Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
Starke Worte und wirksame Maßnahmen. Hoffentlich besinnt man sich in der Fanszene und sieht das nicht als Affront. Dieser Schritt war überfällig.
Es ist ein Anfang, den ich nur begrüßen kann. Letztendlich muss das Ziel sein, dass der Verein ein freundliches, tolerantes, weltoffenes Bild abgibt und es ausschließlich um die sportliche Auseinandersetzung geht.
SEHR gute erste Schritte! Weiter so! Bleibt stark lieber Vorstand, Aufsichtsrat!
Raus mit den Einzellern aus der Szene und den Stadions.
Man darf gespannt sein, inwiefern die Punkte umgesetzt (mehr Kameras, eigene Ordner bei Auswärtsspielen) werden und Erfolge bringen (zivile Anklagen, Stadionverbote).
An der Verlegung des Gästeblocks arbeitet man weiter, das ist ein Punkt auf der Liste der Maßnahmen zur Deeskalation.
An der Verlegung des Gästeblocks arbeitet man weiter, das ist ein Punkt auf der Liste der Maßnahmen zur Deeskalation.
Zitat von worldmode
Es ist ein Anfang, den ich nur begrüßen kann. Letztendlich muss das Ziel sein, dass der Verein ein freundliches, tolerantes, weltoffenes Bild abgibt und es ausschließlich um die sportliche Auseinandersetzung geht.
Es ist ein Anfang, den ich nur begrüßen kann. Letztendlich muss das Ziel sein, dass der Verein ein freundliches, tolerantes, weltoffenes Bild abgibt und es ausschließlich um die sportliche Auseinandersetzung geht.
Der (traurige) Witz ist allerdings: Du kannst als Verein noch so viel machen und tun, Maßnahmen ergreifen, Kameras aufstellen und mit anderen Clubs, der Polizei und dem Innenministerium kooperieren, wenn die verhältnismäßig große Gruppe derer, die Hansa nur als Vorwand nutzt, um Gewalt gegen Personen und Sachen zu üben, nicht irgendwie aus dem Verkehr gezogen wird, dann häufen sich diese Bilder weiterhin. Im Club weiß doch inzwischen fast jeder, was gespielt wird, aber nach Außen treten dann genau die Leute, die in Hamburg Keramik-Weitwurf mit menschlichen Zielscheiben gespielt haben, als "Hansa" auf und prägen das Bild des Clubs in ganz Deutschland und im deutschsprachigen Raum mit.
Hansas Reaktion auf diese Vorfälle ist super und beispielhaft, aber als Clubverantwortlicher bist du in dieser Situation echt gea.scht. Entweder gängelst du deine aktive Fanszene komplett, weil sich in ihr diese angesprochene Gruppe versteckt, oder du wirst Spieltag für Spieltag mit Szenen wie auf St. Pauli überschüttet, mit einem miesen Image, Geldstrafen und einer ganzen Latte an Maßnahmen, für die du dann wieder ggü. der Fanszene Rechenschaft ablegen musst. Das ist eine Mammutaufgabe, und ich wünsche euch wirklich, dass dieser Weg zum Erfolg führt. Es ist unheimlich schade dass das, was Hansa sportlich leistet, durch solche Deppen mit Gewalt und rechten Parolen in den Hintergrund gedrängt wird.
Endlich passiert mal etwas! Und zwar nicht nur aus Aktionismus, sondern plausibel begründet und hoffentlich zielführend. Ein guter Anfang.
Ich erwarte dennoch, dass nun wieder ein kleinkindgeistiger Stimmungsboykott folgen wird. Das wäre dann wohl an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Ich hoffe jedoch, dass wir alle zusammen am Sonntag zeigen, was für eine geile Stimmung wir im Ostseestadion entfachen können. Für das Team, für den Verein und für uns. Wir sind mehr als dieses Bild, welches wir in den letzten zwei Wochen abgegeben haben!
