| Geburtsdatum | 15.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Niko Kovac [Trainer]
29.01.2025 - 23:50 Uhr
18.04.2025 - 19:25 Uhr
Zitat von alisander
Wenn dieser Feuerwehrmann den Pokal holt oder das Double, dann ist er ja gar nicht so übel. Vielleicht überrascht er uns ja alle.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Vor allem wurde in den letzten Jahren nahezu der komplette Kader ausgetauscht, eben weil dort Defizite ausgemacht wurden. Und, was war die Folge? Genau, man wurde noch schlechter, scheint zum zweiten Mal in Folge auf normalem Wege die CL zu verpassen.
Man hat vermeintliche Mentalitätsspieler verpflichtet, Erfahrung ins Boot geholt durch Spieler, mit denen man einen Mannschaft aufbauen kann, weil die so schnell nicht wechseln werden. Hat nicht funktioniert, weil eben der, sry, "Mentalitätsquatsch" genau das ist, Quatsch, denn die Gründe, warum es sportlich bergab ging bzw. man das Ziel gegen u. a. Mainz damals im Heimspiel nicht erreichen konnte, nicht die fehlende Leidenschaft, der fehlende Wile war, sondern eine Frage der Qualität und dem, was halt im Fußball passiert, nämlich Fehler, die zum einen dazu gehören, aber möglichst gering ausfallen sollten.
Um den Bogen zurück zu Kovac zu spannen, ist mMn genau das das Problem, da man mit ihm einen Trainer hat, der sicherlich kein schlechter Trainer ist, der aber ein Trainer ist, der auf Dinge wert liegt bzw. seine Fähigkeiten dort liegen, die erneut genau da ansetzen, und deshalb sicher nicht die Lösung darstellen werden.
Kovac ist so etwas wie ein Feuerwehrmann, nur eben in einer etwas anderen Tabellenregion. Schon unzählige Male im Fußball so gesehen. Das funktioniert soweit auch ab und zu einmal, aber dass ein Feuerwehrmann nach dem Erfolg seiner Mission dieselbe Mannschaft auch taktisch und sportlich weiterentwickelt hätte, ist so selten gewesen, wie ein 6er im Lotto, denn für das, was der BVB benötigt, und das kann und sollte man Nuri mit seinem Versuch hoch anrechnen, nämlich ein funktionierendes Ballbesitzspiel mit funktionierenden Automatismen gegen nahezu jeden Gegner, wo nur punktuell Anpassungen notwendig sind, weil man sein eigenen Spiel dem Gegner aufzwängen kann, fehlt es ihm mMn an Kompetenz, denn das konnte er bei keiner seiner Stationen liefern. Er hat unbestritten andere Qualitäten, die bei anderen Vereinen eher gefragt sind, weshalb er da bei anderen Vereinen eher passen würde, denn, nur weil er nicht zum BVB passt, zumindest über seine aktuelle Aufgabe hinaus, mMn selbst da nur eingeschränkt, heißt das nicht, und das sollte so von einigen bitte nicht anders interpretiert werden, dass er deshalb ein schlechter Trainer wäre, denn so, wie Spieler nicht zu jedem Verein passen, zu jeder Spielweise, passen auch Trainer zuweilen nicht.
Es benötigt einen erfahreneren "Nuri", der vielleicht nicht ganz zu verkopft und engstirnig denkt und handelt, weil er halt noch in der Lernphase ist, wo er Dinge austesten muss, um an das, an sein Ziel zu gelangen. Was es sicherlich nicht benötigt, ist ein besserer Edin namens Kovac.
Zitat von mba123
Wir hatten ein paar Tage zuvor 0:4 gegen Barca verloren!
Wie kommt man dann zu einem insgesamt positiven Fazit, weil wir im Rückspiel 3:1 gewannen?
Eher muss man doch Zweifel haben, ob das Rückspiel genauso gelaufen wäre, wenn wir in Barcelona beispielsweise ein Unentschieden geholt hätten, oder?
Und wie kann man daran glauben, dass es an der Leidenschaft und dem Willen liegt und dass diese in Zukunft konstant auf den Platz gebracht werden könnten?
Diese Themen haben wir doch seit Jahren und das Resultat wird nicht besser. Immer wieder hatten wir diese starken Champions League Auftritte. Aber in der Liga gab's regelmäßig Rückschläge.
Selbst wenn das an der Mentalität liegen sollte (und nicht beispielsweise an spielerischer Armut), kann man das offensichtlich nicht verhindern. So oder so braucht es einen anderen Ansatz. Über die Mentalität es regeln zu wollen, hat uns über Jahre nicht weitergebracht, im Gegenteil.
Zitat von alisander
Okay. Die Spielweise und die Herangehensweisen ist besser geworden. Wenn ich meine, wie gegen Barca, dann geht es um die Leidenschaft und den Willen. Der hat gegen andere Mannschaften leider zu häufig gefehlt. Technisch können sie es ja.
Das sieht für mich unter Kovac schon tendenziell besser aus.
Wie gesagt, eine Tendenz.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Man spielt aber nicht jede Saison 40 und mehr Spiele gegen Teams wie Barca, wo eine andere taktische Herangehensweise eher funktioniert, als in anderen Spielen, in Spielen gegen tiefstehende und destruktive Mannschaften, denn gegen Barca bekommst du gerade aktuell genug Räume, vor allem hinter der letzten Kette. Es ist dementsprechend auch wenig verwunderlich, warum man letzte und diese Saison in der CL seine besten Spiele abliefern konnte, während man in der Liga weniger zu überzeugen wusste, im Gegenteil, nicht selten sogar rat- und konzeptlos wirkte, weil da eben andere Dinge benötigt werden.
Deshalb ist das "haben doch in der CL bzw. gegen Barca bewiesen, was sie können" für mich in der Gesamtbetrachtung wenig zielführend, weil das, was gegen Barca gespielt werden kann, gegen Union, Augsburg, Kiel und Co nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich auch selbsterklärend, weshalb man da ansetzen sollte und nicht bei den Highlight-Spielen, denn die lassen für weite Teil der Saison keine Rückschlüsse zu. Sie sagen lediglich aus, dass man den dortigen Anforderungen durchaus gerecht werden kann, weil man dafür die notwendigen Spieler hat, was ja auf Spieler wie Adeyemi, Beier, Gittens etc. auch zutrifft. Dass die aber gegen die erwähnten tiefstehenden Gegner weniger gut funktionieren, weil dort die Räume nicht durch die taktische Herangehensweise des Gegners bereits vorhanden sind, sondern eben erst selbst generiert werden müssen, sodass es dann wenig überraschend zu Problemen kommt.
Du musst halt einen Kader zusammenstellen, der möglichst allen Anforderungen gerecht werden kann, was sicher kein einfaches Unterfangen ist, aber dennoch das Ziel sein sollte. Wenn dein Kader aber so strukturiert ist, dass er sichtbare Defizite in der Mehrheit der Spiele aufweist, die dann in den Spielen der CL nicht so das Problem darstellen, dann muss da angesetzt werden, weil, wenn nicht, man neben dem letztjährigen 5. Platz in der Bundesliga und dem aktuellen Tabellenstand auch zukünftig dort Gefahr läuft, die CL eben nicht zu erreichen und somit kann nicht erst dazu zu kommen, solche Spiele gegen Barca überhaupt bestreiten zu können, um sagen zu können: "Siehste, es geht doch".
Die Bundesliga wird nicht umsonst als die Basis, als das Brot-und-Butter-Geschäft bezeichnet, und darauf sollte der Fokus liegen. Dass da eben ein Abwärtstrend zu verzeichnen war und ist, hat auch der nationale Pokalwettbewerb gezeigt.
