| Geburtsdatum | 18.07.2001 |
|---|---|
| Alter | 25 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,86m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Linksaußen |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Holstein Kiel |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 2 | - | - | ||
![]() | 2. Bundesliga | 2 | - | - | |
Faride Alidou []
23.01.2025 - 14:13 Uhr
19.02.2025 - 17:54 Uhr
Mir sind 3 Einsätze (von 4 möglichen) mit gerade mal 46 Minuten, noch zu wenig um Urteile zu fällen.
Natürlich kann man sagen, auch dass sei eine Aussage - mir ists aber noch zu wenig - weshalb ich hier mal noch gute 2-4 Wochen ins Land gehen lassen würde, bevor ich ein erstes Fazit ziehe.
Natürlich kann man sagen, auch dass sei eine Aussage - mir ists aber noch zu wenig - weshalb ich hier mal noch gute 2-4 Wochen ins Land gehen lassen würde, bevor ich ein erstes Fazit ziehe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Localhero am 19.02.2025 um 18:15 Uhr bearbeitet
19.02.2025 - 18:15 Uhr
Wie großartig, dass die Leute sich an einem Neuzugang abarbeiten müssen, weil sonst alles ziemlich gut läuft!
Wie seltsam, dass ein Spieler nach gerade mal 46 (!) Spielminuten unbedingt bewertet werden muss. Ein Spieler, der in eine funktionierende Mannschaft kommt, auf der es auf seiner Position nicht die größte Lücke gibt.
„Es ist jetzt noch keine Verstärkung“ - Ja, gut. Stimmt. Ihm das aber irgendwie zum Vorwurf zu machen, finde ich absurd. Wie soll er sofort Verstärkung sein, wenn andere so gut performen, dass er die erst mal verdrängen müsste?
Wie seltsam, dass ein Spieler nach gerade mal 46 (!) Spielminuten unbedingt bewertet werden muss. Ein Spieler, der in eine funktionierende Mannschaft kommt, auf der es auf seiner Position nicht die größte Lücke gibt.
„Es ist jetzt noch keine Verstärkung“ - Ja, gut. Stimmt. Ihm das aber irgendwie zum Vorwurf zu machen, finde ich absurd. Wie soll er sofort Verstärkung sein, wenn andere so gut performen, dass er die erst mal verdrängen müsste?
19.02.2025 - 21:16 Uhr
Zitat von Hassabamba
Immer wieder so ein schöner Spruch, wenn er gerade reinpasst. Solche Doppelpässe habe ich in den üblen Drittligajahren, wenn überhaupt, nur sehr selten gesehen und ich freue mich deshalb ungemein für den Jungen, dass er Teil eines von Sirch federführend vorgetragenen und äußerst gelungenen Angriffes war. Wenn du mir damit die rosarote Brille aufsetzen möchtest...nur zu! Ich bin fein damit.
Niemand hat Alidou in den Himmel gelobt, das Gegenteil ist eher der Fall. Ausgangspunkt für diese Schwachsinnsdiskussion ist doch der Zwang, alles und jeden detailgenau zu kritisieren, statt einfach mal Fünfe gerade sein zu lassen, wenn es angezeigt ist.
Zitat von Old_Icebear
Alidou nun für einen gelungenen Doppelpass, den jeder Spieler ab der Bezirksliga aufwärts auch beherrschen sollte, in den Himmel zu loben, ist die typisch rosarote FCK-Fanbrille.
Alidou nun für einen gelungenen Doppelpass, den jeder Spieler ab der Bezirksliga aufwärts auch beherrschen sollte, in den Himmel zu loben, ist die typisch rosarote FCK-Fanbrille.
Immer wieder so ein schöner Spruch, wenn er gerade reinpasst. Solche Doppelpässe habe ich in den üblen Drittligajahren, wenn überhaupt, nur sehr selten gesehen und ich freue mich deshalb ungemein für den Jungen, dass er Teil eines von Sirch federführend vorgetragenen und äußerst gelungenen Angriffes war. Wenn du mir damit die rosarote Brille aufsetzen möchtest...nur zu! Ich bin fein damit.
