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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5141
10.05.2025 - 04:57 Uhr
Ich stecke jetzt auch nicht so tief im Thema, allerdings werden in Frankfurt auch Grösse Summen abseits von Spielern in feste Werte invenstiert . Ich habe im Hinterkopf das zB. rund 50 Mio. In die Digitalisierung fließen. Das sind Summen die natürlich auch in der Bilanz auftauchen.
Gleichzeitig halten sich Eigenkapital und Schulden in etwa die Waage, was für einen Fussballverein eigentlich der Wahnsinn ist und ein Stück weit sicher auch der Vergangenheit geschuldet ist.
Frankfurt hatte vor Corona ein ordentliches Festgeldkonto aufgebaut, was dann natürlich abgeschmolzen ist, im Gegensatz zu fast allen BL Vereinen, ist die SGE allerdings nicht dadurch großartig in Schulden gerutscht.
Ich denke alles in allem kann man sagen, dass die SGE ein kerngesunde Verein ist, der viel auch darin investiert, dass es so bleibt mit Blick in die Zukunft.

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Finanzlage der Eintracht |#5142
10.05.2025 - 10:15 Uhr
Zitat von Circial
Ich habe mal eine Frage zu der Bilanz eures Vereins. Wir haben uns im BVB Forum ein bisschen drüber unterhalten und uns kam das 'Die SGE brauchte eigentlich die 40-50 Millionen aus dem Verkauf im Winter um Finanziell über Wasser zu bleiben' kam uns etwas perplex vor, weil die Berichterstattung der Medien ja auf einen finanziell gut geführten Verein schließen lässt. Eine Personalkostenquote von 57% (Transfers ausgeschlossen) ist ja normalerweise auch etwas gutes was bedeutet das es dem Verein gut gehen müsste.

Bei meiner Recherche bin ich in eurem Gefschäftsbericht bin ich auf Betriebliche Aufwände i.H.v. 149.1 Millionen Euro gekommen womit ihr im Bundesligavergleich deutlich auf Platz 3 nach dem BVB und Bayern München sein solltet. Leider habe ich die Bundesligazahlen nur für die Saison 22/23 gefunden aber auch hier hatte die SGE 126,7 Millionen (+ Materialaufwand) an Betrieblichen Aufwendungen. Zum Vergleich Bayern (209 Mio), BVB ( 139 Mio), RB (91 Mio), Leverkusen (98 Mio), Stuttgart (71 Mio) liegt die Konkurrenz (wenn man auf den Umsatz schaut) eures Vereins hier deutlich unterhalb der SGE.

Daher meine Frage: Wie kommt dieser Aufwand zustande und warum ist er so viel höher als bei der Konkurrenz? Weil es ist ja offensichtlich das diese Bilanzielle Position ein massives Problem für euren Verein darstellt und jetzt nicht erst seit gestern existiert?


Ich habe mal einen Blick in den GB 23/24 geworfen (Konzernabschluss - für jeden einsehbar im Unternehmensregister). Leider funktioniert copy-paste gerade nicht, aber in diesem stehen die Posten aufgeschlüsselt im Anhang:

https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=4B8A2B03E27C762D53B8C5C1EF6C3597.web01-1?submitaction=showDocument&id=35904756

Sind im Wesentlichen Aufwendungen Spielbetrieb Lizenzfußball, Marketing und Kommunikation, Transfer,
Merchandising, Verwaltungskosten,… was man jeweils darunter versteht sowie die genauen Werte stehen ebenfalls im Anhang.

Interessant dabei auch: im Posten Transfer (knapp 40 Mio) sind z. B. auch knapp 20 Mio. Vermittlungsprovisionen und 16 Mio Transfer- und Ausleihungsgebührend drin. Bei den Aufwendungen für Marketing- und Kommunikation z. B. 26 Mio. für Kosten für die Nutzung der Stadionsvermarktungsleistungen.

Ich muss auch sagen, ich empfinde das schon alles als ziemlich aufgebläht, gerade der Bereich Marketing -und Kommunikation, aber womöglich ist das einfach notwendig, dort so viel auszugeben…
Finanzlage der Eintracht |#5143
10.05.2025 - 10:27 Uhr
Zitat von Circial
Ich habe mal eine Frage zu der Bilanz eures Vereins. Wir haben uns im BVB Forum ein bisschen drüber unterhalten und uns kam das 'Die SGE brauchte eigentlich die 40-50 Millionen aus dem Verkauf im Winter um Finanziell über Wasser zu bleiben' kam uns etwas perplex vor, weil die Berichterstattung der Medien ja auf einen finanziell gut geführten Verein schließen lässt. Eine Personalkostenquote von 57% (Transfers ausgeschlossen) ist ja normalerweise auch etwas gutes was bedeutet das es dem Verein gut gehen müsste.

