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Quo Vadis Dynamo?

29.09.2019 - 16:08 Uhr
Quo Vadis Dynamo? |#1041
25.05.2022 - 10:06 Uhr
Als intensiver Mitleser schreibe ich doch heute mal meine Gedanken und Ansichten zu diesem Thema.
Ich finde den Abstieg sehr schade und ärgerlich. Allerdings auch konsequent und verdient.
Die Fehleinschätzungen aus meiner Sicht begannen schon in der letzten 3.Liga Saison. Die Kaderzusammenstellung und Rahmenbedingungen wurden so getroffen, dass es auch in einer 2. Liga funktioniert. Dies ist zwar nicht verkehrt, dennoch fehlte der Blick, wenn einzelne Mosaiksteine nicht mehr passen, wie man reagieren muss. Souverän in die 2. Liga aufgestiegen und alles ist super. Es fingen die Träume an, punktuell sich so zu verbessern, um eines Tages oben anzugreifen. Dabei war der Klassenerhalt das naheliegendstes Ziel. Sicherlich kann man dies als Divise ausgeben, doch dann muss man sich fragen, wie dies realisiert werden kann. Vielleicht wurde der Kader überschätzt. Ja, es kamen schlimme Verletzungen dazu, vor allem wenn es Stammspieler trifft. Wurde nach den Verletzungen von Knipping und Vlachodimos reagiert? Muss ich überlegen. Die Verletzung von Luca Hermann tat aus meiner Sicht auch sehr weh.
Am Ende der Hinrunde 22 Punkte und 8 Punkte vor Relegationsplatz. Im Soll. 22 x 2 = 44. Passt alles. Das reicht. Also wird geschaut, wer den Kader im Winter zukunftsorientiert verstärken oder ergänzen kann. Einige von Euch haben diese Fehleinschätzung breit und ausführlich dargelegt, möchte mich nicht wiederholen.
In so einem Fall schaue ich nach Sandhausen. Aus meiner Sicht haben die Verantwortlichen kein Interesse irgendwann oben anzuklopfen. Ziel heiß jedes Jahr Klassenerhalt. Also wird auch so verpflichtet, damit dies funktioniert. Ich habe Respekt davor. Mit wenig Mitteln und der Konkurrenz in der Umgebung dies zu leisten.
Jetzt kann es nur heißen, Analyse dieser verkorksten Saison. Viele Mechanismen hinterfragen und sich neu aufstellen. Dies geht allerdings nur mit einem Sportdirekter, der das Vertrauen für dies Aufgabe genießt. Hier wäre es fatal und fahrlässig Ralf Becker zu entlassen. Es wäre eine weitere Baustelle.
Ohne ins finanzielle Risiko gehen zu wollen, sollte nach Klarwerden der Ziele, der neue Kader + Trainerteam so zusammengestellt werden, dass es auch für den Zuschauer wieder Spaß macht zuzusehen und man gemeinsam Erfolge feiern kann.
Quo Vadis Dynamo? |#1042
25.05.2022 - 11:02 Uhr
Zitat von Foxx70
Als intensiver Mitleser schreibe ich doch heute mal meine Gedanken und Ansichten zu diesem Thema.
Ich finde den Abstieg sehr schade und ärgerlich. Allerdings auch konsequent und verdient.
Die Fehleinschätzungen aus meiner Sicht begannen schon in der letzten 3.Liga Saison. Die Kaderzusammenstellung und Rahmenbedingungen wurden so getroffen, dass es auch in einer 2. Liga funktioniert. Dies ist zwar nicht verkehrt, dennoch fehlte der Blick, wenn einzelne Mosaiksteine nicht mehr passen, wie man reagieren muss. Souverän in die 2. Liga aufgestiegen und alles ist super. Es fingen die Träume an, punktuell sich so zu verbessern, um eines Tages oben anzugreifen. Dabei war der Klassenerhalt das naheliegendstes Ziel. Sicherlich kann man dies als Divise ausgeben, doch dann muss man sich fragen, wie dies realisiert werden kann. Vielleicht wurde der Kader überschätzt. Ja, es kamen schlimme Verletzungen dazu, vor allem wenn es Stammspieler trifft. Wurde nach den Verletzungen von Knipping und Vlachodimos reagiert? Muss ich überlegen. Die Verletzung von Luca Hermann tat aus meiner Sicht auch sehr weh.
Am Ende der Hinrunde 22 Punkte und 8 Punkte vor Relegationsplatz. Im Soll. 22 x 2 = 44. Passt alles. Das reicht. Also wird geschaut, wer den Kader im Winter zukunftsorientiert verstärken oder ergänzen kann. Einige von Euch haben diese Fehleinschätzung breit und ausführlich dargelegt, möchte mich nicht wiederholen.
In so einem Fall schaue ich nach Sandhausen. Aus meiner Sicht haben die Verantwortlichen kein Interesse irgendwann oben anzuklopfen. Ziel heiß jedes Jahr Klassenerhalt. Also wird auch so verpflichtet, damit dies funktioniert. Ich habe Respekt davor. Mit wenig Mitteln und der Konkurrenz in der Umgebung dies zu leisten.
Jetzt kann es nur heißen, Analyse dieser verkorksten Saison. Viele Mechanismen hinterfragen und sich neu aufstellen. Dies geht allerdings nur mit einem Sportdirekter, der das Vertrauen für dies Aufgabe genießt. Hier wäre es fatal und fahrlässig Ralf Becker zu entlassen. Es wäre eine weitere Baustelle.
Ohne ins finanzielle Risiko gehen zu wollen, sollte nach Klarwerden der Ziele, der neue Kader + Trainerteam so zusammengestellt werden, dass es auch für den Zuschauer wieder Spaß macht zuzusehen und man gemeinsam Erfolge feiern kann.


