BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
13.12.2021 - 11:05 Uhr
Zitat von BVBBC
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Ziehe es mal hier rüber, da es m.E. stärker in die Gesamtbetrachtung abdriftet.
Es stellt sich auch für mich die Frage, wie lange die dann vorhandenen Spieler in ihrer Entwicklung brauchen. Malen wird hier hoffentlich weit weniger Zeit brauchen, um konstant abzuliefern als die jüngeren Adeyemi und auch Moukoko.
Unter dem übergeordneten Ziel, dass die CL in jedem Fall erreicht werden muss, kommt man dann m.E. um einen zusätzlichen Transfer mit absicherndem Charakter nicht wirklich drum herum.
Ich gehe zwar davon aus, dass auch unser offensives Mittelfeld einen Teil zum Haaland-Ausgleich beitragen kann, da mit Reus, Hazard, dem erstarkenden Brandt und auch Reyna durchaus einige Kicker vorhandenen sind, die einer normalen Form für ihre 10 Treffer gut sind. 1 zu 1 wird man Haaland ohnehin nicht ersetzen können (mitunter nicht mal vom Typ her, geschweige denn in der Qualität), sodass alle Elemente von mehreren Schultern getragen werden können.
Die Sommertransferperiode müsste daher in der Offensive folgende Transferziele unter einen Hut bringen:
- sportliche Qualität dergestalt sicherstellen, dass CL-Quali hinreichend sicher erreicht wird
- ausschließlich entwicklungsfähige Spieler dazuholen
- keine übertriebenen finanziellen Risiken eingehen, solide Finanzierung
- Spieler verpflichten, die Moukoko nicht den Weg verbauen bzw. mit ihm und seiner Entwicklung kompatibel sind
Das ist für mich eine sehr schwere Aufgabe, gerade wenn man bereits 30 Mio. und mehr für Adeyemi ausgeben muss. Da wird dann das Budget für einen ergänzenden Transfer sehr schnell recht schmal, sofern man abseits der Haaland-Ablöse nicht noch irgendwelche Querinvests hervorzaubern kann.
In der Bundesliga würde ich hierbei in erster Linie Thuram und Schick als sportlich passend ansehen. Beide können noch einen Entwicklungssprung machen (gilt mehr für Thuram), beide bringen eine gewisse physische Komponente mit (die uns sonst mit Haaland nahezu vollständig verloren gehen würde, Tigges lasse ich da aussen vor, er ist für mich keine Dauerlösung nahe der Stammelf). Dazu haben beide trotz Physis eine gute Technik, können als mitspielende Stürmer bzw. Wandspieler (gilt mehr für Schick) eingesetzt werden und sind auch dynamisch sehr ordentlich unterwegs. Daneben arbeiten beide nach hinten mit.
Aufgrund der Vertragssituation und aktuellen Leistung halte ich Schick dabei leider nicht für realisierbar (gerade neben Adeyemi). Bei Thuram sieht es anders aus, er macht aus diversen Gründen ne schwierige Saison durch und hat anschließend nur noch ein Jahr Vertrag. Dazu kann er wohl persönlich gut mit Rose. Hier würde ich die besseren Chancen sehen und halte es auch für finanziell darstellbar -auch wenn man da schon sehr ans Limit muss.
13.12.2021 - 12:23 Uhr
Zitat von Nic
Ziehe es mal hier rüber, da es m.E. stärker in die Gesamtbetrachtung abdriftet.
Es stellt sich auch für mich die Frage, wie lange die dann vorhandenen Spieler in ihrer Entwicklung brauchen. Malen wird hier hoffentlich weit weniger Zeit brauchen, um konstant abzuliefern als die jüngeren Adeyemi und auch Moukoko.
Unter dem übergeordneten Ziel, dass die CL in jedem Fall erreicht werden muss, kommt man dann m.E. um einen zusätzlichen Transfer mit absicherndem Charakter nicht wirklich drum herum.
Ich gehe zwar davon aus, dass auch unser offensives Mittelfeld einen Teil zum Haaland-Ausgleich beitragen kann, da mit Reus, Hazard, dem erstarkenden Brandt und auch Reyna durchaus einige Kicker vorhandenen sind, die einer normalen Form für ihre 10 Treffer gut sind. 1 zu 1 wird man Haaland ohnehin nicht ersetzen können (mitunter nicht mal vom Typ her, geschweige denn in der Qualität), sodass alle Elemente von mehreren Schultern getragen werden können.
Die Sommertransferperiode müsste daher in der Offensive folgende Transferziele unter einen Hut bringen:
- sportliche Qualität dergestalt sicherstellen, dass CL-Quali hinreichend sicher erreicht wird
- ausschließlich entwicklungsfähige Spieler dazuholen
- keine übertriebenen finanziellen Risiken eingehen, solide Finanzierung
- Spieler verpflichten, die Moukoko nicht den Weg verbauen bzw. mit ihm und seiner Entwicklung kompatibel sind
Das ist für mich eine sehr schwere Aufgabe, gerade wenn man bereits 30 Mio. und mehr für Adeyemi ausgeben muss. Da wird dann das Budget für einen ergänzenden Transfer sehr schnell recht schmal, sofern man abseits der Haaland-Ablöse nicht noch irgendwelche Querinvests hervorzaubern kann.
In der Bundesliga würde ich hierbei in erster Linie Thuram und Schick als sportlich passend ansehen. Beide können noch einen Entwicklungssprung machen (gilt mehr für Thuram), beide bringen eine gewisse physische Komponente mit (die uns sonst mit Haaland nahezu vollständig verloren gehen würde, Tigges lasse ich da aussen vor, er ist für mich keine Dauerlösung nahe der Stammelf). Dazu haben beide trotz Physis eine gute Technik, können als mitspielende Stürmer bzw. Wandspieler (gilt mehr für Schick) eingesetzt werden und sind auch dynamisch sehr ordentlich unterwegs. Daneben arbeiten beide nach hinten mit.
Aufgrund der Vertragssituation und aktuellen Leistung halte ich Schick dabei leider nicht für realisierbar (gerade neben Adeyemi). Bei Thuram sieht es anders aus, er macht aus diversen Gründen ne schwierige Saison durch und hat anschließend nur noch ein Jahr Vertrag. Dazu kann er wohl persönlich gut mit Rose. Hier würde ich die besseren Chancen sehen und halte es auch für finanziell darstellbar -auch wenn man da schon sehr ans Limit muss.
Zitat von BVBBC
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Ziehe es mal hier rüber, da es m.E. stärker in die Gesamtbetrachtung abdriftet.
Es stellt sich auch für mich die Frage, wie lange die dann vorhandenen Spieler in ihrer Entwicklung brauchen. Malen wird hier hoffentlich weit weniger Zeit brauchen, um konstant abzuliefern als die jüngeren Adeyemi und auch Moukoko.
Unter dem übergeordneten Ziel, dass die CL in jedem Fall erreicht werden muss, kommt man dann m.E. um einen zusätzlichen Transfer mit absicherndem Charakter nicht wirklich drum herum.
Ich gehe zwar davon aus, dass auch unser offensives Mittelfeld einen Teil zum Haaland-Ausgleich beitragen kann, da mit Reus, Hazard, dem erstarkenden Brandt und auch Reyna durchaus einige Kicker vorhandenen sind, die einer normalen Form für ihre 10 Treffer gut sind. 1 zu 1 wird man Haaland ohnehin nicht ersetzen können (mitunter nicht mal vom Typ her, geschweige denn in der Qualität), sodass alle Elemente von mehreren Schultern getragen werden können.
Die Sommertransferperiode müsste daher in der Offensive folgende Transferziele unter einen Hut bringen:
- sportliche Qualität dergestalt sicherstellen, dass CL-Quali hinreichend sicher erreicht wird
- ausschließlich entwicklungsfähige Spieler dazuholen
- keine übertriebenen finanziellen Risiken eingehen, solide Finanzierung
- Spieler verpflichten, die Moukoko nicht den Weg verbauen bzw. mit ihm und seiner Entwicklung kompatibel sind
Das ist für mich eine sehr schwere Aufgabe, gerade wenn man bereits 30 Mio. und mehr für Adeyemi ausgeben muss. Da wird dann das Budget für einen ergänzenden Transfer sehr schnell recht schmal, sofern man abseits der Haaland-Ablöse nicht noch irgendwelche Querinvests hervorzaubern kann.
In der Bundesliga würde ich hierbei in erster Linie Thuram und Schick als sportlich passend ansehen. Beide können noch einen Entwicklungssprung machen (gilt mehr für Thuram), beide bringen eine gewisse physische Komponente mit (die uns sonst mit Haaland nahezu vollständig verloren gehen würde, Tigges lasse ich da aussen vor, er ist für mich keine Dauerlösung nahe der Stammelf). Dazu haben beide trotz Physis eine gute Technik, können als mitspielende Stürmer bzw. Wandspieler (gilt mehr für Schick) eingesetzt werden und sind auch dynamisch sehr ordentlich unterwegs. Daneben arbeiten beide nach hinten mit.
Aufgrund der Vertragssituation und aktuellen Leistung halte ich Schick dabei leider nicht für realisierbar (gerade neben Adeyemi). Bei Thuram sieht es anders aus, er macht aus diversen Gründen ne schwierige Saison durch und hat anschließend nur noch ein Jahr Vertrag. Dazu kann er wohl persönlich gut mit Rose. Hier würde ich die besseren Chancen sehen und halte es auch für finanziell darstellbar -auch wenn man da schon sehr ans Limit muss.
Ich hatte ehrlich gesagt einen anderen strategischen Ansatz im Sinn, da ich es durchaus legitim finde, wenn man den Angriff rund um Malen und Adeyemi plant. Ein Thuram passt für mich dann nicht mehr dazu, selbst wenn er machbar sein sollte, weil auch er am stärksten ist, wenn er aus dem linken Halbraum kommen kann, sodass dort dann wahrscheinlich schon zu viele Spieler verdichten oder eben Spieler ausweichen müssen, abseits ihrer Räume, die sie nun mal präferieren. Für Schick gilt das ähnlich. Wenn ich im Angriff noch etwas machen würde, dann beträfe das wohl eher den rechten Flügel, falls man nicht eh mit Doppelspitze agieren will und so ein Thema obsolet würde. Falls man die Doppelspitze will, muss der Kader dafür fit gemacht werden, indem man das Restbudget auf die AV leitet und Guerreiro öfters ins Mittelfeld zieht, wodurch man meines Erachtens dessen Belastung besser steuern könnte. Will heißen, ich würde versuchen Schulz und Passlack auszutauschen, wobei ich das Thema bei Schulz sowohl hinsichtlich Abgang als auch Ersatz schwierig erwarte.
Dazu muss man sich meines Erachtens überlegen, was man zukünftig vom Mittelfeld erwarten will. Der Fall Zakaria scheint nahezu abgeschlossen, was umso mehr meines Erachtens verlangt, dass die AV im System Rose funktionieren, weil dort Verantwortung im spielerischen Bereich landen wird, was darin absehbar die höchste Kategorie verlangen wird oder ansonsten spätestens dann eskaliert, wenn der Aufbau in der IV geschwächt wird - auf die Situation gehe ich im nächsten Absatz ein. Daher würde ich weiterhin erwarten, dass man die 8 im Kern mit Reyna, Bellingham, Brandt und Guerreiro besetzt und sich auf der 6 entscheiden muss, ob man mit Dahoud oder Can weitermachen will, sobald Zakaria kommt. Ich würde jedenfalls nicht erwarten, dass man ansonsten so viel Quantität im Mittelfeld ansammeln kann, mal abgesehen davon, dass Reus dort auch immer noch seine Ansprüche anmelden wird, obwohl er ein Offensiver bleibt. Auch das könnte dann aber bspw. für eine Doppelspitze sprechen, um Reus einen Platz im Angriff und Mittelfeld zu ermöglichen. Ansonsten sorgt ein Zakaria meines Erachtens dafür, dass Reus nicht zentral spielen darf, wie eigentlich auch schon ein Can dafür sorgt. Da man dennoch entsprechend aufstellt, auch wenn Brandt oder Bellingham eher nominell Flügel spielen, hege ich dahingehend aber eh Bedenken, weswegen aus Sicht im Ballbesitz umso wichtiger wäre, dass die AV jederzeit anschieben können und deshalb für mich dort das restliche Budget eingesetzt werden sollte.
Wobei das eh dadurch geschmälert wird, dass wir in der IV derzeit mit viel Unsicherheit umgehen müssen. Eigentlich kann man sich nur sicher sein, wann bei Hummels Schluss sein wird, aber nicht, ob Akanji und Zagadou verlängern. Mindestens bei Zagadou sollte man sehr laute Zweifel haben, sodass dessen ablösefreier Abgang eh schon einen Teil der Haland Ablöse beanspruchen wird, da in der Qualität kein ablösefreier IV in Sicht ist. Sollte Akanji ebenfalls gehen, würde ich mit einem Zuzahlgeschäft und somit weiteren Budgetumleitungen rechnen. Dementsprechend sehe ich überhaupt nicht, wie man selbst für einen Thuram noch Raum im Budget haben soll. Ich glaube das könnte schon deutlich früher knapp werden, so wie sich das aktuell andeutet.
Allerdings sollte man meines Erachtens nicht unterschätzen, dass alle Vereine mit diesem Problem zu kämpfen haben und mit ihren für ganz andere Umsätze geplanten Etats derzeit Geld verbrennen. Sieht man dann auch, wie viele Verträge 2023 noch auslaufen, dann glaube ich, dass es bei den Gehältern der Profis ordentlich knallen wird und eine gewaltige Blase platzt, weil die Vereine icht mehr auf eine baldige Genesung des Marktes hoffen können, sondern sich sofort gesund stoßen müssen. Bleiben die Ablösen dafür aus - wovon ich ausgehe, da irrationale Preise angesetzt werden, wodurch keine Bewegung in den Markt kommt -, werden die Gehälter zwangsläufig sinken müssen, weil es der einzige Hebel bleibt, neben Investoren, die keine Geschenke machen. Entsprechend kann ich mir aber vorstellen, dass der BVB durchaus, insbesondere in der Breite des Kaders, profitieren könnte, wenn man mit gewissen Investitionen abwartet und 2023 versucht ablösefreie Spieler zu sichern. Wer sich daher schon vorher etwas gesund schrumpft, 2023 trotzdem noch Budgets freisetzt, der kann auf dem zu erwartenden Markt aggressiv unterwegs sein. Deshalb würde ich diesen Sommer keinesfalls in die Breite investieren, wie das mit noch einem MS der Fall wäre, sondern lieber schauen, dass man nur das macht, was nötig ist.
Wichtiger erscheint mir dafür die Balance des Kaders zu verbessern, wodurch ich insgesamt auch einen Kompensationseffekt erwarten würde, weil bspw. ein Brandt, Reyna, Guerreiro oder Bellingham mehr Freiheiten nach vorne bekommen und daher selbst torgefährlicher werden können. Somit würde ich eben versuchen die Tore sehr breit zu verteilen, sofern man von Adeyemi und Malen nicht komplett verlangen kann, dass sie Haland unmittelbar in der Beziehung ersetzen. Zumal sie ja auch durchaus kreative Fähigkeiten hinzufügen, mit denen es sich sowieso anbietet die Abschlüsse breiter zu verteilen. Sollte der Kader aber nicht gut ausbalanciert bleiben, indem es immer wieder im spielerischen Bereich eine Unwucht gibt, dann wird man wahrscheinlich nicht drum herum kommen, dass Adeyemi und Malen sofort liefern müssen. Wahrscheinlich selbst dann, wenn man daneben noch einen Angreifer holt, der sie entlastet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 13.12.2021 um 12:28 Uhr bearbeitet
13.12.2021 - 14:22 Uhr
Zitat von BVBBC
Ich hatte ehrlich gesagt einen anderen strategischen Ansatz im Sinn, da ich es durchaus legitim finde, wenn man den Angriff rund um Malen und Adeyemi plant. Ein Thuram passt für mich dann nicht mehr dazu, selbst wenn er machbar sein sollte, weil auch er am stärksten ist, wenn er aus dem linken Halbraum kommen kann, sodass dort dann wahrscheinlich schon zu viele Spieler verdichten oder eben Spieler ausweichen müssen, abseits ihrer Räume, die sie nun mal präferieren. Für Schick gilt das ähnlich. Wenn ich im Angriff noch etwas machen würde, dann beträfe das wohl eher den rechten Flügel, falls man nicht eh mit Doppelspitze agieren will und so ein Thema obsolet würde. Falls man die Doppelspitze will, muss der Kader dafür fit gemacht werden, indem man das Restbudget auf die AV leitet und Guerreiro öfters ins Mittelfeld zieht, wodurch man meines Erachtens dessen Belastung besser steuern könnte. Will heißen, ich würde versuchen Schulz und Passlack auszutauschen, wobei ich das Thema bei Schulz sowohl hinsichtlich Abgang als auch Ersatz schwierig erwarte.
