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Lucien Favre [Trainer]

12.03.2014 - 14:53 Uhr
Lucien Favre [Trainer] |#1331
28.04.2014 - 17:35 Uhr
Zitat von FB-Fohle79:
Es geht hier doch in erster Linie um`s Definieren der Saisonziele. Hier berufen sich Eberl und Favre auf die finanziellen Möglichkeiten und die damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit. Der Lizensspieler-Etat dient hier als Hilfsmittel um realistische Ziele zu formullieren. Alles andere wäre doch auch Quatsch. Ich wüsste nicht, woran man die Ziele vor einer Saison sonst festmachen möchte.


Wenn man clever ist, dafür halte ich unser Duo, sagt man das, was man den Leuten gerade noch so verkaufen kann. In unserem Fall wird sicherlich auch intern das Ziel "international" ausgerufen worden sein, uns erzählt man dann einstellig, da kann dann nicht so viel schiefgehen, besonders wenn das Ziel mit gerade so zweistellig ja auch nur knapp verfehlt wäre. Einstellig hieße ja auch, mit Platz 9 wäre alles im grünen Bereich gewesen, weil man da vom Etat her ist. Wenn wir nach der Saison da gelandet wären, würden Favre, Eberl und Co. wohl mit Streitäxten aufeinander losgehen müssen, um den Schuldigen auszumachen. :D Gibt man aber international an und wird 11, muss man sich das von allen Seiten anhören, die Fans sind weniger zufrieden... Bei übertroffenen ausgerufenen Zielen kann man sich dann feiern lassen. ;)

Wer also clever ist stapelt tief.

•     •     •

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Lucien Favre [Trainer] |#1332
28.04.2014 - 18:10 Uhr
Zitat von kastenmaier83:
Zitat von FB-Fohle79:
Es geht hier doch in erster Linie um`s Definieren der Saisonziele. Hier berufen sich Eberl und Favre auf die finanziellen Möglichkeiten und die damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit. Der Lizensspieler-Etat dient hier als Hilfsmittel um realistische Ziele zu formullieren. Alles andere wäre doch auch Quatsch. Ich wüsste nicht, woran man die Ziele vor einer Saison sonst festmachen möchte.


Wenn man clever ist, dafür halte ich unser Duo, sagt man das, was man den Leuten gerade noch so verkaufen kann. In unserem Fall wird sicherlich auch intern das Ziel "international" ausgerufen worden sein, uns erzählt man dann einstellig, da kann dann nicht so viel schiefgehen, besonders wenn das Ziel mit gerade so zweistellig ja auch nur knapp verfehlt wäre. Einstellig hieße ja auch, mit Platz 9 wäre alles im grünen Bereich gewesen, weil man da vom Etat her ist. Wenn wir nach der Saison da gelandet wären, würden Favre, Eberl und Co. wohl mit Streitäxten aufeinander losgehen müssen, um den Schuldigen auszumachen. :D Gibt man aber international an und wird 11, muss man sich das von allen Seiten anhören, die Fans sind weniger zufrieden... Bei übertroffenen ausgerufenen Zielen kann man sich dann feiern lassen. ;)

Wer also clever ist stapelt tief.



Absolut. Ich halte Favre ebenfalls für sehr clever und finde seine Aussagen in dem Zusammenhang absolut nachvollziehbar.

Umso erstaunlicher, dass ihm diese permanent vorgehalten werden.
Lucien Favre [Trainer] |#1333
28.04.2014 - 20:43 Uhr
Zitat von FB-Fohle79:



Absolut. Ich halte Favre ebenfalls für sehr clever und finde seine Aussagen in dem Zusammenhang absolut nachvollziehbar.

Umso erstaunlicher, dass ihm diese permanent vorgehalten werden.


Ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Er stellt sich halt, Entschuldigung, saublöd an. Von den Äußerungen würde ich sogar soweit gehen, ihn mit Kreuzer zu vergleichen. Er beschwert sich über seinen selbstgebastelten Kader, bezeichnet die Fans als dämlich, begibt sich selbst ständig in eine Opfer- bzw. Rechtfertigungsrolle, verweist auf Gründe wie den Etat etc.

