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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#10771
16.04.2018 - 22:08 Uhr
Zitat von -adi-
Zitat von chapi-09

Zitat von BVB-Joe

Zitat von -adi-

Zitat von BVB-Joe

Ich glaube da kann man nicht einzelnen Spielern die Schuld geben. Man muß einfach einsehen daß eine Defensive aus Bürki, Sokratis, Toprak, Schmelzer, Sahin und Dahoud (Pische nehme ich da mal aus), ist einfach nicht mehr als BuLi-Mittelmaß.

Mich wundert das überhaupt nicht daß man da öfters mal eins auf die Mütze bekommt. Diese Spieler werden doch allesamt unseren Ansprüchen gar nicht gerecht.
Also alles auf einen oder 2 Spieler zu schieben bringt hier nichts. Man hat hier versucht Weltklasse (Hummels) mit günstigem Durchschnitt(Toprak) zu ersetzen. Das funktioniert nicht.
Hoffe Sammer öffnet hier dem Management mal die Augen.

Was soll dieser, sorry dass ich es jetzt mal so deutlich sage, Mist mit dem "Augen öffnen" eigentlich immer? Denkt ihr, Watzke und Zorc wüssten nicht, dass man einen Hummels nicht ohne Qualitätsverlust durch Toprak oder Bartra ersetzen kann? Ich glaube kaum, dass die dafür einen Schlaumeier brauchen, der ihnen "die Augen öffnet".

Die Frage ist, was sollen sie machen? Hummels gleichwertig ersetzen? Sich dabei Körbe bei Ramos, Varane, Umtiti oder Boateng abholen? Das geht leider als BVB nicht.
Deshalb muss man das beste nehmen, was man bekommt. Oder auf hoffnungsvolle Talente setzen, denen man zutraut, irgendwann weltklasse zu werden. Genau das hat man mit Bartra/Toprak und Zagadou getan.

Man kann gerne die Zusammenstellung der Defensive kritisieren. Oder das Fehlen eines Kämpfers im ZM usw. Aber dass man Hummels als Verein wie es der BVB ist nicht gleichwertig ersetzen kann ist keine Raketenwissenschaft.


Sorry, wenn ich das jetzt mal so deutlich sage: Für mich ist das hanebüchen

Wenn Bartra und Toprak das beste was der BVB bekommen kann sein sollen....dann hängt die Latte des Anspruchs momentan wohl afu Intertoto-Cup Lachend
Toprak war, als er geholt wurde , nicht mal bei Leverkusen unumstrittener Stammspieler.Sokratis war noch nie mehrt als BuLi Durchschnitt. Von daher wußte man ja was für eine Abwehr man mit Toprak und Sokratis bekommt. Zagadou zu holen war ok.
Es gibt auch noch Raum zwischen Weltklasse und BuLi Mittelmaß.


Leider war das Management(wer auch immer) kein Raketenwissenschaftler, sonst hätte man den Qualitätsverlust in den letzten Jahren nicht so schwach ersetzt.

Die Abwehr war schon lange Baustelle und da gibt/gab es bestimmt besseres zu haben als Toprak und Bartra.

Ich freue mich wenn ein Schlaumeier als Berater hinzu kommt, der Klasse von Kreisklasse unterscheiden kann.


Spätestens da, wo du Sokratis beschuldigst noch nie mehr als Bundesliga-Durchschnitt gewesen zu sein, sollte man aufhören deine geistigen Ergüsse zu lesen.

Sokratis hat stark abgebaut, ja! Sokratis sollte im Sommer gehen, ja! Aber Sokratis war zu Höchstzeiten nahe an der Weltklasse!

Ich verlagere es mal hier hin.

Dass Sokratis in seiner besten Zeit sicher nicht unter der Würde des BVB war, darüber brauchen wir wohl nicht zu reden. Das zeigt auch das immer noch vorhandene Interesse anderer großer Vereine, weswegen er sich noch nicht zu einer Vertragsverlängerung entschließen konnte.

Toprak hatte, als er geholt wurde, ein schlechtes Jahr in einer desolaten Leverkusener Mannschaft. Davor war er über Jahre der Abwerchef bei einem CL-Dauergast und hinter Boateng und Hummels der konstant beste IV der Liga. Das zeigen z.B. die Kickerranglisten der letzten Jahre. Also auch alles andere als Mittelmaß.

Und ja, das ist meiner Meinung nach das, was der BVB bekommen kann. Vielleicht sollte man @BVB-Joe mal überlegen ob die Latte des Anspruchs nicht zu hoch liegt und deshalb eine generelle Unzufriedenheit resultiert, die dann dadurch ausbricht, dass scharf gegen die Vereinsführung geschossen wird.


BVB-Joe können wir beruhigen.
Usain Bolt hat ja glaubhaft bekundet, dass er bei uns spielen will. Der läuft eh jeden Konter ab.
Dazu ablösefrei. Perfekt.
BVB - Transferpolitik |#10772
16.04.2018 - 22:30 Uhr
Zitat von robstar
ALLGEMEIN I
Ich finde eine großartige Kaderumjustierung eigentlich nicht nötig.
Die jetzige Saison läuft mäßig. Das ist richtig. Aber die Spieler sind keine Roboter. Die Abwärtsspirale hat sie verunsichert und das bekommen sie noch nicht richtig raus.
Aber neue Saison heisst auch Neustart und ein Trainer kann neu aufsetzen.
Ich würde mir Favre wünschen.

STURM
Wo man im Kader was tun müsste, wäre im Angriff. Da sperre ich mich gegen fette Ablösen und bin weiterhin für den "dortmunder Weg".
Da Isak noch nicht so weit ist, würde ihn ihn innerhalb der Liga verleihen - notfalls kostenlos aber möglichst für zwei Jahre. Er soll sich an die Bundesliga gewöhnen, daher macht eine Leihe in eine andere Liga keinen Sinn.

Holen sollte man ein vielversprechendes Talent (Sebastien Haller, Giovanni Simeone)bis maximal 30 Mio. EUR, welches durch einen Altstar (Jackson Martinez/André-Pierre Gignac/Fernando Torres/Asamoah Gyan/Giuseppe Rossi) abgesichert wird.
Das Talent soll die nominelle erste Spitze darstellen und ein erfahrener (abgewichster) Stürmer steht parat, wenn es nicht auf anhieb klappt, der aber aufgrund seiner Erfahrung keine Eingewöhnung brauch.

ALLGEMEIN II
Ich würde eine durchlässige Trainingsgruppe II installieren, in der man mehr Talente nah am Team mittrainieren lassen könnte. Den Kader aufblähen, würde ihn schwer trainierbar machen. Mit einer Trainigsgruppe II könnte sich das Haupttrainerteam um die ersten 24-26 Spieler kümmern, von denen die schlechteren oder nach Verletzung im Aufbau befindlichen Spieler in die Trainingsgruppe II "absteigen" und die, die größere Entwicklungsschritte machen, in den Hauptkader "aufsteigen" können. Auch Jungendspieler könnten erstmal den Weg über die Trainingsgruppe II gehen, zu der - aus Motivationsgründen - auch regelmäßig Spieler aus U-Mannschaften zum reinschnuppern dazu kommen könnten.
Trainer müsste hier ein Altstar mit großem Namen sein, der vielleicht erste Traineraufgaben nach seiner Karriere übernimmt. So einem würden die Spieler noch an den Lippen kleben und wären zugänglich.

ALLGEMEIN III
Des weiteren würde ich mir ein Farmteam in Österreich wünschen. Was RedBull hier vormacht ist grandios. Spieler kommen aus allen Teilen der Welt und lernen in Salzburg (RedBull Salzburg /FC Liefering) Sprache, Kultur und Spielweise kennen, wo weniger Druck herrscht und man mehr Zeit zur Entwicklung geben kann. Einmal funktionierend, wird dann zum Hauptklub transferiert.
Vielleicht auch noch ein Farmteam in Portugal, wo man Südamerikaner parken könnte, mit der Auflage auch Deutsch lernen zu müssen.
Sicherlich gibt es finanzschwache Klubs in Österreich/Portugal, die an solchen Kooperationen interessiert wären und man Geld gut anlegen würde.


Ich glaube eh kaum, dass ein Spieler verpflichtet wird, der deutlich über 30 Mio kostet. Das ist nicht unser Weg und das aus gutem Grund. Für solche Risiken haben wir nicht das Geld.

Große Justierungen wird es doch eh nicht geben.

Eine Trainingsgruppe 2 kann es ja nicht geben. Die Spieler spielen in der 1. Mannschaft, in der U23 oder U19 und trainieren dort auch. Man könnte aber natürlich immer mal wieder Spieler aus der U23 oder u19 für einige Zeit bei den Profis trainieren lassen. Ich denke aber, dass das auch schon passiert.

