SV Darmstadt 98 SV Darmstadt 98
deadline-day banner
Torsten Lieberknecht
Geburtsdatum 01.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Kaiserslautern

Torsten Lieberknecht [Trainer]

08.06.2021 - 19:21 Uhr
Zeige Ergebnisse 131-140 von 149.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#131
01.09.2024 - 22:19 Uhr
Hut ab, Herr Lieberknecht. Heutzutage ist so etwas schon eher selten geworden: Ein Ehrenmann. Man kann der Nachrichtenlage entnehmen, dass Torsten Lieberknecht die gegebene Vertragssituation nicht restlos für sich ausbeuten wird. Lieberknecht hat dem Vernehmen nach erst kürzlich erhebliche Dispositionen getroffen, selbstverständlich benötigt unser Ex-Coach diesbezüglich eine Kompensation. Und die hat er auch redlich verdient!

•     •     •

Mein Flaschenpfand - mein Vermögen!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 2014Mai19 am 01.09.2024 um 22:21 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#132
02.09.2024 - 10:47 Uhr
Beim grundsätzlichen Respekt für das Vorgehen von Lieberknecht gehe ich natürlich gerne mit!

Aber wofür hat der Trainer eine Kompensation "verdient"?
Dafür, daß er dem Vernehmen nach mittlerweile eine Immobilie im Steinbergviertel besitzt? Welch hartes Schicksal!

Dann doch wohl eher für sportliche und emotionale Verdienste rund um die 98er...

Es bleibt wirklich zu hoffen, daß der zweite gescheiterte Versuch über atypisch lange Vertragslaufzeiten Kontinuität auf der Trainerposition zu gewährleisten der letzte war!?
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#133
03.09.2024 - 13:25 Uhr
Alle großen Lilientrainer waren mindestens zweimal am Bölle tätig gewesen...

Schuster, Bachmann, Krautzun, Schlappner, Olk...

Wir werden Torsten hoffentlich auch wiedersehen. Menschlich wirklich top. Aber sportlich war leider das Ende der Fahnenstange erreicht.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#134
03.09.2024 - 13:53 Uhr
Man kann fachlich nicht mit allem einverstandem gewesen sein und auch die Trennung befürworten.
Aber er ist wirklich ein toller Mensch! daumen-hoch
Und, wenn sein Lebensmittelpunkt tatsächlich Darmstadt bleibt, dann würde ich mich wirklich sehr freuen, wenn er eine passende Nachfolgetätigkeit hier aufnehmen könnte.
Vielleicht nicht sofort, aber wer weiß, was die Zeit noch so bringt.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#135
03.09.2024 - 19:51 Uhr
Ein großer Trainer und eine sehr bemerkswerte Persönlichkeit in einer merkwürdigen Zeit. Torsten ich ziehe den Hut vor Dir. Danke für die geilen Spiele am Bölle.

Zur Wahrheit gehört aber auch, das der Schritt überfällig war

Einmal ein Heiner-immer Heiner.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#136
05.09.2024 - 22:14 Uhr
Das für mich ehrliche und durchaus ergreifende Abschiedsstatement unseres nun Ex-Cheftrainers ist im Grunde die beste Erklärung, wie eine nach dem 30. April 2023 (!) startende sportliche Horrorserie erst 16 Monate später zu einem Wechsel auf der Darmstädter Trainerbank führen konnte.

Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist. Torsten Lieberknecht hätte durchaus die südhessische Ausgabe eines Frank Schmidt werden können, auch wenn er nie das Lilientrikot als Aktiver getragen hat. Dass er aber unseren Verein gelebt hat, nehme ich ihm zu 100 % ab, das kann man in der Form nicht vorspielen.

Insofern müssen sich einige Herren im Verein fragen, welche Aktien sie ggf. an der nun eingetretenen Situation und dem langen Leidensweg bis dahin haben.

