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Luca Schuler
Geburtsdatum 22.03.1999
Alter 27
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,90m
Vertrag bis 30.06.2027
Position Mittelstürmer
Fuß rechts
Akt. Verein Hertha BSC

Leistungsdaten: 26/27

Luca Schuler [18]

17.05.2024 - 14:46 Uhr
Luca Schuler [18] |#281
30.11.2024 - 12:07 Uhr
Nur um es doch mal zu würdigen: Auch Schuler hat gestern ein Tor gemacht. Natürlich war das Tor von Scherhant spektakulärer und das von Niederlechner brachte uns auf die Siegerstraße. Aber Schuler hat es dann ins Trockene gebracht. Und das nachdem er bei seiner Einwechslung ausgepfiffen wurde. Und natürlich nach den diversen Durststrecken und Rückschlägen während der Saison.

Ich finde, auch nach den Siegen merkt man deutlich wie die Sympathien verteilt sind. Da werden ein paar Jungs gefeiert, die einen Lauf haben bzw. so langsam einen bekommen. Leider ignoriert man dabei Spieler wie Schuler, die auch unsere Farben tragen und die sich für unseren Verein und die eigene Karriere aufopfern - und regelmäßig auch vor allen Augen kämpfen und scheitern und dann doch wieder weiter kämpfen. Stattdessen wird dann wieder ausgiebig gegen einen Palko Dárdai geledert, der meinetwegen wie Schuler limitierter ist als die Starspieler/Fanlieblinge, der diese Saison aber auch schon wichtige Punkte gesichert hat und da war, als uns wichtige Spieler gefehlt haben. Mir tun diese Jungs manchmal etwas leid. Klar werden sie gut bezahlt. Aber man könnte sie auch gut bezahlen UND gut behandeln - zumal letzteres sogar kostenlos ginge und insgesamt das Klima verbessern könnte...

P.S.: Mal zu Schulers Scorern: Er kommt nach dem Einsatz nun auf 3 Tore aus 12 Einsätzen mit 486 Minuten. Im Schnitt dauerten seine Einsätze also 40,5 Minuten und er schaffte alle 162 Minuten ein Tor.
Hinzu kommen 2 Pokaleinsätze mit insgesamt 29 Minuten und 1 Vorlage. Zählt man den Pokal voll mit, wären das also 4 Scorer aus 515 Minuten oder 1 Scorer alle 129 Minuten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 30.11.2024 um 12:13 Uhr bearbeitet
Luca Schuler [18] |#282
30.11.2024 - 22:00 Uhr
Ich glaube auch nicht, dass es Zufall war, dass er mit Fabi zusammen eingewechselt wurde. Vielleicht erleben wir ja noch einen neuen Luca - Haris wäre ohne Fabi letzte Saison auch nicht annähernd so eingeschlagen.
Luca Schuler [18] |#283
01.12.2024 - 00:16 Uhr
Dass Spieler von den Fans ausgepfiffen werden, das finde ich auch schlimm.
Egal, ob bei Schuler oder sonst wem.
Schuler darf nicht ausgepfiffen werden. Punkt.

Schuler als Nachfolger von Tabakovic hat eseh schwer.

Dass es Lieblinge der Kurve(und der Streamer) gibt, genauso wie das Gegenteil, das finde ich auch schade. Da ist Kritik(benotung) dann oft nicht fair verteilt, da bin ich bei dir, dass da Sympathie/Antipathie oft eine große Rolle spielt.

Aber Kritik muss erlaubt sein, da verstehe ich deinen Punkt nicht.

