Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt
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Albert Riera
Geburtsdatum 15.04.1982
Alter 44
Nat. Spanien  Spanien
Funktion Trainer
Akt. Verein Roter Stern Belgrad

Albert Riera [Cheftrainer]

30.01.2026 - 19:03 Uhr
Albert Riera [Cheftrainer] |#1301
22.06.2026 - 09:31 Uhr
Sack Reis
Albert Riera [Cheftrainer] |#1302
22.06.2026 - 10:46 Uhr
Zitat von mr_congo
Zitat von Concor_aquila

Nicht nur die Eintracht ist schlecht, die ganze Bundesliga ist es.

https://www.bild.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-ex-trainer-albert-riera-verspottet-die-bundesliga-6a37c160af14c0b5289619a4

Er macht den Eindruck eines beleidigten Kleinkinds.


„Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

„Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“


Wenn man einfach mal die beiden Aussagen sachlich betrachtet, ist da schon was dran.

Wenn man Augsburg, Mainz, Union Berlin und St. Pauli nimmt, dann spielen die nach meiner Wahrnehmung meist ein 5-4-1 oder 4-5-1 und verteidigen im tiefen Block. Wenn man weder Flügelspieler mit sehr gutem offensivem 1vs1 hat (wie Bayern oder Leipzig) noch über Außenbahnspieler verfügt, die hervorragende Hereingaben liefern (wie der BvB mit Ryerson/Svensson), dann lässt man da Punkte liegen, obwohl die Spielidee der Gegner eher destruktiv und wenig komplex ist. Dass das für jemanden wie Riera, dessen Spielidee vor allem Dominanz durch Ballbesitz ist, nicht sehr befriedigend ist, kann ich schon nachvollziehen.

Die Bundesliga steht jedenfalls außerhalb der Top 6 nicht unbedingt für kreativen und attraktiven Offensivfußball und ist auch nicht bekannt dafür, spektakuläre innovative Ideen für das Spiel zu entwickeln.

Die zweite Aussage, dass Celje gegen Frankfurt konkurrenzfähig wäre, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Wenn man die Conference League beobachtet, sieht man, dass sich die Favoriten aus den Top5 Ligen echt schwer tun, ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Auch die Eintracht ist in diesem Wettbewerb schon an Grenzen gestoßen.

Die Bundesliga wäre aus meiner Sicht gut beraten, so eine Kritik nicht gleich als persönlich motiviert abzulehnen, sondern sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Viele Teams in der Bundesliga könnten aktiver, spielbestimmender sein und auch eine Idee bei eigenem Ballbesitz entwickeln, die über lange Bälle hinausgeht.
Albert Riera [Cheftrainer] |#1303
22.06.2026 - 11:01 Uhr
Zitat von Satorius
Zitat von mr_congo

Zitat von Concor_aquila

Nicht nur die Eintracht ist schlecht, die ganze Bundesliga ist es.

https://www.bild.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-ex-trainer-albert-riera-verspottet-die-bundesliga-6a37c160af14c0b5289619a4

Er macht den Eindruck eines beleidigten Kleinkinds.


„Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

„Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“


Wenn man einfach mal die beiden Aussagen sachlich betrachtet, ist da schon was dran.

Wenn man Augsburg, Mainz, Union Berlin und St. Pauli nimmt, dann spielen die nach meiner Wahrnehmung meist ein 5-4-1 oder 4-5-1 und verteidigen im tiefen Block. Wenn man weder Flügelspieler mit sehr gutem offensivem 1vs1 hat (wie Bayern oder Leipzig) noch über Außenbahnspieler verfügt, die hervorragende Hereingaben liefern (wie der BvB mit Ryerson/Svensson), dann lässt man da Punkte liegen, obwohl die Spielidee der Gegner eher destruktiv und wenig komplex ist. Dass das für jemanden wie Riera, dessen Spielidee vor allem Dominanz durch Ballbesitz ist, nicht sehr befriedigend ist, kann ich schon nachvollziehen.

Die Bundesliga steht jedenfalls außerhalb der Top 6 nicht unbedingt für kreativen und attraktiven Offensivfußball und ist auch nicht bekannt dafür, spektakuläre innovative Ideen für das Spiel zu entwickeln.

