3. Liga
22.07.2010 - 18:41 Uhr
Zitat von Newtrial
...
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können. In diesem Fall ging es zwar nicht um Abstiegskampf, aber auch da hat man die Situation - mit dem Zeitfenster einer realen Aufstiegschance - nicht angenommen und diesen unsäglich blöden Spruch "ein Aufstieg käme zu früh" geprägt. Alleine für diesen Bullshit hätte man Hengen damals m.E. bereits feuern müssen.
Es kann also in verschiedene Richtungen gehen. Aber in beiden genannten Fällen hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt. Von daher Ja, ich glaube schon, dass wir für ein solches fehlendes Augenmaß nach wie vor anfällig sind.
...
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können. In diesem Fall ging es zwar nicht um Abstiegskampf, aber auch da hat man die Situation - mit dem Zeitfenster einer realen Aufstiegschance - nicht angenommen und diesen unsäglich blöden Spruch "ein Aufstieg käme zu früh" geprägt. Alleine für diesen Bullshit hätte man Hengen damals m.E. bereits feuern müssen.
Es kann also in verschiedene Richtungen gehen. Aber in beiden genannten Fällen hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt. Von daher Ja, ich glaube schon, dass wir für ein solches fehlendes Augenmaß nach wie vor anfällig sind.
Reale Auftiegschance?!?
Das habe ich aber anders in Erinnerung.
Wir sind mit der Euphorie eines Aufsteigers und einer defensiven Kampftruppe durch die Hinrunde gepflügt. Teilweise konnten die Gegner bis an den 16er durchlaufen und dann wurde mit allem was man hatte dagegen gehalten. Es waren viele unentschieden und hart erkämpfte knappe Siege dabei. Es war m.E. klar, dass wir diesen Stil, auf den sich die Gegener auch einstellen können, nicht die ganze Saison spielen konnten. Und aufsteigen tut so sicherlich keine Mannschaft.
Natürlich war der versuchte 180°-Turn in kurzer Zeit zur spielstarken Mannschaft auch ein Fehler, keine Frage, aber hier vor fahrlässiger verschenkter Aufstiegsschance zu reden ist zuviel des Guten.
Grammozis kam als wir auf Rang 13 standen und 10 Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz hatten. Ich will seine Verpflichtung keinesfalls verteidigen. Das war eine Katastrophe! Aber wir haben ihn nicht zu einem Zeitpunkt geholt, an dem man schon mit dem Rücken fast zur Wand stand - aber als Düsseldorf.
Er kam zum 16. Spieltag, nach 15 Spielen hatten wir 18 Punkte: https://www.kicker.de/2-bundesliga/tabelle/2023-24/15
Man (deswegen schrieb ich oben „Verein“) hat das Missverständnis dann sehr schnell gelöst. Und damit gezeigt, dass man im hier und Jetzt lebt. Man hat dann auch nicht irgendeinen konzepttrainer geholt, sondern DEN Feuerwehrmann schlechthin. Und da ist es mir auch egal, wer den geholt hat.
Und zu Schusters Rückrunde: Das ist ja eine ganz andere Situation. Es ging mir hier nur um den Vergleich zu Düsseldorf und deren Betriebsblindheit; um die Blindheit, einen möglichen Absturz nicht zu antizipieren.
Ich sehe einfach nicht, warum wir anfälliger als andere dafür sein sollten, nicht im Hier und Jetzt zu leben. Wir sind dafür sicher anfällig - wie jeder andere Verein auch. Aber warum sollten wir so viel anfälliger sein?
Er kam zum 16. Spieltag, nach 15 Spielen hatten wir 18 Punkte: https://www.kicker.de/2-bundesliga/tabelle/2023-24/15
Man (deswegen schrieb ich oben „Verein“) hat das Missverständnis dann sehr schnell gelöst. Und damit gezeigt, dass man im hier und Jetzt lebt. Man hat dann auch nicht irgendeinen konzepttrainer geholt, sondern DEN Feuerwehrmann schlechthin. Und da ist es mir auch egal, wer den geholt hat.
Und zu Schusters Rückrunde: Das ist ja eine ganz andere Situation. Es ging mir hier nur um den Vergleich zu Düsseldorf und deren Betriebsblindheit; um die Blindheit, einen möglichen Absturz nicht zu antizipieren.