Palko zB spielt jede Woche unterirdisch, da fehlt es an allem, das muss man sachlich aussagen dürfen. Und Palko hat lange Zeit ja sogar extrem profitiert, wurde sehr wohlwollend beurteilt, weil er beliebt war.
Ich gehe sogar soweit, dass er anderen Spielern Kaderplätze oder gar Spielminuten wegnimmt - zB Lum diese Woche.
Luca Schuler [18] |#284
01.12.2024 - 08:28 Uhr
Ich bin immer Überrascht, dass viele hier Schuler dafür kritisieren, als Stürmer Nr. 1 geholt worden zu sein und das Versprechen nicht halten konnte.
Dabei beurteilen Ihn diese Leute nach völlig falschen Maßstäben, zudem ohne ihm Zeit zur Akklimatisierung einzuräumen.

Schuler wurde nicht als Stürmer Nr. 1 geholt, sondern als günstiger und ablösefreier Ergänzungsspieler mit Potential + interessantem Profil. Er war vielmehr ein Vorgriff auf den auslaufenden Vertrag von Niederlechner und einem geplanten Abgang von Prevljak.

Ich finde sein Profil mit Schnelligkeit und Kampfgeist, zudem sehr ordentlich mit dem Ball, als Joker richtig interessant. Leider läßt noch seine Kaltschnäuzigkeit bisher zu wünschen übrig, was in seinem Alter als Stürmer noch kommen kann.

Ja, es sind Ihm Bälle versprungen und er hat falsche Entscheidungen getroffen. Ich finde aber schon, dass er eine Daseinsberechtigung im Kader hat und traue ihm auch durchaus zu, dass der Knoten noch platzt.

Die Kritik Ihm gegenüber empfand ich immer etwas überzogen, weil er hier eben keine Lobby hat.

Zu Palko habe ich meine Meinung schon oft gesagt und das schon vor Jahren. Ich gestehe ihm zumindest zu, dass er ein Spieler ist, der bei einem Rückstand in den letzten 5-10 Minuten ein Näschen für die gewisse eine Situation hat. Er ist aber definitiv kein Unterschiedspieler und ich tue mich schwer, einen Sinn für seinen Kaderplatz zu sehen.

•     •     •

Klar dürfte sein, dass eine KO oder KP nur bei einem Aufstieg zieht !
Luca Schuler [18] |#285
01.12.2024 - 08:58 Uhr
Zitat von CGDOGG
Ich bin immer Überrascht, dass viele hier Schuler dafür kritisieren, als Stürmer Nr. 1 geholt worden zu sein und das Versprechen nicht halten konnte.
Dabei beurteilen Ihn diese Leute nach völlig falschen Maßstäben, zudem ohne ihm Zeit zur Akklimatisierung einzuräumen.

Schuler wurde nicht als Stürmer Nr. 1 geholt, sondern als günstiger und ablösefreier Ergänzungsspieler mit Potential + interessantem Profil. Er war vielmehr ein Vorgriff auf den auslaufenden Vertrag von Niederlechner und einem geplanten Abgang von Prevljak.

Ich finde sein Profil mit Schnelligkeit und Kampfgeist, zudem sehr ordentlich mit dem Ball, als Joker richtig interessant. Leider läßt noch seine Kaltschnäuzigkeit bisher zu wünschen übrig, was in seinem Alter als Stürmer noch kommen kann.

Ja, es sind Ihm Bälle versprungen und er hat falsche Entscheidungen getroffen. Ich finde aber schon, dass er eine Daseinsberechtigung im Kader hat und traue ihm auch durchaus zu, dass der Knoten noch platzt.

Die Kritik Ihm gegenüber empfand ich immer etwas überzogen, weil er hier eben keine Lobby hat.

Zu Palko habe ich meine Meinung schon oft gesagt und das schon vor Jahren. Ich gestehe ihm zumindest zu, dass er ein Spieler ist, der bei einem Rückstand in den letzten 5-10 Minuten ein Näschen für die gewisse eine Situation hat. Er ist aber definitiv kein Unterschiedspieler und ich tue mich schwer, einen Sinn für seinen Kaderplatz zu sehen.