Die zweite Aussage, dass Celje gegen Frankfurt konkurrenzfähig wäre, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Wenn man die Conference League beobachtet, sieht man, dass sich die Favoriten aus den Top5 Ligen echt schwer tun, ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Auch die Eintracht ist in diesem Wettbewerb schon an Grenzen gestoßen.

Die Bundesliga wäre aus meiner Sicht gut beraten, so eine Kritik nicht gleich als persönlich motiviert abzulehnen, sondern sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Viele Teams in der Bundesliga könnten aktiver, spielbestimmender sein und auch eine Idee bei eigenem Ballbesitz entwickeln, die über lange Bälle hinausgeht.

Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Die Bundesliga ist wirklich kein Maßstab für attraktiven Offensivfußball, da hast Du Recht und es wäre wirklich nicht verkehrt, wenn es da irgendwann mal ein Umdenken gäbe.

Und genau wie Du kann ich Celje nicht beurteilen und würde auch nicht ausschließen, dass ein solcher auf dem Papier natürlich kleinerer und schwächer besetzter Verein auch mal gegen einen an sich größeren Gegner wie die Eintracht (oder vermutlich jeden Bundesligaverein) würde mithalten können. Man sieht ja auch bei der WM gerade, dass es da die eine oder andere Überraschung gibt und die "Großen" sich trotz ihrer Superstars teilweise schwer tun können.

Aber: Rieras Gesamtauftreten, seine Pressekonferenzen, seine ermüdenden Monologe, die Selbstbeweihräucherung und die teils irrationale Kritik an Reportern, Gegnern und Spielern, die er als Trainer der Eintracht geäußert hat, macht es halt trotz der an sich guten Punkte schwer, ihn ernst zu nehmen in solchen Aussagen. Es fügt sich in ein Bild der Selbstüberschätzung und mangelnden Selbstreflexion, das man über seine paar Monate in Frankfurt hinweg gewonnen hat. Auch solche Aussagen, dass er keinen Frankfurtspieler mitnehmen würde, wenn er könnte. Klar, solche Graupen wie Nene Brown, Arnaud Kalimuendo oder Can Uzun würden keinem anderen Team gut tun. Da spricht natürlich Frust über die Entlassung aus ihm, genau wie bei dieser Generalkritik. Auch wenn er teilweise auf Dinge verweist, mit denen ich übereinstimme, ist die Motivation in meinen Augen dennoch persönlich motiviert. Lernen kann man aus den darin enthaltenen Körnchen Wahrheit vielleicht dennoch etwas.

•     •     •

Eintracht Frankfurt
DFB-Pokalsieger 2018 - Bruda, schlag den Ball lang!
EL-Sieger 2022 - Mit dem Jürgen. Für den Jürgen!

"Die Definition von abenteuerlich ist, wenn ein Medium, das zu 51% dem Springer Verlag gehört, andere Quellen als 'zu unseriös' sperrt." - uwebeintracht, 2019
Albert Riera [Cheftrainer] |#1304
22.06.2026 - 12:10 Uhr
„Ein Leader muss jeden verdammten Tag ein Vorbild sein. Man ist kein Anführer wegen eines großen Namens oder weil man 15 Jahre im Verein ist, oder weil man mal ein Tor bei einer WM geschossen hat.“

Solche Aussagen sind an Unprofessionalität nicht zu überbieten, ich finde es wirklich schon armselig wie er versucht sich mit solchen Aussagen zu retten.

Wenn ich ein Vereinsverantwortlicher wäre und hätte Riera auf dem Schirm, dann würde mich schon direkt dieses gejammere und beschuldigen abschrecken. Mit diesem Charakter möchte doch keiner Zusammen arbeiten, durch so einen Typ verliert jeder Verein sein Gesicht, jeder Chef seine Kompetenz und jeder Spieler seine Form.

Man muss ja nicht mit der rosaroten Brille nach seiner Entlassung rumrennen und allen erzählen wie geil die Eintracht ist und er selbst das Hauptproblem war. Er ist nicht der alleinige Hauptschuldige, es gab definitiv schon Gräben vor seinem Amtsantritt. Aber bei ihm ist es ja genau das Gegenteil und alles und jeder außer er selbst trägt die Schuld an seinem scheitern.

