| Geburtsdatum | 24.07.1971 |
|---|---|
| Alter | 55 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Interimstrainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
André Schubert [Trainer]
18.10.2016 - 07:40 Uhr
21.11.2016 - 14:45 Uhr
Zitat von kripsmann
Taktisch wäre mein Appell an Schubert: Sielt einfach und spare die anspruchsvollen Positions-und Taktikwechsel für eine Zeit die besser dafür geeignet ist.
Taktisch wäre mein Appell an Schubert: Sielt einfach und spare die anspruchsvollen Positions-und Taktikwechsel für eine Zeit die besser dafür geeignet ist.
Beim ganzen Post stimme ich dir grösstenteils zu. Nur genau das ist doch unser momentanes Problem. Gegen Frankfurt spielt man defensiv geordnet und geduldig, alles gut. Dann kommt Berlin, wo man offensiver agieren wollte und Kö.., wo man zwar gut spielte, aber sich dumme Gegentore einfängt. Offensichtlicherweise ist das Team momentan so drauf, dass es selbst die besten Chancen verdaddelt und dümmliche Gegentore kassiert. In so einer Situation bleibt man geduldig und versucht die Defensive noch ein wenig zu stärken. Zuerst einmal Punkte einzufahren wäre Gold wert für das eigene Selbstvertrauen. Genau das ist meine Kritik. Er scheint mir so, zugegeben subjektiv, ungeduldig oder unerfahren, dass er nicht den richtigen Moment dafür sieht, die Fesseln der Spieler los zu lassen oder doch anzuziehen. Gegen die Hertha war es klar, dass die brutal effektiv sind. In so einer Situation versucht man abzuwarten, auch gegen Kö.. wusste man, dass diese ebenfalls einen guten Lauf haben. Gefühlt geht ja bei dem Modeste jedes Schüsschen ins Tor. Also momentan müssen die Spieler geduldig sein und man muss zunächst defensiver spielen. Zur Zeit sieht unser Fussball aus wie der von Dortmund in der Hinrunde der letzten Saison von Klopp. Defensiv teilweise komische Gegentore und Offensiv verpasst man die besten Chancen.
Für mich hat er gegen Frankfurt bewiesen, dass er Flexibel genug ist um ein Spiel auch mal nicht Hurrafussball zu spielen. Daran sollte er weiter ansetzen, ansonsten greifen die bekannten Marktmechanismen. Persönlich hoffe ich nicht darauf. Wir haben doch unter Schubert ganz geile Spiele geniessen können. Er hat die Fähigkeiten, das habe ich gesehen. Auch wenn es heissen wüsste jetzt 5 Spiele am Stück ein 0-0 zu spielen, das würde ich begrüssen. Auf viele weitere geile Spiele mit Schubert.
21.11.2016 - 15:07 Uhr
@FB-Fohle79
Wir drehen uns im Kreis. Ihr wollt halt irgendwo unter Schubert eine positive Entwicklung sehen. Ich lasse euch diese Meinung. Nur zu 2 Punkten:
2) Favres Stil des Ballbesitzfußball hat er unserem Verein in jahrelanger Arbeit Stück für Stück eingepflanzt. Bis zum "Tiki Taka light" von Favre war es ein langer Weg. Und genau das meine ich persönlich mit Handschrift. Favre hat immer betont das das dominante Ballbesitzspiel seiner Vorstellung von diesem Sport entspricht. Er hat uns übernommen als wir mit dem Rücken zur Wand standen. Was hat er also gemacht. Alles auf defensive Stabilität gesetzt. Nächster Entwicklungsschritt, schnelles Umschaltspiel. Mit one-touch Fußball so schnell es geht nach Ballgewinn nach vorne spielen. Danach peu a peu mehr zum Ballbesitz. So wurde auch der Kader immer mehr darauf ausgerichtet. Das nenne ich visionäres Arbeiten. Es gab Rückschläge, keine Frage, aber es war immer eine Idee hinter allem erkennbar welche Schritt für Schritt umgesetzt wurde. Und dieser Idee wurde alles untergeordnet. Mit Erfolg. Bei Schubert suche ich vergeblich nach einer Idee hinter allem, einem Plan wo er uns hinbringen will. Für was steht Schubert eigentlich? Im übrigen war ich immer ein Verfechter des Ballbesitzfußballs von Favre. Meiner persönlichen Meinung nach verkörpert das einfach Spielkultur. Wie auch der Fußball unter Pep. Als Bayern Anhänger wäre mir der derzeitige Fußball unter Ancelotti ein Graus.
3) Rangnick hat bei RB sicher eine richtig gute spielerische und taktische Basis hinterlassen. Hasenhüttl hat "seinen Fußball" behutsam darauf aufgebaut. Schau dir doch mal das Gegenpressing von RB an. Auch vorne die Laufwege der Offensiven. All das erinnert an Ingolstadt letzte Saison, nur auf einem viel höheren Niveau. Wo steht eigentlich Ingolstadt jetzt ohne ihren Trainer? Ohne richtig guten Trainer mit Visionen und dem Wissen diese Visionen auch in die Realität umzusetzen, werden wir nie wieder in Tabellenregionen vorstoßen wie in den letzten Jahren. Deshalb gilt es jetzt die Scouting Maschine anzuwerfen und einen Kandidaten zu finden der das Potential dazu mitbringt. Spätestens im Sommer,besser im Winter, sollten wir hier einen Schnitt vollziehen. Wir brauchen einen Entwickler und keinen Verwalter,
Wir drehen uns im Kreis. Ihr wollt halt irgendwo unter Schubert eine positive Entwicklung sehen. Ich lasse euch diese Meinung. Nur zu 2 Punkten:
2) Favres Stil des Ballbesitzfußball hat er unserem Verein in jahrelanger Arbeit Stück für Stück eingepflanzt. Bis zum "Tiki Taka light" von Favre war es ein langer Weg. Und genau das meine ich persönlich mit Handschrift. Favre hat immer betont das das dominante Ballbesitzspiel seiner Vorstellung von diesem Sport entspricht. Er hat uns übernommen als wir mit dem Rücken zur Wand standen. Was hat er also gemacht. Alles auf defensive Stabilität gesetzt. Nächster Entwicklungsschritt, schnelles Umschaltspiel. Mit one-touch Fußball so schnell es geht nach Ballgewinn nach vorne spielen. Danach peu a peu mehr zum Ballbesitz. So wurde auch der Kader immer mehr darauf ausgerichtet. Das nenne ich visionäres Arbeiten. Es gab Rückschläge, keine Frage, aber es war immer eine Idee hinter allem erkennbar welche Schritt für Schritt umgesetzt wurde. Und dieser Idee wurde alles untergeordnet. Mit Erfolg. Bei Schubert suche ich vergeblich nach einer Idee hinter allem, einem Plan wo er uns hinbringen will. Für was steht Schubert eigentlich? Im übrigen war ich immer ein Verfechter des Ballbesitzfußballs von Favre. Meiner persönlichen Meinung nach verkörpert das einfach Spielkultur. Wie auch der Fußball unter Pep. Als Bayern Anhänger wäre mir der derzeitige Fußball unter Ancelotti ein Graus.
3) Rangnick hat bei RB sicher eine richtig gute spielerische und taktische Basis hinterlassen. Hasenhüttl hat "seinen Fußball" behutsam darauf aufgebaut. Schau dir doch mal das Gegenpressing von RB an. Auch vorne die Laufwege der Offensiven. All das erinnert an Ingolstadt letzte Saison, nur auf einem viel höheren Niveau. Wo steht eigentlich Ingolstadt jetzt ohne ihren Trainer? Ohne richtig guten Trainer mit Visionen und dem Wissen diese Visionen auch in die Realität umzusetzen, werden wir nie wieder in Tabellenregionen vorstoßen wie in den letzten Jahren. Deshalb gilt es jetzt die Scouting Maschine anzuwerfen und einen Kandidaten zu finden der das Potential dazu mitbringt. Spätestens im Sommer,besser im Winter, sollten wir hier einen Schnitt vollziehen. Wir brauchen einen Entwickler und keinen Verwalter,
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bernd_Strombose am 21.11.2016 um 15:19 Uhr bearbeitet
21.11.2016 - 18:50 Uhr
Zitat von Vanlent
Wir haben noch 3 Auswärtsspiele in Dortmund, in Augsburg und in Darmstadt.