Im „Kickschuh.Blog“ wird dazu wie ich finde eine ganz gute Analyse angeboten. Es war einfach zu viel, was man alles auf die schmalen Schultern unseres Aufstiegstrainers abgeladen hatte. In die 1. Liga schickte man ihn mit einer besseren (?) Drittligatruppe. Die Aufstiegsmannschaft verlor eher an Substanz, als dass sie verstärkt wurde. Dann sollte er auch noch ergänzend zum Trainerjob versuchen, über Monate den sportlichen Leiter zu mimen, um wenigstens mit Würde den Rückweg in die 2. Liga antreten zu können. Dazu noch private Probleme, die man auch nicht mal so einfach in die Hosentasche steckt. Nicht zuletzt fehlte auch komplett das Spielglück und das im Grunde in jeder Schlüsselsituation. Das alles zusammen kann in der Form nicht gut gehen. Das müsste aber eigentlich auch eine kompetente Führungsetage erkennen und entsprechend handeln.

Tatsächlich aber hat man Lieberknecht wie eine angeschlagenen Boxer von einem Kampf in den nächsten geschickt, wohl wissend, dass es eine Niederschlag nach dem nächsten hageln würde. Er ist zwar immer wieder aufgestanden. Dieses 0:4 gegen Elversberg war dann aber offenbar der Moment, indem unser Trainer erkannt hat, dass er den Verein aber vor allem sich selbst vor weiterem Schaden schützen musste. Dieser Schritt ist ihm sicher unsagbar schwer gefallen sein. Umso größer ist mein Respekt vor dieser Entscheidung.

Auch wenn es nun eine angemessene Abfindung geben mag, so wird der Kontrast zu einem Torsten Frings, der seinen Vertrag schön ausgesessen hat, deutlich. Lieberknecht ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Von der Sorte gibt es nicht viele Alternativen auf dem Trainermarkt. Torsten funktioniert aber offenbar nur dann, wenn die Chemie zur Mannschaft stimmt und positive Emotionen überwiegen. Das erklärt aus meiner Fernsicht auch sein Scheitern in Duisburg. Genau diese Erfolgsfaktoren sind aber nach dem unsäglichen vorzeitigen Saisonabschluss 2022/23 in meinen Augen abhanden gekommen und wurden nie wieder gefunden.

Mit der verpassten Meisterschaft wurde rückblickend wahrscheinlich noch deutlich mehr weggeworfen als eine silberne Schale und ein stattlicher Geldbetrag. Von wegen Kirsche. Eher hatten wir die Kirsche gepflückt und dabei im Überschwang der Gefühle die ganze Torte fallen lassen. Diese hat sich Heidenheim erarbeitet und wird nun vielleicht zum nächsten SC Freiburg. Wir hingegen müssen nun aufpassen, wenigstens wieder zu Darmstadt 98 zu werden. Denn das sind wir trotz Dauersupport unserer Ultras schon sehr lange nicht mehr, auch wenn auf den Trikots vorne eine Lilie klebt und der Vereinsname auf der Rückseite steht.
Es reicht halte nicht, wenn die vielleicht einzige echte Lilie an der Seitenlinie steht, dabei aber der Akku komplett leer ist und eine weitere im hohen Fußballalter auf der Bank versauert. Letzteres zählt im Übrigen zu jenen Punkten, die ich aus der Ferne nicht einordnen kann, aber sei es drum.

Jedenfalls wünsche ich unserem scheidenden Cheftrainer nun alles erdenklich Gute und zolle vor allem dem Menschen Torsten Lieberknecht größten Respekt. Dass wir zudem das Geburtsjahr gemeinsam haben, verbindet in meinem Fall zusätzlich. Wenn die Batterien wieder voll sind und die Rahmenbedingungen passen, wird der Torsten wahrscheinlich auch wieder Erfolge als Trainer feiern. Das kann irgendwann auch gerne wieder in Darmstadt sein. Ich würde es mir sogar sehr wünschen. Dann aber bitte verbunden mit einem Abgang auf dem Höhepunkt. Er hätte es verdient.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#137
05.09.2024 - 22:53 Uhr
Zitat von baumzaehler
Das für mich ehrliche und durchaus ergreifende Abschiedsstatement unseres nun Ex-Cheftrainers ist im Grunde die beste Erklärung, wie eine nach dem 30. April 2023 (!) startende sportliche Horrorserie erst 16 Monate später zu einem Wechsel auf der Darmstädter Trainerbank führen konnte.

Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist. Torsten Lieberknecht hätte durchaus die südhessische Ausgabe eines Frank Schmidt werden können, auch wenn er nie das Lilientrikot als Aktiver getragen hat. Dass er aber unseren Verein gelebt hat, nehme ich ihm zu 100 % ab, das kann man in der Form nicht vorspielen.

Insofern müssen sich einige Herren im Verein fragen, welche Aktien sie ggf. an der nun eingetretenen Situation und dem langen Leidensweg bis dahin haben.

Im „Kickschuh.Blog“ wird dazu wie ich finde eine ganz gute Analyse angeboten. Es war einfach zu viel, was man alles auf die schmalen Schultern unseres Aufstiegstrainers abgeladen hatte. In die 1. Liga schickte man ihn mit einer besseren (?) Drittligatruppe. Die Aufstiegsmannschaft verlor eher an Substanz, als dass sie verstärkt wurde. Dann sollte er auch noch ergänzend zum Trainerjob versuchen, über Monate den sportlichen Leiter zu mimen, um wenigstens mit Würde den Rückweg in die 2. Liga antreten zu können. Dazu noch private Probleme, die man auch nicht mal so einfach in die Hosentasche steckt. Nicht zuletzt fehlte auch komplett das Spielglück und das im Grunde in jeder Schlüsselsituation. Das alles zusammen kann in der Form nicht gut gehen. Das müsste aber eigentlich auch eine kompetente Führungsetage erkennen und entsprechend handeln.

Tatsächlich aber hat man Lieberknecht wie eine angeschlagenen Boxer von einem Kampf in den nächsten geschickt, wohl wissend, dass es eine Niederschlag nach dem nächsten hageln würde. Er ist zwar immer wieder aufgestanden. Dieses 0:4 gegen Elversberg war dann aber offenbar der Moment, indem unser Trainer erkannt hat, dass er den Verein aber vor allem sich selbst vor weiterem Schaden schützen musste. Dieser Schritt ist ihm sicher unsagbar schwer gefallen sein. Umso größer ist mein Respekt vor dieser Entscheidung.

Auch wenn es nun eine angemessene Abfindung geben mag, so wird der Kontrast zu einem Torsten Frings, der seinen Vertrag schön ausgesessen hat, deutlich. Lieberknecht ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Von der Sorte gibt es nicht viele Alternativen auf dem Trainermarkt. Torsten funktioniert aber offenbar nur dann, wenn die Chemie zur Mannschaft stimmt und positive Emotionen überwiegen. Das erklärt aus meiner Fernsicht auch sein Scheitern in Duisburg. Genau diese Erfolgsfaktoren sind aber nach dem unsäglichen vorzeitigen Saisonabschluss 2022/23 in meinen Augen abhanden gekommen und wurden nie wieder gefunden.

Mit der verpassten Meisterschaft wurde rückblickend wahrscheinlich noch deutlich mehr weggeworfen als eine silberne Schale und ein stattlicher Geldbetrag. Von wegen Kirsche. Eher hatten wir die Kirsche gepflückt und dabei im Überschwang der Gefühle die ganze Torte fallen lassen. Diese hat sich Heidenheim erarbeitet und wird nun vielleicht zum nächsten SC Freiburg. Wir hingegen müssen nun aufpassen, wenigstens wieder zu Darmstadt 98 zu werden. Denn das sind wir trotz Dauersupport unserer Ultras schon sehr lange nicht mehr, auch wenn auf den Trikots vorne eine Lilie klebt und der Vereinsname auf der Rückseite steht.
Es reicht halte nicht, wenn die vielleicht einzige echte Lilie an der Seitenlinie steht, dabei aber der Akku komplett leer ist und eine weitere im hohen Fußballalter auf der Bank versauert. Letzteres zählt im Übrigen zu jenen Punkten, die ich aus der Ferne nicht einordnen kann, aber sei es drum.

