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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5191
08.06.2025 - 10:18 Uhr
Was in den Finanzkennzahlen (zurecht) gar nicht eingepreist ist, sind die stillen Reserven im Sinne der Marktwerte der Spieler. Diese sind natürlich sehr volatil und können mit jeder Verletzung oder Formkrise zusammenbrechen.

Wenn man sieht wie die Spielberechtigungen bilanziert werden und ins Verhältnis zum mutmaßlichen Marktwert setzt, dann ist das Gesamtbild nochmal deutlich positiver.

Bei Santos, Theate, Collins, Koch, Brown, Larsson, Hojlund, Aaronson, Chaibi, Bahyoa, Knauff, Ekitike, Matanovic, Baum und Ferri dürfte der Marktwert jeweils um mehrere Millionen Euro höher sein als der bilanzierte Wert der Spielberechtigungen. Theoretisch wären diese noch dem Eigenkapital zuzurechnen, dürfen sie allerdings aufgrund des strengen Vorsichtsprinzips in Deutschland nicht.

Was das Thema der unrealisierten monetären Werte im Kader angeht, dürfte die Eintracht zur Spitze gehören bei den aufstrebenden Bundesligaclubs, da man ja regelmäßig die jüngste Bundesligamannschaft auf den Rasen geschickt hat. Spitzenclubs haben in der Hinsicht meistens deutlich die Nase vorn, da die Fluktuation im Kader geringer ist und somit viele Spieler nahezu komplett abgeschrieben sind, aber immer ein gewisser Marktwert bei den Topspielern vorhanden ist. Bei den Bayern wären da beispielsweise Gnabry, Davies, Kimmich, Coman oder Goretzka zu nennen, die schon lange da sind und die gezahlten Ablösen komplett abgeschrieben sind.
Finanzlage der Eintracht |#5192
08.06.2025 - 12:45 Uhr
Zitat von Boehmus

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Ich weiß es natürlich auch nicht und kann nur mutmaßen, aber für mich hört sich das fortwährende 'wir müssen aber jedes Jahr Transfererlöse erzielen' so an, als ob die Aussage ein Teil der Strategie 2030 ist. Also der Plan, dass man bis 2030 möglichst gerne Schulden frei sein möchte und man ab dann, auch richtig wird angreifen wollen und können. So lange die Schulden aber noch so hoch sind, wird man auf die Transfereinnahmen angewiesen sein, um sie abzubauen.

Seit ein paar Jahren beobachte ich auch schon eine mögliche Korrelation zwischen den TV Einnahmen und den Spieler Gehältern. Natürlich muss man Spieler Gehälter über die Laufzeiten der Verträge berücksichtigen - während es schon erhebliche Einnahme Unterschiede zwischen einer CL und einer Conferenz League Teilnahme gibt (oder es mal gar keiner internationalen Teilnahme gibt), was ja leider von Jahr zu Jahr große Auswirkungen bei uns haben könnte. Es ist daher gerade eine Gradwanderung - genug Einnahmen zu generieren und eventuell auch mal ein Jahr auf internationalen Fußball verzichten zu können, und anderseits so wettbewerbsfähig zu bleiben, dass man weiterhin auch international spielen wird können.

Wenn wir bis 2030 schuldenfrei sein sollten, dann wird man sicherlich versuchen den Kader bestmöglich zusammen zu halten und ist auch nicht mehr darauf angewiesen, seine besten Spieler automatisch immer verkaufen zu müssen.
Finanzlage der Eintracht |#5193
08.06.2025 - 14:00 Uhr
Die Situation ist von außen schwierig zu bewerten.
Natürlich kann es sein, dass die Eintracht auf Transfereinnahmen in größerem Maße angewiesen ist, genauso kann es aber sein, dass das alles nur Taktik und Understatement ist, um den Eindruck zu vermitteln, dass bei uns doch nicht so hohe Ablösen zu holen sind, wie manch andere Vereine sich das im Zuge unserer teils sehr hohen Verkaufserlöse erhoffen.

