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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5181
02.06.2025 - 15:56 Uhr
Ich verstehe, dass die Frage bzgl. der weiteren Boni für die Finanzlage der Eintracht von Interesse ist, doch verstehe ich die Diskussion nicht ganz. Es wirkt auf mich zu teilen so, als würde man nach dem jetzigen Erfolg auf noch mehr Geld drängen/hoffen und ich meine vereinzelt Enttäuschungen herauszulesen, sollte durch den CL-Titel kein weiteres Geld eingenommen werden.

Doch sind Pacho und speziell Kolo, zu sehr guten/fairen Konditionen nach Paris gewechselt. Für beide wurde zum jeweiligen Zeitpunkt das Maximum herausgeholt.
Es wäre für unsere jetzige Planung zwar vorteilhaft, wenn Krösche/Hellmann noch weitere Boni verhandelt haben, aber mit dem bereits erzielten Erlös (die Ratenzahlungen laufen bestimmt noch), haben wir den Kader gezielt verstärkt und hätten uns ohne Verkauf ggf nicht für die CL qualifizieren können, wodurch sehr viel mehr Geld in die Kassen gespült wird.

Ob jetzt Boni oder nicht, wir werden auch in der kommenden Saison wieder tolle Verstärkungen begrüßen können smile
Finanzlage der Eintracht |#5182
02.06.2025 - 16:22 Uhr
Zitat von Nico_FFM
Ich verstehe, dass die Frage bzgl. der weiteren Boni für die Finanzlage der Eintracht von Interesse ist, doch verstehe ich die Diskussion nicht ganz. Es wirkt auf mich zu teilen so, als würde man nach dem jetzigen Erfolg auf noch mehr Geld drängen/hoffen und ich meine vereinzelt Enttäuschungen herauszulesen, sollte durch den CL-Titel kein weiteres Geld eingenommen werden.

Doch sind Pacho und speziell Kolo, zu sehr guten/fairen Konditionen nach Paris gewechselt. Für beide wurde zum jeweiligen Zeitpunkt das Maximum herausgeholt.
Es wäre für unsere jetzige Planung zwar vorteilhaft, wenn Krösche/Hellmann noch weitere Boni verhandelt haben, aber mit dem bereits erzielten Erlös (die Ratenzahlungen laufen bestimmt noch), haben wir den Kader gezielt verstärkt und hätten uns ohne Verkauf ggf nicht für die CL qualifizieren können, wodurch sehr viel mehr Geld in die Kassen gespült wird.

Ob jetzt Boni oder nicht, wir werden auch in der kommenden Saison wieder tolle Verstärkungen begrüßen können smile

Da bin ich grundsätzlich völlig bei Dir. Weil ich aber PSG aus Prinzip nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönne, hätte ich sie wenigstens gerne noch ein bisschen zu unseren Gunsten bluten gesehen, wenn sie schon den CL Titel einheimsen.

•     •     •

Bruda, schlag' den Ball lang!
Finanzlage der Eintracht |#5183
02.06.2025 - 21:22 Uhr
Zitat von Adler70

Da bin ich grundsätzlich völlig bei Dir. Weil ich aber PSG aus Prinzip nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönne, hätte ich sie wenigstens gerne noch ein bisschen zu unseren Gunsten bluten gesehen, wenn sie schon den CL Titel einheimsen.


Ja, ich bin da ganz einfach gestrickt und freue mich über jede Zusatzeinnahme von anderen Vereinen und ganz besonders von den "gepamperten" Vereinen.

Die Gelder sind mir jedenfalls lieber, als de von unserem neuen Ärmelsponsor.

•     •     •

audiatur et altera pars
Finanzlage der Eintracht |#5184
07.06.2025 - 11:36 Uhr
Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.
Finanzlage der Eintracht |#5185
07.06.2025 - 12:19 Uhr
Ich wäre vorsichtig mit Aussagen, wie „ das Projekt ist krachend gescheitert“, wenn man selbst nur die Bilanz und GuV interpretieren kann.
Finanzlage der Eintracht |#5186
07.06.2025 - 16:35 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Ich wäre vorsichtig mit Aussagen, wie „ das Projekt ist krachend gescheitert“, wenn man selbst nur die Bilanz und GuV interpretieren kann.


Die Aussage bezog sich ausschließlich auf die EK Erhöhung.