Farmteam? Salzburg ist ja ein Farmteam von Redbull. Nicht von Leipzig. Wie soll das in Dortmund funktionieren. Wir haben ja nicht einmal ein größeres Interesse daran, mit der U23 in die 3. Liga aufzusteigen.
BVB - Transferpolitik |#10773
16.04.2018 - 22:51 Uhr
Die Batshuayi Verletzung sollte doch jetzt endlich mal zu der Einsicht führen, dass man einen starken 2.ten Stürmer braucht und dann noch ein Talent wie Isak. Fällt der Stammstürmer aus, muss man improvisieren oder in Topspielen auf einen 18-Jährigen (?) setzten. Finde ich schon seit dem Ramos Verkauf ziemlich unprofessionell gelöst. Selbst in der gesamten Bundesliga ist die Stürmerposition immer mit ähnlichen Kalibern mindestens doppelt besetzt. Zumindest ist der 2.te Stürmer kein Talent oder eigentlich Außenspieler. Frag mich schon, warum man da nicht längst reagiert hat.
BVB - Transferpolitik |#10774
16.04.2018 - 22:59 Uhr
Zitat von 1step2
Zitat von stanleebuddha

Gehen wir mal die Liste möglicher (nicht meine Meinung, aber hier und da als Abgänge ins Gespräch gebracht) Streichkandidaten/Wechselwilliger durch:

- Sokratis: kriegt man auf jeden Fall für ordentliches Geld an den Mann
- Guerreiro: auch hier sollte es mich wundern, wenn es keine Interessenten gibt
- Toljan: in der Tat schwierig, gerade erst gekommen, "durchwachsene" Leistungen
- Durm: war praktisch schon in Stuttgart, also im Prinzip wechselwillig, abgesehen davon Vertrag nur bis 2019, also was soll's?
- Weigl: mit Pep und PSG-Tuchel mindestens zwei potentielle Interessenten
- Sahin: Vertrag bis 2019, also was soll das eine Jahr?
- Rode: schwierig, dauerverletzt
- Castro: schwierig, "Rentenvertrag" bis 2020 (ist dann 32), kommt darauf an, was er will
- Götze: auch hier würde es mich wundern, wenn man keinen Abnehmer findet, einfach wegen der generellen Qualität
- Schürrle: hat m.E. schon mit dem Wechsel von Chelsea zu Wolfsburg gezeigt, dass ihm das Spielen am Ende wichtiger ist, als mehr Geld zu scheffeln (gehe mal davon aus, dass der in London mehr kassiert hat als in Wolfsburg)

Ich würde es am Ende nur bei Toljan, Rode, Castro und Sahin bezweifeln, dass man einen Abnehmer findet. So man (inklusiver neuer Trainer) die überhaupt loswerden will.


Bei Sahin sehe ich bezüglich Angebote keine großen Probleme, es wird einige türkische Vereine geben die Interesse haben werden, sollte er auf den Markt kommen, zumal es dort glaube ich demnächst wieder die Ausländerregelung geben wird und somit die Teams auf türkischstämmige Spieler schielen werden. Die Frage ist nur ob Nuri seinen Lebensmittelpunkt in die Türkei verlegen möchte, aber nachdem sein Vertrag eh nur noch bis 2019 läuft, muss er sich damit eh beschäftigen.

Toljan sehe ich auch nicht problematisch, der ist noch jung und scheint auch einen Markt in England zu haben, er ist halt sehr schnell und wäre somit durchaus für einige Vereine sowohl in der Bundesliga als auch PL interessant. Ablösetechnisch dürfte die PL mehr einbringen, innerhalb der Buli wird man ihn nicht allzu teuer verkaufen können, aber bei dieser Personalie geht es auch nicht um eine Ablöse.

Bei Rode sehe ich eine Leihe als realistische Option. Der war jetzt komplett raus und vll. guckt sich das auch ein Team mal ein Jahr lang an, ob er fit bleibt und helfen kann, ein direkter Verkauf dürfte schwer werden, eine Leihe mit KO aber durchaus mehr als möglich.

Castro ist definitiv das größte Problem. Da sehe ich bei dem Gehalt und seinem Alter nur Teams aus dem Ausland als Optionen. Spanien hatte man mal was gehört, vll. auch die Türkei oder eine andere Liga in Europa oder vll. sogar USA. Ich glaube aber auch dass Castro durchaus noch einige Jahre spielen möchte, ein Aussitzen auf der Tribüne glaube ich nicht, da muss man halt dem Spieler und Berater klar machen dass man anderweitig plant und es halt sein kann dass er in erster Linie nur auf der Tribüne hocken wird und dann denke ich schon dass da entsprechende Hebel in Gang gesetzt werden würden, mit so einer Situation sich dann abzugeben ist eigentlich immer eines der letzten Optionen.
Man muss ja nicht zwingend alle verkaufen, sondern kann ja auch mal verleihen, so, dass die aufnehmenden Clubs zumindest das Gehalt zu Großteilen finanzieren. Nur bei Rode sehe ich die Leihoption irgendwie kritisch, weil er eigentlich eine Wundertüte ist, nachdem er eine komplette Saison ausgefallen ist. Ich glaube Rode will weder jmd leihen noch kaufen, am Ende kostet auch eine Leihe was, wozu dann einen Spieler holen, bei dem man nicht weiß ob er eine Verstärkung sein kann.
BVB - Transferpolitik |#10775
17.04.2018 - 16:29 Uhr
eine Plädoyer für keinen Umbruch zwinker

Im Moment wirkt es so, als wäre unser gesamter Kader mist und wir müssten fast jeden Spieler austauschen. Bürki: Mentalitätswrack. Schmelzer: strahlt nichts aus. Sokratis: ein Holzfuß und undiszipliniert. Toljan und Guerreiro: defensiv unbrauchbar. Piszczek: unkonstant. Weigl: undynamisch und zu wenig aggresiv. Castro: hängt komplett durch. Götze: ein Schatten seiner selbst. Reus, Rode, Yarmolenko, Philipp, Kagawa: ständig verletzt. Schürrle: Holzfuß. Stürmer: fehlanzeige. Talente wie Sancho, Isak usw. zeigen mal Ansätze und werden dann vom Trainer nicht mehr beachtet. So in etwa wirkt der BVB gerade, wenn man das Forum hier verfolgt.
Es wird nach Führungspersönlichkeiten geschrien. Schmelzer versagt in dieser Rolle als Kapitän. Aber auch Weigl, der immerhin im Mannschaftsrat ist oder Sahin, der sich als Führungsspieler sieht, machen es nicht besser. Das Gegentor gegen Schalke zeigt dies in einer krassen Deutlichkeit. Schmelzer ist motiviert und will vorangehen. Dabei will er zu viel und vertendelt den Ball. Sahin trabt hinterher und Sokratis, auch so ein Führungsspieler, verlässt seinen Mann, um als dritter Verteidiger auf den ballführenden Spieler zu gehen. Auch vom Coaching muss man hier enttäuscht sein: das Schalkes Außenverteidiger weit nach vorne pressen, sollte dem Team eigentlich bewusst sein.