Er setzt damit sich selbst in ein merkwürdiges und die Mannschaft (zu großen Teilen) in ein schlechtes Licht. Das sind doch simpelste Vorgänge, die da im Kopf ablaufen, dass sollte er doch gepeilt haben. Vllt. ist er da auch einfach etwas emotional, kA. Unsere Fans pfeifen, wenn wir Schrott spielen, da muss er drüber stehen. Das kann er auch hinterher mit Unverständnis kommentieren, kein Thema, aber er darf die Leute nicht als dämlich bezeichnen. Dazu kommt seine Art, er ist halt ein Detailfanatiker und auch seine Kritiker erkennen im großen und ganzen an, dass er weiß, wovon er spricht (auf Analysen bezogen), wenn dann der Erfolg mal ausbleibt, schlägt ihm die "Klugsch*****erei" halt entgegen, irgendwo logisch. Die Leute pfeifen dann halt, finde ich nicht so wild, wenn man einen guten Grund dafür hat (am Sonntag haben die Schalker Meyer ausgepfiffen, DAS war richtig aso**ial, da zu pfeifen).
Er hat doch angeblich mal Psychologie studiert, so las ich. Dann müsste er WISSEN, dass die Masse dumm ist und schwarz/weiß denkt. Fertig. Wofür also regt er sich auf?

Favre rechtfertigt Ergebnisse und dabei kommt es oft so rüber, dass er das Genie ist, die Mannschaft unfähig, seine Pläne umzusetzen und deshalb verantwortlich für das Verpassen der Meisterschaft, ist und ziemlich alle außer ihm sowieso keinen Plan haben und nicht in der Lage sind, das alles zu erfassen, weshalb sie zu falschen Schlüssen, also anderen als seinen, kommen.

Das hat er aber doch alles gar nicht nötig. Favre hat uns zum 2ten Mal ins internationale Geschäft geführt, die Ergebnisse sprechen für ihn. Sein Job ist sicher wie sonst was, selbst wenn der Park mit Fackeln und Mistgabeln gestürmt wird, weil wir wieder in der Relegation sind, würde Favre wohl nicht entlassen. Er hat überhaupt keinen Grund, sich für sein Tun zu rechtfertigen, weil das Ergebnis stimmt.

Daher sollte der Coach einfach mal lernen, über seinen Schatten zu springen, den üblichen Unsinn raushauen und gut ist. Er müsste halt lernen, diplomatischer zu sein. Nehmen wir das Stuttgart Spiel, wenn er da ganz einfach sagt: "Natürlich sind die Leute unzufrieden, Abstiegskandidat zu Hause, war mehr drin blabla, aber Pfiffe machen es nur noch schlimmer, zuletzt 2 Siege, es geht wieder bergauf, scheint halt nicht jeden Tag die Sonne, lieber anfeuern, das bringt mehr"... dann hat er seine Ruhe, die anderen auch und am Ende ändert sich nix.

Genauso beim Etat: Wieso erwähnt er den überhaupt? Sein Zitat hätte das nicht gebraucht, so kommt es wieder wie eine Rechtfertigung rüber, für den Fall, dass es nicht läuft. Ebenso das ständige Ermahnen, wo kommen wir her, blabla. Ein "Wir wollen gewinnen um international zu spielen" hätte es auch getan.

Langer Rede kurzer Sinn: Er manövriert sich selbst ständig in Positionen, die ihm nicht gerade zum Vorteil gereichen in der Wahrnehmung ?einiger/vieler? Fans, inkl. mir. Er kämpft da gegen Windmühlen und das auch noch mit der falschen Taktik. Einfach mal nix sagen und weiterhin für einen Philosophen gehalten werden könnte hilfreich sein. Was er sagt stört mich z. B. sehr, mehr sogar, als das, was wir auf den Platz bringen, selbst wenn das öfters mal Mist ist. Weil auf dem Platz, da kommt viel zusammen, da hat man teils wenig bis keinen Einfluß drauf als Trainer, da gibt es Zufälle, den Schiri, individuelle Fehler, individuelle Glanztaten und hassenichgesehn. Das was man sagt, da gibt es vllt. Emotionen, aber die sollte man mit seiner Erfahrung kontrollieren können und sich auch vorher überlegen, was man sagt bzw. mal durchatmen, bevor man spricht.

