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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#12981
20.08.2018 - 13:27 Uhr
Zitat von KryptoNate

Zitat von UnderratedCritic

Zitat von KryptoNate

Du sprichst es an, dass finde ich total schade. Die Fans im Stadion raunen, wenn nach 20min ein Rückpass gespielt wird, hier schreib sich jeder Fifa Spieler die Finger wund und fordert Morata und Konsorten und auf der Süd singt die Hälfte eh erst mit wenn es 3:0 steht. Ich bin einfach ein wenig altmodisch, denke ich.


Den BVB gibt es nicht erst seit Klopp. Deswegen ist "altmodisch" der völlig falsche Begriff.



Sobald etwas als klar vergangen angesehen wird (ja, auch individuell), kann man es auch als altmodisch betrachten.

Hats nichts mit altmodisch zu tun. Dich irritieren scheinbar ungewohnte Einstellungen/Verhaltensweisen bezüglich unterschiedlicher Fußballbezogener Themen. Schade findest du soweit ich verstanden habe Rückpass-Raunen in der 20sten, Aubameyang, Morata, Gesänge ab dem 3:0. Das Videospiel Fifa scheint dir auch nicht zu gefallen. Zumindest scheinst du das ein wenig anzudeuten, ich will aber nichts unterstellen

Meine Position zu deinen Punkten: Ich z.B. manifestiere gedanklich nicht ansatzweise den Anspruch, bei einer misslungen Aktion vor 80.000 Individuen, garkeine Reaktion(Raunen) zu hören. Im WS wie auf dem Waldhof. Im Gegensatz zum Pfeifen ist Raunen ja eine viel instinktivere, wenn auch typenabhängige Reaktion.

Kurzer Schwenker zum Fanverhalten: Geht es dir jedoch um diese Fanwert-Metadiskussion, mit dem eigentlichen Zwecke via selbstgerecht zusammengeschusterten Verhaltenskatalog sein Selbstverständnis als Qualitätsfan zu untermauern, ist der Spieltagsthread nach einer Niederlage am besten geeignet. Ein User hat hier fast 20.000 Beiträge gesammelt, die eigene Fanbase als lächerlich/peinlich etc. zu betiteln und so auch seinen eigenen Frust abzubauen. Aber auch viele andere fröhnen dass dort als Hobby, und das ist akzeptiert.
Unter der Woche kannst du dafür den Schmelle Thread nutzen. Schmelle-Support garantiert, dass du der Gegenpol zum Feinbild: Dem Erfolgsfan-Fifakiddie(gruselig, nicht war?) bist. Da schreibst du dann rein dass er früher ein klasse LV war, ein bisschen abgebaut hat, man ja nunmal um seine Schwächen weiß und die nicht dauernd ansprechen müsse(gilt nur für andere), er nicht sportlich verdrängt wurde, und überhaupt damals gegen Malaga. Zwar schreibt das sinngemäß jeder, aber man kann seinen Post trotzdem mit einem "unsere Fans, insb. die Forencrew sind scheiße und undankbar" abschließen.

Von mir aus kann auch jeder jedes Videospiel spielen, und jeden Spieler wollen, ob Auba oder Ginczek. Manchmal empfinde ich auch Pausen vom Dauer Sing-Sang als recht angenehm, erlebe ich ja grade auf dem Waldhof. Vllt hilt es dass die anderen Tribünen sich situationsbezogen wieder stärker engagieren.

Statt nur deine Werte aufzuzählen würde mich interessieren, warm du die gegannten Punkte so bewertest. Und warum du bedauerst dass es nicht jeder andere Fan ganz genau so sieht wie du.

Schwarzgelbe Grüße

•     •     •

"You can say you to me." H. Kohl zu R. McDonald oder R. Reagan

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rumpler am 20.08.2018 um 13:41 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12982
20.08.2018 - 14:04 Uhr
Zitat von TheKillingJoke

sehe es ebenso wie meine vorredner... den spieler wird kaum noch zeit gegeben. unser umfeld war damals anders. natürlich gab es dafür viele gründe, jahrelanges mittelmaß etc.

