BVB - Aktie
07.04.2016 - 09:41 Uhr
21.08.2017 - 17:36 Uhr
Zitat von halbgott
Liverpool hat ein 130 Mio Angebot für Coutinho abgelehnt. Coutinho wird bei CIES mit 74 Mio bewertet.
Dembele hingegen wird bei CIES mit 94,8 Mio bewertet. Sollte klar sein, daß CIES englische Spieler generell höher bewertet.
Wenn Liverpool nun ein 130 Mio Angebot für Coutinho ablehnt, dann ist BVB mit der Forderung für Dembele viel zu defensiv.
Quellen: Die Marktwerte der BVB Spieler
http://bvbaktie.blogspot.de/2017/07/die-marktwerte-der-bvb-spieler.html
Liverpool hat ein 130 Mio Angebot für Coutinho abgelehnt. Coutinho wird bei CIES mit 74 Mio bewertet.
Dembele hingegen wird bei CIES mit 94,8 Mio bewertet. Sollte klar sein, daß CIES englische Spieler generell höher bewertet.
Wenn Liverpool nun ein 130 Mio Angebot für Coutinho ablehnt, dann ist BVB mit der Forderung für Dembele viel zu defensiv.
Quellen: Die Marktwerte der BVB Spieler
http://bvbaktie.blogspot.de/2017/07/die-marktwerte-der-bvb-spieler.html
Nach dieser Logik dürfte der BVB nie einen Spieler verkaufen, wenn es einen geringer bewerteten Spieler gibt, den ein anderer Verein aus irgendeinem Grund für keinen Preis abgeben würde. Das ist nicht schlüssig.
Der Grenznutzen eines Spielers ist für jeden Verein unterschiedlich, sodass 130 Mio. für den mit 94.8 Mio. geschätzten Spieler einen guten Deal für den BVB bedeuten kann, aber 130 Mio. für einen mit 74 Mio. bewerteten Spieler für Liverpool hingegen nicht lukrativ ist.
Die Bewertungen drücken schließlich nur aus, was dieser Spieler auf dem Markt wert ist/sein könnte, nicht was er für seinen jetzigen Verein an Grenzwert bedeutet.
22.08.2017 - 09:06 Uhr
Zitat von Leandro
Mein Tipp: Bei 0,0 Erfahrung sich nicht auf Antworten im Forum verlassen. Höre Podcasts zum Thema Finanzmarkt (z.B. Geldbildung), lese Bücher, und treffe eigene Entscheidungen.
Zitat von trialgod
Könnt ihr mir sagen, on sich ein Einstieg jetzt lohnt? Der Kurs ist ja gestiegen. Ich plane ein Volumen von etwa 3000-3500€ auf langfristige Basis (3+ Jahre). Wirklich viel Risiko sehe ich nicht. Habe allerdings 0,0 Erfahrung auf dem Aktienmarkt.
Könnt ihr mir sagen, on sich ein Einstieg jetzt lohnt? Der Kurs ist ja gestiegen. Ich plane ein Volumen von etwa 3000-3500€ auf langfristige Basis (3+ Jahre). Wirklich viel Risiko sehe ich nicht. Habe allerdings 0,0 Erfahrung auf dem Aktienmarkt.
Mein Tipp: Bei 0,0 Erfahrung sich nicht auf Antworten im Forum verlassen. Höre Podcasts zum Thema Finanzmarkt (z.B. Geldbildung), lese Bücher, und treffe eigene Entscheidungen.
Ich finde man kann sehr wohl Infos aus den Foren holen, sie sind sehr oft viel interessanter und differenzierter, als alles was man woanders lesen kann. Bezieht sich natürlich nicht auf Börse im allgemeinen, wohl aber auf einzelne Aktien und insbesondere auf die BVB Aktie.
Wenn man sich über die BVB Aktie ernsthaft informieren würde wollen, wo sollte man das tun, wenn es um außenstehende Kommentare geht? Im weiter oben stehenden posting habe ich ja z.B. beschrieben, was in den unsäglichen ARD Börse Artikeln letztlich geschrieben wird. Man könnte meinen, daß wäre jetzt kein Pusher/Basher Portal, hier bekommt man unabhängige und seriöse Berichterstattung? Weit gefehlt.
Sich selber informieren und sich eine eigene Meinung bilden, ist eh völlig selbstverständlich. Wenn man auf andere Meinungen schaut, dann nicht nur auf eine, usw. usw.
So weit so gut.
Ob sich der Einstieg lohnen würde, wenn man jetzt noch einsteigen würde, kann ich eine klare Antwort geben. Weil in der Frage auch das Volumen von 3000-3500 Euro angegeben wurde, sowie der zeitliche Horizont von über 3 Jahren. Das sind nämlich extrem wichtige Infos.
Ein Einstieg unter solchen Voraussetzungen sehe ich als gänzlich unproblematisch, man sollte aber wissen, daß jegliche Spekulation, egal unter welchen Voraussetzungen, eben immer eine Spekulation ist, selbst wenn steigende Aktienkurse hochwahrscheinlich sind, es könnte trotzdem schiefgehen.
Wenn ein Bombenanschlag die Mannschaft auslöscht, wenn es plötzlich zu völlig unerwarteten sportlichen Ereignissen kommt, wie in der Horrorsaison 2014/15 als man nach 19 Spieltagen auf dem letzten Platz stand, wenn die Märkte insgesamt total zusammenkrachen undundund, dann wäre ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt nicht so zwingend, wie es derzeit ausschauen mag. Aber durch den langen Zeithorizont bei der Anlage wäre es eben trotzdem nicht wirklich problematisch aus meiner Sicht.
Wenn man sich die Sache etwas differenzierter anschaut, dann ist das Szenario relativ eindeutig. In den letzten 7 Jahren gab es ausgehend vom Startkurs der Sommerpause Jahr für Jahr mehr Performance als das, was wir derzeit sehen:
2010 1,001 → Kurs stieg bis November auf 3,69 +269%
2011 2,399 → Kurs stieg bis Februar auf 2,80 +17%
2012 2,31 → Kurs stieg bis Mai auf 3,40 +47%
2013 3,05 → Kurs stieg bis November auf 4,02 +32%
2014 3,792 → Kurs stieg bis Juli auf 5,20 +37%
2015 3,50 → Kurs stieg bis 4,20 +20%
2016 3,985 → Kurs stieg bis 6,30 +58%
2017 6,30 → Kurs stieg bis 6,879 +9,19%
Das Kurspotential in dieser Saison mit +9,19% scheint also keineswegs ausgereizt, jedes Jahr gab es mehr Potential. Das heisst aber keineswegs, daß es nicht auch mal zu einer Konsolidierung kommen könnte. Aber der Fragesteller bezog sich ja nicht auf die nächsten 12 Monate, sondern auf über 3 Jahre.
Falls zum Beispiel Dembele tatsächlich wechseln sollte und die Mannschaft trotz dieses wichtigen sportlichen Verlustes erfolgreich ist (damit ist aus Sicht der BVB Aktie erst mal nur die erneute CL Qualifikation gemeint, sprich Platz 4), dann könnte es hier zu einer Neubewertung kommen. Bei der Aktie von Juventus Turin war der 100 Mio Verkauf von Pogba hauptverantwortlich für die Verfünffachung des Aktienkurses von 0,201 auf 1,05 und bei der BVB Aktie in 2010 stieg der Aktienkurs in 9 Wochen +269%.
So krasse Kursentwicklungen erwarte ich bei der BVB Aktie z.Z. nicht, es könnte aber sein, daß man die derzeitigen Kurse nie wieder sieht.
