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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11241
03.06.2018 - 21:59 Uhr
Naja, für einen Umbruch braucht es erstmal genügend Abgänge.
Das dürfte sich bei den gezeigten Leistungen/Gehalt Recht schwierig gestalten.

Wob hat die Kohle und entsprechende Kandidaten dürften für sie interessant sein.
Innerhalb der Liga dürfte es ansonsten schwer sein Abnehmer zu finden.

Klar Kauf 2/Nimm 3 ist ein kreativer Ansatz, allerdings sollte es keine Denkverbote geben um auszumisten.
BVB - Transferpolitik |#11242
03.06.2018 - 22:27 Uhr
Zitat von LoddarMadaeus
Zu Abgängen:

Da Wob wohl 50 Mio zur Verfügung würd ich versuchen 2-3 Spieler an sie zu verscherbeln.

Kandidaten:
Schü, Götze, Yarmolenko

Castro, Rohde, Sahin,Schmelle.

Wenn sie 2 der oberen Kandidaten für 50 Mille nehmen, bekommen sie einen der unteren Reihe on top.

Wob seh ich so ziemlich als einzigste Kandidaten der sowohl Ablöse als auch ähnliches Gehalt als Dortmund für diese overrated Player zahlen würde.


Hitzschlag?
BVB - Transferpolitik |#11243
03.06.2018 - 23:01 Uhr
Hat nicht jeder IV aus Senegal das Glück gehabt, sich in Frankreich entwickeln zu können. Es gibt noch einen, den ich sehr interessant finde: Da issa - 21 Jahre alt und Marktwert bereits 22 Mio. vom FC Toulouse. In Frankreich hat er von U16 bis U21 alles durchlaufen. Er ist U19 Europameister.

https://www.transfermarkt.de/issa-diop/profil/spieler/272622
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bavarianhunt am 03.06.2018 um 23:15 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11244
03.06.2018 - 23:55 Uhr
Zitat von arche
Zitat von BVBBC



Die Frage ist aber eigentlich nicht, ob man die Zeit nicht mehr hat, sondern ob man sich die Zeit nicht mehr für die Talente nimmt. Denn wenn man sich die Transferstrategie der letzten Jahre ansieht, dann hat man sich für Götze, Schürrle, Yarmolenko, Rode usw. (da kann man auch noch weiter zurück gehen und weniger namhafte Spieler nennen) jede Menge Zeit genommen. Denn diese Spieler sind ja auch nicht ohne Probleme angekommen, haben trotz aller Probleme immer viel Spielzeit bekommen, ohne dafür restlos zu überzeugen, was meist auch schon der Grund war, warum der Spieler überhaupt verfügbar war. Dadurch ist man bereits mit der Verpflichtung hohe Risiken, wie bei Talenten, eingegangen. Der Eine war praktisch beim vorherigen Verein aussortiert, der Andere hat seine Topleistungen seit Jahren nicht mehr abgerufen - sei es, ob des überholten Spielertyps, mangelnder Spielpraxis oder Verletzungen - und wieder ein Anderer kam aus einer schwächeren Liga.

All diese Spieler machen aber nur Sinn, wenn sie den jungen Spieler Zeit kaufen können, die das Potenzial haben, um den BVB qualitativ zu prägen bzw. auf hohem Niveau zu halten, indem sie - angesichts ihrer Erfahrung und Kosten - sofort funktionieren. Das haben sie aber nicht, sondern sie haben allesamt Zeit benötigt, wenn sie nicht sogar immer noch Zeit benötigen oder gar endgültig gescheitert sind. Da kann man sich daher schon die Frage stellen, ob es nicht doch mehr Sinn macht, wenn man sich die halbgaren Transfers direkt spart, weil sie den Kader vollstopfen und somit die Zeit kosten, die sie eigentlich kaufen sollten. Im Sinne eines ausgewogenen Kaders wird das zwar nicht so funktionieren, dass es nur mit Talenten geht, aber ein Gerüst baut man eben auch nicht durch die Redundanz der letzten Jahre auf, bei der quasi für jedes Talent ein erfahrener Mann zusätzlich kam - der dann die Zeit benötigte, die eigentlich das Talent hätte kriegen sollen ...


Zwar ist die Vorgeschichte und die Leistung für den BVB von Götze, Schürrle, Yarmolenko und Rode mMn eine eindeutig unterschiedliche, aber prinzipiell schätze ich die Lage des BVB ähnlich ein wie du.

Hintergrund ist mMn trotz des Qualitätsverlustes im Kader inkl. der unausgewogenen Zusammenstellung durch Neuverpflichtungen als versuchte Kompensation eben des Qualitätsverlustes nach der Klopp-Phase, dass der BVB in seiner Offentlichkeitsarbeit und auch in der internen Kommunikation nach innen weitgehend ohne Einschränkung am Ziel, zweiter "Leuchtturm" in der BL sein zu wollen, festgehalten hat. Folge war, dass junge Talente bis auf wenige Ausnahmen viel zu wenig Einsatzzeiten bekommen haben, weil die Befürchtung bestand, dass weniger erfahrene Spieler dieses Ziel gefährden könnten. Selbst als die sogenannten etablierten Spieler in unterschiedlicher Deutlichkeit dieses Ziel durch Minderleistungen ebenfalls gefährdeten , hatten die verschiedenen Trainer selten den Mut, die jungen Spieler häufiger aufzustellen und aufzubauen - darüber können auch die umfangreichen Einsatzzeiten von Pulisic (Sonderfall!) nicht hinwegtäuschen. Zagadou (außer als LV-Notstopfen), Isak und Gomez haben keine Rolle gespielt. Sancho kam immerhin wegen der überdeutlichen Schürrle-Problematik in seinen verletzungsfreien Phasen zu relativ vielen Einsätzen, Pulisic ist ohnehin ein Sonderfall, Toljan durfte nur selten auf seiner angestammten RV-Position spielen. Einzig Weigl als "etablierter junger" Spieler, Akanji wegen der Sokratis-Problematik und Dahoud wegen der ZM-Problematik kamen zu relativ häufigen Einsätzen. Philipp und Guerreiro zähle ich nicht mehr zu den jungen Talenten.

Es sieht schlicht nach einem Dilemma aus. Werden nun wieder auch ganz junge Spieler verpflichtet - in diesem Zusammenhang: was hat der BVB z.B. mit Gomez vor? - müssen die Verantwortlichen sich die Frage gefallen lassen, wie denn ihre perspektivische Planung aussieht. Richtig ist ja, dass es nicht nur mit Talenten geht, aber wie will der BVB ein Gerüst für die Zukunft aufbauen bei der immer schwelenden Gefahr, dass dieses durch frühzeitige Abgänge von allzu talentierten jungen Spielern wieder ins Wanken gebracht wird? Ein bisschen mehr Mut zum Risiko wäre dennoch angemessen, weil das Risiko, vorwiegend sogenannte etablierte und erfahrene Spieler einzusetzen, offensichtlich nicht kleiner zu sein scheint.

Zugegeben, angesichts des finanziell transferpolitischen Wahnsinns, der inzwischen herrscht, nähert sich der Versuch einer Balance zwischen jungen und älteren Kräften einer klassischen Dilemmasituation. Nur versuchen muss es der BVB und dabei sollte er nicht nur auf "fertige" und deshalb ältere Spieler setzen.


Das stimmt ja so nicht. Schon der Versuch unter Klopp einen Lewy mit Immobilie zu ersetzen ging in die Beikleider. Auch der zweite Leuchtturm ist doch schon ein Relikt aus Klopp-Zeiten. Und wir waren doch schon 12/13 Zweiter 25 Punkte hinter den Bayern und 1 Punkt vor Bayer. 13/14 dann 19 Punkte hinter den Bayern, aber sieben vor Schalke. 14/15 waren wir nur noch 7.