Ich sehe einfach nicht, warum wir anfälliger als andere dafür sein sollten, nicht im Hier und Jetzt zu leben. Wir sind dafür sicher anfällig - wie jeder andere Verein auch. Aber warum sollten wir so viel anfälliger sein?
Zitat von Foegli
Natürlich war der versuchte 180°-Turn in kurzer Zeit zur spielstarken Mannschaft auch ein Fehler, keine Frage, aber hier vor fahrlässiger verschenkter Aufstiegsschance zu reden ist zuviel des Guten.
Natürlich war der versuchte 180°-Turn in kurzer Zeit zur spielstarken Mannschaft auch ein Fehler, keine Frage, aber hier vor fahrlässiger verschenkter Aufstiegsschance zu reden ist zuviel des Guten.
Nein, ist es nicht. Und zwar, weil du Gelegenheiten nutzen, anstatt ausbremsen musst. Ich stimme dir in Sachen damaligem Spielstil und Spielglück komplett zu, aber genau so holst du eben Punkt um Punkt - und schaust am Ende, was dabei rauskommt. Und übrigens hätte es auch in der Fernsehgeldtabelle geholfen, wenn wir damals ein paar Plätze besser abgeschnitten hätten; auch wenn es kein Aufstieg geworden wäre. Aber man schenkt halt niemals ab und stellt nach der Hinrunde schlicht das Fußballspielen ein, weil der Klassenerhalt praktisch bereits gesichert war. Lautern hatte immer schon mit Kampf, Moral und Einsatzfreude Erfolg - und genau diese Qualitäten haben wir damals an den Tag gelegt. Und dieses Rezept hat diesen Verein schon zu ganz anderen Erfolgen geführt und ist halt eben nicht so leicht vom Gegner "auszugucken" und mit individueller Qualität zu kontern. VIelleicht hätte es am Ende nicht gereicht, aber der Fußball hat schon viel verrücktere Geschichten geschrieben. Die RR war jedenfalls eines FCK komplett unwürdig und das Experiment ist auch in Gänze gescheitert.
Zitat von Foegli
Reale Auftiegschance?!?
Das habe ich aber anders in Erinnerung.
Wir sind mit der Euphorie eines Aufsteigers und einer defensiven Kampftruppe durch die Hinrunde gepflügt. Teilweise konnten die Gegner bis an den 16er durchlaufen und dann wurde mit allem was man hatte dagegen gehalten. Es waren viele unentschieden und hart erkämpfte knappe Siege dabei. Es war m.E. klar, dass wir diesen Stil, auf den sich die Gegener auch einstellen können, nicht die ganze Saison spielen konnten. Und aufsteigen tut so sicherlich keine Mannschaft.
Natürlich war der versuchte 180°-Turn in kurzer Zeit zur spielstarken Mannschaft auch ein Fehler, keine Frage, aber hier vor fahrlässiger verschenkter Aufstiegsschance zu reden ist zuviel des Guten.
Zitat von Newtrial
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Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können. In diesem Fall ging es zwar nicht um Abstiegskampf, aber auch da hat man die Situation - mit dem Zeitfenster einer realen Aufstiegschance - nicht angenommen und diesen unsäglich blöden Spruch "ein Aufstieg käme zu früh" geprägt. Alleine für diesen Bullshit hätte man Hengen damals m.E. bereits feuern müssen.
Es kann also in verschiedene Richtungen gehen. Aber in beiden genannten Fällen hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt. Von daher Ja, ich glaube schon, dass wir für ein solches fehlendes Augenmaß nach wie vor anfällig sind.
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Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können. In diesem Fall ging es zwar nicht um Abstiegskampf, aber auch da hat man die Situation - mit dem Zeitfenster einer realen Aufstiegschance - nicht angenommen und diesen unsäglich blöden Spruch "ein Aufstieg käme zu früh" geprägt. Alleine für diesen Bullshit hätte man Hengen damals m.E. bereits feuern müssen.
Es kann also in verschiedene Richtungen gehen. Aber in beiden genannten Fällen hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt. Von daher Ja, ich glaube schon, dass wir für ein solches fehlendes Augenmaß nach wie vor anfällig sind.
Reale Auftiegschance?!?