Zitat von Nic
Ziehe es mal hier rüber, da es m.E. stärker in die Gesamtbetrachtung abdriftet.
Es stellt sich auch für mich die Frage, wie lange die dann vorhandenen Spieler in ihrer Entwicklung brauchen. Malen wird hier hoffentlich weit weniger Zeit brauchen, um konstant abzuliefern als die jüngeren Adeyemi und auch Moukoko.
Unter dem übergeordneten Ziel, dass die CL in jedem Fall erreicht werden muss, kommt man dann m.E. um einen zusätzlichen Transfer mit absicherndem Charakter nicht wirklich drum herum.
Ich gehe zwar davon aus, dass auch unser offensives Mittelfeld einen Teil zum Haaland-Ausgleich beitragen kann, da mit Reus, Hazard, dem erstarkenden Brandt und auch Reyna durchaus einige Kicker vorhandenen sind, die einer normalen Form für ihre 10 Treffer gut sind. 1 zu 1 wird man Haaland ohnehin nicht ersetzen können (mitunter nicht mal vom Typ her, geschweige denn in der Qualität), sodass alle Elemente von mehreren Schultern getragen werden können.
Die Sommertransferperiode müsste daher in der Offensive folgende Transferziele unter einen Hut bringen:
- sportliche Qualität dergestalt sicherstellen, dass CL-Quali hinreichend sicher erreicht wird
- ausschließlich entwicklungsfähige Spieler dazuholen
- keine übertriebenen finanziellen Risiken eingehen, solide Finanzierung
- Spieler verpflichten, die Moukoko nicht den Weg verbauen bzw. mit ihm und seiner Entwicklung kompatibel sind
Das ist für mich eine sehr schwere Aufgabe, gerade wenn man bereits 30 Mio. und mehr für Adeyemi ausgeben muss. Da wird dann das Budget für einen ergänzenden Transfer sehr schnell recht schmal, sofern man abseits der Haaland-Ablöse nicht noch irgendwelche Querinvests hervorzaubern kann.
In der Bundesliga würde ich hierbei in erster Linie Thuram und Schick als sportlich passend ansehen. Beide können noch einen Entwicklungssprung machen (gilt mehr für Thuram), beide bringen eine gewisse physische Komponente mit (die uns sonst mit Haaland nahezu vollständig verloren gehen würde, Tigges lasse ich da aussen vor, er ist für mich keine Dauerlösung nahe der Stammelf). Dazu haben beide trotz Physis eine gute Technik, können als mitspielende Stürmer bzw. Wandspieler (gilt mehr für Schick) eingesetzt werden und sind auch dynamisch sehr ordentlich unterwegs. Daneben arbeiten beide nach hinten mit.
Aufgrund der Vertragssituation und aktuellen Leistung halte ich Schick dabei leider nicht für realisierbar (gerade neben Adeyemi). Bei Thuram sieht es anders aus, er macht aus diversen Gründen ne schwierige Saison durch und hat anschließend nur noch ein Jahr Vertrag. Dazu kann er wohl persönlich gut mit Rose. Hier würde ich die besseren Chancen sehen und halte es auch für finanziell darstellbar -auch wenn man da schon sehr ans Limit muss.
Zitat von BVBBC
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Es geht meines Erachtens gar nicht so sehr darum, ob etwas aus Adeyemi wird, sondern viel mehr darum, was genau und noch sehr viel mehr wie schnell. Adeyemi hat sich stark gesteigert innerhalb der letzten 12 Monate, aber er ist kein fertiger Spieler, geschweige denn so konstant in seinen Leistungen, dass da nicht noch jede Menge Feinschliff wartet, neben der ganzen Anpassungsthematik. Die mag taktisch und kulturell vielleicht gering ausfallen, dafür aber in Bezug auf den Ligasprung deutlich, da wir damit wieder beim Thema Konstanz sind. Er hat nicht im 3 Tagesrythmus Topgegner und er ist eben auch noch nicht in jedem Topspiel voll da, wie das bei Haland bspw. der Fall war, selbst wenn er nicht getroffen hat. Daher hielte ich 35 Mio. für einige Zeit noch für das Maximum, das der BVB selbst als Ablöse kassieren könnte, obwohl man bis dahin eben auch einiges an Zeit für den Feinschliff investiert hat. Zeitweise vielleicht sogar mehr, als man zurückbekommt, zumal man nicht unterschätzen sollte, dass die CL Quali sicher bleiben muss, wenn man das Geld für Haland unter die Vereine bringt. Dem kann man sich nicht vollständig sicher sein, bei aller Qualität die Adeyemi bereits hat, wenn die Investitionen daneben ausbleiben und in Summe vorne Tore verloren gehen. Gerade die Effizienz von Haland darf hier eben nicht unterschätzt werden und den Druck mehr Chancen herauszuspielen, sollte man nicht komplett bei Malen und Adeyemi abladen. So weit sind sie in meinen Augen noch nicht in ihrer Entwicklung. Also brauchen sie Hilfe und die kostet ebenfalls Geld, weshalb man nicht zu viel in Adeyemi investieren kann oder andernfalls Alternativen benötigt.
Ziehe es mal hier rüber, da es m.E. stärker in die Gesamtbetrachtung abdriftet.
Es stellt sich auch für mich die Frage, wie lange die dann vorhandenen Spieler in ihrer Entwicklung brauchen. Malen wird hier hoffentlich weit weniger Zeit brauchen, um konstant abzuliefern als die jüngeren Adeyemi und auch Moukoko.
Unter dem übergeordneten Ziel, dass die CL in jedem Fall erreicht werden muss, kommt man dann m.E. um einen zusätzlichen Transfer mit absicherndem Charakter nicht wirklich drum herum.
Ich gehe zwar davon aus, dass auch unser offensives Mittelfeld einen Teil zum Haaland-Ausgleich beitragen kann, da mit Reus, Hazard, dem erstarkenden Brandt und auch Reyna durchaus einige Kicker vorhandenen sind, die einer normalen Form für ihre 10 Treffer gut sind. 1 zu 1 wird man Haaland ohnehin nicht ersetzen können (mitunter nicht mal vom Typ her, geschweige denn in der Qualität), sodass alle Elemente von mehreren Schultern getragen werden können.
Die Sommertransferperiode müsste daher in der Offensive folgende Transferziele unter einen Hut bringen:
- sportliche Qualität dergestalt sicherstellen, dass CL-Quali hinreichend sicher erreicht wird
- ausschließlich entwicklungsfähige Spieler dazuholen
- keine übertriebenen finanziellen Risiken eingehen, solide Finanzierung
- Spieler verpflichten, die Moukoko nicht den Weg verbauen bzw. mit ihm und seiner Entwicklung kompatibel sind
Das ist für mich eine sehr schwere Aufgabe, gerade wenn man bereits 30 Mio. und mehr für Adeyemi ausgeben muss. Da wird dann das Budget für einen ergänzenden Transfer sehr schnell recht schmal, sofern man abseits der Haaland-Ablöse nicht noch irgendwelche Querinvests hervorzaubern kann.
In der Bundesliga würde ich hierbei in erster Linie Thuram und Schick als sportlich passend ansehen. Beide können noch einen Entwicklungssprung machen (gilt mehr für Thuram), beide bringen eine gewisse physische Komponente mit (die uns sonst mit Haaland nahezu vollständig verloren gehen würde, Tigges lasse ich da aussen vor, er ist für mich keine Dauerlösung nahe der Stammelf). Dazu haben beide trotz Physis eine gute Technik, können als mitspielende Stürmer bzw. Wandspieler (gilt mehr für Schick) eingesetzt werden und sind auch dynamisch sehr ordentlich unterwegs. Daneben arbeiten beide nach hinten mit.
Aufgrund der Vertragssituation und aktuellen Leistung halte ich Schick dabei leider nicht für realisierbar (gerade neben Adeyemi). Bei Thuram sieht es anders aus, er macht aus diversen Gründen ne schwierige Saison durch und hat anschließend nur noch ein Jahr Vertrag. Dazu kann er wohl persönlich gut mit Rose. Hier würde ich die besseren Chancen sehen und halte es auch für finanziell darstellbar -auch wenn man da schon sehr ans Limit muss.
Ich hatte ehrlich gesagt einen anderen strategischen Ansatz im Sinn, da ich es durchaus legitim finde, wenn man den Angriff rund um Malen und Adeyemi plant. Ein Thuram passt für mich dann nicht mehr dazu, selbst wenn er machbar sein sollte, weil auch er am stärksten ist, wenn er aus dem linken Halbraum kommen kann, sodass dort dann wahrscheinlich schon zu viele Spieler verdichten oder eben Spieler ausweichen müssen, abseits ihrer Räume, die sie nun mal präferieren. Für Schick gilt das ähnlich. Wenn ich im Angriff noch etwas machen würde, dann beträfe das wohl eher den rechten Flügel, falls man nicht eh mit Doppelspitze agieren will und so ein Thema obsolet würde. Falls man die Doppelspitze will, muss der Kader dafür fit gemacht werden, indem man das Restbudget auf die AV leitet und Guerreiro öfters ins Mittelfeld zieht, wodurch man meines Erachtens dessen Belastung besser steuern könnte. Will heißen, ich würde versuchen Schulz und Passlack auszutauschen, wobei ich das Thema bei Schulz sowohl hinsichtlich Abgang als auch Ersatz schwierig erwarte.
Die Frage wie man in nächster Zeit spielen will ist hier für mich ganz essentiell. Mit Malen für Sancho gab es im Grunde schon eine gewisse Annäherung an die Doppelspitze. Gleichzeitig wäre es wohl auch eine Annäherung an Rose und tendenziell weg von den bisherigen Gegebenheiten und 3-Angriff mit MS und 2 Außenstürmern.
Gut dabei finde ich, dass man versucht den Kader und die Anforderungen des Trainers zusammenzuführen. Schlecht dabei find ich, dass es eben wieder keine Orientierung an einer übergeordneten Leitidee gibt. Was passiert wenn Rose hier frühzeitig die Segel streichen muss? Kommt dann wieder die Rückkehr zum 4-2-3-1 oder 4-3-3 mit Außenstürmern? Das wäre hierbei die generelle, übergeordnete oder auch strategische Ebene.
Weiterhin gibt es ja noch die Mannschaft selbst, die in den letzten Jahren mitunter erheblichen Einfluss auf die taktische Ausrichtung hatte. Sei es durch konkrete Handlungen auf dem Platz (es wurde einfach nicht das von jedem Mannschaftsteil gemacht, was er sollte) oder durch die Trainer, die versuchen mussten gewisse Spieler nahezu zwangsweise einzubauen.
Daher bin ich voll bei dir, wenn du sagst der Kader muss für die Doppelspitze fit gemacht werden. Nur wird man das auch mit jeder Konsequenz tun? Man hatte sich in der jüngeren Vergangenheit bisher enorm schwer damit getan (sowohl der Verein insgesamt als auch das Team selbst), ohne besonders physischen Stürmer bzw. ohne Angreifer mit entsprechendem Tiefgang zu spielen.
Bei einer Doppelspitze aus Malen und Adeyemi wäre es bei entsprechender Verdichtung des Spielfeldes für nahezu jeden Gegner möglich, die beiden körperlich zu dominieren. Grundsätzlich könnte es auch positiv ausgehen, mir gefällt der Gedanke an einen schnellen, sehr variablen Angriff durchaus. Nur geht die Mannschaft das mit bzw. hat sie die Fähigkeit, die m.E. anspruchsvolleren spielerischen Aufgaben zu übernehmen, wenn der "Big Man" oder der "Fast Man" vorne nicht mehr so gegeben sind? Oder sieht es dann wieder so aus, wie mit Götze unter Favre auf der 9? Hier habe ich riesige Bedenken, gar nicht mal so sehr wegen Malen oder Adeyemi selbst, sondern darum ob der Verein dann konsequent auch das Team hinter der Doppelspitze anpassen will und kann.
Zitat von BVBBC
Dazu muss man sich meines Erachtens überlegen, was man zukünftig vom Mittelfeld erwarten will. Der Fall Zakaria scheint nahezu abgeschlossen, was umso mehr meines Erachtens verlangt, dass die AV im System Rose funktionieren, weil dort Verantwortung im spielerischen Bereich landen wird, was darin absehbar die höchste Kategorie verlangen wird oder ansonsten spätestens dann eskaliert, wenn der Aufbau in der IV geschwächt wird - auf die Situation gehe ich im nächsten Absatz ein. Daher würde ich weiterhin erwarten, dass man die 8 im Kern mit Reyna, Bellingham, Brandt und Guerreiro besetzt und sich auf der 6 entscheiden muss, ob man mit Dahoud oder Can weitermachen will, sobald Zakaria kommt. Ich würde jedenfalls nicht erwarten, dass man ansonsten so viel Quantität im Mittelfeld ansammeln kann, mal abgesehen davon, dass Reus dort auch immer noch seine Ansprüche anmelden wird, obwohl er ein Offensiver bleibt. Auch das könnte dann aber bspw. für eine Doppelspitze sprechen, um Reus einen Platz im Angriff und Mittelfeld zu ermöglichen. Ansonsten sorgt ein Zakaria meines Erachtens dafür, dass Reus nicht zentral spielen darf, wie eigentlich auch schon ein Can dafür sorgt. Da man dennoch entsprechend aufstellt, auch wenn Brandt oder Bellingham eher nominell Flügel spielen, hege ich dahingehend aber eh Bedenken, weswegen aus Sicht im Ballbesitz umso wichtiger wäre, dass die AV jederzeit anschieben können und deshalb für mich dort das restliche Budget eingesetzt werden sollte.
Dazu muss man sich meines Erachtens überlegen, was man zukünftig vom Mittelfeld erwarten will. Der Fall Zakaria scheint nahezu abgeschlossen, was umso mehr meines Erachtens verlangt, dass die AV im System Rose funktionieren, weil dort Verantwortung im spielerischen Bereich landen wird, was darin absehbar die höchste Kategorie verlangen wird oder ansonsten spätestens dann eskaliert, wenn der Aufbau in der IV geschwächt wird - auf die Situation gehe ich im nächsten Absatz ein. Daher würde ich weiterhin erwarten, dass man die 8 im Kern mit Reyna, Bellingham, Brandt und Guerreiro besetzt und sich auf der 6 entscheiden muss, ob man mit Dahoud oder Can weitermachen will, sobald Zakaria kommt. Ich würde jedenfalls nicht erwarten, dass man ansonsten so viel Quantität im Mittelfeld ansammeln kann, mal abgesehen davon, dass Reus dort auch immer noch seine Ansprüche anmelden wird, obwohl er ein Offensiver bleibt. Auch das könnte dann aber bspw. für eine Doppelspitze sprechen, um Reus einen Platz im Angriff und Mittelfeld zu ermöglichen. Ansonsten sorgt ein Zakaria meines Erachtens dafür, dass Reus nicht zentral spielen darf, wie eigentlich auch schon ein Can dafür sorgt. Da man dennoch entsprechend aufstellt, auch wenn Brandt oder Bellingham eher nominell Flügel spielen, hege ich dahingehend aber eh Bedenken, weswegen aus Sicht im Ballbesitz umso wichtiger wäre, dass die AV jederzeit anschieben können und deshalb für mich dort das restliche Budget eingesetzt werden sollte.