Und auch mit den Talenten stimmt doch so auch nicht. Ich habe mal die Transfers in den Talentebereich und den Stammspielerbereich aufgelistet:

12/13: Talente: Schieber, Bittencourt als Neuzugänge spielten keine Rolle. In der Saison wurde niemand in den Kader eingebaut. Perisic ließ man im Winter gehen.

12/13: Stammspieler: Reus und Sahin / es gingen Kagawa, Barrios, (Perisic)

13/14: Talente: Hofmann (spielte 1000 Min.), Durm (2355 Min. also Stamm)

13/14: Stammspieler: Miki, Auba, Friedrich / Abgang: Götze

14/15: Talente: Ginter (1425 Min)

14/15: Stammspieler: Immobile, Ramos, Kagawa / Abgang: Lewy

Man erkennt doch ganz, ganz deutlich, dass nach den Meisterschaften unter Klopp im Bereich Talente quasi nichts mehr passierte. Es kamen Spieler für den Stamm und genau zwei Talente, die den Durchbruch schafften - Ginter und Durm.

15/16: Talente: Weigl (wurde Stammspieler), Januzaj (500 Min)

15/16: Stammspieler: Bürki, Castro, Park / Abgang: Kuba, Kevin, Kehl, Immobile

16/17: Talente: Dembele (Stammspieler), Pulisic (seit RR 2016) Stammspieler), Passlack (seit RR2016 934 Min), Mor (700), Merino (340)

16/17: Stammspieler: Schürrle, Götze, Rode, Bartra , Rode/ Abgang: Gündogan, Hummels, Miki, Ramos

17/18: Talente: Philipp, Toljan, Sancho, Zagadou, Isak (ich lasse mal die Min weg. Die sind ja noch jedem greifbar.

17/18 Stammspieler: Dahoud, Yarmo, Toprak / Dembele, Bender, Ginter

Man kann das Ganze nicht in eine Klopp und Post-Klopp-Phase unterteilen.

Sportlich: Nach den beiden Meisterschaften kann man die Phasen von Klopp und Tuchel vergleichen. 15/16 war sicher noch ein herausragendes Jahr. Aber auch, weil man keine relevanten Angänge hatte. Und auch 16/17 war sportlich sehr erfolgreich trotz vieler Abgänge.

Aber schau doch mal hin. 16/17 begann man viele Spieler zu verkaufen und neue Einzukaufen. In zwei Jahren gingen 7 absolute Stammspieler (4 Top-Leute) und 8 Spieler kamen. 10 Talente kamen.

Es ist doch genau andersrum als Du sagt. Früher haben wir mal ein Talent eingebaut und auch recht wenige geholt. Seit 2016 erschlagen wir uns damit. Dabei sollte jedem klar sein, dass es nicht funktioniert mehr als 2-3 junge Spieler einzubauen. Wir haben dies aber nie ausgeschöpft. Es ist doch nicht so, dass die Talente bei uns keinen Platz mehr haben.

Unter Klopp wurden Abgänge kompensiert. Auch gerne mal mit zwei Spieler, aber groß Talente wurden nicht eingearbeitet. Vielleicht war dies auch genau das, was er am Ende meinte, als er meinte, dass sich massiv etwas verändern müsse.

Unter Tuchel veränderte sich dann auch eine Menge. Aber eben auch nicht durch viele Zu- und Abgänge, sondern eben auch durch Miki und Auba, die unter Tuchel zur erweiterten Weltspitze wurden. Tuchel entstaubte den Kader in dem Spieler eben gehen mussten oder in der sportlichen Hierarchie zurücktreten mussten. Klopp hätte dies sicherlich auch getan.

Wir haben hier doch 2016 einen klaren Paradigmenwechsel. In wie weit dieser zu dem sportlichen Misserfolg geführt hat, ist die Frage. Wobei wir bitte, bitte auch mal die Kirche im Dorf lassen sollten. Wir schafften noch die CL-Quali. Unsere Konkurrenz ist gerne mal komplett abgeschmiert. Von daher sehe ich uns auch noch als klare Nr. 2.

Man darf doch bitte nicht vergessen, dass die Entlassung Tuchel (ob nun notwenig oder nicht ist dabei völlig egal) eine absolute Katastrophe war. Man bekam eine D-F-Lösung als Trainer und danach einen gerade gescheiterten Trainer von einem Abstiegskandidaten. Es war auch großes Glück, dass wir viele schwache Mannschaften zu Beginn hatten und so viele Punkte holen konnte, aber eins muss man denke ich auch sagen. Die Mannschaft hatte kein Mentalitätsproblem an sich. Es gab ganz offenbar eine enorme Verunsicherung. Und es gab immer wieder Unruhe. Verursacht durch einige Spieler und die Trainer.

Deshalb: Es muss einige Wechsel geben. Spieler, die absolut nicht in Favres Konzept passen. Dafür kommen Spieler, die Favre haben möchte. So wie bei Tuchel vielleicht 3 Spieler. Dann vielleicht noch der ein oder andere Spielr, der gehen möchte und für entbehrlich gesehen wird. Aber eins darf imo nicht passieren. Wieder wichtige Spieler gehen lassen. Und wir brauchen auch keine Talente mehr. Wir haben ausreichend viele.

Was Watzke sagt zum Kader halte ich insgesamt für nicht ausreichend gedacht. Es ist neben dem Ereignis Attentat/Tuchel einfach offensichtlich, dass die Fluktuation bei uns zu hoch ist.

Es ist schwer zu sagen, was man machen kann. Aber man muss ganz offenbar die Kaderkosten zumindest (bei sich erhöhenden Umsatz) konstant zu halten. Ich halte es auch für sinnvoll den ein oder anderen polyvanten gestandenen BuLi-Profi gehobenen Alters und geringeren Gehaltsvorstellungen einzubauen.

Vermutlich hätte man auch einfach Miki und Auba nicht gehen lassen dürfen. Natürlich kann man letztlich nicht verhindern, dass Spieler zu Top-Vereinen wechseln. Deshalb sind die auch über auch nur zu uns gekommen. Aber eben nicht so schnell und brutal. wie in den letzten beiden Jahren. Letztlich haben uns die riesigen Einnahmen nichts gebracht. Watzke selbst hat dies ja nun auch kundgetan. Es ist nicht nur falsch, was Heidel macht. Der Mann ist kein Schlechter.

Watzkle spricht auch viel von Identifikation und Image. Damit hat er denke ich auch Recht. Aber er selbst ist nun auch nicht unwesentlich daran beteiligt, dass dies nicht so rüber kommt. Bei BVB ist er Identität. Aber nach Außen ist er ein Showman, ein Blender, ein Heuchler (dies habe ich in den letzten Tagen von Bekannten über ihn gehört - und zur Vorsicht! Dies ist nicht meine Meinung! ). Ich fände die Außenwirkung wesentlich gelungener, wenn dies von einem Zorc und Kehl plus dem MF kommen würde.

