BVB - Aktie
07.04.2016 - 09:41 Uhr
16.09.2021 - 15:34 Uhr
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Hanebüchen ist, dass du von "ganz normalen betriebswirtschaftlichen Vorgängen" schwadronierst und dir dann bei der Beschaffung von Fremdkapital jedes Mal nichts Besseres einfällt, als die sehr einfältige Brücke zu Schalke 04 zu schlagen, siehe
Aber gut, belassen wir es auf der Stammtischebene und verkürzen es auf "Kredite/Schulden = Vorstufe zur Hölle"
Zitat von Kevinator1987
Vor allem die Aussage, dass man doch locker flockig Kredite aufnehmen sollte, ist schon hanebüchen.
Vor allem die Aussage, dass man doch locker flockig Kredite aufnehmen sollte, ist schon hanebüchen.
Hanebüchen ist, dass du von "ganz normalen betriebswirtschaftlichen Vorgängen" schwadronierst und dir dann bei der Beschaffung von Fremdkapital jedes Mal nichts Besseres einfällt, als die sehr einfältige Brücke zu Schalke 04 zu schlagen, siehe
Zitat von Kevinator1987
Auch hier hat der FC Schalke es vorgemacht, was passiert, wenn man mit Krediten zu lax umgeht.
Auch hier hat der FC Schalke es vorgemacht, was passiert, wenn man mit Krediten zu lax umgeht.
Aber gut, belassen wir es auf der Stammtischebene und verkürzen es auf "Kredite/Schulden = Vorstufe zur Hölle"

Ich habe das kürzlich schon mal geschrieben - die Diskussionen werden hier im Forum immer schnell persönlich und das nervt mich gewaltig. Ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust auf jemanden zu antworten, der mich direkt angreift, wenn er keine Argumente mehr hat.
Ich äußere mich dennoch ein letztes Mal dazu.
Zunächst einmal kenne ich mich ganz gut aus, was die Beschaffung von Fremdkapital angeht. Ich kenne auch den Leverage-Effekt und das Leverage-Risiko. Ich weiß, dass es sich in der Regel lohnt, die Fremdkapitalquote bewusst zu steigern, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Fremdkapitalzins. Es geht hier aber um Borussia Dortmund, das sich vor gar nicht allzu langer Zeit an den Rand der Insolvenz gebracht hat. Es geht darum, dass die Unternehmensführung, die den BVB aus diesem Sumpf gezogen und zum Erfolg gebracht hat, immer wieder betont hat, dass man um des sportlichen Erfolgs Willen kein Fremdkapital aufnehmen will. Ich begrüße das Vorgehen des Geschäftsleitung, alle Möglichkeiten, die das besondere Konstrukt bietet, zu nutzen.
Und zum Thema Schalke:
Der FC Schalke ist DAS Paradebeispiel für einen Fußballverein, der sich durch zu hohes Fremdkapital gepaart mit dem ausbleibenden sportlichen Erfolg in nachhaltige wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht hat. Natürlich ist das ein gutes Beispiel, was man anführen darf und hat nichts mit Einfältigkeit zu tun.
Aber ich habe schon wieder zu viel geschrieben. Ich behaupte niemals, dass ich Recht habe, ich lasse auch jedem seine Meinung und es ist schön, wenn man unterschiedliche Meinungen hat und sich darüber austauschen kann, aber es muss sachlich sein.
Vielleicht kann man mal einen Thread aufmachen, in dem nur sachlich diskutiert werden darf - ohne, dass man jemandem, der eine andere Meinung hat und diese auch begründet, einfältiges Schwadronieren auf Stammtischebene vorwerfen muss.
16.09.2021 - 15:58 Uhr
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Ist mir zu einfach gedacht bzw. wäre dies absolut nicht professionell. Schulden tilgen (und dafür eine niedrige siebenstellige Summe Zinsen einsparen), jedoch auf viele Millionen aus einer Post-Corona-KE zu verzichten, ist für mich weder sinnvoll, noch nachhaltig.
Sich bis auf die Knochen, wie historisch geschehen und darauf zielst du ab, zu verschulden, ist etwas gänzlich anderes, als mit Augenmaß günstig Fremdkapital aufzunehmen, mit dem Wissen, dieses, mit einer kommenden und bereits genehmigten KE zu einem Gutteil abzutragen (man hatte sich das Recht im November 2020 bis 2025 einräumen lassen).
