allein dadurch mindestens 15 Szenarien, die höchst unterschiedliche Budgets vorgeben. Wobei das ja sicher nicht alle Abgänge sind, da Schürrle, Rode, Subotic und Durm weiterhin über stehen und auch sonst noch Veränderungen möglich sind, ob nun per Leihe oder Transfer. Daher ist auch diese Frage allein aus finanziellen Gründen schon nicht so pauschal zu beantworten.
Je weniger passiert, desto mehr wird meines Erachtens von Dahoud und dessen Entwicklung abhängen, die man idealerweise forciert, aber darüber hinaus auch nochmal nach einer eierlegenden Wollmilchsau Ausschau hält, die dynamisch, physisch, strategisch und technisch vieles mitbringt. Je weniger Budget, desto mehr muss dabei dann eben auf Talent gesetzt werden, das man selber aufbaut. Im Grunde ergibt sich daraus also die Suche nach mindestens einem berechtigten Dahoud BU, der aber idealerweise auch neben Dahoud funktioniert.
Isolierte Verbesserungen sollte es aber eh nicht geben und deswegen wäre für mich aber genauso das Problem in der IV und auf RV zu beheben, um den Aufbau zu stärken. Sokratis ist für mich dabei ein unablässlicher Streichkandidat, selbst wenn das in gewissen Bereichen Verschlechterungen mit sich bringt, weil meines Erachtens grobe Probleme bereits in der IV entstehen, indem die gegnerischen Spielpläne diese in keiner Weise aktiv bedenken - schließlich wird von kaum einem Gegner noch auf die IV gepresst, da die Ballverluste, durch erhöhte Überzahl, gegen den Rest des BVB, so oder so provoziert werden. Daher muss man an Spielstärke zulegen und wenn man dabei idealerweise auch noch größer wird, ohne langsamer zu werden, hat man in meinen Augen schon vieles richtig gemacht. Umso mehr, je mehr dieser Spieler Fähigkeiten mitbringt, um eine Abwehr zu organisieren - das fehlt derzeit in meinen Augen komplett, da sich fast alle Spieler nicht mal selbst organisiert bekommen. Mit Bartra und Toprak hat man jedenfalls erfahrene Spieler, die jederzeit zumindest so solide sein sollten, dass ein Talent am meisten Sinn macht, das noch sehr viel verspricht, aber etwas weiter als Zagadou ist - die Gerüchte um Akanji heiße ich daher gut, auch wenn ich es für deutlich besser hielte, wenn er im Winter käme, um ein halbes Jahr Anlaufzeit zu bekommen, da er kaum direkt funktionieren wird. Je nach Budget hielte ich aber auch noch andere gute Lösungen für möglich, die mal mehr oder weniger kreativ oder riskant sind: Diop, Dendoncker, Pavard, Mukiele, Gbamin oder Stark könnten situativ jeweils auch passend sein - hinge dann von Bartra (stabilsiert er sich wieder bzw. bekommt er sein Risikomanagement im Aufbau in den Griff - wofür Stöger aber auch erst mal auf ihn setzen müsste) und Zagadou (Fortschritte im Stellungsspiel und Adaption des Spieltempos) ab, aber auch von der generellen Ausrichtung und Risikobereitschaft.
Piszczek war in dieser Saison bislang sehr stabil, was die Defensive angeht, aber im Aufbau ist er für mich immer weniger ein Faktor und auch wenn sein Verlust in der Vorrunde schwer wiegt, ist das für mich leider mehr eine Aussage über die vorhandenen RV Alternativen als über Piszczek. Sicher ist Piszczek defensiv immer noch einer der besten RV der Liga und auch in der Luft ist er ein wichtiger Faktor für den BVB sowie als Führungsspieler offensichtlich schwer zu ersetzen (was vor allem daran liegt, dass ich in der Kette nur noch Schmelzer als solchen bezeichnen würde), aber für mich ist er dennoch nicht mehr das Optimum, das man auf RV bekommen könnte. Schließlich kann er zwar weitestehend Yarmolenkos Defizite in der Defensive auffangen und auch Pulisic sehr viel Arbeit abnehmen (er kann meines Erachtens schon was in der Defensive, aber das nimmt zu viel Fokus von der Offensive und damit opfert er seine größeren Stärken - u.a. ist das für mich auch einer der Gründe, warum Pulisic in dieser Saison nicht so gut ist: er muss defensiv zu viel mithelfen, da er zwar Two-Way-Player-Fähigkeiten hat, die er aber nicht komplett abrufen kann - daher sehe ich Pulisic defensiv auch längst nicht so kritisch, wie Yarmolenko, dem man dafür nur ein stets bemüht ins Zeugnis schreiben kann). Somit hat man mit Piszczek einen RV, der Yarmolenko und Pulisic ausbalancieren kann, weil er deren fehlende Defensive kompensiert - was grundsätzlich gut und wichtig ist -, aber dadurch, dass er selbst offensiv keinen großen Impact mehr hat, ist es letztendlich berechenbar. Denn abgesehen davon, dass er eben immer mal wieder länger verletzt ist, seine Verletzungen schon Tribut gefordert haben, indem er dynamisch nicht mehr mit früher vergleichbar ist und nach vorne passiert im Aufbau eben nichts mehr, was über solide hinausgeht, weil er für mich durch die geringere Dynamik immer berechenbarer geworden ist. Toljan hat zuletzt etwas stabiler gespielt, aber ich bin bei ihm immer noch sehr skeptisch, dass es für höchstes Niveau reicht, was an seinem Spielertyp - Piszczeks Spielertyp ist für mich nach wie vor deutlich passender in diesem Kader, weil der für Balance sorgt - und der bisherigen Entwicklung liegt. Daher muss es hier meines Erachtens auch mindestens die Idee geben, dass man sich mit einem Hybrid beschäftigt, der auch in der IV ran kann. Damit lande ich also wieder bei Mukiele oder auch Widmer - der nicht ganz so begehrt ist, weil er nicht mehr allzu viel Potenzial mitbringt, aber dafür eben machbar sein sollte. Mit so einem Typ müsste man weder Piszczek noch Toljan abgeben und würde sich wohl auch statisch flexibler aufstellen - sprich: je spielstärker die IV, desto eher kann man auch erfolgreich mit 3er Kette spielen und dabei würde sich dann 3 RV im Kader nicht ausschließen.
Ein weiterer Aspekt wäre für mich auch ein spielstärkerer Stürmer, falls Aubameyang geht, der aber auch defensiv vielseitiger sein könnte und somit gleich 2 andersgerichtete Fähigkeiten mitbringt, um die Qualitätsverluste im Abschluss mindestens kompensieren zu können - im Abschluss selbst sehe ich die Potenziale jedenfalls nicht beim Nachfolger, sondern in der Umverteilung auf Pulisic und Yarmolenko, die meines Erachtens noch genug Luft nach oben haben, um mehr Tore zu erzielen. Im Gesamtkontext kann man auch damit im ZM verschiedenste Optionen schaffen, um für Entlastung zu sorgen - sowohl defensiv als auch offensiv. Dabei gäbe es aber insgesamt sehr viele Möglichkeiten, die vom modernen Wandstürmer bis zur falschen 9 reichen können. In anderen Threads hatte ich bisher bspw. Santi Mina, Guedes, Correa, Carrasco und Thuram genannt - also auch wieder Spieler für höchst unterschiedliche Strategien und Budgets, die situativ aber sicherlich Sinn machen würden, wobei das auch nicht die einzigen sind, die mir in den Kopf kommen würden.
