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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#15251
30.06.2020 - 10:48 Uhr
Zitat von Cosmo112
Zitat von Limar

Zitat von Dunkelheit

Zitat von Limar

Wie konnte man sich den so ein Talent entgehen ?
Eurosport : Bayerns Überraschungstransfer: Deshalb kann Kouassi zum Glücksgriff werden - https://www.eurosport.de/fussball/bundesliga/2019-2020/neue-geheimwaffe-des-fc-bayern-tanguy-kouassi-ist-schon-mit-18-eine-verstarkung_sto7778011/story.shtml

Da hätte ich doch liebwr den Vertrag mit Piszeck nicht verlängert und stattdessen einen Mann für sie Zukunft geholt, der das Zeug zu einem ganz grossen hat und auf lange Sicht Hummels als Abwehrchef ablösen könnte!


Bist du nicht der User, der diesen "überragenden" Artikel präsentiert hat, der Aki zum Praktikum an die Säbener Strasse schicken wollte?
Möchtest wohl ein wenig Unfrieden stiften, was? grins

Viel Erfolg dabei, deinen Usernamen habe ich mir allerdings ausnahmsweise direkt gemerkt.


oo ja, das war ich und ich verstehe die Kritik hier auch nicht ganz. zwinker

Meine Überlegugn wäre einfach gewesen, dass es sicherlich sinnvoller wäre, einen jungen ablösefreien Spieler zu verpflichten, als einem 35 jhrigen einen neuen Verrag anzubieten. Im Hinblick auf die Zukunft wäre das ein sehr kluger Schachzug gewesen.

Zu dem Punkt, weil ein User meinte, er möchte vielleicht lieber zu den Bayern.. Das kann ich mir gar nicht vorstellen, weil er dort sicherlich ganz wenig spielen würde und wir sind auch eher dafür bekannt, einen Spieler weiterzuentwicklen und jüngeren Spielern Spielzeit zu geben! Bevor die Bayern einem jüngeren Spielzeit geben, stellen sie lieber Alaba in die IV (ok vergleichbar aktuell Piszu bei uns zu BAlerdi)...Aber im Großen und Ganzen sehe ich in Kouassi eines dieser großen IV-Talente, welche schon in einem oder zwei Jahren Stammspieler sein könnten.

Ich hätte mir so einen Jungen ablösefrei sicherlich nciht entgehen lassen. Es irritiert mich vor allem, weil wir nicht mal offenbar an dem interessiert waren...

Aber die Verantwortlichen werden schon wissen, was sie tun.


"Weil wir nicht mal OFFENBAR an dem interessiert waren"

1.)Du hast keine Ahnung,Was Zorc den ganzen Tag tut und an dem wir alles dran sind Oder nicht.
2.)Du hast keine Ahnung,Was Bayern mit Kouassi plant und sie mit ihm besprochen haben.
3.)Du hast keine Ahnung,Was Kouassi wollte. Vielleicht deutscher Meister statt 2. Werden? Wäre das so unfassbar?

Du hast insgesamt von nichts Ahnung,wovon dein Beitrag handelt. Wieso verfasst du ihn dann?


Ich habe persönlich nichts gegen solche Artikel, wenn man sie nicht gerade mit "OMG WIE KONNTE MAN NUR!!!!" einleitet.

Ein Posting wie: "schade, dass Kouassi zu XY geht, ich hätte ihn gerne beim BVB gesehen, weil ich ihn in einigen Spiele verfolgt habe und glaube, dass er eine große Zukunft hat", hört sich doch viel freundlicher an.

Aber defensiv vorgehen ist eine Kunst, die immer seltener wird, leider auch bei mir selbst.

•     •     •

"Zeige Anmut beim Sieg und Demut in der Niederlage"
BVB - Transferpolitik |#15252
30.06.2020 - 11:15 Uhr
Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die Transferpolitik der letzten 2 Jahre durchaus nachvollziehen kann und sie für mich in die Richtung zielt, einen "Stammkader" um "Supertalente" anzureichern. Eine hybride Transferstrategie sozusagen.