Bei meiner Recherche bin ich in eurem Gefschäftsbericht bin ich auf Betriebliche Aufwände i.H.v. 149.1 Millionen Euro gekommen womit ihr im Bundesligavergleich deutlich auf Platz 3 nach dem BVB und Bayern München sein solltet. Leider habe ich die Bundesligazahlen nur für die Saison 22/23 gefunden aber auch hier hatte die SGE 126,7 Millionen (+ Materialaufwand) an Betrieblichen Aufwendungen. Zum Vergleich Bayern (209 Mio), BVB ( 139 Mio), RB (91 Mio), Leverkusen (98 Mio), Stuttgart (71 Mio) liegt die Konkurrenz (wenn man auf den Umsatz schaut) eures Vereins hier deutlich unterhalb der SGE.

Daher meine Frage: Wie kommt dieser Aufwand zustande und warum ist er so viel höher als bei der Konkurrenz? Weil es ist ja offensichtlich das diese Bilanzielle Position ein massives Problem für euren Verein darstellt und jetzt nicht erst seit gestern existiert?


Das war die Saison, in der der neue Profi Campus fertig gestellt wurde wenn ich nicht irre. Dazu wurde das Stadion mit einem langfristigen Mietvertrag übernommen und in die Infrastruktur des Stadions investiert (Glaube der neue Videowürfel fiel in diese Zeit). Vieles ist zwar steuerlich "aktiviert" und wird auf mehrere Jahre abgeschrieben, aber es sind auch beim Umzug - Einzug - Innenausstattung viele direkte Abschreibungen dabei, die in den konkreten Bewertungszeitraum fallen. Zudem wurde der Ahorn Sportpark übernommen (Dreieich wurde quasi. gekauft), aber da bin ich mir nicht sicher mit dem Zeitraum. Das scheint mir eine Bilanz mit vielen "Einmal-Effekten" zu sein. War auch okay, denn die Einnahmenreihe war heftig (Verkäufe und EL Sieg, dadurch Startgebühren CL in dieser Bilanz). Damals war außerdem das Geschäftsjahr noch an das Kalenderjahr gebunden, mittlerweile bilanziert die SGE -wie die meisten Bundesligisten- Saisonweise, also zum 30.06. eines Jahres. Auch dadurch ergaben sich Verwerfungen.

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Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5144
10.05.2025 - 10:32 Uhr
Zitat von Circial
Ich habe mal eine Frage zu der Bilanz eures Vereins. Wir haben uns im BVB Forum ein bisschen drüber unterhalten und uns kam das 'Die SGE brauchte eigentlich die 40-50 Millionen aus dem Verkauf im Winter um Finanziell über Wasser zu bleiben' kam uns etwas perplex vor, weil die Berichterstattung der Medien ja auf einen finanziell gut geführten Verein schließen lässt. Eine Personalkostenquote von 57% (Transfers ausgeschlossen) ist ja normalerweise auch etwas gutes was bedeutet das es dem Verein gut gehen müsste.

Bei meiner Recherche bin ich in eurem Gefschäftsbericht bin ich auf Betriebliche Aufwände i.H.v. 149.1 Millionen Euro gekommen womit ihr im Bundesligavergleich deutlich auf Platz 3 nach dem BVB und Bayern München sein solltet. Leider habe ich die Bundesligazahlen nur für die Saison 22/23 gefunden aber auch hier hatte die SGE 126,7 Millionen (+ Materialaufwand) an Betrieblichen Aufwendungen. Zum Vergleich Bayern (209 Mio), BVB ( 139 Mio), RB (91 Mio), Leverkusen (98 Mio), Stuttgart (71 Mio) liegt die Konkurrenz (wenn man auf den Umsatz schaut) eures Vereins hier deutlich unterhalb der SGE.

Daher meine Frage: Wie kommt dieser Aufwand zustande und warum ist er so viel höher als bei der Konkurrenz? Weil es ist ja offensichtlich das diese Bilanzielle Position ein massives Problem für euren Verein darstellt und jetzt nicht erst seit gestern existiert?