Das sind max. 2 Punkte.
Dazu noch 3 HS nämlich Hoffenheim, Mainz und VW
Da lassen wir (jetzt) bestimmt noch was liegen.
Macht vielleicht noch 4 Punkte
Mit dann 18 Punkten zur WP sind wir eine Abstiegsmannschaft und genauso spielen wir ja auch.
Auswärts schon die KOMPLETTE Hinrunde (außer Leipzig)
zuhause haben wir jetzt auch noch das Schwächeln angefangen, und unser Trainer will ein 1:1 in der 87. Minute im Derby ZUHAUSE "retten".
Nein, das hat mit dem Minimalanspruch Platz 9 rein gar nix mehr zu tun....
Wir spielen in wichtigen Spielen einen ordentlichen Fuppes, aber ab der 60. Minute gehen wir jetzt fast schon regelmäßig ein. Das sind für mich Fakten, die sich nicht weglächeln lassen, und ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass das ausgerechnet nach diesem Spiel besser werden soll.
Von daher: Die WP ist die Deadline.
Kommt es dann wie oben beschrieben, muß was passieren.
Wir haben noch 3 Auswärtsspiele in Dortmund, in Augsburg und in Darmstadt.
Das sind max. 2 Punkte.
Dazu noch 3 HS nämlich Hoffenheim, Mainz und VW
Da lassen wir (jetzt) bestimmt noch was liegen.
Macht vielleicht noch 4 Punkte
Mit dann 18 Punkten zur WP sind wir eine Abstiegsmannschaft und genauso spielen wir ja auch.
Auswärts schon die KOMPLETTE Hinrunde (außer Leipzig)
zuhause haben wir jetzt auch noch das Schwächeln angefangen, und unser Trainer will ein 1:1 in der 87. Minute im Derby ZUHAUSE "retten".
Nein, das hat mit dem Minimalanspruch Platz 9 rein gar nix mehr zu tun....
Wir spielen in wichtigen Spielen einen ordentlichen Fuppes, aber ab der 60. Minute gehen wir jetzt fast schon regelmäßig ein. Das sind für mich Fakten, die sich nicht weglächeln lassen, und ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass das ausgerechnet nach diesem Spiel besser werden soll.
Von daher: Die WP ist die Deadline.
Kommt es dann wie oben beschrieben, muß was passieren.
so sehe ich das auch.
warum sollte es schubert plötzlich gelingen auswärts was zu holen, wenn er es vorher ein komplettes jahr nicht geschafft hat?
warum sollte er plötzlich anfangen, spieler doch noch zu verbessern?
wie soll so schnell der desaströse fitnesszustand verbessert werden?
ne, ich sehe da schwarz. wir hangeln uns jetzt seit monaten von ausrede zu ausrede. mal ist es das fehlen von raffa und/oder hazard, mal die 3fachbelastung, mal die schlechte chancenverwertung, mal ist der schiri schuld.
aber wenn wir ehrlich sind, haben wir in dieser saison mit Liga, CL und pokal bisher doch überwiegend spielerisch und taktisch, gerade was das system betrifft, mehr als enttäuscht. ich sehe keine weiterenentwicklung des spielsystems, ich sehe keine spieler die besser werden, eher im gegenteil (ausnahme hazard), ich sehe eine mannschaft die auswärts nicht annähernd 1.ligareif ist, ich sehe eine mannschaft, die auswärts nach jedem rückstand auseinanderfällt und ich sehe spieler, die augenscheinlich mit ihrer rolle im neuen system nicht annähernd zurechtkommen (bspw. wendt und johnson), aber immer und immer wieder diese "falsche" position bekleiden müssen, weil der trainer, der ja angeblich so flexibel ist/sein will, nicht von seinem system abrücken will.
würde mich gerne überzeugen lassen, dass schubert noch realistischerweise in der lage ist, diese situation zum guten zu wenden. ich persönlich sehe mittlerweile gar nichts mehr, was mir hoffnung macht, leider
21.11.2016 - 20:47 Uhr
Zitat von Ralfinger
...
Sei mir nicht bös, wenn ich auf sonnen Mist nicht mehr näher eingehe. Leute die wirklich diskutieren wollen, ok. Aber nicht mit welchen, die auf Biegen und Brechen jemanden denunzieren wollen, wenns ansonsten nicht klappt sogar ohne Fakten.
...
Sei mir nicht bös, wenn ich auf sonnen Mist nicht mehr näher eingehe. Leute die wirklich diskutieren wollen, ok. Aber nicht mit welchen, die auf Biegen und Brechen jemanden denunzieren wollen, wenns ansonsten nicht klappt sogar ohne Fakten.

Lass dich nicht provozieren und ins OT abdrängen...der wird hier sofort alarmiert...das kennt man.
Hier möchte ich jedem User noch einmal den Artikel von Seitenwahl ans Herz legen. Von A-Z hat Michael Heinen da einen der besten Seitenwahlbeiträge zu "Papier" gebracht!
Danke dafür!
" ... Versunken im Mittelmaß ...
...Der absolute Wille, dieses nicht nur für die Fans so wichtige Derby unbedingt gewinnen zu wollen, war nicht zu erkennen.
Nach der zweiwöchigen Pause möchte man hoffen, dass dies nicht an der fehlenden Kraft gelegen hat – was sonst nämlich Übles erwarten ließe für die kommenden englischen Wochen. Auch das Argument der Verletzungen greift nur noch bedingt, denn mit Raffael und Hazard waren die beiden Topangreifer wieder auf dem Feld vereint. Der Mannschaft, die in ähnlicher Besetzung in den vergangenen Jahren konstant Höchstleistungen abgerufen hat, jetzt auf einmal die Qualität absprechen zu wollen, ist absurd. Einzelne Spieler, wie z. B. Wendt, Johnson oder Dahoud, sind derzeit vielmehr nicht in der Lage, ihre nachgewiesenen Fähigkeiten abzurufen. Sicher darf hinterfragt werden, warum Borussia für potentielle Alternativen wie Hofmann oder N. Schulz so viel Geld ausgegeben hat, obwohl diese auf ihren vergangenen Stationen jahrelang über passable Ansätze nicht hinausgekommen waren und auch jetzt offensichtlich nicht als brauchbare Optionen angesehen werden. Die Spieler, die am Samstag auf dem Platz standen, haben aber zigfach unter Beweis gestellt, dass sie es deutlich besser können. ...
...Borussias Fans, die älter sind als fünf Jahre, bringen aus den vergangenen Jahrzehnten genügend Erfahrung mit, was den Umgang mit derlei Krisensituationen angeht. ....
...Die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass auch André Schubert leider nicht das Format für einen ambitionierten Bundesligisten hat ..."
http://www.seitenwahl.de/index.php/2013-03-28-23-43-08/spielberichte/6556-versunken-im-mittelmass
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kleffer am 21.11.2016 um 20:51 Uhr bearbeitet
22.11.2016 - 10:17 Uhr
Und da ist noch was, was ist eigentlich passiert, nachdem Favre zurückgetreten ist?
Schubert löste bekanntlich diese vorhandenen "Fesseln", was auch bekanntlich zu dem befreiten Aufspielen mit dieser tollen Siegesserie führte.
Nun, was ist seitdem passiert?