Ich erwarte dennoch, dass nun wieder ein kleinkindgeistiger Stimmungsboykott folgen wird. Das wäre dann wohl an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Ich hoffe jedoch, dass wir alle zusammen am Sonntag zeigen, was für eine geile Stimmung wir im Ostseestadion entfachen können. Für das Team, für den Verein und für uns. Wir sind mehr als dieses Bild, welches wir in den letzten zwei Wochen abgegeben haben!
Definitiv übersteigen die angekündigten Maßnahmen meine im Vorfeld eher geringen Erwartungen.
Das Rad wurde an vielen Stellen aber auch nicht neu erfunden, wenn man Privilegien entzieht, die man vorher selbst ermöglicht hat (Fanszenen-Kontingent für Auswärtskarten) oder auch frühere Maßnahmen neu verwendet (Keine Arbeitskarten mehr).
Nichtsdestotrotz in der Kombination und Vielzahl der Maßnahmen ein Lichtblick. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt.
Schwach finde ich, dass man bei einem offensichtlichen Problem von rechts, von dem man sich vorher quasi nie distanziert, sich jetzt gleich von rechts und links distanziert. Da Stelle ich mir die Frage, ob dieser Teil des Problems wirklich ernstgenommen wird. Die politische Dimension kommt allgemein etwas kurz.
Bspw. Kein Statement zu Lichtenhagen und den Sonnenblumen. Aber gut, nach dem Hinspiel hat Hansa gegen eine entsprechende Strafe ja auch iwie Einspruch eingelegt.
Falls jemand noch eine Erinnerung braucht: https://www.liga2-online.de/hansa-einspruch-nach-dfb-strafe-dann-wirft-das-viele-fragen-auf/
Für den erneuten Einsatz von solchen „Provokationen" ist Marien nicht ganz unschuldig.
Das Rad wurde an vielen Stellen aber auch nicht neu erfunden, wenn man Privilegien entzieht, die man vorher selbst ermöglicht hat (Fanszenen-Kontingent für Auswärtskarten) oder auch frühere Maßnahmen neu verwendet (Keine Arbeitskarten mehr).
Nichtsdestotrotz in der Kombination und Vielzahl der Maßnahmen ein Lichtblick. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt.
Schwach finde ich, dass man bei einem offensichtlichen Problem von rechts, von dem man sich vorher quasi nie distanziert, sich jetzt gleich von rechts und links distanziert. Da Stelle ich mir die Frage, ob dieser Teil des Problems wirklich ernstgenommen wird. Die politische Dimension kommt allgemein etwas kurz.
Bspw. Kein Statement zu Lichtenhagen und den Sonnenblumen. Aber gut, nach dem Hinspiel hat Hansa gegen eine entsprechende Strafe ja auch iwie Einspruch eingelegt.
Falls jemand noch eine Erinnerung braucht: https://www.liga2-online.de/hansa-einspruch-nach-dfb-strafe-dann-wirft-das-viele-fragen-auf/
Für den erneuten Einsatz von solchen „Provokationen" ist Marien nicht ganz unschuldig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JoRostock am 03.03.2023 um 14:48 Uhr bearbeitet
Ein sehr starkes Statement, das ich, wenn ich ehrlich bin, so gar nicht mehr erwartet hätte. Mir gefällt, dass die Situation offenbar von verschiedenen Seiten aus analysiert wurde, viele Gespräche gesucht wurden und auch konkrete Maßnahmen abgeleitet. Zwei Dinge fallen mir dabei besonders auf: Zum einen die Formulierung "Pyro, die die Hand verlässt". Dies suggeriert für mich, dass man von Vereinsseite aus grundsätzlich nichts gegen den Einsatz von Pyrotechnik hat, solange diese nicht als Wurfgeschoss benutzt wird. Gibt es hier so etwas wie eine Abstimmung zwischen Verein und Fanszene die entstehenden Strafen durch Spenden auszugleichen (reine Vermutung)?
Zum anderen lese ich das erste Mal, dass man sich von extremem Gedankengut abgrenzt und dies auch mit einigen Beispielen menschenverachtender und rechtsextremer Aussagen unterlegt. DIes war sowas von überfällig! Gewünscht hätte ich mir noch einen Bezug auf die Provokation mit dem Lichtenhagenbanner und den Sonnenblumen und eine Verurteilung dessen, zudem diese Provokation nicht das erste Mal gemacht wurde. Aber gut, das Statement ist ein guter Anfang und ich hoffe, man bleibt konsequent und folgt auch in Zukunft dieser Linie.