Erst einmal will ich festhalten, dass ich nichts gegen deine Einschätzung von Schuler einzuwenden habe. Er ist kein Blinder oder nicht gut genug für die zweite Liga.

Aber ich für meinen Teil habe ehrlich gesagt kaum Kommentare gesehen, die zu deiner Kritik im ersten Absatz passen. Viele sehen ihn nicht gut genug als Stürmer Nummer 1, ja. Die Kritik geht doch aber viel mehr dahin, dass die Verantwortlichen keinen Ersatz für Tabakovic geholt haben und dass Schuler augenscheinlich noch nicht so weit ist. Die Kritik finde ich keinesfalls überzogen, sondern realistisch.

Natürlich darf man hoffen, dass er von Reeses Rückkehr profitiert, aber gleichzeitig sehe ich nicht, wie er plötzlich wertvoller als ein Niederlechner sein soll, weil er für das Spiel zu wenig tun kann. Und da ist Niederlechner schon nicht frei von Kritik. Am Ende hat man trotz vergebener Chancen bei Niederlechner aber immer das Gefühl, dass es doch noch irgendwie ein Tor geben wird. Bei Schuler hingegen hat sich abseits vom Lautern-Spiel vieles nach "viel Aufwand, wenig Ertrag" angefühlt.

Es wird auf Dauer auch nicht reichen, dass der Stürmer abhängig von Reese ist. Tabakovic hat bei Hoffenheim auch schon zeigen können, dass er seine Qualitäten einbringen und nicht nur von den Stärken anderer profitieren kann. Schuler hingegen war bislang fast ausschließlich Nutznießer, aber selbst noch kein Faktor. Dass es besser wird, wünschen wir uns doch aber alle, denke ich.
Luca Schuler [18] |#286
01.12.2024 - 09:10 Uhr
@DrDeDre Ich dachte, es sei klar, wie es gemeint ist. Aber ich führe es gerne etwas aus, da hier mE tatsächlich ein Potential für Missverständnisse aber vielleicht auch umgekehrt für eine positive Entwicklung ist. Wer keinen Bedarf hat, darf es gerne überspringen. Und für die anderen: Take it with a grain of salt. Ich mag Hertha wie Ihr und ich verstehe auch, woher vieles kommt (was ich teilweise nur inzwischen anders verarbeite und mich gezielt raus nehme).


Es geht für mich nicht um die Frage ob Kritik erlaubt sein soll, sondern eher um das Warum, das Ziel und die Art und Weise. Und dahinter verbirgt sich wiederum primär die Frage der Motivation: Was genau sollen bestimmte Beiträge erreichen? Natürlich darf ich alles mögliche schreiben. Wer sollte es auch verbieten? Trotzdem muss es doch einen Grund und im besten Fall ein Ziel geben, die man auch prüfen kann.

Und gerade deshalb sollte man sich selbst und auch sich als Gruppe immer mal wieder reflektieren: Warum ist es mir nach einem Sieg (oder auch einer Niederlage) so ein Bedürfnis, eine bereits oft diskutierte Kritik an einem Spieler nochmals ausgiebig auszurollen und das dann oft als Gruppe? Da frage ich mich schon, weshalb oft 5 Leute die gleiche Kritik an einem Spieler äußern und so noch immer weiter unterstreichen und steigern, während ein weiterer Prügelknabe mal einen guten Tag erwischt und nicht einer das auch mal erwähnt und würdigt.