Leider wieder altbekannte Floskeln.
Bitte mir Beleg: Wer fing an "von weiter oben zu träumen" bzw. "oben anzugreifen"???
Klassenerhalt war stets das Ziel. Becker hat explizit die Aufsteiger erwähnt, die nach einem Jahr gleich wieder abgestiegen sind.
Dass die Neuzugänge nicht eingeschlagen haben ist richtig, hat aber nichts damit zu tun, dass man von 1. Liga geträumt hat.
Quo Vadis Dynamo? |#1043
25.05.2022 - 11:32 Uhr
Zitat von Champi1982


Leider wieder altbekannte Floskeln.
Bitte mir Beleg: Wer fing an "von weiter oben zu träumen" bzw. "oben anzugreifen"???
Klassenerhalt war stets das Ziel. Becker hat explizit die Aufsteiger erwähnt, die nach einem Jahr gleich wieder abgestiegen sind.
Dass die Neuzugänge nicht eingeschlagen haben ist richtig, hat aber nichts damit zu tun, dass man von 1. Liga geträumt hat.


Für mich stellte es sich so dar und es war mein Eindruck. Ich bin nicht in der Tiefe drin, habe auch keine Zeit diverse Publikationen zu lesen. Daher ist dieses Forum durchaus meine "wichtigste" Informationsquelle. Aus diesen Meinungen und Ansichten versuche ich mir meine zu bilden. Sie mag nicht stimmen oder korrekt sein, ist dennoch ein Indiz für die Stimmung und das Befinden.
Und wie es jetzt weitergeht und welche Schlussfolgerungen getroffen werden, ist und bleibt die spannende Frage. Du sitzt näher dran. Klär mich auf.
Quo Vadis Dynamo? |#1044
25.05.2022 - 11:52 Uhr
Hallo allerseits,

nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder einen Beitrag kundtun.

Saison 2021/2022
Auch wenn noch ein Fünkchen Hoffnung vorhanden war, ist das gestrige Ergebnis für mich praktisch das vorläufige Ende eines Weges, auf den man schon vor längerer Zeit falsch abgebogen ist.
Deshalb habe ich das Endergebnis auch erstaunlich emotionslos zur Kenntnis genommen.

Bereits in der Aufstiegssaison war nicht alles Gold was glänzt, aber spätestens Ende letzten Jahres hätten bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken läuten müssen, daß es mit einem Kader voller Spieler mit „gehobenem“ Drittligaformat schwer wird die Klasse zu halten.
Mit der Verpflichtung von weiteren Spielern, die keine Verstärkung darstellten wurde der Weg am Rande des Abgrundes immer schmaler.
Ich möchte nicht wissen was Alex Schmidt in der Winterpause alles für Spielerwünsche geäußert hat, die nicht erfüllt wurden.
Ob aus Kostengründen oder Überschätzung des vorhandenen Kaders wissen nur die Beteiligten.
Mit der Aussage des GF Sport, daß ein Trainer vorhandene Spieler weiterentwickeln muss, gehe ich nur bedingt mit.
Die Mehrzahl des Kaders hat ihren fussballerischen Zenit erreicht, zumindest im Spielsystem bzw. -systemen des aktuell Kaders.
Da kann auch ein Trainer nicht mehr zur Leistungssteigerung beitragen.
Wenn mir der Kittel brennt muss ich löschen und nicht noch weiter tatenlos zusehen.
Aber anstatt diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden weitere schön spielende, aber „körperlose“ Perspektivspieler verpflichtet.
Für den Abstiegskampf in der zweiten Liga somit ungeeignet.
Wenn ich nur solche Spieler hole, muss ich mich fragen warum Spieler mit annähernd gleichem fussballerischen und physischem Niveau zu Saisonbeginn oder in der Winterpause an andere Vereine verliehen werden, damit sie Spielpraxis bekommen.
Da passt etwas nicht!
Dazu kam die Verpflichtung eines Trainers, der irgendwie nicht gepasst hat.
Neue Impulse konnten bei dem vorhandenen Kader nicht gesetzt werden. Dazu kamen wenig Emotionen und leider auch kein Plan wie der Misere zu Leibe gerügt werden kann, oder es gab einen Plan, ohne die richtigen Spieler.