"Spielt halt immer so wie gegen Barca" ist für mich dahingehend wenig zielführend, und diese Sichtweise halte ich deshalb für problematisch, weil das einfach nicht möglich ist, und das sollte man auch erkennen können.
Zitat von alisander
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Zitat von Hunger-Games
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Zitat von BVBBC
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Zitat von LuciferIX
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Zitat von PhelanWolf
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Man spielt aber nicht jede Saison 40 und mehr Spiele gegen Teams wie Barca, wo eine andere taktische Herangehensweise eher funktioniert, als in anderen Spielen, in Spielen gegen tiefstehende und destruktive Mannschaften, denn gegen Barca bekommst du gerade aktuell genug Räume, vor allem hinter der letzten Kette. Es ist dementsprechend auch wenig verwunderlich, warum man letzte und diese Saison in der CL seine besten Spiele abliefern konnte, während man in der Liga weniger zu überzeugen wusste, im Gegenteil, nicht selten sogar rat- und konzeptlos wirkte, weil da eben andere Dinge benötigt werden.
Deshalb ist das "haben doch in der CL bzw. gegen Barca bewiesen, was sie können" für mich in der Gesamtbetrachtung wenig zielführend, weil das, was gegen Barca gespielt werden kann, gegen Union, Augsburg, Kiel und Co nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich auch selbsterklärend, weshalb man da ansetzen sollte und nicht bei den Highlight-Spielen, denn die lassen für weite Teil der Saison keine Rückschlüsse zu. Sie sagen lediglich aus, dass man den dortigen Anforderungen durchaus gerecht werden kann, weil man dafür die notwendigen Spieler hat, was ja auf Spieler wie Adeyemi, Beier, Gittens etc. auch zutrifft. Dass die aber gegen die erwähnten tiefstehenden Gegner weniger gut funktionieren, weil dort die Räume nicht durch die taktische Herangehensweise des Gegners bereits vorhanden sind, sondern eben erst selbst generiert werden müssen, sodass es dann wenig überraschend zu Problemen kommt.
Du musst halt einen Kader zusammenstellen, der möglichst allen Anforderungen gerecht werden kann, was sicher kein einfaches Unterfangen ist, aber dennoch das Ziel sein sollte. Wenn dein Kader aber so strukturiert ist, dass er sichtbare Defizite in der Mehrheit der Spiele aufweist, die dann in den Spielen der CL nicht so das Problem darstellen, dann muss da angesetzt werden, weil, wenn nicht, man neben dem letztjährigen 5. Platz in der Bundesliga und dem aktuellen Tabellenstand auch zukünftig dort Gefahr läuft, die CL eben nicht zu erreichen und somit kann nicht erst dazu zu kommen, solche Spiele gegen Barca überhaupt bestreiten zu können, um sagen zu können: "Siehste, es geht doch".
Die Bundesliga wird nicht umsonst als die Basis, als das Brot-und-Butter-Geschäft bezeichnet, und darauf sollte der Fokus liegen. Dass da eben ein Abwärtstrend zu verzeichnen war und ist, hat auch der nationale Pokalwettbewerb gezeigt.
"Spielt halt immer so wie gegen Barca" ist für mich dahingehend wenig zielführend, und diese Sichtweise halte ich deshalb für problematisch, weil das einfach nicht möglich ist, und das sollte man auch erkennen können.
Okay. Die Spielweise und die Herangehensweisen ist besser geworden. Wenn ich meine, wie gegen Barca, dann geht es um die Leidenschaft und den Willen. Der hat gegen andere Mannschaften leider zu häufig gefehlt. Technisch können sie es ja.
Das sieht für mich unter Kovac schon tendenziell besser aus.
Wie gesagt, eine Tendenz.
Wir hatten ein paar Tage zuvor 0:4 gegen Barca verloren!
Wie kommt man dann zu einem insgesamt positiven Fazit, weil wir im Rückspiel 3:1 gewannen?
Eher muss man doch Zweifel haben, ob das Rückspiel genauso gelaufen wäre, wenn wir in Barcelona beispielsweise ein Unentschieden geholt hätten, oder?
Und wie kann man daran glauben, dass es an der Leidenschaft und dem Willen liegt und dass diese in Zukunft konstant auf den Platz gebracht werden könnten?
Diese Themen haben wir doch seit Jahren und das Resultat wird nicht besser. Immer wieder hatten wir diese starken Champions League Auftritte. Aber in der Liga gab's regelmäßig Rückschläge.
Selbst wenn das an der Mentalität liegen sollte (und nicht beispielsweise an spielerischer Armut), kann man das offensichtlich nicht verhindern. So oder so braucht es einen anderen Ansatz. Über die Mentalität es regeln zu wollen, hat uns über Jahre nicht weitergebracht, im Gegenteil.
Vor allem wurde in den letzten Jahren nahezu der komplette Kader ausgetauscht, eben weil dort Defizite ausgemacht wurden. Und, was war die Folge? Genau, man wurde noch schlechter, scheint zum zweiten Mal in Folge auf normalem Wege die CL zu verpassen.
Man hat vermeintliche Mentalitätsspieler verpflichtet, Erfahrung ins Boot geholt durch Spieler, mit denen man einen Mannschaft aufbauen kann, weil die so schnell nicht wechseln werden. Hat nicht funktioniert, weil eben der, sry, "Mentalitätsquatsch" genau das ist, Quatsch, denn die Gründe, warum es sportlich bergab ging bzw. man das Ziel gegen u. a. Mainz damals im Heimspiel nicht erreichen konnte, nicht die fehlende Leidenschaft, der fehlende Wile war, sondern eine Frage der Qualität und dem, was halt im Fußball passiert, nämlich Fehler, die zum einen dazu gehören, aber möglichst gering ausfallen sollten.
Um den Bogen zurück zu Kovac zu spannen, ist mMn genau das das Problem, da man mit ihm einen Trainer hat, der sicherlich kein schlechter Trainer ist, der aber ein Trainer ist, der auf Dinge wert liegt bzw. seine Fähigkeiten dort liegen, die erneut genau da ansetzen, und deshalb sicher nicht die Lösung darstellen werden.
Kovac ist so etwas wie ein Feuerwehrmann, nur eben in einer etwas anderen Tabellenregion. Schon unzählige Male im Fußball so gesehen. Das funktioniert soweit auch ab und zu einmal, aber dass ein Feuerwehrmann nach dem Erfolg seiner Mission dieselbe Mannschaft auch taktisch und sportlich weiterentwickelt hätte, ist so selten gewesen, wie ein 6er im Lotto, denn für das, was der BVB benötigt, und das kann und sollte man Nuri mit seinem Versuch hoch anrechnen, nämlich ein funktionierendes Ballbesitzspiel mit funktionierenden Automatismen gegen nahezu jeden Gegner, wo nur punktuell Anpassungen notwendig sind, weil man sein eigenen Spiel dem Gegner aufzwängen kann, fehlt es ihm mMn an Kompetenz, denn das konnte er bei keiner seiner Stationen liefern. Er hat unbestritten andere Qualitäten, die bei anderen Vereinen eher gefragt sind, weshalb er da bei anderen Vereinen eher passen würde, denn, nur weil er nicht zum BVB passt, zumindest über seine aktuelle Aufgabe hinaus, mMn selbst da nur eingeschränkt, heißt das nicht, und das sollte so von einigen bitte nicht anders interpretiert werden, dass er deshalb ein schlechter Trainer wäre, denn so, wie Spieler nicht zu jedem Verein passen, zu jeder Spielweise, passen auch Trainer zuweilen nicht.
