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Früher war alles besser - Talk |#3861
12.03.2014 - 18:52 Uhr
Wie Lonsdale sich gegen das Nazi-Image wehrt

Trotz zahlreicher Anti-Rassismus-Kampagnen wird Lonsdale sein Neonazi-Image nur schwer los. Nun engagieren sich die Engländer bei deutschen Fußballclubs, die sich offensiv gegen Ausländerhass zur Wehr setzen – so wie der SV Babelsberg 03.
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Lonsdale? Richtig, da war doch was. In den 90er-Jahren gehörten T-Shirts, Polos und Pullover der Marke zur Standard-Ausstattung in der rechtsextremen Szene. Die Neonazis trugen die Kleidung mit dem großen Lonsdale-Schriftzug auf der Brust besonders gern, weil sich damit so gut provozieren ließ: Je nachdem, wie weit sie den Reißverschluss ihrer Bomberjacken offen ließen, war auf der Brust die Buchstabenkombination NS oder NSDA zu lesen – ein Hinweis auf den Nationalsozialismus und ***** s NSDAP. Schon zuvor war die Marke in England bei Skinheads sehr beliebt. Auch als Teile dieser Subkultur nach rechtsaußen abdrifteten, nahmen sie die Marke einfach mit.

Anders als bei der im Landkreis Dahme-Spreewald ansässigen Marke Thor Steinar störten sich die Briten an ihrer Beliebtheit bei Neonazis. „Unsere Marke ist gekapert worden“, sagt Firmensprecher Ralf Elfering. „Ende der 90er Jahre haben wir konsequent unsere Händlerlisten durchforstet und uns von solchen mit rechtsextremistischem Hintergrund getrennt.“ Umsatzeinbußen von bundesweit 35 Prozent nahmen die Briten in Kauf. „Freiwillig und gern“, wie Elfering betont.

Seither versucht die Firma das Negativimage loszuwerden und sich neue Käuferschichten zu erschließen. Seit 2005 unterstützt sie die Initiative „Laut gegen Nazis“ und sponserte im gleichen Jahr den Kölner Christopher-Street-Day. Eine Werbekampagne lief unter dem Slogan „Lonsdale loves all colours“ – Lonsdale liebt alle Farben. Auch die Boxabteilung des FC St. Pauli bekam Geld. Immerhin trug schon Boxlegende Muhammed Ali Lonsdale. Trotzdem haben viele beim Namen Lonsdale auch heute nur eine Assoziation: Neonazis. Deshalb versucht es die Firma nun mit König Fußball – dem Lieblingssport der Deutschen.

Schon der Namensgeber der Marke, der Earl of Lonsdale, soll ein großer Fußball-Liebhaber gewesen sein: In der 1930er-Jahren war er Präsident von Arsenal London. Zudem war Lonsdale einst Trikotsponsor des englischen Erstligisten Blackburn Rovers.

In Deutschland haben sich die Lonsdale-Verantwortlichen „linke Vereine“ ausgesucht, die sich offen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren. So wie Babelsberg 03. Denn die Potsdamer sehen sich nicht nur als Sportverein. „Unser Verein steht für Fußball mit Haltung“, sagt Sprecher Thoralf Höntze. Gemeint ist das aktive Bekenntnis für Toleranz und gegen Rassismus. „Für uns ist Lonsdale daher schon lange eine ganz normale Marke“, sagt er.

Das Sponsoring beschränkt sich vorerst auf Fanartikel: Lonsdale schenkt dem Verein im Sommer 1000 T-Shirts mit eigenem Babelsberg-Design. Aber schon jetzt können die Fans T-Shirts kaufen mit der Aufschrift „Lonsdale against racism & hate“ – Lonsdale gegen Rassismus und Hass. Die Einnahmen geben die Babelsberger zum Teil weiter an ihren kubanischen Partnerverein „Mantua 62“. Im Gegenzug dürfen die Engländer im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion werben.
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Interessant....