Hierzu: „Ursprünglich war eine Kapitalerhöhung von 66 Millionen Euro geplant, jetzt wurde es mehr als ein Drittel. Genauer knapp über 25 Millionen.“

Dieser Betrag ist einfach nicht ausreichend, um die EK Basis nachhaltig zu stärken. Auch wenn man sieht, wieviel Gremienarbeit und Werbung dafür bei den Mitgliedern notwendig war, um die Maßnahme zu ermöglichen, muss man konstatieren, dass dabei nicht das rumkam, was man sich erhoffte. Für mich ist das ein Misserfolg, so ehrlich darf man sein.

Ich verstehe auch nicht, wieso man den Aktienverkauf nicht einer breiteren Masse zugänglich gemacht hat - ich hätte gerne Aktien gekauft, auch mit der Abgabe meines Stimmrechts an den eV.
Finanzlage der Eintracht |#5187
07.06.2025 - 19:07 Uhr
Zitat von Boehmus
Zitat von Concor_aquila

Ich wäre vorsichtig mit Aussagen, wie „ das Projekt ist krachend gescheitert“, wenn man selbst nur die Bilanz und GuV interpretieren kann.


Die Aussage bezog sich ausschließlich auf die EK Erhöhung.

Hierzu: „Ursprünglich war eine Kapitalerhöhung von 66 Millionen Euro geplant, jetzt wurde es mehr als ein Drittel. Genauer knapp über 25 Millionen.“

Dieser Betrag ist einfach nicht ausreichend, um die EK Basis nachhaltig zu stärken. Auch wenn man sieht, wieviel Gremienarbeit und Werbung dafür bei den Mitgliedern notwendig war, um die Maßnahme zu ermöglichen, muss man konstatieren, dass dabei nicht das rumkam, was man sich erhoffte. Für mich ist das ein Misserfolg, so ehrlich darf man sein.

Ich verstehe auch nicht, wieso man den Aktienverkauf nicht einer breiteren Masse zugänglich gemacht hat - ich hätte gerne Aktien gekauft, auch mit der Abgabe meines Stimmrechts an den eV.


Wenn ich mich recht entsinne hat man den Bedarf nach unten geschraubt aufgrund des Marmoush Abgangs da so unerwartet hohe Transfereinnahmen kamen und somit weniger Zugang nötig war.

Von daher relativiert das dass nun niedrigere Ergebnis.

Wir stehen im Bereich des EK hervorragend da und generell finanziell äußerst stabil. Unsere Einnahmen steigen stärken als die Kosten, weshalb da kein Grund zur Sorge besteht.
Finanzlage der Eintracht |#5188
07.06.2025 - 23:00 Uhr
Zitat von Boehmus
Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.
Finanzlage der Eintracht |#5189
07.06.2025 - 23:22 Uhr
Zitat von Tormund
Zitat von Boehmus

Zitat von Concor_aquila

Ich wäre vorsichtig mit Aussagen, wie „ das Projekt ist krachend gescheitert“, wenn man selbst nur die Bilanz und GuV interpretieren kann.


Die Aussage bezog sich ausschließlich auf die EK Erhöhung.

Hierzu: „Ursprünglich war eine Kapitalerhöhung von 66 Millionen Euro geplant, jetzt wurde es mehr als ein Drittel. Genauer knapp über 25 Millionen.“

Dieser Betrag ist einfach nicht ausreichend, um die EK Basis nachhaltig zu stärken. Auch wenn man sieht, wieviel Gremienarbeit und Werbung dafür bei den Mitgliedern notwendig war, um die Maßnahme zu ermöglichen, muss man konstatieren, dass dabei nicht das rumkam, was man sich erhoffte. Für mich ist das ein Misserfolg, so ehrlich darf man sein.

Ich verstehe auch nicht, wieso man den Aktienverkauf nicht einer breiteren Masse zugänglich gemacht hat - ich hätte gerne Aktien gekauft, auch mit der Abgabe meines Stimmrechts an den eV.


Wenn ich mich recht entsinne hat man den Bedarf nach unten geschraubt aufgrund des Marmoush Abgangs da so unerwartet hohe Transfereinnahmen kamen und somit weniger Zugang nötig war.

Von daher relativiert das dass nun niedrigere Ergebnis.

Wir stehen im Bereich des EK hervorragend da und generell finanziell äußerst stabil. Unsere Einnahmen steigen stärken als die Kosten, weshalb da kein Grund zur Sorge besteht.


Soweit ich mich erinnere, wurde damit eine so starke Erhöhung ne nicht unbedingt notwendig, aber auch das niedrigere Ziel nicht erreicht.

