Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
11.04.2018 - 16:02 Uhr
Um nochmal zur 6-Sekunden-Regel zurückzukommen: Die 6 Sekunden reichen mMn aus, wenn man sie ab dem Zeitpunkt des Kontrollierens durch den Torwart anfangen lässt. Macht der Torwart eine spektakuläre Parade, sollte man ihn natürlich erstmal aufstehen lassen. Wenn dann die 6 Sekunden anfangen, hat er genug Zeit. Lässt ein Torwart sich aber aus Zeitgründen auf den Ball fallen, sollten die 6 Sekunden schon mit dem Fangen und dem Fallen lassen anfangen.
Kommt der Torwart trotzdem mit der Zeit nicht hin, muss er den Ball eben fallen lassen und mit dem Fuß weiterspielen. Wenn die Regel konsequent durchgezogen wird, wissen im Übrigen auch die Mitspieler Bescheid, so dass sie sich direkt anbieten/freilaufen müssen.
Aber dabei können wir es auch belassen, da wir es eh nicht ändern können. Trotzdem danke für deine Regelerklärungen!
Kommt der Torwart trotzdem mit der Zeit nicht hin, muss er den Ball eben fallen lassen und mit dem Fuß weiterspielen. Wenn die Regel konsequent durchgezogen wird, wissen im Übrigen auch die Mitspieler Bescheid, so dass sie sich direkt anbieten/freilaufen müssen.
Aber dabei können wir es auch belassen, da wir es eh nicht ändern können. Trotzdem danke für deine Regelerklärungen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasi11 am 11.04.2018 um 16:04 Uhr bearbeitet
11.04.2018 - 16:13 Uhr
Zitat von Pasi11
Mit dem Abklatschen des Balles und der dann erfolgenden Aufnahme war mir in der Tat nicht bekannt . Gut zu wissen jedenfalls. Aber gepfiffen wird es sowieso nie, wie du schon gesagt hast.
Mit dem Abklatschen des Balles und der dann erfolgenden Aufnahme war mir in der Tat nicht bekannt . Gut zu wissen jedenfalls. Aber gepfiffen wird es sowieso nie, wie du schon gesagt hast.
Damit ist auch wirklich nur das Abklatschen gemeint, bei dem eine gewisse Zeit bis zur tatsächlichen Ballaufnahme vergeht. Einen eigentlich sicheren Ball erst mal kurz prallen zu lassen und dann festzuhalten ist natürlich vollkommen okay.
Zitat von Pasi11
Eine weitere total schwachsinnige Regel (die meistens auch noch abgepfiffen wird) ist, dass ein Abstoß außerhalb des 16ers gespielt werden muss. Soweit so gut. Das Problem ist, dass bei einem Verstoß gegen diese Regel der Abstoß wiederholt wird, was mMn der totale Schwachsinn ist. Wird der Abstoß zurückgepfiffen, muss es für mich zwangsläufig indirekten Freistoß für den Gegner geben, ansonsten kann man das Spiel auch wie beim Einwurf einfach weiterlaufen lassen, um den Spielfluss nicht zu stören.
Eine weitere total schwachsinnige Regel (die meistens auch noch abgepfiffen wird) ist, dass ein Abstoß außerhalb des 16ers gespielt werden muss. Soweit so gut. Das Problem ist, dass bei einem Verstoß gegen diese Regel der Abstoß wiederholt wird, was mMn der totale Schwachsinn ist. Wird der Abstoß zurückgepfiffen, muss es für mich zwangsläufig indirekten Freistoß für den Gegner geben, ansonsten kann man das Spiel auch wie beim Einwurf einfach weiterlaufen lassen, um den Spielfluss nicht zu stören.
Die Regel soll denke ich tatsächlich eher die ausführende Mannschaft schützen. Sonst könnte zum Beispiel bei einem zu kurzen oder misslungenen Abstoß bereits im eigenen 16er der Ball von einem Angreifer aufgenommen / erobert werden, woraus sich eine hervorragende Torchance ergäbe. Da greift dann der Grundsatz "aus einem Vorteil kann kein Nachteil entstehen" (weiteres Beispiel: Eckball, wenn ein misslungener Freistoß im eigenen Tor landet, ohne dass noch jemand dran war).
Natürlich macht es nun situativ auch keinen großen Unterschied, ob der Angreifer 15m oder 17m vor dem gegnerischen Tor in Ballbesitz gelangt, nachdem der Abstoß misslingt. Aber zumindest ein wenig Schutz bietet diese Regel dem ausführenden Team.
Da der Ball vor der Überschreitung der Linie nicht korrekt ins Spiel gebracht wurde, ist eine Wiederholung des Abstoßes auch zwangsläufig die korrekte Spielfortsetzung.