Ich sehe bspw. auch nicht, warum wir mit Hummels und Zagadou keine gute IV für eine 4er Kette haben sollten. Isoliert betrachtet kann man ja gerne sage, "der Mats verliert jedes Laufduell", aber das ist am Ende nicht mal die halbe Wahrheit. Nebenbei bemerkt ist auch ZAG nicht langsam, das wirkt nur so, wenn seine Masse in Bewegung kommt. Er mag nicht der Antrittschnellste sein und gegen wendige Stürmer sieht das vielleicht lahm aus - in der Realität ist er was die Geschwindigkeit betrifft nicht unterdurchschnittlich.

Hinzu kommt, dass das Verteidungsverhalten der gesamten Mannschaft passen muss. Wenn ich im Mittelfeld Geleitschutz leiste, meine Gegenspieler laufen lasse ohne vernünftig zu übergeben und keinen Druck auf den Ball gebe...dann, tja dann bekommt jede Kette der Welt Probleme. Ganz egal ob 3er, 4er oder 6er.
Hummels spielt den IV in einer 4er Kette auf Weltklasseniveau, wenn der Rest der Mannschaft mit arbeitet. Das hat er in seiner Karriere immer wieder bewiesen, zuletzt in der letzten RR bei Bayern und auch bei uns bpw. gegen Barca. ZAG traue ich auch einen weiteren Sprung in diese Richtung zu.

Oder will jemand behaupten, Jules IV wäre schlecht gewesen, nur weil da Bonucci und Chiellini langsamer waren als die Gegenspieler?

Ich sehe uns - anders als viele andere - für eine 4er Kette extrem gut gerüstet. Ob Guerreiro dann LV oder weiter vorne zum Einsatz kommt und die LV Schmelzer und Schulz heißen, sei mal dahingestellt. Denn auch mit diesen beiden bin ich mir sicher, würden wir am Ende des Tages Platz zwei erreichen. Beide sind nicht so offensivstark wie Guerreiro, aber wir sollten sie auch nicht schlechter machen als sie sind oder gar den Stab über sie brechen (wie es bei Schulz schon passier).

Im ZM frage ich mich aber auch, was wir da vorhaben. Kommt Bellingham? Geht Dahoud? Was ist mit Raschl?
Auf jeden Fall haben wir dort ein Überangebot an Spielern und es wird echt interessant, wer auf andere Positionen ausweichen muss.
BVB - Transferpolitik |#15253
30.06.2020 - 11:59 Uhr
Zitat von tirobvb
Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die Transferpolitik der letzten 2 Jahre durchaus nachvollziehen kann und sie für mich in die Richtung zielt, einen "Stammkader" um "Supertalente" anzureichern. Eine hybride Transferstrategie sozusagen.

Ich sehe bspw. auch nicht, warum wir mit Hummels und Zagadou keine gute IV für eine 4er Kette haben sollten. Isoliert betrachtet kann man ja gerne sage, "der Mats verliert jedes Laufduell", aber das ist am Ende nicht mal die halbe Wahrheit. Nebenbei bemerkt ist auch ZAG nicht langsam, das wirkt nur so, wenn seine Masse in Bewegung kommt. Er mag nicht der Antrittschnellste sein und gegen wendige Stürmer sieht das vielleicht lahm aus - in der Realität ist er was die Geschwindigkeit betrifft nicht unterdurchschnittlich.

Hinzu kommt, dass das Verteidungsverhalten der gesamten Mannschaft passen muss. Wenn ich im Mittelfeld Geleitschutz leiste, meine Gegenspieler laufen lasse ohne vernünftig zu übergeben und keinen Druck auf den Ball gebe...dann, tja dann bekommt jede Kette der Welt Probleme. Ganz egal ob 3er, 4er oder 6er.
Hummels spielt den IV in einer 4er Kette auf Weltklasseniveau, wenn der Rest der Mannschaft mit arbeitet. Das hat er in seiner Karriere immer wieder bewiesen, zuletzt in der letzten RR bei Bayern und auch bei uns bpw. gegen Barca. ZAG traue ich auch einen weiteren Sprung in diese Richtung zu.