Alles nur meine spekulative, persönliche Meinung.
22.08.2017 - 14:38 Uhr
Zitat von Leandro
Und doch bleibe ich dabei:
Alleine die Info Volumen (ca. 3000€) und Zeithorizont (3 Jahre) reichen überhaupt nicht aus, um auch nur ansatzweise sowas wie eine "Empfehlung" zu geben.
Und doch bleibe ich dabei:
Alleine die Info Volumen (ca. 3000€) und Zeithorizont (3 Jahre) reichen überhaupt nicht aus, um auch nur ansatzweise sowas wie eine "Empfehlung" zu geben.
Naja, das sehe ich aber schon sehr anders. Börse ist keine Geheimwissenschaft, die man jahrelang mit etlichen Büchern studieren muss, um irgendwas zu begreifen. Gar nicht. Und Börse ist auch absolut überhaupt nicht soooo spekulativ, wie das hier immer wieder den Anschein macht.
Du erzählst was von einem Autokauf, natürlich in einem anderen Zusammenhang, aber ich stelle hier einfach mal einen neuen Zusammenhang her:
Nehmen wir mal an, ein Forist XY fragt, ob es sinnvoll wäre für 3000 Euro einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Modell XY, so und so viele Kilometer abgelaufen, so und so viel TÜV, Marke und sonstige Daten. Ob man das so machen könne?
Dazu könnte man rein theoretisch Romane verfassen. Über das hohe Risiko aufklären, der Wertverlust bei der Marke XY ist eigentlich viel höher als bei der Marke XX, andererseits würde dieses oder jenes dafür oder dagegen sprechen.
Aber mal im Ernst, frage ich da auch noch nach, wie alt der Käufer ist? Könnte ja ein Fahranfänger sein, statistische Wahrscheinlichkeit daß er als 18-jähriger einen Crash verursacht ist viel höher als bei einem 45-jährigen. Hat derjenige ein Bewusstsein für den möglichen Wertverlust, muss ich nicht nur in drei Sätzen darüber aufklären, sondern empfehlen erst mal Bücher darüber zu lesen? Hat der potentielle Käufe wirklich alle Parameter durchgerechnet, ob sich das im Vergleich wirklich rechnet? Oder wie hoch tatsächlich die Kosten sind und vor allen Dingen, wie hoch die möglichen spekulativen Kosten und Risiken sind bei einem Gebrauchtwagen? Nächste Reparatur 500 Euro, allerdings bereits nach 3-4 Monaten?
undundund
Man kann eine Aktie nach gründlicher Recherche einfach kaufen, das Risiko für eine andere Entwicklung als die erwartete ist nicht höher als sonstwo. Börse ist keine Geheimwissenschaft. Es gibt psychologische Komponenten an der Börse, es gibt allgemeine Marktkomponenten, es gibt unternehmensspezifische Nachrichten, die unvorsehbar sein können und einiges mehr.
ABER
wenn eine Aktie um mehrere hundert Millionen unterbewertet ist und dies von sehr vielen bestätigt wird (Forbes, KPMG, Watzke, Treß, Seydler, Lampe, sowie einige wenige Finanzjournalisten) dann kann man davon ausgehen, daß die Aktie am langen Ende (und drei Jahre sind definitiv ein langfristiger Anlagehorizont) steigen könnte, bei sehr überschaubaren Risiko.
BVB ist eines der solventesten Unternehmen in Deutschland überhaupt, das wurde von der Creditreform festgestellt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/creditreform-bescheinigt-bvb-ausgezeichnete-bonitaet-a-1109672.html
und dieses Rating bekommen nur sehr sehr wenige Unternehmen in Deutschland, bei Fussballaktien keine einzige. Falls BVB in die 2. Liga absteigen sollte, hätten sie dort selbstverständlich auch eine faire Bewertung, diese wäre kaum niedriger als die derzeitige Börsenkapitalisierung. Man würde sogar in der zweiten Liga zu den Top 8 der umsatzstärksten Clubs in Deutschland gehören und zwar Minimum, Originalaussage von Watzke. Mittlerweile hat sich die Sachlage für dieses Horrorszenario sogar verbessert, man hat durch den neuen TV Vertrag einen Fallschirm gebaut für Absteiger, d.h. die Einnahmen würden da nicht mehr so deutlich einbrechen. VfB Stuttgart kommt aus der zweiten Liga, die einsteigenden Investoren bewerten VfB Stuttgart mit 350 Mio, so viel dazu.
Es gibt massenhaft Leute, die diverse Wettscheine auf irgendwelche Spielergebnisse abgeben und dabei Geld verlieren oder welche, die sehr viel Geld für Merchandising Produkte ausgeben. Wiederum andere, die das Geld einfach verprassen. Jemand, der sich BVB Aktien kauft, muss kein Spezialist sein, gar nicht. Jemand der BVB Aktien kauft ist noch nicht mal ein wahnsinnig gerissener Spekulant oder Spezialist für Fussball, was ARD BÖRSE da schreibt ist unsachlich. Man muss ein Bewusstsein für das Risiko haben, dieses hat man bei vielen Dingen, wenn man 3000 Euro investiert.
ICH KANN NUR IN ALLER DEUTLICHKEIT SAGEN:
Diese riesengroße Scheu für Aktien im allgemeinen und vor der BVB im besonderen kann ich absolut nicht nachvollziehen!!!
Wenn ein Unternehmen so dermaßen deutlich den Unternehmenswert steigern kann, dann steigt am langen Ende auch der Aktienkurs und wenn man sich so dermaßen weit von einer Insolvenzgefahr entfernt, sinkt das Risiko.
Ein simpler Fan, der sich vor 7 Jahren im Sommer für 2000 Euro BVB Aktien gekauft hat, hätte jetzt inkl. Dividenden über 12.000 Euro und könnte von dem Geld alle Tickets und sonstwie BVB Produkte kaufen...
Im Jahr 2000 hatte jedes zweite Vereinsmitglied BVB Aktien gezeichnet, jetzt hingegen wird die Aktie gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Die Aktie knallte in kurzer Zeit von 11 auf 1 runter und alle waren dabei, bei der möglichen Verzehnfachung von 1 auf 10 ist dann aber keiner mehr dabei? Was soll das? Könnte ich ja gut verstehen, wenn die BVB Aktie klar überbewertet wäre oder zumindest fair bewertet. Also so wie derzeit viele Aktien. Stattdessen ist es eine der unterbewertesten Nebenwerte Aktien überhaupt. Hat mir Marcus Silbe von Oddo Seydler so auch bestätigt, die Argumente, die von vielen Seiten vorgetragen werden, finde ich einleuchtend.
Wo findet man in Zeiten wie diesen, eine Aktie, deren Potential bis zur fairen Bewertung bei mittlerweile 9,91 Euro so hoch ist? Ich kenne keine. Die Aktien, die ich sonst noch kenne, sind teilweise auch sehr aussichtsreich, aber extrem deutlich spekulativer, ohne wenn und aber.
23.08.2017 - 10:56 Uhr
Zitat von halbgott
Naja, das sehe ich aber schon sehr anders. Börse ist keine Geheimwissenschaft, die man jahrelang mit etlichen Büchern studieren muss, um irgendwas zu begreifen. Gar nicht. Und Börse ist auch absolut überhaupt nicht soooo spekulativ, wie das hier immer wieder den Anschein macht.