Hier würde ich mitgehen. Falls Zakaria jetzt dann wohl Wirklichkeit wird, dass man lediglich den Wechsel von Witsel zu Zakaria vollzieht, weitere Anpassungen aber unterlässt. In dieser Konstellation würde es dann schwer werden, das Mittelfeld richtig auszubalancieren. Entweder man verzichtet auf Kreativität und spielerische Klasse, oder aber auf Defensivqualitäten oder Physis. Umso mehr Aufgaben müssten dann von der Kette oder auch vom Doppelsturm übernommen werden (wobei ich Malen und Adeyemi in Sachen Kreativität und Chancenerzeugung per se nicht schlecht finde, aber wohl nicht ausreichend um jede personelle Konstellation im Mittelfeld dahingehen aufzufangen).
Hier könnte es wieder Probleme mit dem überaus ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis des Teams geben. Es wäre nicht das erste Mal, das im Zweifel Kreativität für vermeintliche defensive Stabilität geopfert werden - auch auf den Druck aus der Mannschaft hin.
Vom Gedanke her folgt es dann deiner Konsequenz, wenn man das Mittelfeld nur an "kleineren" Stellschrauben verändert, den Hebel aber sportlich wie finanziell auf den AV setzt. Das ist nur logisch.
Zitat von BVBBC
Wobei das eh dadurch geschmälert wird, dass wir in der IV derzeit mit viel Unsicherheit umgehen müssen. Eigentlich kann man sich nur sicher sein, wann bei Hummels Schluss sein wird, aber nicht, ob Akanji und Zagadou verlängern. Mindestens bei Zagadou sollte man sehr laute Zweifel haben, sodass dessen ablösefreier Abgang eh schon einen Teil der Haland Ablöse beanspruchen wird, da in der Qualität kein ablösefreier IV in Sicht ist. Sollte Akanji ebenfalls gehen, würde ich mit einem Zuzahlgeschäft und somit weiteren Budgetumleitungen rechnen. Dementsprechend sehe ich überhaupt nicht, wie man selbst für einen Thuram noch Raum im Budget haben soll. Ich glaube das könnte schon deutlich früher knapp werden, so wie sich das aktuell andeutet.
Wobei das eh dadurch geschmälert wird, dass wir in der IV derzeit mit viel Unsicherheit umgehen müssen. Eigentlich kann man sich nur sicher sein, wann bei Hummels Schluss sein wird, aber nicht, ob Akanji und Zagadou verlängern. Mindestens bei Zagadou sollte man sehr laute Zweifel haben, sodass dessen ablösefreier Abgang eh schon einen Teil der Haland Ablöse beanspruchen wird, da in der Qualität kein ablösefreier IV in Sicht ist. Sollte Akanji ebenfalls gehen, würde ich mit einem Zuzahlgeschäft und somit weiteren Budgetumleitungen rechnen. Dementsprechend sehe ich überhaupt nicht, wie man selbst für einen Thuram noch Raum im Budget haben soll. Ich glaube das könnte schon deutlich früher knapp werden, so wie sich das aktuell andeutet.
Das ist für mich das allergrößte und schwierigste Problem, auch wenn medial alles von Haaland überlagert wird. Internationale Topstürmer hatte der BVB schließlich immer (zumindest die letzten knapp 30 Jahre), eine Abwehrkette aus 4 schlachterprobten und unerschütterlichen Türmen dagegen nicht. Das hatten wir durchgehend selten.
Tritt der Worst Case ein, wird man in der Abwehr mit Querinvests ran müssen, um hier nicht zu sehr den Anschluss zu verlieren. Bei Betrachtung der Marktlage wird es richtig teuer. Guerreiro und Akanji zu ersetzen und gleichzeitig noch ein klares Upgrade zu Meunier zu bekommen, ist eine Herkules-Aufgabe. Gerade wenn man noch bedenkt, dass gewisse Transfers bei Doppelbestzungen eigentlich danach schreien, Potential für Querinvests freizumachen, aber vom Verein recht offensichtlich nicht angegangen werden: Neuestes Beispiel wären hier Dahoud, Can und Zakaria.
Das ist dann auch nochmal so ein Problem, schließlich würde -so zumindest mein Eindruck- deine Idee vom der Doppelspitze unter den jetzt bekannten bzw. absehbaren Umständen sehr stark vom Fundament des Teams, der Abwehrreihe abhängig sein. Bekommt man da keine gute Lösung hin, verlagern sich die Probleme dann durchgehend nach Vorne.
Zitat von BVBBC
Allerdings sollte man meines Erachtens nicht unterschätzen, dass alle Vereine mit diesem Problem zu kämpfen haben und mit ihren für ganz andere Umsätze geplanten Etats derzeit Geld verbrennen. Sieht man dann auch, wie viele Verträge 2023 noch auslaufen, dann glaube ich, dass es bei den Gehältern der Profis ordentlich knallen wird und eine gewaltige Blase platzt, weil die Vereine icht mehr auf eine baldige Genesung des Marktes hoffen können, sondern sich sofort gesund stoßen müssen. Bleiben die Ablösen dafür aus - wovon ich ausgehe, da irrationale Preise angesetzt werden, wodurch keine Bewegung in den Markt kommt -, werden die Gehälter zwangsläufig sinken müssen, weil es der einzige Hebel bleibt, neben Investoren, die keine Geschenke machen. Entsprechend kann ich mir aber vorstellen, dass der BVB durchaus, insbesondere in der Breite des Kaders, profitieren könnte, wenn man mit gewissen Investitionen abwartet und 2023 versucht ablösefreie Spieler zu sichern. Wer sich daher schon vorher etwas gesund schrumpft, 2023 trotzdem noch Budgets freisetzt, der kann auf dem zu erwartenden Markt aggressiv unterwegs sein. Deshalb würde ich diesen Sommer keinesfalls in die Breite investieren, wie das mit noch einem MS der Fall wäre, sondern lieber schauen, dass man nur das macht, was nötig ist.
Allerdings sollte man meines Erachtens nicht unterschätzen, dass alle Vereine mit diesem Problem zu kämpfen haben und mit ihren für ganz andere Umsätze geplanten Etats derzeit Geld verbrennen. Sieht man dann auch, wie viele Verträge 2023 noch auslaufen, dann glaube ich, dass es bei den Gehältern der Profis ordentlich knallen wird und eine gewaltige Blase platzt, weil die Vereine icht mehr auf eine baldige Genesung des Marktes hoffen können, sondern sich sofort gesund stoßen müssen. Bleiben die Ablösen dafür aus - wovon ich ausgehe, da irrationale Preise angesetzt werden, wodurch keine Bewegung in den Markt kommt -, werden die Gehälter zwangsläufig sinken müssen, weil es der einzige Hebel bleibt, neben Investoren, die keine Geschenke machen. Entsprechend kann ich mir aber vorstellen, dass der BVB durchaus, insbesondere in der Breite des Kaders, profitieren könnte, wenn man mit gewissen Investitionen abwartet und 2023 versucht ablösefreie Spieler zu sichern. Wer sich daher schon vorher etwas gesund schrumpft, 2023 trotzdem noch Budgets freisetzt, der kann auf dem zu erwartenden Markt aggressiv unterwegs sein. Deshalb würde ich diesen Sommer keinesfalls in die Breite investieren, wie das mit noch einem MS der Fall wäre, sondern lieber schauen, dass man nur das macht, was nötig ist.
Ich sehe es genauso, dass man mit den frei werdenden Gehältern gerade von Witsel, Reus, Hummels und Bürki einiges anstellen kann. Gleichzeitig dürfen in der aktuellen Phase aber auch nur wenige Fehler passieren, da man aktuell schon den Fehlern aus der Vergangenheit hinterher rennt und es wieder einmal schade wäre, wenn man die eigentlichen Potentiale zur Ausbesserung vergangener Sünden benötigt.
Was ich in Punkto Transfermarkt und allgemeine Finanzsituation des europäischen Klubfussballs nicht einschätzen kann, sind externe Effekte bzw. exogene Schocks in Form von erheblicher Mittelzufuhr von Außen in den Markt. An vordersten Stellen sind hier der Deal der spanischen Liga zu nennen (nach den Erfahrungen der Vergangenheit braucht man nicht davon auszugehen, dass die Gelder genutzt werden, um sich ultrasolide in wirtschaftlichen Belangen aufzustellen) und der Einstieg der Saudis im Fussball zu nennen. Man wird vielleicht schon einen Vorgeschmack bekommen, je nachdem wie die Wintertransfers bei Newcastle ausfallen werden. Dazu kommt das Interesse an Olympique Marseille, die eventuell auch noch von den Saudis übernommen werden sollen. Man kann dann davon ausgehen, dass Beträge im mittleren dreistelligen Mio. Bereich in den Markt gepumpt werden. Den letzten exogenen Schock, als PSG Ernst gemacht hat, haben wir auch in Form der 130 Mio. für Dembele in Dortmund voll abbekommen. Nicht auszuschließen, dass solche Themen den Markt wieder auf den Kopf stellen und unseren potentiellen Vorteil dahinschmelzen lassen.
Zitat von BVBBC
Wichtiger erscheint mir dafür die Balance des Kaders zu verbessern, wodurch ich insgesamt auch einen Kompensationseffekt erwarten würde, weil bspw. ein Brandt, Reyna, Guerreiro oder Bellingham mehr Freiheiten nach vorne bekommen und daher selbst torgefährlicher werden können. Somit würde ich eben versuchen die Tore sehr breit zu verteilen, sofern man von Adeyemi und Malen nicht komplett verlangen kann, dass sie Haland unmittelbar in der Beziehung ersetzen. Zumal sie ja auch durchaus kreative Fähigkeiten hinzufügen, mit denen es sich sowieso anbietet die Abschlüsse breiter zu verteilen. Sollte der Kader aber nicht gut ausbalanciert bleiben, indem es immer wieder im spielerischen Bereich eine Unwucht gibt, dann wird man wahrscheinlich nicht drum herum kommen, dass Adeyemi und Malen sofort liefern müssen. Wahrscheinlich selbst dann, wenn man daneben noch einen Angreifer holt, der sie entlastet.
Wichtiger erscheint mir dafür die Balance des Kaders zu verbessern, wodurch ich insgesamt auch einen Kompensationseffekt erwarten würde, weil bspw. ein Brandt, Reyna, Guerreiro oder Bellingham mehr Freiheiten nach vorne bekommen und daher selbst torgefährlicher werden können. Somit würde ich eben versuchen die Tore sehr breit zu verteilen, sofern man von Adeyemi und Malen nicht komplett verlangen kann, dass sie Haland unmittelbar in der Beziehung ersetzen. Zumal sie ja auch durchaus kreative Fähigkeiten hinzufügen, mit denen es sich sowieso anbietet die Abschlüsse breiter zu verteilen. Sollte der Kader aber nicht gut ausbalanciert bleiben, indem es immer wieder im spielerischen Bereich eine Unwucht gibt, dann wird man wahrscheinlich nicht drum herum kommen, dass Adeyemi und Malen sofort liefern müssen. Wahrscheinlich selbst dann, wenn man daneben noch einen Angreifer holt, der sie entlastet.
Das Fazit gehe ich mit. Der Kader muss dringen ausgeglichener gestaltet werden. Wobei man sich bei eine reinen Tausch von Witsel zu Zakaria erst einmal ein Stück im spielerischen Bereich verschlechtern würde (wenn auch nicht so sehr, da bei Witsel ja auch der altersbedingte Leistungsabfall hinzukommt).
Neben einem auf Doppelspitze abgestimmten Kader (aber nur wenn konsequent umgesetzt) könnte ich mit der Sicherheitsvariante um einen ligaerfahrenen, stabilen MS wie Thuram besser schlafen. Ein rochierender 3er-Sturm aus Adeyemi, Thuram und Malen hätte was. Zumal Rose auch schon in Gladbach in Konstellationen in der Richtung gearbeitet hat. Problematisch ist hierbei klar die Linkslastigkeit, wodurch eben weitere Anpassungen am Kader erforderlich wären (insbesondere Hazard wäre dann klar über).
Das Risiko kann natürlich auch durch einen dauerhaften Durchbruch Malens gemindert werden. Das würde hier schon für enorme Beruhigung sorgen, müsste man so nicht mit gleich 2 mehr oder weniger großen Fragezeichen in die nächste Saison gehen. Weitere Entlastung könnten VVLs von Akanji und Guerreiro mit sich bringen. Die nächsten 2 bis 3 Monate könnten da noch mal gut zur Erhellung beitragen und bei der Identifikation der Ansatzpunkte helfen.
17.12.2021 - 11:22 Uhr
Sehr interessante Aussagen gerade von Rose auf der PK zur Nachfrage, ob er denn den ein oder anderen Wunsch hätte was neue Spieler im Winter betrifft.
Er meinte daraufhin, dass es im Winter aufgrund der finanziellen Einbußen wohl schwierig wird, er aber schon der Meinung ist, dass man den Kader nach und nach anpassen/verändern müsse, um so zu spielen wie man sich das vorstellt.
Das ist mMn nen ziemlich deutliches Signal, dass es an einigen Stellen offenbar für seine Vorstellung von Fußball nicht reicht mit dem vorhandenen Personal.
Denke im Sommer darf man da durchaus sehr gespannt sein, was sich verändern wird.
Er meinte daraufhin, dass es im Winter aufgrund der finanziellen Einbußen wohl schwierig wird, er aber schon der Meinung ist, dass man den Kader nach und nach anpassen/verändern müsse, um so zu spielen wie man sich das vorstellt.
Das ist mMn nen ziemlich deutliches Signal, dass es an einigen Stellen offenbar für seine Vorstellung von Fußball nicht reicht mit dem vorhandenen Personal.
Denke im Sommer darf man da durchaus sehr gespannt sein, was sich verändern wird.
17.12.2021 - 13:57 Uhr
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
17.12.2021 - 15:13 Uhr
Zitat von Borussenpower1
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
17.12.2021 - 15:47 Uhr
Zitat von mba123
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Zitat von Borussenpower1
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Wobei du mit den Bayern meines Erachtens schon ganz gut aufzeigst, wie komplex das gesamte Gebilde ist. Es wird nicht einfach nur reichen den AV an die IV anzupassen, weil man vorne eigentlich keine echten Außen hat. Daher ist die Anforderung der Offensiven in meinen Augen auf beiden Seiten ein klarer Linienläufer, der auch offensiv, per Hinterlaufen, Akzente setzen kann. Angesichts dessen, wie wenig Platz unsere Spieler dafür oft vorfinden, ist das automatisch mit einem gewissen technischen Niveau verbunden. Man hat vorne jedenfalls nicht die Flexibilität, wie sie sich die Bayern mit Musiala oder Sane gönnen, die im Halbfeld genauso Impulse setzen, wie auf der Außenbahn. Denn bis auf Hazard kann meines Erachtens nur noch Knauff an der Linie spielen. Das Problem ist daher auf der linken Seite des BVB: Hummels und Zagadou würden idealerweise einen Pavard neben sich haben, die Offensiven aber einen Davies, weil sie selbst keine Breite geben, aber irgendwer diese bieten muss. Also zwei grundverschiedene LV Typen, weswegen man mindestens eine Partei unglücklich machen muss.
