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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#15381
15.07.2020 - 12:39 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von 1a2a3a

Sagen wir Hazard ziehst du nach hinten.Wen nimmst du für die Außen?Sancho geht und dann stehen wir quasi ohne wirkliche Außen da.Falls Favre auf 4-3-3 wechselt ohne Flügel wird es schon schwierig.Ok könntest dann immer noch eine Raute spielen lassen aber dann hast du noch die Probleme von Hummels in einer 4er Kette+Fragezeichen im MF.

Malang Sarr wäre theo. eine Möglichkeit für LV/LIV.


Ich würde Hazard in keinem Fall nach hinten ziehen. Ich halte ihn nur auf der Offensivposition für einen überdurchschnittlichen Verteidiger. Weiter hinten fehlen mir gewisse Dinge, nicht nur bezogen auf Fähigkeiten, um mir bei Hazard auch eine defensivere Position langfristig vorstellen zu können. Ich wüsste aber auch systemunabhängig nicht, warum man Hazard hinten braucht:

3er Kette

Guerreiro--------Zagadou----------Hummels--------Akanji--------Morey
Schmelzer----LV/LIV-Hybrid-----------Can---------Piszczek------Meunier

4er Kette

LV/LIV-Hybrid-----Hummels-------Akanji---------Meunier
Schmelzer----------Zagadou------Piszczek----------Morey

Bei 4er Kette würde Guerreiro dann je nach Anordnung ins LZM, LM oder auf LA spielen, was meines Erachtens auch schon der Plan vor der abgelaufenen Saison war. Hazard würde analog eingesetzt werden, allerdings nicht als LZM, dafür optional noch in einer potenziellen Doppelspitze. Geht Sancho, kommt es dann eben vor der Kette darauf an, wie man konkret plant oder ob man variabel sein will. Ein Torres bspw. spräche meines Erachtens mehr für ein 4-3-3, als ein 4-4-2, ob mit Raute oder flach. Dazu eben Guerreiro, Reus und Hazard, die in allen Anordnungen mindestens eine Offensivposition abdecken können:

4-3-3 / 3-4-3:

LA: Reus, Guerreiro, (Sancho-Nachfolger), (Brandt), (Reyna)
RA: Sancho-Nachfolger, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 flach:

LM: Guerreiro, (Sancho-Nachfolger)
RM: Hazard, (Sancho-Nachfolger)
HS: Reus, (Brandt), (Reyna), (Hazard),
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 Raute:

DM: Witsel, Can, Raschl
LZM: Guerreiro, Delaney, (Bellingham)
RZM: Bellingham, Dahoud, (Can), (Raschl), (Brandt)
OM: Brandt, Reyna, (Reus), (Bellingham)
HS: Reus, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

Beim Rautensystem habe ich mal absichtlich noch keinen Sancho-Nachfolger gesetzt, da hier vieles denkbar ist, was dann aber eben auch auf die Abgänge (Delaney, Dahoud) sowie die Bewertung der Besetzung im HS und MS ankäme. Ein Torres könnte zwar RZM und OM spielen, aber seine aktuell beste Position gäbe es in der Offensive nicht. Daher käme es darauf an, ob man ihn als RZM plant, trotz Bellingham, da ich im OM nicht den Bedarf sehe oder ob man auf HS/MS die Sancho-Nachfolge ganz anders angeht. In dem Fall würde ich mir aber dennoch einen flexiblen, hochtalentierten Spieler wünschen, wie bspw. Gabriel Veron.

Im Grunde ist nur das flache 4-4-2 unterbesetzt, ausgehend vom aktuellen Kader + Bellingham, dessen Transfer sehr wahrscheinlich ist. Bellingham hat bei Birmingham übrigens auch schon alles gespielt im 4-4-2, auch wenn ich ihn mittelfristig schon sehr klar im ZM erwarte.

Sarr ist ansonsten sicher ein naheliegender Name für den LV-LIV-Hybrid, aber ich glaube, dass der sehr favrespezifisch wäre und sich mit Hummels auch nicht optimal ergänzt, da er selbst sehr aggressiv antizipativ nach vorne verteidigt und in der Absicherung nicht besonders stark ist. Hatte das im oQ Thread zuletzt aber schon mal alles dargestellt, was ich da als Optionen sehe.

Schmelzer als Ersatz für Guerreiro im LM würde ich als problematisch erwarten. Dann würde ich eher Morey dort sehen wollen oder eben Hazard. Hazard spielt das in der Nationalmannschaft. Dann sollte es bei uns eigentlich für die Backup Position in jedem Fall reichen. Allerdings habe ich Belgien länger nicht mehr verfolgt und an Hazards Spiel bei der WM 2018 gegen England als LM kann ich mich beispielsweise überhaupt nicht mehr erinnern.

Wenn Hazard auch als LM eine Option wäre, würden wir vorne umso mehr eine weitere Alternative brauchen. Ich denke, dort findet man aber leichter einen geeigneten Kandidaten.
Ein LM, der stark genug ist, Guerreiro zu vertreten, ist schwieriger zu finden. Zudem sollte der Neue noch eine Ausweichposition besitzen, um insgesamt genug Spielzeit zu erhalten.

Ein LV-/LIV-Hybrid würde mir gefallen; vermutlich aber auch schwer zu finden sein, je nach dem welche Anforderungen man an diesen Spieler hätte.
Er sollte wohl stark genug sein, um bei Ausfällen einzuspringen; also weiter als Balerdi sein.
Dieses Niveau müsste er dann auf zwei Positionen abrufen, damit die Dreierkette gestärkt und die Viererkette zur Option wird.
Wenn man so einen Profil sucht, in dem der Spieler zwei recht unterschiedliche Position beherrschen soll, muss man oft Abstriche bei der Qualität machen, denke ich.
Beispielsweise wären reine Verteidiger, die nur Dreierkette und IV in der Viererkette spielen können, generell auf einem höheren Niveau auf ihren Positionen.
Aber letztendlich kommt es darauf an, was aktuell für Spieler möglich wären. Wenn der Hybrid auf beiden Positionen nur ein Kompromiss wäre, würde ich Abstand von ihm nehmen. Ansonsten wäre er sehr willkommen.
BVB - Transferpolitik |#15382
15.07.2020 - 13:02 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von BVBBC

Zitat von 1a2a3a

Sagen wir Hazard ziehst du nach hinten.Wen nimmst du für die Außen?Sancho geht und dann stehen wir quasi ohne wirkliche Außen da.Falls Favre auf 4-3-3 wechselt ohne Flügel wird es schon schwierig.Ok könntest dann immer noch eine Raute spielen lassen aber dann hast du noch die Probleme von Hummels in einer 4er Kette+Fragezeichen im MF.