Interessante Fragestellung!

Grundsätzlich: Die Aussage im Winter, dass man die Transfererlöse bräuchte, "um über Wasser zu bleiben", ist ganz großer Quatsch! Man hätte auch ohne weitere Transfer-Einnahmen die Saison zu Ende spielen können und es wäre gar nichts passiert, bzw. man wäre weiterhin handlungsfähig gewesen.
Ich denke die Zeitungsartikel dazu fußen auf Aussagen unseres neuen Finanzvorstands, der damit 2 Dinge bewirken wollte (meine Interpretation):
1. Er wollte mit Blick auf die Kauf-Optionen für Kristensen und Theate, die zu dem Zeitpunkt ja noch nicht gezogen waren, darauf hinweisen, dass wir nicht einfach so 20 - 30 Mio Budget "frei haben" um diese Spieler 100%-ig zu verpflichten, sondern dass wir dafür auch Geld einnehmen müssen.
Eine Folge daraus war u.a., dass wir die Option für Kristensen nachverhandelt haben und am Ende deutlich weniger zahlen, als ursprünglich vereinbart.
2. Mit Blick auf die anstehende Mitgliederversammlung des eV, auf dem die geplante Kapitalerhöhung zur Abstimmung anstand, wollte er denke ich die finanzielle Situation etwas prekärer darstellen, als sie wirklich ist, damit die Mitglieder nicht auf die Idee kommen (erneut) gegen eine Kapitalerhöhung zu stimmen, da wir ja dank der Transfererlöse genug Geld eingenommen haben...


Was die Frage nach den betrieblichen Aufwänden betrifft - schwierig. Ich denke keiner von uns kann das, ohne tiefere Einblicke in die tatsächlichen Buchungen, bzw. in die Zuordnung der Kostenarten zu den im Geschäftsbericht aufgeführten Blöcken, wirklich beantworten.
Aber ich erinnere mich an Aussagen unseres vorherigen Finanzvorstands (Frankenbach) auf der Bilanzpresse-Konferenz im letzten Jahr, wo er die gestiegenen betrieblichen Aufwände direkt in Zusammenhang mit den Transfers bzw. den Transfererlösen der Eintracht gebracht hat.
Ich könnte mir also vorstellen, dass Zahlungen an Berater / Vermittler, Bankgebühren und auch Beteiligungen an der Ablösesumme (also zB. 20% der Ablösesumme für den vorherigen Verein) nicht Erlösmindernd, sondern als Kosten im Bereich der betrieblichen Aufwände verbucht werden.
Sprich: Wir bekommen erstmal die gesamte Ablöse für einen Spieler und müssen davon dann entsprechende Bestandteile abführen, die dann als betriebliche Aufwände in der GuV auftauchen.
Wie gesagt, ich weiß es nicht 100%ig, aber das wäre eine Erklärung, warum dieser Kostenblock in den letzten Jahren, in denen wir deutlich höhere Transfervolumina haben, so stark gestiegen ist.

Dazu gehört aber sicher auch, dass das Stadion nicht gerade günstig ist im Unterhalt, und dass wir in letzter Zeit stark in andere Infrastruktur investiert haben. Ja, die Investitionen an sich werden aktiviert und dann abgeschrieben, aber der Betrieb dieser Infrastruktur verursacht ja auch entsprechende Kosten...
Finanzlage der Eintracht |#5145
10.05.2025 - 14:57 Uhr
Zitat von RoyalTL
Zitat von Circial
(...)
Bei meiner Recherche bin ich in eurem Gefschäftsbericht bin ich auf Betriebliche Aufwände i.H.v. 149.1 Millionen Euro gekommen womit ihr im Bundesligavergleich deutlich auf Platz 3 nach dem BVB und Bayern München sein solltet. Leider habe ich die Bundesligazahlen nur für die Saison 22/23 gefunden aber auch hier hatte die SGE 126,7 Millionen (+ Materialaufwand) an Betrieblichen Aufwendungen. Zum Vergleich Bayern (209 Mio), BVB ( 139 Mio), RB (91 Mio), Leverkusen (98 Mio), Stuttgart (71 Mio) liegt die Konkurrenz (wenn man auf den Umsatz schaut) eures Vereins hier deutlich unterhalb der SGE.