Aus einer etwas distanzierteren Perspektive betrachtet, glaube ich jedoch nicht, dass unser gesamter Kader unbrauchbar ist. Die Spieler haben einfach ein klares Fähigkeitenprofil, welches ihnen gerade nicht weiter hilft.
Schmelzer zum Beispiel ist ein guter Außenverteidiger in einer Mannschaft, die aggresiven und offensiven Fußball spielt, er ackert und läuft die Linie auf und ab. Dazu ist er sehr gut im Gegenpressing und im Positionsspiel, wenn vor ihm Offensivsspieler kombinieren. Diese taktischen Stärken sind nicht besonders sichtbar, aber sie haben sehr gut ins Dortmunder Spiel unter Klopp und Tuchel gepasst. Auch wenn er selten die Verteidigungslinie überläuft, auffällige Dribblings zeigt oder butterweiche Flanken schlägt, ist er im Offensivspiel sehr brauchbar. Defensiv ist er gar nicht so stark wie hier manchmal angenommen. Vor allen Dingen sein Umschaltspiel und seine Konzentration sind schlecht. In seiner Rolle als Kapitän versucht er ab zu oft Verantwortung zu übernehmen. Sein sonst guter Spielaufbau über simple Pässe an der Außenlinie entlang, wird riskant und er macht Fehler. Auch in der Defensive, versucht er zu oft auszuhelfen und vergisst dabei seinen eigenen Mann.
Genau das gleiche sieht man bei Sokratis. Er ist ein Zweikampfmonster und kann an den stärksten Gegenspielern kleben. Neben einem starken Abwehrchef war er ein Weltklasseverteidiger. Seitdem er sich selbst als Abwehrchef sieht versucht er mehr als er kann. Er versucht sich am Spielaufbau zu beteiligen und hilft mehr aus als nötig.
Das Problem ist aber, dass es uns an anderen Führungspersönlichkeiten mangelt. Reus fällt einem als erstes ein, der ist jedoch oft verletzt, Aubameyang war auf seine Art und Weise auch eine Führungspersönlichkeit, der ist jetzt weg, Piszczek scheint ein eher introvertierter Mensch zu sein, Toprak wäre meiner Meinung nach noch jemand auf den man setzen könnte.
Jedoch sehe ich diese Saison noch andere Probleme, die erklären können, warum es gerade gar nicht läuft. Eins davon ist, dass fast die halbe Mannschaft immer wieder länger aussetzen muss und sich ständig neue Konstellationen ergeben. So fehlt vielen Spielern einfach der Rhythmus (Schmelzer, Guerreiro, Kagawa, Philipp, Yarmolenko, Götze, Reus, Piszczek, Weigl) bzw. die Sicherheit, da ihnen kaum Vertrauen geschenkt wird (Toljan, Dahoud, Isak). Das Team kann gar nicht eingespielt sein. Allein seit Saisonbeginn hatten wir schon so viele Wechsel, auch von Stammspielern (Bartra, Auba, Dembele). Diese Unruhe macht es fast unmöglich, dass sich feste Strukturen innerhalb der Mannschaft bilden. Unter Stöger haben zumindestens ein paar Neuzugänge ihre Form gefunden (Toprak, Dahoud, Batsuahji und Schürrle halbwegs)…
Ein weiteres Problem ist, dass man halt ständig Neuzugänge und Rückkehrer integrieren muss, sodass der Kader für Talente, wie Burnic und Passlack (die dann irgendwo anders versauern) aber auch Isak z.B. undurchlässig wird.
Und durch diese Krise und den fehlenden Plan guckt dann irgendwann jeder nur noch auf sich selbst. Das ist es vielleicht, was Weidenfeller angesprochen hat. Aber wie soll sich denn auch ein Team bilden, wenn wir in den letzten fünf Transferperioden 46 Wechsel hatten.

Daher jetzt mal eine Hoffnungsvolle „Kaderschmiede“ für nächste Saison.

Ziele sind:
- Taktik etablieren, die zu unseren Spielern passt
- Teamchemie und Hierarchie herstellen
- Ruhe ins Team bringen
- Spielern das Vertrauen aussprechen
- Kaderbudget verringern
- Kaderdurchlässigkeit für Talente

Der wichtigste Faktor ist hier natürlich der Trainer. Dazu gibt es schon endlos lange Diskussionen: Kurz und Knapp: ich glaube, dass Favre genau der richtige für diese Aufgabe ist. Er lässt wieder aggressiver Gegenpressen (jedoch in Maßen) und baut auf Ballbesitz und schnelles Kombinationsspiel. Außerdem trainiert er erstmal gründlich wieder die Grundlagen und bringt den Spielern so hoffentlich die fehlende Sicherheit zurück. Er ist auch in der Kabine ein Mediator und kann gut mit schweren Charakteren. Dann hat er ein gewisses Standing, welches ihm hoffentlich genügend Autorität verleiht und nicht zu guter Letzt ist er einfach ein Taktik- und Fußballfanatiker.
In einem System, welches auf schnellen Ballgewinn ausgelegt ist, werden Spieler wie Schmelzer und Weigl wieder profitieren, da sie gut antizipieren und wissen wann sie rausrücken können. Auch Dahoud, Kagawa und Götze sind sehr schnell im Umschalten und aggressiv im Gegenpressing. Gleichzeitig werden Spieler, die eine feste Grundstruktur und eine kompakte Spielanlage brauchen (hier vor allen Dingen Weigl) oder die besonders im Kombinationsspiel auf engen Raum ihre Stärken haben (Götze, Kagawa, Philipp) hoffentlich ihre Form wiederfinden. Gleichzeitig haben wir mit Akanji und Toprak endlich zwei Abwehrspieler, mit denen wir wieder ein hohes Pressing spielen können. (Beide sind sehr schnell und haben ein gutes Stellungsspiel und vertändeln nicht gleich jeden Ball im Spielaufbau)
Am wichtigstens ist es aber meiner Meinung nach auch einfach mal einen ruhigen Sommer zu verbringen mit einer guten Vorbereitung und einer Menge Teambuilding.
Dazu würde ich dann auch im Team absprechen, ob man hinter Schmelzer als Kapitän steht oder ob Kandidaten wie Reus oder Toprak geeigneter sind.

Das klingt natürlich nach Träumerei. Aber ich spreche auch nicht von Weltklasseleistungen, sondern einfach wieder von einer normalen Leistung, welche diese Spieler alle noch draufhaben. Wenn Spieler wie Schmelzer, Piszczek, Toprak, (Sokratis), Weigl, Rode, Yarmolenko einfach zu ihren Leistungen zurückfinden und spielen was sie können, dann gibt es mit Akanji, Dahoud, Götze, Reus, Pulisic, Philipp immernoch Spieler, welche das Potential, die spielerische Klasse und die Kreativität haben, um besser zu sein als 95% der anderen Bundesligaklubs.

Dazu braucht es dann gezielte Transfers und keinen Umbruch.

- einen Außenverteidiger, der den alternden Piszczek ersetzt, es sei denn man baut hier voll auf Toljan
- Einen defensiven Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser als auch als Achter spielen kann und eher die Wasserträger-Aufgaben übernimmt, also läuferisch und taktisch stark, Zweikampf und Kopfballstark, aber gleichzeitig spielerisch so solide, dass er den einfachen Pass spielen kann und dabei nicht in Bedrängnis kommt. Es sei den es ist absehbar, dass Rode verletzungsfrei in die nächste Saison startet, dann kann man hier meinetwegen auch auf ihn setzen. Sonst wären Tousart oder Dioussé hier gute Kandidaten.
- Einen Stürmer
- Und dazu eben Transfers um die Abgänge zu ersetzen, falls Sokratis (-> Elvedi, Söyüncü, Stark) oder Guerreiro (-> Hector) den Verein verlassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JonasJoffe am 17.04.2018 um 16:32 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10776
18.04.2018 - 06:26 Uhr
Zitat von JonasJoffe

eine Plädoyer für keinen Umbruch zwinker

Im Moment wirkt es so, als wäre unser gesamter Kader mist und wir müssten fast jeden Spieler austauschen. Bürki: Mentalitätswrack. Schmelzer: strahlt nichts aus. Sokratis: ein Holzfuß und undiszipliniert. Toljan und Guerreiro: defensiv unbrauchbar. Piszczek: unkonstant. Weigl: undynamisch und zu wenig aggresiv. Castro: hängt komplett durch. Götze: ein Schatten seiner selbst. Reus, Rode, Yarmolenko, Philipp, Kagawa: ständig verletzt. Schürrle: Holzfuß. Stürmer: fehlanzeige. Talente wie Sancho, Isak usw. zeigen mal Ansätze und werden dann vom Trainer nicht mehr beachtet. So in etwa wirkt der BVB gerade, wenn man das Forum hier verfolgt.
Es wird nach Führungspersönlichkeiten geschrien. Schmelzer versagt in dieser Rolle als Kapitän. Aber auch Weigl, der immerhin im Mannschaftsrat ist oder Sahin, der sich als Führungsspieler sieht, machen es nicht besser. Das Gegentor gegen Schalke zeigt dies in einer krassen Deutlichkeit. Schmelzer ist motiviert und will vorangehen. Dabei will er zu viel und vertendelt den Ball. Sahin trabt hinterher und Sokratis, auch so ein Führungsspieler, verlässt seinen Mann, um als dritter Verteidiger auf den ballführenden Spieler zu gehen. Auch vom Coaching muss man hier enttäuscht sein: das Schalkes Außenverteidiger weit nach vorne pressen, sollte dem Team eigentlich bewusst sein.