Identifikation ist für die meisten Fans und für kaum einen der Spieler, die Leitlinien der Homepage. Wir wollen der zweite Leuchtturm sein. Dann müssen wir das auch so verkaufen. Es ist völlig ausreichend mit einem Satz zu erklären, dass der FC Bayern zu weit weg und man kein Bayernjäger sei. Man muss denen aber nicht huldigen. Man muss aber auch keine infantilen Kleinkriege führen. Man darf dann auch sagen, waruk man geiler ist als die Blauen, Bayer oder Leipzig. Ich hoffe, Du weisst, wie ich das meine. Man muss nicht immer weinen und rechtfertigen. Das kennt doch jeder selbst. Man kann souverän auftreten oder mimimi...und Watzek neigt zum Mimimi...und ich bin mir absolut sicher, dass es in den Medien ganz anders rüber kommen würde, wenn ein Zorc oder rein sportlich Kehl angemessene selbstbewusste Kommentare geben würden. Lies Dir Watzke Analyse durch. Es schwebt immer ein - wir haben ja irgendwie ja gesagt - aber die Trainer wollten es ja so. Davon ab, dass diese Aussagen schon anders getroffen wurden, ist das einfach nichts, was irgendwie positiv aufbruchstimmungsmäßig rüber kommt. Watzke ist Politiker. Er gibt zu, was nicht anders geht und gibt am Rest anderen die Schuld. Trainern, Spieler, Mäzen oder den Umständen.

Ich möchte die - sorry - Kritik an Watzke nicht diskutieren. Dies sehen einige User hier bekanntermaßen anders. Aber welchen Spieler interessiert denn, was Watzke irgendwo erzählt. Die Identität als zweiter Leichtturm muss in den Kader transportiert werden. Dies kann direkt, aber eben auch über die Medien (social) geschehen. So was schafft kein Watzke. Watzke ist kein Hoeneß. Aber eben in diese Richtung "Mia san mia" müssen wir kommen. Leipzig, Hof fahren doch ähnliche Schienen. Wir müssen nicht Verteidiger der Enterbten sein... wir sollten eine selbstbewusste Nr. 2 sein.

Den gesamten Komplex der PL und anderer wirtschaftlich stärkerer Club schaffe ich nicht mehr ausführlich einzugehen. Es ist völlig klar, dass die Konkurrenz um unsere pot. Zugänge viel größer geworden ist. Inzwischen ist auch jeder bessere U17 Spieler gläsern.

Wesentlich ist, dass man jetzt Favre machen lässt.
BVB - Transferpolitik |#11245
04.06.2018 - 01:24 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von arche

Zitat von BVBBC

Die Frage ist aber eigentlich nicht, ob man die Zeit nicht mehr hat, sondern ob man sich die Zeit nicht mehr für die Talente nimmt. Denn wenn man sich die Transferstrategie der letzten Jahre ansieht, dann hat man sich für Götze, Schürrle, Yarmolenko, Rode usw. (da kann man auch noch weiter zurück gehen und weniger namhafte Spieler nennen) jede Menge Zeit genommen. Denn diese Spieler sind ja auch nicht ohne Probleme angekommen, haben trotz aller Probleme immer viel Spielzeit bekommen, ohne dafür restlos zu überzeugen, was meist auch schon der Grund war, warum der Spieler überhaupt verfügbar war. Dadurch ist man bereits mit der Verpflichtung hohe Risiken, wie bei Talenten, eingegangen. Der Eine war praktisch beim vorherigen Verein aussortiert, der Andere hat seine Topleistungen seit Jahren nicht mehr abgerufen - sei es, ob des überholten Spielertyps, mangelnder Spielpraxis oder Verletzungen - und wieder ein Anderer kam aus einer schwächeren Liga.

All diese Spieler machen aber nur Sinn, wenn sie den jungen Spieler Zeit kaufen können, die das Potenzial haben, um den BVB qualitativ zu prägen bzw. auf hohem Niveau zu halten, indem sie - angesichts ihrer Erfahrung und Kosten - sofort funktionieren. Das haben sie aber nicht, sondern sie haben allesamt Zeit benötigt, wenn sie nicht sogar immer noch Zeit benötigen oder gar endgültig gescheitert sind. Da kann man sich daher schon die Frage stellen, ob es nicht doch mehr Sinn macht, wenn man sich die halbgaren Transfers direkt spart, weil sie den Kader vollstopfen und somit die Zeit kosten, die sie eigentlich kaufen sollten. Im Sinne eines ausgewogenen Kaders wird das zwar nicht so funktionieren, dass es nur mit Talenten geht, aber ein Gerüst baut man eben auch nicht durch die Redundanz der letzten Jahre auf, bei der quasi für jedes Talent ein erfahrener Mann zusätzlich kam - der dann die Zeit benötigte, die eigentlich das Talent hätte kriegen sollen ...


Zwar ist die Vorgeschichte und die Leistung für den BVB von Götze, Schürrle, Yarmolenko und Rode mMn eine eindeutig unterschiedliche, aber prinzipiell schätze ich die Lage des BVB ähnlich ein wie du.

Hintergrund ist mMn trotz des Qualitätsverlustes im Kader inkl. der unausgewogenen Zusammenstellung durch Neuverpflichtungen als versuchte Kompensation eben des Qualitätsverlustes nach der Klopp-Phase, dass der BVB in seiner Offentlichkeitsarbeit und auch in der internen Kommunikation nach innen weitgehend ohne Einschränkung am Ziel, zweiter "Leuchtturm" in der BL sein zu wollen, festgehalten hat. Folge war, dass junge Talente bis auf wenige Ausnahmen viel zu wenig Einsatzzeiten bekommen haben, weil die Befürchtung bestand, dass weniger erfahrene Spieler dieses Ziel gefährden könnten. Selbst als die sogenannten etablierten Spieler in unterschiedlicher Deutlichkeit dieses Ziel durch Minderleistungen ebenfalls gefährdeten , hatten die verschiedenen Trainer selten den Mut, die jungen Spieler häufiger aufzustellen und aufzubauen - darüber können auch die umfangreichen Einsatzzeiten von Pulisic (Sonderfall!) nicht hinwegtäuschen. Zagadou (außer als LV-Notstopfen), Isak und Gomez haben keine Rolle gespielt. Sancho kam immerhin wegen der überdeutlichen Schürrle-Problematik in seinen verletzungsfreien Phasen zu relativ vielen Einsätzen, Pulisic ist ohnehin ein Sonderfall, Toljan durfte nur selten auf seiner angestammten RV-Position spielen. Einzig Weigl als "etablierter junger" Spieler, Akanji wegen der Sokratis-Problematik und Dahoud wegen der ZM-Problematik kamen zu relativ häufigen Einsätzen. Philipp und Guerreiro zähle ich nicht mehr zu den jungen Talenten.

Es sieht schlicht nach einem Dilemma aus. Werden nun wieder auch ganz junge Spieler verpflichtet - in diesem Zusammenhang: was hat der BVB z.B. mit Gomez vor? - müssen die Verantwortlichen sich die Frage gefallen lassen, wie denn ihre perspektivische Planung aussieht. Richtig ist ja, dass es nicht nur mit Talenten geht, aber wie will der BVB ein Gerüst für die Zukunft aufbauen bei der immer schwelenden Gefahr, dass dieses durch frühzeitige Abgänge von allzu talentierten jungen Spielern wieder ins Wanken gebracht wird? Ein bisschen mehr Mut zum Risiko wäre dennoch angemessen, weil das Risiko, vorwiegend sogenannte etablierte und erfahrene Spieler einzusetzen, offensichtlich nicht kleiner zu sein scheint.

Zugegeben, angesichts des finanziell transferpolitischen Wahnsinns, der inzwischen herrscht, nähert sich der Versuch einer Balance zwischen jungen und älteren Kräften einer klassischen Dilemmasituation. Nur versuchen muss es der BVB und dabei sollte er nicht nur auf "fertige" und deshalb ältere Spieler setzen.


Das stimmt ja so nicht. Schon der Versuch unter Klopp einen Lewy mit Immobilie zu ersetzen ging in die Beikleider. Auch der zweite Leuchtturm ist doch schon ein Relikt aus Klopp-Zeiten. Und wir waren doch schon 12/13 Zweiter 25 Punkte hinter den Bayern und 1 Punkt vor Bayer. 13/14 dann 19 Punkte hinter den Bayern, aber sieben vor Schalke. 14/15 waren wir nur noch 7.