Niemand hat Alidou in den Himmel gelobt, das Gegenteil ist eher der Fall. Ausgangspunkt für diese Schwachsinnsdiskussion ist doch der Zwang, alles und jeden detailgenau zu kritisieren, statt einfach mal Fünfe gerade sein zu lassen, wenn es angezeigt ist.
Freut mich, dass Dir mein Spruch gefällt.
Es sind übrigens fast immer die Gleichen (und damit meine ich nicht Dich), die aus dem Busch gesprungen kommen, wenn man nicht ebenso euphorisch ist, wie sie selbst sind.
Und schade, dass Du nun auch zu denen gehörst, die sich nur den Teil rauspicken, auf den sie sich stürzen wollen. Aber ich bin fein damit
Ich habe ihm ja nicht abgesprochen, dass das noch werden kann. Wie übrigens die meisten hier nicht. Doch wenn man eben anmerkt, dass das bisher noch nichts war, wird dann eben auf einen Doppelpass verwiesen. Das ist schon großes Kino. Die Jungs machen nichts anderes als kicken und dann wird auf einen Doppelpass verwiesen, um diejenigen zurechtzuweisen, die Alidous Performance als das bezeichnen, was sie ist - mit viel Luft nach oben. Wo ist das Problem? Es hackt doch niemand auf ihn ein.
19.02.2025 - 21:40 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Und schade, dass Du nun auch zu denen gehörst, die sich nur den Teil rauspicken, auf den sie sich stürzen wollen. ….
Und schade, dass Du nun auch zu denen gehörst, die sich nur den Teil rauspicken, auf den sie sich stürzen wollen. ….
Du setzt doch den Ton mit “Bezirksliga”. “In den Himmel loben” und “rosarote Fanbrille”. Also bitte nicht beschweren, dass man sich das “rauspickt”, wenn man sich angesprochen fühlt. Das ist echt schräg…..
Und Aussagen wie „völlig außer Form“ oder irgendwelche Vergleiche mit Sukuta-Pasu sind mit den uns zur Verfügung stehenden, sehr überschaubaren Erkenntnissen aus ein paar Minuten Spielzeit doch nun wirklich Humbug und die Verfasser dürfen sich deshalb nicht wundern, wenn man es als genau das bezeichnet

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hassabamba am 19.02.2025 um 21:50 Uhr bearbeitet
20.02.2025 - 07:35 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Das hat mit ‚Ton setzen‘ nichts zu tun. Das meine ich ernst - wir sprechen hier von einem Doppelpass. Das habe ich schon in der Jugend gelernt. Und das wird hier ‚zelebriert‘ als könnten das nur ganz wenige auf der Welt - ich würde eher sagen das setzt den Ton. Das nimmt schon teilweise groteske Züge an. Manche Kritik ist sicher zu hart, aber wenn ich dann lese ‚hat sein Potential angedeutet‘, nur wegen eines Doppelpasses, dann ist das schon vergleichbar - nur eben in die andere Richtung.
Ich halte generell nichts von derartigen Vergleichen mit ehemaligen Spielern - jedenfalls nicht in dieser Art und Weise. Aber arbeite Dich ruhig weiter an mir ab …
Und ‚völlig außer Form’ mag zwar hart klingen, ist aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Und auch das ist nicht verwerflich. Er hat in Italien nicht viel gespielt - da darf er auch außer Form sein. Du darfst da aber gerne anderer Meinung sein.
Zitat von Hassabamba
Du setzt doch den Ton mit “Bezirksliga”. “In den Himmel loben” und “rosarote Fanbrille”. Also bitte nicht beschweren, dass man sich das “rauspickt”, wenn man sich angesprochen fühlt. Das ist echt schräg…..
Und Aussagen wie „völlig außer Form“ oder irgendwelche Vergleiche mit Sukuta-Pasu sind mit den uns zur Verfügung stehenden, sehr überschaubaren Erkenntnissen aus ein paar Minuten Spielzeit doch nun wirklich Humbug und die Verfasser dürfen sich deshalb nicht wundern, wenn man es als genau das bezeichnet
Zitat von Old_Icebear
Und schade, dass Du nun auch zu denen gehörst, die sich nur den Teil rauspicken, auf den sie sich stürzen wollen. ….
Und schade, dass Du nun auch zu denen gehörst, die sich nur den Teil rauspicken, auf den sie sich stürzen wollen. ….
