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Daniel Brinkmann
Geburtsdatum 29.01.1986
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein FC Hansa Rostock

Daniel Brinkmann [Trainer]

02.11.2024 - 18:50 Uhr
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1781
18.04.2026 - 22:20 Uhr
Zitat von Testron

Klar, die Unstellung auf Viererkette hat jetzt relativ gut funktioniert aber der Kader war und ist darauf nicht ausgelegt, insbesondere die Flügelspieler fehlen uns.


Wie kommt man denn von einer Viererkette auf Flügelspieler?

Das der Kader seltsam zusammengestellt ist, ist allerdings richtig.

Es braucht einen neuen 10er und je nach seinen Fähigkeiten entscheidet sich dann die Formation und welche Spielertypen man noch benötigt.

Im 4-3-3 ginge es auch ohne 10er oder Flügelspieler.

Ansonnsten sind die Unterschiede zwischen 4-3-1-2 und 3-4-1-2 jetzt auch nicht so groß.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1782
18.04.2026 - 22:27 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1783
18.04.2026 - 22:46 Uhr
Zitat von pan-o-rama
Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1784
18.04.2026 - 22:50 Uhr
Warum ändert er für den Tabellenletzten die Grundordnung und das System ? Schuster sagte im Interview, dass sie nach Umstellung zurück aufs gewohnte System mehr Zugriff hatten und sich dann auch Torchancen herausspielen konnten.

•     •     •

AFDFCH
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1785
18.04.2026 - 23:20 Uhr
Zitat von Camaro626
Warum ändert er für den Tabellenletzten die Grundordnung und das System ? Schuster sagte im Interview, dass sie nach Umstellung zurück aufs gewohnte System mehr Zugriff hatten und sich dann auch Torchancen herausspielen konnten.


Das habe ich mich auch gefragt und wann oder warum man erst zur Halbzeit umgestellt hat/haben soll. Das war ja zwischendruch so aus, als ob wir der Absteiger sind.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1786
18.04.2026 - 23:23 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.


Das ist ein Punkt, den ich auch für ganz wichtig halte - unabhängig vom Ausgang der Saison. Uns fehlen am Ende des Tages Spieler, die in solchen Situationen voran gehen. Jemand, der den Mund ausmacht und dazwischen haut - wen haben wir da außer Pfanne? Mir fehlen da auch ein paar Typen, die eklig sind und sich dann eben gegen sowas aufbäumen und das ist wohl das größte Problem bei uns und zieht sich durch die Saison. Wir werden nach Gegentoren nervös und verlieren oft den Faden - es kommt nicht von ungefähr, dass wir auch mit Verl nur ein Spiel in diesem Jahr drehen konnten - die verspielten 2:0 Führungen etc - all das ist für mich darauf zurückzuführen, sass uns auf dem Feld ein paar Typen fehlen und wir ein stückweit zu lieb sind. Das war auch letztes Jahr schon der Fall - wenn Mannschaften kommen, die physisch agieren und Wucht haben, haben wir Probleme - auch das war heute ein Thema - Schweinfurt war stark in den Zweikämpfen und hat uns da über weite Strecken den Schneid abgekauft. Wenn wir überrascht sind weil wir geschubst werden und uns schubsen lassen, anstatt selbst derjenige zu sein der schubst, dann haben wir regelmäßig ein Problem. Sinnbildlich heute und oft in diesen Spielen ein Lebeau, der dann immer leicht fällt und einen Freistoß will, anstatt etwas dagegen zu setzen - das wird definitiv ein Thema für die Kaderplanung werden.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1787
18.04.2026 - 23:38 Uhr
Zitat von pan-o-rama
Zitat von Draven_afdfch

Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.