Daher meine Frage: Wie kommt dieser Aufwand zustande und warum ist er so viel höher als bei der Konkurrenz? Weil es ist ja offensichtlich das diese Bilanzielle Position ein massives Problem für euren Verein darstellt und jetzt nicht erst seit gestern existiert?



Interessante Fragestellung!

(...)
Was die Frage nach den betrieblichen Aufwänden betrifft - schwierig. Ich denke keiner von uns kann das, ohne tiefere Einblicke in die tatsächlichen Buchungen, bzw. in die Zuordnung der Kostenarten zu den im Geschäftsbericht aufgeführten Blöcken, wirklich beantworten.


Aber man kann es ja mal versuchen. zwinker

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen für Spielbetrieb Lizenzfußball i. H. v. 42.906 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 16.492 Tausend Euro für den Abgang von Spielerwerten, 9.847 Tausend Euro für Verbandsabgaben, 6.565 Tausend Euro für die Inanspruchnahme von Sicherheits-, Ordnungs- und Kassendienstleistungen, 2.890 Tausend Euro für die Nutzung des Stadions, 2.036 Tausend Euro für Reisekosten, 1.284 Tausend Euro für gesundheitliche Betreuung, 798 Tausend Euro für Kleidung und Sportausrüstung sowie 791 Tausend Euro für Aufwendungen des Trainingscenters.

Hier sind mehr als 16 Mios für den Abgang von Spielerwerten enthalten. Das heißt für mich, dass in den "Aufwendungen für den Spielbetrieb Liezenzfußball" grundsätzlich auch die bilanziellen Restwerte der Spieler verbucht werden, wenn wir diese vor Ablauf ihres (Erst?)Vertrages wieder verkaufen. Das dürfte im hier aktuellen Geschätsjahr vor allem die Personalien Lindström und Alario betroffen haben. In Zukunft werden wir hier vermutlich wieder größere Posten sehen, wenn Ekitiké oder Wahi und verlassen.

Der Rest der genannten Positionen ist, denke ich, selbsterklärend. Wobei mir 10 Mio Verbandsabgaben schon relativ viel erscheinen.

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen für Marketing und Kommunikation i. H. v. 57.770 Tausend Euro beinhalten als größte Posten die Aufwendungen für die Nutzung der Stadionvermarktungsleistungen i. H. v. 26.034 Tausend Euro, 8.677 Tausend Euro für Kommunikationsdienstleistungen, 5.582 Tausend Euro für das Catering des Businessbereiches, 4.955 Tausend Euro für die Entwicklung und Bereitstellung von digitalen Geschäftsmodellen, 3.260 Tausend Euro für Sponsorenbetreuung, 3.069 Tausend Euro für Veranstaltungen, 3.000 Tausend Euro für Lizenzgebühren sowie 1.320 Tausend Euro für Vermarktungsprovisionen.

Hier kann man gut sehen, dass die hohen Einnahmen, die wir mit dem Businessbereich generieren auf der anderen Seite natürlich auch nicht für umme zu haben sind. Der größte und für mich auch undurchsichtigste Posten sind hier die "Aufwendungen für die Nutzung der Stadionvermarktungsleistungen". Ich vermute mal (aber hier begebe ich mich auf dünnes Eis) dass hier sämtliche Kosten enthalten sind, die bei der Stadion GmbH anfallen. Und die sind vermutlich nicht gerade klein. Da dürften sowohl die Anbahnungskosten, z.B. für solche Events wie die beiden NFL Spiele ebenso drin sein wie sämtliche Ausgaben für notwendige Umbauten für Konzerte oder andere Events wie z.B. die Monster Trucks oder der MMA-Event oder der anschließend notwendige neue Rasen. Könnte mir auch vorstellen, dass die Stadion AG auch Dienstleistungen rund um diese Veranstaltungen anbietet (Security, Catering etc), deren Kosten dann ebenfalls dort auftauchen.

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen im Bereich Transfer i. H. v. 38.907 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 19.978 Tausend Euro für Vermittlungsprovisionen sowie 16.096 Tausend Euro für Transfer- und Ausleihgebühren.

Hier dürften neben Beraterprovisionen und Leihgebühren auch die Kosten für Weiterverkaufsbeteiligungen und anteilige Ausbildungsentschädigungen an die Jugendvereine enthalten sein, was vor allem bei dem Transfer von Kolo Muani eine signifikante Summe gewesen sein dürfte.

