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Dieter Schneider [ehemaliger Präsident]

13.01.2011 - 11:12 Uhr
Ich hoffe die Frage ist hier nicht zu sehr Offtopic:
Warum hat man den Einstieg eines Investors nicht demokratisch auf einer Mitgliederversammlung beschlossen?

Da hätte die Vereinsführung offen und ehrlich die Alternativen darlegen können. Wenn sich bei der Abstimmung dann 95% für den Einstieg aussprechen, dann hat nicht Schneider 1860 verkauft, sondern die Fans haben das gemeinsam beschlossen. Die Fans werden dadurch bei der Aktion mitgenommen, der Investor hat eine Rückmeldung dass er hier wirklich erwünscht ist.
Zitat von Soldberg:
Ich hoffe die Frage ist hier nicht zu sehr Offtopic:
Warum hat man den Einstieg eines Investors nicht demokratisch auf einer Mitgliederversammlung beschlossen?

Da hätte die Vereinsführung offen und ehrlich die Alternativen darlegen können. Wenn sich bei der Abstimmung dann 95% für den Einstieg aussprechen, dann hat nicht Schneider 1860 verkauft, sondern die Fans haben das gemeinsam beschlossen. Die Fans werden dadurch bei der Aktion mitgenommen, der Investor hat eine Rückmeldung dass er hier wirklich erwünscht ist.


Wahrscheinlich kann man Schneider unterstellen sehr eigenmächtig gehandelt zu haben. Ich denke aber, dass eine Abstimmung dazu geführt hätte, dass viele Zahlen an die Öffentlichkeit gelangt wären, die besser unter Verschluss gehalten wurden. Eine Abstimmung ohne die nötige Transparenz wäre eine Farce gewesen. Ein weiterer Kritikpunkt an diesem basisdemokratischen Verfahren ist, dass die Rettung vor der Insolvenz in einem sehr eng gesteckten zeitlichen Rahmen stattgefunden hat und dass eine solche Abstimmung - inklusive der Vorbereitung - sehr lange gedauert hätte. Abgesehen davon hat schon Aristoteles die Demokratie mit einem durchgehenden Pferd verglichen und die Herrschaft des Pöbels abgelehnt. Wenn ich ehrlich bin, ich gehöre zu der breiten Masse des Pöbels, weil ich keine umfassende Einsicht in die finanzielle Situation des Vereins habe und mein Wissen nur durch Foren und Zeitungen gespeist wird. Mir sollte man eine solche Entscheidung tatsächlich nicht zumuten, sondern lieber kompetenten Wirtschatsprüfern und Juristen.
Rückwirkend betrachtet kann noch keiner den Grad der Fanspaltung richtig evaluieren bzw. voraussehen. Mit Blick Richtung Zukunft müssen jetzt aber die Zahlen auf den Tisch, die Perspektiven und Pläne und die realen Konsequenzen aus dem Investorendeal. Aktive Aussöhnung und ein Schaffen von Vertrauen sind jetzt absolute Priorität.

•     •     •

"Was ist das? Blaues Licht. Was macht es? Es leuchtet blau."
John Rambo
Zitat von Nummer_10:
Ich stand ggü. zur Stehhalle und habe die Sprechchöre gg. D. Schneider nicht gehört.
Als D. Schneider auf unserer Seite vorbeikam wurde er mit großen Applaus bedacht. Diesen hat er sich für seine Verdienste um 60 auch verdient.

Sollte die Biergeschichte und die Spuckattacke stimmen, muss man sich für die Deppen einfach schämen.


seh ich anders, ich stand im rentnerblock und habe alles genau mitbeikommen und mich nur noch geschaemt, der applaus, als schneider zurueck kam, hat mich und hoffentlich auch ihn ein wenig versoehnt

@vanenburg.. ich glaube es ist zu leicht, die, wie du schreibst fundis und realos zu 2 ver schiedneen fanlager zu bezeichnen, und die fundis offensiver in ihren argumenten sind, oder wie du schreibst, konsensbereiter sind... weil dieses laute, aufmerksamkeitserregende auftreten meiner meinung nach schlicht assozial , illegal und peinlich ist, auch bedingt durch den alkoholpegel (ich hab nichts gegen an gepflegten rausch) und den gruppenzwang und die damit verbundene niedrige vernunftsgrenze

nichts gegen die meinung der sogenannten fundis, ich diskutier auch gern mit vernuenftigen wie dir hier oder sonst wo, aber ich geh auch mit offenen augen ins stadion und ein grossteil derer sind einfach besoffene krawallmacher , und wenns das thema gruenwalder und 60 nicht gaebe, waeren die woanders und wuerden saufen, um krawall zu machen, denen gehts, wie gesagt zum grossteil, nicht ums thema und schaden den "vernueftigen fundis" nur.