Jedenfalls wünsche ich unserem scheidenden Cheftrainer nun alles erdenklich Gute und zolle vor allem dem Menschen Torsten Lieberknecht größten Respekt. Dass wir zudem das Geburtsjahr gemeinsam haben, verbindet in meinem Fall zusätzlich. Wenn die Batterien wieder voll sind und die Rahmenbedingungen passen, wird der Torsten wahrscheinlich auch wieder Erfolge als Trainer feiern. Das kann irgendwann auch gerne wieder in Darmstadt sein. Ich würde es mir sogar sehr wünschen. Dann aber bitte verbunden mit einem Abgang auf dem Höhepunkt. Er hätte es verdient.


Danke für deine Analyse, welche ich so unterschreiben würde. Das Thema Ultras würde ich jedoch etwas ausklammern, da diese Bande m.E. einiges an Mitschuld trägt. Der Aufritt einer deren Hampelmänner, der die Mannschaft letztes Jahr zusammengefaltet hat, hat m.E. einiges kaputt gemacht.

Ansonsten bin ich bei dir, Danke Torsten, dein Nachfolger wird es schwer haben!
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#138
15.09.2024 - 16:16 Uhr
Zitat von Heinerfest

Was ist denn jetzt eigentlich Phase?

Ist er der selbstaufopfernde "Held", der von sich aus gegangen ist und tatsächlich auf Kohle verzichtet, oder ist es jetzt doch eher so wie es dem Plappermäulchen RF auf der PK quasi raus gerutscht ist und man TL doch dazu genötigt hat "freiwillig" zu gehen und zu behaupten, es wäre aus eigenen Antrieb?

Denn irgendwas passt da ja ganz und gar nicht zusammen bzgl. der erwähnten fortlaufenden Zahlungen an TL.

Oder habe ich da was missverstanden?


Uiuiui, Du bist mutig. Ich erinnere an einige Posts weiter oben, wo ich TLs "Heldenstatus" in Zweifel gezogen und geschrieben habe, dass er nie im Leben auf die (ganze) Kohle verzichtet hat. Was war das für ein Shitstorm. Aber mehrere Medien haben das nun genau so wiedergegeben und wie Du schon schreibst, RF hat das in der PK so dargestellt.

Seltsam ist ja auch, dass PF die Gespräche geführt hat und der Herr Präsident überhaupt nicht anwesend war. DA kann man sich schon fragen, was kann wichtiger sein, als wenn der Verein am Abgrund steht, die Mannschaft auseinanderfällt und der Trainer, naja, was auch immer. Vor allem an einem Wochenende. Spätestens nach dem Spiel und der Darbietung war doch klar, dass der Laden gleich um die Ohren fliegt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Walba_98 am 15.09.2024 um 16:17 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#139
15.09.2024 - 16:42 Uhr
Zitat von Heinerfest

Naja was heißt mutig, man muss doch neue Informationen irgendwie verwerten/bewerten.

Wenn das tatsächlich so sein sollte dann würde ich einfach mal behaupten, dass der Verein ein grundsätzliches Problem mit der Wahrheit hätte und dazu ein ehrloses Bild im Umgang mit den Karten- und Merchkäufern sowie Mitgliedern darbieten würde.

Wenn sich Lieberknecht tatsächlich vor den Karren spannen hat lassen, wäre das fast noch schlimmer.

Mal sehen was da vielleicht noch durchsickert.

Ich halte es für schwierig, wenn wir nicht mehr (wichtige!) Fragen stellen, sondern stattdessen gleich Mutmaßungen anstellen.

