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Edin Terzic
Geburtsdatum 30.10.1982
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Athletic Bilbao

Edin Terzic [Trainer]

13.12.2020 - 15:19 Uhr
Edin Terzic [Trainer] |#3831
10.03.2021 - 09:07 Uhr
Zitat von Vero-amore
Zitat von NullNeun

Zitat von Vero-amore

Zitat von mark_milla

Zitat von Vero-amore

Zitat von mark_milla

Zitat von Vero-amore

Zitat von mark_milla

EBEN! Also hat er NOCH NICHT mehr erreicht als Favre. Ist das denn so schwer zu kapieren??


Ich höre und lese immer hier Favre, Favre, Favre. Der Mann ist Geschichte und gewonnen hat er mit unseren nationalen Top Kader rein gar nicht, null, zero.
Er hat zweimal das Minimal Ziel CL Teilnahme erreicht, nicht mehr und nicht weniger.


Genauso wie (bisher) Terzic. Und der wird ja überschwänglich von Dir gelobt und in den Himmel gehoben.

Zitat von BVB_4_Life

Deine Miesmacherei am Abend/Morgen nach nem 1/4-Final Einzug sind nicht weniger unnötig. Fakt ist das es in den Pokalwettbewerben bislang läuft, über die B-Note kann man streiten. Die gefiel mir unter Favre aber seit 1,5 Jahren bereits größtenteils nicht mehr. In der BL hat man alles in der eigenen Hand und spielt noch gegen alle direkten Konkurrenten. Sollte man die CL Quali vergeigen hat man es schlicht auch nicht verdient und es ist reine Spekulation ob man es mit Favre geschafft hätte oder nicht.


Für mich ist es nunmal die Realität. Die Pokalwettberwerbe sind halt ein schönes Beiwerk. Solange wir in der Bundesliga nicht im Soll sind, bin ich einfach nicht zufrieden. "Isso"

Schön, dass Du das so locker siehst: "Sollte man die CL Quali vergeigen hat man es schlicht auch nicht verdient". Wie wir bessere Spieler ranholen sollen, bzw. unsere Stars ohne Champions League halten wollen, wird man sehen.


Da hat Favre aber auch massiv seine Aktien drin, das wir unseren BL Zielen hinterherlaufen, wird nur leider von dir und vielen anderen Foren Experten ausgeblendet.


Favre Favre Favre!! Von Dir lese ich immer nur Favre! tongue

Der Mann ist seit Anfang Dezember weg und spielerisch läuft es nicht besser!


Das ist Ansichtssache, was man unter spielerisch besser versteht. Die Sterne vom Himmel spielen wir tatsächlich nicht, aber eine andere Herangehensweise erkenne ich bei Terzic schon.


Wolltest du den Bezug zu Favre nicht explizit seit Wochen meiden? Komisch irgendwie.

Am Ende ist es doch nackt so:
Beide Trainer dieser Saison werden auf eine ähnliche Anzahl Spiele kommen. Schieben wir uns in der Tabelle nicht über Platz 5, haben unter'm Strich beide nicht das geliefert, was für den BVB elementar ist und sind auch beide für das Endergebnis verantwortlich. Das braucht man auch nicht explizit erwähnen, dass Favre daran einen etwa gleichwertigen Anteil hätte, nur war es in der zweiten Hälfte natürlich prinzipiell möglich (und wesentlicher Sinn des Wechsels), vor allem in der Liga besser abzuschneiden als der Vorgänger.

Faktisch stehen wir zurzeit schlechter in der Liga als vor dem Wechsel. Das sagen die Zahlen. Ob das jetzt am vom bösen Favre absichtlich marodierten Kader liegt, ist maximal suggestiv und von uns nicht belegbar. An einer fehlenden Vorbereitung, die man Terzic fairerweise hätte zugestehen müssen, kann man es nicht festmachen, ob es damit jetzt besser stünde oder nicht, immerhin kannte er den Kader aufgrund seiner Anwesenheit ganz genau und war seit Jahren bereits beim Training mittendrin, was ein Vorteil gegenüber einem externen Zugang ist. Das heißt aber alles nicht, dass man Favres Anteil des ausblendet. Es ging in dieser Saison nicht bei null los, das ist doch allen klar. Wenn man das noch erklären und jedes Mal betonen muss, weiß ich auch nicht...

Ob Terzic am Ende in der Lage gewesen wäre, auch in den folgenden Jahren zwei starke zweite Plätze zu erreichen, werden wir aufgrund Marco Rose eh nicht beantworten können (sofern Terzic dann nicht plötzlich wieder übernehmen muss).

In Pokal und CL hat er Favres letzte Ergebnisse bislang übererfüllt, soweit so gut. Das kann man dann auch einfach erstmal loben! Das hat Terzic TROTZ Favres Vorarbeit erreicht, die hier explizit als nachhaltig auswirkend auf die Ligaergebnisse von dir erwähnt wird.
Letztlich müssen wir aber erstmal unser Tagesgeschäft erfüllen und dabei ging es "nur" darum, minimal zwei Punkte Rückstand aufzuholen, um in die CL einzuziehen. Dort stehen wir allerdings bislang wie gesagt schlechter dar, ist aber schlicht noch nicht abschließend bewertbar.

Was man aus meiner Sicht nicht machen kann, ist, die Vorarbeit in der Liga und die weiteren Auswirkungen auf die Folgeergebnisse auf den alten Trainer zu schieben und in den Pokalwettbewerben alles nur dem neuen zuzuschreiben, immerhin hatte Favre dieses Jahr klar gesagt, er würde den Pokal gerne gewinnen wollen. Vielleicht war man dort ja bereits vorher besser eingestellt und davon zehrt man jetzt noch? Alles höchst spekulativ.

