Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
10.04.2018 - 16:36 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Kampka wohnt zwar in Mainz, weil er dort Truppenarzt ist. Geboren wurde er aber in Görlitz und pfeifft für den TSV Schornbach...
Zieh mal hierüber... Zitat von Butduma
...Es ist ein kleines Wunder, dass Leon nach dieser üblen Attacke mit Anlauf keine schwerere Verletzung davongetragen hat. Hingegen halte ich es immer noch für eine Schande, dass der Schiedsrichter die Situation einfach weiterlaufen ließ. Habe mich lange gewundert, doch dann sah ich woher die Narrenkappe stammt.
Na, das stimmt leider nicht. ...Es ist ein kleines Wunder, dass Leon nach dieser üblen Attacke mit Anlauf keine schwerere Verletzung davongetragen hat. Hingegen halte ich es immer noch für eine Schande, dass der Schiedsrichter die Situation einfach weiterlaufen ließ. Habe mich lange gewundert, doch dann sah ich woher die Narrenkappe stammt.
Kampka wohnt zwar in Mainz, weil er dort Truppenarzt ist. Geboren wurde er aber in Görlitz und pfeifft für den TSV Schornbach...
Die Diskussion habe ich schon mal hier angefangen nur ein paar Seite vorher...
Ich find's halt nicht in Ordnung, wenn ein "Mainzer" den FCK pfeift.
Stieler wurde in der Nähe von Offenbach geboren und wohnt in Hamburg und pfeift auch keine Spiele der Eintracht oder dem HSV!
10.04.2018 - 17:21 Uhr
Zitat von Butduma
Das ist für mich eben auch der springende Punkt. Auch wenn er "Wahl-Mainzer" ist, spricht dennoch einiges gegen seine Berufung zu solch einem Spiel. Die Erfahrungen vom Wochenende unterstreichen dies.
Das was da mit Guwara gelaufen ist, kann man nur mit Absicht übersehen. Ähnlich wie das Brutalo-Foul von Torrejon an Seufert in der Hinrunde. Falls die Tomaten dennoch so groß sind, dass es der Schiedsrichter nicht sieht, dann rennen da an der Linie und sonstwo im Stadion immer noch genügend gut bezahlte Kollegen herum, die zum Wohle der Gesundheit der Spieler eingreifen sollten. Ansonsten kann man das Ganze auch preisgünstiger gestalten.
Zitat von werschtche
Die Diskussion habe ich schon mal hier angefangen nur ein paar Seite vorher...
Ich find's halt nicht in Ordnung, wenn ein "Mainzer" den FCK pfeift.
Stieler wurde in der Nähe von Offenbach geboren und wohnt in Hamburg und pfeift auch keine Spiele der Eintracht oder dem HSV!
Zitat von Ivo_Ilicevic
Kampka wohnt zwar in Mainz, weil er dort Truppenarzt ist. Geboren wurde er aber in Görlitz und pfeifft für den TSV Schornbach...
Zieh mal hierüber... Zitat von Butduma
...Es ist ein kleines Wunder, dass Leon nach dieser üblen Attacke mit Anlauf keine schwerere Verletzung davongetragen hat. Hingegen halte ich es immer noch für eine Schande, dass der Schiedsrichter die Situation einfach weiterlaufen ließ. Habe mich lange gewundert, doch dann sah ich woher die Narrenkappe stammt.
Na, das stimmt leider nicht. ...Es ist ein kleines Wunder, dass Leon nach dieser üblen Attacke mit Anlauf keine schwerere Verletzung davongetragen hat. Hingegen halte ich es immer noch für eine Schande, dass der Schiedsrichter die Situation einfach weiterlaufen ließ. Habe mich lange gewundert, doch dann sah ich woher die Narrenkappe stammt.
Kampka wohnt zwar in Mainz, weil er dort Truppenarzt ist. Geboren wurde er aber in Görlitz und pfeifft für den TSV Schornbach...
Die Diskussion habe ich schon mal hier angefangen nur ein paar Seite vorher...
Ich find's halt nicht in Ordnung, wenn ein "Mainzer" den FCK pfeift.