Der Sinn war jetzt doch nicht so kurz, aber um es mal aus meiner Sicht zu sagen, was ich einfach nicht verstehe: Er kann doch machen und er macht doch, warum redet er dann? ;)

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Lucien Favre [Trainer] |#1334
28.04.2014 - 20:56 Uhr
Ich möchte mal eines zum Thema Lucien Favre und Borussia schreiben.
Gleich vorweg, ich habe wenig Beiträge, weil ich es im Normalfall ablehne, mit Einzeilern, Wiederholersätzen und manch anderen Dündres in mehr oder weniger gutem Deutsch (auch wenn hier teilweise Kinder meinen, sie müssten unter erwachsenen posten, andere angreifen und von anderen Usern noch mit welpenschutz bedacht werden) seine Beitragszahl in die Höhe zu treiben. ( OK, auch ich habe ipad Korrektur, die Wörter verschlimmbeuteln, also nehmt mich auseinander ;-) )
Auch das Pimmelflechten, wie es oftmals passiert, finde ich eher komisch.
Das erinnert mich manchmal an einen Kleingartenverein. Im Leben nix zu sagen, aber dann als zweiter Schriftführer endlich an der Macht der Dunkelheit ;-) sein und dem neuen Gartenbesitzer sagen, wie das Beet gesetzt wird. Leider nimmt das mittlerweile auch überhand. Aber trotzdem, jedem seine Meinung. Ich habe hier einige davon gehört, die sehr plakativ rüberkommen. Vor allem immer wenn verloren wurde. Natürlich kotzt es mich auch an, dass wir jedesmal verlieren, wenn wir wirklich mal auf dem Sprung sind auf die CL waren, oder wenn es ein Big Point hätte werden können. Wenn ich lese, Zögerli, nicht kommunikativ, Ausredenkönig und und und......
Ich sehe es erst mal so, willst du dauerhaft Erfolg haben, musst du eigenwillig sein.
Mainstream ist gut, aber nie ganz vorn, immer nur Durchschnitt.
Thema Transfers, natürlich zögert er, weil er ein Perfektionist ist und für das Geld das Beste haben will.
Mit der Kohle von Bayern ( nicht negativ) sollte jeder Depp Meister werden. Aber sorry liebe Playstation freunde, so funktioniert die Realität nicht. Wenn ich dann noch lese, 2 Million, oder 4 ist ja ein Schnäppchen. Manoman. Ich hab nicht soviel Geld und werde am Ende meiner Tage nie soviel Geld haben und dann reden einige Burschen von Schnäppchen, kaufen, sofort holen. Sind die jetzt ahnungslos, oder hoffnungslos, oder wissen die mehr als der Rest der Welt??? Aber bei uns müssen die Transfers sitzen, sowie auch bei Berlin damals. 3-4 solche Flops wie bei Luuk de Jong ( auch wenn er menschlich sehr nett zu sein scheint), dann wars das und wir sind da wo der HSV jetzt steht. Die Mannschaften zu teuer, oder keine Leistung, der Zwang international zu spielen, das geht bis in die 70er einige Jahre gut! Dann ging es bergab. Es sei denn, dass hier eine Wettbewerbsverzerrung in Form von Firmen oder privat Sponsoring like VW, oder Kühne, Hopp, oder in England von Abramowitsch und Co stattfindet. Ganz ehrlich, ich mag das "ehrliche" Geschäft. Die anderen Beispiele sind nicht ehrlich. Bei VW arbeiten 1000ende Normalbürger und freuen sich, wenn sie im Jahr einige Euro Gehaltserhöhung bekommen, oder müssen sich anhören, es Geschäft geht nicht so gut. Die Kicker müssen dann auch leiden, nur noch 50 statt 80 Millionen. Das muss dem normalen Menschen wie ein Hohn vorkommen. Aber gerade wegen diesem unterschiedlichen Weg ist die Borussia nicht umsonst einer der beliebtesten Vereine in Deutschland. Der Nachteil ist, wie oben beschrieben, große Fehler dürfen nicht passieren, sonst geht es dann wieder irgendwann wie bei Bremen. Die hatten auch nur eine gesunde Politik. Dann ging es einige Male schief. Sorry
Thema Ausreden, natürlich kotzt glaub ich keiner so wie er, wenn wieder mal Grütze gespielt wurde, aber was soll er machen. Dauernd sagen, wir wollen Meister werden, wie Vizekusen seit 20 Jahren, wie HSV am Beginn der Saison in den Cup wollte.... Nee, er macht und versucht den Ball flach zu halten und sich vor die Mannschaft zu stellen, wie jeder gute Chef, Abteilungsleiter und den ganzen polemischen Mist der Zeitung abzuhalten.
Oder, Spieler mähren weil sie spielen wollen und er Trainer kein Händchen hält weil sie nicht spielen. Dann lässt er sie, der eine fliegt vom Platz und alle anderen sind schuld. Hmmmmh, wo liegt hier der Fehler.
Darüberhinaus war die Punkteausbeute unter Favre besser, als die letzten 15 Jahre.
Ausredenkönig, ein Klopp sagt, warum stellen sie mir blöde Fragen, oder hab ich kein Bock zu, oder Hau ab und klopp finden die Leute cool. Ne, nich cool, einfach anders.
Favre versucht diplomatisch zu umschiffen. Was ist besser? Keine Ahnung, aber das machst ja die Menschen aus.
Ich halte ihn nicht für den perfekten Trainer. (Ist Pep Gardiola der perfekte? - Das wage ich zu bezweifeln) Aber aktuell ist Favre das Beste was der Borussia passieren konnte, wie es in einem Jahr aussieht...... Keine Ahnung.