Malang Sarr wäre theo. eine Möglichkeit für LV/LIV.


Ich würde Hazard in keinem Fall nach hinten ziehen. Ich halte ihn nur auf der Offensivposition für einen überdurchschnittlichen Verteidiger. Weiter hinten fehlen mir gewisse Dinge, nicht nur bezogen auf Fähigkeiten, um mir bei Hazard auch eine defensivere Position langfristig vorstellen zu können. Ich wüsste aber auch systemunabhängig nicht, warum man Hazard hinten braucht:

3er Kette

Guerreiro--------Zagadou----------Hummels--------Akanji--------Morey
Schmelzer----LV/LIV-Hybrid-----------Can---------Piszczek------Meunier

4er Kette

LV/LIV-Hybrid-----Hummels-------Akanji---------Meunier
Schmelzer----------Zagadou------Piszczek----------Morey

Bei 4er Kette würde Guerreiro dann je nach Anordnung ins LZM, LM oder auf LA spielen, was meines Erachtens auch schon der Plan vor der abgelaufenen Saison war. Hazard würde analog eingesetzt werden, allerdings nicht als LZM, dafür optional noch in einer potenziellen Doppelspitze. Geht Sancho, kommt es dann eben vor der Kette darauf an, wie man konkret plant oder ob man variabel sein will. Ein Torres bspw. spräche meines Erachtens mehr für ein 4-3-3, als ein 4-4-2, ob mit Raute oder flach. Dazu eben Guerreiro, Reus und Hazard, die in allen Anordnungen mindestens eine Offensivposition abdecken können:

4-3-3 / 3-4-3:

LA: Reus, Guerreiro, (Sancho-Nachfolger), (Brandt), (Reyna)
RA: Sancho-Nachfolger, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 flach:

LM: Guerreiro, (Sancho-Nachfolger)
RM: Hazard, (Sancho-Nachfolger)
HS: Reus, (Brandt), (Reyna), (Hazard),
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 Raute:

DM: Witsel, Can, Raschl
LZM: Guerreiro, Delaney, (Bellingham)
RZM: Bellingham, Dahoud, (Can), (Raschl), (Brandt)
OM: Brandt, Reyna, (Reus), (Bellingham)
HS: Reus, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

Beim Rautensystem habe ich mal absichtlich noch keinen Sancho-Nachfolger gesetzt, da hier vieles denkbar ist, was dann aber eben auch auf die Abgänge (Delaney, Dahoud) sowie die Bewertung der Besetzung im HS und MS ankäme. Ein Torres könnte zwar RZM und OM spielen, aber seine aktuell beste Position gäbe es in der Offensive nicht. Daher käme es darauf an, ob man ihn als RZM plant, trotz Bellingham, da ich im OM nicht den Bedarf sehe oder ob man auf HS/MS die Sancho-Nachfolge ganz anders angeht. In dem Fall würde ich mir aber dennoch einen flexiblen, hochtalentierten Spieler wünschen, wie bspw. Gabriel Veron.

Im Grunde ist nur das flache 4-4-2 unterbesetzt, ausgehend vom aktuellen Kader + Bellingham, dessen Transfer sehr wahrscheinlich ist. Bellingham hat bei Birmingham übrigens auch schon alles gespielt im 4-4-2, auch wenn ich ihn mittelfristig schon sehr klar im ZM erwarte.

Sarr ist ansonsten sicher ein naheliegender Name für den LV-LIV-Hybrid, aber ich glaube, dass der sehr favrespezifisch wäre und sich mit Hummels auch nicht optimal ergänzt, da er selbst sehr aggressiv antizipativ nach vorne verteidigt und in der Absicherung nicht besonders stark ist. Hatte das im oQ Thread zuletzt aber schon mal alles dargestellt, was ich da als Optionen sehe.

Schmelzer als Ersatz für Guerreiro im LM würde ich als problematisch erwarten. Dann würde ich eher Morey dort sehen wollen oder eben Hazard. Hazard spielt das in der Nationalmannschaft. Dann sollte es bei uns eigentlich für die Backup Position in jedem Fall reichen. Allerdings habe ich Belgien länger nicht mehr verfolgt und an Hazards Spiel bei der WM 2018 gegen England als LM kann ich mich beispielsweise überhaupt nicht mehr erinnern.

Wenn Hazard auch als LM eine Option wäre, würden wir vorne umso mehr eine weitere Alternative brauchen. Ich denke, dort findet man aber leichter einen geeigneten Kandidaten.
Ein LM, der stark genug ist, Guerreiro zu vertreten, ist schwieriger zu finden. Zudem sollte der Neue noch eine Ausweichposition besitzen, um insgesamt genug Spielzeit zu erhalten.

Ein LV-/LIV-Hybrid würde mir gefallen; vermutlich aber auch schwer zu finden sein, je nach dem welche Anforderungen man an diesen Spieler hätte.
Er sollte wohl stark genug sein, um bei Ausfällen einzuspringen; also weiter als Balerdi sein.
Dieses Niveau müsste er dann auf zwei Positionen abrufen, damit die Dreierkette gestärkt und die Viererkette zur Option wird.
Wenn man so einen Profil sucht, in dem der Spieler zwei recht unterschiedliche Position beherrschen soll, muss man oft Abstriche bei der Qualität machen, denke ich.
Beispielsweise wären reine Verteidiger, die nur Dreierkette und IV in der Viererkette spielen können, generell auf einem höheren Niveau auf ihren Positionen.
Aber letztendlich kommt es darauf an, was aktuell für Spieler möglich wären. Wenn der Hybrid auf beiden Positionen nur ein Kompromiss wäre, würde ich Abstand von ihm nehmen. Ansonsten wäre er sehr willkommen.