Das habe ich aber anders in Erinnerung.
Wir sind mit der Euphorie eines Aufsteigers und einer defensiven Kampftruppe durch die Hinrunde gepflügt. Teilweise konnten die Gegner bis an den 16er durchlaufen und dann wurde mit allem was man hatte dagegen gehalten. Es waren viele unentschieden und hart erkämpfte knappe Siege dabei. Es war m.E. klar, dass wir diesen Stil, auf den sich die Gegener auch einstellen können, nicht die ganze Saison spielen konnten. Und aufsteigen tut so sicherlich keine Mannschaft.
Natürlich war der versuchte 180°-Turn in kurzer Zeit zur spielstarken Mannschaft auch ein Fehler, keine Frage, aber hier vor fahrlässiger verschenkter Aufstiegsschance zu reden ist zuviel des Guten.
Unabhängig von der Art wie die Punkte ergattert wurden, stimme ich insofern zu, dass es keineswegs ein „unsäglich blöder Spruch" ist mit dem zu frühen Aufstieg war. Als Aufsteiger ist es mehr als legitim selbst bei Erfolg in der Liga sich selbst derart unter Druck zu setzen hinsichtlich Aufstieg. Man sieht doch, was strukturell alles seitdem passiert ist. Man arbeitet kontinuierlich daran auf allen Ebenen gestandener Zweitligist und potenzieller Erstligist zu sein. Ich bin aber auch der gleichen Meinung, dass die Umstellung des Systems wenig vorteilhaft war und man bis bis zum Sommer 2023 warten sollen. Solange das mit dem Spielsystem funktionierte unter Schuster, hat es wenig Sinn ergeben es in derart massiver Form versuchen zu ändern. Trotzdem hätte Hengen sicher den Aufstieg auch gerne mitgenommen, falls er eingetroffen wäre.
Um den Bogen zur 3. Liga und Fortuna wieder herzustellen sehe ich das aber als mahnendes Beispiel grundsätzlich schon wie @Newtrial . Jede Saison muss neu erarbeiteten werden und die Fortuna hat sich zu lange auf ein „wird schon irgendwie funktionieren, da wir vorher auch immer vorne mitgespielt haben“ verlassen. Sowohl Trainer-, Sportdirektoren als auch Spielerverpflichtungen haben nie wirklich signalisiert, dass es hier gegen den Abstieg geht. Auch wenn wir nicht so hart fallen würden wie Düsseldorf bei einem Abstieg (vermute ich zumindest), darf man nicht erwarten, dass wir automatisch nächste Saison sofort wieder oben dabei sind. Sollte es dann wirklich mal so kommen, dass wir einen fürchterlichen Start in die Saison haben (wir hoffen es nicht), muss jeder im Verein verstehen, um was es hier geht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Torpedo99 am 25.05.2026 um 12:39 Uhr bearbeitet Zitat von Newtrial
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Alder, Alder ...
Sorry, aber das entspricht so nicht ganz den Fakten:
Klement wurde nicht erst nach der erfolgreichen Hinrunde verpflichtet, sondern bereits nach dem 5. Spieltag der Saison 22/23. Zu dem Zeitpunkt konnte ja wohl niemand von einer realen Aufstiegschance ausgehen, "die dann nicht angenommen wurde".
Wahr ist, dass Klement Teil dieser erfolgreichen Hinrunde war, zu deren Ende Platz 4 zu Buche stand. Wahr ist auch, dass Wunderlich während dieser Hinrunde zunehmend weniger Einsatzzeit hatte und deshalb auf eigenen Wunsch zurück zur Viktoria gewechselt ist.
Und Teil der Wahrheit ist auch, dass der FCK in der Saison mit Ausnahme des 2. Spieltags nie auf einem Aufstiegsplatz stand. Von welcher "realen Aufstiegschance" hier also die Rede ist, und was genau Hengen hätte anders machen sollen, als Ende Januar erstmal das 40-Punkte-Ziel auszurufen, muss sich einem nicht unbedingt erschließen: Hätte er sich hinstellen und den Aufstieg propagieren sollen, nur weil der FCK, auf Platz 4 stehend, die letzten drei Spiele gewonnen hat?
Das wäre "Bullshit" gewesen.