In diesem Sinne


Gruß Oliver
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Odie12 am 28.04.2014 um 21:19 Uhr bearbeitet
Lucien Favre [Trainer] |#1335
28.04.2014 - 22:21 Uhr
Zitat von Odie12:
...

Gruß Oliver


Auch wenn ich deinen Post am Anfang eine Frechheit finde, in der Mitte kaum mehr folgen kann und das Ende für unüberdacht (sagt man das so?) halte, dem letzten Satz vor dem Gruß kann ich zustimmen, hätte aber einen Konjunktiv eingefügt, was dem Text auch ansonsten von Zeit zu Zeit nicht schlecht getan hätte. ;)

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Lucien Favre [Trainer] |#1336
28.04.2014 - 23:00 Uhr
Zitat von kastenmaier83:
Zitat von FB-Fohle79:



Absolut. Ich halte Favre ebenfalls für sehr clever und finde seine Aussagen in dem Zusammenhang absolut nachvollziehbar.

Umso erstaunlicher, dass ihm diese permanent vorgehalten werden.


Ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Er stellt sich halt, Entschuldigung, saublöd an. Von den Äußerungen würde ich sogar soweit gehen, ihn mit Kreuzer zu vergleichen. Er beschwert sich über seinen selbstgebastelten Kader, bezeichnet die Fans als dämlich, begibt sich selbst ständig in eine Opfer- bzw. Rechtfertigungsrolle, verweist auf Gründe wie den Etat etc.

Er setzt damit sich selbst in ein merkwürdiges und die Mannschaft (zu großen Teilen) in ein schlechtes Licht. Das sind doch simpelste Vorgänge, die da im Kopf ablaufen, dass sollte er doch gepeilt haben. Vllt. ist er da auch einfach etwas emotional, kA. Unsere Fans pfeifen, wenn wir Schrott spielen, da muss er drüber stehen. Das kann er auch hinterher mit Unverständnis kommentieren, kein Thema, aber er darf die Leute nicht als dämlich bezeichnen. Dazu kommt seine Art, er ist halt ein Detailfanatiker und auch seine Kritiker erkennen im großen und ganzen an, dass er weiß, wovon er spricht (auf Analysen bezogen), wenn dann der Erfolg mal ausbleibt, schlägt ihm die "Klugsch*****erei" halt entgegen, irgendwo logisch. Die Leute pfeifen dann halt, finde ich nicht so wild, wenn man einen guten Grund dafür hat (am Sonntag haben die Schalker Meyer ausgepfiffen, DAS war richtig aso**ial, da zu pfeifen).
Er hat doch angeblich mal Psychologie studiert, so las ich. Dann müsste er WISSEN, dass die Masse dumm ist und schwarz/weiß denkt. Fertig. Wofür also regt er sich auf?

Favre rechtfertigt Ergebnisse und dabei kommt es oft so rüber, dass er das Genie ist, die Mannschaft unfähig, seine Pläne umzusetzen und deshalb verantwortlich für das Verpassen der Meisterschaft, ist und ziemlich alle außer ihm sowieso keinen Plan haben und nicht in der Lage sind, das alles zu erfassen, weshalb sie zu falschen Schlüssen, also anderen als seinen, kommen.