Es benötigt einen erfahreneren "Nuri", der vielleicht nicht ganz zu verkopft und engstirnig denkt und handelt, weil er halt noch in der Lernphase ist, wo er Dinge austesten muss, um an das, an sein Ziel zu gelangen. Was es sicherlich nicht benötigt, ist ein besserer Edin namens Kovac.
Wenn dieser Feuerwehrmann den Pokal holt oder das Double, dann ist er ja gar nicht so übel. Vielleicht überrascht er uns ja alle.
Nimm es mir bitte nicht übel, aber man merkt mit jedem Beitrag von dir, wie einfach du an gewisse Themen herangehst.
Weder war Frankfurt der BVB, noch war das damalige Bayern mit dem aktuellen BVB zu vergleichen, sodass das in irgendeiner Art und Weise jetzt zielführend wäre, das anzuführen, was du gemacht hast. Der aktuelle BVB muss nicht, wie Frankfurt damals, von einem maximal Mittelklasseverein zu einem Pokalsieg geführt werden, als Underdog, und der BVB ist auch nicht das damalige Bayern, was noch deutlich von Heynckes und vor allem Guardiola geprägt, so gut war, dass ein Double jetzt nicht die Leistung wäre, die man auf den Trainer zurückführen sollte, was nicht heißt, Kovac hätte seinen Teil nicht auch zu einem gewissen Teil beigetragen.
Der BVB befindet sich aber in einer sportlichen Situation, wo nichts verwaltet werden muss, wo man nicht als Underdog spielen lassen kann, sondern der Verein muss wieder so aufgestellt werden, um dem gerecht zu werden, was er vor allem wirtschaftlich darstellt, nämlich die klare Nr. 2 in Deutschland, der in jeder Saison eigentlich zwingend unter die ersten Vier gehört und der qua seiner Stellung in der Liga primär mit dem Ball Lösungen gegen die Gegner finden können muss. Dass er das kann, also diese Aufbauarbeit mitzugestalten, hat Kovac nirgendwo in der nötigen Art und Weise gezeigt, sondern stets bei einem Verein aus der, und das soll überhaupt nicht despektierlich verstanden werden, 2. oder 3. Reihe, wo ganz andere Anforderungen gestellt werden.
Nochmal: Ich sage nicht, dass Kovac ein schlechter Trainer ist, im Gegenteil er ist ein solider bis guter Trainer, aber eben nur für bestimmte Mannschaften und für deren Ansprüche und Anforderungen, aber nicht für einen Top 16 Verein in Europa, der ein funktionierendes System mit dem Ball besitzen sollte und über funktionierende Automatismen, wo ein Positionsspiel erkennbar ist, dass den Namen auch verdient.
Das, was Kovac aktuell hier beim BVB spielen lässt, mag zwar aktuell einigermaßen funktionieren, aber das ist etwas, wie gesagt, für einen Verein, welches andere Voraussetzungen und Ansprüche hat, als der BVB. Kovac war bei Vereinen wie Frankfurt, Monaco oder Wolfsburg gut aufgehoben.
Mir scheint, zumindest bekomme ich so manches Mal dieses Gefühl, als wäre bei einigen die Ansprüche enorm gesunken, dass man mit einem Kovac und dem Fußball, der hier zu "bestaunen" war und ist, auch schon unter Edin und Nuri, zufrieden, weil man sich von vereinzelten Spielen dermaßen blenden lässt, dass die Normalität der meisten anderen Spiele gar nicht realisiert wird.
Der aktuelle BVB ist nicht nur der, der Barca 3:1 bezwang, sondern der in Barca 0:4 verlor, der in der Bundesliga als Trainer vom BVB 4 Siege, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen verbuchen konnte, was einem Punkteschnitt von 1,44 entspricht. Kannst dir ja hochrechnen, zu was das reicht, und das genügt dir?
Bei Frankfurt erreichte er folgende Punkteschnitte: 1,33 - 1,24 - 1,44. Er konnte da sicherlich für Fortschritte sorgen, aber sicherlich waren die nicht so signifikant, dass das besonders hervorhebenswert wäre. Der Pokalsieg war natürlich eine große Nummer und das muss zwingend positiv erwähnt werden, ohne Frage.
Bei Bayern erreichte er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 2,29. Im Folgejahr wurde er entlassen, nach 10 absolvierten Spielen in der Bundesliga und einem Punkteschnitt von nur noch 1,80 und einer Entlassung nach einem 1:5 in Frankfurt.
Danach ging es für ihn nach Monaco, wo er in der ersten Saison sehr gute 2,05 Punkte im Schnitt und Rang 3 erreichen konnte. In der Saison darauf aber gingen erneut die Leistungen bergab und er wurde nach 19 Spielen in der Liga mit einem Punkteschnitt von 1,53 entlassen.
Nächste Station war Wolfsburg, mit denen er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 1,44 erreichen konnte. Was folgt, zieht sich wie ein roter Faden fort, ein Abwärtstrend im 2. Jahr mit nur noch 0,96 Punkte im Schnitt nach absolvierten 26 Spielen und seinem dortigen Ende.
Wie kommt man also zu der Annahme, dass Kovac ein Trainer wäre, dem man eine Aufgabe anvertrauen sollte, wo es darum geht, eine Entwicklung voranzutreiben, die sich nicht nur ein Jahr positiv bemerkbar macht, sondern wo etwas aufgebaut wird, was dauerhaft zu sportlichem Erfolg führen kann?
Das hat er, ich wiederhole mich, noch nirgendwo nachweisen können, sodass man sagen müsste, das ist ein Trainer, dem man solche Aufgaben übertragen kann, der nachweisen konnte, dass er diese Aufbauarbeit leisten kann, dass er geeignet ist, einen Kader und eine System zu kreieren, der den BVB wieder zu dem werden lässt, wo er hingehört, wo er sich selbst auch sieht.
"Hat mit Frankfurt den Pokal, mit Bayern das Double geholt und mit dem BVB gegen Barca gewonnen", ist mir persönlich dann deutlich zu wenig, vor allem dann, wenn man den Rest wissentlich ignoriert und nicht mit in die Bewertung einfließen lässt.
Von einer einfachen und einseitigen Betrachtung halte ich nichts, ich denke, dies wurde hier nochmals deutlich. Dass das andere offensichtlich anders sehen, damit werde und kann ich umgehen, aber würde mir dennoch wünschen, wenn es weniger nach Gefühl ginge, aufgrund einzelner Spiele etwas bewertet werden würde, sondern man alles, was dazu gehört, in die Meinungsbildung einfließen lassen würde.
Kommt man dann dennoch zur Meinung, dass man Kovac für geeignet erachtet und mit ihm in die neue Saison gehen würde, weil man ihm den Aufschwung zutraut, dann ist das ok für mich, solange man das eben entsprechend argumentiert, aber genau das fehlt mir zuweilen, so auch bei dir.
18.04.2025 - 19:53 Uhr
Jeder Trainerwechsel birgt ein großes Risiko, beim BVB gerade sowieso. Wenn ein neuer Trainer nicht einschlägt, wäre das ein absolutes Armutszeugnis. Es braucht konzeptionell neue Impulse für den Verein. Die kommen nicht anscheinend nicht hinreichend von Sammer. Kehl kann das auch nicht leisten. Wenn Ralf Ragnick hier in Verantwortung käme, muss er entscheiden, ob es mit einem Trainer wie Kovac gehen kann.
18.04.2025 - 20:07 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Nimm es mir bitte nicht übel, aber man merkt mit jedem Beitrag von dir, wie einfach du an gewisse Themen herangehst.
