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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#10751
21.03.2018 - 21:59 Uhr
@BvB-since-1976

Größtenteils gehe ich da mit was du geschrieben hast, abgesehen von dem Typ Effenberg. Es muss nicht unebdingt ein großgewachsener Abräumer her, wichtiger ist mir da die Athletik womit du auch in der Rückwärtsbewegung die Gegner unterbinden kannst. Spieler wie NDombele oder Golovin wären durchaus passende Spielertypen. Allerdings benötigt es aus meiner Sicht eh mindestens 2 Spieler für die Zentrale, da kann man dann auch etwas variieren, vll. einen etwas defensiveren Spieler der seine Stärken noch mehr im Zweikampf hat, aber ohne fußballerisch abzufallen und einen box to box Spieler der das Mittelfeld in beide Richtungen zügig überbrücken kann. Auf jedennfall benötigt es deutlich mehr Tempo, Athletik und Zweikampfstärke, ob die Spieler aber jetzt 1,75, 1,80 oder 1,85+ sind, spielt dabei für mich weniger eine Rolle.
BVB - Transferpolitik |#10752
26.03.2018 - 14:27 Uhr
Zitat von arche

@BVBBC @Ladiv

Wartet doch erst einmal ab, ob sich das zarte Pflänzchen der verbesserten Spielweise von Dahoud wenigstens zu einem Bäumchen entwickelt. Ein Baum ist noch in weiter Ferne. Dahoud hat nach wie vor Probleme mit Passlängen, schnellen Entscheidungen im Kombinationsspiel, Torabschlüsen und durchgehender Konzentration. Ja, er hat sich verbessert, aber es fällt ihm im Moment auch relativ leicht, in einer nach wie vor verunsicherten BVB-Mannschaft ein wenig hervorzustechen.



Was benötigt ein zartes Pflänzchen, um ein Bäumchen und später ein Baum zu werden? Wasser und ausreichend Nährstoffe bzw. Dünger. Der Baum wächst schließlich nicht von selbst, was du aber meines Erachtens so ein wenig suggerierst, indem du die Probleme Dahouds allzu sehr isolierst, ohne ausreichend Kontext mit dem restlichen Zentrum aufzubauen. Dahoud muss schließlich noch erlaubt sein, dass er Probleme hat und Fehler begeht. Es ist der Job der Anderen diese Dinge aufzufangen, aber dabei ist es im Moment genau umgekehrt. Trotz aller eigenen Probleme fängt Dahoud die noch größeren Probleme der Mitspieler auf, so gut er eben (jetzt schon) kann! Es ist schlicht nicht genug Wasser (Dynamik) und Dünger (physische Stärke) um ihn herum. Dadurch wird das Wachstum des zarten Pflänzchens nicht gerade optimiert.


Götze wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, ginge er zu Besiktas. Sein Projekt ist doch ganz klar. Er will sich beim BVB durchsetzen und hat das ja auch zum Teil (trotz der beiden schlechten Spiele) schon einigermaßen realisiert. Götzes Probleme sind der für ihn falsche Wechsel zum FCB mit erwartbarem Karriereknick und die Stoffwechselkrankheit, die medizinisch sozusagen in Schach gehalten wird. Aber Götze ist noch immer ein Spieler, wenn auch mit inzwischen verschobenen Skills, der nicht eine so lahme Ente ist, wie ihr es unterstellt.



Zu dem Teil, dass er nicht wechseln sind, sind wir uns einig. Zum anderen Teil nicht.

Doch, Götze, Weigl, Sahin und mit Abstrichen Kagawa und Castro sind lahme Enten, wenn man sie mit ihrer direkten Konkurrenz vergleicht. Dieses Defizit gegenüber gegnerischen Mannschaften ist ein signifikantes Problem, wobei die ersten 3 Spieler bei dieser Problematik klar herausragen, weil sie am stärksten abfallen.

Wäre es nur ein Spieler, den man im Zentrum hätte, der diese Defizite aufweist, könnte man das Problem wohl grundsätzlich ohne Bedenken umgehen, da man aus einen 1:2 Nachteil - teilweise war das in dieser Saison schon häufig genug ein zu 0 Nachteil! - einen 2:1 Vorteil machen würde - bei einem 3vs3 Zentrum. Sprich das Übergewicht bei Dynamik und Physis würde wieder beim BVB liegen und dementsprechend auch mehr Freiräume für den Spieler schaffen, der zu diesem Übergewicht nichts beiträgt, weil durch das Übergewicht der gegnerische Zugriff kollabiert.

Daher meine These: mit den obigen 5 Spielern und insbesondere den ersten 3 wird man eine harte Zeit haben, um sich dieses Übergewicht zu holen, je mehr davon gleichzeitig auf dem Feld stehen. Spielerisch und taktisch ist es offensichtlich nur mit sehr viel Zeit und Geduld herstellbar, wenn überhaupt! Diese Zeit hat der BVB in meinen Augen nicht mehr, da der Abwärtstrend, der durch diese Problematik bestimmt wird, in den letzten beiden Jahren, trotz hilfreicher Maßnahmen (Toprak, Akanji und Dahoud), bestenfalls gestoppt werden konnte, obwohl die Umkehr des Trends notwendig wäre.

Wenn das einzige Potenzial aber Dahoud sein soll und vielleicht noch Gomez, denen man aber kein ausreichendes Maß an Unterstützung zukommen lässt, weil man den Kern des Problems nicht angehen kann oder - vielmehr - will, dann muss man eben mit den Konsequenzen leben (können). Den Eindruck, dass man das will, habe ich aber nicht, da die CL immer noch als absolutes Primärziel definiert wurde und die Gesamtsituation auch für die Verantwortlichen alles andere als zufriedenstellend ist.

Kurz: es bleibt für mich eben bei der Entscheidung Götze oder Weigl, wobei ich bei Götze deutlich geringere Probleme sehe als bei Weigl - zudem auch bessere Einnahmemöglichkeiten bei Weigl, weswegen sein Abgang für mich eigentlich alternativlos ist.


Würde Götze zusammen mit Iniesta, Silva und Co., spielen, würde er glänzen. Das haben ihm Karriereknick und Krankheit versaut. Warum aber soll er nicht als OM mit einem v.a. auch defensiv stabilisierten Dahoud und einem Weigl, dem mMn völlig unberechtigt jede Entwicklungsmöglichkeit abgesprochen wird, ein spielstarkes Mittelfeld bilden können?



Es ist sehr spekulativ, inwiefern seine Krankheit ihm etwas versaut hat, inwiefern sein Lebenswandel dazu beiträgt oder inwiefern sein Wechsel zu den Bayern ein schwerwiegender Fehler war. Es ist mir jedenfalls zu hypothetisch, um nach Begründungen zu suchen, warum Götze eben heute nicht mehr der Spieler ist, der er mal war. Bei anderen Spielern lässt sich ein früher Peak schließlich auch feststellen, der nicht lange gehalten werden konnte. Da sind es dann meist eben schwerwiegende Verletzungen, weswegen das nicht sonderlich ungewöhnlich für einen Profifussballer ist. Da interessiert die Begründung letztendlich aber auch nur als Entschuldigung, dass die Dinge sind, wie sie sind, aber es bringt dennoch niemanden etwas, wenn das einfach als gegeben und unveränderlich akzeptiert wird. Denn die Probleme sind nunmal nicht hypothetisch!

Um aber deine Frage zu beantworten: damit Götze als OM glänzen kann, müsste die Mannschaft eine enorme Kompaktheit (hochstehende Abwehr und stark zentrumsorientiertes System, das auf vielen Wegen erreicht werden kann) erreichen, in der vor allem technische Skills gefragt sind. Dafür muss aber der Gegner mitspielen, indem für ihn eine derartige Kompaktheit ein Vorteil ist. Denn derzeit besitzt absolut kein Gegner gegen den BVB eine erhöhte Kompaktheit, sondern das Spielfeld wird selbst defensiv extrem auseinander gezogen.

Warum machen sie das? Primär aufgrund der oben bereits angesprochenen physischen und dynamischen Überlegenheit. Sekundär durch Kompaktheit in ganz bestimmten Räumen, die als Schnittstellen im Aufbau für den BVB entscheidend wichtig sind, weil man nicht wirklich variabel ist (der MS ist weiterhin kaum eine Anspielstation der IV, trotz klarer Verbesserung im Spiel mit dem Rücken zum Tor, gegenüber Aubameyang und die AV sind auch keine elitären Anspielstationen (mehr), um von dort aus den Aufbau zu gestalten). Dadurch ist das Zentrum dicht, weil insbesondere die Dynamik nicht ausreichend für die Freilaufbewegung ist - bei Weigl kommen noch weitere Defizite in der Raumbesetzung dazu.

Kurz: jeder Gegner kann sich mit simpen individuell-körperlich überlegenen Lösungen bereits ausreichend helfen, um den BVB vom eigenen Tor weit weg zu halten, da im Zentrum kaum ein Spieler so an den Ball kommt, dass in der Folge effektiv etwas passieren kann und nur Dahoud ändert daran gerade etwas Mangelnde Effektivität bei ihm hast du bereits bemerkt, wobei der BVB eben noch genug andere Defizite hat, sodass nicht nur Weigl taktisch ausgeschaltet werden kann, sondern eben auch noch Dahoud, wenn es sein müsste, solange daneben nicht noch ein weiterer Spieler dafür sorgt, dass sich der Gegner nicht mehr sicher sein kann, dass er alle dafür notwendigen 1gg1 im Griff hat.