Meiner Meinung nach war es für unser Team und eben auch für Favre selbst verdammt wichtig, gewisse Grundprinzipien immer aufrecht zu erhalten. Ein gewisses Grundgerüst (nennen wir es mal das 4-4-2), eine gewisse Grundidee (nennen wir es mal, erst defensiv stabil, darauf basierend kontrolliert offensiv zu spielen, was nach und nach aufgebaut worden war), einzusetzen um den Spielern Sicherheit zu vermitteln. Darauf kann man sich verlassen, Fehler waren verpönt, Fehlpässe sowie überhöhtes Risiko verboten. Für einige Spieler - da bin ich mir relativ sicher - war dies die Grundvoraussetzung solche Leistungen an den Tag zu legen, weil sie eben keine Überfussballer waren, da nenne ich jetzt z.B. mal Wendt, von mir aus auch Korb oder Johnson, vermutlich findet man da sogar noch ein paar mehr Namen. Insbesondere seitdem bauen eben genau diese Spieler deutlich ab und zeigen nicht mehr wie gewohnt ihre Leistungen.
Was ist denn seitdem passiert? Genau diese Grundprinzipien wurden doch über Bord geworfen, welche Grundprinzipien gibt es denn überhaupt noch?
Ist es nicht doch auch sinnvoll, jedem Spieler eben genau diese Sicherheit zu vermitteln, auch quasi dieses Mannschaftsgefühl, diese Einheit, sind wir das überhaupt noch auf dem Platz?
Selbst Spieler werden doch auch immer wieder hin und hergeschoben, oder auch gewechselt, Systeme umgestellt, Positionen verändert, bei Favre gabs das schlichtweg überhaupt nicht, zumindest dieses Grundgerüst bestand IMMER (nennen wir mal Achse) und drumherum wurde rochiert (selbst das gelang ja wahrlich auch nicht immer gut). Aber zumindest stimmte dann doch unter dem Strich die Leistung bzw. die Ergebnisse. Auch diese defensive Stabilität ging nie so wirklich verloren, da waren schon einige Spiele mit dabei, da hatte man genau dieses Gefühl, aber der Weg zurück dorthin wurde immer wieder gefunden und es wurde schrittweise darauf aufgebaut.
Genau so etwas vermisse ich ehrlich gesagt bei Schubert selbst. Wo ist da dieses Etwas, dieses Besondere?
Was für mich da zur Zeit bleibt ist, dass er die Mannschaft nach Favre wirklich genial befreit hat, einerseits war dies für uns wohl ein glücklicher Zufall, andererseits befürchte ich jetzt schon fast, dass damit aber eben auch vorhandenes auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein wird.
Nur, womit ersetzen wir das denn nun? Ist ja auch der Sinn der Sache nen neuen Trainer zu installieren, der soll ja nicht all dies fortführen, sondern eben seinen eigenen Weg gehen. Nur wie soll dieser denn aussehen?
Wenn ich den Gedankengang versuche weiterzuführen, dann komme ich zwangsläufig zur Handschrift des Trainers, komischerweise, da wollte ich eigentlich gar nicht hin, aber es ist doch wirklich so, was macht denn diesen Schubert aus? Ich habe eben mal etwas drüber nachgedacht, aber ehrlich gesagt fällt mir nix zu ein, schrecklich eigentlich. Da kann man dann auch von Favre halten was man will, ich kann übrigens heute immer noch verstehen, dass viele mit ihm auch sehr unzufrieden waren, ich bin heute immer noch ein Fan von ihm und mir blutet das Herz, wenn ich an den Tag seines Rücktrittes zurückdenke. Für mich ist da ein Teil der Borussia gestorben um ehrlich zu sein. Und mich freut es umso mehr, dass er auch jetzt in Nizza wieder erfolgreich ist. Das bestätigt einfach nur diesen bleibenden Eindruck, der für immer bleiben wird.
Schubert löste bekanntlich diese vorhandenen "Fesseln", was auch bekanntlich zu dem befreiten Aufspielen mit dieser tollen Siegesserie führte.
Nun, was ist seitdem passiert?
Meiner Meinung nach war es für unser Team und eben auch für Favre selbst verdammt wichtig, gewisse Grundprinzipien immer aufrecht zu erhalten. Ein gewisses Grundgerüst (nennen wir es mal das 4-4-2), eine gewisse Grundidee (nennen wir es mal, erst defensiv stabil, darauf basierend kontrolliert offensiv zu spielen, was nach und nach aufgebaut worden war), einzusetzen um den Spielern Sicherheit zu vermitteln. Darauf kann man sich verlassen, Fehler waren verpönt, Fehlpässe sowie überhöhtes Risiko verboten. Für einige Spieler - da bin ich mir relativ sicher - war dies die Grundvoraussetzung solche Leistungen an den Tag zu legen, weil sie eben keine Überfussballer waren, da nenne ich jetzt z.B. mal Wendt, von mir aus auch Korb oder Johnson, vermutlich findet man da sogar noch ein paar mehr Namen. Insbesondere seitdem bauen eben genau diese Spieler deutlich ab und zeigen nicht mehr wie gewohnt ihre Leistungen.
Was ist denn seitdem passiert? Genau diese Grundprinzipien wurden doch über Bord geworfen, welche Grundprinzipien gibt es denn überhaupt noch?
Ist es nicht doch auch sinnvoll, jedem Spieler eben genau diese Sicherheit zu vermitteln, auch quasi dieses Mannschaftsgefühl, diese Einheit, sind wir das überhaupt noch auf dem Platz?
Selbst Spieler werden doch auch immer wieder hin und hergeschoben, oder auch gewechselt, Systeme umgestellt, Positionen verändert, bei Favre gabs das schlichtweg überhaupt nicht, zumindest dieses Grundgerüst bestand IMMER (nennen wir mal Achse) und drumherum wurde rochiert (selbst das gelang ja wahrlich auch nicht immer gut). Aber zumindest stimmte dann doch unter dem Strich die Leistung bzw. die Ergebnisse. Auch diese defensive Stabilität ging nie so wirklich verloren, da waren schon einige Spiele mit dabei, da hatte man genau dieses Gefühl, aber der Weg zurück dorthin wurde immer wieder gefunden und es wurde schrittweise darauf aufgebaut.
Genau so etwas vermisse ich ehrlich gesagt bei Schubert selbst. Wo ist da dieses Etwas, dieses Besondere?
Was für mich da zur Zeit bleibt ist, dass er die Mannschaft nach Favre wirklich genial befreit hat, einerseits war dies für uns wohl ein glücklicher Zufall, andererseits befürchte ich jetzt schon fast, dass damit aber eben auch vorhandenes auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein wird.
Nur, womit ersetzen wir das denn nun? Ist ja auch der Sinn der Sache nen neuen Trainer zu installieren, der soll ja nicht all dies fortführen, sondern eben seinen eigenen Weg gehen. Nur wie soll dieser denn aussehen?
Wenn ich den Gedankengang versuche weiterzuführen, dann komme ich zwangsläufig zur Handschrift des Trainers, komischerweise, da wollte ich eigentlich gar nicht hin, aber es ist doch wirklich so, was macht denn diesen Schubert aus? Ich habe eben mal etwas drüber nachgedacht, aber ehrlich gesagt fällt mir nix zu ein, schrecklich eigentlich. Da kann man dann auch von Favre halten was man will, ich kann übrigens heute immer noch verstehen, dass viele mit ihm auch sehr unzufrieden waren, ich bin heute immer noch ein Fan von ihm und mir blutet das Herz, wenn ich an den Tag seines Rücktrittes zurückdenke. Für mich ist da ein Teil der Borussia gestorben um ehrlich zu sein. Und mich freut es umso mehr, dass er auch jetzt in Nizza wieder erfolgreich ist. Das bestätigt einfach nur diesen bleibenden Eindruck, der für immer bleiben wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arango7 am 22.11.2016 um 10:24 Uhr bearbeitet
22.11.2016 - 12:44 Uhr
Hallo Borussen,
es gibt für mich eigentlich keinen Zweifel mehr, dass André Schubert das Ruder nicht wird rumreißen können.
Die Partie gegen Hertha hatte mich schon an die Endphase unter Frontzeck erinnert, die letzte halbe Stunde gegen Köln hat mich dann vollkommen ratlos zurück gelassen, hat die Mannschaft doch vorher zumindest in der Offensive wirklich stark gespielt.