Um noch genauer auf Spieler einzugehen, hängt natürlich auch viel vom Trainer ab, was dieser haben will und in welche Richtung der Verein mittel- bis langfristig entwickelt werden soll. Nur Ballbesitz zu fordern, ohne dafür ausreichendes Spielermaterial und den passenden Trainer zu haben, macht für mich jedenfalls keinen Sinn. Das Konzept - egal wie es dann lautet - müsste man schon auch klar sichtbar umsetzen, was die Kaderstruktur angeht, wobei die Bundesliga athletisch und dynamisch eben auch bestimmte Mindestanforderungen stellt, die meines Erachtens derzeit nicht in allen Mannschaftsteilen erfüllt sind - womit wir wieder insbesondere beim DM/ZM sind. Dementsprechend gäbe es für mich eben auch Argumente, warum man Weigl abgibt, um sich passender aufzustellen - und auch, um nicht Weigls Entwicklung sinnlos zu blockieren, der keine Anzeichen macht, dass er sich im Spielertyp noch groß verändern wird, obwohl das notwendig wäre, wenn man den Kader nicht konsequent auf Ballbesitz und Weigls Bedarf (dynamischere und spielstärkere Spieler rund um ihn herum) erfüllt bzw. nicht erfüllen kann. Dann hielte ich bspw. einige Optionen für möglich, durch die man sowohl Physis zulegen kann als auch in Sachen Dynamik und offensiver Durchschlagskraft - es muss also nicht nur unbedingt bei den ZM geschraubt werden, um die Balance zu verbessern - und dementsprechend auch auf einen aktiveren Spiemacher verzichten kann, der derzeit sowieso nicht zum Tragen kommt. Um das mal mit Namen zu verbinden, kommen mir bspw. Berge oder Bentancur in den Sinn - je nachdem, ob sich bei letzterem durch den Can Transfer Chancen eröffnen. In der aktuellen Kaderkonfiguration hielte ich beide Spielertypen jedenfalls für recht klare Upgrades, die die aktuellen ZM sehr gut ergänzen und auch da sinnvolle Optionen für die Flexiblität zur 3er Kette aufmachen.
Ich könnte jedenfalls jetzt für jedes Szenario einige Kaderschmieden aufmachen, aber so richtig Sinn ergibt das für mich irgendwie doch nicht, da zu viele Unbekannte dabei sind. Es kann schlicht zu viel passieren oder auch zu wenig, um den jeweils passenden Spieler klar bennen zu können, der für Homogenität in Szenario XY sorgt, weswegen ich das nicht sehr viel konkreter verfassen möchte, es sei denn du hast konkrete nachfragen zu bestimmten Zusammensetzungen oder Situationen.
Nur so viel noch: mir wäre ein richtig großer, riskanter Umbruch deutlich lieber als weiterhin etwas kleinere Umbrüche mit weniger Risiko zu haben, die auch noch größtenteils fremdbestimmt sind. Die kurzfristigen Ziele hoch zu gewichten hat sich bislang nicht ausgezahlt, also muss der Fokus wieder vermehrt auf langfristige Ziele gelenkt werden, da mir diese arg gefährdet scheinen, weil man mittlerweile auch finanziell über Limits gegangen ist. Das gilt übrigens auch für den Trainer und nicht nur die Verantwortlichen! Zur Not hieße das eben, dass kurzfristige Ziele zurückstecken müssen, was immer noch besser ist als langfristig dieselben Ziele umso längerfristig zu gefährden. Insgesamt muss jedenfalls sehr viel mehr Homogenität in den Kader, was auch taktisch gilt. Es kann jedenfalls nicht so weitergehen, dass die Offensive ihre Stärken in der Defensive vor allem im hohen Angriffspressing zur Geltung bringt, während die Abwehr lieber tief steht - und das auch noch sowohl im Aufbau als auch in der Defensive. So wird schon im Ansatz kompaktes Verteidigen verhindert, weil Widersprüche in der Kaderzusammenstellung auftauchen, die nicht sein dürfen.
Zitat von mba123
Mich würde aber interessieren, wie Du den Kader im Mittelfeld verbessern würdest. Wie soll dort mehr defensive Stabilität erzeugt werden?
Mit Mkhitaryan könnte ich mir diesbezüglich einen Zugewinn vorstellen, ohne dass darunter die Offensive leidet (im Gegenteil). Letzteres wäre für mich bei den ganzen Rufen nach einem physisch starken Mittelfeldspieler sicher der Fall.
Eine Antwort vielleicht in einem anderen Thread.
Mich würde aber interessieren, wie Du den Kader im Mittelfeld verbessern würdest. Wie soll dort mehr defensive Stabilität erzeugt werden?
Mit Mkhitaryan könnte ich mir diesbezüglich einen Zugewinn vorstellen, ohne dass darunter die Offensive leidet (im Gegenteil). Letzteres wäre für mich bei den ganzen Rufen nach einem physisch starken Mittelfeldspieler sicher der Fall.
Eine Antwort vielleicht in einem anderen Thread.
Das hängt sehr stark davon ab, wen man im Sommer als Abgang verbuchen kann. Nehmen wir mal die Leistungsträger bzw. Stammspieler Sokratis, Weigl, Reus und Aubameyang, die unter gewissen Umständen gehen könnten, dann ergeben sich allein dadurch mindestens 15 Szenarien, die höchst unterschiedliche Budgets vorgeben. Wobei das ja sicher nicht alle Abgänge sind, da Schürrle, Rode, Subotic und Durm weiterhin über stehen und auch sonst noch Veränderungen möglich sind, ob nun per Leihe oder Transfer. Daher ist auch diese Frage allein aus finanziellen Gründen schon nicht so pauschal zu beantworten.
Je weniger passiert, desto mehr wird meines Erachtens von Dahoud und dessen Entwicklung abhängen, die man idealerweise forciert, aber darüber hinaus auch nochmal nach einer eierlegenden Wollmilchsau Ausschau hält, die dynamisch, physisch, strategisch und technisch vieles mitbringt. Je weniger Budget, desto mehr muss dabei dann eben auf Talent gesetzt werden, das man selber aufbaut. Im Grunde ergibt sich daraus also die Suche nach mindestens einem berechtigten Dahoud BU, der aber idealerweise auch neben Dahoud funktioniert.
Isolierte Verbesserungen sollte es aber eh nicht geben und deswegen wäre für mich aber genauso das Problem in der IV und auf RV zu beheben, um den Aufbau zu stärken. Sokratis ist für mich dabei ein unablässlicher Streichkandidat, selbst wenn das in gewissen Bereichen Verschlechterungen mit sich bringt, weil meines Erachtens grobe Probleme bereits in der IV entstehen, indem die gegnerischen Spielpläne diese in keiner Weise aktiv bedenken - schließlich wird von kaum einem Gegner noch auf die IV gepresst, da die Ballverluste, durch erhöhte Überzahl, gegen den Rest des BVB, so oder so provoziert werden. Daher muss man an Spielstärke zulegen und wenn man dabei idealerweise auch noch größer wird, ohne langsamer zu werden, hat man in meinen Augen schon vieles richtig gemacht. Umso mehr, je mehr dieser Spieler Fähigkeiten mitbringt, um eine Abwehr zu organisieren - das fehlt derzeit in meinen Augen komplett, da sich fast alle Spieler nicht mal selbst organisiert bekommen. Mit Bartra und Toprak hat man jedenfalls erfahrene Spieler, die jederzeit zumindest so solide sein sollten, dass ein Talent am meisten Sinn macht, das noch sehr viel verspricht, aber etwas weiter als Zagadou ist - die Gerüchte um Akanji heiße ich daher gut, auch wenn ich es für deutlich besser hielte, wenn er im Winter käme, um ein halbes Jahr Anlaufzeit zu bekommen, da er kaum direkt funktionieren wird. Je nach Budget hielte ich aber auch noch andere gute Lösungen für möglich, die mal mehr oder weniger kreativ oder riskant sind: Diop, Dendoncker, Pavard, Mukiele, Gbamin oder Stark könnten situativ jeweils auch passend sein - hinge dann von Bartra (stabilsiert er sich wieder bzw. bekommt er sein Risikomanagement im Aufbau in den Griff - wofür Stöger aber auch erst mal auf ihn setzen müsste) und Zagadou (Fortschritte im Stellungsspiel und Adaption des Spieltempos) ab, aber auch von der generellen Ausrichtung und Risikobereitschaft.
