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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#871
22.04.2016 - 07:02 Uhr
Warum soll man Kuntz dafür danken.

Es gab unter seiner Verantwortung ne Menge an Spielern ,die wir mit einem Verlust wieder abgegeben haben.
Finanzen |#872
22.04.2016 - 07:06 Uhr
Zitat von elbepower
Warum soll man Kuntz dafür danken.

Es gab unter seiner Verantwortung ne Menge an Spielern ,die wir mit einem Verlust wieder abgegeben haben.

Ach so. Und weil da in einigen Fällen Fehler gemacht wurden (die man ja kritisieren darf), ist ein Lob für gute Arbeit ausgeschlossen? Komische Denkweise.

Ganz ehrlich, wäre es nicht RB gegangen, wäre das ne ziemlich peinliche Aktion gewesen. So freuen wir uns alle klammheimlich, dass man den Geldsäcken noch ein paar Bündel aus dem Beutel leiern konnte. Die feine Art (und den normalen Gepflogenheiten entsprechend) war das trotzdem nicht.

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Durlacher, achso
Finanzen |#873
22.04.2016 - 07:46 Uhr
Zitat von Oszillator






Das wage ich zu bezweifeln. Die JHV 2008 war das Ende von Buchholz als Aufsichtsratvorsitzender, wenn ich mich richtig erinnere. Vielleicht solltest du ihn mal fragen, wieviel Geld er zu diesem Zeitpunkt noch vom FCK zu bekommen hatte. Die 2000er waren geprägt von privaten Darlehen (nennen wir es der Einfachheit halber mal so) diverser Persönlichkeiten im Umfeld des FCK. Keßler und Buchholz sind nur zwei davon.


Es mag sein, dass man privat in der Schuld stand. Aber in Höhe von (17) X Millionen Euro? Ich habe nun doch noch ein altes Dokument von den 2008er Zahlen gefunden:

http://www.der-betze-brennt.de/images/news/bilanz0809_20091029_2.gif

Wurde damals vom FCK erstellt, dbb hat es archiviert. Dort sind Bankverbindlichkeiten von 190.000 Euro angeführt. Nun weiß ich nicht, ob man bewusst von Bankverbindlichkeiten spricht, weil es nur gegenüber der Bank Verbindlichkeiten gab, oder ob es andere Verbindlichkeiten gab, die nicht präsentiert wurden. Das wiederum kann ich mir nicht so richtig vorstellen (von deinen genannten Privatdarlehen mal abgesehen).

So oder so, die 17 Millionen, über die wir heute sprechen, wurden offiziell präsentiert. Dem Anschein nach, hat man zumindest über die Jahre Verbindlichkeiten angehäuft.

Der Vollständigkeit halber hier noch der 2. Teil von 2008:

http://www.der-betze-brennt.de/images/news/bilanz0809_20091029_1.gif

Was mir noch auffällt, so war unser Personalaufwand 2008 weitaus geringer, dafür aber auch der Umsatz um einiges kleiner. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.

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"(...)was vorher nie denkbar war, das ist beim FCK möglich!" - Norbert Thines

Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKFAN am 22.04.2016 um 07:50 Uhr bearbeitet
Finanzen |#874
22.04.2016 - 08:18 Uhr
@FCKFAN:

Bankverbindlichkeiten sagen wenig aus und waren bei uns immer recht gering in den letzten Jahren. Liegt vllt. auch daran, dass keine Bank einem Fußballverein, außer für Investitionen in werthaltige Infrastruktur, Millionen zur Verfügung stellt.

Sofern ich mich richtig erinnere, hatten wir damals Verbindlichkeiten in Millionenhöhe gegenüber dem Staat wegen ganzen Steuergeschichten und dem von Jäggi geschlossenen Vergleich. Ob sie damals höher oder niedriger.