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Früher war alles besser - Talk |#3862
12.03.2014 - 19:56 Uhr
Servus,
ich halt in zwei Tagen einen Vortrag über den englischen Fußball und wollte euch fragen,welcher Fußball euch besser gefällt.Der in England oder der in Deutschland? Damit ist nicht ausschließlich die Spielweise gemeint,sondern ebenso das System,die Fankultur und alles drum und dran. Wäre nett,wenn ein paar von euch drei bis vier Sätze dazu schreiben könnten und ihre Meinung kurz begründen.
Danke :)
Früher war alles besser - Talk |#3863
12.03.2014 - 20:10 Uhr
Zitat von ImmerBSC:
Servus,
ich halt in zwei Tagen einen Vortrag über den englischen Fußball und wollte euch fragen,welcher Fußball euch besser gefällt.Der in England oder der in Deutschland? Damit ist nicht ausschließlich die Spielweise gemeint,sondern ebenso das System,die Fankultur und alles drum und dran. Wäre nett,wenn ein paar von euch drei bis vier Sätze dazu schreiben könnten und ihre Meinung kurz begründen.
Danke :)


Also ich persönlich bevorzuge den deutschen Fußball. Wenn es nur nach den spielerischen Elementen gehen würde, würde ich den englischen Stil bevorzugen, da dieser den temporeicheren Fußball bietet. Trotzdem bevorzuge ich wie gesagt den deutschen Fußball, der für mich auf einem taktisch höherem Niveau liegt. Dazu muss man sagen, dass die Eintrittspreise hierzulande sehr viel niedriger liegen als in England. Da muss man schon ordentlich blechen, um an eine Karte zu kommen. Das können sich aber viele Menschen nicht leisten. Deswegen gehen auch die Emotionen ein wenig verloren. Die Stimmung in Deutschland finde ich auch sehr viel besser in England, die Stadionauslastung ist top (auch wenn gerade Hertha da nicht den besten Wert ausweist) und die Stadien sind hierzulande auch viel attraktiver.
Dazu schreckt mich immer so ein wenig ab, wenn ich daran denke, wie einige große Vereine wie City und Chelsea ihren Erfolg "erkauft" haben. Solche extremen Fälle gibt es in England nicht. Ich glaube, du siehst, welches Land ich hier präferiere :)
Früher war alles besser - Talk |#3864
12.03.2014 - 20:11 Uhr
Zitat von ImmerBSC:
Servus,
ich halt in zwei Tagen einen Vortrag über den englischen Fußball und wollte euch fragen,welcher Fußball euch besser gefällt.Der in England oder der in Deutschland? Damit ist nicht ausschließlich die Spielweise gemeint,sondern ebenso das System,die Fankultur und alles drum und dran. Wäre nett,wenn ein paar von euch drei bis vier Sätze dazu schreiben könnten und ihre Meinung kurz begründen.
Danke :)


Der englische Fußball. Die Fans sind näher am Spielfeld. Es gibt keine Zäune. Das Spiel geht meistens hin und her. Der Meisterschaftskampf ist spannender. In der Liga kann ebenfalls jeder jeden schlagen. Es wird fast jedes Jahr eine andere Mannschaft Meister. Es gibt mehr Spieltage. Es wird nicht jede kleinste Berührung abgepfiffen. Es gibt weniger Schwalben.
Früher war alles besser - Talk |#3865
12.03.2014 - 22:37 Uhr
Zitat von ImmerBSC:
Servus,
ich halt in zwei Tagen einen Vortrag über den englischen Fußball und wollte euch fragen,welcher Fußball euch besser gefällt.Der in England oder der in Deutschland? Damit ist nicht ausschließlich die Spielweise gemeint,sondern ebenso das System,die Fankultur und alles drum und dran. Wäre nett,wenn ein paar von euch drei bis vier Sätze dazu schreiben könnten und ihre Meinung kurz begründen.
Danke :)


Ich empfehle dir da auch einige interessante Dokus auf Youtube. Unter anderem über die Fankultur im englischen Fußball, wie sich diese zum negativen, u.a. nach Katastrophen wie dem Brand in Bradford, verändert hat. Z.B die Abschaffung der Stehplätze, Stadien die immer leerer werden usw.

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Früher war alles besser - Talk |#3866
13.03.2014 - 10:29 Uhr
Zitat
Anklage fordert fünf Jahre und sechs Monate Haft für Hoeneß


Ansage :o

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#NoQuitInNY

Früher war alles besser - Talk |#3867
13.03.2014 - 10:45 Uhr
könnte mir auch vorstellen dass die staatsanwaltschaft im falle hoeneß ein exempel statuieren will...
könnte mir vorstellen, dass es hier auch darum geht dem "einfachen" staatsbürger zu zeigen, dass in unserem land niemand machen kann was er will, nicht mal wenn es der prominente herr hoeneß ist, der hinter einem der erfolgreichsten fußballclubs der welt steht.
bin mal gespannt wie der prozess am ende ausgeht, ein mann vom kaliber hoeneß hat bestimmt nicht grade den billigsten anwalt neben sich zu sitzen ;)
Früher war alles besser - Talk |#3868
13.03.2014 - 14:41 Uhr
Maximilian Beister, Nachhilfelehrer und Klubvorstand

»Schule formt den Charakter«

HSV-Stürmer Maximilian Beister eröffnet eine Nachhilfeschule und hat vor kurzem einen Fußballklub gegründet. Warum nur?