vor dem ersten pflichtspiel werden spieler wie philipp, wolf, delaney schon als zu schlecht betitelt. aktuell wird origi auch sehr schlecht dargestellt von vielen usern. spieler bekommen keine zeit mehr, sie werden schon vor den transfer als schlecht empfunden und wenn sie dann in den ersten 3 spielen nicht zünden.... dann ist es ganz vorbei. im stadion verhält sich das, nicht ganz so krass aber es geht in eine ähnliche richtung.

barrios hatte damals 10 spiele benötigt in der BuLi um zu zünden, Lewandowski noch länger.... heutzutage ist die erwartungshaltung aber, das man einen Stürmer verpflichtet der im vorjahr eine Top5 liga kleingeschossen hat, spielerisch und technisch alle fähigkeiten mitbringt und dem BVB SOFORT weiterhelfen kann.

solche stürmer waren seit Watzke nie für den BVB erschwinglich. jetzt nachdem der markt nochmal deutlich angezogen hat, erst recht nicht. aber das ist die erwartungshaltung. es muss alles stimmen, ist dies gegeben ist der spieler aber für den BVB schon längst "out of range".

Sagt dir Marco Reus irgendwas? War Ciro Immobile nicht Torschützenkönig in der Serie A?

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"You can say you to me." H. Kohl zu R. McDonald oder R. Reagan

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rumpler am 20.08.2018 um 14:05 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12983
20.08.2018 - 14:44 Uhr
Zitat von Rumpler
Zitat von KryptoNate

Zitat von UnderratedCritic

Zitat von KryptoNate

Du sprichst es an, dass finde ich total schade. Die Fans im Stadion raunen, wenn nach 20min ein Rückpass gespielt wird, hier schreib sich jeder Fifa Spieler die Finger wund und fordert Morata und Konsorten und auf der Süd singt die Hälfte eh erst mit wenn es 3:0 steht. Ich bin einfach ein wenig altmodisch, denke ich.


Den BVB gibt es nicht erst seit Klopp. Deswegen ist "altmodisch" der völlig falsche Begriff.



Sobald etwas als klar vergangen angesehen wird (ja, auch individuell), kann man es auch als altmodisch betrachten.

Hats nichts mit altmodisch zu tun. Dich irritieren scheinbar ungewohnte Einstellungen/Verhaltensweisen bezüglich unterschiedlicher Fußballbezogener Themen. Schade findest du soweit ich verstanden habe Rückpass-Raunen in der 20sten, Aubameyang, Morata, Gesänge ab dem 3:0. Das Videospiel Fifa scheint dir auch nicht zu gefallen. Zumindest scheinst du das ein wenig anzudeuten, ich will aber nichts unterstellen

Meine Position zu deinen Punkten: Ich z.B. manifestiere gedanklich nicht ansatzweise den Anspruch, bei einer misslungen Aktion vor 80.000 Individuen, garkeine Reaktion(Raunen) zu hören. Im WS wie auf dem Waldhof. Im Gegensatz zum Pfeifen ist Raunen ja eine viel instinktivere, wenn auch typenabhängige Reaktion.

Kurzer Schwenker zum Fanverhalten: Geht es dir jedoch um diese Fanwert-Metadiskussion, mit dem eigentlichen Zwecke via selbstgerecht zusammengeschusterten Verhaltenskatalog sein Selbstverständnis als Qualitätsfan zu untermauern, ist der Spieltagsthread nach einer Niederlage am besten geeignet. Ein User hat hier fast 20.000 Beiträge gesammelt, die eigene Fanbase als lächerlich/peinlich etc. zu betiteln und so auch seinen eigenen Frust abzubauen. Aber auch viele andere fröhnen dass dort als Hobby, und das ist akzeptiert.
Unter der Woche kannst du dafür den Schmelle Thread nutzen. Schmelle-Support garantiert, dass du der Gegenpol zum Feinbild: Dem Erfolgsfan-Fifakiddie(gruselig, nicht war?) bist. Da schreibst du dann rein dass er früher ein klasse LV war, ein bisschen abgebaut hat, man ja nunmal um seine Schwächen weiß und die nicht dauernd ansprechen müsse(gilt nur für andere), er nicht sportlich verdrängt wurde, und überhaupt damals gegen Malaga. Zwar schreibt das sinngemäß jeder, aber man kann seinen Post trotzdem mit einem "unsere Fans, insb. die Forencrew sind scheiße und undankbar" abschließen.