Sich selbst ein Dogma aufzuerlegen, was auf gänzlich anderen Hintergründen fußt, halte ich für absolut absurd und maximal unprofessionell.
Wirkt nun ein wenig so, als würde man seine alte steuerfreie Lebensversicherung mit 4,0% Rechnungszins 3 Jahre vor Ablauf auflösen, um aus Prinzip ja nicht 1,5% Kreditzinsen zu zahlen. Und ja, der Vergleich ist verhältnismäßig weit hergeholt
Zitat von DerMoe
Mit FK wäre absolute Sparsamkeit geboten, gerade mit dem historischen Hintergrund von Borussia Dortmund.
Mit FK wäre absolute Sparsamkeit geboten, gerade mit dem historischen Hintergrund von Borussia Dortmund.
Ist mir zu einfach gedacht bzw. wäre dies absolut nicht professionell. Schulden tilgen (und dafür eine niedrige siebenstellige Summe Zinsen einsparen), jedoch auf viele Millionen aus einer Post-Corona-KE zu verzichten, ist für mich weder sinnvoll, noch nachhaltig.
Sich bis auf die Knochen, wie historisch geschehen und darauf zielst du ab, zu verschulden, ist etwas gänzlich anderes, als mit Augenmaß günstig Fremdkapital aufzunehmen, mit dem Wissen, dieses, mit einer kommenden und bereits genehmigten KE zu einem Gutteil abzutragen (man hatte sich das Recht im November 2020 bis 2025 einräumen lassen).
Sich selbst ein Dogma aufzuerlegen, was auf gänzlich anderen Hintergründen fußt, halte ich für absolut absurd und maximal unprofessionell.
Wirkt nun ein wenig so, als würde man seine alte steuerfreie Lebensversicherung mit 4,0% Rechnungszins 3 Jahre vor Ablauf auflösen, um aus Prinzip ja nicht 1,5% Kreditzinsen zu zahlen. Und ja, der Vergleich ist verhältnismäßig weit hergeholt

Ein Hinweis an alle, der BVB steht bei über 250 Mio. Euro an Gesamtverbindlichkeiten. Und die weiteren Bauabschnitte des Trainingsgeländes wollen ja auch irgendwann angefangen werden.
Schade eine Erhöhung bei so einem geringen Kurs machen zu müssen ist es natürlich allemal.
16.09.2021 - 16:09 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Da steckt die Annahme drin, dass der Kurs (ohne Kapitalerhöhung) sind in absehbarer Zeit deutlich höher eingependelt hätte.
Da steckt die Annahme drin, dass der Kurs (ohne Kapitalerhöhung) sind in absehbarer Zeit deutlich höher eingependelt hätte.
Klar, davon gehe ich aus, der Zeithorizont wird aber maßgeblich von Corona-Effekten beeinflusst und ist dadurch nicht exakt prognostizierbar.
Zitat von WalterFroschsErbe
Es sind aber eine Menge nachhaltige Effekte bereits eingetreten. Man kann nicht mehr von einem vorübergehenden Schock ausgehen, den man bloß aushalten muss.
Zuschauer hin oder her, das ist zwar das sichtbare, aber man hat in den letzten Monaten gesehen, wo man zukünftig mit den Einnahmen aus Vermarktungsrechten wohl landen könnte (bspw. die Super League Bestrebungen, die neuen TV Verträge) und wie der Transfermarkt in näherer Zukunft aussehen könnte (Spieler, die der BVB abgeben möchte, haben keinen Markt).
Es sind aber eine Menge nachhaltige Effekte bereits eingetreten. Man kann nicht mehr von einem vorübergehenden Schock ausgehen, den man bloß aushalten muss.
Zuschauer hin oder her, das ist zwar das sichtbare, aber man hat in den letzten Monaten gesehen, wo man zukünftig mit den Einnahmen aus Vermarktungsrechten wohl landen könnte (bspw. die Super League Bestrebungen, die neuen TV Verträge) und wie der Transfermarkt in näherer Zukunft aussehen könnte (Spieler, die der BVB abgeben möchte, haben keinen Markt).
Diese Punkte geben meiner Meinung nach mehr den Status Quo als eine ernsthafte Zukunftserwartung wider. Durch die CL-Reform werden BVB-ähnliche Klubs (CL-Dauergäste) wirtschaftlich massiv profitieren, die Schere wird weiter auseinander gehen als je zuvor. 500 Mio. € Umsatz halte ich für eine Frage der Zeit - post Corona.