Und auch ohne rosarote Wattebauschwelt ist es möglich, bestimmte kritische Punkte nicht permanent anzusprechen und weiter sein (Fan-) Leben zu leben. Natürlich erlebt jeder Fan Enttäuschung, Frust oder auch mal Trauer und das muss man irgendwie aushalten oder abschütteln, um weiter dabei bleiben zu können und nicht immer mehr zu leiden. Ich behaupte nur, da gibt es oft bessere Wege.
Zu einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit analysiert Hertha und allen voran Fiél mit seinem Team alle diese Dinge sehr genau (und weiß auch, weshalb er bestimmte Spieler wie Schuler dann trotzdem weiter einsetzt, auch wenn die Fans unwillig und teilweise fast schon beleidigt reagieren - gepfiffen haben bei Schuler aber wohlgemerkt die Magdeburger, ganz so schlimm war es also zum Glück nicht, trotzdem sollte man da mE ein Gegengewicht setzen, selbst und gerade auch wenn es nicht der beste oder beliebteste Spieler ist).
Jedenfalls glaube ich nicht, dass es unheimlich wichtig ist, diese kritischen Dinge immer wieder zu schreiben (und vor allem so hart und dann immer noch ein zweites, drittes, xtes Mal). Wir können so oft wir wollen, Finger, Salz oder was auch immer für schmerzhaftes Zeug in die Wunde stecken, streuen, stopfen und meinetwegen auch stechen. Es wird den Organismus nicht schneller gesunden, stärker werden oder wachsen lassen. Wie gesagt: Fiél und Weber sehen die Defizite (und Potentiale) der Spieler ganz sicher auch so und ziehen ihre Schlüsse. Kritik ist also keine essentiell wichtige Bringschuld von Fans oder Medien, wie es teilweise fast schon suggeriert wird (für Kritik MUSS immer Platz sein, ohne Kritik keine Entwicklung... usw).

Und wenn man es für angebracht hält oder einfach das Bedürfnis empfindet, ist es natürlich trotzdem auch nicht verboten. Das habe weder ich noch sonst wer gefordert. Aber wenn ich mich dafür entscheide zu kritisieren (nicht weil es notwendig ist, sondern weil ich das gerade möchte), dann kann ich mich auch entscheiden wie ich das tue: Sehr wahrscheinlich bin ich gerade etwas frustriert. Kann ich aber trotz Frustration so sachlich und empathisch wie möglich bleiben bzw. schreiben: Ist mir bspw trotz meiner eigenen Emotionen immer noch bewusst, dass sicherlich auch der Spieler selbst aktuell nicht die tollste Zeit seines Lebens und seiner Karriere hat und dass ohnehin schon regelmäßig über ihn hergefallen wird und es für ihn als Mensch im öffentlichen Leben und mit Familie im öffentlichen Leben gerade maximal so mittel laufen dürfte (Pál hat früher mal gesagt, wenn Hertha am Wochenende verliert, merken das seine Kinder am Montag in der Schule deutlich)? Sehe ich auch die Verdienste einer Person oder auch einfach nur seinen Einsatz für meinen Verein - oder eher immer nur seine Defizite und sein Strugglen und Scheitern?

Ja Kritik ist erlaubt, aber auch das Hinterfragen der Motive und der Effekte (je positiv wie negativ) sollte dann erlaubt sein. Und etwas sarkastisch frage ich mich manchmal schon, warum Hertha (oder Hamburg, Schalke und Co) bei all der geballten Kritik nicht viel weiter oben steht als bspw Freiburg oder Heidenheim, wo das öffentliche Umfeld inklusive Medien sehr viel maßvoller mit Kritik umgeht. Wie entwickeln die sich nur weiter, sodass immer wieder unsichere junge Spieler zu Stammkräften und Leistungsträgern werden mit denen sie Erfolge feiern und Einnahmen generieren, um etwa den Kader - trotz ausbleibender öffentlicher Kritik an den Schwachstellen - zu optimieren? Wie schaffen sie es inzwischen bloß, die schwächeren und verunsicherten Spieler trotz Defiziten und mentalen Blockaden etc auch ohne von außen einprasselnde Kritik immer wieder mitzutragen, vielleicht sogar mitunter über sich hinaus wachsen zu lassen?