Von mir aus kann auch jeder jedes Videospiel spielen, und jeden Spieler wollen, ob Auba oder Ginczek. Manchmal empfinde ich auch Pausen vom Dauer Sing-Sang als recht angenehm, erlebe ich ja grade auf dem Waldhof. Vllt hilt es dass die anderen Tribünen sich situationsbezogen wieder stärker engagieren.

Statt nur deine Werte aufzuzählen würde mich interessieren, warm du die gegannten Punkte so bewertest. Und warum du bedauerst dass es nicht jeder andere Fan ganz genau so sieht wie du.

Schwarzgelbe Grüße



Habe deinen Post 2x gelesen aber so richtig drauf beziehen kann ich mich nicht, weil ich nicht genau was, was du jetzt von mir willst^^. Ich bin vielleicht auch etwas vom Thema Transferpolitik abgewichen. Mein Grundgedanke war einfach, dass ich gern mal wieder mehr homegrown Spieler beim BvB sehen würde. Weniger 30mio Transfers von Spielern, die kaum mehr als 12 Monate guten Fussball gespielt haben und dass man Leuten wie Halstenberg, Ginczek, Duksch, Narrey, Serra, Gorenc Stankovic, Bonman etc einfach mal eine Chance gibt (die Spieler sind natürlich alle weg, ich meine dann die, die jetzt in den U Mannschaften kicken.)

ICH würde diesen Spielern die Fehler verzeihen, die sie auf dem Platz machen, ICH fände es super, wenn wir mit diesen Spielern guten Fussball zeigen könnten und ICH würde nicht das Forum mit unmutsbekundungen über alles und jeden überschwemmen, sollten wir zuhause gegen Düsseldorf und Nürnberg nicht gewinnen. So läuft das Geschäft aber leider nicht mehr - die Aussagen von allen Verantwortlichen ließen aber eigentlich ein wenig drauf schließen, dass es wenigstens ein klein wenig wieder in die Richtung gehen sollte (zu dieser Saison). Die Verpflichtung von Kehl und die Mentalitätsdiskussion war für mich jedenfalls so zu werten.

Fifa spiele ich übrigens ca 1000 Spiele pro Jahr und kann den 28.9 kaum abwarten zwinker
BVB - Transferpolitik |#12984
20.08.2018 - 15:48 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
sehe es ebenso wie meine vorredner... den spieler wird kaum noch zeit gegeben. unser umfeld war damals anders. natürlich gab es dafür viele gründe, jahrelanges mittelmaß etc.

vor dem ersten pflichtspiel werden spieler wie philipp, wolf, delaney schon als zu schlecht betitelt. aktuell wird origi auch sehr schlecht dargestellt von vielen usern. spieler bekommen keine zeit mehr, sie werden schon vor den transfer als schlecht empfunden und wenn sie dann in den ersten 3 spielen nicht zünden.... dann ist es ganz vorbei. im stadion verhält sich das, nicht ganz so krass aber es geht in eine ähnliche richtung.

barrios hatte damals 10 spiele benötigt in der BuLi um zu zünden, Lewandowski noch länger.... heutzutage ist die erwartungshaltung aber, das man einen Stürmer verpflichtet der im vorjahr eine Top5 liga kleingeschossen hat, spielerisch und technisch alle fähigkeiten mitbringt und dem BVB SOFORT weiterhelfen kann.

solche stürmer waren seit Watzke nie für den BVB erschwinglich. jetzt nachdem der markt nochmal deutlich angezogen hat, erst recht nicht. aber das ist die erwartungshaltung. es muss alles stimmen, ist dies gegeben ist der spieler aber für den BVB schon längst "out of range".


Zustimmung mit Anmerkungen

Seit 2010 haben die beiden Meisterschaften, die beiden Pokalsiege, das Erreichen des CL-Finales 2013 und die 2-malige Qualifikation für die EL sowie die 7-malige Qualifikation für die CL die Perspektive der BVB-Anhänger verschoben - teils realistisch mit Argumentationserdung, teils unrealistisch mit Wunschdenken (befeuert durch diese fraglos gute bis sehr gute Bilanz).