Das hat er aber doch alles gar nicht nötig. Favre hat uns zum 2ten Mal ins internationale Geschäft geführt, die Ergebnisse sprechen für ihn. Sein Job ist sicher wie sonst was, selbst wenn der Park mit Fackeln und Mistgabeln gestürmt wird, weil wir wieder in der Relegation sind, würde Favre wohl nicht entlassen. Er hat überhaupt keinen Grund, sich für sein Tun zu rechtfertigen, weil das Ergebnis stimmt.

Daher sollte der Coach einfach mal lernen, über seinen Schatten zu springen, den üblichen Unsinn raushauen und gut ist. Er müsste halt lernen, diplomatischer zu sein. Nehmen wir das Stuttgart Spiel, wenn er da ganz einfach sagt: "Natürlich sind die Leute unzufrieden, Abstiegskandidat zu Hause, war mehr drin blabla, aber Pfiffe machen es nur noch schlimmer, zuletzt 2 Siege, es geht wieder bergauf, scheint halt nicht jeden Tag die Sonne, lieber anfeuern, das bringt mehr"... dann hat er seine Ruhe, die anderen auch und am Ende ändert sich nix.

Genauso beim Etat: Wieso erwähnt er den überhaupt? Sein Zitat hätte das nicht gebraucht, so kommt es wieder wie eine Rechtfertigung rüber, für den Fall, dass es nicht läuft. Ebenso das ständige Ermahnen, wo kommen wir her, blabla. Ein "Wir wollen gewinnen um international zu spielen" hätte es auch getan.

Langer Rede kurzer Sinn: Er manövriert sich selbst ständig in Positionen, die ihm nicht gerade zum Vorteil gereichen in der Wahrnehmung ?einiger/vieler? Fans, inkl. mir. Er kämpft da gegen Windmühlen und das auch noch mit der falschen Taktik. Einfach mal nix sagen und weiterhin für einen Philosophen gehalten werden könnte hilfreich sein. Was er sagt stört mich z. B. sehr, mehr sogar, als das, was wir auf den Platz bringen, selbst wenn das öfters mal Mist ist. Weil auf dem Platz, da kommt viel zusammen, da hat man teils wenig bis keinen Einfluß drauf als Trainer, da gibt es Zufälle, den Schiri, individuelle Fehler, individuelle Glanztaten und hassenichgesehn. Das was man sagt, da gibt es vllt. Emotionen, aber die sollte man mit seiner Erfahrung kontrollieren können und sich auch vorher überlegen, was man sagt bzw. mal durchatmen, bevor man spricht.

Der Sinn war jetzt doch nicht so kurz, aber um es mal aus meiner Sicht zu sagen, was ich einfach nicht verstehe: Er kann doch machen und er macht doch, warum redet er dann? ;)


Vorab: Guter Post! Hatte auch ehrlich gesagt mit einer längeren Ausführung von dir gerechnet... :-)

Trotzdem verschwimmen da einige Argumente zu einem etwas undifferenziertem Gesamtbild. Bzgl. seiner angeblichen Kritik am Kader werden wir wohl nicht mehr auf einen Nenner kommen( ist auch nicht schlimm) , da wir die Aussagen unterschiedlich interpretieren. Aber das hatten wir ja schon. Lassen wir es einfach so stehen.

Seine zum Teil sehr fragwürdigen Aussagen unmittelbar nach einem Spiel finde ich auch nicht sonderlich gut gewählt, zeigt mir dann aber doch, dass er sehr emotional bei der Sache ist und ihm da direkt nach einem Spiel manchmal auch das nötige Fingersitzengefühl fehlt. Hier sollte er unbedingt etwas ändern, da ihm diese Dinge bei Misserfolg eben schnell wieder um die Ohren fliegen. Er geht da einen ungleichen Kampf ein, den er kaum gewinnen kann.

Nochmal zu den Aussagen bzgl dem Etat. Ich sehe das garnicht so sehr als Ausrede oder dergleichen. Wir befinden/befanden uns in einer entscheidenen Phase wo es im Gesamtkontext ja auch darum ging, ob man nicht möglicher Weise auch die CL verspielt bzw. die EL verpasst. Ich persönlich halte die CL auch für verfrüht für uns und will sie lieber mit realistischen Chancen erleben. Favre hat ja auch im gleichen IV gesagt, dass er und die Mannschaft jetzt auch mehr wollen als nur einen einstelligen Tabellenplatz. Trotzdem darf er ja auch drauf hinweisen, dass man eben mit anderen Waffen kämpft als 5-6 andere Teams in der Liga. Ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.