Allen Systemfragen zum Trotz erweist sich immer wieder, dass Trainer dann erfolgreich sind, wenn sie für ihre vorhandenen Spieler ein System finden, in dem bestenfalls die Summe der Spieler stärker ist, als die Einzelspieler.
Nach gut einer gesamten Saison unter Schubert muss man festhalten, dass ihm dies nicht gelingt. Es gibt kein System mehr.
Offensiv nicht, da Tore lediglich erzielt werden, weil die individuelle Klasse unserer Offensivkräfte den Gegner überwältigt, defensiv nicht, da die Gegner mittlerweile nicht mal mehr eine echte Torchance benötigt, um zu treffen (siehe die jeweils ersten Tore von Hertha oder Köln).
Pech spielt da sicher eine Rolle, doch in der Häufigkeit ist dies leider irgendwann eine Frage der Qualität, so wieder die Bayern mit ihren vielen Siegen in den letzten Sekunden in all den Jahren eben nicht nur Glück hatten, leider.
Und es gelingt unserem Trainer nicht mehr, Spieler tatsächlich besser zu machen, sondern mit seinen Entscheidungen die Spieler eher zu verunsichern.
Es geht mir nicht um einen Wechsel um jeden Preis. Es geht bei mir die Angst um, dass das was sich der Verein in den letzten knapp fünf Jahren erarbeitet hat, jetzt innerhalb von wenigen Monaten zu verspielen droht.
Spieler werden nicht bleiben wollen (warum sollte Christensen bei einem Tabellen-13 der Bundesliga spielen wollen?), andere werden nicht kommen.
TV-Einnahmen sinken, Gelder aus dem Europapokal fehlen. Sponsoren werden weniger zahlen (warum sollte Puma, so der Bericht stimmt, einem 13. der Liga 100 Millionen zahlen, wenn der VfB Stuttgart wieder aufsteigt?).
Dieser Kader ist gut genug für Platz 4-8. Ich habe kein Problem, wenn man unglücklich die Euro-League verpasst. Ich habe aber ein Problem damit, wenn aus dem Kader nicht herausgeholt wird, was in ihm steckt. Auch im Hinblick auf den finanziellen Einsatz ist eine solche Platzierung realistisch.
Alle Rechtfertigungen greifen nicht, denn Verletzungen und Belastungen durch Europa gab es in den letzten Jahren regelmäßig, ohne die Folgen in dieser Saison, obwohl der Kader bis auf die Mittelfeldzentrale besser aufgestellt ist, als in den Jahren zuvor.
Ist ein Trainerwechsel eine Gewähr für erfolgreichere Zeiten? Natürlich nicht. Aber wenn man auch in diesem Sektor ordentlich scoutet dann wird man wissen, ob ein Tedesco oder ein anderer junger Mann das nötige Rüstzeug hat, um diesem Kader wieder eine Spielidee zu vermitteln, die mehrheitlich attraktiven und erfolgreichen Fußball erneut zu unserem Markenzeichen werden lassen kann.
es gibt für mich eigentlich keinen Zweifel mehr, dass André Schubert das Ruder nicht wird rumreißen können.
Die Partie gegen Hertha hatte mich schon an die Endphase unter Frontzeck erinnert, die letzte halbe Stunde gegen Köln hat mich dann vollkommen ratlos zurück gelassen, hat die Mannschaft doch vorher zumindest in der Offensive wirklich stark gespielt.
Allen Systemfragen zum Trotz erweist sich immer wieder, dass Trainer dann erfolgreich sind, wenn sie für ihre vorhandenen Spieler ein System finden, in dem bestenfalls die Summe der Spieler stärker ist, als die Einzelspieler.
Nach gut einer gesamten Saison unter Schubert muss man festhalten, dass ihm dies nicht gelingt. Es gibt kein System mehr.
Offensiv nicht, da Tore lediglich erzielt werden, weil die individuelle Klasse unserer Offensivkräfte den Gegner überwältigt, defensiv nicht, da die Gegner mittlerweile nicht mal mehr eine echte Torchance benötigt, um zu treffen (siehe die jeweils ersten Tore von Hertha oder Köln).
Pech spielt da sicher eine Rolle, doch in der Häufigkeit ist dies leider irgendwann eine Frage der Qualität, so wieder die Bayern mit ihren vielen Siegen in den letzten Sekunden in all den Jahren eben nicht nur Glück hatten, leider.
Und es gelingt unserem Trainer nicht mehr, Spieler tatsächlich besser zu machen, sondern mit seinen Entscheidungen die Spieler eher zu verunsichern.
Es geht mir nicht um einen Wechsel um jeden Preis. Es geht bei mir die Angst um, dass das was sich der Verein in den letzten knapp fünf Jahren erarbeitet hat, jetzt innerhalb von wenigen Monaten zu verspielen droht.
Spieler werden nicht bleiben wollen (warum sollte Christensen bei einem Tabellen-13 der Bundesliga spielen wollen?), andere werden nicht kommen.
TV-Einnahmen sinken, Gelder aus dem Europapokal fehlen. Sponsoren werden weniger zahlen (warum sollte Puma, so der Bericht stimmt, einem 13. der Liga 100 Millionen zahlen, wenn der VfB Stuttgart wieder aufsteigt?).
Dieser Kader ist gut genug für Platz 4-8. Ich habe kein Problem, wenn man unglücklich die Euro-League verpasst. Ich habe aber ein Problem damit, wenn aus dem Kader nicht herausgeholt wird, was in ihm steckt. Auch im Hinblick auf den finanziellen Einsatz ist eine solche Platzierung realistisch.
Alle Rechtfertigungen greifen nicht, denn Verletzungen und Belastungen durch Europa gab es in den letzten Jahren regelmäßig, ohne die Folgen in dieser Saison, obwohl der Kader bis auf die Mittelfeldzentrale besser aufgestellt ist, als in den Jahren zuvor.
Ist ein Trainerwechsel eine Gewähr für erfolgreichere Zeiten? Natürlich nicht. Aber wenn man auch in diesem Sektor ordentlich scoutet dann wird man wissen, ob ein Tedesco oder ein anderer junger Mann das nötige Rüstzeug hat, um diesem Kader wieder eine Spielidee zu vermitteln, die mehrheitlich attraktiven und erfolgreichen Fußball erneut zu unserem Markenzeichen werden lassen kann.
23.11.2016 - 07:24 Uhr
Zitat von xhakaxhaka
Schön dass du Gefühle im Magen hast und uns diese täglich mitteilen musst, ich löse dieses Problem anders.
80%Favre, 5%Eberl, 5%Schippers,5%Bohnhof,5%Königs.
Ok, also lasst uns die Borussia zu Grabe tragen, oder was schlägst du vor, Favre zurück holen, oder wem traust du die 80% zu, den die anderen wurden ja nicht besser?
Zitat von effe2007
unglaublich, aber ok, es ist deine Meinung die man respektieren sollte.
@all
Lese hier Holger Fach, auch so ein Trainer wo man sich schon fragen muss, was sich die Borussia bei der trainerwahl überhaupt denkt.
Ich erinnere mich unter Köppel, wo ich jeden Morgen und Abends ins Forum schaute und hoffte die entscheidende Mitteilung mit "Köppel entlassen" wartete. Das hat gefühlte Ewigkeiten gedauert.
Generell haltet die Borussia viiiiiiiiiiel zu lange an einem Trainer fest. Die reagierten doch immer erst wenn die Stimmung im Stadion bereits mit Pfiffe und Trainer raus rufe sowie Banner Aktionen reagierten. Dann ist es doch schon viel zu spät und auch bei Schubert sehe ich die große Gefahr, dass die wieder einmal viel zu spät reagieren werden.