Was du nämlich nicht tun wirst, ist, Favres Vorarbeit am Ende positiver einzuschätzen, wenn Terzic jetzt dann doch noch Dritter wird. Denn dann hat Terzic ganz allein geliefert und den BVB wider allen Widrigkeiten weiterentwickelt, richtig? Und wenn er jetzt nur Sechster wird, nachdem er nur zwei Punkte aufholen sollte, dann lag es an Favres Nachwirkungen auf den Kader (die zum Übererfüllen der anderen Ergebnisse gereicht haben).

Darum geht es einigen. Das ist halt Cherrypicking und mit einer recht offensichtlichen Agenda gespickt, statt mit einer ganzheitlichen Sicht konstruktiv durchleuchtet.

Die Ergebnisse dieser Saison sind halt nicht losgelöst zwischen zwei Trainern zu betrachten, man kann sich aber nicht nur platt hier und da was aussuchen, was dem einen zu 100% auf die Fahne geschrieben werden kann oder darf.

Es ist toll, dass wir in den anderen Wettbewerben endlich wieder weitergekommen sind. Es bringt dem BVB nur überschaubar viel, wenn Marco Rose die nächste Saison mit einem qualitativ reduzierten Kader antreten muss, weil wir die wirklich guten Kicker nicht halten oder bekommen konnten, da die CL nicht erreicht wurde. Und daran wären dann schlicht Favre UND Terzic schuldig zu sprechen (und die Führung für den weitestgehend sinnlosen Trainerwechsel mitten in einer anstrengenden und sportlich schwierigen Phase).


Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.


Man kann es ganz einfach sagen, wir sind in der CL weiter gekommen als je zuvor mit favre und auch im pokal halb Finale. Spielerisch sehe ich vor allem im spielaufbau von hinten schon eine leichte Verbesserun und die Standards haben wir jetzt auch irgendwie in den Griff bekommen zumindest ich hatte gestern nicht bei jeder Ecke Angst, dass wir ein Gegentor bekommen.
Edin Terzic [Trainer] |#3832
10.03.2021 - 09:28 Uhr
Zitat von Vero-amore


Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.
Edin Terzic [Trainer] |#3833
10.03.2021 - 09:41 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von Vero-amore

Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.


Ist mir doch egal, wenn Terzic merkt das sein erster Ansatz vorne ein Tor mehr erzielen zu wollen, nicht so greift wie er sich das vorstellt und dann lieber das Zentrum stärkt und somit wieder in die Spur kommt. Zeigt es mir doch das er lernfähig ist und momentan einen anderen Ansatz bevorzugt, den ersten aber nicht zwingend aus dem Auge verlieren muss. Jetzt kommen einige Verletzte zurück und es stehen ihm mehr Optionen zur Verfügung. Zumindest sehe ich wieder ein Team auf dem Platz was an sich glaubt und kämpferisch den Gegner Paroli bietet, das ist für mich schon ein gewaltiger Unterschied zu früher. Das spielerisch noch Luft nach oben stimmt natürlich, aber leichte Verbesserungen sehe ich schon, da wir den schnelleren und direkten Weg zum Tor suchen.
Edin Terzic [Trainer] |#3834
10.03.2021 - 09:43 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von Vero-amore

Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.


Ich gehe da teilweise mit, aber werfe mal etwas anderes in den Raum. Für mich ist die Mannschaft teilweise einfach nicht fit genug für 90 Minuten Terzic Fußball.
Das ist bei Favre doch auch schon aufgefallen, was sollte Terzic da in englischen Wochen auch ändern?
Das kann auch der Grund sein, warum wir uns so weit zurück ziehen, ohne mal einen guten Konter zu fahren.
Wir pöhlen den Ball nur hinten raus und er kommt darauf wieder zurück geflogen.
Warum nur sporadisch gewechselt wird, bleibt Terzic sein Geheimnis.
Kurz und knapp: die Mannschaft ist, meiner Meinung nach, nicht fit.
Und das hat der Vorgänger zu verantworten und dessen Trainerstab.
Edin Terzic [Trainer] |#3835
10.03.2021 - 09:47 Uhr
Zitat von MrSimpson

Zitat von Nic

Zitat von Vero-amore

Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.


Ich gehe da teilweise mit, aber werfe mal etwas anderes in den Raum. Für mich ist die Mannschaft teilweise einfach nicht fit genug für 90 Minuten Terzic Fußball.
Das ist bei Favre doch auch schon aufgefallen, was sollte Terzic da in englischen Wochen auch ändern?
Das kann auch der Grund sein, warum wir uns so weit zurück ziehen, ohne mal einen guten Konter zu fahren.
Wir pöhlen den Ball nur hinten raus und er kommt darauf wieder zurück geflogen.
Warum nur sporadisch gewechselt wird, bleibt Terzic sein Geheimnis.
Kurz und knapp: die Mannschaft ist, meiner Meinung nach, nicht fit.
Und das hat der Vorgänger zu verantworten und dessen Trainerstab.


Es gibt nicht einen objektiven Grund zu denken, dass die Mannschaft nicht fit genug sei. Wir haben fast alle drei Tage dieselbe Elf auf dem Platz, die Spiele wie gegen Gladbach oder Sevilla über die Runden bringen kann. Auch gegen Bayern gab es erst in der 88. Minute den dritten Treffer, der aber nichts mit fehlender Fitness zu tun hatte. Auch gegen Paderborn spielte man 120 Minuten. Eigentlich spricht alles dafür, dass die Mannschaft fit ist, wenn man die vielen englischen Wochen so überstehen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UnderratedCritic am 10.03.2021 um 09:48 Uhr bearbeitet
Edin Terzic [Trainer] |#3836
10.03.2021 - 10:05 Uhr
Zitat von MrSimpson
Zitat von Nic

Zitat von Vero-amore

Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.