Mir persönlich sind die Aussagen von Favre aber gar nicht so wichtig. Und ich glaube nicht, dass er Leute wie Kruse. Raffael, Jantschke, Korb und und und extra motivieren muss um in die EL zu gelangen. Da ist es auch vollkommen egal, ob er vor den Spielen warnt oder nicht. Eberl erwähnt oft genug, dass in der Kaderplanung auch auf Charaktereigwnschaften geachtet wird. Viele von unseren haben noch nie EL gespielt oder vor kurzem erst Blut geleckt. Ich glaube alle wollen dahin und alle haben sich kritisch hinterfragt, was in den 9 sieglosen Spielen so falsch gelaufen ist. Und das Favre da auch mal dünnhäutig wurde,macht ihn ja auch irgendwie menschlich. Auch wenn ich inhaltlich nicht alles teile...;-)
Lucien Favre [Trainer] |#1337
28.04.2014 - 23:19 Uhr
Ehrlich gesagt glaube ich nicht das Favre, auch kurz nach dem Spiel, unbewusste Aussagen tätigt.

Eigentlich geht er mit Kritik in der Öffentlichkeit sehr dosiert um und sich selber bewusst in den Fokus zu stellen, um den Druck von der Mannschaft zu nehmen, halte ich für gewollt...

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„Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.“ (Franklin D. Roosevelt)
Lucien Favre [Trainer] |#1338
29.04.2014 - 01:52 Uhr
Ja, es mag ja sein, dass Favre das kolportierte Zögerlie beim Transfer abgibt, oder dass er stur ist, zu spät einwechselt, oder immer die gleichen elf Spieler aufstellt, von seinem Tiki-Taka-Plan einfach nicht lassen kann, seine rhetorischen Fähigkeiten ausbaubar sind, oder, oder oder...
Ich habe das aktive Fussballspielen in der B-Jugend drangegeben, war niemals Trainer einer Mannschaft - bin daher völlig ungeeignet hier in irgendeiner Form Kritik zu üben - und bin trotzdem manchmal wider besseren Wissens einer von den 30 Millionen deutschen Hobby-Bundestrainern die unzufrieden sind und alles besser wissen und oft genug kann ich Favre wirklich nicht verstehen und glaube, dass er Fehler macht... ABER...
Ich glaube auch was völlig Anderes: ein Fussballverein ist ein Wirtschaftsunternehmen, das ein Produkt vertreibt, dass derzeit ungemein nachgefragt wird. Die Stadien sind voll, das Merchandising brummt und die Sponsoren (u.a. die von uns allen finanzierte GEZ) rennen den Vereinen die Bude ein. Da sollte es doch machbar sein, das Unternehmen im Laufe der Zeit schrittweise erfolgreicher und reicher zu machen. Der Schlüssel scheint mir in dieser Branche einzig und allein bei der Geschäftsführung zu liegen (oh, welch Wunder), die nichts anderes zu tun hat als einen Plan, Vision, Philosophie oder wie man es auch nennen mag zu entwickeln und diesen mit Nachdruck und Kontinuität zu verfolgen. Ein Mosaiksteinchen auf diesem Weg ist die LANGFRISTIGE Verpflichtung eines Trainers, der die Vereinsphilosophie kennt, mitträgt und voran bringt. Natürlich ist es blauäugig darauf zu verweisen, dass alle Vereine, die langfristig einen Trainer hatten auch immer erfolgreich sind und waren: Bremen/Rehhagel und Schaaf, Dortmund/Klopp, ManU/Ferguson, Arsenal/Wenger...Ohne Erfolg wären die alle nicht lange im Amt geblieben, aber genau das scheint doch das Problem zu sein: erst mal einen Trainer finden, der gut genug ist, dass man ihn lange Zeit gewähren lässt. (Ich glaube tatsächlich, dass viele Trainer bestenfalls durchschnittlich sind). Derzeit scheint mir ein Weinzierl noch zu früh für endgültige Bewertungen, einen Klopp, Tuchel oder Hecking würd' ich aber nehmen. Favre gehört aber genau im diese Rubrik: er macht deutlich mehr richtig als falsch und der Erfolg gibt ihm recht. Von daher kann ich manche Kritik nachvollziehen und teile sie auch, bin aber auch saufroh, dass wir den haben und kleinkariertes "er müsste lernen diplomatischer zu sein" finde ich - wie gesagt - kleinkariert oder auch Jammern auf hohem Niveau. (Deutsch ist übrigens nicht seine Muttersprache - kann sein, dass er auf sich auf französisch besser artikulieren könnte.) Jeder hat seine Macken, Marotten oder auch Fehler und auch Favre mag man als "verschroben" bezeichnen aber er scheint mir einer zu sein, den es sich über einen längeren Zeitraum zu halten lohnt. Den langfristigen Plan mit einem Trainer gab es ja bekanntermassen schon vor Favre mit Frontzeck, was aber nicht wirklich funktioniert hat - u.a. weil MF wahrlich nicht von Glück verfolgt war, was Verletzungspech betraf.

