Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
06.11.2015 - 23:00 Uhr
Schaut jemand gerade zufällig die Doku über die Schiedsrichter (anhand des Beispiels Knut Kircher) bei Sky Bundesliga 1?
Sehr interessanter Blick hinter die Kulissen.
Sehr interessanter Blick hinter die Kulissen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von barneystinson am 06.11.2015 um 23:01 Uhr bearbeitet
07.11.2015 - 11:42 Uhr
Zum Thema "Blick hinter die Kulissen" kann ich berichten, daß der DFB auf meine Anfrage zur Aufforderung zum Pulliwechsel an Konrad Fünfstück im Sandhausen-Spiel nicht reagiert hat.
Der Südwestdeutsche Fußballverband hat sich, nachdem ich mich dort noch einmal gemeldet habe, auch nicht dafür zuständig gesehen, meine Bitte an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.
Stattdessen habe ich die freundliche Auskunft erhalten, daß unser Trainer vermutlich deshalb den Pulli wechseln sollte, um nicht mit seinen Spielern verwechselt zu werden. Dies sei in der Vergangenheit bereits vorgekommen und führe zu Problemen bei Abseitsentscheidungen.
Selbst gesehen hat der mir das Schreibende das Spiel allerdings nicht.
Da an der Mittellinie wenig brenzlige Abseitsentscheidungen gegen Figuren mit langen Hosen und Kapuzenpullis fallen, und auch der Trainer von Sandhausen einen roten Pulli anhatte, der aber anscheinend verwechslungssicher ausgestattet war, halte ich das für sehr unbefriedigend.
Sein Urteil bilden muß sich jeder selbst...
Der Südwestdeutsche Fußballverband hat sich, nachdem ich mich dort noch einmal gemeldet habe, auch nicht dafür zuständig gesehen, meine Bitte an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.
Stattdessen habe ich die freundliche Auskunft erhalten, daß unser Trainer vermutlich deshalb den Pulli wechseln sollte, um nicht mit seinen Spielern verwechselt zu werden. Dies sei in der Vergangenheit bereits vorgekommen und führe zu Problemen bei Abseitsentscheidungen.
Selbst gesehen hat der mir das Schreibende das Spiel allerdings nicht.
Da an der Mittellinie wenig brenzlige Abseitsentscheidungen gegen Figuren mit langen Hosen und Kapuzenpullis fallen, und auch der Trainer von Sandhausen einen roten Pulli anhatte, der aber anscheinend verwechslungssicher ausgestattet war, halte ich das für sehr unbefriedigend.
Sein Urteil bilden muß sich jeder selbst...
07.11.2015 - 13:47 Uhr
Eine reichlich kuriose Begründung. Bevor man mit solch einem offensichtlichen Schwachsinn argumentiert, hätte man vielleicht einfach sagen sollen, dass man darüber keine Auskunft geben kann/möchte.
Da man dem Schiedsrichter nicht öffentlich in den Rücken fallen wird, ist zu der Frage von offizieller Seite ohnehin keine Antwort zu erwarten.
Da man dem Schiedsrichter nicht öffentlich in den Rücken fallen wird, ist zu der Frage von offizieller Seite ohnehin keine Antwort zu erwarten.
07.11.2015 - 14:02 Uhr
Das habe ich auch vermutet.
Aber es ist schon interessant, was dabei rausgekommen ist. Wie gerade in der forenbezogenen Regeldiskussion im Gebabbel zeigt sich, daß andere Regeln praktiziert werden, als veröffentlicht.
Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die mir nicht gefällt. Die ganzen Spektakel leben ja doch vom zuschauen und mitmachen.
Wenn keiner mehr zuschauen und mitmachen will, gibt es Probleme. Wie die geringen Wahlbeteiligungen in Deutschland zeigen, wie die minimalen Einschaltquoten der DTM trotz live-Funkübertragung von Anweisungen aus dem Munde von Werks-Sportchefs wie "schieß ihn raus" zeigen.