Du setzt doch den Ton mit “Bezirksliga”. “In den Himmel loben” und “rosarote Fanbrille”. Also bitte nicht beschweren, dass man sich das “rauspickt”, wenn man sich angesprochen fühlt. Das ist echt schräg…..
Und Aussagen wie „völlig außer Form“ oder irgendwelche Vergleiche mit Sukuta-Pasu sind mit den uns zur Verfügung stehenden, sehr überschaubaren Erkenntnissen aus ein paar Minuten Spielzeit doch nun wirklich Humbug und die Verfasser dürfen sich deshalb nicht wundern, wenn man es als genau das bezeichnet

Das hat mit ‚Ton setzen‘ nichts zu tun. Das meine ich ernst - wir sprechen hier von einem Doppelpass. Das habe ich schon in der Jugend gelernt. Und das wird hier ‚zelebriert‘ als könnten das nur ganz wenige auf der Welt - ich würde eher sagen das setzt den Ton. Das nimmt schon teilweise groteske Züge an. Manche Kritik ist sicher zu hart, aber wenn ich dann lese ‚hat sein Potential angedeutet‘, nur wegen eines Doppelpasses, dann ist das schon vergleichbar - nur eben in die andere Richtung.
Ich halte generell nichts von derartigen Vergleichen mit ehemaligen Spielern - jedenfalls nicht in dieser Art und Weise. Aber arbeite Dich ruhig weiter an mir ab …
Und ‚völlig außer Form’ mag zwar hart klingen, ist aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Und auch das ist nicht verwerflich. Er hat in Italien nicht viel gespielt - da darf er auch außer Form sein. Du darfst da aber gerne anderer Meinung sein.
Ehrlich gesagt hat doch niemand von Potenzial wegen eines Doppelpasses gesprochen, sondern aufgrund seiner vergangenen Leistungen in anderen Vereinen. Diese Vorlage wurde einfach nur angesprochen, weil sie eben Fakt ist , völlig egal wie sie zustande kam. Also eigentlich eine Nebensache.
Der Hauptgrund, weswegen hier eine (ich übernehme die völlig zutreffende Bezeichnung) Schwachsinnsdiskussion aufkam, ist die Beurteilung aufgrund der wenigen Minuten die er bislang für uns gespielt hat.
Dies übrigens hast du, wenn ich nichts überlesen hab, gar nicht in deine Argumentation einfließen lassen, sondern überstrapazierst diesen Doppelpass - so viel zum Thema "nur die Rosinen rauspicken". So gern ich deine kritischen Auseinandersetzungen auch lese, so fair sollte man auch sein.
Wir sind uns doch eigentlich alle einig, dass er grundsätzlich Potenzial hat. Und genauso, dass er davon bisher noch nicht wirklich was gezeigt hat.
Aber in der Beurteilung ist's doch wie bei meiner Frau. Beginnen wir eine neue Serie werd ich nach 2 Minuten gefragt wie ich die Serie finde. Wer um alles in der Welt soll das denn so schnell beurteilen können?
Natürlich schauen wir dann weiter und bilden uns nach ein, zwei Folgen eine erste Meinung.
20.02.2025 - 11:12 Uhr
Ich finde 1.456 Minuten erst Liga plus 1.271 Minuten in Liga 2 durchaus den Nachweis einer gewissen Leistungsfähigkeit, gerade weil er mit 23 ja noch recht jung und entwicklungsfähig ist. Ja, der Aufenthalt in Italien gehört zur Kategorie "Reinfall". Trotzdem ist es nicht so, dass er bei uns jetzt erstmal seine ersten Schritte im Profibereich machen muss.
08.03.2025 - 11:16 Uhr
Zitat von Buggy_FCK
Ich bin zu einem erstaunt, dass Alidou oft zentral eingesetzt wird und nicht als Außenbahnspieler und ich muss echt sagen, dass ich mittlerweile ein wenig enttäuscht bin.
Klar hatte er vor der Verpflichtung 0 Spielrhythmus, aber ich kann mich bei all seinen Einsätzen nur an die eine gute Szene erinnern, in der beim Konter auf Ragi quer legt.