Ich gehe da teilweise mit, aber werfe mal etwas anderes in den Raum. Für mich ist die Mannschaft teilweise einfach nicht fit genug für 90 Minuten Terzic Fußball.
Das ist bei Favre doch auch schon aufgefallen, was sollte Terzic da in englischen Wochen auch ändern?
Das kann auch der Grund sein, warum wir uns so weit zurück ziehen, ohne mal einen guten Konter zu fahren.
Wir pöhlen den Ball nur hinten raus und er kommt darauf wieder zurück geflogen.
Warum nur sporadisch gewechselt wird, bleibt Terzic sein Geheimnis.
Kurz und knapp: die Mannschaft ist, meiner Meinung nach, nicht fit.
Und das hat der Vorgänger zu verantworten und dessen Trainerstab.


Das ist aber auch zu platt. In 2,5 Jahren Favre haben wir NIE über die fehlende Fitness des Teams gesprochen, auf gar keinen Fall als andauerndes Thema.

Die Mannschaft wurde zum Fußball Favres passend vorbereitet und ja, das birgt dann auch das Risiko, dass keine nennenswerten Reserven für eine stilistisch andere Herangehensweise da sind.

Man kann doch aber Favre und Stab nicht dafür verantwortlich machen, dass sein Nachfolger bei einem Spielplan noch nie dagewesener engen Taktung ohne Winterpause auf die Idee kommt, plötzlich ein Angriffspressing zu installieren oder generell eine deutlich aktivere und damit kräftezehrendere Spielweise zu etablieren UND dann noch nicht einmal sein ausgedehntes Wechselkontingent auszunutzen.

Bisher scheint das einigermaßen gutzugehen, weil ich mir zumindest vorstellen kann, dass die aktivere Herangehensweise, mehr Spaß und die "gelösten Fesseln" trotz mangelnder Fitness mehr Energie in den Spielern freisetzen und sie deshalb (bei Erfolg) bereit sind, mehr zu investieren als sie vermeintlich zu leisten im Stande sind.

Die Mannschaft sei "nicht fit" ist folglich nicht losgelöst zu betrachten.

•     •     •

Schwarz und Gelb ein Leben lang!
Edin Terzic [Trainer] |#3837
10.03.2021 - 10:35 Uhr
Zitat von Pfostenkracher

Zitat von rm-woogie

Um mal kurz deine Meinung zu verstehen:
Du siehst die Hauptschuld daran, dass wir nicht auf einen CL-Platz stehen bei Terzic, richtig?
Die Phase bevor Favre übernommen hast, bewertest du als Katastrophe (Stöger Platz 4 mit dem Spielermaterial). Wie bewertest du den Zustand bei der Übernahme von Terzic? Sowohl der spielerische Zustand und die Tendenz, als auch die Personalsituation gepaart mit der hohen Intensität des Spielplans die dann folgte. Und das in Bezug gesetzt zu deinen Worten wie unausgeglichen der Kader ist.
Und es wurde mitten in der Saison ohne Vorbereitung und Wintervorbereitung übernommen in einer Situation wo man nicht den cl-Platz innehatte und der Druck schon existierte nicht den Anschluss zu verstehen.

Nicht falsch verstehen. Ich bin selbst, trotz der aktuellen Erfolge, absolut nicht von Terzic überzeugt, aber nachdem du in der Vergangenheit Kritik an Favre als Größenwahn und vereinsschädigendes Verhalten dargestellt hast, kann ich deinen Worten und Standpunkten und Messlatten gerade nicht folgen. Da fehlt für mich die Basis bzw sehe ich sie bei dir komplett gewandelt.
Und da wirkt die Kritik an den Leistungen die du voran bringst - und nichts anderes sind dein „ach wie“ und deine Relativierungen zu Gladbach und Sevilla - fehl am Platz und rein subjektiv geprägt.

Das es die größten Erfolge in den Pokalwettbewerben ist, ist rein faktisch richtig. Das Sevilla nicht PSG ist, ist auch vollkommen richtig. Aber das Sevilla keine Laufkundschaft ist, gerade mit dem Personal, und nochmal stärker als Lazio einzuschätzen ist, ist auch richtig, oder?


Ich weiß nicht, wo du in meinen Beiträgen irgendwas von "Schuld" herauslesen willst.
Das ist eine Vokabel, derer ich mich nicht befleißigt habe und die ich auch nicht implizit verwendet habe.

Ich weiß auch nicht, woher noch immer die Annahme kommt, ich hätte mich explizit wertend zu Terzic eingelassen. Das habe ich nicht.

Ich habe mich lediglich gegen ein Postulat gewandt, alt dem die Gesamtleistung terzics in diesem Verein bereits jetzt besser ist, als diejenige Favres auf Grund der Tatsache, dass man im Pokal das Halbfinale und in der CL das Viertelfinale erreicht hat, was unter Favre nicht der Fall war.

Ich bin lediglich der Meinung, dass dieser Vergleich unsinnig und ungerecht ist, weil er

a) Die Leistungen in der Liga, die Kerngeschäft ist, völlig außer acht lässt.
b) Weil er die Art des Weiterkommens (durch die Verlängerung zittern gegen Paderborn) nicht würdigt
c) Weil er die Stärke des jeweiligen Gegners in den Wettbewerben nicht würdigt
d) Weil er nicht würdigt, dass es durchaus auch Favres Verdienst war, dass man in der CL jetzt eine relativ machbare Aufgabe hatte, von der Terzic nun profitieren konnte.

Ich werfe nicht Terzic diese Entwicklung vor, sondern ich werfe betreffendem User vor, dass er diese Punkte in seinem Vergleich nicht berücksichtigt hat und dieser Vergleich somit einseitig darauf angelegt ist, Favres Leistungen gegenüber denen Terzics (die ich durchaus anerkenne, so viel ich ihn auch kritisiert habe), systematisch weg zu erklären um Terzic gegenüber Favre in ein besseres Licht zu rücken, als es der Sache angemessen wäre.