Es hat sich mehr als deutlich gezeigt, dass die Zahlungsbereitschaft für Top-Spieler (Lukaku, Grealish, Mbappé) überhaupt nicht zurückgegangen ist, dass sogar neue Auswüchse möglich sind. Das wird für den BVB u.a. in Puncto Bellingham auf der Verkäuferseite in 2-3 Jahren sehr positiv sein.
Zitat von WalterFroschsErbe
So ganz sehe ich nicht, was in dieser Saison noch passieren soll, dass die Bewertung wieder nach oben schnellt. Die Zuschauer reichen dafür nicht. Die sind bloß notwendig, um den Schaden zu mindern.
Der Kurs hat jedenfalls seit Frühjahr 2020 die 6€ gerade mal temporär hinter sich gelassen. Ich traue der Führung so viel Weitsicht zu, dass sich ihre Prognose für die Zukunft auch nicht sonderlich von diesem Niveau abhebt. Vielmehr wird vielleicht Druck reinkommen, weil gerade der Transfersommer viel schlechter gelaufen ist, als erwartet.
So ganz sehe ich nicht, was in dieser Saison noch passieren soll, dass die Bewertung wieder nach oben schnellt. Die Zuschauer reichen dafür nicht. Die sind bloß notwendig, um den Schaden zu mindern.
Der Kurs hat jedenfalls seit Frühjahr 2020 die 6€ gerade mal temporär hinter sich gelassen. Ich traue der Führung so viel Weitsicht zu, dass sich ihre Prognose für die Zukunft auch nicht sonderlich von diesem Niveau abhebt. Vielmehr wird vielleicht Druck reinkommen, weil gerade der Transfersommer viel schlechter gelaufen ist, als erwartet.
Man hat sich das Recht zur Ausübung der KE bis 2025 einräumen lassen, Corona ist hoffentlich halbwegs bald überstanden. Deswegen sehe ich den Zeithorizont "Saisonende" einfach nicht.
Zitat von WalterFroschsErbe
Der Abschlag auf 4,70€ ergibt sich--wenn ich es richtig verstehe--aus der Garantie des Emittenten, die Anteile auf jeden Fall für 86,5 Mio. abzunehmen. Ob das übertriebene Vorsicht ist, oder ein weiteres, schlechtes Zeichen über die aktuelle Position am Kapitalmarkt, weiß ich nicht.
Der Abschlag auf 4,70€ ergibt sich--wenn ich es richtig verstehe--aus der Garantie des Emittenten, die Anteile auf jeden Fall für 86,5 Mio. abzunehmen. Ob das übertriebene Vorsicht ist, oder ein weiteres, schlechtes Zeichen über die aktuelle Position am Kapitalmarkt, weiß ich nicht.
Der Abschlag ist doch folgerichtig. Es kommen 20% mehr Aktien auf den Markt, es liegt ein Abschlag von rund 20% vor.
Zitat von Kevinator1987
Es geht darum, dass die Unternehmensführung, die den BVB aus diesem Sumpf gezogen und zum Erfolg gebracht hat, immer wieder betont hat, dass man um des sportlichen Erfolgs Willen kein Fremdkapital aufnehmen will.
Es geht darum, dass die Unternehmensführung, die den BVB aus diesem Sumpf gezogen und zum Erfolg gebracht hat, immer wieder betont hat, dass man um des sportlichen Erfolgs Willen kein Fremdkapital aufnehmen will.
Es geht nicht um sportlichen Erfolg, sondern um die Verschiebung des Ziehens einer Option, die in den nächsten Jahren (meiner Meinung nach sicher) massiv effizienter und kostengünstiger gewesen wäre. Diesen Zeitraum hätte ich, wie bereits geschrieben, mittels Fremdkapital überbrückt. Wohl wissend, dass das Ziehen der KE-Option bis 2025 möglich und das Zinsumfeld verhältnismäßig angenehm ist. Mit Schalke hat das weiterhin nur ganz, ganz wenig zu tun.
Zitat von Kevinator1987
Ich begrüße das Vorgehen des Geschäftsleitung, alle Möglichkeiten, die das besondere Konstrukt bietet, zu nutzen.