Du erzählst was von einem Autokauf, natürlich in einem anderen Zusammenhang, aber ich stelle hier einfach mal einen neuen Zusammenhang her:
Nehmen wir mal an, ein Forist XY fragt, ob es sinnvoll wäre für 3000 Euro einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Modell XY, so und so viele Kilometer abgelaufen, so und so viel TÜV, Marke und sonstige Daten. Ob man das so machen könne?
Dazu könnte man rein theoretisch Romane verfassen. Über das hohe Risiko aufklären, der Wertverlust bei der Marke XY ist eigentlich viel höher als bei der Marke XX, andererseits würde dieses oder jenes dafür oder dagegen sprechen.
Aber mal im Ernst, frage ich da auch noch nach, wie alt der Käufer ist? Könnte ja ein Fahranfänger sein, statistische Wahrscheinlichkeit daß er als 18-jähriger einen Crash verursacht ist viel höher als bei einem 45-jährigen. Hat derjenige ein Bewusstsein für den möglichen Wertverlust, muss ich nicht nur in drei Sätzen darüber aufklären, sondern empfehlen erst mal Bücher darüber zu lesen? Hat der potentielle Käufe wirklich alle Parameter durchgerechnet, ob sich das im Vergleich wirklich rechnet? Oder wie hoch tatsächlich die Kosten sind und vor allen Dingen, wie hoch die möglichen spekulativen Kosten und Risiken sind bei einem Gebrauchtwagen? Nächste Reparatur 500 Euro, allerdings bereits nach 3-4 Monaten?
undundund
Man kann eine Aktie nach gründlicher Recherche einfach kaufen, das Risiko für eine andere Entwicklung als die erwartete ist nicht höher als sonstwo. Börse ist keine Geheimwissenschaft. Es gibt psychologische Komponenten an der Börse, es gibt allgemeine Marktkomponenten, es gibt unternehmensspezifische Nachrichten, die unvorsehbar sein können und einiges mehr.
ABER
wenn eine Aktie um mehrere hundert Millionen unterbewertet ist und dies von sehr vielen bestätigt wird (Forbes, KPMG, Watzke, Treß, Seydler, Lampe, sowie einige wenige Finanzjournalisten) dann kann man davon ausgehen, daß die Aktie am langen Ende (und drei Jahre sind definitiv ein langfristiger Anlagehorizont) steigen könnte, bei sehr überschaubaren Risiko.
BVB ist eines der solventesten Unternehmen in Deutschland überhaupt, das wurde von der Creditreform festgestellt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/creditreform-bescheinigt-bvb-ausgezeichnete-bonitaet-a-1109672.html
und dieses Rating bekommen nur sehr sehr wenige Unternehmen in Deutschland, bei Fussballaktien keine einzige. Falls BVB in die 2. Liga absteigen sollte, hätten sie dort selbstverständlich auch eine faire Bewertung, diese wäre kaum niedriger als die derzeitige Börsenkapitalisierung. Man würde sogar in der zweiten Liga zu den Top 8 der umsatzstärksten Clubs in Deutschland gehören und zwar Minimum, Originalaussage von Watzke. Mittlerweile hat sich die Sachlage für dieses Horrorszenario sogar verbessert, man hat durch den neuen TV Vertrag einen Fallschirm gebaut für Absteiger, d.h. die Einnahmen würden da nicht mehr so deutlich einbrechen. VfB Stuttgart kommt aus der zweiten Liga, die einsteigenden Investoren bewerten VfB Stuttgart mit 350 Mio, so viel dazu.
Es gibt massenhaft Leute, die diverse Wettscheine auf irgendwelche Spielergebnisse abgeben und dabei Geld verlieren oder welche, die sehr viel Geld für Merchandising Produkte ausgeben. Wiederum andere, die das Geld einfach verprassen. Jemand, der sich BVB Aktien kauft, muss kein Spezialist sein, gar nicht. Jemand der BVB Aktien kauft ist noch nicht mal ein wahnsinnig gerissener Spekulant oder Spezialist für Fussball, was ARD BÖRSE da schreibt ist unsachlich. Man muss ein Bewusstsein für das Risiko haben, dieses hat man bei vielen Dingen, wenn man 3000 Euro investiert.
ICH KANN NUR IN ALLER DEUTLICHKEIT SAGEN:
Diese riesengroße Scheu für Aktien im allgemeinen und vor der BVB im besonderen kann ich absolut nicht nachvollziehen!!!
Wenn ein Unternehmen so dermaßen deutlich den Unternehmenswert steigern kann, dann steigt am langen Ende auch der Aktienkurs und wenn man sich so dermaßen weit von einer Insolvenzgefahr entfernt, sinkt das Risiko.
Ein simpler Fan, der sich vor 7 Jahren im Sommer für 2000 Euro BVB Aktien gekauft hat, hätte jetzt inkl. Dividenden über 12.000 Euro und könnte von dem Geld alle Tickets und sonstwie BVB Produkte kaufen...
Im Jahr 2000 hatte jedes zweite Vereinsmitglied BVB Aktien gezeichnet, jetzt hingegen wird die Aktie gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Die Aktie knallte in kurzer Zeit von 11 auf 1 runter und alle waren dabei, bei der möglichen Verzehnfachung von 1 auf 10 ist dann aber keiner mehr dabei? Was soll das? Könnte ich ja gut verstehen, wenn die BVB Aktie klar überbewertet wäre oder zumindest fair bewertet. Also so wie derzeit viele Aktien. Stattdessen ist es eine der unterbewertesten Nebenwerte Aktien überhaupt. Hat mir Marcus Silbe von Oddo Seydler so auch bestätigt, die Argumente, die von vielen Seiten vorgetragen werden, finde ich einleuchtend.
Wo findet man in Zeiten wie diesen, eine Aktie, deren Potential bis zur fairen Bewertung bei mittlerweile 9,91 Euro so hoch ist? Ich kenne keine. Die Aktien, die ich sonst noch kenne, sind teilweise auch sehr aussichtsreich, aber extrem deutlich spekulativer, ohne wenn und aber.
Zitat von Leandro
Und doch bleibe ich dabei:
Alleine die Info Volumen (ca. 3000€) und Zeithorizont (3 Jahre) reichen überhaupt nicht aus, um auch nur ansatzweise sowas wie eine "Empfehlung" zu geben.
Und doch bleibe ich dabei:
Alleine die Info Volumen (ca. 3000€) und Zeithorizont (3 Jahre) reichen überhaupt nicht aus, um auch nur ansatzweise sowas wie eine "Empfehlung" zu geben.
Naja, das sehe ich aber schon sehr anders. Börse ist keine Geheimwissenschaft, die man jahrelang mit etlichen Büchern studieren muss, um irgendwas zu begreifen. Gar nicht. Und Börse ist auch absolut überhaupt nicht soooo spekulativ, wie das hier immer wieder den Anschein macht.
Du erzählst was von einem Autokauf, natürlich in einem anderen Zusammenhang, aber ich stelle hier einfach mal einen neuen Zusammenhang her:
Nehmen wir mal an, ein Forist XY fragt, ob es sinnvoll wäre für 3000 Euro einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Modell XY, so und so viele Kilometer abgelaufen, so und so viel TÜV, Marke und sonstige Daten. Ob man das so machen könne?
Dazu könnte man rein theoretisch Romane verfassen. Über das hohe Risiko aufklären, der Wertverlust bei der Marke XY ist eigentlich viel höher als bei der Marke XX, andererseits würde dieses oder jenes dafür oder dagegen sprechen.
