Diskussionsrunde

DFB- und die 6,7 Millionen.

23.10.2015 - 22:31 Uhr
DFB- und die 6,7 Millionen. |#111
23.11.2015 - 08:22 Uhr
Zitat von Sheek
Des Kaisers Reaktion steht ja auf beängstigende Weise sinnbildlich für dieses gesamte System. Nicht nur die Tatsache, dass er einfach alles blind unterschrieben hat, nein auch seine Reaktion auf Niersbachs Abgang ist symptomatisch. Man liest nur von "wir sind und bleiben Freunde" etc. Und der böse Giftzwerg Zwanziger spuckt in die Freundschaftssuppe wie Judas persönlich. Auch dazu viel ihm nur ein "wir waren doch Freunde" ein. Das Milliarden-Geschäft Fußball wird gemanagt wie die Herren-Skatrunde aus Wanne-Eickel. Ein Staat der so regiert wird nannte man in der Vergangenheit etwas abschätzig Bananenrepublik.


Mit diesen Aussagen reiht er sich direkt in die Blatters und Platinis mit ein. Auf seinem hohen Stuhl hat er doch nur das Beste für den Fußball gewollt. Warum sind die anderen doch alle so böse?

Fragt man sich mal, wie ernst man jemanden nehmen will, der angeblich alles, in diesem Fall konkrete Bestechungsverträge, ungelesen unterschreibt? Hier werden alle für dumm verkauft.
DFB- und die 6,7 Millionen. |#112
27.11.2015 - 12:52 Uhr
Die Affäre um die Weltmeisterschaft 2006 könnte den Deutschen Fußball-Bund nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (Freitagsausgabe) bis zu 25 Millionen Euro an Steuernachzahlungen und Zinsen kosten, vor allem im Falle einer nachträglichen Aberkennung der Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006. Die Finanzbehörden können im Falle eines Steuervergehens die Gemeinnützigkeit, die erhebliche Steuervorteile mit sich bringt, für das betreffende Jahr aufheben. Der DFB will das verhindern.
Das der Laden da in Frankfurt alles ist, nur kein gemeinnütziger Verein, ähnlich wie die FIFA, ist eigentlich offensichtlich. Bleibt nur die Frage, ob das Offensichtliche dann auch zum Urteil der Aberkennung führt.
DFB- und die 6,7 Millionen. |#113
02.09.2016 - 15:46 Uhr
Quelle: T-online.de
"Im Skandal um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland haben Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) am Donnerstag das Haus von Franz Beckenbauer in Salzburg offenbar zwei Stunden lang durchsucht. Dies berichtet die "Bild". (...) Die BA hatte am Donnerstag bestätigt, dass bereits am 6. November 2015 ein Strafverfahren gegen die WM-Organisationsbosse um Beckenbauer eingeleitet wurde. Es geht um den "Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung".
DFB- und die 6,7 Millionen. |#114
02.09.2016 - 18:47 Uhr
Quelle: www.faz.net
Der Fall um die dubiosen Zahlungsströme zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und die Rolle des damaligen Organisations-Chefs Franz Beckenbauer erhält eine neue Dimension. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht die Schweizer Bundesanwaltschaft nun auch Geldflüssen in Millionenhöhe nach, die in der Zeit zwischen 2008 und 2011, nach dem WM-Turnier in Deutschland, als Beckenbauer Mitglied der Exekutive des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) war, beim angeblichen Empfänger Beckenbauer gelandet sein sollen. Zu erfahren ist, dass Beckenbauers damaliger enger Vertrauter, Fedor Radmann, bei den Transfers zwischengeschaltet worden sei.
Die FAZ macht hier ganz neue Fässer auf und fragt, ob Beckenbauer "Teil des Patronage-Systems von Blatter" war. Gegenstand der Ermittlungen sei jedenfalls mehr als die 6,7 Mio. Es ginge auch um Zahlungen an Beckenbauer 2008-11.
DFB- und die 6,7 Millionen. |#115
02.09.2016 - 22:34 Uhr
Der Kaiser und "untreu"?