Zum Zustand bei der Übernahme von Terzic hatte ich mich bereits eingelassen.
So katastrophal wie es hier gemacht wird, war es nun wirklich nicht. Wir waren im Pokal weiter, hatten in der CL den ersten Platz geholt, in der Liga hatte es eine hässliche Klatsche gegen Stuttgart, auf der anderen Seite, war man aber obwohl man das Bayernspiel schon weg hatte, lediglich 6 Punkte hinter den Landwirten und 5 hinter Leipzig.
Man war zwei Punkte hinter dem CL-Platz drann, allerdings hiter einem VFL-Wolfsburg, der bis dahin noch keinen stärkeren Gegner bespielt hatte und am 12. Spieltag gegen München rann musste, so dass man davon ausgehen konnte, an eben diesem Spieltag mindestesn den 4. Platz zurück zu erobern.

Die Lage war unbefriedigend, Stuttgart tat weh, die Spielweise war nicht schön, aber die Lage war durchaus nicht katastrophal, zumal die CL-Gruppenphase abgeschlossen war und die Mehrfachbelastung dadurch erstmal nachließ und einiges an Verletzten zurück kam.

Als Favre den Laden übernahm, hatten wir noch einige vom Anschlag malträtierte Spieler dabei, und man hatte sich nur wegen der Tordifferenz mit ach und krach noch irgendwie auf den 4. Platz gehievt, weil Leverkusen am Ende 2 Tore fehlen um uns abzufangen.


Bis zu favres Entlassung war aber nichts katastrophenhaftes passiert. Die Klatsche gegen Stuttgart war peinlich, keine Frage, aber man war in den Pokalwettberben im Soll, vom CL-Platz war man in der Liga zwischenzeitlich mal runter gefallen (aber wie oft ist das in den vergangenen Jahren passiert?) , es war aber, vor allem bei dem Programm Wolfsburgs klar, dass man den aller Wahrscheinlichkeit nach sehr schnell wieder zurückerobern würde.

Insofern sehe ich da einiges an Verklärung der Situation bei Terzic.
Natürlich war die Situation nicht rosig, in osigen Situationen wechselt man keinen Trainer aus. Aber unabhängig auch von der grausamen Spielweise, man bewegte sich am unteren Rand des Sollbereichs und konnte dadurch, dass Haaland nach Verletzung zurückkam und sich die Personalsituation in der verteidigung stabilisierte, auch die Mehrfachbelastung erstmal aufhörte, durchaus von einer günstigen Tendenz für die nähere Zukunft ausgehen.

Und wenn wir da Terzic bewerten wollen, sollten wir vielleicht betrachten, wann er begann unnötig Punkte zu verlieren, denn im ersten Monat nach der Übernahme von Favre punktete man ja einigermaßen stabil, während die Probleme in diesem Bereich erst danach auftauchten.

Jetzt wird ja von dezidierten beführwortern Terzics gene angeführt, dass der Mann Zeit brauchte um seine Ideen und seinen Stil überhaupt implementieren zu können.
Freilich wird dabei dann aber die logische Konsequenz dieser Aussage, dass Terzics Maßnahmen erstmal brauchten um zu greifen nicht mit erwähnt.
Die wäre dann nämlich zu konzedieren, dass die durchaus ordentliche Ausbeute des ersten Monats unter Terzic noch zu einem guten Teil auf die verschmähten Strukturen zurückgeht, die sein Vorgänger hier mal implementiert hatte, während es mit den ersten größeren Veränderungen an diesem System dann punktemäßig erstmal bergab ging.

Inwiefern man hier also von "Trümmerhaufen übernommen" reden kann, möchte ich hinterfragen und mich zu der Behauptung einassen, dass der letzte Monat dieses Trümmerhaufens im Hinblick auf seine Punkteausbeute solider war, als der erste Monat in dem Terzics Maßnahmen dann anfingen zu greifen.


Viele schöne Worte mit Blumenschmuck und Verzierung. Ich hätte mir aber gewünscht, dass du einfach auf die Kernpunkte eingehst, anstatt drum herum zu reden.
Deswegen bitte ich dich einfach nochmal auf die Fragen einzugehen und einfach zu beantworten, damit ich deine Position besser verstehen kann.

Und ob da das Wort Schuld steht oder nicht hat mit der Kernaussage nichts zu tun. Ich habe auch nie gesagt, dass du das Wort verwendet hast. Du kannst es auch einfach durch das Wort Verantwortung ersetzen wenn es dir besser passt.

Und wenn du dein "aber wie" und Aussagen zu Gladbach und Sevilla als wertungsfrei siehst, dann müssen wir gar nicht weiter reden.
Du wirfst einen User vor, dass er die prekäre Lagen bei unseren Gegnern nicht beachtet und Favre dein Zutrauen hat weiter zu kommen.
Was macht dich denn daran so sicher? Welches Spiel lässt dich daran glauben? Das desolate Gladbach ist ein Pflichtsieg, aber die Niederlage gegen ein absolut schwaches Bremen, was sich mit ach und Krach auf dem Relegeationsplatz gerettet hat und sogar noch den Topstürmer verletzt in der Hälfte auswechseln musste?
Das nächste Spiel gegen Bremen oder die Spiele gegen Union und Fürth im Pokal? Die Spiele gegen Tottenham wo man sang und klanglos ausgeschieden ist. Und die in der Zeit eben nicht unantastbarer Finalkandidat waren, sondern auch erheblich ersatzgeschwächt waren und in 5 folgenden Ligaspielen nur einen Punkt geholt haben und vorher gegen Crystal Palace im FA-Cup ausgeschieden sind?
Klammerst du dich an den Spielen an Lazio Rom? An eine zweite Hälfte gegen Inter wo man alles über Bord geworfen hat? Wir haben ein gutes CL-Spiel in der KO-Runde gehabt. Und dass war gegen PSG mit Fans im Rücken.