Die Sache ist bei uns ist der LWB hauptverantwortlich für den Ballvortrag und wir spielen recht wenig über das Zentrum, weil uns auch die Spieler fehlen bzw. die, die es theo. könnten verletzt sind.D.h. Unser LWB muss entweder Typus Guerreiro/Morey sein oder eine LV/LIV Hybrid und wie ich und @BVBBC sagte wäre die Favre orientierte Möglichkeit Sarr aber dann muss man sehen wie es mit Hummels passt.

btw. BVBBC auf welcher Seite war dein Post zu den Möglichkeiten im oQ Thread?Ich konnte es nicht auf die Schnelle finden.
BVB - Transferpolitik |#15383
15.07.2020 - 13:17 Uhr
Die Option mit einem Talent als Backup, gab es ja schon einmal mit Isak und ist krachend gescheitert, da er keine Spielpraxis bekommen hat, die so jemand eben braucht. Genau das könnte mit Hlozek auch passieren, weshalb ich so einen Transfer für sehr gefährlich halte.
Wenn, dann müsste man entweder jemanden finden, der sich mit der Position als Bankdrücker zufrieden gibt, aber dennoch die Qualität hat, das Offensivspiel zu bereichern (was sehr schwer werden würde), oder jemanden der vielseitig einsetzbar ist und auch auf anderen Positionen zum Einsatz kommen könnte und so auf seine Einsatzzeit kommt. Das wäre jedoch die Variante Hazard nur mit neuem Personal.
Im Grunse genommen gebe ich dir aber recht: Gerade mit dem engen Spielplan und mit Favre, der ja sehrwohl ein Freund davon ist, Spieler auch mal zu schonen, wäre ein Ersatz außerhalb von Mukoko wichtig. Ansonsten könnte die Variante mit Hazard im Sturm zu einer Dauer-Ersatzlösung werden, wodurch unsere Offensive jedoch enorm an Qualität einbüßt.
BVB - Transferpolitik |#15384
15.07.2020 - 13:24 Uhr
Zitat von 1a2a3a
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von 1a2a3a

Sagen wir Hazard ziehst du nach hinten.Wen nimmst du für die Außen?Sancho geht und dann stehen wir quasi ohne wirkliche Außen da.Falls Favre auf 4-3-3 wechselt ohne Flügel wird es schon schwierig.Ok könntest dann immer noch eine Raute spielen lassen aber dann hast du noch die Probleme von Hummels in einer 4er Kette+Fragezeichen im MF.

Malang Sarr wäre theo. eine Möglichkeit für LV/LIV.


Ich würde Hazard in keinem Fall nach hinten ziehen. Ich halte ihn nur auf der Offensivposition für einen überdurchschnittlichen Verteidiger. Weiter hinten fehlen mir gewisse Dinge, nicht nur bezogen auf Fähigkeiten, um mir bei Hazard auch eine defensivere Position langfristig vorstellen zu können. Ich wüsste aber auch systemunabhängig nicht, warum man Hazard hinten braucht:

3er Kette

Guerreiro--------Zagadou----------Hummels--------Akanji--------Morey
Schmelzer----LV/LIV-Hybrid-----------Can---------Piszczek------Meunier

4er Kette

LV/LIV-Hybrid-----Hummels-------Akanji---------Meunier
Schmelzer----------Zagadou------Piszczek----------Morey

Bei 4er Kette würde Guerreiro dann je nach Anordnung ins LZM, LM oder auf LA spielen, was meines Erachtens auch schon der Plan vor der abgelaufenen Saison war. Hazard würde analog eingesetzt werden, allerdings nicht als LZM, dafür optional noch in einer potenziellen Doppelspitze. Geht Sancho, kommt es dann eben vor der Kette darauf an, wie man konkret plant oder ob man variabel sein will. Ein Torres bspw. spräche meines Erachtens mehr für ein 4-3-3, als ein 4-4-2, ob mit Raute oder flach. Dazu eben Guerreiro, Reus und Hazard, die in allen Anordnungen mindestens eine Offensivposition abdecken können:

4-3-3 / 3-4-3:

LA: Reus, Guerreiro, (Sancho-Nachfolger), (Brandt), (Reyna)
RA: Sancho-Nachfolger, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 flach:

LM: Guerreiro, (Sancho-Nachfolger)
RM: Hazard, (Sancho-Nachfolger)
HS: Reus, (Brandt), (Reyna), (Hazard),
MS: Haland, (Reus), Moukoko

4-4-2 Raute:

DM: Witsel, Can, Raschl
LZM: Guerreiro, Delaney, (Bellingham)
RZM: Bellingham, Dahoud, (Can), (Raschl), (Brandt)
OM: Brandt, Reyna, (Reus), (Bellingham)
HS: Reus, Hazard, (Brandt), (Reyna)
MS: Haland, (Reus), Moukoko

Beim Rautensystem habe ich mal absichtlich noch keinen Sancho-Nachfolger gesetzt, da hier vieles denkbar ist, was dann aber eben auch auf die Abgänge (Delaney, Dahoud) sowie die Bewertung der Besetzung im HS und MS ankäme. Ein Torres könnte zwar RZM und OM spielen, aber seine aktuell beste Position gäbe es in der Offensive nicht. Daher käme es darauf an, ob man ihn als RZM plant, trotz Bellingham, da ich im OM nicht den Bedarf sehe oder ob man auf HS/MS die Sancho-Nachfolge ganz anders angeht. In dem Fall würde ich mir aber dennoch einen flexiblen, hochtalentierten Spieler wünschen, wie bspw. Gabriel Veron.

Im Grunde ist nur das flache 4-4-2 unterbesetzt, ausgehend vom aktuellen Kader + Bellingham, dessen Transfer sehr wahrscheinlich ist. Bellingham hat bei Birmingham übrigens auch schon alles gespielt im 4-4-2, auch wenn ich ihn mittelfristig schon sehr klar im ZM erwarte.

Sarr ist ansonsten sicher ein naheliegender Name für den LV-LIV-Hybrid, aber ich glaube, dass der sehr favrespezifisch wäre und sich mit Hummels auch nicht optimal ergänzt, da er selbst sehr aggressiv antizipativ nach vorne verteidigt und in der Absicherung nicht besonders stark ist. Hatte das im oQ Thread zuletzt aber schon mal alles dargestellt, was ich da als Optionen sehe.

Schmelzer als Ersatz für Guerreiro im LM würde ich als problematisch erwarten. Dann würde ich eher Morey dort sehen wollen oder eben Hazard. Hazard spielt das in der Nationalmannschaft. Dann sollte es bei uns eigentlich für die Backup Position in jedem Fall reichen. Allerdings habe ich Belgien länger nicht mehr verfolgt und an Hazards Spiel bei der WM 2018 gegen England als LM kann ich mich beispielsweise überhaupt nicht mehr erinnern.

Wenn Hazard auch als LM eine Option wäre, würden wir vorne umso mehr eine weitere Alternative brauchen. Ich denke, dort findet man aber leichter einen geeigneten Kandidaten.
Ein LM, der stark genug ist, Guerreiro zu vertreten, ist schwieriger zu finden. Zudem sollte der Neue noch eine Ausweichposition besitzen, um insgesamt genug Spielzeit zu erhalten.