Piszczek war in dieser Saison bislang sehr stabil, was die Defensive angeht, aber im Aufbau ist er für mich immer weniger ein Faktor und auch wenn sein Verlust in der Vorrunde schwer wiegt, ist das für mich leider mehr eine Aussage über die vorhandenen RV Alternativen als über Piszczek. Sicher ist Piszczek defensiv immer noch einer der besten RV der Liga und auch in der Luft ist er ein wichtiger Faktor für den BVB sowie als Führungsspieler offensichtlich schwer zu ersetzen (was vor allem daran liegt, dass ich in der Kette nur noch Schmelzer als solchen bezeichnen würde), aber für mich ist er dennoch nicht mehr das Optimum, das man auf RV bekommen könnte. Schließlich kann er zwar weitestehend Yarmolenkos Defizite in der Defensive auffangen und auch Pulisic sehr viel Arbeit abnehmen (er kann meines Erachtens schon was in der Defensive, aber das nimmt zu viel Fokus von der Offensive und damit opfert er seine größeren Stärken - u.a. ist das für mich auch einer der Gründe, warum Pulisic in dieser Saison nicht so gut ist: er muss defensiv zu viel mithelfen, da er zwar Two-Way-Player-Fähigkeiten hat, die er aber nicht komplett abrufen kann - daher sehe ich Pulisic defensiv auch längst nicht so kritisch, wie Yarmolenko, dem man dafür nur ein stets bemüht ins Zeugnis schreiben kann). Somit hat man mit Piszczek einen RV, der Yarmolenko und Pulisic ausbalancieren kann, weil er deren fehlende Defensive kompensiert - was grundsätzlich gut und wichtig ist -, aber dadurch, dass er selbst offensiv keinen großen Impact mehr hat, ist es letztendlich berechenbar. Denn abgesehen davon, dass er eben immer mal wieder länger verletzt ist, seine Verletzungen schon Tribut gefordert haben, indem er dynamisch nicht mehr mit früher vergleichbar ist und nach vorne passiert im Aufbau eben nichts mehr, was über solide hinausgeht, weil er für mich durch die geringere Dynamik immer berechenbarer geworden ist. Toljan hat zuletzt etwas stabiler gespielt, aber ich bin bei ihm immer noch sehr skeptisch, dass es für höchstes Niveau reicht, was an seinem Spielertyp - Piszczeks Spielertyp ist für mich nach wie vor deutlich passender in diesem Kader, weil der für Balance sorgt - und der bisherigen Entwicklung liegt. Daher muss es hier meines Erachtens auch mindestens die Idee geben, dass man sich mit einem Hybrid beschäftigt, der auch in der IV ran kann. Damit lande ich also wieder bei Mukiele oder auch Widmer - der nicht ganz so begehrt ist, weil er nicht mehr allzu viel Potenzial mitbringt, aber dafür eben machbar sein sollte. Mit so einem Typ müsste man weder Piszczek noch Toljan abgeben und würde sich wohl auch statisch flexibler aufstellen - sprich: je spielstärker die IV, desto eher kann man auch erfolgreich mit 3er Kette spielen und dabei würde sich dann 3 RV im Kader nicht ausschließen.
Ein weiterer Aspekt wäre für mich auch ein spielstärkerer Stürmer, falls Aubameyang geht, der aber auch defensiv vielseitiger sein könnte und somit gleich 2 andersgerichtete Fähigkeiten mitbringt, um die Qualitätsverluste im Abschluss mindestens kompensieren zu können - im Abschluss selbst sehe ich die Potenziale jedenfalls nicht beim Nachfolger, sondern in der Umverteilung auf Pulisic und Yarmolenko, die meines Erachtens noch genug Luft nach oben haben, um mehr Tore zu erzielen. Im Gesamtkontext kann man auch damit im ZM verschiedenste Optionen schaffen, um für Entlastung zu sorgen - sowohl defensiv als auch offensiv. Dabei gäbe es aber insgesamt sehr viele Möglichkeiten, die vom modernen Wandstürmer bis zur falschen 9 reichen können. In anderen Threads hatte ich bisher bspw. Santi Mina, Guedes, Correa, Carrasco und Thuram genannt - also auch wieder Spieler für höchst unterschiedliche Strategien und Budgets, die situativ aber sicherlich Sinn machen würden, wobei das auch nicht die einzigen sind, die mir in den Kopf kommen würden.
Um noch genauer auf Spieler einzugehen, hängt natürlich auch viel vom Trainer ab, was dieser haben will und in welche Richtung der Verein mittel- bis langfristig entwickelt werden soll. Nur Ballbesitz zu fordern, ohne dafür ausreichendes Spielermaterial und den passenden Trainer zu haben, macht für mich jedenfalls keinen Sinn. Das Konzept - egal wie es dann lautet - müsste man schon auch klar sichtbar umsetzen, was die Kaderstruktur angeht, wobei die Bundesliga athletisch und dynamisch eben auch bestimmte Mindestanforderungen stellt, die meines Erachtens derzeit nicht in allen Mannschaftsteilen erfüllt sind - womit wir wieder insbesondere beim DM/ZM sind. Dementsprechend gäbe es für mich eben auch Argumente, warum man Weigl abgibt, um sich passender aufzustellen - und auch, um nicht Weigls Entwicklung sinnlos zu blockieren, der keine Anzeichen macht, dass er sich im Spielertyp noch groß verändern wird, obwohl das notwendig wäre, wenn man den Kader nicht konsequent auf Ballbesitz und Weigls Bedarf (dynamischere und spielstärkere Spieler rund um ihn herum) erfüllt bzw. nicht erfüllen kann. Dann hielte ich bspw. einige Optionen für möglich, durch die man sowohl Physis zulegen kann als auch in Sachen Dynamik und offensiver Durchschlagskraft - es muss also nicht nur unbedingt bei den ZM geschraubt werden, um die Balance zu verbessern - und dementsprechend auch auf einen aktiveren Spiemacher verzichten kann, der derzeit sowieso nicht zum Tragen kommt. Um das mal mit Namen zu verbinden, kommen mir bspw. Berge oder Bentancur in den Sinn - je nachdem, ob sich bei letzterem durch den Can Transfer Chancen eröffnen. In der aktuellen Kaderkonfiguration hielte ich beide Spielertypen jedenfalls für recht klare Upgrades, die die aktuellen ZM sehr gut ergänzen und auch da sinnvolle Optionen für die Flexiblität zur 3er Kette aufmachen.
Ich könnte jedenfalls jetzt für jedes Szenario einige Kaderschmieden aufmachen, aber so richtig Sinn ergibt das für mich irgendwie doch nicht, da zu viele Unbekannte dabei sind. Es kann schlicht zu viel passieren oder auch zu wenig, um den jeweils passenden Spieler klar bennen zu können, der für Homogenität in Szenario XY sorgt, weswegen ich das nicht sehr viel konkreter verfassen möchte, es sei denn du hast konkrete nachfragen zu bestimmten Zusammensetzungen oder Situationen.
Nur so viel noch: mir wäre ein richtig großer, riskanter Umbruch deutlich lieber als weiterhin etwas kleinere Umbrüche mit weniger Risiko zu haben, die auch noch größtenteils fremdbestimmt sind. Die kurzfristigen Ziele hoch zu gewichten hat sich bislang nicht ausgezahlt, also muss der Fokus wieder vermehrt auf langfristige Ziele gelenkt werden, da mir diese arg gefährdet scheinen, weil man mittlerweile auch finanziell über Limits gegangen ist. Das gilt übrigens auch für den Trainer und nicht nur die Verantwortlichen! Zur Not hieße das eben, dass kurzfristige Ziele zurückstecken müssen, was immer noch besser ist als langfristig dieselben Ziele umso längerfristig zu gefährden. Insgesamt muss jedenfalls sehr viel mehr Homogenität in den Kader, was auch taktisch gilt. Es kann jedenfalls nicht so weitergehen, dass die Offensive ihre Stärken in der Defensive vor allem im hohen Angriffspressing zur Geltung bringt, während die Abwehr lieber tief steht - und das auch noch sowohl im Aufbau als auch in der Defensive. So wird schon im Ansatz kompaktes Verteidigen verhindert, weil Widersprüche in der Kaderzusammenstellung auftauchen, die nicht sein dürfen.
Danke für deine Einschätzung.
Mir ging es in erster Linie um den Punkt "wobei die Bundesliga athletisch und dynamisch eben auch bestimmte Mindestanforderungen stellt".
Meiner Meinung nach haben wir immer große Probleme, wenn die Gegner viel läuferischen und kämpferischen Aufwand betreibt, früh Druck machen und das Tempo hochhalten. In solchen Begegnungen kamen unsere Spieler nicht mehr hinterher und die Spielkontrolle ging ebenfalls komplett verloren.
Ich denke, in diesen Partien besteht eigentlich die Möglichkeit, den Gegnern viele Tore einzuschenken. Schließlich stehen diese hinten relativ offen, da die Spieler vorne attackieren.
Das Problem war dann bei uns, dass der Spielaufbau komplett unkontrolliert war und wir dadurch keine sauberen Angriffe starteten. Diesen Aspekt sehe ich bei Dir durch den transferpolitischen Fokus auf die Verteidigung angegangen. Auch die genannten Stürmer sollten im Vergleich zu Auba für Entlastung sorgen können.