Aus einer etwas distanzierteren Perspektive betrachtet, glaube ich jedoch nicht, dass unser gesamter Kader unbrauchbar ist. Die Spieler haben einfach ein klares Fähigkeitenprofil, welches ihnen gerade nicht weiter hilft.
Schmelzer zum Beispiel ist ein guter Außenverteidiger in einer Mannschaft, die aggresiven und offensiven Fußball spielt, er ackert und läuft die Linie auf und ab. Dazu ist er sehr gut im Gegenpressing und im Positionsspiel, wenn vor ihm Offensivsspieler kombinieren. Diese taktischen Stärken sind nicht besonders sichtbar, aber sie haben sehr gut ins Dortmunder Spiel unter Klopp und Tuchel gepasst. Auch wenn er selten die Verteidigungslinie überläuft, auffällige Dribblings zeigt oder butterweiche Flanken schlägt, ist er im Offensivspiel sehr brauchbar. Defensiv ist er gar nicht so stark wie hier manchmal angenommen. Vor allen Dingen sein Umschaltspiel und seine Konzentration sind schlecht. In seiner Rolle als Kapitän versucht er ab zu oft Verantwortung zu übernehmen. Sein sonst guter Spielaufbau über simple Pässe an der Außenlinie entlang, wird riskant und er macht Fehler. Auch in der Defensive, versucht er zu oft auszuhelfen und vergisst dabei seinen eigenen Mann.
Genau das gleiche sieht man bei Sokratis. Er ist ein Zweikampfmonster und kann an den stärksten Gegenspielern kleben. Neben einem starken Abwehrchef war er ein Weltklasseverteidiger. Seitdem er sich selbst als Abwehrchef sieht versucht er mehr als er kann. Er versucht sich am Spielaufbau zu beteiligen und hilft mehr aus als nötig.
Das Problem ist aber, dass es uns an anderen Führungspersönlichkeiten mangelt. Reus fällt einem als erstes ein, der ist jedoch oft verletzt, Aubameyang war auf seine Art und Weise auch eine Führungspersönlichkeit, der ist jetzt weg, Piszczek scheint ein eher introvertierter Mensch zu sein, Toprak wäre meiner Meinung nach noch jemand auf den man setzen könnte.
Jedoch sehe ich diese Saison noch andere Probleme, die erklären können, warum es gerade gar nicht läuft. Eins davon ist, dass fast die halbe Mannschaft immer wieder länger aussetzen muss und sich ständig neue Konstellationen ergeben. So fehlt vielen Spielern einfach der Rhythmus (Schmelzer, Guerreiro, Kagawa, Philipp, Yarmolenko, Götze, Reus, Piszczek, Weigl) bzw. die Sicherheit, da ihnen kaum Vertrauen geschenkt wird (Toljan, Dahoud, Isak). Das Team kann gar nicht eingespielt sein. Allein seit Saisonbeginn hatten wir schon so viele Wechsel, auch von Stammspielern (Bartra, Auba, Dembele). Diese Unruhe macht es fast unmöglich, dass sich feste Strukturen innerhalb der Mannschaft bilden. Unter Stöger haben zumindestens ein paar Neuzugänge ihre Form gefunden (Toprak, Dahoud, Batsuahji und Schürrle halbwegs)…
Ein weiteres Problem ist, dass man halt ständig Neuzugänge und Rückkehrer integrieren muss, sodass der Kader für Talente, wie Burnic und Passlack (die dann irgendwo anders versauern) aber auch Isak z.B. undurchlässig wird.
Und durch diese Krise und den fehlenden Plan guckt dann irgendwann jeder nur noch auf sich selbst. Das ist es vielleicht, was Weidenfeller angesprochen hat. Aber wie soll sich denn auch ein Team bilden, wenn wir in den letzten fünf Transferperioden 46 Wechsel hatten.

Daher jetzt mal eine Hoffnungsvolle „Kaderschmiede“ für nächste Saison.

Ziele sind:
- Taktik etablieren, die zu unseren Spielern passt
- Teamchemie und Hierarchie herstellen
- Ruhe ins Team bringen
- Spielern das Vertrauen aussprechen
- Kaderbudget verringern
- Kaderdurchlässigkeit für Talente

Der wichtigste Faktor ist hier natürlich der Trainer. Dazu gibt es schon endlos lange Diskussionen: Kurz und Knapp: ich glaube, dass Favre genau der richtige für diese Aufgabe ist. Er lässt wieder aggressiver Gegenpressen (jedoch in Maßen) und baut auf Ballbesitz und schnelles Kombinationsspiel. Außerdem trainiert er erstmal gründlich wieder die Grundlagen und bringt den Spielern so hoffentlich die fehlende Sicherheit zurück. Er ist auch in der Kabine ein Mediator und kann gut mit schweren Charakteren. Dann hat er ein gewisses Standing, welches ihm hoffentlich genügend Autorität verleiht und nicht zu guter Letzt ist er einfach ein Taktik- und Fußballfanatiker.
In einem System, welches auf schnellen Ballgewinn ausgelegt ist, werden Spieler wie Schmelzer und Weigl wieder profitieren, da sie gut antizipieren und wissen wann sie rausrücken können. Auch Dahoud, Kagawa und Götze sind sehr schnell im Umschalten und aggressiv im Gegenpressing. Gleichzeitig werden Spieler, die eine feste Grundstruktur und eine kompakte Spielanlage brauchen (hier vor allen Dingen Weigl) oder die besonders im Kombinationsspiel auf engen Raum ihre Stärken haben (Götze, Kagawa, Philipp) hoffentlich ihre Form wiederfinden. Gleichzeitig haben wir mit Akanji und Toprak endlich zwei Abwehrspieler, mit denen wir wieder ein hohes Pressing spielen können. (Beide sind sehr schnell und haben ein gutes Stellungsspiel und vertändeln nicht gleich jeden Ball im Spielaufbau)
Am wichtigstens ist es aber meiner Meinung nach auch einfach mal einen ruhigen Sommer zu verbringen mit einer guten Vorbereitung und einer Menge Teambuilding.
Dazu würde ich dann auch im Team absprechen, ob man hinter Schmelzer als Kapitän steht oder ob Kandidaten wie Reus oder Toprak geeigneter sind.

Das klingt natürlich nach Träumerei. Aber ich spreche auch nicht von Weltklasseleistungen, sondern einfach wieder von einer normalen Leistung, welche diese Spieler alle noch draufhaben. Wenn Spieler wie Schmelzer, Piszczek, Toprak, (Sokratis), Weigl, Rode, Yarmolenko einfach zu ihren Leistungen zurückfinden und spielen was sie können, dann gibt es mit Akanji, Dahoud, Götze, Reus, Pulisic, Philipp immernoch Spieler, welche das Potential, die spielerische Klasse und die Kreativität haben, um besser zu sein als 95% der anderen Bundesligaklubs.

Dazu braucht es dann gezielte Transfers und keinen Umbruch.

- einen Außenverteidiger, der den alternden Piszczek ersetzt, es sei denn man baut hier voll auf Toljan
- Einen defensiven Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser als auch als Achter spielen kann und eher die Wasserträger-Aufgaben übernimmt, also läuferisch und taktisch stark, Zweikampf und Kopfballstark, aber gleichzeitig spielerisch so solide, dass er den einfachen Pass spielen kann und dabei nicht in Bedrängnis kommt. Es sei den es ist absehbar, dass Rode verletzungsfrei in die nächste Saison startet, dann kann man hier meinetwegen auch auf ihn setzen. Sonst wären Tousart oder Dioussé hier gute Kandidaten.
- Einen Stürmer
- Und dazu eben Transfers um die Abgänge zu ersetzen, falls Sokratis (-> Elvedi, Söyüncü, Stark) oder Guerreiro (-> Hector) den Verein verlassen.


PERFEKT !
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Spieler sind alle da, weil sie durch hervorragende Fähigkeiten in Erscheinung getreten sind.
Diese Fähigkeiten sind nicht verschwunden, weil sie nicht gelöscht werden können. Sie müssen nur wieder hervorgefördert werden.

Im Fussball spiel viel Psychologie/Selbstbewusstsein mit. Wenn einmal ein Abwärtstrend eingeleitet wurde, tritt eine Negativspirale in Gang, die schwer aufzuhalten ist. Die Spieler denken nach und zweifeln. Automatismen greifen nicht mehr. Mit der Sommerpause kommt ein "Reset-Zeitfenster", so dass man mit Abstand und neuem Trainerteam neu anfängt.

Das vorhandene Spielermaterial ist stark. Es ist nur eine schwache Saison und die Aufgabe des neuen Trainers wird es sein die vorhandenen Spieler wieder auf ein anderes Leistungsniveau zu bringen, was beispielsweise Favre stets mit dem vorhandenen Spielermaterial gelungen ist. Bei BMG wurden Spieler, die die Relegation spielen mussten innerhalb kürzester Zeit Nationalspieler.
Man muss nicht alles immer durch Spielertausch auf dem Transfermarkt regeln. Darüber könnte man nachdenken, wenn man mit dem selben Trainer in die neue Saison geht und weiss, dass die vorhandenen Spieler mit dem Trainer nicht kompatibel sind. Bei einem Trainerwechsel werden die Karten vollkommen neu gemischt. Da sollte man sich auf dem Transfermarkt zurückhalten und offensichtliche Baustellen schließen.

TRANSFERS FÜR DIE NEUE SAISON

• Tor
Hier würde ich nicht viel Geld ausgeben. Wenn sich ein ablösefreier Marwin Hitz darauf einlassen würde ein offenes Torwartduell mit Bürki einzugehen, wäre das kostengünstig gelöst. Auf jeden Fall kein Torhüter der Geld kostet, da Bürki ein guter Torwart ist.