Ein LV-/LIV-Hybrid würde mir gefallen; vermutlich aber auch schwer zu finden sein, je nach dem welche Anforderungen man an diesen Spieler hätte.
Er sollte wohl stark genug sein, um bei Ausfällen einzuspringen; also weiter als Balerdi sein.
Dieses Niveau müsste er dann auf zwei Positionen abrufen, damit die Dreierkette gestärkt und die Viererkette zur Option wird.
Wenn man so einen Profil sucht, in dem der Spieler zwei recht unterschiedliche Position beherrschen soll, muss man oft Abstriche bei der Qualität machen, denke ich.
Beispielsweise wären reine Verteidiger, die nur Dreierkette und IV in der Viererkette spielen können, generell auf einem höheren Niveau auf ihren Positionen.
Aber letztendlich kommt es darauf an, was aktuell für Spieler möglich wären. Wenn der Hybrid auf beiden Positionen nur ein Kompromiss wäre, würde ich Abstand von ihm nehmen. Ansonsten wäre er sehr willkommen.


Die Sache ist bei uns ist der LWB hauptverantwortlich für den Ballvortrag und wir spielen recht wenig über das Zentrum, weil uns auch die Spieler fehlen bzw. die, die es theo. könnten verletzt sind.D.h. Unser LWB muss entweder Typus Guerreiro/Morey sein oder eine LV/LIV Hybrid und wie ich und @BVBBC sagte wäre die Favre orientierte Möglichkeit Sarr aber dann muss man sehen wie es mit Hummels passt.

btw. BVBBC auf welcher Seite war dein Post zu den Möglichkeiten im oQ Thread?Ich konnte es nicht auf die Schnelle finden.


https://www.transfermarkt.de/transferspekulationen-ohne-quelle/thread/forum/12/thread_id/805592/page/292#anchor_3989816

Der Einwand ist berechtigt, dass der Ballvortrag bislang sehr stark über den LSS geht. Allerdings wäre vor allem in der Raute dahingehend keine Veränderung für Guerreiro feststellbar, da er ja selbst als Schiene sehr stark ins Zentrum tendierte, sodass die positionellen Unterschiede nicht mehr sonderlich groß sind. Defensiv könnte man zudem verschiedenste Überlegungen anstellen, ob man aus dem 4-4-2 Raute dann in ein flaches 4-4-2 geht oder eben zurück zur 3er Kette, womit es für Guerreiro dasselbe wäre, da der LV-LIV-Hybrid in die Kette einrückt. Auch im 4-3-3 könnte man ihn entsprechend einbinden, da er sich für eine Raute und damit auch die weiteren Transformationen relativ schnell wiederhergestellt wären. Vorausgesetzt, dass das überhaupt nötig ist. Eigentlich halte ich das Zentrum für spielstark genug mittlerweile, aber man hat sich dahingehend öfters selbst geschwächt, indem man Abschlussspieler und/oder Kämpfer bevorzugt hat ...
BVB - Transferpolitik |#15385
15.07.2020 - 14:10 Uhr
Zitat von 9zehnnullneun
Die Option mit einem Talent als Backup, gab es ja schon einmal mit Isak und ist krachend gescheitert, da er keine Spielpraxis bekommen hat, die so jemand eben braucht. Genau das könnte mit Hlozek auch passieren, weshalb ich so einen Transfer für sehr gefährlich halte.
Wenn, dann müsste man entweder jemanden finden, der sich mit der Position als Bankdrücker zufrieden gibt, aber dennoch die Qualität hat, das Offensivspiel zu bereichern (was sehr schwer werden würde), oder jemanden der vielseitig einsetzbar ist und auch auf anderen Positionen zum Einsatz kommen könnte und so auf seine Einsatzzeit kommt. Das wäre jedoch die Variante Hazard nur mit neuem Personal.
Im Grunse genommen gebe ich dir aber recht: Gerade mit dem engen Spielplan und mit Favre, der ja sehrwohl ein Freund davon ist, Spieler auch mal zu schonen, wäre ein Ersatz außerhalb von Mukoko wichtig. Ansonsten könnte die Variante mit Hazard im Sturm zu einer Dauer-Ersatzlösung werden, wodurch unsere Offensive jedoch enorm an Qualität einbüßt.

Habe leider keine nennenswerte Spiele der besagten Spieler gesehen, aber Hlozek und auch Marcias wären ja vom Profil her Talente für Sturm und ggf. mal als Option auf den Flügeln. Hlozek hat das laut Angaben hier sehr oft in Prag gespielt, Marcias soll ja sowieso ein wuseliger Typus sein?

Denke halt bei einem solchen Talent haben wir entweder Probleme mit Moukoko oder mit dem Talent selbst. Wir hatten eigentlich seit Klopps „Revolution“ kein Stürmertalent das als alleiniger Stürmer gegen einen etablierten Spieler durchbrach, Lewa machte es über die 10 & genug „Zeit“ während Barrios Verletzung, Aubameyang sammelte Spielzeit auf dem Flügel bevor er im Zweisturm brillierte. Isak danach ist gescheitert, Ginzcek und Ducksch davor mussten auch qualitätsbedingt gehen bevor sie im Profifussball Fuß fassen konnten, Håland kam mit einem Lauf und ohne klassische Konkurrenz. Ob wir halt 3 Stürmertalente gleichzeitig reifen lassen können ist die Frage, selbst wenn der neue Mann auch „mal“ auf den Flügel kann.

Ich hätte Mertens vor der VVL ja extrem charmant gefunden, Favretypus, wuselig, toller Abschluss und kann mindestens im 343 bestimmt toll auf dem Flügel performen, von der Position ist er ja mal ursprünglich in die Mitte gerückt. So ein Typus würde mir gut gefallen, aus der Hüfte geschossen fällt mir kein Beispiel ein.
BVB - Transferpolitik |#15386
15.07.2020 - 19:31 Uhr
Zitat von Angelo24293

Zitat von Limar

Wenn es um einen Stürmerbackup geht, fallen mir immer wieder zwei Namen ein.
Max KRuse wäre eher eine sehr günstige Lösung und als Backup fände ich ihn sehr gut.

Eine etwas schwierigere aber vielleicht doch bessere Lösung wäre Mariano Diaz.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Leihe aus seiner Sicht Sinn machen würde udn aufgrund der geringen Spielzeit bei REal und unserer guten Beziehungen dorthin würde ich es auf jeden Fall versuchen.

Welches Potenzial in ihm steckt, hat er schon bei Lyon bewiesen.
Für mich ein ähnlicher Spieler wie Alcacer, aber einfach technisch ein STück weit besser.