Was bin ich froh, dass dieser Typ hier weg ist. Nur leider glaub ich nicht, dass es so schnell ruhig um ihn wird. Das Nachtreten fängt ja gefühlt erst an.

•     •     •

Eintracht Frankfurt ein Leben lang!
Albert Riera [Cheftrainer] |#1305
22.06.2026 - 13:44 Uhr
Zitat von CornyTalks
Zitat von Satorius

Zitat von mr_congo

Zitat von Concor_aquila

Nicht nur die Eintracht ist schlecht, die ganze Bundesliga ist es.

https://www.bild.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-ex-trainer-albert-riera-verspottet-die-bundesliga-6a37c160af14c0b5289619a4

Er macht den Eindruck eines beleidigten Kleinkinds.


„Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

„Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“


Wenn man einfach mal die beiden Aussagen sachlich betrachtet, ist da schon was dran.

Wenn man Augsburg, Mainz, Union Berlin und St. Pauli nimmt, dann spielen die nach meiner Wahrnehmung meist ein 5-4-1 oder 4-5-1 und verteidigen im tiefen Block. Wenn man weder Flügelspieler mit sehr gutem offensivem 1vs1 hat (wie Bayern oder Leipzig) noch über Außenbahnspieler verfügt, die hervorragende Hereingaben liefern (wie der BvB mit Ryerson/Svensson), dann lässt man da Punkte liegen, obwohl die Spielidee der Gegner eher destruktiv und wenig komplex ist. Dass das für jemanden wie Riera, dessen Spielidee vor allem Dominanz durch Ballbesitz ist, nicht sehr befriedigend ist, kann ich schon nachvollziehen.

Die Bundesliga steht jedenfalls außerhalb der Top 6 nicht unbedingt für kreativen und attraktiven Offensivfußball und ist auch nicht bekannt dafür, spektakuläre innovative Ideen für das Spiel zu entwickeln.

Die zweite Aussage, dass Celje gegen Frankfurt konkurrenzfähig wäre, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Wenn man die Conference League beobachtet, sieht man, dass sich die Favoriten aus den Top5 Ligen echt schwer tun, ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Auch die Eintracht ist in diesem Wettbewerb schon an Grenzen gestoßen.

Die Bundesliga wäre aus meiner Sicht gut beraten, so eine Kritik nicht gleich als persönlich motiviert abzulehnen, sondern sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Viele Teams in der Bundesliga könnten aktiver, spielbestimmender sein und auch eine Idee bei eigenem Ballbesitz entwickeln, die über lange Bälle hinausgeht.

Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Die Bundesliga ist wirklich kein Maßstab für attraktiven Offensivfußball, da hast Du Recht und es wäre wirklich nicht verkehrt, wenn es da irgendwann mal ein Umdenken gäbe.

Und genau wie Du kann ich Celje nicht beurteilen und würde auch nicht ausschließen, dass ein solcher auf dem Papier natürlich kleinerer und schwächer besetzter Verein auch mal gegen einen an sich größeren Gegner wie die Eintracht (oder vermutlich jeden Bundesligaverein) würde mithalten können. Man sieht ja auch bei der WM gerade, dass es da die eine oder andere Überraschung gibt und die "Großen" sich trotz ihrer Superstars teilweise schwer tun können.

Aber: Rieras Gesamtauftreten, seine Pressekonferenzen, seine ermüdenden Monologe, die Selbstbeweihräucherung und die teils irrationale Kritik an Reportern, Gegnern und Spielern, die er als Trainer der Eintracht geäußert hat, macht es halt trotz der an sich guten Punkte schwer, ihn ernst zu nehmen in solchen Aussagen. Es fügt sich in ein Bild der Selbstüberschätzung und mangelnden Selbstreflexion, das man über seine paar Monate in Frankfurt hinweg gewonnen hat. Auch solche Aussagen, dass er keinen Frankfurtspieler mitnehmen würde, wenn er könnte. Klar, solche Graupen wie Nene Brown, Arnaud Kalimuendo oder Can Uzun würden keinem anderen Team gut tun. Da spricht natürlich Frust über die Entlassung aus ihm, genau wie bei dieser Generalkritik. Auch wenn er teilweise auf Dinge verweist, mit denen ich übereinstimme, ist die Motivation in meinen Augen dennoch persönlich motiviert. Lernen kann man aus den darin enthaltenen Körnchen Wahrheit vielleicht dennoch etwas.