Das ist ein Punkt, den ich auch für ganz wichtig halte - unabhängig vom Ausgang der Saison. Uns fehlen am Ende des Tages Spieler, die in solchen Situationen voran gehen. Jemand, der den Mund ausmacht und dazwischen haut - wen haben wir da außer Pfanne? Mir fehlen da auch ein paar Typen, die eklig sind und sich dann eben gegen sowas aufbäumen und das ist wohl das größte Problem bei uns und zieht sich durch die Saison. Wir werden nach Gegentoren nervös und verlieren oft den Faden - es kommt nicht von ungefähr, dass wir auch mit Verl nur ein Spiel in diesem Jahr drehen konnten - die verspielten 2:0 Führungen etc - all das ist für mich darauf zurückzuführen, sass uns auf dem Feld ein paar Typen fehlen und wir ein stückweit zu lieb sind. Das war auch letztes Jahr schon der Fall - wenn Mannschaften kommen, die physisch agieren und Wucht haben, haben wir Probleme - auch das war heute ein Thema - Schweinfurt war stark in den Zweikämpfen und hat uns da über weite Strecken den Schneid abgekauft. Wenn wir überrascht sind weil wir geschubst werden und uns schubsen lassen, anstatt selbst derjenige zu sein der schubst, dann haben wir regelmäßig ein Problem. Sinnbildlich heute und oft in diesen Spielen ein Lebeau, der dann immer leicht fällt und einen Freistoß will, anstatt etwas dagegen zu setzen - das wird definitiv ein Thema für die Kaderplanung werden.

Da bin ich zu 💯 bei dir Amir hängt da genauso mit drin. Nur tolle Schwiegersöhne bringen kein Erfolg. Man braucht auch Typen wie Löhmannsröben, Ramos, Rüdiger, Triple B. Die müssen nicht die besten Spieler sein. Aber Führungspersönlichkeit mitbringen. @Enno00 hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht.
Klar macht es das einen Trainer leichter wenn er Spieler mit dieser Stärke auf den Platz hat. Die Mischung ist entscheidend.
Uns hat in Liga 2 damals Hanno Behrens extrem gut getan, mit den damaligen Abgängen von ihm und Bahn, entstand ein Vakuum was nicht gefüllt werden konnte. Wenn man dann keinen Trainer hat, der ggf von außen diese Lücken wenigstens teilweise schließen kann, kann kein Erfolg entstehen.
Führungsstärke wird in die Wiege gelegt, das kann man nicht lernen.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1788
18.04.2026 - 23:54 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.


Das ist ein Punkt, den ich auch für ganz wichtig halte - unabhängig vom Ausgang der Saison. Uns fehlen am Ende des Tages Spieler, die in solchen Situationen voran gehen. Jemand, der den Mund ausmacht und dazwischen haut - wen haben wir da außer Pfanne? Mir fehlen da auch ein paar Typen, die eklig sind und sich dann eben gegen sowas aufbäumen und das ist wohl das größte Problem bei uns und zieht sich durch die Saison. Wir werden nach Gegentoren nervös und verlieren oft den Faden - es kommt nicht von ungefähr, dass wir auch mit Verl nur ein Spiel in diesem Jahr drehen konnten - die verspielten 2:0 Führungen etc - all das ist für mich darauf zurückzuführen, sass uns auf dem Feld ein paar Typen fehlen und wir ein stückweit zu lieb sind. Das war auch letztes Jahr schon der Fall - wenn Mannschaften kommen, die physisch agieren und Wucht haben, haben wir Probleme - auch das war heute ein Thema - Schweinfurt war stark in den Zweikämpfen und hat uns da über weite Strecken den Schneid abgekauft. Wenn wir überrascht sind weil wir geschubst werden und uns schubsen lassen, anstatt selbst derjenige zu sein der schubst, dann haben wir regelmäßig ein Problem. Sinnbildlich heute und oft in diesen Spielen ein Lebeau, der dann immer leicht fällt und einen Freistoß will, anstatt etwas dagegen zu setzen - das wird definitiv ein Thema für die Kaderplanung werden.