Oder will jemand behaupten, Jules IV wäre schlecht gewesen, nur weil da Bonucci und Chiellini langsamer waren als die Gegenspieler?

Ich sehe uns - anders als viele andere - für eine 4er Kette extrem gut gerüstet. Ob Guerreiro dann LV oder weiter vorne zum Einsatz kommt und die LV Schmelzer und Schulz heißen, sei mal dahingestellt. Denn auch mit diesen beiden bin ich mir sicher, würden wir am Ende des Tages Platz zwei erreichen. Beide sind nicht so offensivstark wie Guerreiro, aber wir sollten sie auch nicht schlechter machen als sie sind oder gar den Stab über sie brechen (wie es bei Schulz schon passier).

Im ZM frage ich mich aber auch, was wir da vorhaben. Kommt Bellingham? Geht Dahoud? Was ist mit Raschl?
Auf jeden Fall haben wir dort ein Überangebot an Spielern und es wird echt interessant, wer auf andere Positionen ausweichen muss.


Ich sehe da zwar auch ein Überangebot, aber kein qualitativ hochwertiges Überangebot.
Dahoud und Raschl sind bestimmt tolle Kicker, aber der BVB ist für beide (noch) zu groß.
Delaney sehe ich total gerne, aber auch der kann nicht mehr, als er zeigt.
Witsel sehe ich eh kritisch (in seiner momentanen Verfassung).
Brandt macht richtig viel Spaß, wenn es passt. Das ist aber keiner der das Spiel rumreißt, wenn es mal nicht läuft.
So gesehen macht ein Bellingham Sinn, der kämpft, kann sich spielerisch lösen und bringt Ballgeschwindigkeit mit.
Sicher wird er seine Anlaufzeit brauchen, aber ich sehe in ihm einen Spielertypen, der uns noch fehlt.
BVB - Transferpolitik |#15254
30.06.2020 - 12:01 Uhr
Zitat von tirobvb

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die Transferpolitik der letzten 2 Jahre durchaus nachvollziehen kann und sie für mich in die Richtung zielt, einen "Stammkader" um "Supertalente" anzureichern. Eine hybride Transferstrategie sozusagen.

Ich sehe bspw. auch nicht, warum wir mit Hummels und Zagadou keine gute IV für eine 4er Kette haben sollten. Isoliert betrachtet kann man ja gerne sage, "der Mats verliert jedes Laufduell", aber das ist am Ende nicht mal die halbe Wahrheit. Nebenbei bemerkt ist auch ZAG nicht langsam, das wirkt nur so, wenn seine Masse in Bewegung kommt. Er mag nicht der Antrittschnellste sein und gegen wendige Stürmer sieht das vielleicht lahm aus - in der Realität ist er was die Geschwindigkeit betrifft nicht unterdurchschnittlich.

Hinzu kommt, dass das Verteidungsverhalten der gesamten Mannschaft passen muss. Wenn ich im Mittelfeld Geleitschutz leiste, meine Gegenspieler laufen lasse ohne vernünftig zu übergeben und keinen Druck auf den Ball gebe...dann, tja dann bekommt jede Kette der Welt Probleme. Ganz egal ob 3er, 4er oder 6er.
Hummels spielt den IV in einer 4er Kette auf Weltklasseniveau, wenn der Rest der Mannschaft mit arbeitet. Das hat er in seiner Karriere immer wieder bewiesen, zuletzt in der letzten RR bei Bayern und auch bei uns bpw. gegen Barca. ZAG traue ich auch einen weiteren Sprung in diese Richtung zu.