Ich habe gestern nicht eine gelungene Aktion von ihm im Stadion wahrgenommen.
Das ist mir einfach zu wenig für die aktuell erste offensive Einwechseloption. Da gibts keinen Schwung oder sonstwas wenn er rein kommt.. im Gegenteil, meist ist dann unsere Offensive nach Ragnar Auswechslung komplett harmlos. Ähnliches gilt zur Zeit auch für Kenny und wenn dann auch Ranos noch nicht so weit ist, dann ist das halt von der Bank aus für ganz oben dann doch viel zu wenig.
Ich bin zu einem erstaunt, dass Alidou oft zentral eingesetzt wird und nicht als Außenbahnspieler und ich muss echt sagen, dass ich mittlerweile ein wenig enttäuscht bin.
Klar hatte er vor der Verpflichtung 0 Spielrhythmus, aber ich kann mich bei all seinen Einsätzen nur an die eine gute Szene erinnern, in der beim Konter auf Ragi quer legt.
Ich habe gestern nicht eine gelungene Aktion von ihm im Stadion wahrgenommen.
Das ist mir einfach zu wenig für die aktuell erste offensive Einwechseloption. Da gibts keinen Schwung oder sonstwas wenn er rein kommt.. im Gegenteil, meist ist dann unsere Offensive nach Ragnar Auswechslung komplett harmlos. Ähnliches gilt zur Zeit auch für Kenny und wenn dann auch Ranos noch nicht so weit ist, dann ist das halt von der Bank aus für ganz oben dann doch viel zu wenig.
Gestern war er von den Einwechselspieler der Beste und hat gut nach hinten gearbeitet. Wenn ich mir Alidou anschaue, dann glaube ich nicht, dass er der passende Außenbahnspieler ist für unser System. Vom Körper her eher jemand der die Tiefe brauch oder besser als 2. Spitze spielen sollte. Wenn Hanslik oder Ache nicht mehr können, wäre Alidou immer meine erste Option. Kenny ist leider überhaupt nicht in Form...
08.03.2025 - 16:14 Uhr
Welche Offensivqualitäten meinst Du ?
Ich kenne Alidou nicht, aber ich konnte in den Einsätzen für uns noch nichts sehen,
was einen Marktwert von 2 Mios. auch nur annähernd rechtfertigt.
Ernstgemeinte Frage:
Ist der Junge völlig von der Rolle ?
Hat er keine Form oder kein Selbstvertrauen ?
Was sind seine Top Eigenschaften, die er früher hatte und jetzt vermissen lässt ?
Wie lange braucht er noch, um auf niedrigem Niveau zu zünden ?
Haben wir uns bei seiner Verpflichtung total vertan ?
Was meinst Du, Ivo.
Ich kenne Alidou nicht, aber ich konnte in den Einsätzen für uns noch nichts sehen,
was einen Marktwert von 2 Mios. auch nur annähernd rechtfertigt.
Ernstgemeinte Frage:
Ist der Junge völlig von der Rolle ?
Hat er keine Form oder kein Selbstvertrauen ?
Was sind seine Top Eigenschaften, die er früher hatte und jetzt vermissen lässt ?
Wie lange braucht er noch, um auf niedrigem Niveau zu zünden ?
Haben wir uns bei seiner Verpflichtung total vertan ?
Was meinst Du, Ivo.
09.03.2025 - 09:23 Uhr
Dass Faride Alidou momentan absolut kein Selbstbewusstsein hat, darf uns nicht verwundern. Bei dem jungen Mann ist in den letzten drei Jahren so ziemlich alles schief gelaufen, was nur schiefgehen konnte. Auch wenn er für den Weg ins sportliche Abseits größtenteils selber der Weichensteller war.
An seinem Potential braucht man nicht zu zweifeln: Als 20jähriger Shootingstar, der quasi aus dem Nichts kam, hat er damals als Flügelflitzer beim HSV ganz schön die zweite Liga aufgemischt und einige herausragende Leistungen gezeigt.