Ich hab es gerne so fair wie möglich. Daß nicht immer alles perfekt ist, kennt man aus dem Alltag. Verlangen wir zu viel?
Ich würde mich nicht wundern, wenn der Verein noch ne Strafe vom DFB kriegt, weil Fünfstück das mit dem Pulli öffentlich gemacht hat. Sowas erfahren Fans ja alles nicht.
Aber es ist schon interessant, was dabei rausgekommen ist. Wie gerade in der forenbezogenen Regeldiskussion im Gebabbel zeigt sich, daß andere Regeln praktiziert werden, als veröffentlicht.
Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die mir nicht gefällt. Die ganzen Spektakel leben ja doch vom zuschauen und mitmachen.
Wenn keiner mehr zuschauen und mitmachen will, gibt es Probleme. Wie die geringen Wahlbeteiligungen in Deutschland zeigen, wie die minimalen Einschaltquoten der DTM trotz live-Funkübertragung von Anweisungen aus dem Munde von Werks-Sportchefs wie "schieß ihn raus" zeigen.
Ich hab es gerne so fair wie möglich. Daß nicht immer alles perfekt ist, kennt man aus dem Alltag. Verlangen wir zu viel?
Ich würde mich nicht wundern, wenn der Verein noch ne Strafe vom DFB kriegt, weil Fünfstück das mit dem Pulli öffentlich gemacht hat. Sowas erfahren Fans ja alles nicht.
21.02.2016 - 18:52 Uhr
Aber mal ehrlich...Hätte Felix Zwayer sich einen Zacken aus der Krone gebrochen wenn er zu Roger Schmidt gegangen wäre und das mit ihm persönlich geklärt hätte?
Stattdessen geht er wie ein kleines Kind beleidigt vom Platz.
Aber das zeigt sowieso die ganze Arroganz der deutschen Schiris.
Stattdessen geht er wie ein kleines Kind beleidigt vom Platz.
Aber das zeigt sowieso die ganze Arroganz der deutschen Schiris.
21.02.2016 - 19:00 Uhr
Ist es nicht viel mehr so das einem Platzverweis durch den Schiedsrichter folge zu leisten ist wenn man weiterhin Fussball spielen möchte? Hätte Zwayer nicht sogar unter Umständen einen Spielabbruch durchziehen wegen Missachtung seiner Schiedsrichterentscheidung? Haben wir nen Schiri hier der sich damit auskennt?
21.02.2016 - 19:00 Uhr
Zitat von MattBuckner
Aber mal ehrlich...Hätte Felix Zwayer sich einen Zacken aus der Krone gebrochen wenn er zu Roger Schmidt gegangen wäre und das mit ihm persönlich geklärt hätte?
Stattdessen geht er wie ein kleines Kind beleidigt vom Platz.
Aber das zeigt sowieso die ganze Arroganz der deutschen Schiris.
Aber mal ehrlich...Hätte Felix Zwayer sich einen Zacken aus der Krone gebrochen wenn er zu Roger Schmidt gegangen wäre und das mit ihm persönlich geklärt hätte?
Stattdessen geht er wie ein kleines Kind beleidigt vom Platz.
Aber das zeigt sowieso die ganze Arroganz der deutschen Schiris.
Da gibt's keinen Anlass das Spiel zwecks Erklärung (die vermutlich auch noch in einer Diskussion endet) weiter zu unterbrechen. Dem Schiedsrichter (-gespann, oftmals spielt da der 4. die entscheidende Rolle) wird das Verhalten zu bunt, er schickt den Verantwortlichen auf die Tribüne bzw. lässt s vom Kapitän ausrichten und fertig.
Wenns Schmidt nicht passt, dann kann er den SR nach dem Spiel nochmal drauf ansprechen oder sich letztendlich bei einer offiziellen Anhörung zu dem Vorfall äußern. Auch ohne das Spiel gesehen zu haben wird er aber vermutlich nicht grundlos aus dem Innenraum verwiesen worden sein,
Und was tun, wenn dem nicht Folge geleistet wird? Einfach weiterspielen lassen ist keine Option.
