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Der Fall Dejagah

09.10.2007 - 16:30 Uhr
Der Fall Dejagah |#21
09.10.2007 - 22:06 Uhr
@BVB_Fan126
Ich glaube es geht hier nicht um "den Juden" sondern tatsächlich um das Land Israel. Aber genau bin ich da nicht informiert. Das resultiert sicherlich aus alten persisch-israelischen Konflikten und einer ewigen nachtragenden Politik.

@BlackAndWhite @Persplaya
gut das sich mal jemand äußert, der weiß, worum es geht.

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Stolzer Papa vom Schwaadbock (Tipp) EM Titelträger 2012 *Furzknoten*
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von sam65 am 09.10.2007 um 22:06 Uhr bearbeitet
Der Fall Dejagah |#22
09.10.2007 - 23:01 Uhr
Was wäre eigentlich wenn eine WM in Israel stattfinden würde und der Iran sich qualifizieren würde?
Würden die dann freweilig auf das antreten verzichten?


Jetzt mal zu dem Übeltäter, ich finde in dem moment wo er Deutschland repräsentiert darf er einfach nicht mit dem Iran argumentieren!

Meiner Meinung nach sollte er austreten aus der Nationalmannschaft.

Das kommt aber davon wenn man DoppelStaatsbürger ist.

Komisch irgendwie gibt es sowas fast nur in Deutschland das soviel eingebürgert wird!
Der Fall Dejagah |#23
09.10.2007 - 23:37 Uhr
Alle Familien derer, die Ashkan Dejagah wegen seiner begründeten Bedenken jetzt kritisieren, sollten sich mal gedanken über ihre kritisierenden Familienmitglieder machen.

Einem Herrn Zwanziger oder Herrn Löw liegt die Ehre an einem Freundschaftsspiel für Deutschland teilzunehmen wohl mehr am Herzen als die eigene Familie.

Stünde auf Grund eines Einsatzes das Leben einiger Angehöriger auf dem Spiel, so würde ein Herr Löw oder ein Herr Zwanziger dieses Risiko offenbar eingehen. Wie schade für die Angehörigen der handeknden Personen.

Manch einer könnte einen Lösungsansatz finden: Soll Herr Dejagah doch sämtliche Familienmitglieder und Familienfreunde und deren angeheiratete Familien nach Deutschland "retten", doch da hat man noch keine endgültige Rechnung gemacht, nicht mit der Bild, die sich dann wieder einer drohenden Flüchtlingswelle ausgesetzt sähe (wo käme man denn da hin, wenn jeder Sportler, etc. die Sätze kennt man ja); und ohne der vielen verlängerten Arme eines Ahmadinedschads, die es auch in Deutschland gibt. Denn Familie Dejagah in Deutschland wäre nicht unbedingt absolut sicher aufgehoben.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von LAPIS am 09.10.2007 um 23:37 Uhr bearbeitet
Der Fall Dejagah |#24
10.10.2007 - 00:12 Uhr
Das Problem wäre vermutlich auch gar nicht so groß geworden, wenn der Iran nicht mit Israel ein so großes Problem hätte, sondern meinetwegen mit Syrien.

Hätte er ein Länderspiel gegen Syrien aus diesen persönlichen Gründen abgesagt (die im Grunde politisch sind, aber nicht persönlich-politisch, sondern staatlich-politisch) wäre es niemals als so empfindliches Thema geendet. Wobei ja noch kein Ende in Sicht ist.

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Der Fall Dejagah |#25
10.10.2007 - 00:24 Uhr
kann hier irgendwer hebräisch?

http://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-3458062,00.html

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Der Fall Dejagah |#26
10.10.2007 - 00:25 Uhr
Zitat von Stickinho:
Sicher, bezweifelt auch keiner, LAPIS. Nur sollten sich die Leute einfach mal in seine Lage hineinversetzen, und ich habe nicht ohne Grund dieses persönliche mir bekannte Beispiel eingebracht.

Denn wer diese Gründe nicht verstehen kann, der schaut nicht über den Tellerrand und ist der Diskussion auch nicht würdig. Und das gilt auch für den Zentralrat der Juden, der mir schon öfters imo negativ auffiel durch unqualifizierte Äußerungen, muss ich mal so in aller Klarheit sagen.



gebe dir ja völlig recht sticke, als ich meinen Text mit Syrien geschrieben habe, hatte ich deinen noch gar nicht gelesen :)

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Der Fall Dejagah |#27
10.10.2007 - 01:39 Uhr
Zitat von exil-wolf:

Die Forderungen nach seinem Ausschluß aus der Nationalmannschaft halte ich für übertrieben.



für seine weigerung, nicht mit nach israel zu fliegen, ist dies korrekt.

für den satz "in mir fliesst mehr iranisches als deutsches blut" zeigt doch eine fehlende identität mit deutschland auf. ich hoffe, dass löw das mitbekommen hat und konsequenzen zieht. wer bei albert streit a sagt, muss auch bei dejagah b sagen.