ich mein, es ist geil im gruenwalder zu sein, aber kriminelle gehoeren weggesperrt
Zitat von BeKa60:
Es ist völlig wurscht, wer, oder wie viele sich wieder einmal daneben benommen haben, alleine die Tatsache DASS ist schlimm genug! ich rate diesen Voll ***** en sich schleunigst einen neuen Verein zu suchen, was nicht so schwierig sein dürfte, denn richtige Löwenfans waren die ohnehin nie! Es ist mir ein Rätsel, wie man sich mit so wenig Hirn überhaupt zurecht finden kann! :ugly


-.-

nenne mir ein traditionsverein, bei dem die ultras nicht auf die barrikaden gegangen wären bei einem anteilsverkauf
eher fande ich die reaktionen noch ziemlich harmlos - hatte teilweise mit schlimmeren gerechnet

als red bull bei düsseldorf einsteigen wollte, ist der deal zB komplett gescheitert - WEGEN DEN FANS

das ist völlig normal!

schneider braucht sich aber auch definitiv nicht so feiern lassen - er kritisiert seine vorgänger in grund und boden, weil sie mies gewirtschaftet haben ... aber einen verein wie 1860 münchen durch einen anteilsverkauf zu retten ist jetzt ehrlich gesagt kein riesen wunder !

•     •     •

“Druck? Was für ein Druck? Druck ist wenn arme Menschen überall in der Welt versuchen ihre Familien zu ernähren. Wenn sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten müssen, um ihre Kinder zu füttern. Es gibt keinen Druck im Fußball.”

(Jose Mourinho, The Special One)
Zitat von Lion_60:
Was sagt eigentlich der Betroffene über das ganze Theater ?

“dieblaue24.de” erwischte Schneider am Sonntagabend am Handy. Der Löwen-Boss versicherte: “Das ist alles halb so wild. Im Fußball geht’s um Emotionen – und wir nehmen unsere Fan-Bewegung ernst. Wir sind auf dem Fußballplatz und nicht im Nonnenkloster.”


geile aussage und seeeehr souveraen
Zitat von TimoGebhart:
schneider braucht sich aber auch definitiv nicht so feiern lassen - er kritisiert seine vorgänger in grund und boden, weil sie mies gewirtschaftet haben ... aber einen verein wie 1860 münchen durch einen anteilsverkauf zu retten ist jetzt ehrlich gesagt kein riesen wunder !


Das wiederum können wir schwer beurteilen, weil wir weder bei den Verhandlungen dabei waren, noch die Inhalte der Verträge kennen. Mag sein, dass du Recht hast, kann aber auch sein, dass Schneider das Beste für den Verein herausgeholt hat.

Zu den Ultra-Gruppierungen: Ultra zu sein heißt nicht Narrenfreiheit zu genießen. Auch diese Leute müssen sich an menschliche Umgangsformen orientieren und nicht per Freibrief solche Auswüchse zugestanden bekommen, nach dem Motto: "Ey, isch bin Ultra, isch darf das!"

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"Was ist das? Blaues Licht. Was macht es? Es leuchtet blau."
John Rambo
@ gebhart: es gab bei uns auch schon leute die haben einen investoren deal nicht über die bühne bringen können...

außerdem lässt sich ein schneider nirgends feiern. ich hab noch nicht ein einziges wort des eigenlobs gelesen, du etwa?
Zitat von tsv_ftw:
@ gebhart: es gab bei uns auch schon leute die haben einen investoren deal nicht über die bühne bringen können...

außerdem lässt sich ein schneider nirgends feiern. ich hab noch nicht ein einziges wort des eigenlobs gelesen, du etwa?


bei 1. hast du recht - da hatten wir allerdings sozusagen einen noch größeren zeitdruck, da die transferperiode nur noch wenige tage ging

aber ich meinte zB ein stoffers - er hat es oft genug versucht den verein zu retten ohne anteile zu verkaufen - sämtliche einnahmen verpfändet, daher steht er jetzt als versager da, wobei mMn die größten versager unter stoffers die sportlichen verantwortlichen waren, auch ewald lienen genannt ... aber das ein anderes thema
bei einem aufstieg, der mit so einer teuren mannschaft hätte möglich sein müssen, wären die kurzzeitigen verpfändungen nach 1-2 jahren bundesliga nahezu egal gewesen ... aber die anteile sind für immer weg (wahrscheinlich)! daher denke ich, dass man immer erst verpfänden sollte bevor man anteile verkauft - so gesehen war das alles ein logischer verlauf

nun aber zur eigentlichen schneider-kritik: ich fand es ein unding wie er schäfer in der öffentlichkeit kritisiert und es so hinstellt als hätte das schäfer mit dem 5mio minus alleine verbockt !
monatelang tritt man immer gemeinsam vor die kamera und stellt sich als super team hin, dass alle entscheidungen gemeinsam trifft, aber kaum begeht schäfer einen fehler, opfert ihn schneider - UND DAS IST FÜR MICH EGOISTISCH ( auch wenn schäfer derzeit noch im amt ist )