Wird Zeit dass dieser Stallgeruch im Präsidium aufhört und neue Strukturen da rein kommen. Diese Erfolgsphase der letzten 5 Jahre hat doch nur einen einzigen Namen. Die wenigen Prozente wo sich die verantwortliche an den Erfolg der letzten 5 Jahre aufteilen können macht das kraut auch nicht fett. Ohne eine gewisse Person wären wir doch mit dieser Vereinsführung immer noch eine fahrstuhl Mannschaft.
Die werden Schubert nicht rausschmeißen. Die machen ja noch das Gegenteil, die verlängern noch bis 2019. Wenn die Verantwortlichen dann doch reagieren, dann doch nur deswegen, weil es im Umfeld brennt. Genau solche Situationen wie Fach, Köppel, Luhukay, Frontzeck, denkt da mal noch wieder zurück mit Bonhof, Rausch, Werner usw., mal ehrlich, denkt ihr nicht dass unser Erfolg der letzten 5 Jahre zu geschätzt 80% Anteil auf nur eine einzige Person zuzurechnen ist ?
Und ich habe so ein Gefühl im Magen, dass genau die verantwortliche auch verantwortlich an seinem Rücktritt sind.
Hauptproblem bei uns:
dieser blöde Stallgeruch
Zitat von Demo_fussigott
Ich finde übrigens das sich Schubert in den Interviews zur Zeit sehr ordentlich verkauft.
Ich finde übrigens das sich Schubert in den Interviews zur Zeit sehr ordentlich verkauft.
unglaublich, aber ok, es ist deine Meinung die man respektieren sollte.
@all
Lese hier Holger Fach, auch so ein Trainer wo man sich schon fragen muss, was sich die Borussia bei der trainerwahl überhaupt denkt.
Ich erinnere mich unter Köppel, wo ich jeden Morgen und Abends ins Forum schaute und hoffte die entscheidende Mitteilung mit "Köppel entlassen" wartete. Das hat gefühlte Ewigkeiten gedauert.
Generell haltet die Borussia viiiiiiiiiiel zu lange an einem Trainer fest. Die reagierten doch immer erst wenn die Stimmung im Stadion bereits mit Pfiffe und Trainer raus rufe sowie Banner Aktionen reagierten. Dann ist es doch schon viel zu spät und auch bei Schubert sehe ich die große Gefahr, dass die wieder einmal viel zu spät reagieren werden.
Wird Zeit dass dieser Stallgeruch im Präsidium aufhört und neue Strukturen da rein kommen. Diese Erfolgsphase der letzten 5 Jahre hat doch nur einen einzigen Namen. Die wenigen Prozente wo sich die verantwortliche an den Erfolg der letzten 5 Jahre aufteilen können macht das kraut auch nicht fett. Ohne eine gewisse Person wären wir doch mit dieser Vereinsführung immer noch eine fahrstuhl Mannschaft.
Die werden Schubert nicht rausschmeißen. Die machen ja noch das Gegenteil, die verlängern noch bis 2019. Wenn die Verantwortlichen dann doch reagieren, dann doch nur deswegen, weil es im Umfeld brennt. Genau solche Situationen wie Fach, Köppel, Luhukay, Frontzeck, denkt da mal noch wieder zurück mit Bonhof, Rausch, Werner usw., mal ehrlich, denkt ihr nicht dass unser Erfolg der letzten 5 Jahre zu geschätzt 80% Anteil auf nur eine einzige Person zuzurechnen ist ?
Und ich habe so ein Gefühl im Magen, dass genau die verantwortliche auch verantwortlich an seinem Rücktritt sind.
Hauptproblem bei uns:
dieser blöde Stallgeruch
Schön dass du Gefühle im Magen hast und uns diese täglich mitteilen musst, ich löse dieses Problem anders.
80%Favre, 5%Eberl, 5%Schippers,5%Bohnhof,5%Königs.
Ok, also lasst uns die Borussia zu Grabe tragen, oder was schlägst du vor, Favre zurück holen, oder wem traust du die 80% zu, den die anderen wurden ja nicht besser?
Kein Sex mit der ex
Favre zurück nein, da a) aktuell unmöglich und b) auch nicht notwendig.
Schubert, Bonhof und Meyer raus.
Für Bonhof und Meyer sollten "Experten" kommen ohne Stallgeruch, jedoch mit den modernen Fußball klar kommen. Es gibt da zahlreiche ex Profis die sich auskennen im internationalen und nationalen Fußball.
Für Schubert sind von mir schon Namen genannt worden.
Grund für diese Neubesetzungen:
Schubert führt uns dort zurück, wo wir hergekommen sind. Meyer und Bonhof sind "Oldtimer" oder "Fussballdinos".
Ich gehöre ja auch schon zu den älteren und in meiner Jugend gehörte Bonhof zu meinen Idolen. Aber mal ehrlich, selbst ich bin in manchen Dingen bereits altmodisch und tue mich schwer mit der Jugend mitzuhalten. Es ist an der Zeit, geeignete Experten ins Präsidium zu holen die mit dem heutigen Fußball aufgewachsen sind bzw. groß geworden.
Leute, wir sind doch schon wieder da, wo wir hergekommen sind. Bin ich hier der einzige der das erkennt bzw. so sieht ?
Blickt doch mal zurück, warum die Borussia nie Erfolg hatte. Schaut euch nur mal die Trainer an die wir hatten. Nehmt da mal Heynckes und Advocaat raus, klickt auf die Namen der "ruhmreichen" Trainer die wir hatten und was die nach unserer Borussen Zeit gerissen haben. Köppel, Frontzeck, Luhukay, die sind so schlechte Trainer, dass die durch die Bank weg VOR Borussia und NACH Borussia absolut nichts gerissen haben. Schubert VOR Borussia nichts gerissen und ich würde sogar meinen Hintern darauf verwetten auch nicht nach seiner Zeit hier.
Der einzige der anders war ist Favre. VOR der Borusdia erfolgreich und jetzt auch NACH der Borusdia. Fällt euch da nichts auf dabei ?
Dieses "ich hab euch lieb" Mist ist doch nicht mehr auszuhalten.
Wir haben mit Königs einen, der uns wirtschaftlichen Erfolg garantiert. Das Duo Königs und Schippers sind perfekt, aber halt leider nur unwirtschaftlichen Sinne. Mit Eberl haben wir einen Jungen SpoDi der auch passt, der ist noch kein Dino. Jetzt noch einen Trainer und 2 Experten die zu den 3 passen und gut ist es. Der Kader passt, ihr werdet euch noch umschauen, zu was der in der Lage ist. Es liegt nicht am Kader. Der würde sich prima mit punktuellen Verstärkungen im qualitativen Bereich ausbauen.
23.11.2016 - 08:54 Uhr
Zitat von AlexFromTheGalax
Dieser Vergleich ist nicht dein Ernst!?
P.S.: Ich pariere deinen Vergleich trotzdem mal.
Früher habe ich mir bei den elterlichen Ratschlägen oft augenrollend gedacht: "Jaja..."
Heute denke ich manchmal darüber nach, wie oft sie Recht hatten und ich keine Ahnung zu der Zeit.
Zitat von effe2007
Es geht nicht um kompetent. Meine Tochter wünscht sich eine Jeansjacke von mir. Was glaubst du wie schwer es ist, einer 19 jährigen ihren Geschmack zu treffen. Ich bin in Sachen Mode mit Sicherheit ebenso kompetent, tue mich aber trotzdem schwer damit.
Irgend wann kommt halt die Zeit, etwas auf die jüngeren zu übertragen.
Zitat von AlexFromTheGalax
Also deine Argumente sind:
- Schubert raus, weil er vorher nix gerissen hat (und nachher nix reißen wird)?
- Bonhoff und Meyer raus, weil die zu alt sind um kompetent zu sein?
Also deine Argumente sind:
- Schubert raus, weil er vorher nix gerissen hat (und nachher nix reißen wird)?
- Bonhoff und Meyer raus, weil die zu alt sind um kompetent zu sein?
Es geht nicht um kompetent. Meine Tochter wünscht sich eine Jeansjacke von mir. Was glaubst du wie schwer es ist, einer 19 jährigen ihren Geschmack zu treffen. Ich bin in Sachen Mode mit Sicherheit ebenso kompetent, tue mich aber trotzdem schwer damit.