Oder will jemand behaupten, Jules IV wäre schlecht gewesen, nur weil da Bonucci und Chiellini langsamer waren als die Gegenspieler?

Ich sehe uns - anders als viele andere - für eine 4er Kette extrem gut gerüstet. Ob Guerreiro dann LV oder weiter vorne zum Einsatz kommt und die LV Schmelzer und Schulz heißen, sei mal dahingestellt. Denn auch mit diesen beiden bin ich mir sicher, würden wir am Ende des Tages Platz zwei erreichen. Beide sind nicht so offensivstark wie Guerreiro, aber wir sollten sie auch nicht schlechter machen als sie sind oder gar den Stab über sie brechen (wie es bei Schulz schon passier).

Im ZM frage ich mich aber auch, was wir da vorhaben. Kommt Bellingham? Geht Dahoud? Was ist mit Raschl?
Auf jeden Fall haben wir dort ein Überangebot an Spielern und es wird echt interessant, wer auf andere Positionen ausweichen muss.

Und warum hatte Hummels auch häufig Probleme in der Viererkette?
Es bestreitet niemand, dass Hummels in der letzte Rückrunde bei Bayern oder gegen Barca sehr gut war.
Allerdings lassen sich die vielen schwachen Auftritte in der Viererkette (bei uns als auch bei den Bayern) nicht damit erklären, dass es am Rest der Mannschaft lag oder man eben auch mal einem Hummels einen schlechten Tag zugestehen müsse.
Hummels benötigt bestimmte Vorausetzungen, damit er weltklasse verteidigt.
Stehen wir hoch und die Aufgabe von Hummels wäre es, Pässe hinter die Abwehr abzulaufen, dann ist er eben nicht weltklasse. Wobei es für mich dabei sogar viel weniger auf Geschwindigkeit ankommt. Ein Subotic hat diesen Job zum Beispiel sehr gut erfüllt, da er diese Pässe sehr gut antizipierte und wenig nach vorne verteidigte.
Hummels Stärke ist aber genau das "Nach-Vorne-Verteidigen".
Wenn wir dann mit Viererkette spielen, ist im Zentrum nur ein zweiter Innenverteidiger. Hummels hatte dann des öfteren Löcher gerissen, die der zweite Verteidiger nicht mehr schließen konnte. Wenn die AVs hier präsent wären, würde das wieder gehen. Nur wäre aktuell wohl Guerreiro der AV, der selber den Weg nach vorne sucht und auch nicht stark darin ist, die Tiefe abzusichern.
Zagadou kann letzteres auch nicht gut. Ich kann mich an viele Szenen erinnern, in denen er Läufe in die Tiefe nicht antizipiert. Das ist für mich das viel größere Problem als sein Defizit im Antritt.

Die Dreierkette ist genau das taktische Mittel um diese individuellen Schwächen abzufangen. Tuchel wählte diese in der Rückrunde 15/16 bei Ballbesitz. Damit war die Tiefe bei uns gut abgesichert. Ließ man sich in die Defensivformation zurückfallen, war es wieder die Viererkette. Dann steht man aber generell schon etwas tiefer und hat eben alle vier Verteidiger hinten. Die oben skizzierten Probleme tauchen dann nicht auf.
Gegen Barca in unsere Hinrunde war es ähnlich. Wir standen meistens tief und geordnet mit Viererkette. In dem Spiel ging es nicht darum, hoch zu stehen und das gegnerische Umschaltspiel zu unterbinden, was in der Bundesliga unsere übliche Aufgabe ist.

Ich denke also, es passt nicht mit einer Viererkette Guerreiro, Zagadou, Hummels und Meunier. Schulz statt Guerreiro bringt auch nicht den entscheidenden Vorteil (was ich mir damals eigentlich erhofft hatte).
Meunier würde uns als RV verstärken. Allerdings waren dort unsere Probleme mit Piszczek noch am geringsten, meiner Meinung nach.