Diaz ist sicherlich ein guter Strümer, aber denke sein Anspruch ist es zu spielen und meinst du er wechselt vom BVB um da dann als BU zu fungieren? Also meine Wunschlösung wäre weiterhin Kruse, da er auch flexibler Einsetzbar ist. Diaz wäre jemand den man eventuell mit Haaland verrechnen könnte, wobei mir dann Jovic besser gefallen würde.


Mir fällt da noch ein Stürmer, eine – wahrscheinlich sehr günstige – Lösung ein, der so als Håland Back Up gut funktionieren könnte: Simon Terodde, ist auch ein Schrank sag ich mal… IMHO schon Schlechtere gesehen. Dazu kommt, MW 2.5 Mio. €, ursprünglich aus Bocholt – …

•     •     •

Nichts war früher besser.
Aber es gab Dinge, die waren früher einfach gut.
Und das wären sie auch heute noch. Wenn man die Finger davon gelassen hätte.
© J. Malmsheimer

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zeh-Lizenz am 15.07.2020 um 19:33 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15387
16.07.2020 - 10:02 Uhr
Zitat von Domsi
Zitat von Sahin18

Zitat von Domsi

Zitat von next80

Laut der Bild ist die Abfindung "nur" 2,5mio Euro. Wenn das einigermaßen stimmt, hat man alles richtig gemacht meiner Meinung nach.


Rode 15 Mio + 2,5 x 5Mio Gehalt abzüglich 5 Mio Transfererlöse
Götze 25 Mio + 4x 10 Mio
Schürrle 30 Mio + 2x 8,5 Mio + 2 x ?Mio + 2,5mio? abzüglich 1,4 Mio
= Minimum -131 Mio Euro

Alleine was mit diesen 3 Spielern innerhalb der letzten 4 Saisons für Geld verbrannt wurde gemessen am sportlichen Wert ist abenteuerlich.

Schulz wird sich ziemlich sicher dort einreihen.

Dazu Missverständnisse wie Phillip, Yarmolenk, Toljano oder scheinbar jetzt Balerdi und mit Abstrichen Dahoud.

Wir müssen dringend unsere Transferstrategie, vor allem was deutsche Spieler betrifft, hinterfragen. Die Fluktuation ist deutlich zu hoch, die Trefferquote bei deutschen Spielern extrem schlecht.
Die meisten Jungs sind Recht schnell wieder Weg. Insgesamt schon dramatisch, wenn man da so drüber schaut.
Ausreißer wie Pulisic, Dembele oder jetzt Sancho beschönigen diese miese Bilanz natürlich.


Dann zeig mir mal Vereine, wo das nicht so läuft? Am besten kommt man dann mit Bayern, die diese Summe mit Coutinho und Hernandez gefühlt allein in dieser Saison verbraten haben. Philipp, Yarmolenko, Toljan? Alle drei ohne großen Verlust verkauft.

Götze? Klar hat das aus diversen Gründen nicht funktioniert wie erhofft. Aber ihn in die gleiche Riege wie Schürrle zu hauen finde ich schon krass. Der hat letztes Jahr in der Rückrunde mit dafür gesorgt, dass wir überhaupt noch oben mitgespielt haben.

Dazu viele (voraussichtlich) sehr gute Transfers: Guerreiro, Zagadou, Reyna, Delaney, Witsel, Can, Hummels, Hazard, Brandt, Haaland. Wir haben grundsätzlich eine hohe Fluktuation. Das liegt aber vor allem daran, dass wir die ganz großen Spieler naturgemäß verloren haben in den letzten Jahren. Die zu ersetzen musste man stets auf unterschiedliche Schultern verteilen. Dass man es dabei geschafft hat kontinuierlich zu wachsen gibt dem Management eigentlich vollkommen recht. Von einer miesen Bilanz zu sprechen ist Hanebüchen. Ich wüsste im internationalen Spitzen-Fußball (Top 5 Ligen) keine zwei anderen Vereine, die ohne externe Geldgeber eine vergleichbare Entwicklung hingelegt haben in den 2010er Jahren. Freue mich aber auf deinen Input. Oder haben alle Vereine eine miese Bilanz und wir nur die beste der miesen? tongue

EDIT: Dass wir für dieses Trio leider, leider sehr viel Geld verbrannt haben sehe ich übrigens natürlich genauso. Die Folgerung halte ich aber für ganz schön daneben.


Verstehe mich nicht falsch, es geht hauptsächlich um die deutschen Spieler in diesem Zeitraum, welche als absolute Leistungsträger beim Transfer geplant waren.

Die zusätzliche Aufzählung bezieht sich dann auf die "Missverständnise drum herum, wo man sich mehr erhofft hat, die dann aber auch zumindest ein gewisses Maß an Leistung und Wiederverkaufswert mitgebracht haben.

Von den als Leistungsträger geplanten gibt's aber Stand heute die letzten 4 Jahre auf der Ebene 4 Totalausfälle gemessen am wirtschaftlichen Invest, 1 Nullsummenspiel mit Hummels und 1en positiven Faktor mit Brandt.

Dazu dann Fehlversuche mit Phillipp, Toljan, Toprak, Wolf und Dahoud.

Diese Bilanz war dann einfach um weitere Missverständnise garniert.

Insgesamt besteht der Kern der Aussage aber weiterhin: Bei deutschen Spielern liegen wir die letzten 4 Jahre zu häufig zu deutlich daneben. Des weiteren bezahlen wir durch die Bank für diese Spieler zu viel Geld. Selbst Toljan oder Phillip waren gemessen am Leistungsvermögen deutlich overpayed.

Hier muss definitiv was passieren. Ich habe das Gefühl,dass wir uns am deutschen Markt zu sehr auf oberflächliche Analysen verlassen weil man das Gefühl hat die Bundesliga ja in und auswendig zu kennen und dementsprechend hier bei der Recherche und den Verhandlungen schlampt bzw überschätzt und somit falsch bewertet.

Ich habe das mal hier rüber gezogen.

Ja, mit Rode, Götze und Schürrle haben wir viel Geld verloren.
Auch haben wir uns von Philipp, Toljan, Toprak und Dahoud mehr erhofft.

Ich weiß aber nicht, warum wir uns nach so oberflächlichen Kriterien in der Transferpolitik limitieren sollten.
Zuletzt fiel für mich zum Beispiel auch Can in diese grobe Kategorie. Den Transfer halte ich aber für einen guten Griff.

Wenn man Dahoud nennt, kann man auch Gündogan nennen. Gündogan war damals zum Zeitpunkt seines Wechsels auf einem ähnlichen Entwicklungsstand, denke ich.