Mein Professor sagte damals mal, „arme Unternehmen rechnen sich reich und reiche arm“…und genau diesen Eindruck habe ich im Rahmen langjähriger Jahresabschlusspfprüfungen ebenfalls gewonnen.

Es gibt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten durchaus Stellschrauben mit denen man sich, je nach Interessenlage, ärmer oder reicher darstellen kann.

Daher wie gesagt, würde ich das alles nicht ganz so wild bewerten und die Verantwortlichen machen lassen.

Denn…da hast du recht @Boehmus, sind wir darauf angewiesen, dass der Erfolg nicht abreißt, ansonsten können wir Spieler wie Theate, Koch, Larsson und und und nicht halten. Dazu jedoch zwei Einwürfe,

1. liegt das nicht nur am Geld, sondern auch daran, dass diese Leute international spielen möchten.

2. betrifft das alle Vereine, ausgenommen der drei, vier Clubs, die seit Jahren/Jahrzehnten oben mitspielen oder durch einen GroßInvestor einen Sugardaddy an der Seite haben.

Aber…

Welcher Verein in der ersten Liga hat in den vergangenen acht Jahren derart gute Arbeit geleistet wie wir? Es gab keinen der besser und effektiver gearbeitet hat…vielleicht gleich-/anders gut aber nicht besser.

Und so lange die handelnden Personen da sind, habe ich daher das Vertrauen (nicht die Gewissheit - aber die gibt es nicht), dass das so weiterlaufen kann.

Offenbar müssen wir uns aktuell einen derart großen Kostenapparat leisten, um die Strukturen so aufzustellen, wie sie aktuell sind und funktionieren. Bei Stuttgart mag das anders aussehen, die sind aber in den letzten dreißig Jahren durchaus im Schnitt erfolgreicher gewesen und konnten sich ein finanzielles Fundament aufbauen, während wir fröhlich im Aufzug hoch und runter gefahren sind und vor acht bis neun Jahren fast bei null starteten, daher ist ein Vergleich mit den Schwaben in meinen Augen schwierig.

Bei denen kommt halt auch dazu, dass dort mit Daimler, Bosch, Porsche und den tausenden teils sehr großen Zulieferern ein Unternehmertum vorhanden ist, was in der Region und der Bevölkerung tief verwurzelt ist.

Bei uns sind auch starke Unternehmen, das sind überwiegend Unternehmen in der Finanz- oder Beraterbranche…aber jetzt halt mal dumm gefragt, was haben PwC, KPMG, Linklatersoder Clifford, die allesamt große Departements in FFM haben, mit der Eintracht zu tun?

Deutsche Bank oder die CoBa ok…aber die hatten und haben die letzten Jahre andere Themen und sicher nicht die Möglichkeit mal soeben 80 Mio Euro (waren es glaube ich) für ca 20 % der Anteile in den Verein zu pumpen wie dies Bosch oder Daimler in Stuttgart gemacht haben…

Daher ist es großartig dass wir den VFB aktuell durchaus überholt haben, was natürlich nur eine Momentaufnahme ist.

Um weiter zu wachsen und zwar derart rapide, dass man unabhängig vom sportlichen Erfolg ist, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit und das sage ich ohne Wertung…

Rückkauf aller Anteile (ich gehe mal davon aus, dass es ein Rückkaufrecht gibt) von den aktuellen Investoren und Verkauf großer Anteile an irgendeinen Riesenkonzern im Ausland.

Das wird jedoch nicht kommen und daher sind wir eben auf den Weg der kleineren Schritte angewiesen. Das ist die Qualität der originären Arbeit und daher heißt es eben weiterhin auf Krösche und co. zu Vertrauen, die einen Riesenjob in den vergangenen acht Jahren geleistet haben und darauf wirklich stolz sein können.