Maximilian Beister, Sie sind Gesellschafter der Nachhilfeschule »Immerschlau«, die am Samstag auch in Hamburg eine Niederlassung eröffnet. Wie kam es dazu?
Mein Traum war es immer, Profifußballer zu werden. Doch ich wusste auch, dass dieser Sprung nur den wenigsten gelingt. Außerdem kann durch eine Verletzung schnell alles vorbei sein. Deswegen war mir früh klar, dass ich vorsorgen will.

Eine Nachhilfeschule ist aber nicht gerade das klassische zweite Standbein.
Ich wollte etwas machen, womit ich mich voll identifizieren kann, und nichts, was auf Spekulationen aufgebaut und weit von meiner eigenen Persönlichkeit entfernt ist, nur weil es einen hohen Profit verspricht.

Wie sieht diese Identifikation aus?
Meine eigene Schulzeit ist noch gar nicht so lange her. Und auch wenn ich immer nur Fußball im Kopf hatte, war mir schon bewusst, wie wichtig ein Schulabschluss ist. Nicht nur, um später bessere Karrierechancen zu haben, sondern auch, weil die Schule den Charakter formt.

Sie werden aber kaum selbst Nachhilfe geben, oder?
In erster Linie bin und bleibe ich natürlich Fußballer. Ich will die Kinder zum Lernen motivieren und dazu immer mal wieder vor Ort sein. Die Kinder sollen Spaß an der Schule haben, und wenn ich das vermitteln kann, bin ich zufrieden.

Was waren Ihre Lieblingsfächer?
Politik, Wirtschaft, Englisch und Geographie.

Und die Problemfelder?
Die Naturwissenschaften: Physik, Mathematik und Biologie. Da brauchte ich selbst auch einen Nachhilfelehrer. Ich weiß also, wovon ich spreche, und wie sehr einem das helfen kann, seine Ziele zu erreichen.

Neben der Nachhilfeschule sind Sie kürzlich auch noch als Vorstandsmitglied an der Gründung eines neuen Vereins beteiligt gewesen. Was hat es damit auf sich?
Mit Freunden haben wir den Sportclub Lüneburg gegründet. Die Idee ist in den letzten Jahren immer wieder aufgekommen. Jetzt haben wir sie in die Tat umgesetzt.
(...)
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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

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#NoQuitInNY

Früher war alles besser - Talk |#3869
13.03.2014 - 15:12 Uhr
3,5 Jahre soll Herr Hoeneß bekommen, die Revision bleibt natürlich noch abzuwarten, aber um eine Haftstrafe wird er wohl nicht herum kommen.

Mir persönlich geht dieses Thema tierisch auf die Nerven, einfach weil viel zu viel unnötiges Gedöns darum veranstaltet wird. Alle Bayernfans jammern zu Zeit einen Blödsinn daher, dass ist kaum zum aushalten. Auf der anderen Seite kommen sämtliche Kaviarkommunisten und Linke "Arbeiter" die auch nur dämlich rumreden.

Ich persönlich habe mich nur juristisch ein bisschen damit befasst und empfinde die Strafe als sehr verhältnismäßig und angemessen, mir geht nur der gesamte Rummel echt tierisch auf den Sack.
Früher war alles besser - Talk |#3870
13.03.2014 - 15:13 Uhr
Zitat von Donhelli:
Zitat
Anklage fordert fünf Jahre und sechs Monate Haft für Hoeneß


Ansage :o


Warum? Ich habe gehört, dass bei schweren Steuervergehen 10 Jahre angesetzt werden können - aber darunter fallen knapp 30 Millionen € ja anscheinend noch nicht...

Dürfte durch dieses Urteil in Zukunft vermutlich aber auch nicht unbedingt mehr Selbstanzeigen geben...

Wenn sich der Spaß bis zur Rechtskraft nochmals ein Jahr zieht, dürften die Glücklichen in der Tat einmal mehr die Anwälte sein! :cool
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