Mögliche Sachverhalte zwar im Konjunktiv zu formulieren ("Wenn", "sollte", "würde", "hätte", "würde", "Wenn, "wäre"), sie aber zugleich zu bewerten (und zu verurteilen), geht für mein Empfinden zu weit.

Wir werden hoffentlich erfahren, wie die Einigung zwischen Verein und TL am Ende aussieht. Okay, vielleicht werden wir es erfahren Stirnrunzelnd Vielleicht kommt ja was dazu bei der Hauptversammlung, an der ich – wenn es wieder der letzte Montag im Oktober wird – leider aufgrund Auslandsaufenthalt nicht teilnehmen kann (worüber ich mich jetzt schon grün und blau ärgere).

•     •     •

Wer etwas will, findet Wege - wer etwas nicht will, findet Gründe.
www.dumusstkaempfen.de

Dieser Beitrag wurde zuletzt von vonGallenstein am 15.09.2024 um 16:45 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#140
18.09.2024 - 20:38 Uhr
Ei ei ei, der nächste Ärger steht vor der Tür? Oder nicht?

Zitat von FAZ

++ Was kostet Lieberknecht ++

Nach der Trennung vom ehemaligen Trainer Torsten Lieberknecht will Darmstadt 98 eine teure Abfindung vermeiden. Sind die Lilien zum zweiten Mal in die gleiche Falle getappt?

Wie die Faust aufs Auge. So habe Torsten Lieberknecht zum SV Darmstadt 98 gepasst, hieß es. Ein Trainer und ein Verein hatten sich gesucht und gefunden. Bodenständig, authentisch der Trainer. Robust, rustikal der Verein. Man ging eine Ehe ein, doch wie das so ist mit Ehen, sie gehen manchmal in die Brüche.

Lieberknecht und Darmstadt 98 haben sich nach vier Spieltagen der zweiten Liga (und drei Niederlagen) getrennt, und sie haben sich alle Mühe gegeben, dies in bestem Einvernehmen zu tun. Lieberknecht bat selbst um seine Freistellung, um den Weg frei zu machen für einen neuen Trainer. Ein neues Bündnis.

Lieberknecht verabschiedete sich mit bewegenden Worten auf der Internetseite des Vereins, der Klub warf ihm Blumen hinterher. Doch da war ein Thema, über das man nicht gerne redete: das liebe Geld. Und das ist keine Kleinigkeit. Darmstadt 98 hatte den Vertrag, der bis 2025 datiert war, 2024 vorzeitig um zwei Jahre bis 2027 verlängert. Und als der Trainer um seine Freistellung bat, verstanden das viele Fans so, als hätte er damit auch auf weitere Zahlungen verzichtet. Doch dem ist nicht so, wie Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch jetzt gegenüber der F.A.Z. erklärte.

Zu zweiten Mal in die gleiche Falle getappt?

In eine ähnliche Situation hatten sich die Darmstädter schon einmal manövriert. Nach vier Spieltagen der Zweitligasaison 2017 hatte der Verein den Vertrag mit Trainer Torsten Frings vorzeitig von 2018 auf 2020 verlängert. Fritsch wurde damals mit den Worten zitiert: „Die Arbeitsweise, die Außendarstellung und das Selbstverständnis des Trainergespanns passen perfekt zum SV 98.“ Nach einer Talfahrt in Richtung Abstiegszone wurde Frings ein Vierteljahr später entlassen. Die zweieinhalb Jahre der Vertragslaufzeit saß er aus und kassierte sein Restgehalt. Wie viel das gekostet hat, will Fritsch nicht beziffern. Zweitligatrainer verdienen schätzungsweise 300.000 bis 800.000 Euro pro Saison – man kann unschwer errechnen, dass die Trennung schmerzhaft teuer war.

