| Geburtsdatum | 18.11.1985 |
|---|---|
| Alter | 40 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,80m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Linksaußen |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Karriereende |
Leistungsdaten:
Keine Daten
Marc Schnatterer [7]
07.05.2012 - 18:08 Uhr
03.07.2013 - 21:51 Uhr
Zitat von Rohrwang:
Zitat von Rohrwang:
Schnatterer hat schon vor Jahren einen „Rentnervertrag“ (d. b. lange Laufzeit) bei einem Drittligisten unterschrieben. Er ist also kein Spieler, der unbedingt nach Höherem strebt.
Schnatterer wird vermutlich seine „alten Tage“ als Spieler beim FCH verbringen. Die FCH-Fans müssen sich wirklich keine Sorgen machen: Schnatterer wird m. M. n. in Heidenheim bleiben.
Es ist genauso gekommen, wie ich prognostizierte: Schnatterer bevorzugt die Sicherheit (Heidenheim, Drittliga), scheut das Risiko (Augsburg, 1. Bundesliga). In Augsburg hätte er sich (vielleicht) durchsetzen können, aber auch auf der Ersatzbank versauern. Wie auch immer, für den knapp 28-jährigen ist ein Wendepunkt erreicht: Er wird wohl nie in der 1. Bundesliga spielen.
Weil du das Alter ansprichst, ich glaube man darf dabei nicht vergessen, dass er in Heidenheim locker noch fünf bis zehn Jahre spielen kann - siehe z.B. die Herren Thurk und Sabanov - und dabei wahrscheinlich nicht mal so viel schlechter verdient wie als Ersatzspieler in Liga 2 oder 1. Und zumindest die zweite Liga könnte ja irgendann in diesem Zeitraum auch mal mit seinem derzeitigen Verein klappen...
Außerdem liegt das Risiko bei einem Wechsel nicht nur im Scheitern selbst, sondern vor allem darin, dass ihm im schlimmsten Fall mit 29 das Karrierende droht, weil ihn ohne die notwendige Form nicht einmal sein Ex-Verein will.
Zitat von Rohrwang:
Schnatterer hat schon vor Jahren einen „Rentnervertrag“ (d. b. lange Laufzeit) bei einem Drittligisten unterschrieben. Er ist also kein Spieler, der unbedingt nach Höherem strebt.
Schnatterer wird vermutlich seine „alten Tage“ als Spieler beim FCH verbringen. Die FCH-Fans müssen sich wirklich keine Sorgen machen: Schnatterer wird m. M. n. in Heidenheim bleiben.
Es ist genauso gekommen, wie ich prognostizierte: Schnatterer bevorzugt die Sicherheit (Heidenheim, Drittliga), scheut das Risiko (Augsburg, 1. Bundesliga). In Augsburg hätte er sich (vielleicht) durchsetzen können, aber auch auf der Ersatzbank versauern. Wie auch immer, für den knapp 28-jährigen ist ein Wendepunkt erreicht: Er wird wohl nie in der 1. Bundesliga spielen.
Weil du das Alter ansprichst, ich glaube man darf dabei nicht vergessen, dass er in Heidenheim locker noch fünf bis zehn Jahre spielen kann - siehe z.B. die Herren Thurk und Sabanov - und dabei wahrscheinlich nicht mal so viel schlechter verdient wie als Ersatzspieler in Liga 2 oder 1. Und zumindest die zweite Liga könnte ja irgendann in diesem Zeitraum auch mal mit seinem derzeitigen Verein klappen...
Außerdem liegt das Risiko bei einem Wechsel nicht nur im Scheitern selbst, sondern vor allem darin, dass ihm im schlimmsten Fall mit 29 das Karrierende droht, weil ihn ohne die notwendige Form nicht einmal sein Ex-Verein will.