Im übrigen, wenn ich mich recht erinnere, warst es doch vor allem du, werter @Newtrial, der damals während der Rückrunde in schöner Regelmäßigkeit sowohl den Kopf des Trainers als auch eine spielerische Weiterentwicklung dringend eingefordert hat? Und jetzt kommst du damit um die Ecke, dass man damals "die Gelegenheit nutzen, anstatt ausbremsen" hätte müssen, und unter Schuster mit dem 'Hurra'-Stil der Hinrunde "genau so eben Punkt um Punkt" geholt hätte, um am Ende zu schauen, "was dabei rauskommt"?
Ich muss mich doch sehr wundern.
Denn nein, keineswegs "hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt."
Er hat sie damals genau richtig analysiert: Als Aufsteiger mit einem Kader aus noch überwiegend Drittliga-Spielern musst du erstmal die 40-Punkte-Marke knacken. Sonst hätte man - um den Bogen zum Thema zu schlagen -
nämlich auch ganz schnell wieder in Liga 3 landen können. Dass der FCK sich dann in der Rückrunde auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten nur auf Platz 14 gelandet ist (übrigens kein Abstiegsplatz), ist allerdings auch wahr.
Aber das war weder die Schuld von Hengens damaliger "Gegenwartsanalyse" noch die des damaligen Trainers, sondern eher ein FCK-typisches Phänomen, das wir so ähnlich ja auch diese Saison wieder bewundern durften und das irgendwo im Spannungsfeld zwischen Verschleiß, nachlassender Euphorie, komfortablen Rahmenbedingungen und Reichweite eines realistischen Ziels zu verorten ist - eins, für das wir hoffentlich in Zukunft eine erfolgreiche Lösung finden werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bongarce am 25.05.2026 um 23:45 Uhr bearbeitet Zitat von bongarce
Alder, Alder ...
Sorry, aber das entspricht so nicht ganz den Fakten:
Klement wurde nicht erst nach der erfolgreichen Hinrunde verpflichtet, sondern bereits nach dem 5. Spieltag der Saison 22/23. Zu dem Zeitpunkt konnte ja wohl niemand von einer realen Aufstiegschance ausgehen, "die dann nicht angenommen wurde".
Wahr ist, dass Klement Teil dieser erfolgreichen Hinrunde war, zu deren Ende Platz 4 zu Buche stand. Wahr ist auch, dass Wunderlich während dieser Hinrunde zunehmend weniger Einsatzzeit hatte und deshalb auf eigenen Wunsch zurück zur Viktoria gewechselt ist.
Und Teil der Wahrheit ist auch, dass der FCK in der Saison mit Ausnahme des 2. Spieltags nie auf einem Aufstiegsplatz stand. Von welcher "realen Aufstiegschance" hier also die Rede ist, und was genau Hengen hätte anders machen sollen, als Ende Januar erstmal das 40-Punkte-Ziel auszurufen, muss sich einem nicht unbedingt erschließen: Hätte er sich hinstellen und den Aufstieg propagieren sollen, nur weil der FCK, auf Platz 4 stehend, die letzten drei Spiele gewonnen hat?
Das wäre "Bullshit" gewesen.
Im übrigen, wenn ich mich recht erinnere, warst es doch vor allem du, werter @Newtrial, der damals während der Rückrunde in schöner Regelmäßigkeit sowohl den Kopf des Trainers als auch eine spielerische Weiterentwicklung dringend eingefordert hat? Und jetzt kommst du damit um die Ecke, dass man damals "die Gelegenheit nutzen, anstatt ausbremsen" hätte müssen, und unter Schuster mit dem 'Hurra'-Stil der Hinrunde "genau so eben Punkt um Punkt" geholt hätte, um am Ende zu schauen, "was dabei rauskommt"?
Ich muss mich doch sehr wundern.
Denn nein, keineswegs "hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt."
Er hat sie damals genau richtig analysiert: Als Aufsteiger mit einem Kader aus noch überwiegend Drittliga-Spielern musst du erstmal die 40-Punkte-Marke knacken. Sonst hätte man - um den Bogen zum Thema zu schlagen -
nämlich auch ganz schnell wieder in Liga 3 landen können.
Dass der FCK sich dann in der Rückrunde auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten nur auf Platz 14 gelandet ist (übrigens kein Abstiegsplatz), ist allerdings auch wahr.