Ich sehe es daher wie einige andere hier. Wir bräuchten mindestens noch einen defensivstarken LV für die Viererkette und in der Mitte sollten nicht Hummels und Zagadou auflaufen; abgesehen von einzelnen Spielen, wenn der Gegner das Spiel macht.
Eigentlich könnte man dann sogar darüber nachdenken, Zagadou abzugeben und eine neuen Verteidiger zu holen. Denn Zagadou wäre für mich nur als Hummels Ersatz eine gute Wahl dann.

Deswegen sollte in der nächsten Saison weiterhin auch die Dreierkette regelmäßig gespielt werden. Komplett auf Viererkette umzuschwenken scheint mir vor allem Sinn zu machen, wenn Hummels bei uns aufhört oder Zagadou gehen sollte (ich hoffe nicht).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 30.06.2020 um 12:02 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15255
30.06.2020 - 13:13 Uhr
@mba123 Ich mal keine Quoteorgie, das wird zu unübersichtlich tongue

Ich verneine nicht, dass die 3er Kette für einige Spieler Vorteile bringt. Ich möchte nur davor warnen, die 4er Kette mit unserem Personal zu verteufeln. Es steht und fällt halt mit der Geschlossenheit und der generellen taktischen Ausrichtung.

Eine 4er Abwehr aus Guerreiro (Schutz) - ZAG - Hummels - Meunier kann auf jeden Fall gut stehen. Nur mal angenommen, davor spielen Can, Delaney und Brandt - dann dürfte das sehr stabil sein, ohne dass wir groß an Kreativität einbüßen. Can könnte dann der Initiator für einen Wechsel zur 3er Kette bei Ballbesitz sein und gegen den Ball deutlich mehr Druck auf den Gegner machen (nur mal so als Beispiel).

Das Geschwindigkeitsproblem sehe ich wie gesagt nicht, noch weniger wenn Schulz spielt und Guerreiro weiter vorne.
BVB - Transferpolitik |#15256
30.06.2020 - 13:53 Uhr
Zitat von tirobvb
@mba123 Ich mal keine Quoteorgie, das wird zu unübersichtlich tongue

Ich verneine nicht, dass die 3er Kette für einige Spieler Vorteile bringt. Ich möchte nur davor warnen, die 4er Kette mit unserem Personal zu verteufeln. Es steht und fällt halt mit der Geschlossenheit und der generellen taktischen Ausrichtung.

Eine 4er Abwehr aus Guerreiro (Schutz) - ZAG - Hummels - Meunier kann auf jeden Fall gut stehen. Nur mal angenommen, davor spielen Can, Delaney und Brandt - dann dürfte das sehr stabil sein, ohne dass wir groß an Kreativität einbüßen. Can könnte dann der Initiator für einen Wechsel zur 3er Kette bei Ballbesitz sein und gegen den Ball deutlich mehr Druck auf den Gegner machen (nur mal so als Beispiel).

Das Geschwindigkeitsproblem sehe ich wie gesagt nicht, noch weniger wenn Schulz spielt und Guerreiro weiter vorne.


Klar kann diese 4er-Kette gut stehen, wenn man tief steht und dann noch ein sehr defensives Mittelfeld aufbietet. Aber diese Spielweise ist meiner Meinung nach zielführend, vor allem in der Bundesliga, in den Spielen, in denen sich die meisten Gegner selber zurückziehen. Wie sowas dann aussehen kann, hat man in der Hinrunde denke ich ganz gut gesehen. Keinerlei Zugriff im Pressing, unser Pressing ist geradezu verpufft, weil die Abstände zwischen den Manschaftsteilen viel zu groß waren, weil eben die 4er-Kette so tief stehen muss, um einigermaßen stabil zu sein. Zudem gehen spielerische Komponenten in der Zentrale verloren, wenn man zusätzlich mit zwei defensiven Mittelfeldspielern agiert.