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Der Fall Dejagah |#28
10.10.2007 - 01:56 Uhr
Zitat von Kontaktsport:
Naja, ich habe dieses Zitat von Dejagah bisher aber nur von der berüchtigten Springer Gruppe gehört, die ja auch gerne öfter mal etwas ,sagen wir, merkwürdig zitiert...


denkst du, die lügen ?
das wäre ja ein ding.

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Der Fall Dejagah |#29
10.10.2007 - 03:28 Uhr
Ein kompliziertes Thema, das die Integration der Ausländischen Kicker so wiederspiegelt, wie kein zweiter Fall.
Dejagah ist im Iran geboren, jedoch hier aufgewachsen.
Er hat sich somit für seine eigentliche Heimat entschieden zu kicken, obwohl er eine andere Kultur Lebt und zuhause erfahren hat, als andere Deutsche Spieler.
Somit finde ich auch verständlich, dass er aufgrund seiner Kultur, Religion, Eltern u.s.w.
mehr Identifikation zum Land seiner Eltern hat.
Bei mir ist das nicht anders. (Russland)
Man ist zwar hier aufgewachsen, kann aber von Deutschland als Heimatland nicht reden, da man überall zuhören bekommt man sei Ausländer.
Man ist hier trotzdem groß geworden und somit, ist dieses Land trotzdem die eigentliceh Heimat, auch wenn man anders Lebt, Lacht oder Isst als "richtige?" Deutsche.
Diese Kultur ist jedoch nicht Deutsch und gilt somit auch nicht als solchige, also Identifiziert man sich eher mit seinen eigentlichen Wurzeln.
Von Dejagah wird ein Lebenswandel erwartet, obwohl er sich als Deutscher fühlt und mit seinem Pass jawohl auch das Recht hat für Deutschland auflaufen zu können.
Er Repräsentiert zwar Deutschland auf dem Feld, aber ist es richtig das er sein "zweites Ich" dadurch völlig vergessen soll?
Soll er seine ganze Vergangenheit einfach so abstellen?

Nunja, wenn ich jetzt weiter Poste drifte ich nur mehr in richtung Politik ab.
Fakt ist jedoch, dass der Zentralrat der Juden sich viel zu schnell angegriffen fühlt und dass ihr Organ so groß ist, dass es ganze Länder Mundtot machen kann.
Ob dies schlecht ist, sei mal dahingestellt.

Ich kann Dejagah zumindest verstehen.
Kann auch sein, dass dies schwer fällt in diese Rolle zu schlüpfen, wenn man diese "Integration" nicht selber Leben muss.
Der Fall Dejagah |#30
10.10.2007 - 05:47 Uhr
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1191257257008&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArtVty.jhtml?sw=dejagah&itemNo=910959

In Israel wird das Thema wohl um einiges sachlicher gesehen als bei uns.

In den Antworten auf den Atikel in der erzkonservativen "Jerusalem Post" kann man durchaus erhellendes erfahren - z.B. dass iranische Juden via Türkei nach Israel fliegen mussten, um ihre Angehörigen besuchen zu können.
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?articleref=1191257257008&id=1175970661385&pagename=JPost%2FJPTalkback%2FShowTalkback&tb_num=40

Allerdings berichten sowohl die Post als auch die Haaretz davon, dass Dejagah´s Vater in einem Interview der iranischen Nachrichtenagentur IRNA erzählt hat, Dejagah habe sich noch nicht entschieden, ob er letztendlich für Deutschland oder den Iran spielen möchte.

Ich kann nicht beurteilen, ob Dejagah mit seinen 21 Lenzen überhaupt noch für den Iran spielen kann.
Aber selbst wenn nicht, kann es sein Vater trotzdem glauben - allerdings dürfte auch dem klar gewesen sein, dass der Auftritt in Israel die Frage endgültig beantwortet hätte.

„Heute bin ich Iraner, morgen Deutscher, wie es mir passt, das wird nicht gehen“ - auch Theo Zwanziger scheint in diese Richtung zu denken.

Wie dem auch sei, Dejagah wird viele Fragen beantworten müssen, bevor man sich ein vernünftiges Bild über die Absage machen kann.

Bis dahin kann ich nicht wirklich beurteilen, ob er nochmal für die Bundesrepublik auflaufen sollte.

Grüße
Ekuzorra






Dieser Beitrag wurde zuletzt von EKuzorra am 10.10.2007 um 05:53 Uhr bearbeitet
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