Finanzlage der Eintracht
23.12.2006 - 12:55 Uhr
02.07.2025 - 17:44 Uhr
@Siakari Sorry wenn du meinen Post als persönlichen Angriff verstanden hast oder ich es so formuliert hatte das man es so verstehen konnte, dass war nicht meine Intention.
Wie an anderer Stelle geschrieben, wenn nicht Sachen als Fakten dargestellt werden die wir gar nicht wissen können oder jemand es so hinstellt als wenn er mehr Ahnung hätte als die Fachleute in unserem Verein, dann darf selbstverständlich (fast?) alles diskutiert werden und jeder seine Sicht der Dinge darlegen.
Wie an anderer Stelle geschrieben, wenn nicht Sachen als Fakten dargestellt werden die wir gar nicht wissen können oder jemand es so hinstellt als wenn er mehr Ahnung hätte als die Fachleute in unserem Verein, dann darf selbstverständlich (fast?) alles diskutiert werden und jeder seine Sicht der Dinge darlegen.
02.07.2025 - 19:05 Uhr
Zitat von Siakari
Liegt es an der Hitze das die Leute derzeit weniger tolerant sind?
Den ursprünglichen Ort der Diskussion hättest du gerne kritisieren dürfen. Der war nämlich unangemessen.
Aber lasst doch bitte grundsätzlich jeden über das Diskutieren was er möchte und verunglimpfe es nicht unnötig.
Oder machen wir den beliebten Thread "Kaderplanung" jetzt bald zu, weil dort auch fast nur Kaffeesatzleserei betrieben wird?
Aber hey, viele träumen sich halt gerne ihre ganz persönliche Eintracht zusammen und es ist dabei völlig egal das die Realität am Ende anders aussieht.
Viel mehr als Glaskugel ist das in weiten Teilen auch nicht. Es sei den Leuten trotzdem gegönnt.
Die Interessen sind halt unterschiedlich und ja, manche sind daran interessiert ihr Null-Wissen mit Hilfe derer die sich besser auskennen auf diese Weise bestenfalls zumindest mal auf das Niveau von Halb-Wissen anzuheben.
Und ja, manchmal tappt man dabei ins Fettnäpfchen und orakelt sich Blödsinn zurecht, der dann gerade gerückt wird. Lernefekt bestenfalls erzielt. Ist das schlimm?
Leben und leben lassen, so lange niemand in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt wird.
Zitat von thwasu
Wie Transfers funktionieren sollten die verstehen, deren Geschäft das ist, bei uns Forenusern ggf. mit etwas Managerspiel-Halbwissen spielt das eher gar keine Rolle.
Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass keiner der damit nicht beruflich zu tun hat wirklich alle Aspekte bedenken wird und wenn das dann doch jemand schaffen würde, kennt er gar nicht die Details der ganzen Verträge, die es zu berücksichtigen gäbe.
Viel mehr als ein Blick in die Glaskugel ist das dann nicht Wert, auch wenn einige immer so tun als wüssten sie wovon sie reden oder sogar meinen irgendwas besser beurteilen zu können und sich dann darüber aufregen, wenn irgendwas anders gemacht wird, als sie es getan hätten.
Und diese Zahlenauflistungen wieviel wir für welche Transfers bekommen bzw. ausgeben find ich dann ganz skurril, als wenn das tatsächlich einer hier wüsste.
Zitat von Rheinadler
Kann schon verstehen, dass Buchhaltung für viele langweilig ist. Man sollte aber schon verstehen, wie Transfers funktionieren, wenn die Bilanzierung wirklich extreme Auswirkungen hätte, wie hier geschrieben wurde.
Zitat von JulieD
Spannend, mit welch offensichtlich falschem und sinnlosem Gedudel man versucht irgendwas um nur 0,5% besser einschätzen zu können. Was für ein Aufwand für Schall und Rauch.
Spannend, mit welch offensichtlich falschem und sinnlosem Gedudel man versucht irgendwas um nur 0,5% besser einschätzen zu können. Was für ein Aufwand für Schall und Rauch.
Kann schon verstehen, dass Buchhaltung für viele langweilig ist. Man sollte aber schon verstehen, wie Transfers funktionieren, wenn die Bilanzierung wirklich extreme Auswirkungen hätte, wie hier geschrieben wurde.