Meiner Meinung nach hat man hier passend zum Thread einige Fehler in der Kaderzusammenstellung gemacht. Das Abwehr-Personal passt nicht zu einer 4er-Kette und schon gar nicht zu einer, die der BVB spielen sollte und sicher ursprünglich auch spielen wollte. Zudem wirkt das Zentrale Mittelfeld immernoch sehr unausgewogen, was ja schon seit einigen Jahren Thema ist. Und zu guter Letzt ist der Kader auch nicht wirklich passend zur favorisierten Spielweise von Favre, auch wenn dieser sich mit der 3er-Kette adaptiert hat und es dennoch viele Probleme gibt sobald der Gegner das zentrale Mittelfeld überlädt und für Überzahl sorgt. Es wirkt ein wenig so als passe die Defensive nicht zur 4er Kette und die Offensive (Mittelfeld) nicht zur 3er Kette.
BVB - Transferpolitik |#15257
30.06.2020 - 15:21 Uhr
Zitat von tirobvb
@mba123 Ich mal keine Quoteorgie, das wird zu unübersichtlich tongue

Ich verneine nicht, dass die 3er Kette für einige Spieler Vorteile bringt. Ich möchte nur davor warnen, die 4er Kette mit unserem Personal zu verteufeln. Es steht und fällt halt mit der Geschlossenheit und der generellen taktischen Ausrichtung.

Eine 4er Abwehr aus Guerreiro (Schutz) - ZAG - Hummels - Meunier kann auf jeden Fall gut stehen. Nur mal angenommen, davor spielen Can, Delaney und Brandt - dann dürfte das sehr stabil sein, ohne dass wir groß an Kreativität einbüßen. Can könnte dann der Initiator für einen Wechsel zur 3er Kette bei Ballbesitz sein und gegen den Ball deutlich mehr Druck auf den Gegner machen (nur mal so als Beispiel).

Das Geschwindigkeitsproblem sehe ich wie gesagt nicht, noch weniger wenn Schulz spielt und Guerreiro weiter vorne.

Von "auf jeden Fall gut stehen" kann nicht die Rede sein, meiner Meinung nach. Man könnte höchstens darauf hoffen.

Schau Dir beispielsweise das Spiel in Leverkusen an. So schlecht würden wir im Schnitt sicherlich nicht verteidigen, aber die Probleme, die mit so einer Viererkette auftreten würden, werden in dem Spiel sichtbar, meiner Meinung nach.
Falls manche anzweifeln, dass es eine Viererkette gegen Leverkusen war (bei tm wird fälschlicherweise eine Dreierkette angegeben), schaut euch, z.B. bei whoscored, die durchschnittlichen Positionen der Spieler und heatmaps an. Auch sieht man sehr gut, dass es eine Viererkette war, wenn man sich die ersten Minuten anschaut.
In dem Spiel bestand die Kette aus Guerreiro, Zagadou, Hummels und Akanji. Im Mittelfeld spielten Can, Witsel und Brandt.
Vielleicht wurde später das System im Spiel gewechselt. Das weiß ich nicht mehr. Für die genannten Probleme spielt es eigentlich auch keine Rolle, da diese Probleme in einer Viererkette härter bestraft werden als in einer Dreierkette.

Beim ersten Tor stehen wir hoch, Volland ist bei Hummels, orientiert sich dann Richtung Akanji, um den Schnittstellenpass zwischen beiden zu erhalten und macht das Tor. Hummels hätte die Situation sicherlich besser lösen können. Allerdings sieht hier auch Akanji nicht gut aus, wobei ich aber glaube, dass Meunier generell nicht stärker verteidigen würde als Akanji.
Übrigens lässt in dieser Situation Zagadou Diaby in die Tiefe ziehen. Diaby stand völlig frei im Strafraum. Da Volland selbst den Abschluss suchte, spielte das aber keine Rolle.