07.07.2013 - 14:06 Uhr
Schnatti bleibt weiterhin Kapitän! :cool Nicht das da irgendwelche Zweifel bestanden hätten. ;)
Zitat
Abends wurde zur Feier des Tages gegrillt, bevor teaminterne Wahlen anstanden. Demnach bleibt Marc Schnatterer weiterhin FCH-Mannschaftskapitän, Tim Gohlert ist nach wie vor sein Stellvertreter. Gemeinsam mit Erol Sabanov, Alper Bagceci und Neuzugang Julius Reinhardt bilden die Beiden künftig den Mannschaftsrat.http://www.fc-heidenheim.de/news/detailansicht/archive/2013/juli/fch/das-fch-trainingslager-tagebuch-aus-dem-allgaeu-3.html
Zitat
Abends wurde zur Feier des Tages gegrillt, bevor teaminterne Wahlen anstanden. Demnach bleibt Marc Schnatterer weiterhin FCH-Mannschaftskapitän, Tim Gohlert ist nach wie vor sein Stellvertreter. Gemeinsam mit Erol Sabanov, Alper Bagceci und Neuzugang Julius Reinhardt bilden die Beiden künftig den Mannschaftsrat.http://www.fc-heidenheim.de/news/detailansicht/archive/2013/juli/fch/das-fch-trainingslager-tagebuch-aus-dem-allgaeu-3.html
08.07.2013 - 16:43 Uhr
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
08.07.2013 - 17:10 Uhr
Zitat von cashed:
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Überragender Beitrag! Made my day! :cool
Achtung, der Witz kommt flach!
@Cashed, bei euch hat wohl das Nötige CASH gefehlt um ihn zu verpflichten! :D :rolleyes
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Überragender Beitrag! Made my day! :cool
Achtung, der Witz kommt flach!
@Cashed, bei euch hat wohl das Nötige CASH gefehlt um ihn zu verpflichten! :D :rolleyes
08.07.2013 - 17:52 Uhr
Zitat von cashed:
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Zugespitzt formuliert!
Trotzdem beinhaltet der Beitrag ein Körnchen Wahrheit: Schnatterer scheut m. M. n. schon seit langem das Risiko, eine große sportliche Herausforderung anzunehmen.
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Zugespitzt formuliert!
Trotzdem beinhaltet der Beitrag ein Körnchen Wahrheit: Schnatterer scheut m. M. n. schon seit langem das Risiko, eine große sportliche Herausforderung anzunehmen.
08.07.2013 - 18:19 Uhr
Zitat von Rohrwang:
Zitat von cashed:
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Zugespitzt formuliert!
Trotzdem beinhaltet der Beitrag ein Körnchen Wahrheit: Schnatterer scheut m. M. n. schon seit langem das Risiko, eine große sportliche Herausforderung anzunehmen.
danke für deine bestätigung.
Zitat von cashed:
Dieser Amateurfußballer hat doch nur Schiß vor Liga 1 und 2 gehabt. Für ihn reicht es eben nur nach Halle, Leipzig, Müster usw. zu fahren. Köln, St.Pauli, oder gar BVB, Bayern hätte er eh nie gepackt.
Zugespitzt formuliert!
Trotzdem beinhaltet der Beitrag ein Körnchen Wahrheit: Schnatterer scheut m. M. n. schon seit langem das Risiko, eine große sportliche Herausforderung anzunehmen.
danke für deine bestätigung.
08.07.2013 - 18:30 Uhr
Habt doch ein wenig Mitleid mit den Zurückgewiesenen. Wie sollen die denn ein Fünkchen Selbstbewusstsein behalten, wenn sie die vergeblichen Werbeversuche nicht auf Marcs Feigheit schieben könnten. Das kann doch niemals nicht an den supersympathischen, aufstrebenden Vereinen liegen. Nie.
Wenigstens einer der beiden Trolls geht wieder genauso schnell, wie er gekommen ist.
Wenigstens einer der beiden Trolls geht wieder genauso schnell, wie er gekommen ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 46_ole am 08.07.2013 um 18:31 Uhr bearbeitet
08.07.2013 - 22:19 Uhr
Zitat von 46_ole:
Habt doch ein wenig Mitleid mit den Zurückgewiesenen. Wie sollen die denn ein Fünkchen Selbstbewusstsein behalten, wenn sie die vergeblichen Werbeversuche nicht auf Marcs Feigheit schieben könnten. Das kann doch niemals nicht an den supersympathischen, aufstrebenden Vereinen liegen. Nie.
Wenigstens einer der beiden Trolls geht wieder genauso schnell, wie er gekommen ist.
naja schlimm ist nur das er seit jahren nicht in den profifussball geht. obwohl er, glaube ich, genug angebote gehabt hat. dafür muss es einen grund geben und ich glaube nicht das es die vorzüglichen gegebenheiten in heidenheim sind. ob er zum ksc, fca oder sonst einem verein geht ist egal aber er hätte vielleicht das zeug dazu erste oder zumindest zweite liga zu spielen und ich glaube auch nicht das es hier um einen anschlussvertrag nach der karriere geht. denn den würde er wahrscheinlich immer in heidenheim bekommen egal ob er bleibt oder nicht.
im großen und ganzen ist es nur schade das so ein talent nicht dort spielt wo er spielen könnte!