Bei Verbindlichkeiten ist die Fälligkeit und der Gläubiger meistens wichtiger als das Volumen. Ein russischer Kredithai bricht mir vllt. schon die Hand, nur weil ich 20.000 EUR nach einem Monat nicht zurückgezahlt habe. Ähnlich ist der Staat recht rabiat beim Eintreiben von Steuerschulden und die DFL setzt für die Lizenzerteilung voraus, dass Steuerschulden immer zum Fälligkeitstermin bedient werden. Dagegen werden die Inhaber der Fan-Anleihe ggf. eher für einen Verzicht bereit sein.

Langer Rede, wenig Sinn. Ich weiß nicht, wie groß unsere Schulden waren. Aber deutlich höher als die knapp 200.000 EUR bei der Bank.

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"I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars - the rest I just squandered"


"Winning isn´t everything. It´s the only thing!"- Vince Lombardi

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waterhead am 22.04.2016 um 08:19 Uhr bearbeitet
Finanzen |#875
22.04.2016 - 08:36 Uhr
Hast du eine Vorstellung, wie sich unsere Schulden letzten Sommer zusammensetzen? Anleihe und gestundete Stadionmiete ist mir klar. Riesenkampff hatte glaube ich mal erwähnt, dass unsere Bankschulden aktuell nicht besonders hoch sind und wir auf den größten Teil der Schulden keine Zinsen zahlen. Wem schulden wir da was?

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#876
22.04.2016 - 09:08 Uhr
@Lullaby: Bankschulden waren so gut wie keine vorhanden. Das Problem bei unserer Bilanz ist, dass sie nach dem minimalen HGB-Schema erstellt wird. Der größte Block waren "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen", darunter kann alles fallen von auf Ziel gekauften Artikeln für den Fanshop bis zu gestundeten Transferzahlungen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen (wenn ich mich richtig erinnere) deutlich unter 10 Mio. EUR, davon entfallen ca. 6 Mio auf die Anleihe, ca. 2-3 Mio. EUR müssten auf die Mietstundung entfallen. Der Restbetrag wurde aber nicht näher aufgeschlüsselt.

Zu den 17,x Mio kommen dann noch ca. 3 Mio. Rückstellungen dazu. Auch hier wurde nicht näher ausgeführt, wofür die gebildet wurden.

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"Winning isn´t everything. It´s the only thing!"- Vince Lombardi
Finanzen |#877
22.04.2016 - 10:09 Uhr
Zitat von elbepower
Warum soll man Kuntz dafür danken.

Es gab unter seiner Verantwortung ne Menge an Spielern ,die wir mit einem Verlust wieder abgegeben haben.


Auch ich meine, Kuntz für diese Aktion loben zu müssen.
Aber streng genommen hat elbepower Recht und hierin lag ein Hauptproblem der Kuntz-Ära:

Als Selbständiger, der in und aus der eigenen Tasche wirtschaftet, kann ich es mir leisten "ab und zu zu geben" und z.B. einem Willy Orban ob seiner langen Vereinszugehörigkeit und seiner Verdienste eine vorzeitige Freigabe ohne zusätzliche Zahlungen erteilen. Wenn ich aber die finanziellen Interessen einer Gesellschaft oder eines Vereines vertrete, kann ich das nicht mehr, da ich nicht auf meine Rechte oder mein Geld verzichte, sondern des Vereines. Maßstab meines Tuns muß daher immer das Wohl des Vereins sein. Für den muss ich das Beste herauszuholen versuchen. Und daher verbietet es sich streng genommen, einem Spieler entgegen zu kommen, ohne dass dem Verein hieraus ein Vorteil entsteht. Ob Kuntz immer streng hiernach gehandelt hat, erscheint mir fraglich. Der Grat zwischen "Fairness dem Anderen gegenüber" und "Vetternwirtschaft" ist da sehr schmal. Im Falle Orban hat er das aber offensichtlich gut gemacht.