Stieler wurde in der Nähe von Offenbach geboren und wohnt in Hamburg und pfeift auch keine Spiele der Eintracht oder dem HSV!
Das ist für mich eben auch der springende Punkt. Auch wenn er "Wahl-Mainzer" ist, spricht dennoch einiges gegen seine Berufung zu solch einem Spiel. Die Erfahrungen vom Wochenende unterstreichen dies.
Das was da mit Guwara gelaufen ist, kann man nur mit Absicht übersehen. Ähnlich wie das Brutalo-Foul von Torrejon an Seufert in der Hinrunde. Falls die Tomaten dennoch so groß sind, dass es der Schiedsrichter nicht sieht, dann rennen da an der Linie und sonstwo im Stadion immer noch genügend gut bezahlte Kollegen herum, die zum Wohle der Gesundheit der Spieler eingreifen sollten. Ansonsten kann man das Ganze auch preisgünstiger gestalten.
Naja, nur weil jemand in Mainz wohnt heißt es weder, dass er Mainz-Anhänger ist, noch, dass er dem FCK angeneigt ist.
Ich bin auch der Meinung, dass Kampka extrem schlecht gepfiffen hat.
V.a. hat er deutlich mit zweierlei Maß gemessen. Das prangert sogar der kicker an.
Aber dennoch unterstelle ich ihm da keine Absicht.
Viel mehr ist es ein weiterer Beweis dafür wie schlecht die deutschen Schiedsrichter geworden sind.
Von den Schiedsrichterassistenten brauchen wir gar nicht sprechen. Die tragen in 90% der Spielen nur ihr Fähnchen spazieren und winken mal auf gut Glück Abseits.
Ein weiteres Beispiel dafür ist, dass man einen Ball, der klar über der Torauslinie war, weiter als im Spiel gesehene hat. Vom Schiedsrichterassistenten auf der selben Seite. Dass der Ball klar im Toraus war kann ich definitiv bestätigen. Ich saß genau auf Höhe der Torauslinie auf der Südtribüne (vor der West).
11.04.2018 - 07:55 Uhr
Was mir gerade gegen Regensburg aufgefallen ist: die 6-Sekunden-Regel wird offenbar generell von den Schiedsrichtern ignoriert. Klar, keiner verlangt da einen Schiedsrichter, der mit der Stoppuhr auf die Einhaltung achtet. Aber der Regensburger Torwart hat mehrfach (und das von Beginn des Spiels an) die 10 Sekunden Grenze überschritten.
@Cloud & Co.: Ist die Regel nicht so im Fokus der Schiedsrichter oder rege ich mich da einfach nur drüber auf, wenn es vom Gegner gegen den FCK so exzessiv praktiziert wird?
@Cloud & Co.: Ist die Regel nicht so im Fokus der Schiedsrichter oder rege ich mich da einfach nur drüber auf, wenn es vom Gegner gegen den FCK so exzessiv praktiziert wird?
11.04.2018 - 11:57 Uhr
Zitat von martinf112
Was mir gerade gegen Regensburg aufgefallen ist: die 6-Sekunden-Regel wird offenbar generell von den Schiedsrichtern ignoriert. Klar, keiner verlangt da einen Schiedsrichter, der mit der Stoppuhr auf die Einhaltung achtet. Aber der Regensburger Torwart hat mehrfach (und das von Beginn des Spiels an) die 10 Sekunden Grenze überschritten.
@Cloud & Co.: Ist die Regel nicht so im Fokus der Schiedsrichter oder rege ich mich da einfach nur drüber auf, wenn es vom Gegner gegen den FCK so exzessiv praktiziert wird?
Was mir gerade gegen Regensburg aufgefallen ist: die 6-Sekunden-Regel wird offenbar generell von den Schiedsrichtern ignoriert. Klar, keiner verlangt da einen Schiedsrichter, der mit der Stoppuhr auf die Einhaltung achtet. Aber der Regensburger Torwart hat mehrfach (und das von Beginn des Spiels an) die 10 Sekunden Grenze überschritten.
@Cloud & Co.: Ist die Regel nicht so im Fokus der Schiedsrichter oder rege ich mich da einfach nur drüber auf, wenn es vom Gegner gegen den FCK so exzessiv praktiziert wird?