• Abwehr
Sehe ich ebenfalls keinen wesentlichen Bedarf. Wenn ein Heintz für 3 Mio. EUR verfügbar ist, kann man ihn als zusätzliche Option holen. Vielleicht überflügelt er einen der vorhandenen Spieler. Zagadou kann ich nicht so richtig einschätzen.
Toljan muss weiter für die Nachfolge Piszczeks aufgebaut werden. Da kann man nicht jedes Jahr jemand anderes verpflichten. Wenn es überhaupt nicht klappt, muss man mal schauen, ob Zagadou dauerhaft umgeschult werden könne, da er seine Sache hier eigentlich ganz ordentlich gemacht hat.
Sollte Tuchel zu PSG gehen und Guerreiro haben wollen, sollte PSG gemolken werden, wie es nur geht und der Kaderplatz mit Hector aufgefüllt werden.

• Mittelfeld
Sehe ich keinen Bedarf. Alles Top-Leute, die nur wieder auf Spur gebracht werden müssen.

• Sturm
Hier sehe ich den wesentlichsten Bedarf. Für Batshuayi würde ich keine 60 Mio. EUR ausgeben. Dafür bekommt man 2-3 Spieler, was eher zu Dortmund Transferphilosophie passt.
In meiner Vorstellung holt man zwei Stürmer. Einen 22-26 Jährigen nominellen ersten Stürmer bis maximal 40 Mio. EUR (eher deutlich drunter) und einen Altstar, den man aufgrund seiner Erfahrung ohne Eingewöhnung reinschmeissen kann. Isak bleibt entweder als dritter Stürmer und überholt den Ü30 Altstar, oder wird innerhalb der Liga verliehen. Die Anforderung an den Altstar wäre natürlich, das ihn die sportliche Aufgabe nochmal mit dem BVB in der CL anzugreifen reizt und es nicht mehr primär ums Geld verdienen geht, so dass er sich auf einen leistungsbezogenen Vertrag einlassen würde.

Kandidaten Top-Stürmer
Casper Dolberg (Ajax Amsterdam), Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt), André Silva (AC Mailand), Giovanni Simeone (AC Florenz), Moussa Dembélé (Celtic Glasgow), Aleksandar Mitrovic (Newcastle United), Enes Ünal (FC Villareal)

Kandidaten Altstar
Jackson Martinez (vereinslos), Max Kruse (Werder Bremen), André-Pierre Gignac (Mexiko), Giuseppe Rossi (FC Genua), Asamoah Gyan (Kayserispor), Fernando Torres (Atletico Madrid), Martin Harnik (Hannover 96), Vedad Ibisevic (Hertha BSC), Graziano Pellè (China), Jonatan Soriano (China)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von robstar am 18.04.2018 um 06:38 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10777
18.04.2018 - 07:41 Uhr
Zitat von robstar

Zitat von JonasJoffe

eine Plädoyer für keinen Umbruch zwinker

Im Moment wirkt es so, als wäre unser gesamter Kader mist und wir müssten fast jeden Spieler austauschen. Bürki: Mentalitätswrack. Schmelzer: strahlt nichts aus. Sokratis: ein Holzfuß und undiszipliniert. Toljan und Guerreiro: defensiv unbrauchbar. Piszczek: unkonstant. Weigl: undynamisch und zu wenig aggresiv. Castro: hängt komplett durch. Götze: ein Schatten seiner selbst. Reus, Rode, Yarmolenko, Philipp, Kagawa: ständig verletzt. Schürrle: Holzfuß. Stürmer: fehlanzeige. Talente wie Sancho, Isak usw. zeigen mal Ansätze und werden dann vom Trainer nicht mehr beachtet. So in etwa wirkt der BVB gerade, wenn man das Forum hier verfolgt.
Es wird nach Führungspersönlichkeiten geschrien. Schmelzer versagt in dieser Rolle als Kapitän. Aber auch Weigl, der immerhin im Mannschaftsrat ist oder Sahin, der sich als Führungsspieler sieht, machen es nicht besser. Das Gegentor gegen Schalke zeigt dies in einer krassen Deutlichkeit. Schmelzer ist motiviert und will vorangehen. Dabei will er zu viel und vertendelt den Ball. Sahin trabt hinterher und Sokratis, auch so ein Führungsspieler, verlässt seinen Mann, um als dritter Verteidiger auf den ballführenden Spieler zu gehen. Auch vom Coaching muss man hier enttäuscht sein: das Schalkes Außenverteidiger weit nach vorne pressen, sollte dem Team eigentlich bewusst sein.

Aus einer etwas distanzierteren Perspektive betrachtet, glaube ich jedoch nicht, dass unser gesamter Kader unbrauchbar ist. Die Spieler haben einfach ein klares Fähigkeitenprofil, welches ihnen gerade nicht weiter hilft.
Schmelzer zum Beispiel ist ein guter Außenverteidiger in einer Mannschaft, die aggresiven und offensiven Fußball spielt, er ackert und läuft die Linie auf und ab. Dazu ist er sehr gut im Gegenpressing und im Positionsspiel, wenn vor ihm Offensivsspieler kombinieren. Diese taktischen Stärken sind nicht besonders sichtbar, aber sie haben sehr gut ins Dortmunder Spiel unter Klopp und Tuchel gepasst. Auch wenn er selten die Verteidigungslinie überläuft, auffällige Dribblings zeigt oder butterweiche Flanken schlägt, ist er im Offensivspiel sehr brauchbar. Defensiv ist er gar nicht so stark wie hier manchmal angenommen. Vor allen Dingen sein Umschaltspiel und seine Konzentration sind schlecht. In seiner Rolle als Kapitän versucht er ab zu oft Verantwortung zu übernehmen. Sein sonst guter Spielaufbau über simple Pässe an der Außenlinie entlang, wird riskant und er macht Fehler. Auch in der Defensive, versucht er zu oft auszuhelfen und vergisst dabei seinen eigenen Mann.
Genau das gleiche sieht man bei Sokratis. Er ist ein Zweikampfmonster und kann an den stärksten Gegenspielern kleben. Neben einem starken Abwehrchef war er ein Weltklasseverteidiger. Seitdem er sich selbst als Abwehrchef sieht versucht er mehr als er kann. Er versucht sich am Spielaufbau zu beteiligen und hilft mehr aus als nötig.
Das Problem ist aber, dass es uns an anderen Führungspersönlichkeiten mangelt. Reus fällt einem als erstes ein, der ist jedoch oft verletzt, Aubameyang war auf seine Art und Weise auch eine Führungspersönlichkeit, der ist jetzt weg, Piszczek scheint ein eher introvertierter Mensch zu sein, Toprak wäre meiner Meinung nach noch jemand auf den man setzen könnte.
Jedoch sehe ich diese Saison noch andere Probleme, die erklären können, warum es gerade gar nicht läuft. Eins davon ist, dass fast die halbe Mannschaft immer wieder länger aussetzen muss und sich ständig neue Konstellationen ergeben. So fehlt vielen Spielern einfach der Rhythmus (Schmelzer, Guerreiro, Kagawa, Philipp, Yarmolenko, Götze, Reus, Piszczek, Weigl) bzw. die Sicherheit, da ihnen kaum Vertrauen geschenkt wird (Toljan, Dahoud, Isak). Das Team kann gar nicht eingespielt sein. Allein seit Saisonbeginn hatten wir schon so viele Wechsel, auch von Stammspielern (Bartra, Auba, Dembele). Diese Unruhe macht es fast unmöglich, dass sich feste Strukturen innerhalb der Mannschaft bilden. Unter Stöger haben zumindestens ein paar Neuzugänge ihre Form gefunden (Toprak, Dahoud, Batsuahji und Schürrle halbwegs)…
Ein weiteres Problem ist, dass man halt ständig Neuzugänge und Rückkehrer integrieren muss, sodass der Kader für Talente, wie Burnic und Passlack (die dann irgendwo anders versauern) aber auch Isak z.B. undurchlässig wird.
Und durch diese Krise und den fehlenden Plan guckt dann irgendwann jeder nur noch auf sich selbst. Das ist es vielleicht, was Weidenfeller angesprochen hat. Aber wie soll sich denn auch ein Team bilden, wenn wir in den letzten fünf Transferperioden 46 Wechsel hatten.

Daher jetzt mal eine Hoffnungsvolle „Kaderschmiede“ für nächste Saison.