Und auch mit den Talenten stimmt doch so auch nicht. Ich habe mal die Transfers in den Talentebereich und den Stammspielerbereich aufgelistet:

12/13: Talente: Schieber, Bittencourt als Neuzugänge spielten keine Rolle. In der Saison wurde niemand in den Kader eingebaut. Perisic ließ man im Winter gehen.

12/13: Stammspieler: Reus und Sahin / es gingen Kagawa, Barrios, (Perisic)

13/14: Talente: Hofmann (spielte 1000 Min.), Durm (2355 Min. also Stamm)

13/14: Stammspieler: Miki, Auba, Friedrich / Abgang: Götze

14/15: Talente: Ginter (1425 Min)

14/15: Stammspieler: Immobile, Ramos, Kagawa / Abgang: Lewy

Man erkennt doch ganz, ganz deutlich, dass nach den Meisterschaften unter Klopp im Bereich Talente quasi nichts mehr passierte. Es kamen Spieler für den Stamm und genau zwei Talente, die den Durchbruch schafften - Ginter und Durm.

15/16: Talente: Weigl (wurde Stammspieler), Januzaj (500 Min)

15/16: Stammspieler: Bürki, Castro, Park / Abgang: Kuba, Kevin, Kehl, Immobile

16/17: Talente: Dembele (Stammspieler), Pulisic (seit RR 2016) Stammspieler), Passlack (seit RR2016 934 Min), Mor (700), Merino (340)

16/17: Stammspieler: Schürrle, Götze, Rode, Bartra , Rode/ Abgang: Gündogan, Hummels, Miki, Ramos

17/18: Talente: Philipp, Toljan, Sancho, Zagadou, Isak (ich lasse mal die Min weg. Die sind ja noch jedem greifbar.

17/18 Stammspieler: Dahoud, Yarmo, Toprak / Dembele, Bender, Ginter

Man kann das Ganze nicht in eine Klopp und Post-Klopp-Phase unterteilen.

Sportlich: Nach den beiden Meisterschaften kann man die Phasen von Klopp und Tuchel vergleichen. 15/16 war sicher noch ein herausragendes Jahr. Aber auch, weil man keine relevanten Angänge hatte. Und auch 16/17 war sportlich sehr erfolgreich trotz vieler Abgänge.

Aber schau doch mal hin. 16/17 begann man viele Spieler zu verkaufen und neue Einzukaufen. In zwei Jahren gingen 7 absolute Stammspieler (4 Top-Leute) und 8 Spieler kamen. 10 Talente kamen.

Es ist doch genau andersrum als Du sagt. Früher haben wir mal ein Talent eingebaut und auch recht wenige geholt. Seit 2016 erschlagen wir uns damit. Dabei sollte jedem klar sein, dass es nicht funktioniert mehr als 2-3 junge Spieler einzubauen. Wir haben dies aber nie ausgeschöpft. Es ist doch nicht so, dass die Talente bei uns keinen Platz mehr haben.

Unter Klopp wurden Abgänge kompensiert. Auch gerne mal mit zwei Spieler, aber groß Talente wurden nicht eingearbeitet. Vielleicht war dies auch genau das, was er am Ende meinte, als er meinte, dass sich massiv etwas verändern müsse.

Unter Tuchel veränderte sich dann auch eine Menge. Aber eben auch nicht durch viele Zu- und Abgänge, sondern eben auch durch Miki und Auba, die unter Tuchel zur erweiterten Weltspitze wurden. Tuchel entstaubte den Kader in dem Spieler eben gehen mussten oder in der sportlichen Hierarchie zurücktreten mussten. Klopp hätte dies sicherlich auch getan.

Wir haben hier doch 2016 einen klaren Paradigmenwechsel. In wie weit dieser zu dem sportlichen Misserfolg geführt hat, ist die Frage. Wobei wir bitte, bitte auch mal die Kirche im Dorf lassen sollten. Wir schafften noch die CL-Quali. Unsere Konkurrenz ist gerne mal komplett abgeschmiert. Von daher sehe ich uns auch noch als klare Nr. 2.

Man darf doch bitte nicht vergessen, dass die Entlassung Tuchel (ob nun notwenig oder nicht ist dabei völlig egal) eine absolute Katastrophe war. Man bekam eine D-F-Lösung als Trainer und danach einen gerade gescheiterten Trainer von einem Abstiegskandidaten. Es war auch großes Glück, dass wir viele schwache Mannschaften zu Beginn hatten und so viele Punkte holen konnte, aber eins muss man denke ich auch sagen. Die Mannschaft hatte kein Mentalitätsproblem an sich. Es gab ganz offenbar eine enorme Verunsicherung. Und es gab immer wieder Unruhe. Verursacht durch einige Spieler und die Trainer.

Deshalb: Es muss einige Wechsel geben. Spieler, die absolut nicht in Favres Konzept passen. Dafür kommen Spieler, die Favre haben möchte. So wie bei Tuchel vielleicht 3 Spieler. Dann vielleicht noch der ein oder andere Spielr, der gehen möchte und für entbehrlich gesehen wird. Aber eins darf imo nicht passieren. Wieder wichtige Spieler gehen lassen. Und wir brauchen auch keine Talente mehr. Wir haben ausreichend viele.

Was Watzke sagt zum Kader halte ich insgesamt für nicht ausreichend gedacht. Es ist neben dem Ereignis Attentat/Tuchel einfach offensichtlich, dass die Fluktuation bei uns zu hoch ist.

Es ist schwer zu sagen, was man machen kann. Aber man muss ganz offenbar die Kaderkosten zumindest (bei sich erhöhenden Umsatz) konstant zu halten. Ich halte es auch für sinnvoll den ein oder anderen polyvanten gestandenen BuLi-Profi gehobenen Alters und geringeren Gehaltsvorstellungen einzubauen.

Vermutlich hätte man auch einfach Miki und Auba nicht gehen lassen dürfen. Natürlich kann man letztlich nicht verhindern, dass Spieler zu Top-Vereinen wechseln. Deshalb sind die auch über auch nur zu uns gekommen. Aber eben nicht so schnell und brutal. wie in den letzten beiden Jahren. Letztlich haben uns die riesigen Einnahmen nichts gebracht. Watzke selbst hat dies ja nun auch kundgetan. Es ist nicht nur falsch, was Heidel macht. Der Mann ist kein Schlechter.

Watzkle spricht auch viel von Identifikation und Image. Damit hat er denke ich auch Recht. Aber er selbst ist nun auch nicht unwesentlich daran beteiligt, dass dies nicht so rüber kommt. Bei BVB ist er Identität. Aber nach Außen ist er ein Showman, ein Blender, ein Heuchler (dies habe ich in den letzten Tagen von Bekannten über ihn gehört - und zur Vorsicht! Dies ist nicht meine Meinung! ). Ich fände die Außenwirkung wesentlich gelungener, wenn dies von einem Zorc und Kehl plus dem MF kommen würde.