Irgend wann kommt halt die Zeit, etwas auf die jüngeren zu übertragen.
Dieser Vergleich ist nicht dein Ernst!?
P.S.: Ich pariere deinen Vergleich trotzdem mal.
Früher habe ich mir bei den elterlichen Ratschlägen oft augenrollend gedacht: "Jaja..."
Heute denke ich manchmal darüber nach, wie oft sie Recht hatten und ich keine Ahnung zu der Zeit.

Da hast Du aber mal so was von Recht
, ne ernsthaft, ich finde es auch gut sich immer auch neue Impulse bzw. Herangehensweisen ins Boot zu holen, ist sicherlich kein schlechter Ansatz. Allerdings deswegen alles bisher funktionierende von Bord zu schmeißen endet dann schon wieder
in Aktionismus und der wiegt genau so schwer wie Stillstand.
Wir haben einen jungen Spodi und auch einen jungen Trainer (mit neuen Herangehensweisen),
außerdem einen mittelalten Speziallisten mit Schippers und auch Erfahrung, ich finde eine
sehr ausgewogene Mischung.
Speziallisten kann man natürlich nicht genug haben, wenn es da noch was nachzubessern gibt,
kein Ding.
Was ich nicht verstehe ist, auf der einen Seite wird AS aufgrund von anderer Herangehensweise
und anderem Fußballverständnis hier seit Wochen denunziert, andererseits wird jetzt genau das
gefordert ??
Ich bin nicht dafür mit AS in die 2. Liga zu gehen und das wird auch nicht passieren, denn
wenn sich nicht demnächst Ergebnisse einstellen dann greifen auch bei ihm die Mechanismen
und dass weiß auch er.
Aber ich bin strikt gg Aktionismus, den der führt zu nichts und nochmal, nach so einem Spiel wie
gg die Böcke darf man auch mal sagen, geiles Spiel, sch... Ergebnis, aber Kopf hoch Jungs und
weiter mit dem Engagement, denn dann bin ich überzeugt kommen auch Ergebnisse mit besserem
Ausgang für uns zustande.
23.11.2016 - 09:43 Uhr
Zitat von Dahlin
Es gab ungefähr eine Phase von 15 Minuten in denen die Abwehr es nicht hinbekommen hat, sich schnell wieder zu finden. Danach war man aber wieder Herr des Geschehens, auch wenn das Niveau der 1. Hälfte nicht mehr erreicht werden konnte. Chancen für das Siegtor waren vorhanden, hier exemplarisch Johnson genannt. Für mich sehr schade, dass Du Dich nun so verbissen hast, dass eine echte Diskussion nicht mehr möglich ist. Das Köln-Spiel taugt jedenfalls nicht dazu, Schubert als den Ahnungslosen hinzustellen und Stöger als Taktikfuchs, zumal es fraglich bleibt, ob er Lehmann überhaupt rausgenommen hätte, wenn er nicht verletzt gewesen wäre.
Zitat von Kleffer
Übrigens war die Leistung in der 1 Hz ansprechend, aber wie so oft verlieren wir das Spiel nach Änderungen des gegenerischen Trainers oder auch durch Schubert selbst in und nach der Halbzeit...auch das sollte, neben fehlender Handschrift und dem schlechtem körperlichen Zustand der Manschaft, längst alle Alarmglocken zu läuten gebracht haben.
Da kann man doch nicht einfach so drüber weg sehen.
Übrigens war die Leistung in der 1 Hz ansprechend, aber wie so oft verlieren wir das Spiel nach Änderungen des gegenerischen Trainers oder auch durch Schubert selbst in und nach der Halbzeit...auch das sollte, neben fehlender Handschrift und dem schlechtem körperlichen Zustand der Manschaft, längst alle Alarmglocken zu läuten gebracht haben.
Da kann man doch nicht einfach so drüber weg sehen.
Es gab ungefähr eine Phase von 15 Minuten in denen die Abwehr es nicht hinbekommen hat, sich schnell wieder zu finden. Danach war man aber wieder Herr des Geschehens, auch wenn das Niveau der 1. Hälfte nicht mehr erreicht werden konnte. Chancen für das Siegtor waren vorhanden, hier exemplarisch Johnson genannt. Für mich sehr schade, dass Du Dich nun so verbissen hast, dass eine echte Diskussion nicht mehr möglich ist. Das Köln-Spiel taugt jedenfalls nicht dazu, Schubert als den Ahnungslosen hinzustellen und Stöger als Taktikfuchs, zumal es fraglich bleibt, ob er Lehmann überhaupt rausgenommen hätte, wenn er nicht verletzt gewesen wäre.
Wir waren gegen Köln in HZ 1 klar die bessere Mannschaft. Das war tatsächlich ok. Der Ball lief flüssig und man merkte wie mit jeder Sekunde das Selbstvertrauen wuchs. Wir hätten schon zur Pause 3:0 führen müssen. Nun aber gibt es drei Punkte die man dabei auch betrachten muss:
1) Das Spiel gegen Köln ist schlichtweg nicht repräsentativ im Bezug auf den bisherigen Saisonverlauf. Wann waren wir in dieser Saison sonst so stark im Kollektiv wie in HZ1? Das sind allenfalls Ansätze oder kurzweilige Ausreisser nach oben. Das zeigt mir lediglich, dass der Kader an sich viel mehr hergibt als er zeigt oder was aus ihm herausgeholt wird.
2) Natürlich hatten wir viel Pech gegen Köln. Normal gewinnst du so eine Begegnung klar und deutlich. Das Spiel haben wir aber mit dem 1:1 aus der Hand gegeben. Ich wehre mich dagegen zu sagen, dass dieses Gegentor reines Pech war. Selbst wenn der Kölner unbeabsichtigt angeköpft wird. Der Fehler passiert schon vorher. Es war eine ganz einfache Flanke aus dem Halbfeld und wir verlieren in der Abwehr komplett die Ordnung. Vestergaard stand auf einmal völlig ohne Not gegen 2 Gegenspieler blank. Das sind Fehler, die haben wir unter Favre in den 4 Jahren kaum oder sogar gar nicht gemacht. Unter Schubert bekommen wir andauernd Gegentore bei denen wir hinten einfach schlecht geordnet sind. Das Tor von Modeste und der unforced error sind kein Zufall. Wir bekommen viel zu einfache Gegentore, weil eben hinten niemand wirklich weiß was er wo und wie zu tun hat. Genau wie in der Offensive fehlen hier Automatismen. Schubert legt im Training einfach keinen großen Wert auf diese einstudierten Mechanismen mit denen Favre seine Jungs zu Tode genervt hat. Anders kann ich es mir nicht erklären. Aber eben genau das sieht man auch auf dem Platz. Offensiv wie defensiv.
3) Und dann muss man auch konstatieren, dass uns scheinbar wirklich die Fitness fehlt. Wie sonst ist zu erklären, dass wir immer nur eine HZ richtig gut und engagiert Fußball spielen. Das ist unter Schubert nun schon seit letzter Saison so. 2 Halbzeiten, 2 Gesichter. Gegen Köln war HZ 2 ja sogar noch überraschend ok. Aber hängen solche Unkonzentriertheiten, solche groben Fehler, wie vor dem 1:1 eventuell auch mit fehlender Fitness zusammen? Was ist mit den ganzen Muskelverletzungen? Hängen diese eventuell auch damit zusammen? Reine Spekulation, aber durchaus mal Wert solche Dinge intern zu analysieren.
Wenn man sich die Leistung über die gesamte Saison ansieht sowie die Probleme die wir augenscheinlich haben, dann muss hier zwingend die Saisonvorbereitung und auch das tägliche Training analysiert und hinterfragt werden. Genau das aber wird ja anscheinend nicht gemacht, ein Schubert hinterfragt ja seine eigene Arbeit nicht.