Da bin ich zu 💯 bei dir Amir hängt da genauso mit drin. Nur tolle Schwiegersöhne bringen kein Erfolg. Man braucht auch Typen wie Löhmannsröben, Ramos, Rüdiger, Triple B. Die müssen nicht die besten Spieler sein. Aber Führungspersönlichkeit mitbringen. @Enno00 hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht.
Klar macht es das einen Trainer leichter wenn er Spieler mit dieser Stärke auf den Platz hat. Die Mischung ist entscheidend.
Uns hat in Liga 2 damals Hanno Behrens extrem gut getan, mit den damaligen Abgängen von ihm und Bahn, entstand ein Vakuum was nicht gefüllt werden konnte. Wenn man dann keinen Trainer hat, der ggf von außen diese Lücken wenigstens teilweise schließen kann, kann kein Erfolg entstehen.
Führungsstärke wird in die Wiege gelegt, das kann man nicht lernen.


Ein paar Grundeigenschaften sollten sicherlich vorhanden sein. Aber es gibt für sowas hervorragende Seminare und Coachings. Aber ich vermute du meinst ersteres. Ich finde das Beispiel Behrens gut, denn zu glauben, dass diese Person (immer) Laut sein muss, ist ein Trugschluss. Unser Trainer bringt da ganz viel mit an Körpersprache und Kommunikation. Und wie wir alle Wissen, war es wohl in den Halbzeiten zuletzt nicht leise. Aber die Tore müssen dann doch andere schießen.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1789
18.04.2026 - 23:56 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.


Das ist ein Punkt, den ich auch für ganz wichtig halte - unabhängig vom Ausgang der Saison. Uns fehlen am Ende des Tages Spieler, die in solchen Situationen voran gehen. Jemand, der den Mund ausmacht und dazwischen haut - wen haben wir da außer Pfanne? Mir fehlen da auch ein paar Typen, die eklig sind und sich dann eben gegen sowas aufbäumen und das ist wohl das größte Problem bei uns und zieht sich durch die Saison. Wir werden nach Gegentoren nervös und verlieren oft den Faden - es kommt nicht von ungefähr, dass wir auch mit Verl nur ein Spiel in diesem Jahr drehen konnten - die verspielten 2:0 Führungen etc - all das ist für mich darauf zurückzuführen, sass uns auf dem Feld ein paar Typen fehlen und wir ein stückweit zu lieb sind. Das war auch letztes Jahr schon der Fall - wenn Mannschaften kommen, die physisch agieren und Wucht haben, haben wir Probleme - auch das war heute ein Thema - Schweinfurt war stark in den Zweikämpfen und hat uns da über weite Strecken den Schneid abgekauft. Wenn wir überrascht sind weil wir geschubst werden und uns schubsen lassen, anstatt selbst derjenige zu sein der schubst, dann haben wir regelmäßig ein Problem. Sinnbildlich heute und oft in diesen Spielen ein Lebeau, der dann immer leicht fällt und einen Freistoß will, anstatt etwas dagegen zu setzen - das wird definitiv ein Thema für die Kaderplanung werden.

Da bin ich zu 💯 bei dir Amir hängt da genauso mit drin. Nur tolle Schwiegersöhne bringen kein Erfolg. Man braucht auch Typen wie Löhmannsröben, Ramos, Rüdiger, Triple B. Die müssen nicht die besten Spieler sein. Aber Führungspersönlichkeit mitbringen. @Enno00 hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht.
Klar macht es das einen Trainer leichter wenn er Spieler mit dieser Stärke auf den Platz hat. Die Mischung ist entscheidend.
Uns hat in Liga 2 damals Hanno Behrens extrem gut getan, mit den damaligen Abgängen von ihm und Bahn, entstand ein Vakuum was nicht gefüllt werden konnte. Wenn man dann keinen Trainer hat, der ggf von außen diese Lücken wenigstens teilweise schließen kann, kann kein Erfolg entstehen.
Führungsstärke wird in die Wiege gelegt, das kann man nicht lernen.

Interessante Diskussion. Was meint ihr zu dem Umstand, dass man als Team bereits 2x aus (Ergebnis-)Krisen gekommen ist diese Saison. Insbesondere nach dem Saisonstart muss ja etwas passiert sein, was ebenso mit Führung zu tun hat.