Die Gründe für das Scheitern einiger Transfers lagen für mich sehr unterschiedlich.
Bei Götze hätten wir wahnsinnig viel gewonnen, wenn er an sein altes Niveau hätte anknüpfen können. Hier sind wir ins Risiko gegangen. Bei dem Transfer kommt es darauf an, inwieweit man wissen konnte, dass Götze nie mir seine Beweglichkeit und Spritzigkeit zurückerlangen würde.
Hier im Forum war man aus sportlicher Sicht generell sehr optimistisch gegenüber den Transfer. Keine Ahnung ob unsere Verantwortlichen wichtige Informationen hatten, die der Öffentlichkeit unbekannt waren.
Alles in allem erscheint mir ansonsten der Götze Transfer auch noch heute sinnvoll. Wenn wir das nächste Mal in gleichen Situation stecken und es geht positiv aus, hätte das den Fehler mit Götze mehr als überkompensiert.

Bei Rode und Schürrle spielten sicherlich ihre vielen Verletzungen eine Rolle. Hier stellt sich auch die Frage, ob man das hätte besser einschätzen können.
Beide hatten zudem das Pech in einer Umbruchsaison zu kommen. So krankte es bei uns durch die Abgänge von Gündogan, Mkhitaryan und Hummels im spielerischen Bereich. Schürrle und Rode sind dann die falschen, um das aufzufangen. Im Gegenteil, beide benötigen solche Spieler neben sich, damit ihre spielerische Schwächen ausgeglichen werden.
Vor allem Schürrle war damals viel zu teuer. Ich denke, er war auch nie als Leistungsträger zu erwarten, sondern jemand für den erweiterten Stamm. So zeigte Dembele zuvor schon in Frankreich seine herausragenden Fähigkeiten und Reus war sowieso gesetzt.
Als Spielertyp macht Schürrle, wie Tuchel erläuterte, dennoch Sinn. Schürrle arbeitet sehr viel für die Mannschaft und sollte die, mit Mkhitaryans Abgang verlorenen, Fähigkeiten auffangen. Gerade da Dembele in diesem Bereich schwächelte, passte das.
Der Fehler war hier für mich, dass man sich zu sehr Tuchels Wunsch beugte. So konnte ich die Verpflichtung von Schürrle zwar generell nachvollziehen, aber nicht zu dem Preis.

Nach Tuchel waren die vielen Trainerwechsel problematisch.
So waren Toprak und Dahoud wohl Tuchels Wunschspieler. Ich denke beispielsweise, dass Dahoud sehr gut zu Tuchels Spielweise gepasst hätte. Möglich, dass Dahoud vom System ähnlich wie Mkhitaryan profitiert hätte. Damit meine ich jetzt nicht, dass Dahoud dann weltklasse gespielt hätte, aber seinen Chancen auf die erste Elf wären wohl weit besser gewesen.
Ob Toprak von Tuchel profitiert hätte, mag ich nicht einzuschätzen. Allerdings konnte man eine Trainerabhängigkeit bei ihm feststellen. So war Toprak für mich unter Stöger unser bester Verteidiger und er zeigte, dass er das Niveau für den BVB hatte. Unter Favre war er dann aber wieder draußen.
Philipps Leistungen waren unter Bosz auch ganz ordentlich. Unter Stöger war das dann schon weniger. Unter Favre versagte Philipp im Sturmzentrum und bekam keine Chance auf den Außen, obwohl die Konkurrenz (Larsen, Pulisic) wenig überzeugte.

Wolf spielte stark in Frankfurt und war relativ günstig. Allerdings gab es bei uns gar nicht die Position auf der er in Frankfurt spielte. Hier scheint man weniger auf den eigenen Bedarf bzw. des Trainers geschaut zu haben; wie beispielsweise auch bei Schulz, Hummels und Brandt (die letzten beiden kann man wegen ihrer Qualität dennoch machen), meiner Meinung nach.

Toljan hatten wir erst am 30ten August verpflichtet. Wir hofften wohl lange Zeit in der Vorbereitung, dass Passlack gut genug als RV Backup wäre.
Das lief dann vielleicht ähnlich wie bei Schürrle, der spät wechselte, da sich Mkhitaryans Transfer lange zog. Jedenfalls schien mir in beiden Fällen der Markt wenig zu bieten und wir hatten den Druck nachlegen zu müssen. Wahrscheinlich ist das ein Grund dafür, nicht die Ideallösung gefunden zu haben und auch noch zu viel bezahlt zu haben.

Alles in allem sehe ich also kaum den Grund darin, dass deutsche Spieler generell ein schlechtes Transferziel abgeben oder dass wir bei deutschen Spielern nicht genau genug hinschauen würden.
Es gab für mich im Wesentlichen andere Gründe, die zu Fehltransfers führten. Diese waren dann auch sehr unterschiedlich.
BVB - Transferpolitik |#15388
16.07.2020 - 10:37 Uhr
Natürlich war Schürrle ein Fehler, keine Frage. Auch Götze, Yarmolenko, Rode usw. kann und muss man kritisieren. Letztlich bewerte ich die Transferpolitik aber möglichst realistisch. Bei den Transfers geht es in erster Linie darum unterm Strich mehr richtig als falsch zu machen. Fehlkäufe gibt es jedes Jahr bei fast allen Vereinen, was in der Theorie nach eigenen Vorstellungen passen kann entwickelt sich immer mal völlig anders als gedacht. Da spielen doch so viele Faktoren eine Rolle, zudem plant man für die Zukunft und weiß nicht wie sich das Mannschaftsgefüge verändert und welche Faktoren noch von außen hinzu kommen. Es geht um Menschen, die alle eigene Vorstellungen, Ambitionen und Erwartungen haben. Dazu kommt der Druck, Verletzungen, Trainerwechsel usw. Es geht also um mehr als nur die theoretische Qualität eines Spielers. Das ist besonders schwierig bei Jungprofis zu beurteilen, und besonders hier hat der BVB eine enorme Trefferquote bewiesen. Unterm Strich hat man in den letzten Jahren deutlich mehr richtig als falsch gemacht, und das ist es dann was wirklich zählt. Über den Götze Transfer kann ich mich auch heute noch täglich aufregen. Aber Watzke hat ihm sein Vertrauen geschenkt, ist großes Risiko gegangen und hat verloren. Das passiert, wer Risiken eingeht kann eben verlieren. Wichtig ist nur das man auch die Dinge durchzieht von denen man überzeugt ist. Ich bin sicher die hatten bei jedem einzelnen Transfer einen klaren Plan, der eben hier und da mal schief gegangen ist. Das gehört einfach dazu. Auch das Menschen Spieler unterschiedlich beurteilen gehört dazu.
BVB - Transferpolitik |#15389
16.07.2020 - 10:48 Uhr
Ich finde, dass in dieser Transferperiode grundsätzlich eine große Chance für den BVB liegt.