Folgende Anmerkungen aber:

Zitat von Pfostenkracher

a) Die Leistungen in der Liga, die Kerngeschäft ist, völlig außer acht lässt.

a) natürlich muss man die Liga beachten und kritisieren. So wie ich es auch gemacht habe. Da sind Fehler von Terzic passiert. Aber man darf eben auch nicht die Lage vernachlässigen. So wie du es eben bei den Gegnern anschlägst, sollte man auch auf die eigene Lage gucken.
Mit dem Kommen der extremeren Belastung und personeller Engpässe haben sich auch direkt die Ergebnisse bei Favre in katastrophale Region bewegt. Und an der Lage klammern wir nicht heute. Die Belastungserscheinungen sind nach wie vor da, die Personallage ist weiterhin ebenso dünn.

Zitat von Pfostenkracher

b) Weil er die Art des Weiterkommens (durch die Verlängerung zittern gegen Paderborn) nicht würdigt

Wir haben auch gegen Fürth und Co massivst Probleme gehabt. Wir haben gegen schwache Bremer massivst Probleme gehabt.
Aber da hast du wortwörtlich geschrieben:

Das "wie" spielt keinerlei Rolle, es bringt weder Punkte noch gewinne ein. Einzig das "ob" ist von Bedeutung.
Zitat von Pfostenkracher

Oder hat schonmal wer beantragt den DFB-Pokal 2017 zurück zu geben, weil der Weg zum Titel ein grausiges Gegurke war, in dem man sich gegen unterklassige Teams in Teilen nur durch 11-Meter-Schießen rettete (Union) und dann eine Halbzeit lang gegen drückend überlegene Bayern unverschähmtes Glück hatte?


Plötzlich unter neuem Trainer spielt die Art und das Wie aber eine Rolle? Vorher nicht, jetzt schon?
Das zeigt par Excellene was in den letzten Posts bei dir schon mitschwingt. Die Ergebnisse deines Postes/der Diskussion stehen schon vorher fest, du siehst nur zu mit welchen Worten und Zahlen du es ausschmücken kannst. Nachdem das "wie" vorher abgewiegelt wurde und nur das Weiterkommen zählt, spielt unter neuem Trainer bei dir plötzlich das "wie" eine Rolle.

Zitat von Pfostenkracher

c) Weil er die Stärke des jeweiligen Gegners in den Wettbewerben nicht würdigt.


Man muss aber auch die eigene Situation beachten. Sevilla schont am Wochenende etliche Spieler.
Deine Worte sind, dass man vorher relativ am Maximum performt hat, da die Schienenspieler und Außenverteidiger ein absoluter Schwachpunkt im Kader sind. Wohlgemerkt waren das Worte bei der vollen Kaderbewertung. Und jetzt nach Ausfall der absoluten Schlüsselspieler Guerreiro und Sancho, dazu Reyna und einen Hazard der nach Verletzung noch Probleme hat, findet man dazu keine Worte von dir. Aber man "muss ja die Stärke des Gegners beachten".

Und nachdem du im folgenden die Situation glorifizierst und sie ja nicht so schlecht war, da man u.a. im Pokal weiter war, frage ich mich wo du da die Stärke des Gegners beachtest. Immerhin hatten wir nur ein Spiel gegen Duisburg (3.Liga).

Zitat von Pfostenkracher

d) Weil er nicht würdigt, dass es durchaus auch Favres Verdienst war, dass man in der CL jetzt eine relativ machbare Aufgabe hatte, von der Terzic nun profitieren konnte.

Kann man selbstverständlich würdigen, aber man sollte nicht außer Acht lassen, dass es die einfachste Gruppe der Welt war und das komplette einheitliche Credo war, dass ein Gruppensieg Pflicht ist.
Und dabei hat uns der einzige Konkurrent 4 Punkte abgeluchst, konnte aber (u. A. massive Corona Ausfälle) in den restlichen 4 Spielen nur 6 Punkte holen. Und nicht umsonst sind die in der Liga selbst im gehobnene Mittelmaß.

Zitat von Pfostenkracher

zumal die CL-Gruppenphase abgeschlossen war und die Mehrfachbelastung dadurch erstmal nachließ und einiges an Verletzten zurück kam.

Erstmal kamen mit Witzel, Akanji, Zagadou, Meunier, Bellingham, Reyna, Delaney, Gelbsperren von Can und Delaney etliche Ausfälle dazu. Dazu fehlte Hazard zu 80 Prozent der Ausfallzeit unter Terzic. Neuerdings kommen Sancho und Geurreiro dazu. Die Personallage war unter Terzic wesentlich angespannter, gerade auf den von dir angemekrten Schlüsselpositionen auf den Außen. Dazu kommt die Belastung.

Darf ich fragen ob du schonmal Sport gemacht hast? Wann merkt man denn die Belastung? Jetzt mal am Beispiel an einem Intervalllauf. Beim 2-3 Intervall oder später beim 7-8 Intervall? Und wenn du danach mit kurzer Pause noch ein Intervalllauf startetst. Ist man dann nicht plötzlich schon beim 5-6 Intervall am Ende anstatt beim 7-8?
Das was du hier schreibst, ist reine Theorie und du lässt die einfachsten Regenerationseffekte/Belastungseffekte (psychisch + physisch) komplett außer acht die man in den ersten Grundzügen der Sporttheorie kennen lernt bzw die man auch praktisch erfährt. Eine englische Woche am Anfang der Saison ist etwas ganz anderes als wenn eine doppelte englische Woche, wie jetzt, auf die lang andauernde Belastung aufbaut. Bei einer normalen Saison merkt man schon unausweichlich die Belastungsgrenzen im letzten Saisondrittel. Und jetzt bei einer Saison wo wir ein Mammutprogramm hatten, keine Winterpause und eine angespannte Personallage und Tabellenlage ist es für dich plötzlich nicht der Rede wert?