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen im Bereich Merchandising i. H. v. 4.784 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 2.737 Tausend Euro für Logistikdienstleister, 691 Tausend Euro für die Fanshops (Miete, Nebenkosten, Reinigung), 528 Tausend Euro für externe Vertriebsdienstleistungen sowie 272 Tausend Euro für diverse Werbemaßnahmen.

Das erklärt sich eigentlich im wesentlichen selbst. Wobei fast 3 Mios für Logistik schon ein ziemliches Brett sind.

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen Verwaltung i. H. v. 13.138 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 3.836 Tausend Euro für Miete und Nebenkosten sowie Reinigung der Geschäftsräume im Deutsche Bank Park, der Betriebsstätte in der Otto-Fleck-Schneise 7 sowie die Erbpacht für das Gebäude "Im Herzen von Europa 1", 2.238 Tausend Euro für die Unterhaltung der IT-Struktur, 976 Tausend Euro für Rechts- und Beratungskosten, 902 Tausend Euro für Werbekosten, 855 Tausend Euro für Porto und Nebenkosten des Geldverkehrs sowie 490 Tausend Euro für Aufwendungen des Aufsichtsrates.

Grob zusammengefasst die Miete für die nicht eigenen Verwaltungsräumlichkeiten, IT, Rechts-, Beratungs- und Werbekosten. Und so eine Portokasse hätte ich auch gerne. grins

Zitat von Geschäftsbericht
Die Aufwendungen Frauen- und Jugendfußball i. H. v. 7.251 Tausend Euro beinhalten für den Bereich Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) 4.366 Tausend Euro sowie für den Bereich Frauenfußball 2.885 Tausend Euro.Die Aufwendungen für den Bereich Fußballschule i. H. v. 986 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 295 Tausend Euro Trainingsmaterialien, 241 Tausend Euro Trainerhonorare sowie 129 Tausend Euro für das Catering der einzelnen Fußballcamps.

Hier sieht es auf den ersten Blick so aus, als würde man für den Nachwuchs mehr Geld ausgeben als für die Frauen. Hier sind aber sämtliche Personalkosten nicht berücksichtigt (außer bei der Fußballschule, dort läuft das wahrscheinlich auf Honorarbasis).

Wo wir schon bei Personalkosten sind - man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, wir hätten ein Gehaltsbudget von 140 Mio für unsere Profis. Mit den exakt 141.379 TEUR werden 744 Angestellte (Lizenzfußball 121, Frauenfußball 75, Jugendfußball 213 und Back Office 335) und zwischen 250 und 300 Aushilfen bezahlt. Mehr als 30 Mios davon gehen in den nicht-sportlichen Bereich.

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Bruda, schlag' den Ball lang!
Finanzlage der Eintracht |#5146
11.05.2025 - 10:36 Uhr
Zitat von Adler70

Aber man kann es ja mal versuchen. zwinker

Wo wir schon bei Personalkosten sind - man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, wir hätten ein Gehaltsbudget von 140 Mio für unsere Profis. Mit den exakt 141.379 TEUR werden 744 Angestellte (Lizenzfußball 121, Frauenfußball 75, Jugendfußball 213 und Back Office 335) und zwischen 250 und 300 Aushilfen bezahlt. Mehr als 30 Mios davon gehen in den nicht-sportlichen Bereich.


Vielen Dank für deine Arbeit. Könnte ich doppelt werten, würde ich es tun. Du hast das sehr gut recherchiert und ich gehe auch mit deinen Analysen / Rückschlüssen konform. Chapeau!

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Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5147
11.05.2025 - 11:58 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Zitat von Adler70

Aber man kann es ja mal versuchen. zwinker

Wo wir schon bei Personalkosten sind - man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, wir hätten ein Gehaltsbudget von 140 Mio für unsere Profis. Mit den exakt 141.379 TEUR werden 744 Angestellte (Lizenzfußball 121, Frauenfußball 75, Jugendfußball 213 und Back Office 335) und zwischen 250 und 300 Aushilfen bezahlt. Mehr als 30 Mios davon gehen in den nicht-sportlichen Bereich.


Vielen Dank für deine Arbeit. Könnte ich doppelt werten, würde ich es tun. Du hast das sehr gut recherchiert und ich gehe auch mit deinen Analysen / Rückschlüssen konform. Chapeau!