Richtig. Ich hatte das zuletzt ja mehrfach als gegnerische Dominanz auf athletischer Ebene bezeichnet, durch die unsere Dominanz auf spielerischer Ebene mindestens neutralisiert wird. Um die spielerische Dominanz wieder zum Vorschein bringen zu können muss also erst mal die physische und dynamische Dominanz des Gegners in Summe überkompensiert oder idealerweise sogar beseitigt werden. Das beinhaltet also transferpolitisch eine zweischneidige Strategie: in manchen Mannschaftsteilen ein Upgrade in spielerischer Hinsicht, in anderen ein Upgrade in physischer und dynamischer Hinsicht.
Die Stärkung des spielerischen Elements und damit einhergehend eine höhere Spielkontrolle werden auch die Defensive weiter stabilisieren. Dennoch, denke ich, wären wir defensiv immer noch zu anfällig, da ich bei fast allen Spielern im Mittelfeld und Angriff Schwächen in der Rückwärtsbewegung bzw. in direkten körperlichen Duellen sehe.
Dahingehend wären deine Maßnahmen eventuell einen defensiv stärkeren Sechser (bei einem Weigl Abgang) und einen ZM mit ebenfalls defensiven Fähigkeiten zu holen, richtig?
Dabei wäre der ZM wahrscheinlich ein Talent, dass uns nur bedingt direkt weiterhelfen würde.
Da sollte man meines Erachtens etwas differenzieren. An sich ist ein Trio aus Weigl, Götze und Dahoud (spielerisch) schon sehr stark, vor allem in spielerischer Hinsicht. Phyisch gehen diese 3 Spieler aber komplett unter - Götze wirkt mir da noch am stärksten - und dynamisch ist Dahoud wohl doch nicht so gut, dass er Weigls und Götzes Defizite kompensieren kann - was andere Spieler im Zentrum aber noch weniger können. Dementsprechend müsste man für das an sich stärkste Trio dieser Mannschaft das Mittelfeld offensiv wie defensiv extrem kompakt halten, damit die Defizite kaum zum Tragen kommen, während (technische) Stärken betont werden. Das halte ich aber nicht im notwendigen Maß für möglich, weswegen es eben darum geht, wie man das Zentrum in Summe am deutlichsten und wirtschaftlich sinnvoll verstärken kann. Da halte ich Weigl, aufgrund seiner individuellen Probleme mittlerweile für das schwächste Glied und nicht etwa Götze, weil ich auf der 6 mehr Möglichkeiten sehe viel Qualität für relativ wenig Geld zu bekommen, während der benötigte ZM, der ein Upgrade zu Götze wäre, extrem teuer und unrealistisch wäre. In einigen Schmieden habe ich mit Barella und Soler zwar interessante Spieler genannt, aber physisch wären das trotzdem Kompromisse, auch wenn sie mit Dynamik und Aggressivität einiges wettmachen. Beide wären aber höchstes Regal, sehr schwer zu realisieren und letztendlich wüsste ich nicht, woher das Geld für diese Spieler daher kommen soll. Es wird zumindest nicht aus dem Zentrum kommen, weil Weigl der einzige potenzielle Geldbringer ist, wobei dann eben auf einen 6er wert gelegt werden muss, der ihn direkt ersetzt.
Mit Berge oder Bentancur würde man spielerisch in meinen Augen nur sehr geringe Einbußen hinnehmen müssen, physisch, dynamisch klar und taktisch etwas zulegen, weil sie variabler in ihrem Spiel sind und höher agieren können als Weigl - auch das würde übrigens Möglichkeiten gegen die aktuelle gegnerische Taktik schaffen, die man mit Weigl nicht hat. Wobei die spielerischen Einbußen eben auch nur gelten, wenn man sie mit Weigl in seinem Element vergleicht. Aktuell ist Weigl schließlich aus dem Spiel genommen, wozu auch er einen gewichtigen Beitrag tätigt und damit beschränkt sich sein spielerischer Wert für den BVB mittlerweile auf ein Minimum! Um wieder das Maximum rauszuholen müsste man wohl mindestens 4 erfolgreiche Anpassungen an den Kader machen (IV und RV tauschen sowie Götze aus dem Spiel nehmen) und Dahoud müsste sich klar steigern. Dabei gefällt mir das Chancen-Risiko-Verhältnis nicht und ich hielte es definitiv für zu kostenintensiv, um Weigl weiterhin seine Komfortzone so gestatten zu können, dass der BVB in dem Maß profitiert, wie man es aus seiner ersten Saison beim BVB kennt. Bei einer Entscheidung Götze oder Weigl, die Wohl notwendig wäre, würde ich derzeit also sehr klar pro Götze stimmen.
Von einem Weigl Abgang gehe ich nicht aus. Auch sehe ich bei ihm defensiv noch die wenigsten Probleme. Zwar sieht Weigl schlecht aus, wenn er viel Raum verteidigen muss, da dann seine Tempodefizite zum Tragen kommen, aber wenn die Mannschaft wieder kompakt verteidigt und Weigl in der Defensive nicht allein den Sechserraum besetzen muss, sollte das passen.
Daher müsste in meinen Augen in erster Linie dein neuer ZM die Defensive stärken.
Ich halte einen Weigl Abgang auch für unwahrscheinlich, selbst wenn ich mir sehr sicher bin, dass Guardiola im Sommer sehr intensiv um ihn werben wird. Allerdings hielte ich den Abgang für sinnvoll, sobald bestimmte Parameter erfüllt sind. Defensiv sehe ich bei ihm auch nicht allzu viele individuelle Probleme, sondern - wie schon angedeutet - denke auch, dass die durch den Gesamtkontext der Kaderstruktur bedingt sind. Durch die gelingt es nicht, dass man Weigls Stärken herausstellt, während aber Schwächen verstärkt werden. Das zu verändern halte ich für eine unlösbare Mammutaufgabe - denn die geforderten Spieler müssten garantiert einschlagen und das wird mit einem Budget ohne Weigl Mio. schwierig. Allein damit wäre aber wohl sowohl ein passenderer 6er als auch ein dynamischer ZM möglich.
Aber der wesentliche Aspekt bleibt natürlich die Erhöhung der Spielkontrolle, um die Defensive zu stärken. Dies wird sehr Trainer abhängig sein. Aber selbst wenn Pep der Trainer wäre, denke ich, dass wir von manchen Mannschaften (überspitzt formuliert) überrannt werden könnten, da individuell Defensivqualitäten fehlen.
Mir gefällt aber auch nicht, Spieler wie Can einzubauen. Der sicherlich benötigte Qualitäten mitbringt, für den aber ein eigentlich individuell besserer Spieler auf die Bank müsste. Dies würde, meiner Meinung nach, zwar die Balance innerhalb der Mannschaft verbessern, aber eben auf Kosten der individuellen Qualität.
Sehe ich sehr ähnlich, wobei Can und seine Defensivfähigkeiten meines Erachtens in dieser Mannschaft eh nicht zum Tragen kommen würden, da auch er dynamische Defizite hat. Ihn hielte ich somit generell nicht für eine passende Lösung des Problems.
Grundsätzlich kommt das Überrannt werden aber auch dadurch zustande, dass eben der Angriff defensiv A sagt, während die Defensive B sagt. Auch dahingehend wird man Lösungen finden müssen, weil die Mannschaft für mich hier sehr klar zweigeteilt ist.
Mit Sokratis, Toprak, Weigl und Schmelzer hat man bspw. derzeit klar gesetzte Spieler, die zurückgezogenes verteidigen in möglichst kompakten Räumen mit größtmöglicher Überzahl bevorzugen, um damit technische Fehler oder einfache Zweikämpfe zu provozieren. Demgegenüber hat man vorne viele Spieler, die damit weniger oder gar nicht zurecht kommen, während sie viel effektiver im Pressing agieren (wegen ihrer Dynamik), um die Ballverluste über lange Fehlpässe des Gegners zu provozieren und weniger durch technische Fehler oder gar Zweikämpfe. Natürlich gibt es auch Spieler, die defensiv weder für A oder B taugen, weil sie defensiv schwach sind und andere befinden sich irgendwo dazwischen, aber ich denke, dass die wenigsten - und damit auch günstigeren und realistischeren - Anpassungen gemacht werden müssen, wenn man sich mehr am Angriffspressing orientiert.