Aber mal im Ernst, frage ich da auch noch nach, wie alt der Käufer ist? Könnte ja ein Fahranfänger sein, statistische Wahrscheinlichkeit daß er als 18-jähriger einen Crash verursacht ist viel höher als bei einem 45-jährigen. Hat derjenige ein Bewusstsein für den möglichen Wertverlust, muss ich nicht nur in drei Sätzen darüber aufklären, sondern empfehlen erst mal Bücher darüber zu lesen? Hat der potentielle Käufe wirklich alle Parameter durchgerechnet, ob sich das im Vergleich wirklich rechnet? Oder wie hoch tatsächlich die Kosten sind und vor allen Dingen, wie hoch die möglichen spekulativen Kosten und Risiken sind bei einem Gebrauchtwagen? Nächste Reparatur 500 Euro, allerdings bereits nach 3-4 Monaten?
undundund
Man kann eine Aktie nach gründlicher Recherche einfach kaufen, das Risiko für eine andere Entwicklung als die erwartete ist nicht höher als sonstwo. Börse ist keine Geheimwissenschaft. Es gibt psychologische Komponenten an der Börse, es gibt allgemeine Marktkomponenten, es gibt unternehmensspezifische Nachrichten, die unvorsehbar sein können und einiges mehr.
ABER
wenn eine Aktie um mehrere hundert Millionen unterbewertet ist und dies von sehr vielen bestätigt wird (Forbes, KPMG, Watzke, Treß, Seydler, Lampe, sowie einige wenige Finanzjournalisten) dann kann man davon ausgehen, daß die Aktie am langen Ende (und drei Jahre sind definitiv ein langfristiger Anlagehorizont) steigen könnte, bei sehr überschaubaren Risiko.
BVB ist eines der solventesten Unternehmen in Deutschland überhaupt, das wurde von der Creditreform festgestellt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/creditreform-bescheinigt-bvb-ausgezeichnete-bonitaet-a-1109672.html
und dieses Rating bekommen nur sehr sehr wenige Unternehmen in Deutschland, bei Fussballaktien keine einzige. Falls BVB in die 2. Liga absteigen sollte, hätten sie dort selbstverständlich auch eine faire Bewertung, diese wäre kaum niedriger als die derzeitige Börsenkapitalisierung. Man würde sogar in der zweiten Liga zu den Top 8 der umsatzstärksten Clubs in Deutschland gehören und zwar Minimum, Originalaussage von Watzke. Mittlerweile hat sich die Sachlage für dieses Horrorszenario sogar verbessert, man hat durch den neuen TV Vertrag einen Fallschirm gebaut für Absteiger, d.h. die Einnahmen würden da nicht mehr so deutlich einbrechen. VfB Stuttgart kommt aus der zweiten Liga, die einsteigenden Investoren bewerten VfB Stuttgart mit 350 Mio, so viel dazu.
Es gibt massenhaft Leute, die diverse Wettscheine auf irgendwelche Spielergebnisse abgeben und dabei Geld verlieren oder welche, die sehr viel Geld für Merchandising Produkte ausgeben. Wiederum andere, die das Geld einfach verprassen. Jemand, der sich BVB Aktien kauft, muss kein Spezialist sein, gar nicht. Jemand der BVB Aktien kauft ist noch nicht mal ein wahnsinnig gerissener Spekulant oder Spezialist für Fussball, was ARD BÖRSE da schreibt ist unsachlich. Man muss ein Bewusstsein für das Risiko haben, dieses hat man bei vielen Dingen, wenn man 3000 Euro investiert.
ICH KANN NUR IN ALLER DEUTLICHKEIT SAGEN:
Diese riesengroße Scheu für Aktien im allgemeinen und vor der BVB im besonderen kann ich absolut nicht nachvollziehen!!!
Wenn ein Unternehmen so dermaßen deutlich den Unternehmenswert steigern kann, dann steigt am langen Ende auch der Aktienkurs und wenn man sich so dermaßen weit von einer Insolvenzgefahr entfernt, sinkt das Risiko.
Ein simpler Fan, der sich vor 7 Jahren im Sommer für 2000 Euro BVB Aktien gekauft hat, hätte jetzt inkl. Dividenden über 12.000 Euro und könnte von dem Geld alle Tickets und sonstwie BVB Produkte kaufen...
Im Jahr 2000 hatte jedes zweite Vereinsmitglied BVB Aktien gezeichnet, jetzt hingegen wird die Aktie gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Die Aktie knallte in kurzer Zeit von 11 auf 1 runter und alle waren dabei, bei der möglichen Verzehnfachung von 1 auf 10 ist dann aber keiner mehr dabei? Was soll das? Könnte ich ja gut verstehen, wenn die BVB Aktie klar überbewertet wäre oder zumindest fair bewertet. Also so wie derzeit viele Aktien. Stattdessen ist es eine der unterbewertesten Nebenwerte Aktien überhaupt. Hat mir Marcus Silbe von Oddo Seydler so auch bestätigt, die Argumente, die von vielen Seiten vorgetragen werden, finde ich einleuchtend.
Wo findet man in Zeiten wie diesen, eine Aktie, deren Potential bis zur fairen Bewertung bei mittlerweile 9,91 Euro so hoch ist? Ich kenne keine. Die Aktien, die ich sonst noch kenne, sind teilweise auch sehr aussichtsreich, aber extrem deutlich spekulativer, ohne wenn und aber.
Ich teile, dass man nicht viel wissen muss, um in Aktien zu investieren. Man hat das Glück, dass es sich um einen recht effizienten Markt handelt, wo der aktuelle Preis eine gute Idee für die "wahre" Bewertung ist. Immerhin zeigen alle Studien, dass es keine Strategien gibt, die generell besser oder schlechter als andere sind. Bei einzelnen Aktien kommt es auf die eigene Überzeugung an, ob ein Unternehmen generell richtig eingeschätzt wird, oder nicht.
Am Ende zählt eben nicht das man recht hat, sondern richtig eingeschätzt hat, wie der Markt einen bestimmten Wert sehen wird.
25.08.2017 - 10:52 Uhr
Lass uns BITTE die Diskussion über spekulative Trades HIER nicht machen oder so gering wie möglich!! Das machen wir schon zur Genüge in den Börsenthreads. Ich finde den Thread hier sehr wichtig, eben weil hier wenig gepostet wird und man mit wenigen Klicks sich einen Überblick verschaffen kann, was in den letzten Monaten alles relevant gewesen sein könnte. Das sollte so bleiben!
Zum total spekulativen Tradingverhalten kopiere ich jetzt mein posting aus den Börsenthread hinein, ansonsten werde ich derlei postings in Zukunft unterlassen.
*******
ACHTUNG: Das ist eine rein spekulative Meinung meinerseits und stellt nicht ansatzweise eine Anlageempfehlung dar. Eine Anlageempfehlung gibt es sowieso nicht, wenn man aber so etwas trotzdem als solche sehen will, dann sollte man vorrangig auf fundamentale Dinge schauen und nicht auf kurzfristige sehr spekulative Verläufe
*******
Ich trade hier gerade überhaupt nicht, also genau wie letzte Saison. Man sollte sich bei solchen Sachen nicht in die Tasche lügen. Vielleicht mache ich mal einen Versuch, das wäre aber auf höherem Niveau als jetzt. In der letzten Saison hatten viele versucht zu traden, aber unterm Strich war es eben nicht möglich sämtliche verkauften Aktien zu tieferen Kursen wieder zurückzuholen und so könnte es diese Saison wieder laufen.
Kleines Beispiel: Wer bei 6,80 7,00 7,20 und 7,50 verkauft hat, konnten jetzt bei 7,20 zwar ein paar zurückholen, wenn man alle Aktien zurückgeholt hätte, die man bei 7,50 verkauft hätte, dann hat man immer noch das "Problem" der bei 7,20 7,00 und 6,80 verkauften Teile.