Götze ist nicht dieser Spieler, auch wenn er, falls er am Ball ist, nach wie vor recht effektiv ist - vor allem mit seinem Kombinationsspiel. Aber insbesondere als OM kommt er eben nicht mehr großartig an den Ball, insbesondere bei dem, was Stöger aktuell von ihm verlangt, da die Abstände für ihn zu groß sind, um sich vom Gegenspieler absetzen zu können und dann auch noch dem Aufbauspiel eine Anspielstation zu bieten - egal ob der Ball dazu gedacht ist, dass er in die Spitze mitgeht (wofür grundsätzlich eine erhöhte Dynamik immer von Vorteil ist, weswegen Götze für mich auf der 10 nichts mehr zu suchen hat, sondern ein 8er ist, egal ob daneben nochmal ein 8er spielt oder ein 10er) oder sich fallen lässt, um das DM/ZM zu unterstützen. Es ist ein Leichtes für seine Gegenspieler ihn abzukochen.

Der Schlüssel liegt also darin, dass die gegnerische Taktik zum kollabieren gebracht wird. Das geht aber nur, wenn die Probleme angegangen werden und zwar vor allem dort wo sie am größten sind. Daher rede ich hier mehr über Weigl als über Götze, obwohl die grundsätzlichen Probleme, warum die banale gegnerische Taktik so gut funktioniert, dieselben sind.


Die Unwucht in der Kaderzusammenstellung des BVB trifft freilich auch Götze, denn Götze und Kagawa auf den Platz zu bekommen, was ich eigentlich befürworten würde, scheint nahezu unmöglich, weil durch die offensiven Schwächen der AV zwei klassische Außenstürmer und ein "echter" MS quasi gesetzt sind. Das führt zur Favorisierung eines 4-3-3 oder eines 4-2-3-1 mit zwei klassischen Außenstürmern, in dem eben beide - Götze und Kagawa - kaum Platz finden können. Insofern konkurrieren tatsächlich Kagawa und Götze und das führt dazu, dass wahlweise einer von beiden vom BVB weggeschrieben wird. Wäre z.B. schon nur ein Guerreiro auf LV defensiv nicht so fragwürdig und fände offensiv wieder zur seiner Form, sähe es für ein gemeinsame Aufstellung von Götze und Kagawa schon besser aus.



Götze und Kagawa sind zwar sicher nicht das Optimum, aber mit beiden lässt sich - allerdings als Doppel 8 - durchaus arbeiten, wenn die Schnittstelle dahinter (eine Verbesserung auf den AV wäre sicher auch eine Möglichkeit, aber die Defizite dort sehe ich nicht so groß, wie im DM) funktionieren würde - Kagawa ist dynamisch in vielen Spielen auf ausreichendem Level um zumindest nicht unterlegen zu sein, weswegen der entscheidende Faktor der 3. DM/ZM ist. Das tut sie aber im Moment nicht wirklich, weswegen man bei Castro als Provisorium gelandet ist, der den Job im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr ordentlich macht - wobei es da auch nur eine Frage der Zeit ist, bis die Form in die andere Richtung umschwenkt. Die Überbesetzung ergibt sich früher oder später allerdings trotzdem, da man mit Gomez einen Spieler geholt hat, der meines Erachtens früher oder später vom Fähigkeitenprofil mit beiden in Konkurrenz treten wird. Solange das aber nicht der Fall ist, ist das für mich an sich nicht das entscheidende Problem. Götze/Kagawa - ob als Duo oder einzeln - sind im Kader und auf dem Platz durchaus integrierbar, aber darüber hinaus darf es dann eben keine weiteren dynamischen und physischen Defizite gegenüber dem Gegner geben, sondern es wird sogar eine Überlegenheit dringend benötigt. Dahoud ist allerdings der einzige Spieler im Zentrum, der diese herstellt, sofern man nicht auf positionsfremde Spieler zurückgreift, mit denen man dann wieder schnell andere Baustellen aufmacht, weil man bspw. häufig einen Strategen zu wenig hat - es sind deswegen eben nur Provisorien. Ich finde es daher nicht fair, wenn man Dahoud die Last aufträgt, die Lösung für alles zu sein, obwohl er es selbst als ausgewachsener Baum wohl nur schwer sein kann - um das Bild nochmal zu bemühen ...


Die Grundproblematik des BVB sehe ich zur Zeit im offensiven Kombinationsspiel etwa ab 20 m vor der Mittellinie Richtung gegnerischer Hälfte und dann in der gegnerischen Hälfte selbst. Dass der BVB deshalb ohne Not auf Götze und (!) Kagawa in den nächsten zwei bis drei Jahren verzichten sollte, scheint mir eine sehr gewagte These zu sein. Es geht mMn eher um eine sinnvolle Einbindung beider Spieler im Wechsel oder vielleicht doch beider Spieler auf dem Platz.


Das sind aber eher die Symptome, die du beschreibst und nicht die Grundproblematik / Ursache. Götze und Kagawa sind da ein Teil der Ursache, wie eben auch die anderen oben aufgezählten Spieler, die in gegenseitiger Abhängigkeit stehen. Diese Abhängigkeit gilt es zu lösen, wofür es vor allem 2 sinnvolle Ansätze gibt, die sich auf die Frage "Weigl oder Götze?" runterbrechen lassen. Beide zusammen können in meinen Augen keine Zukunft beim BVB haben, da sie sich zu sehr gegenseitig runterziehen.

Darüber hinaus wollte ich lediglich nicht ausschließen, dass es passieren kann, dass selbst die Antwort afu diese Frage nicht ausreichen wird, wenn die Probleme sich nicht in Rauch auflösen. Entweder, weil die Lösung nicht gut genug ist, um das Problem zu eliminieren oder - um auch noch einen Positivfall zu bedenken - Gomez schneller als gedacht ein Faktor ist. Wer weiß schließlich, wie sich der Bundesligafussball entwickeln wird. Ich würde aktuell jedenfalls nicht darauf wetten, dass der Fokus auf Dynamik und Physis sowie dem Spiel gegen den Ball verschwindet, nur weil das öffentlich immer mehr herbeigesehnt wird. Im Gegenteil: ich halte noch extremere Liga sogar für deutlich wahrscheinlicher.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.03.2018 um 14:30 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10753
26.03.2018 - 15:09 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von arche

@BVBBC @Ladiv

Wartet doch erst einmal ab, ob sich das zarte Pflänzchen der verbesserten Spielweise von Dahoud wenigstens zu einem Bäumchen entwickelt. Ein Baum ist noch in weiter Ferne. Dahoud hat nach wie vor Probleme mit Passlängen, schnellen Entscheidungen im Kombinationsspiel, Torabschlüsen und durchgehender Konzentration. Ja, er hat sich verbessert, aber es fällt ihm im Moment auch relativ leicht, in einer nach wie vor verunsicherten BVB-Mannschaft ein wenig hervorzustechen.



Was benötigt ein zartes Pflänzchen, um ein Bäumchen und später ein Baum zu werden? Wasser und ausreichend Nährstoffe bzw. Dünger. Der Baum wächst schließlich nicht von selbst, was du aber meines Erachtens so ein wenig suggerierst, indem du die Probleme Dahouds allzu sehr isolierst, ohne ausreichend Kontext mit dem restlichen Zentrum aufzubauen. Dahoud muss schließlich noch erlaubt sein, dass er Probleme hat und Fehler begeht. Es ist der Job der Anderen diese Dinge aufzufangen, aber dabei ist es im Moment genau umgekehrt. Trotz aller eigenen Probleme fängt Dahoud die noch größeren Probleme der Mitspieler auf, so gut er eben (jetzt schon) kann! Es ist schlicht nicht genug Wasser (Dynamik) und Dünger (physische Stärke) um ihn herum. Dadurch wird das Wachstum des zarten Pflänzchens nicht gerade optimiert.


Götze wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, ginge er zu Besiktas. Sein Projekt ist doch ganz klar. Er will sich beim BVB durchsetzen und hat das ja auch zum Teil (trotz der beiden schlechten Spiele) schon einigermaßen realisiert. Götzes Probleme sind der für ihn falsche Wechsel zum FCB mit erwartbarem Karriereknick und die Stoffwechselkrankheit, die medizinisch sozusagen in Schach gehalten wird. Aber Götze ist noch immer ein Spieler, wenn auch mit inzwischen verschobenen Skills, der nicht eine so lahme Ente ist, wie ihr es unterstellt.



Zu dem Teil, dass er nicht wechseln sind, sind wir uns einig. Zum anderen Teil nicht.

Doch, Götze, Weigl, Sahin und mit Abstrichen Kagawa und Castro sind lahme Enten, wenn man sie mit ihrer direkten Konkurrenz vergleicht. Dieses Defizit gegenüber gegnerischen Mannschaften ist ein signifikantes Problem, wobei die ersten 3 Spieler bei dieser Problematik klar herausragen, weil sie am stärksten abfallen.

Wäre es nur ein Spieler, den man im Zentrum hätte, der diese Defizite aufweist, könnte man das Problem wohl grundsätzlich ohne Bedenken umgehen, da man aus einen 1:2 Nachteil - teilweise war das in dieser Saison schon häufig genug ein zu 0 Nachteil! - einen 2:1 Vorteil machen würde - bei einem 3vs3 Zentrum. Sprich das Übergewicht bei Dynamik und Physis würde wieder beim BVB liegen und dementsprechend auch mehr Freiräume für den Spieler schaffen, der zu diesem Übergewicht nichts beiträgt, weil durch das Übergewicht der gegnerische Zugriff kollabiert.

Daher meine These: mit den obigen 5 Spielern und insbesondere den ersten 3 wird man eine harte Zeit haben, um sich dieses Übergewicht zu holen, je mehr davon gleichzeitig auf dem Feld stehen. Spielerisch und taktisch ist es offensichtlich nur mit sehr viel Zeit und Geduld herstellbar, wenn überhaupt! Diese Zeit hat der BVB in meinen Augen nicht mehr, da der Abwärtstrend, der durch diese Problematik bestimmt wird, in den letzten beiden Jahren, trotz hilfreicher Maßnahmen (Toprak, Akanji und Dahoud), bestenfalls gestoppt werden konnte, obwohl die Umkehr des Trends notwendig wäre.