Dass das funktioniert, hat man zu Beginn der Saison ja gesehen - nur muss dafür eben auch die Verteidigung erstens willig hoch verteidigen und zweitens auch spielerisch hoch agieren können, da sonst Ballverluste in zu kritischen Zonen stattfinden, was hohes verteidigen selbstverständlich enorm erschwert (auch das hat man gesehen). Denn ich sehe nicht nur durch die wenig sinnvolle defensive Einbindung der Offensive Probleme darin, dass man Probleme im zurückgezogenen Verteidigen hat, sondern auch darin, dass man auch individuell Probleme hat. Durch fehlendes Pressing nutzen die Gegner sehr konsequent Schwachstellen physischer Natur aus, wie bspw. in der Luft, indem sie die an sich kompakte Formation des BVB mit einem langen Ball - der ohne Druck vorbereitet werden kann, was umso mehr Präzision verspricht - überspielen. Das sind häufig genug dann direkt isolierte Duelle, bei denen dahinter dann kaum noch Absicherung da ist, sodass genug gute Torchancen daraus entstehen, solange das Schema nur oft genug wiederholt wird: es werden schließlich genug Duelle gewonnen, nach denen es direkt vor dem Tor brennt. Somit interessiert die Kompaktheit eines zurückgezogener agierenden BVB eigentlich gar nicht, denn die Gegner kommen nach wie vor zu vielen guten Chancen.
Auch deswegen gibt es für mich mehr Gründe dafür, warum man die Defensivschemata auf die Offensive ausrichtet. Ansonsten müsste man in der Defensive auch noch physische Problemen korrigieren, was aber umso mehr auf Kosten der Spielstärke gehen würde, womit man potenziell schnell im Teufelskreis landen kann, weil IV die - zumindest von den Anlagen her - alles können aktuell sehr teuer gehandelt werden und damit nicht darstellbar sind. Meines Erachtens wird man schließlich nur verhindern können, dass der Gegner den BVB überrennt, wenn alle 10 Feldspieler in die Defensive eingebunden werden und dafür muss dem Gegner ebenfalls Kompaktheit (bei dessen Ballbesitz) aufgezwungen werden, was aber nicht geschieht, je tiefer der BVB agiert.
Am Ende des Tages geht es dennoch nur darum, dass man wieder einheitlich verteidigt und egal wo auf dem Feld Kompaktheit erzeugt, mit der man effektiv verteidigen kann: entweder tief in der gegnerischen Hälfte oder eben etwas zurückgezogener. Je nachdem was die Mannschaft besser kann, muss hohes verteidigen schließlich nicht schlechter sein als zurückgezogener zu agieren. Beim BVB muss daher nun eine Entscheidung getroffen werden, wobei die für mich eindeutig wäre.
Für mich ist also die fehlende Intensität, Zweikampfschwäche, Rückwärtsbewegung oder wie man es auch nennen möchte ein zentrales Problem.
Ballbesitzfußball und damit eine Erhöhung der Spielkontrolle sollte Teil der Lösung sein. Ich denke, darin sind wir uns einig. Ansonsten müssten die Umbauarbeiten am Kader wohl noch größer ausfallen und wären dennoch weniger versprechend.
Richtig! Dennoch wird man genug verändern müssen, aber eben nach dem Motto: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Die fehlenden Elemente dem Kader zuzufügen halte ich für sehr schwieirg. Da ich damit einhergehend in den meisten Fällen einen Abfall der individuellen Qualität erwarten würde. Es müsste, denke ich, schon ein Goretzka sein, damit wir keinen Qualitätsverlust erleiden. Das ist aber halt nicht realistisch.
Also bleibt vielleicht nur, bei den Talenten mehr auf physische Aspekte zu achten und eventuell kurzfristig einen physischen Spieler fürs zweite Glied zu verpflichten. Gegen die Hannovers dieser Welt wäre so eine Option vermutlich hilfreich. Für irgendwelche Champions League Träume (Viertelfinale oder gar mehr) müssen wir, meiner Meinung nach, auch physisch stärker werden und dabei zusätzlich an individueller Qualität zulegen oder zumindest nicht verlieren.
Wie oben angedeutet: viele Wege führen nach Rom und ich bin weiter denn je davon entfernt an Idealen festzuhalten, die nicht zu erreichen sind. Daher wird man sich eben neu erfinden müssen, teils kreative, teils schwierige Wege bestreiten müssen, um physisch stärker werden zu können und trotzdem spielerisch zuzulegen. Ziel muss jedenfalls sein, dass man in Summe sehr viel dynamischer und physischer wird, ohne aber Ballbesitz als Ziel aufzugeben. Ich persönlich hätte jedenfalls immer weniger Probleme mit unkonventionellen Lösungen, wie das Weigl Beispiel andeuten sollte ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 05.01.2018 um 12:18 Uhr bearbeitet
05.01.2018 - 12:09 Uhr
Zitat von Dwayne_Hicks
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Zitat von BVBBC
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Es ist dein gutes Recht, dass du den Fokus auf das Hier und Jetzt setzt, aber ich sehe nicht, dass das derzeit noch funktioniert. Es bestehen zwar für beide Strategien Risiken, nur sind die langfristigen Risiken, wenn man Raubbau an der wirtschaftlichen Substanz betreibt garantiert! Denn dann muss man sich nicht mehr Sorgen darüber machen, ob Spieler zum BVB kommen, wenn man mal nicht in der CL spielt, sondern darum, wie man diese Spieler überhaupt noch finanziert, obwohl man diese Spieler dann umso mehr benötigt, weil Raubbau an der Substanz auch bedeutet, dass sich das auf den sportlichen Teil durchschlägt - für mich geschieht das übrigens schon längst.
Dabei würde ein Miki nochmal einiges verschärfen - unabhängig davon, ob er liefert oder nicht (was die Problematik nochmal gehörig verschärfen würde) - und insofern bekommst du dann Garantien, dass kurzfristige Risiken problematischer sind.
Ob ein Dendoncker im Sommer kommt, wenn man nur EL spielt, weiß ich nicht. Du aber auch nicht, da es für ihn auch genug Gründe gäbe, warum er trotzdem kommt, weil er eben trotzdem die Chance bekäme, dass er in einer stärkeren Liga Fuss fasst. Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Abseits deiner Abgänge, die noch auf dem Gehaltszettel stehen, werden ansonsten auch wieder Spieler hinzukommen, die wieder Geld kosten. Idealerweise weniger - der allgemeinen Logik entsprechend, hieße das auch, dass dann aber auch, dass sie schlechter sind -, aber das heißt noch lange nicht, dass die Einsparungen ausreichen werden, um den nächsten Luxustransfer zu stemmen. Ich persönlich gehe davon aus, dass derzeit 20 Mio. Netto-Einnahmen oder -Einsparungen fehlen werden. Hat man das nächste Saison nicht korrigiert, sind sogar die Dembele Nachzahlungen schon so gut wie weg ...
05.01.2018 - 12:43 Uhr
Zitat von BVBBC
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Zitat von Dwayne_Hicks
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Zitat von BVBBC
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Leipzig und Leverkusen sind für mich persönlich nicht so die passenden Beispiele, da man in diesem Fall halt mind. einen Schritt zurück machen muss. Sofern du das mit langfristige Ziele über die kurzfristigen Ziele stellen meinst, kann ich es sogar noch weniger verstehen. Selbst ausbilden muss man sich die Spieler so oder so, weil es eben absolute Weltklasse nicht für den BVB zu kaufen gibt, nur wird das ohne CL definitiv schwerer diese Kategorie Talente zu überzeugen, welche in die absolute Weltklasse vordringen kann. Da brauchst du nicht zu schreiben "kannst du nicht sagen, kann ich nicht sagen" weil das definitiv der Fall ist. Geht man von einem 100% verfügbaren Pool an Talenten aus, fallen da weit mehr als 50% vermutlich ohne CL weg, weil einfach grundsätzlich bessere Angebote oder eben die CL lockt und die kurzfristigen Ziele zu opfern, dafür sich beim Rest was übrig bleibt bedienen zu können, macht die Lage ja noch schwieriger als ohnehin schon, sehr gute Talente zu finden und diese letztlich auch zu überzeugen. Wichtig wird sein im Sommer den Kader ausgedünnt zu bekommen und das wird schon schwer genug, hier mit einem guten Schnitt rauszugehen. Danach muss man sehen was an Budget frei wird und ohne CL wird dieses eben nochmals etwas kleiner. Aber lassen wir das, deine Meinung scheint ziemlich verfestigt zu stehen- sofern aber die CL nicht mehr oberste Priorität haben sollte beim BVB, wird es aus meiner persönlichen Sicht noch sehr viel schwerer langfristig zu bestehen und bringt ein weit größeres Risiko mit sich, als wenn man Mikhi zu akzeptablen Konditionen verpflichten könnte und somit zumind. in der Offensive einen Vorgriff auf den Sommer tätigen konnte. Ich glaub zwar auch nicht an das Gerücht einer Rückkehr aber wie bereits erwähnt, sofern iwie finanzierbar, sollte man sich aus meiner ganz persönlichen Sicht um ihn bemühen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0x1m am 05.01.2018 um 12:45 Uhr bearbeitet
05.01.2018 - 13:23 Uhr
Zitat von t0x1m
Geht man von einem 100% verfügbaren Pool an Talenten aus, fallen da weit mehr als 50% vermutlich ohne CL weg,
Zitat von BVBBC
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Zitat von Dwayne_Hicks
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Zitat von BVBBC
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Geht man von einem 100% verfügbaren Pool an Talenten aus, fallen da weit mehr als 50% vermutlich ohne CL weg,
Sollte natürlich heißen- 100% verfügbaren Pools an Talenten die über ausreichend Qualität verfügen.