Danke für die Blumen. War eigentlich nicht so schwer. Man muss halt mal den Geschäftsbericht lesen, der Rest war Copy und Paste mit ein paar Anmerkungen.

Aber offensichtlich ist es gut angekommen. Das freut mich. smile

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Bruda, schlag' den Ball lang!
Finanzlage der Eintracht |#5148
15.05.2025 - 08:16 Uhr
Hallo zusammen,

anbei ein Artikel über den BVB und die finanzielle Aspekte im Zusammenhang des Erreichens der Champions League. Bei uns würde es ähnlich sein.

https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2025/05/bvb-jetzt-geht-es-um-100-millionen-euro

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EINTRACHT FRANKFURT 2014/2015

TRAPP
CHANDLER, ZAMBRANO, ANDERSON, OCZIPKA
HASEBE, IGNJOVSKI, FLUM, MEIER
AIGNER, KADLEC

Dieser Beitrag wurde zuletzt von DanielF83 am 15.05.2025 um 08:17 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5149
15.05.2025 - 10:04 Uhr
Zitat von DanielF83

Hallo zusammen,

anbei ein Artikel über den BVB und die finanzielle Aspekte im Zusammenhang des Erreichens der Champions League. Bei uns würde es ähnlich sein.

https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2025/05/bvb-jetzt-geht-es-um-100-millionen-euro


Das kann man nicht vergleichen, der BVB ist nicht Eintracht Frankfurt, zumal hier auch ein erfolgreiches Abschneiden, inklusive VF-Teilnahme zugrunde gelegt wurde.
Ja, uns würden sicherlich 20-30 Millionen (unterm Strich) durch die Lappen gehen, wenn wir "nur" EL spielen (dort mit großer Wahrscheinlichkeit aber deutlich weiter kommen als in der CL und etwa 20 Millionen unterm Strich einnehmen wie dieses Jahr). Aber diese Differenz könnten wir zur Not auch durch einen Spielerverkauf wieder reinholen.
Man muss auch bedenken, dass die Spielergehälter durch eine CL-Teilnahme steigen und einige (dann größenwahnsinnig gewordene) Spieler den Verein verlassen werden, wenn es im nächsten Jahr nicht wieder klappt mit der CL-Teilnahme.
CL ist Wohl und Wehe zugleich und vor allem dann langfristig förderlich, wenn man sie regelmäßig (in 2 von 3 Saisons) erreicht. Denn nur so kann man die Lücke zu den 4 Topclubs entscheidend verkleinern. Ansonsten fahren wir auch mit unserer bisherigen Strategie (EL + Talente entwickeln und teuer verkaufen) ganz gut und können uns im Bereich Platz 5-6 etablieren.
Was ich damit sagen will: Im Gegensatz zum DFB-Pokalfinale 2018 und EL-Finale 2022, wo wir dringend das Geld brauchten, ist der finanzielle Aspekt dieses Endspiels zwar vorhanden, aber nicht so entscheidend für die Entwicklung von Eintracht Frankfurt. Es geht für mich diesmal in erster Linie ums Kämpfen und Siegen und ums Prestige, nicht um die Kohle. Ich will, dass wir weder den BVB noch Freiburg an uns vorbei ziehen lassen, völlig egal, ob es dafür 0 Euro oder zig Millionen Euro Preisgeld gibt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von AdlerGold am 15.05.2025 um 10:18 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5150
15.05.2025 - 11:28 Uhr
Zitat von AdlerGold
Zitat von DanielF83

Hallo zusammen,

anbei ein Artikel über den BVB und die finanzielle Aspekte im Zusammenhang des Erreichens der Champions League. Bei uns würde es ähnlich sein.

https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2025/05/bvb-jetzt-geht-es-um-100-millionen-euro