Wie Transfers funktionieren sollten die verstehen, deren Geschäft das ist, bei uns Forenusern ggf. mit etwas Managerspiel-Halbwissen spielt das eher gar keine Rolle.
Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass keiner der damit nicht beruflich zu tun hat wirklich alle Aspekte bedenken wird und wenn das dann doch jemand schaffen würde, kennt er gar nicht die Details der ganzen Verträge, die es zu berücksichtigen gäbe.
Viel mehr als ein Blick in die Glaskugel ist das dann nicht Wert, auch wenn einige immer so tun als wüssten sie wovon sie reden oder sogar meinen irgendwas besser beurteilen zu können und sich dann darüber aufregen, wenn irgendwas anders gemacht wird, als sie es getan hätten.
Und diese Zahlenauflistungen wieviel wir für welche Transfers bekommen bzw. ausgeben find ich dann ganz skurril, als wenn das tatsächlich einer hier wüsste.
Liegt es an der Hitze das die Leute derzeit weniger tolerant sind?
Den ursprünglichen Ort der Diskussion hättest du gerne kritisieren dürfen. Der war nämlich unangemessen.
Aber lasst doch bitte grundsätzlich jeden über das Diskutieren was er möchte und verunglimpfe es nicht unnötig.
Oder machen wir den beliebten Thread "Kaderplanung" jetzt bald zu, weil dort auch fast nur Kaffeesatzleserei betrieben wird?
Aber hey, viele träumen sich halt gerne ihre ganz persönliche Eintracht zusammen und es ist dabei völlig egal das die Realität am Ende anders aussieht.
Viel mehr als Glaskugel ist das in weiten Teilen auch nicht. Es sei den Leuten trotzdem gegönnt.
Die Interessen sind halt unterschiedlich und ja, manche sind daran interessiert ihr Null-Wissen mit Hilfe derer die sich besser auskennen auf diese Weise bestenfalls zumindest mal auf das Niveau von Halb-Wissen anzuheben.
Und ja, manchmal tappt man dabei ins Fettnäpfchen und orakelt sich Blödsinn zurecht, der dann gerade gerückt wird. Lernefekt bestenfalls erzielt. Ist das schlimm?
Leben und leben lassen, so lange niemand in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt wird.
Es IST die Temperatur! 🖤🤍❤️
Und wo ich bin wirds auch noch ne Weile so bleiben. This is too much...
03.07.2025 - 01:03 Uhr
Zitat von RoyalTL
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Zitat von Falkenmayer
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Zitat von RoyalTL
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Zitat von Concor_aquila
Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Zitat von Rheinadler
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten

Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Also EK und Cash ist zwar nicht das Gleiche, aber die Aussage, dass höheres EK zu mehr Liquidität führt, ist grundsätzlich richtig, nämlich weil das Cash in der Regel die Gegenposition zum EK bildet und zwar bis zum Zeitpunkt, in dem man mit dem Cash etwas anderes macht.
In der Regel erfolgt die EK Einwerbung per Cash an EK. Man kann zwar auch Sacheinlagen leisten, aber das ist eher unüblich.
03.07.2025 - 09:11 Uhr
Zitat von Boehmus
Also EK und Cash ist zwar nicht das Gleiche, aber die Aussage, dass höheres EK zu mehr Liquidität führt, ist grundsätzlich richtig, nämlich weil das Cash in der Regel die Gegenposition zum EK bildet und zwar bis zum Zeitpunkt, in dem man mit dem Cash etwas anderes macht.
In der Regel erfolgt die EK Einwerbung per Cash an EK. Man kann zwar auch Sacheinlagen leisten, aber das ist eher unüblich.
Zitat von RoyalTL
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Zitat von Falkenmayer
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Zitat von RoyalTL
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Zitat von Concor_aquila
Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Zitat von Rheinadler
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten

Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Also EK und Cash ist zwar nicht das Gleiche, aber die Aussage, dass höheres EK zu mehr Liquidität führt, ist grundsätzlich richtig, nämlich weil das Cash in der Regel die Gegenposition zum EK bildet und zwar bis zum Zeitpunkt, in dem man mit dem Cash etwas anderes macht.