05.01.2018 - 14:08 Uhr
Zitat von t0x1m
Leipzig und Leverkusen sind für mich persönlich nicht so die passenden Beispiele, da man in diesem Fall halt mind. einen Schritt zurück machen muss. Sofern du das mit langfristige Ziele über die kurzfristigen Ziele stellen meinst, kann ich es sogar noch weniger verstehen. Selbst ausbilden muss man sich die Spieler so oder so, weil es eben absolute Weltklasse nicht für den BVB zu kaufen gibt, nur wird das ohne CL definitiv schwerer diese Kategorie Talente zu überzeugen, welche in die absolute Weltklasse vordringen kann. Da brauchst du nicht zu schreiben "kannst du nicht sagen, kann ich nicht sagen" weil das definitiv der Fall ist. Geht man von einem 100% verfügbaren Pool an Talenten aus, fallen da weit mehr als 50% vermutlich ohne CL weg, weil einfach grundsätzlich bessere Angebote oder eben die CL lockt und die kurzfristigen Ziele zu opfern, dafür sich beim Rest was übrig bleibt bedienen zu können, macht die Lage ja noch schwieriger als ohnehin schon, sehr gute Talente zu finden und diese letztlich auch zu überzeugen. Wichtig wird sein im Sommer den Kader ausgedünnt zu bekommen und das wird schon schwer genug, hier mit einem guten Schnitt rauszugehen. Danach muss man sehen was an Budget frei wird und ohne CL wird dieses eben nochmals etwas kleiner. Aber lassen wir das, deine Meinung scheint ziemlich verfestigt zu stehen- sofern aber die CL nicht mehr oberste Priorität haben sollte beim BVB, wird es aus meiner persönlichen Sicht noch sehr viel schwerer langfristig zu bestehen und bringt ein weit größeres Risiko mit sich, als wenn man Mikhi zu akzeptablen Konditionen verpflichten könnte und somit zumind. in der Offensive einen Vorgriff auf den Sommer tätigen konnte. Ich glaub zwar auch nicht an das Gerücht einer Rückkehr aber wie bereits erwähnt, sofern iwie finanzierbar, sollte man sich aus meiner ganz persönlichen Sicht um ihn bemühen!
Zitat von BVBBC
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Zitat von Dwayne_Hicks
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Zitat von BVBBC
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Vereinfacht gesagt, wollte ich darauf raus, dass die langfristigen Ziele irgendwann auch kurzfristige Ziele sein werden. Hat man diese Ziele bis dahin vernachlässigt, weil man sich zu sehr auf die ehemaligen kurzfristigen Ziele konzentriert hat, werden diese Ziele umso schwerer zu erfüllen sein. Es gilt daher auch umgekehrt, dass die langfristigen Ziele die kurzfristigen Ziele ebenfalls definieren müssen. Das ist - nochmal vereinfacht ausgedrückt - keine Einbahnstraße, außer man macht einen auf "Nach mir die Sintflut".
Wenn man sich die Differenz aus noch ausstehenden Transferverbindlichkeiten und -forderungen ansieht, die geringe Erhöhung des Festgeldkontos aufgrund der Dembele Mio. und die weiter gestiegenen Kaderkosten, dann gehe ich mittlerweile von rund 20 Mio. aus, die entweder aus Kompletteinsparungen oder Nettoeinnahmen resultieren müssen. Das ist mehr als Schürrle, Rode, Subotic und Durm kosten.
Grundsätzlich steht damit jeder Spieler zur Disposition, der sich sportlich nicht refinanzieren kann - und das kann auch bei Leistungsträger sehr schnell der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie die Homogenität des Kaders gefährden oder bereits negativ beeinflussen. Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Fussball ist aber nun mal ein kurzfristiges Geschäft. Beispiel Miki: Holst du den jetzt, erhöht das meiner Menung nach die Chance auf die CL-Quali massiv. Sollten wir diese eben verpassen, weil wir strukturell schon einen Radikalschnitt machen, nützt uns das auch nichts und das ganze wird ein Teufelskreis.
Denn dann bekommen wir eben genau nicht diese Spieler die qualitativ notwendig sind, um den von dir gewollten Umbruch/Erneuerung der Kaderstruktur zu vollziehen. Um mal ein Beispiel zu nennen, weil ich weiss, dass du den Spieler auch favorisierst: Leander Dendoncker. Meinst du der würde hier aufschlagen wenn wir nicht CL spielen? Sehe das zB dann als fast aussichtslos an...
Wir können nur an den Stellschrauben RV, Physis im ZM, Auba-Nachfolger drehen, wenn wir auch CL spielen, denn dann holen wir auch die Qualität dafür. Ansonsten wird es schwer.
Ergo: Langfristige Ziele schön und gut, bin ich auch bei dir. Das geht aber einher mit den kurzfristigen Zielen. Und das ist ein Grund warum ich zB. auch Miki hier gerne sehen würde. Reus zu verletzungsanfällig und Pulisic/Yarmolenko zu wenig für die Ziele, gerade wenn der Druck auf Pulisic weiter so hoch ist. Sancho ist noch nicht so weit. Mit Miki würde auf den ersten Blick die Kaderstruktur vielleicht nicht optimal aufgestellt sein (trotz seiner Klasse), wenn er aber hilft uns wieder auf Vordermann zu bringen und Mit-Grund ist, warum wir die CL erreichen, dann ist es mir recht.
Finanziell ist das auch durchaus machbar, auch wenn das natürlich alles eng bemessen ist.
Durch Abgänge von Durm, Schürrle, Weidenfeller, Subotic, Sokratis, Auba, Rode etc. kommt auch viel Geld rein und es wird auch gutes Gehalt gespart. Dann kann man sich (mit eben den CL-Einnahmen) neu strukturieren.
Verpassen wir die CL, wird es schwieriger ordentliche Leute für die Zukunft zu bekommen und gleichzeitig fehlen die Einnahmen der CL.
Sorry aber da setze ich den Fokus lieber auf das Hier und Jetzt.
Leipzig und Leverkusen haben zudem das Gegenteil bewiesen: man bekommt gute Spieler, selbst wenn man eben (noch) nicht in der CL spielt. Man muss sie aber eben selbst ausbilden und dementsprechende Perspektiven bieten, dass man eben langfristig konstant in die CL kommt. Das ist derzeit in meinen Augen gefährdet und würde durch einen Miki nicht verbessert werden.