Ich gehe davon aus, daß der Aktienkurs kurzfristig die 8,00 Marke erreichen kann, mit kurzfristig meine ich bis zur HV. Und ich gehe davon aus, daß dies sogar nur das Minimalziel wäre, es könnten sogar höhere Kurse werden, das hängt aber vom sportlichen Erfolg und vom Marktumfeld ab.
Mein Ziel ist es, mit der höchsten Gewichtung beim Minimalziel anzukommen, den großen Schub also komplett mitzunehmen und mir nicht in die Tasche zu lügen. Mein Depot soll wenigstens nicht schlechter performen als die BVB Aktie selber. Man hat da auch andere Aktien drin, die eventuell schlechter performen oder Cash, der überhaupt nicht performt.
Mit großen Stückzahlen wirklich Strecken mehrfach abfahren vor der HV ist am Ende äußerst schwierig, weil es da normalerweise eine nachhaltige oder langanhaltende Konsolidierung nicht gibt. Das sind reine Erfahrungswerte der letzten Jahre.
Wer hier tatsächlich verkauft, macht das normalerweise nicht beim höchsten Kurs zum ersten Mal, sondern eben mehrmals, das ergibt eine Streuung, die total suboptimal ist. Konnte man in der letzten Saison bestens beobachten, etliche Trader sind vor dem eigentlichen Hoch bei 5,80 - 5,88 auf der Strecke geblieben und hatten da schon längst nicht mehr die hohe Gewichtung wie zu Beginn der Saison.
Erst nach der HV hingegen bieten sich normalerweise Trades an, allerdings natürlich nur unter der Bedingung, daß der Aktienkurs bis dahin gut gelaufen ist. Die jetzigen 15% seit Beginn der Sommerpause sind es nicht, gar nicht. Die derzeitigen Kapriolen haben auch etwas gutes. Der Aktienkurs ist heute mit einem Gap gestartet, so etwas wird normalerweise geschlossen, wenn der Kurs dann zu weit hochläuft, wäre die Absturzgefahr immens. Diese Probleme haben wir derzeit nicht, ds Gap wurde bereits geschlossen, der Aktienkurs geht schön langsam hoch.
Zum total spekulativen Tradingverhalten kopiere ich jetzt mein posting aus den Börsenthread hinein, ansonsten werde ich derlei postings in Zukunft unterlassen.
*******
ACHTUNG: Das ist eine rein spekulative Meinung meinerseits und stellt nicht ansatzweise eine Anlageempfehlung dar. Eine Anlageempfehlung gibt es sowieso nicht, wenn man aber so etwas trotzdem als solche sehen will, dann sollte man vorrangig auf fundamentale Dinge schauen und nicht auf kurzfristige sehr spekulative Verläufe
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Ich trade hier gerade überhaupt nicht, also genau wie letzte Saison. Man sollte sich bei solchen Sachen nicht in die Tasche lügen. Vielleicht mache ich mal einen Versuch, das wäre aber auf höherem Niveau als jetzt. In der letzten Saison hatten viele versucht zu traden, aber unterm Strich war es eben nicht möglich sämtliche verkauften Aktien zu tieferen Kursen wieder zurückzuholen und so könnte es diese Saison wieder laufen.
Kleines Beispiel: Wer bei 6,80 7,00 7,20 und 7,50 verkauft hat, konnten jetzt bei 7,20 zwar ein paar zurückholen, wenn man alle Aktien zurückgeholt hätte, die man bei 7,50 verkauft hätte, dann hat man immer noch das "Problem" der bei 7,20 7,00 und 6,80 verkauften Teile.
Ich gehe davon aus, daß der Aktienkurs kurzfristig die 8,00 Marke erreichen kann, mit kurzfristig meine ich bis zur HV. Und ich gehe davon aus, daß dies sogar nur das Minimalziel wäre, es könnten sogar höhere Kurse werden, das hängt aber vom sportlichen Erfolg und vom Marktumfeld ab.
Mein Ziel ist es, mit der höchsten Gewichtung beim Minimalziel anzukommen, den großen Schub also komplett mitzunehmen und mir nicht in die Tasche zu lügen. Mein Depot soll wenigstens nicht schlechter performen als die BVB Aktie selber. Man hat da auch andere Aktien drin, die eventuell schlechter performen oder Cash, der überhaupt nicht performt.
Mit großen Stückzahlen wirklich Strecken mehrfach abfahren vor der HV ist am Ende äußerst schwierig, weil es da normalerweise eine nachhaltige oder langanhaltende Konsolidierung nicht gibt. Das sind reine Erfahrungswerte der letzten Jahre.
Wer hier tatsächlich verkauft, macht das normalerweise nicht beim höchsten Kurs zum ersten Mal, sondern eben mehrmals, das ergibt eine Streuung, die total suboptimal ist. Konnte man in der letzten Saison bestens beobachten, etliche Trader sind vor dem eigentlichen Hoch bei 5,80 - 5,88 auf der Strecke geblieben und hatten da schon längst nicht mehr die hohe Gewichtung wie zu Beginn der Saison.
Erst nach der HV hingegen bieten sich normalerweise Trades an, allerdings natürlich nur unter der Bedingung, daß der Aktienkurs bis dahin gut gelaufen ist. Die jetzigen 15% seit Beginn der Sommerpause sind es nicht, gar nicht. Die derzeitigen Kapriolen haben auch etwas gutes. Der Aktienkurs ist heute mit einem Gap gestartet, so etwas wird normalerweise geschlossen, wenn der Kurs dann zu weit hochläuft, wäre die Absturzgefahr immens. Diese Probleme haben wir derzeit nicht, ds Gap wurde bereits geschlossen, der Aktienkurs geht schön langsam hoch.
29.08.2017 - 13:22 Uhr
Wenn man wie Watzke traditionell der Meinung ist, dass der BVB unterbewertet ist (nannte bei Wonti einen Wert von 1 Milliarde+) und man jetzt massig Kohle zum investieren hat und eine Kurssteigerung erwartet...
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
29.08.2017 - 18:47 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Wenn man wie Watzke traditionell der Meinung ist, dass der BVB unterbewertet ist (nannte bei Wonti einen Wert von 1 Milliarde+) und man jetzt massig Kohle zum investieren hat und eine Kurssteigerung erwartet...
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
Wenn man wie Watzke traditionell der Meinung ist, dass der BVB unterbewertet ist (nannte bei Wonti einen Wert von 1 Milliarde+) und man jetzt massig Kohle zum investieren hat und eine Kurssteigerung erwartet...
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
Das würde total Sinn machen und das hatte ich auf der letzten HV auch angesprochen, wurde aber nicht beantwortet, weil es zu viele Punkte gab.
Jetzt aber wird es mein Hauptpunkt oder eventuell einzige Punkt sein!
Watzke und Treß erhalten sehr hohe Bonuszahlungen. Diese Bonuszahlungen sind total berechtigt, sie machen einen großartigen Job.
ABER
Man könnte einen großen Teil der Bonuszahlungen mit Aktien vergüten, das hätte viele Vorteile!!
Natürlich wird der Aktienkurs sehr oft klar unter Wert verkauft, es gibt mitunter große Schwankungen, die völlig irrational sind. Ich rede jetzt nicht von der grundsätzlichen Unterbewertung, sondern von der viel zu großen Volalität ganz allgemein, was viele Investoren abschreckt.