Ich behaupte, das Gras wird nicht schneller wachsen oder grüner, saftiger und gesünder werden, nur weil ich permanent daran herumzerre oder danach trete. Und Schuler hat sicher nicht getroffen, weil er vorher ausreichend kritisiert wurde (noch wird es ihm helfen, wenn man dann seine Leistungen und Beiträge übersieht, weil er eben nicht der richtige Spieler für ein Erfolgserlebnis ist). Das gilt ebenso für einen Palko, einen Ernst etc. Wenn wir gerade was Besseres auf der Bank hätten, dann würden wir auch was Besseres auf den Platz stellen. Wenn wir aber gerade nichts Besseres haben, kann und sollte man trotzdem das Beste aus den verfügbaren Kräften machen und hängende Schultern stützen statt weiter runter drücken. Reese ist Hertha, Maza ist Hertha aber Schuler und Co sind auch Hertha - und werden es teilweise vielleicht länger als Reese und Maza bleiben. Also lassen wir nicht unseren Frust wachsen, sondern den Spieler und den Menschen. So wie man es sich auch selbst wünschen würde und wie es eine Familie, einen Verein und eine Gesellschaft tatsächlich wachsen lässt. Oder welche Art von Feedback oder Kritik hat mich selbst in der Vergangenheit wirklich motiviert und voran gebracht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 01.12.2024 um 09:37 Uhr bearbeitet
Luca Schuler [18] |#287
01.12.2024 - 10:07 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
@DrDeDre Ich dachte, es sei klar, wie es gemeint ist. Aber ich führe es gerne etwas aus, da hier mE tatsächlich ein Potential für Missverständnisse aber vielleicht auch umgekehrt für eine positive Entwicklung ist. Wer keinen Bedarf hat, darf es gerne überspringen. Und für die anderen: Take it with a grain of salt. Ich mag Hertha wie Ihr und ich verstehe auch, woher vieles kommt (was ich teilweise nur inzwischen anders verarbeite und mich gezielt raus nehme).


Es geht für mich nicht um die Frage ob Kritik erlaubt sein soll, sondern eher um das Warum, das Ziel und die Art und Weise. Und dahinter verbirgt sich wiederum primär die Frage der Motivation: Was genau sollen bestimmte Beiträge erreichen? Natürlich darf ich alles mögliche schreiben. Wer sollte es auch verbieten? Trotzdem muss es doch einen Grund und im besten Fall ein Ziel geben, die man auch prüfen kann.

Und gerade deshalb sollte man sich selbst und auch sich als Gruppe immer mal wieder reflektieren: Warum ist es mir nach einem Sieg (oder auch einer Niederlage) so ein Bedürfnis, eine bereits oft diskutierte Kritik an einem Spieler nochmals ausgiebig auszurollen und das dann oft als Gruppe? Da frage ich mich schon, weshalb oft 5 Leute die gleiche Kritik an einem Spieler äußern und so noch immer weiter unterstreichen und steigern, während ein weiterer Prügelknabe mal einen guten Tag erwischt und nicht einer das auch mal erwähnt und würdigt.

Und auch ohne rosarote Wattebauschwelt ist es möglich, bestimmte kritische Punkte nicht permanent anzusprechen und weiter sein (Fan-) Leben zu leben. Natürlich erlebt jeder Fan Enttäuschung, Frust oder auch mal Trauer und das muss man irgendwie aushalten oder abschütteln, um weiter dabei bleiben zu können und nicht immer mehr zu leiden. Ich behaupte nur, da gibt es oft bessere Wege.
Zu einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit analysiert Hertha und allen voran Fiél mit seinem Team alle diese Dinge sehr genau (und weiß auch, weshalb er bestimmte Spieler wie Schuler dann trotzdem weiter einsetzt, auch wenn die Fans unwillig und teilweise fast schon beleidigt reagieren - gepfiffen haben bei Schuler aber wohlgemerkt die Magdeburger, ganz so schlimm war es also zum Glück nicht, trotzdem sollte man da mE ein Gegengewicht setzen, selbst und gerade auch wenn es nicht der beste oder beliebteste Spieler ist).
Jedenfalls glaube ich nicht, dass es unheimlich wichtig ist, diese kritischen Dinge immer wieder zu schreiben (und vor allem so hart und dann immer noch ein zweites, drittes, xtes Mal). Wir können so oft wir wollen, Finger, Salz oder was auch immer für schmerzhaftes Zeug in die Wunde stecken, streuen, stopfen und meinetwegen auch stechen. Es wird den Organismus nicht schneller gesunden, stärker werden oder wachsen lassen. Wie gesagt: Fiél und Weber sehen die Defizite (und Potentiale) der Spieler ganz sicher auch so und ziehen ihre Schlüsse. Kritik ist also keine essentiell wichtige Bringschuld von Fans oder Medien, wie es teilweise fast schon suggeriert wird (für Kritik MUSS immer Platz sein, ohne Kritik keine Entwicklung... usw).