Aber das war weder die Schuld von Hengens damaliger "Gegenwartsanalyse" noch die des damaligen Trainers, sondern eher ein FCK-typisches Phänomen, das wir so ähnlich ja auch diese Saison wieder bewundern durften und das irgendwo im Spannungsfeld zwischen Verschleiß, nachlassender Euphorie, komfortablen Rahmenbedingungen und Reichweite eines realistischen Ziels zu verorten ist - eins, für das wir hoffentlich in Zukunft eine erfolgreiche Lösung finden werden.
Zitat von Newtrial
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Alder, Alder ...
Sorry, aber das entspricht so nicht ganz den Fakten:
Klement wurde nicht erst nach der erfolgreichen Hinrunde verpflichtet, sondern bereits nach dem 5. Spieltag der Saison 22/23. Zu dem Zeitpunkt konnte ja wohl niemand von einer realen Aufstiegschance ausgehen, "die dann nicht angenommen wurde".
Wahr ist, dass Klement Teil dieser erfolgreichen Hinrunde war, zu deren Ende Platz 4 zu Buche stand. Wahr ist auch, dass Wunderlich während dieser Hinrunde zunehmend weniger Einsatzzeit hatte und deshalb auf eigenen Wunsch zurück zur Viktoria gewechselt ist.
Und Teil der Wahrheit ist auch, dass der FCK in der Saison mit Ausnahme des 2. Spieltags nie auf einem Aufstiegsplatz stand. Von welcher "realen Aufstiegschance" hier also die Rede ist, und was genau Hengen hätte anders machen sollen, als Ende Januar erstmal das 40-Punkte-Ziel auszurufen, muss sich einem nicht unbedingt erschließen: Hätte er sich hinstellen und den Aufstieg propagieren sollen, nur weil der FCK, auf Platz 4 stehend, die letzten drei Spiele gewonnen hat?
Das wäre "Bullshit" gewesen.
Im übrigen, wenn ich mich recht erinnere, warst es doch vor allem du, werter @Newtrial, der damals während der Rückrunde in schöner Regelmäßigkeit sowohl den Kopf des Trainers als auch eine spielerische Weiterentwicklung dringend eingefordert hat? Und jetzt kommst du damit um die Ecke, dass man damals "die Gelegenheit nutzen, anstatt ausbremsen" hätte müssen, und unter Schuster mit dem 'Hurra'-Stil der Hinrunde "genau so eben Punkt um Punkt" geholt hätte, um am Ende zu schauen, "was dabei rauskommt"?
Ich muss mich doch sehr wundern.
Denn nein, keineswegs "hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt."
Er hat sie damals genau richtig analysiert: Als Aufsteiger mit einem Kader aus noch überwiegend Drittliga-Spielern musst du erstmal die 40-Punkte-Marke knacken. Sonst hätte man - um den Bogen zum Thema zu schlagen -
nämlich auch ganz schnell wieder in Liga 3 landen können. Dass der FCK sich dann in der Rückrunde auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten nur auf Platz 14 gelandet ist (übrigens kein Abstiegsplatz), ist allerdings auch wahr.
Aber das war weder die Schuld von Hengens damaliger "Gegenwartsanalyse" noch die des damaligen Trainers, sondern eher ein FCK-typisches Phänomen, das wir so ähnlich ja auch diese Saison wieder bewundern durften und das irgendwo im Spannungsfeld zwischen Verschleiß, nachlassender Euphorie, komfortablen Rahmenbedingungen und Reichweite eines realistischen Ziels zu verorten ist - eins, für das wir hoffentlich in Zukunft eine erfolgreiche Lösung finden werden.
Eure Analysen in allen Ehren, aber könntet ihr bitte beim Threadthema bleiben?
Wenn ihr über die alten Zeiten fabulieren möchtet, macht es doch bitte entweder hier oder hier.
Das gilt auch für @Foegli und @Torpedo99
Danke euch!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ivo_Ilicevic am 26.05.2026 um 09:12 Uhr bearbeitet Quelle: Kicker
Nach Berichten um zu viel Einflussnahme durch Spielerberater Thorsten Weck hat der SV Waldhof Mannheim nun Konsequenzen gezogen - und Hausverbot erteilt.