Also dem letzten Absatz kann ich vollkommen zustimmen.👍️
Und ja, grundsätzlich sollte man jede Kritik nicht einfach abtun, weil selbst jeder Volltrottel auch mal irgendwo ins Schwarze treffen kann.
Aber bei eurer Kritik an der Bundesliga frage ich mich dann schon, ob es nicht zumindest falsch ist, diese auf die Bundesliga zu begrenzen (und damit auch diesen Teil von Riera`s wenigen irgendwie richtigen Äußerungen zumindest zu relativieren)?
Welche Mannschaften tun sich denn gegen tiefstehende Gegner, die das gut können und dann vielleicht noch 2-3 gute Konterspieler haben, nicht schwer?
Da gibt es doch in ganz Europa vielleicht 10 Vereine die das regelmäßig relativ souverän hinbekommen.
Alle anderen schaffen das immer mal wieder, aber doch nicht mit einer Konstanz, in der man sagen könnte, die haben das System geknackt.
Selbst Barca in seiner besten Zeit (für mich die dominanteste Mannschaft aller Zeiten) hat sich regelmäßig an Mourinho-Defensiven die Zähne ausgebissen.
Defensive ist nunmal einfacher als Offensive, weshalb gute Trainer auch immer erstmal für eine gewisse Stabilität und Konstanz in diesem Bereich sorgen, wenn sie während der Saison neu zu einem Verein kommen und nicht gleich nach 2 Wochen wieder alles auf links drehen ...

•     •     •

Mind.100 Bundesligaspiele (Positionen laut TM):
Hradecky, Stein, Trapp
Berthold, Binz, Hinteregger, Körbel, Ndicka, Neuberger, Pezzey, Tuta
Bein, Götze, Hölzenbein, Kostic, Möller, Nachtweih, Nickel, Rode
Cha, Grabowski, Meier, Yeboah
***
Ein Experte ist jemand der dir heute vorhersagt, was morgen passieren wird und der dir übermorgen erklärt, warum es gestern anders gekommen ist.
Albert Riera [Cheftrainer] |#1306
22.06.2026 - 16:15 Uhr
Zitat von thwasu

Zitat von CornyTalks

Zitat von Satorius

Zitat von mr_congo

Zitat von Concor_aquila

Nicht nur die Eintracht ist schlecht, die ganze Bundesliga ist es.

https://www.bild.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-ex-trainer-albert-riera-verspottet-die-bundesliga-6a37c160af14c0b5289619a4

Er macht den Eindruck eines beleidigten Kleinkinds.


„Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

„Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“


Wenn man einfach mal die beiden Aussagen sachlich betrachtet, ist da schon was dran.

Wenn man Augsburg, Mainz, Union Berlin und St. Pauli nimmt, dann spielen die nach meiner Wahrnehmung meist ein 5-4-1 oder 4-5-1 und verteidigen im tiefen Block. Wenn man weder Flügelspieler mit sehr gutem offensivem 1vs1 hat (wie Bayern oder Leipzig) noch über Außenbahnspieler verfügt, die hervorragende Hereingaben liefern (wie der BvB mit Ryerson/Svensson), dann lässt man da Punkte liegen, obwohl die Spielidee der Gegner eher destruktiv und wenig komplex ist. Dass das für jemanden wie Riera, dessen Spielidee vor allem Dominanz durch Ballbesitz ist, nicht sehr befriedigend ist, kann ich schon nachvollziehen.

Die Bundesliga steht jedenfalls außerhalb der Top 6 nicht unbedingt für kreativen und attraktiven Offensivfußball und ist auch nicht bekannt dafür, spektakuläre innovative Ideen für das Spiel zu entwickeln.