Die 6 Sekunden werden tatsächlich sehr sehr locker ausgelegt. Richtung 10 Sekunden sollte man den TW so langsam mal daran erinnern, dass andere den Ball auch noch haben wollen. Bis er dann tatsächlich abschlägt, sind die 15 Sekunden schnell mal erreicht.
Allerdings sollte es..
a) ... nicht zu exzessiv in die Länge gezogen werden
b) ... nicht bei jedem Abschlag so lang dauern
c) ... nicht zum Zeitspiel genutzt werden. In dem Fall sollte man als SR doch noch etwas schneller ein paar Worte mit dem TW wechseln, um diese lange Verweilzeit des Balles abzustellen.
Das ist aber unterm Strich jedoch auch eine dieser Regeln, die mehr auf dem Papier als auf dem Fußballplatz existiert, solange es der TW nicht zu sehr übertreibt. Und selbst dann gibt es erst einmal ein paar Worte vom SR bzw. eine Aufforderung nun weiterzuspielen, der eigentlich auch jeder prompt folgt. Ein indirekter Freistoß wegen eines Verstoßes gegen diese Regel ist eine absolute Rarität, hatte ich in meiner Laufbahn auch kein einziges Mal.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 11.04.2018 um 11:59 Uhr bearbeitet
11.04.2018 - 12:42 Uhr
Was mir in der letzten Zeit auch aufgefallen ist.Scheinbar interessiert sich kein Schiri für einen falschen Einwurf.Früher wars ja so,dass der Ball mit 2 Händen von hinter dem Kopf geworfen werden muss.Ich sehe in den meisten Fällen nur noch falsche Einwürfe.
Wurden hier die Regeln gelockert ?
Wurden hier die Regeln gelockert ?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von elbepower am 11.04.2018 um 12:42 Uhr bearbeitet
11.04.2018 - 12:53 Uhr
Zitat von elbepower
Was mir in der letzten Zeit auch aufgefallen ist.Scheinbar interessiert sich kein Schiri für einen falschen Einwurf.Früher wars ja so,dass der Ball mit 2 Händen von hinter dem Kopf geworfen werden muss.Ich sehe in den meisten Fällen nur noch falsche Einwürfe.
Wurden hier die Regeln gelockert ?
Was mir in der letzten Zeit auch aufgefallen ist.Scheinbar interessiert sich kein Schiri für einen falschen Einwurf.Früher wars ja so,dass der Ball mit 2 Händen von hinter dem Kopf geworfen werden muss.Ich sehe in den meisten Fällen nur noch falsche Einwürfe.
Wurden hier die Regeln gelockert ?
Mit zwei Händen über den Kopf werfen und dabei mit beiden Füßen hinter der Linie zum Stehen kommen ist an sich noch immer die Regel.
Die wurde im Profifußball jedoch soweit ich zurückdenken kann schon immer sehr locker (mMn viel zu locker) ausgelegt.
Gefühlt wird da alles laufen gelassen, solange man keinen auf Druckpass à la Basketball oder Einhandwurf à la Baseball macht.
Wenn die Profis nur halb so vernünftig werfen würden wie die Amateure...
Wobei es auch da nicht soo streng genommen wird. Gefühlt musste ich in der Bezirks- und Landesliga immer am genausten darauf achten, da dort seitens der Mannschaften eine ganz korrekte Ausführung erwartet und auch sofort beim Gegner bemängelt wurde.
Wenn mal jemand in der Kreisklasse über einen nicht ganz korrekten Einwurf gemeckert hat, reichte meist ein "na dann hätte ich deinen vorhin aber erst recht abpfeifen müssen" und die Sache war mit nem Grinsen erledigt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 11.04.2018 um 12:59 Uhr bearbeitet
11.04.2018 - 13:40 Uhr
Kann leider nicht mehr bearbeiten.
So ab der C- bis B-Jugend (je nach Jugend) wird auch stärker auf Einwürfe geachtet, damit es die Heranwachsenden mal richtig lernen. Auch, wenn sie es als Erwachsene im aktiven Fußball dann wieder schleifen lassen dürfen.