Zumal es ja noch schlimmer kommt, indem ein Guerreiro nochmal in eine ganz andere Richtung LV geht, wodurch er offensiv weder Pavard noch Davies ist, aber tendenziell denselben Bedarf vor sich hegt, wie ihn die Bayern mit Coman oder teils auch Gnabry erfüllen. Daher ist die ganze Geschichte auf Links in meinen Augen kaum zu vereinen, sondern man hat lediglich die Wahl welches Gift man schluckt, selbst wenn man einen neuen LV holt, der entweder zu Hummels/Zagadou oder zur Offensive passt. Wobei es dann ja sogar in jedem Fall die doppelte Dosis wäre, weil man Guerreiro auf LV rausnehmen müsste und immer noch den Bedarf einer Fraktion nicht erfüllen könnte. Angesichts dessen, dass ich derzeit keinen sonderlich attraktiven LV Markt sehe, würde ich deshalb sogar nicht mal eine Verbesserung der Situation erwarten, wenn man Guerreiro auf LV opfert. Ich glaube, das wird mittelfristig nur über das Hummels Karriereende - Zagadou verlängert vermutlich auch nicht - sowie über eine Umbesetzung der Offensive funktionieren. Das ist daher nix, was in einer Transferperiode funktioniert und meines Erachtens würde es uns zu sehr schwächen, wenn man derzeit nicht mit Guerreiro verlängert, sondern ihn abgibt, angesichts der denkbaren Alternativen. Bestenfalls bekommt man die BU Situation verbessert.
Auf RV halte ich es daher einfacher sich zu verbessern, selbst wenn Meunier sich derzeit stabilisiert hat und grundsolide agiert. Für mich ist das aber dennoch nur BU Qualität, mit absolutem Stammspieler Gehalt. Man hat hoffentlich auch nächste Saison Akanji im Kader, der einen offensiven Linienläufer neben sich erlaubt, den die Offensiven sowieso benötigen. Falls Akanji geht, wird aber auch das noch lustig in Einklang zu bringen, weil sich dann die Prioritäten wieder verändern und ein Qualitätsverlust absehbar wird. Die Defensive optimal aufeinander abzustimmen, wird daher meines Erachtens insgesamt ein Langzeitprojekt, das stark mit den Verträgen von Akanji und Guerreiro zusammenhängt, die entweder diejenigen sind, um die herum man baut oder aber man wird die Abwehr bis 2023 runderneuern, auf (zunächst) niedrigerem Niveau. Die Möglichkeiten über Systemanpassungen sehe ich nicht wirklich, da wir dafür zu viele Spezialisten haben, die Umpositionierungen zwar durchaus denkbar machen, aber nicht ohne neue Bedarfe auszulösen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 17.12.2021 um 15:49 Uhr bearbeitet
17.12.2021 - 18:39 Uhr
Zitat von BVBBC
Wobei du mit den Bayern meines Erachtens schon ganz gut aufzeigst, wie komplex das gesamte Gebilde ist. Es wird nicht einfach nur reichen den AV an die IV anzupassen, weil man vorne eigentlich keine echten Außen hat. Daher ist die Anforderung der Offensiven in meinen Augen auf beiden Seiten ein klarer Linienläufer, der auch offensiv, per Hinterlaufen, Akzente setzen kann. Angesichts dessen, wie wenig Platz unsere Spieler dafür oft vorfinden, ist das automatisch mit einem gewissen technischen Niveau verbunden. Man hat vorne jedenfalls nicht die Flexibilität, wie sie sich die Bayern mit Musiala oder Sane gönnen, die im Halbfeld genauso Impulse setzen, wie auf der Außenbahn. Denn bis auf Hazard kann meines Erachtens nur noch Knauff an der Linie spielen. Das Problem ist daher auf der linken Seite des BVB: Hummels und Zagadou würden idealerweise einen Pavard neben sich haben, die Offensiven aber einen Davies, weil sie selbst keine Breite geben, aber irgendwer diese bieten muss. Also zwei grundverschiedene LV Typen, weswegen man mindestens eine Partei unglücklich machen muss.
Zumal es ja noch schlimmer kommt, indem ein Guerreiro nochmal in eine ganz andere Richtung LV geht, wodurch er offensiv weder Pavard noch Davies ist, aber tendenziell denselben Bedarf vor sich hegt, wie ihn die Bayern mit Coman oder teils auch Gnabry erfüllen. Daher ist die ganze Geschichte auf Links in meinen Augen kaum zu vereinen, sondern man hat lediglich die Wahl welches Gift man schluckt, selbst wenn man einen neuen LV holt, der entweder zu Hummels/Zagadou oder zur Offensive passt. Wobei es dann ja sogar in jedem Fall die doppelte Dosis wäre, weil man Guerreiro auf LV rausnehmen müsste und immer noch den Bedarf einer Fraktion nicht erfüllen könnte. Angesichts dessen, dass ich derzeit keinen sonderlich attraktiven LV Markt sehe, würde ich deshalb sogar nicht mal eine Verbesserung der Situation erwarten, wenn man Guerreiro auf LV opfert. Ich glaube, das wird mittelfristig nur über das Hummels Karriereende - Zagadou verlängert vermutlich auch nicht - sowie über eine Umbesetzung der Offensive funktionieren. Das ist daher nix, was in einer Transferperiode funktioniert und meines Erachtens würde es uns zu sehr schwächen, wenn man derzeit nicht mit Guerreiro verlängert, sondern ihn abgibt, angesichts der denkbaren Alternativen. Bestenfalls bekommt man die BU Situation verbessert.
Auf RV halte ich es daher einfacher sich zu verbessern, selbst wenn Meunier sich derzeit stabilisiert hat und grundsolide agiert. Für mich ist das aber dennoch nur BU Qualität, mit absolutem Stammspieler Gehalt. Man hat hoffentlich auch nächste Saison Akanji im Kader, der einen offensiven Linienläufer neben sich erlaubt, den die Offensiven sowieso benötigen. Falls Akanji geht, wird aber auch das noch lustig in Einklang zu bringen, weil sich dann die Prioritäten wieder verändern und ein Qualitätsverlust absehbar wird. Die Defensive optimal aufeinander abzustimmen, wird daher meines Erachtens insgesamt ein Langzeitprojekt, das stark mit den Verträgen von Akanji und Guerreiro zusammenhängt, die entweder diejenigen sind, um die herum man baut oder aber man wird die Abwehr bis 2023 runderneuern, auf (zunächst) niedrigerem Niveau. Die Möglichkeiten über Systemanpassungen sehe ich nicht wirklich, da wir dafür zu viele Spezialisten haben, die Umpositionierungen zwar durchaus denkbar machen, aber nicht ohne neue Bedarfe auszulösen.
Zitat von mba123
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Zitat von Borussenpower1
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Wobei du mit den Bayern meines Erachtens schon ganz gut aufzeigst, wie komplex das gesamte Gebilde ist. Es wird nicht einfach nur reichen den AV an die IV anzupassen, weil man vorne eigentlich keine echten Außen hat. Daher ist die Anforderung der Offensiven in meinen Augen auf beiden Seiten ein klarer Linienläufer, der auch offensiv, per Hinterlaufen, Akzente setzen kann. Angesichts dessen, wie wenig Platz unsere Spieler dafür oft vorfinden, ist das automatisch mit einem gewissen technischen Niveau verbunden. Man hat vorne jedenfalls nicht die Flexibilität, wie sie sich die Bayern mit Musiala oder Sane gönnen, die im Halbfeld genauso Impulse setzen, wie auf der Außenbahn. Denn bis auf Hazard kann meines Erachtens nur noch Knauff an der Linie spielen. Das Problem ist daher auf der linken Seite des BVB: Hummels und Zagadou würden idealerweise einen Pavard neben sich haben, die Offensiven aber einen Davies, weil sie selbst keine Breite geben, aber irgendwer diese bieten muss. Also zwei grundverschiedene LV Typen, weswegen man mindestens eine Partei unglücklich machen muss.
Zumal es ja noch schlimmer kommt, indem ein Guerreiro nochmal in eine ganz andere Richtung LV geht, wodurch er offensiv weder Pavard noch Davies ist, aber tendenziell denselben Bedarf vor sich hegt, wie ihn die Bayern mit Coman oder teils auch Gnabry erfüllen. Daher ist die ganze Geschichte auf Links in meinen Augen kaum zu vereinen, sondern man hat lediglich die Wahl welches Gift man schluckt, selbst wenn man einen neuen LV holt, der entweder zu Hummels/Zagadou oder zur Offensive passt. Wobei es dann ja sogar in jedem Fall die doppelte Dosis wäre, weil man Guerreiro auf LV rausnehmen müsste und immer noch den Bedarf einer Fraktion nicht erfüllen könnte. Angesichts dessen, dass ich derzeit keinen sonderlich attraktiven LV Markt sehe, würde ich deshalb sogar nicht mal eine Verbesserung der Situation erwarten, wenn man Guerreiro auf LV opfert. Ich glaube, das wird mittelfristig nur über das Hummels Karriereende - Zagadou verlängert vermutlich auch nicht - sowie über eine Umbesetzung der Offensive funktionieren. Das ist daher nix, was in einer Transferperiode funktioniert und meines Erachtens würde es uns zu sehr schwächen, wenn man derzeit nicht mit Guerreiro verlängert, sondern ihn abgibt, angesichts der denkbaren Alternativen. Bestenfalls bekommt man die BU Situation verbessert.
Auf RV halte ich es daher einfacher sich zu verbessern, selbst wenn Meunier sich derzeit stabilisiert hat und grundsolide agiert. Für mich ist das aber dennoch nur BU Qualität, mit absolutem Stammspieler Gehalt. Man hat hoffentlich auch nächste Saison Akanji im Kader, der einen offensiven Linienläufer neben sich erlaubt, den die Offensiven sowieso benötigen. Falls Akanji geht, wird aber auch das noch lustig in Einklang zu bringen, weil sich dann die Prioritäten wieder verändern und ein Qualitätsverlust absehbar wird. Die Defensive optimal aufeinander abzustimmen, wird daher meines Erachtens insgesamt ein Langzeitprojekt, das stark mit den Verträgen von Akanji und Guerreiro zusammenhängt, die entweder diejenigen sind, um die herum man baut oder aber man wird die Abwehr bis 2023 runderneuern, auf (zunächst) niedrigerem Niveau. Die Möglichkeiten über Systemanpassungen sehe ich nicht wirklich, da wir dafür zu viele Spezialisten haben, die Umpositionierungen zwar durchaus denkbar machen, aber nicht ohne neue Bedarfe auszulösen.
Ich denke man könnte auch die AV Rolle auch flexibeler anlegen, wenn wirklich echte Flügel hätten.
Roberto de Zerbi hatte bei Sassuolo mit defensiven AVs auf beiden Seiten spielen dafür hatte er Flügelspiele gehabt die die Breite gaben und die beiden Pivotspieler Locatelli+X durften nach vorne gehen. Das könnte an sich bei uns funktionieren, wenn wir Flügel hätten-haben wir aber nicht.
Xavi lässt z.B. die IVs auf den AV Positionen ran damit er sie an die Halbpositionen gewöhnt.Hier dazu ein Beitrag von @dreitagebart aus dem Barcaforum.
Zitat von usernick
Ich denke schon, dass Xavi sehr bewusst Araujo, Eric und Mingueza auf den AV-Positionen eingesetzt hat. Wenn man die IVs darin trainiert, dass sie auch nach Außen verteidigen bzw. von relativ weit außen am Spielaufbau teilnehmen, dann bekommt man im Idealfall Leute, mit denen man recht flexibel zwischen einer Dreierabwehr und einer Viererabwehr wechseln kann, zB über folgende Mechanismen:
(diese Umformungen sind natürlich in gewissem Umfang total normal und werden von vielen Mannschaften praktiziert. Sie klappen aber natürlich umso besser, je flexibler die Spieler sind)
1.
Es steht Viererkette mit links einem "klassischen" offensivstärkeren AV wie Alba/Balde, rechts einem "umfunktionierten" IV.
Alba rückt links vor, die Kette zieht nach und wird zur Dreierabwehr. Der ehemalige LIV ist jetzt linker Halbverteidiger, der RIV zentraler IV, der ehemalige RAV ist rechter Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts einen der außen und halb verteidigen kann, links einen für innen und halb.
2.
Es steht Viererkette mit zwei "klassischen" offensivstärkeren AV, zB Alba und Dest. Beide schieben aggressiv vor um Mittelfeld/Angriff zu unterstützen, zentral lässt sich Busquets oder de Jong in die Abwehrreihe zurückfallen. Die beiden IVs fächern zB auf und nehmen Busquets in die Mitte: Beide ehemaligen IVs sind jetzt Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der innen und halb verteidigen kann.
3.
Es steht Dreierkette. Durch Zurückfallen von Busquets wird sie zur Viererreihe, die ehemaligen rechten und linken Halbverteidiger sind jetzt AVs in einer Viererabwehr.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der halb und außen verteidigen kann
Das sind bisher erstmal nur ganz normale Überlegungen zu den Formationen – gegen manche Gegner passt Dreierabwehr besser, gegen manche Vierer. (ggf. kann es auch gut sein, gegen den Ball so, mit Ball aber anders zu stehen.) Wenn man flexibel wechseln kann, ist das gut, schlicht und einfach.
Faustregel: Du willst immer einen Mann Überzahl gegen die gegnerische erste Reihe. Also Viererabwehr, wenn der Gegner einen Mittelstürmer und zwei Außen hat; Dreierabwehr, wenn der Gegner mit Doppelspitze spielt.
Warum macht Xavi das jetzt so häufig? Aus meiner Sicht drei Antworten:
a)
Der Kader: Selbst wenn alle fit sind, haben wir nur dreieinhalb richtige Außenverteidiger, wobei Balde noch sehr grün ist und Dest auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Alba ist zwar klar einer unserer aktuell stärksten Leute, aber perspektivisch kein unverzichtbarer Mann.
Demgegenüber hat der Kader mehr als genug Innenverteidiger, darunter junge Perspektivleute, die aber teils schon recht stark sind.
Mit Verletzungen gehen uns dann ruckzuck die AVs aus, sodass einfach notwendig man entweder auf Dreierkette muss und die offensiven Außen Zurückarbeiten lassen, oder einen IV als AV umfunktionieren.
Vom Spielertyp her passen Mingueza, Araujo, Eric (und auch Umtiti) an sich auch nicht schlecht auf die Halbposition. Perspektivisch kommt hier vielleicht ein Mika Marmol dazu, auf der anderen Seite natürlich auch Alves.
b)
Möglicherweise individuelle Gründe: Hinter Dests Fitness steht ein Fragezeichen, Balde scheint noch nicht das Standing zu haben, vielleicht präsentieren sich Mingueza und Araujo ja im Training ganz zuverlässig, sodass Xavi im Zweifel lieber auf sie setzt.
c)
Taktikentwicklung:
Es kann zu viel meine eigene Interpretation sein, aber es gibt schon gewisse Anzeichen dafür, dass Xavi in Zukunft auf eine Formation hinauswill, die nicht nur die oben gezeigte Flexibilität hat, (das ist aus meiner Sicht absolut sicher) sondern die sogar noch einen Schritt weitergeht und überhaupt nur drei gelernte Verteidiger aufstellt. Die Position der "klassischen" Außenverteidiger würden damit quasi wegfallen (entweder stellt man solche Typen garnicht auf und stattdessen mehr Mittelfeldspieler, oder man macht es wie Pep bei City und lässt einen/beide AVs ins Mittelfeld hineinschieben statt die Linie rauf). Formativ hätte man dann statt zwei defensiveren IVs und zwei offensiveren AVs drei Defensivleute und dafür einen Stürmer oder MF mehr. Ist natürlich schonmal eine sehr aggressive/offensive Personalauswahl (das fordern hier ja fast alle seit geraumer Zeit, und zwar völlig zu Recht!), außerdem bietet das die Möglichkeit einer extrem offensiven taktischen Auslegung: Mit den richtigen Spielertypen könnten die Halbaußen dieser Dreierabwehr nicht wie normal eng und tief, sondern breit und hoch spielen, fast wie ein "normaler" eher defensiv eingestellter AV einer Viererkette. Man hätte quasi das Offensivpotential einer Viererkette, nur mit einem "Loch" hinten und einem Mann mehr vorne! – Die totale Offensive als Reaktion auf eine totale Defensive des Gegners! In diese Richtung gingen jedenfalls schon Experimente von Pep und Tito damals.