Negativer Druck scheint irgendwie fruchtbarer als positiver? Oder es ist einfach dieser permanente Dauerdruck der sich immer wieder Luft verschafft, weil man seit über 20 Spielen im Prinzip immer gewinnen muss? Auch andere Teams verlieren ja mal oben, aber sie können es sich "leisten" mal Luft zu holen, weil sie keine Hypothek mit sich rumschleppen. Wenn ihnen das passiert kommen wir ran, dann machen sie weiter und wir kommen einfach nicht vorbei. Und dann bist du eben mit einem 0:0 in Schweinfurt gleich wieder 3 Punkte weg...

•     •     •

. . . F. C. Hansa Rostock . . .
Daniel Brinkmann [Trainer] |#1790
19.04.2026 - 00:11 Uhr
Zitat von Sinti
Zitat von Draven_afdfch

Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von pan-o-rama

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Rostock_Tobi

Zu 100%!!!

Die Spieler auf dem Platz nehme ich in die Pflicht. Wenn ich die Chance habe mit so einem Verein aufzusteigen bzw. kurz vor Saisonende nochmal richtig ran zu rutschen... da sollte kein Trainer der Welt jemanden motivieren müssen.

Für die nicht geführten/gewonnenen Zweikämpfe auf dem Rasen würde ICH unserem Trainerteam nie einen Vorwurf machen.

Was sind denn die Aufgaben des Trainerteams? Ja natürlich ist es die Aufgabe der Spieler sich zu motivieren.
Es gehört aber auch dazu das der Trainer auch mental auf die Spieler einwirkt. Es ist nunmehr das dritte Spiel in Folge in dem wir in der ersten Halbzeit nicht bei der Sache sind. Auch in der letzten Saison gab es einige dieser Spieler.

Ich frage vollkommen neutral. Wo sind die Entwicklungen? Ein Spielsystem ist dafür da die Stärken der vorhandenen Spieler in Szene zu setzen. Aber das kann nicht alles sein, oder?


Du stellst völlig berechtigte Fragen – aber ich finde, du ziehst daraus die falschen Schlüsse.

Natürlich gehört zur Arbeit eines Trainerteams mehr als nur Taktiktafel und Aufstellung. Mentale Vorbereitung, Ansprache, Einstellung – alles richtig. Aber man darf dabei nicht so tun, als wären die Spieler willenlose Figuren, die nur funktionieren, wenn der Trainer die richtigen Worte findet.

Gerade in der Situation, über die wir sprechen: Saisonendphase, Aufstiegschance, volle Stadien, maximale Aufmerksamkeit – wenn ein Profi da nicht von sich aus bei 100 % ist, dann liegt das Problem nicht primär oder per se an der Ansprache von der Seitenlinie. Zweikampfverhalten, Körpersprache, Intensität – das sind eigentlich Basics, die auf dem Platz entschieden werden, nicht im Besprechungsraum - ich sehe in diesen Situationen auch keinen Spieler auf dem Feld, der dann voran geht.

Zu deinem Punkt „drittes Spiel in Folge erste Halbzeit schwach“: Ja, das kann und muss man ansprechen (Ulm würde ich da aber ausklammern). Aber auch hier ist es zu einfach, reflexartig den Trainer verantwortlich zu machen. Spiele verlaufen nicht im Vakuum. Gegner stellen sich ein, Spiele werden zäh, Drucksituationen entstehen. Das 0:0 gegen einen bereits abgestiegenen Gegner ist sicherlich extrem ärgerlich – aber daraus direkt eine grundlegende Entwicklungsdebatte zu konstruieren, greift zu kurz.

Zum Thema „wo sind die Entwicklungen?“: Entwicklung ist kein linearer Prozess, den man jede Woche sauber ablesen kann. Gerade in engen Saisonphasen geht es oft weniger um schönes Systemspiel als um Ergebnisse. Und die Grundlage dafür sind Einsatz, Disziplin und individuelle Leistung – also genau das, was auf dem Platz entschieden wird und was heute gefehlt hat.