Verletzungen:
Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck das es unheimlich viele Bänderverletzungen gab. Dazu noch muskuläre Probleme.
Bei den Ligakonkurrenten gab es erheblich weniger verletzungsbedingte Ausfälle.
Lag es an der falschen Belastungssteuerung und/oder an den neue KR-Plätzen im neuen Trainingszentrum?
Bei uns im Verein wird auch auf KR und Sandplatz trainiert.
Gespielt wird auf Rasen.
Interessanterweise gibt es die schwersten Verletzungen nur auf dem Rasenplatz.
In der Regel bleiben die Spieler ohne gegnerische Einwirkung mit ihren Stollen im Rasen hängen und verdrehen sich die Gelenke.
Auf dem KR oder Sandplatz werden Schuhe mit kurzen Stollen oder Noppen getragen.
Auf dem Rasenplatz Schuhe mit langen Schraubstollen.

Nachwuchs:
Als klassischen Fehler habe ich die Abschaffung der zweiten Mannschaft gesehen und fühle mich auch bestätigt.
Von den A-Junioren kommt nur in den seltensten Fällen ein Spieler zu den Senioren, der auf Anhieb einschlägt.
In der Regel sind das Spieler die auch eine gewisse körperlich Robustheit mitbringen.
Bei vielen A-Junioren ist das aber nicht der Fall und sie werden praktisch mit dem Sprung in den Seniorenbereich überfordert.
Eine vorherige „Eingewöhnung“ im regelmäßigen Spielbetrieb gab/gibt es nicht.
Mit der Folge das 99% der A-Junioren in unterklassige Vereine wechseln oder Top-Talente schon vorher von größeren Vereinen abgeworben werden.
Es fehlt ganz einfach eine Perspektive.
Wenn man sich die aktuelle Entwicklung von Spielern in der 1. BL ansieht, kommen viele dieser Spieler aus der 2. Mannschaft.
Diese "Zweiten" spielen in der Regional Landesliga, Regionalliga oder 3. Liga.
Der größte Teil dieser Mannschaften besteht aus Jungspunden, die noch A-Jugend spielen und aus wenigen gestandenen älteren Führungsspielern.
Und ja auch hier fallen einige Spieler durch den Rost, aber es gibt auch Spätstarter die den Verein verlassen (müssen) und in anderen Vereinen richtig aufblühen.

Unser sogenanntes „Future-Team“ ist ein Griff ins …
So werden einzelne Spieler mit vielversprechenden Ansätzen verliehen (z.B. Seo, Harres), anstatt ihnen im Verein Spielmöglichkeiten zu bieten.
Das ein zweites Team Geld kostet steht außer Frage, aber es gibt auch erheblich größere Chancen diese Spieler im Verein weiterzuentwickeln und später ein größeren Nutzen daraus zu ziehen.

Ich kann jetzt nur hoffen das ein schlagkräftiger Kader für die neue Saison zusammengestellt werden kann. Wenn R.B. die richtigen Schlüsse aus seinen Fehlentscheidungen zieht, sehe ich ihn dazu in der Lage.
Aktuell sehe ich auf dieser Position auch keine Alternative, die uns in der kurzen Zeit diesen Kader zusammenstellen kann.
Beim Trainer sehe ich allerdings schon Handlungsbedarf.
Hier ist ein Typ notwendig, der nicht nur seine "Laptop-Kenntnisse mit Schachbrett-/Ballbesitzfussball" einbringen kann.
Mit Ballbesitz gewinnt man keine Spiele. Es sei denn ich habe Spieler, die in der Lage sind aus dem Ballbesitz Chancen zu kreieren und Spieler die in der Lage sind diese Chancen auch zu nutzen.
Diese Spieler hatten wir leider nicht.
Quo Vadis Dynamo? |#1045
25.05.2022 - 11:54 Uhr
Zitat von Dynamit-Harry
Zitat von LAV1910

Zitat von Dynamit-Harry

Zitat von Bummelzug

@kermit

Genau das ist es doch was man nun endlich mal überdenken sollte. Aber das ist nicht auf Beckers Mist gewachsen, das sind die Realitätsfernen Vorstellungen des Vorstandes, der wohl nur bedingt Ahnung von der Materie hat.