Habt doch ein wenig Mitleid mit den Zurückgewiesenen. Wie sollen die denn ein Fünkchen Selbstbewusstsein behalten, wenn sie die vergeblichen Werbeversuche nicht auf Marcs Feigheit schieben könnten. Das kann doch niemals nicht an den supersympathischen, aufstrebenden Vereinen liegen. Nie.
Wenigstens einer der beiden Trolls geht wieder genauso schnell, wie er gekommen ist.
naja schlimm ist nur das er seit jahren nicht in den profifussball geht. obwohl er, glaube ich, genug angebote gehabt hat. dafür muss es einen grund geben und ich glaube nicht das es die vorzüglichen gegebenheiten in heidenheim sind. ob er zum ksc, fca oder sonst einem verein geht ist egal aber er hätte vielleicht das zeug dazu erste oder zumindest zweite liga zu spielen und ich glaube auch nicht das es hier um einen anschlussvertrag nach der karriere geht. denn den würde er wahrscheinlich immer in heidenheim bekommen egal ob er bleibt oder nicht.
im großen und ganzen ist es nur schade das so ein talent nicht dort spielt wo er spielen könnte!
08.07.2013 - 22:40 Uhr
Lieber ein Leben lang in der dritten Liga rumgurken, anstatt beim KSC unter Vertrag zu stehen! Ich habe fertig :cool
09.07.2013 - 03:11 Uhr
Zitat von cashed:
im großen und ganzen ist es nur schade das so ein talent nicht dort spielt wo er spielen könnte!
Jodie Foster mag nicht die größte Schauspielerin sein, die Hollywood je hervorgebracht hat. Und auch nicht all jene Filme, in denen sie Regie geführt hat, müssen den Geschmack eines jeden treffen. Ich habe sie dennoch immer gemocht...
So habe ich zu einer Zeit, in der man selbst mich noch sehr jung nennen durfte, erstmalig den Film "Das Wunderkind Tate" gesehen. Auch für cineastisch nicht bewanderte Leser dürfte die Story schnell zusammengefasst sein: schlaues Kerlchen, findest rasch Anhänger und Förderer, fühlt sich aber zuhause dennoch am wohlsten und wehrt sich vehement dagegen, dem ach so großen Ruf mit all den verbundenen Möglichkeiten zu folgen. All jene, die sich - und vor allen ihn (Tate) - zu Größerem berufen sehen, reagieren mit Unverständnis. Der Zuschauer (darauf arbeitet der Film hin) freut sich indes über jede einzelne noch so alberne Geste von Tate, die sich gegen all das sträubt; positiv formuliert also: jede Geste, mit der Tate seine aktuelle Lebenswirklichkeit zu erhalten sucht.
Nun - auch das gehört zu dieser Geschichte - ist der vorbenannte Tate in diesem filmischen Meisterwerk in jungen Jahren; genau genommen derer dreizehn (wenn ich mich recht entsinne). Seine Widerwilligkeit gegenüber Veränderungen und unsere Sympathie für solche "Entscheidungen" könnte man also zunächst einmal seinem Alter zusprechen. Die Entscheidung für das Beharren im Alltäglichen und die Absage an die großen Möglichkeiten der Welt - ja genau, das ist der richtige Stoff für all jene, die ihre Kinder nicht schon in jungen Jahren an die Tennis-Akademie schicken, um selbst Verpasstes durch einen so gedachten "tertius gaudens" nachzuholen.
Wenn wir ehrlich sind, freuen wir uns doch alle über solche Charaktere: den 1,0-Abiturienten, der dem Jura-Studium in Harvard den massenuniversitären Weg zum 1. Staatsexamen in Tübingen vorzieht; den Facharbeiter, der weiterhin lieber in seinem Ausbildungsbetrieb schafft, als sich von der Konkurrenz sein Know-How vergolden zu lassen oder eben auch einfach jeden anderen, der seine Berufswahl nicht allein an Geld und "gesellschaftlicher Stellung" (was auch immer das sein mag) messen mag...