Das ist schon sehr sehr avantgardistisch und wahrscheinlich eh unrealistisch, aber wünschen tu ich es mir trotzdem smile smile
Ich denke schon, dass Xavi sehr bewusst Araujo, Eric und Mingueza auf den AV-Positionen eingesetzt hat. Wenn man die IVs darin trainiert, dass sie auch nach Außen verteidigen bzw. von relativ weit außen am Spielaufbau teilnehmen, dann bekommt man im Idealfall Leute, mit denen man recht flexibel zwischen einer Dreierabwehr und einer Viererabwehr wechseln kann, zB über folgende Mechanismen:
(diese Umformungen sind natürlich in gewissem Umfang total normal und werden von vielen Mannschaften praktiziert. Sie klappen aber natürlich umso besser, je flexibler die Spieler sind)
1.
Es steht Viererkette mit links einem "klassischen" offensivstärkeren AV wie Alba/Balde, rechts einem "umfunktionierten" IV.
Alba rückt links vor, die Kette zieht nach und wird zur Dreierabwehr. Der ehemalige LIV ist jetzt linker Halbverteidiger, der RIV zentraler IV, der ehemalige RAV ist rechter Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts einen der außen und halb verteidigen kann, links einen für innen und halb.
2.
Es steht Viererkette mit zwei "klassischen" offensivstärkeren AV, zB Alba und Dest. Beide schieben aggressiv vor um Mittelfeld/Angriff zu unterstützen, zentral lässt sich Busquets oder de Jong in die Abwehrreihe zurückfallen. Die beiden IVs fächern zB auf und nehmen Busquets in die Mitte: Beide ehemaligen IVs sind jetzt Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der innen und halb verteidigen kann.
3.
Es steht Dreierkette. Durch Zurückfallen von Busquets wird sie zur Viererreihe, die ehemaligen rechten und linken Halbverteidiger sind jetzt AVs in einer Viererabwehr.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der halb und außen verteidigen kann
Das sind bisher erstmal nur ganz normale Überlegungen zu den Formationen – gegen manche Gegner passt Dreierabwehr besser, gegen manche Vierer. (ggf. kann es auch gut sein, gegen den Ball so, mit Ball aber anders zu stehen.) Wenn man flexibel wechseln kann, ist das gut, schlicht und einfach.
Faustregel: Du willst immer einen Mann Überzahl gegen die gegnerische erste Reihe. Also Viererabwehr, wenn der Gegner einen Mittelstürmer und zwei Außen hat; Dreierabwehr, wenn der Gegner mit Doppelspitze spielt.
Warum macht Xavi das jetzt so häufig? Aus meiner Sicht drei Antworten:
a)
Der Kader: Selbst wenn alle fit sind, haben wir nur dreieinhalb richtige Außenverteidiger, wobei Balde noch sehr grün ist und Dest auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Alba ist zwar klar einer unserer aktuell stärksten Leute, aber perspektivisch kein unverzichtbarer Mann.
Demgegenüber hat der Kader mehr als genug Innenverteidiger, darunter junge Perspektivleute, die aber teils schon recht stark sind.
Mit Verletzungen gehen uns dann ruckzuck die AVs aus, sodass einfach notwendig man entweder auf Dreierkette muss und die offensiven Außen Zurückarbeiten lassen, oder einen IV als AV umfunktionieren.
Vom Spielertyp her passen Mingueza, Araujo, Eric (und auch Umtiti) an sich auch nicht schlecht auf die Halbposition. Perspektivisch kommt hier vielleicht ein Mika Marmol dazu, auf der anderen Seite natürlich auch Alves.
b)
Möglicherweise individuelle Gründe: Hinter Dests Fitness steht ein Fragezeichen, Balde scheint noch nicht das Standing zu haben, vielleicht präsentieren sich Mingueza und Araujo ja im Training ganz zuverlässig, sodass Xavi im Zweifel lieber auf sie setzt.
c)
Taktikentwicklung:
Es kann zu viel meine eigene Interpretation sein, aber es gibt schon gewisse Anzeichen dafür, dass Xavi in Zukunft auf eine Formation hinauswill, die nicht nur die oben gezeigte Flexibilität hat, (das ist aus meiner Sicht absolut sicher) sondern die sogar noch einen Schritt weitergeht und überhaupt nur drei gelernte Verteidiger aufstellt. Die Position der "klassischen" Außenverteidiger würden damit quasi wegfallen (entweder stellt man solche Typen garnicht auf und stattdessen mehr Mittelfeldspieler, oder man macht es wie Pep bei City und lässt einen/beide AVs ins Mittelfeld hineinschieben statt die Linie rauf). Formativ hätte man dann statt zwei defensiveren IVs und zwei offensiveren AVs drei Defensivleute und dafür einen Stürmer oder MF mehr. Ist natürlich schonmal eine sehr aggressive/offensive Personalauswahl (das fordern hier ja fast alle seit geraumer Zeit, und zwar völlig zu Recht!), außerdem bietet das die Möglichkeit einer extrem offensiven taktischen Auslegung: Mit den richtigen Spielertypen könnten die Halbaußen dieser Dreierabwehr nicht wie normal eng und tief, sondern breit und hoch spielen, fast wie ein "normaler" eher defensiv eingestellter AV einer Viererkette. Man hätte quasi das Offensivpotential einer Viererkette, nur mit einem "Loch" hinten und einem Mann mehr vorne! – Die totale Offensive als Reaktion auf eine totale Defensive des Gegners! In diese Richtung gingen jedenfalls schon Experimente von Pep und Tito damals.
Das ist schon sehr sehr avantgardistisch und wahrscheinlich eh unrealistisch, aber wünschen tu ich es mir trotzdem smile smile
Sowohl De Zerbi als auch Xavi bevorzugen echte Flügel, was uns nicht weiterhilft bei unseren Problemen.
Auch allgemein die Rolle des Flügelspielern und auch wie wir in den letzten gut 20-25 Jahren in Zyklen durchlebt haben.Grace Roberton mit ihrem stark lesenswerten Artikel "Bring back the olf fashion wingers"
Ich glaube transferpolitisch schießt man sich zu sehr ins Bein passende AVs für die invertierten Flügel/Rautespieler,Sechser (Stichwort Spielaufbau und Ablenkung auf die AVs) und IVs zu holen.Persönlich würde ich Diallo/Akanji Typus wählen als IVs und damit den Druck von den AVs nehmen dafür müsste sie natürlich die Breite nach vorne geben.Zusätzlich wäre derzeit Dahoud ein Kompromiss auf der #6, was Rose benötigt und auch die Anforderungen weiter redutieren lässt auf den Außen.Dahingehend wäre es am besten, wenn wir einen Dahoud-esquen Spielertyp holen (mit Potential nach oben).Dann wäre neben Witsel auch Can obsolet.
Die andere Sache ist mit Guerreiro und auch Morey hatten wir in der RR 19/20 auch öfters invertiert spielen lassen, was auch Möglichkeiten gibt beim Spielaufbau wie es Xavi versucht.Ich denke dann wird es interessant was Rose aber auch der Verein will.
17.12.2021 - 19:26 Uhr
Zitat von 1a2a3a
Ich denke man könnte auch die AV Rolle auch flexibeler anlegen, wenn wirklich echte Flügel hätten.
Roberto de Zerbi hatte bei Sassuolo mit defensiven AVs auf beiden Seiten spielen dafür hatte er Flügelspiele gehabt die die Breite gaben und die beiden Pivotspieler Locatelli+X durften nach vorne gehen. Das könnte an sich bei uns funktionieren, wenn wir Flügel hätten-haben wir aber nicht.
Xavi lässt z.B. die IVs auf den AV Positionen ran damit er sie an die Halbpositionen gewöhnt.Hier dazu ein Beitrag von @dreitagebart aus dem Barcaforum.
Sowohl De Zerbi als auch Xavi bevorzugen echte Flügel, was uns nicht weiterhilft bei unseren Problemen.
Auch allgemein die Rolle des Flügelspielern und auch wie wir in den letzten gut 20-25 Jahren in Zyklen durchlebt haben.Grace Roberton mit ihrem stark lesenswerten Artikel "Bring back the olf fashion wingers"
Ich glaube transferpolitisch schießt man sich zu sehr ins Bein passende AVs für die invertierten Flügel/Rautespieler,Sechser (Stichwort Spielaufbau und Ablenkung auf die AVs) und IVs zu holen.Persönlich würde ich Diallo/Akanji Typus wählen als IVs und damit den Druck von den AVs nehmen dafür müsste sie natürlich die Breite nach vorne geben.Zusätzlich wäre derzeit Dahoud ein Kompromiss auf der #6, was Rose benötigt und auch die Anforderungen weiter redutieren lässt auf den Außen.Dahingehend wäre es am besten, wenn wir einen Dahoud-esquen Spielertyp holen (mit Potential nach oben).Dann wäre neben Witsel auch Can obsolet.
Die andere Sache ist mit Guerreiro und auch Morey hatten wir in der RR 19/20 auch öfters invertiert spielen lassen, was auch Möglichkeiten gibt beim Spielaufbau wie es Xavi versucht.Ich denke dann wird es interessant was Rose aber auch der Verein will.
Zitat von BVBBC
Wobei du mit den Bayern meines Erachtens schon ganz gut aufzeigst, wie komplex das gesamte Gebilde ist. Es wird nicht einfach nur reichen den AV an die IV anzupassen, weil man vorne eigentlich keine echten Außen hat. Daher ist die Anforderung der Offensiven in meinen Augen auf beiden Seiten ein klarer Linienläufer, der auch offensiv, per Hinterlaufen, Akzente setzen kann. Angesichts dessen, wie wenig Platz unsere Spieler dafür oft vorfinden, ist das automatisch mit einem gewissen technischen Niveau verbunden. Man hat vorne jedenfalls nicht die Flexibilität, wie sie sich die Bayern mit Musiala oder Sane gönnen, die im Halbfeld genauso Impulse setzen, wie auf der Außenbahn. Denn bis auf Hazard kann meines Erachtens nur noch Knauff an der Linie spielen. Das Problem ist daher auf der linken Seite des BVB: Hummels und Zagadou würden idealerweise einen Pavard neben sich haben, die Offensiven aber einen Davies, weil sie selbst keine Breite geben, aber irgendwer diese bieten muss. Also zwei grundverschiedene LV Typen, weswegen man mindestens eine Partei unglücklich machen muss.
Zumal es ja noch schlimmer kommt, indem ein Guerreiro nochmal in eine ganz andere Richtung LV geht, wodurch er offensiv weder Pavard noch Davies ist, aber tendenziell denselben Bedarf vor sich hegt, wie ihn die Bayern mit Coman oder teils auch Gnabry erfüllen. Daher ist die ganze Geschichte auf Links in meinen Augen kaum zu vereinen, sondern man hat lediglich die Wahl welches Gift man schluckt, selbst wenn man einen neuen LV holt, der entweder zu Hummels/Zagadou oder zur Offensive passt. Wobei es dann ja sogar in jedem Fall die doppelte Dosis wäre, weil man Guerreiro auf LV rausnehmen müsste und immer noch den Bedarf einer Fraktion nicht erfüllen könnte. Angesichts dessen, dass ich derzeit keinen sonderlich attraktiven LV Markt sehe, würde ich deshalb sogar nicht mal eine Verbesserung der Situation erwarten, wenn man Guerreiro auf LV opfert. Ich glaube, das wird mittelfristig nur über das Hummels Karriereende - Zagadou verlängert vermutlich auch nicht - sowie über eine Umbesetzung der Offensive funktionieren. Das ist daher nix, was in einer Transferperiode funktioniert und meines Erachtens würde es uns zu sehr schwächen, wenn man derzeit nicht mit Guerreiro verlängert, sondern ihn abgibt, angesichts der denkbaren Alternativen. Bestenfalls bekommt man die BU Situation verbessert.
Auf RV halte ich es daher einfacher sich zu verbessern, selbst wenn Meunier sich derzeit stabilisiert hat und grundsolide agiert. Für mich ist das aber dennoch nur BU Qualität, mit absolutem Stammspieler Gehalt. Man hat hoffentlich auch nächste Saison Akanji im Kader, der einen offensiven Linienläufer neben sich erlaubt, den die Offensiven sowieso benötigen. Falls Akanji geht, wird aber auch das noch lustig in Einklang zu bringen, weil sich dann die Prioritäten wieder verändern und ein Qualitätsverlust absehbar wird. Die Defensive optimal aufeinander abzustimmen, wird daher meines Erachtens insgesamt ein Langzeitprojekt, das stark mit den Verträgen von Akanji und Guerreiro zusammenhängt, die entweder diejenigen sind, um die herum man baut oder aber man wird die Abwehr bis 2023 runderneuern, auf (zunächst) niedrigerem Niveau. Die Möglichkeiten über Systemanpassungen sehe ich nicht wirklich, da wir dafür zu viele Spezialisten haben, die Umpositionierungen zwar durchaus denkbar machen, aber nicht ohne neue Bedarfe auszulösen.
Zitat von mba123
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Zitat von Borussenpower1
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Everton zahlt also gute 23-24 Mio. € für Mykolenko als neuen LV und das obwohl man mit Digne sehr teuer und zumindest nicht am Schlechtesten besetzt zu sein scheint. Diese Preisentwicklung ist weiterhin einfach eine Perversion.
Dass wir da unseren Hut nicht mit in den Ring werfen verstehe ich daher nur zu gut. Allerdings stellt sich die Frage weiterhin, wie man am Besten nachlegen bzw sich verbessern kann. Bis u.a. Rothe (wenn überhaupt) so weit sein wird, dass er eine ernsthafte Option darstellt, steht noch in den Sternen.
Da Rose sich zur Umsetzbarkeit von Zugängen geäußert hat, sehe ich da weiterhin ernsthafte Probleme auf uns zukommen. Verschiedene Positionen sind suboptimal besetzt. Falls man sich nicht von Spielern trennen oder einen langen Atem besitzt um das Risiko mit jungen Spielern zu gehen, wird Rose weiterhin Spieler auf den Platz schicken müssen, die seine Idee/seinen Anforderungen nicht genügen. Wobei ich auch voller Hoffnung bin, dass es mit 2-3 kleineren Stellschrauben besser werden wird. Über die Außenbahnen muss sich (oh Wunder) besonders defensiv und offensiv aus links etwas tun. Eine stabilere Defensive wäre wünschenswert, 1-gg-1-Fähigkeiten, Geschwindigkeit und natürlich auch Technik... klingt irgendwie nach einem Wunsch für die Weihnachtsbäckerei. Vielleicht findet man so eine Lösung, ansonsten heißt es weiterhin geduldig bleiben und (schwächere) Leistungen weitgehend zu akzeptieren, auch wenn das auf Dauer ermüdend ist.
Die Anforderungen an AVs sind enorm. Die können wir nicht annähernd alle auf hohem Niveau erfüllen.
Ich denke, es kommt dann sehr auf die Taktik und die Synergien mit den Mitspielern an.
Beispielsweise spielt Bayern öfters mit zwei sehr unterschiedlichen AVs wie Pavard und Davies.
Nagelsmann lässt dann Pavard oft hinten, so dass mit Dreierkette aufgebaut wird. Auf der offensiven Außenbahn ist dann Coman, der eher die Linie hält als ins Zentrum einzurücken, um außen seine Geschwindigkeit einzubringen.