In der Regel erfolgt die EK Einwerbung per Cash an EK. Man kann zwar auch Sacheinlagen leisten, aber das ist eher unüblich.
Was du sagst, ist genau für den Fall richtig, in dem eine neue Gesellschaft gegründet wird. Und selbst dann ist es deutlich häufiger, dass Sacheinlagen verbucht werden, als du denkst.. 😉
Ab dem Moment, in dem die ersten buchhalterischen Vorgänge erfasst wurden (also praktisch ab Beginn der Geschäftstätigkeit der neuen Gesellschaft), ist die Aussage nicht mehr korrekt.
In diesem Fall muss man wirklich konkret und präzise sein, da es viele verschiedene Möglichkeiten der EK Erhöhung gibt und die wenigsten davon haben direkt etwas mit Liquidität zu tun.
Auf der anderen Seite kann man über einen gewissen Zeitraum das EK praktisch auf 0 runter fahren und / oder die Verbindlichkeiten stark erhöhen und am Ende trotzdem einen positiven Cash-Flow aufweisen bzw. „mehr Geld auf dem Konto haben“, als zu Beginn dieses Zeitraums.
Es gibt de facto keine 1:1 Beziehung zwischen Eigenkapital und liquiden Mitteln.
03.07.2025 - 12:03 Uhr
Zitat von RoyalTL
Was du sagst, ist genau für den Fall richtig, in dem eine neue Gesellschaft gegründet wird. Und selbst dann ist es deutlich häufiger, dass Sacheinlagen verbucht werden, als du denkst.. 😉
Ab dem Moment, in dem die ersten buchhalterischen Vorgänge erfasst wurden (also praktisch ab Beginn der Geschäftstätigkeit der neuen Gesellschaft), ist die Aussage nicht mehr korrekt.
In diesem Fall muss man wirklich konkret und präzise sein, da es viele verschiedene Möglichkeiten der EK Erhöhung gibt und die wenigsten davon haben direkt etwas mit Liquidität zu tun.
Auf der anderen Seite kann man über einen gewissen Zeitraum das EK praktisch auf 0 runter fahren und / oder die Verbindlichkeiten stark erhöhen und am Ende trotzdem einen positiven Cash-Flow aufweisen bzw. „mehr Geld auf dem Konto haben“, als zu Beginn dieses Zeitraums.
Es gibt de facto keine 1:1 Beziehung zwischen Eigenkapital und liquiden Mitteln.
Zitat von Boehmus
Also EK und Cash ist zwar nicht das Gleiche, aber die Aussage, dass höheres EK zu mehr Liquidität führt, ist grundsätzlich richtig, nämlich weil das Cash in der Regel die Gegenposition zum EK bildet und zwar bis zum Zeitpunkt, in dem man mit dem Cash etwas anderes macht.
In der Regel erfolgt die EK Einwerbung per Cash an EK. Man kann zwar auch Sacheinlagen leisten, aber das ist eher unüblich.
Zitat von RoyalTL
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Zitat von Falkenmayer
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Zitat von RoyalTL
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Zitat von Concor_aquila
Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Zitat von Rheinadler
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten
Also diese Bilanzaussage hätte ich gerne genauer erklärt. Sicherlich kann man bei einem Transfer sagen, der Spieler wird abgeschrieben. Aber ich kann doch nicht die Transfersumme einfach auf die Vertragsjahre aufteilen?!
Beispiel:
Transferkosten 20 Mio
Vertrag 4 Jahre
Gehalt 1 Mio/Jahr
Würde bedeuten:
1. Zeitpunkt des Transfers
Bankkonto -20 Mio
Immeraterielle Güter +20 Mio (Bilanz neutral)
Gehalt als laufende Kosten -1 Mio
2. Nach einem Jahr
-5 Mio Abschreibung (Bilanzverkürzung)
Wechselt der Spieler, schreibt man die ganze Restwert ab, erhält aber i.d.R. Transfereinnahmen.
also z.B.
