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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#901
22.04.2016 - 15:52 Uhr
Zitat von Newtrial
Die bisherige Linie: 'Wir können uns keine großen Sprünge erlauben, sind aber handlungsfähig' ("keine Spieler von Barca"). Das kann man als Kommunikationsstrategie schon so machen.


Kann ich mir nicht vorstellen, dass das die Strategie sein soll. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Klatt deutliche Worte finden wird.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Finanzen |#902
22.04.2016 - 16:48 Uhr
Nachdem ja schon vieles zur Bilanz erklärt wurde, möchte ich nochmal eine kleine Zusammenfassung in Bezug auf ein Thema liefern, das für meine Begriffe in der Diskussion zu kurz gekommen ist:

Was prüft eigentlich die Liga bei der Lizensierung?

Zunächst, d.h. im Normalfall, prüft die Liga vor allem die Liquidität. Das bedeutet, um in einem verwendeten Beispiel zu bleiben, dass sie schaut, ob genug Geld auf dem Konto ist um nach der Lebenserfahrung die Ausgaben einer Saison zu bestreiten (wobei eine Erwartungsrechnung der Einnahmen gegengerechnet wird). Das ist also eine reine Liquiditätsplanung. Die Liquidität kann durch vorhandenes Kapital nachgewiesen werden - oder durch geliehenes.

Dazu gibt es aber den Fall, dass ein bilanzierender Verein (oder Kap.gesellschaft) ein negatives Eigenkapital aufweist. Hier hat die Liga stets die Reduktion des Minus gefordert, da nur so eine "gesunde" Situation auf Dauer gegeben ist. Da der FCK zum maßgeblichen Zeitpunkt offenbar kein negatives Eigenkapital hatte entfiel diese Auflage.


Was heißt es, kein negatives Eigenkapital zu haben?

Zunächst einmal hat das bilanzielle und insolvenzrechtliche Bedeutung. Ist das Eigenkapital negativ (bzw. streng genommen: muss es auf der Aktiva-Seite bilanziert werden) bedeutet dies, dass die Passiva die Aktiva überschreiten, faktisch also mehr Verpflichtungen als Vermögenswerte vorliegen. Dies kann (bei entsprechender Insolvenzbilanz und negativer Fortführungsprognose) eine Insolvenzantragspflicht auslösen und es bedeutet generell eine "Schieflage".

Ist das Eigenkapital positiv, bedeutet dies, dass die Vermögenswerte insgesamt um den Betrag des Eigenkapitals höher sind. Bei einem Eigenkapital von 100 TEURO heißt das - zu einem bestimmten Tag wäre bei (fiktiver) Begleichung aller Schulden und Forderungen und Veräußerung und Liquidierung aller Vermögenswerte unter dem Strich 100 TEURO geblieben. Soweit die Theorie.

In der Praxis wird das ganze natürlich allein dadurch erschwert, dass Bilanzwerte nicht den echten Werten (nach oben wie nach unten) entsprechen müssen. Bei stillen Reserven ist das eher positiv (klassisches Beispiel: man kauft einen Firmenwagen der über sechs Jahre abgeschrieben wird, d.h. der sieben Jahre alte BMW hat einen Bilanzerinnerungswert von 1 EURO, ist aber bei guter Pflege vielleicht noch 10.000 EURO wert - verkauft man ihn aktiviert man die stille Reserve - und hat einen Sondererlös von 9.999 EURO), bei stillen Lasten eher negativ (klassisches Beispiel: eine Immobilie wurde für 1 Mio. EURO gekauft, der Wert ist aber aufgrund von schlechtem Umfeld nur noch 800 TEURO, Immobilien werden idR nicht abgeschrieben; weiteres Beispiel: man rechnet damit, dass eine Maßnahme 50.000 EURO kostet, sie kostet aber 70.000 EURO, man hatte nur 50 TEURO zurückgestellt).

Neben den stillen Reserven und stillen Lasten liegt auch manches in der Gestaltungsmacht der Bilanzierenden. So kann zum Beispiel bei ungewissen Verbindlichkeiten eine Einschätzung vorgenommen werden. Droht etwa ein Rechtsstreit in dem man verklagt wird, ist die Erfolgsaussicht zu bewerten - geht man davon aus, dass man zu 100% gewinnt (und kann das begründen), muss man nichts zurückstellen, hält man es für möglich, dass man gewinnt aber auch dass man verlieren könnte kann eine Eventualverbindlichkeit bilanziert werden müssen (d.h. ein Bruchteil - z.B. 50% wird zurückgestellt), unterstellt man dass man verlieren könnte, stellt man den ganzen Betrag zurück.