Wer jetzt gerade bei Aktienkursen von 7,30 bis 7,70 verkauft hatte, konnte darauf spekulieren, daß er sich die Teile eventuell günstiger wieder zurückholen kann. Bei einem stumpfen Aktienrückkaufprogramm hingegen, gehen einige dieser Schwankungen zurück, das macht den Aktienkurs stabiler und das nützt am langen Ende auch der Kursentwicklung, soll heissen, die faire Bewertung wird schneller erreicht. Man verkauft nicht mehr so schnell, eben weil gewisse Tradingwahrscheinlichkeiten geringer werden.
Zudem hätte es einen psychologischen Effekt. Sehr oft wurde von außen moniert, Watzke hätte keine Aktien. Es wurde auch moniert, daß er schlecht über Aktien im allgemeinen reden würde und über die BVB Aktie im speziellen. Er hätte sich die Börsennotierung nicht ausgesucht, das hätten seine Vorgänger gemacht!
Finanzjournalisten haben diese Aussagen sehr genau registriert, Börse Stuttgart TV, Börsengeflüster und einige andere.
Da sich die Kapitalmarktkommunikation mittlerweile klar gebessert hat, daß z.B. die Fragen der Journalisten bei der Bilanzpressekonferenz zu hören waren, ist ein echter Vorteil, bei der letzten Bilanzpressekonferenz wurde nach den Reden von Watzke und Treß einfach abgeschaltet, wäre es sehr gut, wenn Watzke und Treß, so wie bei vielen, vielen anderen Unternehmen auch, selber Aktien besitzen, weil ihre Bonusvergütungen teilweise über BVB Aktien geschieht.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob nach Spielerverkäufen, Watzke und Treß Millionenzahlungen erhalten oder aber BVB Aktien. Mal angesehen davon, daß sie selber davon Vorteile hätten, eine bessere Geldanlage in den letzten Jahren hätten sie kaum gefunden, es wäre aber auch so, daß jeder Fan BVB Aktien haben könnte.
Die immer wieder aufkommende Frage, ob es wirklich sinnvoll ist eine schwerwiegende unternehmerische Entscheidung zu fällen, indem man "OHNE NOT", was genau die Not war ist ja spekulativ, den besten Spieler verkauft, obwohl dieser noch 4 Jahre Vertrag hat oder obwohl dieser den BVB erpresst hat, ist für viele leichter zu ertragen, wenn Watzke dafür nicht auch noch Millionenzahlungen erhält!
Und wenn Watzke mal gut über die BVB Aktie redet, also faire Bewertung bei jenseits der Milliarde, dann werden seine Aussagen sicherlich glaubwürdiger, wenn er selber BVB Aktien besitzen würde. Geht an der Börse immer um Glaubwürdigkeit!!
Es geht natürlich niemals um steigende Aktienkurse im allgemeinen, niemals. Sondern um die beste Entscheidung für das Unternehmen! Lewandowski zu halten und dann ablösefrei ziehen zu lassen oder die Eintrittspreise unten halten, das sind wichtige Unternehmensentscheidungen, die auch von den Aktionären getragen werden, von mir sowieso. Wenn Watzke aber Aktien besitzen würde, dann wäre viel klarer, worum es geht:
Um das Optimale für den BVB, auch wenn manche Entscheidungen diskutabel sein können.
30.08.2017 - 10:32 Uhr
Quelle: www.fool.de
Treffsicher hatte das Internationale Zentrum für Sport-Studien (CIES) bereits Anfang 2017 behauptet, dass der Franzose der wertvollste Spieler der Bundesliga sei.
Immer mehr Medien auch in Deutschland weisen auf CIES hin, zuletzt war es das Handelsblatt. Wird spannend, ob Bankhaus Lampe und GSC Research weiterhin ausschließlich die Bewertungen von transfermarkt.de nennen, ich habe das mal in den Kommentaren etwas ausführlicher erläutert: Die Marktwerte der BVB Spieler
https://bvbaktie.blogspot.de/2017/07/die-marktwerte-der-bvb-spieler.html
30.08.2017 - 12:23 Uhr
Gestern hatte ich über zwei Stunden mit dem Analysten telefoniert. Da ging es nicht darum, "huch wie toll sind Sie eigentlich?", da würde man ja kaum zwei Stunden telefonieren. Es ging um Kritik meinerseits, ich finde seine Angaben zum Umsatz sehr optimistisch und wollte wissen, unter welchen Bedingungen dieses Umsatzziel 556 Mio erreicht werden solle.
Er nannte Bundesliga Platz 2, Pokalviertelfinale bei zwei Heimspielen, CL Achtelfinale (RB Leipzig in Gruppenphase raus, Bayern Viertelfinale, diese Angaben sind wichtig für den Marktpool)
Außerdem geht er von einer leichten Aufstockung beim Puma Vertrag aus. Den Emre Mor Deal hatte er schon drin, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Analyse vom 28.8. noch nicht in trockenen Tüchern war.
Diese Umsatzerwartung ist bei den Zielen natürlich ambitioniert, allerdings sollte man auch beachten, daß die bisherigen Umsatzerwartungen, die er zu Beginn einer Saison erstellt hatte, ganz klar übertroffen wurden, entweder weil es sportlich klar besser lief (letztes Jahr Pokalsieg und CL Viertelfinale) oder weil es Transfereinnahmen gab oder sogar beides gleichzeitig.
Zwar sind diese Umsatz- und Gewinnerwartungen sicherlich ambitioniert, ich kann ihn dabei aber nicht wirklich kritisieren, es müsste nur ein Spieler für 10 Mio verkauft werden und alles ist anders. So etwas kann man aber seriöserweise nicht prognostizieren.
Beim Kursziel und der fairen Bewertung hatte ich auch einige Kritikpunkte, bzw. bei seinen vorherigen Analysen. Im letzten Sommer stand der Aktienkurs bei 4 Euro und er erhöhte das Kursziel auf 6 Euro, d.h. er benannte ein Kurspotential von satten 50%
Tatsächlich stieg der Aktienkurs schon im Oktober bis 5,88. Da der Analyst aber bei den Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 durch ständige Anpassungen am Ende viel zu optimistisch war und auch die Zahlen zum ersten Quartal in 16/17 klar unter seinen Erwartungen waren (geringere Transfereinnahmen als vermutet, höhere Personalkosten) hatte er nach dem stark gestiegenem Aktienkurs das Kursziel nicht mehr erhöht, daraus folgt, daß er das Rating von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt hatte.
Daraufhin verkauften einige institutionelle Anleger mit denen er direkten Kontakt unterhält, z.B. Artisan sechsstellig und der Aktienkurs sank sehr schnell bis unter 4,80
Wenn man jetzt böswillig ist, könnte man sagen, er hat absichtlich Fehler gemacht, um sich oder anderen Vorteilen zu verschaffen. Für mich sah das auch sehr merkwürdig aus, daher hatte ich auch da mit ihm Kontakt.
Tatsache ist, daß er zwar im Sommer 2016 das große unmittelbare Kurspotential erkannt hatte, aber danach etwas den Überblick verlor, denn es wurden zwar seine hochgesteckten Erwartungen verfehlt, aber keineswegs die Erwartungen des Marktes insgesamt.
Gab ja auch noch andere Analysten, Bankhaus Lampe hatte das Kursziel von 5 auf 7 erhöht, daraufhin stieg der Aktienkurs intraday +10% es war das höchste Intradayplus aller Zeiten bei der BVB Aktie. Lampe hatte viel viel tiefere Erwartungen als Oddo.