Das Erarbeiten von Automatismen ist eine langwierige Angelegenheit. Favre hat seine Spieler damit wie gesagt genervt ohne Ende. Schubert schätze ich eher als Trainer ein, der von Spiel zu Spiel denkt und nicht so ein großes Augenmerk auf eine langfristige Weiterentwicklung setzt. Wie Ancelotti setzt er auf individuelle Freiheiten auf dem Platz. Ich möchte hier mal ein Zitat von Marcelo Bielsa anbringen (Vorbild von Guardiola, gilt als einer der größten Fachleute im Fußball: „Ein Fußballer, so wie jeder andere Mensch der mit großen Druck umgehen muss, hat was ich ´temor éscencio`nenne, die Angst zu Versagen. Und wie kann ich diese Angst neutralisieren? Durch Automatismen. Dadurch das der Spieler etwas tut was er kennt, was er immer wieder übt und dadurch nur wenige Fehler macht.“ Wenn man mich fragt, haben uns auch genau diese akribisch einstudierten Mechanismen auf dem Platz, in den letzten Jahren so erfolgreich werden lassen. Ohne diese kollektiven Automatismen sind auch die Spieler wieder vermehrt auf ihre individuellen Fähigkeiten angewiesen. Vielleicht auch ein Grund warum so exzellente Einzelspieler wie Raffael oder Hazard so glänzen zur Zeit und andere wie Wendt oder Jantschke eben nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bernd_Strombose am 23.11.2016 um 10:02 Uhr bearbeitet
23.11.2016 - 12:16 Uhr
Zitat von Bernd_Strombose
Wir waren gegen Köln in HZ 1 klar die bessere Mannschaft. Das war tatsächlich ok. Der Ball lief flüssig und man merkte wie mit jeder Sekunde das Selbstvertrauen wuchs. Wir hätten schon zur Pause 3:0 führen müssen. Nun aber gibt es drei Punkte die man dabei auch betrachten muss:
1) Das Spiel gegen Köln ist schlichtweg nicht repräsentativ im Bezug auf den bisherigen Saisonverlauf. Wann waren wir in dieser Saison sonst so stark im Kollektiv wie in HZ1? Das sind allenfalls Ansätze oder kurzweilige Ausreisser nach oben. Das zeigt mir lediglich, dass der Kader an sich viel mehr hergibt als er zeigt oder was aus ihm herausgeholt wird.
2) Natürlich hatten wir viel Pech gegen Köln. Normal gewinnst du so eine Begegnung klar und deutlich. Das Spiel haben wir aber mit dem 1:1 aus der Hand gegeben. Ich wehre mich dagegen zu sagen, dass dieses Gegentor reines Pech war. Selbst wenn der Kölner unbeabsichtigt angeköpft wird. Der Fehler passiert schon vorher. Es war eine ganz einfache Flanke aus dem Halbfeld und wir verlieren in der Abwehr komplett die Ordnung. Vestergaard stand auf einmal völlig ohne Not gegen 2 Gegenspieler blank. Das sind Fehler, die haben wir unter Favre in den 4 Jahren kaum oder sogar gar nicht gemacht. Unter Schubert bekommen wir andauernd Gegentore bei denen wir hinten einfach schlecht geordnet sind. Das Tor von Modeste und der unforced error sind kein Zufall. Wir bekommen viel zu einfache Gegentore, weil eben hinten niemand wirklich weiß was er wo und wie zu tun hat. Genau wie in der Offensive fehlen hier Automatismen. Schubert legt im Training einfach keinen großen Wert auf diese einstudierten Mechanismen mit denen Favre seine Jungs zu Tode genervt hat. Anders kann ich es mir nicht erklären. Aber eben genau das sieht man auch auf dem Platz. Offensiv wie defensiv.
3) Und dann muss man auch konstatieren, dass uns scheinbar wirklich die Fitness fehlt. Wie sonst ist zu erklären, dass wir immer nur eine HZ richtig gut und engagiert Fußball spielen. Das ist unter Schubert nun schon seit letzter Saison so. 2 Halbzeiten, 2 Gesichter. Gegen Köln war HZ 2 ja sogar noch überraschend ok. Aber hängen solche Unkonzentriertheiten, solche groben Fehler, wie vor dem 1:1 eventuell auch mit fehlender Fitness zusammen? Was ist mit den ganzen Muskelverletzungen? Hängen diese eventuell auch damit zusammen? Reine Spekulation, aber durchaus mal Wert solche Dinge intern zu analysieren.
Wenn man sich die Leistung über die gesamte Saison ansieht sowie die Probleme die wir augenscheinlich haben, dann muss hier zwingend die Saisonvorbereitung und auch das tägliche Training analysiert und hinterfragt werden. Genau das aber wird ja anscheinend nicht gemacht, ein Schubert hinterfragt ja seine eigene Arbeit nicht.
Das Erarbeiten von Automatismen ist eine langwierige Angelegenheit. Favre hat seine Spieler damit wie gesagt genervt ohne Ende. Schubert schätze ich eher als Trainer ein, der von Spiel zu Spiel denkt und nicht so ein großes Augenmerk auf eine langfristige Weiterentwicklung setzt. Wie Ancelotti setzt er auf individuelle Freiheiten auf dem Platz. Ich möchte hier mal ein Zitat von Marcelo Bielsa anbringen (Vorbild von Guardiola, gilt als einer der größten Fachleute im Fußball: „Ein Fußballer, so wie jeder andere Mensch der mit großen Druck umgehen muss, hat was ich ´temor éscencio`nenne, die Angst zu Versagen. Und wie kann ich diese Angst neutralisieren? Durch Automatismen. Dadurch das der Spieler etwas tut was er kennt, was er immer wieder übt und dadurch nur wenige Fehler macht.“ Wenn man mich fragt, haben uns auch genau diese akribisch einstudierten Mechanismen auf dem Platz, in den letzten Jahren so erfolgreich werden lassen. Ohne diese kollektiven Automatismen sind auch die Spieler wieder vermehrt auf ihre individuellen Fähigkeiten angewiesen. Vielleicht auch ein Grund warum so exzellente Einzelspieler wie Raffael oder Hazard so glänzen zur Zeit und andere wie Wendt oder Jantschke eben nicht.
Zitat von Dahlin
Es gab ungefähr eine Phase von 15 Minuten in denen die Abwehr es nicht hinbekommen hat, sich schnell wieder zu finden. Danach war man aber wieder Herr des Geschehens, auch wenn das Niveau der 1. Hälfte nicht mehr erreicht werden konnte. Chancen für das Siegtor waren vorhanden, hier exemplarisch Johnson genannt. Für mich sehr schade, dass Du Dich nun so verbissen hast, dass eine echte Diskussion nicht mehr möglich ist. Das Köln-Spiel taugt jedenfalls nicht dazu, Schubert als den Ahnungslosen hinzustellen und Stöger als Taktikfuchs, zumal es fraglich bleibt, ob er Lehmann überhaupt rausgenommen hätte, wenn er nicht verletzt gewesen wäre.
Zitat von Kleffer
Übrigens war die Leistung in der 1 Hz ansprechend, aber wie so oft verlieren wir das Spiel nach Änderungen des gegenerischen Trainers oder auch durch Schubert selbst in und nach der Halbzeit...auch das sollte, neben fehlender Handschrift und dem schlechtem körperlichen Zustand der Manschaft, längst alle Alarmglocken zu läuten gebracht haben.
Da kann man doch nicht einfach so drüber weg sehen.
Übrigens war die Leistung in der 1 Hz ansprechend, aber wie so oft verlieren wir das Spiel nach Änderungen des gegenerischen Trainers oder auch durch Schubert selbst in und nach der Halbzeit...auch das sollte, neben fehlender Handschrift und dem schlechtem körperlichen Zustand der Manschaft, längst alle Alarmglocken zu läuten gebracht haben.
Da kann man doch nicht einfach so drüber weg sehen.