Und wenn man es für angebracht hält oder einfach das Bedürfnis empfindet, ist es natürlich trotzdem auch nicht verboten. Das habe weder ich noch sonst wer gefordert. Aber wenn ich mich dafür entscheide zu kritisieren (nicht weil es notwendig ist, sondern weil ich das gerade möchte), dann kann ich mich auch entscheiden wie ich das tue: Sehr wahrscheinlich bin ich gerade etwas frustriert. Kann ich aber trotz Frustration so sachlich und empathisch wie möglich bleiben bzw. schreiben: Ist mir bspw trotz meiner eigenen Emotionen immer noch bewusst, dass sicherlich auch der Spieler selbst aktuell nicht die tollste Zeit seines Lebens und seiner Karriere hat und dass ohnehin schon regelmäßig über ihn hergefallen wird und es für ihn als Mensch im öffentlichen Leben und mit Familie im öffentlichen Leben gerade maximal so mittel laufen dürfte (Pál hat früher mal gesagt, wenn Hertha am Wochenende verliert, merken das seine Kinder am Montag in der Schule deutlich)? Sehe ich auch die Verdienste einer Person oder auch einfach nur seinen Einsatz für meinen Verein - oder eher immer nur seine Defizite und sein Strugglen und Scheitern?

Ja Kritik ist erlaubt, aber auch das Hinterfragen der Motive und der Effekte (je positiv wie negativ) sollte dann erlaubt sein. Und etwas sarkastisch frage ich mich manchmal schon, warum Hertha (oder Hamburg, Schalke und Co) bei all der geballten Kritik nicht viel weiter oben steht als bspw Freiburg oder Heidenheim, wo das öffentliche Umfeld inklusive Medien sehr viel maßvoller mit Kritik umgeht. Wie entwickeln die sich nur weiter, sodass immer wieder unsichere junge Spieler zu Stammkräften und Leistungsträgern werden mit denen sie Erfolge feiern und Einnahmen generieren, um etwa den Kader - trotz ausbleibender öffentlicher Kritik an den Schwachstellen - zu optimieren? Wie schaffen sie es inzwischen bloß, die schwächeren und verunsicherten Spieler trotz Defiziten und mentalen Blockaden etc auch ohne von außen einprasselnde Kritik immer wieder mitzutragen, vielleicht sogar mitunter über sich hinaus wachsen zu lassen?