Aber kurze Annekdote:
Unter Favre hatten wir 7 englische Wochen in 3 Monaten. Dazwischen hatten wir dann aber auch noch Länderspielpausen wo sich einige Spieler (nicht alle) verhältnismäßig schonen konnten.
Unter Terzic hatten wir ebenfalls 7 englische Wochen in 3 Monaten. Und das wie gesagt auf dieser Belastung und schlechteren Personalsituation aufbauend und nicht auf einer Sommerpause aufbauend.

Aber dass dies für dich kein Punkt ist, aber dass 4 relevante Spieler 1,4 Jahre beim Anschlag vor Favre dabei waren, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Zitat von Pfostenkracher

es war aber, vor allem bei dem Programm Wolfsburgs klar, dass man den aller Wahrscheinlichkeit nach sehr schnell wieder zurückerobern würde.


Das war plötzlich für klar? Warum? Weder die Ergebnisse noch das spielerische noch das interne Mannschaftsgefüge haben doch den Eindruck erweckt. Und schließlich warteten bis auf Bayern selbst die vier stärksten tabellarischen Gegner auf uns.


Zitat von Pfostenkracher

Jetzt wird ja von dezidierten beführwortern Terzics gene angeführt, dass der Mann Zeit brauchte um seine Ideen und seinen Stil überhaupt implementieren zu können.
Freilich wird dabei dann aber die logische Konsequenz dieser Aussage, dass Terzics Maßnahmen erstmal brauchten um zu greifen nicht mit erwähnt.
Die wäre dann nämlich zu konzedieren, dass die durchaus ordentliche Ausbeute des ersten Monats unter Terzic noch zu einem guten Teil auf die verschmähten Strukturen zurückgeht, die sein Vorgänger hier mal implementiert hatte, während es mit den ersten größeren Veränderungen an diesem System dann punktemäßig erstmal bergab ging.


Ich habe keine Ahnung was du mit Quervergleichen zu "dezidierten Befürwortern Terzics" aussagen willst, da es wie vieles anderes nichts mit meinen Worten gemein hat und ich dich hier eher als "dezidierter Befürworter Favres" sehe in dem du Personalproblem und Belastungsprobleme und Gegner klein redest, aber ein Anschlag von 1,4 Jahren vor Favre in den Vordergrund stellst.
Dass es keine Zukunft mit Favre gab sollte doch klar sein. Und dass mach ich nicht an den Ergebnissen fest und das wir spielerisch in nur wenigen Spielen überzeugt haben, sondern das die Mannschaft im Gesamten da kein Bock mehr drauf hatte. Und da sind etliche Aussagen relativ eindeutig.

Ich bitte dich einfach nur nochmal darum auf die Ausgangsfragen und Kernaussagen einzugehen und dann nicht etliche Sätze zu belanglosen Sachen wie das Wort "Schuld" oder etwaiges zu verschwenden. Kurz und knackig bitte die Fragen. Und keine Ausschweifungen zu Anschlägen von vor 4 Jahren.
Wir sind hier in einem Fußballforum und nicht im Poetry und Politikerforum.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rm-woogie am 10.03.2021 um 10:52 Uhr bearbeitet
Edin Terzic [Trainer] |#3838
10.03.2021 - 10:49 Uhr
Zitat von NullNeun
Zitat von MrSimpson

Zitat von Nic

Zitat von Vero-amore

Ernst gemeinter Beitrag? Wie will man hier Favre meiden, wenn eine Handvoll User sich zur Aufgabe gemacht haben, die Arbeit von Terzic mit 2,5 Jahre Favre zu vergleichen und ihn dann vorwerfen, das er es nicht besser macht als Favre? Was soll dieser Vergleich überhaupt, Favre ist Geschichte oder geht es nur um mich, der Favre hier kritisiert hat.
Mir geht es ganz allein um den BVB, und das ich bei Favre ja nun nicht völlig daneben gelegen habe, zeigt ja die Einschätzung unserer VF und unserer Mannschaft zu diesem Thema.



Der Kern der Problematik ist doch gar nicht wirklich ob jetzt Favre besser war als Terzic oder nicht.

Vielmehr geht es um die Bewertung des Trainerwechsels an sich. Von einem solchen Wechsel werden ja gewisse positive Effekte erwartet, die so nicht eingetreten sind. Die Erwartungshaltung war hier riesig, der Kader wurde extrem stark eingeschätzt und es ging nur ums "Fesseln lösen". Man hat dann aber schnell bemerkt, dass es eben nicht nur Fesseln waren, sondern der Kader tiefergehende Probleme hat und kein mentaler Schalter o.Ä. alleine ausreichend ist. Man hatte letzten Endes sowohl den eigenen Kader überschätzt, als auch die Arbeit Favres unterschätzt, der viele Schwächen über lange Zeit kaschieren konnte. Was aber am Ende dennoch nicht bedeutet, dass man Favre hätte behalten sollen. Die Trennung war nach Stuttgart unausweichlich.

Nicht umsonst wurde die "Fesseln-lösen-Theorie" dann durch eine neue Theorie ersetzt, um die eigenen Fehleinschätzungen im nachhinein nicht eingestehen zu müssen. Neu war jetzt der Ansatz, dass Favre ja einen völlig maroden Kader hinterlassen hätte und deswegen sich ja gar kein schneller Erfolg einstellen könne. Am Ende ist man hier aber nur wieder bei einer falschen Einschätzung des eigenen Kaders angelangt und lebt eine Sündenbockmentalität, um sich dann aber am Ende wieder vor den gleichen Problemen wiederzufinden, da die Fehleranalyse schlicht falsch war.

Man hat bisher tolle Ergebnisse in den Pokalwettbewerben erreicht, in der Bundesliga liegt man aber hinter den Erwartungen zurück und hat teilweise sehr schwache Leistungen abgeliefert.

Das mal rein ergebnistechnisch (wo man sich aktuell im Aufwind befindet und mit 2 Siegen gegen Berlin und Köln wieder ins Soll kommen kann). Spielerisch sehe ich überhaupt keine Entwicklung, die Spiele und statistischen Werte sprechen nicht mal für eine Stagnation, eher sogar einen Rückschritt.