Wir sollten Anfangen demütiger zu sein und akzeptieren das wir nicht die gottgegebene Geilheit des Fußballs sind, auch wenn die Rahmenbedingungen es hergeben.
Wir sollten Akzeptieren das wir für Erfolg hart, sehr hart, arbeiten müssen und unsere Vergangenheit nur etwas wert ist wenn wir das Feuer bewahren und nicht nur die Asche anbeten.


Einfach den Slogan streichen und von Seiten des Vereins die nächsten 10 Jahre nicht mehr „Bundesliga“ oder „Europapokal“ in den Mund nehmen. Traumtänzerei beenden.


bin hier gerade schlaflos durchgescrollt um einfach mal die Dresdner Gesamtstimmung etwas abzutasten und muss jetzt doch mal kurz einklinken und fragen...

Das war bei euch in den letzten Jahren Thema!?
Also nicht dass es völlig unvorstellbar wäre, aber ich meine das sind ja schon sehr ambitionierte Ziele und das ganze liest sich so, als hätte eure sportliche Führung tatsächlich den Anspruch an sich selbst gehabt euch in den nächsten 4-5 Jahren auf Europa-Kurs zu bringen. verstehe ich das richtig?


Das ist zu überspitzt, es läuft subtiler.
Der offizielle Vereinsslogan lautet „Wir haben einen Traum“, dies spielt klar auf eine Rückkehr zu alter Bedeutsamkeit an. Und in den Grundsätzen des Vereins steht, dass man jeden Tag daran arbeitet, diesem ein Stückchen näher zu kommen.

Natürlich hat sich kein Verantwortlicher hingestellt und gesagt, „wir bringen Dynamo in 5 Jahren in die EL“, und ich denke auch nicht, dass das gedacht wird. Aber es steht halt implizit (wenn auch ohne konkrete Zeitangabe) im Grundbuch, dass das der Anspruch ist.
So schwingt im Subtext bei allem, was passiert, immer irgendwie „das ist aber nur ein Zwischenschritt und bald sind wir wieder so groß wie vor Jahrzehnten“ mit. Die Fans singen sowieso „Eurobabogahl“.

Das ist natürlich schnell ne unheimliche Last und lähmt den Verein. Und es lädt geradezu dazu ein, die Realitäten aus den Augen zu verlieren und eben zu träumen.

Ein Beispiel: Im Sommer 2019 gingen Anspruch und Wirklichkeit schon einmal extrem auseinander, als der Kader zum ersten Mal massiv fehlgeplant wurde. Damals hat man PSG eingeladen und „Europapokal“ buchstäblich gespielt, statt seine Hausaufgaben zu machen. Resultat war dann ne miserable Hinrunde und letztlich der Abstieg.

Weiteres Beispiel: Unser aktueller wirtschaftlicher Geschäftsführer hat schon auf seiner Antritts-PK (Jan. 2021, als Drittligist) nach ein paar Minuten von der Rückkehr in die Bundesliga geredet. Hier ist dann der Grat schmal zwischen „ehrgeizig“ und verblendet. Man muss einordnen, dass er sich auf die strategischen Ziele bezogen hat, aber auch das ist ja ein Statement, man könnte sich dazu ja auch bedeckter halten.

Beide Figuren (Minge und Wehlend) sind „Dresdner“, und so schön es ist, auch in der Führungsetage „Fans“ sitzen zu haben, scheint es dem Realismus nicht zwingend zuträglich. Leider scheinen sich auch Zugezogene wie der Schwabe Becker über kurz oder lang davon anstecken zu lassen. Hat er anfangs noch mit schnellen, präzisen und klugen Transfers gepunktet, ging diese Akribie nach dem ersten Erfolg völlig verloren. Auf einmal hat er unsere Position genauso überschätzt und mehrfache Warnungen in den Wind geschlagen.

Ob ich nun hiermit absolut Recht habe oder auch manches überspitze bzw natürlich subjektiv wahrnehme, eins muss man ganz klar sagen: Dynamo ist zum Zweiten mal in kurzer Zeit aus Überheblichkeit abgestiegen, nicht weil die wirtschaftlichen Möglichkeiten so schwierig wären (denn diese Argumente kommen umgekehrt auch immer ganz schnell, bipolarerweise).