Weder war Frankfurt der BVB, noch war das damalige Bayern mit dem aktuellen BVB zu vergleichen, sodass das in irgendeiner Art und Weise jetzt zielführend wäre, das anzuführen, was du gemacht hast. Der aktuelle BVB muss nicht, wie Frankfurt damals, von einem maximal Mittelklasseverein zu einem Pokalsieg geführt werden, als Underdog, und der BVB ist auch nicht das damalige Bayern, was noch deutlich von Heynckes und vor allem Guardiola geprägt, so gut war, dass ein Double jetzt nicht die Leistung wäre, die man auf den Trainer zurückführen sollte, was nicht heißt, Kovac hätte seinen Teil nicht auch zu einem gewissen Teil beigetragen.
Der BVB befindet sich aber in einer sportlichen Situation, wo nichts verwaltet werden muss, wo man nicht als Underdog spielen lassen kann, sondern der Verein muss wieder so aufgestellt werden, um dem gerecht zu werden, was er vor allem wirtschaftlich darstellt, nämlich die klare Nr. 2 in Deutschland, der in jeder Saison eigentlich zwingend unter die ersten Vier gehört und der qua seiner Stellung in der Liga primär mit dem Ball Lösungen gegen die Gegner finden können muss. Dass er das kann, also diese Aufbauarbeit mitzugestalten, hat Kovac nirgendwo in der nötigen Art und Weise gezeigt, sondern stets bei einem Verein aus der, und das soll überhaupt nicht despektierlich verstanden werden, 2. oder 3. Reihe, wo ganz andere Anforderungen gestellt werden.
Nochmal: Ich sage nicht, dass Kovac ein schlechter Trainer ist, im Gegenteil er ist ein solider bis guter Trainer, aber eben nur für bestimmte Mannschaften und für deren Ansprüche und Anforderungen, aber nicht für einen Top 16 Verein in Europa, der ein funktionierendes System mit dem Ball besitzen sollte und über funktionierende Automatismen, wo ein Positionsspiel erkennbar ist, dass den Namen auch verdient.
Das, was Kovac aktuell hier beim BVB spielen lässt, mag zwar aktuell einigermaßen funktionieren, aber das ist etwas, wie gesagt, für einen Verein, welches andere Voraussetzungen und Ansprüche hat, als der BVB. Kovac war bei Vereinen wie Frankfurt, Monaco oder Wolfsburg gut aufgehoben.
Mir scheint, zumindest bekomme ich so manches Mal dieses Gefühl, als wäre bei einigen die Ansprüche enorm gesunken, dass man mit einem Kovac und dem Fußball, der hier zu "bestaunen" war und ist, auch schon unter Edin und Nuri, zufrieden, weil man sich von vereinzelten Spielen dermaßen blenden lässt, dass die Normalität der meisten anderen Spiele gar nicht realisiert wird.
Der aktuelle BVB ist nicht nur der, der Barca 3:1 bezwang, sondern der in Barca 0:4 verlor, der in der Bundesliga als Trainer vom BVB 4 Siege, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen verbuchen konnte, was einem Punkteschnitt von 1,44 entspricht. Kannst dir ja hochrechnen, zu was das reicht, und das genügt dir?
Bei Frankfurt erreichte er folgende Punkteschnitte: 1,33 - 1,24 - 1,44. Er konnte da sicherlich für Fortschritte sorgen, aber sicherlich waren die nicht so signifikant, dass das besonders hervorhebenswert wäre. Der Pokalsieg war natürlich eine große Nummer und das muss zwingend positiv erwähnt werden, ohne Frage.
Bei Bayern erreichte er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 2,29. Im Folgejahr wurde er entlassen, nach 10 absolvierten Spielen in der Bundesliga und einem Punkteschnitt von nur noch 1,80 und einer Entlassung nach einem 1:5 in Frankfurt.
Danach ging es für ihn nach Monaco, wo er in der ersten Saison sehr gute 2,05 Punkte im Schnitt und Rang 3 erreichen konnte. In der Saison darauf aber gingen erneut die Leistungen bergab und er wurde nach 19 Spielen in der Liga mit einem Punkteschnitt von 1,53 entlassen.
Nächste Station war Wolfsburg, mit denen er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 1,44 erreichen konnte. Was folgt, zieht sich wie ein roter Faden fort, ein Abwärtstrend im 2. Jahr mit nur noch 0,96 Punkte im Schnitt nach absolvierten 26 Spielen und seinem dortigen Ende.
Wie kommt man also zu der Annahme, dass Kovac ein Trainer wäre, dem man eine Aufgabe anvertrauen sollte, wo es darum geht, eine Entwicklung voranzutreiben, die sich nicht nur ein Jahr positiv bemerkbar macht, sondern wo etwas aufgebaut wird, was dauerhaft zu sportlichem Erfolg führen kann?
Das hat er, ich wiederhole mich, noch nirgendwo nachweisen können, sodass man sagen müsste, das ist ein Trainer, dem man solche Aufgaben übertragen kann, der nachweisen konnte, dass er diese Aufbauarbeit leisten kann, dass er geeignet ist, einen Kader und eine System zu kreieren, der den BVB wieder zu dem werden lässt, wo er hingehört, wo er sich selbst auch sieht.
"Hat mit Frankfurt den Pokal, mit Bayern das Double geholt und mit dem BVB gegen Barca gewonnen", ist mir persönlich dann deutlich zu wenig, vor allem dann, wenn man den Rest wissentlich ignoriert und nicht mit in die Bewertung einfließen lässt.
Von einer einfachen und einseitigen Betrachtung halte ich nichts, ich denke, dies wurde hier nochmals deutlich. Dass das andere offensichtlich anders sehen, damit werde und kann ich umgehen, aber würde mir dennoch wünschen, wenn es weniger nach Gefühl ginge, aufgrund einzelner Spiele etwas bewertet werden würde, sondern man alles, was dazu gehört, in die Meinungsbildung einfließen lassen würde.
Kommt man dann dennoch zur Meinung, dass man Kovac für geeignet erachtet und mit ihm in die neue Saison gehen würde, weil man ihm den Aufschwung zutraut, dann ist das ok für mich, solange man das eben entsprechend argumentiert, aber genau das fehlt mir zuweilen, so auch bei dir.
Zitat von alisander
Wenn dieser Feuerwehrmann den Pokal holt oder das Double, dann ist er ja gar nicht so übel. Vielleicht überrascht er uns ja alle.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Vor allem wurde in den letzten Jahren nahezu der komplette Kader ausgetauscht, eben weil dort Defizite ausgemacht wurden. Und, was war die Folge? Genau, man wurde noch schlechter, scheint zum zweiten Mal in Folge auf normalem Wege die CL zu verpassen.
Man hat vermeintliche Mentalitätsspieler verpflichtet, Erfahrung ins Boot geholt durch Spieler, mit denen man einen Mannschaft aufbauen kann, weil die so schnell nicht wechseln werden. Hat nicht funktioniert, weil eben der, sry, "Mentalitätsquatsch" genau das ist, Quatsch, denn die Gründe, warum es sportlich bergab ging bzw. man das Ziel gegen u. a. Mainz damals im Heimspiel nicht erreichen konnte, nicht die fehlende Leidenschaft, der fehlende Wile war, sondern eine Frage der Qualität und dem, was halt im Fußball passiert, nämlich Fehler, die zum einen dazu gehören, aber möglichst gering ausfallen sollten.