Leipzig und Leverkusen sind für mich persönlich nicht so die passenden Beispiele, da man in diesem Fall halt mind. einen Schritt zurück machen muss. Sofern du das mit langfristige Ziele über die kurzfristigen Ziele stellen meinst, kann ich es sogar noch weniger verstehen. Selbst ausbilden muss man sich die Spieler so oder so, weil es eben absolute Weltklasse nicht für den BVB zu kaufen gibt, nur wird das ohne CL definitiv schwerer diese Kategorie Talente zu überzeugen, welche in die absolute Weltklasse vordringen kann. Da brauchst du nicht zu schreiben "kannst du nicht sagen, kann ich nicht sagen" weil das definitiv der Fall ist. Geht man von einem 100% verfügbaren Pool an Talenten aus, fallen da weit mehr als 50% vermutlich ohne CL weg, weil einfach grundsätzlich bessere Angebote oder eben die CL lockt und die kurzfristigen Ziele zu opfern, dafür sich beim Rest was übrig bleibt bedienen zu können, macht die Lage ja noch schwieriger als ohnehin schon, sehr gute Talente zu finden und diese letztlich auch zu überzeugen. Wichtig wird sein im Sommer den Kader ausgedünnt zu bekommen und das wird schon schwer genug, hier mit einem guten Schnitt rauszugehen. Danach muss man sehen was an Budget frei wird und ohne CL wird dieses eben nochmals etwas kleiner. Aber lassen wir das, deine Meinung scheint ziemlich verfestigt zu stehen- sofern aber die CL nicht mehr oberste Priorität haben sollte beim BVB, wird es aus meiner persönlichen Sicht noch sehr viel schwerer langfristig zu bestehen und bringt ein weit größeres Risiko mit sich, als wenn man Mikhi zu akzeptablen Konditionen verpflichten könnte und somit zumind. in der Offensive einen Vorgriff auf den Sommer tätigen konnte. Ich glaub zwar auch nicht an das Gerücht einer Rückkehr aber wie bereits erwähnt, sofern iwie finanzierbar, sollte man sich aus meiner ganz persönlichen Sicht um ihn bemühen!
Wenn man in ein paar Jahren diesen Schritt zurück machen muss, fällt dieser Schritt nochmal deutlich größer aus, falls sich das Risiko der hohen Gewichtung kurzfristiger Ziele nicht gelohnt hat, weil man finanziell ausgebrannt ist. Aktuell sind die finanziellen Reserven noch so gut - aber abbauend, wenn man nicht den Schalter umlegt -, dass man das nicht machen muss - man kann sich noch bestmögliche Talente leisten -, weswegen ich diese Argumentation schon beinahe als Panikmache empfinde. Macht man aber weiter, dass man sich die kurzfristige Zukunft quasi auf Pump leistet, dann wird das umso schwerer.
Denn überlegt man sich mal, wie viele Spieler es auf diesen Planeten gibt, die uns wirklich klar verbessern und machbar sind, dann komm ich da auf einen weitaus kleineren Pool als den, den du bei den Talenten befürchtest, falls man die CL Quali nicht packt - die Diskussion, warum ich in Miki keinen Unterschied zwischen CL Quali und nicht CL Quali sehe, mache ich an der Stelle aber nicht nochmal auf. Du schreibst schließlich selbst: Weltklasse gibt es für den BVB nicht zu kaufen, also muss man sie selbst ausbilden. Allein der Versuch kostet daher schon sehr viel Geld und wenn es in die Hose geht noch mehr Substanz. Sehr ähnlich verhält es sich mit Direktupgrades, die eher die langfristigen - echten - Upgrades blockieren, weil sie dem Trainer die kurzfristige Entscheidung vereinfachen, obwohl diese aus Vereinssicht nicht einzig und allein entscheidend ist.
Dazu ist das Argument für mich auch ein bisschen fehlgeleitet, weil nicht im geringsten berücksichtigt wird, dass sehr viele Transfers für den Sommer schon im Frühjahr durch sind, also zu einem Zeitpunkt, an dem die Qualifikation für die CL noch selten sicher ist. Dembele hat sich für den BVB entschieden, trotzdem 3 Topstars abwanderten, weil diese Entscheidung schon früher stattfand. Trotzdem ist er bei dieser Entscheidung geblieben, obwohl er alle Optionen hatte. Und das ist nur eines von wenigen Beispielen. Die CL kann ein KO Kriterium sein, muss aber nicht! Daher ist eben schon wichtig, dass man zwischen den Spielern differenziert, was für diese wichtig ist. Bei Dendoncker kann man das meines Erachtens nicht genau einschätzen oder kennst du Dendonckers Entscheidungskriterien so genau? Ich habe von ihm dahingehend jedenfalls noch gar nichts vernommen.
Wenn man am Ende die Wahl hat einmal nicht in die CL zu kommen - oder zumindest nur zu riskieren, dass man nicht in die CL kommt, da das ja nicht garantiert ist (noch ist man einigermaßen auf Kurs und nur gefährdet) -, dann ist das immer noch besser als 2-3 mal nicht in die CL zu kommen. Je größer der Sustanzverlust in den nächsten Jahren, desto größer wird dieses Risiko werden. Oberste Priorität muss jedenfalls weiterhin sein - und Watzke hat das bspw. schon als Vision beschrieben -, dass man in den nächsten 10 Jahren quasi immer in die CL kommt und eben nicht nur nächstes Jahr. Das muss daher miteinander vereinbar sein, sofern es für dieses Jahr überhaupt noch strategisch beeinflussbar ist.
Abgesehen davon halte ich es auch für sehr schwierig, dass man nur abwartet welche Budgets genau frei werden. Die Zeit wird man nicht haben, denke ich, da die Entscheidungen bei Zugängen meist früher fallen müssen, will man als BVB den Zuschlag bekommen. Daher dürfen Zugänge nicht von Abgängen allein abhängig sein und man wird in einigen Fällen auf den Abgang Druck machen müssen und in anderen Fällen zumindest auf eine rasche Entscheidung, egal wie sie ausfällt. Denn fehlende Abgänge kosten natürlich Spielraum - insbesondere Spielraum für teurere Transfers. Folglich wäre jeder Abgang im Winter und jeder für den Sommer frühzeitig planbare Abgang, positiv zu werten, da man eigentlich nicht abwarten kann. Dabei ist natürlich klar, dass das nur ein Wunschtraum bleibt und einige Entscheidungen erst relativ spät fallen, aber dafür gilt es dann trotzdem verschiedene Szenarien vorzubereiten. Das wird daher klare Limits bewirken - die meines Erachtens aber nicht schlecht sein müssen ...
Ich sehe den nächsten Sommer jedenfalls sehr kritisch, was die nächsten 10 Jahre für den BVB angeht! Auf Zorc kommt sehr viel Arbeit zu und er hat meines Erachtens so wenig Raum für falsche Entscheidungen, wie schon lange nicht mehr.
05.01.2018 - 14:22 Uhr
Ich finde dass dieser Sommer einerseits im Zuge der Kaderverkleinerung stehen sollte. Andererseits halte ich für wichtig das Gros der Spieler, zumindest derjenigen die bereits Leistungsträger sind oder sich in der Rückrunde als solche erweisen, zu halten undzu versuchen wieder über 2-4 Jahre eine Mannschaft aufzubauen.
Die besteht dann aus einem gefetigten Grundgerüst von Spielern internationaler Klasse und kann immerwieder durch 2, max. 3 neue Spieler ergänzt werden. Andere Vereine haben durch diese Kontinuität richtig was geschafft und auch wir haben damit ja eigentlich gute Erfahrungen (auch wenn wir immer mind. 1 Topspieler verloren haben, war das Gerüst doch stabil).
Die besteht dann aus einem gefetigten Grundgerüst von Spielern internationaler Klasse und kann immerwieder durch 2, max. 3 neue Spieler ergänzt werden. Andere Vereine haben durch diese Kontinuität richtig was geschafft und auch wir haben damit ja eigentlich gute Erfahrungen (auch wenn wir immer mind. 1 Topspieler verloren haben, war das Gerüst doch stabil).
05.01.2018 - 14:40 Uhr
Zitat von t0x1m
Ich denke durchaus das wir gar nicht so weit auseinander liegen was die persönliche Vorstellung der zukünftigen Ausrichtung des BVB angeht, weil es nur über junge Talente gehen kann, hier bin absolut deiner Meinung. Es war ja die letzten Jahre schon so, ein Hummels geht, ein Bartra kommt- um nur ein Beispiel zu nennen, welches noch nicht einmal so gut gewählt ist. Miki wurde quasi so halb mit einem Pulisic ersetz, auch wenn dafür eig. Schürrle verpflichtet wurde. Ganz ohne Restrisiko wird es natürlich nie funktionieren aber das der Focus klar auf entwicklungsfähigen Spielern liegen muss, liegt unausweichlich auf der Hand. Ich bin nur skeptisch, sofern man im Sommer einen Auba abgibt, Spieler wie Sahin ect. halten wird und anschließend einen Auba Abgang allein mit einem Talent der Marke 20 Jahre alt auffangen möchte, glaube ich wird man die nächsten Jahre durchaus Probleme zu bekommen, die gestiegene Erwartungshaltung der letzten Jahre ausreichend zu bedienen. Wenn gleich dies natürlich insgesamt so oder so ein schweres Unterfangen darstellt, darf man auch die kurzfristigen Ziele nicht wegen der langfristigen Ziele aus den Augen verlieren, das geht für mich halt ziemlich Hand in Hand und hier unterscheiden sich wohl unsere Vorstellungen!?