Und das ist das Tragische. Dass man konstatieren muss, der Verein befindet sich in einer Endlosschleife, ganz im Gegensatz zum eigenen Anspruch.


Ach krass. Das war mir in diesem Ausmaß wirklich nicht bewusst. Von Außen betrachtet könnt ihr als Fans da einem nur Leid tun. Dann wünsche ich euch mal, dass eure sportliche Führung möglichst bald den Boden der Tatsachen wieder unter die Füße bekommt und ihr euch als Verein stabilisieren könnt. Zweite Liga traue ich euch ja eigentlich auf jeden Fall zu und bei aller Rivalität zu größeren Teilen eurer aktiven Fanszene, finde ich euch auch in Liga 2 absolut richtig aufgehoben.

Danke jedenfalls für diese ausführlichen Einblicke.
Quo Vadis Dynamo? |#1046
25.05.2022 - 12:02 Uhr
Diese "ausführlichen Einblicke" sind rein subjektive Empfindungen, wie er ja auch selber schreibt, und stimmen weder mit der Gedankenwelt noch der Kommunikation der beteiligten Personen überein. Es ist ein herausgepicke einzelner Statements, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind, und dann an einer Reihe ausgeführt ohne die Gegenbeispiele, sie es massig gibt, zu benennen. Angesichts solcher Fans müssen wir niemanden irgendwie leid tun, sondern wir kriegen das, was wir verdienen...
Quo Vadis Dynamo? |#1047
25.05.2022 - 13:14 Uhr
Mal unabhängig vom Saisonende, Adrian Fein und ausgespannten Weibern, würde mich tatsächlich mal etwas interessieren:

An die Insider @Dachs @ragnariso @Champi1982 @Commodus (und diejenigen die ich wahrscheinlich vergessen habe) im Forum:

Bei jedem normalen Verein ist der Ablauf:

- Stelle im Kader die besetzt werden muss
- Spieler die infrage kommen erfasst
- Spieler wird gescoutet
- Spieler wird verhandelt
- Spieler wird verpflichtet

Im Großen und Ganzen ist das der sehr vereinfachte Ablauf wie Spieler hier auftauchen. Manche Sachen davon unterteilen sich vielleicht noch in einzelne Schritte, aber in etwas haut das denke ich hin (oder?).

Mir kann doch jetzt aber keiner erzählen, dass unsere Struktur im Verein es hergibt, dass eigenmächtig Spieler verpflichtet werden, ohne das es die Zustimmung aller Beteiligten gibt?

Und unter Beteiligte zähle ich

- GF Sport
- GF kfm. (zwecks Aufstellung der Finanzen)
- Scout
- Trainer
- AR

Mal davon abgesehen, dass keiner von denen es überhaupt schaffen dürfte eigenmächtig Verträge abzuschließen, welche dann gültig sind, ist doch am Ende jeder dieser vier am Prozess der Verpflichtung beteiligt.

Weiterhin muss ja jeder der beteiligten mit Argumenten und stichhaltigen Fakten sein Pro/Contra zu einem Spieler geben können (ebenso beim Trainer).
Geschönt kann dabei eigentlich nichts sein, denn keiner bei der SGD wird erwarten, dass hier nur Spieler ohne Schwächen aufschlagen. Na klar kann ein Scout vornehmlich die guten Seiten des Transfers zeigen, aber erneut: So vermessen kann hier keiner im Verein sein zu glauben, dass wir Barca, Real und Co. einen super Spieler ohne Schwächen wegschnappen und das für einen schmalen Taler.

Jetzt sind die Fragen für mich:
Hat der Scout bei uns so einen gigantischen Einfluss, wie es hier die Kritiker mutmaßen/unterstellen?
Werden denn wirklich regelmäßig die einfachsten und machbarsten Wünsche der Trainer ignoriert und übergangen?
Hat der GF Sport tatsächlich denn so gar keinen Plan, dass er sich vom Scout ausspielen lässt und zeitgleich den Trainer übergeht?


Wie ich mir die Sache zumindest vorstelle:
Keiner der genannten Beteiligten will sportlichen Misserfolg. Da sollte Konses herrschen.
Im Normalfall sollten aber alle zumindest die selbe Sprache sprechen und bei ihrer eigenen Unterschrift gewusst haben welche (beschränkten) Möglichkeiten der Verein eigentlich hat.
Ich meine wenn ich bei Google Etat, Jahresabschluss und Ausgaben von Dynamo finde, dann sollte das eigentlich auch jeder Angestellte des Vereins können. Insofern kann niemanden hier das Blaue vom Himmel versprochen worden sein.