Um jetzt zum Ende zu kommen, das wurde ebenfalls völlig zu Recht angesprochen, wir besitzen aufgrund besagter Arbeit große Stille Reserven was verdammt wichtig ist, da es finanzielle Sicherheit gibt, selbst wenn diese in der Bilanz aufgrund des Vorsichtsprinzips völlig zu Recht nicht auftauchen. Diese stillen Reserven, sowie das aktuell bereits vorhandene finanzielle und strukturelle Fundament ist schon stark…die finanzielle Situation in die Eintracht (das ist der Titel) ist gut! Sie ist sogar sehr gut im Vergleich zu früheren Jahren. Sie ist kein Grund sich auszuruhen aber sie lässt es zu, dass die Verantwortlichen besser schlafen und handeln können als wenn es um die Insolvenz geht…das gibt Ruhe und in der Ruhe liegt die Kraft. Und auch das ist ein positiver Faktor!
Ich bin daher aktuell auch sehr gelassen was die sge angeht, ich habe wie gesagt Vertrauen in die Verantwortlichen, denn das haben sie sich verdient.
Finanzlage der Eintracht |#5194
08.06.2025 - 16:11 Uhr
Zitat von Boehmus
Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Woher kommt denn die Info, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört? Davon höre ich das erste Mal.


Ich meine zu wissen, dass sie an der Betriebsgesellschaft des Stadions beteiligt sind und daher Überschüsse zum Teil zurück fließen. Kann es sein, dass du das meinst?

Der VfB hat sein eigenes Trainingsgelände neben dem Stadion, der SGE gehört mWn. nur die Spielstätte der U21 in Dreieich. Möglicherweise kommt der Unterschied im Anlagevermögen dort her?

Allerdings ist das Trainingsgelände und vor allem das "Clubheim" nicht mehr zeitgemäß. Da stehen massive Investitionen ins Haus.
Finanzlage der Eintracht |#5195
08.06.2025 - 16:58 Uhr
Zitat von damoose
Zitat von Boehmus

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Woher kommt denn die Info, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört? Davon höre ich das erste Mal.


Ich meine zu wissen, dass sie an der Betriebsgesellschaft des Stadions beteiligt sind und daher Überschüsse zum Teil zurück fließen. Kann es sein, dass du das meinst?

Der VfB hat sein eigenes Trainingsgelände neben dem Stadion, der SGE gehört mWn. nur die Spielstätte der U21 in Dreieich. Möglicherweise kommt der Unterschied im Anlagevermögen dort her?

Allerdings ist das Trainingsgelände und vor allem das "Clubheim" nicht mehr zeitgemäß. Da stehen massive Investitionen ins Haus.


Das Proficamp gehört der Eintracht. Bei den Plätzen weiß ich nicht, ob diese gemietet sind oder mittlerweile ebenfalls der Eintracht gehören-
Finanzlage der Eintracht |#5196
08.06.2025 - 17:47 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Woher kommt denn die Info, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört? Davon höre ich das erste Mal.


Ich meine zu wissen, dass sie an der Betriebsgesellschaft des Stadions beteiligt sind und daher Überschüsse zum Teil zurück fließen. Kann es sein, dass du das meinst?

Der VfB hat sein eigenes Trainingsgelände neben dem Stadion, der SGE gehört mWn. nur die Spielstätte der U21 in Dreieich. Möglicherweise kommt der Unterschied im Anlagevermögen dort her?

Allerdings ist das Trainingsgelände und vor allem das "Clubheim" nicht mehr zeitgemäß. Da stehen massive Investitionen ins Haus.


Das Proficamp gehört der Eintracht. Bei den Plätzen weiß ich nicht, ob diese gemietet sind oder mittlerweile ebenfalls der Eintracht gehören-


Stimmt, an das Proficamp hatte ich gar nicht gedacht 😅
Finanzlage der Eintracht |#5197
08.06.2025 - 23:33 Uhr
Zitat von damoose
Zitat von Concor_aquila

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Woher kommt denn die Info, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört? Davon höre ich das erste Mal.