Zitat von BVBBC
Ich denke nicht, dass Leipzig einen Coup gelandet hat, aber das werden sie in der Rückrunde eben noch beweisen müssen. Das aber erst mal nur am Rande. Ich habe nämlich nicht behauptet, dass man keine erfahrenen Spieler benötigt, um erfolgreich zu sein, sondern dass der BVB davon mehr als genug hat, die ihn insgesamt aber auch nicht ausreichend weiterbringen, weil sie teilweise entweder nicht die Qualität haben oder die Homogenität des Kaders nicht (mehr) optimieren, sodass die kurzfristigen Ziele gefährdet sind, weil das Talent insgesamt nicht reicht. Daher muss man Talent hinzufügen und das wird nur mit jungen Spielern kostengünstig genug funktionieren wird, um nicht das Budget zu überziehen - was aktuell schon der Fall ist, aber auch nicht hilft.
Zitat von t0x1m
Um nur mal auf Leipzig anzusprechen, die waren letzte Saison Aufsteiger und haben einen Coup gelandet, was passiert in der anschließenden Saison- Spieler wie Kampl werden u.A. zu Talenten hinzu verpflichtet. CL, den Anspruch diese auch in der kommende Saison zu spielen usw. all diese Anforderungen an ein Team kannst du nicht allein mit Talenten des Jahrgangs 20+ angehen. Durch Erfolg werden Einnahmen wie Ansprüche gesteigert, diese Ansprüche auch zu bedienen, erreicht man nicht nur mit einem jungen Kader. Hinzu kommt, Spieler wie Werner, die noch sehr jung sind, haben trotzdem bereits enorme Erfahrung. So ist es ja nicht, dass man x beliebige einfach nach jungen Spielern mit möglichst viel Wiederverkaufswert Ausschau hält. Du sprichst es an, es muss eine gewisse Homogenität im Kader entstehen und die erhält man nicht einfach dadurch die besten Spieler zu verkaufen und dafür Spieler wie Sahin und Co als sog. "Führungsspieler" im Kader zu behalten aber evtl. meinen wir Ähnliches und sprechen nur aneinander vorbei- what ever
Zitat von BVBBC
Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Zitat von t0x1m
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
@BVBBC
Mit Götze hat das zu tun, indem ich aufzeigen wollte, wie viel mehr Erfahrung talentierte Spieler in diesem Alter eigentlich haben können um wirklich als erfahrene Spieler zu gelten. Bartra könnte schon durchaus weiter sein in seiner Entwicklung aber lassen wir das, falscher Thread.
Zum zweiten Absatz, ich kann dir immer noch nicht ganz folgen, worauf du wirklich hinaus möchtest, da sich über die kurzfristigen Ziele (CL) auch immer die langfristigen definieren werden oder wie willst du bei ausbleibendem Erfolg die großen Talente langfristig zum BVB locken? Kann man die zu hohen Kaderkosten nicht viel eher auch an Spielern wie Subotic, Durm, Schürrle z.B. festmachen, als das man einen Auba aus gehaltstechnischen Gründen abgeben müsste? Was verdienen ein Schmelzer, Castro, Sahin z.B.? Hier muss man m.M.n. ansetzen denn langfristig kann man sich nicht ausschließlich mit jungen Talenten über Wasser halten (ist halt nicht die Erendivise- Stichwort Ajax) sondern man braucht auch solche gestandenen Spieler wie Auba oder Reus im Kader und hier gilt es die Wasgschale besser zu treffen als aktuell.
Dass man gestandene Spieler benötigt, sehe ich nicht so. Leipzig und Leverkusen sitzen uns aktuell im Nacken und spielen mit einer Mannschaft, die im Schnitt gerade mal 23,7 bzw. 23,8 Jahre alt ist - bei Leipzig sind sogar mehr als 50% aller Minuten an Spieler gegangen, die maximal 23 sind. Damit sind sie im Schnitt über 2 Jahre jünger als der BVB, trotz weniger Erfahrung aber nicht gerade weniger erfolgreich - insbesondere RB, wenn man bedenkt, dass sie schon letztes Jahr mit diesem Prinzip vor uns waren.
Um nur mal auf Leipzig anzusprechen, die waren letzte Saison Aufsteiger und haben einen Coup gelandet, was passiert in der anschließenden Saison- Spieler wie Kampl werden u.A. zu Talenten hinzu verpflichtet. CL, den Anspruch diese auch in der kommende Saison zu spielen usw. all diese Anforderungen an ein Team kannst du nicht allein mit Talenten des Jahrgangs 20+ angehen. Durch Erfolg werden Einnahmen wie Ansprüche gesteigert, diese Ansprüche auch zu bedienen, erreicht man nicht nur mit einem jungen Kader. Hinzu kommt, Spieler wie Werner, die noch sehr jung sind, haben trotzdem bereits enorme Erfahrung. So ist es ja nicht, dass man x beliebige einfach nach jungen Spielern mit möglichst viel Wiederverkaufswert Ausschau hält. Du sprichst es an, es muss eine gewisse Homogenität im Kader entstehen und die erhält man nicht einfach dadurch die besten Spieler zu verkaufen und dafür Spieler wie Sahin und Co als sog. "Führungsspieler" im Kader zu behalten aber evtl. meinen wir Ähnliches und sprechen nur aneinander vorbei- what ever

Ich denke nicht, dass Leipzig einen Coup gelandet hat, aber das werden sie in der Rückrunde eben noch beweisen müssen. Das aber erst mal nur am Rande. Ich habe nämlich nicht behauptet, dass man keine erfahrenen Spieler benötigt, um erfolgreich zu sein, sondern dass der BVB davon mehr als genug hat, die ihn insgesamt aber auch nicht ausreichend weiterbringen, weil sie teilweise entweder nicht die Qualität haben oder die Homogenität des Kaders nicht (mehr) optimieren, sodass die kurzfristigen Ziele gefährdet sind, weil das Talent insgesamt nicht reicht. Daher muss man Talent hinzufügen und das wird nur mit jungen Spielern kostengünstig genug funktionieren wird, um nicht das Budget zu überziehen - was aktuell schon der Fall ist, aber auch nicht hilft.
Ich denke durchaus das wir gar nicht so weit auseinander liegen was die persönliche Vorstellung der zukünftigen Ausrichtung des BVB angeht, weil es nur über junge Talente gehen kann, hier bin absolut deiner Meinung. Es war ja die letzten Jahre schon so, ein Hummels geht, ein Bartra kommt- um nur ein Beispiel zu nennen, welches noch nicht einmal so gut gewählt ist. Miki wurde quasi so halb mit einem Pulisic ersetz, auch wenn dafür eig. Schürrle verpflichtet wurde. Ganz ohne Restrisiko wird es natürlich nie funktionieren aber das der Focus klar auf entwicklungsfähigen Spielern liegen muss, liegt unausweichlich auf der Hand. Ich bin nur skeptisch, sofern man im Sommer einen Auba abgibt, Spieler wie Sahin ect. halten wird und anschließend einen Auba Abgang allein mit einem Talent der Marke 20 Jahre alt auffangen möchte, glaube ich wird man die nächsten Jahre durchaus Probleme zu bekommen, die gestiegene Erwartungshaltung der letzten Jahre ausreichend zu bedienen. Wenn gleich dies natürlich insgesamt so oder so ein schweres Unterfangen darstellt, darf man auch die kurzfristigen Ziele nicht wegen der langfristigen Ziele aus den Augen verlieren, das geht für mich halt ziemlich Hand in Hand und hier unterscheiden sich wohl unsere Vorstellungen!?
Wer sagt denn, dass für Auba nur ein junges Talent kommt? Und der Fokus muss AUCH auf entwicklungsfähigen Spielern liegen, aber eben weitaus nicht nur. Wir haben immerhin Götze, Schürrle, Yarmo, Castro, Toprak, Rode, Sahin, Kagawa, Socke..auch Miki, Reus nicht wirklich...
Jede Mannschaft braucht ein funktionierendes Grundgerüst aus fertigen/erfahrenen Spielern. Dies kostet eben viel Geld. Und dieses Geld müssen wir natürlich auch aus Transfererlösen erwirtschaften. Aber Dein Text liest sich so, als wenn gestandene Spieler mit Youngstern ersetzt werden. Dem ist eben nicht so.
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