Und noch ein Punkt: Ein Spielsystem kann nur so gut funktionieren, wie die Spieler es umsetzen. Du kannst das passendste System der Welt haben – wenn Zweikämpfe verloren gehen, Laufwege nicht stimmen oder einfache Fehler passieren, bringt dir die beste Idee nichts. Wie oft sind heute Bälle versprungen? Wie oft haben wir die 2. Bälle nicht geholt, Abspiele verpasst oder die klarsten Chancen nicht über die Linie gebracht?

Kurz gesagt: Kritik ist völlig okay, aber sie sollte sauber differenzieren. Im Moment wirkt es eher so, als würde man strukturelle Trainerkritik an einzelnen, sehr grundlegenden Problemen festmachen, die in erster Linie die Spieler lösen müssen.

Wo lag das Problem überhaupt? War es Druck? Ich glaube nicht. Den maximalen Druck hatten wir zur Halbzeit in Verl und dem konnten wir standhalten - im übrigen mit einer offensichtlich guten Halbzeitanprache Brinkmanns, sowie den richtigen Wechseln und Umstellungen. Selbst der Druck gegen Ulm war aus meiner Sicht höher als heute - die Konkurrenz hat komplett vorgelegt und Ulm hatte noch die Chance nach der Niederlage von Saarbrücken dichter ranzurücken. Auch diesem Druck konnten wir standhalten und souverän mit 5:1 gewinnen.

War heute überhaupt Druck da? Ja, wir mussten dieses Spiel gewinnen, aber hatte überhaupt irgendjemand Zweifel daran? Absolut jeder hat diese 3 Punkte eingerechnet und da liegt vielleicht auch das Problem begraben - die nötige Spannung und der nötige Fokus war offensichtlich einfach nicht da, weil es für jeden ein Selbstläufer war - vielleicht war es auch einfach Arroganz, die uns das beschert hat!? Ich weiß es nicht.

Hinterfragen müssen sich heute jedenfalls alle, auch der Trainer - aber künstliche Trainerdebatten an diesem Punkt zu erzeugen ist kontraproduktiv. Die Saison ist noch nicht vorbei, 4 Spiele bei 3 Punkten Rückstand auf Platz 3 ist nicht das Ende - auch wenn einige gerne den Abgesang einleiten wollen. Ich verstehe die Emotionalität und den Ernst der Lage, aber jetzt wieder alles infrage zu stellen und die Saison abzuschenken ist an dieser Stelle verfrüht und eine emotionale und subjektive Einschätzung. Es kommt jetzt auf die richtige Reaktion an - mit etwas Glück morgen und im Spiel am Freitag, stehen wir heute in einer Woche schon auf Platz 3 - Fußball kann manchmal verrückt sein.

Ich bin da bei dir, man muss auch mal über die Kaderzusammensetzung reden.
Platz 3 ist definitiv noch drin. Je nach dem wie das Spiel morgen ausgeht.
Natürlich sind die Spieler alle mündig und selbst verantwortlich für ihre Leistung. Den Plan gibt aber das Trainerteam vor.
Die Zweikämpfe müssen natürlich die Spieler gewinnen.
Mir hat heute der Einsatz einiger Spieler gefehlt. Wenn ich merke das spielerisch bei mir nicht läuft, dann muss ich um so mehr an den talentfreien Fähigkeiten auf den Platz bringen.
Verl ist wie wir. Sie leben von ihrer spielerischen Qualität. Ihnen fehlt ähnlich wie uns die Resilienz wenn es Mal nicht läuft.