So ab der C- bis B-Jugend (je nach Jugend) wird auch stärker auf Einwürfe geachtet, damit es die Heranwachsenden mal richtig lernen. Auch, wenn sie es als Erwachsene im aktiven Fußball dann wieder schleifen lassen dürfen.
11.04.2018 - 14:20 Uhr
Die Regeln bringen alle nur was, wenn diejenigen, die dagegen verstoßen, auch bestraft werden.
Ich brauch keine 6-Sekunden-Regel aufzustellen, wenn die eh nicht abgepfiffen wird. Dann kann ich es direkt alles unter Spielverzögerung laufen lassen und übertrage dann die Verantwortung auf den Schiedsrichter, der entscheidet wann es Spielverzögerung ist und wann nicht.
Ich kann es ja verstehen, dass man zuerst noch eine Ermahnung ausspricht, aber dann sollte man auch durchgreifen. Das ist aber leider das Problem beim Fußball. Läufst du nach einer Verletzung ohne Anmeldung auf den Platz, bekommst du eine gelbe Karte, so will es ja die Regel. Andere Regeln sind aber total egal. Schießt einer den Ball weg, kommt es je nach Laune des Schiedsrichters darauf an, ob man gelb bekommt oder nicht. Nur wenn ein Gegner den Ballwegschießenden entsprechend anmacht, wird der Schiedsrichter zur Tat schreiten und gelb ziehen; dann allerdings für beide.
Fazit: Jede Regel bringt nur was, wenn Verstöße entsprechend geahndet werden. Ansonsten kann man die Regel streichen und die Leute brauchen sich nicht über das Nichtbeachten der Regel aufzuregen. Beim Handball werden die Regeln zB viel strenger ausgelegt, da gibt es dann auch nicht so große Diskussionen und Streitereien drüber. Da wird nur über die Regeln diskutiert, die im Ermessen des Schiedsrichters liegen. Foul oder nicht, Zeitstrafe oder nicht usw.
Ich brauch keine 6-Sekunden-Regel aufzustellen, wenn die eh nicht abgepfiffen wird. Dann kann ich es direkt alles unter Spielverzögerung laufen lassen und übertrage dann die Verantwortung auf den Schiedsrichter, der entscheidet wann es Spielverzögerung ist und wann nicht.
Ich kann es ja verstehen, dass man zuerst noch eine Ermahnung ausspricht, aber dann sollte man auch durchgreifen. Das ist aber leider das Problem beim Fußball. Läufst du nach einer Verletzung ohne Anmeldung auf den Platz, bekommst du eine gelbe Karte, so will es ja die Regel. Andere Regeln sind aber total egal. Schießt einer den Ball weg, kommt es je nach Laune des Schiedsrichters darauf an, ob man gelb bekommt oder nicht. Nur wenn ein Gegner den Ballwegschießenden entsprechend anmacht, wird der Schiedsrichter zur Tat schreiten und gelb ziehen; dann allerdings für beide.
Fazit: Jede Regel bringt nur was, wenn Verstöße entsprechend geahndet werden. Ansonsten kann man die Regel streichen und die Leute brauchen sich nicht über das Nichtbeachten der Regel aufzuregen. Beim Handball werden die Regeln zB viel strenger ausgelegt, da gibt es dann auch nicht so große Diskussionen und Streitereien drüber. Da wird nur über die Regeln diskutiert, die im Ermessen des Schiedsrichters liegen. Foul oder nicht, Zeitstrafe oder nicht usw.
11.04.2018 - 15:33 Uhr
Zitat von Pasi11
Ich brauch keine 6-Sekunden-Regel aufzustellen, wenn die eh nicht abgepfiffen wird. Dann kann ich es direkt alles unter Spielverzögerung laufen lassen und übertrage dann die Verantwortung auf den Schiedsrichter, der entscheidet wann es Spielverzögerung ist und wann nicht.
Ich brauch keine 6-Sekunden-Regel aufzustellen, wenn die eh nicht abgepfiffen wird. Dann kann ich es direkt alles unter Spielverzögerung laufen lassen und übertrage dann die Verantwortung auf den Schiedsrichter, der entscheidet wann es Spielverzögerung ist und wann nicht.