Ich begrüße das Vorgehen des Geschäftsleitung, alle Möglichkeiten, die das besondere Konstrukt bietet, zu nutzen.
Ich auch, aber gern mit Augenmaß und nicht mit einem horrenden Abschlag, der in 18-24 Monaten nicht mehr gegeben sein dürfte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PaneM_et_CircenseS am 16.09.2021 um 16:23 Uhr bearbeitet
16.09.2021 - 17:21 Uhr
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Kapitalerhöhung - es werden 86,5 Mio. € generiert, Aktienpreis 4,70€ (
)
https://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/bezugsrechtskapitalerhoehung-gegen-bareinlagen-beschlossen/?newsID=1475942
Kapitalerhöhung - es werden 86,5 Mio. € generiert, Aktienpreis 4,70€ (
) https://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/bezugsrechtskapitalerhoehung-gegen-bareinlagen-beschlossen/?newsID=1475942
Das ist unsexy. Viel zu verfrüht und damit viel zu billig. Keine Überraschung dass der Kurs deshalb massiv gesunken ist. Ich habe einen langen Atem und kann es mir leisten, mein Geld weiter in der Aktie ruhen zu lassen, aber mMn. kann man sich kaum einen nachteiligeren Zeitpunkt dafür aussuchen. Danke Herr Treß!
Vor allem: Man verscherbelt die Anteile zu einem Winzpreis, während trotz historischer Krise das Gehaltsbudget steigt. Da fehlen mir die Worte.
16.09.2021 - 17:32 Uhr
Hallo. Ich habe in letzter Zeit geplant, Aktien vom BVB zu kaufen und wollte in den nächsten Wochen auch mal einen Termin mit meinem Bankberater ausmachen bezüglich eines ETFs sowie eben den BVB-Aktien. Wäre es sinnvoll, diesen jetzt gleich auf dieses Wochenende zu legen, solange der Kurs so niedrig ist? Fast 12% sind schon eine Menge. Meint Ihr, am Samstag ist der Preis einer Aktie schon wieder auf Normalniveau? Ich kenne mich da gar nicht gut aus. Mitte August lag der Preis ja beinahe bei sieben Euro, vor der Pandemie bei bis zu zehn Euro. Ich habe den Gedankengang sowie die Hoffnung, dass ich nun Aktien kaufe und später, wenn der ganze Trubel um Corona etc. vorbei ist bei gutem Kurs wieder verkaufe. Mal als Beispiel: Ich nehme 1000 Euro und investiere diese in BVB-Aktien. Müssten theoretisch ja 185 Aktien (5,40 Euro je Aktie momentan) sein. Ein paar Jahre später, bei einem guten Kurs von z. B. neun Euro verkaufe ich diese wieder. In solch einem Fall würde ich ja 1665 Euro wieder bekommen, richtig? Abzüglich Steuern bzw. Gebühren natürlich. Ist mein Gedankengang richtig? Habe da kaum Ahnung und möchte vor meinem Bankberater nicht blöd dastehen
16.09.2021 - 17:54 Uhr
Zitat von Dortmunder06
Hallo. Ich habe in letzter Zeit geplant, Aktien vom BVB zu kaufen und wollte in den nächsten Wochen auch mal einen Termin mit meinem Bankberater ausmachen bezüglich eines ETFs sowie eben den BVB-Aktien. Wäre es sinnvoll, diesen jetzt gleich auf dieses Wochenende zu legen, solange der Kurs so niedrig ist? Fast 12% sind schon eine Menge. Meint Ihr, am Samstag ist der Preis einer Aktie schon wieder auf Normalniveau? Ich kenne mich da gar nicht gut aus. Mitte August lag der Preis ja beinahe bei sieben Euro, vor der Pandemie bei bis zu zehn Euro. Ich habe den Gedankengang sowie die Hoffnung, dass ich nun Aktien kaufe und später, wenn der ganze Trubel um Corona etc. vorbei ist bei gutem Kurs wieder verkaufe. Mal als Beispiel: Ich nehme 1000 Euro und investiere diese in BVB-Aktien. Müssten theoretisch ja 185 Aktien (5,40 Euro je Aktie momentan) sein. Ein paar Jahre später, bei einem guten Kurs von z. B. neun Euro verkaufe ich diese wieder. In solch einem Fall würde ich ja 1665 Euro wieder bekommen, richtig? Abzüglich Steuern bzw. Gebühren natürlich. Ist mein Gedankengang richtig? Habe da kaum Ahnung und möchte vor meinem Bankberater nicht blöd dastehen