Ergo sollten am Ende bei den Transfers alle Beteiligten in etwa die selbe Sprache sprechen. Das es mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt passiert, aber könnt ihr als diejenigen die näher am Verein sind, als der Rest, denn diesen Eindruck bestätigen?

Ich meine, alleine die Vita von Becker, Schmidt und Kauczinski sprechen klar gegen diesen Vorwurf, denn alle drei haben im Jugend- und Scoutingbereich mal gearbeitet, bzw. dort in leitender Position damit zu tun gehabt.
Daher halte ich es für ausgeschlossen, dass ein nicht mal 40 jähriger drei Personen zuletzt so diktiert was gemacht wird. Mehr noch ist ja Walter deutlich länger da.

Mal der Abriss unter wem Walter gearbeitet hat:

Sportdirektoren:
- Steffen Menze
- Ralf Minge
- Ralf Becker

Trainer:
- Ralf Loose
- Peter Pacult
- Olaf Janßen
- Stefan Böger
(- Peter Nemeth)
- Uwe Neuhaus
- Maik Walpurgis
- Cristian Fièl
- Markus Kauczinski
- Alexander Schmidt
- Guerino Capretti

Walter ist seit fast 10 Jahren im Verein tätig. Na klar gab's unter ihm genauso viele Abstiege wie Aufstiege. Mir kann dich aber niemand sagen, dass teilweise hochgradig erfahrene Trainer und Sportdirektoren sich von ihm etwas sagen lassen. Mehr noch (weil der Vorwurf ja teilweise im Raum ist) bescheißen lassen.

Ich will das Scouting auch nicht verteidigen und aus der Kritik nehmen, aber wie sieht denn die Realität im Verein denn wirklich aus?
Quo Vadis Dynamo? |#1048
25.05.2022 - 14:01 Uhr
Zitat von Cookie_Monster

Mal unabhängig vom Saisonende, Adrian Fein und ausgespannten Weibern, würde mich tatsächlich mal etwas interessieren:

An die Insider @Dachs @ragnariso @Champi1982 @Commodus (und diejenigen die ich wahrscheinlich vergessen habe) im Forum:

Bei jedem normalen Verein ist der Ablauf:

- Stelle im Kader die besetzt werden muss
- Spieler die infrage kommen erfasst
- Spieler wird gescoutet
- Spieler wird verhandelt
- Spieler wird verpflichtet

Im Großen und Ganzen ist das der sehr vereinfachte Ablauf wie Spieler hier auftauchen. Manche Sachen davon unterteilen sich vielleicht noch in einzelne Schritte, aber in etwas haut das denke ich hin (oder?).

Mir kann doch jetzt aber keiner erzählen, dass unsere Struktur im Verein es hergibt, dass eigenmächtig Spieler verpflichtet werden, ohne das es die Zustimmung aller Beteiligten gibt?

Und unter Beteiligte zähle ich

- GF Sport
- GF kfm. (zwecks Aufstellung der Finanzen)
- Scout
- Trainer
- AR

Mal davon abgesehen, dass keiner von denen es überhaupt schaffen dürfte eigenmächtig Verträge abzuschließen, welche dann gültig sind, ist doch am Ende jeder dieser vier am Prozess der Verpflichtung beteiligt.

Weiterhin muss ja jeder der beteiligten mit Argumenten und stichhaltigen Fakten sein Pro/Contra zu einem Spieler geben können (ebenso beim Trainer).
Geschönt kann dabei eigentlich nichts sein, denn keiner bei der SGD wird erwarten, dass hier nur Spieler ohne Schwächen aufschlagen. Na klar kann ein Scout vornehmlich die guten Seiten des Transfers zeigen, aber erneut: So vermessen kann hier keiner im Verein sein zu glauben, dass wir Barca, Real und Co. einen super Spieler ohne Schwächen wegschnappen und das für einen schmalen Taler.

Jetzt sind die Fragen für mich:
Hat der Scout bei uns so einen gigantischen Einfluss, wie es hier die Kritiker mutmaßen/unterstellen?
Werden denn wirklich regelmäßig die einfachsten und machbarsten Wünsche der Trainer ignoriert und übergangen?
Hat der GF Sport tatsächlich denn so gar keinen Plan, dass er sich vom Scout ausspielen lässt und zeitgleich den Trainer übergeht?


Wie ich mir die Sache zumindest vorstelle:
Keiner der genannten Beteiligten will sportlichen Misserfolg. Da sollte Konses herrschen.
Im Normalfall sollten aber alle zumindest die selbe Sprache sprechen und bei ihrer eigenen Unterschrift gewusst haben welche (beschränkten) Möglichkeiten der Verein eigentlich hat.
Ich meine wenn ich bei Google Etat, Jahresabschluss und Ausgaben von Dynamo finde, dann sollte das eigentlich auch jeder Angestellte des Vereins können. Insofern kann niemanden hier das Blaue vom Himmel versprochen worden sein.