Ich behaupte, das Gras wird nicht schneller wachsen oder grüner, saftiger und gesünder werden, nur weil ich permanent daran herumzerre oder danach trete. Und Schuler hat sicher nicht getroffen, weil er vorher ausreichend kritisiert wurde (noch wird es ihm helfen, wenn man dann seine Leistungen und Beiträge übersieht, weil er eben nicht der richtige Spieler für ein Erfolgserlebnis ist). Das gilt ebenso für einen Palko, einen Ernst etc. Wenn wir gerade was Besseres auf der Bank hätten, dann würden wir auch was Besseres auf den Platz stellen. Wenn wir aber gerade nichts Besseres haben, kann und sollte man trotzdem das Beste aus den verfügbaren Kräften machen und hängende Schultern stützen statt weiter runter drücken. Reese ist Hertha, Maza ist Hertha aber Schuler und Co sind auch Hertha - und werden es teilweise vielleicht länger als Reese und Maza bleiben. Also lassen wir nicht unseren Frust wachsen, sondern den Spieler und den Menschen. So wie man es sich auch selbst wünschen würde und wie es eine Familie, einen Verein und eine Gesellschaft tatsächlich wachsen lässt. Oder welche Art von Feedback oder Kritik hat mich selbst in der Vergangenheit wirklich motiviert und voran gebracht?

Egal ob ich deinen Beitrag jetzt richtig oder gut finde, frage ich mich gerade was den hinter deinem Kommentar für ein Ziel steht? Ich finde das kritische Betrachten, auch der eigenen Spieler (Profis) nicht ungewöhnlich. Und ja, manchmal hat ein jeder seinen „Lieblingsspieler“. War schon immer so und wird auch immer so bleiben. Gleiches gilt für Trainer, Manager usw.
Manchmal trifft es sogar ganze Mannschaften bzw Vereine. Das muss man dann wohl leider aushalten….. solange es nicht in den durchaus berechtigten strafbaren Bereich kommt.
Einig sind wir uns zu 100% das es nicht das Mittelnder Wahl sein sollen te Spieler auszupfeifen! Schon mal gar nicht die eigenen. Das kommt nun aber und Gottseidank, sehr selten vor.
Selbst ein Gersbeck mit seinem Bärendienst, den er sich und seinem Verein erwiesen hat, wird nicht ausgepfiffen.
Es gibt Applaus und Pfiffe. Das Votum des zahlenden Publikums.

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Luca Schuler [18] |#288
01.12.2024 - 10:36 Uhr
@Der-Neue Das habe ich jetzt doch zweimal haarklein beschrieben, was meine Motivation ist: Ich werbe für einen deutlich wohlwollenderen und reflektierteren Umgang mit den eigenen Spielern inklusive deren Defiziten. Man hat Geld in ihn investiert und unser Trikot über ihn gestreift. Für manche ist das scheinbar ein Anlass, dass man ihn hart kritisieren darf (wird ja bezahlt dafür und darf unseren Verein vertreten). Für mich sind das eher zwei Gründe, weshalb man ihn maßvoll kritisieren und umso großzügiger anfeuern und antreiben sollte. Letztlich fällt es nur negativ oder aber positiv auf unser Investment und unseren Verein zurück. Das gilt wohlgemerkt auch für Fiél, der während der Durststrecken auch schon ordentlich einstecken musste.

Hier konkret geht es aber um Schuler. Er muss mE kein neuer Fanliebling werden. Aber gerade nachdem viel gegen ihn ausgeteilt und er aber auch Fiél wiederholt und teils massiv für seine Einsätze kritisiert wurden, gehört es sich mE, ihn dann auch angemessen zu loben, wenn er mal ein Erfolgserlebnis hat. Übrigens mag seine Scorerquote nicht extrem stark sein, sie ist aber auch nicht so schlecht. Zumal für einen Stürmer mit einer Spielweise, die in ihrem Wert nicht allein durch die Scorer definiert ist. Und klar sieht es teilweise auch sonst nicht schön aus, ist in der Summe aber auch nicht immer so schlecht wie es gemacht wird. Wenn man einen besseren Spieler hat, darf man den natürlich trotzdem gerne aufstellen. Darauf warten oder sich verlassen kann man halt aber auch nicht - und sollte auch dann die Wertschätzung nicht vergessen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spreedampfer92 am 01.12.2024 um 10:38 Uhr bearbeitet
Luca Schuler [18] |#289
01.12.2024 - 11:27 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
Übrigens mag seine Scorerquote nicht extrem stark sein, sie ist aber auch nicht so schlecht. Zumal für einen Stürmer mit einer Spielweise, die in ihrem Wert nicht allein durch die Scorer definiert ist. Und klar sieht es teilweise auch sonst nicht schön aus, ist in der Summe aber auch nicht immer so schlecht wie es gemacht wird.