Hallo. Ich habe in letzter Zeit geplant, Aktien vom BVB zu kaufen und wollte in den nächsten Wochen auch mal einen Termin mit meinem Bankberater ausmachen bezüglich eines ETFs sowie eben den BVB-Aktien. Wäre es sinnvoll, diesen jetzt gleich auf dieses Wochenende zu legen, solange der Kurs so niedrig ist? Fast 12% sind schon eine Menge. Meint Ihr, am Samstag ist der Preis einer Aktie schon wieder auf Normalniveau? Ich kenne mich da gar nicht gut aus. Mitte August lag der Preis ja beinahe bei sieben Euro, vor der Pandemie bei bis zu zehn Euro. Ich habe den Gedankengang sowie die Hoffnung, dass ich nun Aktien kaufe und später, wenn der ganze Trubel um Corona etc. vorbei ist bei gutem Kurs wieder verkaufe. Mal als Beispiel: Ich nehme 1000 Euro und investiere diese in BVB-Aktien. Müssten theoretisch ja 185 Aktien (5,40 Euro je Aktie momentan) sein. Ein paar Jahre später, bei einem guten Kurs von z. B. neun Euro verkaufe ich diese wieder. In solch einem Fall würde ich ja 1665 Euro wieder bekommen, richtig? Abzüglich Steuern bzw. Gebühren natürlich. Ist mein Gedankengang richtig? Habe da kaum Ahnung und möchte vor meinem Bankberater nicht blöd dastehen

Ganz ehrlich, drei Ratschläge:
1) Wenn Du zum Bankberater gehst solltest Du vor allem Eines tun: Viele gute Fragen stellen. Ich rate Dir dringend, dich bis dahin grundsätzlich bzgl. rationaler Investitionsprizipien, Portfolio-Mix-Empfehlungen, Risiko-Verhalten und -klassen, Grundsätzlicher Prinzipien von Finanzprodukten (ETF vs. Einzel-Aktie z.B.), Zeithorizont etc. schlau zu machen, denn nur so wirst Du die richtigen Fragen stellen.
2) Gehe zu verschiedenen Bankberatern. Die verkaufen auch gern hauseigene bzw. von festen Vertragspartnern Prodkute (Sparkasse die von DEKA z.B.) und das muss nicht zwingend immer das beste Angebot sein. Am besten holst Du Dir auch Infos und Rat von neutraleren Stellen als nur Bankberatern.
3) Lass dich nicht von Fancy Renditekurven und Rendite--Dreiecken blenden. Erstens sind so eine Kurven gern so ausgelegt, dass sie den vorteilhafteren Teil der Kursentwicklung zeigen und den Zeitraum davor ausblenden, zweitens sind viele grüne Renditeprozente im Renditedreieck kein Beleg dafür, dass ein Fond oder ETF tatsächlich auch mindestens durchschnittlich viel abwirft. Die Performance eines Index erreichen beispielsweise aktiv gemanagede Fonds oft nicht dauerhaft bzw. konstant, das wird dir aber natürlich kein Bankberater sagen. Es ist ein bissel wie im Fussball: Zu wissen, dass der Verein vor 5 Jahren mal Meister war sagt nichts drüber aus, wo er jetzt steht. Und zu wissen, dass ein Verein im Schnitt 20 Siege in der Saison holt, sagt nichts drüber aus ob das gut ist - das hängt dann schon auch davon aber, wieviele Siege andere holen und wie viele Spiele die Saison hat. Der Vergleich hinkt, aber ich probiers trotzdem mal.
Wenn Du das alles gemacht hast, kannst Du Dir überlegen, ob ein nennenswerter Umfang Deines Geldes bei der BVB Aktie aufgehoben ist. Und wie groß dieser Teil sein darf. Das schlimmste was Du machen kannst ist, schlauer zu tun als Du bist und dich nicht zu informieren. Dann stellst Du die wichtigen Fragen nicht, kannst Die Antworten darauf nicht bewerten und keine ausreichend informierte Entscheidung treffen.