Ergo sollten am Ende bei den Transfers alle Beteiligten in etwa die selbe Sprache sprechen. Das es mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt passiert, aber könnt ihr als diejenigen die näher am Verein sind, als der Rest, denn diesen Eindruck bestätigen?

Ich meine, alleine die Vita von Becker, Schmidt und Kauczinski sprechen klar gegen diesen Vorwurf, denn alle drei haben im Jugend- und Scoutingbereich mal gearbeitet, bzw. dort in leitender Position damit zu tun gehabt.
Daher halte ich es für ausgeschlossen, dass ein nicht mal 40 jähriger drei Personen zuletzt so diktiert was gemacht wird. Mehr noch ist ja Walter deutlich länger da.

Mal der Abriss unter wem Walter gearbeitet hat:

Sportdirektoren:
- Steffen Menze
- Ralf Minge
- Ralf Becker

Trainer:
- Ralf Loose
- Peter Pacult
- Olaf Janßen
- Stefan Böger
(- Peter Nemeth)
- Uwe Neuhaus
- Maik Walpurgis
- Cristian Fièl
- Markus Kauczinski
- Alexander Schmidt
- Guerino Capretti

Walter ist seit fast 10 Jahren im Verein tätig. Na klar gab's unter ihm genauso viele Abstiege wie Aufstiege. Mir kann dich aber niemand sagen, dass teilweise hochgradig erfahrene Trainer und Sportdirektoren sich von ihm etwas sagen lassen. Mehr noch (weil der Vorwurf ja teilweise im Raum ist) bescheißen lassen.

Ich will das Scouting auch nicht verteidigen und aus der Kritik nehmen, aber wie sieht denn die Realität im Verein denn wirklich aus?


@Cookie_Monster
Die Vorschläge für die Spieler, welche dann stets vom AR abgesegnet werden, kommen stets vom GF Sport. Mir ist überhaupt nicht klar, wie hier immer die Rolle von Walter so hoch gehoben wird. Wenn ich einen Betrieb habe und GF bin, macht mir Walter wie ein Abteilungsleiter bzw. leitender Angestelle Zuarbeiten. ENTSCHEIDUNGEN + VERANTWORTUNG trage aber ich alleine als GF.

Warum sollen sich verschieden handelnde Personen denn von einer "untergeordneten Person" wie sie KW in dem Zusammenhang nun mal ist, Vorschriften machen lassen, wegen denen sie am Ende sogar den Job verliert? Das ist doch eine ähnliche Verschwörung und Humbug, als wenn ich behaupte, Angela Merkel ist ne Echse.
Becker/Minge/... trägt für alles die Verantwortung, kein Kristian Walter.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Champi1982 am 25.05.2022 um 14:04 Uhr bearbeitet
Quo Vadis Dynamo? |#1049
25.05.2022 - 14:11 Uhr
Zitat von Champi1982
Zitat von Cookie_Monster

Mal unabhängig vom Saisonende, Adrian Fein und ausgespannten Weibern, würde mich tatsächlich mal etwas interessieren:

An die Insider @Dachs @ragnariso @Champi1982 @Commodus (und diejenigen die ich wahrscheinlich vergessen habe) im Forum:

Bei jedem normalen Verein ist der Ablauf:

- Stelle im Kader die besetzt werden muss
- Spieler die infrage kommen erfasst
- Spieler wird gescoutet
- Spieler wird verhandelt
- Spieler wird verpflichtet

Im Großen und Ganzen ist das der sehr vereinfachte Ablauf wie Spieler hier auftauchen. Manche Sachen davon unterteilen sich vielleicht noch in einzelne Schritte, aber in etwas haut das denke ich hin (oder?).

Mir kann doch jetzt aber keiner erzählen, dass unsere Struktur im Verein es hergibt, dass eigenmächtig Spieler verpflichtet werden, ohne das es die Zustimmung aller Beteiligten gibt?

Und unter Beteiligte zähle ich

- GF Sport
- GF kfm. (zwecks Aufstellung der Finanzen)
- Scout
- Trainer
- AR

Mal davon abgesehen, dass keiner von denen es überhaupt schaffen dürfte eigenmächtig Verträge abzuschließen, welche dann gültig sind, ist doch am Ende jeder dieser vier am Prozess der Verpflichtung beteiligt.