(...)
Dem Vernehmen nach soll sich Weck massiv in die Transferpolitik eingemischt, den Mannschaftsrat zusammengerufen und in die Aufstellung hineingeredet haben.
(...)
Die Ultras hatten Weck vor der Saison in einem Brandbrief als "informellen Berater und einflussreichen Einflüsterer der Familie Beetz" bezeichnet, der sich jenseits der Kontrolle der Waldhof Mannheim Spielbetriebs GmbH und des Aufsichtsrats bewege.
In Mannheim gehts mal wieder rund...
(...)
Dem Vernehmen nach soll sich Weck massiv in die Transferpolitik eingemischt, den Mannschaftsrat zusammengerufen und in die Aufstellung hineingeredet haben.
(...)
Die Ultras hatten Weck vor der Saison in einem Brandbrief als "informellen Berater und einflussreichen Einflüsterer der Familie Beetz" bezeichnet, der sich jenseits der Kontrolle der Waldhof Mannheim Spielbetriebs GmbH und des Aufsichtsrats bewege.
Quelle: BILD
Sportlich ist klar: Der Aufstieg wurde auch im achten Versuch verpasst, mit dem Abstieg hatte das Team von Coach Markus Kauczinski nichts zu tun, am Ende landeten die Löwen auf Platz 8. Die Planung für die neue Saison läuft bereits. Doch jetzt droht der Super-Gau!
BILD weiß: Bis zum 3. Juni, 12 Uhr, muss der Verein beim DFB die Liquidität nachweisen - sonst bekommen die Münchner keine Lizenz!
1860 droht mal wieder der Lizenzentzug weil Ismaik trotz Zusage nicht zahlen will.
BILD weiß: Bis zum 3. Juni, 12 Uhr, muss der Verein beim DFB die Liquidität nachweisen - sonst bekommen die Münchner keine Lizenz!
Wird Zeit das ganze Spiel zu beenden. KgaA in die Insolvenz... Eigenverwaltung und Neustart in der Regionalliga oder Oberliga. Solange der W...am Werk ist, wird 1860 nie auf die Beine kommen.
Zitat von bongarce
Sorry, aber das entspricht so nicht ganz den Fakten:
Klement wurde nicht erst nach der erfolgreichen Hinrunde verpflichtet, sondern bereits nach dem 5. Spieltag der Saison 22/23. Zu dem Zeitpunkt konnte ja wohl niemand von einer realen Aufstiegschance ausgehen, "die dann nicht angenommen wurde".
Wahr ist, dass Klement Teil dieser erfolgreichen Hinrunde war, zu deren Ende Platz 4 zu Buche stand. Wahr ist auch, dass Wunderlich während dieser Hinrunde zunehmend weniger Einsatzzeit hatte und deshalb auf eigenen Wunsch zurück zur Viktoria gewechselt ist.
Und Teil der Wahrheit ist auch, dass der FCK in der Saison mit Ausnahme des 2. Spieltags nie auf einem Aufstiegsplatz stand. Von welcher "realen Aufstiegschance" hier also die Rede ist, und was genau Hengen hätte anders machen sollen, als Ende Januar erstmal das 40-Punkte-Ziel auszurufen, muss sich einem nicht unbedingt erschließen: Hätte er sich hinstellen und den Aufstieg propagieren sollen, nur weil der FCK, auf Platz 4 stehend, die letzten drei Spiele gewonnen hat?
Das wäre "Bullshit" gewesen.
Im übrigen, wenn ich mich recht erinnere, warst es doch vor allem du, werter @Newtrial, der damals während der Rückrunde in schöner Regelmäßigkeit sowohl den Kopf des Trainers als auch eine spielerische Weiterentwicklung dringend eingefordert hat? Und jetzt kommst du damit um die Ecke, dass man damals "die Gelegenheit nutzen, anstatt ausbremsen" hätte müssen, und unter Schuster mit dem 'Hurra'-Stil der Hinrunde "genau so eben Punkt um Punkt" geholt hätte, um am Ende zu schauen, "was dabei rauskommt"?
Ich muss mich doch sehr wundern.
Denn nein, keineswegs "hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt."