Mit Investitionstipps halte ich mich bewusst zurück. Die soll geben wer sich berufen fühlt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von gelbschreib am 16.09.2021 um 17:58 Uhr bearbeitet
16.09.2021 - 17:54 Uhr
Zitat von Dortmunder06
Hallo. Ich habe in letzter Zeit geplant, Aktien vom BVB zu kaufen und wollte in den nächsten Wochen auch mal einen Termin mit meinem Bankberater ausmachen bezüglich eines ETFs sowie eben den BVB-Aktien. Wäre es sinnvoll, diesen jetzt gleich auf dieses Wochenende zu legen, solange der Kurs so niedrig ist? Fast 12% sind schon eine Menge. Meint Ihr, am Samstag ist der Preis einer Aktie schon wieder auf Normalniveau? Ich kenne mich da gar nicht gut aus. Mitte August lag der Preis ja beinahe bei sieben Euro, vor der Pandemie bei bis zu zehn Euro. Ich habe den Gedankengang sowie die Hoffnung, dass ich nun Aktien kaufe und später, wenn der ganze Trubel um Corona etc. vorbei ist bei gutem Kurs wieder verkaufe. Mal als Beispiel: Ich nehme 1000 Euro und investiere diese in BVB-Aktien. Müssten theoretisch ja 185 Aktien (5,40 Euro je Aktie momentan) sein. Ein paar Jahre später, bei einem guten Kurs von z. B. neun Euro verkaufe ich diese wieder. In solch einem Fall würde ich ja 1665 Euro wieder bekommen, richtig? Abzüglich Steuern bzw. Gebühren natürlich. Ist mein Gedankengang richtig? Habe da kaum Ahnung und möchte vor meinem Bankberater nicht blöd dastehen
Hallo. Ich habe in letzter Zeit geplant, Aktien vom BVB zu kaufen und wollte in den nächsten Wochen auch mal einen Termin mit meinem Bankberater ausmachen bezüglich eines ETFs sowie eben den BVB-Aktien. Wäre es sinnvoll, diesen jetzt gleich auf dieses Wochenende zu legen, solange der Kurs so niedrig ist? Fast 12% sind schon eine Menge. Meint Ihr, am Samstag ist der Preis einer Aktie schon wieder auf Normalniveau? Ich kenne mich da gar nicht gut aus. Mitte August lag der Preis ja beinahe bei sieben Euro, vor der Pandemie bei bis zu zehn Euro. Ich habe den Gedankengang sowie die Hoffnung, dass ich nun Aktien kaufe und später, wenn der ganze Trubel um Corona etc. vorbei ist bei gutem Kurs wieder verkaufe. Mal als Beispiel: Ich nehme 1000 Euro und investiere diese in BVB-Aktien. Müssten theoretisch ja 185 Aktien (5,40 Euro je Aktie momentan) sein. Ein paar Jahre später, bei einem guten Kurs von z. B. neun Euro verkaufe ich diese wieder. In solch einem Fall würde ich ja 1665 Euro wieder bekommen, richtig? Abzüglich Steuern bzw. Gebühren natürlich. Ist mein Gedankengang richtig? Habe da kaum Ahnung und möchte vor meinem Bankberater nicht blöd dastehen

Dein Gedankengang ist richtig. Du wirst für den Kauf und für Verkauf eine niedrige zweistellige Gebühr bezahlen müssen. Wenn Du zu Deinen genannten Kursen kaufst und verkaufst, wäre das ein Gewinn von 665 Euro. Davon werden die Gebühren abgezogen und auf den Rest 25% Ertragssteuer einbehalten (wenn Du Deinen Freibetrag von 801 Euro, der jedes Jahr kapitalertragssteuerfrei ist, ausgereizt hast).
Ob das jetzt ein guter, oder ein schlechter Kurs ist, wird Dir heute keiner seriös sagen können, weil--hier kann man mir gerne widersprechen--die Kapitalerhöhung überraschend kam. Und viele bewerten sie als voreilig, zumindest als unerwartet früh. Das kann, muss aber kein schlechtes Zeichen über den Zustand des BVB sein.
Man kann es für einen Fehler halten, weil der Kurs wieder steigt, und man sich auch jetzt günstiger mit Geld hätte versorgen können. Das ist realistisch, aber keiner weiß, ob das stimmt. Wir kennen nicht die internen Schätzungen und auch nicht die Kreditmarktbedingungen für den BVB. Durch die Pandemie leiht sich der BVB momentan Geld für bis zu 2,5%. Dieser Kreditrahmen ist noch nicht ausgeschöpft, aber wir wissen nicht wie viel noch übrig ist. Und auch nicht, wie die nächsten Kondition aussehen würden.