Ich meine zu wissen, dass sie an der Betriebsgesellschaft des Stadions beteiligt sind und daher Überschüsse zum Teil zurück fließen. Kann es sein, dass du das meinst?

Der VfB hat sein eigenes Trainingsgelände neben dem Stadion, der SGE gehört mWn. nur die Spielstätte der U21 in Dreieich. Möglicherweise kommt der Unterschied im Anlagevermögen dort her?

Allerdings ist das Trainingsgelände und vor allem das "Clubheim" nicht mehr zeitgemäß. Da stehen massive Investitionen ins Haus.


Das Proficamp gehört der Eintracht. Bei den Plätzen weiß ich nicht, ob diese gemietet sind oder mittlerweile ebenfalls der Eintracht gehören-


Stimmt, an das Proficamp hatte ich gar nicht gedacht 😅


Das ist jetzt zwar nur von Wikipedia, allerdings kann man hier denke ich davon ausgehen, dass das korrekt ist:

Die MHPArena ist das Heimstadion der Bundesliga-Mannschaft des VfB Stuttgart. Eigentümer ist die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG, an der die Stadt Stuttgart mit 60 Prozent und der VfB Stuttgart mit 40 Prozent beteiligt sind.

Wenn das die von Dir gemeinte Betriebsgesellschaft ist, läuft das aufs gleiche hinaus. Der VfB hätte das Stadion dann nicht im Direktbestand, sondern hält Anteile daran über die Beteiligung an der GmbH & Co. KG (Stadion ist im AV der Beteiligung), was aber aufs Gleiche hinausläuft - dem VfB gehört das Stadion indirekt zu 40%. Die Beteiligung an der GmbH & Co. KG wird sich dann wiederum im AV des VfB wiederfinden (Finanzanlagen).
Finanzlage der Eintracht |#5198
09.06.2025 - 04:44 Uhr
Zitat von Boehmus
Zitat von damoose

Zitat von Concor_aquila

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.


Woher kommt denn die Info, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört? Davon höre ich das erste Mal.


Ich meine zu wissen, dass sie an der Betriebsgesellschaft des Stadions beteiligt sind und daher Überschüsse zum Teil zurück fließen. Kann es sein, dass du das meinst?

Der VfB hat sein eigenes Trainingsgelände neben dem Stadion, der SGE gehört mWn. nur die Spielstätte der U21 in Dreieich. Möglicherweise kommt der Unterschied im Anlagevermögen dort her?

Allerdings ist das Trainingsgelände und vor allem das "Clubheim" nicht mehr zeitgemäß. Da stehen massive Investitionen ins Haus.


Das Proficamp gehört der Eintracht. Bei den Plätzen weiß ich nicht, ob diese gemietet sind oder mittlerweile ebenfalls der Eintracht gehören-


Stimmt, an das Proficamp hatte ich gar nicht gedacht 😅


Das ist jetzt zwar nur von Wikipedia, allerdings kann man hier denke ich davon ausgehen, dass das korrekt ist:

Die MHPArena ist das Heimstadion der Bundesliga-Mannschaft des VfB Stuttgart. Eigentümer ist die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG, an der die Stadt Stuttgart mit 60 Prozent und der VfB Stuttgart mit 40 Prozent beteiligt sind.

Wenn das die von Dir gemeinte Betriebsgesellschaft ist, läuft das aufs gleiche hinaus. Der VfB hätte das Stadion dann nicht im Direktbestand, sondern hält Anteile daran über die Beteiligung an der GmbH & Co. KG (Stadion ist im AV der Beteiligung), was aber aufs Gleiche hinausläuft - dem VfB gehört das Stadion indirekt zu 40%. Die Beteiligung an der GmbH & Co. KG wird sich dann wiederum im AV des VfB wiederfinden (Finanzanlagen).