Er hat sie damals genau richtig analysiert: Als Aufsteiger mit einem Kader aus noch überwiegend Drittliga-Spielern musst du erstmal die 40-Punkte-Marke knacken. Sonst hätte man - um den Bogen zum Thema zu schlagen -
nämlich auch ganz schnell wieder in Liga 3 landen können.
Dass der FCK sich dann in der Rückrunde auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten nur auf Platz 14 gelandet ist (übrigens kein Abstiegsplatz), ist allerdings auch wahr.
Aber das war weder die Schuld von Hengens damaliger "Gegenwartsanalyse" noch die des damaligen Trainers, sondern eher ein FCK-typisches Phänomen, das wir so ähnlich ja auch diese Saison wieder bewundern durften und das irgendwo im Spannungsfeld zwischen Verschleiß, nachlassender Euphorie, komfortablen Rahmenbedingungen und Reichweite eines realistischen Ziels zu verorten ist - eins, für das wir hoffentlich in Zukunft eine erfolgreiche Lösung finden werden.
Zitat von Newtrial
Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Alder, Alder ... Ein anderes Beispiel ist die verschenkte Rückrunde unter Schuster. Da hat Hengen die reale Aufstiegschance nach der Hinrunde nicht angenommen ("ein Aufstieg käme zu früh"). Schuster musste dann irgendwie rumexperimentieren und man hat mit Klement einen vermeintlichen Führungsspieler für die "spielerische Weiterentwicklung" geholt und Wunderlich entmachtet. Am Ende standen wir mit der RR-Bilanz eines Absteigers ohne jegliche "spielerische Weiterentwicklung" da und der Ansatz, um Klement herum eine neue Spielphilosophie zu entwickeln,. hätte drastischer nicht scheitern können.
Sorry, aber das entspricht so nicht ganz den Fakten:
Klement wurde nicht erst nach der erfolgreichen Hinrunde verpflichtet, sondern bereits nach dem 5. Spieltag der Saison 22/23. Zu dem Zeitpunkt konnte ja wohl niemand von einer realen Aufstiegschance ausgehen, "die dann nicht angenommen wurde".
Wahr ist, dass Klement Teil dieser erfolgreichen Hinrunde war, zu deren Ende Platz 4 zu Buche stand. Wahr ist auch, dass Wunderlich während dieser Hinrunde zunehmend weniger Einsatzzeit hatte und deshalb auf eigenen Wunsch zurück zur Viktoria gewechselt ist.
Und Teil der Wahrheit ist auch, dass der FCK in der Saison mit Ausnahme des 2. Spieltags nie auf einem Aufstiegsplatz stand. Von welcher "realen Aufstiegschance" hier also die Rede ist, und was genau Hengen hätte anders machen sollen, als Ende Januar erstmal das 40-Punkte-Ziel auszurufen, muss sich einem nicht unbedingt erschließen: Hätte er sich hinstellen und den Aufstieg propagieren sollen, nur weil der FCK, auf Platz 4 stehend, die letzten drei Spiele gewonnen hat?
Das wäre "Bullshit" gewesen.
Im übrigen, wenn ich mich recht erinnere, warst es doch vor allem du, werter @Newtrial, der damals während der Rückrunde in schöner Regelmäßigkeit sowohl den Kopf des Trainers als auch eine spielerische Weiterentwicklung dringend eingefordert hat? Und jetzt kommst du damit um die Ecke, dass man damals "die Gelegenheit nutzen, anstatt ausbremsen" hätte müssen, und unter Schuster mit dem 'Hurra'-Stil der Hinrunde "genau so eben Punkt um Punkt" geholt hätte, um am Ende zu schauen, "was dabei rauskommt"?
Ich muss mich doch sehr wundern.
Denn nein, keineswegs "hat Hengen die Situation falsch analysiert und irgendwelche Zukunftspläne über die Gegenwartsanalyse gestellt."
Er hat sie damals genau richtig analysiert: Als Aufsteiger mit einem Kader aus noch überwiegend Drittliga-Spielern musst du erstmal die 40-Punkte-Marke knacken. Sonst hätte man - um den Bogen zum Thema zu schlagen -
nämlich auch ganz schnell wieder in Liga 3 landen können. Dass der FCK sich dann in der Rückrunde auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und in der Rückrundentabelle mit 16 Punkten nur auf Platz 14 gelandet ist (übrigens kein Abstiegsplatz), ist allerdings auch wahr.