Und dann hat er diese eine fatale Entscheidung getroffen, die seither seinen ganzen weiteren Werdegang negativ beeinflusst hat. Auf der Höhe seines Ruhms als Newbie ließ er zu Beginn der Rückrunde seiner ersten (!) Profisaison verlauten, dass er seinen auslaufenden Vertrag in Hamburg am Saisonende nicht verlängern würde. Er fühlte sich bereits zu Höherem berufen, anstatt die nächsten Schritte behutsam und auf vertrautem Terrain zu unternehmen. Kurz darauf wurde schon bekannt gegeben, dass Eintracht Frankfurt ihn unter Vertrag genommen hatte. Als Jungspieler mit ein paar Zweitligaspielen auf dem Konto entschied er sich also schon gleich für einen Bundesligisten mit internationalen Ambitionen. Das hörte sich für mich als Beobachter damals schon "verdammt hoch" an.
Der Fananhang in Hamburg war verstimmt, und mit diesem doch eher kühlen Gegenwind, der ihm bei seinem Heimatverein jetzt ins Gesicht wehte, kam Alidou nicht mehr zurecht. So wie zuvor der Jubel der HSV-Fans ihn trug, so lastete die spürbare Enttäuschung und Verärgerung der Fans jetzt wie Blei an seinen Füßen. Seine Leistungskurve war von jetzt auf gleich wie abgeschnitten - schon beim HSV in der 2. Liga kam da nicht mehr viel Brauchbares von ihm.
Und bei seinen späteren Stationen auch nicht mehr. Das mit Frankfurt hörte sich nicht nur "verdammt hoch" an - ganz schnell erwies sich der Verein auch tatsächlich als zu hoch für ihn. Bei der Eintracht war er hauptsächlich damit beschäftigt, zwischen Bank und Tribüne hin- und herzupendeln, ohne überhaupt großartig die Möglichkeit zu haben, Akzente auf dem Platz zu setzen. Diese Möglichkeit bot ihm dann nach dem verlorenen Frankfurter Jahr der 1. FC Köln - dort durfte er immerhin zwischen Bank und Startelf pendeln. An Einsatzzeiten mangelte es dort nicht. Aber setz du als verunsicherter junger Spieler mal Akzente, wenn du gerade in eine Kölner Mannschaft hineingeraten bist, bei der überhaupt nichts mehr zusammenläuft und die dann folgerichtig am Saisonende aus der Liga stürzt. Natürlich gibt's auch junge Super-Talente, die auch in einem solchen Abstiegssumpf ganz prächtig gedeihen. Alidou nicht - er zählte meist eher zu den Schwächeren in einem sowieso insgesamt schwachen Kölner Team.
Und anstatt sich dann in einem von Abstieg und Transfersperre gebeutelten Kölner Verein ein kleines Denkmal zu setzen und sich – wie viele andere andere Kölner Spieler – nach dem Motto „Jetzt erst recht“ für einen Verbleib zu entscheiden, war er sich ganz offenbar trotz 2 ½ mehrheitlich schwachen Jahren immer noch zu schade für die zweite Liga. "Nichts dazugelernt" muss man da wohl leider sagen. Ein halbes Jahr Wechselspiel zwischen Bank und Tribüne in Verona (quasi eine noch bitterere Blaupause seiner Frankfurter Zeit) war dann die fast logische Konsequenz.
Nach dieser dreijährigen Odyssee ist er jetzt wieder genau dort angekommen, wo er ganz zu Beginn seiner Profikarriere war: Er ist Joker bei einer Mannschaft aus der zweiten Liga. Nur ohne die Unbekümmertheit, die ihm damals noch zu eigen war. Dass die Eintracht, die immer noch die Transferrechte hielt, noch dazu ganz offensichtlich keine Ablöse von uns für ihn haben wollte, spricht ja irgendwie auch Bände.
Die gute Nachricht an dieser fast dreijährigen Misserfolgsstory ist:
Potential verlernt man nicht. Das, was ihn damals in Hamburg über Nacht berühmt gemacht hat, schlummert noch immer in ihm drin. Aber aktuell scheint er an der Diskrepanz zwischen dem Wissen, das er’s eigentlich kann, und zwischen den verlorenen Jahren und dem Nichtliefern auf dem Platz selber ein Stück weit zu verzweifeln.
Aber es liegt nun ganz allein an Faride Alidou, den richtigen Weg zurück in den Erfolg zu finden.
- Nicht dem nachzutrauern, was nicht hat sein sollen.