All die vorgenannten Beispiele sind aber zudem solche, die am Anfang ihres beruflichen Werdeganges stehen. Bei Fußballspielern, deren 30. Geburtstag so nahe bevorsteht, dass selbst ein betrunkener Rummelplatzschütze aus (ins Räumliche übertragene) gleicher Entfernung seiner Herzallerliebsten den Hauptpreis schießen könnte, bedarf es einer anderen Bewertung. MS ist und bleibt für mich einer der größten Fußballer aller Zeiten. Nicht allein deshalb, weil er meine Heimatstadt zu einer Prominenz "geschossen" hat, die ich mir niemals hab erträumen lassen. Nein, es sind auch die Kleinig- und "Großig"keiten um ihn herum, die ihn zu dem machen, was er ist: Einsatz, Spielüberblick und vor allem Leidenschaft (by the way: biete drei Monatsgehälter für das zerrissene Trikot aus dem Spiel gegen den KSC).
Schon deshalb ist uns allen MS sympathisch. Was ihn uns allen noch sympathischer machen sollte, ist die Tatsache, dass er kein Voll ***** ist: auch MS hat sicherlich als Nachwuchsspieler von der ersten Liga geträumt. Allein schon angesichts seines Alters weiß er aber eben nur allzu genau, dass Fußball alleine seinen Lebensunterhalt nicht in alle Ewigkeit sichern wird. Finanzielle Gründe - abgesehen von Millionen-Angeboten (FCA, was ist da los? Die Fugger etwa als Sponsoren verloren?!) - dürften für ihn somit an Bedeutung verloren haben. Wir dürfen seine Entscheidung (wie auch immer sie ausfallen mag) wohl als rein sportliche betrachten. Allein dort können wir also den Ansatzpunkt für MS' (eben rein) sportliche Entscheidung festmachen. Ins Unreine gesprochen etwa derart: Möchte ich meine verbleibenden Jahre im Fußball mit einem Team und einem Umfeld verbringen, das mich liebt und das mir über mehr als eine halbe Dekade zu dem verholfen hat, was ich nun (fußballerisch) bin? Oder will ich nochmal der Unbekannte auf einer Ersatzbank sein, möge diese Ersatzbank auch in einem Stadion stehen, das ich sonst nur aus der Sportschau kennen?
Zurück zu Tate, dem Wunderkind von Jodie Foster: Die Sympathie für denjenigen, der trotz all seiner Möglichkeiten beim Alten bleibt, ist stets grenzenlos. Das Unverständnis ob seiner (im Gegenwärtigen hängenbleibende) Entscheidung aber zugleich ebenso. Wenn nun aber aus dem Wunderkind ein Erwachsener, aus Tate also ein MS und aus einem Suchendem zugleich ein Arrivierter geworden ist, dann kann man - aus welchem Blickwinkel auch immer - MS nur wünschen, dass er auch zukünftig in der Voith-Arena auflaufen wird.
Nun mag all das sein, wie es ist: mögen der FCH und MS schon in wenigen Tagen in einer unterschiedlichen Liga spielen, eines ist gewiss: Das Stereotyp von MS und FCH wird immer bleiben - zumindest für uns und (wie ich glaube) auch für ihn. Und das ist im Zweifel mehr wert, als wir alle von einer professionalisierten Fußballwelt erwarten können...
im großen und ganzen ist es nur schade das so ein talent nicht dort spielt wo er spielen könnte!
Jodie Foster mag nicht die größte Schauspielerin sein, die Hollywood je hervorgebracht hat. Und auch nicht all jene Filme, in denen sie Regie geführt hat, müssen den Geschmack eines jeden treffen. Ich habe sie dennoch immer gemocht...
So habe ich zu einer Zeit, in der man selbst mich noch sehr jung nennen durfte, erstmalig den Film "Das Wunderkind Tate" gesehen. Auch für cineastisch nicht bewanderte Leser dürfte die Story schnell zusammengefasst sein: schlaues Kerlchen, findest rasch Anhänger und Förderer, fühlt sich aber zuhause dennoch am wohlsten und wehrt sich vehement dagegen, dem ach so großen Ruf mit all den verbundenen Möglichkeiten zu folgen. All jene, die sich - und vor allen ihn (Tate) - zu Größerem berufen sehen, reagieren mit Unverständnis. Der Zuschauer (darauf arbeitet der Film hin) freut sich indes über jede einzelne noch so alberne Geste von Tate, die sich gegen all das sträubt; positiv formuliert also: jede Geste, mit der Tate seine aktuelle Lebenswirklichkeit zu erhalten sucht.