Um den Bogen zurück zu Kovac zu spannen, ist mMn genau das das Problem, da man mit ihm einen Trainer hat, der sicherlich kein schlechter Trainer ist, der aber ein Trainer ist, der auf Dinge wert liegt bzw. seine Fähigkeiten dort liegen, die erneut genau da ansetzen, und deshalb sicher nicht die Lösung darstellen werden.
Kovac ist so etwas wie ein Feuerwehrmann, nur eben in einer etwas anderen Tabellenregion. Schon unzählige Male im Fußball so gesehen. Das funktioniert soweit auch ab und zu einmal, aber dass ein Feuerwehrmann nach dem Erfolg seiner Mission dieselbe Mannschaft auch taktisch und sportlich weiterentwickelt hätte, ist so selten gewesen, wie ein 6er im Lotto, denn für das, was der BVB benötigt, und das kann und sollte man Nuri mit seinem Versuch hoch anrechnen, nämlich ein funktionierendes Ballbesitzspiel mit funktionierenden Automatismen gegen nahezu jeden Gegner, wo nur punktuell Anpassungen notwendig sind, weil man sein eigenen Spiel dem Gegner aufzwängen kann, fehlt es ihm mMn an Kompetenz, denn das konnte er bei keiner seiner Stationen liefern. Er hat unbestritten andere Qualitäten, die bei anderen Vereinen eher gefragt sind, weshalb er da bei anderen Vereinen eher passen würde, denn, nur weil er nicht zum BVB passt, zumindest über seine aktuelle Aufgabe hinaus, mMn selbst da nur eingeschränkt, heißt das nicht, und das sollte so von einigen bitte nicht anders interpretiert werden, dass er deshalb ein schlechter Trainer wäre, denn so, wie Spieler nicht zu jedem Verein passen, zu jeder Spielweise, passen auch Trainer zuweilen nicht.
Es benötigt einen erfahreneren "Nuri", der vielleicht nicht ganz zu verkopft und engstirnig denkt und handelt, weil er halt noch in der Lernphase ist, wo er Dinge austesten muss, um an das, an sein Ziel zu gelangen. Was es sicherlich nicht benötigt, ist ein besserer Edin namens Kovac.
Zitat von mba123
Wir hatten ein paar Tage zuvor 0:4 gegen Barca verloren!
Wie kommt man dann zu einem insgesamt positiven Fazit, weil wir im Rückspiel 3:1 gewannen?
Eher muss man doch Zweifel haben, ob das Rückspiel genauso gelaufen wäre, wenn wir in Barcelona beispielsweise ein Unentschieden geholt hätten, oder?
Und wie kann man daran glauben, dass es an der Leidenschaft und dem Willen liegt und dass diese in Zukunft konstant auf den Platz gebracht werden könnten?
Diese Themen haben wir doch seit Jahren und das Resultat wird nicht besser. Immer wieder hatten wir diese starken Champions League Auftritte. Aber in der Liga gab's regelmäßig Rückschläge.
Selbst wenn das an der Mentalität liegen sollte (und nicht beispielsweise an spielerischer Armut), kann man das offensichtlich nicht verhindern. So oder so braucht es einen anderen Ansatz. Über die Mentalität es regeln zu wollen, hat uns über Jahre nicht weitergebracht, im Gegenteil.
Zitat von alisander
Okay. Die Spielweise und die Herangehensweisen ist besser geworden. Wenn ich meine, wie gegen Barca, dann geht es um die Leidenschaft und den Willen. Der hat gegen andere Mannschaften leider zu häufig gefehlt. Technisch können sie es ja.
Das sieht für mich unter Kovac schon tendenziell besser aus.
Wie gesagt, eine Tendenz.
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Man spielt aber nicht jede Saison 40 und mehr Spiele gegen Teams wie Barca, wo eine andere taktische Herangehensweise eher funktioniert, als in anderen Spielen, in Spielen gegen tiefstehende und destruktive Mannschaften, denn gegen Barca bekommst du gerade aktuell genug Räume, vor allem hinter der letzten Kette. Es ist dementsprechend auch wenig verwunderlich, warum man letzte und diese Saison in der CL seine besten Spiele abliefern konnte, während man in der Liga weniger zu überzeugen wusste, im Gegenteil, nicht selten sogar rat- und konzeptlos wirkte, weil da eben andere Dinge benötigt werden.
Deshalb ist das "haben doch in der CL bzw. gegen Barca bewiesen, was sie können" für mich in der Gesamtbetrachtung wenig zielführend, weil das, was gegen Barca gespielt werden kann, gegen Union, Augsburg, Kiel und Co nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich auch selbsterklärend, weshalb man da ansetzen sollte und nicht bei den Highlight-Spielen, denn die lassen für weite Teil der Saison keine Rückschlüsse zu. Sie sagen lediglich aus, dass man den dortigen Anforderungen durchaus gerecht werden kann, weil man dafür die notwendigen Spieler hat, was ja auf Spieler wie Adeyemi, Beier, Gittens etc. auch zutrifft. Dass die aber gegen die erwähnten tiefstehenden Gegner weniger gut funktionieren, weil dort die Räume nicht durch die taktische Herangehensweise des Gegners bereits vorhanden sind, sondern eben erst selbst generiert werden müssen, sodass es dann wenig überraschend zu Problemen kommt.
Du musst halt einen Kader zusammenstellen, der möglichst allen Anforderungen gerecht werden kann, was sicher kein einfaches Unterfangen ist, aber dennoch das Ziel sein sollte. Wenn dein Kader aber so strukturiert ist, dass er sichtbare Defizite in der Mehrheit der Spiele aufweist, die dann in den Spielen der CL nicht so das Problem darstellen, dann muss da angesetzt werden, weil, wenn nicht, man neben dem letztjährigen 5. Platz in der Bundesliga und dem aktuellen Tabellenstand auch zukünftig dort Gefahr läuft, die CL eben nicht zu erreichen und somit kann nicht erst dazu zu kommen, solche Spiele gegen Barca überhaupt bestreiten zu können, um sagen zu können: "Siehste, es geht doch".
Die Bundesliga wird nicht umsonst als die Basis, als das Brot-und-Butter-Geschäft bezeichnet, und darauf sollte der Fokus liegen. Dass da eben ein Abwärtstrend zu verzeichnen war und ist, hat auch der nationale Pokalwettbewerb gezeigt.
"Spielt halt immer so wie gegen Barca" ist für mich dahingehend wenig zielführend, und diese Sichtweise halte ich deshalb für problematisch, weil das einfach nicht möglich ist, und das sollte man auch erkennen können.
Zitat von alisander
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Zitat von Hunger-Games
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Zitat von BVBBC
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Zitat von LuciferIX
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Zitat von PhelanWolf
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Man spielt aber nicht jede Saison 40 und mehr Spiele gegen Teams wie Barca, wo eine andere taktische Herangehensweise eher funktioniert, als in anderen Spielen, in Spielen gegen tiefstehende und destruktive Mannschaften, denn gegen Barca bekommst du gerade aktuell genug Räume, vor allem hinter der letzten Kette. Es ist dementsprechend auch wenig verwunderlich, warum man letzte und diese Saison in der CL seine besten Spiele abliefern konnte, während man in der Liga weniger zu überzeugen wusste, im Gegenteil, nicht selten sogar rat- und konzeptlos wirkte, weil da eben andere Dinge benötigt werden.