Ziele sind:
- Taktik etablieren, die zu unseren Spielern passt
- Teamchemie und Hierarchie herstellen
- Ruhe ins Team bringen
- Spielern das Vertrauen aussprechen
- Kaderbudget verringern
- Kaderdurchlässigkeit für Talente

Der wichtigste Faktor ist hier natürlich der Trainer. Dazu gibt es schon endlos lange Diskussionen: Kurz und Knapp: ich glaube, dass Favre genau der richtige für diese Aufgabe ist. Er lässt wieder aggressiver Gegenpressen (jedoch in Maßen) und baut auf Ballbesitz und schnelles Kombinationsspiel. Außerdem trainiert er erstmal gründlich wieder die Grundlagen und bringt den Spielern so hoffentlich die fehlende Sicherheit zurück. Er ist auch in der Kabine ein Mediator und kann gut mit schweren Charakteren. Dann hat er ein gewisses Standing, welches ihm hoffentlich genügend Autorität verleiht und nicht zu guter Letzt ist er einfach ein Taktik- und Fußballfanatiker.
In einem System, welches auf schnellen Ballgewinn ausgelegt ist, werden Spieler wie Schmelzer und Weigl wieder profitieren, da sie gut antizipieren und wissen wann sie rausrücken können. Auch Dahoud, Kagawa und Götze sind sehr schnell im Umschalten und aggressiv im Gegenpressing. Gleichzeitig werden Spieler, die eine feste Grundstruktur und eine kompakte Spielanlage brauchen (hier vor allen Dingen Weigl) oder die besonders im Kombinationsspiel auf engen Raum ihre Stärken haben (Götze, Kagawa, Philipp) hoffentlich ihre Form wiederfinden. Gleichzeitig haben wir mit Akanji und Toprak endlich zwei Abwehrspieler, mit denen wir wieder ein hohes Pressing spielen können. (Beide sind sehr schnell und haben ein gutes Stellungsspiel und vertändeln nicht gleich jeden Ball im Spielaufbau)
Am wichtigstens ist es aber meiner Meinung nach auch einfach mal einen ruhigen Sommer zu verbringen mit einer guten Vorbereitung und einer Menge Teambuilding.
Dazu würde ich dann auch im Team absprechen, ob man hinter Schmelzer als Kapitän steht oder ob Kandidaten wie Reus oder Toprak geeigneter sind.

Das klingt natürlich nach Träumerei. Aber ich spreche auch nicht von Weltklasseleistungen, sondern einfach wieder von einer normalen Leistung, welche diese Spieler alle noch draufhaben. Wenn Spieler wie Schmelzer, Piszczek, Toprak, (Sokratis), Weigl, Rode, Yarmolenko einfach zu ihren Leistungen zurückfinden und spielen was sie können, dann gibt es mit Akanji, Dahoud, Götze, Reus, Pulisic, Philipp immernoch Spieler, welche das Potential, die spielerische Klasse und die Kreativität haben, um besser zu sein als 95% der anderen Bundesligaklubs.

Dazu braucht es dann gezielte Transfers und keinen Umbruch.

- einen Außenverteidiger, der den alternden Piszczek ersetzt, es sei denn man baut hier voll auf Toljan
- Einen defensiven Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser als auch als Achter spielen kann und eher die Wasserträger-Aufgaben übernimmt, also läuferisch und taktisch stark, Zweikampf und Kopfballstark, aber gleichzeitig spielerisch so solide, dass er den einfachen Pass spielen kann und dabei nicht in Bedrängnis kommt. Es sei den es ist absehbar, dass Rode verletzungsfrei in die nächste Saison startet, dann kann man hier meinetwegen auch auf ihn setzen. Sonst wären Tousart oder Dioussé hier gute Kandidaten.
- Einen Stürmer
- Und dazu eben Transfers um die Abgänge zu ersetzen, falls Sokratis (-> Elvedi, Söyüncü, Stark) oder Guerreiro (-> Hector) den Verein verlassen.


PERFEKT !
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Spieler sind alle da, weil sie durch hervorragende Fähigkeiten in Erscheinung getreten sind.
Diese Fähigkeiten sind nicht verschwunden, weil sie nicht gelöscht werden können. Sie müssen nur wieder hervorgefördert werden.

Im Fussball spiel viel Psychologie/Selbstbewusstsein mit. Wenn einmal ein Abwärtstrend eingeleitet wurde, tritt eine Negativspirale in Gang, die schwer aufzuhalten ist. Die Spieler denken nach und zweifeln. Automatismen greifen nicht mehr. Mit der Sommerpause kommt ein "Reset-Zeitfenster", so dass man mit Abstand und neuem Trainerteam neu anfängt.

Das vorhandene Spielermaterial ist stark. Es ist nur eine schwache Saison und die Aufgabe des neuen Trainers wird es sein die vorhandenen Spieler wieder auf ein anderes Leistungsniveau zu bringen, was beispielsweise Favre stets mit dem vorhandenen Spielermaterial gelungen ist. Bei BMG wurden Spieler, die die Relegation spielen mussten innerhalb kürzester Zeit Nationalspieler.
Man muss nicht alles immer durch Spielertausch auf dem Transfermarkt regeln. Darüber könnte man nachdenken, wenn man mit dem selben Trainer in die neue Saison geht und weiss, dass die vorhandenen Spieler mit dem Trainer nicht kompatibel sind. Bei einem Trainerwechsel werden die Karten vollkommen neu gemischt. Da sollte man sich auf dem Transfermarkt zurückhalten und offensichtliche Baustellen schließen.

TRANSFERS FÜR DIE NEUE SAISON

• Tor
Hier würde ich nicht viel Geld ausgeben. Wenn sich ein ablösefreier Marwin Hitz darauf einlassen würde ein offenes Torwartduell mit Bürki einzugehen, wäre das kostengünstig gelöst. Auf jeden Fall kein Torhüter der Geld kostet, da Bürki ein guter Torwart ist.

• Abwehr
Sehe ich ebenfalls keinen wesentlichen Bedarf. Wenn ein Heintz für 3 Mio. EUR verfügbar ist, kann man ihn als zusätzliche Option holen. Vielleicht überflügelt er einen der vorhandenen Spieler. Zagadou kann ich nicht so richtig einschätzen.
Toljan muss weiter für die Nachfolge Piszczeks aufgebaut werden. Da kann man nicht jedes Jahr jemand anderes verpflichten. Wenn es überhaupt nicht klappt, muss man mal schauen, ob Zagadou dauerhaft umgeschult werden könne, da er seine Sache hier eigentlich ganz ordentlich gemacht hat.
Sollte Tuchel zu PSG gehen und Guerreiro haben wollen, sollte PSG gemolken werden, wie es nur geht und der Kaderplatz mit Hector aufgefüllt werden.

• Mittelfeld
Sehe ich keinen Bedarf. Alles Top-Leute, die nur wieder auf Spur gebracht werden müssen.

• Sturm
Hier sehe ich den wesentlichsten Bedarf. Für Batshuayi würde ich keine 60 Mio. EUR ausgeben. Dafür bekommt man 2-3 Spieler, was eher zu Dortmund Transferphilosophie passt.
In meiner Vorstellung holt man zwei Stürmer. Einen 22-26 Jährigen nominellen ersten Stürmer bis maximal 40 Mio. EUR (eher deutlich drunter) und einen Altstar, den man aufgrund seiner Erfahrung ohne Eingewöhnung reinschmeissen kann. Isak bleibt entweder als dritter Stürmer und überholt den Ü30 Altstar, oder wird innerhalb der Liga verliehen. Die Anforderung an den Altstar wäre natürlich, das ihn die sportliche Aufgabe nochmal mit dem BVB in der CL anzugreifen reizt und es nicht mehr primär ums Geld verdienen geht, so dass er sich auf einen leistungsbezogenen Vertrag einlassen würde.

Kandidaten Top-Stürmer
Casper Dolberg (Ajax Amsterdam), Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt), André Silva (AC Mailand), Giovanni Simeone (AC Florenz), Moussa Dembélé (Celtic Glasgow), Aleksandar Mitrovic (Newcastle United), Enes Ünal (FC Villareal)

Kandidaten Altstar
Jackson Martinez (vereinslos), Max Kruse (Werder Bremen), André-Pierre Gignac (Mexiko), Giuseppe Rossi (FC Genua), Asamoah Gyan (Kayserispor), Fernando Torres (Atletico Madrid), Martin Harnik (Hannover 96), Vedad Ibisevic (Hertha BSC), Graziano Pellè (China), Jonatan Soriano (China)


Wenn du mit der Mittelmäßigkeit zufrieden bist, ist das eine super Herangehensweise.
Allein an der Verunsicherung, Anschlag und dem Trainer liegt es nicht. Da muss sich schon jeder Spieler selbst hinterfragen. Spieler wie Durm, Rode, Castro, Schürrle und Sahin genügen unseren Ansprüchen einfach nicht mehr. Dazu kommen noch Wackelkandidaten wie Götze und Schmelzer.
Bei Toljan muss man noch abwarten wie er sich entwickelt. Bisher aber auch eher fragwürdig. Aber jeder Spieler sollte mindestens 2 Jahre bekommen.
Dazu kommen noch unsere extrem jungen Talente Zagadou, Sancho, Gomez, Pulisic, Larsen, Burnic und Isak. Allesamt mit Potential. Pulisic sogar schon feste größe. Aber allen muss man Zeit geben sich zu entwickeln. Und kann die jetzt nicht schon als absolute Stammspieler planen.
Yarmolenko finde ich zwar gut, aber es gibt auch viele die Zweifeln, dass er dem Leistungsniveau vom BVB gerecht wird. Weigl momentan in einem Formtief. Aber denke er findet da raus.