NIEMALS!

Wid auch jede FCB-Weihnachtsfeier bestätigen können.

PS: Beruhigend, dass einem im Fußball das Gefühl selten enttäuscht (Hoeness, Blatter, Platini, der Kaiser...).
DFB- und die 6,7 Millionen. |#116
02.09.2016 - 22:54 Uhr
Ja diese armen Millionen schweren Manager und Vorstände die leider leider der Gier des Geldes verfallen sind und einfach nicht genug bekommen können und somit Steuern hinterziehen und Schwarzgelder verstecken.
Alle zusammen ab in den Knast und danach ein lebendslanges Berufsverbot!!!!!!!!
DFB- und die 6,7 Millionen. |#117
03.09.2016 - 08:52 Uhr
Was mich an der ganzen Diskussion massiv stört ist, dass das Thema in den Medien (oder beispielswqeise auch hierzwinker) recht stiefmütterlich behandelt wird. Wochenlang hat man nahezu überhaupt nichts gehört. Stattdessen stürzte man sich z.B. auf die Dopingaffäire in Russland oder die Korruptionsgeschichte mit Blatter mit täglichen Berichten. Oder auch auf die WM-Vergabe nach Katar.
Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn man den vermeintlichen Kauf der WM 2006 stillschweigend akzeptiert hat, war ja ein so tolles Fest und ohne Korruption bekommt man es (scheinbar) auch nicht. Also alle gut!
Sehr gefährliche Denkweise.

Ich bin froh, dass die Schweizer Behörden da jetzt Nägel mit Köpfen machen. Vielleicht erfahren wir ja doch irgendwann, wo die 6,7 Mio. sind und wie das damals genau agbelaufen ist.

•     •     •

"Ich kann jetzt nicht verstehen warum die Schärfe hier reinkommt." Waldemar Hartmann
DFB- und die 6,7 Millionen. |#118
04.09.2016 - 10:03 Uhr
Zitat von El_Burro
Was mich an der ganzen Diskussion massiv stört ist, dass das Thema in den Medien (oder beispielswqeise auch hierzwinker) recht stiefmütterlich behandelt wird. Wochenlang hat man nahezu überhaupt nichts gehört. Stattdessen stürzte man sich z.B. auf die Dopingaffäire in Russland oder die Korruptionsgeschichte mit Blatter mit täglichen Berichten. Oder auch auf die WM-Vergabe nach Katar.
Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn man den vermeintlichen Kauf der WM 2006 stillschweigend akzeptiert hat, war ja ein so tolles Fest und ohne Korruption bekommt man es (scheinbar) auch nicht. Also alle gut!
Sehr gefährliche Denkweise.

Ich bin froh, dass die Schweizer Behörden da jetzt Nägel mit Köpfen machen. Vielleicht erfahren wir ja doch irgendwann, wo die 6,7 Mio. sind und wie das damals genau agbelaufen ist.


Ich dachte das sei schon ewig klar?
Dreyfus gibt dem DFB 6,7mio, dieser verschiebt das Geld an irgendwelche FIFA Typen, DFB nimmt später das Geld aus dem FIFA Budget und zahlt es über Umwege an Dreyfus zurück.
Als Finanzierungskniff wurde die WM Gala erst budgetiert und dann gestrichen, um die 6,7 mio freizusetzen.
Keine Neuigkeit für mich....
Relevanter empfinde ich da die neuen Vorwürfe bzgl. FIFA Vorgängen, die gar nichts mit der WM06 zu tun haben.