Deshalb ist das "haben doch in der CL bzw. gegen Barca bewiesen, was sie können" für mich in der Gesamtbetrachtung wenig zielführend, weil das, was gegen Barca gespielt werden kann, gegen Union, Augsburg, Kiel und Co nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich auch selbsterklärend, weshalb man da ansetzen sollte und nicht bei den Highlight-Spielen, denn die lassen für weite Teil der Saison keine Rückschlüsse zu. Sie sagen lediglich aus, dass man den dortigen Anforderungen durchaus gerecht werden kann, weil man dafür die notwendigen Spieler hat, was ja auf Spieler wie Adeyemi, Beier, Gittens etc. auch zutrifft. Dass die aber gegen die erwähnten tiefstehenden Gegner weniger gut funktionieren, weil dort die Räume nicht durch die taktische Herangehensweise des Gegners bereits vorhanden sind, sondern eben erst selbst generiert werden müssen, sodass es dann wenig überraschend zu Problemen kommt.
Du musst halt einen Kader zusammenstellen, der möglichst allen Anforderungen gerecht werden kann, was sicher kein einfaches Unterfangen ist, aber dennoch das Ziel sein sollte. Wenn dein Kader aber so strukturiert ist, dass er sichtbare Defizite in der Mehrheit der Spiele aufweist, die dann in den Spielen der CL nicht so das Problem darstellen, dann muss da angesetzt werden, weil, wenn nicht, man neben dem letztjährigen 5. Platz in der Bundesliga und dem aktuellen Tabellenstand auch zukünftig dort Gefahr läuft, die CL eben nicht zu erreichen und somit kann nicht erst dazu zu kommen, solche Spiele gegen Barca überhaupt bestreiten zu können, um sagen zu können: "Siehste, es geht doch".
Die Bundesliga wird nicht umsonst als die Basis, als das Brot-und-Butter-Geschäft bezeichnet, und darauf sollte der Fokus liegen. Dass da eben ein Abwärtstrend zu verzeichnen war und ist, hat auch der nationale Pokalwettbewerb gezeigt.
"Spielt halt immer so wie gegen Barca" ist für mich dahingehend wenig zielführend, und diese Sichtweise halte ich deshalb für problematisch, weil das einfach nicht möglich ist, und das sollte man auch erkennen können.
Okay. Die Spielweise und die Herangehensweisen ist besser geworden. Wenn ich meine, wie gegen Barca, dann geht es um die Leidenschaft und den Willen. Der hat gegen andere Mannschaften leider zu häufig gefehlt. Technisch können sie es ja.
Das sieht für mich unter Kovac schon tendenziell besser aus.
Wie gesagt, eine Tendenz.
Wir hatten ein paar Tage zuvor 0:4 gegen Barca verloren!
Wie kommt man dann zu einem insgesamt positiven Fazit, weil wir im Rückspiel 3:1 gewannen?
Eher muss man doch Zweifel haben, ob das Rückspiel genauso gelaufen wäre, wenn wir in Barcelona beispielsweise ein Unentschieden geholt hätten, oder?
Und wie kann man daran glauben, dass es an der Leidenschaft und dem Willen liegt und dass diese in Zukunft konstant auf den Platz gebracht werden könnten?
Diese Themen haben wir doch seit Jahren und das Resultat wird nicht besser. Immer wieder hatten wir diese starken Champions League Auftritte. Aber in der Liga gab's regelmäßig Rückschläge.
Selbst wenn das an der Mentalität liegen sollte (und nicht beispielsweise an spielerischer Armut), kann man das offensichtlich nicht verhindern. So oder so braucht es einen anderen Ansatz. Über die Mentalität es regeln zu wollen, hat uns über Jahre nicht weitergebracht, im Gegenteil.
Vor allem wurde in den letzten Jahren nahezu der komplette Kader ausgetauscht, eben weil dort Defizite ausgemacht wurden. Und, was war die Folge? Genau, man wurde noch schlechter, scheint zum zweiten Mal in Folge auf normalem Wege die CL zu verpassen.
Man hat vermeintliche Mentalitätsspieler verpflichtet, Erfahrung ins Boot geholt durch Spieler, mit denen man einen Mannschaft aufbauen kann, weil die so schnell nicht wechseln werden. Hat nicht funktioniert, weil eben der, sry, "Mentalitätsquatsch" genau das ist, Quatsch, denn die Gründe, warum es sportlich bergab ging bzw. man das Ziel gegen u. a. Mainz damals im Heimspiel nicht erreichen konnte, nicht die fehlende Leidenschaft, der fehlende Wile war, sondern eine Frage der Qualität und dem, was halt im Fußball passiert, nämlich Fehler, die zum einen dazu gehören, aber möglichst gering ausfallen sollten.
Um den Bogen zurück zu Kovac zu spannen, ist mMn genau das das Problem, da man mit ihm einen Trainer hat, der sicherlich kein schlechter Trainer ist, der aber ein Trainer ist, der auf Dinge wert liegt bzw. seine Fähigkeiten dort liegen, die erneut genau da ansetzen, und deshalb sicher nicht die Lösung darstellen werden.
Kovac ist so etwas wie ein Feuerwehrmann, nur eben in einer etwas anderen Tabellenregion. Schon unzählige Male im Fußball so gesehen. Das funktioniert soweit auch ab und zu einmal, aber dass ein Feuerwehrmann nach dem Erfolg seiner Mission dieselbe Mannschaft auch taktisch und sportlich weiterentwickelt hätte, ist so selten gewesen, wie ein 6er im Lotto, denn für das, was der BVB benötigt, und das kann und sollte man Nuri mit seinem Versuch hoch anrechnen, nämlich ein funktionierendes Ballbesitzspiel mit funktionierenden Automatismen gegen nahezu jeden Gegner, wo nur punktuell Anpassungen notwendig sind, weil man sein eigenen Spiel dem Gegner aufzwängen kann, fehlt es ihm mMn an Kompetenz, denn das konnte er bei keiner seiner Stationen liefern. Er hat unbestritten andere Qualitäten, die bei anderen Vereinen eher gefragt sind, weshalb er da bei anderen Vereinen eher passen würde, denn, nur weil er nicht zum BVB passt, zumindest über seine aktuelle Aufgabe hinaus, mMn selbst da nur eingeschränkt, heißt das nicht, und das sollte so von einigen bitte nicht anders interpretiert werden, dass er deshalb ein schlechter Trainer wäre, denn so, wie Spieler nicht zu jedem Verein passen, zu jeder Spielweise, passen auch Trainer zuweilen nicht.
Es benötigt einen erfahreneren "Nuri", der vielleicht nicht ganz zu verkopft und engstirnig denkt und handelt, weil er halt noch in der Lernphase ist, wo er Dinge austesten muss, um an das, an sein Ziel zu gelangen. Was es sicherlich nicht benötigt, ist ein besserer Edin namens Kovac.
Wenn dieser Feuerwehrmann den Pokal holt oder das Double, dann ist er ja gar nicht so übel. Vielleicht überrascht er uns ja alle.
Nimm es mir bitte nicht übel, aber man merkt mit jedem Beitrag von dir, wie einfach du an gewisse Themen herangehst.
Weder war Frankfurt der BVB, noch war das damalige Bayern mit dem aktuellen BVB zu vergleichen, sodass das in irgendeiner Art und Weise jetzt zielführend wäre, das anzuführen, was du gemacht hast. Der aktuelle BVB muss nicht, wie Frankfurt damals, von einem maximal Mittelklasseverein zu einem Pokalsieg geführt werden, als Underdog, und der BVB ist auch nicht das damalige Bayern, was noch deutlich von Heynckes und vor allem Guardiola geprägt, so gut war, dass ein Double jetzt nicht die Leistung wäre, die man auf den Trainer zurückführen sollte, was nicht heißt, Kovac hätte seinen Teil nicht auch zu einem gewissen Teil beigetragen.