Die zweite Aussage, dass Celje gegen Frankfurt konkurrenzfähig wäre, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Wenn man die Conference League beobachtet, sieht man, dass sich die Favoriten aus den Top5 Ligen echt schwer tun, ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Auch die Eintracht ist in diesem Wettbewerb schon an Grenzen gestoßen.

Die Bundesliga wäre aus meiner Sicht gut beraten, so eine Kritik nicht gleich als persönlich motiviert abzulehnen, sondern sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Viele Teams in der Bundesliga könnten aktiver, spielbestimmender sein und auch eine Idee bei eigenem Ballbesitz entwickeln, die über lange Bälle hinausgeht.

Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Die Bundesliga ist wirklich kein Maßstab für attraktiven Offensivfußball, da hast Du Recht und es wäre wirklich nicht verkehrt, wenn es da irgendwann mal ein Umdenken gäbe.

Und genau wie Du kann ich Celje nicht beurteilen und würde auch nicht ausschließen, dass ein solcher auf dem Papier natürlich kleinerer und schwächer besetzter Verein auch mal gegen einen an sich größeren Gegner wie die Eintracht (oder vermutlich jeden Bundesligaverein) würde mithalten können. Man sieht ja auch bei der WM gerade, dass es da die eine oder andere Überraschung gibt und die "Großen" sich trotz ihrer Superstars teilweise schwer tun können.

Aber: Rieras Gesamtauftreten, seine Pressekonferenzen, seine ermüdenden Monologe, die Selbstbeweihräucherung und die teils irrationale Kritik an Reportern, Gegnern und Spielern, die er als Trainer der Eintracht geäußert hat, macht es halt trotz der an sich guten Punkte schwer, ihn ernst zu nehmen in solchen Aussagen. Es fügt sich in ein Bild der Selbstüberschätzung und mangelnden Selbstreflexion, das man über seine paar Monate in Frankfurt hinweg gewonnen hat. Auch solche Aussagen, dass er keinen Frankfurtspieler mitnehmen würde, wenn er könnte. Klar, solche Graupen wie Nene Brown, Arnaud Kalimuendo oder Can Uzun würden keinem anderen Team gut tun. Da spricht natürlich Frust über die Entlassung aus ihm, genau wie bei dieser Generalkritik. Auch wenn er teilweise auf Dinge verweist, mit denen ich übereinstimme, ist die Motivation in meinen Augen dennoch persönlich motiviert. Lernen kann man aus den darin enthaltenen Körnchen Wahrheit vielleicht dennoch etwas.


Also dem letzten Absatz kann ich vollkommen zustimmen.👍️
Und ja, grundsätzlich sollte man jede Kritik nicht einfach abtun, weil selbst jeder Volltrottel auch mal irgendwo ins Schwarze treffen kann.
Aber bei eurer Kritik an der Bundesliga frage ich mich dann schon, ob es nicht zumindest falsch ist, diese auf die Bundesliga zu begrenzen (und damit auch diesen Teil von Riera`s wenigen irgendwie richtigen Äußerungen zumindest zu relativieren)?
Welche Mannschaften tun sich denn gegen tiefstehende Gegner, die das gut können und dann vielleicht noch 2-3 gute Konterspieler haben, nicht schwer?
Da gibt es doch in ganz Europa vielleicht 10 Vereine die das regelmäßig relativ souverän hinbekommen.
Alle anderen schaffen das immer mal wieder, aber doch nicht mit einer Konstanz, in der man sagen könnte, die haben das System geknackt.
Selbst Barca in seiner besten Zeit (für mich die dominanteste Mannschaft aller Zeiten) hat sich regelmäßig an Mourinho-Defensiven die Zähne ausgebissen.
Defensive ist nunmal einfacher als Offensive, weshalb gute Trainer auch immer erstmal für eine gewisse Stabilität und Konstanz in diesem Bereich sorgen, wenn sie während der Saison neu zu einem Verein kommen und nicht gleich nach 2 Wochen wieder alles auf links drehen ...