Links soll Davies sein Tempo nach vorne ausspielen und weniger nach hinten arbeiten als Pavard. Sane spielt dafür eingerückt im linken Halbraum.
Das System der Bayern ist gut auf die unterschiedlichen Spielertypen abgestimmt, denke ich. Das sollte bei uns auch der wesentliche Punkt sein, wenn ein neuer AV kommen sollte. Wobei ich eigentlich nicht erwarte, dass unsere Verantwortlichen hier groß Bedarf sehen. Erst wenn Guerreiro uns verlassen sollte, würde ich mit einer Verpflichtung für die Stammelf rechnen.
Falls ein LV dann kommen sollte, finde ich die Abstimmung aber schwierig. Ein Pavard für die linke Seite würde defensiv zwar gut zu Hummels und Zagadou passen, aber rechts mit Meunier würde es dann insgesamt zu defenisv werden. Auch haben wir offensiv nicht die passenden Ergänzungen, da alle Spieler dort gerne einrücken.
Bei spielerischen Mängeln der AVs müssten wir auch schauen, ob das zu kompensieren wäre.
Beispielsweise finde ich das im aktuell häufig praktiziertem 4-2-3-1 schwierig. Die beiden Sechser werden eher selten auf die AV-Positionen abkippen, um aufzubauen und für die Offensiven sind die Wege zu weit.
Anders sähe es im 4-3-3 aus. Die Achter könnten durchaus auch von außen Spielaufbau betreiben. Dennoch müssten die AVs in der Offensive irgendetwas anbieten. Das könnte aber auch Tempo sein, um in den Rücken der Abwehr zu starten.
Jedenfalls halte ich den Plan hinter einem neuen AV für das wichtigste. Eben genau aus dem Grund, dass ein AV ein sehr großes Aufgabengebiet bearbeiten kann: Ein AV kann ein Schlüssel im Aufbau sein wie Guerreiro. Ein AV kann mit Tempo den Gegner zurückdrängen oder gefährlich in die Tiefe starten wie Hakimi. Und natürlich ist ein AV zur Stabilisierung der Defensive gefordert.
Das alles kann kein einzelner AV erfüllen. Also entweder bekommt man einen Allrounder, der das alles mittelmäßig beherrscht. Oder es kommt ein AV mit einem bestimmten Stärken-/Schwächenprofil. Letztere sind schwerer einzubinden, aber dafür ist das Potenzial größer, wenn die Stärken betont werden können (der Gegner wird hingegen natürlich immer dessen Schwächen bespielen wollen).
Wobei du mit den Bayern meines Erachtens schon ganz gut aufzeigst, wie komplex das gesamte Gebilde ist. Es wird nicht einfach nur reichen den AV an die IV anzupassen, weil man vorne eigentlich keine echten Außen hat. Daher ist die Anforderung der Offensiven in meinen Augen auf beiden Seiten ein klarer Linienläufer, der auch offensiv, per Hinterlaufen, Akzente setzen kann. Angesichts dessen, wie wenig Platz unsere Spieler dafür oft vorfinden, ist das automatisch mit einem gewissen technischen Niveau verbunden. Man hat vorne jedenfalls nicht die Flexibilität, wie sie sich die Bayern mit Musiala oder Sane gönnen, die im Halbfeld genauso Impulse setzen, wie auf der Außenbahn. Denn bis auf Hazard kann meines Erachtens nur noch Knauff an der Linie spielen. Das Problem ist daher auf der linken Seite des BVB: Hummels und Zagadou würden idealerweise einen Pavard neben sich haben, die Offensiven aber einen Davies, weil sie selbst keine Breite geben, aber irgendwer diese bieten muss. Also zwei grundverschiedene LV Typen, weswegen man mindestens eine Partei unglücklich machen muss.
Zumal es ja noch schlimmer kommt, indem ein Guerreiro nochmal in eine ganz andere Richtung LV geht, wodurch er offensiv weder Pavard noch Davies ist, aber tendenziell denselben Bedarf vor sich hegt, wie ihn die Bayern mit Coman oder teils auch Gnabry erfüllen. Daher ist die ganze Geschichte auf Links in meinen Augen kaum zu vereinen, sondern man hat lediglich die Wahl welches Gift man schluckt, selbst wenn man einen neuen LV holt, der entweder zu Hummels/Zagadou oder zur Offensive passt. Wobei es dann ja sogar in jedem Fall die doppelte Dosis wäre, weil man Guerreiro auf LV rausnehmen müsste und immer noch den Bedarf einer Fraktion nicht erfüllen könnte. Angesichts dessen, dass ich derzeit keinen sonderlich attraktiven LV Markt sehe, würde ich deshalb sogar nicht mal eine Verbesserung der Situation erwarten, wenn man Guerreiro auf LV opfert. Ich glaube, das wird mittelfristig nur über das Hummels Karriereende - Zagadou verlängert vermutlich auch nicht - sowie über eine Umbesetzung der Offensive funktionieren. Das ist daher nix, was in einer Transferperiode funktioniert und meines Erachtens würde es uns zu sehr schwächen, wenn man derzeit nicht mit Guerreiro verlängert, sondern ihn abgibt, angesichts der denkbaren Alternativen. Bestenfalls bekommt man die BU Situation verbessert.
Auf RV halte ich es daher einfacher sich zu verbessern, selbst wenn Meunier sich derzeit stabilisiert hat und grundsolide agiert. Für mich ist das aber dennoch nur BU Qualität, mit absolutem Stammspieler Gehalt. Man hat hoffentlich auch nächste Saison Akanji im Kader, der einen offensiven Linienläufer neben sich erlaubt, den die Offensiven sowieso benötigen. Falls Akanji geht, wird aber auch das noch lustig in Einklang zu bringen, weil sich dann die Prioritäten wieder verändern und ein Qualitätsverlust absehbar wird. Die Defensive optimal aufeinander abzustimmen, wird daher meines Erachtens insgesamt ein Langzeitprojekt, das stark mit den Verträgen von Akanji und Guerreiro zusammenhängt, die entweder diejenigen sind, um die herum man baut oder aber man wird die Abwehr bis 2023 runderneuern, auf (zunächst) niedrigerem Niveau. Die Möglichkeiten über Systemanpassungen sehe ich nicht wirklich, da wir dafür zu viele Spezialisten haben, die Umpositionierungen zwar durchaus denkbar machen, aber nicht ohne neue Bedarfe auszulösen.
Ich denke man könnte auch die AV Rolle auch flexibeler anlegen, wenn wirklich echte Flügel hätten.
Roberto de Zerbi hatte bei Sassuolo mit defensiven AVs auf beiden Seiten spielen dafür hatte er Flügelspiele gehabt die die Breite gaben und die beiden Pivotspieler Locatelli+X durften nach vorne gehen. Das könnte an sich bei uns funktionieren, wenn wir Flügel hätten-haben wir aber nicht.
Xavi lässt z.B. die IVs auf den AV Positionen ran damit er sie an die Halbpositionen gewöhnt.Hier dazu ein Beitrag von @dreitagebart aus dem Barcaforum.
Zitat von usernick
Ich denke schon, dass Xavi sehr bewusst Araujo, Eric und Mingueza auf den AV-Positionen eingesetzt hat. Wenn man die IVs darin trainiert, dass sie auch nach Außen verteidigen bzw. von relativ weit außen am Spielaufbau teilnehmen, dann bekommt man im Idealfall Leute, mit denen man recht flexibel zwischen einer Dreierabwehr und einer Viererabwehr wechseln kann, zB über folgende Mechanismen:
(diese Umformungen sind natürlich in gewissem Umfang total normal und werden von vielen Mannschaften praktiziert. Sie klappen aber natürlich umso besser, je flexibler die Spieler sind)
1.
Es steht Viererkette mit links einem "klassischen" offensivstärkeren AV wie Alba/Balde, rechts einem "umfunktionierten" IV.
Alba rückt links vor, die Kette zieht nach und wird zur Dreierabwehr. Der ehemalige LIV ist jetzt linker Halbverteidiger, der RIV zentraler IV, der ehemalige RAV ist rechter Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts einen der außen und halb verteidigen kann, links einen für innen und halb.
2.
Es steht Viererkette mit zwei "klassischen" offensivstärkeren AV, zB Alba und Dest. Beide schieben aggressiv vor um Mittelfeld/Angriff zu unterstützen, zentral lässt sich Busquets oder de Jong in die Abwehrreihe zurückfallen. Die beiden IVs fächern zB auf und nehmen Busquets in die Mitte: Beide ehemaligen IVs sind jetzt Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der innen und halb verteidigen kann.
3.
Es steht Dreierkette. Durch Zurückfallen von Busquets wird sie zur Viererreihe, die ehemaligen rechten und linken Halbverteidiger sind jetzt AVs in einer Viererabwehr.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der halb und außen verteidigen kann
Das sind bisher erstmal nur ganz normale Überlegungen zu den Formationen – gegen manche Gegner passt Dreierabwehr besser, gegen manche Vierer. (ggf. kann es auch gut sein, gegen den Ball so, mit Ball aber anders zu stehen.) Wenn man flexibel wechseln kann, ist das gut, schlicht und einfach.
Faustregel: Du willst immer einen Mann Überzahl gegen die gegnerische erste Reihe. Also Viererabwehr, wenn der Gegner einen Mittelstürmer und zwei Außen hat; Dreierabwehr, wenn der Gegner mit Doppelspitze spielt.
Warum macht Xavi das jetzt so häufig? Aus meiner Sicht drei Antworten:
a)
Der Kader: Selbst wenn alle fit sind, haben wir nur dreieinhalb richtige Außenverteidiger, wobei Balde noch sehr grün ist und Dest auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Alba ist zwar klar einer unserer aktuell stärksten Leute, aber perspektivisch kein unverzichtbarer Mann.
Demgegenüber hat der Kader mehr als genug Innenverteidiger, darunter junge Perspektivleute, die aber teils schon recht stark sind.
Mit Verletzungen gehen uns dann ruckzuck die AVs aus, sodass einfach notwendig man entweder auf Dreierkette muss und die offensiven Außen Zurückarbeiten lassen, oder einen IV als AV umfunktionieren.
Vom Spielertyp her passen Mingueza, Araujo, Eric (und auch Umtiti) an sich auch nicht schlecht auf die Halbposition. Perspektivisch kommt hier vielleicht ein Mika Marmol dazu, auf der anderen Seite natürlich auch Alves.
b)
Möglicherweise individuelle Gründe: Hinter Dests Fitness steht ein Fragezeichen, Balde scheint noch nicht das Standing zu haben, vielleicht präsentieren sich Mingueza und Araujo ja im Training ganz zuverlässig, sodass Xavi im Zweifel lieber auf sie setzt.
c)
Taktikentwicklung:
Es kann zu viel meine eigene Interpretation sein, aber es gibt schon gewisse Anzeichen dafür, dass Xavi in Zukunft auf eine Formation hinauswill, die nicht nur die oben gezeigte Flexibilität hat, (das ist aus meiner Sicht absolut sicher) sondern die sogar noch einen Schritt weitergeht und überhaupt nur drei gelernte Verteidiger aufstellt. Die Position der "klassischen" Außenverteidiger würden damit quasi wegfallen (entweder stellt man solche Typen garnicht auf und stattdessen mehr Mittelfeldspieler, oder man macht es wie Pep bei City und lässt einen/beide AVs ins Mittelfeld hineinschieben statt die Linie rauf). Formativ hätte man dann statt zwei defensiveren IVs und zwei offensiveren AVs drei Defensivleute und dafür einen Stürmer oder MF mehr. Ist natürlich schonmal eine sehr aggressive/offensive Personalauswahl (das fordern hier ja fast alle seit geraumer Zeit, und zwar völlig zu Recht!), außerdem bietet das die Möglichkeit einer extrem offensiven taktischen Auslegung: Mit den richtigen Spielertypen könnten die Halbaußen dieser Dreierabwehr nicht wie normal eng und tief, sondern breit und hoch spielen, fast wie ein "normaler" eher defensiv eingestellter AV einer Viererkette. Man hätte quasi das Offensivpotential einer Viererkette, nur mit einem "Loch" hinten und einem Mann mehr vorne! – Die totale Offensive als Reaktion auf eine totale Defensive des Gegners! In diese Richtung gingen jedenfalls schon Experimente von Pep und Tito damals.
Das ist schon sehr sehr avantgardistisch und wahrscheinlich eh unrealistisch, aber wünschen tu ich es mir trotzdem smile smile
Ich denke schon, dass Xavi sehr bewusst Araujo, Eric und Mingueza auf den AV-Positionen eingesetzt hat. Wenn man die IVs darin trainiert, dass sie auch nach Außen verteidigen bzw. von relativ weit außen am Spielaufbau teilnehmen, dann bekommt man im Idealfall Leute, mit denen man recht flexibel zwischen einer Dreierabwehr und einer Viererabwehr wechseln kann, zB über folgende Mechanismen:
(diese Umformungen sind natürlich in gewissem Umfang total normal und werden von vielen Mannschaften praktiziert. Sie klappen aber natürlich umso besser, je flexibler die Spieler sind)
1.
Es steht Viererkette mit links einem "klassischen" offensivstärkeren AV wie Alba/Balde, rechts einem "umfunktionierten" IV.
Alba rückt links vor, die Kette zieht nach und wird zur Dreierabwehr. Der ehemalige LIV ist jetzt linker Halbverteidiger, der RIV zentraler IV, der ehemalige RAV ist rechter Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts einen der außen und halb verteidigen kann, links einen für innen und halb.
2.
Es steht Viererkette mit zwei "klassischen" offensivstärkeren AV, zB Alba und Dest. Beide schieben aggressiv vor um Mittelfeld/Angriff zu unterstützen, zentral lässt sich Busquets oder de Jong in die Abwehrreihe zurückfallen. Die beiden IVs fächern zB auf und nehmen Busquets in die Mitte: Beide ehemaligen IVs sind jetzt Halbverteidiger.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der innen und halb verteidigen kann.
3.
Es steht Dreierkette. Durch Zurückfallen von Busquets wird sie zur Viererreihe, die ehemaligen rechten und linken Halbverteidiger sind jetzt AVs in einer Viererabwehr.
Wen brauchst Du? Rechts und links einen, der halb und außen verteidigen kann
Das sind bisher erstmal nur ganz normale Überlegungen zu den Formationen – gegen manche Gegner passt Dreierabwehr besser, gegen manche Vierer. (ggf. kann es auch gut sein, gegen den Ball so, mit Ball aber anders zu stehen.) Wenn man flexibel wechseln kann, ist das gut, schlicht und einfach.
Faustregel: Du willst immer einen Mann Überzahl gegen die gegnerische erste Reihe. Also Viererabwehr, wenn der Gegner einen Mittelstürmer und zwei Außen hat; Dreierabwehr, wenn der Gegner mit Doppelspitze spielt.
Warum macht Xavi das jetzt so häufig? Aus meiner Sicht drei Antworten:
a)
Der Kader: Selbst wenn alle fit sind, haben wir nur dreieinhalb richtige Außenverteidiger, wobei Balde noch sehr grün ist und Dest auch nicht über jeden Zweifel erhaben. Alba ist zwar klar einer unserer aktuell stärksten Leute, aber perspektivisch kein unverzichtbarer Mann.
Demgegenüber hat der Kader mehr als genug Innenverteidiger, darunter junge Perspektivleute, die aber teils schon recht stark sind.
Mit Verletzungen gehen uns dann ruckzuck die AVs aus, sodass einfach notwendig man entweder auf Dreierkette muss und die offensiven Außen Zurückarbeiten lassen, oder einen IV als AV umfunktionieren.