Danach hatte Oddo aber immer weiter den Überblick verloren. Der Aktienkurs stieg und sie sind der Nachrichtenlage nur hinterher gerannt, statt die Dinge zu antizipieren. Wer diesen Analysen folgte, hatte keinen Vorteil. Die Kursziele von Seydler also 6,00 und danach 6,50 wurden sehr schnell erreicht. Als er auf 7,50 hochstellte, wurde dieses Kursziel einen Tag später mit 7,70 übertroffen.
Jetzt könnte man sagen, der Markt spinnt, der Markt ist viel euphorischer als der Analyst, warum eigentlich???
Dazu müsste man wissen, daß der Analyst auch gleichzeitig die faire Bewertung viel höher angesetzt hatte und diese faire Bewertung von vielen Quellen, u.a. Watzke auf der Bilanzpressekonferenz bestätigt wurde. Ein geringeres Kurspotential zu vermuten, weil Trump mit Nordkorea durchdreht oder weil der Markt insgesamt schwächelt, ist ja legitim. Wenn der Markt aber eine Beziehung zu diesen Dingen weitgehend verneint, was man ebenso nachvollziehen kann, dann orientiert sich der Markt eben mehr an den unternehmsspezifischen Dingen und macht unmittelbar vor der HV keine langanhaltende Konsolidierung.
Folgendes hatte Seydler im Mai 2016 prognostiziert:
2016/17 Umsatz 305 Mio
2017/18 Umsatz 325 Mio
Damit wurde seine Schätzung für 16/17 um glatt 100 Mio übertroffen, die Enttäuschung die er komnstruiert hatte, bezog sich natürlich nur auf die ständigen Anpassungen die er vornehmen musste.
Beim Umsatz für 17/18 musste er die Schätzung um sagenhafte 231 Mio nach oben anpassen, dies obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hatte!!! Das Klischee, es ginge hier nur um die sportlichen Erfolge, dies wäre eine Fanboyaktie, ist damit eindrucksvoll widerlegt. Auch um hohe Transfereinnahmen kann es kaum gehen, man hatte natürlich keine 231 Mio Transfereinnahmen.
Die Unterstellung, er würde absichtsvoll zu niedrig prognostizieren ist auch falsch, niemand hatte etwas wesentlich anderes prognostiziert, die Erwartungen wurde von jedem übertroffen, inkl. meiner Wenigkeit. Daß die Erwartungen der Analysten und auch von Borussia Dortmund, die zu Beginn der Saison erstellt wurden, Jahr für Jahr klar übertroffen wurden, ist seit 7 Jahren der Fall, bei der Umsatzschätzung keine einzige Ausnahme.
Die Ex-Transferumsätze sind 7 Jahre durchgehend gestiegen, keine Ausnahme. Ob man Meister wird oder plötzlich gegen den Abstieg kämpft, ob man glorreich das CL Finale erreicht oder plötzlich "nur" noch EL spielt und da enttäuschend bereits im Viertelfinale ausscheidet, ist egal, jedes Jahr gab es höhere Ex-Transferumsätze.
Und dann mal was zum Nettogewinn an sich. Oddo schätzt für diese Saison einen Nettogewinn von 73 Millionen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten und auch der höchste Gewinn in der Geschichte der Bundesliga. Dies als Einmaleffekt abzutun, wäre nicht besonders schlau, denn der Buchwert steigt dadurch eklatant und nachhaltig. Beim Götze Rekordtransfers stand der Aktienkurs nach dem CL Finale im Sommer 2013 bei 3,05. Obwohl klar war, daß der damalige Rekordgewinn einmalig war, stieg der Aktienkurs bis Sommer 2014 bis 5,199
Die Kapitalerhöhung bei klar höheren Aktienkursen als noch in 2013 wäre ohne die Rekordgewinne nicht möglich gewesen, sagte Watzke, die Rekordgewinne brachten klar steigende Aktienkurse, nur deswegen gab es die Kapitalerhöhung.
Deswegen könnte dieser Dembele Transfer einiges bewirken, was eben nachhaltig ist. Dennoch wartet der Markt erst mal ab, wie sich die Sache ohne Dembele rein sportlich entwickelt. Wenn man jetzt durch diese klare Schwächung die CL verpasst, wäre das Ganze sehr schnell relativ, denn wenn man danach wieder die CL verpasst, kann man getrost sagen, daß die Transferpolitik gescheitert wäre und das hätte selbstverständlich Auswirkungen auf den Aktienkurs!
Bei dem Toptransfer Kagawa in 2012 passierte mit dem Aktienkurs zunächst gar nichts, erst als die Saison begann und man erfolgreich war, stieg der Kurs. Beim viel wichtigeren Götze Transfer sank sogar der Aktienkurs direkt 5%. Die Steigerungen danach kamen erst bei Beginn der Saison, das wesentliche wie immer unmittelbar vor der HV. Bei den Toptransfers Hummels/Gündogan/Miki war es ähnlich. Es war eine Gewinnverfünffachung zu erwarten und der Aktienkurs bewegte sich monatelang überhaupt nicht. Erst als die Saison begann, stieg der Aktienkurs.
Schließlich der 100 Mio Toptransfer Pogba bei Juventus Turin. Da passierte sehr lange nichts, danach gab es aber auch aufgrund der sportlichen Erfolge ausgehend vom Tief bei 0,201 eine Verfünffachung des Aktienkurses bis 1,05. Ohne den Toptransfer wäre das kaum möglich gewesen. In den Jahren davor wurde Juventus 5x hintereinander Meister und mit dem Aktienkurs passierte nichts wesentliches.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, dies hier stellt keine Handlungsempfehlung dar.
Er nannte Bundesliga Platz 2, Pokalviertelfinale bei zwei Heimspielen, CL Achtelfinale (RB Leipzig in Gruppenphase raus, Bayern Viertelfinale, diese Angaben sind wichtig für den Marktpool)
Außerdem geht er von einer leichten Aufstockung beim Puma Vertrag aus. Den Emre Mor Deal hatte er schon drin, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Analyse vom 28.8. noch nicht in trockenen Tüchern war.
Diese Umsatzerwartung ist bei den Zielen natürlich ambitioniert, allerdings sollte man auch beachten, daß die bisherigen Umsatzerwartungen, die er zu Beginn einer Saison erstellt hatte, ganz klar übertroffen wurden, entweder weil es sportlich klar besser lief (letztes Jahr Pokalsieg und CL Viertelfinale) oder weil es Transfereinnahmen gab oder sogar beides gleichzeitig.
Zwar sind diese Umsatz- und Gewinnerwartungen sicherlich ambitioniert, ich kann ihn dabei aber nicht wirklich kritisieren, es müsste nur ein Spieler für 10 Mio verkauft werden und alles ist anders. So etwas kann man aber seriöserweise nicht prognostizieren.
Beim Kursziel und der fairen Bewertung hatte ich auch einige Kritikpunkte, bzw. bei seinen vorherigen Analysen. Im letzten Sommer stand der Aktienkurs bei 4 Euro und er erhöhte das Kursziel auf 6 Euro, d.h. er benannte ein Kurspotential von satten 50%
Tatsächlich stieg der Aktienkurs schon im Oktober bis 5,88. Da der Analyst aber bei den Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 durch ständige Anpassungen am Ende viel zu optimistisch war und auch die Zahlen zum ersten Quartal in 16/17 klar unter seinen Erwartungen waren (geringere Transfereinnahmen als vermutet, höhere Personalkosten) hatte er nach dem stark gestiegenem Aktienkurs das Kursziel nicht mehr erhöht, daraus folgt, daß er das Rating von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt hatte.