Die geerdete Perspektivenveränderung nimmt Folgendes wahr:

- Das Abschneiden des BVB in den internationalen Wettbewerben EL und CL, die seit 9 Jahren erreicht wurden. Dieses sieht nämlich aus:
2010/11 EL, in der Gruppenphase gegen PSG und Sevilla ausgeschieden.
2011/12 CL, in der Gruppenphase gegen Arsenal, Marseille und Piräus ausgeschieden (also Gruppenletzter).
2012/13 CL, Gruppensieger gegen Real Madrid, Ajax und ManCity; Achtelfinalsieger gegen Donezk, Viertelfinalsieger gegen Malaga, Halbfinalsieger gegen Real Madrid, Finalniederlage gegen Bayern München.
2013/14 CL, Gruppensieger gegen Arsenal, Neapel und Marseille; Achtelfinalsieger gegen Petersburg, Viertelfinalniederlage gegen Real Madrid.
2014/15 CL, Gruppensieger gegen Arsenal, Anderlecht und Galatasaray Istanbul; Achtelfinalniederlage gegen Juventus Turin.
2015/16 EL, Gruppenzweiter hinter Krasnodar, vor Thessaloniki und Qabala; Sechzehzntelfinalsieger gegen FC Porto, Achtelfinalsieger gegen Tottenham, Viertelfinalniederlage gegen Liverpool.
2016/17 CL, Gruppensieger gegen Real Madrid, Legal Warschau und Sporting Lissabon; Achtelfinalsieger gegen Benfica Lissabon, Viertelfinalniederlage gegen Monaco (unter besonderen Umständen nach dem Anschlag).
2017/18 CL, Gruppendritter (mit 2 Punkten) hinter Tottenham, Real Madrid und knapp vor Nikosia - damit für die EL qualifiziert.
2017/18 EL, Sechzehntelfinalsieger gegen Bergamo, Achtelfinalniederlage gegen RB Salzburg.

- Die Problematik, aus dem Nachwuchs oder durch Zukauf von Talenten sehr gut entwickelte Spieler im Verein langfristig zu binden. Dies gelingt nur in eher wenigen Fällen.

- Die Problematik, "fertige" und sehr gute Spieler verpflichten zu können. Dies gelingt noch seltener, u.a. aus finanziellen Gründen.

- Das Zusammenspiel dieser beiden Problematiken, das einerseits zu hoher Spielerfluktuation sehr guter Spieler, andererseits aber auch zum langjährigen Verbleib nur befriedigender Spieler führt.

- Standort-, Image- und Finanznachteile in internationaler Konkurrenz.

Die Perspektivenveränderung der BVB Anhänger, die mit Wunschdenken getränkt ist, also z.B. nicht wahrnimmt, dass der BVB international eben nicht zu den Top-10- oder Top-12-Vereinen gehört, sondern sich mit großer Konkurrenz dahinter einreihen muss, führt zu überhöhten Erwartungen. Man sollte mMn es genau umgekehrt betrachten. Der BVB hat international für seine Verhältnisse ausgesprochen gut abgeschnitten. Die v.a. in der Gruppenphase der EL und CL nach anfänglichen Schwierigkeiten in 2010 -2012 gezeigten Leistungen und Ergebnisse sind aller Ehren wert, insbesondere auch das mehrfache Erreichen des Viertelfinales, mal abgesehen von der extrem positiven Ausnahmesaison 2012/13 in der CL.

Mindestens 4-5 englische Vereine, mindestens 3 spanische Vereine, PSG, Juve und der FCB stehen mMn eindeutig vor dem BVB. In Frankreich und v.a. in Italien versuchen sich einige Vereine direkt dahinter zu positionieren und manche nationalen TOP-Vereine aus anderen europäischen Ligen können auch kicken.

Was hat das mit der Transferpolitik zu tun?

Sehr viel, denn der BVB versucht sich nach dem Anschlag, nach zahlreichen fragwürdigen Spielerabgängen, nach einem bedenklichen Trainerroulette und nach dem erkennbaren Nachlassen internationaler Effektivität seit 2016/17 wieder so aufzustellen, dass er direkt hinter den Top-10/12-Vereinen konkurrenzfähig ist und vielleicht in diese Phalanx hinein auch mal wieder Nadelstiche setzen oder sich sogar zu einem Mitglied dieses exklusiven Dutzend aufschwingen kann.