Wenn das einzige Potenzial aber Dahoud sein soll und vielleicht noch Gomez, denen man aber kein ausreichendes Maß an Unterstützung zukommen lässt, weil man den Kern des Problems nicht angehen kann oder - vielmehr - will, dann muss man eben mit den Konsequenzen leben (können). Den Eindruck, dass man das will, habe ich aber nicht, da die CL immer noch als absolutes Primärziel definiert wurde und die Gesamtsituation auch für die Verantwortlichen alles andere als zufriedenstellend ist.

Kurz: es bleibt für mich eben bei der Entscheidung Götze oder Weigl, wobei ich bei Götze deutlich geringere Probleme sehe als bei Weigl - zudem auch bessere Einnahmemöglichkeiten bei Weigl, weswegen sein Abgang für mich eigentlich alternativlos ist.


Würde Götze zusammen mit Iniesta, Silva und Co., spielen, würde er glänzen. Das haben ihm Karriereknick und Krankheit versaut. Warum aber soll er nicht als OM mit einem v.a. auch defensiv stabilisierten Dahoud und einem Weigl, dem mMn völlig unberechtigt jede Entwicklungsmöglichkeit abgesprochen wird, ein spielstarkes Mittelfeld bilden können?



Es ist sehr spekulativ, inwiefern seine Krankheit ihm etwas versaut hat, inwiefern sein Lebenswandel dazu beiträgt oder inwiefern sein Wechsel zu den Bayern ein schwerwiegender Fehler war. Es ist mir jedenfalls zu hypothetisch, um nach Begründungen zu suchen, warum Götze eben heute nicht mehr der Spieler ist, der er mal war. Bei anderen Spielern lässt sich ein früher Peak schließlich auch feststellen, der nicht lange gehalten werden konnte. Da sind es dann meist eben schwerwiegende Verletzungen, weswegen das nicht sonderlich ungewöhnlich für einen Profifussballer ist. Da interessiert die Begründung letztendlich aber auch nur als Entschuldigung, dass die Dinge sind, wie sie sind, aber es bringt dennoch niemanden etwas, wenn das einfach als gegeben und unveränderlich akzeptiert wird. Denn die Probleme sind nunmal nicht hypothetisch!

Um aber deine Frage zu beantworten: damit Götze als OM glänzen kann, müsste die Mannschaft eine enorme Kompaktheit (hochstehende Abwehr und stark zentrumsorientiertes System, das auf vielen Wegen erreicht werden kann) erreichen, in der vor allem technische Skills gefragt sind. Dafür muss aber der Gegner mitspielen, indem für ihn eine derartige Kompaktheit ein Vorteil ist. Denn derzeit besitzt absolut kein Gegner gegen den BVB eine erhöhte Kompaktheit, sondern das Spielfeld wird selbst defensiv extrem auseinander gezogen.

Warum machen sie das? Primär aufgrund der oben bereits angesprochenen physischen und dynamischen Überlegenheit. Sekundär durch Kompaktheit in ganz bestimmten Räumen, die als Schnittstellen im Aufbau für den BVB entscheidend wichtig sind, weil man nicht wirklich variabel ist (der MS ist weiterhin kaum eine Anspielstation der IV, trotz klarer Verbesserung im Spiel mit dem Rücken zum Tor, gegenüber Aubameyang und die AV sind auch keine elitären Anspielstationen (mehr), um von dort aus den Aufbau zu gestalten). Dadurch ist das Zentrum dicht, weil insbesondere die Dynamik nicht ausreichend für die Freilaufbewegung ist - bei Weigl kommen noch weitere Defizite in der Raumbesetzung dazu.

Kurz: jeder Gegner kann sich mit simpen individuell-körperlich überlegenen Lösungen bereits ausreichend helfen, um den BVB vom eigenen Tor weit weg zu halten, da im Zentrum kaum ein Spieler so an den Ball kommt, dass in der Folge effektiv etwas passieren kann und nur Dahoud ändert daran gerade etwas Mangelnde Effektivität bei ihm hast du bereits bemerkt, wobei der BVB eben noch genug andere Defizite hat, sodass nicht nur Weigl taktisch ausgeschaltet werden kann, sondern eben auch noch Dahoud, wenn es sein müsste, solange daneben nicht noch ein weiterer Spieler dafür sorgt, dass sich der Gegner nicht mehr sicher sein kann, dass er alle dafür notwendigen 1gg1 im Griff hat.

Götze ist nicht dieser Spieler, auch wenn er, falls er am Ball ist, nach wie vor recht effektiv ist - vor allem mit seinem Kombinationsspiel. Aber insbesondere als OM kommt er eben nicht mehr großartig an den Ball, insbesondere bei dem, was Stöger aktuell von ihm verlangt, da die Abstände für ihn zu groß sind, um sich vom Gegenspieler absetzen zu können und dann auch noch dem Aufbauspiel eine Anspielstation zu bieten - egal ob der Ball dazu gedacht ist, dass er in die Spitze mitgeht (wofür grundsätzlich eine erhöhte Dynamik immer von Vorteil ist, weswegen Götze für mich auf der 10 nichts mehr zu suchen hat, sondern ein 8er ist, egal ob daneben nochmal ein 8er spielt oder ein 10er) oder sich fallen lässt, um das DM/ZM zu unterstützen. Es ist ein Leichtes für seine Gegenspieler ihn abzukochen.

Der Schlüssel liegt also darin, dass die gegnerische Taktik zum kollabieren gebracht wird. Das geht aber nur, wenn die Probleme angegangen werden und zwar vor allem dort wo sie am größten sind. Daher rede ich hier mehr über Weigl als über Götze, obwohl die grundsätzlichen Probleme, warum die banale gegnerische Taktik so gut funktioniert, dieselben sind.


Die Unwucht in der Kaderzusammenstellung des BVB trifft freilich auch Götze, denn Götze und Kagawa auf den Platz zu bekommen, was ich eigentlich befürworten würde, scheint nahezu unmöglich, weil durch die offensiven Schwächen der AV zwei klassische Außenstürmer und ein "echter" MS quasi gesetzt sind. Das führt zur Favorisierung eines 4-3-3 oder eines 4-2-3-1 mit zwei klassischen Außenstürmern, in dem eben beide - Götze und Kagawa - kaum Platz finden können. Insofern konkurrieren tatsächlich Kagawa und Götze und das führt dazu, dass wahlweise einer von beiden vom BVB weggeschrieben wird. Wäre z.B. schon nur ein Guerreiro auf LV defensiv nicht so fragwürdig und fände offensiv wieder zur seiner Form, sähe es für ein gemeinsame Aufstellung von Götze und Kagawa schon besser aus.



Götze und Kagawa sind zwar sicher nicht das Optimum, aber mit beiden lässt sich - allerdings als Doppel 8 - durchaus arbeiten, wenn die Schnittstelle dahinter (eine Verbesserung auf den AV wäre sicher auch eine Möglichkeit, aber die Defizite dort sehe ich nicht so groß, wie im DM) funktionieren würde - Kagawa ist dynamisch in vielen Spielen auf ausreichendem Level um zumindest nicht unterlegen zu sein, weswegen der entscheidende Faktor der 3. DM/ZM ist. Das tut sie aber im Moment nicht wirklich, weswegen man bei Castro als Provisorium gelandet ist, der den Job im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr ordentlich macht - wobei es da auch nur eine Frage der Zeit ist, bis die Form in die andere Richtung umschwenkt. Die Überbesetzung ergibt sich früher oder später allerdings trotzdem, da man mit Gomez einen Spieler geholt hat, der meines Erachtens früher oder später vom Fähigkeitenprofil mit beiden in Konkurrenz treten wird. Solange das aber nicht der Fall ist, ist das für mich an sich nicht das entscheidende Problem. Götze/Kagawa - ob als Duo oder einzeln - sind im Kader und auf dem Platz durchaus integrierbar, aber darüber hinaus darf es dann eben keine weiteren dynamischen und physischen Defizite gegenüber dem Gegner geben, sondern es wird sogar eine Überlegenheit dringend benötigt. Dahoud ist allerdings der einzige Spieler im Zentrum, der diese herstellt, sofern man nicht auf positionsfremde Spieler zurückgreift, mit denen man dann wieder schnell andere Baustellen aufmacht, weil man bspw. häufig einen Strategen zu wenig hat - es sind deswegen eben nur Provisorien. Ich finde es daher nicht fair, wenn man Dahoud die Last aufträgt, die Lösung für alles zu sein, obwohl er es selbst als ausgewachsener Baum wohl nur schwer sein kann - um das Bild nochmal zu bemühen ...


Die Grundproblematik des BVB sehe ich zur Zeit im offensiven Kombinationsspiel etwa ab 20 m vor der Mittellinie Richtung gegnerischer Hälfte und dann in der gegnerischen Hälfte selbst. Dass der BVB deshalb ohne Not auf Götze und (!) Kagawa in den nächsten zwei bis drei Jahren verzichten sollte, scheint mir eine sehr gewagte These zu sein. Es geht mMn eher um eine sinnvolle Einbindung beider Spieler im Wechsel oder vielleicht doch beider Spieler auf dem Platz.


Das sind aber eher die Symptome, die du beschreibst und nicht die Grundproblematik / Ursache. Götze und Kagawa sind da ein Teil der Ursache, wie eben auch die anderen oben aufgezählten Spieler, die in gegenseitiger Abhängigkeit stehen. Diese Abhängigkeit gilt es zu lösen, wofür es vor allem 2 sinnvolle Ansätze gibt, die sich auf die Frage "Weigl oder Götze?" runterbrechen lassen. Beide zusammen können in meinen Augen keine Zukunft beim BVB haben, da sie sich zu sehr gegenseitig runterziehen.