Es wird keine riesige Fluktuation geben, anders als in den vergangenen Jahren. Hakimi geht, Sancho eventuell, dazu einzelne Akteure, die eine untergeordnetere Rolle gespielt haben.

Meunier und wohl auch Bellingham kommen dazu, im Falle eines Sancho-Wechsels auch ein neuer Außenspieler. Ich spreche bewusst nicht von Ersatz, weil diesem Status kein Spieler gerecht werden kann. Diese Erwartung sollte man nicht haben.

Warum also sehe ich das Ganze als Chance?

Ganz einfach: Weil das große Grundgerüst bestehen bleibt und sich einspielen kann. Gerade im Zentrum und der Defensive gab es doch in den vergangenen Jahren immer wieder verschiedene Formationen, immer wieder Wechsel. Das dürfte sich heuer erübrigt haben. Hummels, Zagadou, Akanji bleiben (vorraussichtlich), dazu im Mittelfeld wohl Can, Witsel, Brandt, Delaney (?). Mit Haaland hast du auch keinen komplett neuen Spieler.

Genau da muss angesetzt werden. Natürlich wird Dortmund immer wieder Spieler verlieren. Aber es ist wichtig, nicht jedes Jahr einen kompletten Umbruch mit 4 bis 6 neuen Spielern zu vollziehen, von denen die Hälfte als neue Stammspieler & Führungskräfte geholt wird. Das erschwert Hierarchiebildung, das macht AUtomatismen kaputt bzw. verhindert sie. Gerade im Zentrum/der Defensive ist das doch das wichtigste.

Diese Eingespieltheit ist für mich auch letztlich die Erklärung der Bayenr-Dominanz. Ich habe das an anderer Stelle geschrieben. Natürlich sind sie auch qualitativ vermutlich besser, können aber schwächere Phasen, taktische Schwächen und Formtiefs dadurch viel leichter abfangen. Durch dieses gewisse Gerüsts, das seit Jahrne zusammenspielt und eben nie auseinandergerissen wird, sondern mit einzelnen Spielern angereichert wird, passieren zwei Sachen:

1. Dir reichen in einem Spiel auch mal 50 bis 80 Prozent, um zu gewinnen (bei Bayern ist das quasi gegen 14, 15 Gegner der Fall).

2. Du entwickelst eine klare Rangordnung, Hierarchie, eine Stimmung und ja: auch eine geeinsame Mentalität. Ich glaube das so etwas wachsen muss.

3. Auch Qualität kann und mus sich auch entwickeln, gerade in einem Gefüge.

4. Du ermöglichst es neuen Spielern, daran zu wachsen und sich daran aufzubauen.Nehmenw ir einen Goretzka: Der musste beim FCB über Monate hinweg quasi nciht liefern und durfte sich durchschnittliche Leistungen pber fast 1,5 Jahre erlauben. Hier wäre er als Fehleinkauf abgestempelt worden, weil er liefern muss. Dahoud ist quasi das Parallelbeispiel. Würde der jetzt dazukommen (mit dem damaligen Status: Talent, großes Potenzial, aber inkonstant und noch zu schleifen) wäre es leichter für ihn.

Deswegen glaube ich schon, dass Frischblut (Meunier, Bellingham etc.) wichtig ist, Konstanz ist bei der Kaderpolitik aber verdammt wichtig. Das ist für Dortmund natürlich schwierig, das ist mir klar: Ausbildungsverein hier, sportliche Ambitionen da. Dennoch ist mir vor dieser Transferphase viel wohler als noch in den vergangenen Jahren . Ein Blick auf die Zu- und Abgänge der vergangenen fünf Jahre sollte ausreichen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von poetosoph am 16.07.2020 um 10:49 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15390
16.07.2020 - 12:25 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von Dunkelheit

Dazu kommt, dass du keinerlei Schwierigkeiten siehst, die ein Verein mit hoher Fluktuation wie der BVB nun mal hat, du verstehst nicht mal ansatzweise, wie schwierig ein guter 1B Transfer ist und du lässt bei deiner Betrachtung die Historie solcher Transfer vollständig ausser acht.



Ich glaube mit dem Absatz sprichst du das Problem ziemlich konkret an und das war es eben auch schon ex-ante und nicht erst ex-post. Man hat gerade bei den deutschen (National-)Spielern 1B Transfers gemacht, in einigen Fällen sogar eher 1C. Denn 1A Talent und Qualität holen sich eben die Bayern. Rummenigge formulierte das zuletzt nochmal nachdrücklich, im Rahmen der Sane Verpflichtung:

Quelle: https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/07/karl-heinz-rummenigge-fc-bayern-hakt-havertz-transfer-vorerst-ab
Unser Anspruch beim FC Bayern war immer, die besten deutschen Spieler bei uns zu haben. Mit ihm haben wir im nächsten Jahr sieben deutsche Nationalspieler im Kader - plus vielleicht noch den ein oder anderen Spieler vom Campus.


Du selbst sprichst die ganze Zeit davon, dass man den BVB mit Vereinen vergleichen soll, die ähnliche Mittel haben. Ich halte diese Sicht zwar für zu eingeschränkt, da man damit sehr schnell in einer eigenen Liga landet, in der es kaum bis keine Konkurrenz gibt - weswegen dein Schluss, dass man hervorragende Arbeit leistet eben auch nicht so ganz objektiv ist -, aber genau hier tritt man dann transferstrategisch in einen Wettbewerb mit den Bayern, den man nicht gewinnen kann, weil man nicht über dieselben finanziellen Mittel verfügt. Wie soll das erfolgreich sein? Was macht daraus eine herausragende Arbeit?

Dadurch bekommt man noch die wechselwilligen Spieler, die nicht zu den Bayern gehen, weil dort kein Bedarf für sie besteht oder die nicht die Qualität haben, um direkt bei den Bayern oder einem Topclub im Ausland zu bestehen. Das sind eben auf einen Schlag sehr viele Limits, die man sich gewissermaßen selbst auferlegt, in Form von Restriktionen bezüglich der Marktverfügbarkeit. So sticht man zwar häufig Leipzig, Gladbach oder Leverkusen aus, bei Spielern, die eine hohe Qualität nachgewiesen haben, nimmt sich aber gleichermaßen auch die Chance auf 1A Talent und in der Konsequenz auch auf 1A Qualität. Genau das sind diese Spieler eben nicht (mehr). Die Nische, die sich daraus ergibt, legt im Grunde automatisch einen Fokus auf entwicklungsfähige Spieler, die für den BVB vielversprechend genug sind, um eben genau dorthin entwickelt zu werden, wo sie sonst nicht mehr verfügbar wären.