Beim zweiten Tor stehen wir tief im eigenen Strafraum. Mit Zagadou und Hummels sind wir im Zentrum dafür exzellent besetzt. Allerdings nicht am langen Pfosten mit Guerreiro, wo die Flanke von Leverkusen landet. Guerreiro sieht nicht gut aus in der Situation und sein Gegenspieler kann in die Mitte ablegen, wo Volland erneut vollendet.
Nicht das erste Mal, dass Guerreiro bei solchen Flanken den Kürzeren zieht. Beispielsweise erzielte Leipzig beim 3:3 auch so einen Treffer. Das war zwar mit Dreierkette von uns. Mit Viererkette würde Guerreiro aber umso öfter in solche Situationen kommen.

Dann gab es einen Pfostenschuss von Havertz. Hummels verteidigt nach vorne, bekommt den Ball aber nicht. Zagadou geht den Laufweg von Havertz nicht mit und Havertz ist durch.

Beim dritten Tor rückt Hummels aus der Kette Richtung Ball. Leverkusen spielt den Ball ins offene Zentrum. Dort rettet Can mit einer Wahnsinnsgrätsche vor Volland. Allerdings landet der Ball bei Bailey, der einschiebt.

Für mich waren das typische Probleme mit Hummels, Zagadou und Guerreiro. Hummels reist Löcher in die Abwehr, wenn man auf eine zusätzliche Absicherung verzicht und seine Nebenleute nicht sehr stark darin sind, diese Löcher zu antizipieren.
Auch ist Hummels nicht sehr gut darin, die Tiefe abzudecken. Volland hätten andere Verteidiger beim 1:0 auch trotz der vorhergehenden Fehler am Ende ablaufen können.
Zagadou verpasst öfter als andere das Mitgehen in die Tiefe. Letzte Saison haben dann Diallo oder Akanji das öfters ausgebügelt. Diese Symbiose gibt es mit Hummels nicht.
Guerreiro schwächelt allgemein bei hohen Bällen und auch er ist nicht der Lage, die Tiefe auf hohem Niveau zu verteidigen. Siehe zum Beispiel das Spiel in Prag. Prag hatte zwei gute Chance durch Pässe in die Schnittstelle zwischen Guerreiro und Hummels.

Wie kann man einfach davon ausgehen, dass diese Probleme über eine Saison gesehen "auf jeden Fall" kaum ins Gewicht fallen würden und wir in dieser Konstellation eine stabile Abwehr hätten?

Ich denke daher, dass die Transferpolitik hier nicht passte. Vielleicht dachte man, Schulz wäre die passende Ergänzung. Der überzeugte aber nicht.
Mit Diallo ging ein Spieler, der eigentlich sehr gut in eine hohe Verteidigung passte. Nachdem dieser Punkt schon unter Bosz ein großes Problem war, hatte man wahrscheinlich auch deswegen Diallo verpflichtet.
Diallo würde auch sehr gut als LV neben Hummels passen, meiner Meinung nach.
Im Spiel nach vorne gefiel mir Diallo dort aber nicht.
Jemand, der ähnlich verteidigt wie Diallo würde ich für eine Viererkette sehr sinnvoll halten. Dann sähe für mich die Kette so aus: Neuer LV, Hummels, Akanji, Meunier
BVB - Transferpolitik |#15258
30.06.2020 - 16:26 Uhr
Gut und schlüssig erklärt und ich verstehe auch deine Punkte, da sie ja durchaus valide sind.

Speziell gegen Leverkusen kamen aber unterschiedliche Faktoren hinzu:
*Zurück zur 4er Kette, nachdem die Spiel vorher 3er Kette angesagt war
* Akanji als rechter Verteidiger, auf einer ungewohnte Position
* Can neu im Mittelfeld, sein erstes Spiel und dadurch wenig Abstimmung

ZAGs Probleme bei gegnerischen Läufen in die Tiefe und Hummels Dran vorwärts zu verteidigen (oder sein Neglect für das Absichern der tiefen Räume) sehe ich auch. Das kann aber verhindert werden, wenn du insgesamt mehr Druck auf den Gegner ausübst und eben nicht nur 1 oder 2 Spieler.
BVB - Transferpolitik |#15259
30.06.2020 - 16:42 Uhr
Zitat von tirobvb

Gut und schlüssig erklärt und ich verstehe auch deine Punkte, da sie ja durchaus valide sind.