Wie versucht das der BVB?

1. Durch möglichst schonungslose Analyse der Defizite.
2. Durch Stärkung des Personals in Verantwortungspositionen (Sammer, Kehl, Favre).
3. Durch Spielerverpflichtungen, die die aufgedeckten Defizite zumindest abmildern, teils aber auch lösen können.
4. Durch Abgabe von Spielern, die den Ansprüchen nicht mehr genügen (s. dazu aber oben die Problematik, dass gerade auch nicht ganz so leistungsfähige Spieler ihre Verträge erfüllen und nach ihnen keine besondere Nachfrage von anderen Vereinen besteht).
5. Durch Wiederbelebung der Vereinsidentität und Förderung des Schulterschlusses mit den schwieriger gewordenen BVB-Anhängern.

Klar ist, wie risikoreich dieser Versuch ist, weil jeder neu verpflichtete Spieler erst unter Beweis stellen muss, dass er dem BVB weiterhilft und seine Anlagen, sein Talent auf dem Platz auch im (aktuell) favreschen Spielstil umsetzen kann. Das wird mal so und mal so ausgehen.

Klar ist auch, dass der BVB auf Dauer seine Transferzahlungsschwelle, die momentan unter erheblichen Schmerzen bei ca. 40 Mio. liegen dürfte (auch und nicht zuletzt, aber dennoch nach den Erfahrungen mit dem sehr teuren Schürrle) überdenken muss, wenn der BVB von dem irrwitzigen Spielermarkt nicht allmählich abgekoppelt werden und nur noch zum Talentschuppen regredieren will. Das gilt in besonderem Maße, weil der BVB (s.o.) eben auch Standort- und Imagenachteile kompensieren muss, also im Zweifelsfall eher noch mehr für einen Spieler ausgeben muss als die Top-Vereine. Wenn in diesem Zusammenhang Klopp sagt, Shaqiri hätten sich auch einige deutsche Vereine leisten können, ist das zwar prinzipiell richtig, vernachlässigt aber die Frage, ob z.B. der BVB Shaqiri für 15 Mio. Euro überhaupt bekommen hätte und bereit wäre bzw. bereit sein könnte, Shaqiri ein Jahresgehalt von 6 Mio netto zu zahlen. Außerdem ist auch die Frage, ob Shaqiri zum BVB gepasst hätte.

Insgesamt scheint mir die Forderung nach einem (besser noch nach zwei) AV für 30 Mio oder mehr und nach einem MS für 60-80 Mio. und das bei entsprechend hohen Gehältern noch (!) unangemessen zu sein, konzediere aber - wenn auch zähneknirschend, ähnlich wie Klopp auch -, dass die wahnwitzige Marktentwicklung dahin tendiert und sich auch der BVB längerfristig fragen muss, wie er sich in diesem Transfer-Haifischbecken zukünftig bewegen will, um nicht gefressen zu werden und aus der Lauerstellung auf die Top-12-Vereine völlig herauszufallen. Klar ist, dass unter solchen Bedingungen Fehler gemacht werden (die sich meist erst später als solche herausstellen). Klar ist aber auch, dass die Führungscrew des BVB versucht, die vorhandenen Problematiken anzupacken. Immerhin!

Bzgl. dieser erheblichen Problemstellungen, wie ich in den vergangenen Wochen in verschiedenen anderen Zusammenhängen ebenfalls formuliert habe, ist es auf jeden Fall spannend. Die Hauruck-Forderungen nach sehr teuren Neuzugängen sind mMn zur Zeit allerdings noch unangemessen.

•     •     •

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; 
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg
BVB - Transferpolitik |#12985
20.08.2018 - 16:03 Uhr
Zitat von usernick
Sagt dir Marco Reus irgendwas? War Ciro Immobile nicht Torschützenkönig in der Serie A?


selbstverständlich und ich habe mich auch mit beiden transfers beschäftigt, womit ich aufklären kann:

1. marco reus hatte eine erschwingliche AK und dadurch das er, seine familie aus dortmund kommt eine große affinität zum BVB. zum damaligen wechselzeitpunkt war er ein national klasse spieler aber international völlig unbeschrieben. das er es auf CL-Niveau packt, konnte man vermuten.... war aber nicht sicher.