"Zwar bestehe im Moment 'kein konkreter Anlass', um auf dem Kapitalmarkt frisches Geld einzusammeln, sagte Treß. Aber die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung, es wäre die insgesamt vierte, sei notwendig, um dieses Werkzeug gegebenenfalls einsetzen zu können - 'wenn uns COVID-19 um die Ohren fliegt.'
Kicker, 19.11.2020.
Die Aktienkurse vor und nach einer Kapitalerhöhung kannst Du nicht gut 1:1 vergleichen, weil sich der Gesamtwert auf unterschiedlich viele Aktien aufteilt. (Zu) stark vereinfachtes Beispiel: Ist eine Unternehmen 1 Mio. wert und es gibt 1000 Aktien, sollte jeder Aktie 1000€ kosten. Ist dasselbe Unternehmen weiterhin 1 Mio. wert, es gibt jetzt aber 2000 Aktien, sollte jede nur noch 500€ kosten.
16.09.2021 - 18:01 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
"Zwar bestehe im Moment 'kein konkreter Anlass', um auf dem Kapitalmarkt frisches Geld einzusammeln, sagte Treß. Aber die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung, es wäre die insgesamt vierte, sei notwendig, um dieses Werkzeug gegebenenfalls einsetzen zu können - 'wenn uns COVID-19 um die Ohren fliegt.'
Kicker, 19.11.2020.
"Zwar bestehe im Moment 'kein konkreter Anlass', um auf dem Kapitalmarkt frisches Geld einzusammeln, sagte Treß. Aber die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung, es wäre die insgesamt vierte, sei notwendig, um dieses Werkzeug gegebenenfalls einsetzen zu können - 'wenn uns COVID-19 um die Ohren fliegt.'
Kicker, 19.11.2020.
Der Zyniker in mir fragt sich nun unwillkürlich, ob uns Covid gerade um die Ohren fliegt. Der Aktionär in mir schaut auf die KE und neigt dazu zuzustimmen. So ein Statement stellt sich retrospektiv als recht unglücklich heraus. Ich min mir sicher Watzke wird froh sein, wenn das sonst keiner aufgreift, kommt nicht so gut, wenn grade die KE als hübsche Braut hingestellt werden soll
Dieser Beitrag wurde zuletzt von gelbschreib am 16.09.2021 um 18:03 Uhr bearbeitet
16.09.2021 - 18:58 Uhr
Ich bin ich mir nicht mal sicher, dass das wirklich gut ist.
Kapitalerhöhungen werden in der Regel entweder dazu genutzt, zu expandieren oder eben Löcher zu stopfen.
Von daher sollte man als Aktionär schon darauf achten, welche Signale mit einer solchen Kapitalerhöhung verbunden sind
Hier werden Löcher gestopft, aber der Verein nicht nach vorne gebracht, dafür der Wert der Aktien etwas verwässert und wieder mehr Anteile abgegeben.
Eigentlich sollten hier doch Reserven behalten werden, vielleicht auch für den Fall, dass 50+1 doch irgendwann mal fällt.
Kann sein dass ich da einige Denkfehler drin habe, aber mri wäre es lieber wenn man das nicht macht im Moment.
Kapitalerhöhungen werden in der Regel entweder dazu genutzt, zu expandieren oder eben Löcher zu stopfen.
Von daher sollte man als Aktionär schon darauf achten, welche Signale mit einer solchen Kapitalerhöhung verbunden sind
Hier werden Löcher gestopft, aber der Verein nicht nach vorne gebracht, dafür der Wert der Aktien etwas verwässert und wieder mehr Anteile abgegeben.
Eigentlich sollten hier doch Reserven behalten werden, vielleicht auch für den Fall, dass 50+1 doch irgendwann mal fällt.
Kann sein dass ich da einige Denkfehler drin habe, aber mri wäre es lieber wenn man das nicht macht im Moment.
16.09.2021 - 19:02 Uhr
Bis heute war die Aktie wirklich einen Kauf wert aber durch die Kapitalerhöhung verliert die Aktie an Wert und wird nicht gerade attraktiver.
Kurgewinne und Dividenden sind wohl auch in nächster Zeit nicht zu erwarten
Kurgewinne und Dividenden sind wohl auch in nächster Zeit nicht zu erwarten
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