Speziell gegen Leverkusen kamen aber unterschiedliche Faktoren hinzu:
*Zurück zur 4er Kette, nachdem die Spiel vorher 3er Kette angesagt war
* Akanji als rechter Verteidiger, auf einer ungewohnte Position
* Can neu im Mittelfeld, sein erstes Spiel und dadurch wenig Abstimmung

ZAGs Probleme bei gegnerischen Läufen in die Tiefe und Hummels Dran vorwärts zu verteidigen (oder sein Neglect für das Absichern der tiefen Räume) sehe ich auch. Das kann aber verhindert werden, wenn du insgesamt mehr Druck auf den Gegner ausübst und eben nicht nur 1 oder 2 Spieler.


Mehr Druck auf den Gegner bedeutet aber notwendigerweise eine höhere Kompaktheit gegen den Ball, damit dann oftmals ein früheres Herausrücken der Kette - deren Startpunkte dann schließlich höher sein müssten - und damit hinter der Kette noch größere Räume, was wiederum dazu führt, dass die Problematik, wie Hummels und Zagadou agieren, verstärken kann, kommt man nicht unmittelbar zum Ballgewinn. Das ist in meinen Augen aber auch davon abhängig, wie sicher man im Angriffsdrittel mit dem Ball umgeht. Diese Saison war unser Ballbesitzspiel im Angriffsdrittel nicht gut, sodass wir zu viele Bälle verloren haben, wodurch nicht nur die Abwehr zu tief stand, um dem Pressing vorne zu eine höhere Kompaktheit zu verleihen, aber eben gerade tief genug, um die Gegenspieler aufzunehmen, die nicht dazu gezwungen waren selbst der eigenen Abwehr auszuhelfen. Das ist in meinen Augen in der Rückwärtsbewegung die Hauptursache für die zu großen Abstände und teils auch für fehlende Läufe der Offensiven in der Rückwärtsbewegung - die haben ihre intensiven Läufe eben gerade auch erst nach vorne gemacht, dafür dann aber auch nicht die Unterstützung bekommen, um den Ball zu halten oder zum Abschluss zu kommen. Dazu sind Kamikaze Bälle tief aus der gegnerischen Hälfte eine permanente Gefahr, selbst wenn nur ein Stürmer des Gegners vorne bleibt, da damit auf einen Schlag eine Vielzahl an BVB Spielern überspielt wird und die Wahrscheinlichkeit eines Laufduells gegen die IV nicht gering ist, selbst wenn der Ball nicht sonderlich präzise ist.

@mba123 sehr starker Beitrag, mit guten Beispielen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 30.06.2020 um 16:42 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15260
30.06.2020 - 16:57 Uhr
Blaupause für gutes Verteidigen ist und bleibt das Speil gegen Barca. Das war ein toller Mix aus hohem Pressing und Kompaktheit aller Mannschaftsteile. Selbst wenn wir in der eigenen Hälfte zurückgezogen agiert haben, waren die Abstände eng und das Herausrücken hat gut funktioniert.

Das war defensiv die beste Mannschaftsleistung der letzten Jahre für mich, da sie taktisch und individuell gegen einen starken Gegner super umgesetzt wurde.

Warum sollte das nicht häufiger funktionieren? Klar, da hat Hummels mit Akanji gespielt, aber der musste jetzt auch keine tiefen Räume abdecken oder Bälle ablaufen.

Ich bleibe dabei, dass wir mit den Spielern eine defensivstarke 4er Kette spielen können. Das steht und fällt aber (wie bei der 3er Kette auch!) mit dem Verhalten der Vorderleute.
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