Darüber hinaus wollte ich lediglich nicht ausschließen, dass es passieren kann, dass selbst die Antwort afu diese Frage nicht ausreichen wird, wenn die Probleme sich nicht in Rauch auflösen. Entweder, weil die Lösung nicht gut genug ist, um das Problem zu eliminieren oder - um auch noch einen Positivfall zu bedenken - Gomez schneller als gedacht ein Faktor ist. Wer weiß schließlich, wie sich der Bundesligafussball entwickeln wird. Ich würde aktuell jedenfalls nicht darauf wetten, dass der Fokus auf Dynamik und Physis sowie dem Spiel gegen den Ball verschwindet, nur weil das öffentlich immer mehr herbeigesehnt wird. Im Gegenteil: ich halte noch extremere Liga sogar für deutlich wahrscheinlicher.

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?

Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.

Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).
BVB - Transferpolitik |#10754
26.03.2018 - 15:47 Uhr
Zitat von mba123

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?



Vor allem beziehe ich mich auf das Ballbesitzspiel. Bei Weigl sind es zwar nach wie vor nicht viele direkt provozierte Ballverluste - eher im Gegenteil -, aber zu viele, die dadurch eben indirekt geschehen, weil sich jemand um den Aufbau kümmern muss, der dort nicht seine Kernkompetenz hat. Gelingt es die Schnittstelle wieder so zu besetzen, dass weiter vorne Ballverluste stattfinden, die relativ unkritisch sind oder - besser - bei denen man sogar so weit aufrücken kann, dass man im Gegenpressing wieder Zugriff bekommt, wäre wohl auch der Defensive schon enorm geholfen. Das war für mich jedenfalls die Erkenntnis des Saisonstarts: wenn die schnelle Ballrückeroberung schon in hohen Räumem funktioniert, ist die Defensive nicht anfällig - nur gelange es eben nicht dies aufrecht zu erhalten und wurde dann auch frühzeitig aufgegeben.

Im Grunde geht es darum, dass die Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive wieder solide und variabel genug wird, um einen verlässlichen Ballvortrag zu ermöglichen. Das halte ich mit einem Tausch von Weigl bereits für möglich, sofern man dafür aus Weigls Stärken keine groben Schwächen macht. Sprich: möglicherweise hat man Einbußen, was die Qualität des Ballverteilers angeht, aber immerhin kommt der Ballverteiler wieder an den Ball und kann ihn dann auch behaupten, wenn man die entsprechenden Parameter erfüllt.

Defensiv ist ein schnellerer und weiträumigerer Spieler sicher auch kein Nachteil, um individuelle Duelle zu gewinnen, in die Weigl nicht reinfindet. Dadurch könnte sich im Gesamtkontext ein Upgrade ergeben, weil die Absicherung nicht mehr ganz so engmaschig sein müsste und vor allem auch höher agieren könnte, sodass Defizite der Nebenleute gemindert werden. Defensiv erwarte ich mir allerdings dennoch kein massives Upgrade, durch einen einzelnen Spieler, weil Weigl für mich auf der Seite des Spielfeldes kein Problem darstellt.

Die Trainerfrage ist dafür sicher auch wichtig, aber selbst der beste Trainer kann nur das aufbauen, was sein Werkzeugkasten zulässt. Daher geht es jetzt erst mal nur darum, wie der Werkzeugkasten aussehen muss, um zumindest Grundvoraussetzungen zu schaffen, die mindestens ausreichend sind. Darüber hinaus wird das Thema für den Moment wohl etwas zu komplex, weil in der Trainerfrage sehr vieles möglich ist und daher schon sehr konkrete Fragestellungen angegangen werden müssten - also ein sehr konkreter Trainer dafür diskutiert werden müsste, was wieso zu erwarten wäre.


Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.



Das ist mir klar, aber Spezialisten benötigen Komplementäre. Sogar extreme Spezialisten als Komplementäre, je extremer die Spezialisten sind. Und das sind sie beim BVB nun mal derzeit! Für den Trainer sind diese extremen Spezialisten dabei aber auch undankbar, um sie auszubalancieren, wenn der Werkzeugkasten die Möglichkeiten zur Balance gar nicht hergibt. In dem Fall, weil physisch und dynamisch viel zu viel fehlt und diese Schwächen durch keinerlei Stärken ausgeglichen werden können. Dahoud ist im Zentrum schließlich der einzige Spieler, der hier seine Stärken hat und damit Schwächen ausbalancieren kann.

Es geht daher nicht nur um einen notwendigen Transfer, sondern um mindestens zwei! Das können auch Spezialisten sein - habe ich jedenfalls nicht ausgeschlossen ...


Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).


Ich sehe ihn im Antritt längst nicht so explosiv wie Dahoud. Vor allem mit Ball hat er da immer wieder Probleme, gerade auf engem Raum, durch die er sich kaum vom Gegenspieler lösen kann. Meines Erachtens kommen hier eben viele kleinere Dinge zusammen, da er nicht sonderlich robust, nicht sonderlich explosiv im Antritt und auch kein Edeltechniker ist, sodass ich es bei ihm auf die Gesamtqualität reduzieren würde. Castro ist eben kein Spezialist, sondern ein Allrounder, der vieles kann, aber nichts wirklich herausragend. Nicht weniger wird aber -insbesondere dynamisch - benötigt, um die Probleme ausbalancieren zu können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.03.2018 um 15:49 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10755
26.03.2018 - 20:32 Uhr
Zitat von mba123

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?

Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.

Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).


Weil die Diskussion hier seit dem Wechsel von Gündogan geführt wird. Mal braucht es Dahoud, mal geht Weigl nicht. Ermüdend. Natürlich kann man mit unseren Spielern ein funktionierendes MF bilden. Es wird hier stets viel zu sehr auf einzelne Spieler abgestellt. Erstaunlicherweise sind ja User, die gerne gegen einzelne Spieler schreiben, dann aber doch davon überzeugt, dass ein Castro nur deshalb 15/16 so bärenstark spielte, weil er Hummels und Miki hatte.

Es macht überhaupt keinen Sinn, das MF isoliert zu sehen. Es gibt so viele Systeme, die denkbar wären. Unter Bosz sogar eins mit einem Sechser und zwei OM mit allen Freiheiten. Dies sollten die AV absichern...

Wer weiss denn, was kommende Saison gespielt wird. 3 Kette oder 4. Kette. Gegen den Ball ein aggressives 2-5-1-2 oder doch irgendwas defensiveres mit Doppel-6?

Oder vielleicht eine Dreierkette im Spielaufbau mit Weigl zwischen den IV und einem ZM als Verbindungsspieler zu den vier Offensiven. Oder wie unter Tuchel eine Dreierkette aus IV und einem AV. Weigl davor und einem überlagern einer Seite.

Es ist einfach Unsinn sich irgendwelche Spieler rauszusuchen, diesen irgendwelche Schwächen anzudichten und zu erklären, wer mit wem nicht könne. Wir reden hier von einem Kader von 23-24 Spieler plus Youngstern, die zusammen funktionieren müssen und nicht nur von zwei ZM oder was auch immer. Ich bin echt gespannt, wer Stöger als Trainer folgen wird.

Letztlich braucht man beides. Spieler mit speziellen Stärken, die eben das Niveau deutlich erhöhen und Spieler, die flexibel sind und verschiedene Rollen spielen können (um auf verschiedene Gegner reagieren zu können).
BVB - Transferpolitik |#10756
26.03.2018 - 22:11 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse

Zitat von mba123

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?

Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.

Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).


Weil die Diskussion hier seit dem Wechsel von Gündogan geführt wird. Mal braucht es Dahoud, mal geht Weigl nicht. Ermüdend. Natürlich kann man mit unseren Spielern ein funktionierendes MF bilden. Es wird hier stets viel zu sehr auf einzelne Spieler abgestellt. Erstaunlicherweise sind ja User, die gerne gegen einzelne Spieler schreiben, dann aber doch davon überzeugt, dass ein Castro nur deshalb 15/16 so bärenstark spielte, weil er Hummels und Miki hatte.

Es macht überhaupt keinen Sinn, das MF isoliert zu sehen. Es gibt so viele Systeme, die denkbar wären. Unter Bosz sogar eins mit einem Sechser und zwei OM mit allen Freiheiten. Dies sollten die AV absichern...

Wer weiss denn, was kommende Saison gespielt wird. 3 Kette oder 4. Kette. Gegen den Ball ein aggressives 2-5-1-2 oder doch irgendwas defensiveres mit Doppel-6?

Oder vielleicht eine Dreierkette im Spielaufbau mit Weigl zwischen den IV und einem ZM als Verbindungsspieler zu den vier Offensiven. Oder wie unter Tuchel eine Dreierkette aus IV und einem AV. Weigl davor und einem überlagern einer Seite.

Es ist einfach Unsinn sich irgendwelche Spieler rauszusuchen, diesen irgendwelche Schwächen anzudichten und zu erklären, wer mit wem nicht könne. Wir reden hier von einem Kader von 23-24 Spieler plus Youngstern, die zusammen funktionieren müssen und nicht nur von zwei ZM oder was auch immer. Ich bin echt gespannt, wer Stöger als Trainer folgen wird.

Letztlich braucht man beides. Spieler mit speziellen Stärken, die eben das Niveau deutlich erhöhen und Spieler, die flexibel sind und verschiedene Rollen spielen können (um auf verschiedene Gegner reagieren zu können).

Ich denke, die letzten drei Trainer hatten alle Probleme ein starkes, funktionierendes Mittelfeld aufzustellen:
Tuchel musste seinen Ballbesitzfußball deutlich einschränken, da er das gegnerische Mittelfeldpressing nicht konstant überspielen konnte.
Bosz' Taktik ist auch gescheitert, weil sich das Mittelfeld nicht von seinen Manndeckungen befreien konnte und zudem athletisch unterlegen war.
Stöger lässt so spielen, dass, meiner Meinung nach, eher Allround Qualitäten gefragt sind. Spieler wie Götze und Weigl, mit einzelnen, ausgeprägten Stärken, kommen darin nicht vollends zur Geltung, denke ich.