Entwicklungsfähig, genau das waren aber Schürrle, Götze, Rode und Toprak nicht mehr, als man sie geholt hat, da sie fertige Spieler darstellten, bei ihrer Verpflichtung, die entweder schon länger stagnierten oder ihren Zenit schon hinter sich hatten. Hummels, Can und Schulz im abgelaufenen Jahr auch nicht, die eben mitnichten einen veränderten Transferansatz bezüglich deutscher Spieler verkünden, sondern fast schon den Misserfolgen seit 2016 trotzen wollen - und ich glaube, dass Can der einzige ist, der dafür eine Chance hat. Es ist daher nicht einmal bösartig formuliet, dass das Spieler sind, die die Bayern nicht wollten und nur deswegen für den BVB verfügbar waren. 3 davon kamen immerhin ja auch direkt aus München und Can hatte auch schon dort gespielt. Bei Wolf und Philipp kann man meines Erachtens streiten, ob sie noch Talentstatus hatten, aber selbst dann gab es hier ja nicht gerade wenig Streit, ob das am Ende 1B oder 1C Talente sind - oder sogar das zu hoch gegriffen ist. Es ist daher von Haus aus nicht logisch begründbar, dass die Transferstrategie auf 1B Talente und Qualität zu gehen, dem Wunsch um die Meisterschaft spielen zu wollen, entspricht. Es ist eine unterlegene Strategie, wenn der Serienmeister dieselbe Strategie mit mehr Ressourcen anwendet und 1A Talent und Qualität holt, sodass für den BVB nur die Besten vom Rest übrigbleiben. Spieler, die für die Bayern keine Priorität (mehr) hatten oder zu schlecht sind oder wurden. Da kann man auch noch ausländische Bundesligaspieler dazuzählen, die man zuletzt geholt hat.

Selbst Brandt, von dem ich sehr viel halte, ist im Grunde nur bedingt eine Ausnahme. Auch der ist auf dem Markt gewesen, da er zwar in meinen Augen einerseits ein 1A Talent ist, aber man andererseits in München keine Bedarfsposition hatte. Selbst hier hatte man diese nicht und hat ihn dennoch verpflichtet - weil: man weiß ja nie! -, was bislang allerdings dafür sorgte, dass man ihn eher wie ein 1B Talent behandelte und man Glück hat, dass er sich dennoch relativ gut gemacht hat - was für mich eben auch ein Zeichen dafür ist, dass Brandt ein 1A Talent ist. Dahoud ist in meinen Augen dabei die einzige echte Ausnahme, da er eigentlich genau so ein Transfer war, den man eigentlich sehr viel häufiger machen müsste. Der ist hier zwar gefloppt, aber nicht am Talent oder fehlendem Bedarf gescheitert. Ich glaube das ist dann aber auch das Problem, warum auf einmal 1B Transfers so gehyped werden, obwohl es für die maximale Ausbeute gilt möglichst viele 1A Spieler auszubilden, weil vielleicht aus einem Einzelfall die Regel gemacht wird, statt die Ausnahme.

Es ist daher rein logisch betrachtet recht einfach begründbar, warum die Arbeit des BVB bei diesen Spielern eben nicht herausragend war. Die herausragende Arbeit macht man bei den Spielern, die durch die Decke gehen. Deren Gewinn deckt aber eben auch gerade mal das ab, was man ansonsten eben nicht besonders gut gemacht hat. Nicht umsonst war das Konto, das von wirklich herausragender Arbeit vor 2016 gefüllt wurde, bereits vor Corona leergeräumt und der Etat in den letzten Jahren steil erhöht worden, womit die Risiken enorm erhöht wurden, der Erfolg aber nicht. Das kann auch nicht funktionieren, kopiert man Teile der Erfolgsstrategie eines anderen Vereins - dahingehend würde mich übrigens mal Sammers Wirken sehr interessieren, der Teil dieser Erfolgsstrategie, bei besagtem Verein, war -, wofür man dann auch noch den Großteil der Ressourcen aufwendet. Herausragende Arbeit wäre für mich, wenn man seine eigene Erfolgsstrategie entwickelt. Die hat man im Grunde sogar ja in Teilen sogar schon. Dafür wird aber nur ein geringer Teil der Ressourcen verwendet, wodurch man diese Strategie eben auch wieder selbst unnötig limitiert bzw. jeden Teil der Transferstrategie. Die Fluktuation ist auch deswegen eben nicht nur Schicksal, sondern auch ein gutes Stück selbstverschuldet ...

Wie beurteilst Du denn unsere Kaderqualität im Allgemeinen?
Sollten wir einen Kader haben, der national und international erkennbar mehr möglich machen würde?


Der aktuelle Kader ist meines Erachtens schon sehr nah am Limit dessen, was damit möglich ist. Ich glaube aber, dass der Kader nicht so nah an dem dran ist, was möglich wäre.

Habe das Thema verschoben.

Es geht mir darum, dass das hier für mich Kritik auf hohem Niveau ist. Es wird mir zu sehr der Eindruck vermittelt als würde bei uns einiges im Argen liegen.
Ich bin nicht unzufrieden mit der aktuellen Situation.

Aber klar, wir müssen diese Dinge betrachten und daran arbeiten. Aber es geht für mich eben nicht um große Sprünge. Unser Verein ist ca. dort, wo man ihn erwarten muss. Auch ein Strategiewechsel wird daran nichts ändern, meiner Meinung nach (es sei denn ein Scheich steigt bei uns ein).
Vereinzelt traue ich uns aber Achtungserfolge zu. Wir können mal die Meisterschaft holen oder ins Halbfinale der Champions League einziehen. Das sehe ich aber weniger durch eine neue Strategie erreichbar, sondern mehr durch ein glückliches Zusammenfügen vieler Dinge.
Eine Strategie wirkt hingegen langfristig.

Ansonsten teile ich einiges an der Kritik. Nur wird mir immer zu viel Bedeutung dieser Kritik beigemessen. Wenn man beispielsweise Vergleiche zu den Bayern zieht, wirkt das so, als könnten wir mit einer anderen Strategie zu ihnen aufschließen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 16.07.2020 um 12:26 Uhr bearbeitet
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