Von den Ankündigungen einer offensiven Spielidee, bei der mehr Tore als der Gegner geschossen werden sollen, ist auch nicht mehr viel übrig. Viel mehr kam man sogar über einen eher defensiven Ansatz wieder ergebnisseitig in die Spur (ab Sevilla auswärts), indem man erst einmal die Devise "Zentrum zu" lebte und fortan mit 3 defensiven oder eher defensiven Akteuren im Mittelfeld spielen lässt. Nach vorne versucht man sich in mehr Vertikalität und schnellem Direktspiel in die Spitze auf Haaland. Unterm Strich hat man keinen wirklich systemischen Ansatz gefunden, sondern lebt hier von der individuellen Qualität insbesondere von Sancho und Haaland und spielt in Teilen auch das System von Favre weiter. Versuche zur Implementierung eines intensiveren Pressings waren teilweise erfolgreich, sind aber auch teilweise kläglich gescheitert, da eigentlich ursächliche Probleme wie die zu weit auseinander stehenden Mannschaftsteile nicht angegangen wurden.

Das Zwischenfazit zu Terzic ist also durchaus durchwachsen. Ergebnisse in den Pokalen sind super, in der Liga hängt man hinterher. Dazu keine spielerischen Fortschritte. In erster Linie geht es aber um Ergebnisse, gerade für einen Interimstrainer wie Terzic. Er muss die CL-Qualifikation liefern, das ist sein wichtigstes Ziel. Alles andere ist schönes Beiwerk, die spielerische Entwicklung wird dann Rose ab Sommer vorantreiben müssen.


Ich gehe da teilweise mit, aber werfe mal etwas anderes in den Raum. Für mich ist die Mannschaft teilweise einfach nicht fit genug für 90 Minuten Terzic Fußball.
Das ist bei Favre doch auch schon aufgefallen, was sollte Terzic da in englischen Wochen auch ändern?
Das kann auch der Grund sein, warum wir uns so weit zurück ziehen, ohne mal einen guten Konter zu fahren.
Wir pöhlen den Ball nur hinten raus und er kommt darauf wieder zurück geflogen.
Warum nur sporadisch gewechselt wird, bleibt Terzic sein Geheimnis.
Kurz und knapp: die Mannschaft ist, meiner Meinung nach, nicht fit.
Und das hat der Vorgänger zu verantworten und dessen Trainerstab.


Das ist aber auch zu platt. In 2,5 Jahren Favre haben wir NIE über die fehlende Fitness des Teams gesprochen, auf gar keinen Fall als andauerndes Thema.

Die Mannschaft wurde zum Fußball Favres passend vorbereitet und ja, das birgt dann auch das Risiko, dass keine nennenswerten Reserven für eine stilistisch andere Herangehensweise da sind.

Man kann doch aber Favre und Stab nicht dafür verantwortlich machen, dass sein Nachfolger bei einem Spielplan noch nie dagewesener engen Taktung ohne Winterpause auf die Idee kommt, plötzlich ein Angriffspressing zu installieren oder generell eine deutlich aktivere und damit kräftezehrendere Spielweise zu etablieren UND dann noch nicht einmal sein ausgedehntes Wechselkontingent auszunutzen.

Bisher scheint das einigermaßen gutzugehen, weil ich mir zumindest vorstellen kann, dass die aktivere Herangehensweise, mehr Spaß und die "gelösten Fesseln" trotz mangelnder Fitness mehr Energie in den Spielern freisetzen und sie deshalb (bei Erfolg) bereit sind, mehr zu investieren als sie vermeintlich zu leisten im Stande sind.

Die Mannschaft sei "nicht fit" ist folglich nicht losgelöst zu betrachten.


Das sehe ich genauso. Wir haben in dieser Saison ein nie da gewesenen Pensum ohne große Regeneration abzuspulen. Und da sehe ich etwaige Fitnessprobleme in erster Linie anzusiedeln. Zwar gab es immer wieder Meldungen, dass es bei Favre zu lasch war, aber das können wir abschließend gar nicht beurteilen.
Unser Problem ist aktuell das wir einfach Spieler wie Sancho, Haaland und Guerreiro nicht ersetzen können. Haaland und Guerreiro generell nicht und Sancho eben bedingt durch die Ausfälle (Hazard) nicht.
In der IV sind wir ultra dünn aufgestellt und durch das 4-3-3 stellt sich das Zentrum auch automatisch auf.

Wenn man zum Beispiel das Spiel gegen Hoffenheim anschaut, dann war Reus die einzige "richtige" Einwechseloption. Alle anderen Spieler hatten vorher keinerlei Ambitionen bzw mit Abstrichen Dahoud noch.

Auch in der Herangehensweise bin ich ganz bei dir. Da lag ein großer Vorteil im Bezug auf die Belastung bei Favre.
Das blinde Pressing, was wir teils bei Terzic gespielt haben, hat diese Belastungsproblematik nur verschärft und trägt dazu bei. Allerdings sehe ich da in den letzten Spielen durchaus Verbesserrungen und das wir dort eine bessere Balance gefunden haben und nicht mehr so oft völlig unnütze Wege gehen.

Im Bezug Wechselkontigent widerspreche ich, wie auch das Beispiel Hoffenheim zeigt, aber etwas. Da fehlen für mich teils auch einfach die Optionen. Ebenso gibt es die Situation schlecht her. Aber gegen Bielefeld und Schalke hätte man gerne auch 10 min vor der 80ten auswechseln dürfen.
Edin Terzic [Trainer] |#3839
10.03.2021 - 10:53 Uhr
Zitat von NullNeun

Man kann doch aber Favre und Stab nicht dafür verantwortlich machen, dass sein Nachfolger bei einem Spielplan noch nie dagewesener engen Taktung ohne Winterpause auf die Idee kommt, plötzlich ein Angriffspressing zu installieren oder generell eine deutlich aktivere und damit kräftezehrendere Spielweise zu etablieren UND dann noch nicht einmal sein ausgedehntes Wechselkontingent auszunutzen.