Vom Spielertyp her passen Mingueza, Araujo, Eric (und auch Umtiti) an sich auch nicht schlecht auf die Halbposition. Perspektivisch kommt hier vielleicht ein Mika Marmol dazu, auf der anderen Seite natürlich auch Alves.
b)
Möglicherweise individuelle Gründe: Hinter Dests Fitness steht ein Fragezeichen, Balde scheint noch nicht das Standing zu haben, vielleicht präsentieren sich Mingueza und Araujo ja im Training ganz zuverlässig, sodass Xavi im Zweifel lieber auf sie setzt.
c)
Taktikentwicklung:
Es kann zu viel meine eigene Interpretation sein, aber es gibt schon gewisse Anzeichen dafür, dass Xavi in Zukunft auf eine Formation hinauswill, die nicht nur die oben gezeigte Flexibilität hat, (das ist aus meiner Sicht absolut sicher) sondern die sogar noch einen Schritt weitergeht und überhaupt nur drei gelernte Verteidiger aufstellt. Die Position der "klassischen" Außenverteidiger würden damit quasi wegfallen (entweder stellt man solche Typen garnicht auf und stattdessen mehr Mittelfeldspieler, oder man macht es wie Pep bei City und lässt einen/beide AVs ins Mittelfeld hineinschieben statt die Linie rauf). Formativ hätte man dann statt zwei defensiveren IVs und zwei offensiveren AVs drei Defensivleute und dafür einen Stürmer oder MF mehr. Ist natürlich schonmal eine sehr aggressive/offensive Personalauswahl (das fordern hier ja fast alle seit geraumer Zeit, und zwar völlig zu Recht!), außerdem bietet das die Möglichkeit einer extrem offensiven taktischen Auslegung: Mit den richtigen Spielertypen könnten die Halbaußen dieser Dreierabwehr nicht wie normal eng und tief, sondern breit und hoch spielen, fast wie ein "normaler" eher defensiv eingestellter AV einer Viererkette. Man hätte quasi das Offensivpotential einer Viererkette, nur mit einem "Loch" hinten und einem Mann mehr vorne! – Die totale Offensive als Reaktion auf eine totale Defensive des Gegners! In diese Richtung gingen jedenfalls schon Experimente von Pep und Tito damals.
Das ist schon sehr sehr avantgardistisch und wahrscheinlich eh unrealistisch, aber wünschen tu ich es mir trotzdem smile smile
Sowohl De Zerbi als auch Xavi bevorzugen echte Flügel, was uns nicht weiterhilft bei unseren Problemen.
Auch allgemein die Rolle des Flügelspielern und auch wie wir in den letzten gut 20-25 Jahren in Zyklen durchlebt haben.Grace Roberton mit ihrem stark lesenswerten Artikel "Bring back the olf fashion wingers"
Ich glaube transferpolitisch schießt man sich zu sehr ins Bein passende AVs für die invertierten Flügel/Rautespieler,Sechser (Stichwort Spielaufbau und Ablenkung auf die AVs) und IVs zu holen.Persönlich würde ich Diallo/Akanji Typus wählen als IVs und damit den Druck von den AVs nehmen dafür müsste sie natürlich die Breite nach vorne geben.Zusätzlich wäre derzeit Dahoud ein Kompromiss auf der #6, was Rose benötigt und auch die Anforderungen weiter redutieren lässt auf den Außen.Dahingehend wäre es am besten, wenn wir einen Dahoud-esquen Spielertyp holen (mit Potential nach oben).Dann wäre neben Witsel auch Can obsolet.
Die andere Sache ist mit Guerreiro und auch Morey hatten wir in der RR 19/20 auch öfters invertiert spielen lassen, was auch Möglichkeiten gibt beim Spielaufbau wie es Xavi versucht.Ich denke dann wird es interessant was Rose aber auch der Verein will.
Roses Ideal sieht meines Erachtens klar die AV als Breitengeber, da für ihn im Gegenpressing essenziell ist, dass man wenn im Zentrum die Bälle verliert und dort dann direkt so massiert dagegen gehen kann, dass die Bälle es gar nicht erst auf die Außenbahn schaffen. Es ist also ein Modell, das den AV läuferisch extrem viel Intensität abverlangt, was bei Guerreiro leider auch ein grundsätzliches Anforderungsproblem ist, das adaptiert werden muss, um keine zu großen qualitativen Abstriche zu machen.
Da Guerreiro ins Zentrum zieht, wäre es bspw. denkbar mit einem LZM bzw. 8er zu spielen, der effektiv den Breitgeber gibt oder eben per Asymmetrie mit der offensiven 3er Reihe, mit einem klassischen LA, aber keinem echten RA. Das könnte dann ein MS, HS oder OM sein, der stark einrückt und maximal in statischeren Situationen dann wieder nach außen geht und eigentlich nominell eine gute Rolle für Reus sein könnte. Es gäbe also durchaus Spielereien, um ein einzelnes Passungsproblem anzugehen, aber sobald halt mehrere zusammenkommen, weil immer irgendetwas fehlt, besteht leider keine Chance dazu.
Grundsätzlich führen ja viele Wege nach Rom, aber man sollte halt einen bestimmten gehen und nicht mehrere. Zwar habe ich persönlich auch eine Präferenz, indem die AV eher defensiver (eher physisch stark) und die OA breiter (hochdynamisch) angelegt werden, um im Zentrum spielstarken Spielern Platz zu schaffen, aber davon sind wir derzeit weit weg und es gibt eben auch andere Spielanlagen, die genauso funktional sind, da im Grunde nur die Räume anders besetzt werden. Roses Spielidee ist für mich jedenfalls nicht verkehrt, aber es besteht definitiv noch personeller Bedarf, damit nicht zu viel daran adaptiert werden muss. Im Moment ist es so viel, nicht nur wegen der Verletzungsproblematik, dass man sich selbst limitiert. Und letztendlich gibt dann eben die Adaption vor, was daneben benötigt wird und nicht so sehr die taktische Grundidee.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 17.12.2021 um 19:28 Uhr bearbeitet
23.12.2021 - 10:52 Uhr
Zitat von Nic
Die Lage ist in der Abwehr noch sehr unübersichtlich, da man eben mit dem auslaufenden Vertrag von Zagdou am Saisonende und den auslaufenden Verträgen von Hummels, Akanji und Guerreiro 2023 etliche Baustellen hat. Dabei kann ich mir nur schwer vorstellen, dass man vereinsseitig gleich alle 4 innerhalb von 12 Monaten ablösefrei verlieren möchte.
Was zukünftige Transfers angeht, wäre m.E. ohnehin nur auf Akanji und Guerreiro abzustellen, Hummels (altersbedingt) und Zagadou (verletzungsbedingt) dürfen hier m.E. keine besondere Rolle mehr spielen.
Der Ansatzpunkt die AV im speziellen und übergeordnet auch den gesamten Aufbau zu verbessern, würde unter bestimmten Umständen nicht nur über die AV selbst gehen, sondern auch indirekt über die IV. Es wäre durchaus lösbar, diese Thematik über ein Vorziehen der Hummels-Nachfolge anzugehen. Das ist nicht einfach und bedarf einiger Prämissen. Bei den Prämissen geht es dabei nicht nur um das Erfüllen können, sondern auch besonders um das Erfüllen wollen.
Hintergrund des Gedankengangs ist der m.E. durchaus interessante IV-Markt im Sommer. Es gibt da einige spannende Kandidaten, deren Verträge in 2023 auslaufen und die entsprechend auf den Markt kommen dürften.
Die Prämissen sind wie folgt (alles unter der Annahme, dass Akanji und Guerreiro bei uns bleiben):
- die vorbehaltlose Position von Hummels als Stammspieler muss vereinsseitig aufgegeben werden. Mannschaftstaktisch ist er ja schon seit der Rückkehr nicht unumstritten, dazu baut er sichtbar jetzt auch individuell ab.
- der neue IV hat einen starken linken Fuß
- der neue IV ist ein kompletter Spieler, er darf keine besonderen Defizite im Aufbauspiel haben (muss aber jetzt auch nicht so stark wie Hummels in besten Zeiten sein)
- der neue IV ist im Idealfall 3 bis 4 Jahre jünger als Akanji, um auch eine gute Altersstaffelung in der Defensive zu bekommen (die ist aktuell eher problematisch)
- der neue IV ist bereits so gut, das er ohne große Probleme auch Stamm-IV sein kann
- der neue IV hat eine gute Dynamik und Geschwindigkeit, um Guerreiro hier gut genug absichern zu können
- der neue IV kann auch mal ein paar Spiele den LV geben (was uns die Möglichkeit gibt, Schulz endlich loszuwerden)
Das sind etliche Punkte und auch nicht leicht umsetzbar. Gerade aber in der Bundesliga gibt es mit dem hier schon gehandelten Nico Schlotterbeck und auch mit Ndicka gleich zwei Kandidaten, denen ich diese Übergangs-Rolle in der Saison 2022/23 zutrauen würde und die auch perspektivisch neben Akanji den Platz des zweiten Stamm-IV einnehmen können.
Herausfordernd wird hierbei auch die Finanzierung, da es schwer sein wird, irgendwo anders genug Ablösen zu generieren, um auch noch in der IV tätig zu werden. Potentielle (nenenswerte) Ablösen sind in der Abwehr nur durch Akanji und Guerreiro zu generieren, aber die sollen ja bleiben.
Zitat von BolzplatzPoehler
Könnte mir zwar auch mit Adeyemi und Zakaria im Umschalten eine deutliche Verbesserung vorstellen aber insofern die Gegner nicht von einem Tag auf den anderen plötzlich offensiver angreifen statt hinten den Bus zu parken, werden diese Transfers wohl in der Tat nicht das Problem des Kaders/ der taktischen und systemischen Unausgeglichheit lösen können. Dies hätte eine noch größere Fokussierung auf die Offensive zur Folge, die auch im Gegenpressing zulegen kann. Im Spielaufbau sehe ich da aber kaum eine Verbesserung, wenn die AVs für den Spielaufbau zu schwach sind. Das klingt sehr schlüssig @BVBBC
Die AV's als zentrales Thema der Transferpolitik zu machen, halte ich also auch für sinnvoll. Zu blöd, dass man hier einen Spieler mit langfristigem Vertrag an der Backe hat, der nur selten den Ansprüchen genügt. Meunier wird nicht gehen, weil kein Abnehmer und damit auch kein finanzieller Spielraum.
Ebenso wird man das Tempodefizit auf der linken Abwehrseite um Hummels und Guerreiro nicht in dem Griff bekommen, weil vermutlich auch nächstes Jahr noch Hummels den Stamm IV gibt.
Links haben wir zwar spielerische Qualität für den Spielaufbau aber ein großes Tempodefizit in der Defensive, was uns anfällig macht.
Rechts im Prinzip das Gegenteil.
Ideen sind wohl da. Scheitert nur an Umsetzungsmöglichkeiten
Hat Hakimi nicht nen jüngeren Bruder und möchte gerne verliehen werden zu uns?
Zitat von BVBBC
Es geht im Aufbau und in der Spielverbindung aber nicht unbedingt um die Offensiven, sondern viel mehr um die AV. Denn die sind im Rose System normalerweise die klaren Breitengeber, was so aber nur Guerreiro im Aufbau mit Qualität besetzen kann und nach vorne ist das dann alles nicht idealtypisch, wie man das von den AV besetzt hat. Wobei die Bayern das zuletzt eh sehr häufig eher asymmetrisch angelegt hatten, indem Pavard situativ rechts in eine 3er Kette abgekippt ist und Coman/Gnabry sowie Davies dadurch dann die Schienen besetzten. Das führte dann meist dazu, dass Sane einrückte und im linken Halbfeld agierte, wie eben bei uns die OA. So hatte man dann aber eben auch 3 mindestens solide Aufbauspieler hinten in der Kette und über die Schienen eine extrem hohe Offensivqualität. Bei uns geht, wenn Can auf dem Platz steht, der Aufbau meist nur über 2 Spieler, 3 falls Guerreiro fit ist - war er die Saison quasi noch nie so richtig - und von der Offensivqualität, die bei Schienenbesetzung gefordert ist, sind wir eh weit weg, insbesondere hinsichtlich Dynamik und Speed (mit Ball).
Weder sind wir dadurch so variabel, als dass man eine asymmetrische 3er Kette im Aufbau hinbekommen könnte, noch hat man die benötigten Qualitäten von irgendeinem AV oder Flügel, um die Schiene entsprechend zu besetzen. Vor allem Davies hat man eben einen auch für Rose idealtypischen Flügelläufer, mit dem man so variabel agieren kann und die Breite sowohl im Aufbau als auch tief in der gegnerischen Hälfte mit Qualität besetzen kann. Eigentlich bräuchte der BVB den Spielertyp gleich doppelt, man hat ihn aber nicht einmal. Dazu funktionierte es für die Bayern zuletzt sehr gut, wenn Sane oder Musiala im Halbfeld agierten - vor allem Musiala ist nicht mehr Flügelspieler als bspw. Brandt -, wie unsere Offensiven eben auch, weswegen es dann hauptsächlich darum geht, ob Can abkippt und damit die Pavard Situation herstellt oder ob er der Kimmich bleibt. Formationstechnisch sind wir daher nicht so weit weg, aber in Sachen Besetzungsoptionen der AV bzw. Schienen. Damit man sich Can also im Aufbau leisten kann, geht es transferpolitisch viel stärker um die Besetzung der AV als um die Offensive oder der Weg wird automatisch durch die Mitte gehen müssen, wo dann auch ein Can gefordert ist - und aktuell nur Bellingham 100% standhält.
Zitat von full_back
Ja, so sieht es leider aus. Aber ich frage mich echt, wie das sein kann - selbst wenn man keine richtigen Winger hat, sondern da teilweise Brandt, Reus, Reyna und Malen (bzw.: ist er jetzt eigentlich ein richtiger Außen?) einsetzen muss, ist das doch Positionsspiel, d.h. eine taktische Frage. Jeder Offensivspieler muss doch in der Lage sein, einfach die Außen zu besetzen und das Spiel breit zu machen?! Auch wenn das nicht ihre Idealposition ist. Das begreife ich irgendwie nicht.
Zitat von funnyfrisch
Mit dem Unterschied das wir keine Außen besetzen wie Bayern. Wir haben 0 breite und alles muss durch die Mitte laufen. Wird die Mitte zugestellt und die AV's wie Schulz zugepresst, bleibt nur lang und weit auf Haaland. Das wars
Zitat von BVBBC
So spielt man halt mit Can seit Wochen, egal ob mit Dahoud oder Bellingham daneben, nur dass die Aufgabenteilung relativ deutlich ist, indem Dahoud und Bellingham diejenigen sind, die mit nach vorne dürfen, aber nominell war das zuletzt immer eine Doppel-6, mit Reus davor ...
Zitat von funnyfrisch
Ich würde nie mit nur einem 6er spielen, wenn man nicht grade nen Typ "Alleslenker" Busquets im Kader hat. Bei dem Material welches wir haben würde ich immer mit zwei ZM's spielen, die sich gegenseitig ausgleichen. Bellingham/ Dahoud und Can können auch mal bis vor den 16er anlaufen, können alle aber auch hinten die Grätsche auspacken. Zakaria ist ein ähnlicher Typ und Witsel fällt wegen dem fehlenden offensiven Input / fehlender Geschwindigkeit, komplett aus dem Raster. (Deshalb soll Zakaria ja für Ihn kommen)
Bayern spielt ja auch mit Kimmich und Goretzka und so stelle ich mir das bei uns auch vor. Wenn der eine marschiert, sichert der andere ab.
Zitat von alisander
Wir würdest du ihn denn dann in unserer Mannschaft einsetzen?
Er scheint dann ja nicht Witsel zu ersetzen können als 6er.
Mir fehlt dann die Idee, was und wie er spielen kann/soll.
Zitat von funnyfrisch
Finde er ist der typische Box 2 Box Spieler. Erinnert euch an die tiefen Läufe gegen uns und das Tor, erinnert an Bellingham. Er kann aber auch defensiv viel ablaufen und ist zweikampfstark. Muss bei Gladbach ja auch jetzt zeitweise den IV geben. Er ist eine Mischung aus Can und Bellingham, aber kein klarer 6er der das Spiel aufbauen und lenken kann, bei einem Topclub.