Ich kritisiere ihn ja wenig,weil ich - da bin ich bei dir - keine Spieler zerreißen muss, die schon von 10 anderen kritisiert wurden und es oft genug andere Spieler mit vergleichbaren Leistungen gint, die hier aber verschont bleiben. Da fehlt definitiv die Balance.

Ich fand diepermanente und massive Kritik an Kempf zB sogar idR deplaziert - von Magdeburgspiel damals mal abgesehen - der wurde schlechter geschrieben/gesehen, als er war, ganz grundsätzlich.


Aber, was bringt denn Schuler wirklich gewinnbringend ein, dass du aussagst, er seieiin Stürmer, der sich nicht über Sccorer definiert?
Ich finde sein Anlaufverhalten gegen den Ball schlecht, das kannst du mM nach nicht meinen.
Deshalb frage ich mich schon, was genau seine Stärken sein sollen.

Und, dass er günstig sei, das ist wohl relativ. Er war ablösefrei, aber er wird auch ein gutes 6stelliges Gehalt bekommen, deutlich jenseits der 500k, denke ich. Das ist eine Summe, die für einen Ergänzungsspieler viel ist, die sich die meisten Konkurenten der Liga nicht bei Stürmer Nr.1 leisten können.
Luca Schuler [18] |#290
01.12.2024 - 11:49 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
@Der-Neue Das habe ich jetzt doch zweimal haarklein beschrieben, was meine Motivation ist: Ich werbe für einen deutlich wohlwollenderen und reflektierteren Umgang mit den eigenen Spielern inklusive deren Defiziten. Man hat Geld in ihn investiert und unser Trikot über ihn gestreift. Für manche ist das scheinbar ein Anlass, dass man ihn hart kritisieren darf (wird ja bezahlt dafür und darf unseren Verein vertreten). Für mich sind das eher zwei Gründe, weshalb man ihn maßvoll kritisieren und umso großzügiger anfeuern und antreiben sollte. Letztlich fällt es nur negativ oder aber positiv auf unser Investment und unseren Verein zurück. Das gilt wohlgemerkt auch für Fiél, der während der Durststrecken auch schon ordentlich einstecken musste.

Hier konkret geht es aber um Schuler. Er muss mE kein neuer Fanliebling werden. Aber gerade nachdem viel gegen ihn ausgeteilt und er aber auch Fiél wiederholt und teils massiv für seine Einsätze kritisiert wurden, gehört es sich mE, ihn dann auch angemessen zu loben, wenn er mal ein Erfolgserlebnis hat. Übrigens mag seine Scorerquote nicht extrem stark sein, sie ist aber auch nicht so schlecht. Zumal für einen Stürmer mit einer Spielweise, die in ihrem Wert nicht allein durch die Scorer definiert ist. Und klar sieht es teilweise auch sonst nicht schön aus, ist in der Summe aber auch nicht immer so schlecht wie es gemacht wird. Wenn man einen besseren Spieler hat, darf man den natürlich trotzdem gerne aufstellen. Darauf warten oder sich verlassen kann man halt aber auch nicht - und sollte auch dann die Wertschätzung nicht vergessen.

Ich weiß leider trotzdem immer noch nicht genau was du hier damit erreichen möchtest. Ich kann mir etwas denken aber sicher willst du keine Meinungen unterdrücken oder das Forum erziehen, schon gar nicht Reaktionen im Stadion steuern. Also was? Na gut, ich verstehe es halt wohl nicht wirklich.
Einen schönen ersten Advent.

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

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