21.02.2016 - 21:00 Uhr
Ich habe hierzu eine grundlegend andere Meinung!
Sicherlich hat ein des Feldes verwiesene Spieler oder Trainer das Spielfeld zu verlassen. Keine Frage! Aber hier kommen aus meiner Sicht zwei Dinge zum Tragen:
1. Ein absolut unangemessenes Revier-Pinkeln des Herrn Zwayer. Statt hier mäßigend den Dialog zu suchen versucht er eine Rangordnung durchzudrücken. Zwei klärende Sätze und der deutliche Hinweis das der Stadioninnenraum zu verlassen ist hätte auf mich wesentlich erwachsender und reifer gewirkt, als in die Kabine zu Dackeln.
2. Es findet, mal wieder, keine Diskussion über Schiedsrichterleistungen in der Bundesliga statt. Und die Schere zwischen gut- und schlecht-Leistungen geht immer weiter auseinander. Das (unangemessene) Verhalten des Leverkusener Trainers ist aus meiner Sicht Ausdruck einer Frustration, wieder ohne Konsequenzen eine schlecht-Leistung hilflos ertragen zu müssen.
Insgesamt war aus meiner Sicht die heutige Leistung von Herrn Zwayer tendenziös (5:1gelbe Karten, kein Handelfmeter) und um hier einen auf Alphamännchen zu machen war seine Leistung sicher nicht geeignet.
Viele Grüße von der Galerie,
Walldorf und Stadler
Sicherlich hat ein des Feldes verwiesene Spieler oder Trainer das Spielfeld zu verlassen. Keine Frage! Aber hier kommen aus meiner Sicht zwei Dinge zum Tragen:
1. Ein absolut unangemessenes Revier-Pinkeln des Herrn Zwayer. Statt hier mäßigend den Dialog zu suchen versucht er eine Rangordnung durchzudrücken. Zwei klärende Sätze und der deutliche Hinweis das der Stadioninnenraum zu verlassen ist hätte auf mich wesentlich erwachsender und reifer gewirkt, als in die Kabine zu Dackeln.
2. Es findet, mal wieder, keine Diskussion über Schiedsrichterleistungen in der Bundesliga statt. Und die Schere zwischen gut- und schlecht-Leistungen geht immer weiter auseinander. Das (unangemessene) Verhalten des Leverkusener Trainers ist aus meiner Sicht Ausdruck einer Frustration, wieder ohne Konsequenzen eine schlecht-Leistung hilflos ertragen zu müssen.
Insgesamt war aus meiner Sicht die heutige Leistung von Herrn Zwayer tendenziös (5:1gelbe Karten, kein Handelfmeter) und um hier einen auf Alphamännchen zu machen war seine Leistung sicher nicht geeignet.
Viele Grüße von der Galerie,
Walldorf und Stadler
Dieser Beitrag wurde zuletzt von walldorf u stadler am 21.02.2016 um 21:03 Uhr bearbeitet
21.02.2016 - 21:10 Uhr
Die Schiri-Leistungen sind die eine Sache. Die sind meines Erachtens weniger dem Umstand geschuldet, dass unsere Schiris kacke sind, sondern vielmehr der Tatsache, dass das immer schnellere Spiel mit immer besserer Kameraüberwachung und hemmungslos unsportlichen Sportlern Menschen grundsätzlich überfordert.
Davon abgesehen machen mir deutsche Profi-Schiris aber auch nicht den Eindruck, dass sie irgendwie im Bereich Deeskalation besonders gut ausgebildet wären. Konflikte werden dementsprechend oft mit der Autoritätskeule geführt, was im Ergebnis nicht dazu führt, dass sich der Respekt vor dem Menschen mit der Pfeife erhöht, was wiederum zu vermehrtem autoritären Auftreten führt, etc.. Ein klassischer positiver Rückkopplungseffekt.