Identifikation ist für die meisten Fans und für kaum einen der Spieler, die Leitlinien der Homepage. Wir wollen der zweite Leuchtturm sein. Dann müssen wir das auch so verkaufen. Es ist völlig ausreichend mit einem Satz zu erklären, dass der FC Bayern zu weit weg und man kein Bayernjäger sei. Man muss denen aber nicht huldigen. Man muss aber auch keine infantilen Kleinkriege führen. Man darf dann auch sagen, waruk man geiler ist als die Blauen, Bayer oder Leipzig. Ich hoffe, Du weisst, wie ich das meine. Man muss nicht immer weinen und rechtfertigen. Das kennt doch jeder selbst. Man kann souverän auftreten oder mimimi...und Watzek neigt zum Mimimi...und ich bin mir absolut sicher, dass es in den Medien ganz anders rüber kommen würde, wenn ein Zorc oder rein sportlich Kehl angemessene selbstbewusste Kommentare geben würden. Lies Dir Watzke Analyse durch. Es schwebt immer ein - wir haben ja irgendwie ja gesagt - aber die Trainer wollten es ja so. Davon ab, dass diese Aussagen schon anders getroffen wurden, ist das einfach nichts, was irgendwie positiv aufbruchstimmungsmäßig rüber kommt. Watzke ist Politiker. Er gibt zu, was nicht anders geht und gibt am Rest anderen die Schuld. Trainern, Spieler, Mäzen oder den Umständen.

Ich möchte die - sorry - Kritik an Watzke nicht diskutieren. Dies sehen einige User hier bekanntermaßen anders. Aber welchen Spieler interessiert denn, was Watzke irgendwo erzählt. Die Identität als zweiter Leichtturm muss in den Kader transportiert werden. Dies kann direkt, aber eben auch über die Medien (social) geschehen. So was schafft kein Watzke. Watzke ist kein Hoeneß. Aber eben in diese Richtung "Mia san mia" müssen wir kommen. Leipzig, Hof fahren doch ähnliche Schienen. Wir müssen nicht Verteidiger der Enterbten sein... wir sollten eine selbstbewusste Nr. 2 sein.

Den gesamten Komplex der PL und anderer wirtschaftlich stärkerer Club schaffe ich nicht mehr ausführlich einzugehen. Es ist völlig klar, dass die Konkurrenz um unsere pot. Zugänge viel größer geworden ist. Inzwischen ist auch jeder bessere U17 Spieler gläsern.

Wesentlich ist, dass man jetzt Favre machen lässt.



Danke für die Auflistung, ich möchte dir nur bei dem Punkt mit Mentalität vehement widersprechen, die Einstellung ist in manchen Spielen schon seit Jahren mangelhaft. Natürlich war es in dieser Saison ein Mix aus Verunsicherung und hin und wieder das typische Null Bock Spiel.
Zu den ganzen Talenten muss man sagen, dass man Isak im endeffekt nicht hätte holen müssen, wenn man Talente holt brauchen sie eben Einsätze. Holt man aber einen vermeintlichen Platzhirsch und Talent für dir selbe Position, hat man am Ende das Problem welches BVBBC schildert. Hier muss man sich in der Strategie einfach anders verhalten. Was bringt es Isak oder Merino damals zu holen und nie spielen zu lassen?
Zukünftig wünsche ich mir da einfach keine halbgaren Doppellösungen.
BVB - Transferpolitik |#11246
04.06.2018 - 02:28 Uhr
Zitat von Forever09
Zitat von Bremer_Hesse

Zitat von arche

Zitat von BVBBC

Die Frage ist aber eigentlich nicht, ob man die Zeit nicht mehr hat, sondern ob man sich die Zeit nicht mehr für die Talente nimmt. Denn wenn man sich die Transferstrategie der letzten Jahre ansieht, dann hat man sich für Götze, Schürrle, Yarmolenko, Rode usw. (da kann man auch noch weiter zurück gehen und weniger namhafte Spieler nennen) jede Menge Zeit genommen. Denn diese Spieler sind ja auch nicht ohne Probleme angekommen, haben trotz aller Probleme immer viel Spielzeit bekommen, ohne dafür restlos zu überzeugen, was meist auch schon der Grund war, warum der Spieler überhaupt verfügbar war. Dadurch ist man bereits mit der Verpflichtung hohe Risiken, wie bei Talenten, eingegangen. Der Eine war praktisch beim vorherigen Verein aussortiert, der Andere hat seine Topleistungen seit Jahren nicht mehr abgerufen - sei es, ob des überholten Spielertyps, mangelnder Spielpraxis oder Verletzungen - und wieder ein Anderer kam aus einer schwächeren Liga.

All diese Spieler machen aber nur Sinn, wenn sie den jungen Spieler Zeit kaufen können, die das Potenzial haben, um den BVB qualitativ zu prägen bzw. auf hohem Niveau zu halten, indem sie - angesichts ihrer Erfahrung und Kosten - sofort funktionieren. Das haben sie aber nicht, sondern sie haben allesamt Zeit benötigt, wenn sie nicht sogar immer noch Zeit benötigen oder gar endgültig gescheitert sind. Da kann man sich daher schon die Frage stellen, ob es nicht doch mehr Sinn macht, wenn man sich die halbgaren Transfers direkt spart, weil sie den Kader vollstopfen und somit die Zeit kosten, die sie eigentlich kaufen sollten. Im Sinne eines ausgewogenen Kaders wird das zwar nicht so funktionieren, dass es nur mit Talenten geht, aber ein Gerüst baut man eben auch nicht durch die Redundanz der letzten Jahre auf, bei der quasi für jedes Talent ein erfahrener Mann zusätzlich kam - der dann die Zeit benötigte, die eigentlich das Talent hätte kriegen sollen ...


Zwar ist die Vorgeschichte und die Leistung für den BVB von Götze, Schürrle, Yarmolenko und Rode mMn eine eindeutig unterschiedliche, aber prinzipiell schätze ich die Lage des BVB ähnlich ein wie du.

Hintergrund ist mMn trotz des Qualitätsverlustes im Kader inkl. der unausgewogenen Zusammenstellung durch Neuverpflichtungen als versuchte Kompensation eben des Qualitätsverlustes nach der Klopp-Phase, dass der BVB in seiner Offentlichkeitsarbeit und auch in der internen Kommunikation nach innen weitgehend ohne Einschränkung am Ziel, zweiter "Leuchtturm" in der BL sein zu wollen, festgehalten hat. Folge war, dass junge Talente bis auf wenige Ausnahmen viel zu wenig Einsatzzeiten bekommen haben, weil die Befürchtung bestand, dass weniger erfahrene Spieler dieses Ziel gefährden könnten. Selbst als die sogenannten etablierten Spieler in unterschiedlicher Deutlichkeit dieses Ziel durch Minderleistungen ebenfalls gefährdeten , hatten die verschiedenen Trainer selten den Mut, die jungen Spieler häufiger aufzustellen und aufzubauen - darüber können auch die umfangreichen Einsatzzeiten von Pulisic (Sonderfall!) nicht hinwegtäuschen. Zagadou (außer als LV-Notstopfen), Isak und Gomez haben keine Rolle gespielt. Sancho kam immerhin wegen der überdeutlichen Schürrle-Problematik in seinen verletzungsfreien Phasen zu relativ vielen Einsätzen, Pulisic ist ohnehin ein Sonderfall, Toljan durfte nur selten auf seiner angestammten RV-Position spielen. Einzig Weigl als "etablierter junger" Spieler, Akanji wegen der Sokratis-Problematik und Dahoud wegen der ZM-Problematik kamen zu relativ häufigen Einsätzen. Philipp und Guerreiro zähle ich nicht mehr zu den jungen Talenten.

Es sieht schlicht nach einem Dilemma aus. Werden nun wieder auch ganz junge Spieler verpflichtet - in diesem Zusammenhang: was hat der BVB z.B. mit Gomez vor? - müssen die Verantwortlichen sich die Frage gefallen lassen, wie denn ihre perspektivische Planung aussieht. Richtig ist ja, dass es nicht nur mit Talenten geht, aber wie will der BVB ein Gerüst für die Zukunft aufbauen bei der immer schwelenden Gefahr, dass dieses durch frühzeitige Abgänge von allzu talentierten jungen Spielern wieder ins Wanken gebracht wird? Ein bisschen mehr Mut zum Risiko wäre dennoch angemessen, weil das Risiko, vorwiegend sogenannte etablierte und erfahrene Spieler einzusetzen, offensichtlich nicht kleiner zu sein scheint.