2. auch ciro war international nicht in erscheinung getreten. sicherlich hat er die serie A kleingeschossen aber der spielertyp war eben nicht komplett sondern der typ krieger (den kloppo auch wollte). der damalige ciro auf dem heutigen transfermarkt, würde teurer werden und wäre er technisch stärker und könnte in ein kombinationsspiel integriert werden, aktuell nicht erreichbar für den BVB. man war sich über diese schwächen von ciro bewusst, weswegen man mit ramos noch einen weiteren stürmer verpflichtete und man ging dieses risiko ein. wäre wohl auch gut gegangen, wenn wir nicht ausgerechnet in dieser saison eine seuche erwischt hätten.

die erwartungshaltung ist mittlerweile aber so hoch, es muss ein stürmer auf CL-Niveau sein. Spieler die in der CL überzeugen sind IN DER REGEL für uns nicht drin. ja, es gibt sicherlich ausnahmen aber nicht ohne grund kommen fast nur spieler die nur national überzeugen und noch vor dem schritt CL stehen: delaney (bremen), diallo (mainz), philipp (freiburg).... oder halt talente wie sancho/gomez/isak die dort hinkommen KÖNNTEN.

der einzige dem ich das CL-Niveau zutraue unserer neuzugänge ist witsel aber es ist natürlich bezeichnend das ausgerechnet er, aus einer deutlich schwächeren liga kommt etc.

das ist keine kritik, ich finde es gut... aber fast alle neuzugänge müssen sich noch entwickeln und an sich arbeiten um auch überzeugend in der CL aufzutreten (delaney hat zwar eine CL-Spiele aber ich weiss nicht ob er dort sooo herausstach).

•     •     •

HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Transferpolitik |#12986
20.08.2018 - 16:20 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von usernick

Sagt dir Marco Reus irgendwas? War Ciro Immobile nicht Torschützenkönig in der Serie A?


selbstverständlich und ich habe mich auch mit beiden transfers beschäftigt, womit ich aufklären kann:

1. marco reus hatte eine erschwingliche AK und dadurch das er, seine familie aus dortmund kommt eine große affinität zum BVB. zum damaligen wechselzeitpunkt war er ein national klasse spieler aber international völlig unbeschrieben. das er es auf CL-Niveau packt, konnte man vermuten.... war aber nicht sicher.

2. auch ciro war international nicht in erscheinung getreten. sicherlich hat er die serie A kleingeschossen aber der spielertyp war eben nicht komplett sondern der typ krieger (den kloppo auch wollte). der damalige ciro auf dem heutigen transfermarkt, würde teurer werden und wäre er technisch stärker und könnte in ein kombinationsspiel integriert werden, aktuell nicht erreichbar für den BVB. man war sich über diese schwächen von ciro bewusst, weswegen man mit ramos noch einen weiteren stürmer verpflichtete und man ging dieses risiko ein. wäre wohl auch gut gegangen, wenn wir nicht ausgerechnet in dieser saison eine seuche erwischt hätten.

die erwartungshaltung ist mittlerweile aber so hoch, es muss ein stürmer auf CL-Niveau sein. Spieler die in der CL überzeugen sind IN DER REGEL für uns nicht drin. ja, es gibt sicherlich ausnahmen aber nicht ohne grund kommen fast nur spieler die nur national überzeugen und noch vor dem schritt CL stehen: delaney (bremen), diallo (mainz), philipp (freiburg).... oder halt talente wie sancho/gomez/isak die dort hinkommen KÖNNTEN.

der einzige dem ich das CL-Niveau zutraue unserer neuzugänge ist witsel aber es ist natürlich bezeichnend das ausgerechnet er, aus einer deutlich schwächeren liga kommt etc.

das ist keine kritik, ich finde es gut... aber fast alle neuzugänge müssen sich noch entwickeln und an sich arbeiten um auch überzeugend in der CL aufzutreten (delaney hat zwar eine CL-Spiele aber ich weiss nicht ob er dort sooo herausstach).


Ist auch allgemein die Frage, ob die Anzahl Spieler mit internationaler Klasse so entscheidend ist.
Sevilla und Atletico sind extrem erfolgreich und nicht bekannt für die hohe Konzentration an Weltklasse-Spielern. ManUnited oder DFB 2018 wären da so Gegenentwürfe.