OK, ja, das macht Sinn. Danke für die Aufklärung.
Finanzlage der Eintracht |#5199
12.06.2025 - 13:14 Uhr
Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.

Ich bin auch sehr erstaunt über die Betrachtung zumal wir (unvollständig) ja bereits viel aktuellere Zahlen haben.https://profis.eintracht.de/news/die-finanzdaten-2023-24-162860
Anstatt den Rumpfbericht vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023 heranzuziehen kann man auf die Zahlen der gesamten Saison 23/24 schauen. Da zeigt sich nämlich, dass ein einfaches verdoppeln der Zahlen nicht annähernd korrekt ist (vermutlich in erster Linie durch Verkäufe).
Interessant finde ich aber insbesondere die Erläuterung zur Personalaufwandsquote die mit 39% (Ich komme bei einem Umsatz von 390,5 Millionen zu Personalaufwand 141,4 Millionen auf eher 36% aber gut vermutlich mache ich einen Fehler) in einem sehr guten Bereich liegt.
Was die die hohen sonstigen betrieblichen Aufwände angeht, so denke ich, dass diese in allererster Linie auf die hohen Transfersummen zurückzuführen sind (Stichwort Kaufnebenkosten siehe beispielsweise auch die sonstigen betrieblichen Aufwände beim BVB die in der Saison 22/23 Haaland und Akanji verkauft und Haller, Adeyemi, Schlotterbeck, Modeste, Ryerson und Öczan gekauft haben und somit erhebliche Summen bewegt haben).
Ich sehe speziell durch das vermutlich stark gestiegene EK (Marmoushtransfer und Kapitalerhöhung) und die dadurch sinkenden Kosten für Kapitalbeschaffung einen durchweg positiven Bericht bin aber erwiesenermaßen auch kein Experte fürs Bilanzwesen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tont85 am 12.06.2025 um 13:16 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5200
12.06.2025 - 14:02 Uhr
Zitat von Tont85
Zitat von damoose

Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.

Ich bin auch sehr erstaunt über die Betrachtung zumal wir (unvollständig) ja bereits viel aktuellere Zahlen haben.a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://profis.eintracht.de/news/die-finanzdaten-2023-24-162860
Anstatt den Rumpfbericht vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023 heranzuziehen kann man auf die Zahlen der gesamten Saison 23/24 schauen. Da zeigt sich nämlich, dass ein einfaches verdoppeln der Zahlen nicht annähernd korrekt ist (vermutlich in erster Linie durch Verkäufe).
Interessant finde ich aber insbesondere die Erläuterung zur Personalaufwandsquote die mit 39% (Ich komme bei einem Umsatz von 390,5 Millionen zu Personalaufwand 141,4 Millionen auf eher 36% aber gut vermutlich mache ich einen Fehler) in einem sehr guten Bereich liegt.
Was die die hohen sonstigen betrieblichen Aufwände angeht, so denke ich, dass diese in allererster Linie auf die hohen Transfersummen zurückzuführen sind (Stichwort Kaufnebenkosten siehe beispielsweise auch die sonstigen betrieblichen Aufwände beim BVB die in der Saison 22/23 Haaland und Akanji verkauft und Haller, Adeyemi, Schlotterbeck, Modeste, Ryerson und Öczan gekauft haben und somit erhebliche Summen bewegt haben).
Ich sehe speziell durch das vermutlich stark gestiegene EK (Marmoushtransfer und Kapitalerhöhung) und die dadurch sinkenden Kosten für Kapitalbeschaffung einen durchweg positiven Bericht bin aber erwiesenermaßen auch kein Experte fürs Bilanzwesen.


Bei der von mir zitierten Quelle (DFL) handelt es sich um die gleichen Zahlen wie dein Link über die Eintracht, es geht beides um die Saison 23/24, die Zahlen sind nur anders aufbereitet. Bei den Personalkosten sieht man es dann. Die Zahlen zur Saison 24/25 sind natürlich noch nicht da, das wird auch noch eine Weile dauern.
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