- Nicht mit falschen eigenen Entscheidungen hadern, die man ihm Nachhinein anders treffen würde (Letzteres hat er glaub ich so ja selber kürzlich mal gesagt).
- Und nicht sofort wieder nach unerreichbaren Sternen schielen, wenn es mal wieder zwei bis drei Spiele besser für ihn laufen sollte.
Man kann ihm – und unserem FCK – nur aufrichtig wünschen, dass er all diese Irrungen und Wirrungen nun endgültig hinter sich gelassen hat. Ikarusse, die zu früh zu hoch hinaus wollten, gibt’s im Fußball ja genügend. Es liegt an ihm, abzuwenden, dass er einer wird.
An seinem Potential braucht man nicht zu zweifeln: Als 20jähriger Shootingstar, der quasi aus dem Nichts kam, hat er damals als Flügelflitzer beim HSV ganz schön die zweite Liga aufgemischt und einige herausragende Leistungen gezeigt.
Und dann hat er diese eine fatale Entscheidung getroffen, die seither seinen ganzen weiteren Werdegang negativ beeinflusst hat. Auf der Höhe seines Ruhms als Newbie ließ er zu Beginn der Rückrunde seiner ersten (!) Profisaison verlauten, dass er seinen auslaufenden Vertrag in Hamburg am Saisonende nicht verlängern würde. Er fühlte sich bereits zu Höherem berufen, anstatt die nächsten Schritte behutsam und auf vertrautem Terrain zu unternehmen. Kurz darauf wurde schon bekannt gegeben, dass Eintracht Frankfurt ihn unter Vertrag genommen hatte. Als Jungspieler mit ein paar Zweitligaspielen auf dem Konto entschied er sich also schon gleich für einen Bundesligisten mit internationalen Ambitionen. Das hörte sich für mich als Beobachter damals schon "verdammt hoch" an.
Der Fananhang in Hamburg war verstimmt, und mit diesem doch eher kühlen Gegenwind, der ihm bei seinem Heimatverein jetzt ins Gesicht wehte, kam Alidou nicht mehr zurecht. So wie zuvor der Jubel der HSV-Fans ihn trug, so lastete die spürbare Enttäuschung und Verärgerung der Fans jetzt wie Blei an seinen Füßen. Seine Leistungskurve war von jetzt auf gleich wie abgeschnitten - schon beim HSV in der 2. Liga kam da nicht mehr viel Brauchbares von ihm.
Und bei seinen späteren Stationen auch nicht mehr. Das mit Frankfurt hörte sich nicht nur "verdammt hoch" an - ganz schnell erwies sich der Verein auch tatsächlich als zu hoch für ihn. Bei der Eintracht war er hauptsächlich damit beschäftigt, zwischen Bank und Tribüne hin- und herzupendeln, ohne überhaupt großartig die Möglichkeit zu haben, Akzente auf dem Platz zu setzen. Diese Möglichkeit bot ihm dann nach dem verlorenen Frankfurter Jahr der 1. FC Köln - dort durfte er immerhin zwischen Bank und Startelf pendeln. An Einsatzzeiten mangelte es dort nicht. Aber setz du als verunsicherter junger Spieler mal Akzente, wenn du gerade in eine Kölner Mannschaft hineingeraten bist, bei der überhaupt nichts mehr zusammenläuft und die dann folgerichtig am Saisonende aus der Liga stürzt. Natürlich gibt's auch junge Super-Talente, die auch in einem solchen Abstiegssumpf ganz prächtig gedeihen. Alidou nicht - er zählte meist eher zu den Schwächeren in einem sowieso insgesamt schwachen Kölner Team.
Und anstatt sich dann in einem von Abstieg und Transfersperre gebeutelten Kölner Verein ein kleines Denkmal zu setzen und sich – wie viele andere andere Kölner Spieler – nach dem Motto „Jetzt erst recht“ für einen Verbleib zu entscheiden, war er sich ganz offenbar trotz 2 ½ mehrheitlich schwachen Jahren immer noch zu schade für die zweite Liga. "Nichts dazugelernt" muss man da wohl leider sagen. Ein halbes Jahr Wechselspiel zwischen Bank und Tribüne in Verona (quasi eine noch bitterere Blaupause seiner Frankfurter Zeit) war dann die fast logische Konsequenz.