In erster Linie muss die Komposition passen. In zweiter Linie entscheidet dann individuelle Klasse.

Im Grunde hat es der BVB sehr leicht: man ist national
mit Abstand die zweit reichste Mannschaft und muss lediglich immer unter die ersten 4 kommen, um diesen Status auszubauen. Die anderen zerfleischen sich dann im Wechsel um die beiden anderen CL Plätze.

Insofern sollte man nicht versuchen, Meister zu werden, sondern Transfers zur Konsolidierung des zweiten Leuchtturms tätigen.
International können wir realistisch ohnehin nur bis Achtelfinale planen und werdenfast nie über das Viertelfinale hinaus kommen.

•     •     •

Ohne künstlichen Markteingriff ergeben sich zwangsläufig spanische Verhältnisse im Fußball.

In jeder Wirtschaftsform der Menschheitsgeschichte - vom Römischen Reich über Kommunismus bis zum Kapitalismus - verteilt sich Reichtum nach der Pareto Distribution, 80% des Reichtums gehört 20% der Marktteilnehmer.

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“
- Lothar Matthäus 25,29
BVB - Transferpolitik |#12987
20.08.2018 - 16:42 Uhr
Zitat von RabonaMaradona


Ist auch allgemein die Frage, ob die Anzahl Spieler mit internationaler Klasse so entscheidend ist.
Sevilla und Atletico sind extrem erfolgreich und nicht bekannt für die hohe Konzentration an Weltklasse-Spielern. ManUnited oder DFB 2018 wären da so Gegenentwürfe.

In erster Linie muss die Komposition passen. In zweiter Linie entscheidet dann individuelle Klasse.

Im Grunde hat es der BVB sehr leicht: man ist national
mit Abstand die zweit reichste Mannschaft und muss lediglich immer unter die ersten 4 kommen, um diesen Status auszubauen. Die anderen zerfleischen sich dann im Wechsel um die beiden anderen CL Plätze.

Insofern sollte man nicht versuchen, Meister zu werden, sondern Transfers zur Konsolidierung des zweiten Leuchtturms tätigen.
International können wir realistisch ohnehin nur bis Achtelfinale planen und werdenfast nie über das Viertelfinale hinaus kommen.


Ja, das geht in diesem inzwischen horrorhaften Transferbingo nahezu unter. Wie passen Spieler zusammen? Wie ergänzen sie sich und wie können sie ihre besonderen Fähigkeiten im Zusammenspiel voll zur Geltung bringen? Modernistisch ausgedrückt: Welche Synergieeffekte ergeben sich aus der Zusammenstellung einer Profifußballmannschaft?

Mein Eindruck ist, dass diese Fragen zunehmend keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Verpflichtung von Spielern geht. Folgen sind v.a. Enttäuschung über die Performance einer eigentlich top-besetzten Mannschaft (s. ManU) und Rufe nach noch mehr teurer Qualität. Es stimmt aber auch, dass Vereine, die in der Lage sind, sich die besten Spieler zusammenzukaufen, auch ohne nennenswerte Synergieeffekte erfolgreich sein können.

Vielleicht - manchmal wünsche ich es mir - fällt dieses Transferbingo bald in sich zusammen. Ich fürchte aber, dass es nicht so ist.

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Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; 
aber soviel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg
BVB - Transferpolitik |#12988
20.08.2018 - 17:23 Uhr
Zitat von arche

Zitat von RabonaMaradona



Ist auch allgemein die Frage, ob die Anzahl Spieler mit internationaler Klasse so entscheidend ist.
Sevilla und Atletico sind extrem erfolgreich und nicht bekannt für die hohe Konzentration an Weltklasse-Spielern. ManUnited oder DFB 2018 wären da so Gegenentwürfe.

In erster Linie muss die Komposition passen. In zweiter Linie entscheidet dann individuelle Klasse.

Im Grunde hat es der BVB sehr leicht: man ist national
mit Abstand die zweit reichste Mannschaft und muss lediglich immer unter die ersten 4 kommen, um diesen Status auszubauen. Die anderen zerfleischen sich dann im Wechsel um die beiden anderen CL Plätze.