Zugegeben, angesichts des finanziell transferpolitischen Wahnsinns, der inzwischen herrscht, nähert sich der Versuch einer Balance zwischen jungen und älteren Kräften einer klassischen Dilemmasituation. Nur versuchen muss es der BVB und dabei sollte er nicht nur auf "fertige" und deshalb ältere Spieler setzen.


Das stimmt ja so nicht. Schon der Versuch unter Klopp einen Lewy mit Immobilie zu ersetzen ging in die Beikleider. Auch der zweite Leuchtturm ist doch schon ein Relikt aus Klopp-Zeiten. Und wir waren doch schon 12/13 Zweiter 25 Punkte hinter den Bayern und 1 Punkt vor Bayer. 13/14 dann 19 Punkte hinter den Bayern, aber sieben vor Schalke. 14/15 waren wir nur noch 7.

Und auch mit den Talenten stimmt doch so auch nicht. Ich habe mal die Transfers in den Talentebereich und den Stammspielerbereich aufgelistet:

12/13: Talente: Schieber, Bittencourt als Neuzugänge spielten keine Rolle. In der Saison wurde niemand in den Kader eingebaut. Perisic ließ man im Winter gehen.

12/13: Stammspieler: Reus und Sahin / es gingen Kagawa, Barrios, (Perisic)

13/14: Talente: Hofmann (spielte 1000 Min.), Durm (2355 Min. also Stamm)

13/14: Stammspieler: Miki, Auba, Friedrich / Abgang: Götze

14/15: Talente: Ginter (1425 Min)

14/15: Stammspieler: Immobile, Ramos, Kagawa / Abgang: Lewy

Man erkennt doch ganz, ganz deutlich, dass nach den Meisterschaften unter Klopp im Bereich Talente quasi nichts mehr passierte. Es kamen Spieler für den Stamm und genau zwei Talente, die den Durchbruch schafften - Ginter und Durm.

15/16: Talente: Weigl (wurde Stammspieler), Januzaj (500 Min)

15/16: Stammspieler: Bürki, Castro, Park / Abgang: Kuba, Kevin, Kehl, Immobile

16/17: Talente: Dembele (Stammspieler), Pulisic (seit RR 2016) Stammspieler), Passlack (seit RR2016 934 Min), Mor (700), Merino (340)

16/17: Stammspieler: Schürrle, Götze, Rode, Bartra , Rode/ Abgang: Gündogan, Hummels, Miki, Ramos

17/18: Talente: Philipp, Toljan, Sancho, Zagadou, Isak (ich lasse mal die Min weg. Die sind ja noch jedem greifbar.

17/18 Stammspieler: Dahoud, Yarmo, Toprak / Dembele, Bender, Ginter

Man kann das Ganze nicht in eine Klopp und Post-Klopp-Phase unterteilen.

Sportlich: Nach den beiden Meisterschaften kann man die Phasen von Klopp und Tuchel vergleichen. 15/16 war sicher noch ein herausragendes Jahr. Aber auch, weil man keine relevanten Angänge hatte. Und auch 16/17 war sportlich sehr erfolgreich trotz vieler Abgänge.

Aber schau doch mal hin. 16/17 begann man viele Spieler zu verkaufen und neue Einzukaufen. In zwei Jahren gingen 7 absolute Stammspieler (4 Top-Leute) und 8 Spieler kamen. 10 Talente kamen.

Es ist doch genau andersrum als Du sagt. Früher haben wir mal ein Talent eingebaut und auch recht wenige geholt. Seit 2016 erschlagen wir uns damit. Dabei sollte jedem klar sein, dass es nicht funktioniert mehr als 2-3 junge Spieler einzubauen. Wir haben dies aber nie ausgeschöpft. Es ist doch nicht so, dass die Talente bei uns keinen Platz mehr haben.

Unter Klopp wurden Abgänge kompensiert. Auch gerne mal mit zwei Spieler, aber groß Talente wurden nicht eingearbeitet. Vielleicht war dies auch genau das, was er am Ende meinte, als er meinte, dass sich massiv etwas verändern müsse.

Unter Tuchel veränderte sich dann auch eine Menge. Aber eben auch nicht durch viele Zu- und Abgänge, sondern eben auch durch Miki und Auba, die unter Tuchel zur erweiterten Weltspitze wurden. Tuchel entstaubte den Kader in dem Spieler eben gehen mussten oder in der sportlichen Hierarchie zurücktreten mussten. Klopp hätte dies sicherlich auch getan.

Wir haben hier doch 2016 einen klaren Paradigmenwechsel. In wie weit dieser zu dem sportlichen Misserfolg geführt hat, ist die Frage. Wobei wir bitte, bitte auch mal die Kirche im Dorf lassen sollten. Wir schafften noch die CL-Quali. Unsere Konkurrenz ist gerne mal komplett abgeschmiert. Von daher sehe ich uns auch noch als klare Nr. 2.

Man darf doch bitte nicht vergessen, dass die Entlassung Tuchel (ob nun notwenig oder nicht ist dabei völlig egal) eine absolute Katastrophe war. Man bekam eine D-F-Lösung als Trainer und danach einen gerade gescheiterten Trainer von einem Abstiegskandidaten. Es war auch großes Glück, dass wir viele schwache Mannschaften zu Beginn hatten und so viele Punkte holen konnte, aber eins muss man denke ich auch sagen. Die Mannschaft hatte kein Mentalitätsproblem an sich. Es gab ganz offenbar eine enorme Verunsicherung. Und es gab immer wieder Unruhe. Verursacht durch einige Spieler und die Trainer.

Deshalb: Es muss einige Wechsel geben. Spieler, die absolut nicht in Favres Konzept passen. Dafür kommen Spieler, die Favre haben möchte. So wie bei Tuchel vielleicht 3 Spieler. Dann vielleicht noch der ein oder andere Spielr, der gehen möchte und für entbehrlich gesehen wird. Aber eins darf imo nicht passieren. Wieder wichtige Spieler gehen lassen. Und wir brauchen auch keine Talente mehr. Wir haben ausreichend viele.

Was Watzke sagt zum Kader halte ich insgesamt für nicht ausreichend gedacht. Es ist neben dem Ereignis Attentat/Tuchel einfach offensichtlich, dass die Fluktuation bei uns zu hoch ist.

Es ist schwer zu sagen, was man machen kann. Aber man muss ganz offenbar die Kaderkosten zumindest (bei sich erhöhenden Umsatz) konstant zu halten. Ich halte es auch für sinnvoll den ein oder anderen polyvanten gestandenen BuLi-Profi gehobenen Alters und geringeren Gehaltsvorstellungen einzubauen.

Vermutlich hätte man auch einfach Miki und Auba nicht gehen lassen dürfen. Natürlich kann man letztlich nicht verhindern, dass Spieler zu Top-Vereinen wechseln. Deshalb sind die auch über auch nur zu uns gekommen. Aber eben nicht so schnell und brutal. wie in den letzten beiden Jahren. Letztlich haben uns die riesigen Einnahmen nichts gebracht. Watzke selbst hat dies ja nun auch kundgetan. Es ist nicht nur falsch, was Heidel macht. Der Mann ist kein Schlechter.

Watzkle spricht auch viel von Identifikation und Image. Damit hat er denke ich auch Recht. Aber er selbst ist nun auch nicht unwesentlich daran beteiligt, dass dies nicht so rüber kommt. Bei BVB ist er Identität. Aber nach Außen ist er ein Showman, ein Blender, ein Heuchler (dies habe ich in den letzten Tagen von Bekannten über ihn gehört - und zur Vorsicht! Dies ist nicht meine Meinung! ). Ich fände die Außenwirkung wesentlich gelungener, wenn dies von einem Zorc und Kehl plus dem MF kommen würde.