Der BVB befindet sich aber in einer sportlichen Situation, wo nichts verwaltet werden muss, wo man nicht als Underdog spielen lassen kann, sondern der Verein muss wieder so aufgestellt werden, um dem gerecht zu werden, was er vor allem wirtschaftlich darstellt, nämlich die klare Nr. 2 in Deutschland, der in jeder Saison eigentlich zwingend unter die ersten Vier gehört und der qua seiner Stellung in der Liga primär mit dem Ball Lösungen gegen die Gegner finden können muss. Dass er das kann, also diese Aufbauarbeit mitzugestalten, hat Kovac nirgendwo in der nötigen Art und Weise gezeigt, sondern stets bei einem Verein aus der, und das soll überhaupt nicht despektierlich verstanden werden, 2. oder 3. Reihe, wo ganz andere Anforderungen gestellt werden.
Nochmal: Ich sage nicht, dass Kovac ein schlechter Trainer ist, im Gegenteil er ist ein solider bis guter Trainer, aber eben nur für bestimmte Mannschaften und für deren Ansprüche und Anforderungen, aber nicht für einen Top 16 Verein in Europa, der ein funktionierendes System mit dem Ball besitzen sollte und über funktionierende Automatismen, wo ein Positionsspiel erkennbar ist, dass den Namen auch verdient.
Das, was Kovac aktuell hier beim BVB spielen lässt, mag zwar aktuell einigermaßen funktionieren, aber das ist etwas, wie gesagt, für einen Verein, welches andere Voraussetzungen und Ansprüche hat, als der BVB. Kovac war bei Vereinen wie Frankfurt, Monaco oder Wolfsburg gut aufgehoben.
Mir scheint, zumindest bekomme ich so manches Mal dieses Gefühl, als wäre bei einigen die Ansprüche enorm gesunken, dass man mit einem Kovac und dem Fußball, der hier zu "bestaunen" war und ist, auch schon unter Edin und Nuri, zufrieden, weil man sich von vereinzelten Spielen dermaßen blenden lässt, dass die Normalität der meisten anderen Spiele gar nicht realisiert wird.
Der aktuelle BVB ist nicht nur der, der Barca 3:1 bezwang, sondern der in Barca 0:4 verlor, der in der Bundesliga als Trainer vom BVB 4 Siege, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen verbuchen konnte, was einem Punkteschnitt von 1,44 entspricht. Kannst dir ja hochrechnen, zu was das reicht, und das genügt dir?
Bei Frankfurt erreichte er folgende Punkteschnitte: 1,33 - 1,24 - 1,44. Er konnte da sicherlich für Fortschritte sorgen, aber sicherlich waren die nicht so signifikant, dass das besonders hervorhebenswert wäre. Der Pokalsieg war natürlich eine große Nummer und das muss zwingend positiv erwähnt werden, ohne Frage.
Bei Bayern erreichte er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 2,29. Im Folgejahr wurde er entlassen, nach 10 absolvierten Spielen in der Bundesliga und einem Punkteschnitt von nur noch 1,80 und einer Entlassung nach einem 1:5 in Frankfurt.
Danach ging es für ihn nach Monaco, wo er in der ersten Saison sehr gute 2,05 Punkte im Schnitt und Rang 3 erreichen konnte. In der Saison darauf aber gingen erneut die Leistungen bergab und er wurde nach 19 Spielen in der Liga mit einem Punkteschnitt von 1,53 entlassen.
Nächste Station war Wolfsburg, mit denen er in der ersten Saison einen Punkteschnitt von 1,44 erreichen konnte. Was folgt, zieht sich wie ein roter Faden fort, ein Abwärtstrend im 2. Jahr mit nur noch 0,96 Punkte im Schnitt nach absolvierten 26 Spielen und seinem dortigen Ende.
Wie kommt man also zu der Annahme, dass Kovac ein Trainer wäre, dem man eine Aufgabe anvertrauen sollte, wo es darum geht, eine Entwicklung voranzutreiben, die sich nicht nur ein Jahr positiv bemerkbar macht, sondern wo etwas aufgebaut wird, was dauerhaft zu sportlichem Erfolg führen kann?
Das hat er, ich wiederhole mich, noch nirgendwo nachweisen können, sodass man sagen müsste, das ist ein Trainer, dem man solche Aufgaben übertragen kann, der nachweisen konnte, dass er diese Aufbauarbeit leisten kann, dass er geeignet ist, einen Kader und eine System zu kreieren, der den BVB wieder zu dem werden lässt, wo er hingehört, wo er sich selbst auch sieht.
"Hat mit Frankfurt den Pokal, mit Bayern das Double geholt und mit dem BVB gegen Barca gewonnen", ist mir persönlich dann deutlich zu wenig, vor allem dann, wenn man den Rest wissentlich ignoriert und nicht mit in die Bewertung einfließen lässt.
Von einer einfachen und einseitigen Betrachtung halte ich nichts, ich denke, dies wurde hier nochmals deutlich. Dass das andere offensichtlich anders sehen, damit werde und kann ich umgehen, aber würde mir dennoch wünschen, wenn es weniger nach Gefühl ginge, aufgrund einzelner Spiele etwas bewertet werden würde, sondern man alles, was dazu gehört, in die Meinungsbildung einfließen lassen würde.
Kommt man dann dennoch zur Meinung, dass man Kovac für geeignet erachtet und mit ihm in die neue Saison gehen würde, weil man ihm den Aufschwung zutraut, dann ist das ok für mich, solange man das eben entsprechend argumentiert, aber genau das fehlt mir zuweilen, so auch bei dir.
Warum gehe ich einfach an die Themen?
Nicht jeder lange Text, hat viel Inhalt, nicht jeder kurze Text ist einfach.
Also wir sind doch eigentlich gar nicht so weit auseinander.
Du schreibst, dass Kovac nicht für ein TOP16 Team reicht. Ich nehme an, es bezieht sich auf das Abschneiden in der CL. Da wir im 1/4 Finale raus, war das schon ordentlich.
Ich versuche die Leistung von Kovac in den Kontext der Saison, des Kaders und dem Zeitpunkt der Übernahme zu setzen.
Der Zeitpunkt war für mich zu spät. Die Mannschaft wurde noch unsicherer hinterlassen und das war schwer aufzufangen. Dadurch war der Start sehr schlecht und es hatte keinen großen Effekt.
Der Kader ist für mich nach wie vor top 4 der Liga. Leider bekommt man wahrscheinlich zu spät die PS auf die Straße. So viele Spieler in einem Formtief zu Beginn, war schon schlimm.
Dazu noch konditionelle Probleme. Wenn an punktuell verstärkt, ist da wieder viel möglich.
Kovac macht das, was bei Sahin oft gefordert wurde. Er setzt die Spieler ihren Stärken entsprechender ein. Beier, Adeyemi im Wechsel oder sogar zusammen im Doppelsturm. Sogar Özcan kommt die der IV mehr entgegen, weil er tiefer stehen kann. Bensebaini als LIV passt auch besser. Das gefällt mir schon besser. Was ich gar nicht verstanden habe, warum Kovac gegen Barcelona es im Hinspiel geändert hatte. Aber es korrigiert sich selbst und spricht mit den Spielern.
Die Punkte lassen mich hoffen und glauben, dass es besser wird. Das wir vielleicht wieder keine lange Trainerposition haben werden, ist doch seit Klopp so.
20.04.2025 - 19:56 Uhr
Gefiel mir heute sehr gut, dieses aktive an den Linie.
Hat die Mannschaft gut auf den Fokus konzentriert gelassen.
Achte normal weniger auf ihn aber fiel mir positiv auf
Hat die Mannschaft gut auf den Fokus konzentriert gelassen.