Das ist ein Punkt, den ich auch für ganz wichtig halte - unabhängig vom Ausgang der Saison. Uns fehlen am Ende des Tages Spieler, die in solchen Situationen voran gehen. Jemand, der den Mund ausmacht und dazwischen haut - wen haben wir da außer Pfanne? Mir fehlen da auch ein paar Typen, die eklig sind und sich dann eben gegen sowas aufbäumen und das ist wohl das größte Problem bei uns und zieht sich durch die Saison. Wir werden nach Gegentoren nervös und verlieren oft den Faden - es kommt nicht von ungefähr, dass wir auch mit Verl nur ein Spiel in diesem Jahr drehen konnten - die verspielten 2:0 Führungen etc - all das ist für mich darauf zurückzuführen, sass uns auf dem Feld ein paar Typen fehlen und wir ein stückweit zu lieb sind. Das war auch letztes Jahr schon der Fall - wenn Mannschaften kommen, die physisch agieren und Wucht haben, haben wir Probleme - auch das war heute ein Thema - Schweinfurt war stark in den Zweikämpfen und hat uns da über weite Strecken den Schneid abgekauft. Wenn wir überrascht sind weil wir geschubst werden und uns schubsen lassen, anstatt selbst derjenige zu sein der schubst, dann haben wir regelmäßig ein Problem. Sinnbildlich heute und oft in diesen Spielen ein Lebeau, der dann immer leicht fällt und einen Freistoß will, anstatt etwas dagegen zu setzen - das wird definitiv ein Thema für die Kaderplanung werden.

Da bin ich zu 💯 bei dir Amir hängt da genauso mit drin. Nur tolle Schwiegersöhne bringen kein Erfolg. Man braucht auch Typen wie Löhmannsröben, Ramos, Rüdiger, Triple B. Die müssen nicht die besten Spieler sein. Aber Führungspersönlichkeit mitbringen. @Enno00 hat es auch ganz gut auf den Punkt gebracht.
Klar macht es das einen Trainer leichter wenn er Spieler mit dieser Stärke auf den Platz hat. Die Mischung ist entscheidend.
Uns hat in Liga 2 damals Hanno Behrens extrem gut getan, mit den damaligen Abgängen von ihm und Bahn, entstand ein Vakuum was nicht gefüllt werden konnte. Wenn man dann keinen Trainer hat, der ggf von außen diese Lücken wenigstens teilweise schließen kann, kann kein Erfolg entstehen.
Führungsstärke wird in die Wiege gelegt, das kann man nicht lernen.


Ein paar Grundeigenschaften sollten sicherlich vorhanden sein. Aber es gibt für sowas hervorragende Seminare und Coachings. Aber ich vermute du meinst ersteres. Ich finde das Beispiel Behrens gut, denn zu glauben, dass diese Person (immer) Laut sein muss, ist ein Trugschluss. Unser Trainer bringt da ganz viel mit an Körpersprache und Kommunikation. Und wie wir alle Wissen, war es wohl in den Halbzeiten zuletzt nicht leise. Aber die Tore müssen dann doch andere schießen.

Wenn wir das Tor dann ggf machen heißt es dann im Nachgang im Stile einer Spitzenmannschaft. Denn die Qualität unseres Spiels war einfach nicht gut. Wenn wir das Tor nicht machen, wie geschehen, sind wir keine Spitzenmannschaft. Das schließt alle mit ein.
Brinkmanns Körpersprache holt mich um Spiel persönlich gar nicht ab. Wenn es nicht läuft rennt er auffällig oft immer wieder vom Rand der Coaching Zone zu seinen Co Trainern und fuchtelt mit den Armen. Mich im Stadion oder am Monitor suggeriert das wenig Souveränität. Aber kann man selbstverständlich auch unterschiedlich wahrnehmen. Ich möchte dir deine Wahrnehmung nicht absprechen, ich wollte dir nur meine Wahrnehmung darlegen.
Ich brauche auch keinen Baumgart an der Seitenlinie, oder Backhaus.
Es darf aber gerne jemand sein, der in schwierigen Situationen Ruhe und Souveränität ausstrahlt.
Bei Brinkmann habe ich eher das Gefühl, dass er gerade an der Seitenlinie einen souveränen Trainer spielen will, aber das nicht klappt.
Das kann natürlich auch noch mit fehlender Erfahrung einhergehen. Bei Hansa herrscht enormer Druck im Vergleich zu anderen Vereinen mit weniger medialer Aufmerksamkeit. Gerade das betont Daniel sehr oft ungefragt. Das scheint definitiv ein Punkt zu sein, der ihn beschäftigt und ihn in seinem Handeln beeinflusst.
Ich möchte unterstreichen das ich hier den Kopf von niemandem fordere.
Das sind nur Dinge die mir persönlich auffallen.
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