Somit haben wir nächste Saison einen Stamm von 8-12 Feldspielern.
Sokratis, Akanji, Toprak, (Schmelzer) Piszczek, (Weigl), Dahoud, Kagawa, (Götze), Reus, Phillip, (Yarmolenko)

Dann sieht das ganze schon wieder sehr mager aus. Ich persönlich glaube nicht, dass Götze insgesamt betrachtet nochmal einen Mehrwert auf diese Mannschaft haben kann. Weigl denk ich schon. Schmelzer könnte ich mir gut als Back up für Hector vorstellen. Wobei er auch wieder mal alle überraschen kann und Stammspieler bleibt. Schlecht ist er nicht.

•     •     •

Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Mann einem Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutschland.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D-GenerationX am 18.04.2018 um 07:42 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10778
18.04.2018 - 07:59 Uhr
Zitat von robstar
Zitat von JonasJoffe

eine Plädoyer für keinen Umbruch zwinker

Im Moment wirkt es so, als wäre unser gesamter Kader mist und wir müssten fast jeden Spieler austauschen. Bürki: Mentalitätswrack. Schmelzer: strahlt nichts aus. Sokratis: ein Holzfuß und undiszipliniert. Toljan und Guerreiro: defensiv unbrauchbar. Piszczek: unkonstant. Weigl: undynamisch und zu wenig aggresiv. Castro: hängt komplett durch. Götze: ein Schatten seiner selbst. Reus, Rode, Yarmolenko, Philipp, Kagawa: ständig verletzt. Schürrle: Holzfuß. Stürmer: fehlanzeige. Talente wie Sancho, Isak usw. zeigen mal Ansätze und werden dann vom Trainer nicht mehr beachtet. So in etwa wirkt der BVB gerade, wenn man das Forum hier verfolgt.
Es wird nach Führungspersönlichkeiten geschrien. Schmelzer versagt in dieser Rolle als Kapitän. Aber auch Weigl, der immerhin im Mannschaftsrat ist oder Sahin, der sich als Führungsspieler sieht, machen es nicht besser. Das Gegentor gegen Schalke zeigt dies in einer krassen Deutlichkeit. Schmelzer ist motiviert und will vorangehen. Dabei will er zu viel und vertendelt den Ball. Sahin trabt hinterher und Sokratis, auch so ein Führungsspieler, verlässt seinen Mann, um als dritter Verteidiger auf den ballführenden Spieler zu gehen. Auch vom Coaching muss man hier enttäuscht sein: das Schalkes Außenverteidiger weit nach vorne pressen, sollte dem Team eigentlich bewusst sein.

Aus einer etwas distanzierteren Perspektive betrachtet, glaube ich jedoch nicht, dass unser gesamter Kader unbrauchbar ist. Die Spieler haben einfach ein klares Fähigkeitenprofil, welches ihnen gerade nicht weiter hilft.
Schmelzer zum Beispiel ist ein guter Außenverteidiger in einer Mannschaft, die aggresiven und offensiven Fußball spielt, er ackert und läuft die Linie auf und ab. Dazu ist er sehr gut im Gegenpressing und im Positionsspiel, wenn vor ihm Offensivsspieler kombinieren. Diese taktischen Stärken sind nicht besonders sichtbar, aber sie haben sehr gut ins Dortmunder Spiel unter Klopp und Tuchel gepasst. Auch wenn er selten die Verteidigungslinie überläuft, auffällige Dribblings zeigt oder butterweiche Flanken schlägt, ist er im Offensivspiel sehr brauchbar. Defensiv ist er gar nicht so stark wie hier manchmal angenommen. Vor allen Dingen sein Umschaltspiel und seine Konzentration sind schlecht. In seiner Rolle als Kapitän versucht er ab zu oft Verantwortung zu übernehmen. Sein sonst guter Spielaufbau über simple Pässe an der Außenlinie entlang, wird riskant und er macht Fehler. Auch in der Defensive, versucht er zu oft auszuhelfen und vergisst dabei seinen eigenen Mann.
Genau das gleiche sieht man bei Sokratis. Er ist ein Zweikampfmonster und kann an den stärksten Gegenspielern kleben. Neben einem starken Abwehrchef war er ein Weltklasseverteidiger. Seitdem er sich selbst als Abwehrchef sieht versucht er mehr als er kann. Er versucht sich am Spielaufbau zu beteiligen und hilft mehr aus als nötig.
Das Problem ist aber, dass es uns an anderen Führungspersönlichkeiten mangelt. Reus fällt einem als erstes ein, der ist jedoch oft verletzt, Aubameyang war auf seine Art und Weise auch eine Führungspersönlichkeit, der ist jetzt weg, Piszczek scheint ein eher introvertierter Mensch zu sein, Toprak wäre meiner Meinung nach noch jemand auf den man setzen könnte.
Jedoch sehe ich diese Saison noch andere Probleme, die erklären können, warum es gerade gar nicht läuft. Eins davon ist, dass fast die halbe Mannschaft immer wieder länger aussetzen muss und sich ständig neue Konstellationen ergeben. So fehlt vielen Spielern einfach der Rhythmus (Schmelzer, Guerreiro, Kagawa, Philipp, Yarmolenko, Götze, Reus, Piszczek, Weigl) bzw. die Sicherheit, da ihnen kaum Vertrauen geschenkt wird (Toljan, Dahoud, Isak). Das Team kann gar nicht eingespielt sein. Allein seit Saisonbeginn hatten wir schon so viele Wechsel, auch von Stammspielern (Bartra, Auba, Dembele). Diese Unruhe macht es fast unmöglich, dass sich feste Strukturen innerhalb der Mannschaft bilden. Unter Stöger haben zumindestens ein paar Neuzugänge ihre Form gefunden (Toprak, Dahoud, Batsuahji und Schürrle halbwegs)…
Ein weiteres Problem ist, dass man halt ständig Neuzugänge und Rückkehrer integrieren muss, sodass der Kader für Talente, wie Burnic und Passlack (die dann irgendwo anders versauern) aber auch Isak z.B. undurchlässig wird.
Und durch diese Krise und den fehlenden Plan guckt dann irgendwann jeder nur noch auf sich selbst. Das ist es vielleicht, was Weidenfeller angesprochen hat. Aber wie soll sich denn auch ein Team bilden, wenn wir in den letzten fünf Transferperioden 46 Wechsel hatten.

Daher jetzt mal eine Hoffnungsvolle „Kaderschmiede“ für nächste Saison.

Ziele sind:
- Taktik etablieren, die zu unseren Spielern passt
- Teamchemie und Hierarchie herstellen
- Ruhe ins Team bringen
- Spielern das Vertrauen aussprechen
- Kaderbudget verringern
- Kaderdurchlässigkeit für Talente

Der wichtigste Faktor ist hier natürlich der Trainer. Dazu gibt es schon endlos lange Diskussionen: Kurz und Knapp: ich glaube, dass Favre genau der richtige für diese Aufgabe ist. Er lässt wieder aggressiver Gegenpressen (jedoch in Maßen) und baut auf Ballbesitz und schnelles Kombinationsspiel. Außerdem trainiert er erstmal gründlich wieder die Grundlagen und bringt den Spielern so hoffentlich die fehlende Sicherheit zurück. Er ist auch in der Kabine ein Mediator und kann gut mit schweren Charakteren. Dann hat er ein gewisses Standing, welches ihm hoffentlich genügend Autorität verleiht und nicht zu guter Letzt ist er einfach ein Taktik- und Fußballfanatiker.
In einem System, welches auf schnellen Ballgewinn ausgelegt ist, werden Spieler wie Schmelzer und Weigl wieder profitieren, da sie gut antizipieren und wissen wann sie rausrücken können. Auch Dahoud, Kagawa und Götze sind sehr schnell im Umschalten und aggressiv im Gegenpressing. Gleichzeitig werden Spieler, die eine feste Grundstruktur und eine kompakte Spielanlage brauchen (hier vor allen Dingen Weigl) oder die besonders im Kombinationsspiel auf engen Raum ihre Stärken haben (Götze, Kagawa, Philipp) hoffentlich ihre Form wiederfinden. Gleichzeitig haben wir mit Akanji und Toprak endlich zwei Abwehrspieler, mit denen wir wieder ein hohes Pressing spielen können. (Beide sind sehr schnell und haben ein gutes Stellungsspiel und vertändeln nicht gleich jeden Ball im Spielaufbau)
Am wichtigstens ist es aber meiner Meinung nach auch einfach mal einen ruhigen Sommer zu verbringen mit einer guten Vorbereitung und einer Menge Teambuilding.
Dazu würde ich dann auch im Team absprechen, ob man hinter Schmelzer als Kapitän steht oder ob Kandidaten wie Reus oder Toprak geeigneter sind.