Zum anderen lese ich das erste Mal, dass man sich von extremem Gedankengut abgrenzt und dies auch mit einigen Beispielen menschenverachtender und rechtsextremer Aussagen unterlegt. DIes war sowas von überfällig! Gewünscht hätte ich mir noch einen Bezug auf die Provokation mit dem Lichtenhagenbanner und den Sonnenblumen und eine Verurteilung dessen, zudem diese Provokation nicht das erste Mal gemacht wurde. Aber gut, das Statement ist ein guter Anfang und ich hoffe, man bleibt konsequent und folgt auch in Zukunft dieser Linie.
Zitat von Raulinho7
Es fehlen mir hier echt die Worte...Echt liegen da wirklich Welten dazwischen? Ich meine es wurden am Wochenende Raketen, Pyro, Böller, Keramikscheiben, Klodeckel auf unbeteiligte Menschen (Ordner, Familien, Kinder usw.) geworfen, unabhängig ob sie für St. Pauli oder Hansa waren. Es wurden hierbei Leute verletzt. Wir können froh sein, dass hier keiner ernsthafter verletzt worden ist. Mir geht dieses eine Lied nicht mehr aus dem Kopf mit dem kleinen St. Pauli Schwein was eine Flasche ins Gesicht bekommt und überall Blut ist...Wenn das nicht extrem und menschenverachtend ist, weiß ich auch nicht, in welcher Welt einige leben. Ich bekomme von soviel Relativierungen und dem Augen verschließen echt einen Kamm. Krass und damit spielt man solchen Leuten noch in die Karten, wenn man das ganze abtut und sagt, dass war doch gar nicht so schlimm. Von mir aus streiche das Wort Rechts aus dem Wort und nennen es nur Extremismus. Das macht es trotzdem nicht besser.
Zitat von Hanseatenjoker
Was kommt eigentlich nach Rechtsextremismus? Ich meine zwischen einem Mob der Ausländer jagt, schlägt, ermordert und Flüchtlingsheime ansteckt und den Vorfällen beim St. Pauli Spiel liegen ja noch Welten.
Also wie bezeichnen wir dann das ?
Was kommt eigentlich nach Rechtsextremismus? Ich meine zwischen einem Mob der Ausländer jagt, schlägt, ermordert und Flüchtlingsheime ansteckt und den Vorfällen beim St. Pauli Spiel liegen ja noch Welten.
Also wie bezeichnen wir dann das ?
Es fehlen mir hier echt die Worte...Echt liegen da wirklich Welten dazwischen? Ich meine es wurden am Wochenende Raketen, Pyro, Böller, Keramikscheiben, Klodeckel auf unbeteiligte Menschen (Ordner, Familien, Kinder usw.) geworfen, unabhängig ob sie für St. Pauli oder Hansa waren. Es wurden hierbei Leute verletzt. Wir können froh sein, dass hier keiner ernsthafter verletzt worden ist. Mir geht dieses eine Lied nicht mehr aus dem Kopf mit dem kleinen St. Pauli Schwein was eine Flasche ins Gesicht bekommt und überall Blut ist...Wenn das nicht extrem und menschenverachtend ist, weiß ich auch nicht, in welcher Welt einige leben. Ich bekomme von soviel Relativierungen und dem Augen verschließen echt einen Kamm. Krass und damit spielt man solchen Leuten noch in die Karten, wenn man das ganze abtut und sagt, dass war doch gar nicht so schlimm. Von mir aus streiche das Wort Rechts aus dem Wort und nennen es nur Extremismus. Das macht es trotzdem nicht besser.

Doch, das macht einen Unterschied. Hier ist gerade ein Dramatisierungswettbewerb gestartet, der mit den Problemen genauso wenig zu tun hat, wie irgendwelche Beschönigungen.