Identifikation ist für die meisten Fans und für kaum einen der Spieler, die Leitlinien der Homepage. Wir wollen der zweite Leuchtturm sein. Dann müssen wir das auch so verkaufen. Es ist völlig ausreichend mit einem Satz zu erklären, dass der FC Bayern zu weit weg und man kein Bayernjäger sei. Man muss denen aber nicht huldigen. Man muss aber auch keine infantilen Kleinkriege führen. Man darf dann auch sagen, waruk man geiler ist als die Blauen, Bayer oder Leipzig. Ich hoffe, Du weisst, wie ich das meine. Man muss nicht immer weinen und rechtfertigen. Das kennt doch jeder selbst. Man kann souverän auftreten oder mimimi...und Watzek neigt zum Mimimi...und ich bin mir absolut sicher, dass es in den Medien ganz anders rüber kommen würde, wenn ein Zorc oder rein sportlich Kehl angemessene selbstbewusste Kommentare geben würden. Lies Dir Watzke Analyse durch. Es schwebt immer ein - wir haben ja irgendwie ja gesagt - aber die Trainer wollten es ja so. Davon ab, dass diese Aussagen schon anders getroffen wurden, ist das einfach nichts, was irgendwie positiv aufbruchstimmungsmäßig rüber kommt. Watzke ist Politiker. Er gibt zu, was nicht anders geht und gibt am Rest anderen die Schuld. Trainern, Spieler, Mäzen oder den Umständen.

Ich möchte die - sorry - Kritik an Watzke nicht diskutieren. Dies sehen einige User hier bekanntermaßen anders. Aber welchen Spieler interessiert denn, was Watzke irgendwo erzählt. Die Identität als zweiter Leichtturm muss in den Kader transportiert werden. Dies kann direkt, aber eben auch über die Medien (social) geschehen. So was schafft kein Watzke. Watzke ist kein Hoeneß. Aber eben in diese Richtung "Mia san mia" müssen wir kommen. Leipzig, Hof fahren doch ähnliche Schienen. Wir müssen nicht Verteidiger der Enterbten sein... wir sollten eine selbstbewusste Nr. 2 sein.

Den gesamten Komplex der PL und anderer wirtschaftlich stärkerer Club schaffe ich nicht mehr ausführlich einzugehen. Es ist völlig klar, dass die Konkurrenz um unsere pot. Zugänge viel größer geworden ist. Inzwischen ist auch jeder bessere U17 Spieler gläsern.

Wesentlich ist, dass man jetzt Favre machen lässt.



Danke für die Auflistung, ich möchte dir nur bei dem Punkt mit Mentalität vehement widersprechen, die Einstellung ist in manchen Spielen schon seit Jahren mangelhaft. Natürlich war es in dieser Saison ein Mix aus Verunsicherung und hin und wieder das typische Null Bock Spiel.
Zu den ganzen Talenten muss man sagen, dass man Isak im endeffekt nicht hätte holen müssen, wenn man Talente holt brauchen sie eben Einsätze. Holt man aber einen vermeintlichen Platzhirsch und Talent für dir selbe Position, hat man am Ende das Problem welches BVBBC schildert. Hier muss man sich in der Strategie einfach anders verhalten. Was bringt es Isak oder Merino damals zu holen und nie spielen zu lassen?
Zukünftig wünsche ich mir da einfach keine halbgaren Doppellösungen.


Was bitte? Die Jungs haben sich gegen Real und Bayern den ***** aufge..... gegen die Bayern sogar auch in diesem Pokalspiel. Das stimmt einfach nicht. 2016 hat man die wichtigen Spiele (die zu gewinnen waren) gewonnen. Das spricht für die Truppe.

Dank seiner Freundlichkeiten mir gegenüber ignoriere ich den User. Da müsstest Du bitte noch erklären,w as Du meinst.

Die Frage kann ich nicht beantworten. Merino war schlicht und einfach zu schlecht für uns bzw. besser bei uns . Isak ist aktuell immer noch 18.

Genau das ist doch das Problem. Die Fans meinen, dass wenn ein 17 Jähriger bei uns für 8 Mio unterschreibt, dieser nächste Saison die Liga rockt und dann 50 Mio wert sein wird. Das funktioniert nun mal nicht.

Wie ja geschrieben. Seit 2016 hat man viel in solche Youngster investiert. Vermutlich muss man es so sehen: Survival of the fittest in Trainee BVB. Ich finde das nachvollziehbar. Problematisch ist da aber wirklich, wie man es verkauft. Ich bin mir ziemlich sicher, das zumindest einer der beiden Jungs, die gerade für die U19 geholt werden sollen, in Kaderschmieden schon für die Profi-11 auftauchen.
BVB - Transferpolitik |#11247
04.06.2018 - 02:35 Uhr
Also bei aller liebe, ich finde es toll Talente zu kaufen, aufzubauen und zu Stars zu machen aber wir sollten auch mal einige gestandene Spieler holen und auch mal halten! So treten wir seit 6 Jahren auf der Stelle bzw haben uns auf allen Ebenen verschlechtetert! Wo sind die guten Transfers bislang?


Mondpreise für Delany und Co. zu zahlen sind nun echt nicht so clever! Ich hoffe der Kelch geht an uns vorbei!

Wolf ok, Hitz mmmhh joa warum nicht... aber sonst kusieren nur Namen wo ich abwinke.


Leute wie Michy werden nicht geholt, die uns ein Gesicht verleihen könnten...knallt Chelsea mal 50 Mios auf den Tisch und setzt ein Zeichen, dazu noch eins der Juwelen von Amsterdam und einen sehr guten IV, gerne auch einen aus Amsterdam!zwinker Die kosten natürlich was aber man hätte einen mit Michy der schon Erfahrung hat und 2 talente für die Spitze geholt, dazu noch einen DM und Optional gerne Balotelli wenn der auch Flügelspieler sein kann, glaube das kann der.
BVB - Transferpolitik |#11248
04.06.2018 - 02:56 Uhr
Zitat von BVBFAN21
Also bei aller liebe, ich finde es toll Talente zu kaufen, aufzubauen und zu Stars zu machen aber wir sollten auch mal einige gestandene Spieler holen und auch mal halten! So treten wir seit 6 Jahren auf der Stelle bzw haben uns auf allen Ebenen verschlechtetert! Wo sind die guten Transfers bislang?


Mondpreise für Delany und Co. zu zahlen sind nun echt nicht so clever! Ich hoffe der Kelch geht an uns vorbei!

Wolf ok, Hitz mmmhh joa warum nicht... aber sonst kusieren nur Namen wo ich abwinke.


Leute wie Michy werden nicht geholt, die uns ein Gesicht verleihen könnten...knallt Chelsea mal 50 Mios auf den Tisch und setzt ein Zeichen, dazu noch eins der Juwelen von Amsterdam und einen sehr guten IV, gerne auch einen aus Amsterdam!zwinker Die kosten natürlich was aber man hätte einen mit Michy der schon Erfahrung hat und 2 talente für die Spitze geholt, dazu noch einen DM und Optional gerne Balotelli wenn der auch Flügelspieler sein kann, glaube das kann der.