Nein, hinsichtlich des EKs stehen wir nicht hervorragend da. Es ist solide, aber angesichts unserer Entwicklung in den letzen Jahren ist das EK zu niedrig - weshalb ebenjenes ja auch deutlich erhöht werden sollte.

Ich will hier nicht sagen, wir stehen nicht grundsätzlich auf soliden Füßen, aber man sieht schon recht deutlich, dass man finanziell noch nicht so erfolgreich ist, wie es das Sportliche seit längerer Zeit suggeriert. Klar geht das alles nicht über Nacht, aber man sollte weiterhin den Fokus darauf legen, besser zu wirtschaften und Möglichkeiten ausloten, die sbAs zu reduzieren.
Finanzlage der Eintracht |#5190
07.06.2025 - 23:30 Uhr
Zitat von damoose
Zitat von Boehmus

Ich habe die Aussage eines VfB-Foristen, man könne 25 Millionen ausgeben, ohne Transfereinnahmen, mal als Anlass genommen in die neuen DFL Kennzahlen zu blicken: https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Insbesondere im Kontext, dass wir Transferüberschüsse generieren müssen, finde ich das schon verwunderlich, wenn man bedenkt, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist im Vergleich zu Stuttgart.

Natürlich kann man aufgrund einer GuV und Bilanz allein keinen Deepdive in die finanzielle Situation starten, aber anhand dieser Zahlen, steht der VfB tatsächlich besser da als wir.

Meiner Meinung nach sollte sich bei uns hier etwas tun - die sportliche Performance scheint mir deutlich besser zu sein, als die Finanzielle.

Was mir auf den ersten Blick auffiel: unsere Kosten sind einfach unfassbar hoch. Die Personalkosten sind brutal, das sollte man mal hinterfragen (da sind ja nicht nur Spielergehälter drin, sondern auch alle anderen, vllt sollte man da mal genauer hinschauen…).

Besonders krass sind dann die sbAs mit knapp 166 Mio. was genau darin enthalten ist, hatte wir vor einer Weile mal aufgeschlüsselt, Stadion, Marketing, Berater,… das ist einfach viel zu viel, hier muss man dringend gegensteuern.

Die Kostenstruktur erklärt dann auch die Notwendigkeit nach Transfereinnahmen. Wenn wir im Umsatz einbrechen, geht es schnell in die roten Zahlen. Natürlich sinken auch die Aufwendungen mit fallendem Umsatz, allerdings nicht linear, sodass das schon nach einem etwas zerbrechlichen Gebilde aussieht. Aus meiner Sicht sollte man auf jeden Fall das Problem steigender Aufwendungen angehen.

Ich glaube die neuerliche EK Einwerbung ist in den Zahlen noch nicht enthalten, aber da war letztendlich so gering, dass diese nicht wirklich relevant ist - das Projekt ist krachend gescheitert, leider.

PS: mir fiel gerade auf, ich habe den Begriff Umsatz statt des Begriffs Rohergebnis (wie in der GuV) verwendet, spare mir aber eine Anpassung, da es aufs gleiche hinausläuft.


Ich bin überrascht über deine Aussage, gerade im Vergleich der Personalkosten zwischen VfB und SGE.

50% des Umsatzes beim VfB werden durch die Personalkosten aufgefressen. Bei uns sind es ca. 37%.

Da scheint mir der VfB ehrlich gesagt ein größeres Problem zu haben als wir. Vor allem wenn man nicht den DFB Pokal gewonnen hätte.


Der Pokalsieg geht ja in diese Zahlen noch nicht rein, die sind nicht aktuell genug.

Hinsichtlich der Personalkosten, ja das mag nicht die größte Sorge sein. Frappierend sind die sbAs - 166 Mio vs. 90 Mio. Ich vermute das ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass dem VfB das Stadion zu 40% gehört (vermutlich hat Stuttgart deswegen auch das deutlich höhere Anlagevermögen).

Ich will hier keinesfalls alles schlecht reden, aber man sollte schon mal nach links und rechts schauen, was die anderen so machen. Vielleicht ist es auch irgendwann zwingend notwendig, das Thema Stadion in die eigene Hand zu nehmen o. Ä.

Mich wundert es weiterhin, dass wir auf Transfererlöse angewiesen sind, während das sportlich in der Vergangenheit erfolglosere Mannschaften scheinbar nicht sind - ich weiß es nicht und versuche daher mögliche Gründe herauszufinden.
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