Zitat von alisander
Frage an diejenigen, die ihn mehrfach beobachten konnten.
Es geht um Zakaria. Ist er eher 6er oder Richtig 8er?
Ich habe gestern eine Statistik gelesenen, dass er hinter Haaland der 5/6 schnellste Spieler in der Liga ist. Das wäre ja mal eine Dynamik auf der 6, die wir lange nicht hatten.
Danke für die Einschätzung
Frage an diejenigen, die ihn mehrfach beobachten konnten.
Es geht um Zakaria. Ist er eher 6er oder Richtig 8er?
Ich habe gestern eine Statistik gelesenen, dass er hinter Haaland der 5/6 schnellste Spieler in der Liga ist. Das wäre ja mal eine Dynamik auf der 6, die wir lange nicht hatten.
Danke für die Einschätzung
Finde er ist der typische Box 2 Box Spieler. Erinnert euch an die tiefen Läufe gegen uns und das Tor, erinnert an Bellingham. Er kann aber auch defensiv viel ablaufen und ist zweikampfstark. Muss bei Gladbach ja auch jetzt zeitweise den IV geben. Er ist eine Mischung aus Can und Bellingham, aber kein klarer 6er der das Spiel aufbauen und lenken kann, bei einem Topclub.
Wir würdest du ihn denn dann in unserer Mannschaft einsetzen?
Er scheint dann ja nicht Witsel zu ersetzen können als 6er.
Mir fehlt dann die Idee, was und wie er spielen kann/soll.
Ich würde nie mit nur einem 6er spielen, wenn man nicht grade nen Typ "Alleslenker" Busquets im Kader hat. Bei dem Material welches wir haben würde ich immer mit zwei ZM's spielen, die sich gegenseitig ausgleichen. Bellingham/ Dahoud und Can können auch mal bis vor den 16er anlaufen, können alle aber auch hinten die Grätsche auspacken. Zakaria ist ein ähnlicher Typ und Witsel fällt wegen dem fehlenden offensiven Input / fehlender Geschwindigkeit, komplett aus dem Raster. (Deshalb soll Zakaria ja für Ihn kommen)
Bayern spielt ja auch mit Kimmich und Goretzka und so stelle ich mir das bei uns auch vor. Wenn der eine marschiert, sichert der andere ab.
So spielt man halt mit Can seit Wochen, egal ob mit Dahoud oder Bellingham daneben, nur dass die Aufgabenteilung relativ deutlich ist, indem Dahoud und Bellingham diejenigen sind, die mit nach vorne dürfen, aber nominell war das zuletzt immer eine Doppel-6, mit Reus davor ...
Mit dem Unterschied das wir keine Außen besetzen wie Bayern. Wir haben 0 breite und alles muss durch die Mitte laufen. Wird die Mitte zugestellt und die AV's wie Schulz zugepresst, bleibt nur lang und weit auf Haaland. Das wars
Ja, so sieht es leider aus. Aber ich frage mich echt, wie das sein kann - selbst wenn man keine richtigen Winger hat, sondern da teilweise Brandt, Reus, Reyna und Malen (bzw.: ist er jetzt eigentlich ein richtiger Außen?) einsetzen muss, ist das doch Positionsspiel, d.h. eine taktische Frage. Jeder Offensivspieler muss doch in der Lage sein, einfach die Außen zu besetzen und das Spiel breit zu machen?! Auch wenn das nicht ihre Idealposition ist. Das begreife ich irgendwie nicht.
Es geht im Aufbau und in der Spielverbindung aber nicht unbedingt um die Offensiven, sondern viel mehr um die AV. Denn die sind im Rose System normalerweise die klaren Breitengeber, was so aber nur Guerreiro im Aufbau mit Qualität besetzen kann und nach vorne ist das dann alles nicht idealtypisch, wie man das von den AV besetzt hat. Wobei die Bayern das zuletzt eh sehr häufig eher asymmetrisch angelegt hatten, indem Pavard situativ rechts in eine 3er Kette abgekippt ist und Coman/Gnabry sowie Davies dadurch dann die Schienen besetzten. Das führte dann meist dazu, dass Sane einrückte und im linken Halbfeld agierte, wie eben bei uns die OA. So hatte man dann aber eben auch 3 mindestens solide Aufbauspieler hinten in der Kette und über die Schienen eine extrem hohe Offensivqualität. Bei uns geht, wenn Can auf dem Platz steht, der Aufbau meist nur über 2 Spieler, 3 falls Guerreiro fit ist - war er die Saison quasi noch nie so richtig - und von der Offensivqualität, die bei Schienenbesetzung gefordert ist, sind wir eh weit weg, insbesondere hinsichtlich Dynamik und Speed (mit Ball).
Weder sind wir dadurch so variabel, als dass man eine asymmetrische 3er Kette im Aufbau hinbekommen könnte, noch hat man die benötigten Qualitäten von irgendeinem AV oder Flügel, um die Schiene entsprechend zu besetzen. Vor allem Davies hat man eben einen auch für Rose idealtypischen Flügelläufer, mit dem man so variabel agieren kann und die Breite sowohl im Aufbau als auch tief in der gegnerischen Hälfte mit Qualität besetzen kann. Eigentlich bräuchte der BVB den Spielertyp gleich doppelt, man hat ihn aber nicht einmal. Dazu funktionierte es für die Bayern zuletzt sehr gut, wenn Sane oder Musiala im Halbfeld agierten - vor allem Musiala ist nicht mehr Flügelspieler als bspw. Brandt -, wie unsere Offensiven eben auch, weswegen es dann hauptsächlich darum geht, ob Can abkippt und damit die Pavard Situation herstellt oder ob er der Kimmich bleibt. Formationstechnisch sind wir daher nicht so weit weg, aber in Sachen Besetzungsoptionen der AV bzw. Schienen. Damit man sich Can also im Aufbau leisten kann, geht es transferpolitisch viel stärker um die Besetzung der AV als um die Offensive oder der Weg wird automatisch durch die Mitte gehen müssen, wo dann auch ein Can gefordert ist - und aktuell nur Bellingham 100% standhält.
Könnte mir zwar auch mit Adeyemi und Zakaria im Umschalten eine deutliche Verbesserung vorstellen aber insofern die Gegner nicht von einem Tag auf den anderen plötzlich offensiver angreifen statt hinten den Bus zu parken, werden diese Transfers wohl in der Tat nicht das Problem des Kaders/ der taktischen und systemischen Unausgeglichheit lösen können. Dies hätte eine noch größere Fokussierung auf die Offensive zur Folge, die auch im Gegenpressing zulegen kann. Im Spielaufbau sehe ich da aber kaum eine Verbesserung, wenn die AVs für den Spielaufbau zu schwach sind. Das klingt sehr schlüssig @BVBBC
Die AV's als zentrales Thema der Transferpolitik zu machen, halte ich also auch für sinnvoll. Zu blöd, dass man hier einen Spieler mit langfristigem Vertrag an der Backe hat, der nur selten den Ansprüchen genügt. Meunier wird nicht gehen, weil kein Abnehmer und damit auch kein finanzieller Spielraum.
Ebenso wird man das Tempodefizit auf der linken Abwehrseite um Hummels und Guerreiro nicht in dem Griff bekommen, weil vermutlich auch nächstes Jahr noch Hummels den Stamm IV gibt.
Links haben wir zwar spielerische Qualität für den Spielaufbau aber ein großes Tempodefizit in der Defensive, was uns anfällig macht.
Rechts im Prinzip das Gegenteil.
Ideen sind wohl da. Scheitert nur an Umsetzungsmöglichkeiten
Hat Hakimi nicht nen jüngeren Bruder und möchte gerne verliehen werden zu uns?

Die Lage ist in der Abwehr noch sehr unübersichtlich, da man eben mit dem auslaufenden Vertrag von Zagdou am Saisonende und den auslaufenden Verträgen von Hummels, Akanji und Guerreiro 2023 etliche Baustellen hat. Dabei kann ich mir nur schwer vorstellen, dass man vereinsseitig gleich alle 4 innerhalb von 12 Monaten ablösefrei verlieren möchte.
Was zukünftige Transfers angeht, wäre m.E. ohnehin nur auf Akanji und Guerreiro abzustellen, Hummels (altersbedingt) und Zagadou (verletzungsbedingt) dürfen hier m.E. keine besondere Rolle mehr spielen.
Der Ansatzpunkt die AV im speziellen und übergeordnet auch den gesamten Aufbau zu verbessern, würde unter bestimmten Umständen nicht nur über die AV selbst gehen, sondern auch indirekt über die IV. Es wäre durchaus lösbar, diese Thematik über ein Vorziehen der Hummels-Nachfolge anzugehen. Das ist nicht einfach und bedarf einiger Prämissen. Bei den Prämissen geht es dabei nicht nur um das Erfüllen können, sondern auch besonders um das Erfüllen wollen.
Hintergrund des Gedankengangs ist der m.E. durchaus interessante IV-Markt im Sommer. Es gibt da einige spannende Kandidaten, deren Verträge in 2023 auslaufen und die entsprechend auf den Markt kommen dürften.
Die Prämissen sind wie folgt (alles unter der Annahme, dass Akanji und Guerreiro bei uns bleiben):
- die vorbehaltlose Position von Hummels als Stammspieler muss vereinsseitig aufgegeben werden. Mannschaftstaktisch ist er ja schon seit der Rückkehr nicht unumstritten, dazu baut er sichtbar jetzt auch individuell ab.
- der neue IV hat einen starken linken Fuß
- der neue IV ist ein kompletter Spieler, er darf keine besonderen Defizite im Aufbauspiel haben (muss aber jetzt auch nicht so stark wie Hummels in besten Zeiten sein)
- der neue IV ist im Idealfall 3 bis 4 Jahre jünger als Akanji, um auch eine gute Altersstaffelung in der Defensive zu bekommen (die ist aktuell eher problematisch)
- der neue IV ist bereits so gut, das er ohne große Probleme auch Stamm-IV sein kann
- der neue IV hat eine gute Dynamik und Geschwindigkeit, um Guerreiro hier gut genug absichern zu können
- der neue IV kann auch mal ein paar Spiele den LV geben (was uns die Möglichkeit gibt, Schulz endlich loszuwerden)
Das sind etliche Punkte und auch nicht leicht umsetzbar. Gerade aber in der Bundesliga gibt es mit dem hier schon gehandelten Nico Schlotterbeck und auch mit Ndicka gleich zwei Kandidaten, denen ich diese Übergangs-Rolle in der Saison 2022/23 zutrauen würde und die auch perspektivisch neben Akanji den Platz des zweiten Stamm-IV einnehmen können.
Herausfordernd wird hierbei auch die Finanzierung, da es schwer sein wird, irgendwo anders genug Ablösen zu generieren, um auch noch in der IV tätig zu werden. Potentielle (nenenswerte) Ablösen sind in der Abwehr nur durch Akanji und Guerreiro zu generieren, aber die sollen ja bleiben.
Habe das mal in diesen Thread gezogen.
Ich denke, mit deinen Beschreibung eines neuen Innenverteidigers geht jeder konform. Schwierig wird es erst dann, wenn der Markt einen besseren IV aufbietet, der aber schlechter ins Profil passt.
Das ist ja allgemein das Problem bei Transfers.
Für mich stellt sich erst einmal die Frage, ob wir den Weg mit Rose konsequent weitergehen wollen. Ich hoffe, dass wir dazu bereit sind. Dann sollten die Transfer entsprechend abgestimmt werden.
Ich denke, bezüglich Roses Spielphilosophie ist es sehr wichtig, dass wir hoch stehen können und vorne im Pressing Druck auf den Ball bekommen.
Ein weiterer Verteidiger, der hoch stehen und notfalls die gegnerischen Stürmer noch ablaufen kann, wäre sicher wünschenswert.
Ansonsten bin ich der Meinung, dass mehr Fähigkeiten gegen den Ball als mit dem Ball dem Kader zugefügt werden sollten.
Mir geht es vor allem darum, dass Rose viele Möglichkeiten fehlen, Intensität, ein starkes Pressing und eine stabile Abwehr hinzubekommen.
Die Problematik Hummels/Guerreiro wurde hier schon oft diskutiert. Ein IV neuer IV könnte besser mit Guerreiro harmonieren.
Genauso würde ich mir aber einen neuen LV wünschen, der Defensivstärke und gutes Pressingverhalten mitbringt. In den Punkten gibt es hinten links viel Potenzial. Diese Möglichkeit sollte man Rose geben. Es muss dann nicht unbedingt ein neuer Stamm-LV werden. Aber ein LV, der mit Hummels harmoniert und allgemein Roses Ideen bezüglich Intensität und Pressing stützt, würde sicher seine Einsatzzeiten bekommen und uns helfen. So einer fehlt aber eben komplett in Roses Baukasten.
Im Mittelfeld sind die Qualitäten gegen den Ball auch dünn. Stark sehe ich dort nur Bellingham und Can. Can dort einzubauen ist aber schon kompliziert. Bei drei Mittelfeldplätzen sind dann recht schnell zwei oder sogar alle drei Positionen zwangsläufig schlecht gegen den Ball besetzt (wenn Bellingham ausfällt). Hier sollte es ebenfalls mehr Alternativen geben. Dabei geht es mir aber nicht nur um Defensivspezialisten. Wenn man beispielsweise auf der offensiven Acht einen Sabitzer statt einen Brandt bringen könnte, verbessert das auch das Verhalten gegen den Ball.
Mit Zakaria scheinen wir unser Mittelfeld gegen den Ball aufwerten zu wollen. Ob er nun der passendste Spielertyp ist, bin ich auch skeptisch.
Rose die Möglichkeit zu geben, auf der Sechs und Acht mehr Defensivstärke einzubringen, ist jedenfalls willkommen. Wie gesagt nur mit Can und Bellingham die passende Balance zwischen Pressing, Intensität und spielerischer Qualität zu finden, halte ich für schwierig; zumal diese Spieler nicht immer zur Verfügung stehen und bei Can eben seine Mängel bestehen.
Vorne fehlt es mir auch an Qualität gegen den Ball. Dabei möchte Rose ein aggressives Pressing spielen. Er zeigt dabei auch keine so guten Pressingstrukturen wie Pep, bei dem erst der Ball hin und her geschoben wird, bis jeder in Position gelaufen ist. Auch sind die Spieler bei Pep ausgeruhter, da der eigene Aufwand durch das Ballbesitzspiel geringer ist. So können sie mit voller Intensität pressen.
Rose braucht also viel eher Spieler, die lauf- und zweikampfstark sind und sich klug im Pressing verhalten. Sie müssen auch in eher chaotischen Situation, die richtigen Entscheidungen im Pressing treffen können.
Wenn man ein aggressives Pressing spielen möchte, halte ich die Fähigkeiten gegen den Ball bei den Offensivspielern für besonders wichtig.
Daher würde ich mir vorne weniger einen neuen Sancho wünschen, da dieser eh nicht die gleiche Qualität haben könnte. Mir wäre dann eher jemand wie Kuba 11/12 lieber. Kuba war einerseits herausragend gegen den Ball, hat aber andererseits ebenfalls mit Ball einiges bewirken können (19 Scorer in 2564 Spielminuten).
Also, mir geht es darum, dass Rose einen Baukasten bekommt, mit dem er bedingslos seine Ideen von Pressing und Intensität durchziehen könnte.
Erst dann hätte Rose tatsächlich die Möglichkeit, die passende Balance zu finden. Und erst dann weiß man, ob Rose seine Ideen auf hohem Niveau umgesetzt bekommt.
PS: Mir geht es nicht um neue Pressing-Monster, die nichts am Ball können. Nur würde ich bei fast allen Transfers darauf achten, dass sie uns bezüglich Pressing und Intensität voranbringen.
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