-15 Mio Immaterielle Güter (Abschreibung)
+20 Einnahmen (Bankkonto)
Am Ende führt diese ganze Anschreiben aber doch nur zu Änderungen bei den Gewinnen und somit Steuerabgaben, hat jedoch keine großen Auswirkungen auf das Transferbudget. Denn die Transfereinnahmen liegen auf dem Bankkonto und das wird nicht einfach so kleiner.
Experten bitte antreten

Korrekt, der Cash Flow wird bei diesen Spielereien immer vergessen.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Grundsätzlich vieles richtig, was du schreibst.
Aber was genau hat das Eigenkapital mit der Liquidität zu tun? 🤔
Das sind zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Bilanzpositionen..
Vielleicht liege ich an dieser Stelle auch falsch. Ich weiß dass es in zwei unterschiedlichen Positionen dargestellt wird, habe es aber immer als Unterbegriffe für das Umlaufvermögen interpretiert. Also die Addition dessen was auf den Bankkonten liegt, was in unterschiedlichen kurzfristigen Anlagen und was als Verbrauchsgüter vorhanden ist. Kann gut sein dass ich das falsch verstanden habe, dann Mea Culpa.
Aber die Grundaussage zur "Transferbilanz" dürfte es nicht beeinflussen.
Eigenkapital ist eine Position der Passiva in der Bilanz und das Umlaufvermögen ist ein Teil der Aktiva.
Also nicht auf der gleichen Seite der Bilanz..
Eigenkapital (wie Fremdkapital) beschreibt die sogenannte "Mittel Herkunft" und die Aktiva (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) beschreibt die "Mittel Verwendung".
Also EK und Cash ist zwar nicht das Gleiche, aber die Aussage, dass höheres EK zu mehr Liquidität führt, ist grundsätzlich richtig, nämlich weil das Cash in der Regel die Gegenposition zum EK bildet und zwar bis zum Zeitpunkt, in dem man mit dem Cash etwas anderes macht.
In der Regel erfolgt die EK Einwerbung per Cash an EK. Man kann zwar auch Sacheinlagen leisten, aber das ist eher unüblich.
Was du sagst, ist genau für den Fall richtig, in dem eine neue Gesellschaft gegründet wird. Und selbst dann ist es deutlich häufiger, dass Sacheinlagen verbucht werden, als du denkst.. 😉
Ab dem Moment, in dem die ersten buchhalterischen Vorgänge erfasst wurden (also praktisch ab Beginn der Geschäftstätigkeit der neuen Gesellschaft), ist die Aussage nicht mehr korrekt.
In diesem Fall muss man wirklich konkret und präzise sein, da es viele verschiedene Möglichkeiten der EK Erhöhung gibt und die wenigsten davon haben direkt etwas mit Liquidität zu tun.
Auf der anderen Seite kann man über einen gewissen Zeitraum das EK praktisch auf 0 runter fahren und / oder die Verbindlichkeiten stark erhöhen und am Ende trotzdem einen positiven Cash-Flow aufweisen bzw. „mehr Geld auf dem Konto haben“, als zu Beginn dieses Zeitraums.
Es gibt de facto keine 1:1 Beziehung zwischen Eigenkapital und liquiden Mitteln.
Dass es eine 1:1 Beziehung gibt, hab ich auch nicht behauptet, was aber die Aussage dennoch nicht falsch macht. Es ging um einen Zusammenhang zwischen EK und Liquidität, welcher definitiv gegeben ist.
Ich interpretiere das dahingehend: wenn ich EK einwerbe und damit direkt Verbindlichkeiten tilge, hat sich die EK Einwerbung dennoch positiv auf die Liquidität ausgewirkt, auch wenn man davon auf dem Bankkonto nichts mehr sieht. Ich kann natürlich auch EK einwerben und damit eine Immobilie kaufen, die ich mir ohne die EK Spritze nicht leisten könnte, da würde ich dann auch sagen, die Einwerbung hat keinen direkten Einfluss auf die Liquidität. Gibt eben verschiedene Szenarien, aber ein Zusammenhang zwischen EK und Liqui ist oftmals gegeben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Boehmus am 03.07.2025 um 12:05 Uhr bearbeitet
04.07.2025 - 09:54 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Wir drehen uns hier im Kreis: Wenn Ablösesummen meist in Raten gezahlt werden, dann zahlen wir die selbst ja auch in Raten. Für zukünftige Ausgaben und Einnahmen muss man Rückstellungen bzw. zukünftige Einnahmen aufstellen. Man darf sich also nicht arm/reich rechnen, nur weil das Geld erst ein Jahr später kommt.