Nun - auch das gehört zu dieser Geschichte - ist der vorbenannte Tate in diesem filmischen Meisterwerk in jungen Jahren; genau genommen derer dreizehn (wenn ich mich recht entsinne). Seine Widerwilligkeit gegenüber Veränderungen und unsere Sympathie für solche "Entscheidungen" könnte man also zunächst einmal seinem Alter zusprechen. Die Entscheidung für das Beharren im Alltäglichen und die Absage an die großen Möglichkeiten der Welt - ja genau, das ist der richtige Stoff für all jene, die ihre Kinder nicht schon in jungen Jahren an die Tennis-Akademie schicken, um selbst Verpasstes durch einen so gedachten "tertius gaudens" nachzuholen.
Wenn wir ehrlich sind, freuen wir uns doch alle über solche Charaktere: den 1,0-Abiturienten, der dem Jura-Studium in Harvard den massenuniversitären Weg zum 1. Staatsexamen in Tübingen vorzieht; den Facharbeiter, der weiterhin lieber in seinem Ausbildungsbetrieb schafft, als sich von der Konkurrenz sein Know-How vergolden zu lassen oder eben auch einfach jeden anderen, der seine Berufswahl nicht allein an Geld und "gesellschaftlicher Stellung" (was auch immer das sein mag) messen mag...
All die vorgenannten Beispiele sind aber zudem solche, die am Anfang ihres beruflichen Werdeganges stehen. Bei Fußballspielern, deren 30. Geburtstag so nahe bevorsteht, dass selbst ein betrunkener Rummelplatzschütze aus (ins Räumliche übertragene) gleicher Entfernung seiner Herzallerliebsten den Hauptpreis schießen könnte, bedarf es einer anderen Bewertung. MS ist und bleibt für mich einer der größten Fußballer aller Zeiten. Nicht allein deshalb, weil er meine Heimatstadt zu einer Prominenz "geschossen" hat, die ich mir niemals hab erträumen lassen. Nein, es sind auch die Kleinig- und "Großig"keiten um ihn herum, die ihn zu dem machen, was er ist: Einsatz, Spielüberblick und vor allem Leidenschaft (by the way: biete drei Monatsgehälter für das zerrissene Trikot aus dem Spiel gegen den KSC).
Schon deshalb ist uns allen MS sympathisch. Was ihn uns allen noch sympathischer machen sollte, ist die Tatsache, dass er kein Voll ***** ist: auch MS hat sicherlich als Nachwuchsspieler von der ersten Liga geträumt. Allein schon angesichts seines Alters weiß er aber eben nur allzu genau, dass Fußball alleine seinen Lebensunterhalt nicht in alle Ewigkeit sichern wird. Finanzielle Gründe - abgesehen von Millionen-Angeboten (FCA, was ist da los? Die Fugger etwa als Sponsoren verloren?!) - dürften für ihn somit an Bedeutung verloren haben. Wir dürfen seine Entscheidung (wie auch immer sie ausfallen mag) wohl als rein sportliche betrachten. Allein dort können wir also den Ansatzpunkt für MS' (eben rein) sportliche Entscheidung festmachen. Ins Unreine gesprochen etwa derart: Möchte ich meine verbleibenden Jahre im Fußball mit einem Team und einem Umfeld verbringen, das mich liebt und das mir über mehr als eine halbe Dekade zu dem verholfen hat, was ich nun (fußballerisch) bin? Oder will ich nochmal der Unbekannte auf einer Ersatzbank sein, möge diese Ersatzbank auch in einem Stadion stehen, das ich sonst nur aus der Sportschau kennen?
Zurück zu Tate, dem Wunderkind von Jodie Foster: Die Sympathie für denjenigen, der trotz all seiner Möglichkeiten beim Alten bleibt, ist stets grenzenlos. Das Unverständnis ob seiner (im Gegenwärtigen hängenbleibende) Entscheidung aber zugleich ebenso. Wenn nun aber aus dem Wunderkind ein Erwachsener, aus Tate also ein MS und aus einem Suchendem zugleich ein Arrivierter geworden ist, dann kann man - aus welchem Blickwinkel auch immer - MS nur wünschen, dass er auch zukünftig in der Voith-Arena auflaufen wird.
Nun mag all das sein, wie es ist: mögen der FCH und MS schon in wenigen Tagen in einer unterschiedlichen Liga spielen, eines ist gewiss: Das Stereotyp von MS und FCH wird immer bleiben - zumindest für uns und (wie ich glaube) auch für ihn. Und das ist im Zweifel mehr wert, als wir alle von einer professionalisierten Fußballwelt erwarten können...
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