Ein Beispiel für Rückstellungen, die sowohl viel zu hoch als auch viel zu niedrig sein könnten ist aktuell Volkswagen. Man stellt einen zweistelligen Milliardenbetrag zurück - und weiß nicht, ob der im Ansatz reichen wird oder zu hoch ist (siehe Deutsche Bank).

Was nun das positive an dem Ergebnis angeht, was ich zum Beispiel auch bei Einlassungen von Graetsche zum Beispiel nicht nachvollziehbar finde:

Die schlimmste Situation, nämlich dass der FCK von Insolvenz akut bedroht wäre, kann derzeit nicht vorliegen, es sei denn wir haben es mit einem Fall von eklatantem Bilanzbetrug zu tun, den auch der Wirtschaftsprüfer mitgegangen wäre. Das glaube ich nicht.

Die übermäßige Freude die zum Teil herrscht, oder auch das "Lob" für F.G. kann ich auch nicht nachvollziehen. Wir hatten in den vergangenen zwei Saisons erhebliche Sondereffekte, die eigentlich einen weit höheren Eigenkapitalpuffer hätten bilden müssen. Die summierten Transfererlöse abzüglich der Transferkosten und die Zusatzeinnahmen durch 2x überdurchschnittlich gut im DFB Pokal hätten uns ein Rücklagenpolster verdienen müssen.

Das ist nicht der Fall. Vielmehr haben wir offenbar nach wie vor ein strukturelles Thema, nämlich eine Unterdeckung der regulären Ausgaben durch die Einnahmen je Saison. Haben wir eine Saison ohne einen Sondereffekt, oder haben wir mal einen negativen Sondereffekt, bedeutet dies also, dass wir schnell wieder ins negative Eigenkapital rutschen können. Die Lage ist nach wie vor ernst, möglicherweise sogar prekär.


Noch einmal was zur Betze-Anleihe:

Die Anleihe zählt zu den Verbindlichkeiten, so dass sie dort voll bilanziert ist. Rückstellungen müssen damit für die Rückzahlung nicht gebildet werden, denn die Anleihe ist schon im Außenstand bilanziert. Wenn man 500 TEURO pro Saison erwirtschaften wollte, um die Anleihe am Ende ABLÖSEN zu können, so ist dies aus meiner Sicht bislang nicht geschehen. Das heißt, dass man am Ende der Anleihe eine Rückzahlung möglicherweise nicht aus vorhandener Liquidität wird leisten müssen und sich refinanzieren muss. Denkbar ist natürlich auch, dass man in den kommenden Jahren dies noch schafft - dafür müsste aber ein kräftiger Primärüberschuss erreicht werden.

Die Annahme, die Betze-Anleihe (also die Teile, die nicht in den Fröhnerhof gingen) seien "verfrühstückt" können sich ebenfalls nur auf die Liquidität beziehen. Insoweit wurde das ganz gut dargelegt. Die Kosten der Betze-Anleihe wiederum sind natürlich nicht niedrig (der Zins ist ja für heutige Verhältnisse sehr hoch), andererseits ersparte man die Zwischenkreditierung für die Lizenz, die traditionell auch recht teuer war (mir wurde mal kolportiert, hier musste man für 3 Monate Kredit bei einigen Spezialinstituten 15% Zins zahlen...).

Was die Betze-Anleihe wirtschaftlich interessant machen könnte: Es gibt vielleicht viele Deppen wie mich, die eine über dem Schreibtisch hängen haben. Gerahmt, mit Glasscheibe. Auf die Idee, die Zinsscheine auszuschneiden und zur Sparkasse zu tragen bin ich noch nicht gekommen. Könnte ich natürlich noch... (wie ist das bilanziert grins ) werde ich aber wohl nicht. Damit habe ich dem FCK faktisch ein zinsloses Darlehen gewährt... wie bestimmt einige andere Fans auch.
Finanzen |#903
23.04.2016 - 10:22 Uhr
Joa, ich weiß...langweiliges und wahrscheinlich wenig originelles Zitat...passt dennoch wieder einmal:

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen..."