Zahlungen von Sponsoren sind vielleicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trotzdem kenne ich doch die genaue Höhe und kann damit das das Budget planen. Kurzfristige Kredite wegen zu wenig Barmitteln spielen am Ende doch nur eine minimale Rolle. Hier geht es ja nicht um Zinsen in Millionenhöhe...
Ich sehe immer noch nicht die Logik, weshalb die Bilanzierung dafür sorgen sollte, dass man Transfers nicht verrechnen dürfe.
Also Fazit: Ja, wenn wir 90 Mio für einen Tranfer erhalten, liegen vielleicht nicht direkt 90 Mio bei uns auf dem Konto. Mittelfristig aber schon. Und die Abschreibungen der verkauften Spieler ändert nichts an diesem Geldfluss. Man hat am Ende also schon 90 Mio zur Verfügung, nur eben nicht unbedingt sofort und vlt. will man eben nicht alles in Spieler reinvestieren.
Mir gehts nur darum, dass hier so getan wurde, als würde die Bilanzierung dafür sorgen, dass Transfereinnahmen in Wahrheit vieeeeel weniger Einnahmen bedeuten würden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rheinadler am 04.07.2025 um 09:55 Uhr bearbeitet
04.07.2025 - 10:50 Uhr
Zitat von Rheinadler
Wir drehen uns hier im Kreis: Wenn Ablösesummen meist in Raten gezahlt werden, dann zahlen wir die selbst ja auch in Raten. Für zukünftige Ausgaben und Einnahmen muss man Rückstellungen bzw. zukünftige Einnahmen aufstellen. Man darf sich also nicht arm/reich rechnen, nur weil das Geld erst ein Jahr später kommt.
Zahlungen von Sponsoren sind vielleicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trotzdem kenne ich doch die genaue Höhe und kann damit das das Budget planen. Kurzfristige Kredite wegen zu wenig Barmitteln spielen am Ende doch nur eine minimale Rolle. Hier geht es ja nicht um Zinsen in Millionenhöhe...
Ich sehe immer noch nicht die Logik, weshalb die Bilanzierung dafür sorgen sollte, dass man Transfers nicht verrechnen dürfe.
Also Fazit: Ja, wenn wir 90 Mio für einen Tranfer erhalten, liegen vielleicht nicht direkt 90 Mio bei uns auf dem Konto. Mittelfristig aber schon. Und die Abschreibungen der verkauften Spieler ändert nichts an diesem Geldfluss. Man hat am Ende also schon 90 Mio zur Verfügung, nur eben nicht unbedingt sofort und vlt. will man eben nicht alles in Spieler reinvestieren.
Mir gehts nur darum, dass hier so getan wurde, als würde die Bilanzierung dafür sorgen, dass Transfereinnahmen in Wahrheit vieeeeel weniger Einnahmen bedeuten würden.
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Wir drehen uns hier im Kreis: Wenn Ablösesummen meist in Raten gezahlt werden, dann zahlen wir die selbst ja auch in Raten. Für zukünftige Ausgaben und Einnahmen muss man Rückstellungen bzw. zukünftige Einnahmen aufstellen. Man darf sich also nicht arm/reich rechnen, nur weil das Geld erst ein Jahr später kommt.
Zahlungen von Sponsoren sind vielleicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trotzdem kenne ich doch die genaue Höhe und kann damit das das Budget planen. Kurzfristige Kredite wegen zu wenig Barmitteln spielen am Ende doch nur eine minimale Rolle. Hier geht es ja nicht um Zinsen in Millionenhöhe...
Ich sehe immer noch nicht die Logik, weshalb die Bilanzierung dafür sorgen sollte, dass man Transfers nicht verrechnen dürfe.
Also Fazit: Ja, wenn wir 90 Mio für einen Tranfer erhalten, liegen vielleicht nicht direkt 90 Mio bei uns auf dem Konto. Mittelfristig aber schon. Und die Abschreibungen der verkauften Spieler ändert nichts an diesem Geldfluss. Man hat am Ende also schon 90 Mio zur Verfügung, nur eben nicht unbedingt sofort und vlt. will man eben nicht alles in Spieler reinvestieren.