Dennoch frage ich mich, wann denn wohl Finnland einen Deutschen für etwas verklagt, was hierzulande nicht strafbar oder verjährt ist. Das Konstrukt als solches empfinde ich als merkwürdig.
Jeder Bürger sollte juristisch in seinem Land, bzw. dem Land seines Vergehens belangt werden, aber nicht von Drittländern.
In diesem Fall hat der DFB seinen Sitz in Deutschland und die Betroffenen wohnen allesamt nicht in der Schweiz. In der Schweiz wurde niemand geschädigt, also inwiefern besteht denn da überhaupt eine juristische Zuständigkeit der Schweiz??
Wer klagt als Nächstes? Die Russen? Die Kenianer?
Wie oft darf man eigentlich einen Vorgang juristisch verfolgen? Pro Land einmal, also hunderte Male aufgrund vieler Länder?
Das sind doch alles Fragen, deren Beantwortung gar nicht klar ist.
Nur aus reiner Gier danach, dass möglichst alle verknackt werden, sollte man solch merkwürdigen Konstrukten nicht blind zustimmen. Verklagen die USA bald hiesige Mittelständler für Vorgänge in Deutschland, die hierzulande legal sind, aber in den USA eine Milliardenentschädigung nach sich ziehen? Welches Recht gilt denn überhaupt?
Oder bekommen wir als Nächstes alle Strafmandate aus der Schweiz für Fahrten innerhalb Deutschlands, weil deren Vorschriften und Strafenkatalog anders sind.
Das "sitzt" einfach alles nicht richtig bei mir. Ein souveräner Staat sollte juristisch exklusiv über alle Vorgänge in seinem Geltungsbereich bestimmen.
DFB- und die 6,7 Millionen. |#119
04.09.2016 - 10:21 Uhr
Zitat von Landauer


Dennoch frage ich mich, wann denn wohl Finnland einen Deutschen für etwas verklagt, was hierzulande nicht strafbar oder verjährt ist. Das Konstrukt als solches empfinde ich als merkwürdig.
Jeder Bürger sollte juristisch in seinem Land, bzw. dem Land seines Vergehens belangt werden, aber nicht von Drittländern.


Die FIFA und UEFA haben seinen Sitz in der Schweiz und die Korruptionsfälle wurden via FIFA (Organisationskomitee, etc.) und UEFA begangen. Die UEFA ist zudem ein Verein nach Schweizer Recht, also muss sie nach Schweizer Recht verurteilt werden.

•     •     •

Die Tabelle ist kalt und hässlich.

"Jedoch - es ist Zeit, dass wir gehen: ich, zum sterben, und ihr, zu Energie Cottbus. Wer aber von uns beiden das bessere Los gezogen habe, das ist allen verborgen außer Gott." - Apologie des Sokrates
DFB- und die 6,7 Millionen. |#120
05.09.2016 - 11:23 Uhr
Zitat von Kuhru
Zitat von Landauer

Dennoch frage ich mich, wann denn wohl Finnland einen Deutschen für etwas verklagt, was hierzulande nicht strafbar oder verjährt ist. Das Konstrukt als solches empfinde ich als merkwürdig.
Jeder Bürger sollte juristisch in seinem Land, bzw. dem Land seines Vergehens belangt werden, aber nicht von Drittländern.


Die FIFA und UEFA haben seinen Sitz in der Schweiz und die Korruptionsfälle wurden via FIFA (Organisationskomitee, etc.) und UEFA begangen. Die UEFA ist zudem ein Verein nach Schweizer Recht, also muss sie nach Schweizer Recht verurteilt werden.


Dazu kommt noch, dass die ganze fragwürdige Geldschieberei über schweizer Konten abgewickelt wurde. Irgendwo muss man bei internationaler Wirtschaftskriminalität anfangen - hier eben über den Sitz der Organisation UND den Ort der Ausführung der vermeintilichen Straftaten.

Es wird Zeit, dass man das Thema endlich ordentlich angeht und dann auch abschließt. Beckenbauer und seine Handlanger/Kumpane sind ja nun auch kein unbeschriebenen Blätter - das wurde spätestens bei der Spiegelreportage klar.
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