Klar kann man taktisch einiges ändern und die anderen Mitspieler können eventuell auch die ein oder andere Schwäche kompensieren.
Dennoch halte ich das Mittelfeld für den wichtigsten Teil, um eine erfolgreiche Spielweise zu implementieren und wenn sogar drei völlig unterschiedliche Trainer hier Probleme haben, sollte man, meiner Meinung nach, dringend darüber nachdenken, mit Transfers einzugreifen (wobei Tuchel keinen Dahoud hatte).

Deinen Worten zu Folge würdest Du also keine Veränderungen im Mittelfeld vornehmen?

Kannst Du bitte genauer erklären, wo ich falsch liege in meinen Überlegungen:
Schätze ich die Fähigkeiten der Spieler, deiner Meinung nach, vollkommen falsch ein?
Siehst Du zum Beispiel in der Summe keine Probleme im athletischen Bereich und im Defensivverhalten (nur aufs Mittelfeld bezogen)?
Oder wie können diese Schwächen vom Rest aufgefangen werden?
Wieso sollte der Trainer das in der nächsten Saison hinbekommen?

Für konstruktive Antworten bin ich dankbar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 26.03.2018 um 22:13 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10757
27.03.2018 - 00:22 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von Bremer_Hesse

Zitat von mba123

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?

Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.

Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).


Weil die Diskussion hier seit dem Wechsel von Gündogan geführt wird. Mal braucht es Dahoud, mal geht Weigl nicht. Ermüdend. Natürlich kann man mit unseren Spielern ein funktionierendes MF bilden. Es wird hier stets viel zu sehr auf einzelne Spieler abgestellt. Erstaunlicherweise sind ja User, die gerne gegen einzelne Spieler schreiben, dann aber doch davon überzeugt, dass ein Castro nur deshalb 15/16 so bärenstark spielte, weil er Hummels und Miki hatte.

Es macht überhaupt keinen Sinn, das MF isoliert zu sehen. Es gibt so viele Systeme, die denkbar wären. Unter Bosz sogar eins mit einem Sechser und zwei OM mit allen Freiheiten. Dies sollten die AV absichern...

Wer weiss denn, was kommende Saison gespielt wird. 3 Kette oder 4. Kette. Gegen den Ball ein aggressives 2-5-1-2 oder doch irgendwas defensiveres mit Doppel-6?

Oder vielleicht eine Dreierkette im Spielaufbau mit Weigl zwischen den IV und einem ZM als Verbindungsspieler zu den vier Offensiven. Oder wie unter Tuchel eine Dreierkette aus IV und einem AV. Weigl davor und einem überlagern einer Seite.

Es ist einfach Unsinn sich irgendwelche Spieler rauszusuchen, diesen irgendwelche Schwächen anzudichten und zu erklären, wer mit wem nicht könne. Wir reden hier von einem Kader von 23-24 Spieler plus Youngstern, die zusammen funktionieren müssen und nicht nur von zwei ZM oder was auch immer. Ich bin echt gespannt, wer Stöger als Trainer folgen wird.

Letztlich braucht man beides. Spieler mit speziellen Stärken, die eben das Niveau deutlich erhöhen und Spieler, die flexibel sind und verschiedene Rollen spielen können (um auf verschiedene Gegner reagieren zu können).

Ich denke, die letzten drei Trainer hatten alle Probleme ein starkes, funktionierendes Mittelfeld aufzustellen:
Tuchel musste seinen Ballbesitzfußball deutlich einschränken, da er das gegnerische Mittelfeldpressing nicht konstant überspielen konnte.
Bosz' Taktik ist auch gescheitert, weil sich das Mittelfeld nicht von seinen Manndeckungen befreien konnte und zudem athletisch unterlegen war.
Stöger lässt so spielen, dass, meiner Meinung nach, eher Allround Qualitäten gefragt sind. Spieler wie Götze und Weigl, mit einzelnen, ausgeprägten Stärken, kommen darin nicht vollends zur Geltung, denke ich.

Klar kann man taktisch einiges ändern und die anderen Mitspieler können eventuell auch die ein oder andere Schwäche kompensieren.
Dennoch halte ich das Mittelfeld für den wichtigsten Teil, um eine erfolgreiche Spielweise zu implementieren und wenn sogar drei völlig unterschiedliche Trainer hier Probleme haben, sollte man, meiner Meinung nach, dringend darüber nachdenken, mit Transfers einzugreifen (wobei Tuchel keinen Dahoud hatte).

Deinen Worten zu Folge würdest Du also keine Veränderungen im Mittelfeld vornehmen?

Kannst Du bitte genauer erklären, wo ich falsch liege in meinen Überlegungen:
Schätze ich die Fähigkeiten der Spieler, deiner Meinung nach, vollkommen falsch ein?
Siehst Du zum Beispiel in der Summe keine Probleme im athletischen Bereich und im Defensivverhalten (nur aufs Mittelfeld bezogen)?
Oder wie können diese Schwächen vom Rest aufgefangen werden?
Wieso sollte der Trainer das in der nächsten Saison hinbekommen?

Für konstruktive Antworten bin ich dankbar.


Mir ging es eher um Aussagen von Deinen Vorschreibern, dass Götze und Kagawa zusammen nicht ginge oder Götze und Weigl nicht. Das ist eben Unsinn.

Tuchel ist letzte Saison Dritter geworden. Er hat einen Titel nach Dortmund geholt und er ist unglücklichst im VF der CL ausgeschieden. Es stimmt zwar, dass man nicht mehr so dominant war, wie 15/16. Aber bitte. Hummels, Gündogan, Micki abgegeben. Reus dauerverletzt. Die Königstransfers Götze und Schürrle waren krank oder verletzt. Gerade Schürrle und Rode, die defensive Stärke geben sollten, standen nicht zur Verfügung. Bartra und Ginter haben keine Stabilität reinbekommen. Auch andere gestandene Spieler waren lange verletzt. Schmnelle, Bender...dafür hat sich Dembele schnell eingelebt und auch Pulisic war stark.

Aber man konnte doch wahrlich keine Wunderdinge erwarten. Diese wurden ja fast erreicht. Und wir hatten den zweitmeisten Ballbesitz der Liga mit 56,3 %. 15/16 waren es noch 60%. Aber solche Werte wie sie 16/17 erreicht wurden, erreichen eben nur Bayern und wir.

Um "ein Mittelfeldpressing zu überspielen" braucht man natürlich die Spieler dafür. ABER man braucht eben auch das Positionsspiel. Siehe Pep...siehe Tuchel. Hier liegt einfach der Schlüssel für erfolgreiches Ballbesitzspiel. Die Variante mit den beiden OM und dem Sechser habe ich nur als Beispiel gebracht. Natürlich war Bosz System in der BuLi schnell entzaubert.

Was ein Trainer machen soll? Ich bin kein Profi oder besserer Amateur-Trainer. Ich weiß auch nicht, wer Trainer wird. So wird ein Favre kaum ein Ballbesitzspiel ala Tuchel aufziehen. Er würde eher ein technisch-starkes Umschaltspiel installieren. Wohl auch mit einem klaren Positionsspiel. Aber wohl dann doch anders als bei einem Tuchel 2.0. Es wird ja auch oft ein Rückbesinnen auf alte Benderzeiten gefordert. Noch ganz anders. Bosz ist an seinem unflexiblen System gescheitert. Frei waren nur die beiden OM. Der Rest war ziemlich fix auf eine Position festgelegt. Das hatte aber nichts alleine mit dem MF (die AV und AS waren doch genauso abgemeldet) und auch nichts mit der Athletik zu tun. Was hätte denn ein "Bender" als 6er gemacht?

Ich kann Dir da nur meine Ideen darlegen. Katastrophal wäre es für uns, wen wir uns jetzt einen (zuletzt oft genannten) Delaney oder Zakaria holen und in eine Doppel-6 mit Dahoud oder Castro packen. Dann spielen wir einen ähnlichen Rotz wie die allermeisten anderen und werden dementsprechend auch sportlich Erfolg haben.

Ob nun Favre oder Tuchel 2.0. Ich beiden Fällen brauchen wir MF-Spieler, die technisch stark, spielintelligent und pressingresistent sind. Ohne das funktioniert so ein offensiv System nicht. Weigl - Dahoud, Götze besitzen diese Eigenschaften. Gut, Dahoud hat noch Mangel, hat sich aber deutlich gesteigert.

Du wirst anmerken, dass es so defensiv nicht klappt. Ich sehe das gar nicht so. In einem passenden System benötigt man keine Klopper und keine Bolts. So was braucht man gegen dominierende Mannschaften oder wenn das eigene System nicht funktioniert und die Löcher riesig werden. Gruppentaktische Elemente halt. Natürlich ist es gut, wenn der MF-Spieler auch besonders zweikampfstark ist. Aber er muss eben auch taktisch/technisch auf dem Niveau der anderen sein. Vielleicht brauchen wir in der Tat auf der Dahoud-Position (box to box, Verbindungsspieler) einen erfahrenen Mann. Ich hatte mal optimistisch Khedira in einer meiner letzten Schmieden genannt. Höchst unwahrscheinlich, aber zeigt eben auch, wie schwer es ist, dort einen Spieler zu finden.

Ich könnte mir hier auch gut einen Götze vorstellen und einen taktisch starken Halbstürmer. Ich denke da an Schürrle oder Reus. Das ist jetzt nur eine Idee. Nicht zwingend meine fav. Vorstellungen und ein ganz anderer Ansatz als mit Sami. Nur warum soll das nicht funktionieren? Defensive ist doch viel mehr erst eine Frage des Stellungsspiels und erst dann des Zweikampfs/Laufduells.