Achte normal weniger auf ihn aber fiel mir positiv auf
20.04.2025 - 19:59 Uhr
Zitat von Offensiv84
Gefiel mir heute sehr gut, dieses aktive an den Linie.
Hat die Mannschaft gut auf den Fokus konzentriert gelassen.
Achte normal weniger auf ihn aber fiel mir positiv auf
Gefiel mir heute sehr gut, dieses aktive an den Linie.
Hat die Mannschaft gut auf den Fokus konzentriert gelassen.
Achte normal weniger auf ihn aber fiel mir positiv auf
Jap, heiß ist er und die Mannschaft zieht mit. Jetzt weiter konsequent nur 3er-Kette und wenns geht Chuk als Starter, dann löbt das.
20.04.2025 - 20:02 Uhr
Gerade im Interview " ich hätte mir mehr Eckfahne gewünscht". Sehr geil
20.04.2025 - 22:07 Uhr
War am Anfang sehr skeptisch, aber mittlerweile halte ich Kovac mittelfristig für einen guten Fit. Die Spieler malochen und werden gemäß ihres Fähigkeitenprofils eingesetzt. In der Situation, in der wir im Januar waren, brauchte es keinen Taktikfuchs, sondern jemanden, der pragmatisch an den richtigen Stellschrauben dreht. Ist vielleicht nicht immer schön, aber erfolgreicher als den Spielern etwas aufzuzwingen, das nicht zu ihnen passt. Beispiel Kobel. Unter Sahin musste er deutlich mehr mitspielen, was einfach nicht sein Ding ist und das Herzinfarktrisiko aller Fans erhöhte. Jetzt darf er den Ball auch mal raus bolzen. Genau das gleiche mit der Umstellung auf 352. Gefühlt der halbe Kader ist jetzt passender eingesetzt als vorher. Can und Bensebaini als IV, Couto eher RM als RV, Adeyemi und Beier zentraler... man muss einfach anerkennen, dass Kovac viel richtig gemacht hat. Dass heißt nicht, dass er die langfristige Lösung ist, aber er kann zumindest ein gutes Fundament legen und in Zukunft einen fitten Kader an einen taktisch raffinierteren Nachfolger übergeben.
20.04.2025 - 22:32 Uhr
Ich finde Kovac ist eine solide Lösung, mehr nicht. Dabei denke ich auch daran, dass der BVB für seine Probleme eine nachhaltig bessere Lösung benötigt. Vorrangig für den spielerischen Bereich. Kovac macht nicht die Fehler eines Sahin und wählt einen pragmatischen Ansatz als z.B. eine Spielideologie zu verfolgen. Das lässt ihn letztendlich besser punkten (momentan 1,5 vs. 1,7 PpS). In der mittelfristigen Entwicklung bin ich noch ziemlich skeptisch.
Als Kovac übernahm, gab es erst einen Schritt zurück zu einen Ansatz der hier schon mehrfach nicht funktionierte. Das hat uns zurückgeworfen. Zum Glück hat er diesen Pfad mittlerweile verlassen und das spiegelt sich in den Ergebnissen und auch im fußballerischen Ansatz. Es gibt mir trotzdem zu denken, denn Kovac hätte es wissen müssen. Er hatte genug Zeit im Vorfeld sich über den BVB zu informieren und unsere Misere zu analysieren. Bin deshalb nicht restlos begeistert. Trotzdem hätte ich jetzt gerne mal Ruhe auf dieser Position.
Als Kovac übernahm, gab es erst einen Schritt zurück zu einen Ansatz der hier schon mehrfach nicht funktionierte. Das hat uns zurückgeworfen. Zum Glück hat er diesen Pfad mittlerweile verlassen und das spiegelt sich in den Ergebnissen und auch im fußballerischen Ansatz. Es gibt mir trotzdem zu denken, denn Kovac hätte es wissen müssen. Er hatte genug Zeit im Vorfeld sich über den BVB zu informieren und unsere Misere zu analysieren. Bin deshalb nicht restlos begeistert. Trotzdem hätte ich jetzt gerne mal Ruhe auf dieser Position.
20.04.2025 - 22:40 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Ich finde Kovac ist eine solide Lösung, mehr nicht. Dabei denke ich auch daran, dass der BVB für seine Probleme eine nachhaltig bessere Lösung benötigt. Vorrangig für den spielerischen Bereich. Kovac macht nicht die Fehler eines Sahin und wählt einen pragmatischen Ansatz als z.B. eine Spielideologie zu verfolgen. Das lässt ihn letztendlich besser punkten (momentan 1,5 vs. 1,7 PpS). In der mittelfristigen Entwicklung bin ich noch ziemlich skeptisch.
Als Kovac übernahm, gab es erst einen Schritt zurück zu einen Ansatz der hier schon mehrfach nicht funktionierte. Das hat uns zurückgeworfen. Zum Glück hat er diesen Pfad mittlerweile verlassen und das spiegelt sich in den Ergebnissen und auch im fußballerischen Ansatz. Es gibt mir trotzdem zu denken, denn Kovac hätte es wissen müssen. Er hatte genug Zeit im Vorfeld sich über den BVB zu informieren und unsere Misere zu analysieren. Bin deshalb nicht restlos begeistert. Trotzdem hätte ich jetzt gerne mal Ruhe auf dieser Position.
Ich finde Kovac ist eine solide Lösung, mehr nicht. Dabei denke ich auch daran, dass der BVB für seine Probleme eine nachhaltig bessere Lösung benötigt. Vorrangig für den spielerischen Bereich. Kovac macht nicht die Fehler eines Sahin und wählt einen pragmatischen Ansatz als z.B. eine Spielideologie zu verfolgen. Das lässt ihn letztendlich besser punkten (momentan 1,5 vs. 1,7 PpS). In der mittelfristigen Entwicklung bin ich noch ziemlich skeptisch.
Als Kovac übernahm, gab es erst einen Schritt zurück zu einen Ansatz der hier schon mehrfach nicht funktionierte. Das hat uns zurückgeworfen. Zum Glück hat er diesen Pfad mittlerweile verlassen und das spiegelt sich in den Ergebnissen und auch im fußballerischen Ansatz. Es gibt mir trotzdem zu denken, denn Kovac hätte es wissen müssen. Er hatte genug Zeit im Vorfeld sich über den BVB zu informieren und unsere Misere zu analysieren. Bin deshalb nicht restlos begeistert. Trotzdem hätte ich jetzt gerne mal Ruhe auf dieser Position.
Da bin ich auch eher auf deiner Seite. Ich glaube immer noch nicht daran,dass Niko Kovac dauerhaft hier der richtige Trainer ist. Dieser doch eher defensive Ansatz entspricht zumindest nicht meinem Naturell und sollte auch in unserem Tempel nicht die erste Priorität sein(siehe seine Einwechslungen in der 70 Minute) Frage ist nur, kann man einen Kovac rausschmeißen wenn er uns noch in die Champions League bringen sollte??
20.04.2025 - 22:44 Uhr
@TheKillingJoke Ganz ehrlich, selten so einen Schmarrn gelesen. Auf deinen Schwachsinn gehe ich jetzt gar nicht näher ein. Alleine die Aussage er hatte lang genug Zeit sich auf Dortmund einzustellen... Wie schwachsinnig ist dieser Aussage. Woher hätte er wissen sollen dass ihr euren Trainer feuert und er der Nachfolger wird. Deiner Meinung nach müsste ja jeder Trainer, der auf dem Markt ist sich um jeden Verein kümmern und wissen was sie dort erwartet. Musst du doch selber zugeben dass dieser Gedanke etwas schwachsinnig ist. Ist nicht persönlich gemeint
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