Mir gehts nur darum, dass hier so getan wurde, als würde die Bilanzierung dafür sorgen, dass Transfereinnahmen in Wahrheit vieeeeel weniger Einnahmen bedeuten würden.
Nö, aber Beratergebühren, WVB, Prämien für externe consultants und Steuern (diese übrigens auch durch Bilanzierung -erhaltene Ablösen werden sofort komplett bilanziert, gezahlte erst nachdem diese gezahlt wurden) sorgen dafür, dass man durch einen 90 Millionen Verkauf nie auch nur annähernd 90 Millionen irgendwie, irgendwo auf irgendeinem Konto hat. Das einige das nicht verstehen finde ich viel schlimmer als die Tatsache, dass wir nicht alle Bilanzbuchhalter sind.
04.07.2025 - 11:10 Uhr
Darauf können wir uns einigen. Dafür muss hier aber niemand mit "denkt an die Bilanzierung!!!" ankommen, wenn wir um die reinen Nebenkosten von Transfers sprechen.
04.07.2025 - 11:44 Uhr
Zitat von Rheinadler
Wir drehen uns hier im Kreis: Wenn Ablösesummen meist in Raten gezahlt werden, dann zahlen wir die selbst ja auch in Raten. Für zukünftige Ausgaben und Einnahmen muss man Rückstellungen bzw. zukünftige Einnahmen aufstellen. Man darf sich also nicht arm/reich rechnen, nur weil das Geld erst ein Jahr später kommt.
Zahlungen von Sponsoren sind vielleicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trotzdem kenne ich doch die genaue Höhe und kann damit das das Budget planen. Kurzfristige Kredite wegen zu wenig Barmitteln spielen am Ende doch nur eine minimale Rolle. Hier geht es ja nicht um Zinsen in Millionenhöhe...
Ich sehe immer noch nicht die Logik, weshalb die Bilanzierung dafür sorgen sollte, dass man Transfers nicht verrechnen dürfe.
Also Fazit: Ja, wenn wir 90 Mio für einen Tranfer erhalten, liegen vielleicht nicht direkt 90 Mio bei uns auf dem Konto. Mittelfristig aber schon. Und die Abschreibungen der verkauften Spieler ändert nichts an diesem Geldfluss. Man hat am Ende also schon 90 Mio zur Verfügung, nur eben nicht unbedingt sofort und vlt. will man eben nicht alles in Spieler reinvestieren.
Mir gehts nur darum, dass hier so getan wurde, als würde die Bilanzierung dafür sorgen, dass Transfereinnahmen in Wahrheit vieeeeel weniger Einnahmen bedeuten würden.
Zitat von Falkenmayer
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Der "Cash Flow", oder nennen wir es besser Liquidität, ist nochmal eine andere Baustelle. Klar liegt eine Ablösesumme erstmal auf dem Konto rum. Aber in den seltensten Fällen kommt sie auf einmal. Branchenüblich sind immer Raten. Und von dem was da so auf dem Konto "rumliegt" sind ja auch die ein oder andere Verbindlichkeit zu bedienen, wie z.B. Löhne und Gehälter die monatlich fällig werden. Kosten wie Strom, Mieten uvm. kennt man ja vom eigenen Konto. Die Einnahmen hingegen sind doch bei der Eintracht auch nicht linear. Vorverkauf für Heimspiele ist ziemlich volatil wann die Gelder kommen. Sponsorengelder werden fixe Termine haben, die Zahlungen von der DFL für das Fernsehgeld auch, aber das ist ein munteres hin und her. Am Ende hast du meist auch Kosten damit, weil die Schwankungen zu Kontominus führen, für das Zinsen gezahlt werden muss, oder du musst kurzfristige Kredite aufnehmen um Spitzen von Kosten zu decken. Herr Frankenbach hatte da schon mächtig zu tun....
Je höher jedoch dein Eigenkapital ist, um so besser kannst du dieses Schwankungen ausgleichen und um so handlungsfähiger bist du und senkst deine Kosten der Kapitalbeschaffung.