Da hast du an sich vollkommen Recht.
In dem Fall würde man den SR eine Orientierung an die Hand geben müssen, welche Zeit in etwa ok ist. Das kann entweder durch mündliche Anweisung erfolgen, oder schriftlich im Regeltext als Anmerkung zur Auslegung der Regel.
Ich habe mal eben nachgesehen, ob letzteres nicht eh schon der Fall ist. Die 6 Sekunden stehen aber tatsächlich als eigenständige Regel so drin:
Ein indirekter Freistoß wird gegeben, wenn ein Torhüter innerhalb des
Strafraums eines der folgenden Vergehen begeht:
• Er den Ball mehr als sechs Sekunden lang in den Händen kontrolliert, bevor
er ihn freigibt
Strafraums eines der folgenden Vergehen begeht:
• Er den Ball mehr als sechs Sekunden lang in den Händen kontrolliert, bevor
er ihn freigibt
Seite 64 im Regelwerk der Saison 2017/18 (Regel 12 ... 2. Indirekter Freistoß)
Ich persönlich finde diese 6 Sekunden zum Beispiel zu kurz. Nach 6 Sekunden sind die Torhüter ja oft noch nicht mal aufgestanden, nachdem sie den Ball unter sich begraben habe. Natürlich muss man sich auch dafür nicht so viel Zeit lassen. Wenn man nun aber aufstehen, sich einen Überblick verschaffen (wobei Feldspielern auch Zeit gegeben werden sollte, zumindest ein wenig in Position zu laufen), sich positionieren und schließlich den Ball spielen muss, sind 6 Sekunden auch ohne Zeit zu schinden sehr eng bemessen. Daher finde ich es auch an sich ok, diese Regel situativ stark zu beugen.
Man kann aber gerne darüber diskutieren, ob es in der realen Regelauslegung nicht oft doch früher unterbunden und notfalls konsequent bestraft werden sollte, um die Ausnutzung dieses mMn durchaus vernünftigen Spielraums zum Zeitspiel zu verhindern.
Alternativ könnte man vielleicht einfach auch an den 6 Sekunden drehen und daraus beispielsweise offizielle 10 Sekunden mit geringerem Spielraum darüber hinaus machen. Da würde ich dann aber wieder das Problem sehen, dass in vielen Situationen nicht so viele Schritte erforderlich sind. Der TW könnte einen locker gefangenen Ball mal eben 10 (bzw tatsächlich eher 12) Sekunden festhalten, um Zeit rauszuholen. Daher wäre mir bei einer Änderung die Beibehaltung der 6 Sekunden mit konsequenterer Auslegung lieber, als eine Änderung des Zeitraums.
Ich schätze aber, dass diese Regel einfach zu unbedeutend ist, als dass sich die Herren vom DFB oder der FIFA darum kümmern würden. Da werden lieber andere Passagen des Regelwerks ver(schlimm)bessert.
Zitat von Pasi11
Schießt einer den Ball weg, kommt es je nach Laune des Schiedsrichters darauf an, ob man gelb bekommt oder nicht. Nur wenn ein Gegner den Ballwegschießenden entsprechend anmacht, wird der Schiedsrichter zur Tat schreiten und gelb ziehen; dann allerdings für beide.
Schießt einer den Ball weg, kommt es je nach Laune des Schiedsrichters darauf an, ob man gelb bekommt oder nicht. Nur wenn ein Gegner den Ballwegschießenden entsprechend anmacht, wird der Schiedsrichter zur Tat schreiten und gelb ziehen; dann allerdings für beide.
Es hängt nicht nur von der Laune des SR ab, sondern dieser sollte dabei auch immer nach der einzelnen Spielsituation differenzieren. Auch seine bisherige Linie im Spiel muss da mit einfließen.
Ich habe die konkrete Situation, auf die du anspielst, nicht gesehen. Daher kann ich nichts dazu sagen, ob ich in der Situation für das bloße Wegschießen des Balles bereits Gelb gegeben hätte.