Sind die Darmstädter nun bei Lieberknecht zum zweiten Mal in diese Falle getappt? Fragt man Fritsch, will er erst einmal Grundsätzliches erklären. Frings sei damals ein junger Trainer mit viel Fußball-Know-how gewesen, der eine erfolgreiche Rückrunde in der Bundesliga verantwortet habe, auch wenn er den Abstieg nicht verhindern konnte. „Deshalb haben wir uns damals für eine langfristige Zusammenarbeit entschieden.“ Dass die Vertragsverlängerung mit Frings ein Fehler war, räumt Fritsch heute ein, unter Vorbehalt: „Man kann darüber diskutieren, ob die Verlängerung zu früh kam und zu lang war. Ob wir das mit dem Wissen von heute wieder so machen würden? Ich gebe gerne zu, dass wir darüber noch einmal nachdenken würden.“

Und mit Lieberknecht? „Mit ihm würden wir es noch einmal genau so machen“, sagt Fritsch. „Wir hatten zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung ein Zweitligajahr mit Platz vier hinter uns und im zweiten Jahr den Aufstieg. Es war klar, dass die Bundesliga eine ganz große Herausforderung werden würde. Vor dem Hintergrund des Vertrauens in das, was Lieberknecht bis dahin geleistet hatte, haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre zu verlängern. Wir wollten den Trainer, der bis dato top gearbeitet hat und ziemlich gut zum Verein passt, stärken und der Außenwelt signalisieren, dass auch ein Abstieg aus der Bundesliga nicht zu einem Trainerwechsel führt. Die Verlängerung war ein Statement des Vertrauens und des Re­spekts.“

Prozess zur Klärung der Modalitäten

Ein Statement, das in der zweiten Liga früh Makulatur war. Lieberknecht musste gehen und ging von sich aus. Der nächste Schaden in vermutlich Millionenhöhe für den Klub? So weit soll es diesmal nicht kommen. „Natürlich haben wir aus dem Thema Frings gelernt“, sagt Fritsch. „Wir haben bei der Verlängerung juristische Sicherheitsklauseln in den Vertrag eingebaut, die dazu führen werden, dass es für den Verein zu keiner finanziellen Belastung bis ins Jahr 2027 kommen wird.“ Man befinde sich derzeit in einem „internen Prozess zur Klärung der Modalitäten“ und werde das Ergebnis demnächst präsentieren. „Es sieht auch so aus, dass das funktioniert“, sagt Fritsch. „Die finanzielle Belastung für den Verein wird im Endergebnis sogar geringer sein, als wenn wir den Vertrag nicht vorläufig verlängert hätten, er also nur bis 2025 datiert wäre.“

Man darf gespannt sein, ob die Gespräche mit Lieberknecht und die Vertragsdetails tatsächlich zu diesem Ergebnis führen. Selbst wenn es nicht dazu käme, was Fritsch ausschließt, sind die Personalien Frings und Lieberknecht nach Ansicht des Lilien-Präsidenten nicht vergleichbar. „Lieberknecht würde garantiert nicht bis 2027 ohne Job bleiben. Er hat in Braunschweig über zehn Jahre gut gearbeitet und auch bei uns eine Leistung geboten, die mehr als vorzeigbar ist. Er wird im Trainer-Karussell dabei sein, wenn es sich demnächst wieder dreht.“

Und Florian Kohfeldt, Lieberknechts Nachfolger? Wie lange sein Vertrag läuft, will der Verein nicht preisgeben. Aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass der Neue einen Kontrakt bis Juni 2026 unterschrieben hat.


https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/darmstadt-98/darmstadt-98-was-kostet-die-trennung-von-trainer-lieberknecht-19992934.html


Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da werden extra Klauseln in den Vertrag gebastelt, die ein "Frings 2.0" verhindern sollen, jetzt muss man aber erst mal intern klären wie die überhaupt greifen und wenn sie nicht greifen glaubt man das es nicht so schlimm wird, weil TL bestimmt schnell wieder einen Job bekommt.

Mir platzt gerade der Schädel. ugly ugly ugly
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Heinerfest am 18.09.2024 um 20:49 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.