So, hab viel zu viel geschrieben. Wichtig ist doch nur: Es gibt kein Konto auf das du, sagen wir mal, 90 Mio für Ekitiké überwiesen bekommst und dann MK damit auf dem TM shoppen gehen kann. Diese Vorstellung macht mich halt immer stutzig ob der Naivität. Fragen wie "von den Kolo Muani Millionen muss doch noch was da sein" lassen mich immer baff zurück.
Wir drehen uns hier im Kreis: Wenn Ablösesummen meist in Raten gezahlt werden, dann zahlen wir die selbst ja auch in Raten. Für zukünftige Ausgaben und Einnahmen muss man Rückstellungen bzw. zukünftige Einnahmen aufstellen. Man darf sich also nicht arm/reich rechnen, nur weil das Geld erst ein Jahr später kommt.
Zahlungen von Sponsoren sind vielleicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trotzdem kenne ich doch die genaue Höhe und kann damit das das Budget planen. Kurzfristige Kredite wegen zu wenig Barmitteln spielen am Ende doch nur eine minimale Rolle. Hier geht es ja nicht um Zinsen in Millionenhöhe...
Ich sehe immer noch nicht die Logik, weshalb die Bilanzierung dafür sorgen sollte, dass man Transfers nicht verrechnen dürfe.
Also Fazit: Ja, wenn wir 90 Mio für einen Tranfer erhalten, liegen vielleicht nicht direkt 90 Mio bei uns auf dem Konto. Mittelfristig aber schon. Und die Abschreibungen der verkauften Spieler ändert nichts an diesem Geldfluss. Man hat am Ende also schon 90 Mio zur Verfügung, nur eben nicht unbedingt sofort und vlt. will man eben nicht alles in Spieler reinvestieren.
Mir gehts nur darum, dass hier so getan wurde, als würde die Bilanzierung dafür sorgen, dass Transfereinnahmen in Wahrheit vieeeeel weniger Einnahmen bedeuten würden.
Ich glaube niemand hat gesagt, dass es an der Bilanzierung liegt, dass wir eben kein 90 Mio Budget haben, wenn wir einen Spieler für 90 Mio verkaufen!
Die Bilanz ist ja einfach nur eine Abbildung der Vermögenswerte und "Finanzquellen", mit denen diese Vermögenswerte geschaffen wurden. Mal ganz einfach ausgedrückt.
Nein, die Gründe, warum wir niemals auch nur annähernd den gleichen Betrag reinvestieren können, der bei TM als Transfererlöse gelistet ist, sind ganz andere:
- Steuern: In der jährlichen GuV, auf deren Ergebnis am Ende die Steuern zu bezahlen sind, werden Transfererlöse als positive Einmaleffekte und Transferausgaben über die Laufzeit als Abschreibung verbucht. Kleine Beispielrechnung: wir haben RKM ablösefrei bekommen und für 100 Mio verkauft. Wenn wir der Einfachheit halber mal annehmen, dass sich in dem Geschäftsjahr des Transfers alle anderen Einnahmen und Ausgaben (also Marketing Erlöse, TV Gelder, Einnahmen aus dem Stadion etc. vs. Personalkosten für alle Angestellten, Abschreibungen auf Anlagevermögen, alle Kosten rund ums Stadion / Spieltag, inkl. Logistik und Reisen...) genau gegenseitig ausgeglichen hätten, dann hätten wir durch den RKM Transfer genau 100 Mio Gewinn gemacht. Und dann würden auf diese 100 Mio 15% Körperschaftssteuer und 20% Gewerbesteuer anfallen, womit schon mal 35% von den 100 Mio weg sind.