ABER wenn man so "clever" ist, diese Regel mehr oder minder offensichtlich zum Zeitspiel auszunutzen, gibt es den indirekten Freistoß. Den Fall hatte ich tatsächlich auch zweimal in meiner Laufbahn.
Auch bei dieser Regel sollte der SR aber im eigenen Ermessen mal fünfe gerade sein lassen. Wird der Ball nur geradeso innerhalb des Strafraumes angenommen und der Spieler im Ballbesitz ist nicht direkt in Bedrängnis (kein Nachteil aus einem Vorteil), habe ich das auch immer übersehen. Man muss das Spiel ja nicht aufhalten, indem man päpstlicher als der Papst ist.
Allerdings sollte man diesen Ermessensspielraum auch nur dann nutzen, wenn man keinen Beobachter an der Seitenlinie hat, der einen für seine Leistung bewertet. Zumindest würde ich keinen Punktabzug riskieren, in der Hoffnung, dass der Beobachter das in der Situation auch nicht so eng nimmt.
18.04.2018 - 20:35 Uhr
@-Cloud-: kurze Frage zur 11er-Szene Mainz gegen Freiburg. Ich denke, du hast die Szene gesehen.
Was wäre gewesen, wenn er den Elfmeter verschossen hätte? Wäre dann direkt Halbzeit gewesen oder hätte man den Nachschuss verwandeln können?
Was wäre gewesen, wenn er den Elfmeter verschossen hätte? Wäre dann direkt Halbzeit gewesen oder hätte man den Nachschuss verwandeln können?
18.04.2018 - 20:51 Uhr
Zitat von Pasi11
@-Cloud-: kurze Frage zur 11er-Szene Mainz gegen Freiburg. Ich denke, du hast die Szene gesehen.
Was wäre gewesen, wenn er den Elfmeter verschossen hätte? Wäre dann direkt Halbzeit gewesen oder hätte man den Nachschuss verwandeln können?
@-Cloud-: kurze Frage zur 11er-Szene Mainz gegen Freiburg. Ich denke, du hast die Szene gesehen.
Was wäre gewesen, wenn er den Elfmeter verschossen hätte? Wäre dann direkt Halbzeit gewesen oder hätte man den Nachschuss verwandeln können?
Sehr gute Frage.
Und ich muss zugeben, damit erwischst du mich ein klein wenig auf dem kalten Fuß. Beim Videobeweis fehlt es mir etwas an dem Detailwissen, das ich im restlichen Regelwerk soweit habe.
Durch die Entscheidung in Köln wurde soweit ich das beurteilen würde der Halbzeitpfiff egalisiert und nicht nur kurzfristig für einen Elfmeter (wäre dann ohne Nachschuss) ausgesetzt.
Das würde sich mMn ganz einfach aus reiner Vernunft ergeben, da der berechtigte reguläre Strafstoß ausgesprochen wurde und es eine Benachteiligung wäre, daraus in der Situation eine Art Handicap-Strafstoß zu machen, bei dem aufgrund des Halbzeitpfiffs kein Nachschuss zugestanden wird.
Insofern müsste das Spiel erst mal ganz normal weiterlaufen - inklusive Nachschuss und allem drum und dran - und der SR müsste dann bei der nächsten Möglichkeit erneut zur Halbzeit pfeifen.
Das sind aber wie gesagt alles nur Überlegungen meinerseits, die sich aus einer logischen und vernünftigen Betrachtung der Szenarien ergeben.
Vermutlich sieht es das Regelwerk auch ebenso vor, doch schwarz auf weiß kann ich es ohne Recherche auch nicht bestätigen.
18.04.2018 - 20:58 Uhr
Ich denke aber auch, dass es so ist. Denn sonst hätte es ja wahrscheinlich auch genügt, wenn nur der Freiburger Keeper und der Elfmeterschütze zurückgekommen wäre und nicht zwingend alle Spieler.
18.04.2018 - 21:44 Uhr
Also ich kann jetzt leider keinen Link zum Video geben, habe aber auf Youtube genau darüber ein Video gesehen, in welchen klar ausgedrückt wurde, dass nur der Schuss ausgeführt wird und ein etwaiger Nachschuss nicht mehr möglich sei. Ich schau mal ob ich es finde.
19.04.2018 - 07:11 Uhr
Zwar kein Video, aber eine Aussage aus dem Kicker:
Zitat von Kicker
Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass die Spielzeit abgelaufen ist und ich keinen Nachschuss zugelassen hätte. Das ist regeltechnisch auch so vorgesehen, wenn man es den Spielern vorher kommuniziert.
Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass die Spielzeit abgelaufen ist und ich keinen Nachschuss zugelassen hätte. Das ist regeltechnisch auch so vorgesehen, wenn man es den Spielern vorher kommuniziert.
19.04.2018 - 18:26 Uhr
Zitat von martinf112
Zwar kein Video, aber eine Aussage aus dem Kicker:
Zwar kein Video, aber eine Aussage aus dem Kicker:
Zitat von Kicker
Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass die Spielzeit abgelaufen ist und ich keinen Nachschuss zugelassen hätte. Das ist regeltechnisch auch so vorgesehen, wenn man es den Spielern vorher kommuniziert.
Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass die Spielzeit abgelaufen ist und ich keinen Nachschuss zugelassen hätte. Das ist regeltechnisch auch so vorgesehen, wenn man es den Spielern vorher kommuniziert.
Top, danke.
Interessant, dass es scheinbar im Ermessenspielraum des SR liegt. Zumindest würde ich so diese Formulierung mit dem "wenn man es vorher kommuniziert" verstehen.
19.04.2018 - 19:02 Uhr
Das ist echt eine ganz miese Farce, die hier vom DFB getrieben wird. Das muss man sich mal geben:

Sind wir in Katar oder was?
Quelle: Kicker
Während Winkmann jedenfalls selbst in einem am Dienstag auf der DFB-Website veröffentlichten Interview auf der DFB-Website darauf beharrte, von Steinhaus "unmittelbar" nach seinem Halbzeitpfiff "noch auf dem Spielfeld auf ein strafbares Handspiel eines Freiburger Abwehrspielers im eigenen Strafraum aufmerksam" gemacht worden zu sein, kritisierte der SC Freiburg am Mittwoch in einer Stellungnahme, dass die "Fernsehbilder hiermit nicht in Einklang zu bringen" seien. Deshalb habe man sich "diesbezüglich eine transparente, präzise und damit nachvollziehbare Erläuterung des DFB gewünscht"
....
Darauf reagierte der DFB am Donnerstag, transparenter wurde es damit aber keineswegs: Stattdessen löschte der Verband Winkmanns Aussagen einfach aus dem Webseiten-Beitrag und änderte den Rest ohne Erläuterung ab: Lutz-Michael Fröhlich, der Projektleiter Video-Assistent, beantwortet dort plötzlich noch eine zweite Frage
....
Erst jetzt kommt raus: Winkmann konnte Steinhaus gar nicht mehr hören. Nach kicker-Recherchen hatte Winkmann nämlich auf dem Weg in Richtung Kabine gar keine Chance mehr, Steinhaus' (rechtzeitigen) Hinweis zu hören - der Clip steckte nicht mehr vollständig in seinem Ohr. Offenbar wurde er erst kurz nach Überschreiten der Seitenauslinie, womöglich durch den Schiedsrichterassistenten, auf Steinhaus' Signal aufmerksam.
....
Es dauerte drei Tage, bis der DFB dieses Kommunikationsproblem einräumte - und zwar so indirekt und im Verborgenen wie nur irgend möglich: Der abgeänderte Text ist weiterhin auf den Ursprungszeitpunkt am Dienstagmittag datiert.
....
Darauf reagierte der DFB am Donnerstag, transparenter wurde es damit aber keineswegs: Stattdessen löschte der Verband Winkmanns Aussagen einfach aus dem Webseiten-Beitrag und änderte den Rest ohne Erläuterung ab: Lutz-Michael Fröhlich, der Projektleiter Video-Assistent, beantwortet dort plötzlich noch eine zweite Frage
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Erst jetzt kommt raus: Winkmann konnte Steinhaus gar nicht mehr hören. Nach kicker-Recherchen hatte Winkmann nämlich auf dem Weg in Richtung Kabine gar keine Chance mehr, Steinhaus' (rechtzeitigen) Hinweis zu hören - der Clip steckte nicht mehr vollständig in seinem Ohr. Offenbar wurde er erst kurz nach Überschreiten der Seitenauslinie, womöglich durch den Schiedsrichterassistenten, auf Steinhaus' Signal aufmerksam.
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Es dauerte drei Tage, bis der DFB dieses Kommunikationsproblem einräumte - und zwar so indirekt und im Verborgenen wie nur irgend möglich: Der abgeänderte Text ist weiterhin auf den Ursprungszeitpunkt am Dienstagmittag datiert.

Sind wir in Katar oder was?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ozelot am 19.04.2018 um 19:04 Uhr bearbeitet
20.04.2018 - 07:56 Uhr
Das ist wirklich skandalös, wie der DFB sich hier verhält! Ich hoffe der Aufschrei wird stattfinden.
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