Gruß aus der Pfalz
Finanzen |#878
22.04.2016 - 10:28 Uhr
Zitat von Waterhead
@Lullaby: Bankschulden waren so gut wie keine vorhanden. Das Problem bei unserer Bilanz ist, dass sie nach dem minimalen HGB-Schema erstellt wird. Der größte Block waren "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen", darunter kann alles fallen von auf Ziel gekauften Artikeln für den Fanshop bis zu gestundeten Transferzahlungen.


Ok. Und gedeckt waren die durch kurzfristige Forderungen?

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#879
22.04.2016 - 10:47 Uhr
Zitat von Waterhead
@Lullaby: Bankschulden waren so gut wie keine vorhanden. Das Problem bei unserer Bilanz ist, dass sie nach dem minimalen HGB-Schema erstellt wird. Der größte Block waren "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen", darunter kann alles fallen von auf Ziel gekauften Artikeln für den Fanshop bis zu gestundeten Transferzahlungen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen (wenn ich mich richtig erinnere) deutlich unter 10 Mio. EUR, davon entfallen ca. 6 Mio auf die Anleihe, ca. 2-3 Mio. EUR müssten auf die Mietstundung entfallen. Der Restbetrag wurde aber nicht näher aufgeschlüsselt.

Zu den 17,x Mio kommen dann noch ca. 3 Mio. Rückstellungen dazu. Auch hier wurde nicht näher ausgeführt, wofür die gebildet wurden.


Kurze Verständnisfrage :

Warum zählst Du Rückstellungen zu den Verbindlichkeiten ?
Ist ein Rückstellung nicht eigentlich Geld das da ist , also von den Verbindlichkeiten
abgezogen werden müssten ?

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Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
--------------------------------------------------------------------------------------
God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
Courage to change the things I can,
And wisdom to know the difference.

Karl Paul Reinhold Niebuhr (* 21. Juni 1892 in Wright City, Missouri; † 1. Juni 1971 )
Finanzen |#880
22.04.2016 - 11:11 Uhr
Eine formal korrekte Gliederung sähe so aus (266 HGB), für die die es innteressiert:
A. Anlagevermögen:

I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte;
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten;
3. Geschäfts- oder Firmenwert;
4. geleistete Anzahlungen;
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken;
2. technische Anlagen und Maschinen;
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung;
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau;
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen;
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen;
3. Beteiligungen;
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht;
5. Wertpapiere des Anlagevermögens;
6. sonstige Ausleihungen.
B. Umlaufvermögen:

I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe;
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen;
3. fertige Erzeugnisse und Waren;
4. geleistete Anzahlungen;
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen;
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen;
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht;
4. sonstige Vermögensgegenstände;
III. Wertpapiere:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen;
2. sonstige Wertpapiere;
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks.
C. Rechnungsabgrenzungsposten.

D. Aktive latente Steuern.

E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

(3) Passivseite

A. Eigenkapital:

I. Gezeichnetes Kapital;
II. Kapitalrücklage;
III. Gewinnrücklagen:
1. gesetzliche Rücklage;
2. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen;
3. satzungsmäßige Rücklagen;
4. andere Gewinnrücklagen;
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag;
V. Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag.
B. Rückstellungen:

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen;
2. Steuerrückstellungen;
3. sonstige Rückstellungen.
C. Verbindlichkeiten:

1. Anleihen,
davon konvertibel;
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten;
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen;
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen;
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel;
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen;
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht;
8. sonstige Verbindlichkeiten,
davon aus Steuern,
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit.
D. Rechnungsabgrenzungsposten.

E. Passive latente Steuern.

Irgendwo in den tiefen der Schreibtischschublade von Klatt müsste sowas also herumfiegen. Alleine das Ausmaß der Gliederung sollte jedem klar machen, dass ein Laie da kaum durchblickt und ein Profi einige Zeit braucht, bis er alles durch und verstanden hat.
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