Die Kritik besteht ja nicht darin, dass sich Mannschaften schwer darin tun, attraktiven Offensivfußball zu spielen, sondern darin, dass es so wenige Teams überhaupt versuchen. Das ist in der Bundesliga schon auffällig, dass du etwa 10 - 12 Mannschaften hast, bei denen ich praktisch überhaupt keine eigene Spielidee bei eigenem Ballbesitz erkennen kann und die deshalb dem Gegner freiwillig den Ball überlassen. Da fehlt mir oft die konstruktive Haltung zum Spiel. Man klammert eine der wichtigsten Phasen des Spiels einfach aus. Im besten Fall hat man für die Umschaltsituationen nach Ballgewinn noch einen konkreten Plan, aber wenn die Ballbesitzphase länger als 15 Sekunden dauert, kommt nicht mehr viel.

Auch wenn ich das bei anderen Ligen nicht so genau einschätzen kann, scheint mir das in den meisten Top10 Ligen schon anders zu sein. In Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark wird nach meiner Beobachtung viel intensiver an eigenen Ballbesitz-Ideen gearbeitet. Nimm mal ein Team wie Nijmegen, die mit geringen Mitteln tollen Angriffsfußball auf die Beine stellen. Sowas sehe ich bei uns praktisch gar nicht. Elversberg ist vielleicht mal so ein Versuch, Freiburg mag es ähnlich konstruktiv angehen. Aber es ist die absolute Ausnahme in Deutschland. Teams wie Augsburg, Mainz oder Union Berlin, die mit vergleichsweise überschaubaren fußballerischen Mitteln ihren Erfolg suchen, sind leider aus meiner Sicht klar in der Mehrzahl.

Ich meine das nicht als Generalkritik und räume auch ein, dass es Spitzenteams gibt und auch kleinere Clubs, die es anders versuchen, aber als Zustandsbeschreibung für einen Großteil der Liga würde ich es schon so sehen.

Das ist für mich auch die Erklärung, weshalb außer Bayern und Dortmund kaum ein deutscher Verein bei internationalen Wettbewerben eine Titelchance hat. Freiburg hatte ich als konstruktive Ausnahme genannt und Frankfurt hatte in den Jahren des Erfolges auf internationaler Bühne unter Hütter die Büffelherde mit extremer Körperlichkeit und dann unter Glasner eine sehr gut eingespielte und taktisch optimierte 5-2-3 Umschalttaktik, mit der man größere Teams vor schwierige Aufgaben gestellt hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 22.06.2026 um 16:22 Uhr bearbeitet
Albert Riera [Cheftrainer] |#1307
22.06.2026 - 16:42 Uhr
Zitat von Satorius
Zitat von thwasu

Zitat von CornyTalks

Zitat von Satorius

Zitat von mr_congo

Zitat von Concor_aquila

Nicht nur die Eintracht ist schlecht, die ganze Bundesliga ist es.

https://www.bild.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-ex-trainer-albert-riera-verspottet-die-bundesliga-6a37c160af14c0b5289619a4

Er macht den Eindruck eines beleidigten Kleinkinds.


„Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

„Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“


Wenn man einfach mal die beiden Aussagen sachlich betrachtet, ist da schon was dran.

Wenn man Augsburg, Mainz, Union Berlin und St. Pauli nimmt, dann spielen die nach meiner Wahrnehmung meist ein 5-4-1 oder 4-5-1 und verteidigen im tiefen Block. Wenn man weder Flügelspieler mit sehr gutem offensivem 1vs1 hat (wie Bayern oder Leipzig) noch über Außenbahnspieler verfügt, die hervorragende Hereingaben liefern (wie der BvB mit Ryerson/Svensson), dann lässt man da Punkte liegen, obwohl die Spielidee der Gegner eher destruktiv und wenig komplex ist. Dass das für jemanden wie Riera, dessen Spielidee vor allem Dominanz durch Ballbesitz ist, nicht sehr befriedigend ist, kann ich schon nachvollziehen.

Die Bundesliga steht jedenfalls außerhalb der Top 6 nicht unbedingt für kreativen und attraktiven Offensivfußball und ist auch nicht bekannt dafür, spektakuläre innovative Ideen für das Spiel zu entwickeln.

Die zweite Aussage, dass Celje gegen Frankfurt konkurrenzfähig wäre, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Wenn man die Conference League beobachtet, sieht man, dass sich die Favoriten aus den Top5 Ligen echt schwer tun, ihre vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Auch die Eintracht ist in diesem Wettbewerb schon an Grenzen gestoßen.