Weiterhin muss ja jeder der beteiligten mit Argumenten und stichhaltigen Fakten sein Pro/Contra zu einem Spieler geben können (ebenso beim Trainer).
Geschönt kann dabei eigentlich nichts sein, denn keiner bei der SGD wird erwarten, dass hier nur Spieler ohne Schwächen aufschlagen. Na klar kann ein Scout vornehmlich die guten Seiten des Transfers zeigen, aber erneut: So vermessen kann hier keiner im Verein sein zu glauben, dass wir Barca, Real und Co. einen super Spieler ohne Schwächen wegschnappen und das für einen schmalen Taler.

Jetzt sind die Fragen für mich:
Hat der Scout bei uns so einen gigantischen Einfluss, wie es hier die Kritiker mutmaßen/unterstellen?
Werden denn wirklich regelmäßig die einfachsten und machbarsten Wünsche der Trainer ignoriert und übergangen?
Hat der GF Sport tatsächlich denn so gar keinen Plan, dass er sich vom Scout ausspielen lässt und zeitgleich den Trainer übergeht?


Wie ich mir die Sache zumindest vorstelle:
Keiner der genannten Beteiligten will sportlichen Misserfolg. Da sollte Konses herrschen.
Im Normalfall sollten aber alle zumindest die selbe Sprache sprechen und bei ihrer eigenen Unterschrift gewusst haben welche (beschränkten) Möglichkeiten der Verein eigentlich hat.
Ich meine wenn ich bei Google Etat, Jahresabschluss und Ausgaben von Dynamo finde, dann sollte das eigentlich auch jeder Angestellte des Vereins können. Insofern kann niemanden hier das Blaue vom Himmel versprochen worden sein.

Ergo sollten am Ende bei den Transfers alle Beteiligten in etwa die selbe Sprache sprechen. Das es mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt passiert, aber könnt ihr als diejenigen die näher am Verein sind, als der Rest, denn diesen Eindruck bestätigen?

Ich meine, alleine die Vita von Becker, Schmidt und Kauczinski sprechen klar gegen diesen Vorwurf, denn alle drei haben im Jugend- und Scoutingbereich mal gearbeitet, bzw. dort in leitender Position damit zu tun gehabt.
Daher halte ich es für ausgeschlossen, dass ein nicht mal 40 jähriger drei Personen zuletzt so diktiert was gemacht wird. Mehr noch ist ja Walter deutlich länger da.

Mal der Abriss unter wem Walter gearbeitet hat:

Sportdirektoren:
- Steffen Menze
- Ralf Minge
- Ralf Becker

Trainer:
- Ralf Loose
- Peter Pacult
- Olaf Janßen
- Stefan Böger
(- Peter Nemeth)
- Uwe Neuhaus
- Maik Walpurgis
- Cristian Fièl
- Markus Kauczinski
- Alexander Schmidt
- Guerino Capretti

Walter ist seit fast 10 Jahren im Verein tätig. Na klar gab's unter ihm genauso viele Abstiege wie Aufstiege. Mir kann dich aber niemand sagen, dass teilweise hochgradig erfahrene Trainer und Sportdirektoren sich von ihm etwas sagen lassen. Mehr noch (weil der Vorwurf ja teilweise im Raum ist) bescheißen lassen.

Ich will das Scouting auch nicht verteidigen und aus der Kritik nehmen, aber wie sieht denn die Realität im Verein denn wirklich aus?


@Cookie_Monster
Die Vorschläge für die Spieler, welche dann stets vom AR abgesegnet werden, kommen stets vom GF Sport. Mir ist überhaupt nicht klar, wie hier immer die Rolle von Walter so hoch gehoben wird. Wenn ich einen Betrieb habe und GF bin, macht mir Walter wie ein Abteilungsleiter bzw. leitender Angestelle Zuarbeiten. ENTSCHEIDUNGEN + VERANTWORTUNG trage aber ich alleine als GF.

Warum sollen sich verschieden handelnde Personen denn von einer "untergeordneten Person" wie sie KW in dem Zusammenhang nun mal ist, Vorschriften machen lassen, wegen denen sie am Ende sogar den Job verliert? Das ist doch eine ähnliche Verschwörung und Humbug, als wenn ich behaupte, Angela Merkel ist ne Echse.
Becker/Minge/... trägt für alles die Verantwortung, kein Kristian Walter.

@Champi1982 segnet der AR grundsätzlich alles ab oder gibt es da auch Widerspruch? Im Endeffekt funktioniert er ja hier als Kontrollgremium. An anderer Stelle meintest du bereits, dass dem AR die sportliche Expertise fehlt.
Quo Vadis Dynamo? |#1050
25.05.2022 - 14:14 Uhr
Der AR segnet in der Regel die Vorschläge ab.
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