Es gab ungefähr eine Phase von 15 Minuten in denen die Abwehr es nicht hinbekommen hat, sich schnell wieder zu finden. Danach war man aber wieder Herr des Geschehens, auch wenn das Niveau der 1. Hälfte nicht mehr erreicht werden konnte. Chancen für das Siegtor waren vorhanden, hier exemplarisch Johnson genannt. Für mich sehr schade, dass Du Dich nun so verbissen hast, dass eine echte Diskussion nicht mehr möglich ist. Das Köln-Spiel taugt jedenfalls nicht dazu, Schubert als den Ahnungslosen hinzustellen und Stöger als Taktikfuchs, zumal es fraglich bleibt, ob er Lehmann überhaupt rausgenommen hätte, wenn er nicht verletzt gewesen wäre.
Wir waren gegen Köln in HZ 1 klar die bessere Mannschaft. Das war tatsächlich ok. Der Ball lief flüssig und man merkte wie mit jeder Sekunde das Selbstvertrauen wuchs. Wir hätten schon zur Pause 3:0 führen müssen. Nun aber gibt es drei Punkte die man dabei auch betrachten muss:
1) Das Spiel gegen Köln ist schlichtweg nicht repräsentativ im Bezug auf den bisherigen Saisonverlauf. Wann waren wir in dieser Saison sonst so stark im Kollektiv wie in HZ1? Das sind allenfalls Ansätze oder kurzweilige Ausreisser nach oben. Das zeigt mir lediglich, dass der Kader an sich viel mehr hergibt als er zeigt oder was aus ihm herausgeholt wird.
2) Natürlich hatten wir viel Pech gegen Köln. Normal gewinnst du so eine Begegnung klar und deutlich. Das Spiel haben wir aber mit dem 1:1 aus der Hand gegeben. Ich wehre mich dagegen zu sagen, dass dieses Gegentor reines Pech war. Selbst wenn der Kölner unbeabsichtigt angeköpft wird. Der Fehler passiert schon vorher. Es war eine ganz einfache Flanke aus dem Halbfeld und wir verlieren in der Abwehr komplett die Ordnung. Vestergaard stand auf einmal völlig ohne Not gegen 2 Gegenspieler blank. Das sind Fehler, die haben wir unter Favre in den 4 Jahren kaum oder sogar gar nicht gemacht. Unter Schubert bekommen wir andauernd Gegentore bei denen wir hinten einfach schlecht geordnet sind. Das Tor von Modeste und der unforced error sind kein Zufall. Wir bekommen viel zu einfache Gegentore, weil eben hinten niemand wirklich weiß was er wo und wie zu tun hat. Genau wie in der Offensive fehlen hier Automatismen. Schubert legt im Training einfach keinen großen Wert auf diese einstudierten Mechanismen mit denen Favre seine Jungs zu Tode genervt hat. Anders kann ich es mir nicht erklären. Aber eben genau das sieht man auch auf dem Platz. Offensiv wie defensiv.
3) Und dann muss man auch konstatieren, dass uns scheinbar wirklich die Fitness fehlt. Wie sonst ist zu erklären, dass wir immer nur eine HZ richtig gut und engagiert Fußball spielen. Das ist unter Schubert nun schon seit letzter Saison so. 2 Halbzeiten, 2 Gesichter. Gegen Köln war HZ 2 ja sogar noch überraschend ok. Aber hängen solche Unkonzentriertheiten, solche groben Fehler, wie vor dem 1:1 eventuell auch mit fehlender Fitness zusammen? Was ist mit den ganzen Muskelverletzungen? Hängen diese eventuell auch damit zusammen? Reine Spekulation, aber durchaus mal Wert solche Dinge intern zu analysieren.
Wenn man sich die Leistung über die gesamte Saison ansieht sowie die Probleme die wir augenscheinlich haben, dann muss hier zwingend die Saisonvorbereitung und auch das tägliche Training analysiert und hinterfragt werden. Genau das aber wird ja anscheinend nicht gemacht, ein Schubert hinterfragt ja seine eigene Arbeit nicht.
Das Erarbeiten von Automatismen ist eine langwierige Angelegenheit. Favre hat seine Spieler damit wie gesagt genervt ohne Ende. Schubert schätze ich eher als Trainer ein, der von Spiel zu Spiel denkt und nicht so ein großes Augenmerk auf eine langfristige Weiterentwicklung setzt. Wie Ancelotti setzt er auf individuelle Freiheiten auf dem Platz. Ich möchte hier mal ein Zitat von Marcelo Bielsa anbringen (Vorbild von Guardiola, gilt als einer der größten Fachleute im Fußball: „Ein Fußballer, so wie jeder andere Mensch der mit großen Druck umgehen muss, hat was ich ´temor éscencio`nenne, die Angst zu Versagen. Und wie kann ich diese Angst neutralisieren? Durch Automatismen. Dadurch das der Spieler etwas tut was er kennt, was er immer wieder übt und dadurch nur wenige Fehler macht.“ Wenn man mich fragt, haben uns auch genau diese akribisch einstudierten Mechanismen auf dem Platz, in den letzten Jahren so erfolgreich werden lassen. Ohne diese kollektiven Automatismen sind auch die Spieler wieder vermehrt auf ihre individuellen Fähigkeiten angewiesen. Vielleicht auch ein Grund warum so exzellente Einzelspieler wie Raffael oder Hazard so glänzen zur Zeit und andere wie Wendt oder Jantschke eben nicht.
Ja, so oder so ähnlich würde ich das auch beschreiben. Ich weiß auch nicht, ob es besser wäre jetzt sofort den Trainer zu entlassen, aber irgendwas muss sich ganz schnell ändern. Da braucht mir auch keiner kommen mit: "Gewisse User kommen immer dann rausgekrochen...", ich habe damals auch bei Favre etwas kritisiert, wenn mir danach war. Ich muss auch nicht entscheiden, ob und wann welcher Nachfolger kommen sollte. Dafür gibt es hochbezahlte Leute im Verein, das sollte reichen denke ich.
Zur Sache: Ich habe echt lange gewartet und mir genug Zeit genommen, um mir meine Meinung zu AS zu bilden. Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, dass es vielleicht ein top Kerl sein mag, aber leider hilft er uns nicht weiter. Ist natürlich nur mein persönliches Empfinden. Da sind einfach zu viele Dinge, die mich zu sehr an unsere Fahrstuhl-Zeit erinnert. Dass wir gut spielen und trotzdem verlieren.....dass wir Spiele nicht gewinnen, die man ohne wenn und aber gewinnen muss.....so Hilflosigkeiten wie der Schlenker von Christensen vor der Flanke auf Modeste/Vestergaard.....billige Ausreden und Alibis.....sind ein paar von gefühlt Millionen paar Beispielen.
Wenn ich eines im Fußball mit Sicherheit weiß, dann das: Die Abwehr ist das was zählt. Du kannst der Krösüs des Fußballs sein, ohne eine stabile Abwehr gewinnst du mal gar nichts. Da hilft dir auch meist keine Offensive. Und da bin ich wohl nicht allein, wenn ich behaupte, dass die Abwehr aber mal gewaltig wackelt und das nicht erst seit gestern.
Dann zur Offensive: Man sagt, dass wir ja offensiv ganz gut wären und einen solchen Fußball unter Favre nicht gegeben hätte. Also ich sehe in der Offensive nicht irgendwie eine neue Herangehensweise, da wird immer noch versucht, den Ball laufen lassen, Pass um Pass. Ist nicht negativ gemeint, aber ist halt wenig Neues. Und unter Favre gabs auch schon mal "Hurra-Fußball", wo der Gegner komplett keine Chance hatte.
Keine Ahnung wie ich es beschreiben soll, aber irgendwie macht mir die Entwicklung - oder viel mehr diese Nicht-Entwicklung - schon ein bisschen Angst. Da müsste zwar echt alles gegen uns laufen, aber wenn man nicht aufpasst ist man schneller wieder dort, wo man her gekommen ist. Und meistens fällt man sogar etwas tiefer. Ich hoffe es geht bald wieder aufwärts, egal mit wem. Mir geht es nur um die Borussia.
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