- Provision: Bei jedem Transfer bekommen die Berater der Spieler eine Provision gemessen am Transfervolumen, manchmal (je nach Vertrag) bekommt der Spieler auch etwas ab. Wie hoch die Provision genau ausfällt und welcher der beiden involvierten Vereine wie viel zahlen muss, ist natürlich im Einzelfall nicht transparent. Aber soweit ich das verstanden habe, zahlen meist sowohl der abgebende, als auch der aufnehmende Verein einen Teil und in Summe kann das durchaus 10% - 20% der gesamten Transfersumme sein. Gerade wenn Spieler günstig oder gar ablösefrei zu einem Verein kommen, ist es wohl Usus, dass neben Handgeld auch eine Beteiligung an zukünftigen Transfererlösen vertraglich vereinbart wird.Damit gehen bei jedem Transfer ganz schnell 10% der Transfereinnahmen vom abgebenden Verein direkt an den Berater und müssen entsprechenden vom Erlös abgezogen werden (und das nur bei einem "normalen" Transfer, ohne zusätzliche Beteiligungen seitens des Spielers)Nur mal als Anhaltspunkt, um zu zeigen, dass das absolut realitätsnah ist: In der Saison 23/24 hat die Eintracht laut DFL über 24 Mio an Berater als Provision gezahlt!Das war die Saison, als wir RKM und Lindström verkauft haben. Auf der Zugangsseite war Pacho mit 13 Mio der teuerste Transfer, dann noch Chaibi, Amenda und Larsson, die alle knapp 10 Mio gekostet haben.In Summe haben wir laut TM 150 Mio eingenommen und 90 Mio ausgegeben und dafür 24 Mio an Beraterprovisionen gezahlt. Das sind ziemlich genau 10% vom gesamten Transfervolumen, also von den Ausgaben und den Einnahmen! 😉
- Weiterverkaufsbeteiligung: Besonders bei jungen Spielern, bei denen eine erhebliche Wertsteigerung möglich ist, lassen sich die abgebenden Vereine oft eine WVB vertraglich garantieren, wenn sie einen Spieler verkaufen. Bei Ekitike gibt es das zum Beispiel: Hier bekommt PSG 15 - 20% der Erlöse.In so einem Fall verliert man also einen weiteren relevanten Teil der Erlöse, die somit nicht für eigene Transferausgaben genutzt werden können.
- Gebühren: Eine Transaktion in Millionenhöhe, eventuell sogar noch in Fremdwährung, verursacht immer Gebühren. Angefangen bei den externen Anwälten, die den Vertrag prüfen, über den Notar, der den Vertrag beglaubigt, über die Bank, die das Geld bereitstellen und transferieren muss, bis hin zu Gebühren für den Devisenhandel. Ich würde auch hier mit Kosten bis zu 5% vom Gesamterlös rechnen, je nachdem ob das Geschäft in Euro oder einer Fremdwährung abgewickelt wird.
Unterm Strich kommen wir selbst bei einem Transfer ohne Weiterverkaufsbeteiligungen auf zusätzliche Ausgaben, die von den Transfererlösen abgezogen werden müssen, in Höhe von 40% bis 50% der Erlöse!
Und damit sollte dann auch deine Frage beantwortet sein, warum man die Transfererlöse nicht komplett reinvestieren kann, außer man erwirtschaftet außerhalb der Transfereinnahmen weitere Überschüsse, mit denen die o.g. Ausgaben gedeckt, bzw. die in weitere Transfer investiert werden können.
Aber dann muss man das gleiche Spielchen wie oben ja auch noch für Transfer-Zugänge machen!
Auch da fallen erhebliche Mehrkosten an bei jedem Transfer, als nur die Zahlen, die in der Presse als Ablösesumme genannt werden...
Entsprechend ist das beliebte Fanspielchen, Transfereinnahmen und -ausgaben gegeneinander zu rechnen, eben nur genau das: Ein Fanspielchen. Aber hat nichts mit der Realität zu tun. 😉
04.07.2025 - 13:36 Uhr
Ich wollte hier noch schrieben, dass durch den Ausstieg von Sunexpress ein Airline-Partner fehlt.
Da ist er schon
https://klub.eintracht.de/news/condor-wird-strategischer-partner-von-eintracht-frankfurt-169603
Dann schreibe ich halt, dass durch den Ausstieg von LG, in dieser Branche was freigekommen ist.
Gibt ja noch einen Konzern mit Europa-Sitz um die Ecke
Da ist er schon
https://klub.eintracht.de/news/condor-wird-strategischer-partner-von-eintracht-frankfurt-169603
Dann schreibe ich halt, dass durch den Ausstieg von LG, in dieser Branche was freigekommen ist.
Gibt ja noch einen Konzern mit Europa-Sitz um die Ecke
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