Die Bundesliga wäre aus meiner Sicht gut beraten, so eine Kritik nicht gleich als persönlich motiviert abzulehnen, sondern sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Viele Teams in der Bundesliga könnten aktiver, spielbestimmender sein und auch eine Idee bei eigenem Ballbesitz entwickeln, die über lange Bälle hinausgeht.

Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Die Bundesliga ist wirklich kein Maßstab für attraktiven Offensivfußball, da hast Du Recht und es wäre wirklich nicht verkehrt, wenn es da irgendwann mal ein Umdenken gäbe.

Und genau wie Du kann ich Celje nicht beurteilen und würde auch nicht ausschließen, dass ein solcher auf dem Papier natürlich kleinerer und schwächer besetzter Verein auch mal gegen einen an sich größeren Gegner wie die Eintracht (oder vermutlich jeden Bundesligaverein) würde mithalten können. Man sieht ja auch bei der WM gerade, dass es da die eine oder andere Überraschung gibt und die "Großen" sich trotz ihrer Superstars teilweise schwer tun können.

Aber: Rieras Gesamtauftreten, seine Pressekonferenzen, seine ermüdenden Monologe, die Selbstbeweihräucherung und die teils irrationale Kritik an Reportern, Gegnern und Spielern, die er als Trainer der Eintracht geäußert hat, macht es halt trotz der an sich guten Punkte schwer, ihn ernst zu nehmen in solchen Aussagen. Es fügt sich in ein Bild der Selbstüberschätzung und mangelnden Selbstreflexion, das man über seine paar Monate in Frankfurt hinweg gewonnen hat. Auch solche Aussagen, dass er keinen Frankfurtspieler mitnehmen würde, wenn er könnte. Klar, solche Graupen wie Nene Brown, Arnaud Kalimuendo oder Can Uzun würden keinem anderen Team gut tun. Da spricht natürlich Frust über die Entlassung aus ihm, genau wie bei dieser Generalkritik. Auch wenn er teilweise auf Dinge verweist, mit denen ich übereinstimme, ist die Motivation in meinen Augen dennoch persönlich motiviert. Lernen kann man aus den darin enthaltenen Körnchen Wahrheit vielleicht dennoch etwas.


Also dem letzten Absatz kann ich vollkommen zustimmen.👍️
Und ja, grundsätzlich sollte man jede Kritik nicht einfach abtun, weil selbst jeder Volltrottel auch mal irgendwo ins Schwarze treffen kann.
Aber bei eurer Kritik an der Bundesliga frage ich mich dann schon, ob es nicht zumindest falsch ist, diese auf die Bundesliga zu begrenzen (und damit auch diesen Teil von Riera`s wenigen irgendwie richtigen Äußerungen zumindest zu relativieren)?
Welche Mannschaften tun sich denn gegen tiefstehende Gegner, die das gut können und dann vielleicht noch 2-3 gute Konterspieler haben, nicht schwer?
Da gibt es doch in ganz Europa vielleicht 10 Vereine die das regelmäßig relativ souverän hinbekommen.
Alle anderen schaffen das immer mal wieder, aber doch nicht mit einer Konstanz, in der man sagen könnte, die haben das System geknackt.
Selbst Barca in seiner besten Zeit (für mich die dominanteste Mannschaft aller Zeiten) hat sich regelmäßig an Mourinho-Defensiven die Zähne ausgebissen.
Defensive ist nunmal einfacher als Offensive, weshalb gute Trainer auch immer erstmal für eine gewisse Stabilität und Konstanz in diesem Bereich sorgen, wenn sie während der Saison neu zu einem Verein kommen und nicht gleich nach 2 Wochen wieder alles auf links drehen ...