Das klingt natürlich nach Träumerei. Aber ich spreche auch nicht von Weltklasseleistungen, sondern einfach wieder von einer normalen Leistung, welche diese Spieler alle noch draufhaben. Wenn Spieler wie Schmelzer, Piszczek, Toprak, (Sokratis), Weigl, Rode, Yarmolenko einfach zu ihren Leistungen zurückfinden und spielen was sie können, dann gibt es mit Akanji, Dahoud, Götze, Reus, Pulisic, Philipp immernoch Spieler, welche das Potential, die spielerische Klasse und die Kreativität haben, um besser zu sein als 95% der anderen Bundesligaklubs.

Dazu braucht es dann gezielte Transfers und keinen Umbruch.

- einen Außenverteidiger, der den alternden Piszczek ersetzt, es sei denn man baut hier voll auf Toljan
- Einen defensiven Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser als auch als Achter spielen kann und eher die Wasserträger-Aufgaben übernimmt, also läuferisch und taktisch stark, Zweikampf und Kopfballstark, aber gleichzeitig spielerisch so solide, dass er den einfachen Pass spielen kann und dabei nicht in Bedrängnis kommt. Es sei den es ist absehbar, dass Rode verletzungsfrei in die nächste Saison startet, dann kann man hier meinetwegen auch auf ihn setzen. Sonst wären Tousart oder Dioussé hier gute Kandidaten.
- Einen Stürmer
- Und dazu eben Transfers um die Abgänge zu ersetzen, falls Sokratis (-> Elvedi, Söyüncü, Stark) oder Guerreiro (-> Hector) den Verein verlassen.


PERFEKT !
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Spieler sind alle da, weil sie durch hervorragende Fähigkeiten in Erscheinung getreten sind.
Diese Fähigkeiten sind nicht verschwunden, weil sie nicht gelöscht werden können. Sie müssen nur wieder hervorgefördert werden.

Im Fussball spiel viel Psychologie/Selbstbewusstsein mit. Wenn einmal ein Abwärtstrend eingeleitet wurde, tritt eine Negativspirale in Gang, die schwer aufzuhalten ist. Die Spieler denken nach und zweifeln. Automatismen greifen nicht mehr. Mit der Sommerpause kommt ein "Reset-Zeitfenster", so dass man mit Abstand und neuem Trainerteam neu anfängt.

Das vorhandene Spielermaterial ist stark. Es ist nur eine schwache Saison und die Aufgabe des neuen Trainers wird es sein die vorhandenen Spieler wieder auf ein anderes Leistungsniveau zu bringen, was beispielsweise Favre stets mit dem vorhandenen Spielermaterial gelungen ist. Bei BMG wurden Spieler, die die Relegation spielen mussten innerhalb kürzester Zeit Nationalspieler.
Man muss nicht alles immer durch Spielertausch auf dem Transfermarkt regeln. Darüber könnte man nachdenken, wenn man mit dem selben Trainer in die neue Saison geht und weiss, dass die vorhandenen Spieler mit dem Trainer nicht kompatibel sind. Bei einem Trainerwechsel werden die Karten vollkommen neu gemischt. Da sollte man sich auf dem Transfermarkt zurückhalten und offensichtliche Baustellen schließen.

TRANSFERS FÜR DIE NEUE SAISON

• Tor
Hier würde ich nicht viel Geld ausgeben. Wenn sich ein ablösefreier Marwin Hitz darauf einlassen würde ein offenes Torwartduell mit Bürki einzugehen, wäre das kostengünstig gelöst. Auf jeden Fall kein Torhüter der Geld kostet, da Bürki ein guter Torwart ist.

• Abwehr
Sehe ich ebenfalls keinen wesentlichen Bedarf. Wenn ein Heintz für 3 Mio. EUR verfügbar ist, kann man ihn als zusätzliche Option holen. Vielleicht überflügelt er einen der vorhandenen Spieler. Zagadou kann ich nicht so richtig einschätzen.
Toljan muss weiter für die Nachfolge Piszczeks aufgebaut werden. Da kann man nicht jedes Jahr jemand anderes verpflichten. Wenn es überhaupt nicht klappt, muss man mal schauen, ob Zagadou dauerhaft umgeschult werden könne, da er seine Sache hier eigentlich ganz ordentlich gemacht hat.
Sollte Tuchel zu PSG gehen und Guerreiro haben wollen, sollte PSG gemolken werden, wie es nur geht und der Kaderplatz mit Hector aufgefüllt werden.

• Mittelfeld
Sehe ich keinen Bedarf. Alles Top-Leute, die nur wieder auf Spur gebracht werden müssen.

• Sturm
Hier sehe ich den wesentlichsten Bedarf. Für Batshuayi würde ich keine 60 Mio. EUR ausgeben. Dafür bekommt man 2-3 Spieler, was eher zu Dortmund Transferphilosophie passt.
In meiner Vorstellung holt man zwei Stürmer. Einen 22-26 Jährigen nominellen ersten Stürmer bis maximal 40 Mio. EUR (eher deutlich drunter) und einen Altstar, den man aufgrund seiner Erfahrung ohne Eingewöhnung reinschmeissen kann. Isak bleibt entweder als dritter Stürmer und überholt den Ü30 Altstar, oder wird innerhalb der Liga verliehen. Die Anforderung an den Altstar wäre natürlich, das ihn die sportliche Aufgabe nochmal mit dem BVB in der CL anzugreifen reizt und es nicht mehr primär ums Geld verdienen geht, so dass er sich auf einen leistungsbezogenen Vertrag einlassen würde.

Kandidaten Top-Stürmer
Casper Dolberg (Ajax Amsterdam), Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt), André Silva (AC Mailand), Giovanni Simeone (AC Florenz), Moussa Dembélé (Celtic Glasgow), Aleksandar Mitrovic (Newcastle United), Enes Ünal (FC Villareal)

Kandidaten Altstar
Jackson Martinez (vereinslos), Max Kruse (Werder Bremen), André-Pierre Gignac (Mexiko), Giuseppe Rossi (FC Genua), Asamoah Gyan (Kayserispor), Fernando Torres (Atletico Madrid), Martin Harnik (Hannover 96), Vedad Ibisevic (Hertha BSC), Graziano Pellè (China), Jonatan Soriano (China)


Im Mittelfeld siehst du keinen Bedarf? Na dann Prost Mahlzeit, dass kann ja heiter werden, genau da liegt doch unser Hauptproblem, wir bekommen da doch Null Zugriff, werden einfach niedergekämpft ohne uns ernsthaft und dauerhaft zu wehren.
BVB - Transferpolitik |#10779
18.04.2018 - 08:13 Uhr
Also dass nicht alles scheisse ist, klar,
aber im MF keinen Bedarf sehen, puh...

Also für mich sogar noch die größere Baustelle als unsere AVs, die ja scheinbar aktuell als erstes angegangen werden.

Im MF muss für mich definitiv was passieren und auch zur Not richtig Geld für Qualität in die Hand genommen werden, da müssen mMn mindestens 2 Qualitäts-Spieler her,
das ist doch aktuell unser Hauptproblem,
zu limitiert was Zweikampfstärke, Körperkraft angeht,
dadurch hakt es aus dem MF sowohl nach hinten als auch nach vorne.
BVB - Transferpolitik |#10780
18.04.2018 - 08:39 Uhr
In wie weit wir in der nächsten Saison auf dem Transfermarkt tätig werden können( müssen auf jeden Fall), liegt ja auch daran, wie wir die letzten 4 Spiele in der Liga abschneiden werden.

Sollten wir die CL, bzw. das internationale Geschäft komplett verpassen, wird es unweit schwieriger den Kader vernünftig zu ergänzen, bzw. stärker zu machen.

Letzten 4 Spiele

Leverkusen Zuhause
Bremen Auswärts
Mainz Zuhause
Hoffenheim Auswärts

Wenn wir so blutleer wie in den letzten Wochen auftreten, kann es durchaus passieren, das wir nur 4 Punkte aus den letzten 4 Spielen holen werden (unentschieden gegen Lev, Sieg gegen Mainz).

Dann kann es nochmal sehr eng mit den internationalen Plätzen werden.

Und das würde es dann sehr schwierig machen gute, gestandene oder talentierte Spieler zu uns zu holen, denen man aber nicht mal das internationale Geschäft anbieten kann. Dann geht es wieder nur mit finanziellen "Reizen", um die Konkurrenz ausstechen zu können.

Für mich persönlich ist es sehr wichtig, das wir im nächsten Jahr international spielen(es geht ja auch um Einnahmen), ansonsten sehe ich eine sehr schwierige Transferphase im Sommer, die einen Umbruch sehr schwierig machen könnte.
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