Also ob die von dir aufgezählten Vorfälle nicht schon schlimm genug wären, versucht man diesen Leuten hier auch noch ein politisches Weltbild in die Köpfe zu reden, obwohl man noch nicht mal genau weiß, wer das war. Es reicht nicht, dass das Chaoten sind - nein, es müssen unbedingt rechtsextremistische Chaoten sein! Damit man es sich dann schön leicht machen kann, indem man sich hier seitenlang gegenseitig auf die Schultern klopft, weil man Rechtsextremisten so einfach ausgrenzen kann?
Und wenn man schon dabei ist (weil @Mattes_FCH gefragt hatte), kann man ja gleich noch darüber diskutieren, AfD-Wähler auch noch aus dem Stadion zuwerfen... (siehe z.B. #4783 in diesem Thread)
Wenn sich User hier besser fühlen, indem sie das alles wortreich verurteilen und dabei selbst zu pauschalisierenden Verurteilungen greifen, die sie jedem, den sie persönlich als "Rechtsextremisten" bezeichnen, zurecht vorwerfen würden, dann ist es doch auch in Ordnung. Dann fühlen sich danach doch alle besser und können anderen Usern hier vorwerfen, in einer verkehrten Welt zu leben.
Ich messe so ein Hansa-Statement ja seit letzter Saison was die "Stärke" der Formulierung angeht gerne am dramatischen Ticket-Skandal gegen den HSV:
"Diese unverschämte und ekelhafte Abzocke werden wir nicht dulden. Wer zum eigenen Profit auf Hansa 'scheißt' und mit Karten dealt, hat bei uns nichts verloren. Jedes dieser 'Geschäfte' ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitglieder und Fans,..."
und
"Jeder dieser Fälle, der von uns entdeckt oder uns gemeldet wurde, wurde bereits an ein Anwaltsbüro übergeben."
Der Ausschluss von Mitgliedern/DK-Inhabern wurde darüber hinaus ja auch offen angedroht.
Diese "Stärke" sehe ich mal wieder nicht, wenn es um Auswüchse in Sachen Gewalt geht. Die in dieser Woche getroffenen Maßnahmen sind Selbstverständlichkeiten, sicherlich auch um Schadensbegrenzung zu betreiben für die zukünftige Arbeit mit Partnern, auf die man angewiesen ist (z. B. Polizei).
Nachdem das Hinspiel nun noch getoppt wurde, erscheinen so manche Banner auch gar nicht mehr einfach nur "zweideutig". Vielleicht konnte der Verein ja auch hier ein Anwaltsbüro finden, dem man die Einschätzung verdanken darf, dass nun doch "rote Linien" der Satzung als überschritten angesehen werden.
Naja, was nützen all die Statements - am Ende zählt was getan wird. Da kann man gespannt sein, was "geliefert" wird.
"Diese unverschämte und ekelhafte Abzocke werden wir nicht dulden. Wer zum eigenen Profit auf Hansa 'scheißt' und mit Karten dealt, hat bei uns nichts verloren. Jedes dieser 'Geschäfte' ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitglieder und Fans,..."
und
"Jeder dieser Fälle, der von uns entdeckt oder uns gemeldet wurde, wurde bereits an ein Anwaltsbüro übergeben."
Der Ausschluss von Mitgliedern/DK-Inhabern wurde darüber hinaus ja auch offen angedroht.
Diese "Stärke" sehe ich mal wieder nicht, wenn es um Auswüchse in Sachen Gewalt geht. Die in dieser Woche getroffenen Maßnahmen sind Selbstverständlichkeiten, sicherlich auch um Schadensbegrenzung zu betreiben für die zukünftige Arbeit mit Partnern, auf die man angewiesen ist (z. B. Polizei).
Nachdem das Hinspiel nun noch getoppt wurde, erscheinen so manche Banner auch gar nicht mehr einfach nur "zweideutig". Vielleicht konnte der Verein ja auch hier ein Anwaltsbüro finden, dem man die Einschätzung verdanken darf, dass nun doch "rote Linien" der Satzung als überschritten angesehen werden.
Naja, was nützen all die Statements - am Ende zählt was getan wird. Da kann man gespannt sein, was "geliefert" wird.
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