Was für ein Gesicht gibt uns denn Michy? Es mag für Dich nicht verständlich sein, aber wir können keine 50 Mio in eine Wundertüte stecken.
BVB - Transferpolitik |#11249
04.06.2018 - 04:06 Uhr
Zitat von arche

Es sieht schlicht nach einem Dilemma aus. Werden nun wieder auch ganz junge Spieler verpflichtet - in diesem Zusammenhang: was hat der BVB z.B. mit Gomez vor? - müssen die Verantwortlichen sich die Frage gefallen lassen, wie denn ihre perspektivische Planung aussieht. Richtig ist ja, dass es nicht nur mit Talenten geht, aber wie will der BVB ein Gerüst für die Zukunft aufbauen bei der immer schwelenden Gefahr, dass dieses durch frühzeitige Abgänge von allzu talentierten jungen Spielern wieder ins Wanken gebracht wird? Ein bisschen mehr Mut zum Risiko wäre dennoch angemessen, weil das Risiko, vorwiegend sogenannte etablierte und erfahrene Spieler einzusetzen, offensichtlich nicht kleiner zu sein scheint.


die antwort hat watzke in seinem schwatzgelb-interview gegeben und sie lautet: identifikation daumen-hoch

solide spieler wie schmelle zu haben, deren "wegkauf" nicht so schnell droht und die obendrein eine hohe bvb-affinität haben, ist ein guter und gangbarer weg. sehr wichtig finde ich es aber, auch richtig starke leistungsträger zu haben, die beim bvb bleiben, obwohl sie auch die möglichkeit hätten, bei einem noch stärkeren club zu spielen. doch wie bekommt man das hin?

die erste maßnahme wäre, schon bei der verpflichtung darauf zu achten, welche bedeutung die borussia für den spieler hat und im zweifelsfall eben abstand zu nehmen. ich denke, solide ergänzungsspieler sind so zu bekommen, wenn man aber nach leistungsträgern schaut, wirds schon schwerer...

die zweite maßnahme, die aki ebenfalls im interview anspricht, ist, aktiv von vereinsseite die bindung zu stärken, z.b. dadurch, dass man den spielern verstärkt klar macht, was der bvb eigentlich ist und welche bedeutung er hat. kehl soll sich dessen annehmen. auch wenn ich dies richtig und wichtig empfinde, weil es hier und da etwas bringen dürfte, glaube ich jedoch nicht, dass dies den durchschlagenden erfolg haben wird.

keine maßnahme wäre es für mich (wovon auch keiner spricht) wenn man leistungsträger mit geld zuschüttet, damit sie bleiben. kann man mal bis zu einem bestimmten grat machen, wenn der spieler enorm wichtig ist, jedoch wäre die geforderte identifikation nur dem geld geschuldet schief

eine dritte und sehr wichtige maßnahme, um auch richtige leistungsträger mit identifikation im team zu haben, wäre für mich eine andere: spieler mit identifikation UND großem potential hier aufzubauen, auch wenn es größere hürden gibt, weil sie z.b. nicht optimal zum sonsitgen kader passen. dieses gezielte aufbauen wäre für mich der schlüssel, denn ein leistungsträger der auf kohle und möglichkeiten verzichten soll, der quasi "echte liebe" lebt - dem MUSS auch "echte liebe" entgegengebracht werden!

bevor hier gleich was losgeht: identifikation ist eine form der liebe und wer auf geld und mögichkeiten verzichtet, um bei seinem verein zu sein, dessen liebe darf man auch als "echt" bezeichnen smile

soweit die therorie, nun zum praktischen teil: der ein oder andere wirds schon "gerochen" haben, ich habe bei alldem einen bestimmten spieler im hinterstübchen: jule weigl Lachend

auch wenn er "erst" als 19jähriger zu uns gekommen ist, dieser spieler ist für mich gefühlt homegrown. dazu haben wir ihm DIE CHANCE gegeben, zu einem großen spieler zu werden. wer weiß... hätten wir ihn nicht geholt, vlt. wäre er immer noch irgendwo in der 2. liga... ich glaube, der spieler ist uns durchaus dankbar und zwar weitaus deutlicher, als irgendein top-talent, welches den bvb aus einer vielzahl von interessenten ausgeguckt hat. letztens sprach jule sogar davon, dass er zeigen möchte, dass er hier ein eckpfeiler sein kann. ich glaube, seine identifikation mit dem bvb wäre damit relativ klar. doch wie sieht es mit dem bvb und seinem bekenntnis zu weigl aus?

tja, nicht einfach... letztlich ist man immer vom sportlichen erfolg abhängig und so wie er sich sportlich "langsam entwickelt" hat die letzte zeit, darf man auch zweifel daran haben, ob er jemals der wird, den man sich nach seiner ersten saison hier vorgestellt hat. hier muss sich der bvb nun ganz genau überlegen, was man macht, denn es gibt viel (transfererlös) zu verlieren, aber es gibt auch viel zu gewinnen! wenn man es schafft, durch spielsystem und entsprechende mitspieler jule unter die arme zu greifen und wenn sich zeitgleich jule selbst wieder nach oben kämpft, nicht nur an vergangene leistungen anzuknüpfen versucht, sondern es schafft, sich noch weiter zu entwickeln, so dass er wirklich zu einem der sportlichen eckpfeiler der mannschaft wird, dann würde ich den gewinn für den bvb aufgrund der geforderten und gegebenen identifikation deutlich höher einschätzen, als den eventuellen (maktwert-)verlust.

zum schluss nochmal: die identifikation oder liebe, die man sich vom andern wünscht, sollte man ihm auch selbst entgegenbringen. sollte es zwischen dem bvb und jule nochmal richtig funken, hätte wohl auch kaum einer was dagegen zwinker

•     •     •

ein mensch, der sich ein schnitzel briet / bemerkte, daß ihm das missriet.
jedoch da er es selbst gebraten, / tut er, als wär es ihm geraten.
und, sich nicht selbst zu strafen lügen, / ißt er's mit herzlichem vergnügen.

eugen roth

Dieser Beitrag wurde zuletzt von mammuth am 04.06.2018 um 04:12 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11250
04.06.2018 - 09:30 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von BVBFAN21

Also bei aller liebe, ich finde es toll Talente zu kaufen, aufzubauen und zu Stars zu machen aber wir sollten auch mal einige gestandene Spieler holen und auch mal halten! So treten wir seit 6 Jahren auf der Stelle bzw haben uns auf allen Ebenen verschlechtetert! Wo sind die guten Transfers bislang?


Mondpreise für Delany und Co. zu zahlen sind nun echt nicht so clever! Ich hoffe der Kelch geht an uns vorbei!

Wolf ok, Hitz mmmhh joa warum nicht... aber sonst kusieren nur Namen wo ich abwinke.


Leute wie Michy werden nicht geholt, die uns ein Gesicht verleihen könnten...knallt Chelsea mal 50 Mios auf den Tisch und setzt ein Zeichen, dazu noch eins der Juwelen von Amsterdam und einen sehr guten IV, gerne auch einen aus Amsterdam!zwinker Die kosten natürlich was aber man hätte einen mit Michy der schon Erfahrung hat und 2 talente für die Spitze geholt, dazu noch einen DM und Optional gerne Balotelli wenn der auch Flügelspieler sein kann, glaube das kann der.


Was für ein Gesicht gibt uns denn Michy? Es mag für Dich nicht verständlich sein, aber wir können keine 50 Mio in eine Wundertüte stecken.


Ich bin auch nicht für michy aber 9 Tore in 14 spielen oder so sind keine Wundertüte.

Klar muss man aufpassen wieviel Geld man für welchen Spieler ausgibt aber am Ende sind alle Spieler die wir uns leisten können Wundertüten. Nur kann man bei Spielern wie michy, Martial, kovacic, bakayoko, um nur Beispiele zu nennen, relativ sicher sein das sie mindestens internationale Klasse darstellen in dem was sie können.

Also wäre es mir eindeutig lieber Mal 40 Mio in einen kovacic zu stecken als 25 in einen Delaney.
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