Insofern sollte man nicht versuchen, Meister zu werden, sondern Transfers zur Konsolidierung des zweiten Leuchtturms tätigen.
International können wir realistisch ohnehin nur bis Achtelfinale planen und werdenfast nie über das Viertelfinale hinaus kommen.


Ja, das geht in diesem inzwischen horrorhaften Transferbingo nahezu unter. Wie passen Spieler zusammen? Wie ergänzen sie sich und wie können sie ihre besonderen Fähigkeiten im Zusammenspiel voll zur Geltung bringen? Modernistisch ausgedrückt: Welche Synergieeffekte ergeben sich aus der Zusammenstellung einer Profifußballmannschaft?

Mein Eindruck ist, dass diese Fragen zunehmend keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Verpflichtung von Spielern geht. Folgen sind v.a. Enttäuschung über die Performance einer eigentlich top-besetzten Mannschaft (s. ManU) und Rufe nach noch mehr teurer Qualität. Es stimmt aber auch, dass Vereine, die in der Lage sind, sich die besten Spieler zusammenzukaufen, auch ohne nennenswerte Synergieeffekte erfolgreich sein können.

Vielleicht - manchmal wünsche ich es mir - fällt dieses Transferbingo bald in sich zusammen. Ich fürchte aber, dass es nicht so ist.


Sehe ich genauso,

Ist ja insgesamt so das mittlerweile die vermeintliche individuelle Qualität des Spielers über allem steht, da vergisst man ja fast das Fußball ein Mannschaftssport ist.

Abwehr spielt schlecht? -> Alles klar, alle Spieler schlecht, müssen ausgetauscht werden.
Nicht genug Tore? -> Alles klar, Stürmer zu schlecht, muss ausgetauscht werden.
Neuer Stürmer, aber immer noch zuwenig Tore? -> Alles klar, neuer noch besserer Stürmer muss her.

Es gibt doch unzählige Beispiele dafür, das Geld alleine nicht ausreicht. Das es eben nicht so ist, das man vermeintlich schlechte Spieler einfach nur gegen bessere Spieler austauschen muss und schon sind alle Probleme gelöst.

Natürlich hilft individuelle Qualität, aber es ist nicht das Allheilmittel. In erster Linie geht es darum, ein Gebilde zu schaffen in dem jeder seine Stärken einbringen kann und Schwächen ggfs. durch die Stärken anderer Spieler kaschiert/aufgehoben werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rep0r am 20.08.2018 um 17:28 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12989
20.08.2018 - 22:21 Uhr
Ich denk mir die ganze Zeit beim Fürth-Spiel: da fehlt ein Stürmer. Immer wenn der Ball im Fürther Strafraum ist sieht msn sehr deutlich, dass uns ein echter MS mit Physis, Schusskraft und Torinstinkt fehlt.

Reus, Pulisic und Milli haben nicht diese Stürmer-DNA.
Das wirkt im Abschluss nicht nach Killern und auch die Reaktionsfähigheit im Strafraum bei "rebounds" ist bei einem guten MS eine ganz andere.

Dieses Spiel wäre so ein typischer Doppelpack für einen Batsman gewesen. Balotelli könnte ich mir heute auch stark vorstellen.

Ich fürchte, dass wir häufig anrennen werden, nicht zum Kill kommen und dann hinten einen fangen trotz der stabilisierten Abwehr.

Ein Origi ist da übrigens gar keine Lösung. Wir brauchen eine Kante.

PS: da fällt gerade das Tor...

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Ohne künstlichen Markteingriff ergeben sich zwangsläufig spanische Verhältnisse im Fußball.

In jeder Wirtschaftsform der Menschheitsgeschichte - vom Römischen Reich über Kommunismus bis zum Kapitalismus - verteilt sich Reichtum nach der Pareto Distribution, 80% des Reichtums gehört 20% der Marktteilnehmer.

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“
- Lothar Matthäus 25,29
BVB - Transferpolitik |#12990
20.08.2018 - 22:51 Uhr
Die Baustelle Zm gut geschlossen !

Doch die Ms total vergessen .

Dachte mit Rapha und Hakimi hat man eine gute AV , doch deren Trainingsleistungen müssen wohl derart schlecht sein wenn Schmelle und Pischu weiter auflaufen dürfen .

Besonders bei Pischu tut es extrem weh wie rasant er abgebaut hat

•     •     •

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