Daraufhin verkauften einige institutionelle Anleger mit denen er direkten Kontakt unterhält, z.B. Artisan sechsstellig und der Aktienkurs sank sehr schnell bis unter 4,80
Wenn man jetzt böswillig ist, könnte man sagen, er hat absichtlich Fehler gemacht, um sich oder anderen Vorteilen zu verschaffen. Für mich sah das auch sehr merkwürdig aus, daher hatte ich auch da mit ihm Kontakt.
Tatsache ist, daß er zwar im Sommer 2016 das große unmittelbare Kurspotential erkannt hatte, aber danach etwas den Überblick verlor, denn es wurden zwar seine hochgesteckten Erwartungen verfehlt, aber keineswegs die Erwartungen des Marktes insgesamt.
Gab ja auch noch andere Analysten, Bankhaus Lampe hatte das Kursziel von 5 auf 7 erhöht, daraufhin stieg der Aktienkurs intraday +10% es war das höchste Intradayplus aller Zeiten bei der BVB Aktie. Lampe hatte viel viel tiefere Erwartungen als Oddo.
Danach hatte Oddo aber immer weiter den Überblick verloren. Der Aktienkurs stieg und sie sind der Nachrichtenlage nur hinterher gerannt, statt die Dinge zu antizipieren. Wer diesen Analysen folgte, hatte keinen Vorteil. Die Kursziele von Seydler also 6,00 und danach 6,50 wurden sehr schnell erreicht. Als er auf 7,50 hochstellte, wurde dieses Kursziel einen Tag später mit 7,70 übertroffen.
Jetzt könnte man sagen, der Markt spinnt, der Markt ist viel euphorischer als der Analyst, warum eigentlich???
Dazu müsste man wissen, daß der Analyst auch gleichzeitig die faire Bewertung viel höher angesetzt hatte und diese faire Bewertung von vielen Quellen, u.a. Watzke auf der Bilanzpressekonferenz bestätigt wurde. Ein geringeres Kurspotential zu vermuten, weil Trump mit Nordkorea durchdreht oder weil der Markt insgesamt schwächelt, ist ja legitim. Wenn der Markt aber eine Beziehung zu diesen Dingen weitgehend verneint, was man ebenso nachvollziehen kann, dann orientiert sich der Markt eben mehr an den unternehmsspezifischen Dingen und macht unmittelbar vor der HV keine langanhaltende Konsolidierung.
Folgendes hatte Seydler im Mai 2016 prognostiziert:
2016/17 Umsatz 305 Mio
2017/18 Umsatz 325 Mio
Damit wurde seine Schätzung für 16/17 um glatt 100 Mio übertroffen, die Enttäuschung die er komnstruiert hatte, bezog sich natürlich nur auf die ständigen Anpassungen die er vornehmen musste.
Beim Umsatz für 17/18 musste er die Schätzung um sagenhafte 231 Mio nach oben anpassen, dies obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hatte!!! Das Klischee, es ginge hier nur um die sportlichen Erfolge, dies wäre eine Fanboyaktie, ist damit eindrucksvoll widerlegt. Auch um hohe Transfereinnahmen kann es kaum gehen, man hatte natürlich keine 231 Mio Transfereinnahmen.
Die Unterstellung, er würde absichtsvoll zu niedrig prognostizieren ist auch falsch, niemand hatte etwas wesentlich anderes prognostiziert, die Erwartungen wurde von jedem übertroffen, inkl. meiner Wenigkeit. Daß die Erwartungen der Analysten und auch von Borussia Dortmund, die zu Beginn der Saison erstellt wurden, Jahr für Jahr klar übertroffen wurden, ist seit 7 Jahren der Fall, bei der Umsatzschätzung keine einzige Ausnahme.
Die Ex-Transferumsätze sind 7 Jahre durchgehend gestiegen, keine Ausnahme. Ob man Meister wird oder plötzlich gegen den Abstieg kämpft, ob man glorreich das CL Finale erreicht oder plötzlich "nur" noch EL spielt und da enttäuschend bereits im Viertelfinale ausscheidet, ist egal, jedes Jahr gab es höhere Ex-Transferumsätze.
Und dann mal was zum Nettogewinn an sich. Oddo schätzt für diese Saison einen Nettogewinn von 73 Millionen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten und auch der höchste Gewinn in der Geschichte der Bundesliga. Dies als Einmaleffekt abzutun, wäre nicht besonders schlau, denn der Buchwert steigt dadurch eklatant und nachhaltig. Beim Götze Rekordtransfers stand der Aktienkurs nach dem CL Finale im Sommer 2013 bei 3,05. Obwohl klar war, daß der damalige Rekordgewinn einmalig war, stieg der Aktienkurs bis Sommer 2014 bis 5,199
Die Kapitalerhöhung bei klar höheren Aktienkursen als noch in 2013 wäre ohne die Rekordgewinne nicht möglich gewesen, sagte Watzke, die Rekordgewinne brachten klar steigende Aktienkurse, nur deswegen gab es die Kapitalerhöhung.
Deswegen könnte dieser Dembele Transfer einiges bewirken, was eben nachhaltig ist. Dennoch wartet der Markt erst mal ab, wie sich die Sache ohne Dembele rein sportlich entwickelt. Wenn man jetzt durch diese klare Schwächung die CL verpasst, wäre das Ganze sehr schnell relativ, denn wenn man danach wieder die CL verpasst, kann man getrost sagen, daß die Transferpolitik gescheitert wäre und das hätte selbstverständlich Auswirkungen auf den Aktienkurs!
Bei dem Toptransfer Kagawa in 2012 passierte mit dem Aktienkurs zunächst gar nichts, erst als die Saison begann und man erfolgreich war, stieg der Kurs. Beim viel wichtigeren Götze Transfer sank sogar der Aktienkurs direkt 5%. Die Steigerungen danach kamen erst bei Beginn der Saison, das wesentliche wie immer unmittelbar vor der HV. Bei den Toptransfers Hummels/Gündogan/Miki war es ähnlich. Es war eine Gewinnverfünffachung zu erwarten und der Aktienkurs bewegte sich monatelang überhaupt nicht. Erst als die Saison begann, stieg der Aktienkurs.
Schließlich der 100 Mio Toptransfer Pogba bei Juventus Turin. Da passierte sehr lange nichts, danach gab es aber auch aufgrund der sportlichen Erfolge ausgehend vom Tief bei 0,201 eine Verfünffachung des Aktienkurses bis 1,05. Ohne den Toptransfer wäre das kaum möglich gewesen. In den Jahren davor wurde Juventus 5x hintereinander Meister und mit dem Aktienkurs passierte nichts wesentliches.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, dies hier stellt keine Handlungsempfehlung dar.
05.09.2017 - 20:38 Uhr
Zitat von novacane
Disclaimer: Der User "halbgott" hält Aktienanteile am BVB.
Das erklärt dann auch das Interesse daran einen Blog für einen Aktien-Nebenwert zu betreiben und hier regelmäßig jede Zahl rauf und runter zu posten.
Disclaimer: Der User "halbgott" hält Aktienanteile am BVB.
Das erklärt dann auch das Interesse daran einen Blog für einen Aktien-Nebenwert zu betreiben und hier regelmäßig jede Zahl rauf und runter zu posten.
Eine viel bessere Erklärung liefert der Blick auf den Thread-Titel.
Der User fällt hier zwar auch durch eine hohe Frequenz, aber auch in erster Linie durch großes Detailwissen und viel Engagement auf.
Aus meiner Sicht eine klare Bereicherung, zumal es hier ja auch keine vorbehaltslose Kaufempfehlungen gibt, sondern nur subjektive Einschätzungen.
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