Aber das war weder die Schuld von Hengens damaliger "Gegenwartsanalyse" noch die des damaligen Trainers, sondern eher ein FCK-typisches Phänomen, das wir so ähnlich ja auch diese Saison wieder bewundern durften und das irgendwo im Spannungsfeld zwischen Verschleiß, nachlassender Euphorie, komfortablen Rahmenbedingungen und Reichweite eines realistischen Ziels zu verorten ist - eins, für das wir hoffentlich in Zukunft eine erfolgreiche Lösung finden werden.
Der Reihe nach:
1. Ja, ich habe das Ziel der "spielerischen Weiterentwicklung" immer unterstützt und dies mit Dirk Schuster perspektivisch nicht als erreichbar gesehen. Wie ich damals auch schrieb, hätte ich mir gewünscht, dass man Klement in Ruhe an die Truppe heranführt und die mit seiner Verpflichtung einhergehenden nötigen Umstellungen (Sprichwort: defensive Absicherung) einübt. Stattdessen bekam er sofort den Vorzug vor Wunderlich, was ich nicht verstanden habe und was auch die Teamhierarchie empfindlich gestört hat. Ich war damals für ein 60:30-Munuten-Modell, in dem Mike sich hätte verausgaben können und Philipp dann für die Schlussphase gekommen wäre. Dass letzterer substanziell ein Element der erfolgreichen Hinrunde war, musst du mir dann aber erklären. Das war er nämlich zu keinem einzigen Zeitpunkt seiner Vertragslaufzeit bei uns.
2. Wieso hielt ein Thomas Hengen überhaupt in dieser Saison an Schuster fest, wenn er "spielerische Weiterentwicklung" wollte? Die ganze RR war der Versuch, einem alten Gaul (Schuster) neue Kunststücke beizubringen. Dabei hat er sich für meinen Geschmack auch viel zu sehr in operative Details verstrickt, anstatt sich darauf zu beschränken, eine allgemeinere Spielphilosophie vorzugeben (Stichwort "Dreierkette"). --- Eine Sache passt aber tatsächlich nicht in mein Narrativ: Schuster bezeichnete Klement als seinen "Wunschtransfer". Das habe ich in der Tat bis heute nicht verstanden.
3. Zu Mike: Glaubst du ernsthaft, der wäre gewechselt, wenn man nach wie vor auf ihn gesetzt hätte? Der wollte spielen, nicht auf der Bank sitzen.
4. Du denkst also, dass ein zwischenzeitlicher vierter Platz keine "reale Aufstiegschance" sei? So etwas nennt man in der Quantenphysik "Schlagdistanz".
5. Nach meiner Erinnerung hielt man auch nach dem frühzeitigen Überschreiten der 30-Punkte-Marke an dem Narrativ des Klassenerhaltes fest. Auch die Journalisten haben das damals unisono belächelt. Ziele sollten immer ehrgeiziger Natur sein und das war damals bei uns nicht der Fall. Muss ja nicht sofort "Aufstieg" sein, aber "oberes Tabellendrittel" hätte man da schon als (Zwischen-) Marke ausgeben können. Mir ist auch eher egal, ob man das medienöffentlich tut, aber eine Aussdage wie "ein Aufstieg käme zu früh" implkiziert für eine Mannschaft auf dem vierten Platz halt, dass sie sich doch bitte nicht mehr noch weiter steigern möge. Und Ja, so etwas halte ich für unsäglich blöde. Wurde ja so auch in die Mannschaft getragen und zum Beispiel von einem Führungsspieler wie Luthe nachgeplappert. Verheerend! Im Leistungssport will ich mich zu jedem Zeitpunkt verbessern, auch tabellarisch.
Soviel dazu. Ein paar Sachen habe ich aber wohl tatsächlich falsch in Erinnerung behalten, da hast du dann wohl einen Punkt: Rang 14 in der RR-Tabelle ist kein Abstiegsplatz (wie ein Absteiger haben wir aber dennoch gespielt) und der frühe Saisonzeitpunkt der Verpflichtung von Klement war mir so auch nicht mehr im Erinnerung geblieben. Sorry dafür, aber nicht für die grundlegende Einschätzung.
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