Ob nun OT oder nicht - Ähnliches kann man mit gleicher Argumentation über Eberl sagen:
Ja, es mag ja sein, dass der LdJ-Transfer nicht der Weisheit letzter Schluss war...ABER...

Ich verfolge die Borussia schon seit 40 Jahren und weiss nicht nur "wo wir herkommen", sondern kenne auch die dunklen Jahrzehnte des Mittelalters mit Ziege, Advocaat, ... (bevor andere hier auch 'ne Gänsehaut bekommen, hör' ich mal auf) und bin derzeit rundum zufrieden mit meiner Borussia und äusserst gespannt auf die Entwicklung der nächsten Jahre.

Hab' beim Schalke-Spiel in der Endphase Gott-und-die-Welt verflucht, hätte mir beim Auftritt in Freiburg die Eier abbeissen können wenn ich gelenkiger gewesen wäre und befürchte, dass es die letzten beiden Spieltage eher schlimmer wird wenn man in Wolfsburg aus eigener Kraft die CL klarmachen könnte, es aber mal wieder versäumt den entscheidenden BigPoint zu holen - andererseits, wenn ich meine Ruhe haben wollen würde könnte ich auch die Götzen aus dem Süden der Republik anbeten und jeden Tag mehrfach den "Stern des Südens" singen...aber wer will das schon?
Lucien Favre [Trainer] |#1339
29.04.2014 - 07:42 Uhr
@Odie12

Mir gefällt deine Sicht der Dinge. Favre ist nachweislich ein herausragender Trainer. In der Schweiz erfolgreich, in Berlin und nun in überragenderweise in Gladbach. Selbstverständlich ist es nicht alleine sein Verdienst, aber Favre macht aus schlechten Bundesligamannschaften gute bis sehr gute. Vor allem im spieltaktischen Bereich. Trainer mit dieser Qualität findest du nur selten.

Er faselt auch nicht davon die Spieler besser zu machen. Denn das kann er im Zweifel gar nicht. Sei es der Spieler hat sein Maximum erreicht oder ist einfach nicht Willens dazu. Aber er erkennt Stärken der Spieler und setzt diese perfekt für seine Idee von Fußball ein. Ich würde wetten, dass Favre auch ein guter Schach- oder Backgammonspieler wäre.


Und dass es in einem Forum immer User gibt, die eine andere Sicht auf die Dinge haben ist doch normal. Manchmal ist diese Sicht kindisch, realitätsfremd oder einfach nur dumm. Aber dafür haben wir ja freie Meinungsäußerung in diesem Land. Selbst für die Menschen, die nichts Vernünftiges zu sagen haben. ;)

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"Das ist vielleicht deine Meinung man.." (The Dude)

Um die Zukunft zu gestalten brauche ich keine Spieler die bereits hunderte Einsätze in der Bundesliga hatten, sondern Spieler, die dies zukünftig noch übertreffen können.
Lucien Favre [Trainer] |#1340
29.04.2014 - 08:56 Uhr
Zitat
Und dass es in einem Forum immer User gibt, die eine andere Sicht auf die Dinge haben ist doch normal. Manchmal ist diese Sicht kindisch, realitätsfremd oder einfach nur dumm. Aber dafür haben wir ja freie Meinungsäußerung in diesem Land. Selbst für die Menschen, die nichts Vernünftiges zu sagen haben.


Was wiederum andere mit Arroganz und Selbstgefälligkeit wieder wettmachen.... :D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kning am 29.04.2014 um 08:56 Uhr bearbeitet
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