Nur eins ist eben auch klar. So ein System erfordert eines besonderen Trainers. Mit Stöger wird das wohl nicht möglich sein. Favre wäre ein anderer Ansatz, aber mit ähnlicher Philosophie.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bremer_Hesse am 27.03.2018 um 00:26 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#10758
27.03.2018 - 10:05 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von mba123

Zitat von Bremer_Hesse

Zitat von mba123

Ich gehe ja mit dem meisten konform. Nur würde ich unsere Probleme mit einem Tausch von Weigl noch nicht lösbar sehen. Oder wie stellst Du dir dann das Mittelfeld vor?
Mit Götze, Dahoud und Mister X würde ich uns defensiv immer noch anfällig sehen, egal wen man holt. Im Ballbesitz hängt es für mich von der Taktik ab, wie viel Steigerung möglich ist. So wie Stöger momentan spielen lässt, würde ein anderer Spielertyp als Weigl uns wahrscheinlich deutlich voranbringen.
Denkst Du die Defensive könnte man mit einem Tausch Weigl deutlich verbessern? Oder bezieht Du dich auf das Ballbesitzspiel?

Generell möchte ich noch anmerken, dass Spezialisten für genau definierte Aufgaben (wie auch Weigl oder Götze) uns auf ein höheres Niveau bringen können. Flexible Spieler haben in der Regel weniger ausgeprägte Stärken und sind demnach den Spezialisten eben in Einzelaspekten deutlich unterlegen.
Daher halte ich es für einen guten Weg, auch zukünftig solche Spezialisten vereinzelt zu verpflichten und die Taktik auf diese abzustimmen. Letzteres ist natürlich ein sehr schwieriger Job für den Trainer, da die Gegner immer versuchen werden, die individuellen Defizite dieser Spieler auszunutzen.
Aber wenn die Taktik optimal greift, profitieren wir viel mehr von den Stärken dieser Spezialisten als dass wir Nachteile durch deren Schwächen hätten.

Kleine Anmerkung noch: Wieso wird Castro von viele als undynamisch und langsam angesehen?
Ich sehe ihn eher im Bereich von Dahoud als in den Bereich der anderen Mittelfeldspieler. Auch habe ich mir mal seine Höchstgeschwindigkeiten angeschaut. Ich meine, diese waren in einem guten Bereich und dass ein Spieler mit Castros Statur schwach im Antritt ist, wäre auch eher ungewöhnlich (zumal die Höchstgeschwindigkeit zu stimmen scheint).


Weil die Diskussion hier seit dem Wechsel von Gündogan geführt wird. Mal braucht es Dahoud, mal geht Weigl nicht. Ermüdend. Natürlich kann man mit unseren Spielern ein funktionierendes MF bilden. Es wird hier stets viel zu sehr auf einzelne Spieler abgestellt. Erstaunlicherweise sind ja User, die gerne gegen einzelne Spieler schreiben, dann aber doch davon überzeugt, dass ein Castro nur deshalb 15/16 so bärenstark spielte, weil er Hummels und Miki hatte.

Es macht überhaupt keinen Sinn, das MF isoliert zu sehen. Es gibt so viele Systeme, die denkbar wären. Unter Bosz sogar eins mit einem Sechser und zwei OM mit allen Freiheiten. Dies sollten die AV absichern...

Wer weiss denn, was kommende Saison gespielt wird. 3 Kette oder 4. Kette. Gegen den Ball ein aggressives 2-5-1-2 oder doch irgendwas defensiveres mit Doppel-6?

Oder vielleicht eine Dreierkette im Spielaufbau mit Weigl zwischen den IV und einem ZM als Verbindungsspieler zu den vier Offensiven. Oder wie unter Tuchel eine Dreierkette aus IV und einem AV. Weigl davor und einem überlagern einer Seite.

Es ist einfach Unsinn sich irgendwelche Spieler rauszusuchen, diesen irgendwelche Schwächen anzudichten und zu erklären, wer mit wem nicht könne. Wir reden hier von einem Kader von 23-24 Spieler plus Youngstern, die zusammen funktionieren müssen und nicht nur von zwei ZM oder was auch immer. Ich bin echt gespannt, wer Stöger als Trainer folgen wird.

Letztlich braucht man beides. Spieler mit speziellen Stärken, die eben das Niveau deutlich erhöhen und Spieler, die flexibel sind und verschiedene Rollen spielen können (um auf verschiedene Gegner reagieren zu können).

Ich denke, die letzten drei Trainer hatten alle Probleme ein starkes, funktionierendes Mittelfeld aufzustellen:
Tuchel musste seinen Ballbesitzfußball deutlich einschränken, da er das gegnerische Mittelfeldpressing nicht konstant überspielen konnte.
Bosz' Taktik ist auch gescheitert, weil sich das Mittelfeld nicht von seinen Manndeckungen befreien konnte und zudem athletisch unterlegen war.
Stöger lässt so spielen, dass, meiner Meinung nach, eher Allround Qualitäten gefragt sind. Spieler wie Götze und Weigl, mit einzelnen, ausgeprägten Stärken, kommen darin nicht vollends zur Geltung, denke ich.

Klar kann man taktisch einiges ändern und die anderen Mitspieler können eventuell auch die ein oder andere Schwäche kompensieren.
Dennoch halte ich das Mittelfeld für den wichtigsten Teil, um eine erfolgreiche Spielweise zu implementieren und wenn sogar drei völlig unterschiedliche Trainer hier Probleme haben, sollte man, meiner Meinung nach, dringend darüber nachdenken, mit Transfers einzugreifen (wobei Tuchel keinen Dahoud hatte).

Deinen Worten zu Folge würdest Du also keine Veränderungen im Mittelfeld vornehmen?

Kannst Du bitte genauer erklären, wo ich falsch liege in meinen Überlegungen:
Schätze ich die Fähigkeiten der Spieler, deiner Meinung nach, vollkommen falsch ein?
Siehst Du zum Beispiel in der Summe keine Probleme im athletischen Bereich und im Defensivverhalten (nur aufs Mittelfeld bezogen)?
Oder wie können diese Schwächen vom Rest aufgefangen werden?
Wieso sollte der Trainer das in der nächsten Saison hinbekommen?

Für konstruktive Antworten bin ich dankbar.


Mir ging es eher um Aussagen von Deinen Vorschreibern, dass Götze und Kagawa zusammen nicht ginge oder Götze und Weigl nicht. Das ist eben Unsinn.

Tuchel ist letzte Saison Dritter geworden. Er hat einen Titel nach Dortmund geholt und er ist unglücklichst im VF der CL ausgeschieden. Es stimmt zwar, dass man nicht mehr so dominant war, wie 15/16. Aber bitte. Hummels, Gündogan, Micki abgegeben. Reus dauerverletzt. Die Königstransfers Götze und Schürrle waren krank oder verletzt. Gerade Schürrle und Rode, die defensive Stärke geben sollten, standen nicht zur Verfügung. Bartra und Ginter haben keine Stabilität reinbekommen. Auch andere gestandene Spieler waren lange verletzt. Schmnelle, Bender...dafür hat sich Dembele schnell eingelebt und auch Pulisic war stark.

Aber man konnte doch wahrlich keine Wunderdinge erwarten. Diese wurden ja fast erreicht. Und wir hatten den zweitmeisten Ballbesitz der Liga mit 56,3 %. 15/16 waren es noch 60%. Aber solche Werte wie sie 16/17 erreicht wurden, erreichen eben nur Bayern und wir.

Um "ein Mittelfeldpressing zu überspielen" braucht man natürlich die Spieler dafür. ABER man braucht eben auch das Positionsspiel. Siehe Pep...siehe Tuchel. Hier liegt einfach der Schlüssel für erfolgreiches Ballbesitzspiel. Die Variante mit den beiden OM und dem Sechser habe ich nur als Beispiel gebracht. Natürlich war Bosz System in der BuLi schnell entzaubert.

Was ein Trainer machen soll? Ich bin kein Profi oder besserer Amateur-Trainer. Ich weiß auch nicht, wer Trainer wird. So wird ein Favre kaum ein Ballbesitzspiel ala Tuchel aufziehen. Er würde eher ein technisch-starkes Umschaltspiel installieren. Wohl auch mit einem klaren Positionsspiel. Aber wohl dann doch anders als bei einem Tuchel 2.0. Es wird ja auch oft ein Rückbesinnen auf alte Benderzeiten gefordert. Noch ganz anders. Bosz ist an seinem unflexiblen System gescheitert. Frei waren nur die beiden OM. Der Rest war ziemlich fix auf eine Position festgelegt. Das hatte aber nichts alleine mit dem MF (die AV und AS waren doch genauso abgemeldet) und auch nichts mit der Athletik zu tun. Was hätte denn ein "Bender" als 6er gemacht?

Ich kann Dir da nur meine Ideen darlegen. Katastrophal wäre es für uns, wen wir uns jetzt einen (zuletzt oft genannten) Delaney oder Zakaria holen und in eine Doppel-6 mit Dahoud oder Castro packen. Dann spielen wir einen ähnlichen Rotz wie die allermeisten anderen und werden dementsprechend auch sportlich Erfolg haben.

Ob nun Favre oder Tuchel 2.0. Ich beiden Fällen brauchen wir MF-Spieler, die technisch stark, spielintelligent und pressingresistent sind. Ohne das funktioniert so ein offensiv System nicht. Weigl - Dahoud, Götze besitzen diese Eigenschaften. Gut, Dahoud hat noch Mangel, hat sich aber deutlich gesteigert.

Du wirst anmerken, dass es so defensiv nicht klappt. Ich sehe das gar nicht so. In einem passenden System benötigt man keine Klopper und keine Bolts. So was braucht man gegen dominierende Mannschaften oder wenn das eigene System nicht funktioniert und die Löcher riesig werden. Gruppentaktische Elemente halt. Natürlich ist es gut, wenn der MF-Spieler auch besonders zweikampfstark ist. Aber er muss eben auch taktisch/technisch auf dem Niveau der anderen sein. Vielleicht brauchen wir in der Tat auf der Dahoud-Position (box to box, Verbindungsspieler) einen erfahrenen Mann. Ich hatte mal optimistisch Khedira in einer meiner letzten Schmieden genannt. Höchst unwahrscheinlich, aber zeigt eben auch, wie schwer es ist, dort einen Spieler zu finden.