Das kann man nicht vergleichen, der BVB ist nicht Eintracht Frankfurt, zumal hier auch ein erfolgreiches Abschneiden, inklusive VF-Teilnahme zugrunde gelegt wurde.
Ja, uns würden sicherlich 20-30 Millionen (unterm Strich) durch die Lappen gehen, wenn wir "nur" EL spielen (dort mit großer Wahrscheinlichkeit aber deutlich weiter kommen als in der CL und etwa 20 Millionen unterm Strich einnehmen wie dieses Jahr). Aber diese Differenz könnten wir zur Not auch durch einen Spielerverkauf wieder reinholen.
Man muss auch bedenken, dass die Spielergehälter durch eine CL-Teilnahme steigen und einige (dann größenwahnsinnig gewordene) Spieler den Verein verlassen werden, wenn es im nächsten Jahr nicht wieder klappt mit der CL-Teilnahme.
CL ist Wohl und Wehe zugleich und vor allem dann langfristig förderlich, wenn man sie regelmäßig (in 2 von 3 Saisons) erreicht. Denn nur so kann man die Lücke zu den 4 Topclubs entscheidend verkleinern. Ansonsten fahren wir auch mit unserer bisherigen Strategie (EL + Talente entwickeln und teuer verkaufen) ganz gut und können uns im Bereich Platz 5-6 etablieren.
Was ich damit sagen will: Im Gegensatz zum DFB-Pokalfinale 2018 und EL-Finale 2022, wo wir dringend das Geld brauchten, ist der finanzielle Aspekt dieses Endspiels zwar vorhanden, aber nicht so entscheidend für die Entwicklung von Eintracht Frankfurt. Es geht für mich diesmal in erster Linie ums Kämpfen und Siegen und ums Prestige, nicht um die Kohle. Ich will, dass wir weder den BVB noch Freiburg an uns vorbei ziehen lassen, völlig egal, ob es dafür 0 Euro oder zig Millionen Euro Preisgeld gibt.


Die Wahrheit liegt imho in der Mitte.
Natürlich können wir uns nicht mit dem BVB vergleichen. Zum Glück in manchen Bereichen. Trotzdem kann man gewisse Punkte abarbeiten und sich anpassen. Viel steht am Ende nicht drin. Die Antrittsprämie und Punktprämien sind kein Geheimnis. Die 100 Mios sind hingegen auch ohne Zuschauer und Merch, aber eben auf den Erfolg dieses Jahres gesehen.

Während die Prämien gleich sind, hat Dortmund imho bessere Sponsorenprämien und auch Zuschauereinnahmen, dafür orbitant höhere Personalkosten, während wahrscheinlich wir mehr Prämien fürs erreichen zahlen könnten (Thema Leistungsbezogene Verträge). Beim Merch sehe ich uns insofern zumindest nicht schlechter, weil bei uns die Besonderheit einen Boom geben sollte, während in Dortmund Business as usual. TV Einnahmen sollte Dortmund vor uns liegen, da sie nicht nur erfolgreich spielten, sondern auch in der CL. Wenn man sieht, was die Club WM Dortmund einbringt oder bringen kann, dann gute Nacht Wettbewerb.

Am Ende muss man es so sehen, dass wir unseren Etat bestimmt um 50/60 Mios erhöhen könnten, aber für uns der nächste Schritt in der Entwicklung wichtiger ist. Talente können besser gelockt werden, Spieler besser gehalten. Sponsoren sollten noch mehr Interesse haben. Das komplette Ansehen würde steigen und man könnte diesen Schritt machen, wo andere Probleme haben, sodass die Chance auch "Nachhaltigkeit" besteht. Nicht dass wir mit der Kohle von Leverkusen oder Leipzig mithalten können, aber in dem Umbruch (neue Trainer, Kaderumbruch ) könnte man sich mit da nochmal näher dran manövrieren, wenn man die Saison bestätigen könnte. Dafür muss man nicht das große Risiko eingehen, aber man bekommt eher die Qualität um den Schritt zu machen. Ich würde mich auch freuen, wenn es nicht mehr heißt die EL ist unser Wettbewerb. Solange man sich finanziell in gesunden Bahnen bewegt und da sehe ich kein Problem könnten wir in einer entspannten Situation sein. Mit Stuttgart werden 6 Bewerber für oben sein. In Leipzig lebt man die letzten Jahren von den Entscheidungen der vorigen Jahre und auch Leverkusen muss beweisen, dass man keine Eintagsfliege ist, die an Alonso und Wirtz gehongen hat. So könnte man unsere unglaubliche Entwicklung vielleicht sogar noch fortführen. So könnte der Zeitpunkt vielleicht genau der richtige sein? Kein Muss, keine Erwartung, aber die Vorzeichen könnten nach der Saison gut sein. Und das hätte auf die Finanzen nachhaltige Auswirkungen.

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Tradition kann man nicht kaufen!
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