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“Druck? Was für ein Druck? Druck ist wenn arme Menschen überall in der Welt versuchen ihre Familien zu ernähren. Wenn sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten müssen, um ihre Kinder zu füttern. Es gibt keinen Druck im Fußball.”

(Jose Mourinho, The Special One)
Zitat von oldlion43:
Zitat von Lion_60:
Was sagt eigentlich der Betroffene über das ganze Theater ?

“dieblaue24.de” erwischte Schneider am Sonntagabend am Handy. Der Löwen-Boss versicherte: “Das ist alles halb so wild. Im Fußball geht’s um Emotionen – und wir nehmen unsere Fan-Bewegung ernst. Wir sind auf dem Fußballplatz und nicht im Nonnenkloster.”


geile aussage und seeeehr souveraen


Oh ja, der Mann hält offenbar echt was aus! Er ist ein Segen für diesen Verein - wäre er früher ans Ruder gekommen, hätten wir heute einige Probleme weniger...
Zitat von sternbald:
Zitat von Soldberg:
Ich hoffe die Frage ist hier nicht zu sehr Offtopic:
Warum hat man den Einstieg eines Investors nicht demokratisch auf einer Mitgliederversammlung beschlossen?

Da hätte die Vereinsführung offen und ehrlich die Alternativen darlegen können. Wenn sich bei der Abstimmung dann 95% für den Einstieg aussprechen, dann hat nicht Schneider 1860 verkauft, sondern die Fans haben das gemeinsam beschlossen. Die Fans werden dadurch bei der Aktion mitgenommen, der Investor hat eine Rückmeldung dass er hier wirklich erwünscht ist.


Wahrscheinlich kann man Schneider unterstellen sehr eigenmächtig gehandelt zu haben. Ich denke aber, dass eine Abstimmung dazu geführt hätte, dass viele Zahlen an die Öffentlichkeit gelangt wären, die besser unter Verschluss gehalten wurden. Eine Abstimmung ohne die nötige Transparenz wäre eine Farce gewesen. Ein weiterer Kritikpunkt an diesem basisdemokratischen Verfahren ist, dass die Rettung vor der Insolvenz in einem sehr eng gesteckten zeitlichen Rahmen stattgefunden hat und dass eine solche Abstimmung - inklusive der Vorbereitung - sehr lange gedauert hätte. Abgesehen davon hat schon Aristoteles die Demokratie mit einem durchgehenden Pferd verglichen und die Herrschaft des Pöbels abgelehnt. Wenn ich ehrlich bin, ich gehöre zu der breiten Masse des Pöbels, weil ich keine umfassende Einsicht in die finanzielle Situation des Vereins habe und mein Wissen nur durch Foren und Zeitungen gespeist wird. Mir sollte man eine solche Entscheidung tatsächlich nicht zumuten, sondern lieber kompetenten Wirtschatsprüfern und Juristen.
Rückwirkend betrachtet kann noch keiner den Grad der Fanspaltung richtig evaluieren bzw. voraussehen. Mit Blick Richtung Zukunft müssen jetzt aber die Zahlen auf den Tisch, die Perspektiven und Pläne und die realen Konsequenzen aus dem Investorendeal. Aktive Aussöhnung und ein Schaffen von Vertrauen sind jetzt absolute Priorität.

Eine basisdemokratische Absegnung klingt zwar nach einer guten Idee und hätte eventuell dazu beigetragen, dass es heute weniger konflikthaft abgeht, aber andererseits finde ich, dass Herr Schneider als oberster Repräsentant des Vereins einfach nur seine Pflicht getan hat: Nämlich alles nur mögliche zu unternehmen, um den Verein zu retten. Wenn du ansonsten bei jeder Rettungstat vorher noch jedes Mitglied fragst, ob du auch wirklich darfst oder sich möglicherweise irgendwer in seiner (fragwürdigen) Identität gestört fühlt, wird doch das Präsidentenamt zur reinen Farce.

Muss sich ein Präsident wirklich einer Abstimmung stellen muss, um den Verein retten zu dürfen!?

Ich denke, der Uli hat da ne klare Meinung :D
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