Es ist nun aber oft so, dass eine Kann-Gelb in dieser Situation stecken gelassen wird. Vor allem bei Wegschießen unmittelbar nach dem Pfiff oder wenn der Ball nur weniger Meter weg geschoben wird. Wenn sich nun aber ein Gegenspieler - oft zurecht - darüber aufregt und dabei ein wenig die Gäule mit ihm durchgehen, muss man schon eher ein Zeichen setzen.
Dem Gegenspieler Gelb zu geben um die Selbstjustiz im Keim zu ersticken, den eigentlichen "Provokateur" jedoch ungestraft davonkommen lassen, wäre dann aber wieder sehr einseitig bestraft.
Also ist es gängige Praxis, eine solche Karte fürs Wegschießen dann zur ausgleichenden Gerechtigkeit doch zu zeigen, obwohl man es zunächst eigentlich nur bei einer mehr oder minder ernst gemeinten Ermahnung belassen wollte.
Diese gängige Praxis kann ich durchaus nachvollziehen und sie verstößt nun auch nicht gegen meinen Sinn für Gerechtigkeit. Man würde sich aber tatsächlich das Leben leichter machen, wenn man einfach eine konsequente Regelauslegung "bei Pfiff wird der Ball liegen gelassen, sonst gibt es Gelb" einführen und durchziehen würde.
Regelwerk und gängige Praxis sind aber eben Zweierlei. Oft zurecht, oft wäre aber auch einiges einfacher und für alle verständlicher, wenn man die Regeln konsequenter auslegen würde. Da bin ich vollkommen bei dir.
Vor allem die angesprochenen Themen 6-Sekunden-Regel und Zeitspiel im allgemeinen stoßen auch mir oft sauer auf. Das sollte mMn konsequenter, im Falle des allgemeinen Zeitspiels sogar erheblich konsequenter geahndet werden. Und sei es meinetwegen nur, indem man einen angemessen saftigen Aufschlag auf die Nachspielzeit gibt.
Die falschen Einwürfe finde ich jetzt nicht ganz so tragisch. Es kommt dem Spielfluss tatsächlich zu Gute, die Regel hier nicht sehr konsequent auszulegen. Hier und da gibt es dann aber doch einen haarsträubenden Einwurf, den ich persönlich so nicht hätte durchgehen lassen. Doch wenn man falsche Einwürfe vernünftigerweise nicht absolut konsequent ahndet, ist jede gesetzte Grenze des Spielraums automatisch auch subjektiver Natur.
Zum Thema "Das Regelwerk und dessen tatsächliche Auslegung" hätte ich auf Anhieb auch noch drei weitere Regeln anzubieten.
1. Der besondere Schutz des TW im Fünfmeterraum
Wurde mit der Zeit in der Regelauslegung abgeschwächt und vor ein paar Jahren schließlich abgeschafft. Tatsächlich wird der TW (vor allem im Amateur- und Jugendfußball) aber immer noch bei Zweikämpfen in der Luft im gesamten Strafraum etwas in Schutz genommen, wenn auch längst nicht mehr so wie früher.
2. Ballkontrolle des TW mit der Hand
Wenn ein TW einen Ball hätte fangen können, ihn aber erst mal nur nach unten abklatscht um ihn danach aufzunehmen, ist bereits das Abklatschen als Kontrolle des Balles mit der Hand zu bewerten, das Aufnehmen dann als separate Aktion zu sehen und somit mit indirektem Freistoß zu bestrafen, da er den Ball zum zweiten Mal mit der Hand berührt hat, ohne dass vorher ein anderer Spieler dran war.
Jetzt ist diese Regelauslegung bereits von sich aus sehr problematisch, da der SR in dem Fall entscheiden müsste, dass der TW den Ball auch direkt hätte fangen können. Heftige Proteste sind da natürlich vorprogrammiert.
Deswegen wird diese Regelauslegung auch vollkommen ignoriert. Ich wette sogar, dass sehr viele SR hier bei einer entsprechenden Regelfrage falsch antworten würden, weil die Auslegung einfach vollkommen totgeschwiegen wird.