Ich könnte mir hier auch gut einen Götze vorstellen und einen taktisch starken Halbstürmer. Ich denke da an Schürrle oder Reus. Das ist jetzt nur eine Idee. Nicht zwingend meine fav. Vorstellungen und ein ganz anderer Ansatz als mit Sami. Nur warum soll das nicht funktionieren? Defensive ist doch viel mehr erst eine Frage des Stellungsspiels und erst dann des Zweikampfs/Laufduells.

Nur eins ist eben auch klar. So ein System erfordert eines besonderen Trainers. Mit Stöger wird das wohl nicht möglich sein. Favre wäre ein anderer Ansatz, aber mit ähnlicher Philosophie.

Stellungsspiel und Ballbesitzfußball sehe ich auch als wichtigste Aspekte, um unsere Defensive zu stabilisieren. Durch diese Mittel schafft es Pep, die Gegner so unter Druck zu setzen wie es keine andere Mannschaft vermag.
Auch Bosz konnte zu Saisonbeginn die Gegner auf diese Weise zu frühen Ballverlusten zwingen, obwohl wir individuell gesehen eher defensivschwach daherkamen.
Allerdings haben die Gegner kluge Anpassungen vorgenommen. Während sie zu Saisonbeginn noch meistens passiv agierten, haben sie später auf Manndeckungen über den ganzen Platz umgestellt. So standen schon unsere Innenverteidiger beim Spielaufbau unter Druck und hatten keine freien Anspielstationen. Das führte dazu, dass wir erst gar nicht die von Bosz gewollte, saubere Struktur einnehmen konnten, weil wir dafür zu kurz in Ballbesitz waren. Auch verloren wir die Bälle häufig nach langen Schlägen aus der Abwehr. Ein Kurzpassspiel, mit einem mehr oder weniger erwarten Fehler im letzten Drittel, gab es dann kaum.
Mit anderen Worten: Der Gegner zerstörte alle Mechanismen, die zuvor unsere Defensive stark gemacht hatten und reduzierte die Defensive auf individuelle Aspekte im 1gegen1.

Diese Gefahr besteht für mich auch zukünftig.

Um sich dagegen abzusichern, würde ich aber ebenfalls Lösungen im Ballbesitz bevorzugen. Spieler, die sich durch ihre Dynamik vom Gegenspieler lösen können und/oder dribbelstark sind, würden helfen.
Taktisch kann und muss man sicher auch einiges tun. Bei Favre gefällt mir zum Beispiel, dass er bei Gladbach auch mal mit Torwartkette spielen ließ (siehe hier). Dadurch wird der einzige Mann, der immer frei ist (der Torwart), stärker in die Spieleröffnung einbezogen.
Aber wir sind hier ja im Transferpolitik Thread.

Mit würde es am besten gefallen, wenn man einen Spielertyp wie Dahoud verpflichten würde. Dieser kann das Aufbauspiel tragen und dafür sorgen, dass der Ballbesitz steigt, um Strukturen herzustellen. Auch kann er sich von einem Gegenspieler mit und ohne Ball lösen, weil Dribbelfähigkeiten und Dynamik vorhanden sind.

Nun kritisiere ich andauernd die defensiven Fähigkeiten unserer Mittelfeldspieler und mit einem zweiten Dahoud wird dies nicht besser.
Aber wie geschrieben, erhoffe ich mir eine stärkerer Defensive aufgrund eines besseren Ballbesitzspiels.
Der andere Punkt ist, dass zwei solcher Spielertypen es ermöglichen sollten, einen rein defensiven Spieler an ihre Seite zu stellen, ohne zu viel an Dominanz zu verlieren.
Während Tuchel 2016/2017 zum Beispiel mit Weigl, Rode und Götze Probleme hatte durch das gegnerische Mittelfeld zu spielen (siehe Hinspiel gegen RB), würde ich die Aussichten dafür mit Dahoud, Rode und einen weiteren Spieler wie Dahoud deutlich besser einschätzen.
So kann das Defensivverhalten eventuell gestärkt werden, ohne einen Defensivspieler der höchsten Kategorie zu benötigen, der neben Fähigkeiten gegen den Ball auch das Ballbesitzspiel tragen müsste.

Größtes Problem ist für mich, welcher geeignete, spielstarke DM/ZM für uns überhaupt verfügbar wäre. Damit der uns schnell weiterhelfen kann, sollte dieser Spieler mindestens auf (besser über) dem Niveau von Dahoud sein (Dahoud sehe ich nicht so stark wie es vielleicht scheint. Er ist für mich nur der Spielertyp, den wir brauchen).
Keine Ahnung, ob wir in der Kategorie Kovacic oder Seri bei irgendjemand Chancen hätten. Ansonsten würde ich mir jemanden mit Talentstatus wünschen.
Unser Gomez ist vermutlich zu offensiv und noch zu grün für diese Rolle, oder?

Dazu dann noch einen Mittelfeldspieler mit ausgeprägteren athletischen und defensiven Fähigkeiten. Den würde ich aber eher als wichtige Kaderergänzung sehen und daher weniger Geld dafür in die Hand nehmen wollen. Eventuell könnte dieser Spieler auch Rode sein. Aber ich bin sehr skeptisch, dass dieser plötzlich konstant zur Verfügung steht. Daher würde ich einen weiteren Spieler bevorzugen.
BVB - Transferpolitik |#10759
28.03.2018 - 02:43 Uhr
Zitat von mba123

Stellungsspiel und Ballbesitzfußball sehe ich auch als wichtigste Aspekte, um unsere Defensive zu stabilisieren. Durch diese Mittel schafft es Pep, die Gegner so unter Druck zu setzen wie es keine andere Mannschaft vermag.
Auch Bosz konnte zu Saisonbeginn die Gegner auf diese Weise zu frühen Ballverlusten zwingen, obwohl wir individuell gesehen eher defensivschwach daherkamen.
Allerdings haben die Gegner kluge Anpassungen vorgenommen. Während sie zu Saisonbeginn noch meistens passiv agierten, haben sie später auf Manndeckungen über den ganzen Platz umgestellt. So standen schon unsere Innenverteidiger beim Spielaufbau unter Druck und hatten keine freien Anspielstationen. Das führte dazu, dass wir erst gar nicht die von Bosz gewollte, saubere Struktur einnehmen konnten, weil wir dafür zu kurz in Ballbesitz waren. Auch verloren wir die Bälle häufig nach langen Schlägen aus der Abwehr. Ein Kurzpassspiel, mit einem mehr oder weniger erwarten Fehler im letzten Drittel, gab es dann kaum.
Mit anderen Worten: Der Gegner zerstörte alle Mechanismen, die zuvor unsere Defensive stark gemacht hatten und reduzierte die Defensive auf individuelle Aspekte im 1gegen1.

Diese Gefahr besteht für mich auch zukünftig.

Um sich dagegen abzusichern, würde ich aber ebenfalls Lösungen im Ballbesitz bevorzugen. Spieler, die sich durch ihre Dynamik vom Gegenspieler lösen können und/oder dribbelstark sind, würden helfen.
Taktisch kann und muss man sicher auch einiges tun. Bei Favre gefällt mir zum Beispiel, dass er bei Gladbach auch mal mit Torwartkette spielen ließ (siehe hier). Dadurch wird der einzige Mann, der immer frei ist (der Torwart), stärker in die Spieleröffnung einbezogen.
Aber wir sind hier ja im Transferpolitik Thread.

Mit würde es am besten gefallen, wenn man einen Spielertyp wie Dahoud verpflichten würde. Dieser kann das Aufbauspiel tragen und dafür sorgen, dass der Ballbesitz steigt, um Strukturen herzustellen. Auch kann er sich von einem Gegenspieler mit und ohne Ball lösen, weil Dribbelfähigkeiten und Dynamik vorhanden sind.

Nun kritisiere ich andauernd die defensiven Fähigkeiten unserer Mittelfeldspieler und mit einem zweiten Dahoud wird dies nicht besser.
Aber wie geschrieben, erhoffe ich mir eine stärkerer Defensive aufgrund eines besseren Ballbesitzspiels.
Der andere Punkt ist, dass zwei solcher Spielertypen es ermöglichen sollten, einen rein defensiven Spieler an ihre Seite zu stellen, ohne zu viel an Dominanz zu verlieren.
Während Tuchel 2016/2017 zum Beispiel mit Weigl, Rode und Götze Probleme hatte durch das gegnerische Mittelfeld zu spielen (siehe Hinspiel gegen RB), würde ich die Aussichten dafür mit Dahoud, Rode und einen weiteren Spieler wie Dahoud deutlich besser einschätzen.
So kann das Defensivverhalten eventuell gestärkt werden, ohne einen Defensivspieler der höchsten Kategorie zu benötigen, der neben Fähigkeiten gegen den Ball auch das Ballbesitzspiel tragen müsste.

Größtes Problem ist für mich, welcher geeignete, spielstarke DM/ZM für uns überhaupt verfügbar wäre. Damit der uns schnell weiterhelfen kann, sollte dieser Spieler mindestens auf (besser über) dem Niveau von Dahoud sein (Dahoud sehe ich nicht so stark wie es vielleicht scheint. Er ist für mich nur der Spielertyp, den wir brauchen).
Keine Ahnung, ob wir in der Kategorie Kovacic oder Seri bei irgendjemand Chancen hätten. Ansonsten würde ich mir jemanden mit Talentstatus wünschen.
Unser Gomez ist vermutlich zu offensiv und noch zu grün für diese Rolle, oder?

Dazu dann noch einen Mittelfeldspieler mit ausgeprägteren athletischen und defensiven Fähigkeiten. Den würde ich aber eher als wichtige Kaderergänzung sehen und daher weniger Geld dafür in die Hand nehmen wollen. Eventuell könnte dieser Spieler auch Rode sein. Aber ich bin sehr skeptisch, dass dieser plötzlich konstant zur Verfügung steht. Daher würde ich einen weiteren Spieler bevorzugen.