Beste Grüße
Lullaby
Davon abgesehen machen mir deutsche Profi-Schiris aber auch nicht den Eindruck, dass sie irgendwie im Bereich Deeskalation besonders gut ausgebildet wären. Konflikte werden dementsprechend oft mit der Autoritätskeule geführt, was im Ergebnis nicht dazu führt, dass sich der Respekt vor dem Menschen mit der Pfeife erhöht, was wiederum zu vermehrtem autoritären Auftreten führt, etc.. Ein klassischer positiver Rückkopplungseffekt.
Beste Grüße
Lullaby
22.02.2016 - 13:43 Uhr
Eine klare Haltung vertritt Volker Schulte vom WDR:
Quelle: WDR
Kommentar: Warum der DFB im Fall Schmidt gefordert ist
Von Volker Schulte
Sie haben sich gründlich danebenbenommen, Leverkusens Roger Schmidt und Rudi Völler. Nach ihrem erstaunlich sturen Verhalten in und nach dem Spiel gegen Dortmund sind Strafen fällig, um die Schiedsrichter zu stärken. Ein Kommentar.
Rudi Völler ist einer der wenigen Protagonisten im Geschäft Profifußball, der in Interviews ab und an die Contenance verliert. Das hat durchaus Unterhaltungswert, doch was Bayer Leverkusens Sportdirektor am Sonntag (21.02.16) nach dem Heimspiel gegen Dortmund (0:1) vom Stapel ließ, war nur schwer zu ertragen.
(…)
Völlers neuerlicher Ausfall im Fall Zwayer ist deswegen so absurd, weil die Sachlage eindeutig ist: Zwayer hat als Schiedsrichter das Sagen auf dem Platz. Fertig. Er kann seine Entscheidungen erklären, muss es aber nicht. Gerade mit Blick auf den Amateurfußball, wo Schiedsrichter oft Kritik, teilweise sogar körperliche Gewalt einstecken müssen, darf diese Rollenverteilung nicht aufgeweicht werden. Was für ein Vorbild ist ein Trainer, der sich minutenlang dem Schiedsrichter widersetzt? Welches Signal sendet ein Manager, der Kritik an diesem Verhalten gar nicht erst zulässt? Jetzt liegt es am DFB und dessen Kontrollausschuss, ein Zeichen zu setzten. Schmidt und Völler ohne Strafe davonkommen zu lassen, wäre ein falsches.
Von Volker Schulte
Sie haben sich gründlich danebenbenommen, Leverkusens Roger Schmidt und Rudi Völler. Nach ihrem erstaunlich sturen Verhalten in und nach dem Spiel gegen Dortmund sind Strafen fällig, um die Schiedsrichter zu stärken. Ein Kommentar.
Rudi Völler ist einer der wenigen Protagonisten im Geschäft Profifußball, der in Interviews ab und an die Contenance verliert. Das hat durchaus Unterhaltungswert, doch was Bayer Leverkusens Sportdirektor am Sonntag (21.02.16) nach dem Heimspiel gegen Dortmund (0:1) vom Stapel ließ, war nur schwer zu ertragen.
(…)
Völlers neuerlicher Ausfall im Fall Zwayer ist deswegen so absurd, weil die Sachlage eindeutig ist: Zwayer hat als Schiedsrichter das Sagen auf dem Platz. Fertig. Er kann seine Entscheidungen erklären, muss es aber nicht. Gerade mit Blick auf den Amateurfußball, wo Schiedsrichter oft Kritik, teilweise sogar körperliche Gewalt einstecken müssen, darf diese Rollenverteilung nicht aufgeweicht werden. Was für ein Vorbild ist ein Trainer, der sich minutenlang dem Schiedsrichter widersetzt? Welches Signal sendet ein Manager, der Kritik an diesem Verhalten gar nicht erst zulässt? Jetzt liegt es am DFB und dessen Kontrollausschuss, ein Zeichen zu setzten. Schmidt und Völler ohne Strafe davonkommen zu lassen, wäre ein falsches.
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