Ich hab das tatsächlich ein einziges Mal so in der Kreisliga gepfiffen. Da hat eine in Führung liegende Mannschaft wiederholt auf Zeit gespielt und der TW einen absolut harmlosen Ball erst mit der flachen Hand in Richtung Boden abgewehrt, um mit der Ballaufnahme zu warten, bis ein Angreifer angerannt kommt.
Der daraus folgende indirekte Freistoß führte kurz vor Schluss zum Ausgleich.
An dem Tag hab ich mir sicherlich keine Freunde gemacht, fand es nach zahlreichen Ermahnung und vereinzelten Verwarnungen wegen Zeitspiels aber richtig, die Regel in dem Fall konsequent auszulegen.
Freunde hätte ich mir an dem Tag aber vermutlich eh keine gemacht. Bereits die erhebliche Nachspielzeit wegen Zeitspiels ist sehr schlecht angekommen.
Und der Trainer hatte mich eh schon gefressen, nachdem ich seine Ersuche zu wechseln irgendwann meist "überhört" hatte. Er hatte die letzten Minuten ungelogen bei jeder Spielunterbrechung wechseln wollen, um noch mehr Zeit von der Uhr laufen zu lassen. Nach dem dritten Wechsel innerhalb von nicht mal 2 Minuten wurde ich leider ab dem 4. Ersuchen von einer spontanen Taubheit übermannt

3. Rückpass - kontrollierte Rückgabe oder nicht?
Laut Vorgabe von ganz oben kann bei einem Rückpass mit dem Knie oder anderen etwas ungewöhnlicheren Körperteilen der Ball problemlos vom TW aufgenommen werden. Schließlich könne ein Pass mit dem Knie nie kontrolliert gewesen sein...
Dass das Schwachsinn ist, brauch ich wohl keinem zu erzählen. Ich wage auf jeden Fall zu behaupten, dass die Profis auch mit dem Knie oder meinetwegen mit ihrem Allerwertesten den Ball kontrolliert in Richtung TW prallen lassen können, wenn sie es wollen. Und nicht nur die Profis.
Ob ein Ball nun kontrolliert gespielt wurde oder nicht, müsste eigentlich eher situativ entschieden werden. Allerdings muss ich bei aller Schwachsinnigkeit dieser Regelauslegung zugeben, dass ein Ermessenspielraum natürlich wieder für Zündstoff ähnlich zu Punkt 2 führen würde.
Naja, so viel dann erst mal von mir zu dem Thema. War hoffentlich nicht zu langatmig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 11.04.2018 um 15:46 Uhr bearbeitet
11.04.2018 - 15:56 Uhr
Mit dem Abklatschen des Balles und der dann erfolgenden Aufnahme war mir in der Tat nicht bekannt . Gut zu wissen jedenfalls. Aber gepfiffen wird es sowieso nie, wie du schon gesagt hast.
Eine weitere total schwachsinnige Regel (die meistens auch noch abgepfiffen wird) ist, dass ein Abstoß außerhalb des 16ers gespielt werden muss. Soweit so gut. Das Problem ist, dass bei einem Verstoß gegen diese Regel der Abstoß wiederholt wird, was mMn der totale Schwachsinn ist. Wird der Abstoß zurückgepfiffen, muss es für mich zwangsläufig indirekten Freistoß für den Gegner geben, ansonsten kann man das Spiel auch wie beim Einwurf einfach weiterlaufen lassen, um den Spielfluss nicht zu stören.
Aber für die Regeln sind nunmal weder die Schiedsrichter noch die Spieler verantwortlich.
Eine weitere total schwachsinnige Regel (die meistens auch noch abgepfiffen wird) ist, dass ein Abstoß außerhalb des 16ers gespielt werden muss. Soweit so gut. Das Problem ist, dass bei einem Verstoß gegen diese Regel der Abstoß wiederholt wird, was mMn der totale Schwachsinn ist. Wird der Abstoß zurückgepfiffen, muss es für mich zwangsläufig indirekten Freistoß für den Gegner geben, ansonsten kann man das Spiel auch wie beim Einwurf einfach weiterlaufen lassen, um den Spielfluss nicht zu stören.
Aber für die Regeln sind nunmal weder die Schiedsrichter noch die Spieler verantwortlich.
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