Offenbar sind wir uns ziemlich einig. Es wird ja immer gerne gesagt, dass Spieler A nicht dynamisch sei und Spieler B ein Flash. Nur was macht das auf Profiniveau bei der Frage des Lösens vom Gegner im Vergleich zu Automatismen bei eben dem Spielaufbau aus. Nichts. Das hat man doch bei Bocz gesehen. Was bringt es, wen sich ein Spieler irgendwie aus der Manndeckung befreien kann, wenn dann der Pass nicht kommt. Wie gesagt. Gruppentaktisches Verhalten eben. Dieses hatte Bosz nicht ausreichend trainieren lassen. Dazu war er nicht in der Lage sein System anzupassen. Etwas, was eben auch enorm wichtig für einen Trainer ist.

Aber natürlich. Es ist eben vor allem eine Qualitätsfrage. Und da würde ich auch noch nachlegen. Seri und Kovacic sind sicher keine realistischen Option. Schwierig...Khedira wird ja auch nicht kommen. Schwierig. Dazu muss man auch erst mal schauen, wer bleibt, wer kommt...wer sich noch wie entwickelt.

Warum siehst Du Dahoud eigentlich als defensiv stärker an als Götze? Götze ist erfahrener (vor allem auch in Top-Mannschaften, die auf Ballbesitz spielen), kräftiger und hat auch die besseren Zweikampfwerte. Ich sehe Götze zwar auch eher als offensiven Achter oder eben Zehner, aber ich könnte mir Götze auch in der Dahoud-Rolle vorstellen. Aber wir denken eh noch viel zu statisch. Die Mitspieler sind eben absolut entscheidend. Wer kommt als MS? Bleibt Socke oder kommt ein Ersatz (oder wird Akanji Stamm)? Bleibt Weigl, wenn Pep oder Tuchel wirklich ernst machen? Kommt ein offensiver AV?

Warum sollte sich Rode nicht erholen? Aber das müssen die Ärzte beantworten. Es macht ja gar keinen Sinn einen fitten Rode im Kader zu haben und dann einen neuen Spieler zu holen.

Es wird ja auch auf den Trainer ankommen. Wie ein Favre hier spielen lassen wird? In Nizza und in Gladbach war es Umschaltfußball auf hohem technischen Niveau. Aber kein Ballbesitzfußball. Aber wer weiß. Favre ist ja bekennender Barca-Fan. Und in Dortmund hätte er ja eine der Top 3 Mannschaften der Liga (und wohl weniger Mannschaften, gegen die er kontern kann).
BVB - Transferpolitik |#10760
28.03.2018 - 08:06 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von mba123

Stellungsspiel und Ballbesitzfußball sehe ich auch als wichtigste Aspekte, um unsere Defensive zu stabilisieren. Durch diese Mittel schafft es Pep, die Gegner so unter Druck zu setzen wie es keine andere Mannschaft vermag.
Auch Bosz konnte zu Saisonbeginn die Gegner auf diese Weise zu frühen Ballverlusten zwingen, obwohl wir individuell gesehen eher defensivschwach daherkamen.
Allerdings haben die Gegner kluge Anpassungen vorgenommen. Während sie zu Saisonbeginn noch meistens passiv agierten, haben sie später auf Manndeckungen über den ganzen Platz umgestellt. So standen schon unsere Innenverteidiger beim Spielaufbau unter Druck und hatten keine freien Anspielstationen. Das führte dazu, dass wir erst gar nicht die von Bosz gewollte, saubere Struktur einnehmen konnten, weil wir dafür zu kurz in Ballbesitz waren. Auch verloren wir die Bälle häufig nach langen Schlägen aus der Abwehr. Ein Kurzpassspiel, mit einem mehr oder weniger erwarten Fehler im letzten Drittel, gab es dann kaum.
Mit anderen Worten: Der Gegner zerstörte alle Mechanismen, die zuvor unsere Defensive stark gemacht hatten und reduzierte die Defensive auf individuelle Aspekte im 1gegen1.

Diese Gefahr besteht für mich auch zukünftig.

Um sich dagegen abzusichern, würde ich aber ebenfalls Lösungen im Ballbesitz bevorzugen. Spieler, die sich durch ihre Dynamik vom Gegenspieler lösen können und/oder dribbelstark sind, würden helfen.
Taktisch kann und muss man sicher auch einiges tun. Bei Favre gefällt mir zum Beispiel, dass er bei Gladbach auch mal mit Torwartkette spielen ließ (siehe hier). Dadurch wird der einzige Mann, der immer frei ist (der Torwart), stärker in die Spieleröffnung einbezogen.
Aber wir sind hier ja im Transferpolitik Thread.

Mit würde es am besten gefallen, wenn man einen Spielertyp wie Dahoud verpflichten würde. Dieser kann das Aufbauspiel tragen und dafür sorgen, dass der Ballbesitz steigt, um Strukturen herzustellen. Auch kann er sich von einem Gegenspieler mit und ohne Ball lösen, weil Dribbelfähigkeiten und Dynamik vorhanden sind.

Nun kritisiere ich andauernd die defensiven Fähigkeiten unserer Mittelfeldspieler und mit einem zweiten Dahoud wird dies nicht besser.
Aber wie geschrieben, erhoffe ich mir eine stärkerer Defensive aufgrund eines besseren Ballbesitzspiels.
Der andere Punkt ist, dass zwei solcher Spielertypen es ermöglichen sollten, einen rein defensiven Spieler an ihre Seite zu stellen, ohne zu viel an Dominanz zu verlieren.
Während Tuchel 2016/2017 zum Beispiel mit Weigl, Rode und Götze Probleme hatte durch das gegnerische Mittelfeld zu spielen (siehe Hinspiel gegen RB), würde ich die Aussichten dafür mit Dahoud, Rode und einen weiteren Spieler wie Dahoud deutlich besser einschätzen.
So kann das Defensivverhalten eventuell gestärkt werden, ohne einen Defensivspieler der höchsten Kategorie zu benötigen, der neben Fähigkeiten gegen den Ball auch das Ballbesitzspiel tragen müsste.

Größtes Problem ist für mich, welcher geeignete, spielstarke DM/ZM für uns überhaupt verfügbar wäre. Damit der uns schnell weiterhelfen kann, sollte dieser Spieler mindestens auf (besser über) dem Niveau von Dahoud sein (Dahoud sehe ich nicht so stark wie es vielleicht scheint. Er ist für mich nur der Spielertyp, den wir brauchen).
Keine Ahnung, ob wir in der Kategorie Kovacic oder Seri bei irgendjemand Chancen hätten. Ansonsten würde ich mir jemanden mit Talentstatus wünschen.
Unser Gomez ist vermutlich zu offensiv und noch zu grün für diese Rolle, oder?

Dazu dann noch einen Mittelfeldspieler mit ausgeprägteren athletischen und defensiven Fähigkeiten. Den würde ich aber eher als wichtige Kaderergänzung sehen und daher weniger Geld dafür in die Hand nehmen wollen. Eventuell könnte dieser Spieler auch Rode sein. Aber ich bin sehr skeptisch, dass dieser plötzlich konstant zur Verfügung steht. Daher würde ich einen weiteren Spieler bevorzugen.


Offenbar sind wir uns ziemlich einig. Es wird ja immer gerne gesagt, dass Spieler A nicht dynamisch sei und Spieler B ein Flash. Nur was macht das auf Profiniveau bei der Frage des Lösens vom Gegner im Vergleich zu Automatismen bei eben dem Spielaufbau aus. Nichts. Das hat man doch bei Bocz gesehen. Was bringt es, wen sich ein Spieler irgendwie aus der Manndeckung befreien kann, wenn dann der Pass nicht kommt. Wie gesagt. Gruppentaktisches Verhalten eben. Dieses hatte Bosz nicht ausreichend trainieren lassen. Dazu war er nicht in der Lage sein System anzupassen. Etwas, was eben auch enorm wichtig für einen Trainer ist.

Aber natürlich. Es ist eben vor allem eine Qualitätsfrage. Und da würde ich auch noch nachlegen. Seri und Kovacic sind sicher keine realistischen Option. Schwierig...Khedira wird ja auch nicht kommen. Schwierig. Dazu muss man auch erst mal schauen, wer bleibt, wer kommt...wer sich noch wie entwickelt.

Warum siehst Du Dahoud eigentlich als defensiv stärker an als Götze? Götze ist erfahrener (vor allem auch in Top-Mannschaften, die auf Ballbesitz spielen), kräftiger und hat auch die besseren Zweikampfwerte. Ich sehe Götze zwar auch eher als offensiven Achter oder eben Zehner, aber ich könnte mir Götze auch in der Dahoud-Rolle vorstellen. Aber wir denken eh noch viel zu statisch. Die Mitspieler sind eben absolut entscheidend. Wer kommt als MS? Bleibt Socke oder kommt ein Ersatz (oder wird Akanji Stamm)? Bleibt Weigl, wenn Pep oder Tuchel wirklich ernst machen? Kommt ein offensiver AV?

Warum sollte sich Rode nicht erholen? Aber das müssen die Ärzte beantworten. Es macht ja gar keinen Sinn einen fitten Rode im Kader zu haben und dann einen neuen Spieler zu holen.

Es wird ja auch auf den Trainer ankommen. Wie ein Favre hier spielen lassen wird? In Nizza und in Gladbach war es Umschaltfußball auf hohem technischen Niveau. Aber kein Ballbesitzfußball. Aber wer weiß. Favre ist ja bekennender Barca-Fan. Und in Dortmund hätte er ja eine der Top 3 Mannschaften der Liga (und wohl weniger Mannschaften, gegen die er kontern kann).


Wieder eine Frage der Verfügbarkeit, aber: What about Guerreiro? Ich fand schon, dass er durchaus Ballschlepper-Qualitäten mitbringt und technisch hat der alle Lösungen zumindest mal drauf. Der würde uns zudem auch nichts zusätzlich kosten. Nur die Robustheit lässt halt zu wünschen übrig.

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