Die Kritik besteht ja nicht darin, dass sich Mannschaften schwer darin tun, attraktiven Offensivfußball zu spielen, sondern darin, dass es so wenige Teams überhaupt versuchen. Das ist in der Bundesliga schon auffällig, dass du etwa 10 - 12 Mannschaften hast, bei denen ich praktisch überhaupt keine eigene Spielidee bei eigenem Ballbesitz erkennen kann und die deshalb dem Gegner freiwillig den Ball überlassen. Da fehlt mir oft die konstruktive Haltung zum Spiel. Man klammert eine der wichtigsten Phasen des Spiels einfach aus. Im besten Fall hat man für die Umschaltsituationen nach Ballgewinn noch einen konkreten Plan, aber wenn die Ballbesitzphase länger als 15 Sekunden dauert, kommt nicht mehr viel.

Auch wenn ich das bei anderen Ligen nicht so genau einschätzen kann, scheint mir das in den meisten Top10 Ligen schon anders zu sein. In Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark wird nach meiner Beobachtung viel intensiver an eigenen Ballbesitz-Ideen gearbeitet. Nimm mal ein Team wie Nijmegen, die mit geringen Mitteln tollen Angriffsfußball auf die Beine stellen. Sowas sehe ich bei uns praktisch gar nicht. Elversberg ist vielleicht mal so ein Versuch, Freiburg mag es ähnlich konstruktiv angehen. Aber es ist die absolute Ausnahme in Deutschland. Teams wie Augsburg, Mainz oder Union Berlin, die mit vergleichsweise überschaubaren fußballerischen Mitteln ihren Erfolg suchen, sind leider aus meiner Sicht klar in der Mehrzahl.

Ich meine das nicht als Generalkritik und räume auch ein, dass es Spitzenteams gibt und auch kleinere Clubs, die es anders versuchen, aber als Zustandsbeschreibung für einen Großteil der Liga würde ich es schon so sehen.

Das ist für mich auch die Erklärung, weshalb außer Bayern und Dortmund kaum ein deutscher Verein bei internationalen Wettbewerben eine Titelchance hat. Freiburg hatte ich als konstruktive Ausnahme genannt und Frankfurt hatte in den Jahren des Erfolges auf internationaler Bühne unter Hütter die Büffelherde mit extremer Körperlichkeit und dann unter Glasner eine sehr gut eingespielte und taktisch optimierte 5-2-3 Umschalttaktik, mit der man größere Teams vor schwierige Aufgaben gestellt hat.

Finde ich aber auch etwas pauschal. Heidenheim hat gegen Ende der Saison schon auch Fußball gespielt, Köln unter Kwasniok phasenweise auch, HSV stellenweise, Union hatte unter Eta einen auch offensiveren Ansatz. Und insgesamt stehen halt naturgemäß regelmäßig v.a. die Teams unten, die finanziell nicht die großen Möglichkeiten haben, auch nicht die besten Trainer anziehen.
Wenn es dann um Ergebnisse geht, machst du halt das, womit du glaubst, am ehesten mit deinen verfügbaren Spielern in der Liga bestehen zu können. Und das kann dann auch ein defensiverer Ansatz sein. Manche Teams machen das sogar auf höchstem Niveau, siehe Frankreich unter Deschamps, Tuchel der oft einen auch pragmatischen Ansatz hat.

Sicher gibt es auch Ländern mit allgemein attraktiverer Ausbildungs- und Spielkultur. Und sicher gibt es auch schlechte und ängstliche Trainer sowie Manager/Sportdirektoren, die ihren Teil dazu beitragen. St. Pauli war gerade am Ende schauderhaft, Union unter Baumgart und Köln unter Wagner schwer anzuschauen, Gladbach unter Polanski und Wolfsburg über weite Strecken eher enttäuschend. Aber da gibts sicher in allen Ligen Teams, über die du das sagen kannst.

Ich schau jetzt nicht so regelmäßig La Liga. Die spanische Liga ist da vielleicht etwas Kontrastprogramm. Aber ob die unteren Teams da in der Bundesliga mit reüssieren würden?

Am Ende sind es ja v.a. der Kontext und die Intention von Rieras Aussagen, die sie ziemlich fragwürdig erscheinen lassen. Gegner für ihre Spielweise zu kritisieren hat doch noch nie irgendwo hin geführt. Und wenn du deine Mannschaft nicht so einstellen konntest, dass sie gewinnen, siehst du damit einfach wie ein schlechter Verlierer aus.
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