Aber jetzt einmal ehrlich: Erst ist es die Jahreshauptversammlung, dann die Bilanz bzw. GuV, dann die Erteilung der Lizenz, und das ja auch Jahr für Jahr (!) und jetzt dann vielleicht zusätzlich auch noch eine öffentliche Pressekonferenz von Herrn Klatt...

Hundertprozentige Transparenz werden wir nie erhalten, auch nicht von Klatt, warum oder wie auch?

Das soll keine Kritik sein, und natürlich werden uns die Zahlen von Klatt auch wieder ein wenig weiterhelfen: Aber all´ das was man ja jetzt bereits weiß, kann doch letztlich nur zu dem Schluss führen, noch einmal in aller Deutlichkeit herauszustellen, wie wichtig, gerade auch für die Finanzen, die weitere sportliche Entwicklung für den FCK ist.

Die, aus meiner Sicht, schlechte wirtschaftliche Situation des FCK, mache ich ja auch weniger daran fest, dass Kuntz belogen und betrogen hat und den Verein in irgendeiner Art und Weise als Selbstbedienungsladen missbraucht hat. Nein, es wurde ja hier auch bereits erwähnt, letztlich ist die wirtschaftliche Situation in der Mehrheit der Fälle wahrscheinlich auch nur eine Folge der Entwicklung auf dem grünen Rasen. Diese Entwicklung war/ist unerfreulich, demnach kann´s auch um die Wirtschaftlichkeit des FCK nicht sonderlich gut stehen.

Und deshalb ist es jetzt auch ganz besonders wichtig, dass die anstehenden Entscheidungen bezüglich Trainer, Sportdirektor bzw. Sportvorstand uns auf den richtigen Weg bringen.

Noch einmal, das soll aber keine Kritik an den Diskussionen der letzten Tage hier in diesem Thread sein. Ganz im Gegenteil: Vielen Dank für all die Mühe, die sich die ganzen User zur Erläuterung von Fragen wie Rückstellungen und Rücklagen hier gemacht haben.
Finanzen |#904
23.04.2016 - 16:44 Uhr
Kann vielleicht jemand etwas zu den Herren Zoller, Heintz und Orban sagen, die werden ja hoffentlich auch entsprechende Klauseln im Vertrag stehen haben, damit uns noch die eine oder andere Summe X überwiesen wird! Heintz 29 Spiele, Zoller 22 und Orban kurz vor dem Aufstieg da muss der Rubel doch wieder rollen für uns.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OlafMarschall am 23.04.2016 um 16:44 Uhr bearbeitet
Finanzen |#905
29.04.2016 - 05:23 Uhr
Laut Abel in der RP, möchte man in den letzten 3 Spielen um jeden Preis versuchen vor Braunschweig zu landen in der TV-Tabelle.
Finanzen |#906
29.04.2016 - 17:55 Uhr
Wenn man layenberger schon geschasst hat, könnte nun zec+ doch als neuer Sponsor einsteigen. Der Geschäftsführer ist selbst seit Jahren FCK-Fan, wieso also nicht!?
Neue Märkte mit Kollegah u.a. erschließen, lokalen aufstrebenden Konzern...
Komm schon Matze...
Finanzen |#907
29.04.2016 - 18:16 Uhr
Haha, ja bitte die Witzfigur von zec+ als neuer Sponsor. Was der so als auf FB ablässt,ist mehr als hochgradig peinlich.

Außer man möchte 16-jährige Discopumperhauptschüler als neuer Zielkundenbereich.
Finanzen |#908
01.05.2016 - 20:54 Uhr
Zitat von Gescheidfallzieher
Haha, ja bitte die Witzfigur von zec+ als neuer Sponsor. Was der so als auf FB ablässt,ist mehr als hochgradig peinlich.

Außer man möchte 16-jährige Discopumperhauptschüler als neuer Zielkundenbereich.


#dickeeier #fck #erstmalinsgym

Nein, ernst gemeint war das sihcerlich nichtZwinkernd
Finanzen |#909
02.05.2016 - 10:40 Uhr
Nichts großartig neues im Kicker zu lesen.
Der Vorstand will diese Woche über die Finanzen des FCK aufklären.
Finanzen |#910
02.05.2016 - 16:05 Uhr
Laut dbb gibt es morgen die mit Spannung erwarteten Zahlen.

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Durlacher, achso
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