Das finde ich einen interessanten Punkt, den ich mir selbst auch schon durch den Kopf gehen lassen habe. Eigentlich sollten Mannschaften, die so ein intensives Spiel pflegen durch diese extreme Belastung des Corona Spielplans ordentlich zu tun haben. Persönlich hatte ich da eher an Leipzig, Frankfurt und Co gedacht.

Habe mir mal die letzten 7 Spiele von Leipzig hinsichtlich Rotation, Wechselkontingent und Wechselzeitpunkt angeschaut.

Nagelsmann wechselt in der Regel zwischen der 60 und 70 min zum ersten Mal, dabei auch gerne mal 2 frische Leute. Das Wechselkontingent hat er in den 7 Spielen 5 mal voll ausgeschöpft. Nur gegen Gladbach hat er 3 mal und gegen Augsburg nur 4 mal gewechselt.

Rotation: In jedem Spiel hat er eine andere 3 Kette aufgeboten. Im ZM wechselt er auch punktuell. Hat natürlich seine Keyplayer wie Olmo, Angelino etc, die viel Spielzeit erhalten, aber auch mal ausgewechselt werden.

Ist nur ein kleiner Ausschnitt der letzten 7 Spiele und der Kader von Leipzig ist in der Breite auch ordentlich besetzt, aber Nagelsmann nutzt diese Breite auch gut aus und ich denke, dass ist auch ein Schlüssel für den momentanen Erfolg, trotz des fordernden Fußballs. Da wird man wohl in der letzten Saison seine Lehren gezogen haben.

Gestern das Spiel war auch sehr intensiv für den BvB. Da musste man bis zu letzten Minuten vollen Fokus haben. Freut mich aber zu sehen, wie Terzic sein Glück zum Schluss herausgeschrien hat.

Zum Spiel tja Sevilla war in der ersten Halbzeit in vielen Ebenen einfach besser, dass muss man so klar sagen. Das 1-0 war schon arg schmeichelhaft. Die Posse um den Elfmeter mal wieder einmalig grins
Mir gefällt es jedoch grundsätzlich gar nicht, wie dann wieder das Fußball spielen eingestellt wurde. Die Ketten waren viel zu tief, Reus und Hazard waren ja mehr Außenverteidiger als Offensivspieler und alles sehr passiv.

Wir sind weiter alles gut, dass "wie" interessiert später keinen. Aber denke schon, dass die Mannschaft besseren Fußball spielen kann. Aber vielleicht war es auch Vorgabe a la einfach Sevilla sich aufreiben lassen und über Haaland kontern. Der BvB musste ja nicht zwingend nach vorne spielen, aber die ganze Geschichte weiter vom Tor fern halten, wäre mir dann doch lieber gewesen.

•     •     •

Es ist unerträglich, in welchem Maße die Unparteiischen, die nicht auf Wiederholung, Zeitlupen und sogar mathematische Berechnungen zurückgreifen können, öffentlich an den Pranger gestellt werden. Dies kann und sollte künftig verhindert werden« - Karl-Heinz Rummenigge 2014


"Es ist völlig ausgeschlossen, dass alle drei nächstes Jahr nicht für Borussia Dortmund spielen. Das kann ich ausschließen". Hans Joachim Watzke 2016




Dieser Beitrag wurde zuletzt von TomChen am 10.03.2021 um 10:57 Uhr bearbeitet
Edin Terzic [Trainer] |#3840
10.03.2021 - 11:28 Uhr
Zitat von TomChen


Wir sind weiter alles gut, dass "wie" interessiert später keinen. Aber denke schon, dass die Mannschaft besseren Fußball spielen kann. Aber vielleicht war es auch Vorgabe a la einfach Sevilla sich aufreiben lassen und über Haaland kontern. Der BvB musste ja nicht zwingend nach vorne spielen, aber die ganze Geschichte weiter vom Tor fern halten, wäre mir dann doch lieber gewesen.


Die Mannschaft wird auch besseren Fussball spielen müssen, sonst sehe ich nach wie vor große Fragezeichen hinter der CL-Quali.

Die letzten Spiele waren recht merkwürdig von der Gegnerstruktur (also ab dem Auswärtsspiel in Sevilla).

Man hatte mit Sevilla, Bayern und Gladbach gleich 3 Mannschaften, die zwar sehr stark sind, uns aber von der Spielweise entgegenkommen. Entgegenkommen in dem Sinn, dass wir eben nicht zwingend das Spiel machen müssen. Wir können uns da auf die Defensive konzentrieren und unsere Konter fahren. Gerade Konter gingen beim BVB immer, seit über 10 Jahren ist man in dieser Disziplin exzellent unterwegs.

Daneben gab es die Spiele gegen Bielefeld und Schalke. Die waren als Gegner dann aber gleich dermaßen schwach, dass eine besondere spielerische Leistung nicht erforderlich war.

Ich bin jetzt sehr gespannt auf die Leistungen gegen Hertha und Köln. Vor allem da uns Sancho fehlt. Er ist der wichtigste Spieler in dieser Hinsicht, im Ballvortrag quasi unersetzlich in unserem Kader. Gerade wenn Guerreiro ebenfalls ausfällt, der hier als einer der wenigen noch für Entlastung sorgen könnte.

Bisher wirkte es auf mich so, dass man spielerisch im Prinzip vollständig von Sancho abhängig war und neben dem wenig erfolgreichen Angriffspressing quasi kein wirkliches Mittel hatte bzw. überhaupt versucht hat, hier etwas Neues zu implementieren. Ich hoffe meine Eindrücke waren falsch, in den nächsten Spielen dürfte man aber eine Ahnung von der Richtung bekommen, in die es bei der spielerischen Entwicklung geht.
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