Nach dieser dreijährigen Odyssee ist er jetzt wieder genau dort angekommen, wo er ganz zu Beginn seiner Profikarriere war: Er ist Joker bei einer Mannschaft aus der zweiten Liga. Nur ohne die Unbekümmertheit, die ihm damals noch zu eigen war. Dass die Eintracht, die immer noch die Transferrechte hielt, noch dazu ganz offensichtlich keine Ablöse von uns für ihn haben wollte, spricht ja irgendwie auch Bände.
Die gute Nachricht an dieser fast dreijährigen Misserfolgsstory ist:
Potential verlernt man nicht. Das, was ihn damals in Hamburg über Nacht berühmt gemacht hat, schlummert noch immer in ihm drin. Aber aktuell scheint er an der Diskrepanz zwischen dem Wissen, das er’s eigentlich kann, und zwischen den verlorenen Jahren und dem Nichtliefern auf dem Platz selber ein Stück weit zu verzweifeln.
Aber es liegt nun ganz allein an Faride Alidou, den richtigen Weg zurück in den Erfolg zu finden.
- Nicht dem nachzutrauern, was nicht hat sein sollen.
- Nicht mit falschen eigenen Entscheidungen hadern, die man ihm Nachhinein anders treffen würde (Letzteres hat er glaub ich so ja selber kürzlich mal gesagt).
- Und nicht sofort wieder nach unerreichbaren Sternen schielen, wenn es mal wieder zwei bis drei Spiele besser für ihn laufen sollte.
Man kann ihm – und unserem FCK – nur aufrichtig wünschen, dass er all diese Irrungen und Wirrungen nun endgültig hinter sich gelassen hat. Ikarusse, die zu früh zu hoch hinaus wollten, gibt’s im Fußball ja genügend. Es liegt an ihm, abzuwenden, dass er einer wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 09.03.2025 um 09:34 Uhr bearbeitet
09.03.2025 - 10:27 Uhr
Vielen Dank, Vic Dorn, für diese ausführliche, erhellende Beschreibung seines
Werdegangs und seinem derzeitigen sportlichen Standing.
Einerseits kann ich jetzt seine Leistungen besser einordnen, andererseits ist meine
Erwartungshaltung gegenüber dem Spieler, gerade hinsichtlich kurzfristiger
Aufstiegshilfe, rapide gesunken.
Es gibt ja viele hochtalentierte Spieler, die im Juniorenalter an sich selbst scheitern.
Alidou scheint alles falsch gemacht zu haben, was man als junger Spieler falsch machen
kann, was auch ein entsprechendes Licht auf sein Umfeld und seine Berater wirft.
Diese Spieler finden schwer wieder zurück zur alten eigenen Leistungsstärke, weil
sie nicht willensstark genug sind und an sich selbst verzweifeln. Ich wünsche
Alidou das Gegenteil. Vielleicht fängt er sich im beschaulichen Kaiserslautern und
bringt seine PS auf den Platz.
Hengen hat das Risiko sicher klein gehalten und versucht eine Chance zu nutzen,
die aus dem Nichts kam.
Werdegangs und seinem derzeitigen sportlichen Standing.
Einerseits kann ich jetzt seine Leistungen besser einordnen, andererseits ist meine
Erwartungshaltung gegenüber dem Spieler, gerade hinsichtlich kurzfristiger
Aufstiegshilfe, rapide gesunken.
Es gibt ja viele hochtalentierte Spieler, die im Juniorenalter an sich selbst scheitern.
Alidou scheint alles falsch gemacht zu haben, was man als junger Spieler falsch machen
kann, was auch ein entsprechendes Licht auf sein Umfeld und seine Berater wirft.
Diese Spieler finden schwer wieder zurück zur alten eigenen Leistungsstärke, weil
sie nicht willensstark genug sind und an sich selbst verzweifeln. Ich wünsche
Alidou das Gegenteil. Vielleicht fängt er sich im beschaulichen Kaiserslautern und
bringt seine PS auf den Platz.
Hengen hat das Risiko sicher klein gehalten und versucht eine Chance zu nutzen,
die aus dem Nichts kam.
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